Die Sache mit der Aufklärung


Tanzende Penisse, lachende Vaginas: Schwedens Kinder sollen mithilfe lustiger Genitalien einen unverkrampften Umgang mit dem Körperlichen entwickeln. (Quelle: Youtube)

Nicht vieles polarisiert stärker als Aufklärungsmaterial für Kinder. Das zeigten die harschen Reaktionen auf den Sexkoffer der Basler Kindergärten und der jüngste Aufruhr wegen eines schwedischen Clips: Der öffentliche Sender SVT strahlte vor zwei Wochen in seinem Kinderprogramm ein einminütiges Filmchen aus, das viele Erwachsene verstörte und empörte. So sehr, dass die Animation auf Youtube kurzzeitig als «für Kinder ungeeignet» eingestuft wurde.

Der Grund der Aufregung? Unter dem Titel «Snoppen och Snippan» (Pipimann und Pipifrau) tanzen und singen comicartige Genitalien, weibliche wie auch männliche, mit Sonnenbrille, Hut und Mikrofonen durch das Bild und machen sich gegenseitig schöne Augen. «Pop-dopp-pop snippedi snopp. Här kommer snoppen i full galopp» heissts im Song dazu, was so viel bedeutet wie «Hier kommt der galoppierende Penis.» Weiter gehts mit: «Die Vagina ist cool, glaub mir!» und: «Selbst die Vagina einer alten Frau ist toll.»

Zahlreiche Kritiker finden, das Video sei «zu schmutzig» für die Sendung «Bacillakten», die sich an Drei- bis Sechsjährige richtet. Kinder in diesem Alter seien viel zu jung, um mit Genitalien konfrontiert zu werden, empören sich zahlreiche Leute. «Müssen kleine Kinder wirklich solche kranken Sachen sehen?», schreibt jemand auf Facebook. Gewisse Leute drohen gar, den Sender deswegen zu verklagen.

Die Projektleiterin des Programms, Kajsa Peters, verteidigt das Projekt und verweist auf das Interesse ihrer jüngsten Zuschauer an diesem Thema. Das Video solle Kindern mit den Geschlechtsteilen vertraut machen und Hemmschwellen senken, sagte sie gegenüber der Zeitung «Expressen»: «Wir hoffen, dass der Song es Eltern erleichtert, mit ihren Kindern über Penis und Scheide zu sprechen.»

Ich finde diesen Ansatz gut, weil er so natürlich, bodenständig ist. Wo ist der Aufreger? Da tanzen zwei Comic-Genitalien lustig umeinander herum mit der Message: Hey, Kind, wie du aussiehst, ist ganz normal, deine Geschlechtsteile sind schön, und sie sind das Natürlichste der Welt. Was, bitte, kann daran schmutzig sein? Ein gutes Körperbewusstsein bildet die Grundlage für ein gutes Selbstbewusstsein. Ein sicheres und selbstbewusstes Körpergefühl hilft zudem, Grenzverletzungen klarer wahrzunehmen und sich dagegen zu wehren.

Filmchen wie diese holen die angesprochene Zielgruppe, die drei- bis sechsjährigen Kinder, doch einfach dort ab, wo sie in ihrer Entwicklung stehen. Ich wette, meine Nichte und mein Neffe, beide im betreffenden Alter, würden sich kringelig lachen, wenn sie den Film sähen. Es ist ihr Thema. In diesem Alter beginnen sich Kinder nun mal für ihren Körper zu interessieren. Nach Sigmund Freud befinden sie sich im Alter der phallischen Phase. Sie ist durch die Lustbesetzung der Genitalien gekennzeichnet, und das Kind erkennt die Unterschiede des anderen Geschlechts.

Wenn Eltern also meinen, das Gezeigte sei krank, pornografisch oder schlicht nicht kindgerecht, dann schauen sie es mit den Augen eines Erwachsenen an – und vergessen, was kleine Kinder auch beschäftigt. Es sind dies nicht nur «Mouk, der Weltreisebär», «Marsupilami» oder «Kikaninchen». Sondern auch «Snippan» und «Snoppen». Reden wir doch einfach darüber. Das ist Teil der Aufklärung und nicht mehr als natürlich.

Ein anderer Youtube-Hit, der derzeit rege auf Facebook geteilt wird: «Weisst du, wie Babys entstehen?» Kinder hören von ihren Eltern das erste Mal, wie «es» geht.

Wohin will Willi? Kika erkärte vor drei Jahren, wie Kinder entstehen, – und erntete teilweise grosse Kritik (Quelle: Youtube). Ach, und übrigens: Die gezeigte Frau Braun ist nicht mit mir verwandt . . .

125 Kommentare zu «Die Sache mit der Aufklärung»

  • Horst Berchtold sagt:

    Das KiKa-Video geht ja noch, der Song ist, aber am meisten stört mich diese Eltern-Kinder Video. Kinder kommen selber, wenn sie fragen haben und müssen nicht in einer künstlichen Umgebung aufgeklärt werden. Kinder wollen nicht immer alles wissen, oft reicht es wenn man eine Frage beantwortet, die sie beschäftigt. Je natürlicher die Eltern mit dem Thema umgehen, desto normaler ist es für die Kinder solche Themen zu besprechen. Und genau da liegt das Problem: Diese Eltern sind doch alle selber gehemmt, dass es peinlich ist, Zeuge von solchen Gesprächen zu sein.

  • TheSwissMiss sagt:

    Ich finde das Filmchen einfach nur doof und kann mir nicht vorstellen, dass die Kinder tatsächlich etwas dabei lernen sollen. Wichtig ist doch, dass die Eltern unverkrampft mit dem Thema umgehen und die Fragen der Kinder ganz natürlich dann beantworten wenn sie kommen – und eben zu jedem Zeitpunkt in der Entwicklung nur auf das eingehen was die Kinder im Augenblick gerade wissen möchten. Auch dass die Kinder die eigenen Eltern nackt sehen finde ich gehört einfach dazu – dass man von klein an lernt, dass Nacktsein etwas ganz normales ist. Das ist mir alles viel zu kompliziert mit den Filmchen.

  • Carola sagt:

    Pragmatisch angehen… via live-Demo.

