Elternabende gibts jetzt auch an Unis

Ein Gastbeitrag von Monika Zech*

Mamablog

Hilflos angesichts des Bologna-Dschungels? Studenten an der Uni Freiburg. Foto: Martin Ruetschi (Keystone)

Elternabende – es geht los damit, wenn die Kinder in den Chindsgi kommen, und endet etwa elf Jahre später. Manche Väter und Mütter stossen mit einem Cüpli an, wenn sie den letzten hinter sich gebracht haben. Es gibt viele Gründe, diesen Moment zu feiern: weil man so lange durchgehalten und (fast) nie geschwänzt hat, weil man das selbstgefällige Lächeln der Meiers und Müllers, die so perfekt sind wie ihre Sprösslinge, nie mehr ertragen muss, weil nun ein neuer Lebensabschnitt beginnt, weil das Kind einen weiteren grossen Schritt Richtung Selbstständigkeit gemacht hat. Endlich, endlich, endlich, möchte man jauchzen!

Aber es scheint auch andere Mütter und Väter zu geben: solche, die sich ein Leben ohne Elternabende gar nicht mehr vorstellen können. Anders kann ich mir nicht erklären, weshalb es inzwischen auch an Hochschulen Elternabende gibt. In Deutschland schon seit ein paar Jahren und nun auch an der Uni Basel. Sie sind ein Volltreffer. Letztes Jahr fand der erste statt, und es kamen so viele Eltern, dass nicht einmal alle Platz hatten im Saal. Es musste ein zweiter Raum aufgemacht werden, wo die Eltern das Ganze live auf der Leinwand mitverfolgen konnten. Kürzlich war wieder ein solcher Abend, auch da kamen etwa 400 Mütter und Väter.

Sie alle wollen erfahren, wie es so läuft an der Uni. Was Bologna, Bachelor und Master bedeuten, worin sich die verschiedenen Studiengänge unterscheiden, wann und wo Eignungsprüfungen stattfinden und wie man sich am besten darauf vorbereiten kann. Sie wollen herausfinden, wie sie ihrem Nachwuchs den Weg zum Erfolg weisen können. Sie wollen natürlich nur das, was alle guten Eltern wollen: das Beste für ihr Kind. Bloss sind das keine Kinder mehr, die in die Uni eintreten. Sie sind etwa 19, 20 Jahre alt. Stimm- und wahlberechtigt, steuerpflichtig, volljährig. Also eigentlich erwachsen.

Halt, halt, so einfach ist das nicht. Sie sind doch noch so jung und unerfahren. Wie sollen sie sich denn allein zurechtfinden an diesem fremden Ort, wo es so viele verschiedene Gebäude gibt? Woher sollen sie wissen, was von ihnen erwartet wird? Was sie am meisten interessiert? Welchen Beruf sie dereinst ausüben wollen? Da könnte ja weiss Gott was passieren, zum Beispiel, dass sie mit dem Punktesammeln nicht zurechtkommen. Oder, noch schlimmer, den falschen Studiengang erwischen. Nein, gute Eltern stehen auch ihren Studentenkindern helfend zur Seite. Damit diese, wenn sie dann gegen die dreissig gehen, stark genug sind für den Eintritt in die raue Arbeitswelt. Und falls doch nicht, dann sind Mama und Papa immer für sie da.

Kabarettist Uli Boettcher über Elternabende (Youtube).

Monika* Monika Zech war von 2005 bis 2010 Chefredaktorin bei «Wir Eltern». Heute arbeitet sie als freie Journalistin sowie als Redaktorin bei der «Tierwelt» und dem Magazin «Grosseltern». Sie ist Mutter von zwei erwachsenen Kindern, Grossmutter von drei Enkelkindern und aufgewachsen mit neun Geschwistern.

147 Kommentare zu «Elternabende gibts jetzt auch an Unis»

  • Powermum sagt:

    Ich finde bevor wir uns so über die Unselbstständigkeit aufregen sollten wir uns fragen, warum das eigentlich so ist? Das kommt ja nicht von irgendwo her… Ich finde gerade was das Suchen einer bezahlbaren Studentenwohnung Bern, Basel oder Zürich angeht, ist es wirklich schwer. In Universitätsstädten ist bezahlbarer Wohnraum, egal ob eine grosse WG Bern oder Co., wirklich schwer zu finden. Und bis man einen Platz in einer Studentenresidenz Bern o. ä. bekommt, dauert es auch oft zu lange. Welche Erfahrungen habt ihr bei der Suche nach Studentenwohnungen Bern, Basel & Co. gemacht?

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Nein, die meisten 18, 19 oder 20-Jährigen sind keine Erwachsenen. Abgesehen davon, solange sie noch am finanziellen Tropf der Eltern hängen, ist das automatisch eine gewisse Unselbständigkeit.

  • Nach dem Zivilgesetzbuch haben die Eltern eine Pflicht für den Lebensunterhalt zu sorgen bis zum Ende der Erstausbildung. Sie haben ein Recht auf sachgerechte Information.

    • 13 sagt:

      Ja, nicht aber durch die Ausbildungsstätte direkt. Im Gegenteil ist das volljährige Kind, welches den Anspruch geltend macht, verpflichtet, mit den Eltern diese Sachen zu kommunizieren, ansonsten darf dieser Unterhalt eingestellt werden. Die Uni etc. dürfen den Eltern keine Angaben, die dem Datenschutz unterliegen, ohne Einverständnis des Studierenden rausgeben. Auch dann nicht, wenn diese die Unigebühren bezahlen.

  • Christine sagt:

    Ich finde den Beitrag extrem Einseitig, ich hätte mir gewünscht, dass meinen Eltern das System mal erklärt würde. Den sie kennen es als nicht- Akademiker nicht. Und es ist für sie äusserst schwer vorstellbar, dass zwei Vorlesungen pro Tag bereits einem Pensum von über 60h pro Woche entsprechen, dass nicht- bezahlte Praktika in gewissen Bereichen die Regel sind, dass Pflichtseminare Pflicht sind und halt einfach mal komplett über die Woche verteilt. Das sich die Uni nicht bzw. kaum um ihre Studenten kümmert, Übertritte an andere Unis und Auslandaufenhalte künstlich erschwert werden usw.

    • mila sagt:

      Sie meinten wohl 60 h pro Semester, oder?

      • Christine sagt:

        Nein… 1 Punkt Entspricht per Definition 30 Stunden Arbeit. Eine Vorlesung gibt meistens 3Punkte dh. 3x30h. Bei 2 Vorlesungen pro Tag ergibt das 10 Vorlesungen x 3 Punkten mal 30 Stunden Arbeit. Diese Rechnung ergibt 900 Stunden. Da die Prüfungen meist direkt nach Semesterende stattfindet, kann man das ganze durch 12-16 Wochen teilen. Je nach dem, wann die Prüfungen sind, würde das zwischen 60 und 75 Stunden pro Woche entsprechen… Was zum Glück nicht immer bei allen so ist. Das wurde mal so auf Jahresebene bestimmt, nur wurde die Vorbereitungszeit immer mehr gekürzt…

      • tina sagt:

        30 Stunden Lernleistung (Selbst- und Kontaktstudium) ergeben einen ECTS-Punkt. Pro Studienjahr werden 60 Punkte erwartet, d.h. der zeitliche Studienaufwand beträgt rund 1800 Stunden pro Studienjahr. (quelle: zhaw)
        das sind bei 5 wochen ferien pro jahr 39h/woche

      • mila sagt:

        @Susi, dann sind es mit SP jetzt zwei. 😉 Aber Sie bestätigen damit meine Annahme, dass das Studium bei vollständigem Eigenerwerb länger dauert – und das ist wiederum nicht im Sinn von Bologna. Wobei die Bologna-Änderungen mich in vielem nicht überzeugen.

        @tina, meine Eltern hätten das auch nicht geschafft, aber selbst wenn, würde ich meine Arbeitserfahrung neben dem Studium nicht missen wollen (ich hätte ja sonst auch keine Privatschul-Anekdoten aus dem Nähkästchen zu plaudern). 😛

      • Susi sagt:

        @mila: Ich finde auch, dass mich die Erfahrung meiner Erwerbstätigkeit während des Studiums sehr bereichert hat. Auch mit tollen Anekdoten (aus den Bereichen Putzen im Unispital, Auskunft (international), Meinungsforschung, Spitex, Telemarketing, Orientteppichverkauf und last but not least 11 Jahre Büroerfahrung…)
        😀

    • mila sagt:

      1 ETC Punkt = 30 kalkulierte Arbeitsstunden.

      • mila sagt:

        ECT, sorry Autokorrektur. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass Sie 10 Vorlesungen pro Woche absolvieren (neben Kolloquien und Seminaren, die mehr ECT Punkte einbringen und entsprechend mehr Arbeitsaufwand benötigen).

      • Susi sagt:

        Das wollte ich auch grad sagen. Zwei Vorlesungen am Tag sind definitiv zu viel, wenn man seriös studieren will. Kommen noch Seminare etc. dazu, ist bereits eine Vorlesung täglich sehr grenzwertig.

