Dinge, über die man nicht spricht

Das sind nun also die Wechseljahre: Andrea Sawatzki als Desiréé in «Klimawechsel».

Wilde Wechseljahre: Andrea Sawatzki als Desiréé in «Klimawechsel». (ZDF.de)

Sie ist so unsäglich winzig und leicht. Und dann diese Finger… Nicht zu fassen, dass ein Mensch so mikroskopisch kleine Fingernägel haben kann. Und wie sie riecht! Ich bin verliebt in das Kind meiner Nachbarin.

Was ist bloss mit mir los? Ich war doch sonst nie ein Babyfan. Ja, klar, als meine eigenen Kinder zur Welt kamen, war ich gerührt und fassungslos vor Freude. Und dass ich sie geliebt habe, muss ich hier nicht extra schriftlich bestätigen. Aber dennoch: Babys waren noch nie so meins, ich mag die Kinder grösser, fähig, Wörter von sich zu geben, Streiche auszuhecken, und im Idealfall sogar in der Lage, schlau mit mir zu argumentieren. Und jetzt das. Ich benehme mich wie ein Hormoncocktail auf zwei Beinen.

Das allein hätte noch nicht gereicht, um mich aus dem Konzept zu bringen. Ist ja auch ein ganz besonders herziges Baby, da kann so was schon mal vorkommen. Aber dann fing ich noch damit an, meine Kinder ständig wehmütig zu betrachten und schier loszuheulen, weil sie schon so gross sind und irgendwann weggehen werden. Dabei hatte ich mich doch bislang über jeden ihrer Schritte in die Selbstständigkeit gefreut und fand sie vor allem eines: spannend, trotz dräuender Pubertät. Aber na gut, kanns ja geben, dass man trotzdem mal nostalgisch wird.

Selbst als ich anfing, Katzenfilmchen auf Youtube zu schauen (jöö, jesses, wie heeerzig) und die «Tagesschau» durchzuschluchzen, schob ich das weiterhin auf Überarbeitung. Was sollte denn sonst schon sein?

Die Antwort darauf hat mich getroffen wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Als ich mir nämlich endlich eingestehen musste, dass sich mein Monatszyklus von höchster Verlässlichkeit auf chaotische Willkür verlegt hatte. Und plötzlich musste ich wahrhaben, dass die Haare an meinem Kinn nicht schon immer da gewesen waren und dass die Unterseite meiner Oberarme irgendwie doch verdammt rasch verweichlicht war. Den Rest erspare ich Ihnen hier jetzt, ich bin ja kein Unmensch.

Sie fragen sich bestimmt ohnehin schon, was die Fischer mit all dem überhaupt sagen will. Das wollten Sie doch alles nicht über mich wissen. Natürlich nicht. Ich verstehe Sie bestens. Und das ist genau der springende Punkt: Ohne mich um Erlaubnis zu fragen, tut mein Körper Dinge mit mir, über die man nicht spricht. Zeitgleich wie meine Tochter bin ich in einer grundlegenden hormonellen Veränderung begriffen. Mit dem Unterschied, dass über die Pubertät ständig geredet und geschrieben wird – darüber, was mit mir passiert, wird jedoch geschwiegen. Wenn doch mal was darüber geschrieben wird, dann höchstens in so einem Gratisheftchen aus der Apotheke.

Die Reise in die Jahre der Fruchtbarkeit ist ein Grund zum Feiern. Wenn man danach langsam wieder an Land geht, ist es bloss unangenehm. Als Tatsache wie auch als Thema. Es berührt die Leute peinlich, darf gar nicht sein, das sollen wir aus Feingefühl gefälligst mit uns selbst ausmachen oder mit unserer Gynäkologin.

Dabei verbringen heutige Frauen im Schnitt mindestens nochmals so viele Jahre ihres Lebens nach den Wechseljahren wie als fruchtbares Wesen. Und das in einer Welt, in der alternde Frauen entweder mit Häme überschüttet werden, weil sie das Altern zulassen – oder weil sie es eben nicht tun wollen und sich unters Messer und die Spritze legen. Ergo: Egal was wir tun, ab einem gewissen Alter werden wir ohnehin mit Häme überschüttet, als hätten wir versagt.

Mit Würde und Humor: Designerin Vivienne Westwood. (Keystone/Joel Ryan)

Altert mit Würde und Humor: Designerin Vivienne Westwood. (Keystone/Joel Ryan)

Doch das ist dumm. Alt werden wir alle. Dass wir uns dafür schämen oder nur hinter vorgehaltener Hand über Nachtschweiss und Hitzewallungen reden sollen, macht für mich wirklich keinen Sinn. Wir hatten das Recht, jung zu sein, und jetzt haben wir auch das Recht, alt zu werden und den Laufsteg für unsere schönen Töchter zu räumen. Selbstverständlich sitzen wir dort weiterhin in der ersten Reihe. Würdevoll und mit viel Humor. Wie Vivien Westwood eben.

