12 Vaterfiguren und was wir von ihnen lernen können

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Kinder bringen selbst Tyrannenherzen zum Schmelzen: Darth Vader aus «Star Wars». Foto: PD

Wer mit einer Frau in den Wehen Richtung Geburtenabteilung läuft, kommt nicht mehr als der Mann raus, der er war. Er ist jetzt Vater. Ein Held. Das weiss jeder: Papa ist der Beste. Genau wie für Mütter hält die Gesellschaft auch für Väter Fussstapfen bereit. Man erahnt ihre Grösse, wenn die Gratulanten einem auf die Schulter klopfen. Und Ende Monat, wenn auf der Lohnabrechnung plötzlich Kinderzulagen drauf sind.

Jeder frisch gebackene Vater will ein guter Vater sein. Als Vorbild oder abschreckendes Beispiel dient der eigene Papa. Man will es zuerst besser, dann anders und am Ende mindestens so gut machen wie sein alter Herr. Manche Väter prägen nicht nur eine Kindheit, sondern eine ganze Generation, ja sogar die gesamte Menschheit. Hier eine willkürliche Liste von Vaterfiguren, die es zu Ruhm gebracht und uns und unsere Geschichte nachhaltig beeinflusst haben. Inklusive Randnotizen, was wir, die neuen alten Herren, von ihnen lernen könnten.

Gott Vater
OMG. Den kennt jedes Kind. Auch die ungetauften. Obwohl ihn noch nie jemand gesehen hat. Er ist Übervater, Lichtgestalt, dreifaltig angetreten zur Disruption der Biologie, von der Evolution widerlegt, aber trotzdem ehrfürchtig geliebt.

Learning: Um deine Schäfchen in den Griff zu kriegen, ist es egal, wie du aussiehst. Und: 10 einfache Regeln aufstellen, hilft, dass du glaubwürdig bleibst.

Papa Papst
Das Amt mit den höchsten väterlichen Weihen wird derzeit von Jorge Mario Bergoglio aus Argentinien bekleidet. Obwohl weder Gott noch Papst Franziskus eigene Kinder im biologischen Sinn haben (dürfen), sind sie die bekanntesten Vaterfiguren der Welt. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob ich das tröstlich oder paradox finden soll.

Learning: Vaterschaft ist auch eine Glaubensfrage.

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Marlon Brando als «der Pate» Vito Corleone. Foto: PD

Don Vito Corleone
Erbarmungslos und liebevoll zugleich. Das ist Don Vito Corleone in «Der Pate» aus dem Jahre 1972. In diesem mit drei Oscars ausgezeichneten Meisterwerk von Francis Ford Coppola gibt Marlon Brando den klassischen Patron und Patriarchen einer New Yorker Mafia-Familie. «Der Pate» gehört zu den meistzitierten Filmen überhaupt.

Das Learning kommt deshalb vom Don persönlich: «Ein Mann, der keine Zeit mit seiner Familie verbringt, ist kein richtiger Mann.»

Darth Vader
Familie gehört zu den wichtigsten Themen in der «Star Wars»-Saga von George Lucas. Der vaterlose Knabe Anakin Skywalker verlässt seine Mutter, um ein Jedi zu werden, wendet sich als Erwachsener der dunklen Seite zu und erfährt erst nach seiner Wandlung zu Darth Vader von seinen Kindern. Seine väterlichen Gefühle bringen Darth Vader am Ende sogar dazu, das Gute in sich wieder zu entdecken.

Learning: «Ich bin dein Vater.»

Wilhelm Tell
Die Geschichte unseres Schweizer Nationalhelden wird auf das Jahr 1307 datiert. Weil er dem Hut des fremden Vogtes an der Stange nicht Grüezi sagen will, muss der als Armbrustschütze bekannte Tell seinem Sohn Walterli einen Apfel vom Kopf schiessen.

Learning: Immer einen zweiten Pfeil dabei haben. Wilhelm Tell stirbt übrigens der Legende nach 1354 im Schächenbach beim Versuch, ein Kind zu retten.

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Papa Moll begleitet Schweizer Kinder seit vielen Jahren. Bild: PD

Papa Moll
Die Kunstmalerin Edith Oppenheim-Jonas (1907–2001) schuf diesen Schweizer Mustervater mit Eierkopf, Schnauzbart und den drei Kindern Evi, Willy und Fritz sowie Dackel Tschips im September 1952 für die Kinderzeitschrift «Junior». Das Briefing: eine gute, pädagogisch wertvolle Comic-Figur für die Zielgruppe der 3–10-Jährigen. Papa Moll, eigentlich Dur, gemäss der positiven Tonart, eignete sich aber offenbar nicht als Name, verkörpert den akribisch korrekten Vater und Ehemann, dessen ehrenhafte Vorsätze durch Missgeschicke laufend umgestossen werden.

Learning: Vorsätze sind gut – aber das Leben spielt nicht immer mit.

John Walton
Der Schauspieler Ralph Waite verkörperte in «The Waltons» den strengen, warmherzigen und arbeitsamen Familienvater aus dem ländlichen Virginia der Vierzigerjahre. Die TV-Serie gehört zum amerikanischen Kulturgut und hat das Bild einer bescheidenen und idyllischen Familie auch ennet dem Atlantik nachhaltig geprägt. Privat sah das bei Waite allerdings anders aus. Als er die Rolle des John Walton übernahm, trank er viel und hängte auf Partys rum: «Ich habe mit den Waltons mehr Zeit verbracht als mit meinen eigenen Kindern», erklärte er in einem Fernsehinterview 2012.