      • mila sagt:

        Es gibt Studiengangsordnungen mit Empfehlungen für die Einteilung von Veranstaltungen pro Semester, von der Bachelor- bis zur Masterstufe. In keiner einzigen habe ich gesehen, dass zehn Vorlesungen pro Semester veranschlagt werden; dieses Pensum hätte ich – seriöserweise, danke Susi – noch nicht einmal in meinem damals weitgehend prüfungsfreien Lizstudium geschafft…

      • Bernhard sagt:

        @Tina: „Pro Studienjahr werden 60 Punkte erwartet, d.h. der zeitliche Studienaufwand beträgt rund 1800 Stunden pro Studienjahr. (quelle: zhaw)“

        Wäre dies nicht gerade ein Argument dafür, dass es sinnvoll ist, wenn sich Eltern an einem Infoabend ausführlich über das System informieren können? Ich stelle mir heftigen Familienstreit vor, wenn der Vater z.B. davon ausgeht, dass sein Kind neben dem Vollzeitstudium noch 60-80% arbeiten und endlich von daheim ausziehen soll. Mit der Begründung, dass neben täglich max. 90 Minuten Vorlesung noch genügend Zeit für einen Job bleibt… 😉

      • tina sagt:

        nunja, ich habe mir die information in 2 sekunden ergoogelt 😉
        aber ich habe mich ja nirgends gegen die infoveranstaltungen ausgesprochen.
        allerdings: bedenke, dass heute ein 14-jähriger 2. sek schüler auch ein pensum von 42h/woche hat. als 20jähriger kriegt man da neben den 40stunden studium ja wohl noch 20 stunden erwerbsarbeit in die woche, wenn dafür der kühlschrank gefüllt ist. die eltern krampfen ja auch

      • tina sagt:

        angenommen du bist erwerbstätig mit 20, weil du eine lehre absolviert hast, und möchtest dich noch weiterbilden, dann bist du auch schnell auf 60h woche. man tut das ja mit einem ziel, nur über ein paar jahre. und es lohnt sich

      • mila sagt:

        @Bernhard: Die ECTS Kalkulationen kann Ihnen auch Ihr Kind schlüssig erklären, dafür bräuchte es nicht eigens einen Infotag. Im beschriebenen Szenario gehe ich zudem davon aus, dass das Eltern-Kind-Verhältnis ohnehin merklich gestört ist und auch durch besagten Infotag nicht substanziell verbessert würde. Von Vertrauen kann da ja wohl keine Rede sein.

      • mila sagt:

        @tina: Ich habe während des Studiums unter der Woche einen Tag gearbeitet und dieses Pensum in den Ferien jeweils erheblich aufgestockt. Dennoch war ich sehr dankbar für den väterlichen Alimente-Zustupf (der übrigens auch vom Gesetz vorgesehen ist bis zum Abschluss der Erstausbildung, ebenso wie Stipendien unter bestimmten Rahmenbedingungen). Zudem ist zu bedenken, dass im heutigen Bolognasystem die Veranstaltungen weit weniger frei eingeteilt werden können als früher, es ist also nicht (mehr) so einfach, Studium und Lebenserhalt unter einen Hut zu bringen. Aber klar, wenn man will /

      • mila sagt:

        findet man auch ohne solche finanziellen Stützen einen Weg, um das Studium selbst zu finanzieren. Nur dürfte dieses in der Regel dann länger dauern.

        Es sollte übrigens oben Lebensunterhalt heissen. 😉

      • mila sagt:

        Noch etwas: persönlich kenne ich niemanden, der sein Studium vollkommen eigenhändig finanziert hat; umgekehrt aber auch selten einen, dem es rundum finanziert wurde. SP (s. Votum weiter oben) ist quasi die virtuelle Ausnahme.

      • Christine sagt:

        @ Tina, pro Jahr stimmt Ihre Rechnung, nur dass ist ja das Problem, die Leistung muss heute in ca. 14-16 Wochen erbracht werden, Sie können die Prüfung nicht einfach Ende August schreiben, wenn sie Anfangs Juni ist… Die Materialien kriegen Sie am ersten Tag des Semesters und die Prüfung ist dann je nach Fach meist ein, zwei Wochen nach Semesterende. Daher ist der Aufwand in einer kurzen Spanne sehr hoch und danach dafür wieder nichts…
        Und in der restlichen Zeit dh. Semesterferien muss man dann halt kucken ob man jemanden findet, der einem für 2-3 Monate einstellt.

      • tina sagt:

        mila, nein, ganz ohne finanzielle unterstützung glaube ich auch nicht, dass man es schafft. aber manche eltern sind auch nicht in der lage, ihre sprösslinge gross finanziell zu unterstützen. ich meinte aber sowieso nicht, dass studenten gefälligst 50% arbeiten sollen.
        christine: 14-16 wochen? wieso denn? es sind doch semesterprüfungen. also das halbe pensum vom oben erwähnten in 5-6 monaten. ich habe nie studiert, bin aber in die semesterprüfungsorganisation involviert. vorlesungsbeginn war letzte woche wenn ich mich nicht täusche, geprüft wird anfangs/mitte august.

      • Susi sagt:

        @mila: „persönlich kenne ich niemanden, der sein Studium vollkommen eigenhändig finanziert hat“
        vielleicht nicht persönlich, aber immerhin über den mamablog: mich 🙂 Grundstudium und Nachdiplomstudium selbst finanziert. Ich bin übrigens kein Einzelfall, sondern kenne einige, die das machten, damals.
        Für die Zeit während der Liz-Prüfungen nahm ich allerdings ein zinsloses Darlehen von 10000. auf. Und das Studium dauerte sehr lang, weil man eben nur „Teilzeit“ studieren kann. Heute ist das glaub gar nicht mehr möglich, das so in die Länge zu ziehen.

      • mila sagt:

        @Susi und tina: mein Kommentar ist etwas weiter nach oben ‚verrutscht‘.

      • tina sagt:

        ui hoppla christine, ja dann siehts schon anders aus

    • Christine sagt:

      @ Tina: Das kommt ganz aufs Fach und die Uni an. An der UZH sind z.B. Wirtschafts- und Soziologieprüfungen in den letzten Vorlesungswochen dh. letzte Mai Woche. Psychologie, Biologie, Chemie, Jus und andere sind im Juni, tlw. am ersten Montag bereits. An der Uni Bern weiss ich es nur von Psychologie, auch dort im Juni bzw. Januar. An der ETH sind m.W. die Prüfungen erst später, so auch in Mathe an der UZH (Die meisten Angaben stammen von Freunden, die das studieren. Ich habe den B.Sc in Psychologie mit Soziologie und Bio an der UZH gemacht und bin jetzt in Bern…)

      • Christine sagt:

        Ps. Bernhard: DANKE genau das war einer der grössten Diskussionspunkte bei mir Zuhause. Und an alle, die mich darüber aufklären wollen, dass ich nicht 10 Vorlesungen nehmen soll: Natürlich habe ich niemals 10 Vorlesungen in der Woche besucht, die Rechnung sollte nur den Aufwand für die empfohlenen 30 Punkte aufzeigen. Zumal lieber 10 Vorlesungen als 5 Seminare, in meinem Bereich sind es die Seminare die wirklich viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Vorlesungen waren es, die im Aufwand geringer waren und es mir erst ermöglicht haben, die 30 ECT’s im Semester zu machen.

      • mila sagt:

        Aber nur mit Vorlesungen können Sie Ihr Studienprogramm auch nicht bestreiten, die (Mindest-)Anzahl zu absolvierender Seminare und Kolloqien ist meines Wissens in allen Studiengängen festgelegt. Selbst ich als ausgewiesene Nicht-Minimalistin habe nicht mehr als die Anzahl Seminare besucht, die ich tatsächlich besuchen musste. Dafür hatte ich noch Zeit – im Lizstudium war das noch möglich – in Vorlesungen von nicht belegten Studienfächern reinzuschauen – Philosophie, Germanistik und vergleichende Literaturwissenschaften. Das wäre heute (leider) nicht mehr möglich.

      • Christine sagt:

        @ Mila: Sie haben darauf hingewiesen, dass bei solch schlechtem Vertrauen von Eltern zu deren Kindern ein Info-Tag auch nicht mehr helfen könne. Es stimmt, das Vertrauen war in der Zeit extrem gering. Das kommt vermutlich daher, dass ganz viele Dinge so absurd waren, dass man sie auch nicht glauben möchte. Z.B. über 50% Durchfallquote, keine Nachprüfungen, 1 Jahr Blockade, Überschneidungen en mass, Pendeln Örlikon- Hauptgebäude in 15min. Buchungstools die nicht funktionieren (an einer Uni!) Semester anhängen, wenn man nicht in die Seminare reinkommt, usw…

      • tina sagt:

        meine antwort an christine ist auch ein stockwerk zu hoch 😉 tschuldigung

    • @Christine

      Im Biologiestudium der Uni Bern ist es gang und gäbe, dass die Studenten in den ersten beiden Studienjahren 60 bis 70 Stunden pro Woche für das Studium schaffen. Der Grund ist, dass unerfahrenes Lehrpersonal schlicht nichts von den Reglementen weiss, nie instruiert wurde.

      Z.B. Praktika zu 3ECTS können nur erfolgreich bestanden werden, wenn man pro Woche 10 Stunden daran arbeitet. Reglemententarisch vorgesehen wären 4 Stunden.

      Leider wehren sich die Studenten nicht.

      Dass sich die Uni illegal verhält, wird man kaum am Elternabend den Eltern haarklein auseinandersetzen.