Ich bin dankbar für meine Jugend, für meine Kinder, für meinen Unfug, für die durchsoffenen Nächte, die falschen Liebhaber, für die grosse Liebe, für mein Leben eben. Und dafür, was da noch kommen mag. Und viel soll es sein. Ob mit oder ohne Wallungen und Co. Es ist Zeit, laut und fröhlich alt zu werden statt still und verschämt. Cheers!

75 Kommentare zu «Dinge, über die man nicht spricht»

  • Sandrina sagt:

    Lese Ihre Beitraege sehr gerne, Frau Fischer. Eine Kollegin ist ein paar Jahre aelter als ich und ist bereit, sich „zur Ruhe zu setzen“. Ich hingegen habe noch viel vor: Ideen, Wuensche und denke nicht an mein Alter (42). Es ist alles eine Frage der Einstellung & Persoenlichkeit. Wenn wir es zulassen, uns staendig zu aendern und auszudruecken, dann ist das unser Leben und hat seinen Platz verdient. Unser Koerper gibt uns den Rahmen und erinnert uns daran, dass wir altern, damit wir nicht uebertreiben. Humor & Selbstreflexion schauen uns den Weg zu einem sicheren Hafen, der uns wieder „tuned“.

  • Gunda sagt:

    Glückwunsch, CARO! Schön für Sie – aber dafür wirklich leidenden Frauen zu unterstellen, das Hitzewallungen & Co.das „Luxusphänomen von Frauen die zu viel Zeit haben“, sind – das ist schon starker Tobak! Wer nicht selbst erlebt, wie heftig die Beschwerden im Klimakterium sein können, der sollte sich mit solchen Äußerungen zurückhalten. Hoffentlich können Sie ihr weiteres Leben genießen, aber sterben werden schlußendlich auch Sie: egal, wie gesund Sie sich ernähren oder was immer Sie auch tun. Der Tod macht auch vor Ihnen nicht halt.

  • Jacques sagt:

    „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen“; meinte bereits der Philosoph Ludwig Wittgenstein. Also warum sollte ich über Zahlen sprechen, wenn meine „Belle-Mère“ schon das 2. oder 3. Mal ihren Fünfzigsten feiert? Ich meine à la dizaine. Ich mag sie – und schenke ihr immer noch ein Glas vom besten ‚Veuve-Clicquot‘ ein 😉 – Das erhält nämlich jung.

  • Frau Dings sagt:

    Ich bin eine nette, gepflegte und fröhliche alte Zwetschge und das sieht man mir manchmal vielleicht sogar an. Muss ich denn auch noch darüber reden? In aller Öffentlichkeit? Ständig? Was gibt es dazu noch zu sagen? Haare grau, Hormone auf Oma und seltsame Bedürfnisse wie Patisserie. Dazu gibt es nichts zu sagen. Immer dieses doofe, bisweilen primitive Gelaber über sich selber. Wir sind alt genug. Dass Betroffene ihre Pubertät nicht verstehen, verstehe ich. Aber das Klimakterium? Wir sind alt genug und wissen ziemlich viel. Wir haben interessanteres zu bereden als unseren körperlichen Zustand.

    • Luise sagt:

      Liest sich gut Frau Dings. Auch als Oma hab ich manchmal Lust auf Pâtisserie. Manchmal auch auf ein Glas Wein zuviel, oder auf heissen Sex oder beides. Das alles bildet ein gesundes Gegengewicht zu dem bisschen Hitzewellen.

  • Kate sagt:

    Liebe Frau Fischer,
    Ihre Beiträge im Mamablog lese ich immer sehr,sehr gerne. Sie sind ehrlich, humorvoll und sensationell. Ein wahrer Genuss. An dieser Stelle herzlichen Dank für Ihre persönlichen Gedanken und ihren tollen Humor. Ich freue mich auf die nächsten Beiträge von Ihnen.

  • Carola sagt:

    Alt sein – wo findet das statt? Im Kopf geht’s los, wo sonst. Diese Programmierung kann gelöscht werden. Ein bisschen schwierig ist’s schon, wohin wir auch blicken sehen wir alternde Menschen, leidend, krank, unfroh, desillusioniert. Und daher glauben wir zwangsläufig, dass ab einem gewissen Alter Unbilden ganz natürlich sind und ergeben uns – es ist halt so.

    Unlängst wurde ich, von zwei jungen Männern, so um die 20 Jahre, auf deren Freitag-Abend-Treffen eingeladen. Es würde mir doch nichts ausmachen, dass die Anwesenden 20 und 25 Jahren sind, meinten sie. So alt – fragte ich? O.k. ich komme

  • Sandra sagt:

    Liebe Frau Fischer!

    Gerade selbst den Hormonen ausgeliefert, kamen mir beim letzten Abschnitt fast die Tränen! Wie schön!
    Und vor Häme müssen Sie sich nun wirklich nicht fürchten, Sie sind eine so überaus attraktive Frau!
    Altern kann man ja auch in Würde und gepflegt, deswegen muss man sich nicht gehen lassen.

  • Anh Toan sagt:

    Liebe Frauen

    Darf ich als Mann hier kommentieren? Auch wir Männer werden alt, merken es, wenn wir die ersten Prostata Witze hören, erzählen wir sie, sind wir schon ein wenig darüber weg, nennen uns ironisch Silberrücken.

