Homeschooling braucht bessere Qualitätskontrollen

Ein Gastbeitrag von Marianne Binder-Keller*

In der Familie Gustoff in Des Moines (USA) macht die Mutter die Lehrerin. Foto: IowaPolitics.com (Flickr)

Mum knows best: Bei Gustoffs in Des Moines unterrichtet die Mutter. Foto: Iowapolitics.com (Flickr)

Schulpflicht bedeutet nicht Schulbesuchspflicht. In Ergänzung zu den öffentlichen und den privaten Schulen kann der Unterricht in der Schweiz auch zu Hause abgehalten werden. In den kantonalen Gesetzestexten nennt sich das «private Schulung» oder «Unterricht zu Hause», «nicht öffentlicher Unterricht», «l’enseignement au milieu privé» … Einmal mehr ordnet ein englischer Begriff das föderale Babylon: Homeschooling! (Lesen Sie dazu auch das Posting «Kinder brauchen keine Schule».)

Homeschooling ist nicht etwa gleichzusetzen mit dem Unterricht durch Hauslehrer, der in der Vergangenheit dem Nachwuchs einer ausschliesslich privilegierten Gesellschaftsschicht vorbehalten war mit mitunter eindrücklichem Lehrpersonal wie Hegel, Novalis, Fichte, Hölderlin oder Mörike. Gemäss dem Schriftsteller Pirmin Meier bildete diese Lehrform im 18. und 19. Jahrhundert denn auch einen Höhepunkt in Sachen Begabtenförderung.

Homeschooling heute heisst, die Eltern unterrichten ihren Nachwuchs selber, es sei denn, sie lassen ihren Nachwuchs sich gleich selbst unterrichten, aber das wären dann keine «Homeschooler», sondern «Unschooler». Diese wiederum unterscheiden sich in Nuancen (oder auch nicht) von den «Deschoolern», den «Entschulern», denen das «Schooling» grundsätzlich suspekt ist, weil dies mit Schulung zu tun hat. Also der Vermittlung eines heimlichen Lehrplanes, eines bestimmten Gesellschaftssystems im Dienste derer, die gerade Macht im Staat haben. Geprägt hatte den Begriff der ehemalige New Yorker Pfarrer Ivan Illich im Zuge der 68er-Bewegung in seinem 1971 erschienenen Buch «Deschooling Society», das wie «Summerhill» zur reformpädagogischen Pflichtlektüre gehörte.

Wie auch immer; eines gilt für alle: Die Kinder gehen aus unterschiedlichen Gründen nicht in die Schule. Manchmal machen Krankheiten einen privaten Unterricht nötig, ein nur vorübergehender Aufenthalt einer Familie in der Schweiz oder ein längerer im Ausland. Über weitere Motive gibt es in der Schweiz einen schlechten Überblick. Anders in den USA, wo das Homeschooling verbreitet ist. Studien nennen an erster Stelle die grundsätzliche Schulkritik, religiöse Gründe spielen eine grosse Rolle, ideologische, der Wunsch, das Kind vor schlechten und vor allem fremden Einflüssen zu schützen. Die Eltern sind überzeugt, ihren Kindern selber die beste Bildung zu vermitteln.

Nach dieser Überzeugung können sie auch bei uns leben. Doch da Kindern das verfassungsmässige Recht auf Bildung verbunden mit obligatorischem Grundschulunterricht zusteht, haben die Kantone Qualitätsgarantien für den Heimunterricht zu leisten.

So verlangen denn die meisten auch ein Lehrpatent, und beinahe überall ist ein Gesuch erforderlich für Eltern, die ihre Kinder selber schulen. Lockerer nimmt es die Westschweiz und ausserordentlich locker der Kanton Aargau. Da dürfen alle, die über irgendeinen Lehrabschluss verfügen, ihre Kinder selber unterrichten. Sie melden das zwei Wochen vor Schulbeginn und bekommen einmal im Jahr einen Besuch der Behörde. An kantonalen Leistungschecks lässt man die Kinder nicht teilhaben. Ich finde, das ist fahrlässig. Es geht nicht um mehr Kontrolle, sondern um mehr Qualität in der Kontrolle.

Auch im Interesse der Homeschooler, die sich oft über Vorurteile beklagen und über den dreisten Eingriff des Staates in die elterlichen Rechte. Doch was ist mit den Rechten der Kinder? An öffentlichen und privaten Schulen haben Kinder immerhin verschiedene Anwälte, wenn sich Qualitätsprobleme ergeben: Schulleiter, Eltern, Behörden, Schulkameraden. Kindern, die zu Hause geschult werden, bleiben nur ihre Eltern, bei denen sie sich ja wohl kaum wirkungsvoll über den Unterricht beklagen können.

Homeschooling ist ein ausschliesslich elterliches Bildungsprojekt, das ich nicht zur Debatte stelle, doch das Kind selbst ist mehr als ein Projekt. Seine Interessen stehen im Zentrum.

marianne binder*Marianne Binder-Keller ist Grossrätin des Kantons Aargau und Präsidentin der CVP Bezirk Baden.

268 Kommentare zu «Homeschooling braucht bessere Qualitätskontrollen»

  • Leila sagt:

    2/ in der Phase, in der man die Eltern noch anhimmelt. Aber wie sieht es aus, wenn Kinder älter werden – und ja eigentlich keine Alternative kennen? Sie sind ja so wirklich dem Weltbild der Eltern „ausgeliefert“ – auch wenn die nur das Beste wollen.

    Wären dann Alternativschulen, die auch für nicht sehr betuchte Eltern möglich sind, nicht noch die bessere Variante (Steiner, christliche Schulen?).

  • Leila sagt:

    Ich habe Achtung vor dem Aufwand, den Homeschooling-Eltern aufwenden. Nachvollziehen kann ich die Argumente fürs Homeschooling nur dort, wo ein Kind wirklich massiv in der Schule leidet. Aber: was wurde versucht, um die Situation zu verbessern? Müssten nicht parallel zum Homeschooling Massnahmen ergriffen werden, um das Kind zu stärken (psycholog. Begleitung, Resiilienzstärkung, Erziehungsberatung)? Und die Reintegration in die Klasse ins Auge gefasst werden?

    Ich bin froh, haben meine Eltern nicht ein Homeschooling ins Auge gefasst. Als Kind hätte ich das ja vielleicht noch toll gefunden, in

  • Thomas1 sagt:

    Das wirklich fahrlässige ist, dass die Qualitätschecks auf einem Weltbild beruhen, das in Preussen anno 1800 stehen geblieben ist. Längst hat die Wissenschaft viele neue Erkenntnisse gewonnen, wie das menschliche Hirn funktioniert. Klar wird aufgezeigt, begründet und bewiesen, dass unser Schulsystem bei Kindern die Hirnentwicklung mehr behindert als fördert. (z.B. von Prof. Gerald Hüther). Aber unsere Politiker halten es wie mit dem Frauenstimmrecht. Einfach mal rückständig bleiben, so lange es nur irgendwie geht. Man könnte ja Wähler verlieren.

    • Franz Vontobel sagt:

      zu Hüther
      Im Februar 2013 warnte der Sektenbeauftragte der Erzdiözese München und Freising vor Hüther und der Sinn-Stiftung „Entwicklung. Lernen. Zukunft“ mit dem Hinweis, deren Sichtweisen seien stark vereinfachend und würden Allgemeinplätze verabsolutieren.

      • Thomas 1 sagt:

        Ja, man kann das Bilden der eigenen Meinung auch an den Sektenbeauftragten einer Erzdiözese outsourcen. Das kommt bestimmt gut 🙂
        Aber vielleicht möchten Sie sich doch mal einfach die verschiedensten Studien zu Gemüte führen (wenn Ihnen die von Prof. Hürther suspekt sind, dann eben andere). Dass eine Erzdiözese mit Neurowissenschaft nicht viel am Hut hat, ist nachvollziehbar. Die einen zelebrieren das Mittelalter, die anderen das Jahr 2015. A propos: Es wäre an der Zeit, dass unser Bildungssystem mit ihrem Menschenbild von Preussen anno 1800 mal noch den Sprung ins heute schafft.

      • Franz Vontobel sagt:

        Nun, wenn sie schon länger hier wären, so wüssten sie, dass ich mit Religion wenig am hut habe – diese wissenschaftliche Arbeit zu Hürther, veröffentlicht vom Sektenbeauftragten, aber tatsächlich eben auch:
        https://www.weltanschauungsfragen.de/informationen/informationen-a-z/informationen-s/sinnstiftung/lange-version/

      • Thomas1 sagt:

        Danke, aber das ist mitnichten eine wissenschaftliche Arbeit. Es ist eine von einer Erzdiözese in Auftrag gegebene Abschrift, die sich wissenschaftlich präsentiert – aber letztlich geht es einfach darum, die Menschen vor neuen Denkansätzen zu warnen und vom selbst denken (und fühlen) abzuhalten. Aus der gleichen Ecke kamen vor nicht allzu langer Zeit Warnungen vor der Gleichberechtigung zwischen Mann/Frau, aktuell sind es Warnungen vor gleichgeschlechtlichen Paaren. Nichts Neues aus dieser Ecke.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ouch, das tönt jetzt aber sehr ähnlich wie sich die Scientologen jeweils gebärden… obwohl die Arbeit die Verbindung zw. Hüthner und denen verneint… aber vielleicht haben sie auch da nicht recht… 😀

        Warum genau ist die Arbeit unwissenschaftlich?

    • Sportpapi sagt:

      @Thomas: Skizzieren Sie doch mal so eine moderne „Schule“, die nicht nur Hirnentwicklung fördert, sondern die Kinder und späteren Jugendlichen erfolgreich werden lässt in unserer aktuellen Welt.

      • Thomas 1 sagt:

        Das ist etwas zu komplex für 600 Zeilen. Aber googlen Sie doch mal Prof Gerald Hüther, schauen Sie sich seine Vorträge an und dann können Sie selbst etwas skizzieren. Zudem: Ich bin der Meinung, Kinder und Jugendliche müssen nicht unbedingt erfolgreich sein, glücklich sein können aber in jedem Fall. Erfolg und Glück schliesst sich nicht per se aus, aber es wimmelt von erfolgreichen Menschen, die partout nicht glücklich sind.

      • Sportpapi sagt:

        Wenn man es begriffen hat, solte man es doch auch erklären können. Notfalls in zweimal 600 Zeilen…

  • Sportpapi sagt:

    Eigentlich scheint es mir einleuchtend, dass ausreichend Kontrollen stattfinden sollten. Ein kurzer Besuch einmal im Jahr ist sicher viel zu wenig. Das Argument, dass man keine Gesetze wegen der paar Hundert Kinder machen soll, zieht dabei nicht. Ganz viele Regelungen, Gesetze, Massnahmen werden wegen ein paar wenigen Fällen getroffen.

  • Katharina sagt:

    An und für sich ist die Frage der Qualitätssicherung bei Homescholern eine berechtigte Frage. Auch der Konflikt mit dem Anliegen sozialer integration, oder mindestens ‚Exposure‘, so wie das Volksschulkonzept und allgemeine Schulpflicht es angehen will.

    Da dieser Text aber eher eine Meinung einer ist, die im dazu nötigen politischen Entscheidungsfindungsprozess unterlag, stellt er weder neue Fragen noch bietet er neue Informationen. Dies wäre aber wichtig.

    Daher: inwieweit ist tatsächlich sichergestellt, dass die Qualität der Bildung den Mindestanforderungen des Landes genügen?

  • Patrick sagt:

    das ist aber spannend… beim homeschooling interessieren wir uns für die rechte der kinder… bei der thematik rund um homosexuelle eltern hingegen, sind die rechte der kinder egal, resp. interessieren die niemanden… da geht’s ja ausschliesslich um das „wohl“ der „eltern“. komisch verkehrte welt!

    • Moor sagt:

      @Patrick: Möchten Sie das vielleicht noch etwas mehr ausführen? (Und eine virtuelle Ohrfeige kassieren?)

      • Patrick sagt:

        warum diese virtuelle gewalt? nur wegen der äusserung meiner meinung? kennen sie den artikel 16 der bundesverfassung? da geht’s um die meinungsfreiheit und diese kann mir (zum glück [noch]) niemand verbieten… ob ich meine meinung noch etwas mehr ausführen möchte? nein, eigentlich nicht… was mir in diesem zusammenhang wichtig war, habe ich bereits niedergeschrieben.

  • Karin sagt:

    Liebe Frau Binder, es gefällt mir, dass Ihnen die Rechte der Kinder so am Herzen liegen. Haben sie denn die Kinder gefragt, wie sie am besten lernen? Dürfen sie zwischen Bildungsalternativen wählen? Bildungsrecht darf nicht mit Präsenzzwang in einem Schulgebäude verwechselt werden. Dem Staat steht wohl zu, gewisse Bildungsanforderungen an seine Bürger zu stellen, aber warum diese äusserst undemokratische Gleichschaltung des ganzen Systems? Das Leben ist doch so vielfältig. Lassen Sie den Kindern doch bitte eine Wahl.

    • Juliana sagt:

      Die Kinder wählen lassen? Erstens können die gar nicht zwischen zwei Dingen wählen, die sie nicht kennen. Zudem sind Kinder meistens nicht vernünftig, die würden immer die Pommes wählen anstatt den Broccoli.

      • Karin sagt:

        Eben. Deshalb tragen auch Eltern die Verantwortung für ihre Kinder. In diesem Fall traut man den Verantwortlichen aber nicht zu, Bildungsentscheidungen für ihre Kinder treffen zu können, und schränkt deshalb die Möglichkeiten der Eltern ein, ihre Kindern nach bestem Wissen und Gewissen zu versorgen. Wer Familien ihre Entscheidungsfreiheit raubt, kann sich nicht als Vertreter der Kinderrechte feiern.

      • mila sagt:

        Kinderrechte? Ich sehe darin eher Erwachsenen(selbstverwirklichung)rechte. Aber das ist auch nur meine Meinung.

      • Juliana sagt:

        Sind denn die Eltern dieser Kinder zuerst ein paar Monate in den Unterricht zur entsprechenden Lehrperson in die entsprechende Klasse gesessen, damit sie eine vernünftige Entscheidungsgrundlage haben?

    • Sportpapi sagt:

      Die Kinder dürfen wählen? Wirklich? Und Sie sind dazu auch in der Lage? Wirklich?

      • Karin sagt:

        Natürlich sind Kinder nicht nicht in der Lage dazu, deshalb haben sie ja Eltern. Aber ist der Staat fähiger als die Eltern, die Bedürfnisse des jeweiligen Kindes einzuschätzen? In den meisten Fällen würde ich sagen: Nein. Und für die Ausnahmen gibt es ja jetzt auch schon die Kontrolle durch das Schulinspektorat. Es ist mir unverständlich, dass Eltern, wie Sie und ich, allgemein für dumm erklärt werden, sobald sie es wagen, sich ausserhalb des vorgegebenen Rahmens zu bewegen.