      • Christine sagt:

        @ Jürg Brechbühl: Das kenne ich auch von der Bio in Zürich. Meine Eltern verstanden aber leider nicht einmal, dass zu den 90min Vorlesung noch diverse Stunden Vorbereitung, Lernen und Lesen gehören, sodass bereits beim Mindestaufwand ohne diese zusätzliche Belastung grösste Diskussionen entbrannten. Hinzu kam, dass sie mich als gute Schülerin kannten und davon ausgingen, dass diese Angaben nur für die „Dummen“ gelten… Nur, dass ich in dieser selektionierten Runde auch nur noch Durchschnitt war. Klar haben sie es irgendwann verstanden, aber es war extrem hart bis dahin…

  • Beat Boll sagt:

    Ich kann den kritischen Unterton dieses Artikels gut verstehen. Ich kenne viele Leute die lange studiert haben und ein Grossteil hat bis nach 30 keinen einzigen Tag gearbeitet. In diesem Alter noch mit einer komplett neuen (Arbeits-)Welt konfrontiert zu werden ist für manche Menschen zu viel. Die Eltern dieser Kinder (ist leider so) haben sie durchgefüttert, ihnen bis 30 die Kleider gewaschen, ihnen hinterhergeputzt, sie irgendwo hin gefahren….
    Wenn ich als Elternteil mit dieser kompletten Hilflosigkeit (im Leben, nicht im Fach) konfrontiert werde ist ein Elternabend ein Geschenk des Himmels

    • Stranger sagt:

      Wieso? Seh ich nicht.

      • Christine sagt:

        Gemäss Mitteilung der SUB vom 17.10.2014 arbeiten rund 90% der Studenten der Uni Bern nebenbei. Auch das Abschlussalter von 30 ist äusserst fragwürdig, so dauert ein regulären Studium 5-6 Jahre und wird im Altern von etwa 19-20 Jahren begonnen… Leider fand ich keine Zahl zu denjenigen, die nicht mehr bei den Eltern wohnen. Meiner Erfahrung nach sind das weit mehr als die Hälfte, also auch Kochen, Waschen und Putzen kein Problem….

      • @Christine
        Die Uni Bern hat 15’000 Studenden. Davon kenne ich vielleicht 15 oder 20 genug gut. Dreiviertel meiner jungen Studienkollegen pendeln und wohnen im Hotel Mamma. Pendeln heutzutags ist so billig geworden, wohnen in Bern so teuer, dass es einfacher und vernünftiger ist, zuhause zu wohnen.

    • @Beat Boll

      ich habe mit 20-jährig einen selbständigen Haushalt mit einem Budget von 450 Franken pro Monat geführt. Das soll mir einer nachmachen – hilflos war das mit Bestimmtheit nicht.

      • Christine sagt:

        Sehen Sie Herr Brechbühl, bei mir ist umgekehrt, nur ca. 5 leben noch zuhause. Zumal viele ehemalige Freiburger, Basler und Zürcher sind, deren Weg massiv zu weit wäre. Aber Wahrscheinlich hängt es auch vom Fach und von der Stufe ab. Dennoch, die Aussage von Beat Bohl entspricht nicht der heutigen Situation, da wie gesagt, 90% Arbeiten, was m.E. auch einer gewissen Selbstständigkeit entspricht. Zumal, wie viele Personen leben nach dem Lehrabschluss noch ein paar Jahre bei den Eltern um Geld zu sparen?

      • Bernhard sagt:

        @Christine: „Zumal, wie viele Personen leben nach dem Lehrabschluss noch ein paar Jahre bei den Eltern um Geld zu sparen?“

        An unserer Schule sind es gegen 80%, die zwei Wochen vor LAP angeben, zunächst noch weiter daheim leben zu wollen. Davon ausgenommen diejenigen, die auf dem 2. Bildungsweg sind und bereits während der Lehre eine eigene Wohnung (und meist auch eine eigene Familie) hatten! Fairerweise muss man aber sagen, dass nach der LAP i.d.R. zuerst noch das Militär kommt…

      • Christine sagt:

        @ Berhard: Danke für die Antwort, hatte das bei unserer KV- Klasse auch so in Erinnerung. Und ich möchte anfügen, dass ich diesen Umstand auch gar nicht schlecht finde. Mich stört das Studenten-Bashing, wenn Studis bis 25 zuhause leben, meist aus finanziellen Gründen, dann bedeutet das für einige sofort „unselbstständig“, beim ehemaligen Lernenden hingegen wird es als positiv bewertet, da dieser zu sparen wisse…

      • tina sagt:

        nach der LAP arbeitet man idealerweise noch ein paar monate im lehrbetrieb, aber dann wäre es der ideale zeitpunkt für einen längeren auslandaufenthalt. reisen, die welt kennenlernen, sprachen lernen. dazu muss man etwas sparen. oder auch weiterbildung, viellleicht die BMS nachholen. auch weiterbildung braucht geld, auch dazu muss man sparen. zu einer eigenen wohnung wird das sehr teuer. nach der lehre ist man gleich alt wie nach der matur.
        es ist klug, noch 2-3 jahre bei den eltern zu wohnen nach der LAP

      • Christine sagt:

        Sorry, natürlich NICHT nach Semesterende, sondern nach Ende der Vorlesungszeit von 12-14 Wochen.

      • Nur um Missverständnisse zu vermeiden: Ich bekam in meinen ersten Studienjahren von meinen Eltern 450 Franken pro Monat für Miete, Essen, Kleider, Studienliteratur, Transporte. Zusätzlich waren nur Studiengebühren und Versicherungen. Den Rest habe ich mir selber erarbeitet.

        Mein Vater fragte mich damals mehrmals, ob das wirklich genüge, und ob ich nicht mehr haben wolle. Mir gab die Knappheit ein Gefühl der Selbständigkeit und später im Leben hat es mir sehr geholfen, dass ich weiss, wie ich mit knappen Ressourcen umgehe.

      • Susi sagt:

        @Jürg Brechbühl: Also, von den Eltern monatlich Fr.450.- plus Versicherungsgelder und Studiengebühren zu bekommen, tönt für mich recht nett…

  • Elisabeth sagt:

    Gemäss Artikel über diesen Elternabend, der im obigen Blog verlinkt ist, kamen an die Veranstaltung in Basel in erster Linie Eltern von Gymnasiasten im zweiten Jahr, die sich „schon jetzt für die Uni interessierten“ und an diesem Elternabend wurde generell das höhere Schulsystem der Schweiz vorgestellt. Das macht ein wenig mehr Sinn als Elternabende für Eltern von Zwanzigjährigen.

    • Muttis Liebling sagt:

      Im ebenfalls verlinkten Spiegel- Bericht handelt es sich um Erstsemester und das rückblickend auf fast 20 Jahre Erfahrungen bundesweit. In beiden Quellen kommt die Aussage vor, die Eltern wären für die Anfänger- Studenten die wichtigsten Ansprechpartner und das sollte zu denken geben. Vornehmer kann man nicht formulieren, dass die jungen Herrschaften eben nicht erwachsen sind und es auch nicht sein wollen.
      Umgekehrt die Eltern eine Rolle einnehmen, welche dem Helikopter- Modell nahe kommt und damit die soziale Unreife ihrer Sprösslinge noch fördern.

    • 13 sagt:

      Gemäss dem Artikel in der BAZ geht es um ELTERN, die sich schon im zweiten Jahr interessieren, nicht etwa die Gymnasiasten, diese haben andere Interessen.
      Entscheidend finde ich aber v.a. diese Aussage:
      „Sie müssten Entscheidungen für und mit ihren Sprösslingen treffen…..Dies sei wichtig, um die Kinder bei der Zukunftsplanung unterstützen und beraten zu können.“
      FÜR die Kinder entscheiden? Sollte die Berufs- und Studienwahl nicht den Studierenden überlassen werden? KINDER? Werden diese nicht noch vor der Matur volljährig?
      Und da fragt er sich, wieso man auf Überbehütung kommt?

  • 13 sagt:

    Noch eine ketzerische Frage: Wer bezahlt eigentlich diesen Elternabend?

    • Muttis Liebling sagt:

      Die wichtigste Frage, welche man in der Schweiz stellen kann und muss. Vielleicht geht der Klingelbeutel um oder es werden Drittmittel eingeworben:
      ‚Diese Veranstaltung wurde Ihnen präsentiert Schnuffy- Lead, dem Anbieter für exklusive Hundeleinen, auch humantauglich.‘

      • 13 sagt:

        😀

        Jetzt auch in der XL-Ausführung für ihr studierendes Kind, so behalten Sie es immer unter Kontrolle????

      • tina sagt:

        die referierenden fachpersonen machen das im rahmen ihrer anstellung, die eltern kommen auch ohne bezahlung und die räumlichkeiten existieren ohnehin schon. ich bezweifle dass es einen apero gibt

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Im Rahmen ihrer Anstellung bedeutet aber trotzdem mehr Stunden, die vergütet werden und das nicht schlecht. Die Räume gibt es, kosten auch Unterhalt, müssen danach geputzt werden. Gemäss der Frankfurter Allgemeinen, wurden auch schon welche gemietet. Die Technik kostet auch, wenn dann Teile in einem anderen Raum übertragen werden müssen. Und ich bin sicher, es gibt zumindest Handouts.

      • tina sagt:

        informationsbroschüren würden sonst verteilt oder verschenkt.
        das universitätspersonal das auch lehrleistungen erbringen muss, leistet ja auch andere repräsentationsaufgaben mit anreisen, die nur zum teil unter arbeitszeit laufen. die sind gut bezahlt, da geht keiner überstunden zählen. sie brauchen aber auch nicht jeden tag um 8 am arbeitsplatz zu stehen und können das schon kompensieren. der mehraufwand fällt ja mehr in der forschung an (feldforschung zum beispiel).
        an unis finden so viele veranstaltungen statt, auch abends. der betriebsdienst ist eh angestellt

      • tina sagt:

        das ist doch ein klacks verglichen damit was universitäre bildung kostet 13.
        und eben: die eltern investieren ja auch zeit. und in ihre kinder wird von der gesellschaft geld investiert in deren bildung.
        man darf danach fragen, aber die antwort ist:es kostet einen klacks

      • tina sagt:

        teil 1 hängt
        technik wird amortisiert

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Mein Frage war nicht, wieviel kostet, sondern wer es bezahlt.

