Tipps für schwangere Männer

Es gibts nichts schöneres als eine glückliche Frau: Schwangerer Mann bei einer Werbeaktion für eine App in Antwerpen, 2011. Foto: Henry Scott (Flickr)

Es gibt nichts Schöneres als eine glückliche Frau: Schwangerer Mann bei einer Werbeaktion für eine App in Antwerpen, 2011. Foto: Henry Scott (Flickr)

Ich sage es gleich vorweg. Wir Männer können uns nicht im Geringsten vorstellen, wie es ist, schwanger zu sein. Wie es sich anfühlt, dass ein Kind im eigenen Körper heranwächst. Wie es ist, einen solch enormen Hormonwechsel durchzumachen. Wie sich die Ängste, Lüste und die Vorfreude auf die Geburt anfühlen. Klar, wir könnten es zumindest versuchen. Wir könnten mit einer umgebundenen Bowlingkugel und in Kompressionsstrümpfe gequetscht im Hochsommer einen Berg hochlaufen, um es vielleicht körperlich nachzuempfinden. Aber es wäre trotzdem nicht das Gleiche.

Was wir aber können: die Frau während dieser 40 Wochen als Partner unterstützen – auf ganz viele verschiedene Arten. Nachfolgend vier Tipps aus eigener Erfahrung.

Tipp Nummer eins im Schwangere-Männer-Club: Informiere dich.
Der Mann soll sich gerade bei der ersten Schwangerschaft informieren. Bücher lesen. Zu den Arzt- oder Hebammenterminen mitgehen. Dazu gehören auch die Planung und die Organisation der Geburt. Ist alles bereit? Muss noch etwas abgeklärt werden? Die Frau fühlt sich wohler, wenn der Mann auch Interesse zeigt und mithilft. Die Frau soll nicht allein schwanger sein.

Tipp Nummer zwei: Koch deiner Frau immer, was sie will und wann sie es will.
Ich war noch nie so viel nachts in der Küche wie während der Schwangerschaft meiner Frau. Wenn sie zur normalen Bettgehzeit Lust auf Spaghetti mit Tomatensauce hat, dann hast du keine Wahl. Du machst ihr Spaghetti mit Tomatensauce. Nein, nicht Bolognese. Nicht Pesto alla siciliana. Sondern Tomatensauce. Und nein, nicht Fusilli, nicht Penne, nicht Farfalle, nicht Fettuccine. Spaghetti müssen es sein. Und wenn keine Spaghetti im Haus sind, gehst du zur Tankstelle. Auch bei Regen, Schneesturm und während des Champions-League-Finals.

Tipp Nummer drei: Sei zu Hause und verwöhne sie.
Mein Ausgehverhalten hat sich bei der ersten Schwangerschaft meiner Frau anpassen müssen. Das Dilemma zwischen «Bald kann ich sowieso nur noch selten raus, darum muss ich es jetzt noch ausnützen» und «Ich kann auch nicht weg und mich betrinken, dann bleib wenigstens auch zu Hause» war ein Dauerthema. Ich kann nur dies weitergeben: Liebe Männer, bleibt so viel wie möglich zu Hause und verwöhnt eure Frau. Massieren, Rücken kraulen, Rüebli mit Nutella streichen, den Bauch (im Uhrzeigersinn!) streicheln oder mit ihr «Germany’s Next Topmodel» schauen. Es lohnt sich. Es gibt nichts Schöneres in dieser Zeit, als eine glückliche schwangere Frau zu haben. Denn für das Argument «Aber ich bin schwanger» gibt es kein Gegenargument.

Tipp Nummer vier: Vermeide Militärvergleiche.
Das Schlimmste, was man zum Thema Schwangerschaft aus dem Volksmund hört, ist dieser Schwangerschafts-Militär-Vergleich. Die Frauen werden schwanger, dafür müssen die Männer in die Armee. Dieser Vergleich hinkt noch mehr als der pazifistische Kiffer aus dem Arztzimmer bei der Aushebung. Mit diesem Vergleich sagt man, dass sich die Frau allein durch die Schwangerschaft kämpfen muss, wie der Mann durch die Dienstzeit, und das ist einfach nur kompletter Blödsinn.

Gerne würde ich noch mehr Tipps auflisten, aber ich muss los. Es ist jetzt doch schon 23.30 Uhr, und meine Frau hat Lust auf Spaghetti mit Tomatensauce.