    Das Leben ist nicht immer gerecht, vielleicht sind wir auch zu dumm, die Gerechtigkeit zu erkennen, darüber hinweg hilft uns Humor, uns selber nicht allzu ernst zu nehmen, das Leben ist ein Spiel, das wir nicht gewinnen können, der letzte Witz geht auf uns.

    Also, geniesst die Privilegien jedes Lebensabschnitts, im Alter Gelassenheit, statt ärgern über die „Handicaps“-

  • richrig.präzise.genau.
    Wir müssen alle sterben und das ist auch ok so. Warum die Natur aber das altern erfunden hat, bleibt mir unverständlich. Dass ich älter werde, daran kann ich nichtss ändern, aber mit Erfolg habe ich mich geweigert erwachsen zu werden (jahrgang 1947). Im Kopf bin ich 17 oder so. Der Körper funktioniert eher holprig. Na und. Nicht mal ignorieren! Altern beeinträchtigt das Feiern doch nicht wirklich…
    Fröhlich alt und hemmungslos – jetzt kann man sich das leisten. Also …!

  • Daddy sagt:

    Was ist bloss mit Sportpapi, Brunhilde und Co. los? Ausser 13 hat heute noch keiner der üblichen Verdächtigen den Blogg hier für sich beansprucht. Vielleicht müssen die ja auch mal arbeiten…..Ist ja sehr angenehm mal Kommentare von anderen Lesern zu sehen.

  • Flo sagt:

    Carolina
    29. Januar 2015 um 10:23

    Man muss die MP nicht als Krankheit betrachten, wenn man sie zur Kenntnis nimmt und sie öffentlich macht! – muss Frau sie denn unbedingt öffentlich machen?

    • Carolina sagt:

      Mit ‚öffentlich‘ (nicht besonders clever ausgedrückt) meine ich selbstverständlich keine individuelle Anzeige jeder einzelnen Frau in der MP im Tagi….. Ich meine damit die Möglichkeit, Ansprechpartner und vor allem Ansprechpartnerinnen zu finden, die nicht gleich mit dem erhobenen Zeigefinger kommen und meinen, ihre eigenen Erfahrungen und Schlüsse müssen auch für jede andere Frau gelten.
      Dazu gehört aber, dass Frauen untereinander akzeptieren, dass die MP für manche Frau tatsächlich ein echtes Problem ist und ein Satz wie Ihrer oben als herablassend angesehen wird.

  • Flo sagt:

    Manchmal denke ich das es offenbar zur heutige Zeit gehört, aus allem ein Problem zu machen. Da wird darüber geredte- ist ja gut ,aber: Da wird studiert, da wird diskutiert und debattiert – anstatt ein paar Dinge einfach als gegeben anzunehmen, sich bei Beschwerden Abhilfe in Apotheke/Drogerie/Thearpie zu holen.
    Es giibt Menschen die sind in der Lage ganz banale Dinge so lange zu zerreden bis sie wirlich zu einem Problem werden (können).
    Und wenn ich daran denke was heut zu Tage alles für Hilfsmittel und Erleichterungen da sind – kopfschüttlen

  • Bald64 sagt:

    Nach 50 beginnt das beste Alter der Frau – das ist meine subjektive Meinung!
    Die Kinder sind erwachsen, ich weiss mittlerweile, was ich will und vor allem was ich nicht will, ich definiere mich nicht mehr über Äusserlichkeiten, ich muss auch nicht mehr ums Verworgen attraktiv sein für Männer, sondern nur noch für mich selber, mein Selbstbewusstsein und Selbstverständnis lässt mich vielen Dingen gegenüber gelassener sein. Vieles habe ich gesehen und erlebt und kann es aus Erfahrung berechnen und einordnen, bei vielem habe ich eingesehen, dass ich es nicht ändern kann, ich kann loslassen.Toll!

    • Jeanne sagt:

      Ich beobachte, dass Frauen so ca. ab Mitte 50 sich eher wieder anfangen zu entspannen. Die grosse Krise findet doch eher ab 45 statt, wenn Frau sich meist das erste mal mit dem Altern auseinandersetzt. Sobald Frau merkt, das es ein Leben nach 50 gibt und es eben so einige Vorteile hat vieles nicht mehr zu müssen, wird es wohl wieder ruhiger im Kopf. Ich fange mich langsam an, mich auf diese Lebensphase zu freuen und gönne meiner Tochter ihre neue Welt als heranwachsende Frau, erste Liebe, jugendliche Schönheit. Würde aber ehrlich nicht tauschen wollen…

  • Cybot sagt:

    Zum wieder Aufbauen empfehle ich, mal etwas über den Grossmuttereffekt zu lesen. Es gibt sehr interessante und plausible Theorien dafür, dass sich die Grossmütter einen grossen Anteil daran hatten, dass sich die Menschheit so weit entwickeln konnte. Es ist gut belegt, dass Grossmütter einen sehr positiven Effekt auf die Entwicklung ihrer Enkel haben, indem sie die Mütter entlasten und beraten können. Und all das geht nur dank der Tatsache, dass Frauen irgendwann selber keine Mütter mehr werden können und deshalb überhaupt Zeit für die Enkel haben. Das ist doch ein Grund zum Feiern!