      • tina sagt:

        ou 13. darauf habe ich zuerst geantwortet, dann kam dein einwurf mit den kosten, also habe ich auf die kosten reagiert. ausserdem beantwortet meine antwort auf deinen einwurf wegen den kosten auch die frage danach wer es bezahlt, nicht? (es kostet kaum zusätzlich, und das bisschen wird von der uni getragen, sprich vom steuerzahler. arbeit wird im rahmen der schon bestehenden verträge entlöhnt, kostet also nicht extra. räume kosten auch nicht extra, auch technik nicht. bleibt das infomaterial, und das existiert doch im grossen und ganzen auch bereits.)

  • zweistein sagt:

    Elternabende sind ausgesprochen wichtig für den Erfolg aller Indoktrinatiosanstalten. Was die Staatsmacht nicht verbiegen kann, zerbricht oft dank dem gutgemeinten Druck der ahnungslosen Eltern.

  • Heidi K. sagt:

    Ich kann den kritischen Unterton dieses Artikels nicht nachvollziehen. Man hört nie auf, Eltern zu sehen, auch wenn die Kids schon längstens erwachsen sind. Was ist falsch daran, sich für die bereits erwachsenen Kinder zu interessieren? Das Desinteresse an den eigenen Kindern und „jetzt bin ich endlich wieder mal dran“-Haltung find ich bedenklich und nicht wenn sich die Eltern für ihre Kinder engagieren. Für wen soll ich mich denn sonst interessieren, wenn nicht um meine eigenen Kinder? Sie gehen sowieso ihren eigenen Weg, aber es ist doch ok, wenn ich als Mutter weiss, wie es ihnen geht.

    • Muttis Liebling sagt:

      Das Ende der Pubertät markiert das Ende des Ablösungsprozesses von den Eltern. Ab dem 14. LJ habe ich meine Entscheide nicht mehr mit den Eltern geteilt und die auch nicht in die Themen des Tages eingeweiht. Ab diesem Zeitpunkt traten die Eltern in die 3. Reihe zurück und ich wollte sie auch nicht mehr als Teilnehmer meiner ausserfamiliären Aktivitäten sehen.
      Insofern wäre es für mich immer ein Unding gewesen, meine Eltern mehr als nur ganz oberflächlich über das universitäre und später das Berufsleben zu informieren. Vor allem waren sie von da an keine Diskussionspartner mehr.

      • Heidi K. sagt:

        Das find ich echt traurig und ich wünsche mir, dass ich niemals so ein mieses Verhältnis zu meinen Kindern haben werde. Ich hab ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern und ich will sie nicht aus meinem Leben haben. Aber so was können nicht alle verstehen.

    • 13 sagt:

      @ Heidi
      Ich bin 33 Jahre alt, verfüge über eine sehr gute Ausbildung, ein eigenes Haus, bin verheiratet und bald dreifache Mutter. Trotzdem weiss meine Mutter sehr wohl, wie es mir geht und interessiert sich auch dafür. Aber deshalb muss sie nicht meinen Chef anrufen und Besuchstage an der Uni oder dem Unternehmen wahrnehmen. Sie spricht mit mir, fragt mich, wie es läuft und was mich beschäftigt und bietet dort ihre Hilfe an, wo sie vielleicht wirklich gebraucht wird. Loslassen hat nichts mit Desinteresse zu tun, sondern eben mit Loslassen und mit Vertrauen.

      • Heidi K. sagt:

        @13: Komische Einstellung. Loslassen, Desinteresse. Das sind doch zwei grundlegend verschiedene Dinge. Man wächst mit den Kindern mit und so ändert sich auch die Beziehung. Deine Argumentation macht wenig Sinn.

      • 13 sagt:

        Genau, Heidi. Es ist was komplett anderes. Darum verstehe ich nicht, warum Eltern, die ihre Kinder loslassen und die Zeit, in der Sie ihr eigenes Leben für die Kinder zurückgestellt haben, als abgeschlossen anschauen, sich wieder vermehrt auf dieses konzentrieren, ein Desinteresse vorgeworfen wird. Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun. Wenn ich die Beziehung zu meinen Kindern ändern will, wie es aufgrund ihrer Entwicklung sinnvoll wäre, dann akzeptiere ich auch, dass die Zeit, wo ich die Informationen über mein Kind und die Schule direkt von der Schule bekomme, vorbei ist.

    • tina sagt:

      ML, mit 14 sind die kinder aber immer noch in dem alter, wo man zu obligatorischen elterabenden eingeladen wird und von lehrern gebeten wird doch EIIIIINMAL etwas für die kinder zu tun (nämlich zum elternabend erscheinen. hust). es geht um berufswahl und da hat man allerlei um die ohren als eltern. ich habe es um ehrlich zu sein unterschätzt.
      aber ja, es ist eine gratwanderung, und man wird permanent bemängelt als eltern. wenn nicht von den eigenen kindern fürs einmischen, dann von den lehrern/berufsberatern fürs zu wenig einmischen. sehr anspruchsvoll aber interessant

      • Muttis Liebling sagt:

        Tina, ich schrieb das schon des Öfteren und habe mir dafür Verwunderung zugezogen. Mit 14 Jahren waren mir alle kommenden Schritte im Leben klar und ich habe die auch bis heute so eingehalten:
        1. Frühe Familiengründung mit 2-3 Kindern. Das wurde zwischen dem 21. und 23. LJ erledigt.
        2. Studium eines naturwissenschaftlich orientierten Faches. Wurde auch in kürzest möglicher Zeit parallel zu Familie und Kinder erledigt.
        3. In der 3. Lebensphase, nachdem die Kinder erwachsen sind, vollständiger Rückzug ins Berufsleben + Privatforschung allein und ohne Familie. Läuft derzeit.
        4. Alles andere egal.

      • Muttis Liebling sagt:

        Es gab ab diesem Zeitpunkt mit den Eltern nichts mehr zu diskutieren. Wenn überhaupt waren Ratgeber ganz andere Leute, Lehrer oder besonders markante Personen aus dem Umfeld, meinem Umfeld.
        Um dann auch völlig unabhängig von den Eltern zu werden, vor allem finanziell, habe ich zwischen Abitur und Studium ein paar Jahre Militär mit Ausbildung und Dienst als Offizier geschoben. Damit war alles geklärt und ist es bis heute.

      • tina sagt:

        achso, das war ja persönlich und nicht allgemein. ja, ich da ähnlich (nicht bezüglich der ziele, aber der eigenständigkeit), aber ich finde das weder gut noch wünschenswert. ich hoffe, meine söhne fühlen sich mehr von mir unterstützt, als ich damals von meinen eltern. offensichtlich ist das auch der fall

  • plop sagt:

    Heisst das wirklich „Elternabend“? Nicht vielleicht Informationsabend für Eltern und Interessierte? Wird da über das Verhalten der Schüler gesprochen? Wohl nicht. Für Eltern, welche selber nicht an der Uni oder ähnliches waren ist so eine Veranstaltung sicher nicht das blödeste. Denn „nur“ erzähltes von den Kindern reicht nicht. Ich jedenfalls danke meinen Eltern, dass sie wirkliches Interesse gezeigt haben, auch wenn das nicht immer ganz einfach für sie war – die Ausstellungen an der „Kunsti“ waren nicht so ganz ihr Ding…

  • Dani K sagt:

    Was unbedingt eingeführt werden sollte, sind Elternabende in den Unternehmen, und begleitete erste Arbeitstage. Sonst haben all die Master-of-irgendwas doch keine Chance, sich in der Arbeitswelt zurecht zu finden.

  • Andreas sagt:

    Ist das nicht das gleliche wie die Seniorenuni?

  • 13 sagt:

    „Nein, gute Eltern stehen auch ihren Studentenkindern helfend zur Seite.“

    Und das ist gut und schön so. Altersentsprechend heisst das Zauberwort. Ich habe auch studiert und war meinen Eltern für ihre Unterstützung sehr dankbar. Für die finanzielle in erster Linie. Für so manche aufbauende Worte und ein offenes Ohr. Für die Einladung zum Abendessen, wenn das Kochen während der Prüfungszeit zu kurz kam. Für die handwerkliche Unterstützung bei der Einrichtung des WG-Zimmers. Und auch für das Klatschen an der Diplomfeier. Aber ein Elternabend? Gott sei Dank, nie.

    • Stevens sagt:

      @13: Ich glaube, sie haben nicht begriffen, was mit „Elternabend“ gemeint ist. Man muss auch sagen, das Wort „Elternabend“ ist dafür, was gemeint ist, sehr schlecht gewählt. „Informationsveranstaltung“ wäre besser.
      Da kommt ein Prof oder dgl., stellt das Studium, die wichtigsten Meilensteine, Prüfungen etc… vor und that’s it.

      Also mir wäre es eher peinlich gewesen, wenn mir Mami und Papi geholfen hätten, das WG-Zimmer einzurichten, als wenn die an einem Abend in einen Hörsaal gesessen wären, um zu hören, wie so ein Studium heutzutage funktioniert.

      • 13 sagt:

        @ Stevens
        Sie haben kein Zimmer eingerichtet, sondern mein Vater hat mir beim handwerklichen geholfen wie Lampe montieren und Schrank zusammenbauen, da mir das überhaupt nicht liegt. Es kann nicht jeder alles und ich habe mich durch das Ausfüllen der Steuererklärung revanchiert;-)
        Ich habe Ihnen oben schon geschrieben, wurde leider gelöscht: Warum sollten die Eltern da überhaupt von aussen diese Sachen hören müssen? Wenn es sie interessiert, können sie mich ja fragen und ansonsten muss ja ich an die Prüfung, also muss auch ich wissen, wie sie vor sich geht.

