Und wann haben Sie Sex?

Ein Gastbeitrag von Nadia Meier*

Wann und wo auch immer: Dakota Johnson und Jamie Dornan in Fifty Shades of Grey. (Universal Studios)

Egal wo und wann: Dakota Johnson und Jamie Dornan in Fifty Shades of Grey. (Universal Studios)

Frisch verliebte Paare haben Sex. Vor dem Frühstück. Nach dem Einkaufen. Zum Dessert.

Paare in anderen Umständen haben unter Umständen auch Sex. Im ersten Drittel der Schwangerschaft vielleicht weniger morgens, das ist mitunter ein übler Zeitpunkt. Wochen später kann es im Bett wieder ganz rundlaufen: Ihr Genitalbereich ist bestens durchblutet, die Brüste zwei Körbchengrössen dicker und der Bauch noch übersichtlich. Im letzten Drittel der Schwangerschaft – ich nenne es die Walphase – paart sich oft nur noch, wer das überfällige Baby durch reichlich Geruckel und Oxytocin zum Herauskommen motivieren möchte.

Paare mit kleinen Babys haben keinen Sex. Jedenfalls meist keinen, der diesen Namen auch verdient hätte. Bei ihr schmerzt vielleicht noch die Dammschnittnarbe, ihn törnen die tropfenden Milchbrüste ab, beide sind total übermüdet. Oder sie probieren es, aber da klemmt was. Oder sie probieren es – und mittendrin meldet sich das Baby: Wäääh! Wäääh!

Eltern von Klein- und Schulkindern haben entweder keinen Sex aus Gewohnheit. Oder sie haben sich getrennt (und machen es allenfalls mit dem oder der Neuen). Oder sie haben tatsächlich wieder Sex – wenn auch weniger spontan als früher: Der elterliche Koitus findet durchschnittlich jeden Samstagabend um 21.15 Uhr statt. Unter der Woche ist es zu stressig. Und am Sonntagabend läuft ja «Tatort».

Grundsätzlich bietet der Alltag mit jüngeren Kindern auch abgesehen vom Samstagabendnümmerli ausreichend Möglichkeiten für Bettsport: täglich nach 20 Uhr, wenn das Kind schläft. Auch tagsüber zack, zack, falls das Kleine noch Mittagsschlaf macht. In den Ferien, wenn die Kids in der Skischule sind. Oder auch während eines kinderfreien Wochenendes in Paris, London oder Saanenmöser.

Man hört auch von Paaren, die am Sonntagmorgen im Wohnzimmer den «König der Löwen» oder «Cinderella» laufen lassen. Und zwar so laut, dass man nicht hört, wie im abgeschlossenen Elternschlafzimmer Susi und Strolch um die Wette hecheln. Aber bitte, warum auch nicht?

Aber jetzt kommt die Frage, vor der ich mich selber ein wenig fürchte: Wann haben eigentlich Eltern von Teenagern Sex?

Diese pickligen Monster sind abends lange wach. Zu jung, um auszugehen, schleichen sie bis Mitternacht durch die Wohnung. Wochentags sind sie zwar in der Schule, können aber jederzeit unerwartet und vor allem unangekündigt zu Hause auftauchen (Bauchweh, Handy vergessen etc.).

Gut, man könnte den Wecker stellen und nachts um 3 Uhr heimlich Sex haben. Wenn allerdings ein Teenager deswegen erwacht (Sie erinnern sich an die Geräusche von Susi und Strolch), dann ist das bedeutend peinlicher, als wenn das Kind erst drei ist.

Meine Vermutung: Sobald man einen Teenager hat, wird die eigene Wohnung zur sexfreien Zone. Wollen die Eltern miteinander verkehren, müssen sie ins Hotel fahren. Unterdessen schläft der Teenager aber nicht mehr wohlbehütet bei den Grosseltern, sondern sturmfrei zu Hause. Vielleicht mit der ersten Freundin. Im Ehebett der Eltern.

Bei solchen Aussichten beginnt man zu rechnen. Mein Grosser wird bald sieben. Mir bleiben also noch etwa sex Jahre.

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*Nadia Meier arbeitet Teilzeit im Kommunikationsbereich und schreibt Kasperli-Hörspiele. Sie lebt mit ihrem Freund und zwei gemeinsamen Kindern in Bern.

