Wenn das Kind die Beziehung killt

Ein Gastbeitrag von Andrea Jansen*

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Warnung vor dem Kinde: Ben Stiller und Naomi Watts wünschen sich in «While We’re Young» Nachwuchs. (Bild: Pathé Films AG)

Mein Rat an werdende Eltern: Schenkt euch den Geburtsvorbereitungskurs – das Baby kommt schon irgendwie raus – und schreibt euch ein ins Konfliktbewältigungsseminar. Was euch nämlich niemand sagt: Mit dem Kind kommt der Krach. Er ist eine kleine, fiese Nachgeburt und wird euch plagen, bis das Kind ausgezogen ist. Aber item: Herzlichen Glückwunsch!

Mütter werden verändert. Man wird fordernder – immerhin hat man sich 10 Monate lang eingeschränkt, eine Geburt überstanden und muss wegen Parkbussen heulen. Jetzt ist der Mann dran, finden wir nach vollbrachter Tat, und der fühlt sich schnell kontrolliert, bevormundet, unter dem Pantoffel. Wo steckt bloss seine ehemals coole, spontane Frau? Diese hier ist zu müde und gereizt, um cool zu sein. Zu organisiert für Spontaneität. Yup, sexy ist anders. Wissen wir im Fall selber. Also bitte, nimm die Hand wieder von meinem Oberschenkel, danke.

Am besten, man lässt es in den ersten drei Monaten gleich ganz bleiben mit der Illusion, man könne nebenbei auch noch eine Beziehung führen. Als Mann und Frau, nicht Mami und Papi, versteht sich. Es ist eine Mission Impossible und unnötiger Stress. Ausser man wohnt mit den Grosseltern im gleichen Haus oder heisst Roger und Mirka. Dann … vielleicht … nein, wahrscheinlich auch dann nicht.

«War das bei euch auch so?», fragte mich eine Freundin mit besorgten, grossen Augen, während wir ihren frisch geschlüpften Sohn durch den Wald wägeleten. «Schlimmer», meinte ich und erinnerte mich sogar daran, sie explizit gewarnt zu haben vor dieser Beziehungsrevolution, die ein Kind mit sich bringt. Dass neu ein kleiner Diktator im Haus sein wird, der für die Bedürfnisse seiner Untertanen keinerlei Verständnis aufbringt. Und dass die Untertanen dann beschliessen, sich aus Mangel an Alternativen gegenseitig zu bekriegen. Sie muss wohl den gleichen Reflex gehabt haben, den Schwangere bei grausligen Geburtsrezensionen kriegen: Ohren zuhalten und Dumdidumdum.

Plötzlich ist da ein Minenfeld, wo vorher keines war. Wer kann schon antizipieren, wie es sich anfühlt, wenn das Baby um drei Uhr morgens endlich einschläft, man erschöpft aufs Bett sinkt und der Mann genau dann laut SCHNARCHT? Nicht nach Liebe. Au contraire.

Der Vater kann sowieso wenig richtig machen in dieser Zeit. Von ihm wird erwartet, dass er Gedanken liest (und wir wissen alle, wie gut Männer das können) und im richtigen Moment den Nuggi / die Flasche / die Schwiegermutter organisiert. Und vor allem da ist. Was den meisten nicht einleuchtet. «Ich brauche auch mal ein bisschen Zeit für mich» ist ein Satz aus Vatermund, der bei jeder Frau, die ein Jahr lang ihren Körper als Bed & Breakfast zur Verfügung stellt, schampar gut ankommt.

Als einigermassen gleichberechtigte Frauen erwarten wir nicht nur, dass unsere Männer gleich viel in die Betreuung investieren, sondern dass sie bitte auch die entsprechende Begeisterung dafür aufbringen. Viele Väter haben keine Idee, was man mit einem dermassen kleinen Menschen anstellen könnte, und drücken am Daddyday auf ihrem Handy rum, während sich der oder die Kleine in einem Teddybär oder dem Tischbein festbeisst. «Du gibst dir ja gar keine Mühe!» keife ich in solchen Momenten gerne, insgeheim wohl neidisch, weil ich nicht so tiefenentspannt bin in meinen Ansprüchen.

Die Lösung des Problems wäre wohl Gelassenheit (übrigens vor kurzem hier im Mamablog propagiert – von einem Mann) gegenüber allem: dem Puff in der Wohnung, dem Pouf um den Bauch, den klebrigen Fingerabdrücken auf dem neuen Sofa, dem Fakt, dass Papi der Tochter die Pischihosen fürs Familienfest angezogen hat, dass der Sohn die zweite Glace verdrückt und schon wieder mit dem Nuggi rumrennt.

Wäre. Drum bleibe ich realistisch und rufe unsere Babysitterin an. Die drei Monate sind längst vorbei.

andrea_jansen*Andrea Jansen ist freischaffende Journalistin und ehemalige Fernsehmoderatorin. Sie lebt mit ihren zwei Kindern und ihrem Partner in der Nähe von Zürich.

166 Kommentare zu «Wenn das Kind die Beziehung killt»

  • Yole Stöckli sagt:

    Danke Andrea für diesen unglaublich witzigen + sehr wahren Artikel! Musste ihn gleich 3x lesen. Hab mich soo darin wiedergefunden! Klar, in dem Moment ists nicht lustig (bsp wenn der mann schnarcht). Aber später beim erzählen kann ich genauso darüber lachen. Ich finde dich speziel, genau wie mich selber und viele meiner freundinnen, denen es allen genau gleich geht! Danke für den Artikel, er hat aufgezeigt, dass es ab und zu gut tut, über sich und die situation zu lachen! Wir haben auch unsere diskussionen,wir haben aber die regel, dass diese noch vor dem schlafen gehen ausdiskutiert werden. Denkt mal daran: was wenn der partner am morgen nicht mehr aufwacht nach einem streit…

  • Urs sagt:

    Der Artikel hat mir sehr gefallen.
    Doch seien Sie versichert: Die Pubertät wird dann alles in den Schatten stellen. Sehen Sie die dieser vorangehenden Jahre als Training und nutzen Sie sie in diesem Sinn.

  • Georg sagt:

    Disziplin ist das Zauberwort, aber weil auch Zaubern gelernt werden muss, fällt auch Disziplin nicht vom Himmel. Nachwuchs kann erzogen werden, und Nachwuchs soll erzogen werden. Und schon geht alles viel, viel, viel einfacher. Nun, mir ist ja im Grunde genommen wurscht, was andere mit ihren Goofen tun, wenn diese Goofen mich nicht belästigen. Wenn sie’s aber tun, bekommen die „Alten“ kurz und heftig Schwierigkeiten mit mir. Und so halte ich mir längere Schwierigkeiten vom Halse.

  • Lena77 sagt:

    Wir drohten auch in diesen Teufelskreis zu geraten. Man vergisst, dass man mit seiner grossen Liebe eine noch grössere Liebe erschaffen hat, die einen 24/7 fordert. Wir haben alles versucht, um Konflikte und Krach aus dem Wege zu gehen. Von Bewältigung bis hin zu Humor und Gelassenheit, hat alles nichts gebracht. Doch dann wechselten wir in den Modus Scheissegal, das ist nur eine Phase! Und seitdem ist alles im Lot! Neue Möbel gibts wenn die Kleinen ausgezogen sind, Liebe machen dann wenns passt und überall, gestritten dann wenns muss sein, ohne aber nachtragend zu werden. Hauptsache Respekt!

  • Daniel Hauser sagt:

    Es ging mir auch so. Sobald das letzte Kind auf der Welt war, war es aus mit Intimitäten. Ich denke, es geht noch in vielen anderen Ehen so.