Sein Learning: «Mit der Serie habe ich dann verstanden, dass ich selbst Verantwortung für meine Kinder und meine Familie übernehmen muss.»

Meister Eder und Gepetto
Schreinermeister Franz Eder und sein italienischer Tischler-Kollege Gepetto brauchten im Gegensatz zu Hugh Hefner keine Frauen, um Väter zu werden. Sie blieben Junggesellen. Die mutterlosen Pumuckl und Pinocchio sind ein Mutmacher für alleinerziehende Väter und ein Statement für späte Vaterschaft.

Learning: Ist keine Frau da, die dir ein Kind schenkt, schnitz dir halt selbst eins.

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«Playboy»-Herausgeber Hugh Hefner verkörpert sein Produkt perfekt. Foto: Keystone

Hugh Hefner
Der Gründer des «Playboy» begann 1951 als Werbetexter beim «Esquire» und wechselte 1953 als Vertriebsleiter zu einer in Wikipedia nicht benannten Kinderzeitschrift. Hefner heiratete mehrere Male und hat trotzdem zwei Kinder aus nichtehelichen Verbindungen, insgesamt sind es sechs. Bis März 2005 lebte er mit sieben Frauen im Alter von 18 bis 28 Jahren zusammen in seiner Playboy-Mansion. Er prägte das Bild des Sugar Daddy und Playboys. Für seine letzte Ruhestätte hat er das Grab neben Marylin Monroe gekauft.

Learning: «Sex ohne Liebe ist besser als gar kein Sex.»

Remo Largo
Die beiden Bücher «Babyjahre» und «Kinderjahre» des Schweizer Kinderarztes haben sich als Standardwerke für die Erziehung etabliert. Der Vater von drei Töchtern studierte Medizin an der Universität Zürich und Entwicklungspädiatrie an der University of California, Los Angeles. Er plädiert für die Abschaffung der Schulnoten und warnt vor dem Förderwahn.

Learning: «Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.»

Brad Pitt
Der Schauspieler aus Springfield (Missouri) gehört zur Fraktion der viel zitierten neuen Väter, von denen es an Vorbildern offenbar immer noch mangelt. Am 23. August 2014 ehelichte der 1995 und 2000 vom US-amerikanischen Magazin «People» zum «Sexiest Man Alive» gekürte Pitt in Frankreich Angelina Jolie. Sie haben sechs gemeinsame Kinder: Maddox, Zahara, Shiloh Nouvel, Pax Thien, Knox Léon und Vivienne Marcheline.

Sein Learning über Vaterschaft: «Ich war überrascht davon, wie automatisch das passiert; wie viel davon instinktiv ist. Und jetzt habe ich grosse Zuversicht und Vertrauen in diese Instinkte. Zum Beispiel wird man nachts beim kleinsten Geräusch wach, weil sie dich vielleicht brauchen.»

83 Kommentare zu «12 Vaterfiguren und was wir von ihnen lernen können»

  • Lia sagt:

    von Brad Pitt lernt man nur, wie man einer Psychopathin stumm dabei zusieht, wie sie immer mehr Kinder sammelt. Und dann unzähligen Nannies überlässt.

  • Katharina sagt:

    Ach ja, wegen fehlender Recherche: Darth Vaders Anzug kostet 18.3 Millionen. Ausgesprochen schlechte Recherche, die sowas essentielles wie den Preis vergisst. Also bitte 😉

    http://www.shadestation.co.uk/Darth-Vader

  • Alpöhi sagt:

    Schöner Artikel. Ich füge noch an:

    Mrs. Doubtfire alias Robin Williams. Learning: Habe immer einen Witz und eine List auf Reserve. Nimm dich selber n icht zu ernst.

    Arnold Schwarzenegger in irgend einer Filmrolle. Learning: Stark und zart (letzteres natürlich nur zu den Guten 😉 )

    Mein Vater. Learning: Hat den Humor nie verloren und liebt meine Mutti immer noch.

  • dres sagt:

    Bud Spencer brauchts definitiv noch. Der hat immerhin auch ein paar Kinder zustande gebracht.

  • Philipp Rittermann sagt:

    ich finde die auswahl irgendwie erquickend. ich würde vielleicht noch silvester stallone – the italian stallion – ergänzen. „rocky“ prägt schliesslich generationen. frei nach dem motto „triebe-hiebe-liebe.“ und micky rourke in seiner anti-vater-rolle in „the wrestler“. nicht fehlen darf auf jeden fall „captain spaulding“ – papi und oberhaupt der irgendwie…liebenswerten familie firefly. ou yeah, baby.

  • Andreas sagt:

    „Gott wird von der Evolution widerlegt.“ Tragisch, dass dies heute als rationaler Gedanke akzeptiert ist. Schnell und oft geschrieben, dennoch habe ich noch nie eine Erklärung gehört/gelesen, wie das Leben gemäss Evolutionstheorie entstanden sein könnte. Literaturtips diesbezüglich sind herzlich willkommen.

    • Jan Holler sagt:

      Don’t feed the troll!