      • Sportpapi sagt:

        Sie, Karin, haben erklärt, man müsse den KINDERN eine Wahl lassen…
        Werde ich für dumm erklärt, wenn man mir sagt, dass ich meine Kinder nicht selber operieren darf, weil ich die entsprechende Ausbildung nicht habe?

      • Karin sagt:

        Geht es um die Ausbildung oder um das Können? Wenn ein Kind in der Schule nichts kapiert, ist es doch egal ob der Lehrer nun die richtige Ausbildung hat oder nicht. Was das Kind braucht, ist ein Mensch, der die Zeit und Geduld hat, bei ihm zu bleiben, bis es verstanden hat. Es ist doch eine Tatsache, das Quereinsteiger oft hervorragende Dozenten sind, weil sie durch ihre Lebenserfahrung mehr geben können, als nur theoretisches Wissen. Und ja, ich finde, dass Kinder ab einem gewissen Alter wirklich mitbestimmen können sollen, was sie lernen. Siehe Finnland.

      • Sportpapi sagt:

        @Karin. Wenn ein Kind nichts kapiert, braucht es eine Lehrperson mit einem gut gefüllten Methodenrucksack und viel Erfahrung. Und ja, Zeit und Geduld.

  • Ana sagt:

    Sie sprechen das Recht des Kindes an. Nun, unsere Kinder wollten nach 6-8 Jahre im Schulsystem nicht mehr in die Schule.
    Die Gründe: sie könnten in der Schule nicht lernen. Wir eltern hätten uns vor einem Jahrzehnt nicht vorstellen können, Kinder nicht in die Schule zu schicken, aber heute…
    Wissen sie, neurologische und entwicklungsbiologische Studien zeigen eindeutig, dass man lernt, wenn man interessiert ist und Freude hat. Schulkinder der öfftenlichen Schulen haben heute nach der 1. Kl mehr Freude an den Ferien als in der Schule! Weshalb? Wegen den Eltern??? Wohl kaum!

  • Matti Hoch sagt:

    In der heutigen Zeit würde ich es immer mehr befürworten, wenn seriöse Eltern ihre Kinder zu Hause unterrichten. Die Fahrlässigkeit gegenüber Kinder von Staates wegen werden immer mehr übersehen u. schöngeredet!
    Was ist mit dem schulischen Schrott der Evolutionstheorie, die gar nicht als Theorie gelehrt wird, sondern als volle Tatsache? Wo bleibt da die Verantwortung? Warum müssen Kinder „Fasnacht“ und „Halloween“ mitfeiern, um nur 2 krasse heidnische Feste zu nennen!? Doch wehe, wenn eine LP den Kindern etwas ausserhalb des Reli-Unterrichtes über die Bibel oder Jesus erzählt, dann…..!!!!

    • Alex sagt:

      Ja Herr Hoch dann schlage ich vor dass sie sogleich mit homeschooling beginnen damit dieser grobfahrlässige Unterrichtsstil ein Ende hat und falls sie denn Kinder haben diese mehr über die Worte und Werke Jesus erfahren.

    • Moor sagt:

      @Matti Hoch: Ich musste Ihren Kommentar gleich zweimal lesen. Mir beide Male die Augen reiben.

      Aber nett, dass hier ein Homeschooling-Befürworter ganz ungehemmt die Maske fallen lässt.

      • Matti Hoch sagt:

        Die Masken haben andere schon längst fallen gelassen…und jeder Schrott wird von einer gleichgültigen Gesellschaft, die sich lieber an Börsenkursen und FC-Tschüttelern orientiert, geschluckt und zum „Allgemeingut“ erhoben, währenddessen unsere Gesellschaft die göttliche Ordnung (lesbar in der Bibel) mit Füssen tritt, und sich dann noch wundert, wenn alles so aussieht wie es heute in dieser Welt ist! Die Rechnung wird wahrscheinlich ziemlich bald einmnal präsentiert werden…dann soll sich aber niemand wundern!

    • Franz Vontobel sagt:

      Sind sie echt, MH? Das ist wirklich ihre Sicht der Dinge?

      Dann wohl auch etwa 6000 Jahre alte Erde, Sintflut und Hö lle mit Dä monen und Teu feln?

      Wow…

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Matti Hoch

      also ich schätz mal nicht-einverstanden-sein-mit-der-Evolutionstheorie, Halloween und Fasnacht und meinetwegen noch Geisternacht und ähnliches, sind eher die kleineren Probleme mit denen Sie, je nach Wohngegend, im heutigen öffentlichen Schulsystem zu tun haben…

  • Tom Meier sagt:

    Warum muss in der Schweiz immer alles bis ins letzte überreguliert werden? Die Sache ist doch ganz einfach: Einmal im Jahr gibt es Prüfungen. Und zwar für alle. Wenn Homeschooling Kinder zu schlecht abschneiden ist fertig mit Homeschooling. Und dann könnte man gleich mal schauen, was man macht wenn zu viele Schüler einer Klasse oder Gemeinde schlecht abschneiden..

    • Stranger sagt:

      Tja, Meier, durchdenken bitte. Was ist, wenn konventionell geschulte Kinder schlecht abschneiden? Auch die Homeschooler können ausserdem schwache Schüler sein, die halt einfach unterdurchschnittliche Leistungen bringen.

      • Evelin Camponovo sagt:

        Wunderbar, alle in der öffentlichen Schule geschulten Kinder müssen aus der Schule, wenn sie nicht bestehen 🙂

    • Sportpapi sagt:

      Solche flächendeckende Prüfungen wären vielleicht wirklich eine tolle Sache, das wird immer wieder diskutiert. Bisher gibt es so etwas aber natürlich nicht. Und insofern ist das „problemlose Erreichen der Lernziele“ auch praktisch nicht überprüfbar.

      • Thomas1 sagt:

        Das Problem ist wieder dasselbe: Woran soll denn gemessen werden? Wir haben ein Messsystem, das davon ausgeht, dass alle Menschen gleich sind, gleiche Interessen haben, gleich werden sollen. Ergo kann man sie alle über den gleichen Kamm scheren. Ginge es nicht darum, dass jeder Mensch SEIN Potential entfalten kann? Und ja, unsere Gesellschaft würde bei so einem Bildungsweg eine Zeit lang in einem grossen Umbruch sein – aber sich mit Sicherheit positiver entwickeln.

      • Sportpapi sagt:

        @Thomas: Auch wenn alle mit dem gleichen Massstab gemessen werden, können Sie doch völig unterschiedliche Profile zeigen. Niemand geht davon aus, dass alle gleich sind. Aber man hat sich darauf geeinigt, was die Schüler im Mindesten zum Abschluss ihrer Schulzeit gelernt haben sollten, bzw. modern: welche Mindestkompetenzen sie aufweisen sollten. Deswegen ist aber doch niemand daran gehindert, sein Potential zu entfalten. In der Schule und daneben. Und vor allem auch später, in den selbst gewählten Ausbildungen.

      • ina müller sagt:

        JA. Dieses Über-Individualistische vieler Eltern (SChule ist Gleichmacherei, sobald Probleme auftauchen, mein Kind ist halt anders etc. (was natürlich wahr ist, aber auf ALLE Kinder zutrifft)) NERVT.

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Nichtsdestotrotz sollte auch Home- bzw Unschooling seine Berechtigung haben, alternative Schul- und Bildungsmodelle der öffentlichen Schule gleichgestellt werden und Privatschulen auch für weniger gut Betuchte erschwinglich sein. Um Vorurteilen entgegen zu wirken, ist es richtig und wichtig, alternative Modelle einem breiten Publikum vorzustellen. Da wir keine Schul-, sondern bloss eine Bildungspflicht haben, plädiere ich zudem für die freie Schul- und Bildungswahl! Jede Familie soll sich ohne sich stets rechtfertigen zu müssen für das Modell entscheiden dürfen, was am besten zu ihnen passt. Egal, was dabei die anderen, die es zudem nichts angeht, darüber denken, schreiben oder gar sagen mögen. Hauptsache, es stimmt für alle direkt Betroffenen und Beteiligten, Kinder wie Eltern!

    • Thirza Schneider sagt:

      Gut geschrieben, Frau Mordasini!

    • mila sagt:

      „Egal, es stimmt für alle direkt Betroffenen und Beteiligten“ – und was, wenn ein Schaden sich – noch zu Lasten anderer – eventuell erst später zeigt? Nein. Wenn ich von Gemeinschaft rede, dann meine ich das vollumfänglich. Mir tut es um jedes in der Schule gemobbte Kind leid, wie auch um jedes, dass sich dank elterlicher ‚Rundumversorgung‘ nicht frei entfalten konnte. Und dieses Problem beheben wir nicht, wenn wir bei jedem Problem auf ein anderes verweisen. Ich kann das unkritisch goutierte ‚Ich weiss, was am Besten ist für mein Kind‘, jedenfalls nicht mehr hören. Die Signale der Umwelt /

      • mila sagt:

        haben ihre Berechtigung, aber davon kann man sich ja ruhig abschotten. Wo ein längerfristiges Problem ist, ist es in der Regel nicht einseitig bedingt. Auch wenn man das als Vater oder Mutter noch so gerne so hätte (um ja nicht die eigenen kleinen ‚Genies‘ in irgendeiner Form in Frage zu stellen).

        Tut mir leid, wenn sich das alles sehr zynisch anhört. Aber Exklusion halte ich, ausser bei ernsthaften (d.h. krankheitsbedingten) Ursachen für eine Scheinlösung. In der Regel bewirkt man mehr, wenn man das System verbessert, statt sich in Einzelbetreuung zu flüchten.

      • mila sagt:

        Und von wegen der Floskel „Ich mache meine Kinder stark, bevor ich sie in die (böse) Welt hinausschicke“. Ich sehe darin sehr viel Angstübertragung von den Eltern auf ein Kind. Und damit auch keine Abhilfe, sondern einen familiären Problemkreislauf. Sozial taugliche Menschen finden sich meiner Beobachtung nach immer und überall zurecht, und mehr noch – sie tun uns allen gut, weil sie Dinge zum Guten von uns allen verändern. Und nicht nur im eigenen Gärtchen.

      • ina müller sagt:

        Mila: YES!!!

    • Sportpapi sagt:

      @Andrea Mordasini: Freie Schulwahl stellt aber die ganze Idee einer Volksschule grundsätzlich in Frage. Und so schlecht sind wir mit diesem Konzept eigentlich nicht gefahren.

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Zudem erachten wir es als zusätzliche Bereicherung, wenn die Kinder noch weitere Bezugs- und Kontaktpersonen dank Spielgruppe, Kiga, Schule etc haben dürfen als ausschliesslich wir Eltern und allenfalls Geschwister. Es tut den Kindern allgemein auch gut, wenn sie sich in andere Gruppen mit anderen Strukturen und Regeln integrieren müssen als bloss in die eigene Familie als eine Art geschützter Rahmen. Wir finden es wichtig, wenn sie sich auch ausserhalb der Familie ein- und unterordnen, sich anpassen und auch mal verzichten müssen. Wir möchten ihnen der gemeinsame Schulweg inkl den Kontakten zu Gspänlis (multikulti) mut all den tollen und auch weniger tollen Erfahrungen nicht vorenthalten. So wie viele Freilerner besuchen auch unsere Kinder Vereine und Kurse und halten sich in der Natur zum Spielen und Entdecken auf. Das eine muss das andere ja nicht ausschliessen. Eine Gefahr beim Unschooling könnte darin bestehen, dass diese Kinder später draussen im wahren, richtigen Leben wenn das Lernen/Arbeiten nach dem Lustundlaune-Prinzip nicht mehr möglich ist, plötzlich Mühe mit der Umstellung haben werden.

  • Wespis sagt:

    2 Kontrollen / Prüfungen / Noten:

    wieso wissen sie nichts mehr? Sie haben nicht gelernt wie Wissen vernetzt wird. Jedes Fach wird isoliert vermittelt. Wie sie es zusammensetzen jedoch wenig.
    was sagen da Kontrollen aus: gar nichts.

    • Michael Steiner sagt:

      Schwachsinn… diese Klassenkameraden wissen einfach, dass man für das Leben lernt und nicht für die Schule. Etwas das ihr Sohnemann anscheinend noch nie gehört hat. Kein Wunder… wenn man nicht in der richtigen Schule war.

    • Moor sagt:

      @Wespis:

      1. Es heisst „bulimisch“, nicht „bulämisch“ (Ist mit dem Wort „Bulimie“ verwandt – Ihr „Wissen“ ist wohl auch nicht wirklich vernetzt…)

      2. Woher glauben Sie, so genau Bescheid zu wissen über das Schulsystem? Es wird heutzutage sehr oft auch fächerübergreifend unterrichtet. Bereits im Kindergarten werden Überblicke und Zusammenhänge hergestellt. Vielleicht sollten Sie sich mal etwas genauer informieren.

    • Sportpapi sagt:

      @Wespis: also die Profis können es nicht, die Laieneltern hingegen machen das mit Links…

  • Wespis sagt:

    1 Kontrollen / Prüfungen / Noten:
    Was wollen sie prüfen. Isoliertes Wissen, welches kurz vor Prüfungen auswendig gelernt wird, an der Prüfung, abgegeben wird und 2- 4 Wochen später alles vergessen ist. Dies macht am Schluss keine Kompetenz aus. Man nennt es neustens “ bulämisches Lernen“.
    Mein Sohn ging nicht zur Schule, musste keine Prüfungen schreiben , hatte keine Note , ist in der Berufsschule der Klassenbeste. Er wunderst sich an den Schultagen über seine Klassenkollegen. Sie wissen nicht wirklich wieso sie in der Schule sind. Lernen bulämisch , wissen innert kürzester Zeit nichts mehr

    • Franz Vontobel sagt:

      „bulämisch“..? Vermutlich meinen sie „bulimisch“. – An der Geschichte mit dem klassenbesten Sohnemann aus ihrem „Unterricht“ zweifle ich etwas…

      • Carolina sagt:

        Aber FV, ist doch völlig klar, dass es sich hier um eine sprachliche Neuschöpfung (ML, bitte wegschauen!) handelt aus ‚bulimisch‘ und ‚dämlich’….. 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        Ahhhh… das hatte ich völlig übersehen – ging halt völlig normal zur Schule und kann darum nicht in Zusammenhängen denken… sorry. 😀

  • Widerspenstige sagt:

    Ich möchte an dieser Stelle an die Absturzopfer des Flugzeuges in Südfrankreich und speziell dessen Familien gedenken, die ganz andere Sorgen jetzt plagen. Ein schreckliches Unglück ist passiert ganz in unserer Nähe und niemand hat bisher hier im Mamablog nur einen Satz darüber verloren! Das stimmt mich sehr nachdenklich und es beelendet mich geradezu. Deshalb bitte ich darum, sich doch ernsthaften Problemen anzunehmen was Familienpolitik anbelangt u was darüber in diesem Blog in den letzten Tagen angeregt diskutiert wurde.