125 Kommentare zu «Und wann haben Sie Sex?»

  • riepichiep sagt:

    Vielleicht sollte man einfach mal überlegen, wer hier verglichen wird: Frisch verliebte Paare mit Paaren mit Kind

    Was ist mit Paaren, die Jahr(zehnte) zusammen sind und kein Kind haben – haben die auch noch dauernd Sex? Oder ist es da auch weniger geworden? Ist also der Grund weniger das Kind als vielmehr ein anderer?

    Nicht jede Lebensveränderung liegt am Nachwuchs …

  • André sagt:

    Warum etwas tabuisieren was still und einfach zum Leben gehört? Bereits in den ersten Tagen des Lebens gehört Erotik mit dazu. Kinder verstehen oft mehr als wir Erwachsenen von der Sache und leben was halt so gelebt sein will.

    Der richtige Umgang damit kommt dann schon.

    Die Gesellschaft gibt Dinge vor die eben privater Natur ist. Schweigt dort, wo es etwas Mut benötigt ausgesprochen zu werden und quasselt dort, wo Stillschweigen angebracht sein würde.

    Besser ist doch ein offenes Verhältnis gegenüber den natürlichsten Geschehnissen der Welt.

  • Christine sagt:

    Bin ja gespannt auf die kommenden Kommentare.meine Kinder sind mitten in der Pubertät.
    Oftmals gehe ich vor Ihnen ins Bett, das heißt um Mitternacht. unter der Woche ist mein Mann nicht da
    und am Wochenende erholen sich alle von der Woche.
    unser Nachwuchs hört nichts und alles, egal ,ob die Ohrstöpsel drin sind oder nicht.

  • Rico sagt:

    Amüsanter Artikel von einer Hipster Mutter die es wohl mit ihrem Partner offensichtlich nicht zu Wege bringen wird dem pubertierendem Nachwuchs zu verstehen zu geben dass sie auch sexuelle Bedürfnisse haben und diese am liebsten in ihrem Schlafzimmer ausleben! Es kann ja so schwer nicht sein, das Ganze so hin zu kriegen dass die Kids wissen wann Mami und Papi Spass haben und nicht gestört werden wollen! Nebenbei kann Mami und Papi auch gleich noch mit Tochter und/oder Sohn über Verhütung und andere Fragen reden die Teenager in Sachen Sex so haben.

    • Anna sagt:

      Lieber Rico
      Als 18-jährige (somit seit kurzem aus dem Schule-Eltern-Tennie-Drama) raus kann ich nur sagen: BITTE NICHT! Jugendliche und auch ich als mittlerweile Volljährige wollen nichts von den sexuellen Bedürfnissen ihrer Eltern wissen und schon gar nicht im Rahmen von „also weisst du wir machen es so und so und wir mögen es so und so) aufgeklärt werden. Lassen Sie bitte ihre Kinder über ihr eigenes Sexleben unaufgeklärt, sie wollen es wirklich nicht wissen.

      • Sportpapi sagt:

        @Anna: Wo findet denn Ihre eigenes Sexleben statt? Hoffentlich nirgends, wo Eltern das mitbekommen könnten…

  • Lia sagt:

    wie traurig. Wir hatten vor, während und nach der Schwangerschaft jede Woche mehrfach Sex, man findet immer einen Weg. Teenager haben hoffentlich Freunde, die sie besuchen, Hobbies, oder bleiben in ihren Zimmern.

    • Widerspenstige sagt:

      Lia, Sie stellen alle Mütter in den Schatten und sind wohl Superwoman. Was für Versagerinnen wir doch sind, die das kurz nach einer schweren Geburt einfach nicht sofort wieder mehrmals wöchentlich geschafft haben.

      Liebe werdende und frischgeborene Mütter: Die Märchenstunde findet heute ausnahmsweise im Mamablog statt.

      • ina müller sagt:

        Durchaus nicht! Suchen Sie sich eine gute Hebamme, die ihren Damm schützen wird, bereiten Sie sich vor (zB mit dem Epi-No) und gebären Sie im Geburtshaus, wo niemand mit Schere und Nähzeug bereitsteht. Es lohnt sich! Wohlverstanden, etwas Glück gehört schon auch noch dazu… und emotional sind wohl auch nicht alle gleich so weit. Aber Lia erzählt bestimmt keine Märchen, versprochen!

      • Anna K sagt:

        Danke Widerspenstige. „Die Märchenstunde findet heute ausnahmsweise im Mamablog statt“ Herrlich geschrieben!

