Generation Hochleistungssex

Ein Gastbeitrag von Nina Kunz und Michael Kuratli

Selfie with lingerie

Von sexueller Emanzipation ist bei der jungen Generation nichts zu spüren: Eine junge Frau macht ein aufreizendes Selfie. Foto: Getty Images

Auf der Foto-App Instagram: der entblösste Hintern einer jungen Frau. Sie steht mit gespreizten Beinen da, sodass die Schamlippen zu sehen sind. Die Haut wurde eingeölt, die Haare mit Wachs entfernt – sie sieht aus wie eine Plastikpuppe. Darunter die Hashtags #fitgirl, #ass, #motivation. «I would fuck the shit out of your pussy», schreibt ein User unter die Fotografie. «I need to go to the gym so bad», schreibt eine Userin.

«Das ist ein schönes Bild. Ich sehe zwar nicht so aus, aber ich kann den Anblick geniessen», sagt Anna. Die Sechzehnjährige gehört zur Generation von Frauen, die sich (gegenseitig) selbstbewusst Bitches nennen – nicht als Beleidigung, sondern als Ausdruck sexueller Ermächtigung. Ihre Generation weiss theoretisch mehr über Sex als alle Sechzehnjährigen vor ihr. Von der Funktionsweise von Schwellkörpern bis zu Praktiken wie Fisting hat sie alles gelernt. In der Schule und im Netz. Man würde erwarten, dass Frauen wie sie fantastischen Sex haben. Hört man sich um, erzählen viele junge Leute jedoch von manipulativen Männern, Körperhass, Fitnesszwang, Versagensängsten. Was ist los?

«Von den Jungs wird erwartet, dass sie von Anfang an wissen, was sie tun, und die ganze Arbeit machen», erklärt Anna. Bei den Mädchen heisse es: Du musst dich nicht gross bewegen. Woher diese Ideen kämen, könne sie selbst nicht genau sagen – die Älteren, Erfahreneren erzählten es den Jüngeren weiter. «Zuerst geht es um die Bedürfnisse der Jungs. Wenn man etwas mehr Erfahrung hat, darf man auch als Frau Ansprüche stellen.»

Anna erklärt sich die untergeordnete Rolle der Frau dadurch, dass das Bild des Mannes als Beschützer, ja vielleicht als Tonangeber halt seit Urzeiten existiere. Dieses Muster – der omnipotente Mann, die Frau als Statistin – wird jedoch später selten durchbrochen. Haben sich die Teenager den Ablauf, den sie als Sex verstehen, erst einmal antrainiert, ist es schwer, diese Rollenbilder als Erwachsene wieder abzulegen.

Ein zu erledigender Job

Die Auswirkungen dieser Art, Sex zu haben, zeigen sich nicht sofort. Mirjam (24) sagt aber, der Gedanke an das letzte Jahrzehnt Geschlechtsverkehr schmerze sie. Denn bis vor zwei Jahren habe sie ihre Erregung daraus geholt, dass sie ihm Spass bereitete. «Ich war viel zu cool, um ehrlich darüber zu sprechen, wie mir Sex manchmal wehtut oder wie ich mich danach auf die Seite drehte und weinte.» Lange sei das Körperliche für sie nur ein Job gewesen, den sie als Frau zu erledigen hatte, damit die Beziehung funktioniere. «Das führte dazu, dass ich mich und meinen Körper hasste – und den Jungen, den ich eigentlich so gerne mochte, auch.» Niemand in dieser Konstellation habe das verdient. «Ich hatte viel Sex, den ich nicht wollte. Was ich machte, war praktisch Selbstvergewaltigung.»

Bei den jungen Frauen und Männern scheint etwas im Argen zu sein, von sexueller Emanzipation ist wenig zu spüren. Es scheint, als gäbe es ein Richtig und ein Falsch. Das zeigt: Die technische Aufklärung über Sex reicht nicht aus. Viele Jugendliche, auch wenn sie sich geben, als wären sie mit allen Wassern gewaschen, haben keine Ahnung. Darum saugen sie alle Bilder dankend auf, die ihnen Hinweise darauf geben, was Sex denn nun ist – und diese führen in den seltensten Fällen zu befriedigendem Geschlechtsverkehr, sondern zu gefühlskalten zwischenmenschlichen Verhältnissen und Hochleistungssex.

«Von Pornos meinte ich zu wissen, was ich im Bett zu tun habe», erinnert sich Mirjam. «Dort habe ich gelernt, wie ich aussehen, wie ich tönen, wie ich mich bewegen muss.» So habe sie sich sieben Jahre lang den Intimbereich rasiert, obwohl ihr das gar nicht gefalle.

Das Bedenklichste am Lernen von Pornos findet Mirjam aber, dass sie beim Schauen dieser Filme immer die Männerposition eingenommen habe – für diese seien diese Filme gemacht. «Ich kenne die Frauenperspektive nicht – dafür weiss ich, wie Vergewaltigungspornos auszusehen haben.» Besonders interessiert hätten sie als Teenager Filme nach dem Prototyp «Potenter Vater zwingt Kindermädchen zum Sex». «Ich habe Geilheit daraus gezogen, dass die Frau unterdrückt wird – im Nachhinein finde ich das logisch», sagt sie. Denn sie habe im Bett ja schon so vieles mitgemacht, was sie nicht gewollt habe. «Das macht mich tieftraurig. Aber lange nahm ich an, das sei normal.»

Männer müssen immer wollen

Der Sex ist zu einer mechanischen Performance verkommen. Von Erotik und aufregendem Knistern ist kaum etwas zu spüren. Der eigene Körper ist nicht länger Quelle der Lust.

Die Frustration ist nicht nur bei Frauen zu spüren. Auch junge Männer verzweifeln an dem, was sie als Sex praktizieren. Severin ist 27 Jahre alt und hat seit Monaten mit niemandem mehr geschlafen. Er möchte nur noch küssen, wie er erzählt – und zwar so viele Menschen wie möglich. «Küssen gibt mir Liebe und Zuneigung. Dinge, die mir Sex gerade nicht gibt», sagt er. Es sei verwirrend, dass Sex keine Nähe schaffe. Er habe auch schon einen Orgasmus vorgetäuscht, damit die Sache vorüber gewesen sei. Etwas beschämend findet er, dass er lange nicht begriffen habe, dass Frauen ja auch Sex wollten. «Ich dachte immer, ich bin in der schwächeren Position und muss sie zum Sex überzeugen.» Nach einigen Jahren habe er plötzlich begriffen, dass es auch eine weibliche Lust gebe. Als er das erste Mal Nein sagte zu einem One-Night-Stand, sei er zwei Tage lang verstört gewesen. «Männer müssen doch immer wollen.»

Junge Männer haben den Stress, omnipotent sein zu müssen und auf Kommando vögeln zu können. «Den Druck baue ich mir aber selbst auf», findet Severin. Jetzt denke er zum Beispiel, er sollte mal wieder – es seien ja bald vier Monate. Oder einmal habe eine Frau während des Sex «Fick mich hart» gesagt, und er sei völlig aus dem Konzept geraten, weil er dachte, er müsse jetzt irgendwas Spezielles machen.

Als Sexersatz dient Severin unter anderem Snapchat – eine App, über die man sich Bilder versenden kann, die nach einigen Sekunden automatisch gelöscht werden. Dort versendet er immer mal wieder Nacktfotos von sich an Frauen, die er anziehend findet, mit denen er aber nicht unbedingt schlafen will. «Sexting kann reizvoller sein als die Sache selbst», erklärt Severin. Er könne selbst entscheiden, wann er reagiere und wie intim er werden wolle. Das Versenden von aufreizenden Bildern ist wohl das spielerischste Element der jungen Sexualität. Doch sogar hier zerbricht sich Severin den Kopf über die korrekten Regeln: «Als Mann ist Sexting schwieriger. Das Bild von einem entblössten Oberkörper ist wenig prickelnd, das eines schlaffen Penis ebenfalls – und ein erigierter gilt dann schon fast als Belästigung.»

Die Frustrierten flüchten sich ins Virtuelle – dorthin, wo sie ihre Informationen herhaben. Dort ist der Sex kalt, inszeniert, poliert. «Die Mädchen meiner Generation ziehen sich eher für Nacktfotos aus als für echten Sex», erzählt die sechzehnjährige Anna. Diese Snapchat-Bilder werden meist als Screenshot an den Schwarm aus der Schule geschickt. Ein gefährliches Unterfangen, denn: «Viele Mädchen werden heute noch in ganz Zürich gemobbt, weil der Typ das Foto dann herumgeschickt hat», erklärt Anna. Das zeigt, wie verworren die Kommunikation zwischen den Geschlechtern und wie sexistisch der Blick auf die Frauen ist: Zeigt sich eine Frau nackt und willig, wie man es aus den Pornos kennt, wird sie bestraft und beleidigt.

Versenden junge Frauen aufreizende Fotos, werden sie nicht nur für ihre Sexualität verurteilt. Hinzu kommt, dass sie im Netz in Konkurrenz mit all den andern Bildern von Frauen stehen, die die Jugendlichen über ihr Telefon abrufen können. Und diese zeigen durchtrainierte Körper mit Bauchmuskeln und einem grossen, straffen Hintern. «Früher mussten die Mädchen wenigstens nur dünn sein», erinnert sich Mirjam. Aber heute sei die Forderung: Du musst fit sein für Sex. «Instagram suggeriert, jede könne so aussehen, wenn sie sich genug anstrengt.» Hätte sie die Bilder solcher Frauen als Teenager permanent auf ihrem Telefon gehabt, hätte sie ihren Körper wohl noch mehr gehasst, sagt Mirjam.

Die Teenagermädchen knipsen also nicht selbstbewusst Bilder ihrer echten Körper, sondern versuchen, den Models auf Instagram nachzueifern – denn sie wissen, dass die Jungs diese Frauen geil finden. An ihrer Schule habe es deswegen vor einiger Zeit einen Salatboom gegeben, erzählt Anna. Niemand wollte mehr Kohlenhydrate essen. «Das Problem war, dass die Mädchen in der Pubertät dann keine Kurven bekamen und die Jungs das auch nicht schön fanden.» Daher seien Squats – Übungen für einen wohlgeformten Hintern – gerade ein Hype. Die fitten Frauen hätten gegenüber den unfitten definitiv einen Vorteil, wenn es um Männer gehe.