  • fgee sagt:

    Eigentlich geht es darum, dass wir alle irgendwann realisieren, dass unsere Lebenskerze nicht ewig brennt. Im Kopf wussten wir das schon immer, aber ist die Erkenntnis auch im Bauch angekommen? Ich realisiere es, seit meine Augen Mühe haben mit dem Scharfstellen. Je nu: Die Bestimmung der Kerze ist es, sich zu verbrauchen und dabei Licht und Wärme zu geben. Will die Kerze sich dem verweigern, verpasst sie ihre Bestimmung. Anders gesagt: Der Weg ist das Ziel.

    • Flo sagt:

      ich finde ihren Vergleicht mit der Kerze ganz wunderbar – und genau so sollte man es auch sehen und vor allem erleben – danke!

    • Jeanne sagt:

      Schön gesagt. Und manchmal flackert die Flamme eben ein bisschen, dann brennt sie wieder ruhiger.

    • Helene sagt:

      Ich finde es auch ein wunderbares Bild. Alles hat seine Zeit. Und egal wieviel Yoga, gesunde Ernährung und Sport du treibst, es schreitet voran. Unaufhörlich, egal wie fest „frau“ sich dagegen sträubt. Du kannst mit 55 nicht mehr aussehen wie deine eigene Tochter. Auch wenn dir Hollywood etc was anderes vor-flüstert. Und anstatt dem Äusseren so viel Wert beizumessen, wäre es wohl auch gut, seinem Inneren soviel Liebe und Wertschätzung zu schenken. Dann vervollständigt sich auch der Kreis des Lebens und du kannst weiterschenken, was du bei dir pflegst, im eigenen „Seelen-gärtli“.

  • Heidi K. sagt:

    Als Frau hat man es nicht leicht, denn trotz Feminismus ist das Äussere wichtig, denn es ist das erste, das man sieht. Leider muss ich von mir sagen, dass ich ein sehr eitler Mensch bin und Attraktivität für mich immer wichtig war. Es fällt mir nicht leicht, dass man im meinem Gesicht nun erste Spuren einer vergangenen Jugend sieht. Natürlich tue ich was dagegen mit viel Sport und gesunder Ernährung, aber der Zahn der Zeit nagt und in 30 Jahren… Na ja. Aber wenn ich meine Kinder anschaue, dann ist dies alles voll ok. Und es stimmt einfach. Denn durch meine Kids erlebe ich die Jugend wieder.

  • rita sagt:

    schöner text frau fischer!

  • Luise sagt:

    Mit Häme überschüttet fürs Älterwerden??? Noch nie hab ich auch nur eine Spur etwas davon bemerkt. In welcher Welt lebt denn die Autorin?

    • Flo sagt:

      Häme???
      Wegen meines Aelterwerden?
      Keine Spur – im Gegenteil, ich erlebe genau das Gegenteil und habe schon sehr, sehr viel Positives durch mein Aeltersein erleben dürfen. Und zwar von Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen – nur von Gleichaltigen erlebe ich öfters mal was Negatives – leider!

    • Malena sagt:

      Habe ich mich auch gefragt. Und wer sind diese hämischen Zeitgenossen, die es auf die Alten (Frau Fischer schreibt nur von den Frauen) abgesehen haben?

  • Jeanne sagt:

    Ein interessantes Thema. Meine 13 jährige und ich (bald 50) nehmen es aber mit Humor. „He Mama, hast du wieder Hormone?“ oder ich: „Bin heute mies drauf, weiss nicht warum.“ Tochter :“ Kenn ich :-)“. Doch, wir beide sind Thema und es ist irgendwie ok zu beobachten, was mit uns geschieht. Zugegeben, es ist nicht immer einfach zu akzeptieren, dass der Bauch runder wird, die Haut im Gesicht sich langsam der Schwerkraft beugt. Aber es ist wahrscheinlich doch der heutige Jugendwahn, der mir einflüstert, ich verwelke und meine Tochter erblüht. Denn in Wahrheit ist es einfach der Weg, den alle gehen.

    • Carolina sagt:

      Auch hier: meine Mutter hat schon vor 25 Jahren, als sie in der MP war (und wohlbemerkt: sie war Gynäkologin!), ständig darüber gebarmt, dass sie jetzt angeblich nicht mehr angeschaut wurde und nur noch ihre Töchter zählten. Dabei ging ihrem Umfeld vor allem ihre Nörgelei und Unzufriedenheit auf den Geist!
      Mit Jugendwahn hat das mMn nur am Rande zu tun: es ist eine Zeit, in der Gewissheiten zu Ungewissheiten werden, Bilanz gezogen wird, der Körper nicht mehr so mitspielt wie bisher. Da ist ein Zusammenhalten von Frauen das Allerwichtigste, finde ich.