    Ich zünde eine Kerze für die Familien von Angehörigen an. Danke.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Widerspenstige

      damit hab ich nun allerdings sehr grosse Mühe, niemand hat ein Satz verloren, ja warum?
      Vielleicht weil wir dann nur noch mit Leidkommentation beschäftigt wären wenn wir es denn wirklich aufrichtig und gerecht meinen wollen? Was ist mit den gerade eben erst wieder verschleppten Frauen&Kindern in Nigeria, den dort Umgebrachten? Denjenigen die täglich aufgrund zu wenig Wasser/Nahrung ums Leben kommenden? Auch diese haben Familien mit ganz anderen Sorgen als unsre Familienpolitik… .

    • Stranger sagt:

      Tja, in dem Zusammenhang kritisiere ich einmal mehr die Medien, die bereits jetzt, ohne das Vorliegen von klaren Hinweisen (geschweige denn Beweisen) rein aufgrund von Vermutungen, in die Welt setzen, dass der Copilot den Flieger absichtlich in den Boden gesteuert hat.

      • Carolina sagt:

        Stranger: es sind längst keine Vermutungen mehr!

      • Stranger sagt:

        Doch, immer noch. Wenn die zweite Blackbox gefunden und untersucht ist, darf man folgern, aber im Moment ist es sicher noch nicht gewiss. Der Copilot könnte ja ohnmächtig geworden sein oder sonst irgendwas Medizinisches ist ihm zugestossen, dass er nicht mehr richtig reagieren konnte.

      • Stranger sagt:

        Die NZZ ist der gleichen Meinung wie ich: NZZ-Artikel. Und der Artikel ist eine Stunde alt, und seither hatten wir keine entscheidenden Informationen.

      • Juliana sagt:

        Stranger: „Der Copilot könnte ja ohnmächtig geworden sein oder sonst irgendwas Medizinisches ist ihm zugestossen, dass er nicht mehr richtig reagieren konnte.“

        Aber sich im Cockpit einschliessen war wohl auch keine so tolle Idee. Aus solchen Gründen gibt es ja eigentlich Pilot UND Co-Pilot…

      • Carolina sagt:

        Nein, das ist ausgeschlossen! Siehe Presseverlautbarungen der französischen Staatsanwaltschaft. Nur Motiv und Beweggründe sind völlig schleierhaft. Für einmal haben die Medien sich hier sogar zurückgehalten!

      • Franz Vontobel sagt:

        Ich kann nur für mich sprechen, mila: Diese Mischung aus gedanklicher Überschlichtheit und gehobenem Predigtton, giftig gewürzt mit Selbstgerechtigkeit, Überheblichkeit und einem Schuss östlicher Weisheit verursacht mir Krämpfe.

        Aber langsam glaube ich, dass sie tatsächlich einfach spinnt…

    • Carolina sagt:

      WS: Ich finde es, gelinde gesagt, eine Zumutung, mir von irgendjemandem vorschreiben zu lassen, wie Trauer und Bestürzung auszusehen haben! Man kann mit Fug und Recht den allermeisten Menschen unterstellen, dass sie entsetzt und schockiert sind über die Ereignisse – dass manchmal aber jedes Wort zuviel ist und Schweigen hier angebrachter ist. Mich beelendet da eher etwas anderes…..

    • Juliana sagt:

      WS, es gibt immer anderes, das krasser, schlimmer, tragischer, grösser ist, als das, was in einem Mamablog diskutiert wird. Würde man stets auf das gesamte Weltgeschehen eingehen, käme man gar nicht mehr zum Diskutieren des Blogthemas.

    • Moor sagt:

      Was, Flugzeugabsturz?

    • Widerspenstige sagt:

      Ich habe solche Einwürfe erwartet, dass es noch Schlimmeres gibt überall auf der Welt. Trotzdem darf es doch erwähnt werden hier im Therapieraum namens Mamablog, wo wir uns fast täglich austauschen über alles mögliche und unmögliche oder nicht? Was mich bei dieser Tragödie so sehr wachrüttelt ist das Alter des Co-Piloten von nur 28 Jahren. Das ist sehr jung für eine solche Verantwortung für über 150 Menschen an Bord. Und es muss aufrütteln, weil Handlungsbedarf besteht auf poltiischer Ebene was Erziehung und Ausbildung und Betreuung von Männern anbelangt.

      Sie müssen gehört werden – sofort!

      • Carolina sagt:

        Du lieber Himmel, WS! Ich empfehle wirklich Schweigen!

      • Moor sagt:

        „Und es muss aufrütteln, weil Handlungsbedarf besteht auf poltiischer Ebene was Erziehung und Ausbildung und Betreuung von Männern anbelangt.“

        Genau. Wenn man Männer nicht von klein auf artgerecht hält, steuern sie irgendwann ein Flugzeug in den Boden.
        Dieser Flugzeugabsturz ist definitiv ein Gender-Thema.

      • Franz Vontobel sagt:

        WS – scheint tatsächlich für WahnSinnig zu stehen… sie sind ja völlig durchgeknallt!

      • Katharina sagt:

        Also WS, ich finde dies echt auch daneben. Was in aller Welt hat das mit Gender zu tun? Fliegerei ist schon länger keine Männerdomäne mehr. Co-Pilot ist nicht Pilot, also der letztlich verantwortliche Captain. Der Stimm Rekorder sagt nur: Stille im Cokpit und keine Kommunikation mit den Flugleitstellen.

        Die Airbus Flugzeuge haben schon mehrmals bei Unfällen gezeigt, dass das Softwarekonzept (Fly by Wire) fragen aufwirft. In einer ähnlich gelagerten Situation hat der Pilot kurzerhand den Strom zum Compi unterbrochen.

        All das gehört nicht hierher und ist nicht gender was auch immer. 🙁

      • Widerspenstige sagt:

        Sie missverstehen meine Worte und bitte, Carolina, schweigen Sie einfach besser in demfall ebenso, ja? Es geht mir nicht um eine sexistische Aussage, sondern um ein Umdenken bezüglich Verhalten miteinander. So kann das ja nicht weiter gehen mit ständiger Überforderung, Lohnkürzungen, Stress, Stellenabbau – immer billiger und immer stressiger im Berufsleben gepaart mit Beziehungsstress. Das ist meine Aussage u ja, ein Innehalten gerade bei so einem entsetzlichen Vorfall! Wie kann man da zur Tagesordnung übergehen wie wenn nichts geschehen wäre?

        Alle guten Geister verlassen bei wem wohl?!

      • Moor sagt:

        Und warum schreiben Sie denn oben explizit von „Männern“? Aufhören, bitte.

      • Widerspenstige sagt:

        Der letzte Satz bezog sich auf die gesellschaftlichen Probleme, die viele Männer nun mal offensichtlich haben und die besser wahrgenommen werden müssen von politischer Seite. Siehe das Blogthema dieser Woche, das Michèle Binswanger bearbeitet hat über eine neue besorgniserregende Macho-Kultur etc. Das geht uns alle an und muss ernst genommen werden. Also bitte keine falschen Anschuldigungen in meine Richtung, denn der Botschafter unbequemer Wahrheiten braucht ja bekantlich ein schnelles Pferd…

      • Moor sagt:

        Von welchem Binswanger-Blogtext sprechen Sie? Eine Überschrift oder wenigstens den Blogbereich angeben, wäre nett…

      • Katharina sagt:

        Auch burn-out ist nur eine Hypothese, WS. Zudem gibt es strikte Vorschriften betreffend Piloten und Maximalstunden an Flügen u.ä.

        Dass die Franzen das Thema Airbus und technologisch-konzeptionelle Probleme (FLY BY WIRE) ausblenden, geschieht nicht das erste mal. Wie gesagt, dass ganze gehört wirklich nicht hierher.

        Ausser Sie können belegen, dass da wer ein Hmeschooler war.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige

        „…denn der Botschafter unbequemer Wahrheiten braucht ja bekantlich ein schnelles Pferd…“

        nur dass Sie hier zu äusserst seltsamen Ableitungen gelangt sind, da hilft Ihnen auch das schnellste Pferd nicht mehr raus…, und erwägen Sie bloss nicht uns des generalisierten Mobbings zu bezichtigen, falls in Zukunft jemand von uns es wagt Sie auf genau diesen heutigen Austausch hinzuweisen… . Ich bin echt leicht fassungslos über Ihre Zeilen.

      • mila sagt:

        @Brunhild: WS findet nicht immer die richtigen Worte, um das auszudrücken, worum es ihr eigentlich geht. Sie verliert sich dabei auch gerne in Geschlechter- und Genderismen, die ich keineswegs befürworten kann. Aber hier spricht sie im Kern ein Thema an, dass uns alle, Mann wie Frau, beschäftigen sollte: gesellschaftlichen Erwartungs- und Leistungsdruck. So völlig abwegig finde ich das nicht.

      • Katharina sagt:

        Nein, es ist abwegig und nebenbei völlig unsachlich. Ws zeigt sich hier als Opfer der Empörungs- und ‚Mitleids’bewirtschaftung, wie vorschnelle medien es immer öfter tun.

        Rein schon technisch überfordert.

      • Katharina sagt:

        So ist die ganze ‚Burn-Out‘ Hypothese nur das: hypothetisches geflunker. Von der ganzen technischen Situation ganz zu schweigen. Ein Flieger, der nur eine Stunde nach Start vollgetankt zerschellt, ohne grosse Feuer, etwa, ist seltsam. Bei Absicht wäre der Treibstoff noch da…

        Bei Not würde versucht den Treibstoff in der Luft abzulassen, was dauert.

        Aber kein Treibstoff da für Feuer…

        Klar?

      • mila sagt:

        Um ehrlich zu sein, nein. Was ist Deiner Ansicht nach wirklich geschehen? (Du weisst ja, ich bin keine Naturwissenschaftlerin.)

      • Carolina sagt:

        Katharina: Danke! Was mich so fassungslos macht, ist nicht das (fast schon übliche) Gender-Gequatsche an jeweils den unmöglichsten Stellen. Ich finde einfach diese Unterstellung, die in WS‘ Ausgangspost lag, dass alle, die nicht wie sie ihre Betroffenheit öffentlich machen, irgendwie merkwürdig seien, eine absolute Frechheit. Da liegt sie mMn genau auf einer Linie mit Medien, die Betroffenheit zur Bürgerpflicht erheben und sie genau damit beliebig und austauschbar machen. Allein schon darin, dass man seine Betroffenheit zur Schau tragen muss, halte ich für ein Alarmsignal.

      • mila sagt:

        Ich frage mich eigentlich schon ziemlich lange, weshalb WS jeweils so heftige Gefühle (beziehungsweise: Gegenkommentare) auslöst. Es ist sehr einfach, dass auf sie zurückzuschieben (aus – wie ich meine – berechtigten Gründen). Aber so ganz erklärt es die Heftigkeit der Reaktionen nicht.

      • Franz Vontobel sagt:

        ach, hierhin, natürlich:

        Ich kann nur für mich sprechen, mila: Diese Mischung aus gedanklicher Überschlichtheit und gehobenem Predigtton, giftig gewürzt mit Selbstgerechtigkeit, Überheblichkeit und einem Schuss östlicher Weisheit verursacht mir Krämpfe.

        Aber langsam glaube ich, dass sie tatsächlich einfach spinnt…

      • Franz Vontobel sagt:

        Und zum Airbus: es ist nicht so, dass sowas zu ersten Mal passieren würde:
        http://news.aviation-safety.net/2013/12/22/list-of-aircraft-accidents-caused-by-pilot-suicide/

        Und das sind nur die Fälle, bei denen mehr oder weniger Sicherheit über die Absturzursache herrscht…

      • Franz Vontobel sagt:

        Und zu Fly-by-Wire (was nichts anderes heisst, als dass die Steuerung nicht mehr direkt sondern via Compi und Sensoren geschieht): Jedes moderne Flugzeug fliegt so, alle Neuentwicklungen werden Fly-by-Wire sein.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila

        gar nicht einverstanden, und schon gar nicht dass die Heftigkeit der Reaktionen nun gedeutet wird als ob die Reagierenden offenbar ein Thema zu bearbeiten hätten!
        Es gibt Linien die nicht überschritten werden sollten, und Gedankengänge, welche man erst mal für sich selber sehr gründlich nochmals überprüfen sollte bevor man sie in die Freiheit entlässt,
        ihr nun noch zu helfen, als Stichwortgeber „sie will ja nur auf Leistungsgesellschaft und ihre Tücken hinweisen“, macht es nur noch schlimmer.

      • mila sagt:

        @Brunhild: Ich hatte mit anderen Kommentaren von WS auch meine liebe (respektive weitaus mehr) Mühe in der Vergangenheit. Vielleicht muss ich mich ja tatsächlich fragen, weshalb es diesmal nicht so ist. Beziehungsweise, weshalb ich mich ohnehin eher selten(er) bemüssigt fühle, sie in ihrem Kosmos zu stören.

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Worin besteht denn dieser Handlungsbedarf?

      • Widerspenstige sagt:

        mila, das macht auch mir zu schaffen, aber Sie werden es mit Ihrem Feingefühl zu analysieren verstehen. Wer meine Worte zu krass empfindet, sollte sich überlegen, wieso das mit ihr/ihm passiert u sich eine Auszeit hier oder generell in seinem Leben gönnen. Es hat mit Mitgefühl zu tun u ja, mit Solidaritäts- und Präventionsgedanken, die mich so reagieren lassen auf solche Katastrophen.

        @alle: Hier herrscht immer noch Meinungsfreiheit u wenn die Redaktion meine gelegentlichen Aufrufe für übertrieben hält, dann kommen sie gar nicht frei.

      • Widerspenstige sagt:

        Franz, grotesker Versuch, hier einmal mehr Rufmord zu betreiben mit solchen verbalen Anwürfen. Aber das hat schon ein Sigi Freud in seinen inzwischen umstrittenen Psychoanalysen versucht, unbequeme Frauen als ‚hysterisches Frauenzimmer‘ abzukanzeln – erfolglos.

        Es kommt mir so vor, als ob sich hier das Stockholm-Syndrom breit macht bei den so sehr Betroffenen. Es wäre besser, sie würden nicht wegsehen wollen aus einem inneren Zwang. Ich erinnere nochmals, dass ich nur die Botschafterin bin einer unbequemen Wahrheit u da stehe ich nicht alleine da wie die Medien stündlich berichten.

      • Franz Vontobel sagt:

        Wie gesagt: gedankliche Überschlichtheit und gehobener Predigtton, giftig gewürzt mit Selbstgerechtigkeit,

        QED.

      • Sportpapi sagt:

        „Beziehungsweise, weshalb ich mich ohnehin eher selten(er) bemüssigt fühle, sie in ihrem Kosmos zu stören.“ Das ist ziemlich harte Post. Quasi die Bankrotterklärung. Aber stimmt schon, wie soll man mit jemandem diskutieren, bei dem gar nichts mehr ankommt?