  • Helene sagt:

    Spät. wenn die Kids in die Schule oder Kiga kommen, werden sie mit f – Wörtern nach Hause kommen( die sie irgendwo von den Älteren geh. haben), die ich hier gar nicht aufzählen muss- alle Eltern kennen sie. Ich finds wichtig, dass man mit ihnen einfach ganz unverkrampft über Sex und Kindermachen spricht- spez. auch über den Akt an und für sich. Es gibt coole Bücher, bspw. von Janosch:“Mutter sag, wer macht die Kinder“ ist unverkrampft gezeichnet und trotzdem auch kindergerecht und spielerisch. Aufdrängen als Thema find ich nicht gut- die Kids kommen von alleine.

  • Flo sagt:

    Anh Toan
    24. Januar 2015 um 07:02

    Also witzig finde ich, alle Körperteile sind Sachen (cai), ausser die Augen und die G e s c h l e c h t s t e i l e, d a s s i n d T i e r e (con), d i e h a b e n e i n e i g e n e s L e b e n .
    Das erklärt doch vieles!!!!!

  • Klicki sagt:

    Wenn es darum geht, dass die Kinder mit ihren eigenen Geschlechtsteilen vertraut gemacht werden sollen, warum wird dann ein erigierter Erwachsenenpenis dargestellt?

  • Sportpapi sagt:

    In Bezug auf das vergangene Thema Umgang mit Kinderbildern wundere ich mich ja, ob wohl diese Kinder später so Freude an diesen Videos haben? Nicht dass ich das persönlich schlecht finde, aber ich wundere mich ja nur, was hier am einen Tag steht, und am nächsten verbreitet wird.

  • Susi sagt:

    Mal eine Frage: Mich würde interessieren, wie andere Eltern das weibliche Geschlechtsteil benennen, wenn sie mit Kindern darüber reden. „Vagina“ ist ja wohl etwas merkwürdig, oder?

    • Nina sagt:

      Ich sage Scheide.

      • Selma sagt:

        Das, was man im Filmchen sieht, ist nicht die Vagina (Scheide) sondern die Vulva (äussere Geschlechtsorgane der Frau). Da sind wir alle so aufgeklärt und haben doch keine Ahnung.

      • Anh Toan sagt:

        Ich mag den vietnamesischen Ausdruck dafür: Con Chim („Vogel“)

        Witzig daran finde ich vor allem:

        Vorbemerkung: In Vietnamesisch werden Klassifikatoren verwendet, da das eigentliche Wort aus nur einer Silbe besteht, gibt es nicht genug unterschiedliche Worte, also sagt man die Frucht (Klassifikator) Apfel, das Fahrzeug Auto, die Sache Schraubenzieher oder das Tier Ente (Schraubenzieher und Ente allein heissen gleich)

        Also witzig finde ich, alle Körperteile sind Sachen (cai), ausser die Augen und die Geschlechtsteile, das sind Tiere (con), die haben ein eigenes Leben.

      • Sportpapi sagt:

        @Selma: Und das ist weshalb so wichtig?

      • Susi sagt:

        @Selma: Ich rede hier nicht vom Filmchen, sondern vom weiblichen Geschlechtsteil. Scheide = Vagina.
        Sie sprechen mit ihren Kindern von „Vulva“?

      • tina sagt:

        Ich auch….

      • adam gretener sagt:

        Scheide finde ich persönlich schlimm, da steckt man das Schwert rein.

      • Susi sagt:

        @Anh Toan: Sehr tolle Idee. Irgendwie finde ich nämlich, dass es in der deutschen Sprache kein Wort für das weibliche Geschlechtsteil gibt, das wirklich in die Kindersprache passt. Das mit den Augen und Geschlechtsteilen als „eigenlebige“ ist natürlich interessant.

      • Susi sagt:

        @Adam Gretner: „da steckt man das Schwert rein.“
        Ja, eben, das „Schwert“ 🙂

      • adam gretener sagt:

        Susi, ihr Lachen wird Ihnen bald vergehen. Das schlimmste, was ich je gehört habe.

        Die Wunde.

      • Susi sagt:

        Gretener: Bei solchen Bldern gehen meine Interpretationen Richtung Psychoanalyse und darin ist das Schwert das klassische Phallussymbol. (In diese Richtung geht ja wohl auch die Etimologie.) Dieser Ansatz liegt mir schlicht näher als was auch immer in Ihrem Gehirn rumgeistert.

    • Selma sagt:

      Weil es überaus hilfreich ist, wenn man weiss, dass man vom selben spricht: Wenn du beim Arzt sagst, dich schmerzen die Zehen, meinst aber eigentlich die Fersen, wird es schwierig… Ich finde es wichtig, dass man in allen Lebensbereichen möglichst alles genau benennen kann, das erhöht die Möglichkeit, dass wir verstanden werden. Ich hätte auch mit einer Gegenfrage antworten können: Warum ist es wichtig, dass wir einem Penis Penis und nicht Hoden sagen und dies unseren Kindern beibringen? Ich unterstelle dir mal, dass diese Frage für dich genau so absurd klingt, wie deine an mich.

      • Susi sagt:

        „Warum ist es wichtig, dass wir einem Penis Penis und nicht Hoden sagen und dies unseren Kindern beibringen“

        der Vergleich hinkt. wir sagen ja nicht Eierstöcke statt Vulva, Scheide etc

      • Sportpapi sagt:

        @Selma: Die Frage ist, ob man auf korrekten, präzisen Bezeichnungen beharren soll, wenn doch jede/r weiss, was gemeint ist. Hoden und Penis hat nach meinem Wissen noch niemand verwechselt…

    • Susi sagt:

      @Nina: Scheide ist noch vernünftig, sicher besser als „Schnäggli“ oder sowas.
      Das beste, was ich mal gehört habe, ist „s’vorderä Füdli“. 😀

      • Selma sagt:

        @Sportpapi: Das meine ich ja gerade: Männliche Geschlechtsteile können wir alle problemlos benennen, sobald es um weibliche geht, herrscht Ratlosigkeit oder ein Durcheinander. Das gibt mir zu denken. Ausserdem: Wenn es darum geht, einem Kind Sprache beizubringen (und nicht nur dann), finde ich präzise Sprache schon sinnvoll. Du gehst also mit deinem Kind wandern und bringst ihm nur „Blume“, „Baum“, „Vogel“ bei, dein Kind lernt nie „Butterblume“; „Bergahorn“, „Rotbrüstchen“ und tausend andere Wörter für Gewächse kennen? Ich finde das traurig.