Ein Teufelskreis

Überreizung mit sexuellen Inhalten – Frustration, weil der echte Sex nicht befriedigt – sich im Fitnessstudio abrackern – noch mehr Frustration: Es ist ein Teufelskreis. Diese Generation hat Sex nach einem Drehbuch, das männliche Bedürfnisse in den Vordergrund stellt, den Hochleistungen der Pornos nacheifert und durch unrealistische Ideale Körperhass verbreitet. So trainieren sich junge Frauen und Männer Verhaltensweisen an, bei denen sie nicht nur schlechten Sex haben, sondern auch unemanzipierte Rollenbilder reproduzieren. Auch die nettesten Männer tun so Frauen Gewalt an – und diese sich selbst, indem sie meinen, dass es an ihnen liegt, wenn Sex schmerzt.

Fragt sich also: Warum begehrt niemand auf? Weshalb diskutiert diese Generation nicht über ihren verkorksten Sex? Die Antwort ist einfach: weil die Männer und Frauen an diesem Sex auch noch den grössten Gefallen finden müssen. Denn: Wer keinen geilen Sex hat, macht etwas falsch. Und es gibt nichts Schlimmeres, als zu versagen. Nötig wäre Ehrlichkeit darüber, was schiefläuft; stattdessen läuft diese Generation blind im Hamsterrad. Der Blick auf Sex ist enorm verengt – aus Angst vor den eigenen Fehltritten sieht niemand das Panorama. Dabei müsste ein Sex erträumt werden, der die Lust am eigenen Körper weckt – und nicht den Zwängen von Perfektionismus und Leistung ausgesetzt ist.

Doch das Umdenken in der porno- und fitnessfixierten Masse ist schwierig. «Mit 17 dachte ich: Mit 24 hast du dann besseren Sex», sagt Mirjam. Aber dann geriet sie an einen Mann, der dachte, er sei ein toller Hengst, weil ihm gerade sieben Jahre lang im Bett etwas vorgemacht worden war. Mirjam findet es tragisch, dass die Leute zuerst an ihrem Sex zerbrechen müssen, bevor sich etwas ändert. Darum hat sie sich eines vorgenommen: «Ich werde nie wieder einen Orgasmus vortäuschen.»

kunzNina Kunz (23) studiert Geschichte im Master an der Universität Zürich, ist ehemalige Redaktionsleiterin der «Zürcher Studierendenzeitung» und schrieb bereits für NZZ und die WOZ.

 

 

kuratliMichael Kuratli (29) lebt in Zürich und studiert Kulturanalyse. Er leitet die «Zürcher Studierendenzeitung» und schreibt als freier Journalist.

 

 

Dieser Text erschien erstmals in der «WOZ Die Wochenzeitung» unter dem Titel «Und dann muss man an diesem Sex auch noch höchsten Gefallen finden».

165 Kommentare zu «Generation Hochleistungssex»

  • Irene feldmann sagt:

    Wertschätzung, von sich selber und natürlich anderen….da fängt es an. Jeder ohne Ausnahme braucht Sexualität, liebe und Anerkennung, die meisten von uns brauchen einfach Jahre um an diese Erkenntnis zu kommen.

  • roy sagt:

    Stimmt- alles überdramatisiert und doch behaupte ich, dass gerade Pornographie heute vielen- jung und alt- viel mehr Schaden als Befriedigung bringt.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Eine gesunde Sexualität zu entwickeln, ist ein langwieriger Prozess, der weit über die Jugend hinaus geht, denke ich. Zum Text und den Schreibenden selber: An den meisten sozial- und geisteswissenschaftlichen Fakultäten herrscht ein scharfer, feministischer Geist, der von einem ganz besonders merkwürdigen Bild der Sexualität geprägt ist. Die ideologische Komponente schimmert teilweise klar durch, speziell im Bezug auf die männlichen Aspekte. Insofern taugt die hier getätigte Momentaufnahme nur bedingt für ein abschliessendes Bild jugendlichen Sexualverhaltens.

    • fabian sagt:

      treffend beobachtet. man kann sagen, dass hier ideologisch indoktrinierte junge menschen ihre sexualität instrumentalisieren, um politik (die natürlich nicht überraschend jener der jungen SP gleicht) und die förderung der eigenen karriere zu betreiben.

      die mehrheit der normalen jugendlichen aber hat sex wie schon die eltern zuvor: unsicher, schön, mal enttäuschend, mal berauschend etc

  • Freddy sagt:

    Dies ist doch ein , in Schieflage geratenes , Stück Wahrheit…
    denn, was nämlich auf social media durchgefunkt wird, wird bei Weiten nicht nachgelebt. Die Autoren dieses Textes haben schwer dramatisiert.
    Ansteckendes Betragen auf sexueller Ebene hat es schon immer gegeben, selbst bei den sooo autonomisch scheinenden „Biodanza- oder „Vipasana-Teilnehmern „

    • Sabine sagt:

      Die Autoren dieses Texts haben schwer dramatisiert – ja, die neue Generation von Journalisten halt. Da gehts nur noch sekundär um den Inhalt, aber primär ums pushen der eigenen Karriere, der Klicks und der Bekanntheit.
      Dass man beispielsweise sowohl für NZZ und WOZ gleichzeitig schreiben kann, ist ein Zeichen dieser Generation: keine Werte, keine Haltung, Hauptsache der Ertrag stimmt. Und dafür wird dann auch schnell das Fähnchen nach dem Wind gedreht.

      • Muttis Liebling sagt:

        Die in den letzten 40 Jahren Geborenen huldigen ausschliesslich dem Universalwert Geld. Da stellen auch Journalisten und Politiker keine Ausnahme dar.

        In dem Kontext muss man auch den Text lesen. Es zeigt, wie das Konkurrenzdenken so verinnerlicht ist, dass es tief ins Private eindringen konnte.

      • Sportpapi sagt:

        Dass man für die NZZ und WOZ gleichzeitig schreiben kann ist vor allem aus Sicht dieser Medien verwunderlich. Ist aber wohl eine Frage des Inhalts/Themas. Dass junge, freie Journalisten ihre Texte da anbieten, wo sie gekauft werden, ist eigentlich nicht verwerflich.

      • Sabine sagt:

        Sportpapi, eine NZZ wird nie einen WOZ Text abdrucken. Und umgekehrt. Nein, da brauchts eine Werte-Verrenkung seitens der Schreibenden. Sorry.

  • fabian sagt:

    „Aber dann geriet sie an einen Mann, der dachte, er sei ein toller Hengst,“
    Was in der jungen Generation auffällt, ist eine permanent eingeforderte und zelebrierte Verachtung für den Mann im Allgemeinen, sofern er sich nicht den Vorstellungen des Feminismus und des Gendermainstreamings unterwirft. Grosse Feministinnen-Klappe, und dann doch nicht die Verantwortung für das eigene Tun und den eigenen Sex übernehmen, das ewige Opfer sein.
    Es wird niemand gezwungen, dem Porno oder Feminismus zu huldigen. Wer schlechten Sex hat, weil er ideologisch verblendet irgendwelchen -ismen anhängt, ist selbst schuld.

  • Hans Hintermeier sagt:

    Jeder war mal jung/Anfänger, jedoch sollte meiner Meinung nach auch eine sexuelle Entwicklung stattfinden, dann führt Sex auch nicht zu einer inneren Leere. Dennoch sollte Sexualität immer mit Respekt und Würde (Verantwortung) genossen werden, auch in jungen Jahren. Sexualität mit Würde/Bewusstheit und Respekt praktiziert, hebt die Liebenden auf eine neue Ebene, Mann und Frau verschmelzen während diesem Akt für kurze Zeit zur vollständigen Einheit (Hieros Gamos). Beide Pole (Frau und Mann) sind absolut gleichwertig und gleich wichtig, sonst gelingt dieses Erlebnis nicht.

  • sixpack sagt:

    „Die fitten Frauen hätten gegenüber den unfitten definitiv einen Vorteil, wenn es um Männer gehe.“

    Das gilt doch auch umgekehrt: wer zieht den Bierbauch schon einem Sixpack vor? Survival of the fittest.

    • Anh Toàn sagt:

      Habe als Hilfsskilehrer gearbeitet in St. Moritz und wurde da in den Kings Club gelassen. Gunter Sachs hat mal gesagt, der Ort mit den schönsten Frauen pro m2: Da sass ich an der Tanzfläche, guckte auf die Beine und dann noch oben, die Beine wollten einfach nicht aufhören. Ich wusste, ich war fitter als die Typen zu den Beinen, aber dennoch chancenlos: Nicht wegen Geld, sondern weil ich schlicht ein kleiner Junge, halt ein Diener war, verglichen mit grossen starken Männer. Frauen wollen starke Männer, starke Männer kaufen Muskeln, wenn sie sie brauchen. Ein Quickie mit dem Gärtner ja, aber den heiraten, nie. Gut war der Einlass da für mich, um anderen Mädchen zu sagen, ich könne sie da reinbringen….

    • Anh Toàn sagt:

      Lieber sixpack, denken Sie mal darüber nach, warum sich Heidi Klum von Briatore ein Kind machen liess, und nicht von einem seiner (F1)Chauffeure.

      • Zingg Pia sagt:

        Aber die Heidi ist nicht lange bei Briatore geblieben, sondern hat sich einen ziemlich jüngeren Lover geschnappt. Recht hat sie. Ich schaue bei einem Mann auf jeden Fall auch zuerst aufs Äussere, dann erst auf die Brieftasche. Denn ich habe selber Geld. Viele Frauen haben Angst, das zuzugeben, weil sie die schlechten Reaktionen der Umwelt fürchten oder Angst haben, dann selbst bewertet zu werden. Warum ist wohl Brad Pitt so erfolgreich? Weil er mega aussieht!

  • Mody Bühler sagt:

    Aus Sicht der Natur ist Sex da um uns fortzupflanzen. Rein, Erguss, schwanger, fertig. Alle schaffen das. Männer, die sehr gut im Sex sind, sind selten. Wenn man(n) soweit ist, wird Sex plötzlich zur ersten Priorität der Frau, ausnahmslos bei jeder Frau seit meiner Erleuchtung. Die armen jungen Girls und die meisten erwachsenen Frauen haben keine Ahnung, was ihnen entgeht..

    • adrian wehrli sagt:

      Oh, Mody, so heiss ! Sex-Erleuchtung! Na ja, ein gesundes Selbstvertrauen hilft, aber mit etwas Augenzwinkern bitte, sonst wirkts creepy … Mody, the machine … sie sollten ein Inserat schalten für all die desperarten MYLFs.