  • Mark Altheer sagt:

    der stress geht dann weiter wenn man zwei sture und willensstarke kids hat. ein ständiger kampf mit ins bett gehen etc. den älteren davon abhalten die kleine schwester zu plagen. habs schon fast aufgegeben. irgendwie scheint es genetisch zu sein dass ältere brüder die kleine schwester fertig machen. gar nicht toll sind auch die fäkalien-unfälle in der übergangsphase vom windelbetrieb zum „normal-wc-betrieb“. die wutanfälle erwähne ich schon gar nicht. also ich bin jetzt verdammt ehrlich: ich arbeite ZUM GLÜCK 100%. einen grossen teil des täglichen kampfs bewältigt meine frau. danke schatz!

  • Katharina sagt:

    ‚Mütter werden verändert‘ ist ja eigentlich ein Schreibfehler (es sollte heissen ‚Mutterwerden verändert‘). Es ist wohl aber ein freudscher, denn der Text liest sich wie ein Aufsatz zu fremdbestimmter Viktimologie.

  • Michael Stocker sagt:

    Super Artikel! Jedes Paar hat andere Mechanismen mit Stress umzugehen. Aber eins ist sicher, stressig wird es ganz bestimmt. Beide Elternteile müssen sich in neue Rollen einleben, sich an neue Abläufe gewöhnen, neue Uhrzeiten. Zum ersten Mal Nachwuchs zu bekommen ist eine grosse Veränderung, und Veränderungen brauchen Zeit. Da spielt es keine Rolle, dass es eine positive Veränderung war. Und ja, noch ein Tipp für zukünftige: Keine Angst, Ihr werdet das Kind schon schaukeln 🙂 !!

    • Andrea Jansen sagt:

      Lieber Michael

      Merci für den letzten Satz – wie wahr! Vielleicht hätte ich ihn noch hinzufügen müssen für jene, die den Text ganz ernst genommen haben. Darum im Ernst: danke.

      • Sportpapi sagt:

        Auch wenn natürlich nicht ganz ernst gemeint – als Frau würde ich mich wohl doch etwas über die klischierte Darstellung ärgern. Sie kokettierten da mit einer sehr speziellen, divahaften Frauen-/Mutterrolle. Die offenbar aber doch nicht fern jeder Realität ist, gemessen an den Rückmeldungen vieler Frauen und Männer hier, die sich noch gut erinnern…

      • mila sagt:

        Danke, SP. Genauso habe ich den Text empfunden, und für die tatsächlich Betroffenen (es gibt sie) dürften die skizzierten Umstände ziemlich unlustig sein. Übrigens: auch als Mann hätte ich mich wohl geärgert.

        Ganz grundsätzlich frage ich mich (nach wie vor), was die Botschaft hinter dem ‚Humor‘ hätte sein sollen. Und eigentlich gehöre ich eher nicht zu der völlig begriffstutzigen Sorte. Ausser, die Schwangersvhaft würde sich von mir unbemerkt bemerkbar machen…

      • Aber jetzt herrgottstüdelinomal, lieber Sportpapi und mila, lesen Sie denn nur quer?

        „Sie kokettierten da mit einer sehr speziellen, divahaften Frauen-/Mutterrolle“
        „und für die tatsächlich Betroffenen (es gibt sie) dürften die skizzierten Umstände ziemlich unlustig sein“

        Ich schreibe von mir. Aus meiner Sicht. Aus meiner Erfahrung. Aus meinem Leben. Wenn sie mich speziell finden, dann nehme ich das gerne als Kompliment – aber in meinem Umfeld bin ich es nicht. Ja, wenn es Streit gibt, ist das in dem Moment auch für mich nicht lustig. Gar nicht. Aber aus der Vogelperspektive dann eben sehr.

      • Sportpapi sagt:

        @Andrea: Ich finde Sie speziell, und das dürfen Sie wirklich als Kompliment nehmen. Hier aber habe ich mich auf Ihren Text bezogen, den ich sehr genau und nicht nur quer gelesen habe.

  • Cornelia sagt:

    Ja, herrlicher Beitrag – vielen Dank! Mir ging es genau so ; )

  • Lilo Barthod-Malat sagt:

    Das ist mir so aus dem Herzen gesprochen… Mein Mann war nie gestresst. Oder dann, weil seine Frau nun einfach keine Lust nach Liebe machen hatte, kaum war sie wieder zu Hause. Und ich dachte mir, spinnts dem, ich habe jetzt anderes zu tun: hundertmal aufstehen nachts, tagsüber und nachtsüber Geschrei, weil Bauchweh, später Spielsachen aus dem Weg räumen von irgendwann 5 Kindern… (siehe Liebe machen, das möglichst pünktilich täglich abends vor dem Schlafen stattzufinden hat, damit Mann zwäg für die Arbeit ist…) usw. Kinder erziehen ist nicht einfach. Partnerverständnis gleich Null…

  • Mel sagt:

    Herrlicher Artikel, musste ganz oft schmunzeln und habe mich auch ein bisschen an den Anfang meines Mutterdaseins erinnert. Tatsächlich, wenn man zurück denkt, war es sehr viel Stress am Anfang, bis man mal sich in die Situation eingefunden hat. Bei uns wurde es erst besser in der Beziehung, als unsere Tochter gelernt hat durchzuschlafen und keine Koliken mehr hatte (mit 8 Monaten). Bis dahin waren mein Mann und ich über alle Massen gestresst, schlaflos, ich war ein wenig depremiert, die typischen Mamablues halt. Zum Glück geht diese Zeit vorbei. Man muss nur durchhalten und durchatmen. 🙂

  • Dolce sagt:

    So ist es. Deshalb bin ich auch froh, dass wir nur ein Kind haben und das Gröbste nun nach 3 Jahren hinter uns ist. Halleluja! 😀 Was ich absolut nicht verstehen kann ist, wieso Frauen die schon mit einem Kind fix und fertig sind innert einem Jahr gleich noch ein zweites Kind bekommen und dann total kollabieren. Es ist nun halt so, dass Männer von Haus aus verwöhnt sind und nicht in der Lage die Qualität an Haushalt abzuliefern, die Frauen erwarten. Deshalb: am Mann sparen und sich eine Putzfrau zulegen. Macht einen glücklicher als der beste Göttergatte!

    • Sportpapi sagt:

      Mancher Mann würde wohl auch gerne an der Frau sparen und mit dem Kind davon… Sie haben eine etwas spezielle Sichtweise, um es mal höflich auszudrücken.

    • Dänu sagt:

      „Es ist nun halt so, dass Männer von Haus aus verwöhnt sind und nicht in der Lage die Qualität an Haushalt abzuliefern, die Frauen erwarten. Deshalb: am Mann sparen und sich eine Putzfrau zulegen.“

      Genau. In jedem Fall. Jeder Mann. Immer.

      PS: Dolce, sie sind eine lustige, wirklich!

    • Susi sagt:

      „…am Mann sparen“? Was bedeutet das? Dass er minderwertiges Futter kriegt? Da ist man dann aber selbst schuld, wenn sein Fell weniger glänzt.

  • Hansli sagt:

    Ich kann uns nicht in diesem Blog erkennen und soweit ich das erkennen kann bei uns bekannten Paaren auch nicht. Und wenn bei 3 Monaten Ausnahmezustand die Beziehung wie geschrieben ein Minenfeld wird, das war bereits vorher ein Problem da. Ist halt blöd wenn man es erst dann merkt. Aber Blog der kein Problem abhandelt wird vermutlich nicht gelesen, also muss überall ein Problem vorhanden sein.

  • Elisa sagt:

    Ich erinnere mich… Unsere Erstgeborene hat im Tragtuch gelebt die ersten paar Monate, sie kam nur zum Stillen und Wickeln raus. Mein Mann hatte jeweils noch nicht mal den Mantel und die Schuhe ausgezogen, als ich ihm sie und das Tragtuch entgegenstreckte, wenn er von der Arbeit nach Hause kam und meinte „jetzt kannst Du mal.“ Und schon stritten wir uns. Familienidylle…

    • Dänu sagt:

      Der Zwang, mir ein Tragtuch umzuhängen, hätte bei uns zur Scheidung geführt.