        Liebe Ina: Ja ich würde heute auch überlegen, im Geburtshaus oder mit einer guten Hebamme zu Hause zu gebären!! Hinterher ist man oft schlauer.
        Dennoch wage ich zu bezweifeln, dass frau selbst nach einer schmerzfreien Bilderbuch-Lotusgeburt oder einer Alleingeburt…Energie für Sex und sogar mehrmals wöchentlich.. Zumindest mit einem 24StundenBaby wie unseres, wäre Frau schlicht zu kaputt gewesen für Sex. Da mussten die Kräfte für das Baby und den 24Stundentag gespart werden.

  • tststs sagt:

    Oooch Herrgottchen, dann kriegen’s die Teenies halt mit… ist nicht so schlimm…sogar eher ganz im Gegenteil (Achtung, jetzt kommt ein Statistikkracher zum Montagmorgen): wenn ich mein Umfeld betrachte, dann lässt sich folgende Korrelation feststellen: je öfters die Eltern gehört, ja gar erwischt, wurden, desto tiefer das Scham/Prüderie-Level 😉

    • Sportpapi sagt:

      Hm. Ich glaube ja nicht, dass die mit tiefem Scham/Prüderie-Level Ihnen davon erzählen werden, dass Sie die Eltern gehört haben. Weil es für sie wenig Bedeutung hat. Hingegen für die mit hohem Scham/Prüderie-Level, da sieht es anders aus (wenn sie nicht gleich in psychiatrische Behandlung gehen…)

  • Maria sagt:

    Hai ai, so jung und doch so verklemmt!! Sexualität sollte doch die natürlichste Sache der Welt sein und entsprechend gelebt werden. Da kann man doch mit seinen pupertierenden Kinder offen sein und sich einfach zurückziehen mit der Bitte nicht gestört zu werden.

  • Gerber sagt:

    Habt ihr eigentlich keine anderen Probleme??

    • Teilzeitpapi sagt:

      Das Leben (einiger? vieler?) dreht sich um Macht und Sex. Oder Sex und Macht. Je nach Ausgestaltung des Systems läuft es über Geld oder Jesidinnen.

  • Dieter Neth sagt:

    Ich weiss nicht recht, ob es mit den Kindern etwas zu tun hat wenn ein Ehepaar immer weniger Sex zusammen hat. Vielleicht war der halt von Anfang an nicht so berauschend, aber hatte Angst es zu sagen. Es scheint mir, viele Leute heiraten aus den falschen Gründen. Guter Sex ist mit am Wichtigsten, wenn’s hier stimmt, kann man auch über den falschen Musikgeschmack, keine gemeinsamen Hobbies, etc hinwegsehen. Wenn man genügend verrückt nacheinander ist braucht man nicht mal einen Wecker, damit man um 3 Uhr morgens die Sonne aufgehen lassen kann. Auch mit Kindern im Haus.

  • mamof2 sagt:

    Ich find den artikel super, so richtig zum schmunzeln und mit der nötigen Prise Wahrheit und Augenzwinkern! Danke

  • Nadisma sagt:

    Mein Tip
    Nicht verstecken.
    Einfach Türe zu und die Zweisamkeit geniessen wann immer man Lust hat.
    Wenn es doch so natürlich ist wie die Beratenden und Experten/-innen immer behaupten. Dann ist das wohl die ehrlichste Art- oder?

  • Jaros Bells sagt:

    Ein echt witziger Artikel, nichts mehr und nichts weniger. Danke, das war ein Supermorgenkaffi.

  • Hermann sagt:

    Wenn mein Teenager schlechte Noten nach Hause bringt und ich beim Lehrer vortraben muss, der Zweitklässler mich ins Schienbein ginggt, weil ich will, dass er seine Hausaufgaben macht, und Mamma am I-phone toeggelet im Bett, wie kann ich da noch Lust auf Sex haben. Da war es viel besser, als alles verboten war und noch echt Spass machte.

  • Adriano Maranta sagt:

    Ganz einfach nur: Vielen Dank für diesen erfrischenden Artikel. Ich kann alles unterschreiben.

  • Corinne sagt:

    Ich habe nie Sex, weil der Mann fehlt.