      • Sportpapi sagt:

        @Selma: Ich habe nicht vor, den Kindern Anatomieunterricht zu geben, wenn sie gerade erst entdeckt haben, wie sie da eigentlich aussehen, und dass Jungs und Mädchen sich diesbezüglich unterscheiden (falls sie das überhaupt schon gemerkt haben). Ich denke mit „Scheide“ kommen Sie schon recht weit…

  • Susi sagt:

    Habe den Film meiner Tochter (5 J.) gezeigt, sie findet ihn super und wollte ihn etwa 6mal schauen und mitschunkeln.
    😀

    • Susi sagt:

      Allerdings erkannte sie die Teile zuerst nicht wirklich. („Chnochä? Fudi? Zah?)

      • Anh Toan sagt:

        @Susi:

        Das ist der mit Abstand beste Kommentar hier

        (Die meisten Kommentare betrachten, analysieren den Film aus Sicht Erwachsener, aber darum geht es nicht)

    • Brunhild Steiner sagt:

      …aber vermutlich hätte sie genauso begeistert reagiert wenn es sich um tanzendes Gemüse oder Tiere gehandelt hätte, in ähnlichem Stil gezeichnet? Eingängige Musik, Bewegung und fröhliche Animation zieht fast jedes Kind in seinen Bann.

  • Katharina sagt:

    Ich verstehe ja kein Schwedisch, aber bei ’snippedi snopp‘ wird sich Freud freuen. So von wegen Schnipp Schnapp und so. Soll eine Urangst sein.

    Es muss sich daher um eine Verschwörung von Psychiatern handeln.

    Wenn ich aber die Auswirkungen der Teletubbies betrachte, muss ich doch solche Filmchen kritisch beäugen. Schliesslich entstand deswegen ja eine ganze Generation, die seltsamen Taschen im Stil von Land Vnter herumtragen.

  • Susi sagt:

    Das Filmli ist doch etwas gar simpel animiert. Mich stört, dass die Schwänze und Muschis singend mit Mikrophonen umherschweben und dabei nicht mal den Mund bewegen. Billig gemacht.

  • Reto Burgener sagt:

    Frage: Müssen Genitalien lustig sein, um ein unverkrampftes Verhältnis dazu zu bekommen? Wer von uns hat seine Genitalien als lustig empfunden? Ich kann diese Gedankengänge nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich verstecken die Pädagogen hinter der ‚Lustigkeit‘ ihre Scham ?

    • Carolina sagt:

      Sag‘ ich ja. Lustig heisst hier total cool, wow, wir sind ja so was von unverkrampft – und dabei bringen sie mit diesem Ding Fragen auf, die sich gar nie jemand stellt…… Schon gar nicht Kinder!

  • Anna sagt:

    Ich sehe es wie viele andere hier, Aufklärungsarbeit seites der Schule oder sonstigen Institutionen ist meistens unnötig und beweist erst recht Verkrampfung….Ich wusste schon als 6 Jährige halbwegs Bescheid über die Genitalien (jungerer Bruder zuhause, wir haben uns beide genug nackt gesehen und begutachtet), die Details sind in dem Alter uninteressant, als sie interessant werden hat man entweder Bücher zur Hand oder die Eltern zum fragen. Comics oder „aufklärende“ Vorträge über Sado-Maso-Praktiken in der Schule (so in Deutschland der Fall) sind im besten Fall harmlos, im schlechtesten..

  • Reto Burgener sagt:

    Pädagogen flüchten ins Abstrakte. Anhand von total unerotischen Gegenständen (lustigen Zeichnungen) versuchen sie Sexualität zu thematisieren. Anhand von total unechten Gegenständen, versuchen sie Geschlechtsteile zu thematisieren. Wird kindergerecht nicht einfach mit naiv und kindisch verwechselt? Sexualität wird bestenfalls aus klinischem Gesichtspunkt thematisiert. Das eigentliche Thema bei der Sexualität, die Lust, die Erotik, ist Tabu. Man kann es drehen und wenden wie man will. Aufklärung bleibt eine verklemmte Angelegenheit.

    • Diana sagt:

      Ich glaube, diese 2 Beiträge von Ihnen nachvollziehen zu können.
      Wenn aber das Kind mit Fragen kommt, dann gilt es, diese so ehrlich wie möglich zu beantworten.
      Soll der Zweck solcher Aufklärung das Beschützen unserer Kindern vor sexuellen Übergriffe sein, dann glaube ich dass man sein Kind am besten schützt indem man es viel Zuneigung und Liebe schenkt.
      Man darf nicht vergessen dass oft ein emotionelles Missbrauch dem eigentlichen sexuellen Übergriff auf das Kind vorhergeht. Wenn das Kind weder emotionell erpressbar ist noch sehr hungrig nach Liebe, dann ist es eher davor geschützt, oder?

  • Reto Burgener sagt:

    Erwachsene reden mit Kindern über Sex. Darin liegt ja schon die Krux und der Zwiespalt. Eigentlich tun das doch nur Pädophile, oder? Also muss man da krampfhaft eine total neutrale Haltung einnehmen. Besser noch: eine ablehnende. Besser noch: es gar nicht tun. Wie überaus peinlich, festzustellen, dass Kinder Interesse an Sex haben könnten. Wie verwirrend, sogar zu denken, das sei etwas ganz natürliches. Wie beängstigend, zu denken, Kinder könnten sogar viel mehr über Sex wissen und fühlen als wir es wahrhaben möchten.

  • Lea sagt:

    Das erste Video finde ich grässlich! Solche Farben assoziiere ich eher mit verdorbenem Fleisch als mit lustvollem entdecken des eigenen oder fremden Körpers. Filme oder realistischere Zeichnungen, fände ich viel sinnvoller.

    Auch das zweite Video finde ich nicht gelungen. Mit EINEM grossen Aufklärungsgespräch sind sowohl Kinder wie auch Eltern überfordert, was für beide peindlich ist. Dabei gäbe es im Alltag doch genügend Anlässe (Baden, schwangere Tante, Werbung, Medien, Sex von Tieren…) um die Fragen der Kinder zeitnah ausführlich zu beantworten.