    • Christoph Bögli sagt:

      Das ist leider (oder zum Glück) Unsinn, denn wäre der einzige Zweck von Sex die simple Fortpflanzung als Befruchtungsprozess, dann hätten sich evolutionär nie solche Sexualorgane und -wahrnehmungssysteme und v.a. solch ein komplexes Verhalten darum herum entwickelt. Selbst wenn das ultimative Ziel der Sexualität und des Lebens der reproduktive Erfolg sein mag, zum Weg dahin gehört u.a. auch das Sozialverhalten, von welchem Sex ein extrem wichtiger Teil ist. Sex ist gerade auch eine soziale Interaktion, die vielerlei Zwecke erfüllt, die oft höchstens indirekt mit Reproduktion zu tun haben.
      Ansonsten hätte Sex auch gar nie diese Wirkung. Ginge es um reine Fortpflanzung, dann könnten man auch einfach wie vielen Tiere einfach ein Spermienpaket der Frau in die Hand drücken und fertig..

    • Oliver Brunner sagt:

      Liebe Mody
      Führen Sie eigentlich Kurse durch in Erleuchtung – oder bleibt die Erkenntnis im kleinen Kreis. Sind die Männer nachher auch erleuchtet oder nur Mittel zum Zweck? Mit schweren Zweifeln und nagender Eifersucht grüsst Sie ein von mikrogenitalis geplagter Frühkommer.

  • Enrico sagt:

    Ok, gebe ich auch noch meine These ab.
    Ich glaube ein schönes Liebesleben , nicht sex ( ist für mich rein körperliche Lust) setzt eine paarbeziehung auf Augenhöhe voraus. Erst wenn beide, wie unerotisch das tönt, ein Team sind, kann etwas gemeinsames entstehen. Erst wenn die Zehntausende Alte Rolle von Mann UND Frau sich ändert, wird das Liebesleben besser. Die Geschlechtsorgane sind heute doch einfach Selbstzweck, statt Mittel ,die wir haben etwas gemeinsam schönes pulsierendes zu erleben.
    Ganz banales tägliches Bespiel: bei den grössten Talenten Tritt eine junge Frau in Jeans auf und singt zweimal gefühlvolle Mundartlieder. Von der Frau in der Juri wird sie angehalten sich zu schminken, Abendrobe zu tragen, das gegen die Meinung der Männlichen Jurimitglieder. Rollenverhalten 2016 !

    • Muttis Liebling sagt:

      Liebe und Sexualität interferieren vielleicht zu 10-15%, was nicht ermutigt, beide Themen gemeinsam zu behandeln. Es gibt genügend Männer wie mich, die sich keinen Deut für Liebe interessieren, aber deshalb die Sexualität nicht an die Natur zurückgegeben haben.

  • Roger sagt:

    Was soll das denn? 2-3 Aussagen von Teenagern müssen für eine Generation hinhalten? Natürlich haben 16-Jährige keinen tollen Sex. Starkstrom-Sex kommt mit dem Alter, sagt Sexualtherapeut David Schnarch.
    Noch ein Zitat gefällig? „Dem Orgasmus wird viel zu viel Bedeutung beigemessen. Als müsse er uns für die Leere unseres Daseins entschädigen.“ Woody Allen

    • Sportpapi sagt:

      Abe wer hört bei einem solchen Thema schon auf einen Typen, der Schnarch heisst…

      • Reincarnation of XY sagt:

        Und Woody allen wäre auch der Letzte, auf den ich Punkto Sex hören würde.
        (Obwohl sein Film über Sex einer seiner komischsten ist. )

      • Anh Toàn sagt:

        Onanie ist Sex mit jemand, den ich sehr liebe (Woody Allen)

      • Reincarnation of XY sagt:

        Eben sag ich doch. Woody Allen ist die Loser-Figur par Exzellenz. Hilfreich ist er höchstens wenn man ihn als Negativ-Beispiel nimmt.
        Er kann dem Menschen nichts positives abgewinnen. Sein lustiger Film über Sex ist dann auch durchs Band desaströs und komisch-peinlich. GsD nicht meine Realität.

      • Anh Toàn sagt:

        „How can I believe in God when just last week I got my tongue caught in the roller of an electric typewriter?“

        Ich halte Woody Allen für einen der humorvollsten und intelligentesten Menschen unserer Zeit.

        Den Psychiater, der seinem zoophilen Patienten das Schaf ausspannt, finden Sie nicht lustig? Ich schon.

        „GsD“: Galaktischer Sicherheitsdienst?

      • Anh Toàn sagt:

        @RoXY: „Eben sag ich doch. Woody Allen ist die Loser-Figur par Exzellenz.“

        Weil er zugibt zu onanieren?

        Es gibt Männer, die geben es zu, und es gibt Lügner.

        P.s. Bei Frauen ist es wohl auch so, vielleicht etwas weniger ausgeprägt, obwohl ich glaube, vor meiner Zeit boten unzählige freundliche Handelsvertreter der typischen Hausfrau von Tür zu Tür Massagegeräte an. (Wegen Verkrampfungen im Rücken und Beinen und so, klar doch.)

    • Reincarnation of XY sagt:

      Anh T
      Ich sagte doch, dass ich den Film witzig finde. (Obwohl man nie vom Gelächter übermannt wird. Ganz im Gegensatz zu Monty Python, die um Welten genialere Komiker sind.)

      Was nun die Onanie betrifft. Ist Allens Definition wirklich intelligent? In meinen Augen nicht.
      Onanie ist erstens Sex 2. Klasse und zweitens hoffentlich Sex mit meinen Fantasien und nicht mit mir selbst. Allens Definition kann nur von einem Narzissten bejaht werden. Sie ist Narzissmus pur.
      Fast jeder Mensch mast urbi ert bisweilen, aber hoffentlich nicht in einer bemitleidenswerten Selbstverliebtheit.
      Es sind eben genau diese Dinge, die mich stören. Allen (und seine Fans?) tun so, als wäre Jämmerlichkeit der Standard des Menschen.
      GsD ist es bei vielen nicht so.

    • marusca sagt:

      @RS: Ist Ihnen jetzt wohle, Stuber? Nee, was Troll-Punkte sind, weiss ich wirklich nicht, aber dafür weiss ich, was Dumpfbacken und Hohlköpfe sind…

  • marusca sagt:

    Ha, ha, ha: „Generation Hochleistungssex“, da klink ich mich vor Lachen ja nicht mehr ein!!!! Orientiert Euch ruhig weiterhin an Pornos, da werdet Ihr Sex bestimmt Euer Leben lang so richtig geniessen. Sex wird ohne Liebe und tiefe Gefühle füreinander niemals und mit niemandem beglückend sein, da könnt Ihr noch so oft ins Fitnessstudio rennen, Euch von oben bis unten tätowieren, pearcen und weiteren Unfug dieser Art betreiben. Und wenn Ihr Euch noch so gebt wie die Luder in Euren geilen Pornos bzw. die dumpfbackigen „Kerle“ ebendort: es wird Euch nichts nützen, im Gegenteil: Es wird Euch mit der Zeit so sehr beelenden, dass Ihr an Leib und Seele Schaden nehmen werdet und Sex, der all Eure Sinne erfreut gar nie mehr möglich sein wird.

    • Christoph Bögli sagt:

      Dass Sex ohne „tiefe Gefühle“ und „Liebe“ nicht beglückend oder zumindest toll sein kann, ist mindestens ein so übles Klischee wie das Hochleistungs-Gerammel in manchen Pornos. Diese Vorstellung entstammt ja aus der oft von konservativer Prüderie umwehten Romantik-Bewegung und wird penetrant in all den jugendfreien Romantikkomödien zelebriert, die aber genau betrachtet so dämlich und unrealistisch wie der platteste Porno sind. Gefühls-Porno quasi.

      Darum: Sex kann in allen möglichen Konstellationen beglückend und gut sein, „tiefe Gefühle“ (was soll das überhaupt genau sein) sind dafür keineswegs notwendig. Bei manchen steht zu viel Liebe oder Verliebtheit gutem Sex sogar im Weg. Was tendenziell eher hilft ist Vertrautheit, Offenheit und die gemeinsame „Chemie“.

      • marusca sagt:

        ChB: Wenn Sie noch nie erfahren haben, was tiefe Gefühle sind, ist Ihnen in Ihrem Leben etwas Wesentliches versagt geblieben. Ihrem Namen nach zu urteilen – falls es sich denn um Ihren richtigen handelt – sind Sie nicht mehr ganz der Allerjüngste, weswegen Sie umso mehr zu bedauern sind.

      • Roland Stuber sagt:

        auch Sie, marusca kriegen mit ihrem 2. Post hier mindestens 9000 TrollPunkte!
        Falls Sie nicht wissen WAS TrollPunkte sind…
        Versuchen Sie’s mit „grottenschlecht“!
        Weshalb? „Ihrem Namen nach zu urteilen“
        Woah! mindestens 9000!!

  • Malin sagt:

    Ich finde den artikel gut. Einziger kritikpunkt: der kommentar unter dem foto. Was ist den an einem selfie bitte unemanzipiert?
    An alle die die finden, frauen sind doch selber schuld, wenn sie sich nicht nehmen, was sie brauchen: das stimmt so nicht. Wenn man nur die individuelle ebene betrachtet, scheint es einleuchtend, aber es gibt immer auch eine gesellschaftliche ebene. So lange sex immer noch definiert wird als der zeitraum zwischen dem der mann in die frau eindringt und dem, wenn der mann kommt, ist eine echte gleichberechtigung nicht erreicht. Und es soll mir mal jemand einen liebesfilm zeigen, bei dem dies nicht so gezeigt wird. Pornos halte ich weniger für das problem, jugendliche sind ja nicht blöd und halten das alles für realität.

    • Heidi Merz sagt:

      Es geht nicht um die Schuldfrage. Ich bin erstaunt, wie ahnungslos oder falsch informiert die beschriebenen Jugendlichen offenbar sind.

  • Heidi Merz sagt:

    Wenn die Pornos so grossen Einfluss auf die Sexualität der heutigen Jugendlichen haben, frage ich mich doch, was ihnen die Eltern – Frauen und Männer meiner Generation oder jünger – erzählt haben. Dass die Generation meiner Eltern verklemmt war, verstehe ich ja noch, aber meine?! Da tun mir die heutigen Jugendlichen aber sehr leid.

    • Luc sagt:

      Meine liebe Heidi, sorry, aber ich glaube, das siehst Du voellig falsch: Die Generation Deiner Eltern, zu der ich auch gehoere, war alles andere als verklemmt. Wir konnten einfach verhueten, kannten weder Aids noch Pornos noch irgendwelche Apps. Wir tasteten uns, mehr oder weniger geschickt ans andere Geschlecht heran und entdeckten – langsam – immer Neues. Insbesondere sich selbst. Einfach nicht immer alles, nicht immer sofort.