    • Franz Vontobel sagt:

      Sorry, Jan Holler, aber wenn ich einen sehe, muss ich einfach jeweils eine Banane werfen…

      Lieber Andreas, wo haben sie denn her, dass die Evolutionstheorie die Entstehung des Lebens erklärt?
      Literaturtipps diesbezüglich sind herzlich willkommen!

      • Alpöhi sagt:

        @VT: Zum Bleistift in irgend einem offiziellen Schulbuch?

        Dort haben nämlich die meisten Leute ihre Allgemeinbildung her, obwohl die Zusammenhänge dort grauenhaft vereinfacht dargestellt sind (damit es die Kinder begreifen, oder die Lehrer, oder beide, weiss ich nicht so genau 😀 )

      • Franz Vontobel sagt:

        Nö, Alpöhi, in keinem Schulbuch, dass sein Geld wert ist, wird die Entstehung des Lebens durch die Evolutionstheorie erklärt.

      • Alpöhi sagt:

        @VT:
        Sie haben recht.

        Von der Evolutionstheorie wird aber die These aufgestellt, dass sich das komplexe Leben aus den Einzellern aufgrund Zufall und Auslese immer höher entwickelt habe. *) Die Tatsache, dass damit die Entstehung des Lebens aus der toten Materie nicht geklärt ist, wird grosszügig übersehen. Genau wie die Frage, wer oder was eine Spezies dazu antreibt, zu mutieren, und später, wenn ein neuer „Stand“ erreicht ist, mit dem Mutieren aufzuhören.

        Ganz ehrlich – eine Theorie mit so vielen Löchern kann ich nicht ernst nehmen. Das Problem ist, dass die einzige Alternative dazu eben das ist, was landläufig mit „Gott“ bezeichnet wird – eine Intelligenz, die über allem steht, und alles zielgerichtet steuert. Und das passt dem Homo Aufgeklärtensis nicht.

      • Alpöhi sagt:

        /2
        *) etwas OT: Wir Menschen der westlichen Industriegesellschaft bilden uns ja weiss was ein auf unsere hochentwickelte Zivilisation. Wenn aber die erreichte Entwicklungsstufe dazu führt, dass der Homo Westeuropäicus die Fortpflanzungswilligkeit verliert (die Statistik sagt, der Homo Westeuropäicus stirbt aus), dann ist unsere erreichte Zivilisationsstufe nicht der Höhepunkt, sondern der Endpunkt der Entwicklung. Denn wenn die Entwicklung nicht mehr weiter geht, folgt unweigerlich der Tod. Hier der Tod des Homo Westeuropäicus als Spezies.

        Ist ja nich tschlimm: Andere Völker, die mehr Disziplin und mehr Gemeinschaftssinn haben als wir, werden unseren Platz übernehmen. Sie sind quasi schon da, steht auch in der Zeitung.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ach, kommen sie, Alpöhi – die Evolutionstheorie ist die wohl am besten abgestützte wissenschaftliche Theorie überhaupt (und hier sei mal wieder darauf verwiesen, dass der Begriff „Theorie“ in der Wissenschaft nicht dieselbe Bedeutung hat wie in der Umgangssprache) – von was für „Löchern“ sprechen sie?
        Nichts „treibt eine Spezies an, zu mutieren“ – Mutation ist ein immerwährend ablaufender Vorgang, der spontan auftritt (z.B. „Kopierfehler“) oder induziert wird (Mutagene).
        Wie kommen sie auf die Idee, dass sie irgendwann „fertig“ sei?

        Ansonsten sei hier wieder mal das berühmte Zitat von Theodosius Dobzhansky aufgeführt: “Nothing in Biology makes sense, except in the light of evolution.

        Dobzhansky war Evolutionsbiologe und praktizierender, orthodoxer Christ.

      • Franz Vontobel sagt:

        Was ich auch nie wirklich verstehe: Kritiker der Evolutionstheorie (ET) aus dem religiösen Lager werfen der ET gerne „Unwahrscheinlichkeit“ (oder „Löcher“) vor – nur um sie durch ein omnipotentes, ausserhalb von Raum und Zeit agierendes Schöpferwesen zu ersetzen..?

        Isn’t it enough to see that a garden is beautiful without having to believe that there are fairies at the bottom of it too?

      • Katharina sagt:

        ‚Die Tatsache, dass damit die Entstehung des Lebens aus der toten Materie nicht geklärt ist, wird grosszügig übersehen.‘ ist falsch.

        einerseits die falsche Dichotomie ‚toter‘ Materie und andererseits dass die intelligent design peeps verschweigen, dass die physik unseres universums emergente eigenschaften hat., dies aber nachweislich nicht directed sind.

      • Alpöhi sagt:

        VT: Dann erklärwn sie mir doch bitte mal die folgenden Phänomene (echt, jetzt):

        1) Einzelne Mutationen gelten als „Fehler“ ohne Zusatznutzen und werden von jeder Spezies schnellstmöglich wieder ausgemerzt. (Bsp.: Maultiere, also die Kreuzung aus Pferd und Esel, ist unfruchtbar.) Ein Zusatznutzen stellt sich erst dann ein, wenn die Mutation so weit fortgeschritten ist, dass die Spezies bereits deutlich spürbar verändert ist (plakativ: „aus dem Fisch ist ein Vogel geworden“). Auch die „komplexe Mutation“ mit Zusatznutzen wird so oder so schnellstmögloch wieder ausgemerzt, es sei denn, die komplexe Mutation sei in einer genügend grossen Population vorhanden, die sich wieder fortpflanzen kann.
        Anm.: Züchtung ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt.