  • diva sagt:

    frau fischer, wie recht sie doch haben. nur wie ändern wir die schweizer gesellschaft? ich finde es gibt kein land in europa, wo altwerden so ein tabu-thema ist, wie in der schweiz. während in deutschland oder italien alt und jung zusammenfeiert, man genauso omas bei hip-hop-konzerten trifft, wie umgekehrt 16jährige, die florian silbereisen anschmachten, herrscht bei uns total jugendwahn! gehen sie hier – besonders in zürich – mal in einen club zum tanzen. das tun sie nur einmal und dann nie wieder! da wette ich drauf mit ihnen. traurig aber wahr…

    • Franz Vontobel sagt:

      Wer zur Hoelle ist Florian Silbereisen?

    • maia sagt:

      Zürich ist ja jetzt auch nicht gerade der Inbegriff der Schweiz.

    • Luise sagt:

      Ob wir mit 60 und mehr noch Spass am Tanzen haben liegt ganz alleine an uns selber, nicht an den anderen!

    • Felix Stern sagt:

      Als 40..50 Jährige in einen Club für Teens oder Tweens zu gehen ist leider Gottes ein Quatsch. Das hat nichts damit zu tun, dass alt werden ein Tabu-Thema ist, sondern das liegt eben daran, dass junge leute gerne mit jungen Leuten um die Häuser ziehen und das ist auch ganz OK so. Wer aber als 50-Jährige auf 20 macht, ent-tabuisiert nicht etwa ein Thema sondern findet sich mit seiner Situation nicht ab.

      • Napolifan sagt:

        Ja das stimmt! Ich bin so ein Fall, um mich mit diesem Hässliche-Jahre-Alptraum abzufinden, fehlt mir noch zuviel! Ich mache lieber Antiaging-Hormon-Therapie. Alt werden kann ich später immer noch…Wahrscheinlich bin ich eher eine Ausnahme die jetzt kein Loblieg auf WJ singt. Heutzutage kann das ja jede Frau selbst bestimmen.

    • 13 sagt:

      Für einmal muss ich Diva aber recht geben. Ich erlebe die Trennung der Altersgruppen als ein typisches Merkmal der Schweizer Mentalität. Das fängt schon da an, dass Kinder an Festen, teilweise sogar Hochzeiten, und in Restaurants unerwünscht sind, geht damit weiter, dass die Orte für den Ausgang nach Alter getrennt werden und hört bei den Klagen auf, dass Senioren nun wirklich nicht um 18.00 Uhr einkaufen gehen müssen. Im Ausland, ich bin v.a. oft in Südeuropa, mache ich oftmals andere Erfahrungen. Da kann man gut mit vier Generationen ausgehen.

      • Carolina sagt:

        Hier möchte ich Ihnen widersprechen, 13. Ich halte das, was Diva sagt, vor allem für eigene Befindlichkeiten. Dass hier in der CH das Aelterwerden ein ganz besonderes Tabu sei, halte ich für Unsinn. Es kommt immer darauf in, mit welchem Selbstverständnis Menschen auftreten, da sind Frauen in der MP keine Ausnahme. Jemand, der sich schon in früheren Jahren dauernd als unwillkommen, als Fremdkörper und unter ständigem Rechtfertigungszwang befand, wird das auch in der MP nicht ändern – es sei denn, sie nimmt diese als Chance, ihre bisherigen Einstellungen zu überdenken.

      • 13 sagt:

        @ Carolina
        Ich weiss nicht, ob das Älterwerden in der Schweiz ein spezielles Tabuthema ist. Ich habe mir mit meinen 33 Jahren noch nicht gross darüber Gedanken gemacht. Aber wie geschrieben, empfinde ich (auch persönliches Gefühl) das fehlende Miteinander der Altersgruppen als ein Schweizer Merkmal und da gab ich auch Diva recht. Und wenn ich es mir recht überlege: die Tatsache, dass ich mit der Menopause gar nicht viel in Kontakt hatte, als ein Zeichen dafür. Es gibt kaum Frauen in dem Alter in meinem näheren Umfeld. Wir leben in getrennten Welten.

      • Vivienne Tran sagt:

        Sehe ich auch so. Ich war in Dublin in einem Pub wo traditionelle irische Musik gespielt wurde. Einer an den Instrumenten war alt mit weissen Haaren. Zwei waren Teenager und einer etwa 40ig. Das Publikum (am Abend notabene) war genauso altersmässig durchmischt und harmonierte. Ich habe die Stimmung und Bilder fest gespeichert weil ich damals zu mir sagte: so etwas kannst Du nie und nimmer in der CH erleben. Jung und alt zusammen und alle erfreuen sich am gleichen.

      • Carolina sagt:

        Sorry, aber das deckt sich überhaupt nicht mit meinen Erfahrungen. Klar gibt es Situationen und Positionen, wo ‚das Alter‘ oder ‚die Jugend‘ überwiegt, aber das ist doch normal, oder? Ich komme aus einer Kultur (England), in der es völlig normal ist, dass Kinder oft nicht in besseren Hotels zugelassen sind. Aber trotzdem sind doch unsere Familienfeste, Parties, die Arbeitsplätze von meinen Geschwistern und Freunden völlig durchmischt.
        Aber wenn das wirklich Ihre Erfahrungen sind, ist es dann nicht noch wichtiger, dass darüber geschrieben und berichtet wird?