      • mila sagt:

        Im meinte das noch nicht einmal im Sinne einer Bankrotterklärung, @SP. Ich glaube, ein vis-à-vis Gespräch mit WS könnte unter Umständen anders verlaufen, weil ein solches Gespräch es stärker ermöglichen würde, Aussagen präzise(r) auf den Grund zu gehen als im Rahmen der paar Zeilen hier. Obwohl ich selbst beispielsweise der Ansicht bin, ich würde mich eigentlich unmissverständlich ausdrücken, kommt meine ‚Botschaft‘ beim Empfänger bisweilen missverständlich an. Daraus ziehe ich so meine (Rück-)Schlüsse hinsichtlich der Grenzen virtueller Kommunikation. Besonders schwierig wird es, /

      • mila sagt:

        wenn eine bestimmte Art zu Denken nicht mehrheitskonform ist – dann ist das Aneinandervorbeireden so gut wie vorprogrammiert.

        Was mich einfach wirklich stört, ist dieses nahezu herdenhafte Rumreiten auf ihren Kommentaren. Was soll das eigentlich bringen – eine WS-‚Umerziehung‘ vielleicht? Sie hat ebenso das Recht, ihren Standpunkt zu äussern, wie alle anderen. Wenn man nicht derselben Ansicht ist, kann man das – falls es als nötig erachtet wird – auch einigermassen höflich zum Ausdruck bringen, ohne in kollektive Empörung zu verfallen. Kurzum: es ist die Empörungsrhetorik, die mich nervt.

      • mila sagt:

        @FV: Sie wissen ja, dass ich Ihre satirischen Spitzen durchaus schätze. Aber wenn wir schon WS charakterisieren wollen, dann wäre mein Eindruck, dass sie (noch) nicht ein Mittel gefunden hat, um all ihre Gedankengänge in ein kongruentes Verhältnis zueinander zu bringen und in entsprechend klare Worte zu fassen. Daher erscheint vieles von dem, was sie schreibt, von aussen betrachtet notwendig in sich widersprüchlich. Aber so etwas ist mir allemal lieber, als wenn sich jemand in einem – so ab Mitte 30 – hermetisch abgeschotteten Denkraum bewegt, in den nichts Neues oder Anderes mehr eindringt.

      • mila sagt:

        Solche Menschen gibt es zur Genüge, man begegnet ihnen draussen, im ‚echten‘ Leben, täglich, und mir persönlich sind sie ein Graus.

      • Susi sagt:

        WS: „Wer meine Worte zu krass empfindet, sollte sich überlegen, wieso das mit ihr/ihm passiert u sich eine Auszeit hier oder generell in seinem Leben gönnen.“

        Sie liegen also richtig, und alle, die sich daran stören, sollten sich hier eine Auszeit gönnen? I believe me kicks a horse.

      • Susi sagt:

        Und zur Meinungsfreiheit: Merken Sie nicht, dass Sie die uns nehmen, wenn wir nicht mal sagen dürfen, dass wir Ihren Kommentar daneben finden?

      • Franz Vontobel sagt:

        Daher erscheint vieles von dem, was sie schreibt, von aussen betrachtet notwendig in sich widersprüchlich. Aber so etwas ist mir allemal lieber, als wenn sich jemand in einem – so ab Mitte 30 – hermetisch abgeschotteten Denkraum bewegt, in den nichts Neues oder Anderes mehr eindringt.

        Sie lassen ausser Acht, dass sich WS eben genau in so einer hermetischen Welt bewegt – obwohl sie es offenbar wissen, sonst hätten sie nicht „von aussen“ geschrieben. Ihre, WS‘, Meinungen sind gemacht und in Stein gemeisselt.

      • Franz Vontobel sagt:

        Und die ganze Absurdität ihrer Statements entsteht nicht zuletzt dadurch, dass sie eben versucht, die Realität diesen Meinungen anzupassen.

        Btw: Sie, mila, werden hier von ihr knallhart benutzt – oder meinen sie das Gesäusel in ihre Richtung habe gar nichts damit zu tun, dass ihr hier allgemeiner Gegenwind ins Gesicht bläst? Wobei der in WS‘ Meinung wohl dadurch entsteht, das sie soooo schnell unterwegs ist…

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Mir ist eigentlich ein logisches, schlüssiges Denken allemal lieber als wirre Gedanken, die kreuz und quer schiessen. Aber darum geht es ja gar nicht. Sondern darum, dass WS immer wieder in bester Absicht (und überzeugt, das absolut richtige zu tun/zu sagen), die heftigsten se xistischsten oder sonst irgendwie völlig neben der Spur liegenden Aussagen macht. Und das auch bei xfachen Rückmeldung einfach nicht einsehen möchte. Da sind mir Extre misten jeder Art, die auch dazu stehen, deutlich lieber.

      • Franz Vontobel sagt:

        WS, wenn sie meine Worte zu krass empfinden, sollten sie sich überlegen, wieso das mit ihnen passiert und sich eine Auszeit hier oder generell in ihrem Leben gönnen…

      • mila sagt:

        @FV: In einem Punkt stimme ich Ihnen zu, WS bewegt sich tatsächlich in einem eigenen Kosmos. Aber ich halte ihn nicht für hermetisch abgeriegelt, eher für ‚unverdaut‘. Ich fühle mich auch nicht von ihr benutzt (danke für Ihre Fürsorge), denn was ich immer ich schreibe, hängt nicht davon ab, ob sie es goutiert oder nicht.

        @SP: Liegt sie wirklich immer ‚völlig‘ neben der Spur? Da bin ich mir nicht immer so sicher. Ich werde einfach immer irgendwie misstrauisch, wenn ein Kollektiv sich gegen eine Minderheit heftig einschiesst. Da trete ich für mich lieber erst mal einen Schritt zurück.

      • Franz Vontobel sagt:

        Und noch was, WS: Sie müssen jetzt sehr stark sein, aber es ist an der Zeit, einer Lebenslüge ins Gesicht zu schauen:

        Sie „überbringen“ hier keine Wahrheiten. Weder unbequeme, noch sonst irgendwelche. Sorry.

        Sie überbringen im besten Falle höheren Unfug (dem natürlich ein gewisses Unterhaltungspotential nicht abzusprechen ist, ich wäre der letzte, der das nicht zugeben würde… aber ich mag auch Trash-Filme…). Aber „Wahrheiten“…? Nö, wirklich nicht…

      • mila sagt:

        Oder um es vielleicht präziser zu fassen: nicht der Umstand, dass sie Gegenkommentare erntet (die für sich benommen, wie ich schon festgestellt habe, durchaus angebracht sind), lässt mich zurücktreten. Sondern die Art, und insbesondere eben Heftigkeit, die sich in der zurechtweisenden und/oder ridikülisierenden Tendenz dieser Gegenkommentare ‚manifestiert‘. Von vielem, was sie schreibt, fühle ich mich ehrlich gesagt nicht angesprochen. Und schon gar nicht derart, dass ich mich wiederholt vehement dagegen einbringen müsste. Punktuell und dann nach Möglichkeit sachlich, ja.

      • mila sagt:

        Aber ich will nicht ausschliessen, dass ich für einmal völlig neben der Spur liege. 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        mila, WS ist keine „Minderheit“ und wir hier, die sie (jeder aus den verschiedensten Gründen!) mit ihren „unverdauten“ Äusserungen nicht einfach davonkommen lassen, sind kein „Kollektiv“ (fragen sie bloss mal SP, ob er mit mir in derselben Mannschaft sein möchte…:D).

        Nein, es geht wohl eher darum, dass WS so komplett auf der falschen Spur unterwegs ist, dass sie einfach ganz vielen Leuten mit ganz verschiedenen Meinungen extrem schräg rein kommt.

        Dummerweise leitet sie daraus ab, dass sie wohl recht hat (viel Feind, viel Ehr, oder so ähnlich). Dabei ist sie einfach eine Geisterfahrerin…

      • mila sagt:

        Och, FV, wir waren uns doch schon einig, dass es gute Gründe gibt, WS immer mal wieder inhaltlich zu widersprechen. Nur habe ich die Feststellung gemacht, dass es sich für mich oftmals lohnt, wenn ich die Vehemenz eines Widerspruchs nach dem ersten heftigen ‚Niederschlag‘ hinterfrage (und ganz besonders, wenn sich daraus längere Karusselfahrten ergeben…). Nicht selten bin ich dadurch auf interessante Rückschlüsse gestossen. Aber eben – das war nur ein persönlicher Gedanke zu einer Beobachtung.

      • Widerspenstige sagt:

        Danke mila u ich bin überzeugt, dass Sie nicht manipulierbar sind! 😀

        Sp: ‚….die heftigsten se xistischsten oder sonst irgendwie völlig neben der Spur liegenden Aussagen macht. Und das auch bei xfachen Rückmeldung einfach nicht einsehen möchte. Da sind mir Extre misten jeder Art, die auch dazu stehen, deutlich lieber…‘
        a) Welche Spur ist da genau gemeint?
        b) Du bist auch nicht gerade konsensfähiger bei Deinen Meinungen was Rückmeldungen anbelangt.
        c) Aber was mich jetzt ziemlich stutzig macht ist der letzte Satz! Extremisten wie der Co-Pilot oder IS-Terroristen oder welche?!

      • mila sagt:

        Und wenn wir schon dabei sind: Ich halte meinen eigenen Gedankenkosmos für keineswegs ‚verdaut'(dies auch an Sie, @WS) – und hoffe eigentlich auch, nie zu diesem Schluss zu kommen. Ein wenig gelegentlicher Gegenwind im MB wirkt diesbezüglich Wunder, insofern ich mich nie davor gefeit fühlen kann, mich in zuvor unvermutete Widersprüchlichkeiten zu verwickeln (und mich dabei zu ertappen, respektive ertappen zu lassen). 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        Hammer! Der suizidale Co-Pilot und die IS-Terroristen sind irgendwie dasselbe!

      • Franz Vontobel sagt:

        mila, es gibt ja eigentlich keinen Grund WS inhaltlich zu widersprechen, das macht sie ja mit schöner Regelmässigkeit selber.

        Für mich steht eher im Vordergrund, dass sie einem die Bälle so wunderbar zuwirft, dass sich die Homeruns daraus schon fast von alleine schlagen – ich kann da schlecht widerstehen…

        It takes a better man than me… 😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige

        „dass ich nur die Botschafterin bin einer unbequemen Wahrheit u da stehe ich nicht alleine da wie die Medien stündlich berichten.“
        Und gerade dieser Medienhype wird längst nicht von allen gutiert, gerade auch im Hinblick auf sehr viel einschneidendere Katastrophen welche sich zu deren Unglück nicht in unserer Nähe abspielen.
        Falls Sie Zugang zu Deutschlandfunk haben, ein Blick in die Sendung von gestern abend würde sich sehr lohnen!

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Die Extremisten früherer Tage, wie etwa Pippi Langstrumpf und Wildkatze etc. Bei denen wusste man, wo sie standen, und dass ihre Stellungnahmen meist pure Provokation waren. Das schlimme bei dir ist aber, dass du wohl selber nicht merkst, was für Ungeheuerlichkeiten du manchmal äusserst. Dass du wirklich glaubst, die würdest den Männern einen Gefallen tun, wenn du irgendwelche Sonderbehandlungen für sie verlangst. Wie die Männer früher, die ihre Frauen auch nur von allen möglichen Schwierigkeiten bewahren wollten (wohl ernsthaft!), und sie deshalb zu Hause anbanden…

      • Sportpapi sagt:

        Und nein, Konsens ist weniger mein Ziel. Ich habe eine Haltung, meist begründet, und wechsle sie nur dann, wenn es gute Argumente in eine andere Richtung gibt. Kann vorkommen.

    • Franz Vontobel sagt:

      WS, sind sie jetzt vollends von allen guten Geistern verlassen?!

    • Nala sagt:

      Widspenstige, kennen Sie jemanden der an Bord war? Ich nicht. Und dass eine angehörige Person hier mitliest ist auch eher unwahrscheinlich – weil die jetzt eben mit anderen Dingen beschäftigt sind. Was also genau sollte es bringen, Mitleid zu bekunden? Ich bin sicher, es hat gerade ganz viele Menschen die hier mitlesen, die auch Angehörige verloren haben, durch Unfall, Krankheit, Alter. Auch die hätten Zuspruch verdient.
      Wir machen ein Riesengeschrei, weil ein Flugzeug abstürzte, sagen aber nichts, dass in Afrika immernoch Menschen an Hunger sterben, dass in China Menschen umgebracht werden…

    • Sportpapi sagt:

      „Deshalb bitte ich darum, sich doch ernsthaften Problemen anzunehmen was Familienpolitik anbelangt u was darüber in diesem Blog in den letzten Tagen angeregt diskutiert wurde.“ Vielleicht sollte WS nicht nur die Themen auswählen (=ernsthaft!), als auch noch die Richtung und die korrekten Antworten vorgeben.

    • Susi sagt:

      WS: Dieser Beitrag ist mehr als befremdlich. Wenn man sich an einem solchen Unglück emotional beteiligt, hat das einen nicht unterschätzbaren Einfluss auf die Gefühlslage. Ich für meinen Teil habe bereits genug Trauer in mir, Trauer um Menschen, die mir wirklich nahe waren, keine unbekannten Flugzeugopfer – und damit stehe ich wahrscheinlich nicht allein. Sich auch noch intensiv mit Verlusten von Menschen, mit denen man gar nichts zu tun hat, auseinanderzusetzen, macht nur noch trauriger und es bringt wirklich gar niemandem etwas. Im Gegenteil, eine deprimierte Mutter hat sicher keinen positiven Einfluss auf ein Kind.

      Überlegen Sie sich sowas, bevor Sie das nächste Mal meinen, hier im Mamablog (!) vorschreiben zu müssen, wie man mit solchen Nachrichten umzugehen hat.

      • Widerspenstige sagt:

        Darf ich daran erinnern, dass ich nur um etwas mehr Mitleid gebeten habe u in keiner Art vorgeschrieben habe? Lesen Sie doch bitte nochmals mein post ganz oben, Susi. Das hat leider gereicht, um einen Shitstorm der übelsten Art gegen meine Bestürzung hier zu fahren.

        Wenn das alles ist, was pädagogisch geschulte Lehrkräfte auszeichnet, die sich hier vorwiegend tummeln (mila ausgenommen!), dann drängt sich tatsächlich Handlungsbedarf auf in unserem Schulsystem. Für Lehrkräfte sollten ganzheitliche Denkweisen u individuelle Verhaltensweisen von Menschen etwas vom Alltäglichsten sein! 😯

      • Susi sagt:

        @WS: Eine ehrlich gemeinte „Bitte“ sollte nicht in einem solchen vorwurfsvollen Ton daherkommen. Und es ist nicht das erste Mal, dass Sie irgendeine Nachricht hier hineinbringen und sich aufregen, dass Sie die einzige Zerrüttete sind.

        Vielleicht sollten Sie sich eine Nachrichten-Konsum-Auszeit gönnen.

        Und was genau hat das jetzt denn jetzt mit „pädagogisch ausgebildeten“ Kommentatoren zu tun? Sie kritisieren nun also die Personen, die Ihren verqueren, aus dem Zusammenhang gerissenen Beitrag nicht gutheissen und schliessen daraus, dass im Schulsystem Handlungsbedarf besteht? Unglaublich.