41 Kommentare zu «Tipps für schwangere Männer»

  • im 7 monat sagt:

    also ich weiss ja nicht was der kommentarschreiber für ein „bäbi“ zu hause hat aber mein mann darf/soll jetzt genauso mit nem kollegen was trinken gehen wie vorher und er darf/soll auf weiterhin seine gewohnten sendungen sehen können (gntm ist eh ein weichmacher fürs gehirn;D)
    meine schnittchen kann ich auch selber streichen wenn ich das möchte ich hab meine arme schliesslich nicht in gips.

    ich bin froh, dass er abends mithilft den wir haben schon 3 kinder. und das macht er gerne und ohne aufforderung. aber tagsüber mach ich auch alles alleine plus haushalt und er arbeitet schliesslich auch.

  • tina bea sagt:

    mir gefällt ihr text, amüsant, etwas überspitzt geschrieben vielleicht – man muss aber auch nicht jedes wort im text auf die goldwage legen.
    wir sind gerade in der kinderplanung, glaube nicht dass es dem zukünftigen papa bewusst ist was da alles auch auf ihn zu kommt (mir abgsehen davon wohl auch nicht). entsprechend froh bin ich wenn er sich informiert, mir zuhört etc.

  • annalu sagt:

    Ist ja schön, den anderen zu unterstützen und aufmerksam zu sein…..aber das ist grad ein wenig verklärt! Gehen sie besser jetzt tierisch in den Ausgang und sparen sie sich doch noch ein wenig Energie auf für die Tage (oder Jahre), wenn sie dann wirklich um jede Minute Partnerschaft kämpfen, die Augenringe tiefer werden und sie zum gefühlten 100. Mal mit dem Barbie Ross spielen müssen….

    • Manuel Weingartner sagt:

      Keine Angst annalu, ab und zu darf ich dann schon mal raus. Vor 5 Wochen durfte ich sogar mal ins Kino! Musste dafür aber nachher zuhause extra lange Rücken kraulen.

  • Sportkrücke sagt:

    „Germany’s next Topmodel mitschauen???“ Neineinein, das ist die rote Linie, die nicht überschritten wird.

    • plop sagt:

      Also wir haben damals „Music Star“ geguckt (das CH-Ding, allerschrecklichst!) – es entsprach aber in etwa meiner Hirntätigkeit zu dieser Zeit. Ich war jedenfalls ziemlich froh, als ich wieder richtig „Denken“ konnte…

      Das empfand ich übrigens als das „schlimmste“ während den Schwangerschaften – die Umstellung vom Kopf zum Körper.

    • plop sagt:

      Und Sie sehen, lieber paps, mein Hirn hat dabei wohl nachhaltig was abgekriegt: Sie schreiben von „Mitschauen“. Nein, das muss natürlich niemand. Aber eben… Die zufriedene Schwangere kann solch ein Opfer durchaus wert sein…

  • Eine Schwangere sagt:

    Ich bin zur Zeit schwanger und geniesse es sehr, von meinem Mann verwöhnt zu werden. Würde zwar nie von ihm verlangen, mir mitten in der Nacht etwas zu kochen (auch sonst nicht, kann ich ja doch auch noch selber). Trotzdem sind vom ersten Augenblick an beider für das Kind zuständig. Da es aber nur die Frau „ausbrüten“ kann, darf der Mann ruhig dafür sorgen, dass sich Frau wohl fühlt. Auch wenn Männer nachlesen können, was sich im Körper der Frau verändert, haben sie trotzdem keine Ahnung, wie es sich anfühlt. Deshalb sollten sich Männer bitte unqualifizierte Kommentare verkneifen.

  • Widerspenstige sagt:

    Oh Manuel, Sie könnten einer meiner Söhne sein! Das haben Sie gut gemacht und bleiben Sie dran! Ich erinnere mich an meine drei Schwangerschaften und wie mich mein asiatischer Mann vorallem zu allen Tages- u Nachtzeiten bekocht hat. Das habe ich ihm nie vergessen u mich entsprechend revanchiert während unserer sehr langen Beziehung.

    Und nein, es geht nicht um übertriebenes sich-herum-kommandieren-lassen von seiner schwangeren Partnerin, sondern um ein sich-nützlich-machen, wo es immer mühsamer wird für sie im tägilchen Leben.

    Das ist die Balance des Gebens und Nehmens der Beziehungs-Waage.