      • 13 sagt:

        @ Carolina
        Familienfeste und der Arbeitsplatz sind etwas anderes. Aber wurden Sie schon mal zu einem Abendessen eingeladen und wurden gebeten, ohne Kinder zu kommen? Sassen Ihre Eltern neben Ihnen auf dem Sofa, wenn Freunde vorbeikamen? Gingen Sie schon mal mit Ihren Eltern tanzen oder in eine Bar? Wie altersheterogen ist ihr enger Freundeskreis?

      • Carolina sagt:

        13, eigentlich lohnt sich dieses Thema nicht, weil so subjektiv, aber trotzdem:
        Ja, wir werden regelmässig zu Essen eingeladen, an denen Kinder unerwünscht sind (und ich lade zu solchen auch ein); ich arbeite mit einer sehr altersdurchmischten Truppe zusammen und wir gehen regelmässig abends etwas trinken; ich hoffe, die Einladungen meiner jüngeren Kollegen/-innen basieren nicht auf Mitleid; ich habe regelmässig Kontakt mit alten Leuten, weil ich ihn suche. Das ist das Problem bei den Klagen darüber, wie angeblich ‚kalt‘ das soziale Klima hier sei: es hängt von einem selber ab, das zu ändern.

  • maia sagt:

    Schade, dass Sie diese Erfahrung machen….. in meinen Umfeld wird darüber völlig offen und ohne Probleme gesprochen. Es wird allerdings auch als völlig natürlich angesehen und deshalb auch nicht ständig darüber gesprochen. Für meinen Begriff wird darüber viel zu viel geschrieben und gesprochen und ein zu grosses Tamtam gemacht. Das Leben ist viel zu kurz, um aus allem irgend ein Problem zu machen.
    Allerdings war bei mir auch die Reise in die Fruchtbarkeit kein Grund zum feiern. Sondern schlicht und einfach eine Tatsache.

    • caro sagt:

      Genau. Was soll das? Ich zB gehöre zu den Frauen, die erst mit 57 in die Menopause kamen. ohne Nachtschweiss, Hitzwallungen, Weinerlichkeit und sonstige Begleiterscheinungen, die vorkommen, manchmal aber auf psychosomatische Konditionierung zurückzuführen sind. Möglicherweise verdanke ich den sanften Eintritt in die Menopause der Tatsache, dass ich damals schon seit 30 Jahren kein Fleisch ass, Yoga, Tai Chi praktizierte und mich oft draussen aufhielt. Dazu kamen meine diversen Jobs, die Familie. Die Menopause? In manchen Fällen vielleicht ein Luxusphänomen von Frauen die zu viel Zeit haben

      • Jeanne sagt:

        Herzliche Gratulation, Caro. Sie gehören zu der Gruppe Frauen, die nie Beschwerden haben oder hatten. Schön für Sie. Ich erinnere mich an meine Mutter. Sie war bestimmt kein Lifestylemensch, Yoga und Taichi gabs damals nicht hier. Sie hat immer hart gearbeitet und ja, Sie ahnen es, sie hatte Beschwerden. Wissen Sie, Ihre Aussage ist ein bisschen wie eine Ohrfeige in die Gesichter jener Frauen, die wirklich Beschwerden haben. Das ist schade und entbehrt jeglichem Mitgefühl für das sich Menschen, die sich mit fernöstlichen Denkweisen beschäftigen, gerne rühmen.

      • Luise sagt:

        Mir ging das ebenso.Wo ist das Problem? Ich finde die Menopause angenehm, bin ausgeglichen und habe viel Energie. Vielleicht verläuft alles so milde, weil ich viel arbeite und viel Sport treibe? Herumsitzen, jammern und Hormone schlucken ist nicht mein Ding. Und obschon mein Enkel ein total süsser Kerl ist, gibt es noch andere Dinge in meinem Leben. Katzenvideos zum Beispiel 🙂

      • caro sagt:

        @ Jeanne: ich sage nicht, dass es keine Probleme geben muss, behaupte jedoch, dass in gewissen Fällen eine psychosomatische Komponente nicht von der Hand zu weisen ist. Die Körper und die Lebenshygiene sind ja unterschiedlich. Meine Mutter, die immer Hausfrau war und sich stark über Mutterschaft (6 Kinder) und Frausein definierte, hatte eine sehr schwierige Menopause, was bei mir und meinen 2 Schwestern, die auch „fernöstliche“ Übungen praktizieren, nicht der Fall ist. Ich denke, eine Frau mit Menopausebeschwerden braucht eher Verständnis als Mitgefühl, es ist nämlich keine Krankheit!