      • Stevens sagt:

        @13: Manchmal ist es nicht schlecht, Dinge von zwei Seiten zu hören. Was sie erzählen ist das eine. Und gerade Anfangs Studium kennt man die ganze Uni-Maschinerie auch noch nicht so recht.
        Gerade auch wenn man auch finanziell beteiligt ist wie in ihrem Fall, dann ist es doch nicht falsch, als Eltern mal noch eine andere Sicht als die des Töchterchens auf den ganzen Uni-Betrieb zu erhalten. Das hat nichts mit Misstrauen oder so zu tun. Sondern ganz einfach mit Interesse.

      • 13 sagt:

        @ Stevens
        Sie haben die Hauptfrage noch nicht beantwortet: Was bringt dem Elternteil dieses Wissen?
        Mögliche Gründe: Kontrolle der Kinder, Wunsch, sie zu belehren, kein Vertrauen darauf, dass sie einem sagen, was wichtig ist, nicht loslassen können. Alles nicht sehr empfehlenswert. Ich überlege gerade, von welchen Kommilitonen die Eltern an so eine Veranstaltung gekommen wären. Hmmmm, da fallen mir max. 2-3 ein, allesamt solche, die durch das Erwachsenwerden der Kinder ihre Hauptaufgabe verloren haben und sich selber neu finden musste. Da ist das Wort Helikopter nicht weit, sorry.

      • Stevens sagt:

        Jetzt listen sie die Gründe von diesen 1% tatsächlicher Helikopter-Eltern auf. Die anderen 99% haben folgende Gründe: Interesse (an ihren Kindern, an der Uni, am System).

        Man darf sich doch als Eltern nicht mehr dafür interessieren darf, was die eignen Kinder machen und wie ihre Ausbildung funktioniert. Wenn man das nicht mehr darf: Dann guet Nacht. Traurig, traurig

      • 13 sagt:

        @ Stevens
        Wenn ich mich für meine Kinder interessiere, dann verbringe ich diesen Abend nicht im Hörsaal, sondern bei ihnen zu Hause und spreche mit ihnen. Ich bin sicher, dadurch erfahre ich viel mehr über sie und ihr Leben, als mir irgendein fremder Professor beibringen könnte. Aber das ist wohl zu einfach…traurig ist das richtige Wort dazu. Da haben Sie recht.

      • Stevens sagt:

        Was spricht denn dagegen, beides zu tun? Dann hat man zwei Blickwinkel auf das ganze. Die Welt ist nicht schwarz weiss. Und genauso sieht etwas aus einer anderen Sicht ganz anders aus.

        Glauben sie im Ernst, diejenigen, welche einen solchen Elternabend besuchen, setzen sich nicht mit ihren Kindern (rsp. jungen Erwachsenen auseinander)?

      • Bernhard sagt:

        Ich gehöre auch zu der Sorte Eltern, die sich gerne darüber informieren möchten, was im Leben ihrer Kinder so abläuft. Ich finde nicht, dass dies etwas mit „nicht loslassen können“ oder „keine Chance auf Selbständigkeit geben“ zu tun hat! Solange das Kind nicht direkt betroffen ist (indem ich ihr z.B. etwas abnehme) oder klar ablehnt, sehe ich keinen Grund, nicht in interessante Lebensbereiche reinzuschauen zu dürfen! Wird meine Tochter z.B. Sportlerin, werde ich an ihre Wettkämpfe gehen. Wird sie Musikerin, an ihre Konzerte. Da ist nichts Verwerfliches dran, solange es sie nicht stört!

      • Bernhard sagt:

        Es gibt aber noch einen anderen Grund, warum eine solche Infoveranstaltung Sinn macht: Wenn sich die Kinder mit ihren Eltern bei schwierigen Entscheidungen beraten, macht dieses Gespräch keinen Sinn, wenn die Eltern von der zu besprechenden Materie null Ahnung haben! Da verstehe ich die Kinder, wenn sie in Zukunft auf eine familiäre Entscheidungshilfe verzichten! Also würde ich mich vorgängig schlau machen. Z.B. mittels Infoveranstaltung, sofern eine solche angeboten wird! Auch bei der Lehrstellensuche ist es von Vorteil, wenn die Eltern eine gewisse Ahnung haben, was auf das Kind zukommt!

      • Stranger sagt:

        Machst Du meine Steuererklärung, 13?

      • 13 sagt:

        @ Stranger
        Klar doch. Kannst Du einen Gartenzaun aufstellen?

        @ Bernhard
        Ich würde auch an einen Wettkampf gehen, aber mich nicht beim Trainer in die Trainingseinheiten einmischen, sondern mir die Übungen, Diät etc. von meinem Kind erklären lassen. Sehen Sie einen Unterschied? Wir hatten an der Uni einen Schnuppertag für zukünftige Studenten. Da gab es Infoblätter. Diese brachte ich heim, setzte mich mit meinen Eltern zusammen, erzählte ihnen von den Möglichkeiten, dem System, meinen Eindrücken und fragte nach ihrer Meinung. So sollte es doch zwischen Erwachsenen auch sein.

      • Stranger sagt:

        So mit betonieren? Nein. Wenn aber schon betoniert ist, dann sollte das gehen, mal kuckn.

      • Bernhard sagt:

        @13: Ich sehe es anders: Ich möchte wissen, was und wie meine Tochter trainiert. Deshalb würde ich mit dem Trainer sprechen. Nicht, weil ich es besser wissen könnte, sondern, weil es mich interessiert! Und wenn dann mein Rat gefragt ist, weil sie das Gefühl hat, zu hart oder zu einseitig zu trainieren, kann ich sie viel besser (und auch sinnvoller) unterstützen, als wenn ich einfach sagen würde: „puuuuuh, da habe ich jetzt nicht wirklich eine Ahnung. Und ich weiss ja auch nicht genau, was bei euch so abgeht. Aber das wird schon alles seine Richtigkeit haben! Mach nur weiter so!“

      • Bernhard sagt:

        @13: Übrigens müsste meine Tochter selber den Dialog mit dem Trainer suchen, wenn sie nach unserem Gespräch zum Schluss kommt, es passe nicht für sie! Das würde ich ihr nicht abnehmen. Auch den Entscheid müsste sie selber fällen! Und genau hier sehe ich den Unterschied zu Eltern, die sich nicht nur für die Sache interessieren, sondern auch dem Kind alles Mögliche abnehmen! Entscheidungen, Gespräche, Arbeiten etc. (früher hiessen unsere Abschlussarbeiten „Selbständige Vertiefungsarbeit“. Weil aber eh i.d.R. die Eltern helfen, heisst es jetzt halt nur noch „Vertiefungsarbeit“… 😉

      • Bernhard sagt:

        @13: „Da gab es Infoblätter. Diese brachte ich heim, setzte mich mit meinen Eltern zusammen, erzählte ihnen von den Möglichkeiten, dem System, meinen Eindrücken und fragte nach ihrer Meinung.“

        Wenn mein Gesprächspartner, von dem ich mir eine Entscheidungshilfe erhoffe, genau den gleichen Informationsstand hat wie ich, dann frage ich mich wirklich nach dem Sinn dieses Gesprächs!! Das erinnert mich an Erlebnisse in Elektronik-Geschäften, wenn mir der Verkäufer einfach die Dinge erzählt, die auf der Verpackung zu lesen sind! Danke für die Hilfe!!! Jetzt weiss ich mehr ;-D

      • 13 sagt:

        @ Bernhard
        Die Argumente und die Überlegungen, warum man ein Studium wählen soll und nicht das andere, stehen nicht auf den Infoblättern. Da erhoffe ich mir als junger Erwachsener Unterstützung von Menschen, die mich gut kennen, aber eine grössere Lebenserfahrung haben,, nicht bei Fakten wie ob ein Studium 4 oder 5 Jahre dauert, das finde ich doch selber heraus. Und wenn die Eltern nach diesem Infoabend auf einem höheren Wissensstand sind als der zukünftige Student, der hoffentlich auch einen besucht hat, dann ist sowieso etwas schief gelaufen.

      • Stevens sagt:

        @13: Sie haben sich mit diesen Elternabenden in etwas reingesteigert und können/wollen jetzt nicht zurückrudern… Sie wissen doch schon längst, dass solche Elternabenden nichts damit zu tun haben, die Jugendlichen zu kontrollieren, noch sich einzumischen in ihr Leben. Es hat auch nix mit Helikoptertum zu tun.
        Es ist eine ergänzende Infomationsquelle für Eltern. Nicht mehr, nicht weniger.
        Es ist doch genug.

      • 13 sagt:

        @ Stevens
        Im Gegensatz zu Ihnen, bin ich ganz ruhig. Beim Blog ging es um die Elternabende/Infoveranstaltungen. Ich halte diese für einen weiteren Höhepunkt der Überbehütung und nicht Loslassen können. Ich bin ehrlich schockiert, über die breite Zustimmung hier drin und verbiete mir den Vorwurf, mich nicht zu interessieren, weil ich es unglaublich traurig finde, dass Eltern ihren Kindern nicht genug Vertrauen, dass sie die richtigen Infos heimbringen. Warum sollte ich zurück krebsen, das ist nun mal meine Meinung. Sie dürfen aber diesen Abend gerne besuchen. Viel Spass.