      • Heidi Merz sagt:

        Du hast mich missverstanden. Meine Eltern – verklemmt oder nicht – und Bravo haben mich gelehrt, dass Sex beiden Spass machen soll, dass man sich vorsichtig und einvernehmlich aneinander herantastet etc. Meine Generation sollte ihre Kinder nichr viel selbstbewusster und gleichberechtigter erziehen. Das scheint in den geschilderten Fällen nicht passiert zu sein, und das befremdet mich sehr. Man hält Pornos doch nur dann für die Realität, wenn man von nichts anderem weiss, oder nicht?

      • Heidi Merz sagt:

        Nichr = noch

  • Roni Adam sagt:

    Schwacher Blog, den er suggeriert uns, dass sich nahezu alle heutigen junge Frauen zum Sex zwingen lassen und eigentlich willenlos sind (Sex und Sexpraktiken gegen ihren Willen, unter Schmerzen etc.).
    Ist es das, was uns die Autoren sagen möchten?
    Ich hoffe nicht und meine Erfahrung sind andere: Auf viele junge Menschen (Frauen wie Männer), die ich kenne, trifft dieser Blog nicht zu –> sie haben Selbstachtung, sind willensstark, wissen was sie wollen bzw. nicht wollen und können durchaus Nein sagen!

    • Reincarnation of XY sagt:

      Kann ich nur unterschreiben.
      Es liegt eben auch im Wesen des Dummen, dass er seine Dummheit der ganzen Gesellschaft andichten möchte und sie als „gesellschaftlicher Trend“ versucht schönzureden.
      Dabei gab es schon immer solche Dummen, die Jahrzehntelang fremdbestimmt durchs Leben gehen. Und es gab schon immer die vielen anderen, die das nicht tun.

    • Enrico sagt:

      Die Opferrolle wird von den Mamablog Betreuerinnen ja auch richtig befeuert.
      Opferrolle ablegen, Verantwortung übernehmen und zu Fehlern stehen.
      Das erste ist halt einfach, das zweite weitaus schwieriger. Wie einfach das Männliche für alles Schuldig zu sprechen.

    • Blanche Wu sagt:

      und es gibt sicher einige junge Menschen, welche niemals einen Orgasmus vortäuschen würden. Für mich persönlich sowieso sehr eine sonderbarer Vorgang und Denken. Da sag ich doch lieber „hey habe keine Lust mehr, bin müde, hören wir auf.“ Meistens ist der Partner auch ganz zufrieden damit, denn viele denken dann oft auch dasselbe und sind froh, dass einer „aufgibt“.

  • Anh Toàn sagt:

    In der Diskussion sollten zwei Dinge getrennt werden: Sex von Selbstdarstellung:

    Wir, vor allem die Jungen, leben in einer Zeit, in der die Verschönerung des eigenen Selbst die einzige politische und oekologisch korrekte Ausschweifung (Luxus) ist. Tattoos, Implantate, Muckies dank Pillen zum Fitnessstudio sind ökologisch unbedenklich, aber wenn es keiner sieht, hilft es ja nichts. Man könnte glauben, die Jugend interessiere sich viel mehr für den eigenen Körper als den eines potentiellen Sexualpartners, aber das wäre ja wie glauben, die 50 Jährigen kaufen Porsches, weil die so toll fahren.

    Porno gab es schon immer: „Wan’t pictures? Say no more…nutch, nutch, know what I mean?“

    • Anh Toàn sagt:

      Den Satz vor langer Zeit gelesen, aber nicht vergessen: „Arztromane sind Pornos für Frauen“

      • Muttis Liebling sagt:

        Der Porsche ist die Schwanzverlängerung des 50- Jährigen. Der Begriff Schosshund kommt auch nicht von ungefähr.

        Wahrscheinlich werden die sexuellen Techniken, welche zwei Personen erfordern, massiv überschätzt.

      • Anh Toàn sagt:

        Ich hatte als Teenie die rechte Hand im Gips, und musste mit der linken, da war es fast, wie wenn es mir jemand anderer machen würde.

      • adrian wehrli sagt:

        … war das nicht so: draufsitzen bis der arm eingeschlafen war und dann … das war doch die des Fremdgefühls, nicht ? 😉 (Ist ja ein richtiges Technikforum hier)

    • Iru Marques sagt:

      „Nötig wäre Ehrlichkeit darüber, was schiefläuft; stattdessen läuft diese Generation blind im Hamsterrad.“ Trifft das nicht auch – und vorallem! – auf uns resp. die „älteren Generationen“ zu? Oder wer hat etwa den Jungen diesen Leistungsdruck eingeimpft und lebt ihn selbst Tag für Tag vor? Unsere gesamte Gesellschaft ist ein Porno…

  • Gian sagt:

    Es ist zwar die Schönste, aber es bleibt die schönste NEBENSACHE der Welt. Je älter man wird, desto (hoffentlich) relaxter wird man und kann entsprechend ohne ästhetischem Kopfkino geniessen.

  • Gion Saram sagt:

    Meine Erkenntnis aus diesem Artikel: Der beste Weg unglücklich zu sein, besteht darin sich mit anderen zu vergleichen und ihnen nach zu eifern.

  • Christoph Bögli sagt:

    Woher kommt eigentlich diese Klischee-Vorstellung, in Pornos würde genau eine ganz spezifische Form von Sex, Aussehen und Verhalten vorgelebt? Sowas scheint mir immer von Leuten zu kommen, deren praktische Erfahrung mit dem Thema sich darauf beschränkt, dass sie sich widerwillig mal ein einziges Klischee-Filmchen angeschaut haben. Dabei ist doch gerade die Errungenschaft des Online-Pornos, dass dadurch jede Spielart und alle denkbaren (und undenkbaren) sexuellen Variationen problemlos zugänglich wurden. Ob man das gut findet oder eher erschreckend, sei dahingestellt, aber Fakt ist doch, dass die Porno-Welt wenn schon eine extreme Diversität punkto Sex vorspielen würde..

    • David Stoop sagt:

      Das ist sicherlich so, allerdings würde ich dennoch vermuten, dass die Teenager noch nicht so in die Breite gehen und bei ihnen eine kleinere Auswahl an Bildern die Runde macht. Vermutlich gibt es da typische Merkmale, was Jugendliche so interessiert.
      Sicherlich sind Pornos kein Ersatz für ein gutes und ehrliches Gespräch über Sex mit den Eltern (wollen sie ja auch gar nicht sein). Allerdings glänzen in dieser Hinsicht auch die Generationen nach 68 noch nicht so vollumfänglich.

  • plop sagt:

    Aber nun doch noch ein Lob an die Autoren!

    Vielleicht sollte dieser Artikel noch auf einer anderen Plattform erscheinen, auf Watson oder so, damit wirklich eine Diskussion entstehen kann, welche den Leuten in Eurem Alter auch was bringt….

  • Rémy sagt:

    Sex ist einfach grundsätzlich überbewertet. Und wird viel zu oft als Zahlungsmittel eingesetzt.
    Ich bin für Gleichberechtigung, in allen belangen, auch in denen wo Frauen nicht besonders auf Gleichberechtigung aus sind (weil sie ein Vorteil aus dem Status Quo haben), ich spreche hier insbesondere das Balzverhalten an. Ich verhalte mich passiv und verführe nicht mehr. Die, welche mich wollen sollte, muss mich halt holen kommen. Und wenn keine kommt, auch egal.
    In der Zwischenzeit bin ich nichtpraktizierender Heterosexueller

  • David Stoop sagt:

    Zitat: “ Ihre Generation weiss theoretisch mehr über Sex als alle Sechzehnjährigen vor ihr.“
    Das ist sicherlich richtig, was aber auch wichtig zu verstehen ist: es wurde noch nie so sehr über den Sex einer Generation publiziert, wie der jetzigen!
    Damit wird interessanterweise eine Konkurrenz zum Früher vorgenommen, welches aber so schlecht dokumentiert ist (gab ja kein Instagramm), dass man es schnell mal verklärt.
    Der ganze Artikel läuft auf das alte Thema raus: die Teenager sind unerfahren und die älteren Semester lügen, dass sich die Balken biegen. Das ist aber kein Phänomen der heutigen Generation, sondern schlicht uralt.

  • Olivia Brunner sagt:

    Ach, die Jungen. Ich glaube kein Kommentator ist in der Zielgruppe. Die Schreibenden schon und man spürt, das diese Probleme auch die Ihren sind. Aber war es nicht schon immer so. Irgend ein Aussehen, ein Rollenverhalten wurde dir von den Medien und dem Umfeld aufs Auge gedrückt. In den Zwanzigern haben doch die meisten oft schlechten und unbefriedigenden Sex – und wir haben es immer schön geredet (weil man noch nicht vor eine Gruppe Freunde trat und sagte, ich kam nach 46 sekunden, etc.) Ich bin 46 und seit 10 Jahren ist es wirklich losgegangen (nicht in der Menge und Anzahl Partner… aber sonst).

  • Heidi K. sagt:

    Hochleistungs-Sex beruht auf dem Fitness-Wahn und der allgemeinen Körperbesessenheit. Solange nicht toleriert wird, dass es Menschen in allen Farben und Formen gibt, wird sich auch an der sexuellen Einstellung nichts ändern. Man glaubt ja auch, dass die „Schlanken und Schönen“ besseren Sex haben als die Dicken, falls die Fetten überhaupt je dazu kommen…. Umdenken und mehr Toleranz in unserer Gesellschaft wäre nötig, um auch eine Entspannung in der Sexualität zu erreichen….

    • Silvio K. sagt:

      Ich bin zwar schon gut 50 aber immer noch Fitness-Süchtig und ich werde alles daran setzten, auch mit 60+ fit und nicht dick zu sein. Ich finde Deine Vermischung von Sex und Fitness aber komplett falsch. Das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun! Fette und unfitte können guten Sex haben, schlanke und durchtrainierte können keinen und /oder schlechten Sex haben.

  • 13 sagt:

    1. Ein Problem heute ist tatsächlich die schlichte Überinformation. Als ich Ende der 90er im Alter war, um die ersten Erfahrungen zu machen, dann wussten wir so einbisschen etwas aus der Bravo, aus tuschelnden Gesprächen auf dem Schulhof und evtl. hatte man bei einer Übernachtungsparty heimlich einen Film geguckt. Aber eigentlich hatten wir keine Ahnung und das war auch gut so, denn so konnte man einfach durchs ausprobieren, herausfinden, was einem gefällt und das Wichtigste war, dass eigentlich niemand, auch nicht der Partner, von uns erwartete, eine Ahnung zu haben. Heute ist das das in vielen Belangen anders. Man kann sich über alles! mit wenig Klicks theoretisches Wissen aneignen. Und weil man es kann, wird erwartet, dass man es tut.