  • fgee sagt:

    Eltern, die Sex haben? Wir hatten nie eine grosse Sache daraus gemacht. Wir taten es einfach. Den Säugling, der im gleichen Zimmer schlief, störte es jedenfalls nicht. Heute sind unsere Säuglinge Teenager. Unsere Tür steht immer offen. Wenn sie zu ist, wollen wir, dass sie anklopfen. Dann rufen wir halt „jetzt geht es grad nicht“, oder verziehen uns unter die Decke – wobei wir dann nicht „ertappt“ daliegen, sondern einfach „zugedeckt“. Ich gehe davon aus, dass unsere Teenies mitkriegen, was da läuft. Ja und? Peinlich ist es erst, wenn es uns peinlicht ist.

  • pedetti sagt:

    absolut lachhaft der ganze beitrag.
    muss man zwanghaft einfach schreiben weil andere das auch tun??
    nein!!!auch dazu braucht es begabung!!!
    aber im internet ist das nicht mehr noetig….resultat:niveaulos!!!

    • Teilzeitpapi sagt:

      Sie haben Glück, die Zukunft für solche Beiträge sind eher schlecht. Allein schon das Bild ist schwer beleidigend. Aber sobald die neuen Presse-Ombudsleute die Beleidigungen ihres Gründers gebodigt haben (es sieht vielerorts sehr gut aus) werden sie die frei werdenden Ressourcen sicher für die Beleidigungen mit etwas niedrigerer Priorität einsetzen können. Frivolität, Alkohol, Schweinefleisch, da gibt es noch eine Menge Arbeit, um die Welt beleidigungsfrei, toleranter und damit friedlicher zu machen.

  • Chris Heyduk sagt:

    Bei den meisten Paaren mit Kindern die ich kenne, ist die fehlende Zeit nicht wirklich das Problem. Es ist der sinkende Sex-Appeal. Viele werden faul und träge, man funktioniert nur noch. Das wirkt sich vor allem äusserlich aus. Ich mag den Partner oder die Partnerin lieben, aber wenn der optische Reiz verschwindet, dann hat man auch keinen Bock auf Sex mehr. Und wer Bock auf den Partner hat, der nimmt sich die Zeit für Sex. So einfach ist das.

    • fgee sagt:

      Wenn man nur noch funktioniert, dann braucht es ein freies Wochenende auswärts, ohne Kinder. Wir beginnen das mit einem Reisli allein zu zweit. Kommen wir dann nach einem halben oder ganzen Tag im Doppelzimmer an, sind wir entspannt und haben Zeit… und dann geht die Post ab, noh vor dem Gepäck auspacken 🙂

  • chrstel sagt:

    Warum so giftig? so penetrant provokative? Bei so viel Vitriol würde mir das Liebe machen auch immer schwerer fallen!

    • Frédéric Baillot sagt:

      Das Vitriol soll da bleiben, wo es immer war. Als Akku-Säure in der Autobatterie. Aber mit mehr Gelassenheit, Selbstironie und gegenseitigem Humor, schafft man eher eine gute Atmosphäre. Dazu kommt immer – die Jungen sind eben nicht die ‚Chefs‘ im Hause … (Diese Rolle müssen sie sich später – selbst erarbeiten).

  • fritz sagt:

    Welt offen und solche Probleme………sehr lachhaft…..!!! Hatte 3 Kinder….aber so was…unglaublich…!!!

  • Roland Keller sagt:

    Mit Teenagern? Wenn Sie im Sport oder im Ausgang sind z.B. 🙂

  • Frédéric Baillot sagt:

    Frage an Radio Eriwan: (?) – Im Prinzip ja, lieben sie lauter – Genosse. Aber auch bei den Bauern gibt es kaum Probleme. Die gehen dann einfach ins Heu – oder ins Stöckli … – Da ist auch für die richtige Umgebung gesorgt.

  • Martha Hübner sagt:

    Ist es wirklich ein rein organisatorisches Problem? Nicht abschliessbare Schlafzimmer? Ich glaube, es liegt auch am gegenseitigen Umgang, der sich oft ändert. Man ist nicht mehr Lover/-in, sondern nimmt sich auch gegenseitig nur noch in die Mutter-/Vaterrolle wahr. Die Gesprächsthemen werden komplett davon beherrscht: Was ist die richtige Erziehung? Das Wohl des Kindes geht über alles. Hat man früher dem anderen zugestanden, sich ab und zu selbst was Gutes zu gönnen (z.B. ein wilder Abend im Ausgang mit Kollegen), ist das danach tabu. Als Eltern „macht man“ so was nicht mehr.