    • mira sagt:

      Dafür gibt es eine einfache Lösung: Derjenige der von der Arbeit nach Hause kommt, nimmt sich vorher 10-15 Minuten Auszeit. Wenn es geht zuhause, wenn nicht, dann unterwegs (Cafe, Parkbank, etc). Dann sind die Batterien wieder aufgefüllt und der von der Arbeit kommende wieder frisch für die Kinder-Betreuung.

  • Dänu sagt:

    Nicht grad so verbissen, Leute! Spätestens bei der Vater/Schwiegermutter-Stelle sollte man kapieren: Das soll ein lustiger Text sein, im Fall!
    Also im Ernst, wer ruft freiwillig nach der Schwiegermutter?!? Um Himmels willen, dann vorher ein drittes oder viertes Kind!

    • Katharina sagt:

      Ich finde es ja immer amüsant, wenn dann extra gesagt werden MUSS, es sei lustig gemeint gewesen….

      • mila sagt:

        Haha, genau. Ich fands definitiv weder lustig, noch selbstironisch. Sondern schlicht eine hundstraurige Aussicht, wenn es zwangsweise so verlaufen müsste.

      • Susi sagt:

        @mila: Es verläuft irgendwie schon so, allermindestens ansatzweise. Aber es ist dann nicht so schlimm, wie es tönt. (Wie bei der Geburt, Dammschnitt mit der Poulet-Schere ohne Lokalanästhesie; eigentlich auch nicht so schlimm.)
        😉

      • mila sagt:

        Nun ja: die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt (sonst würde ich mir wohl jetzt schon vorsorglich die Kugel geben). Aber sollte ich eines Tages dem Club der selbstironischen Hydras beitreten, gebe ich Bescheid.

  • teamc sagt:

    Mal wieder ein Beitrag der Kategorie „Ihr (werdende Eltern) werdet schon auf die Welt kommen“, überspitzt und viel zu pauschalisiert. Mit Aussagen wie „Der Vater kann sowieso wenig richtig machen in dieser Zeit“, welche ich in keiner Weise unterstützten kann, wird dem Mann ja schon einmal per se jegliche Kompetenz in Sachen Baby-Handling abgesprochen. Woher rührt dieser Fehlglauben?
    Obiges Szenario als Normalfall zu akzeptieren, weigere ich mich. Darum: Schenkt euch den Geburtsvorbereitungskurs UND das Konfliktbewältigungsseminar und bleibt gelassen. Wird nämlich lustig mit diesen Kleinen!

  • Widerspenstige sagt:

    Gut verfasster Blog zum Thema, das die Welt bewegt. Also die neuen Eltern gaaanz besonders in ihren verborgendsten Leidenschaften austestet. Nein, damit ist nicht die Leidenschaft im erotischen Genre gemeint, sondern das ganze Spektrum von Leidenschaften. Wörtlich. Ja, da kann sich die frischgeborene Mama richtig reinknien, auch wörtlich zu nehmen, beim Test, ob sie ihn besteht oder ob sie kläglich versagt.

    Und den Druck macht sie sich vorallem selber, den Test ‚best Mum ever‘ von allen bestehen zu wollen.

    Wer aber ist die Jury? Mal scharf nachdenken….

    • Franz Vontobel sagt:

      Also die neuen Eltern gaaanz besonders in ihren verborgendsten Leidenschaften austestet. Nein, damit ist nicht die Leidenschaft im erotischen Genre gemeint, sondern das ganze Spektrum von Leidenschaften. Wörtlich.

      Hä??? Ehrlich, WS, wie entstehen diese wirren Texte jeweils? Ich hab‘ kein Wort verstanden, von dem was sie uns mitteilen wollen… ich bin mir noch nicht mal sicher, ob sie uns etwas mitteilen wollen..? Freies Assoziieren? Psychopharmakamissbrauch? Sonnenstich?

    • Widerspenstige sagt:

      Wieso wundert es mich nicht, dass ausgerechnet SIE (nicht wir, das lehren gewisse Coaches in Seminaren!) es nicht verstehen, Franz? Wenn Sie sich mit der Materie näher befasst hätten, dann wüssten Sie es. Anscheinend lassen Sie Zuhause Ihre Frau alles machen und kümmern sich um die Brötchenbeschaffung…

      Leidenschaftlich sich dem gesunden Essen widmen, leidenschaftlich sich um das Wohnen und Einrichten kümmern, leidenschaftlich sich um die Reinigung und Abstauben kümmern. So war das gedacht u jede betroffene Mama weiss, was ich damit meine. Diese Leidenschaften schaffen aber meist nur Leiden

      • Franz Vontobel sagt:

        WS, wirklich… was immer es ist, dass sie sich da reinziehen: sie sollten bedeutend weniger davon nehmen!

      • Franz Vontobel sagt:

        Und so wegen „Leseverständnis“: wo habe ich denn geschrieben, dass WIR das nicht verstehen..? Mmh?

      • Widerspenstige sagt:

        Was ich schlucke und wieviel davon – das hat Sie einfach nicht zu interessieren, Franz! Dieses dozierende ‚…was Sie (Höflichkeitsform!) uns sagen wollen…‘ ist für Lemminge. Ich bekomme davon graue Haare und einen gläsernen bohrenden Blick wie ein Zombie bevor er angreift. Also lassen Sie das besser sein, ja? Gespannt warte ich noch auf Ihre Stellungnahme über Inhaltliches, falls das Sie nicht überfordert.

      • Franz Vontobel sagt:

        Wusst ich’s doch!

        Sie wissen schon, dass Zombies hirntod sind, oder? – Nicht, dass ich ihrem Vergleich widersprechen möchte, im Gegenteil… 😀

    • Katharina sagt:

      ‚Wer aber ist die Jury?‘

      Du denkst, das Publikum hier sein Jury. Stimmt, viele denken sie seien. Dies ist, was das ganze als langweilige Lektüre verkommen lässt.

  • DB sagt:

    Entspricht das wirklich den Tatsachen, die andere Paare erleben? Wir haben zwei Kinder (mittlerweile 6 und 9 Jahre alt) und ich kann überhaupt nichts aus diesem Artikel nachvollziehen. Offenbar ist Gelassenheit wirklich der Schlüssel zum Glück.

  • Dédé sagt:

    Naja, kommt halt darauf an, wie man sich einrichtet. Wenn die Frau meint, sie sei nun die Dienerin des Babys und der Mann habe dafür ihr Sklave zu sein – dann wird es für die Beziehung wirklich schwierig. Wenn man jedoch nach der Geburt anerkennt, dass drei Personen da sind, die alle je ihre eigenen Bedürfnisse haben und mit der nötigen Gelassenheit und Kompromissbereitschaft versucht, die Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen – so wird auch die Zeit als Familie eine sehr schöne Zeit sein. Auch wenn es unter Umständen bedeutet, das Baby ‚mal fünf Minuten schreien zu lassen…

  • Franz Vontobel sagt:

    Nä, so wird das nichts. Es gibt ja durchaus auch Frauen, die witzig, bissig und lustig schreiben können – die Autorin obiger second-Hand – wait for it – „Satire“ gehört da mMn aber nicht dazu.

    Gebt uns lieber etwas mehr Tschannen.

    • Muttis Liebling sagt:

      wait for it?

      Franz ich dachte immer, das Unterfüttern deutscher Texte mit englischen Nonsensfloskeln auf dem Niveau eines höheren Baumschulabsolventen wäre ein essential (tu ich extra inglisch schreiben) der CH Nationalkultur.

      • Franz Vontobel sagt:

        „Wait for it“ ist ein Catchphrase aus der US-amerikanischen SitCom „How I met Your Mother“. – So wie „Sieg Heil“ ein Catchphrase der deutschen Geschichte ist.