    • fabian sagt:

      „sondern um ein sich-nützlich-machen, wo es immer mühsamer wird für sie im tägilchen Leben.“

      Widerspenstige, nicht nur die asiatischen Männer, sondern auch die osteuropäischen Frauen sind perfekt darin, sich im täglichen Leben nützlich zu machen. Da stimmt die Balance des Nehmens und Gebens perfekt.

  • Jane Bissig sagt:

    Kommt die Häme der (männlichen) Kommentarschreiber vielleicht daher, dass es bei der Schwangerschaft mal nicht um sie geht? Dass sie dabei zur (unmännlichen) Passvität verdammt sind und nur reagieren können? Well: Das mit der Passivität trifft auf uns Frauen mindestens im selben Mass zu. Da verwandelt sich MEIN Körper in einen Brutkasten für ein, noch, fremdes Wesen und ich kann nicht viel mehr tun, als darauf warten, dass es rauskommt. Warum nicht diese Zeit, zumindest beim ersten Mal, als Ausnahmezustand akzeptieren und leben?

  • Jane Bissig sagt:

    Ich fand es sehr schön, während der Schwangerschaften mal wie eine Prinzessin behandelt und bedient zu werden von meinem Freund. Das war für uns beide eine sehr schöne und positive Erfahrung. Er bekam dadurch auch ganz viel Liebe und Dankbarkeit zurück. Und ja, die Umstellung, als das Baby da war, hat ein wenig gezwickt. Ging dann aber doch relativ schnell und schmerzlos, da hat der Alltag mit Kleinkind dafür gesorgt. Und klar, schwanger sein ist das normalste der Welt. Aber in einem einzelnen Frauenleben ist es eben doch eine recht überwältigende Erfahrung.

  • Hattori Hanzo sagt:

    Ist das jetzt eine Satire oder meinen Sie das ernst oder wollen Sie sich rühmen?
    Diese Liste kann man nicht ernst nehmen. Zeit, Verständnis, Hilfe. Wie das aussieht, ist doch in jeder Partnerschaft verschieden. Eine Frau schätzt dies, die andere das. Ein Mann kann hier eine echte Hilfe sein, ein anderer dort.

    Über Hormonschwankungen meiner Frau lerne ich vor allem, wenn ich mit ihr zusammenlebe, da brauche ich keine Bücher drüber oder schwangere Männer Vereine, um das Weibliche zu verstehen. Ich muss nur eine Antenne für meine Frau haben einen Mund und ein paar Ohren.

  • Christoph Bögli sagt:

    Die Militärvergleiche werden doch eigentlich nur in die andere Richtung angestellt. Ich hätte jedenfalls noch nie gehört, dass jemand eine Schwangere mit einem Verweis auf die RS abkanzelt. Anders herum hört man es ständig, oft (und leider) gerade von weiblicher Seite, nach dem Motto man solle mal nicht so tun wegen der sexistischen Wehrpflicht, ansonsten sollten Männer gefälligst auch Kinder kriegen. Dabei hat das eine effektiv nichts mit dem anderen zu tun – und ist darum auch kein Argumente für eine einseitige Wehrpflicht..

    • Widerspenstige sagt:

      Ich schätze Ihre Argumente u sind mir positiv aufgefallen vorallem bei Genderthemen der letzten Tage, Christoph, und dafür meinen aufrichtigen Dank!

      Was der Vergleich Mutterschaft vs. Militärdienst anbelangt möchte ich den Denkanstoss geben, dass es sich dabei weniger um den Körpereinsatz der zwei verschiedenen Einsätze handelt, sondern um deren Wertschätzung innerhalb einer Gesellschaft. Und auch den finanziellen Aspekt bzw. Beitrag aus EO dazu. Das ist etwas differenzierter zu handhaben als Sie es darstellen. Nur deshalb ist wohl der Vergleich irgendwann salonfähig geworden…

      • Christoph Bögli sagt:

        Sicher, der Ursprung des Vergleichs ist sicher die Idee, dass beide Geschlechter auf ihre Weise zu der Gesellschaft beitragen. Aber bereits da schwingt ja ein eher unangenehmes Rollenklischee mit: die Frau als geborene Mutter, der Mann als natürlicher Krieger, ganz archaisch. Was dann auch in vielen reaktionären Gesellschaften auf die Spitze getrieben wurde, man denke etwa an die Nazis und die „Gebährpflicht“ als Äquivalent zur Wehrpflicht (um den Nachwuchs dann wiederum im Krieg zu verheizen). Alleine aufgrund dieser problematischen Geschichte verbietet sich der Vergleich für mich eigentlich.