  • Hanna sagt:

    Äh, also ich pinkel nicht aus der Vagina. Ist da was falsch bei mir?! 😀

  • Anna sagt:

    Also meine Mutter hat diese ganze Sache ganz einfach gelöst. Sie hat mir ein Aufklärungsbuch gegeben und gesagt ich solle es anschauen, sobald ich Neugierig bin und falls ich Fragen habe, soll ich zu ihr kommen. Dadurch konnte ich selbst entscheiden, was ich wann wissen wollte und da das Buch sehr kinderfreundlich geschrieben war und wirklich sehr informativ war, kam es nie dazu, dass ich ihr Fragen stellen wollte oder musste.

  • Marion Heide sagt:

    Sehe wirklich nicht ein, wieso diese süssen, herzigen Filmchen in irgendeiner Art und Weise problematisch sein sollten und wieso unsere Körperteile, welche für die Fortpflanzung zuständig sind, weiterhin tabuisiert bleiben sollen. In diesem Sinne finde ich die Filmchen sehr fortschrittlich.

    • Martin Frey sagt:

      Die Filmchen sind ja auch nicht problematisch, sie sind aber höchstwahrscheinlich ebenso nutzlos. Insofern stellt sich schon die Frage (wie Sportpapi es formuliert hat), was die ganze Uebung soll.

    • P. Elzig sagt:

      Körperteile, die man nur als abstrakte Dinge, die eher wie Früchte aussehen, darstellen kann, das ist sehr wohl Tabuisierung. Das ist ein einziger Eiertanz. Mit expliziter gezeichneten Genitalien oder fotografischen Abbildungen davon, würde so ein Filmchen nämlich nicht gehen.

  • Dani sagt:

    Ich stimme vielen Schreiben hier zu. Die Jugendlichen und auch schon Kinder vor der Pubertät, kennen sich im Sex besser aus, oder haben weniger Probleme damit, als so mancher Erwachsener ;o) Einige der Eltern sind so verbort, so dass ich mich frage, wie die ein Kind zeugen konnten, und das nicht eher eine unbefleckte Empfängnis war. Was mir eher Sorgen macht ist die Tatsache, dass die Jungen nur das Ficken lernen, aber nicht was es heisst den Partner zu lieben. Das ist ein Leidensprozess den man nur mit Erfahrung lernt. Viele Filme wo die Jungen konsumieren, vermitteln nur Illusionen.

  • 13 sagt:

    „Wenn Eltern also meinen, das Gezeigte sei krank, pornografisch oder schlicht nicht kindgerecht, dann schauen sie es mit den Augen eines Erwachsenen an“

    Gleiches gilt für die Macher des Videos. Schlimm ist es nicht, aber unnötig. Meine Kinder sind genau in dem Alter und brauchen niemanden, der ihnen erklärt, dass ihre Geschlechtsteile cool sind. Dass sie schmutzig wären, darauf kommen sie doch gar nicht, weshalb man sie auch nicht vom Gegenteil überzeugen muss. Wenn überhaupt sind es Erwachsene, die Berührungsängste zuerst aufbauen, um sie dann wieder mühsam abbauen zu wollen.

    • Martin Frey sagt:

      Völlig gleicher Meinung, 13. Das Filmchen ist für Kinderaugen allerbestenfalls lustig, einen aufklärerischen Effekt sehe ich nicht. Meines Erachtens ergibt sich Aufklärung aus unverkrampftem Umgang zuhause sowie der natürlichen Neugier der Kinder, und obliegt letztendlich den Eltern. Derartige offiziell-staatliche Aufklärungsversuche sind oft nicht nur nicht stufen- und themengerecht sondern auch in aller Regel das Gegenteil von unverkrampft. Das gilt in meinen Augen auch für die Sexkoffer dieser Welt.

  • zweistein sagt:

    Die Sexualität ist die Urkraft. Ihre natürliche Entwicklung möglichst früh zu pervetieren und in schiefe Bahnen zu leiten, war und ist die Grundpfeiler aller psychopathischen Eliten.

    Der staatlich verordnete Aufklärungsunterricht an öffentlichen Schulen ist nur das jüngste Kapitel einer jahrtausende alten, traurigen Tradition.

    Nur gebrochene Menschen sind gute Bürger. Nur immungeschwächte Bürger machen gute Sklaven.

    Es braucht keinen Aufklärungsunterricht. Mutter-Vater-Kind. Die können das locker packen.

  • Sportpapi sagt:

    Sind solche Filmchen schlimm? Nein. Sie schaden den Kindern sicher nicht. Sind sie nötig? Ganz sicher nicht. Ich weiss beim besten Willen nicht, was das Ganze soll.

  • Reto Stadelman sagt:

    Um etwas zu verstehen braucht es das richtige Bezugssystem. Ich bezweifle das 6 jährige dieses Bezugssystem haben und verstehen worum es geht (sexuelle Aufklärung). Was werden sich die Kinder also denken wenn sie das sehen? Vielleicht werden sie ja dann anfangen, mit den Genitalien zu sprechen? Donald Duck in der Hose, wie schön… Kleiner Scherz (?)
    Aufklärung ist nicht ohne Grund eine heikle Sache. Jedes Kind ist anders. Und während es für ein paar wenige nicht früh genug sein kann, bezweifle ich dass das eine Mehrheit der junge Erdenbürger das braucht.

    • 13 sagt:

      Warum sollte es eine heikle Sache sein? Die Aufklärung ist ein dauernder Prozess und keine Altersfrage. Es fängt meistens beim Thema Trocken werden an, bereits früh entdecken die Kinder dann den Unterschied zwischen Mädchen und Jungen. Mein 3jähriger ist da mitten drin. Wie kommt das Kind in den Bauch und wieder heraus ist dann interessant, wenn jemand im Umfeld schwanger ist. Gegenseitige Lusterfüllung und co. kommen später usw. Die Kinder da abzuholen, wo sie gerade stehen, ist weder schwer noch heikel. Geschlechtsteile sehen ist ab Geburt normal. Oder sollte es zumindest sein.

      • Reto Stadelman sagt:

        „Die Kinder da abzuholen, wo sie gerade stehen, ist weder schwer noch heikel.“
        BINGO! Wer weiss am besten wo ihr 3 jähriger gerade steht? Genau, sie selber. Wenn aber so ein Filmchen in ihr Heim flimmert, kann es durchaus sein, dass weder sie noch ihr Kind darauf vorbereitet sind.
        Ansonsten gebe ich Ihnen absolt Recht.