      • Alpöhi sagt:

        /2
        Aber auch dies erklärt nicht das folgendd Phänomen:

        2) Die Chromosomenschranke kann nicht durchbrochen werden. Eine Mücke hat drei Chromosomen und das wird auch in 10 Mio Jahren noch so sein. Ein Elefant hat paarundvierzig Chromosomen und auch das wird in 10 Mio Jahren immer noch so sein. Aus einer Mücke wird aufgrund der Chromosomenzahl nie ein Elefant. Das ist ausgeschlossen.

        Wie aber wird denn dann aus einer Mücke ein Elefant?

        Aus meiner Sicht ist Mikroevolution (innerhalb der Artgrenze) unbestritten, und nichts anders hat Darwin beobachtet. Makroevolution (über die Artgrenze hinaus) wurde noch nie beobachtet. Dessenungeachtet behauptet die EvT genau dies.

      • Alpöhi sagt:

        /3
        Indem die Evolution auf Millionen winzige Teilschritte und einen unübersichtlich-unüberprüfbaren langen Zeitraum verteilt wird, erscheint die EvT auf den ersten Blick plausibel. Bei genauerem Hinsehen entpuppen sich aber selbst die einzelnen winzigen Teilschritte als vom Mechanismus der Arterhaltung unerwünscht und wenig plausibel.

        Und die angeblichen Beweise: Was hat man denn für Beweise? Man hat Knochen gefunden. Die in Sedimente eingebettet waren, die sich über Jahrmillionen abgelagert haben sollen (dies ist das nächste umlösbare Problem). Diese Knochen sehen anderen Knochen von anderen Arten sehr ähnlich, man bildete davon eine Reihe, nach Abweichungen geordnet, und behauptet nun, dass sich die eine Art aus der Art nebenan in der Reihe entwickelt habe. Aber

      • Alpöhi sagt:

        /4
        war es wirklich so? Es war niemand dabei, es gibt keine Augenzeugen. Letztlich ist die EvT eine These, die man für plausibel halten kann oder nicht, je nach den persönlochen Präferenzen. Damit ist die Glaubwürdigkeit tatsächlich nicht höher als beim biblischen Schöpfungsbericht, denn auch dort gibt es keine Augenzeugen.

        Sie müssen meine Argumentation nicht gut finden; Sie dürfen auch sagen, dass meine Sicht Ihnen nicht passt – das ist aber keine Aussage darüber, ob sich die Evolution tatsächlich so abgespielt hat, wie von der EvT behauptet.

        Letztlich ist alle Geschichte, für die es keine Augenzeugen gibt (auch die Erdgeschichte) eine reine Glaubensfrage.

      • Alpöhi sagt:

        /5
        Und damit kommen wir tatsächlich ins Religiöse. Die EvT wird zu einer Ersatzreligion für die, die mit dem Schöpfungsbericht nichts anfangen können oder lieber keinen Gott über sich hätten.

        Letztlich bleibt alle Geschichte, die man nicht selber erlebt hat, auch die Erklärung der Entstehung der Welt, eine reine Glaubenssache.

        PS: Die übliche Reaktion der „Aufgeklärten“ ist, meine Sicht für verrückt zu erklären. Das erspart die anstrengende Arbeit, sich damit auseinanderzusetzen 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        Sorry, Alpöhi, aber ich habe diese Diskussion schon so oft geführt, ohne je auf einen grünen Zweig gekommen zu sein, dass mir für eine weitere Iteration hier ganz einfach Zeit und Lust fehlen – ich nehm‘ mal an, ihnen müsste es von ihrer Seite her ähnlich ergehen.
        Falls sie ernsthaft an Antworten auf ihre Fragen interessiert sind, so gibt es ausgezeichnete Literatur dazu (sie müssen ja nicht Dawkins lesen).

      • Franz Vontobel sagt:

        Zwei Bemerkungen, trotzdem: „Züchtung ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt.“ – Sie haben’s selbst gemerkt, oder? Züchtung ist die Regel, die die Regel bestätigt…

        Mikroevolution, Makroevolution: eine Unterscheidung, beliebt bei Evolutionsskeptikern, damit sie den Widerspruch ganz offenbar stattfindender Evolution „erklären“ können.

        Makroevolution ist summierte Mikroevolution über die Zeit.

      • Franz Vontobel sagt:

        Aber ich anerkenne mit etwas Neid: sie haben’s wesentlich einfacher.
        Sie können alles mit „Gottes Wege sind unergründlich erklären“… 😉

      • Alpöhi sagt:

        VT, sie weichen aus, mit der Begründung „keine Lust“. Sie haben noch nicht mal Lust, wenigstens EINEN Link anzugeben, def die Phänomene 1 und 2 zu erklären versucht.

        Keine Antwort ista auch eine Antwort.

        Wissen Sie, mir ist ein allmächtiger Gott, der mich meint und der mich liebt, 1000 mal lieber als eine allmächtige aber buchstäblich seelenlose Evolution. Aber dazu kann icn stehen, ohne dass ich eine angebliche Wissemachaftlichkeit (oder „keine Lust“) vorschieben muss.