      • Katharina sagt:

        How I met your mother muss eine retro show sein, die 10 Jahre später immer noch in elvetischen aetern gesendet wird.

        ML hat aber recht, was swinglish, BESONDERS im Marketing und das in einem sichtlich amerikaphoben Kundenumfeld, betrifft.

        Vielleicht sind dies langfristige Auswirkungen von Leuten, die freiwillig in einem Reservat leben wollen, und dabei stetig sich vergewissern müssen, im bestesten aller Reservate zu leben….

    • Brunhild Steiner sagt:

      … bisschen mehr Nachsicht, das jährige Bed&Breakfast ist wirklich nicht übel 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        Naja, von mir aus – wenn auch der Schritt von der altbewährten „Milchbar“ ein kleiner ist…

  • …. dann sind die Eltern nicht fähig Eltern zu sein. Unterbinden damit keine Kinderchen mehr entstehen. Es ist doch völlig daneben wie am letzten Samstag wieder in Zürich, dass ein Vater sein Baby erstickt. Menschen sind vermutlich nicht dazu befähigt Kinder glücklich zu machen???
    Alexandra weber

  • Andrea sagt:

    Und dann kommen da noch die unterschiedlichen Erziehungsmethoden dazu. Mein Mann wurde äusserst autoritär und lieblos erzogen, hasste das, kommt aber immer wieder nicht drumherum, genau dasselbe zu tun. Ich wurde antiautoritär erzogen, man erklärte mir, anstatt zu befehlen, fragte, zog mich in Entscheidungsprozesse ein und respektierte mich (während mein Mann seine Kinder in Stressituationen immer wieder runtermacht – Minderwertigkeitskomplex bei den Kindern vorprogrammiert). Wir streiten uns regelmässig darum, wie man es jetzt richtig macht.

    • Sportpapi sagt:

      Hat Ihr Mann Minderwertigkeitsgefühle? Ich wünsche ihm jedenfalls viel Kraft, dass er sich behaupten kann. Wenn Sie so klar sehen, was richtig und was falsch ist, wird ein Kompromiss vermutlich schwieriger. Besser wäre es aber sicher, mal miteinander zu sprechen, sich zu einigen, oder?

    • Flo sagt:

      Antiautoritär und autoritär und sogar lieblos – da stossen zwei ganz unterschiedliche Erfahrungen aufeinander – das war aber sicherlich schon vor dem Dasein eines Kindes bekannt – oder? War das nie Thema zu einer ernsthaften Diskussion zwischen euch beiden?

      • Andrea sagt:

        Flo, Doch, die lieblose Erziehung thematisierte mein Mann oft, bevor wir Kinder hatten: Immer in dem Sinn, dass er diese Art von Erziehung gehasst habe. Umso erstaunter war ich dann, wenn in Stresssituationen mein Mann mit den Kindern genau so vorging. Ich kannte diese Seite meines Mannes nicht vorher und war umso erstaunter, zu sehen, was da hervorkam.

      • Stranger sagt:

        Psychologisch ist das sicher sehr erklärbar, indem zum Beispiel man halt das macht, was man kennt. Weitere Erklärungen sind sicher möglich und gültig.

    • mira sagt:

      Diese Problemstellung kenne ich aus eigener Erfahrung. Glücklicherweise ist mein Mann sehr offen für Menschen-freundlichere Erziehungsmethoden, als diejenigen, die er selber erleiden musste. Trotzdem „drückt“ immer wieder mal seine eigene Kindheit durch. Dagegen hilft nur reden, gemeinsames Lesen, und (bei uns war das ganz wichtig) die Wahl von einem geeigneten Kindergarten, in welchem ein offener und freier Umgang mit den Kindern direkt kommuniziert wird und den Eltern nähergebracht wird. Die Meinung externer „Experten“ gilt manchmal mehr als diejenige der eigene Frau… 😉

      • Sportpapi sagt:

        Also wurde der Streit (sofern es den gab wie bei Andrea) so gelöst, dass Sie sich vollständig durchgesetzt haben und – nebenbei – auch noch gerade Ihren Mann umerzogen haben (abgesehen von gelegentlichen Rückfällen).
        Finden Sie nicht, Ihr Mann sei eigentlich ganz gut herausgekommen? Soooo falsch kann also die Erziehung, die er erlebt hat, nicht gewesen sein, oder?

      • Andrea sagt:

        Sportpapi, mein Mann kam trotz dieser lieblosen Erziehung gut heraus, weil er weitere Bezugspersonen hatten. Diese ersetzten ihm das Lieblose der Eltern. – Ich werde mir Ihren Ratschlag zu Herzen nehmen, meinem Mann mehr zu stärken als zu kritisieren und nur einschreiten, wenn er in Stresssituationen zu grob, sogar handgreiflich, mit den Kindern wird. Abgesehen von diesen Situationen ist er ein Superpapi und Ehemann.

      • Sportpapi sagt:

        @Andrea: Wenn Ihr Mann mit Ihnen einig ist: Worüber streitet Ihr dann? Ich würde jedenfalls aufpassen, autoritär (oder ich würde sagen: streng) nicht automatisch mit lieblos gleichzusetzen, auch wenn das im Falle Ihres Mannes wohl so gewesen ist.

      • mira sagt:

        Ich habe meinen Mann nicht umerzogen. Das könnte ich gar nicht, denn ich bin seine Frau und nicht seine Mama. Mein Mann ist „den Umständen entsprechend“ gut herausgekommen (Details gehören hier nicht hin). Ein ganz grosser Wunsch von ihm ist, dass seine Kinder es einmal besser haben sollen als er und um das zu erreichen, versucht er sich selbst zu ändern. Was aber naturgemäss kein Kinderspiel ist (Kindheitsprägungen sitzen tief), sondern ein fortwährender Prozess, der naturgemäss auch Reibungen mit sich bringt.

      • Andrea sagt:

        Sportpapi, mein Mann und ich sind sich, wie wohl alle Eltern, in der Theorie einig, dass man Kinder liebevoll, konsequent und nicht autoritär oder grob erziehen sollte. In der Stresssituationen, wenn ein Kind nicht aufhört, Dinge zu tun, die es nicht tun sollte (wie das kleine Kinder manchmal tun), dann wird mein Mann grob mit den Kindern, manchmal handgreiflich. Dann schreite ich ein, als nächstes findet mein Mann, sich solle mich nicht einmischen, das sei halt seine Methode und sei doch gar nicht grob und das Handgreifliche jetzt wirklich nicht so schlimm gewesen. Dann haben wir Streit.

      • Sportpapi sagt:

        @mira: Das spricht aber durchaus für Meinungsverschiedenheiten: „Die Meinung externer “Experten” gilt manchmal mehr als diejenige der eigene Frau… “ Wie auch immer: verschiedene Erziehungsvorstellungen sind normal. Allerdings sollte man sich da möglichst einigen, und nicht die eigenen Ideen als einzigen Weg sehen. Oder wenigstens den Pfad abstecken, den man miteinander gehen möchte. Ich befürchte allerdings (ohne auf hier Mitschreibende Bezug nehmen zu wollen), dass viele Väter in Erziehungsfragen dem lieben Frieden zu liebe eher zurückstecken, und ihre Frauen widerwillig machen lassen.

      • Sportpapi sagt:

        @Andrea: Offenbar bewerten Sie und Ihr Mann die gleiche Handlung deutlich unterschiedlich. Und ich vermute, er sieht das auch später, wenn er nicht mehr im Stress ist, nicht anders. Und vielleicht gibt ihm der Erfolg sogar recht? Oder wie schaffen Sie es denn, diese Situation in den Griff zu bekommen, wenn ein Kind trotz mehrmaligen freundlichen Zureden immer noch nicht aufhört (mit was auch immer)? Was leben Sie da vor? Mit welchem Erfolg?