      • 13 sagt:

        @ Herr Stadelmann
        Sprechen Sie vom ersten Filmchen? Das wäre meinem 3jährigen egal. Der empfindet die Geschlechtsteile als nichts anders als eine Hand oder einen Fuss. Wie gesagt, sieht er ab Geburt die Familienmitglieder nackt und war x Mal dabei, wenn ein Kind gewickelt wurde etc. Ich finde, wie gesagt, diesen Film unnötig. Aber wenn ein Kind ein Problem damit hat, es zu sehen, dann sprechen wir hier von Befremdlichkeiten und einem Schamgefühl, die ihm antrainiert wurden, was ich nicht gesund finde. Ich muss mich da sowieso nicht vorbereiten, gehört zu meinem Leben dazu.

  • Manni Mann sagt:

    Verkrampft? Wieso sollten Kinder verkrampft sein? Sie sind es nur, wenn die Eltern das sind und auf Tabu machen. Und dann helfen solche Filmchen leider nichts. Weil dann die Kinder echt durcheinander sind, bzw. die Eltern Angstanfälle kriegen und sich in ihrer Tabu-Haltung noch bestärkt fühlen.

    Und unsere unverkrampften Kinder brauchen mitnichten so ein Filmchen. Sie sind schon ohne genügend ausser Rand und Band. Und wir können nur hoffen, dass unsere Gespräche zu Mässigung nützen und sie ihre Genital-Witz-Euphorie nicht plötzlich an wildfremden Leuten „ausprobieren“.

  • Susann sagt:

    Vagina bezeichnet den Geburtskanal. Sonst nichts. Man kann nicht so tun als wolle man aufklären und dann aus purer Verklemmtheit die falschen Bezeichnungen verwenden.

    • P. Elzig sagt:

      Und ‚harmlose‘ Bilder… lol

    • Lea sagt:

      Intressant wäre ob der Fehler vom schwedischen Original stammt, bei der Übersetzung ins englische geschah oder erst beim Blogen auf deutsch.

      • 13 sagt:

        @ Lea
        Ich spreche kein Schwedisch, aber wenn ich richtig hingehört habe, wird das Wort in Schwedisch gar nicht genannt, sondern von Snippan (gemäss Blog=Pippifrau, also Verniedlichung) gesprochen. Im Englischen ist es definitiv bereits falsch, steht auf jeden Fall so geschrieben und Frau Braun fiel das offensichtlich nicht auf.

  • Nina sagt:

    Und wofür braucht man da einen Comic? Gemeinsam Umziehen und Duschen Zuhause und die Kids sehen grad alles in Echt. Und stellen ihre Fragen dazu. Anschaulicher, natürlicher geht nicht.

    • Manni Mann sagt:

      meine Rede

      • Nina sagt:

        Also ich hab kein moralisches Problem mit dem Filmchen, aber einerseits finde ich es schlicht lächerlich, andererseits bezweifle ich, dass Kinder dadurch natürliches Körper- und Selbstbewusstsein erlangen. Wer glaubt, dass ein Comic dafür geeignet ist, kann seinen Teenies ja auch Pornos zwecks Aufklärung servieren – das halte ich für etwa ähnlich sinnvoll.

    • Lukas Aeschbacher sagt:

      Obwohl meine Eltern eher konservativ sind, war es in meiner Kindheit (60er/70er) völlig normal, sie immer mal wieder nackt zu sehen – nicht, dass sie sich nackt präsentiert hätten, aber bei uns waren die Türen fast immer offen, und so sah man sich halt eben beim Umziehen oder Duschen. Ich denke, dass ich nicht zuletzt deswegen ein völlig unverkrampftes Verhältnis zu meinem Körper und zu Nacktheit allgemein habe. Daher handhaben es meine Frau und ich wie damals meine Eltern. Klar sind da Fragen von den Kindern gekommen, aber ich denke, wir konnten diese gut und altersgerecht beantworten.

    • Stranger sagt:

      Ist aber nicht jedermanns/fraus Sache.

  • Andreas Müller sagt:

    Dieser Film wird nur die üblichen Verdächtigen aus dem Busch klopfen. Erzkonservative Freichristen, Katholiken und Muslime, von allen dreien gibt es in Schweden nicht sehr viele.

  • P. Elzig sagt:

    Das Video ist völlig daneben. Erstens sind jemandes Genitalien so wenig schön oder hässlich wie ein beliebiges Gesicht. Das liegt jeweils immer im Auge des Betrachters. Diese eigene Entwaffnung des Videos durch die allen schmeicheln wollende und falsche und überflüssige Aussage ‚deine Genitalien sind schön‘ ist fast schon peinlich.
    Ausserdem strotzt dieser Clip geradezu vor Heuchelei – wieso werden die Genitalien nicht so gezeichnet, wie sie wirklich sind oder gar ganz abgebildet?
    Oh, das wär dann diesen fortschrittlichen Snoppen-och-Snippan-VersteherInnen dann wohl doch etwas zu viel, wie?

  • angelina sagt:

    so ein scheiss!!!
    kriegen die nix gescheites mehr zusammen?!
    meine kinder kommen zu mir wenn sie fragen haben die sie beschäftigen und die beantwortet man als erwachsener auch wahrheitsgemäss und nix von wegen bienchen und blümchen. die sexualität eines menschen ist etwas schönes, sinnliches und sollte nicht tabuisiert werden oder mit doofen comics erklährt werden.

    • Felix Stern sagt:

      „die sexualität eines menschen ist etwas schönes, sinnliches und sollte nicht tabuisiert werden…“ Oha, veruschen Sie das einmal den feministinnen bei zu bringen. Die wollen die Sexualität verkorksen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Genau! Die Feministinnen! Füllen Sexualität in Flaschen ab und verkorksen sie! Und sagen „Alte Frauen sind schön“! Eine Lüge! Aber sowas von! Ha! Genau!

  • fabian sagt:

    «Selbst die Vagina einer alten Frau ist toll.»
    Da gehts wohl weniger um Aufklärung, als um Indoktrination gewisser Werte.
    Die Vagina einer alten Frau ist wohl so toll wie der Hintern einer alten Frau.
    Da muss man Kindern doch nichts vormachen oder gar vorsagen. Ausser, man will ihnen etwas einpflanzen, das in der Realität anders ist.