      • Carolina sagt:

        WS 26.3./12:19: Das war der Satz, der mir so sauer aufgestossen ist:‘ Ein schreckliches Unglück ist passiert ganz in unserer Nähe und niemand hat bisher hier im Mamablog nur einen Satz darüber verloren! Das stimmt mich sehr nachdenklich und es beelendet mich geradezu‘.
        Ich halte mich jeweils sehr zurück mit Entgegnungen Ihren etwas, äh, exotischeren Posts gegenüber, aber hier ist mir die Hutschnur durchgegangen. Sie können hier allen alles mögliche vorwerfen, Sie sind völlig frei in Ihren Kommentaren. Aber Sie müssen sich gefallen lassen, dass man Ihnen sagt, dass ein Satz wie der oben von

      • Carolina sagt:

        /2 mir zitierte so aufgefasst wird, dass Sie die Hoheit über ‚richtiges Trauern‘ beanspruchen. Dass Sie sozusagen wissen, wie es auszusehen hat; dass Sie genau das machen, was die Medien, über die man sich sonst so gern beklagt, machen: nämlich denen, die nicht ihre Betroffenheit ‚richtig‘, e.g. öffentlich zur Schau stellen bzw sich das Recht nehmen, zu trauern, wie es für sie selber stimmt, mangelnde Betroffenheit zu unterstellen. Und da wundern Sie sich, dass man sich wehrt?
        Wie Sie dann die für mich völlig unverständliche Kurve zur Pilotenausbildung von Männern kriegen und daraus ein

      • Carolina sagt:

        /3 Genderthema kreieren (wenn ich das richtig verstehe) ist für mich vintage WS und macht mir keine Mühe. Im Gegensatz zu manchen anderen hier bin ich nämlich tatsächlich der Meinung, dass es auch Exzentriker hier gut vertragen mag und soll und dazu gehören Sie für mich.
        Aber mein Wohlwollen hört genau in dem Moment auf, in dem Sie den moralischen Zeigefinger heben und sich anmassen, irgendetwas vorschreiben zu können.

      • Carolina sagt:

        PS: Ich bin übrigens, wie Sie wissen, keine Lehrperson – auch dieser Rundumschlag ist schon wieder sehr merkwürdig.

      • Martin Frey sagt:

        @Carolina: „Wie Sie dann die für mich völlig unverständliche Kurve zur Pilotenausbildung von Männern kriegen und daraus ein Genderthema kreieren (wenn ich das richtig verstehe) ist für mich vintage WS und macht mir keine Mühe.“
        Können Sie das bitte näher erklären?
        Einerseits ist ja „vintage“ nicht à priori was unschönes. Andererseits ist die Vergenderung eines offenbar psychisch (mit-)bedingten Massen-(selbst-)Mordes für nahezu alle Beteiligten doch eigentlich jenseits jeden guten Geschmackes, bar jeder Realität und frei jeglicher Pietät? Oder bin ich einfach etwas begriffsstutzig?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige

        mit massiver Entrüstung müssen Sie rechnen wenn Sie versuchen wollen uns Vorwürfe betreffend mangelnder Empahtie-Stellungsnahmen zu machen.
        Meine Reaktion empfinde ich nicht als unter der Gürtellinie, sondern sachlich.
        Ich weise Sie nocheinmal darauf hin, dass Sie, wenn Sie diesem Masstab genügen wollen, stündlich ein Unglück, ein Kriegsereigniss, Verschleppungen, Ermordungen- die Liste ist endlos!- kondolieren müssten. Und wenn Sie beginnen zu gewichten, welches Ereignis eine Erwähnung wert ist und welches nicht (denn warum tun Sie es nicht stdl?) wirds schwierig.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2
        ehrlich gesagt hätte ich hier schon mehr von Ihnen erwartet als reflexartiges „die sind alle gegen mich und haben nix verstanden“, meinerseits habe ich Ihnen durchaus auch schon zugestimmt, und Sie bei Gegenwind unterstützt.
        Da wäre ein sich überlegen, ob da nicht doch irgendwas dran sein könnte, nicht ganz unangebracht gewesen.

      • Carolina sagt:

        MF: ‚Vintage WS‘ soll heissen, dass ich die exzentrische, manchmal für mich sehr merkwürdige, schillernde und für meine Begriffe oft völlig danebenliegende WS eben auch schätze bzw meine, dass sie hier einen Platz haben soll. Nur wenn es ausartet wie gestern, wenn Kommentare derart den guten Geschmack verletzen bzw anderen viel zu nahe treten, da hört es für mich auf – das wollte ich mit meinem Post gesagt haben.

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Du erwartest von uns pädagogisch geschulten Menschen etwas mehr Geduld und Verständnis mit dir?

    • Katharina sagt:

      So… aber jetzt finde ich ist es genug mit WS bashing. Viele haben ihr befremden geäussert. das reicht. Das auf die person spielen passt mir nun doch nicht.

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Home- bzw Unschooling kann für Kinder, die an der öffentlichen Schule Probleme haben und dort über- oder unterfordert sind, eine gute Lösung sein. Kenne eine Familie, die nach rund 3 Jahren Kampf und Krampf inkl sehr viel krank sein, ihre Kinder nun erfolgreich zu Hause unterrichtet. Doch Freilernen eignet sich nicht für alle Kinder und Eltern. Für uns wärs definitiv nichts. Da hätten wir alle ziemlich bald einen wahren Overkill. Ich brauche gewisse Freiräume. So tut mit einerseits meine Teilzeitstelle sowie die freien Vormittage gut, wo die Kinder im Kiga und in der Schule sind. Zum Glück gefällt es ihnen dort sehr gut! Ehrlich gesagt möchte ich die wieder gewonnene Freizeit nicht mehr missen! Ich bin wirklich nicht gemacht um 24/24 um die Kinder zu sein, 7 Tage die Woche. Ich ziehe den Hut vor all den Müttern, die neben dem anspruchsvollen Muttersein auch noch die Verantwortung fürs Schulische übernehmen!

    • Thirza Schneider sagt:

      Ja, da gebe ich Ihnen Recht. Ich denke nicht, dass jemand behauptet, dass Homeschooling immer besser ist und/oder dass jede/r das machen sollte. Was ich wichtig finde in einem modernen Staat wie der Schweiz, dass die Eltern die freie Wahl haben zwischen öffentliche Schule, private Schule und Homeschooling, und zwar in jedem Kanton.

      • Sportpapi sagt:

        Das stimmt. Und die Kinder haben das recht, von einer ausgebildeten Lehrerin unterrichtet zu werden. Nach dem vorgesehenen Lehrplan. Ist das gegeben, ist ja alles kein Problem.

    • mila sagt:

      Leider lässt mich Ihre Grammatik an Ihrer Befähigung als Lehrerin zweifeln (und nein, ich spreche nicht von Flüchtigkeitsfehlern). Aber, nun gut: im Leben kommt es ja auch nicht zwangsweise auf die Beherrschung von Grammatik an.

      • Thirza Schneider sagt:

        Liebe mila, ja, meine Grammatik ist nicht mehr das was es einmal war als Journalistin nachdem ich über 20 Jahre im Ausland gewohnt habe. Dafür spreche ich vier Sprachen fliessend und kann meine Kinder zweisprachig unterrichten. Und zum Glück gibt es ja gute Grammatik-Lehrmittel und muss keine Lehrperson die Grammatik aus dem Ärmel schütteln.

      • Thirza Schneider sagt:

        Ach ja, und korrigieren kann ich ja meine Kommentare auch nicht, auch wenn ich im Nachhinein Fehler sehe, die ich „im Hitze des Gefechts“ übersehen habe! 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        Sie denken also es sei nicht nötig, als Lehrer den Stoff zu beherrschen, den man zu vermitteln versucht?

      • mila sagt:

        Ich bin auch zweisprachig aufgewachsen, und habe dazu noch weitere Sprachen gelernt (auch sogenannt tote, also kann ich nicht unbedingt behaupten, gleich vier Sprachen ‚fliessend‘ zu sprechen). Aber doch, ja: die Grammatik meiner gewählten ‚Muttersprache‘ (Deutsch) beherrsche ich perfekt. Und das bildete letztlich die Basis für jeden weiteren erfolgreichen Spracherwerb.

      • Karin sagt:

        Ich wäre vorsichtig mit der Annahme, dass Lehrerinnen an der Schule bei einem Vergleich besser davon kämen. Von den „ausgebildeten“ Grundschullehrerinnen, die ich an Schulanlässen schon so erlebt habe, kann ich nicht gerade behaupten, dass sie mich mit ihrem korrekten Deutsch überzeugt haben. Überall gehäufte Fallfehler – und das vor 25 Schülern bzw. vor 200 Eltern am Elternabend, nicht bei irgendeinem vom Handy aus geschriebenen Kommentar…

      • Karin sagt:

        Wenn wir allen, die nicht fehlerlos deutsch sprechen / schreiben, jegliche Kompetenzen absprechen würden, dann hätten wir hier in der Schweiz wohl ein Problem…

      • mila sagt:

        Sie übersehen dabei einen Umstand, @Karin: Tirza Schneider unterrichtet ihr Kind/ihre Kinder nicht zuletzt auch im Fach Deutsch. Und da würde ich doch so etwas wie grammatikalische Sattelfestigkeit erwarten.

      • Karin sagt:

        Mila, die Fallfehler-Lehrerinnen, die ich erlebt habe, unterrichten mehr als nur ihre eigenen Kinder im Fach Deutsch…

  • Widerspenstige sagt:

    Das ist doch eher ein kleineres Problem, das Sie da medienwirksam zur Diskussion einbringen, Frau Binder-Keller. Ich bin immer dafür, dass Kinder in einem bereichernden Elternumfeld aufwachsen, u wo sichtbarer Mangel diesbezüglich herrscht, da näher hingesehen werden sollte. Dafür gibt es ja jetzt die KESB, falls es sich um echte Probleme handelt. Aber für eine so harmlose Anzahl von ca. 500 Zuhauseunterrichter in der gesamten Schweiz OHNE sichtbare Nachteile mE offensichtlich wahlkampfmässig an den Haaren herbei geredetes Problem. Was meinen Sie zum Vorzeige-Homeschooler Stefan Bachmann?!

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Widerspenstige

      schliesse mich Ihnen bei diesem Thema vollumfänglich an! 🙂

      • Binder-Keller sagt:

        Ich bin immer wieder erstaunt, wie man ein mögliches „Problem“ an der Anzahl derjenigen festmacht, die es betrifft. Für mich zählt jedes Kind einzeln. Deshalb stelle ich ja auch nicht das Homeschooling zur Diskussion, sondern die Qualitätssicherung darüber. Die müsste man bei uns verbessern.

      • Brunhild Steiner sagt:

        …und mich erstaunt dass dies offenbar ein Anliegen ist,
        welches Sie schon ganz offiziell vorgebracht,
        von einer mitdenkenden Mehrheit anscheinend nicht unterstützt, per Abstimmung abgelehnt-
        und Sie nun in diesem Gefäss dafür Stimmung machen versuchen…

      • Muttis Liebling sagt:

        Da muss auch ich widersprechen. Politik dient dem Gemeinwohl, nicht jedem einzelnen Kind. Für einzelne Kinder sind die Eltern und Erzieher im weitesten Sinne da.
        Die Häufigkeit eines Phänomens spielt sehr wohl eine Rolle, wenn es um die Einschätzung der politischen Relevanz geht, die hier offensichtlich gegen Null geht. 500 Exoten bezogen auf eine 8 Mill.- Bevölkerung sind nicht der Rede wert.

      • Evelin Camponovo sagt:

        Hm, und die ganzen Kinder, die in der Schule gemobbt werden, nicht nur von Schülern, auch von Lehrern? Wo die Eltern nur die Möglichkeit haben, das Kind auf eine Privatschule zu geben oder pro forma woanders wohnen zu lassen? Was ist mit den Kindern, die jeden Tag auf ihre Unzulänglichkeiten hingewiesen werden, die stundenlang in einer homogenen Klasse sitzen, unmöglich, ihr Wissen an jüngere weiterzugeben oder von älteren zu lernen, Kinder, die auf dem Schulweg regelmässig verbal und körperlich attackiert werden, wieviele sind das?

      • Juliana sagt:

        Evelin: „Hm, und die ganzen Kinder, die in der Schule gemobbt werden, nicht nur von Schülern, auch von Lehrern?“

        Was ist eigentlich los mit Ihnen? Hanebüchen, was Sie hier (und an anderer Stelle) über das Schulsystem von sich geben.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Juliana

        ich schätz mal Eveline geht es um das Verhältnis, es werden wohl weitaus mehr Kinder im regulären Schulsystem vor sich hinleiden als von diesen 500 homegeschoolten schlechte Erfahrungen machen deswegen.

      • Juliana sagt:

        @Brunhild: Kommt halt drauf an, ob man von absoluten Zahlen spricht oder von relativen.

      • Sportpapi sagt:

        Danke, Frau Binder-Keller, dass Sie sich dafür einsetzen. Es sind immerhin 500 Kinder. Und alle verlassen sich darauf, dass es deren Eltern schon irgendwie recht machen. Was, wenn nicht, und niemand merkt es?
        @BS: Dass das Thema politisch abgelehnt wurde, macht es nicht weniger zu einem Diskussionspunkt, oder? Damit ist es nicht vom Tisch. Wie viele Themen, die Sie für wichtig halten, mussten mehrfach eingebracht werden? Wie viele Male sind Sie mit der Politik nicht einverstanden, und rufen sogar zu Protesten auf? Wenn Sie wieder mal völlig korrekte Plakate übermalen möchten…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi
        schön dass Sie sich bei dafür bedanken eine verlorene Abstimmung in ihrer Herkunftsbehörde nun auf diesem Weg ausschlachten zu wollen, ich gehe nach wie vor davon aus, solange Betreffende dazu keine Daten liefert, dass der Kanton AG offenbar keine negativen Erfahrungen mit homegeschoolten gemacht hat.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Ich gehe davon aus, dass man gar keine negativen Resultate erkennen würde, selbst wenn es sie gäbe. Weil schlicht die Erfassung/Überprüfung fehlt.

      • Franz Vontobel sagt:

        Politik dient dem Gemeinwohl, nicht jedem einzelnen Kind.

        „For the greater good“, genau. Das Argument, um wirklich ganz grosses Unheil anzurichten…

    • Sportpapi sagt:

      Ohne sichtbare Nachteile? Woher weisst du das? Genau dafür wären doch genauere Prüfungen erforderlich.

    • Marianne Binder-Keller sagt:

      @brunhild steiner: mehrheit? abstimmung? das traktandum wurde noch gar nicht behandelt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Dann sind die Aussagen von C.Marek und Lukas Herzog nicht korrekt?
        Falls dem so ist entschuldige ich mich für die Unterstellung,
        in dem Fall kämpfen Sie nicht nach einer verlorenen Schlacht, sondern befinden sich am Vortag zu ihr,
        ein grosser Unterschied.