    • 13 sagt:

      2. Und je mehr man weiss, desto mehr glaubt man ein Experte zu sein, wobei einfach vergessen geht, dass gerade beim Sex das Erleben, Ausprobieren, auch mal auf die Nase fallen, darüber lachen, das schöne daran ist. Ich bin in mancher Hinsicht froh, das damals und nicht heute erlebt zu haben. Und hoffe trotz allem, unseren Kindern durch Offenheit ein anderes Bild vermitteln zu können.
      Der zweite Aspekt, dass die Frau eigentlich nur Zudienerin ist, ist eine gesellschaftliche Frage in vieler Hinsicht und man bringt das nur durch klares Vorleben von gleichberechtigten Beziehungen vor. Keiner, der davon ausgeht, dass beide Geschlechter im Alltag gleichwertig sind, käme auf die Idee, es sei beim Sex anders.

      • Jürg. sagt:

        Die Zeit einander zu geniessen wird unter jungen verliebten immer geben, die Romantik wird nicht verloren gehen.

  • Katharina sagt:

    Ist der Drogensüchtige Opfer oder Täter?

    Kann ich ob dem ganzen als Opfer stylisierten Selbstbeweinen einfach sagen: selber dumm?

    Sind die echt so blöd?

    • plop sagt:

      Nein, sie sind einfach noch jung. Sexualität entwickelt sich, ich wünsch das jedenfalls allen…

      … und sie haben Plattformen, die wir nicht hatten. Im Bravo konnten wir keine Artikel in dieser Art posten.

    • Muttis Liebling sagt:

      Nicht dumm, nicht blöd, sondern unreif. Ein Menschenleben hat drei Zeiten, die Reifung, die Reife und das Altern. Nimmt die Lebensdauer immer mehr zu, entsteht keine vierte Zeit, wie mache unterstellen, die Dauern der Phasen werden länger.

      Das Reifen dauert nun 30-35 Jahre und bei manchen tritt die nie ein. Aber das gab es früher auch schon, das Nichteintreten. Die heute 30- jährigen haben im Mittel die Reife eines 14- jährigen um 1945. Nur die Biologie eines Erwachsenen haben schon die 16- Jährigen.

  • Flo sagt:

    Generation Hochleistungssex
    ja das ist etwas was mich schon lange sehr beschäftigt. Sex als Sport und Fitness!
    Wenn ich daran denke was die Jungen auch oftmals nicht mehr ganz so junge da verpassen.
    Gab es etwas schöneres als das erste Mal verliebt zu sein? Sich zu nähern? Sich die erste körperliche Nähe zu wünschen? Vorzustellen wie es sein könnte? Nein, ich denke das sind wunderbare Gefühle die heute viele nicht mehr kennenlernen, es geht oft gleich zur Sache – erledigt – der/die Nächste fällig!
    Schade ich denke heute noch sehr oft an d a s erste Mal!

  • Hannes Müller sagt:

    Moderne Verklemmtheit. Komplementär zu „Studierendenzeitung“.

    • Muttis Liebling sagt:

      ‚Sex haben‘ ist ein Ausdruck von Verklemmtheit, korrespondiert semantisch tatsächlich etwas mit dem ‚Studierenden‘.

      Studierend ist man schon, wenn man einen Stadtplan studiert. Dazu muss man nicht an einer Uni eingeschrieben sein. Erst dann wäre man Student, auch als Frau.

      Sex haben kann man, ohne Sex zu machen.

      Aber Sprache ist nicht jedermanns Sache. Offensichtlich reicht auch eine Matura nicht aus, um semantisch korrektes Deutsch zu sprechen.

  • Arnold Gasser sagt:

    Am Sex zerbrechen. First world problems.
    Vielleicht können ihnen Amateurpornos helfen, mit normalen Körpern, welche die 40 oder mehr bereits überschritten haben. Aber Vorsicht, auch da ist man vor dem Bigdick-Bias nicht immer gefeit und lässt sich zu ungesunden Vergleichen hinreissen. Jedenfalls ist Pornographie heute viel mehr als ihr längst überlebtes Klischee. Wenn die Jungen daran hängen bleiben, ist es nicht, weil sie nicht anderes angeboten bekämen. Sie haben es sich ausgesucht, welche Pornographie sie konsumieren.

  • Methusalem sagt:

    Ich finde den Artikel reichlich moralinsauer. Er drückt meiner Meinung nicht zu letzt die Probleme der beiden Autoren mit Sexualität aus. Sie vergessen auch etwas, dass Sie mit 23 und 29 Jahren durchaus noch selbst zu dieser Generation gehören, deren Sexualverhalten scheinbar so verstörend ist. Mich täte auch interessieren, wie diese sexuelle Empanzipation denn aussehen soll, welche diese Generation vermissen lässt.

  • maia sagt:

    Offenbar ist es nicht weit her mit der Medienkompetenz der Jugendlichen.

  • Heinz Müller sagt:

    Wie schriebe ich ein Clickbait Blogeintrag:

    1. Man nehme zwei extreme Beispiele von Menschen die offensichtlich Probleme haben.
    2. man dehne das gesagte auf die ganze Generation aus. Und fertig ist der Blogeintrag.

    Ernsthaft: Neben allen Anforderungen an Jugendliche müssen Sie jetzt auch noch ehrlich sich gegenüber sein. Etwas was wohl keine Jugendkultur jemals getan hat. Ihre Lösung ist also noch mehr Anforderungen an die Jugendlichen zu stellen. Das kommt bestimmt gut.

    • Anh Toàn sagt:

      3. Nicht vergessen: Ein sexy Foto von einem perfekten Frauenkörper: Um Leser anzuziehen, wird benutzt, was man als Ursache des Problems sieht.

      • Stadelman Reto sagt:

        Das Paradox der Vermarktung eines Blogs der etwas anprangert mit dem man sich eben auch gut vermarkten kann 😉

  • Widerspenstige sagt:

    Aha. Die erste Generation Cybersex, Internetpornovoyeurismus, Selfies etc. ist erwacht. Es kommt, wie es kommen musste: die Ernüchterung nach dem virtuellen Hipe.

    Es gibt erotische Filmsequenzen in entsprechend guten Filmen. Es gibt Beschreibungen von sinnlichen Momenten in zauberhafter Literatur. Es gibt hauchzart gepinselte Akte in Bildmotiven in der sog. Eroticakunstdarstellung aus dem Orient und Fernost auf kostbarem Seidenpapier. Wer sich zuerst mit dieser Welt an das Liebesspiel heran tastet, kann das ganze Leben davon zehren. Sucht nach solchen Darstellungen und es wird zum Erlebnis der ganz besonderen Art.

    (P.S. Nein, ich werde (noch) nichts davon verraten, wo sie zu finden sind…)

    • Sportpapi sagt:

      Hm. Wieder einmal feministische Deutungshoheit? Neben all diesem Porno-Zeugs ist ja meiner Meinung nach eher eine ausgeprägte, für mich unverständliche Prüderie im Vormarsch, verbunden mit der Rückbesinnung auf sehr traditionelle Werte. Und wir hören Frauen wieder von „Bewahren“, natürlicher Scham etc. zu sprechen, was vor allem heisst, sich durch Zurückhaltung wertvoll zu machen. Ein sehr altes Spiel, aber meiner Meinung nach keineswegs emanzipiert.

      • Stadelman Reto sagt:

        Ich bin ja gerne zur Stelle wenn es darum geht, die „feministische Deutungshoheit“ zu geisseln. Aber in dem Fall glaube ich, hat das meiner Meinung nach nichts mit Feminismus zu tun.
        Es ist einfach eine logische Reaktion von einem „pornographischen Overkill“. Und das ist längst nicht alles. Das Wort „Freund“ ist so inhaltslos geworden wie „Liebe“ oder „Beziehung“. Schöne sinnliche Fotos werden wie Ramsch herumgeschickt. Der ungezügelte Liberalismus zeigt seine hässliche Fratze. Freiheit gibt es eben nicht ohne wenigstens ein paar Regeln…
        Dementsprechend gibt es eine Gegenbewegung. Und die schätze ich sehr.
        Wobei ich ohnehin der Meinung bin: Menschen verändern sich nur selten. Sie kommen nur je nach Haltung mehr oder weniger in der öffentlichen Wahrnehmung zur Geltung.

      • Stadelman Reto sagt:

        Dementsprechend könnte man provokativ sagen: Die Zeit der Bitches ist vorbei! Für die nächsten 10 Jahre sind wieder die Mauerblümchen am Drücker! 😉

      • Sportpapi sagt:

        Eigentlich brauchen wir weder Bitches noch Mauerblümchen. Und schon gar niemand, der den Jungen erklärt, wie sie zu sein haben.

      • Stadelman Reto sagt:

        Liegt es nicht in unserer Natur, dass wir genau das versuchen? Versuchen sie mal durch ihr Verhalten ihre Umwelt nicht zu formen. Ein aussichtsloses Unterfangen, wenn sie nicht tot umfallen wollen 😉
        Aktiv Vorschriften machen ist eben nicht die einzige Art und Weise, wie wir direkt oder indirekt den jugentlichen Vorschreiben, wie sie zu sein haben.

  • Sportpapi sagt:

    Ein buntes Gemenge sehr persönlicher Eindrücke, vermischt mit ganz vielen Klischees, und aufgemotzt mit zwei Fallstudien. Was soll man daraus nun ziehen? Mir bleiben: Dass Jugendliche (und nicht nur sie) beim Sex unter einem gewissen Leistungsdruck stehen ist nicht neu und eigentlich nicht zu verhindern. Dass die Idee immer noch herumgeistert, dass Mädchen nur ein bisschen hinzuhalten haben, erschreckt mich. Dass sie das dann auch wider Willen jahrelang tun (inklusive Lust/Org. vortäuschen) ist einfach nur dumm – selber schuld, möchte man da sagen. Auf Mädchen, die wissen, was sie wollen, und das auch partnerschaftlich einbringen, warten viele Jungs…

    • Sportpapi sagt:

      Mal etwas tun, was man (zunächst?) nicht unbedingt will, halte ich nicht für falsch. Man macht dem Partner zu liebe einiges, wenn es gegenseitig und in einem gewissen Rahmen passiert. Und selbstverständlich ziehe ich einen rechten Teil meiner Befriedigung aus dem Fakt, dass es offensichtlich auch meiner Frau gefällt. Das scheint bei Männern erwünscht, bei Frauen quasi Selbstaufgabe…
      Was das ganze mit (negativ bewerteter) Pornographie zu tun hat, erschliesst sich mir spontan nicht. Ebensowenig das Thema Körperkult. Hier ist es mir allerdings lieber, die Jungen trainieren und achten auf Ernährung, als dass sie ihren untrainierten Körper einfach mit viel Farbe etc. zuspachteln. Aber ist der Trend wirklich so weit verbreitet? Übertreibung ist aber immer ungesund.