      • Alpöhi sagt:

        Schauen sie VT,
        Es wird zwar immer gesagt, „die EvT sei die am besten abgestützte wissenschaftliche Theorie“, aber Quellen, Belege umd dgl. hierfür werden IMMER weggelassen. Man muss quasi einfach glauben, dass die EvT wahr sei, weil es ja schliesslich die wissenschaftliche Lehrmeinung ist.

        Vor Galilei glaubten die Schriftgelehrten auch, die Erde sei eine Scheibe, und Andersdenkende wurden als Ketzer verbannt / verbrannt.

        Ist heute immer noch so. Alternativ werden Andersdenkende lächerlich gemacht und als ewiggestrige Romantiker hingestellt: „Kannst du sie nicht überzeugen, versuche sie zu verwirren.“

        Aber was ist Wahrheit? Wissen SIE das?

        Ich weiss nur, dass ich nichts weiss. Und daher glauben muss. Es bleibt mir nichts anders übrig, aber es lebt sich gut damit 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        Ach, kommen sie, Alpöhi: „kei Luscht“ ist eine sogar in Bundesratskreisen anerkannte „Begründung“!

        Schauen sie, diese „Diskussionen“ laufen immer gleich ab – ich bringe Belege für die ET, worauf sie entweder a) sofort das nächste „Loch“ auffahren, das ich widerlegen soll oder b) die Belege „widerlegen“, meist durch verlinken einer obskuren ID Website, die ich dann wieder zuerst widerlegen muss – der Arbeitsaufwand auf meiner Seite ist enorm, zu gewinnen habe ich nichts, da sie ihre Meinung gemacht und in Stein gehauen haben.

        Allerdings könnten wir das ganze ja zur Abwechslung ja mal umdrehen: bringen doch sie bitte mal hieb- und stichfeste Belege für ihre „Theorie“? Na, wie wär’s?

      • Franz Vontobel sagt:

        Dass sie sich mit Galilei vergleichen und mci quasi in die Rolle der Inquisition schieben finde ich allerdings schon ein etwas starkes Stück.

        Es wird zwar immer gesagt, „die EvT sei die am besten abgestützte wissenschaftliche Theorie“, aber Quellen, Belege umd dgl. hierfür werden IMMER weggelassen.

        Echt? keine Quellen und Belege zu finden? Kennen sie Google? Oder Amazon?

        Futurama hat den Ablauf von Diskussionen zwischen Kreationisten und Wissenschaftlern mal wunderbar zusammengefasst: http://www.myvidster.com/video/316851/Futurama_-_Evolution_Debate_

        „I remind you, that evolution is merely a theory, like gravitation, or the shape of the earth!“

      • Franz Vontobel sagt:

        Ich weiss nur, dass ich nichts weiss. Und daher glauben muss. Es bleibt mir nichts anders übrig, aber es lebt sich gut damit.

        Ein böserer Mensch als ich würde hier natürlich mit dem Sprichwort „Ignorance is bliss“ antworten; ich tue das jetzt aber bewusst nicht. 😀

        Aber vielleicht noch dies, als Gedankenanstoss: Sie halte die ET für unwahrscheinlich und nicht ausreichend belegt. Und glauben deshalb als Alternative an eine „Theorie“ die noch viel, viel unwahrscheinlicher ist und ganz und gar ohne Beweise auskommt… Und warum? Weil ihnen ihre „Erklärung“ besser gefällt und sie darin eine wichtige Rolle spielen!
        Wissen Sie, mir ist ein allmächtiger Gott, der mich meint und der mich liebt, 1000 mal lieber als eine allmächtige aber buchstäblich seelenlose Evolution.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ist ihnen bewusst, dass sich ET und Gottesglaube nicht wirklich ausschliessen (unterdessen anerkennt ja sogar die kath. Kirche die Evidenz der ET)?

        Wäre ich ein gläubiger Mensch, so würde mir jedenfalls ein Gott, der eine Schöpfung entwirft, die sich aus einer Handvoll Materie und ein paar universellen Gesetzen quasi selber entfaltet wesentlich mehr Eindruck machen als ein allmächtiges Pendant zum Pensionär, der im Keller an seiner Modelleisenbahnlandschaft werkelt …

        (Mist, jetzt diskutiere ich ja doch …)

      • Jan Holler sagt:

        Your learning: You should not have fed the troll, Franz Vontobel. Die Banane hätte ich selber gegessen.

      • Alpöhi sagt:

        Wissen Sie, VT, wenn ich die angeblichen „Beweise“ nich tnachvollziehen kann, dann habe ich nur die Auswahl zwischen „Glaube an die EvT“ und „Glaube an Gott“. Aber dann darf ich doch auswählen aus der Auswahl, oder nicht? 😉

        Abgesehen davon: Es ist gar nicht die Evolution, die ich ablehne, sondern den Zufall als treibende Kraft. DAS (dass der Zufall alles geschaffen haben soll) ist IMHO noch abstruser als ein Gottesglaube.

        Und mit dem Begriff IMHO ist dann eigentlich alles Gesagt. Sie haben recht: Sie können mich nicht überzeugen. Aber als Alternative bringe ich keine „abstruse Theorie“, sondern sage bewusst: Letztlich ist es immer ein Glaube, egal ob EvT, Gott oder das Spaghettimonster.