      • Bernhard sagt:

        @13: Ich fühle mich nicht wohl, wenn ich jemanden beraten soll, obwohl ich von der Materie nichts verstehe! Wie soll ich wissen, ob meine Tochter Studium X durchsteht bzw. sich im späteren Berufsfeld wohlfühlt, wenn ich keine Ahnung davon habe? Ich sage dann Sachen wie: „Das wirst du schon schaffen! Du hast bis jetzt auch alles geschafft“. Ohne Wissen, dass für diese Ausbildung z.B. kaum Stellen auf dem Markt sind. Oder dass es Eigenschaften benötigt, die so gar nicht zu den Stärken zählen. Solche Inputs möchte ich geben können, wenn ich um Rat gefragt werde! Aber da ticken wir einfach anders!

      • Bernhard sagt:

        @13: „weil ich es unglaublich traurig finde, dass Eltern ihren Kindern nicht genug Vertrauen, dass sie die richtigen Infos heimbringen.“

        Ich finde diese Verbindung vom Besuch einer Infoveranstaltung zum Vertrauensbruch zwischen Eltern und Kind etwas gar abenteuerlich! Wenn ich eine Weiterbildung besuche in einem Gebiet, in welchem mein Kind bereits ausgebildet ist, ist das dann auch ein Vertrauensbruch? Ich könnte ja mein Kind fragen! Ich müsste so gesehen auch nicht an Volksschul-Elternabende. Mein Kind kann mir sicher lebhaft erzählen, wie es dort so ist! Das traue ich einem 8-10-jhg. zu!

      • Bernhard sagt:

        @13: Nur, damit Sie mich richtig verstehen: Ich spreche nicht von den Eltern, die neben dem Besuch diverser Infoabenden auch noch die Wäsche ihrer erwachsenen Kinder machen, die Korrespondenz mit den Versicherungen, dem Vermieter und den Behörden führen, auf FB befreundet sind, dazu die engen Freunde und Bekannten des Sprosses regelmässig nötigen sich gefälligst anständig zu benehmen, sowie jeden Morgen um 6 Uhr anrufen, damit das Kind auch ja nicht verschläft…nein! Ich spreche von den ganz normalen Eltern, die sich einfach einen EIGENES Bild vom künftigen Leben ihres Kindes machen wollen!

      • Sportpapi sagt:

        Mir wäre es schon peinlich gewesen, sie hätten mich finanziell unterstützen müssen. Dass sie sich für mein Studium interessieren hingegen eher nicht. an Wettkämpfe etc sind sienübrigens auch mitgekommen, obwohl ich alt genugnwar, selber dahin zungehen.

      • Stevens sagt:

        @13: Nein, ich seh echt nicht ein, was eine Infoveranstaltung für Eltern künftiger Studenten (nochmals, es ist KEIN Elternabend à la Primarschule) mit fehlendem Vertrauen, Überbehütung und Helikopterelterntum zu tun haben soll.

        Niemand muss diesen Abend besuchen. Wenn sie es nicht für nötig erachten, dann können sie dem gerne Fernbleiben.
        Aber hören sie bitte endlich damit auf Eltern, welche gerne einen solchen Abend besuchen als schlechte Eltern darzustellen, welche ihre Kinder überbehüten, ihnen keine Freiheiten lassen und sie nicht erwachsen werden lassen.

        Darum geht es mir.

      • mila sagt:

        Ich verstehe auf der einen Seite das elterliche Interesse an einem Uni-Infotag, gerade wenn die Eltern selbst nie eine Uni von innen gesehen haben. Wenn es nur darum geht – bitte. Ich kann aber als ehemalige Dozierende auch die Bedenken von 13 verstehen: wenn es darum geht, dass Eltern noch beim Studium ‚aktiven‘ Beistand leisten wollen (respektive müssen), zweifle ich an der Selbstständigkeit und damit an der Eignung des Zöglings fürs Studium. Studiumsspezifische Fragen – und damit meine ich nicht die Fachwahl zu Beginn – bespricht man als Student mit seinen Mutstudierenden, /

      • mila sagt:

        weil die tatsächlich etwas von der Materie und den Bedingungen verstehen. Eltern sollten sich hier ihren Kindern zuliebe etwas zurücknehmen – natürlich erzählen diese allgemein vom Studienleben, wenn das Verhältnis gut ist. Aber die Details sollten die Studierenden ohne elterliche Hilfe klären können, sonst sind sie in einem wesentlichen Punkt nämlich schon gescheitert: im Aufbau eines eigenen sozialen Netzwerks. Und das wiederum scheint mir wenig erwachsen und läuft genau in die Helikopter-Richtung, die 13 kritisiert.

      • mila sagt:

        @Bernhard: Eltern, die bei Vertiefungsarbeiten mit-arbeiten, korrigieren etc.? O je. Dafür gibt es doch seit jeher die Klassengspänli. Spätestens auf Gymistufe wäre es mir persönlich sehr peinlich gewesen, solche elterliche Hilfe zu erhalten… Zumal ich schon seit Primarstufe meine Hausaufgaben selbständig erledigt habe. 😉

        Und nein, mit den Eltern über Aufgabenstellungen zu sprechen, damit sie an meinem Alltag teilnehmen können, summiere ich nicht darunter. Sie fanden dies bis ins Studium spannend, nur konnten sie mir keine spezifische Rückmeldung geben. Das wurde aber auch nicht erwartet.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Ich weiss nicht, wie ihr Studium aufgebaut war, bei uns gab es aber kaum jemanden, der genug arbeiten konnte, um finanziell völlig unabhängig zu sein. Wer nicht unterstützt wurde, hatte ein Darlehen und verlängerte das Studium auf mind. 8 Jahre. Die ersten zwei Jahre ging das noch, spätestens im Master nicht mehr, obwohl mehr als 80% Werkstudenten waren.

      • 13 sagt:

        @ Stevens
        Ich bekomme den Eindruck, Ihnen ginge es in erster Linie darum, dass ich meine Meinung nicht äussern soll, weil es Ihrer widerspricht. Warum stört Sie das so? Ich habe nichts von schlechten Eltern geschrieben, sondern mich gegen solche Veranstaltungen ausgesprochen und hätte für meine Beziehung zu meinen Eltern Mühe, wenn sie es als notwendig erachtet hätten, einen solchen Abend zu besuchen. Umgekehrt gilt das auch für die Beziehung zu meinen Kindern. Wenn Sie eine andere Meinung haben, dann gehen Sie doch hin und leben Sie damit, dass es nicht alle gleich sehen. Ich tue das auch.

      • Stevens sagt:

        @13: Sie dürfen jeder Meinung sein und sie auch hier kundtun. Aber die dürfen nicht Eltern, die so einen Anlass begrüssen und dort gern hingehen würden als schlechte Eltern verurteilen.

        Genau das tun sie nämlich. Sie werfen solchen Eltern nämlich vor, dass sie die Kinder kontrollieren, dass sie sie belehren, ihnen nicht vertraue und dass sie nicht loslassen können.

        Und somit ihre Aussage klar. Eltern, auf die obiges zutrifft, sind doch schlechte Eltern. Oder kann man obige Aussage anders verstehen? Also ich kanns nicht.

    • maia sagt:

      @13: Was stört Sie den so daran, dass sich Eltern ein eigenes Bild machen, evt. etwas sehen und hören, dass Ihnen untergegangen ist. Ich habe auch schon jemanden zum Arzt mitgenommen. Ich hätte zwar auch alles erzählen , die Info-Blätter zum lesen geben können und dann darüber diskutieren. Aber 4 Ohren hören manchmal mehr als 2. Die Botschaft kommt je nach Person anders an und das Gewicht wird vielleicht auf etwas anderes gelegt.
      Anderseits es geht hier um eine harmlose Info-Veranstaltung. Was ist daran falsch?

      • Franz Vontobel sagt:

        Was ist daran falsch?
        Der allgemeine Trend, immer später die Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen / übernehmen zu müssen.

      • maia sagt:

        Und was hat die Teilnahme der Eltern an einer Info-Veranstaltung mit „Verantwortung für sein eigenes leben zu übernehmen“ zu tun?

  • Rémy sagt:

    Zu denken, ein westlicher junger Mensch sei im Jahr 2015 mit 19 Jahren erwachsen zeugt von sehr wenig Menschen- und Sozialkenntnis, oder haben Sie die Entwicklung in den Familien und in der Erziehung der letzten 30 Jahren verschlafen?!?
    Heutzutage wird man frühestens erwachsen wenn die Eltern sterben, und da man heute relativ Alt wird kann das seeeehr lange dauern…
    Ich kenne nicht wenige die nach der Scheidung auch mit über 40 zurück zu Mamma gegangen sind (auch Frauen)…und nicht weil sie sich keine Wohnung hätten leisten können!

    • Muttis Liebling sagt:

      Die soziologische Definition für Erwachsensein sind 1) gesicherter Lebensplan inkl. gesicherter Lebensunterhalt, 2) wenigstens 1 Kind oder vergleichbare Funktion im Familienverband, z.B. Verantwortung für Geschwister, usw..
      Gesicherter Lebensplan/ -unterhalt meint nicht, dass man bereits verdient, sondern nur, dass die laufende Ausbildung mit grosser Wahrscheinlichkeit in eine Erwerbstätigkeit mündet. Ewige Praktikanten werden nicht erwachsen.