    • Manni Mann sagt:

      Dahinter zeigt sich die neue Verklemmtheit der Neo-Spiesser, die eifrig an ihrem neuen politisch-korrekten Katechismus basteln. Wieder werden natürliche Gefühle abgeklemmt und weltfremde Phrasen „Wahrheiten“ gedrillt, die man schon von klein auf nachplappern muss, in der Hoffnung, der Mensch würde es dann tatsächlich einst glauben.
      Also ob Kinder nicht von selbst ein ästhetisches Bewusstsein hätten, als ob sie nicht merken würden, dass es schöner und „weniger schön“ gibt. Als ob sie nicht merken würden, dass schwabbelig und runzlig, nicht ganz so cool ist, wie straff und knackig.

      • Sandra sagt:

        Ja warum soll jetzt die Vagina einer alten Frau schlecht sein (und ab wann ist man eine alte Frau? ab 50,60….), nur weil das für fabian jetzt nicht mehr so sexy ist zum anschauen??? So lange die Vagina gesund ist und ihrer Besitzerin keine Probleme macht, sondern Freude, ist sie sogar super toll, egal wie alt die gute ist und evtl. auch nicht mehr im Penthouse auftreten möchte. Genau wie die in Schweden, tröten auch Sie, fabian, IHRE Werte heraus.

      • 13 sagt:

        „tröten auch Sie, fabian, IHRE Werte heraus.“

        Seine momentanen Werte.;-) Mal ganz ehrlich, das ändert sich doch laufend. Ich bin 33. Mit 16 fand ich den Körper eines über 30jährigen Mannes alt und nicht wirklich anziehend. Heute sehe ich das anders und müsste keinen 18jährigen „Bubi“ neben mir haben. Es gibt auch einen Grund, weshalb meine Tochter für den 6jährigen Kindergartenkumpel schwärmt und nicht für den 9. Klässler.

      • Stranger sagt:

        Sei Dir gewiss, fabian findet immer das cool, was er im Moment grad für cool findet. Wenn er 75 ist, sieht er das sicher ganz anders, aber das ist doch egal. Viele Männer sind beschränkt, nichts Neues.

      • Stranger sagt:

        Da ist ein „für“ zu viel.

      • fabian sagt:

        Sandra, die Vagina einer alten Frau ist natürlich sowenig schlecht wie sie cool ist.
        Muss man im Unterricht wirklich Kindern diktieren, was ‚cool‘ ist?
        Dinge sind wie sie sind.
        Ich glaube, ich muss keine Beispiele von anderen Dingen machen (‚Autofahren ist cool‘, ‚Gemüse-Essen ist cool‘, ‚heterosexuell sein ist cool‘), um die Absurdität einer solchen Didaktik aufzuzeigen…

    • Nina sagt:

      Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Nebst der ästhetischen (stark von gesellschaftlichen Idealen geprägten) Schönheit gibt es noch die natürliche, im Sinne von „die Wunder der Natur“. Unter diesem Blickwinkel betrachtet spielen das Alter und die Runzeln tatsächlich keine Rolle beim Bewundern der Schönheit der Schöpfung. Aber für diese Sichtweise braucht man eine gewisse mentale Freiheit / Bereitschaft zur Horizonterweiterung. Aber auch in dem Fall: dies in Form eines stupiden Trickfilms zu vermitteln versuchen ist wohl für die Katz und weit weg von der natürlichen Realität.

      • Manni Mann sagt:

        gähn Nina – das aber ist nicht unbedingt, das natürliche Empfinden von Kindern oder jungen Menschen.
        Wir zwei mögen ja mit zunehmendem Alter (notgedrungen) zu solch weisen Erkenntnissen kommen. Aber es gibt auch noch evolutionsbiologische Wahrheiten, die in uns wirken, und die wir nicht verleugnen müssen.
        Ganz doof ist es, wenn man Kindern altweises Zeug indoktrinieren will, das weder ihr Problem, noch ihre Erfahrungswelt ist, und sie eben nicht mehr Kinder sein lässt.
        Das ist die neue Form von Moraliner-Indoktrination. Eben ein neuer Katechismus, der politisch korrekten Neo-Spiesser.

      • Nina sagt:

        Also ich habe schon als Kind über die Wunder der Natur gestaunt. Und habe den Eindruck, dass meine kleinen Kinder noch nicht besonders viel Zugang dazu haben, was wir in unserer Gesellschaft als ästhetisch schön beurteilen. „Schön“ messen die mit ganz anderen Massstäben. Ist doch gut, nicht? Ich mag sie da weder auf die eine, noch auf die andere Seite indoktrinieren, sondern verfolge mit Vergnügen, wie sie die Welt sehen. Auch Schönheit ist so ein philosophisches Thema, das sie ganz von alleine ansprechen ab und zu, aber dann halte ich mit meiner Meinung sicher nicht zurück.

      • Manni Mann sagt:

        Ja Nina – das tun meine Kinder auch, aber darum geht es doch nicht!
        Es geht hier um Penisse und Vaginas für 5 jährige. Und warum soll man denen sagen, dass auch alte Vaginas cool sind? über so etwas machen sich die, doch überhaupt keine Gedanken. Das sind Themen für Leute, die in diesem Alter sind.
        Ich muss einem 15 jährigen auch nicht sagen: He, auch 70jährige können attraktiv sein, liegt im Auge des Betrachters etc. darüber kann man sich im Pensionsalter Gedanken machen. Lesen sie auch was 13 dazu sagt, sie bringt es auf den Punkt.

      • Nina sagt:

        Das stimmt: darüber machen sich die keine Gedanken, und drum soll man sie ihnen nicht aufzwingen, bis sie selber Lust haben und in der Lage sind, darüber nachzudenken. So gesehen finde ich das Filmchen eigentlich schon schlimm, wenn ich es mir recht überlege. Nehmt den Kindern doch nicht die Unschuld! Lasst sie die Sexualität selber entdecken und gebt ihnen die Freiheit & Möglichkeit, das zu tun!

      • Nina sagt:

        P.s, Was ist das überhaupt für ein dämlicher Satz: auch alte Vaginas sind cool? Einfach lächerlich. Über die Coolness meiner Vagina hab ich mir in meinem Leben noch nie Gedanken gemacht.