        Sie dürfen also glauben was Sie wollen – genau wie ich 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        den Zufall als treibende Kraft.

        Sehen sie, Alpöhi, das ist er eben nicht. Die „treibende Kraft“. Das haben sie, und mit ihnen viele andere Skeptiker der ET, nicht verstanden.
        Der Zufall ist nur ein Element in der Evolution, er stellt die Varianten (Variation) zur Verfügung. Was von diesen Varianten sich durchsetzt (Selektion), das ist alles andere als zufällig.

        http://www.focus.de/wissen/natur/evolution/tid-12744/charles-darwin-5-komplexitaet-entsteht-nicht-zufaellig_aid_352776.html.

      • Franz Vontobel sagt:

        http://www.focus.de/wissen/natur/evolution/tid-12744/charles-darwin-die-bibel-der-zufall-und-der-tod_aid_352769.html

        Die ganze Reihe hier ist gar nicht so schlecht, um Laien einen ungefähren Überblick über die ET zu geben und mit den häufigsten Missverständnissen aufzuräumen …

        Aber eben, sie sagen ja selber, ihre Meinung ist gemacht. Insofern werden sie’s wohl eher nicht lesen…

      • Franz Vontobel sagt:

        […] wenn ich die angeblichen „Beweise“ nicht nachvollziehen kann […]

        Dieser Satz ist natürlich irreführend. Es ist ja nicht so, dass sie sich die ET genau anschauten und dann zum Schluss kamen, dass deren Beweise alle „angeblich“ seien und darum nur als „Beweise“ geführt werden können, und sich dann dafür entschieden, an den biblischen Schöpfungsbericht zu glauben, oder?

        Ist es nicht eher so, dass sie die Bibel als wortwörtlich wahr betrachten, und somit auch die Genesis. Und darum gar keine andere Erklärung wahr sein kann und somit alle die vielen Beweise für die ET eben nur angebliche „Beweise“ sein können?

      • Alpöhi sagt:

        Immerhin diskutieren wir we igwr über die ET als vielmehr über die Kommunikation darüber. Meta-Kommunikation also.

        Sie und ich funktionieren doch genau gleich wie alle anderen: Weicht eine zugetragene Aussage zu stark von der vorgefassten Meinung ab, wird die Aussage als „abstrus“ rundweg abgelehnt. Für diesen Mechanismus ist der Inhalt der Aussage und deren Wahrheitsgehalt gar icht relevant.

        Danke für die Links. Ich lese sie dann in Ruhe (die habe ich jetzt nicht)

      • Alpöhi sagt:

        Und noch zur Bibel. Wissen Sie, wenn mein Weltbild einen allmächtigen Gott braucht, um vollständig zu sein, dann spielt es auch keine Rolle mehr, ob er die Erde in 6 Tagen oder 6 Mia Jahren geschaffen hat. Allmacht kann beides 😉

      • Alpöhi sagt:

        VT, ich weiss nicht, ob Sie noch dabei sind. Ich hab die verlinkten Focus-Artikel gelesen. Nun – ich bin sehr enttäuscht, es ist wie immer: Es wird erklärt, aufgrund welcher Mechanismen Tiere in kalter Umgebung Fett oder Fell entwickeln. Genau dies hat schon Darwin beobachtet. Das kann man reproduzieren (beispielsweise durch Züchtung) und daher gilt es als erwiesen, dass es so ist. Damit bin ich einverstanden.

        Und dann werden die Beobachtungen, die die Artgrenze niemals überschreiten, fröhlich extrapoliert und behauptet, so würden auch neue Arten entstehen. Darwin hatte hierfür aber keine Beweise und alle anderen Wissenschaftler auch nicht. Erstens, weil der Vorgang nicht reproduzierbar ist aufgrund der behaupteten langen Zeiträume. Zweitens weil die Vererbungslehre (Chromosomenzahl)

      • Alpöhi sagt:

        /2
        dagenen spricht. Und drittens, weil das Verwandeln in eine andere Art NICHT der Arterhaltung dient – im Gegensatz zum Entwickeln von Fett bei Kälte

        Das, was alles Leben antreibt und letztlich auch der Sinn des Lebens ist, ist die Arterhaltung. Das ist das genaue Gegenteil von Evolution im Sinne von „über die Entstehung def Arten“.

      • Alpöhi sagt:

        /3
        Ich kann mir nicht helfen, für mein Verständnis widerspricht das, was man mir als „Evolutionstheorie“ verkaufen will, wissenschaftlichen Standards. Eine Beobachtung ist eine Beobachtung. Der Reim, der Mensch sich darauf macht, ist bereits Interpretation. Aber gut: solange es sich reproduzieren lässt, ist’s ok. Denn „beweisbar“ im wissenschaftlichen Sinne ist, was sich reproduzieren lässt.

        Die EvT ist nicht reproduzierbar. Sie pariert dies mit dem Trick, dass sie yehr lange Zeiträume zugrunde legt, die niemand überblocken oder nachprüfen kann. Schlau gemacht.

      • Alpöhi sagt:

        /4
        Aber genau mit diesem Kniff wird aus einer wissenschaftlichen Theorie nicht mehr und nicht weniger als ein Glaube – eine willkommene Ersatzreligion für alle, die endlich den Gott der Bibel mitsamt seinem Bodenpersonal loswerden wollten.