        Aber wundern tut es mich dennoch, was sind die konkreten negativen Erfahrungen welche Kt AG mit homegeschoolten macht? Und demgegenüber stehen wieviele Erfahrungen inklusive Kosten auf öffentlicher Seite? Und haben Sie auf jenem Gebiet schon alle möglichen Massnahmen gesprochen und umgesetzt?

  • Brunhild Steiner sagt:

    @C.Marek
    @Lukas Herzog

    interessante Hintergrundinfo, aufschlussreich dazu…

    • Evelin Camponovo sagt:

      Hm, und die ganzen Kinder, die in der Schule gemobbt werden, nicht nur von Schülern, auch von Lehrern? Wo die Eltern nur die Möglichkeit haben, das Kind auf eine Privatschule zu geben oder pro forma woanders wohnen zu lassen? Was ist mit den Kindern, die jeden Tag auf ihre Unzulänglichkeiten hingewiesen werden, die stundenlang in einer homogenen Klasse sitzen, unmöglich, ihr Wissen an jüngere weiterzugeben oder von älteren zu lernen, Kinder, die auf dem Schulweg regelmässig verbal und körperlich attackiert werden, wieviele sind das?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Evelin Camponovo

        mit diesen Fragen müssten Sie sich wohl an Frau Bi nder -Ke ller wenden.

      • Sportpapi sagt:

        Gute Frage, Evelin: Scheint so, als ob Sie es genau wissen würden. Und da ist nun Homeschooling eine Lösung? Aber nur, wenn sie möglichst keine Kontrollen gibt?
        Übrigens: von einigermassen homogenen Klassen träumt man eigentlich nur. Meistens ist die überbordende Heterogenität eher das Problem…

  • mein name sagt:

    Ich dachte, dieses PowerFlowerKonzept ist, gleich wie Nichtautoritäre Erziehung und (hoffentlich bald) der Neoliberalismus von allen als gescheitert eingestuft… Anscheinend gibt es noch ein paar unverrückbare Hiterwäldler, die es noch nicht begriffen haben…

  • Lukas Herzog sagt:

    Da Frau Binder im Kt. AG abgeblitzt ist, muss sie sich wohl anderweitig im Gespräch halten.
    Frau Binder, wenn Sie etwas für die Kinder tun wollen, dann setzen Sie sich doch einmal mit den zigtausend Schulkindern auseinander, die täglich gemobbt, geschlagen, kritisiert werden und Stresssymptome aufgrund des zunehmenden Schuldrucks aufweisen. Und überlegen Sie sich doch mal, wieso es Eltern gibt, die sich Homeschooling „antun“. Für diese Eltern bedeutet es nämlich einen enormen finanziellen und zeitlichen Mehraufwand. Dies alles nimmt man in Kauf, weil einem das Wohl des Kindes am Herzen liegt.

    • tststs sagt:

      Mit dem „Wohl des Kindes“ ist es halt so eine Sache… ich z.B. finde es gar nicht zum Wohle des Kindes, wenn man ihm die Gelegenheit nimmt, eigene Erfahrungen zu sammeln, und zwar auch negative!
      Ja, Mobbing ist nichts Schönes, aber man kann seine Kinder nicht vor allen negativen Erfahrungen schützen! Wie sollen da selbstständige Erwachsenen dabei herauskommen….?!

  • C.Marek sagt:

    Liebe Frau Binder
    Sie konnten Ihr Anliegen bereits im Grossen Rat einbringen, die Mehrheit des Kantonsparlamentes war aber der Meinung, strengere Kontrollen seien nicht nötig. Ihre Argumente wurden gehört, die Ihrer Gegner auch und Sie sind unterlegen, das bisherige System wurde (auch aufgrund der Erfahrungen damit) für ausreichend befunden. Ich finde, auch wenn Sie mit der demokratisch getroffenen Entscheidung nicht zufrieden sind, wird es Zeit, sie zu akzeptieren und sich einem neuen Thema zuzuwenden. Es gibt genug andere Anliegen, auch in der Bildung, die diskutiert werden sollten.

    • Thirza Schneider sagt:

      Sehr gut geschrieben! Es wäre schön, wenn Frau Binder sich mit gleich viel Energie anderen Problemen in der Bildung widmen würde!

    • Thirza Schneider sagt:

      Sehr gut geschrieben! Es wäre schön, wenn Frau Binder sich mit gleich viel Energie anderen Anliegen in der Bildung widmen würde.

    • Binder-Keller sagt:

      Im Grossen Rat hat weder eine Diskussion stattgefunden, noch hat eine Mehrheit entschieden. Weder meine, noch die Argumente der Gegner wurden gehört. Ganz einfach deshalb,
      weil das Traktandum noch gar nicht behandelt wurde…

  • Christoph Schnyder sagt:

    Wenn ich das richtig verstanden habe, werden schweizweit eh nur ein paar hundert Kinder homegeschoolt, und die dann auch nur von Eltern mit Lehrpatent. Da jetzt in Zeitungsblogs ein Qualitätsproblem herbeizureden, nur weil einige Kantone nicht auch noch kontrollieren, ob immer und überall auch das richtige Diplom bei den Eltern vorliegt, scheint mir völlig übertrieben. Klar sollte man danach schauen, aber das wäre für mich eine Sache der Klärung mit den zuständingen Behörden. Ansonsten fällt das für mich in die Kategorie Burka-Diskussion – viel Populismus zu einem kaum existenten Problem.

    • Moor sagt:

      Nein, das mit dem Lehrerpatent stimmt nicht. Es steht im Text, Eltern mit „Lehrabschluss“ (nicht „Lehrerabschluss“) dürfen ihre Kinder zuhause unterrichten. Grosser Unterschied.

      • Brunhild Steiner sagt:

        …bleibt trotzdem eine Kam pagne meiner Meinung nach…

      • Christoph Schnyder sagt:

        Doch, das mit dem Lehrpatent stimmt gemäss Artikel in fast allen Kantonen, s, sechster Abschnitt. Nur im Kanton Aargau fehlt scheinbar so eine formelle Anforderung. Wenn das so ist, könnte es potentiell im Kanton Aargau ein Qualitätsproblem geben. Ich glaube es aber nicht wirklich, denn auch dort wird es ein Bewilligungsverfahren geben, in dem vermutlich in der Praxis nicht einfach jedem Blumenbinderlehrabsolventen das Homeschooling genehmigt wird. Und wenn doch, dann sollte man mal die Behörden dort in die Pflicht nehmen, statt auf nationaler Ebene über Homeschoolingqualität zu politisieren.

      • Moor sagt:

        Ja, stimmt, es steht „in den meisten Kantonen“: Aber die Mutter, die den anderen Artikel über Homeschooling schreibt (vgl. Querverweis), verfügt auch nicht über ein solches Patent. Oder reicht es, Katechetin zu sein? Mich nähme wunder, was genau zulässig ist.

      • Thirza Schneider sagt:

        Im Kanton Bern braucht man keine pädagogische Ausbildung, die eigenen Kinder zu unterrichten, da der Unterschied zwischen einer Schulklasse von 20-30 Kindern und eine „Klasse“ von 1-2 Kindern zu Hause riesig ist. ABER: in jedem Kanton, wo Homeschooling überhaupt zulässig ist, müssen die Familien den Lehrplan einhalten (und dies wird kontrolliert) und wenn sie selber nicht über ein Lehrerpatent verfügen, müssen sie von einer Lehrperson begleitet werden. Es gibt also bereits Kontrollen, die meiner Meinung nach genügen.

      • Sportpapi sagt:

        @Thirza Schneider: Können Sie uns diese Kontrollen einmal beschreiben. Wie läuft das ab?

  • Moor sagt:

    Ob bezüglich Homeschooling wirklich reliable Kontrollen durchgeführt werden können, ohne den Aufwand (und die damit verbundenen Kosten) ins Unermessliche zu steigern, erachte ich als fraglich.

    Viel besser wäre es, die Möglichkeit, Kinder überhaupt zuhause unterrichten zu dürfen, massiv einzuschränken, so dass das nur noch in Ausnahmefällen (z.B. Krankheit) erlaubt ist.

    • Brunhild Steiner sagt:

      … dann sollte man aber auch die Geldgeber in ihrer notorischen Verweigerungshaltung
      den öffentlichen Schulen die notwendigen Infrastrukturen, Stellenpläne etc usw zu bewillgen und die dazu notwendigen Summen zu sprechen
      massiv einschränken…,
      Kinder und Jugendliche welche dadurch im Lernverhalten behindert werden verursachen nämlich mehr Kosten als die paar homegeschoolten!

      • Moor sagt:

        Habe ich Sie richtig verstanden: Sie meinen also, die Infrastrukturen zuhause sind besser als die in den öffentlichen Schulen, wodurch die Kinder zuhause besser ausgebildet werden?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Moor

        unter der schlechten Infrastruktur und Sparmassnahmen im öffentlichen Schulbereich leiden wesentlich mehr Kinder mit wesentlich mehr negativen Folgen fürs Gesamtbudget! So viel mir bekannt ist fallen homegeschoolte nicht mit hohen Mehrkosten auf weil sie bspw keine Lehrstellen finden oder es im Studium/Anschluss nicht klappt.

      • Moor sagt:

        @Brunhild: Das würde mich jetzt genauer interessieren. Gibt es dazu konkrete Zahlen (oder detailliertere Information), dass Jugendliche wegen einem Mangel an passenden Infrastrukturen später scheitern? Worum geht es denn hier, um unzureichende Informatikkenntnisse (z.B. von Textverarbeitungsprogrammen o.ä.)? Auf welche Quellen nehmen Sie Bezug?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Moor
        da denk ich an ganz vieles, und nein, ich führe kein Archiv wo ich dann passend untermauern kann, beziehe mich einfach auf darüber Gelesenes und Erlebtes.
        Bsp Abschaffung der Kleinklassen als verkappte Sparmasnahme, selbstverständlich anders kommuniziert.
        Im Folgenden keine Sicherstellung der Betreuung dieser neu in die Regelschule verschobenen Kinder,
        begleitende Heilpädagogin auf Minimstpensum, steigende Unruhe in Klasse und nicht überall Stoffplanzielerreichung vor Übertritt.
        Sek B Schüler mit bescheidenen Deutschkenntnissen obwohl hier eingeschult- sowas dürfte es einfach nicht geben

      • Brunhild Steiner sagt:

        2
        das hat für mich mit mangelnder Infrastruktur und mangelhafter Erfassung der wirklichen Probleme zu tun.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Moor
        Teil 1 hängt

      • Moor sagt:

        @Brunhild: Ok, ich verstehe. (Ich hatte etwas anderes im Kopf bezüglich „Infrastruktur“ und kenne mich in den von Ihnen genannten Bereichen auch nicht detailliert aus.)

        Dennoch glaube ich nicht, dass Homeschooling besser sein soll als das, was die Volksschule bietet. Nämlich zumindest ausgebildetes, neutrales Lehrpersonal.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Moor

        ich bin eigentlich überzeugte öffentliche-Schulnutzerin, keine Sorgen diesbezüglich. Aber angesichts der auch eher desolaten Verhältnisse, zu Infrastruktur gerne auch ungeeignete Räume etc, macht es mich echt hässig wenn da nun eine Polit ikerin so auf „diese Hschler sind ganz übel dran, da müssen wir dringendst was tun!“ macht (obwohl der Kanton AG offenbar keine schlechten Erfahrung mit solchen Absolventen macht), und dort wo wirklich was gemacht werden müsste, da schweigen sie dann alle!

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Die Bildungsausgaben wachsen in der Schweiz und fast in allen Kantonen praktisch jedes Jahr weiter an. Ihre Kritik geht insofern grösstenteils ins Leere. Wenn schon müsste man über die Prioritäten und die Geldverwendung sprechen. Aber insgesamt leisten wir uns in der Schweiz eine tolle Schule, in einer tollen Infrastruktur, mit gut ausgebildeten und bezahlten Lehrern, mit relativ kleinen Klassen, modernen Methoden, mit unglaublich viel Begleitmassnahmen (Psychomotorik, Heilpädagogik, Förderunterricht, Logopädie, Schulsozialarbeit, Hausaufgabenhilfe, Betreuung, usw.).

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        machen Sie mal halblang, relativ kleine Klassen im Verhältnis zu wo und wann?
        Zu den Zeiten mit 40 und mehr Kindern? Angesichts der heutigen Zusammensetzung und damit verbundenem Auseinanderklaffen der mitgebrachten Voraussetzungen sind die Klassen zu gross und zu eng,
        auch wenn im Vergleich zu „früher“ viel kleiner.
        Und die begleiteten Massnahmen im Minimstpensum eine Augenwischerei.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Relativ kleine Klassen gegenüber früher, und ich nehme an, auch im int. Vergleich (das weiss ich es nicht genau). Zumal ja die Bildungsforschung gezeigt hat, dass Klassengrösse eher nicht relevant ist. Die schulischen Unterstützungsmassnahmen sind in den letzten Jahren geradezu explodiert, ebenso die entsprechenden Stellenprozente. Die Heterogenität in der Klasse wurde ein Thema (aber ob sie grösser ist als früher?), aber sie ist teilweise gewollt und wird sehr unterschiedlich bewertet. Hier hat z.B. eine Homeschoolerin die zu grosse Homogenität in der Schule beklagt…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi

        „Zumal ja die Bildungsforschung gezeigt hat, dass Klassengrösse eher nicht relevant ist.“
        ist aber nur die halbe Wahrheit, denn sowie ich diese Resultate mitbekommen habe, ist sie nur dort nicht relevant wo keine beachtlichen Unterschied bezüglich Deutschgewandtheit, Sozialverhalten- plump gesagt, dem mitgebrachten Rucksack, bestehen.
        Meine Erfahrungen beziehen sich aber auf Klassen in denen diese Unterschiede markant sind, mit dementsprechenden Auswirkungen. Und die paar Stunden anwesende Förderlehrerin/Heilpädagogin bringt wenig. Die Raumgrösse bringt auch keine Erleichterung.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Also zurück zu den Kleinklassen. Ich bin dafür.

  • Andi sagt:

    Interessant wäre doch, ob es irgendwelche Untersuchungen zu dem Thema in der Schweiz gibt. Sind solche Homeschooler dann später benachteiligt? Das würde ich mir vermehrt bei solchen Artikeln wünschen. Jeder hat eine Meinung, Von einer Zeitung würde ich mir schon bessere Hintergrundinformationen wünschen, vor allem auch der Versuch Fakten zusammen zu tragen.