      • Susi sagt:

        Diese Gedanken sind mir auch durch den Kopf gegangen, beide: Man kann auch mal etwas mitmachen und aus der Geilheit des anderen Gefallen ziehen. Da wirkt man natürlich aus Frau grad unterwürfig. Was ja auch nicht nur schlecht ist, hahaha…

        Und zum anderen: Der Artikel suggeriert, früher sei es besser gewesen, weil man da einfach dünn sein musste, aber JETZT, jetzt muss man fit sein! (Als wäre fit schlechter als dünn!)

    • Christoph Bögli sagt:

      Schön zusammengefasst, das habe ich mir auch gedacht. Selbst wenn das in manchen Fällen oder in bestimmten Gruppen mittlerweile so läuft, daraus einfach auf eine ganze Generation zu extrapolieren ist ziemlich gewagt. Aber das ist ja auch nichts Neues. Genau so wenig, wie dass gerade bei den Jungen (aber nicht nur) Sex nicht immer toll oder befriedigend ist und vielfach zu reichlich Verwirrungen führt. Letztlich ändern sich da höchstens die Aufmachungen und die Kommunikationswege, der Rest scheint mir die alte Leier..

      • Reincarnation of XY sagt:

        Genau – es gab schon zu meiner Zeit diese Art Tussies, die einfach alles machten nur um den „Jungs“ gut dazustehen. Wobei das dann auch eine ganz spezielle Sorte von Jungs waren. (Nicht längst alle jungen Männer sind so primitiv, dass sie einfach nur ein Hinhalte-Tussie haben wollen.)

        Aber so wird halt das immer gleiche stets als das Neue verkauft. Jede Generation steht wieder neu vor dem noch nie zuvor dagewesenen Abgrund.

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Die jungen Frauen, die alles mit sich machen liessen, waren also Hinhalte-Tussis, während die, die sich verweigerten, irgendwie was? – aktiver waren?
        Meinen Sie nicht, diese Sichtweise ist etwas gar despektierlich und klischeebeladen? Was, wenn die jungen Frauen einfach lustvoll ihre Sexualität erleben wollten, sie so manche jungen Männer (das gerne würden…).

  • Muttis Liebling sagt:

    Wer mit derart verkorkster Begrifflichkeit wie ‚Sex haben‘ unterwegs ist, hat noch viel Nachholbedarf im Verständnis von Sexualität. So liest sich der Blog und die meisten Kommentare denn auch.

    • Sportpapi sagt:

      Sie versprechen uns immer Erleuchtung, und bieten diese dann nicht. Da sind andere Gurus irgendwie glaubhafter.

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Erleuchtung ist doch offensichtlich. ‚Sex haben‘ drückt etwas ganz anderes aus, als sexuell aktiv zu sein.

        Der Blog- Text spricht auch inhaltlich nur von Sex haben, welcher irgendwie fremdgesteuert in das noch junge Leben einfällt.

      • Susi sagt:

        M.L.: Wenn du dich um die Klärung semantischer Finessen bemühst, schrammst du manchmal schon arg am Abgrund entlang…
        „Sex haben“ und „sexuell aktiv sein“ sind zwei so verschiedene Dinge, dass sie eigentlich gar nicht durcheinander gebracht werden können. Du aber schaffst es.

      • Muttis Liebling sagt:

        Das sag ich doch Susi. In dem ganzen Text da oben ist nur von Sex haben die Rede. Nie von Sex machen.

      • Susi sagt:

        „Sex machen“ sagt man aber auf Deutsch nicht. Genauso wenig, wie „Sinn machen“, auch wenn sich das mittlerweile etabliert hat.

      • Muttis Liebling sagt:

        ‚Sex machen‘ ist als Idiom genau so dämlich, wie ‚Sex haben‘. Für ersteres haben wir im Deutschen einen grossen Vorrat eindeutiger Verben, welche aber offensichtlich vermieden werden möchten. Es geht hier nur um den Unterschied zwischen dem passiven ‚haben‘ und dem aktiven ‚machen‘.

    • adrian wehrli sagt:

      ML ist vor allem eines, selbstverliebt. Das reicht dann meistens schon um „erleuchtet sexuell aktive“ zu sein, zu deutsch: „Masturbation im Schein der Taschenlampe“.

  • Walter Bühler sagt:

    Ich finde es fragwürdig, von zwei (!) zitierten Beispielen, die wohl nicht zufällig gezogen wurden, auf eine ganze Altergruppe zu schliessen. Für die seriöse Bestimmung solch tiefgreifender Probleme wäre empirische Evidenz notwendig. Anonsten bleiben leider nur kulturpessimistische Noten.

  • Beatrice sagt:

    meine tochter ist 16 und hat seit einem halben jahr ihren ersten freund! keine ahnung; vielleicht bin ich naiv aber ich denke nicht, dass die beiden mehr als bluemchensex haben. DASS sie sex haben, dass weiss ich (ich war ja mit ihr beim frauenarzt) aber sie wie die 16jahrige in diesem bericht von sex spricht, das ist wohl eher eine ausnahme.

  • Christina sagt:

    Interessanter Artikel. Das Problem ist jedoch nicht bei den Jugendlichen zu suchen, die spiegeln schliesslich nur unsere Gesellschaft. Es liegt an uns Erwachsenen den Jugendlichen zu zeigen, dass Frauen mehr sind als nur ein Loch, das zu stopfen ist ( was ja durch die Pornoindustrie kolportiert wird) und Männer sich nicht über ihren Penis zu definieren haben. Aber wenn Mama damit beschäftigt ist, sich selbst zu optimieren (Botox, Silikon, Personal Trainer…) und Papa die junge Direktionsassistentin im neuen Porsche spazieren fährt, dann wird es schwierig.
    Ausserdem ist es ja nicht so, dass: Erwachsen sein = erfüllte Sexualität haben. Pornografie wird hauptsächlich für ein erwachsenes Publikum produziert. Ich glaube dort (bei den Erwachsenen) liegt einiges im Argen.

  • Anh Toàn sagt:

    16-20 Jährige haben Schwierigkeiten mit Sex?

    Kein Wunder, haben ja höchstens Anfängerkenntnisse.

    • Anh Toàn sagt:

      „Die Teenagermädchen knipsen also nicht selbstbewusst Bilder ihrer echten Körper, sondern versuchen, den Models auf Instagram nachzueifern “

      Als ich Teenie war, gab es noch kein Instagram. Also mussten wir Barbie und Big Jim und Ken nacheifern.

  • Michael sagt:

    Weil die Kiddies das eigene Denken abstellen und nur so leben wollen, wie es die Industrie und die ganzen blödsinnigen Medien es ihnen vorgeben, nur deswegen hat’s überhaupt diese Probleme. Wer ständig daran arbeitet, so wie Ronaldo oder Barbie auszusehen, das tragen muss was Lady Gaga gerade trägt oder die Modeindustrie vorgibt, der seinen Sex mit der Pornoindustrie vergleicht, der hat doch kaum Zeit für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Sex ist das Sahnetüpfelchen auf einer funktionierenden Beziehung, alles andere ist abreagieren von Trieben; was aber auch Spass machen kann !

  • Hansli sagt:

    Zu meiner Jugendzeit haben die Frauen gehungert um den Männern zu gefallen. Dagegen empfinde ich das Fitnessstudio als positiv. Denn Fitness schadet nicht. Das gilt auf für die Männer mit dem Ziel Sixpack. In meiner Generation war da her das Ziel mit dem „Sixpack“ an den Ballermann. Freizeit war mit saufen verbunden. Den Sex hatten wir nicht, wie Thomas bereits bemerkt hat, da war noch Aids.
    Und ein Frau die meint der Sex sei nur für den Mann da, bei der ging etwas in der Erziehung schief. Aber das ist nicht verwunderlich in der CH, wo die Gleichberechtigung noch nicht angekommen ist.

  • adrian wehrli sagt:

    Die beiden Autoren sind noch etwas jung, aber das wird schon noch. Und; früher wars auch nicht besser, blos anders beschissen in den frühen Jahren. Und nein, ich geb jetzt kein geheimes Allerwertskonzept ab wie alle Kommentarschreiber, denn dies ist auch eine Krankheit unserer Zeit. Zu allem müssen wir immer unseren Käse dazugeben ….

  • gabi sagt:

    zu suchen, zu experimentieren, die Möglichkeiten zu ergründen. Denn einzig dies ist, wie wir uns nun schon von fundamentalistischen Therwiler Milchbärten vorführen lassen müssen, keineswegs selbstverständlich.

    Die Gefahr des Scheiterns, des Selbstzweifelns, ja sogar des Selbsthasses, bei einer Sache, welche den Intellekt unterläuft, ist und bleibt nun einmal Teil des Spiels: sonst wäre es nämlich kein Trieb.

    • Sportpapi sagt:

      Hm. Wenn es um Sex geht, ist gabi nicht weit. Und schafft es umgehend, das mit seinem zweiten Lieblingsthema zu verknüpfen.
      Ich finde ja auch, der erzwungene Händedruck ist der einzige Weg zu einem erfüllten Sexualleben!

  • gabi sagt:

    Dauert nicht mehr lange und wir sehnen uns nach der guten, alten, kirchlich (oder sonst halt eben muslimisch verbrämten) Sexualmoral zurück.

    Dann muss wenigstens nicht mehr dauernd darüber gequasselt, geschweige denn nachgedacht werden. Darf dann nicht einmal mehr!

    Was in diesem Beitrag jedenfalls zu lesen war, ist doch nur das Immergleiche:

    Ja. Es ist nun einmal nicht leicht mit Lust und Liebe; mit dem Begehren und dem Begehrtwerdenwollen, das sich simplen Kategorie in jedem Zeitalter erneut verweigert.

    Es ist und bleibt ein Trieb. Ein Verlangen. Eine archaische Sehnsucht.

    Eine Garantie oder eine Zauberformel zu ihrer Erfüllung hat es nie gegeben und wird es nie geben.