      • Sportpapi sagt:

        Ausserdem weise ich noch einmal darauf hin, dass liebevoll und autoritär nicht unbedingt Gegensätze sind. Gerade wenn Sie noch die konsequente Erziehung anführen, die ohne Autorität nicht durchführbar ist.

      • Andrea sagt:

        Sportpapi: Grob zu sein hat meiner Erfahrung nach in der Kindererziehung noch nie zu Erfolg geführt. Konsequent sein schon. Ruft man ein Kind mehrmals zum Essen und es kommt nicht, kann man beispielsweise seinen Teller abräumen und das Kind kriegt dann hat nur noch etwas Einfacheres zum Znacht. Autoritär und grob wäre, das Kind an den Tisch zu schleifen und ihm dabei physisch weh zu tun. Ich denke auch, dass mein Mann danach findet, es sei nicht ok gewesen, grob zum Kind zu sein, aber im Moment handelt er nach dem Muster, das er selber als Kind erlebt hat, auch wenn er es hasste.

      • Sportpapi sagt:

        @Andrea: Also doch kein Streit, weil der Mann eigentlich einsichtig ist?
        Sehen Sie, meiner Erfahrung nach wird der Teller bei liebevollen Müttern zwar hin und wieder weggeräumt (nach dem x-ten Rufen). Kurz darauf steht er aber wieder da, weil die armen Kinder doch nicht mit leerem Magen (oder einem Stück Brot) ins Bett können… EIn Kind notfalls an den Tisch setzen halte ich nun nicht gerade für besonders schmerzhaft oder grob. Sondern durchaus auch für konsequent. Weil JETZT Familienessen ist. Alternative: Bett.

      • Andrea sagt:

        Sportpapi, bei meinen Kindern führt die erwähnte Erziehungsmethode mit dem Abräumen zum Erfolg. Noch mehr, wenn man gemeinsam Regeln aufstellt, die für das Abendessen gelten. Kindern mögen Regeln und sind stolz darauf, wenn sie sie eingehalten haben, insbesondere, wenn sie sich am Regeln Aufstellen beteiligen konnten, demokratisch, antiautoritär, wie das von A. S. Neill in Summerhill auch gemeint hat (ein gutes Buch). „Ein Kind an den Tisch setzen“ und „es an den Tisch zu schleifen und ihm dabei physisch weh zu tun“ sind verschiedene Dinge, aber m. E. beide erfolglos bei Kindern.

      • Andrea sagt:

        Sportpapi, doch, Streit gibt es trotzdem, weil die Einsicht, falls, erst später kommt. Im Moment innen, in der Stresssituation, kommt Streit zwischen den Ehepartner auf. (Ist das nun klarer?)

      • Sportpapi sagt:

        Was meinen Sie mit Erfolg? In beiden Fällen sitzt das Kind schliesslich (hoffentlich!) am Tisch. In beiden Fällen hat es gelernt, dass Ihre Regeln gelten, und sein Aufmucken bestraft wird.
        Ausser Sie meinen wirklich, Sie würden dann das Essen halt schieben, wenn das Kind gerade nicht kommen möchte (gemeinsam Regeln vereinbaren…)

      • Sportpapi sagt:

        Gut, Andrea: Aber ehrlich gesagt hätte ich auch Streit mit meiner Frau, wenn Sie in meine Handlungen eingreift (sie also „einschreiten“ würde). Mache ich bei ihr schliesslich auch nicht. Etwas anderes ist es, das Thema später, unter vier Augen und in Ruhe, zu besprechen.

      • Andrea sagt:

        Sportpapi, bei Ihrer Methode hat das Kind zusätzlich gelernt, dass der physisch Überlegene über den physisch Unterlegenen verfügen darf. So ein Weltbild vertrete ich nicht und so eine Gesellschaft möchte ich nicht. Ausserdem schürt es Hassgefühle bei den Kindern gegenüber den Eltern, und bei den Kindern Gefühle von Ohnmacht. Wie soll man selber je etwas bewegen wollen, wenn sowieso der physisch Stärkere gewinnt? Natürlich macht man sich bei seinen Kindern oft unbeliebt, wenn man konsequent handelt, aber man sollte nie die Karte des physisch Überlegenen ausspielen, ausser bei Lebensgefahr.

      • Sportpapi sagt:

        Hm, Andrea: Aber Sie nehmen Ihrem Kind den Teller weg? Und was, wenn er sich nun einen neuen holt? Und weshalb soll sein Ohnmachtsgefühl nun kleiner sein, nur weil Sie Ihre Überlegenheti nicht körperlich ausgedrückt haben? (Sondern über ein anderes Machtmittel, hier Nahrung)

      • Andrea sagt:

        Sportpapi: Weil ich die Regeln vorher mit dem Kind abgemacht habe, darum fühlt es sich nicht ohnmächtig.

      • Sportpapi sagt:

        Sie machen alle Regeln zuerst mit dem Kind ab? Und das Kind ist einverstanden, dass das Essen weggetragen wird, wenn es nicht umgehend zum Tisch kommt, wenn es gerufen wird? Da hätten meine Kinder wohl andere Ideen…
        Oder muss ich mir das so vorstellen wie die Unsitte in vielen Schulen, in denen die Lehrer Regeln aufstellen, die dann von den Schülern „freiwillig“ unterschrieben werden und künftig als vereinbart gelten?

      • mira sagt:

        Sportpapi, ja natürlich hatten (und haben) wir Meinungsverschiedenheiten. Und genau deshalb waren wir froh, dass wir gewisse Dinge mit aussenstehenden Leuten besprechen konnten, welche ein vielleicht etwas neutraleres Auge auf die Situation hatten. Wir haben beide viel gelernt, da ich selbst jedoch eher „frei“ erzogen wurde, entsprachen meine Handlungen, wenn ich auf „meinen Bauch gehört habe“ eher Verhalten zum Kindeswohl, als diejenigen von meinem Mann.

      • Sportpapi sagt:

        Sehen Sie, mira, Sie haben eine klar Vorstellung davon, was richtig ist, was Menschen-freundlich ist, was dem Kindswohl dienendes Verhalten/Erziehung darstellt. Und Sie werden dabei bestätigt von „unabhängigen“ Experten, die Sie in einem speziellen Kindergarten vorfinden, indem genau diese Vorstellung gelebt wird.
        Sie können sich offenbar gar nicht vorstellen, dass es dazu durchaus brauchbare Alternativen gibt. Obwohl die meisten Kinder in „normale“ Kindergarten gehen, anders erzogen werden und doch ganz gesund und vernünftig aufwachsen. Und geliebt werden!

      • Franz Vontobel sagt:

        Sehen Sie, mira, Sie haben eine klar Vorstellung davon, was richtig ist

        Ganz im Gegensatz zu ihnen, gell, SP. 😀

      • Sportpapi sagt:

        Gut gesehen, Vontobel. Allerdings weiss ich durchaus, dass es manchmal mehrere richtig gibt. Und dass zwei gleichberechtigte Elternteile sich einigen müssen, wenn auch vielleicht manchmal widerwillig. Und letztlich entscheidet nur das Ergebnis, ob die Massnahme tauglich war.

      • mila sagt:

        Was situativ wie grundsätzlich richtig(er) ist, hängt meiner bescheidenen Beobachtung durchaus auch vom Kind ab. Ich weiss nicht, wie es andere halten, aber wir versuchen jetzt schon einen Erziehungsrahmen abzustecken – wissend, dass dieser in Stresssituationen kurzzeitig über den Haufen geworfen werden kann und langfristig anpassungsfähig bleiben sollte. Für mich ist das die Basis für einen gemeinsamen Strick. Dazu gehört mE auch, dass man gemeinsam Sofort-Massnahmen vereinbart, falls einer der Partner einmal total aus dem Rahmen fällt – das könnte auch gut einmal ich sein. So muss sich /

      • mila sagt:

        im ‚Ernstfall‘ niemand gemassregelt fühlen, denn es wurde im Vorfeld besprochen und abgemacht. Und da ich die Meinung meines Partners in allen Lebensdingen überaus schätze, gehe ich nicht davon aus, dass ich a) es als Mutter ‚instinktiv‘ besser weiss, und b) deshalb im Zweifel das letzte Wort haben sollte.