  • Thirza Schneider sagt:

    Liebe Frau Binder, wir unterrichten seit August 2014 unsere Kinder zu Hause und seit dieser Zeit lerne ich die Homeschool-Community in der Schweiz immer besser kennen und bin ehrlich gesagt vor allem nur beeindruckt. Bei der grossen Mehrzahl dieser Familien ist das Homeschooling nicht irgendein Projekt der Eltern, sondern wurde nach reiflicher Überlegung gewählt im Interesse der Kinder. Die Kinder profitieren dabei nicht nur von einem individuell angepassten Unterricht zu Hause, sondern auch von etlichen Angeboten in der Homeschool-Community, wie Lernanlässe, gemeinsame Treffen…

    • Thirza Schneider sagt:

      und von anderen Homeschool-Müttern, die ihre Talente und Leidenschaften für die ganze Homeschool-Community einsetzen, wie z.B. Geschichten-Wettbewerbe, Geografie durch Brieffreundschaften u.a. Wie viel wissen Sie denn wirklich über Homeschool-Familien? Wie viele haben Sie schon besucht? Übrigens, „Deschooling“ wird empfohlen, wenn eine Familie die Kinder zum ersten Mal aus der Schule nimmt und die Kinder das „System Schule“ erst einmal loslassen müssen, um die Lernfreude wieder zurück zu bekommen. Deschooling ist also kein Dauerzustand, sondern dauert in der Regel einige Monate.

  • Nicole Wyss sagt:

    „Doch was ist mit den Rechten der Kinder?“ Gute Frage, Frau Binder. Was ist denn mit dem Recht der Kinder, dass in der Familie gut für sie gesorgt wird und sie mit der Familie verbunden sein dürfen? Was ist mit dem Recht der Kinder, dass auf sie und ihre Bedürfnisse eingegangen wird? Was ist mit dem Recht der Kinder, Kind sein zu dürfen und nicht bereits mit 4 Jahren in ein System gezwängt zu werden? Wie schön ist es doch, dass es Eltern gibt, die ihre Verantwortung wahrnehmen wollen und ihre Kinder nicht einfach ausser Haus haben wollen. Schade, dass einem dies so schwer gemacht wird.

  • fabian sagt:

    guter beitrag, frau binder-keller, besten dank dafür!

    • Brunhild Steiner sagt:

      …klingt für mich eher nach billiger Po litkam pagne, und wie gesagt, bloss lachhaft sich auf eine derartige Minderheit, welche nicht mal negativ auffällt, zu konzentrieren, als dort wo’s wirklich brennt, wo Gelder und Zeit en masse investiert werden müssen um schlimmeres zu verhindern.

    • Brunhild Steiner sagt:

      …klingt für mich eher nach bil liger Po litkam pagne, und wie gesagt, bloss lac hhaft sich auf eine derartige Minderheit, welche nicht mal negativ auffällt, zu konzentrieren, als dort wo’s wirklich bren nt, wo Gelder und Zeit en masse investiert werden müssen um schlim meres zu verhindern.

      • Moor sagt:

        Es geht darum, eine durch falsche Motivation durchgeführte Abkapselung von Kindern zu verhindern.

        Natürlich fällt diese Minderheit nicht auf. Vieles, was zuhause so abläuft, fällt nicht auf.

      • Sportpapi sagt:

        Nun ja, es gab ja schon einiges auf der Welt, was gar nicht negativ aufgefallen ist. Und trotzdem sind wir froh, wenn mal jemand genauer hingeschaut hat.

  • Muttis Liebling sagt:

    Zum Thema: In einem Staat, der sich als basisdemokratische Wettbewerbsgesellschaft betrachtet kann man doch mal das ein oder andere Experiment wagen. Wenn es nur ein paar Hundert Schüler betrifft, mischt man sich gar nicht ein und evaluiert das Resultat erst nach dem Berufseintritt. Viel schief gehen kann nicht, die Erwachsenenbildung hierzulande funktioniert bestens, Nachholen von eventuell vergessenen Inhalten sollte keine Schwierigkeit sein.

    Aber vielleicht entstehen Qualitäten, welche die organisierte Schule nicht erzeugt und damit auch nicht bewerten kann.

  • nounou sagt:

    Aha, Kontrollen lassen Kinder wachsen und machen sie zu starken Persönlichkeiten

  • Zuberbühler Saskia sagt:

    Zitat: „…doch das Kind selbst ist mehr als ein Projekt“ …
    Genau, und genau DESHALB, weil meine Kinder MEHR als ein (Schul-)Projekt sind, schule ich sie selber.
    Die Schule hat die Ressourcen nicht, individuell auf jedes Kind einzugehen – wie auch, bei 20 und mehr Kinder pro Klasse und viel zu jungen LehrerInnen ohne jegliche Lebenserfahrung?
    Da sitzen die Kinder 28 Lektionen und mehr im Schulzimmer, 3 verschiedene Lehrer versuchen, ihnen Rechnen und Deutsch beizubringen, und Fakt ist, dass ich als Mutter, das ganze vertiefen muss – weils in der Schule nicht klappt…

    • Thirza Schneider sagt:

      und dazu kommen noch all die Sparmassnahmen, Integration vom Kindergarten bis zur 6. Klasse, dann wieder Selektion, gestrichene Musik-, Werk- und Turnstunden, ausländische Kinder, die aus Kostengründen kaum gefördert werden usw. Mir tun die LehrerInnen leid, die heutzutage mit so viel Druck und so wenig Mitteln in einer Klasse bis zu 30 Kindern ihr Bestes geben…

    • Bubenmutter sagt:

      Meine Kinder (2.-8. Klasse) haben (bis jetzt) in der Schule Deutsch und Mathe gelernt, ohne dass ich das zu Hause vertiefen musste – neben dem üblichen Abfragen vor Lernkontrollen. Eine der meiner Ansicht nach begabtesten Lehrpersonen (im Bereich des Individualisierens) war noch sehr jung…ich finde es nicht fair, dass aufgrund einer bestimmten Erfahrung Rückschlüsse auf alle anderen gleichen/ähnlichen Situationen gezogen werden.

  • Chris Fogg sagt:

    Die Homeschool nimmt dem Kind die wichtige Entwicklung sich in ein System zu integrieren und sich mit diesem auseinandersetzen zu müssen. Aber leider muss ich zugeben, dass die Volksschule am Niedergehen ist. Schweizer sind ja in den meisten Klassen heute in der Minderheit. Das schlägt sich leider auch auf der Qualität nieder. Daher nimmt in unserem Umfeld der Abgang in die Privatschulen erheblich zu. Auch wir sind es uns für unsere Kinder auch schon am überlegen. Aber Homeschool würde ich meinen Kindern nie antun. Sie brauchen das Verlassen des Hauses für ihre eigene Welt.

    • Thirza Schneider sagt:

      Unsere Homeschool-Kinder sind an vier Morgen in der Woche zu Hause, um den Stoff des Lehrplanes zu lernen. Am 5. Morgen sind sie mit anderen Homeschool-Kindern am Turnen, in einem Freizeithaus am Basteln oder nehmen an einem Lernanlass im Planetarium, im Wasserkraftwerk, in der Kinderklinik, im Zoo, usw. teil. An den Nachmittagen sind sie mit Sport und Musik beschäftigt (auch ausserhalb des Hauses) oder spielen draussen mit den Nachbarskindern. Sie bewegen sich mehr in der öffentlichen Gesellschaft als Schulkinder, die 25-30 Stunden pro Woche im Schulzimmer sitzen.

      • 13 sagt:

        „Am 5. Morgen sind sie mit anderen Homeschool-Kindern am ….. “

        Das ist für mich gerade ein Grund, warum ich ohne Not kein Homeschooling machen würde. Ich glaube Ihnen schon, dass ein sozialer Kontakt auch bei diesen Kindern entstehen kann. Das Umfeld ist jedoch viel ausgeglichener. Meine Kinder haben der Schule auch viel Kontakt mit anderen Kindern, aber niemals in dieser Zusammensetzung von verschiedenen kulturellen und sozialen Herkunft, wie dies in der Schule der Fall ist. Es sind dann eher die Kinder (und Eltern), die ähnlich ticken wie wir. Das reicht mir aber nicht aus.

      • Juliana sagt:

        Stimme 13 völlig zu.

      • Thirza Schneider sagt:

        Liebe 13, mit wem sollen denn unsere Kinder sonst am 5. Morgen zusammen sein, wenn alle anderen Kinder in der Schule sind? Haben Sie auch gelesen, was unsere Kinder am Nachmittag machen? In unserem Quartier hat es Kinder in jeglichem Alter und von verschiedenen Kulturen, in den Vereinen wo sie tätig sind auch. Ausserdem haben wir ausländische Tageskinder und kommen sie regelmässig mit ins Asylantenheim. Also, um den Kontakt mit Kindern und Erwachsenen mit verschiedenen Hintergründen mache ich mir bei meinen Kindern gar keine Sorgen.

      • 13 sagt:

        @ Frau Schneider
        Ja, habe ich gelesen. Ich gehe jedoch im Gegensatz zu Ihnen davon aus, dass das die Schulkinder ebenfalls machen. Ich war in der Schule, habe draussen gespielt und war in x Vereinen. Und doch war diese zufällige Mischung, wie sie in der Schule gegeben ist, nirgendwo anders gegeben. Denn warum geht man in den Fussballverein? Weil man gerne Fussball spielt. Das gilt für alle. Und wir haben keinen eingeschränkten Freundeskreis und doch gesellt sich gleich und gleich gerne, in der Schule geht das nur beschränkt. Und auch die andere Seite: Wer kann es sich leisten homeschooling zu

      • 13 sagt:

        machen? Die Bildungselite? Ich will keine Volksschule, wo dieser Teil der Kinder fehlt, sondern wo alle vertreten sind, damit die Mischung, die ich für wichtig halte, bestehen bleibt. Ich verurteile niemanden für diesen Entscheid. Es ist für mich persönlich aber das Hauptargument, es selber nicht ohne Not einzuführen. Neben dem Fremdeinfluss, den ich für wichtig halte, denn Kinder sollten von einem ganzen Dorf „erzogen“ werden. Ich gebe der Volksschule gerne eine Chance, wenn es nicht geht, kann ich Alternativen suchen.

      • Thirza Schneider sagt:

        „13“, also, viele Homeschool-Familien die ich kenne gehören ganz und gar nicht zur Bildungselite, so wie auch wir nicht. Mein Mann arbeitet als Hauswart und ich sollte eigentlich arbeiten gehen, um mit unseren Nachbarn und Freunden mithalten zu können was „Haus, Auto, Ferien“ betrifft, was ja hier in der Schweiz schon fast zum normalen Luxus gehört. Doch, ja, wir haben aus Not gehandelt, da unsere Tochter extreme Stresssymptome zeigte in der Schule und je länger wir Homeschooling machen desto mehr bin ich davon überzeugt.

      • 13 sagt:

        @ Frau Steiner
        Vielleicht war das Wort Bildungselite falsch. Trotzdem ist es nur für diejenigen Familien wirklich möglich, die eine gewisse Bildung und Wissensstand mitbringen. Eltern mit sehr tiefer Schulbildung oder vielleicht fehlenden Sprachkenntnissen könnten das gar nicht leisten bzw. es könnte für die Kinder eher ungünstig enden. Auch nicht solche, die auf zwei Löhne angewiesen sind und zwar nicht für „Luxus“. Wenn Not bestand, sehe ich es aber anders, als wenn es aus Ideologie besteht. Da würde ich auch handeln, wie, hängt von der Situation ab.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @13

        ich find den heutigen Beitrag zwar auch eher erbärmlich
        aber bin dennoch nicht die homeschoolende Frau Schneider, nur damit Sie mich da nicht verwechseln in Zukunft
        😉

      • 13 sagt:

        @ Frau Brunhild Steiner
        Entschuldigung. Wenn man kommentiert und dazu noch 3 weitere Dinge verrichtet, kommt es nicht immer gut.

      • Sportpapi sagt:

        Frau Schneider, ich wundere mich ja eigentlich, wie Sie bezüglich Ihrer Tochter über Stress klagen (bis hin zu Burnout), zu hohe Anforderungen, zu viele Aufgaben, insgesamt also zu viele Stunden. Und nun schaffen Sie das alles locker in der halben Zeit.

    • Evelin Camponovo sagt:

      “ In ein System integrieren“? Mein Kind integriert sich, es unterhält Kontakte mit Nachbarn, Freunden, in Jugendgruppen, bei allen täglichen Verrichtungen, genau das ist Integration, die Schule ist nicht das Leben, sonst würden nicht 20-30 Kinder gleichen Alters in einen Raum gesperrt, sie lernen lediglich, sich mit Gleichaltrigen zu vergleichen. Und es spricht ja viel für Homeschooling, die Kinder kommen schneller vorwärts als in einer Klasse rumzusitzen, sich zu langweilen, die Tage unproduktiv zu verbringen,…

      • Juliana sagt:

        @Evelin: „als in einer Klasse rumzusitzen, sich zu langweilen, die Tage unproduktiv zu verbringen,…“

        Haben Sie die Schule wirklich so erlebt? Ich selbst war in der Primarschule immer Klassenbeste, aber gelangweilt habe ich mich nicht, ich ging sehr gerne hin. Ich sass gerne im Unterricht und vor allem verbrachte ich die Tage gerne mit meinen Klassengspänli. Ich freute mich jeweils, wenn die Schulferien vorüber waren.

        Die Zeit mit den Peers ist extrem wichtig, ein paar Kontakte mit Nachbarn kann den Schulalltag nicht ersetzen.

        Sie zeichnen ein trauriges Bild von der Volksschule, Evelin.

      • Ionescu sagt:

        @Juliana
        Sehr schön für Sie. Ich war auch Klassenbester. Gleichzeitig hielt ich auch den Rekord für die meisten Strafaufgaben, ich hatte nämlich als Einzelperson mehr Seiten niedergeschrieben, als eine ganze Klasse 9.Klässler und dies bereits im 7. Schuljahr. Wie Sie sich vorstellen können, war mein Vorlagenmaterial immer das aktuelle Lehrbuch, bis ich soweit war, aus dem nächstjährigen abzuschreiben. Was niemand gemerkt hat: diese Strafe hat alles viel schlimmer gemacht, ich beherrschte den Stoff bereits Monate im Voraus, habe den Unterricht noch mehr gestört und war noch viel unproduktiver!

      • Juliana sagt:

        @Ionescu: Es ist aber nicht typisch, dass die Klassenbesten auch die meisten Strafaufgaben schreiben. Da müssen Sie mir wahrscheinlich zustimmen, dass ich mich wohl als typischeres Beispiel sehen darf (keine einzige Strafaufgabe in meiner schulischen Laufbahn). Den Unterricht zu stören hat sehr häufig andere Gründe als eine Unterforderung. Ob es hilft, solche Kinder einfach zu isolieren, sei mal dahingestellt.

      • Juliana sagt:

        Zudem entspricht das der Wahrnehmung so vieler Eltern, die glauben, ihr Kind sei einfach hochbegabt und darum verhaltensauffällig…

  • Muttis Liebling sagt:

    Am Rande: Ich würde es begrüssen, wenn die Schweiz Englisch als alleinige Landessprache einführte. De facto ist der Wortschatz eh schon denglisch durchseucht, korrektes Deutsch wird, von wenigen Ausnahmen abgesehen, noch nicht einmal von Bundespolitikern oder Rundfunk-. und Fernsehmoderatoren gesprochen. 99% der Einwohner beherrschen die Sprache nicht, in welcher das Gros der Gesetze und Verfügungen entworfen wird. Das ist grotesk und einmalig in der Welt.
    Letztendlich ist es eine Frage der Höflichkeit und des Respekts vor einer Kultursprache, diese nicht so derartig in den Schmutz zu ziehen.