    Schön ist dagegen, dass es uns heute nicht – bzw. eben grad noch nicht wieder! – verboten wird,

  • Reincarnation of XY sagt:

    Die Dummheit stirbt nie aus.
    Aber dass man zehn Jahre lang Theater spielt, das ist dann schon sehr sehr dumm. Daran sind nicht mal Pornos schuld. (PS es gibt auch Pornos, die nicht über Erniedrigung und Gewalt laufen. Jeder schaut sich das an, was er anschauen will…) Auch heute kann jeder Jugendliche sich ein vernünftiges Bild der Realität machen. Und viele tun das auch.

    Aber dumme Jugendliche haben meistens dumme Eltern. Eltern die nicht in der Lage waren, authentische Werte zu vermitteln.
    Desweiteren: Nicht wenige Erwachsene haben ebenfalls schlechten Sex und reden tagein, tagaus Müll darüber.

    • the man sagt:

      Spot on.
      Wir sind alles Opfer, und alle anderen sind schuld.
      Heul doch!

    • adrian wehrli sagt:

      … also jetzt deinen Eltern schuld geben, dass du schlechten Sex hast, ist doch ein bisschen doll. Tagein, tagaus Müll zu reden, dazu haben wir ja diesen Blog.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Dummheit – ist auch, wenn man gesagtes nicht im Ansatz versteht.

        Ich sagte: nicht Pornos, sondern Dummheit ist der Grund für solche Geschichten, wie im Text erwähnt.

        Desweiteren sagte ich: dass eine dermassen grosse Dummheit darauf rückschliessen lässt, dass die Eltern keine authentischen Werte vermitteln konnten.

        Ich vertrete also nicht ein Opfer-Konzept. Wir sind zwar nicht schuld, wenn wir dumm geboren und dumm erzogen wurden, aber wir sind selbst schuld, wenn wir dumm bleiben.

        Aber, es ist schon dumm, wenn ich ihnen das zu erklären versuche, denn wenn sie es nicht beim ersten Mal verstanden haben…. ist wohl kein Kraut dagegen gewachsen.

      • Anh Toàn sagt:

        @Reincarnation auf XY „…..aber wir sind selbst schuld, wenn wir dumm bleiben.“

        Dumm ist nicht, nichts zu wissen. Dumm ist auch nicht, nichts lernen zu wollen. Dumm ist, zu glauben zu wissen.

        Ich liebe Kurt Vonnegut: “Beware of the man who works hard to learn something, learns it, and finds himself no wiser than before… He is full of murderous resentment of people who are ignorant without having come by their ignorance the hard way.”

      • Reincarnation of XY sagt:

        Da stimme ich für einmal völlig mit ihnen überein A T.

        Sozusagen: meine Dummheit hört genau in dem Moment auf, wo ich meine Dummheit einsehe und bereit bin zu lernen.

  • Lucrecia sagt:

    Wer „den anderen beeindrucken/von sich überzeugen“ will, kommt als dürftig rüber. Wenn ich deine Bestätigung brauche, dann stufe ich mich niedriger als dich ein.
    Wer nichts zu beweisen hat und sich selbst respektiert, erzeugt Respekt. Dann kann etwas schönes entstehen und dann kann man eventuell zum nächsten Level übergehen.

    Ich habe es mit 20 auch nicht gewusst, und das war anfang 2000er.

    • Monika Gerber sagt:

      100%… der Post könnte von mir stammen (ebenfalls im gleichen Alter)

    • Sportpapi sagt:

      Werbung, auch in der Beziehung, läuft nun mal immer darauf hinaus, den anderen von sich überzeugen zu wollen.
      Wer sich auf das Spiel nicht einlässt, mag selbstbewusst und authentisch erscheinen. Für mich hingegen wirkt das eher Egozentrisch oder schlicht an der Beziehung nicht wirklich interessiert.

      • Monika Gerber sagt:

        @Papi: wenn ich Lucrecia richtig verstehe, spricht sie von einem natürlichen Prozess, welcher aber dank der Autenthizität die bessere Chance auf Nachhaltigkeit hat. Jemanden von sich „überzeugen wollen“ lässt viel Raum für Realitätsdehnung, was dann vermutlich irgendwann darauf hinausläuft, dass man einen anderen Menschen vor sich hat als man vorgesetzt bekommen hat.

      • Lucrecia sagt:

        @Sportpapi
        Tja, das mag Ihre Meinung sein. Hier ist aber von einem anderen Thema die Rede.

        Mit anderen Worten und etwas provokativ: Wenn eine Frau nicht beim ersten Date Oral im Auto und Anal zu hause anbietet, dann ist sie nicht wirklich an eine feste Beziehung interessiert.

        Oder etwa doch?

      • Lucrecia sagt:

        Das Thema des Artikel ist grosso modo: „Ich zeige dir, wie geil ich bin, damit du mich liebst.“

        Darum und um nichts anderes geht es.

      • Sportpapi sagt:

        Lucrezia, nun gehen Sie zu einem ganz anderen Thema über, als ihn Ihrem Ausgangspost beschrieben.

      • Sportpapi sagt:

        Aber gerne auch dazu eine Antwort. Wenn jemand Freude an oral und anal etc. hat, soll er/sie es ausleben. Ganz egal, ob beim ersten Mal oder irgendwann. Und wenn er/sie daran keine Freude hat, soll er/sie es einfach lassen. Das wäre dann wirklich authentisch und selbstbewusst. Und nicht, was Sie oben angetönt haben, ein Spiel spielen, das für mich eher wie ein Tauschhandel tönt (nicht alles aufdecken, gutes Verhalten belohnen, usw.).

      • Sportpapi sagt:

        Also nicht: „Ich zeige dir nicht, dass ich geil bin, dass ich Freude am Sex habe.“ Denn sonst kommt Mann ja noch auf die Idee, dass dies ohne Gegenleistung zu haben wäre.

      • Lucrecia sagt:

        @Sportpapi
        Es tut mir leid, wenn der Zusammenhang nicht eindeutig war. Ich dachte, im Kontext wäre das klar. Beim erneuten Durchlesen kann ich es aber nachvollziehen.
        Doch, ich meinte von anfang an genau das, wollte es aber nur etwas dezenter sagen.

      • Sportpapi sagt:

        Gut. Und nun könnten Sie ja ganz dezent noch eine Antwort auf meinen Einspruch geben.

      • Lucrecia sagt:

        Ich glaube, wir sind schon grössenteils einverstanden.

        Ich möchte hinzufügen: Kommt darauf an, was man sich von der Beziehung wünscht (langfristig vs. Spass).
        Anderes Beispiel: Wenn Sie als Mann grundsätzlich kein Problem damit haben, grosszügig zu sein, zeigen Sie es sofort? Machen Sie von anfang an grosse Geschenke und Einladungen, oder warten Sie erstmals darauf ab, um zu schauen, wie es mit der Frau läuft?
        Wenn Sie es sofort tun, dann gibt es eher die Gefahr, ausgenutzt zu werden oder dass sie es selbstverständlich findet.

        Aber, so sagte es mir ein Psychologe: Wer seinen Wert als Mensch als gering schätzt, wird eher versuchen, sich mit Leistungen „aufzuwerten“ (sei es Sex, Geld, Fahren, Kochen, Helfen usw.) um den anderen zu „gewinnen“.
        Ist das etwa ihr Fall?

      • Lucrecia sagt:

        Wie oben gesagt, werde ich Ihre allfällige Antwort erst am Abend lesen und dann nicht mehr beantworten.
        Tschüss und e guete

      • Sportpapi sagt:

        Wenn ich ein grosszügiger Mensch bin, werde ich mich nicht verstellen beim ersten Date. Mal ganz abgesehen davon, dass ich dann auch keine Angst habe, ausgenutzt zu werden.
        Und ich biete auch keine schlechte Leistung, wenn ich eine bessere drauf habe, nur weil das angeblich von meinen Werten – gemeint sind wohl irgendwelche inneren – ablenken könnte. Ich ziehe mich beim ersten Date auch nicht bewusst hässlich an, etc. Sondern ich bin, wer ich bin.

      • Anh Toàn sagt:

        @Sportpapi: „Werbung, auch in der Beziehung, läuft nun mal immer darauf hinaus, den anderen von sich überzeugen zu wollen.“

        Vereinfacht gesagt habe ich als Teenie auch geglaubt, ich müsste den Mädchen erzählen wie toll ich bin. Geklappt hat es viel besser, als ich begriffen habe, ich muss ihnen erzählen, wie toll sie sind.

  • Heinz sagt:

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich das Geschrieben im Artikel in jeder Generation immer und immer wiederholt. Es hat dann vielleicht einfach eine etwas andere Geschmacksnote. Unser Sex damals in der Jugend war auch nicht besser. Schon damals glaubten wir Jungs, wir müssen wie Kraftprotze auf den Mädels rumreiten, bis der Lattenrost kracht. Unter Lust konnten wir uns gar nichts vorstellen. Ich glaube auch, dass dies mit Erfahrung und sicherlich dem Alter zu tun hat. Damals gab es noch nicht so leicht erhältliche Pornos. Dafür fanden diese im Kopf statt. Alles in Allem gesehen glaube ich nicht, dass es sich hierbei um ein Generationenproblem handelt. Ich denke, das ist der natürliche Ablauf aller Jugendlichen.

  • Rolando sagt:

    Meine Ex stand auf Hochleistungssex. Eigentlich war in ihrem Leben alles mit Leistung verknüpft und konnte den Moment nicht geniessen. Meine Ausführungen und Gespräche den Sex und ihre Erscheinung nicht mit Leistung zu assoziieren, waren wirkungslos. Nach einer Weile erkannte ich ihre Beweggründe für unsere damalige Beziehung. Ich stelle mir die Frage: „Bin ich glücklich?“. Meine ehrliche Antwort lautete „Nein!“

    Da wahre Liebe weder Kompromisse eingeht noch Deals macht, zog ich die Reissleine und ging. Lieber alleine und zufrieden als mit so einem Menschen zusammen zu sein. Mir tun all jene leid, die Sex mit Liebe verwechseln und den Orgasmus rein mechanisch, als würde man Stabhochsprung betreiben, erringen müssen und schlussendlich nicht lieben können!