        Echt, der heutige Artikel gibt mir auch beim zweiten Lesen einen Gong.

      • mira sagt:

        Sportpapi, und sie können sich nicht vorstellen, dass es auch Erziehungsmethoden gibt, welche jemand selbst erlebt hat, aber im Nachhinein klar ablehnt (inkl. physische und psychische Gewalt). Vielleicht weil derjenige eben erkannt hat (bei sich und bei Freunden), was so eine Kindheit anrichten kann!

      • Sportpapi sagt:

        Doch, mira, das kann ich, sehr gut sogar. Ich kann mir dann nur keine Meinungsverschiedenheiten etc. mehr erklären. Denn dann ist man sich doch ja einig, was und wie man es will. Offenbar ist die Ablehnung des einen noch nicht Grund genug, nun gerade stark in die andere Richtung zu tendieren.

    • Andrea sagt:

      Sportpapi, wenn ich einschreite, dann ist das, um die Kinder vor physischer Grobheit zu schützen. Das kann ich nicht zulassen. Andere Sachen, von mir aus, Rumraufen anstatt Büechli erzählen, Riesenaufflug in den Wald statt basteln zu Hause, was auch immer, von mir aus, aber nicht physisch grob werden mit den Kindern.

      • Sportpapi sagt:

        Wir sprechen nur von „Grobheit“, oder? Keine Schläge, keine schmerzlichen Übergriffe?

      • Andrea sagt:

        Gibt es physische Grobheit ohne schmerzlicher Übergriffe? Meiner Ansicht nach nicht. Aber Schläge meine ich nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @Andrea: Für meine Kinder wäre ein abgeräumter Esstisch viel schmerzhafter, als wenn ich sie zum Tisch trage… (und erst noch anhaltender!)

    • Andrea sagt:

      Sportpapi: Einen neuen Teller kann es sich schon holen, aber das Essen ist abgeräumt, wenn es zu spät kommt.

      • Sportpapi sagt:

        Sie spielen also Ihre Überlegenheit aus? Oder darf das Kind dann einfach das Essen wieder aus dem Kühlschrank nehmen? Oder sowieso das essen, worauf es gerade Lust hat?

      • Andrea sagt:

        Sportpapi: Also, nochmals. Die Regeln, dass das Essen abgeräumt wird, wenn man zu spät kommt, wurden gemeinsam mit den Kindern aufgestellt. Wenn das Kind sich nicht an diese Regel hält, hat es vom feinen, gekochten Znacht nichts gekriegt, stattdessen kann es ein Stück Brot haben. Wurde so gemeinsam vereinbart, daher spiele ich nicht meine Überlegenheit aus, sondern führe das aus, was alle für richtig befunden haben, auch das betroffene Kind. (Ist es jetzt klar?)

      • Sportpapi sagt:

        @Andrea: Leider wurde ein Beitrag meinerseits nicht veröffentlich. Aber gerne noch einmal: Zu einer solchen Regelung würden meine Kinder wohl nicht zustimmen…

      • Sportpapi sagt:

        Dafür würden sie wohl ganz andere Regeln vorschlagen, mit denen ich dann nicht einverstanden wäre…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Andrea

        ein bisschen frage ich mich schon in wie weit und tief Kinder überhaupt in der Lage sind, Folgen/Konsequenzen und das ganze Drumherum so gründlich zu reflektieren/durchdenken, dass sie sich „gefühlt und objektiv“ an einem Entscheidungsprozess, welcher in Regeln münden soll, beteiligen können/sollen.
        Ich bin der Meinung es gibt dazu noch einige ebenbürtige, sprich gewaltfreie, Alternativen.

        Und was ist mit Regelverstössen Ihrerseits?
        Wurden da auch Konsequenzen besprochen und Vereinbarungen aufgestellt?
        Denen Sie sich dann ohne Murren unterstellen?

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        das ganze Wegschwatzenwollen von „Gefühlen der Ohnmacht“, resp Herschwatzen ein Kind könne nur Schaden erleiden wenn es sich als nicht-mächtig, nicht-gleich-mächtig erlebt, ist mir ein bisschen zuviel des Guten.
        Ich bin keine Verfechterin einer Herrscher-Erziehung, aber eine Schein-Gefäll-lose-Welt herzureden, den Kindern vorzugaukeln, missfällt mir ebenfalls. Sind Sie sich so sicher dass es nicht auch wichtig wär zu lernen, „jetzt wird einfach mal gemacht“, spätestens in der Ausbildung ist fertig mit alles erst durchzudiskutieren und erst mitmachen wenn die Regeln einhellig besprochen sind

  • Mara sagt:

    Ach so ja, die Schwiegermutter anrufen….vielleicht hat die gerade auch keine Lust als Kampf- oder Arbeitsross eingesetzt zu werden, das hat sie alles schon hinter sich gebracht….sie hat gerade etwas anderes geplant, wohlwissend, dass eine Absage schlimme Konsequenzen haben könnte….

    • Andrea sagt:

      Mara, wenn die Schwiegermutter keine Lust auf Kinderhüten hat, dann soll sie das einfach sagen. Nichts Mühsameres als Grosseltern, die eigentlich gar nicht Kinderhüten wollen, es dann aber trotzdem tun, dabei hätten sie doch ganz andere Pläne, die sie natürlich nicht mitteilen. Und dann trotzdem pikiert sind, wenn man einen anderen Kinderhütedienst in Anspruch nimmt. Warum nicht einfach ehrlich sein? Das macht es für alle einfacher.

      • Flo sagt:

        Andrea, dein Kommentar zeigt mir wieder einmal mehr wie ungemein wichtig es ist miteinander zu sprechen; nicht zu hoffen das Gegenüber könne Gedanenlesen , können nur ganz wenige Männer und auch Frauen,
        Kommunikation ist das A und O jeder Beziehung, ob zu zweit, dritt oder viert und mehr! Auch Schwiegereltern und eigene Mütter/Väter freuen sich über eine freundlich gestellte Frage: Lust auf Kindrhüten am…?
        Unterstellunge von pikiert sein wenn man jemand Auswärtige mit der Kinderbretreuung zu unterstellen ist eher kontraproduktiv. Man kann nämlich auch darüber sprechn

  • Gundel sagt:

    Wow, der MB setzt zu neuen Höhenflügen an. Superbeitrag, genau so wie der mit der Gelassenheit. Wenn man sich selbst versteht, kann man auch seinen Partner besser verstehen. Mit der Zeit wird man gelassener

  • Kim Kim sagt:

    Wenn ich sehe wie sehr ich einige meiner Freundinnen nach der Geburt verändert haben, erstaunt mich der Krach überhaupt nicht. Mamis, nehmt es locker, dem Kind ist es völlig egal ob es mit Piji Hosen zum Fest geht oder nicht. Und wenn das Kind mal nicht genau um 18.00 sondern erst um 18.30 isst wird es auch kein Trauma haben. Eltern brauchen vor allem zwei Dinge: Gelassenheit und Verständnis. Jedes Kind das zur Familie kommt ist neu, für alle: Mama, Papa und Geschwister es braucht einige Zeit bis sich das alles einpendelt…

    • Susi sagt:

      „Mamis, nehmt es locker, dem Kind ist es völlig egal ob es mit Piji Hosen zum Fest geht oder nicht.“

      Natürlich ist sowas dem Kind egal. Aber dem Mami vielleicht nicht. Das Mami hat sich seit der Geburt vielleicht nicht total gehen lassen und legt Wert darauf, dass die Familie nicht wie eine Truppe Clochards (Mutter in Crocs und Leggins, Vater in Adiletten und Trainerhose, Kind im Pijama) an einem Fest erscheint.