        Nach meinem Empfinden ist genau DIES der Grund für den Siegeszug der EvT. Ein Schelm, der Böses dabei denkt….

  • John Galt sagt:

    Also ich orientiere mich bezüglich meiner Vaterrolle am ehesten an Homer Simpson…

    • Susi sagt:

      😀 😀 😀

    • dres sagt:

      Ich fahre mit einer Mischung aus Rübezahl und Luca Hänni bestens.

    • Tom Walther sagt:

      Und was lernen von Homer: Alkohol – das Problem und die Lösung…

      Abends mag er helfen, am Morgen danach kann er dann zum Problem werden… („PapAAAA! Ufschtoooh!“)

      • Susi sagt:

        John Galt bezieht sich wahrscheinlich auf andere Eigenschaften Homer Simpsons: Feinfühligkeit, Intelligenz, Fähigkeit zur Impulskontrolle und Empathie. Da könnte sich so mancher eine Scheibe abschneiden.

  • Hannes Müller sagt:

    Mein Learning aus dem Internet: Es gibt zu jedem Witz, jeder ironischen Bemerkung und jedem amüsierten Text jemandem, der das für Ernst hält und und es mit Knurren oder Moralin kommentiert.

    • Jan Holler sagt:

      Dauernd „witzisch“ ist ermüdend und langweilig, keine Herausforderung, macht es den Schreibenden auch äusserst einfach. „Ich brauche eine Kolumne, mir kommt nichts in den Sinn, ich mache auf spassig und erstelle eine Liste. Thema? Egal, heute nehmen wir „Vorbild““.
      Es gibt nun wohl schon die millionste Vor- oder Negativbildliste, die Liste aller Wasweisnichtwas-mit-irgendeinem-Bezug.
      Und mit Ihnen geschieht doch genau das Selbe: Statt aus dem Text „Learning“ zu erhalten, gehen Sie eine Ebene tiefer, lesen die Kommentare und tun Ihrerseits dann dort das Selbe: Ihr Knurren ist recht laut zu hören. – Sie haben ja Recht!

      • Susi sagt:

        „Keine Herausforderung“ ist hier ganz sicher nicht gerechtfertigt, da steckt mehr Recherche dahinter als bei einem „ich erzähle jetzt mal meine Meinung“, wie das ja oft vorkommt. Oder wussten Sie all das schon, Herr Holler? Wieviel war Ihnen über die Tell-Saga bekannt? Wussten Sie, dass „Sex ohne Liebe besser als kein Sex“ ist? Waren Ihnen der Waltons-Darsteller und seine Haltungen bekannt? Wissen Sie, wessen Vater Darth Vader ist? Sehen Sie. Und das alles sind ganz wichtige Bestandteile unserer Kultur!

      • Jan Holler sagt:

        Die Waltons waren schon damals ein Albtraum. „John Boy“ mit seinem lieblichen Gesicht, süss, aber eine totale Pussy (Danke Bühne), wenn schon Darth Vader – aber was ist denn Sex? – Nein im Ernst, dies heruntergenudelten Aufzählungen sind die Kapitulation eines jeden Schreibenden. Mein Learning: Wenn wieder einmal eine dieser famosen Listen kommt, erwarte gar nichts mehr..

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Kapitulation des Schreibenden erkennt man am Vorkommen einer natürlichen Zahl im Titel.

      • Jan Holler sagt:

        Ausser es ist 42.

      • Philipp Rittermann sagt:

        „gute nacht, john-boy!“ – ich kriege heute noch krämpfe, ob dem ehemaligen weichei und frauen-versteher. 🙂

      • Katharina sagt:

        hey, er schrieb ja ‚family values‘

  • dres sagt:

    Carlo Janka, Messi, Cancellara, Popeye, der Samichlaus, der Bergdoktor und Einstein gingen noch vergessen…

    • Muttis Liebling sagt:

      Ist das als Negativauswahl gemeint?

      Einsteins Biographen betonen immer wieder dessen Bindungsunfähigkeit. Sein zweiter Sohn hat denn auch 14 Jahre in der Psychiatrie verbracht, was der Vater zwar genetisch begründete, vom Umfeld aber anders gesehen wurde.

      Den Rest dieser Unterschicht- Elite spare ich mir besser.

      • dres sagt:

        Nein, Kinder dürfen durchaus Ski fahren, Velo fahren, Fussball spielen, ein bisschen Kraft haben, sich über den Samichlaus freuen, erste Hilfe durch den Papa beziehen und halbwegs intelligente – wichtiger Unterschied zu Brechreiz auslösend elitäre – Eltern haben.

  • Jan Holler sagt:

    Satire oder nicht, aber das, was man von den Papas liest, die über sich oder die Welt in Blogs schreiben, ist entweder kindisch, oberflächlich, super spassig oder pubertär. Man könnte meinen, nur Witzfiguren würden sich als Papas outen. Diese fast zwanghafte „Lustigkeit“ der Papas kontrastiert aber sehr gut mit den „schwierigen Lebensfragen“-Mamas, die die kleinsten Probleme zu übergrossen Weltfragen aufblasen. Manchmal gibt es auch Papas, die sich mit ihren Texten an die Mamas anbiedern, die treten dann auch vor Sälen voller Mamas auf und lassen sich beklatschen: aber meistens gilt: Spassige Papas und ernste Mamas: voilà, der Mamablog.