  • 13 sagt:

    Völlig richtig. Ich habe bei solchen Allgemeinrezepten immer wieder den Verdacht, sie sorgen in erster Linie dazu, dass Leute nicht mehr miteinander kommunizieren müssen. Mir war es in allen Schwangerschaften wichtiger, dass mein Mann den Waschkorb runterbringt und die Maschine anlässt oder das Bodenwischen übernimmt, weil es mir schwer fiel, als eine Fussmassage. Zum Glück hat er kein Buch gelesen, sondern einfach mich gefragt, was er tun kann, was mir helfen würde und wusste es damit auch.

    • Kathy sagt:

      Zum Glück hat er kein Buch gelesen sondern einfach gefragt?! Was ist das denn für eine Einstellung. Als Teil eines Paars das demnächst mit der Kinderplanung anfangen möchte, ist es mir doch wichtig, dass sich auch mein Partner informiert. Ich bin ja weder Ärztin noch Hebamme oder Krankenschwester, warum also sollte ich mich infomieren und ihn dann unterrichten? Es ist doch schön, wenn er Interesse zeigt und sich auch gründlich infomiert (und nein, die Frau, welche keine Expertin ist, nur weil sie eine Frau ist, zu fragen, bedeutet für mich nicht sich umfassend zu informieren).

      • 13 sagt:

        @ Kathy
        Es ging bei meinem Posting nicht um die Schwangerschaft an sich oder um die Säuglingspflege etc., sondern um die Frage, was er mir gutes tun kann. Und da bin ich die beste Informationsquelle, weil nur ich weiss, was ich in diesem Moment am meisten brauchen könnte. Wie jede andere Frau dies für sich persönlich ist und die Bedürfnisse und das Befinden ist halt sehr individuell. Sich über Sachen wie pränatale Tests etc. zu informieren ist was anderes und sicher erwünscht.

  • Heidi Weber sagt:

    So ein langweiliger Beitrag, der aber auch alle (!) Clichés rund ums schwanger sein bedient. Ich war nie so schwanger und mein Mann gottseidank nie so mitschwanger. Ein wirklicher „super Typ“ zeigt sich meiner Meinung nach eher in den vielen Jahren danach, wenn ganz konkret drum geht einen gemeinsamen Haushalt mit Kindern unter gleichberechtigten Partner zu organisieren und nicht beim massieren meiner schwangeren Füsse!

  • Sportpapi sagt:

    Gegenseitige Unterstützung ist das A und O einer funktionierenden Partnerschaft. In der Schwangerschaft braucht eine Frau vielleicht das eine oder andere mal etwas mehr. Aber was hier beschrieben wird, ist völlig übertrieben. Frauen sind auch in der Schwangerschaft weder krank noch hilflos.

  • Juliana sagt:

    Spaghetti um Mitternacht?
    Schon mal was von Schwangerschaftsdiabetes gehört? Eine Schwangere ist doch kein Mastvieh!

    • Manuel Weingartner sagt:

      Ich denke einen Teller Spaghetti in ein oder zwei Nächten während der ganzen Schwangerschaft (280 Nächte) ist erträglich. Finden Sie nicht?

  • isabel sagt:

    Das ist doch einfach ein netter Text, der mit einem Augenzwinkern geschrieben wurde. Klar ist er etwas übertrieben. Aber es ist weder für Frau noch Mann, noch ehemals Schwangere nachvollziehbahr, was die Hormone mit einem anstellen können/konnten.
    Mir hat der Beitrag ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.

  • Markus Notter sagt:

    Vermutlich hat der Autor alle Witze an Giacobbo/Müller verkauft, deshalb blieb absolut nichts amüsantes für diesen Blog hier übrig…. Ein ober-gähn-Artikel! Wenn der Mann wirklich so „abgerichtet“ ist wie er schreibt ist es schon fast tragisch. Falls es hätte lustig/Satire sein sollen hats überhaupt nicht funktioniert.

    • Manuel Weingartner sagt:

      Es hätte nicht Satire sein sollen, sondern ist ein leicht überspitzer Text mit einer ernsten Message: Es ist nicht verboten, die Frau während der Schwangerschaft zu verwöhnen. Zudem handelt es sich hier um Tipps und nicht um die 10 Gebote.