      • Kim Kim sagt:

        Tja, dann muss Mami halt das Kind selber anziehen. Problem gelöst…

      • Susi sagt:

        Ja, eben. Und das sind eigentlich zwei traurige Alternativen, die hier zur Wahl stehen: Entweder ich kleide das Kind selbst an oder es geht im Piji ans Fest. Heisst: Anspruch auf Null schalten oder alles selbst machen. Genau darum geht’s ja im Artikel, um solche Konflikte in der Partnerschaft.

      • Kim Kim sagt:

        Sie könnten die Kleider auch einfach rauslegen. Männer machen nicht alles falsch, manche Sachen sind ihnen einfach weniger wichtig. Wer streiten will findet immer einen Grund.

      • Susi sagt:

        Kim Kim, ich rede nicht von mir und meinem Mann, sondern davon, dass ich nicht zustimme, wenn man sagt, es sei doch egal, dass ein Kind im Piji ans Familienfest gehe, weil es das Kind ja nicht störe. Ich sehe es halt anders.

      • Franz Vontobel sagt:

        Susi, ich glaube die darunterliegende Aussage lautet: „Ich kleide das Kind selber an, oder es geht nicht genau meinen Vorstellungen gemäss angekleidet ans Fest.“ – bzw: wenn ich’s nicht selber mache, so muss ich meinem Partner die Freiheit gewähren, es (innerhalb der Grenzen der Vernunft) nach seinem Gusto zu erlediegen.

      • Susi sagt:

        @Franz: Klar, das habe ich schon verstanden, aber im Piji ans Familienfest übersteigt für mich halt die Grenzen der Vernunft. (Auch die Clownhose ans Familienfest fände ich nicht so läss. Oder das zu klein geschnittene Kleidli, das die Freunde aus Thailand mitgebracht haben. Aber vielleicht sind meine Grenzen der Vernunft halt bünzlig gezogen, weil ich solche Dinge nicht so schampar GELASSEN sehen würde.)

      • Sportpapi sagt:

        Ich muss zugeben, dass ich letzte Woche unserem Jüngsten auch ein Pijama-Shirt für den Ausgang angezogen habe. Hatte allerdings auch keine Chance, das zu merken, denn es unterschied sich durch nichts von den anderen Shirts (ausser dass es dazu noch eine Hose gibt und die Mutter natürlich wusste, zu welchem Zweck sie das Teil gekauft hatte). Aber es ist schon so: wer (allein!) entscheiden möchte, oder seine eigenen Ansprüche zum Massstab erklärt, ist dann halt auch zusätzlich in der Verantwortung. Oder provoziert wirklich mal einen Streit.

      • Susi sagt:

        Pijama-Oberteil ans Fest????? Aber Pijama-Oberteile erkennt man doch! Z.B. an der kleinen Raffung, dort, wo der Kragen angenäht ist. Oder am Täschchen auf der Brust. Oder am Motiv des schlafenden Einhorns.
        Oh Gott, oh Gott.
        😀

      • Sportpapi sagt:

        Kragen? Täschchen?
        Der Junge sah jedenfalls gut aus! (nein, kein Kragen, kein Täschchen)

      • Susi sagt:

        Mir kommt jetzt grad etwas in den Sinn und ich oute mich: Ich habe ein Nachthemd, das supertoll aussieht: Lang, schwarz, schmal geschnitten mit Spaghetti-Trägern. Ich ziehe es sehr gerne bei festlichen Anlässen an, zum Beispiel trug ich es zur Maturfeier vor ein paar Wochen und bekam ganz viele Komplimente.
        Ich darf es einfach nicht tragen, wenn meine Tochter dabei ist, weil sie sonst zu allen ganz laut sagt: „S’Mami hät im Fall s’NACHTHÄMB a!“

      • Sportpapi sagt:

        Hm, ich glaub ich habe das schon einmal gesehen 🙂

      • Susi sagt:

        Stimmt, ich trage es auf meinem aktuellen Facebook-Profilbild. 😀

      • Stranger sagt:

        Susi, Du hast die Matur geschafft? Na toll!

        😉

      • Sportpapi sagt:

        Nicht eifersüchtig sein, Stranger…!

      • Susi sagt:

        Stranger, wenn du dann auch die Matur hast, komme ich an die Feier! (Nicht im Nachthemd!)

    • Widerspenstige sagt:

      Ja, flexibel sein, wo es niemanden so richtig stört und Essenszeiten nicht stur ansetzen wollen wie bisher. Beim Anziehen habe ich nur dann die Kleidchen bereit gelegt zum Anziehen für meinen Mann, wenn es ein Fest von Belang gab, falls ich gerade keine Zeit dafür hatte. Sonst machte ich es selber oder in Absprache, welches Kleidungsstück für welches Kind (bei drei Kindern muss das schon organisiert werden vorher). Unter der Woche war das relativ egal und überlies ich ganz der Betreuungsperson.

      • Papperlapapi sagt:

        Zur Familienfeier muss es sauber sein. Jeans und T-Shirt wie immer reichen. Wenn die Tochter mag, zieht sie sich was Schönes an, ihre Wahl (9jährig). Dem Sohnemann ists sowieso wurscht was er trägt (6). Was ich nicht brauche sind rosa Mäschchen, lächerliche Kravättchen, doofe Rüschen, Minihemden, auf die dann um Gottes Willen keine Sauce tropfen darf und mit denen man nicht auf einen Baum steigen kann….. Aber selbst komme ich auch in sauberen Jeans und Hemd ohne Kulturstrick…..

      • Susi sagt:

        @Papperlapapi: „Jeans und T-Shirt wie immer reichen.“
        Ich hoffe jetzt einfach mal, dass das bereits Ihre Einstellung war, bevor Sie Kinder hatten, dann find ich’s nämlich völlig okay. Aber wenn man vorher Wert auf heisses Aussehen gelegt hatte und sich für ein Fest auch mal maximal aufbretzelte (Samt, Seide! Nagellack! Parfum! High Heels! Schmuck und Schminke!) und es dann plötzlich nicht mehr tut wegen der Kinder, dann tönt das sehr nach Anfang vom Ende. Ist doch geil, sich als Paar auch mal in anderer Aufmachung zu sehen.

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Also heisse Kleidung wie eh und je. Aber dann Sex nach Stundenplan? 🙂
        Nun ja, mich hätten „Samt, Seide! Nagellack! Parfum! High Heels! Schmuck und Schminke!“ vermutlich sowieso eher abgeschreckt als angezogen und die Wahrscheinlichkeit von gemeinsamen Kindern wäre eher gering gewesen…

      • Susi sagt:

        Sex nach Stundenplan hatten wir auch manchmal auch vor dem Kind, Samt und Seide hin oder her.
        Femme fatale look = abschreckend? Wie befremdlich, Sportpapi. 😀
        Aber ich sag’s ja oben bereits: Wenn man sich durch das Kind nicht gross verändert und schon immer der In-allen-Lagen-Jeans-Typ war, wird das ja auch kein Problem sein. Wenn man aber eine Kiste mit edlen Fummel hat und sie nach der Geburt nie mehr öffnet, ist das schon schade, finde ich.