      • Helene sagt:

        Caro, deine Aussagen empfinde ich als schwierig, können in einem Gespräch bei anderen Frauen komisch ankommen, oder jedenfalls bei denen, die gerade dafür empfänglich sind. Jedenfalls sagt sie mehr über dich als über die anderen aus. Unfehlbar oder unverletzlich ist niemand von uns. Auch nicht gefeit vor Krankheiten und Unfällen. Sicherlich trägt ein gesunder Lebensstil zum Wohlfühlen bei. Versichert ist man aber nicht für immer. Rüdiger Dahlke sagt in „Krankheit als Weg“, dass Krankheiten und sogenannte körperl. Disharmonien immer auch ein Weg sind- um seelisch „ganz“ und heil zu werden

      • marusca sagt:

        Hatte auch nie irgendwelche Probleme damit, ass allerdings Fleisch anstatt Körner, trank Wein anstatt Milch und Wasser bekommt mein Hund; ich benutze es, um mich zu waschen. Ich tat immer das, was ich wollte, mir gut tat und Spass machte. Iinsbesondere pfiff ich allzeit auf die „guten Ratschläge“ derer, die ich nie darum gebeten hatte..Häme wegen meines Alters (62) habe ich übrigens noch nie erfahren, ich wüsste auch nicht weshalb. Man kann sich schliesslich auch alles einreden.

      • Carolina sagt:

        🙂 marusca, da kann ich ja die besch…. Saftkur wieder absetzen!

      • Lisi Müller sagt:

        Toll – kann mann das kaufen

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Ihren Beitrag kann man unter dem Titel „die Arroganz der Gesunden“ abhaken. Sie haben einfach Schwein, aber das werden Sie sicher nie und nimmer akzeptieren, sondern Ihr Ego weiterhin mit Ihren „Verdiensten“ füttern wollen.

    • Muttis Liebling sagt:

      In der Überflussgesellschaft gibt es von allem zu viel, das betrifft auch sog. Tabuthemen. Wenn man alle ‚… XY ist immer noch ein Tabu‘ kumuliert, kommt man zwingend zum Schluss, dass wir mental noch im Mittelalter leben.

    • 13 sagt:

      Und damit hätten wir ihn: Den direkten Beweis, dass jedes einzelne Wort von Frau Fischer richtig ist. Diese „man macht sich das Problem selber“, „stellen sie sich nicht so an“, „Luxusproblemchen. Etwas Yoga und alles ist gut“ und v.a. „Ich hatte damit kein Problem, also hast Du gefälligst auch keins zu haben“-Einstellung führt genau zur Tabuisierung. Leistung ist das, wo zählt, sei es in der Schwangerschaft, sei es beim Älterwerden. Und unbedingt am Wettbewerb teilnehmen, wer es am lockersten packt. Da passt natürlich ein Unwohlsein nicht richtig rein…. also pssssst!

      • Elisabeth sagt:

        Danke 13 – Sie haben mit klaren höflichen Worten das ausgedrückt, was ich im Moment der Lektüre nur mit ein paar Frechheiten gekonnt hätte. Schlecht schlafen, Stimmungsschwankungen, plötzliche Migräne (nachdem frau ihr Leben lang keine gehabt hat), allerlei Körperliches – wenn das erwähnt wird, darf es nur auf die hohe Beanspruchung im Beruf / in der Familienarbeit / usw. zurückgeführt werden, aber keinesfalls auf die Tatsache, dass einem die körperliche Veränderung zu schaffen macht.

      • maia sagt:

        @13 – also mindestens ich habe das nicht so gemeint. Natürlich gibt es Probleme, so wie es über das ganze Leben irgendwelche Probleme und Schwierigkeiten gibt. Bei den einen mehr, bei den anderen weniger. Ueber die spricht man/frau auch und tauscht sich aus; gibt sich Tipps; lacht/weint zusammen, muntert auf, sorgt sich umeinander usw. usf… Eben so, wie man/frau das durch das ganze Leben hindurch tut. Ich habe einfach in meinem Umfeld nicht erlebt, dass das ein Tabu ist.

      • 13 sagt:

        @ Maia
        Nein, Sie haben nicht gesagt, dass es tabuisiert ist. Aber wenn die Reaktion auf eine Frau, die sagt: „Es geht mir gerade nicht gut und ich empfinde es so, dass man nicht wirklich darüber sprechen darf.“, die Aufforderung ist, man solle nicht aus allem ein Tamtam machen und übrigens sei das Leben zu kurz, um aus allem ein Problem zu machen, dann fördert das die Gesprächskultur nicht gerade.

      • maia sagt:

        Wenn Sie richtig gelesen haben, dann haben sie gesehen, dass meine Antwort auf „Es geht mir gerade nicht gut und ich empfinde es so, dass man nicht wirklich darüber sprechen darf“ war, dass ich das schade finde, weil ich es in meinem Umfeld völlig anders erfahre. Das „Tamtam“ bezog sich darauf, dass ich finde, dieses Thema wird öffentlich für mich viel zu oft durchgekaut. Ich komme mir schon richtig seltsam vor, weil ich das altern einfach als eine Tatsache ansehe, die es zu aktzeptieren gilt . D.h. übrigens nicht, dass das ohne Probleme vor sich geht!