    • Lucrecia sagt:

      Sie besitzen eine hohe emotionale Intelligenz. Gut, dass Sie das alles erkannt haben.
      Wahrscheinlich braucht die Wundenheilung noch etwas Zeit. (Haben Sie sich als Sex-Diener und Orgasmus-Lieferer ausgenutzt anstatt begehrt/begehrenswert gefühlt?)
      Ich hoffe vom ganzen Herzen, dass Sie sich später wieder auf Liebe und eine diesmals schöne und ausgewogene Beziehung einlassen.
      Mein Tipp: Zeigen Sie dann nicht von anfang an „alles, was Sie können“, sondern, warten Sie ab und machen Sie es schrittweise. Es soll nicht darum gehen, die Dame in erster Linie von ihren erotischen Qualitäten zu überzeugen, damit sie bleibt, sondern sie dafür zu „belohnen“, dass Sie sich bei ihr wohl fühlen und dass SIE weitermachen wollen. (Gilt umgekehrt auch für Frauen.)

      • Sportpapi sagt:

        Was für ein schräger Tipp!
        Noch besser wäre die althergebrachte Empfehlung, mit dem Sex bis zur Hochzeit zu warten. Schliesslich hat man da etwas Wertvolles einzubringen, für das eine angemessene Gegenleistung erwartet wird.

      • Lucrecia sagt:

        Natürlich geht schrittweise nicht, wenn der erste Schritt schon alles gewesen ist.
        Dann ist halt nur alles oder nichts möglich, haben Sie völlig recht.

      • Sportpapi sagt:

        Lucrecia, ich sage es gerne auch hier noch einmal: Was Sie vorschlagen, ist nichts als ein Tauschhandel. Wobei sie möglichst wenig Interesse zeigt, um eine möglichst hohe Gegenleistung herauszuschlagen. Weshalb, bitte, soll eine Frau nicht zeigen, dass sie Lust hat, dass das, was sie da mit dem Mann erlebt, ihr auch Spass macht? Weshalb soll sie sich künstlich zurückhalten? Und: soll er das auch tun?

      • Lucrecia sagt:

        Nach dem 1001-Nacht-Prinzip

    • adrian wehrli sagt:

      … also haben Sie es nicht mehr gebracht … ein Leistungsabfall sozusagen. Das kann passieren, mit Medikamenten kriegt man wieder eine 100% Einsatzbereitschaft hin. Nicht verzagen.

    • Lucrecia sagt:

      Aber wir können die Diskussion auch germe so beenden, dass wir nicht einverstanden sind. Ich habe auch andere Prioritäten und Interessen am heutigen Tag. J
      Deshalb verabschiede ich mich und wünsche ein schönes und friedliches Wochenende.

  • Dani sagt:

    Trauriges Thema, aber jeder in der Gesellschaft lebt irgendwo in einem Zwang oder denkt Anforderungen erfüllen zu müssen – ob sie ihm gefallen oder nicht. Aber viele Eltern müssen sich hier eben nunmal in die Karten blicken lassen, weil sie die Aufgabe der Aufklärung gar nicht erst versuchen aufzunehmen. Nackt sein ist schlecht, über Sex redet man schon gar nicht, auch nicht über Gefühle und Verletztsein, Partner werden systematisch ausgemustert, die Erfahrung bleibt auf der Strecke. Ja sorry, ist kein Wunder dass sich dann die Jüngeren da orientieren, wo Sex scheinbar normal ist: Im Internet. Würden aber die Familien auch zu Hause normal mit der Sexualität umgehen, wären sie ein gutes Vorbild, würden offen darüber reden, gäbe es viele Missverständnisse nicht.

  • Herbert Anneler sagt:

    Die hier beschriebenen Sex-Probleme sind nur eines von vielen Symptomen grundsätzlich verkorkster zwischenmenschlicher Beziehungen gerade unter jungen Menschen. Aus Angst, in Beziehungen weniger zu bekommen, als sie selber hineingeben, gibt es immer mehr „Beziehungen light“. Dabei geht vergessen, dass Beziehungen von Vertrauensvorschuss leben – ein Risiko, das man auf sich nehmen muss. In unserer Zeit des Selbstaktualisierungs-Hypes fällt genau dies immer schwerer – man rennt immer mehr Fantomen nach: Traumpartner, Traumsex, Traumferien, Traumjob, Traumauto. Die gegenseitig projizierten Erwartungen sind so hoch, dass Menschen als imperfekte Wesen, die wir nun einmal sind, keinen Platz mehr haben. Immer mehr junge Menschen scheitern an unrealistischen Erwartungen an sich und die andern.

  • Raphael sagt:

    Ein trauriger Text…

  • Susi sagt:

    „Denn sie habe im Bett ja schon so vieles mitgemacht, was sie nicht gewollt habe.“
    Ich habe das Gefühl, das ist kein Generationen-Problem, sondern einfach ein Altersproblem – die meisten jungen Mädchen machen Dinge mit, die sie eigentlich gar nicht so toll finden, das war vor 30 Jahren auch nicht anders.

    „Die fitten Frauen hätten gegenüber den unfitten definitiv einen Vorteil, wenn es um Männer gehe.“
    Auch das war schon immer so, umgekehrt gilt das Gleiche, fitte Männer sind attraktiver. Anziehend ist, was gesund wirkt.

    • Susi sagt:

      Natürlich darf man den Einfluss von Pornos auf die Sexualität der heutigen Jugend nicht unterschätzen, aber mir kommt der Artikel etwas gar weinerlich vor, zumal nur eine junge Frau und ein junger Mann zitiert werden. Ev. ist das Autorenteam selbst noch etwas jung.

      • Peter sagt:

        Susi, genau dasselbe ging mir auch durch den Kopf. Wieviel wird hineinprojiziert und wie repräsentativ ist eine Testmenge von 2 (oder eigentlich 1 + 1)? Aber immerhin scheinen wir beide bis zum Ende durchgelesen zu haben 🙂

      • adrian wehrli sagt:

        Ach Peter, so kriegst die Susi nicht auf die Matten. Zu viel Zuspruch! Da muss ein bisschen Widerstand spührbar sein im Kommentar …

      • Tomas sagt:

        Sehe ich auch so.
        Andererseits, habe ich genug Frauen kennengelernt, die auch im nicht mehr so jungen Alter immer noch feststellen konnten dass Sex etwas ganz anderes sein kann, als sie ein halbes Leben lang gedacht haben.
        Ich vermute, dass es halt auch Glücksache ist, ob man an jemanden geraten wird mit dem man körperlich einfach zusammenpasst und von dem man so genommen und geliebt wird wie man ist. Das tönt banal, wenn man es aber einmal erlebt hat, ist die Welt für immer eine andere.

      • Susi sagt:

        @Adrian: Auf welche Matten?

      • adrian wehrli sagt:

        Die Matten der Erleuchtung! Der sanfte Schein der Erkentnisssonne sich dankbar hinter dem Horizont der Lust verneigt.

      • Susi sagt:

        @Adrian: Romantik steht dir aber schampar gut!

    • Nina sagt:

      das finde ich auch. Mit 18 wäre ich lieber gestorben als meinem Freund zu sagen, dass ich etwas im Bett nicht so dolle finde. Mit dem Alter gab sich das. Nun zehn Jahre später habe ich überhaupt keine Probleme mehr, meine Bedürfnisse einzufordern.

    • Sportpapi sagt:

      Scheint mir auch so – alter Wein in neuen Schläuchen. Aber im Gegensatz zu früher werden hier Lösungen nur angedeutet, nicht ausgeführt. Oder was genau soll ich mir unter dieser sexuellen Emanzipation vorstellen? Was kann darunter laufen, was nicht ein paar Jahre später genau als das Gegenteil dessen erklärt wird?

  • Thomas sagt:

    Unser Verhältnis zu Sex war nicht besser: mit heute 45 Jahren gehöre ich der Stop-Aids-Generation an: aus Angst vor einer Ansreckung hatten wir statt Hochleistungssex gar keinen Sex. Mit 23 Jahren noch nie mit jemandem geschlafen zu haben, war in meinem Umfeld damals üblich. Aus dieser Zurückhaltung herauszufinden, ist die Herausforderung unserer Generation – und auch das ist schwierig. Zufrieden und entspannt im Bett sind offenbar beide Generationen nicht. Ich wünschte mir jedenfalls für meine Generation etwas mehr von der offensiven Haltung der heutigen jungen Erwachsenen. Allerdings stets gepaart mit grosser Achtung vor der Partnerin / dem Partner.

  • Malena sagt:

    Ist auch eine Art Prisoner’s Dilemma: Wenn alle den Schönheitswahn und den Druck für sexuelle „Erfolge“ etwas runterschrauben würden, wären auch alle etwas weniger verkrampft bei der Sache. Wenn ich aber als Einzelne versuche, mich dem zu entziehen, habe ich Nachteile: Ich falle optisch ab neben meinen Freundinnen, und werde belächelt oder bemitleidet weil ich weniger sexuelle Aufmerksamkeit bekomme.

    • Monika Gerber sagt:

      @Malena: Die sexuelle Aufmerksamkeit eines Mannes mit dem du deine Lebenszeit länger als eine Nacht in der horizontalen verbringen möchtest, bekommst du eher durch deine Ausstrahlung und dadurch was und wie du etwas sagst. Klingt abgedroschen, ist aber so. Sich pflegen und dezent chic machen reicht völlig aus, wenn ein Mensch das ausstrahlt was er ist. Kommt er so nicht zu Ziel, ist das pimpen dann eh nur Mittel zum Zweck und eines erfreulichen Sexuallebens auf Dauer im Weg.

  • Lucrecia sagt:

    Mir tun 20-Jährige leid, die meinen, ein Sixpack, Intimrasur, minimum 20 Minuten Stossen und bloss kein Händeneinsatz (auch ein Merkmal der Porno-Darsteller, der Verbraucher will ja keine fremde Hände auf „seiner“ Frau sehen – generell: möglichst wenig Körperkontakt) machen einen guter Lover aus.
    Und wer ständig daran denkt, wie er/sie da steht (haha), klingt und aussieht, und/oder auf die Uhr schaut, ist im besten Fall ein Narzist, der von sich selbst erregt wird, oft aber eben jemand, der noch nicht verstanden hat, worum es beim Sex eigentlich geht.

    Es sollte einen Warnhinweis vor jedem Porno geben: „Das hier ist eine Fiktion. Springen Sie wie James Bond von einem Lastwagen auf ein vorbeifahrendes Auto? Eben.“

  • Rotbarsch sagt:

    Es gibt ein wunderbares Mittel gegen all diese Ängste: Sich echt und bedingungslos zu verlieben. Dann gibt’s keine Zwänge, es geht alles vom selbst und alles ist wunderschön.

    • adrian wehrli sagt:

      .. danke auch für den Kommantar aus den Schmetterlinge-im-Bauch-Ecke, schön hätten wir das auch abgehakt, zurück zum Thema.

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