      • Carolina sagt:

        Nina, Ihre Frage ist für mich genau der Grund, warum ich diese Filmchen lächerlich finde: sie schmecken mir viel zu sehr nach ‚wow-was-sind-wir-für-hippe-Typen-und-schaut-mal-wie-cool-wir-dieses-Thema-betrachten‘ – dabei ist genau dieses pseudo-coole Getue ein starker Hinweis darauf, dass die Macher vielleicht mal ihre eigenen hang-ups anschauen sollten!
        Eine alte Vagina cool finden? Mal eben darauf hinweisen (kleine Kinder!), dass Geschlechtsteile nichts Schmutziges sind? Ja, wie würden diese auf diese Gedanken wohl überhaupt kommen? Hippiekacke – sorry!

      • Felix Stern sagt:

        fabian hat völlig Recht: Der Film – den man positiv betrachtet als unnötiges Geblödel abtun kann – versucht einmal mehr ein Dogma der Feministinnen unters Volk zu bringen: alte Frauen sollen schön sein. Sie sind es nicht und werden es auch nie sein. Männer sehnen sich nach jungen Frauen. Das gefällt den Femistinnen nicht und deshalb versuchen sie verzweifelt, den Kindern das Gegenteil einzureden. Oder man versucht Nacktbilder und Werbung mit Frauen zu verbieten. Die Verklemmtheit mit der Sexualität kommt heute aus der Ecke der Feministinnen.

      • Carolina sagt:

        Kein Thema zu langweilig, dass nicht Herr Stern mal wieder sein Steckenpferd gegen die üblen Feministinnen, die ihn umzingeln, ausreitet. Gähn!

      • Rob Müller sagt:

        Nina, niemand nimmt den Kindern ihre „Unschuld“! Das würde ja bedeuten, dass sie nacher „schuldig sind. Wenn ja, in welcher Form sind sie denn nach dem Filmchen „schuldig“?
        Natürlich dürfen sie das Filmchen auch „schlimm“ finden – wenn sie in den Kategorien Schuld und Unschuld denken. Frei ist diese Art der Betrachtung nicht.

      • Martin Frey sagt:

        @Stern: Sie erinnern mit irgendwie an Cato den Älteren. Denn es gibt offenbar kein Thema bei dem Sie nicht mehr oder weniger elegant den Bogen zum Feminismus zu schlagen versuchen, sei es auch noch so abwegig. Diese „Hartnäckigkeit“ bewundere ich irgendwie 😉 aber es langweilt auch.

      • Stranger sagt:

        Ah ja, und diese Zensur hier ist soooo simpel… pÄd0ph1l darf man nicht schreiben, sonst gibt eine Extrarunde durchs Fegefeuer. Wie wenn ein wahrhaft PHEdofieler hier schreiben würde… und erst noch, dass er pehthophill ist.

      • Susi sagt:

        Herr Stern: Ist doch schön, dass Ihre Welt so einfach ist und Ihr Feindbild so klar definiert. Aber irgendwie hat man beim Lesen Ihrer Kommentare ein kontinuierliches Déja Vue-Erlebnis.

      • Felix Stern sagt:

        Der Bogen zum Feminismus drängt sich bei dem Thema ja richtiggehend auf. Dass der Film ansonsten idiotisch ist, ist ja ausser Frage. Wie fabian aber richtig festgestellt hat, enthält er eben auch eine Indoktrination, die wir den Feministinnen zu verdanken haben. Der Irrglaube, dass alte Frauen schön seien oder dass man als Mann das bitteschön so zu sehen haben soll. Wenn wir in einer liberalen Gesellschaft leben wollen, dann müssen wir uns gegen solche Dogmas wehren und das bedeutet halt als Erstes, dass man es anspricht.

      • Reto Burgener sagt:

        Wir kennen es alle: Wenn man mit Kindern redet, muss man aufpassen, dass man nicht kindisch wird und völligen Stuss rauslässt. Wir sagen dann automatisch nicht mehr die Wahrheit, sondern beginnen wirklich Quatsch zu erzählen. Das mit der schönen alten Vagina ist so einer. Glaube, wir scheitern so ziemlich durchs Band, wenns drum geht, Kindern gegenüber erwachsen zu bleiben, wenn wir heikles Territorium betritt. Tod, Krankheit, Sex, Religion – da warden wir zu Lügnern und Beschönigern.

      • Katharina sagt:

        Caro: Kann nicht Hippie sein, denn die hatten dort noch ihre Behaarung.

      • Martin Frey sagt:

        Ich bin ein Mann und definitiv kein Feminist, Hr. Stern, aber ich sehe ebenso definitiv keinen Zusammenhang zwischen dem Loblied auf die Vagina und feministischen Positionen. Wenn man schon Aufklärung betreiben will, ist es an sich nur richtig, sich auch mit der Vagina auseinanderzusetzen. Und zwar auf positive Art und Weise, um dies auch Mädchen so vermitteln zu können. Denn bekanntermassen sind ja auch für viele gestandene Frauen ihre primären Geschlechtsorgane eine Art Black Box. Nochmals, Sie können uns gerne Ihre feministische Indoktrinationsthese näher erläutern, denn ich sehe es nicht.

      • Franz Vontobel sagt:

        Oha, der Feminismus wieder! Mit seinem Kern-Dogma „Alte Frauen sind schön“! Verd… Indoktrinationierung (oder so)!

      • Carolina sagt:

        Also gut, Katharina: Hippie-Kacke mit Haaren 😉 (gilt auch für den Schrott vom glücklichen Stern)

      • Katharina sagt:

        Nur ein rasierter Felix ist ein glücklicher Stern.

      • Felix Stern sagt:

        Das Loblied auf die Vagina ist keine feministische Position. Im Gegenteil, es ist ein Problem für die feministische Position. Das Loblied auf die ALTE Vagina ist hingegen eine feministische Position und da kommt eben die Indoktrination her. Es ist ja nicht so, dass sich so eine Aussage einfach so in einen Kinderfilm einschleicht, weil man Kindern gegenüber plötzlich anfängt Stuss zu erzählen. Es kommt eher daher, dass man ein Loblied auf die Vagina als Lustobjekt aus feministischer Sicht so alleine nicht stehen lassen kann.