  • Hubert K. sagt:

    Meine Güte, wenn man dies liest könnte man meinen, es sei nur vom Glück abhängig, ob ein Paar nach der Geburt des Nachwuchses zusammenbleibt. Gottseidank wurde meine Frau nach der Geburt unseres Sohnes nicht zur Hydra und gottseidank bin ich ein fürsorglicher Ehemann und Vater der weiss, wann Mama eine Auszeit braucht und den Sohn auch gut mal 3 Tage selber versorgen kann. Schade werden hier ständig „Extremsituationen“ beschrieben – für werdende Eltern pures Gift. Darum lasst euch gesagt sein, es gibt auch Familien, die vor, während und vorallem nach der Schwangerschaft bestens funktionieren.

    • mila sagt:

      Danke – das hört man als werdende Mutter gern. Nicht, dass man die Anforderungen und Änderungen klein reden sollte. Aber mit etwas (realistischer) Vorausplanung und -gesprächen sollte man als Paar einigermassen am gleichen Strang ziehen können. Zumindest nehme ich das naiverweise an. Jedenfalls ist das keine Art von Humor, die ich mir irgendwann ‚antrainieren‘ möchte.

      • 2fach Papa sagt:

        Haha “ kein Humor den ich mir antrainieren möchte“…
        Mit Verlaub, werdende Mama, das ist der Strohalm an den Sie sich noch mit feuchten Augen klammern werden..

    • Susi sagt:

      @Hubert K.
      Gottseidank haben Sie die Prise Humor im Text vollumfänglich mitgekriegt und gottseidank sind Sie so unglaublich tiefenentspannt. Gottseidank.

      • Franz Vontobel sagt:

        G0ttseidank gibt’s keinen G0tt!

      • Brunhild Steiner sagt:

        … präziser ausgedrückt, und zu Vontobels Erleichterung, kann dieses Endlosthema im bei Stamms verhandelt werden, diesesmal nicht Go ttseidank, sondern Ta giseidank 😉

      • Stranger sagt:

        Humor ist schon schlecht detektierbar in den Internetzen, Susi, wie schlimm ist es wohl erst mit Ironie?

      • Susi, ich find Dich super.

        Lieber Hubert, wer konnte schon voraussehen, dass ich zur Hydra werden würde (obwohl, die vielen Köpfe helfen momentan sehr ich habe immer den Überblick!)? Mein fürsorglicher Nicht-Ehemann vielleicht, denn er kennt mich schon ein paar Jahre, aber es war ihm egal, denn wissen sie was – er hat Humor.

      • Widerspenstige sagt:

        Das schafft man auch nur einigermassen unbeschadet bis sie aus dem Haus ausziehen mit ganz grossen Portionen Humor und Drei-Affen-Prinzip zeitweise… 😀

  • mila sagt:

    Was ein Glück, dass ich nie cool war, und mein Partner sich jetzt schon stundenlang mit (fremden) Kindern – Neffen, Nichten – beschäftigen kann, ohne Handyeinsatz wohlgemerkt. So bleibt uns hoffentlich dieses böse Aufwachen in der Welt von kindlichen Diktatoren, keifenden Ex-Spontanen und väterlichen Nieten weitgehend .erspart.

  • Sportpapi sagt:

    Ist es wirklich das Kind? Männer, bleibt gelassen und verstandnisvoll! 🙂

  • Fischer Jasmin sagt:

    Es ist einfach in den allermeisten Fällen so, dass Männer der Frau zuliebe ein Kind zeugen und nicht wegen des eigenen Kinderwunsches. Das ist nicht böse gegen Männer gemeint, ist aber einfach so.

    • Peter Martin sagt:

      Weil sie wissen, weil es danach keinen Sex mehr gibt oder nur noch auf Termin.

      • Muttis Liebling sagt:

        Sex gibt es immer, nur die Teilnehmer wechseln, was irgendwie auch zur Sache gehört.

      • Susi sagt:

        @Peter Martin: „Weil sie wissen, weil es danach keinen Sex mehr gibt oder nur noch auf Termin.“
        Was ist falsch an Sex-Terminen? Gerade mit Kindern sind Zeitfenster nicht so zahlreich, da kann man doch einen Termin für sowas setzen! („Am Mittwochmorgen, was meinsch?“)

    • Fischer Jasmin sagt:

      @Susi: Sex nach Stundenplan … nein, danke, das muss spontan und aus Lust und der gegebenen Situation heraus passieren.

      • Susi sagt:

        “ spontan und aus Lust und der gegebenen Situation heraus“ ist ja schön und gut, aber diese gegebenen Situationen werden halt etwas rar mit Kindern. Ist dann die Frage, ob man auf einen solchen Moment warten will, wo all diese Faktoren zusammentreffen oder lieber Nägel mit Köpfen macht und einen Termin in die Agenda schreibt. 🙂

      • Kathy sagt:

        Wir haben noch keine Kinder, aber trotzdem ab und zu Sex „nach Termin“. Ich finde das völlig ok, die Vorfreude ist da, man nimmt sich Zeit, und auch wenn die Lust zum Zeitpunkt X mal nicht so gross ist – der Appetit kommt mit dem Essen. Was den spontanen Sex oder einen Quickie ja nicht ausschliesst.

      • Sportpapi sagt:

        Oder am besten beides.

    • Widerspenstige sagt:

      Wieso keinen Sex oder nur nach Termin? Was sind das denn für verkrustete Aussagen, wenn es durch die Unberechenbarkeit eben auch prickelnder werden kann? Also mich hat dieses Unverhoffte kommt oft nicht schlecht gefallen und meinem Mann auch nicht. Genau weil es mit Kindern Gelegenheiten gibt auch tagsüber, welche sonst entfallen wenn beide ausser Haus arbeiten. Dann bleibt auch nur Zeit an Randzeiten ausserhalb der Arbeit. Schon mal darüber näher nachgedacht? Und kein Sex mehr haben ist schon ziemlich aus der Brockenstube hervorgekramte Mär!

      • Susi sagt:

        Stimme zu, das sind total verkrustete Aussagen, vor allem diejenige, dass Männer nur den Frauen zuliebe Kinder zeugen.

      • Peter Martin sagt:

        In meinem Umfeld gibt es genügend Väter, die sich hinter vorgehaltener Hand über ihr Sexleben beschweren. Es ist ja auch normal, dass bei einem Baby oder Kleinkind alles andere etwas in den Hintergrund tritt Aber die Lust lässt sich halt nicht einfach abstellen. Natürlich kann auch Sex auf Termin schön sein, aber meistens kommt’s halt anders: man muss ausgerechnet am Tage X länger arbeiten, die Frau hat sich beim kränkelnden Baby angesteckt etc. Es sind diese Gründe, die bei vielen Männern sehr wohl ein Faktor sind, wenn sich die Frage nach Kindern stellt und nicht der Kinderwunsch generell.

    • Flo sagt:

      und was soll uns dieser Kommentar sagen?
      das Männer unwillige/ge-erzwungene Väter sind?
      Das Männer undfähige Väter sind und Frauen alles besser wissen und können – auch wenn es das erste Kind ist?
      Das Männer grunsätzlich die Tendenz haben sich aus aller Verantwortung zu schleichen?
      Ich kenne Männer die den sehr grossen Wunsch nach Kindern hatten – der dann am Selbstverwiklichungswunsch der Frau gecheitert ist.
      Ich kenne unzählige Männer die ihre Vateraufgaben sehr gerne übernehmen würden – wenn die liebe Frau dies nur zulassen würde.

  • Sil sagt:

    Megacooler Text…..und so wahr!

  • Emx sagt:

    Hehe, ein schöner Blog-Eintrag. Ich erinnere mich an den Kommentar einer Freundin: „Es ist jetzt nicht die Zeit, eine Beziehung in Frage zu stellen“. Ich bin damals ein paar Wochen nach der Geburt zum Schluss gekommen, dass mein Mann und ich doch eigentlich gar nicht recht zusammen passen. Und nein, man kann einfach nicht voraussehen, wie sich Schlafmangel, die konstante Beanspruchung von so einem kleinen Wesen und die damit verbundenen Unsicherheiten dann konkret anfühlen.

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