      • Rémy sagt:

        Aha und Leute die keine Kinder haben werden nie erwachsen?!?
        Heisst das wenn ich mich gegen das gängige Modell entscheide, Heirat (oder Partnerschaft), Kinder, Scheidung (oder Trennung), Alimentenzahlung, bin ich nicht würdig ein mündiger Mensch zu sein?!?
        Gegen eine solche Vorstellung muss ich mich vehement wehren…
        Der Grundtenor ist doch in unserer Narzissgesellschaft, Kinder dienen der Selbstverwirklichung, da haben sie gefälligst so lang wie möglich abhängig zu sein…und für die jungen stimmt es ja auch ad vitam aeternam eine Nabelschnur zu haben…

      • Muttis Liebling sagt:

        In der Wissenschaft als verbindlich betrachtete Deutungen habe in der Regel statistischen Charakter und da deckt es sich mit der gängigen Lehrmeinung, das Kinderlose zu dem immer grösser werdenden Pool der Menschen gehören, welche nie erwachsen werden. Insofern sind Kinderlose nicht als gleichwertiger Teil der Gesellschaft zu betrachten. Aber eben alles statistisch formuliert, d.. Beispiele können anderes zeigen und zählen deshalb nicht.

      • Rémy sagt:

        Nehmen Sie ihren Beitrag und ändern Sie „Kinderlos“ durch „Schwarz“, „Frau“ oder „Jude“ und stellen Sie sich vor was für einen Aufschrei Sie da ausgelöst hätten!
        Kein Gleichwertiger Teil der Gesellschaft! Bei allen Steuern die ich bezahle! Das ist eine unerhörte Frechheit!
        Von welcher Wissenschaft sprechen Sie den da? Eine meiner Meinung nach nicht sehr wissenschaftliche Wissenschaft, zumal Wissenschaft auf empirischen Daten basiert nähme es mich schon Wunder voher die Daten stammen?!?
        Und übrigens, ich bin nicht Kinderlos, sondern Kinderfrei!

      • Ulrich Gassner sagt:

        Aha. Interessante Auffassung von ‚Wissenschaft‘.

        Wieviele Gegenbeispiele, die das Gegenteil belegen, muss es denn geben, bis sie ‚zählen‘, Herr Wissenschaftler?

      • Muttis Liebling sagt:

        Wie schon bemerkt Herr Gassner, Beispiele zählen nie und die Methodologie von Wissenschaft ist objektiv und unterliegt nicht den Meinungen von Wissenschaftlern oder gar von Wissenschaftsrezipienten.
        Auf gut Deutsch, es gibt für Laien nichts zu diskutieren.

      • Ulrich Gassner sagt:

        @ ML:
        Sie merken selbst wohl gar nicht, was für einen Dünnpfiff Sie da verbreiten, was?

      • tina sagt:

        gassner und remy: nicht aufregen. Muttis Liebling provoziert nur gern, oder ist möglicherweise wirklich dieser meinung, aber steht damit wohl recht alleine da.
        es ist im gegenteil nicht selten eine sehr erwachsene entscheidung, keine kinder zu haben. und wieviele eltern kenne ich, die stolz darauf sind, dass sie „immer noch kindsköpfe“ sind….

      • Stranger sagt:

        ML, nur so zur Methodologie: Beispiele sind zum Beweis einer These in der Tat nicht sehr nützlich. Gegenbeispiele, und um die geht es hier, sind aber sehr nützlich für die Widerlegung einer These. Wenn jemand etwas behauptet, so à la „Für alle x aus A gilt: Behauptung“, und dann sehen muss, dass für ein bestimmtes x0 aus A eben die Behauptung nicht gilt, dann ist die Behauptung widerlegt.

      • mila sagt:

        @ML: Als ob Kinderhabende Kinder haben, um biopolitisch korrekt zum gesellschaftlichen Fortbestand beizutragen – und nicht aus letztlich völlig, und zu recht (!), eigensinnig-privaten Gründen… Das menschlich-biologische Bedürfnis, den eigenen Genpool zu erhalten, wird von der Politik instrumentalisiert, es verhält sich nicht umgekehrt. Deswegen laufen aktuelle Bemühungen, Menschen vermehrt in patriotische Gebärpflicht zu nehmen, in die Leere. Ihre Sicht, wonach das Individuum sich vollkommen der Gesellschaft unterzuordnen hat, ist insofern nicht nur in dieser Hinsicht herrlich verkopft. ;

      • Muttis Liebling sagt:

        @Stranger, Über Popper und/ oder Falsifikation müssen wir hier nicht diskutieren, da bleiben wir nur unter uns.
        @Tina, ich zitierte weiter oben die aktuelle Lehrmeinung der Entwicklungspsychologie (Erwachsen = Perspektive + Kinder), nicht meine Meinung. Der Rest bezieht sich auf Methodologie der Wissenschaft und die ist im genannten Rahmen eben nicht verhandelbar, siehe was Stranger schrieb.
        Erlebnisse, eigene, die des Nachbarn oder die im Fernsehen erzählt werden, sind wissenschaftlich völlig wertlos. Es sei denn, es sind Falsifizierungen.

      • Rémy sagt:

        „Insofern sind Kinderlose nicht als gleichwertiger Teil der Gesellschaft zu betrachten“
        Wie eine solche Aussage Wissenschaftlich zu werten ist, kann ich nicht sagen. Wie sie rechtlich zu werten ist hingegen schon: es läuft unter Verleumdung und Diskriminierung! Sie tun also gut unter einem Pseudonym zu schreiben sonst hätte es sein können dass Sie von meinem Anwalt Post bekommen.
        Wieso eine solche Aussage nicht wegmoderiert wurde würde mich auch interessieren, ich habe schon weit weniger Schlimmes geschrieben das zensiert wurde.

  • Stevens sagt:

    Jaja, es ist ja sooo schön, mal wieder ein bisschen auf den Eltern herumzuhacken und heutige Jugendliche als unselbstständige Weicheier darzustellen . Genau das und nix anderes wollte die Autorin mit dem letzten, extrem zynischen Abschnitt tun. Schwach

    Uni ist doch auch für die Eltern Neuland. Und in den letzten 20 Jahren ist da extrem viel gegangen. Die Uni, welche die Eltern vielleicht besuchten als sie jung waren, gibt es nicht mehr. Das ist doch intressant, wie eine Uni heutzutag funktioniert.

    Die Eltern, welche die Kinder überbehüten gibt’s natürlich auch. Im Umfang von 1%.

    • 13 sagt:

      @ Stevens
      Ich habe auch noch nie auf dem Bau gearbeitet. Sollte ich jetzt vom Lehrmeister meines Sohnes verlangen, dass er mir alles Abläufe zeigt oder eine Schnupperlehre anbietet? Irgendwann sollte man doch das Leben des „Kindes“, das Leben des „Kindes“ sein lassen, ihm zutrauen, dieses selber zu meistern und sein eigenes führen.

      • Stranger sagt:

        Stevens sagt aber nur, dass die Eltern sich selbst informieren wollen. Sie tun das nicht primär, um dem Nachwuchs zu helfen oder ähnlich.

      • Stevens sagt:

        Ach machen sie doch, was sie wollen. Wenn sie finden, der Chef ihres Sohnes sollte ihnen eine Schnupperlehre anbieten, dann fragen sie ihn doch danach. Andernfalls können sie es auch sein lassen.
        Sie können aber auch ungeniert auch mal in der Bude vorbeigehen und ihn etwas fragen, wenn sie etwas speziell interessiert, zB. ein spezieller Bauablauf etc…

      • maia sagt:

        Sicher nicht so, wie Sie hier schreiben. Aber ich nehme an, sie waren einmal in der Firma ihres Sohnes und haben mit dem Lehrmeister/Lehrmeisterin gesprochen. In der Regel können die „Kinder“ den Lehrvertrag auch noch nicht alleine unterschreiben (sie sind ja meistens noch nicht Volljährig). Ich selber würde in dem Fall auf jeden Fall mal versuchen, an einer Führung auf einer Baustelle (das gibt es immer mal wieder) teilzunehmen. Es gibt übrigens auch „Kinder“ und auch „Eltern“, die gerne und voller Stolz zeigen, was sie tun. Interesse zeigen ist nicht gleich Überbehüten.

      • 13 sagt:

        @ maia
        Es war hypothetisch, mein Sohn ist 3 Jahre alt und wenn er auf eine Baustelle will, lasse ich ihn nicht alleine gehen, das ist richtig;-). Ja, mit dem Lehrmeister eines 15/16jährigen sprechen, würde ich, auch den Lehrvertrag unterschreiben, aber jeden einzelnen Ablauf muss ich nicht verstehen, kennen und gesehen haben. Gleich wie ich im Gymnasium an einem Elternabend teilnehmen, aber keinen Schulbesuch im Klassenzimmer machen würde. An der Uni sind die Kinder aber nochmals 3-4 Jahre älter und dürfen ihre Verträge selber unterschreiben. Sogar die Unianmeldung. Was auch richtig ist.

    • Mike sagt:

      Wenn man wissen will, wie’s heute an der Uni so läuft, könnte man ja auch einen Studenten oder eine Studentin fragen. Vor allem, wenn man so ein Exemplar schon in der Familie hat. Die gleiche Strategie soll auch funktionieren, wenn man wissen will, wie es bei anderen Leuten am Arbeitsplatz läuft. Wäre auch ne Möglichkeit.

  • Markus sagt:

    Dümmlicher Beitrag! Den meisten Eltern geht es wohl primär darum zu verstehen, wie es an einer Uni abläuft, da sie selber nie eine Besucht haben und nicht um den jungen Erwachsenen „beizustehen“. Das fängt doch bereits im Gymnasium an.Viele Eltern haben nie ein Gymnasium besucht und haben keine Ahnung wie das läuft, mit den Übertritten und der Matura. Darum geht es ja dann auch meistens an den Elternabenden und was daran falsch sein soll, wenn man sich als Eltern über die Abläufe informiert, ist mir schleierhaft. Schlussendlich bezahlen die Eltern das Ganze auch in der Regel.