      • Felix Stern sagt:

        Nehmen Sie die Feministinnen wie Alice Schwarzer und Gefolge, dann ist ja jede Penetration als sexueller akt eine vergewaltigung, weil eine Penetration als Erniedrigung wahr genommen wird. Somit wird natürlich Hetero-Sex zum Problem. Die Schwulen trifft es leider auch. Aber egal, das ist die Position eines Flügels des Feminismus. Dann finden wir die Feministinnen, die sich daran stossen, wenn man Frauen als Lustobjekt betrachtet. Da muss dann Werbung, wo viel Haut gezeigt wird verboten werden und Naktbilder oder Pornographie sowieso.

      • Katharina sagt:

        *schiebt Felix ein Gilette Venus hinüber*

        Korkenzieher gefällig?

      • Felix Stern sagt:

        Ein Argument, das die Feministinnen ins Feld führen, wenn sie sich gegen die Frau als Lustobjekt wehren, ist der Druck, der diese Sichtweise auf die Frauen ausübt: man fühlt sich dann nicht mehr so gut, wenn man eben nicht jung oder schlank ist oder keinen straffen Busen hat.

        Die Frau, die da den Aufklärungsclip gemacht hat, würde mit dem Vagina-Loblied also der Feministinnen-Fraktion ins Gesicht schlagen, die sexuelle Penetration als Vergewaltigung betrachten aber auch jenen, die sich daran stossen, wenn man Frauen als Lustobjekt betrachtet. Letzteres schien ihr zu weit zu gehen.

      • Annalena sagt:

        Ach Herr Stern, bleiben Sie doch bei Wikimannia, Wissen Sie, ich finde alte Männer auch unappetitlich und hässlich, ohne das so explizit heraus posaunen zu müssen. Und die jungen, na ja, ich brauche sie nicht, aber wer mag, der kann ja. Ich halte mich, wie die älteste Frau Schottlands, fern von ihnen. Und lebe gut. Vielleicht probieren Sie das auch mal aus. Halten Sie sich fern von den jungen Frauen und Sie werden merken, was für ein Gewinn es für Sie ist, nicht auf eine Haus- und Herhälterin angewiesen zu sein. Denn die Zeiten des Patriarchates sind in Europa zum Glück vorbei.

      • Nina sagt:

        Nein, Rob: Unschuld im Sinne von Jungfräulichkeit. Der geistigen natürlich.

      • Nina sagt:

        P.s. Rob, die kann man ihnen tatsächlich nehmen, wenn sie sich nachher anfangen zu überlegen, ob Vaginas cool sind oder nicht, und ob junge oder alte oder beide… Warum muss man Kindern Themen aufzwingen, die sie nicht interessieren? Meine Mutter hat das gemacht, und ich fand es extrem unangenehm und auf jeden Fall nicht hilfreich, weil ich da mental jeweils voll abgeblockt habe. Aber sie wollte mich halt aktiv aufklären – ganz wie dieses Filmchen, würde ich meinen…

  • Stefan W. sagt:

    Eigentlich habe ich den Eindruck, dass heutige Jugendliche sowieso schon einen wesentlich unverkrampfteren Umgang mit Sex haben, als wir, die Elterngeneration. So gesehen ist diese Ringen um Aufklärung mehr Ausdruck unserer eigenen Verkrampftheit, als wirklich dringlichen Reformbedarfs. Die Frage ist mehr, ob man Kinder ein theoretisches Wissen darüber aufdrücken will, bevor sie selber Interesse dafür haben. Dass „Vaginas cool“ sind, wird der heterosexuelle männliche Jugendliche irgendwann selber denken, ob mit oder ohne Aufklärungsfilm, der ihm das mit 6 schon sagen will.

    • Anh Toan sagt:

      Ich kann mich erinnern, dass ich die Regenbogenpresse Heftchen mit viel nackter Haut auf dem Dachboden meiner Grossmutter viel interessanter fand, als meine Mickey und Donald Heftchen, lange vor der Pubertät.

      Heute wird die Verknüpfung der Begriffe Sexualität und Kinder fast nur noch unter dem Gesichtspunkt von Missbrauch durch Erwachsene bestimmt, dabei haben Kinder ein eigenes sexuelles Interesse schon sehr früh: Haben Sie den Text gelesen, da wo der Sigi Freud vorkommt? „Doktor spielen“ Kinder ab welchem Alter?

      Wir sind zu verklemmt, um Kindern ihre Sexualität ausleben zu lassen.

      • Stefan W. sagt:

        Eben das meine ich ja mit verkrampft: Fragen beantworten, die nicht gestellt wurden, und dafür das „natürliche“ Ausleben von Körperlichkeit tabuisieren Ist ein Comic für das Kind wirklich interessanter, als Doktorspielen?

      • Urs. L. sagt:

        Ähnlich haben scheinbar aufgeklärte und progressive Kreise in den Siebziegern Jahren argumentiert. Neugier und Wissensdurst wurde mit einer kindlichen Sexualität verwechselt. Ich möchte hier auch auf die Übergriffe in der École en Bâteau errinnern. Ich denke es ist immer eine gewisse Skepsis angebracht, wenn Erwachsene das Bedürfnis verspüren, Kindern den Zauber der Sexulität zu erklären. Ob dies dann Aufklärung, Ideologievermittlung oder etwas anderes ist, muss schon hinterfragt werden. Muss ein Kind aufgeklärt werden, wenn es noch gar nicht danach fragt?
        Das Liedchen ist eher lustig.

      • Martin Frey sagt:

        Sie sagen es, Urs. Bin ob der Motivation und der aufklärenden Leute auch immer etwas misstrauisch, insbesondere im Kindergartenalter. Danach stört es mich weniger.

    • mila sagt:

      Unverkrampf? Würde ich bezweifeln angesichts der Körperideale, die selbst den Intimbereich nicht auslassen, und des ‚performativen‘ Leistungsdrucks. Aber daran werden solche Comics meiner Meinung nach nichts ändern.

    • Andreas sagt:

      Also dieser Film richtet sich mit Sicherheit nicht an Jugendliche, sondern an Kinder im Alter von 6 bis 9. Und klar, auch die wollen wissen, wie das funktioniert, eingebettet in die Frage, ob es da im Elternhaus noch neue Menschen geben wird und wie die Beziehung des Kindes zu den Eltern beeinflussen wird.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.