      • maia sagt:

        aber eben ich bin froh, dass ich darüber völlig problemlos mit meinem Umfeld sprechen und austauschen kann. Damit sitzen wir ja alle im gleichen Boot – auch wir mit ganz verschiedenen Problemen umgehen müssen.

      • Helene sagt:

        die Frage ist: ein bisschen mehr YOGA,WELLNESS,VEGAN, BIO, ENTSCHLACKEN,RUNNING,WALKING, SAUNA, ANTI- DETOX, und und und. ……der Weg zum ewigen LEBEN?????

      • Carolina sagt:

        🙂
        Man sagt ja, dass viele Frauen in der MP lernen, gelassener mit sich selber umzugehen; sich nicht mehr ständig so unter Druck zu setzen; die permanenten Lifestyle-Ratschläge und Besserwisser-Kommentare an sich abrauschen zu lassen….
        Es gibt also Hoffnung, bin gespannt!

      • 13 sagt:

        Hihi, Helene.

        Stimmt eigentlich, wenn ich das so lese, kommen mir im Vergleich dazu Hitzewallungen und Nachtschweiss plötzlich gar nicht so schlimm vor….;-)

    • Jeanne sagt:

      @caro
      Ja, da haben Sie recht. Verständnis setzt voraus, das ein Austausch stattfindet, das man darüber sprechen kann. Wohlgemerkt, nicht jammern. Frauen machen im Laufe des Lebens einige extreme Körperveränderungen durch. Pupertät, Schwangerschaft, Mutterschaft, Menopause. Gehört für mich zum grossen Zyklus des Frauseins und die Wechseljahre sollten genauso Ernst genommen werden. Nicht als Krankheit, nicht negativ, aber eine Realität, die mich manchmal auch verunsichert. In diesem Sinne wünsche ich mir einen respektvollen Austausch von betroffenen und nicht betroffenen Frauen.

      • Carolina sagt:

        Schwierig, das mit dem Respekt. Ich stimme 13 völlig zu – irgendwie lebt doch die Hoffnung weiter, dass zumindest die eigenen Geschlechtsgenossinnen eine mal mindestens freundliche Haltung zur MP haben. Wird man dann ausgerechnet von denen mit den eigenen, NICHT unbedingt repräsentativen Erfahrungen abgefertigt bzw bekommt hehres Geschwafel im Sinne von ‚das-ist-alles-psychosomatisch‘ zu hören (Sie sehen, ich bin nicht so höflich wie 13), ist das frustrierend.
        Man muss die MP nicht als Krankheit betrachten, wenn man sie zur Kenntnis nimmt und sie öffentlich macht!

      • Carolina sagt:

        Ich selber habe durch eine medizinische Behandlung schon seit Jahren ‚das Gefühl‘, ich sei mitten in der MP – obwohl ich zu jung dafür bin und ich es angeblich nicht bin. Wie jede Frau damit zurecht kommt und dass es manchen schwerer fällt als anderen, ist nun mal eine Binsenwahrheit. Es war für mich eine tolle Erfahrung, mit meinen Nöten und Fragen in meiner Umgebung gut aufgehoben zu sein – das wünsche ich eigentlich allen Frauen.

    • caro sagt:

      @Helene u.a. Mir scheint, ich hätte sämtliche Relativierungen angebracht, die zu diesem für manche Foristinnen offenbar hochsensiblen Thema möglich sind. Dennoch denke ich, dass Fälle, in denen eine psychosomatische Komponente vorliegt, nicht so selten sind. Wie wir wissen, gibt es Kulturen, in denen die Menopause kein Thema ist und spezifische MP-Beschwerden praktisch unbekannt sind, was heisst, dass diese nicht rein biologisch, sondern auch kulturell, psychisch und Lifestyle-bedingt sein KÖNNEN. Man müsste wohl noch mehr forschen 😉

      • 13 sagt:

        Und selbst wenn es so wäre? Wobei ich denke, dass das verschiedene Empfinden der Kulturen nicht auf psychosoziale Faktoren zurückzuführen ist, sondern eher auf die Ernährung einerseits und die Schmerz- und Leidensempfindlichkeit, die uns abhanden gekommen ist, andererseits. Aber nur weil ein Leiden psychisch hervorgerufen wurde, ist es ja nicht notwendigerweise kleiner, einfacher zu beheben oder weniger anzuerkennen. Warum zählt ein psychosomatischer Vorgang weniger als ein physischer? Und warum gehen Sie davon aus, dass er leichter zu umgehen ist? Menschen sind verschieden.

      • caro sagt:

        13: Ja. ein psychisch hervorgerufenes Leiden ist natürlich gleichwertig. Wenn eine Frau denkt „o Schreck, die Menopause – jetzt werde diese und jene Beschwerden haben, weil schon meine Mutter, meine Freundinnen, usw.“ dann ist sie leichter geneigt, solche Probleme wahrzunehmen und möglicherweise zu amplifizieren. Wir können unseren Körper sehr leicht bewusst oder unbewusst beeinflussen und frau muss nicht jedes Ammenmärchen glauben, das Mama oder der Gynäkologe uns einreden, nicht wahr?

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