    • Daniel Wyss sagt:

      99% können die Landessprache nicht richtig, und deshalb soll nun alles auf Englisch umgestellt werden? Weil alle so gut Englisch sprechen in der Schweiz? Warum ziehen Sie nicht in ein englischsprachiges Land? Dort werden Sie dann feststellen dass nicht alle richtig Englisch können. Aber dann kann man ja dort Deutsch als Sprache einführen…

      • Muttis Liebling sagt:

        Was will man machen, wenn in der Deutschschweiz nun mal keine Bereitschaft besteht, die deutsche Sprache Duden- konform zu erlernen?
        Englisch ist sehr viel einfacher als Deutsch und der Hang zum Englischen ist auch in diesem Blog, mit solchen Gräuelbegriffen wie ‚Kids‘ oder dem heutigen ‚Homeschooling‘ sehr ausgeprägt.
        Sicher wäre es besser, die Schweizern würden deutsch sprechen. Aber das wird bewusst verweigert. Statt dessen stammelt man bergdorfintoniertes Denglisch. Viele moderne englische Begriffe haben es in den Duden geschafft, damit gehören die dazu, ‚Kids‘ oder ‚Meeting‘ z.B. nicht.

      • Moor sagt:

        Muttis Liebling: „Was will man machen, wenn in der Deutschschweiz nun mal keine Bereitschaft besteht, die deutsche Sprache Duden- konform zu erlernen?“

        Die besteht in Deutschland noch weniger. Kleines Beispiel: Die Deutschen hätten eigentlich vom Moment des Spracherwerbs an 6 (!) Zeitformen zur Verfügung. Uns wie viele benutzen sie? Etwa gleichviele, wie es im Schweizerdeutsch gibt…
        Hören Sie mal genau hin, wenn das breite deutsche Volk etwas erzählt. Plusquamperfekt bis zum Abwinken. Schlimm.

      • Moor sagt:

        „Englisch ist sehr viel einfacher als Deutsch“

        Auch hier täuschen Sie sich. Zwar ist die englische Grundgrammatik relativ übersichtlich, aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die wahre Schwierigkeit liegt im immens breiten Wortschatz und in den unzähligen Ausnahmen im Grammatikbereich. Es braucht wirklich sehr viel, um die englische Sprache einwandfrei zu beherrschen.

      • Carolina sagt:

        Tja, ML: ist Ihnen heute morgen wieder eine Schweizer Laus über die Leber (!) gelaufen? Als ob die Dialekte in Deutschland Duden-konform wären…… Würden Sie eigentlich auch auf die Idee kommen, den Schotten ihre Sprache ausreden zu wollen? Oder den Iren?
        Mal ganz abgesehen davon, dass Sie ja mit Englisch total aufgeschmissen wären, nicht wahr? Auch die Notwendigkeit fürs Erlernen von Russisch hat sich ja wie die ganze DDR so ziemlich erledigt. Time to get over it!

      • Muttis Liebling sagt:

        Sicher, Carolina, die deutschen Dialekte sind genau so grausam und die Beherrschung der Sprache im breiten Volk, Moor, ist auch nur grenzwertig. Es reichte völlig, wenn Bundespolitiker und die Sprecher überregionaler SRF- Produktionen sich eines korrekten Deutsch befleissigen würden und nicht ständig die Präpositionen fehlverwenden (die Süddeutschen machen die gleichen Fehler) und eine abenteuerliche Aussprache pflegen, wenn sie nicht in Mundart kommunizieren. Privat soll jeder, wie er kann.
        Für Russisch allerdings sehe ich wie für Mandarin eine grosse Zukunft, die künftigen Weltsprachen.

      • Muttis Liebling sagt:

        2/ Zum Verhältnis der Erlernbarkeit von Deutsch und Englisch muss man sich an die Aussagen von Personen halten, welche beide als Fremdsprachen auf einem guten Niveau erlernt haben. Da hört man regelmässig, dass Deutsch viel mehr Mühe mache.

      • Stranger sagt:

        ML, „abenteuerliche Aussprache pflegen“. Stimmt, manche Leute hierzulande klingen grausam. Das nimmt aber ab, und diese Leute sterben aus. Das Hochdeutsch, das hierzulande als Hochdeutsch durchgeht, ist zumeist alles andere als „abenteuerlich“ sondern in Ordnung, zuweilen sogar gut. Dass es halt nicht klingt wie bei einem Hamburger, sollte für Dich total normal sein und kein Grund zum Kopfschütteln (abgesehen davon, dass halt auch der Hamburger so seine Idiosynkrasien hat). Ich behaupte, dass der durchschnittliche Deutschschweizer besseres Deutsch spricht als der mittlere Münchner.

      • Moor sagt:

        @“muss man sich an die Aussagen von Personen halten, welche beide als Fremdsprachen auf einem guten Niveau erlernt haben.“

        Wir sprechen hier aber nicht von „einem guten Niveau“, sondern von Perfektionismus. Das ist das, was ich oben sage: Man meint sehr schnell, Englisch „gut“ zu beherrschen.

        Zudem: Behaupten Sie tatsächlich, dass die Schweizer Englisch besser beherrschen als Deutsch? Deutsch ist unsere erste Landessprache, nebst Französisch, Italienisch, Romanisch. Nicht Englisch. Was Sie hier von sich geben, ist im Grunde eine Beleidigung für unsere Kultur.

    • semmelweiss sagt:

      Sprache lebt von der Vielfalt.Wir können hier froh sein, 4 Landessprachen und unzählige Mundarten zu haben, das ist in der Tat einmalig und allemal schützenswert.Englisch ist mitnichten einfacher als Deutsch-man kann Englisch nur auf einem tieferen Niveau schneller sprechen, aber das hat nichts mit beherrschen der Sprache zu tun.Ich „lerne“ Englisch seit über 30 Jahren, stosse aber als Nicht-Muttersprachler immer wieder an Grenzen-das wird Ihnen in jeder Sprache so gehen.Es gibt per se keine „einfachen“ Sprachen.Die Tücken stecken immer im Detail nur soweit dringen die meisten Sprecher nie vor

      • Carolina sagt:

        Da gebe ich Ihnen völlig Recht. Eine Vielfalt an Idiomen, Dialekten und Sprachen ist wünschenswert und zeugt von einer lebendigen Kultur. Dazu gehört auch, dass sich Sprache kontinuierlich verändert.
        Aber unser ML hat es nicht so mit Vielfalt – die Gleichmacherei ist mehr sein Ding! Und die böse, böse Schweiz lässt sich so schnell nicht einreden, dass am deutschen Wesen die Welt genesen würde…..

    • Ionescu sagt:

      Wenn man wie in Frankreich die Académie hätte, würde man sich heute nicht darüber beschweren, dass die deutsche Sprache von Anglizismen durchseucht ist.

      • Moor sagt:

        Zudem sollte man nicht vergessen, dass Sprachen sich halt einfach wandeln.
        Englisch entsprang den Sprachen Deutsch und Französisch. Man lese doch mal Texte aus dem Mittelalter, da waren diese Sprachen sehr nahe beieinander!
        Dass man sich heute über Wörter wie „Kid“ aufregt, welches ja ursprünglich aus dem deutschen Wort „Kind“ entstammt, ist eigentlich noch lustig, wenn man es sich so überlegt.

        Und dieses Sich-Wehren gegen Fremdwörter ist doch sowieso etwas heikel, nicht? (Darf man jetzt nur noch „Hubschrauber“ sagen statt „Helikopter“?)

    • Stranger sagt:

      ML, Du beleidigst uns ganz massiv. So nicht. 99% der Schweizer können kein Deutsch? Das stimmt mal sicher nicht. Ich kann Deutsch, und mit mir sehr viele Leute. Ja, ich klinge nicht wie der Hannoveraner, sondern eher wie der Zürcher, aber Deutsch kann ich. Oder was ist Deiner Ansicht nach nötig für Dein Placet?

  • Melina sagt:

    Hätte ich die Möglichkeit in Basel Stadt gehabt, meine Kinder zuhause zu schulen, hätte ich es wahrscheinlich gemacht. Es ist schrecklich zu sehen, dass deutschsprachige Kinder in Basel in ihrer sprachlichen Entwicklung und ihrer Lesekompetenz im Vergleich zu Kindern im Leimental im Alter von 12 um mehrere Jahre im Rückstand sind. Heutzutage sind viele Eltern besser akademisch ausgebildet (auch pädagogisch) als die frisch aus der PH kommenden Lehrer ohne Arbeitserfahrung.

    • luftibus sagt:

      wo haben denn die studierten Akademiker-Eltern ihr pädagogische Rüstzeug her? Alles Sek II Lehrpersonen?

  • Rosa Rettich sagt:

    Ich gebe Ihnen grundsätzlich Recht, aber das Problem ist: Wie kontrolliert man das sinnvoll und ohne die Homeschool-Freiheiten eben wieder massiv einzuschränken? Leistungschecks werden jenen Kindern nicht gerecht, welche zwar viel können, aber halt vielleicht nicht das, was im Lehrplan steht (und den Lehrplan zu missachten, halte ich für durchaus berechtigt), oder die aus gesundheitlichen Gründen zu Hause unterrichtet werden und daher nicht so viel können. Unterrichtsbesuche sind schwierig, denn wer soll da entscheiden, was richtig ist und was falsch, oder wie viel Religion zu viel ist?

    • Michu sagt:

      “ Leistungschecks werden jenen Kindern nicht gerecht, welche zwar viel können, aber halt vielleicht nicht das, was im Lehrplan steht“

      Willkommen im Leben!

      Wenn ich nur viel kann, aber nicht das, was benötigt wird, gehe ich leer aus. Gilt für Beruf, Lehre, etc. Leben allgemein.

      • Rosa Rettich sagt:

        Und das, was im Lehrplan steht, wird benötigt, und alles andere nicht? Das glauben Sie ja selber nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @Rosa Rettich: Der Lehrplan ist ein Konsens darüber, was im Minimum unterrichtet werden soll, was wichtig ist. Viel anderes kann ja noch dazukommen.

    • Sportpapi sagt:

      Der Lehrplan und damit verbundene Leistungserwartungen sind aber die Vorgabe an die Schule. Eigentlich die wichtigste. Wenn dann nicht einmal mehr das eingehalten wird, was bleibt dann noch?

  • Brunhild Steiner sagt:

    3/ Wenn soviel Geld/Zeit für Prävention auf bald fast allen Gebieten des Lebens eingesetzt werden muss,
    weil eben zuviele Kinder von einem Mangel betroffen sind, dann läuft auf ganz anderen Feldern etwas gewaltig schief und es ist einfach nur lächerlich sich nun in einem derartigen Mass auf die Homeschooler zu fokussieren.
    Kümmert Euch mal dort wo’s tatsächlich schon lange anbrennt!

    • Thirza Schneider sagt:

      Ja, da gebe ich Ihnen Recht, Frau Steiner! Ich unterrichte zwar meine Kinder zu Hause, doch habe drei Tageskinder, die in der Schule sind, wovon zwei von ihnen ausländische Kinder sind. Ich bekomme also vieles mit, was in der Schule abgeht oder eben was fehlt, wo es mangelt, wo die Kinder zu kurz kommen und ich bin auch der Meinung, dass die Politik mal besser hinsehen soll, wo’s brennt, statt zu den 500 Kindern, die in der Schweiz zu Hause unterrichtet werden…

      • Sportpapi sagt:

        Wer ist denn diese ominöse „Politik“? Ist es nicht so, dass man bei der Schule eher schon zu viel hinsieht, zu viel politisiert, zu viel Projekte und Versuche hat?

  • René Nidegger sagt:

    Gerade WEIL das Wohl des Kindes im Zentrum steht, befürworte ich Homeschooling.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Ist das tatsächlich die neue Bedrohung?
    Die unterschiedlich gehandhabte Beaufsichtigung der Homegeschoolten?
    Und von wegen „Anwälte der Kinder“, zunehmend werden wichtige Lebens-Grundlagen an die Schulen abdelegiert, verbunden mit enormem Zeit&Kostenaufwand,
    wo sind dort die „Anwälte der Kinder“, welche dafür sorgen würden dass zuhause umgesetzt was in der Schule gelehrt?
    Ums mal ein bisschen deutlich formuliert zu haben?
    Die sind nämlich nirgends, erst wenns wirklich komplett aus dem Ruder gelaufen ist und meist zu spät weil schon viel zu viel kaputt.

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/ ganz entschieden finde ich diese fast-schon-Kampagne sehr billig,
      wie schon in der Abteilung „Kinder brauchen keine Schule, 20.2),
      ich selber bin überzeugte öffentliche-Schule-Anhängerin, aber mich ärgert zunehmend wie die Schule,
      die Lehrerschaft dann so vieles wieder auf die Gleise bringen sollten, was, entschuldigung, die Eltern erfolgreich vermurkst haben, und weiterhin vermurksen!

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Und wenn die Eltern es vermurkst haben, dass lassen wir sie doch gleich noch ihre Kinder aus der Schule nehmen und selber unterrichten.

    • Brunhild Steiner sagt:

      und die Filterregelung ist wieder mal zum kübeln…

    • Brunhild Steiner sagt:

      haha, aber das geht dann glatt durch, naja

  • Manuel sagt:

    Kinder sind sicher kein elterliches Projekt, allerdings wären viele Eltern froh, wenn unsere Kinder an der Schule nicht immer mehr zum pädagogischen Projekt (Schulreform) verkommen würden, sondern sich die Lehrer auf das Unterrichten konzentrieren dürften.
    Alleine das Frühfranzösisch wird auf eine Art und Weise durchgeführt, dass die Kinder nicht nur nichts lernen sondern auch garantiert die Freude an der Sprache verlieren. Das könnten sogar die Eltern besser. Letztlich kann homeschooling deshalb auch Ausdruck eines Verdrusses gegenüber der Schulpolitik sein, die das wesentliche übersieht.

    • semmelweiss sagt:

      Genau diese Haltung „ich weiss es ja besser als der Lehrer“ frustriert am Lehrberuf die Lehrpersonen. Wie kommen Sie auf diese abwegige Idee? Haben Sie Lehramt studiert? Wie würden Sie es finden, wenn ständig fachfremde Personen Ihnen erklären wollen, wie Ihr Beruf geht?

    • Sportpapi sagt:

      Es ist allerdings erstaunlich, wie viele Leute „Verdruss“ zeigen. Bei einer Volksschule, in der ganz viele Entscheidung demokratisch gefällt werden/wurden. Wäre es denn nicht besser, wir würden alle unsere Energie darin setzen, eine gute Schule für alle zu machen?
      Beim Frühfranzöisch gibt es ein einziges Problem. Das heisst frühfranzösisch. Es ist kaum eine Frage des Konzeptes, der Lehrmittel, höchstens allenfalls der Stundenzahlen. Und die sind zum Glück limitiert.

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