      • Heidi Happy sagt:

        Sie sind ein bisschen eingeschnappt, Herr Weingartner. Irgendwie kann man es auf einem solchen blog (gerade als Mann?) fast nur falsch machen. Darum müssen Sie das nicht zu persönlich nehmen.
        Ich finde ihre Absichten wirklich nett, gar nicht verweichlicht. Aber es ist mir alles ein bitzeli zu süss und rosa… Vielleicht bin ich auch schon etwas abgebrüht, aber ich denke immer: „ui, all diese füssmassierenden Einfühlsamen. Hoffentich könnt ihr das in die postnatale Realität rüberretten…!“ Da seh ich nämlich viele müde Mütter mit wehen Füssen, und wenig männlicher Hilfe…

  • Ulrich Gassner sagt:

    Offensichtlich gut abgerichtet, der Junge.

    • fabian sagt:

      gut abgerichtet, aber im schilf.
      eine schwangere frau ist kein hilfloses bäbi. je nachdem wie die schwangerschaft läuft, arbeiten heute frauen bis relativ kurz vor der geburt. diese unterwürfigkeit ist unerträglich, nachher folgt ja das muttersein der frau, ist der junge dann auch noch so penetrant devot? 20 jahre lang? ist das das resultat einer verweiblichten erziehung, gesellschaft?
      liebe frauen: wer möchte einen solchen mann?

      • Thomas sagt:

        Wer möchte einen solchen Mann? Diese Frauen gibt es schon, mir jedenfalls kommt’s bekannt vor. Ich find’s auch in Ordnung, wenn sich die werdenden Eltern gemeinsam auf den Nachwuchs freuen. Diese Gemeinsamkeit sollte sich auch nach der Geburt fortsetzten, denn mit der Geburt ist es ja nicht getan, sondern es fängt erst richtig an. Er darf da durchaus seinen Teil übernehmen. Wo ich dann allerdings etwas Mühe habe, wenn sie ihm ihre Gebärleistung dann quasi als Vorleistung vorhält, wenn es darum geht, wieviel er bei der Kinderbetreuung zu übernehmen hat.

      • Manuel Weingartner sagt:

        Wuff. Man könnte jetzt meinen ich bin 9 Monate non-stop am Spaghetti kochen und Füsse massieren. Ich kann Sie aber beruhigen, dem ist nicht so. Ich halte ihr nicht 9 Monate das Händchen. Und nein, ich bin nicht das Resultat einer verweiblichten Erziehung. Es geht darum, dass Männer ihre Frauen unterstützen sollen, wo es notwendig ist. Und vielleicht ist das in meinem Fall 2-3 Mal etwas kochen zu einer eher etwas speziellen Zeit, oder ein Mal auf ein Konzert verzichten gegen Ende der Schwangerschaft, weil man schon an drei anderen gewesen ist. Das ist alles selbstverständlich. Finde ich.

      • Sportpapi sagt:

        Wenn es selbstverständlich ist, weshalb dann ein ganzer Blogeintrag darüber?

      • Manuel Weingartner sagt:

        Für mich ist es selbstverständlich. Wenn man die Kommentare hier aber so überfliegt, sieht man ja relativ klar, dass es doch nicht so selbstverständlich ist in der Allgemeinheit. Sofort schiesst man mit „abgerichtet“ und „devot“.

  • Muttis Liebling sagt:

    ‚Wir Männer‘, wer war das gleich?

    Männer wie ich, solche kenne ich eine Handvoll, haben ihrer Frau damals gesagt: ‚Kinder kriegen ist das Normalste von der Welt und damit nicht der besonderen Beachtung wert. Lass uns über die richtigen Probleme reden, die flankierende Sozialpolitik z.B.‘

    • Manuel Weingartner sagt:

      Und? Hat Ihre Frau die Frage verstanden, oder war es zu laut in der Küche?

      • Muttis Liebling sagt:

        Wir hatten Arbeitsteilung, die Küche einschliesslich des Einkaufens für die Küche war mein Revier. Wenn meine Frau nach dem Abstillen wieder 100% arbeiten ging, waren auch die Kinder mein Revier. Als Student konnte ich da, natürlich mit Kinderkrippe und Kindergarten 5 x 8h die Woche.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Anstelle den next topmodels „Junior“ schauen…,
    und nicht zu vergessen::
    „Vater und Kind: Das etwas andere Babybuch –
    Von der Schwangerschaft bis zum ersten Lebensjahr“ von Marcus J. Goldman.

    Eines der seltenen Bücher welches sich um die Zeit danach kümmert, in der Spaghetti mit der richtigen Sauce zu den kleinsten Herausforderungen zählen werden…

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