  • Susi sagt:

    Genau: Hugh Hefner, Papa Moll, Darth Vader und Gott.
    Was für ein geiler Artikel, lange nicht so gegrinst ab einem Mamablog-Beitrag!! Und das Sahnehäubchen sind die Learning-Ergänzungen…

    😀 😀 😀

    • Katharina sagt:

      Liegt es an mir, dass ich den Humor im Text nicht erkenne?

    • Muttis Liebling sagt:

      Nein, der Humor im Text erschliesst sich nur Lesern, welche sich in der gleichen sozialen Aussenseiterposition als der Autor befinden.

      Auf mich wirkt er nur dümmlich.

      • Susi sagt:

        ML: „soziale Aussenseiterposition“??
        Ich muss grad mega fest lachen!!! Dummerweise befinde ich mich in einem Bus, und die Leute halten mich jetzt sicher für sozial total gestört!

      • Susi sagt:

        Ich finde den Blog auch beim dritten Mal Lesen immer noch lustig!!!

      • Philipp Rittermann sagt:

        sehen sie. das ist das problem bei vielen frauen in der ch. erst sucht man (vergeblich) den „prinz yoghurt“. dann biegt man ihn grade. dann verlieren beide (logischerweise) den humor und prinz yoghurt verabschiedet sich. zurück bleiben verbitterte „muttis lieblinge….“. schade.

      • Susi sagt:

        „das ist das problem bei vielen frauen in der ch“

        Besteht jetzt hier ein Zusammenhang zu mir? Und wofür steht das yoghurt? (Querverweis zu Hugh Hefner…?)

      • Philipp Rittermann sagt:

        frau susi. ich habe „muttis liebling“ angesprochen. „prinz yoghurt“ ist meine persönliche metapher für den märchenprinzen schlechthin. und wie’s der terminus erklärt – gibts den nur im märchen.
        sie dagegen, frau susi, scheinen mir ganz o.k. wer horrorfilme mag, hat auch eine gesunde portion humor.

      • Muttis Liebling sagt:

        Susi, der Ausdruck ‚mega fest lachen‘ beschreibt die Aussenseiterposition besser, als ich es könnte.

      • Susi sagt:

        Ach, ML, das ist ein Helvetismus! (Aber ich weiss, dass dir für sprachliche Finessen das Fingerspitzengefühl fehlt, auch wenn du uns mit deinen Semantik-Diskussionen jeweils eines Besseren zu belehren versuchst…)

        Aber ich musste schon wieder mega fest lachen, danke!

        😀

        (Auch der Smiley deutet auf meine Aussenseiterposition hin, jaja…)

      • Katharina sagt:

        ‚Mega fest lachen‘ ist sicher kein Helvetismus, sondern Swinglish wie ‚Achtung Tritt‘ beim Ausgang vom ‚Tea Room‘ oder das infamose ‚Handy‘ (your Iphone does the hand job for you).

        Beim Treten fliegt das Emmi dann aufs Trottoir (< das ist ein Helvetismus auf dem eine Scottsdale Queen ausschlipft und ihre wellgroomed Strosseblatere 'bellt')

        Kleines Intercept von der einzigen Ausserirdischen ehhm Aussenseiterin hier.

        Ich muss den Text ja nicht lustig finden.

      • Susi sagt:

        Äh, Kat, nein. Ich habe nicht geschrieben, ich hätte den Text geliked weil ich ihn voll funny gefunden hätte. Neinein.
        Ich han eifach mega fescht müesä lachä, weisch. Aber no prob, honey, dass du alles gern als swinglish siehst!

      • Muttis Liebling sagt:

        Richtig Susi, das Benutzen von Symbolik deutet auch auf Unterschicht hin. Wobei Unterschicht nicht Aussenseiter ist.

        Nur der kleinere Teil der unteren Mittelschicht, welcher die Stilelemente der Unterschicht (z.B. Smiley) benutzt, ist mengenmässig so klein, dass man die Aussenseiter nennen darf.

      • Susi sagt:

        ML: „das Benutzen von Symbolik deutet auch auf Unterschicht hin.“

        Das ist lustig, echt. Weil erstens so verallgemeinernd und zweitens schlicht nicht wahr. Was sagst du denn zu all den Autoren, Kunstmalern und Filmemachern, die Meister sind im Benutzen von Symbolik? (Fontane? Schnitzler? Oder um einen Autor der Gegenwart zu nennen: Kurbjuweit? Alle aus der Unterschicht?)

        Irgendwie hab ich hier grad das Gefühl, mit Adam und Eva beginnen zu müssen. Dazu reichen weder die Zeichen noch meine Zugfahrt… Janu.

      • Susi sagt:

        Oh, die Symbolik-Ecke der Psychologie habe ich ganz vergessen. Wer war denn hier nochmal führend? Ah, ja, C. G. Jung! (Unterschicht? Eigentlich ist es eher umgekehrt.)
        Und natürlich gibt es auch die Gebildeten aus der Oberschicht, die Symbolik strikte ablehnen. Ich denke da grad an Josef Popper-Lynkeus (zentrale Figur meiner Liz-Arbeit). Aber immerhin hat der sich (differenzierte!) Gedanken dazu gemacht, bevor er zu einer Haltung kam.

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