    • 13 sagt:

      Natürlich haben die Eltern das Recht, sich zu informieren. Und die allerbeste Informationsquelle sitzt doch gerade vor ihrer Nase, dafür braucht es keinen Elternabend. Spätestens, wenn das Kind 20 ist, wäre es vielleicht an der Zeit, endlich anzufangen, mit dem eigenen Kind zu sprechen. Traurig, dass offenbar viele nicht auf das Offensichtlichste kommen.

      • Alexander Roski sagt:

        Ein Student wird wohl kaum seine Eltern zum Besuch eines Proseminars einladen. Ein Besuchstag ist sehr wohl eine sinnvolle Sache. Man kann die Uni unverkrampfter kennenlernen als wenn der Sohn/die Tochter gezwungen wird, die Eltern herumzuführen. Ich würde als Vater teilnehmen, obwohl ich die Uni vor Jahren selbst erlebt habe. Einiges wird sich ja doch geändert haben.
        Ausserdem ist mit „Bologna“ die Universität verschult worden, da ist ein „Elternabend“ nur die logische Konsequenz.

      • 13 sagt:

        Warum muss man als Vater/Mutter eines Erwachsenen die Uni persönlich kennenlernen? Gehen sie dann auch im Unternehmen Ihres erwachsenen Kindes schnuppern? Es ist ja das erwachsene Kind, welches diese besuchen wird, die Prüfungen ablegen und die Punkte einholen muss. Ich habe mich über interessierte Fragen gefreut, im Rahmen eines Gesprächs, aber warum ich meine Eltern hätte herumführen sollen oder sie in ein Seminar einladen, ist mir schleierhaft.

      • maia sagt:

        @13: Es handelt sich ja eingentlich nicht um Elternabende, sondern Informationsanlässe. Selbstverständlich sind meine Eltern mal den Betrieb anschauen gegangen, in denen meine Geschwister die Lehre machten. Meine Eltern haben beide studiert und es war für sie interessant mal Handwerksbetriebe zu sehen. Das Sehen, Riechen, Fühlen hat auch dazu beigetragen, besser zu verstehen, was da vor sich geht. Der grosse Maschienenbetrieb in dem mein Bruder die Lehre machte, hat selbstverständlich jedes Jahr einen Infotag für Eltern veranstaltet.

      • 13 sagt:

        @ maia
        Wie alt ist ein Kind in der Lehre, wie alt an der Uni? Ich habe ja gegen Elternabende im Gymnasium nichts gesagt, das wäre dann die gleiche Altersgruppe. Ich sprach von erwachsenen „Kindern“.

      • maia sagt:

        Es geht ja auch nicht eigentlich um einen Elternabend, sondern um einen Informationsanlass. Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich da auch hingehen. Einfach als Interesse, wie das so an einer Uni läuft. Würde sicher das gegenseitige Verständnis fördern und Vorurteile abbauen.

      • Armando sagt:

        „Wenn das Kind 20 ist…“ Ich hätte mich gekränkt gefühlt, als 20-Jähriger noch als KIND bezeichnet zu werden. Ich zog als 16-jähriger von zuhause aus, weil es mir dort nicht mehr passte. Eine Berufslehre habe ich nie absolviert, blicke aber auf ein erfolgreiches Leben zurück, sowohl in finanzieller wie auch anderer Hinsicht. Die heutige Tendenz, die Kinder bis weit nach 20 zu verwöhnen, ist komplett falsch und hindert diese daran, endlich im Leben Fuss zu fassen, wie der Alltag beweist. 30-Jährige, die immer noch bei den Eltern wohnen, sind keine Erwachsenen und nicht mündig.

    • Carolina sagt:

      Ab wann sind denn Ihre Kinder, Remy, dann mal alt genug, um wirklich allein loszuspringen?
      Meine Kinder würden uns eins husten, kämen wir auf die Idee, an einen Besuchstag zu kommen – meine Eltern wären nicht im Traum auf die Idee gekommen und ich hätte es mir verbeten!
      Schon die letzten zwei Kanti-Jahre haben wir auf Besuchstage dankend verzichtet: sie haben Sex, sie reisen durch Australien, organisieren alles, dürfen wählen, aber werden an die Uni begleitet? Lächerlich!

      • Stranger sagt:

        Ja, aber an der Uni werden sie behandelt wie Schüler, sie werden gestraft, wenn sie nicht erscheinen, für jede Leistung gibt es Punkte (oder nicht). So mündig wie früher sind Studis nicht mehr. Das Studentenleben ist sowas wie eine Kanti. Zum Kotzen. Und dieses ewige idiotische Punktesammeln. „Wieviele Punkte gibt es für diese Arbeit?“ hat „Kommt das auch an der Prüfung?“ abgelöst. Nein wirklich, studieren ist nicht mehr die kreativitätsfördernde Sache von noch vor zehn, zwanzig Jahren.

      • Sportpapi sagt:

        Ob der stranger wirklichnweiss, wovon er spricht?

      • Stranger sagt:

        Sehr genau, Sportpapi, sei’s gewiss.

  • Peter Kuster sagt:

    In ein paar Jahren gibts dann Elternabende bei Unternehmen und Helikoptermami/-papi kommen zum Vorstellungsgespräch um beim Interviewer ein bisschen Dampf zu machen zu für Töchterchen oder Sohnemann zu werben.
    Denn gute Eltern stehen auch ihren arbeitenden Kindern helfend zur Seite.
    Es ist erschreckend wie unreif und unselbständig viele Studenten sind (ich bin ebenfalls Student). Entweder läuft da in der Erziehung oder am Gymnasium etwas falsch…

    • Rémy sagt:

      Sie glauben von Science Fiction zu sprechen, in Tat und Wahrheit vermelden heute schon Personalverantwortliche dass junge Kandidaten vermehrt mit ihren Eltern an Vorstellungsgespräche kommen!

  • Maria Felder sagt:

    Wenn es den teilnehmenden Eltern tatsächlich darum geht, ihren mittlerweile erwachsenen Kindern durchs Studium zu helfen und dabei die Selbstständigkeit teilweise verloren geht, dann stimme ich der Kritik zu. Meine eigenen Eltern hingegen, beide ohne Matura geschweige denn Hochschulabschluss, würden aber einfach wissen wollen, wie eine Uni von innen aussieht, wie sich eine Stunde im Hörsaal anfühlt, wie ein Studium aufgebaut ist. An einem solchen Anlass gewinnen sie einen kurzen Einblick, den ich ihnen sonst nur schwer vermitteln kann, deshalb finde ich die Idee grundsätzlich ganz gut.

    • Marie sagt:

      Genau. Wer nicht hin will muss ja nicht, oder?

      • ACJ sagt:

        Ich frage mich dann halt, ob ein Student am richtigen Ort ist, wenn er nicht in der Lage sein soll, den Eltern das Unileben näher bringen zu können (wollen??)…
        Und, müssen wir als Eltern wirklich noch wissen, was unsre erwachsenen Kinder in jeder Minute ihres Lebens tun?? Wenn ich wissen will, wie die Uni aussieht, denn geh‘ ich hin und schau‘ sie mir an.

  • Muttis Liebling sagt:

    Das passt doch gut zu den bekannten Umgebungstrends: Die jungen Herrschaften verweigern gern das Erwachsenwerden, schieben es entweder auf das 3.-4. Lebensjahrzent oder auf den St. Nimmerleinstag (40% der Knaben lauf der UNESCO- Studie 2009).
    Die Bologna- Geschichte bedeutet Verschulung der einst universitären Ausbildung. Eigentlich sollte man von einem Studenten erwarten, das er/sie/es den Besuch der Eltern am Studienort massiv unterbindet. Wenn die es nicht tun, haben sie es nicht besser verdient. Ich hätte in dem Fall die meinen mit einer 10- jährigen Besuchssperre belohnt.

    • Nala sagt:

      Hat was. Meine Tochter hat mir schon dieses Jahr eine Besuchssperre am Kanti-Besuchstag verhängt. Ihr letztes Kanti-Jahr… Ja auch sie ist volljährig. Und ich wüsste nicht, warum ich mich über ihre Forderung nicht zu kommen hinwegsetzen sollte. Sie ist ja kein Kleinkind und die Uni schafft sie hoffentlich alleine und wenn nicht, dann war sie nicht für ein Studium geeignet.

      • Joerg Hanspeter sagt:

        Toll, was Sie sich alles von Ihrer Tochter sagen lassen. Hätte ich Kinder, so dürften sie sicher den Wunsch nach meinem Nichterscheinen äussern, den ich mit grösster Wahrscheinlichkeit respektieren würde, aber eine Besuchssperre würde ich mir von meinen Kindern sicher nicht verpassen lassen.

      • Nala sagt:

        Dann sollten Sie erstmal Kinder bekommen Joerg Hanspeter 😉 Hätte ich das dringende Bedürfnis verspürt, am Besuchstag teilzunehmen, wär ich wohl dennoch gegangen. Aber so erpicht bin ich jetzt da nicht drauf. Besuchstage sind nur spannend, wenn man unerwartet auftauchen darf und auch der Lehrer sich nicht auf Eltern vorbereitet hat… In den letzten Jahren war ich an den Besuchstagen. Da war ich ganz froh, dieses Jahr noch nicht mal hin zu dürfen.

      • Susi sagt:

        @Nala: „Besuchstage sind nur spannend, wenn man unerwartet auftauchen darf und auch der Lehrer sich nicht auf Eltern vorbereitet hat…“
        Das hat er sich im letzten Jahr Gymnasium wahrscheinlich auch nicht, da kommen Elternbesuche nämlich tatsächlich höchst selten vor…

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