    • Martha Hübner sagt:

      … und darunter leidet in der Folge die Beziehung. Man ergeht sich in Vorwürfen über einen falschen Erziehungsstil, gegenseitiger Kontrolle, ständigem Abstecken des Terrains (wehe, der andere beteiligt sich nicht genügend an der Erziehung) etc. … Und darunter leidet der Sex. Es muss natürlich nicht so laufen. Aber wenn das Paar kein gutes Team ist, dann wird das eben so.

      • Luise sagt:

        Wenn es beim Sex nicht mehr klappt, ist das ein Ausdruck für den Zustand der Beziehung. Ich meine hier nicht die ersten 2 Monate nach der Geburt eines Kindes. Wichtig ist, ein Paar zu bleiben, sich Zeit für Zweisamkeit zu nehmen, Paarthemen- und aktivitäten zu pflegen, Zärtlichkeit in den Alltag zu integrieren. Das schafft Nähe und daraus ergibt sich auch das Bedürfnis nach körperlicher Nähe.

    • 13 sagt:

      Da haben Sie absolut recht. Ein Problem sehe ich aber auch oft am verzweifelten Versuch am alten festzuhalten. Mit der Zeit, aber auch mit Kindern verändert sich nun mal einiges, die Situation, die Partner selber. Die Frage sollte nicht lauten: Wie schaffen wir es trotz dieser Veränderung unsere Beziehung, so wie sie war, zu behalten? sondern vielmehr Wie wollen wir unsere Beziehung damit wir auch mit der veränderten Situation eine schöne Beziehung haben? Wieviele sind frustriert, weil „nichts mehr das ist, was es mal war“? Dabei ist das Neue vielleicht genauso gut, wenn es eine Chance bekommt

  • Anh Toan sagt:

    Im Mekong Delta von Vietnam haben die Häuser höchstens 3 Räume, dazwischen etwas, was man nicht Wand nennen kann, aber etwa 1 Dutzend Bewohner. Aber irgendwie schaffen es viele doch, eine grosse Menge an Kindern zu produzieren. Störend für die Umgebung ist eher, wenn die Eheleute lautstark streiten, weil er betrunken ist und Sie ihn nicht lässt.

  • Tomas sagt:

    Wer Sex haben will, der hat den auch.

  • Normalmann sagt:

    „Ihn törnen die tropfenden Milchbrüste ab.“ Was wird mit solchen Sätzen bezweckt? Ich unterstütze an sich jeden gegen die Prüderie gerichteten Kampf, aber Pseudo-Geilismus um jeden Preis muss trotzdem nicht sein. Die schreibende Frau kennt sich übrigens auch mit männlichen Gefühlen und Phantasien nicht aus. Was die Dame tropfen lässt, ist nämlich höchstens an- und keinesfalls abtörnend!

    • Davi Stoop sagt:

      Der Satz ist ein Beispiel dafür, wie es in einer Beziehung ganz schnell zu Null-Sex kommt. Imo masst sich die Autorin nicht an, die sexuellen Vorlieben aller Männer zu kennen, sondern gibt eben ein Beispiel, wie es laufen kann. Sie hingegen scheinen die sexuellen Vorlieben aller Männer auf diesem Planeten zu kennen, so absolut, wie Sie das formulieren. Ich persönlich würde dagegen wetten und behaupten, dass es sicher viele Männer gibt, die tropfende Brüste nicht antörnen. Beim sexuellen gibt ves sehr selten eine allgemeingültige Regel.

  • Zähmer sagt:

    Diese köstlichen Luxussorgen würden Alleinstehende und vor allem die über 45, 50 nur allzu gerne haben.

  • Rémy sagt:

    Zur Sexfreien Zone…für die Eltern, muss man da noch hinzufügen!
    Denn hat der Klerasiljunkie mal Freund(in) der (die) nach Hause kommt, da kann’s auch schon mal nach susi und strolch im Teeniezimmer tönen…und die Hormongeschwängerten Adoleszenten haben in diesen Sachen nicht soviel Hemmungen…

  • Tom Jones sagt:

    Wir haben uns verliebt, zogen zusammen, der Sex war schön, mehrmals in der Woche. Sie wurde schwanger, wir haben geheiratet, der Sex wurde klar weniger. Dann die Geburt, die Sorge und Pflege für das Baby, sie hat 2 Jahre gestillt. Während dieser Zeit kein Sex, sie bat um Geduld. Dann, nach zwei Jahren wieder schwanger geworden, und das Ganze nochmals von vorne. Nach weiteren 3 Jahren gab es wieder ab und zu Sex, so alle 3-4 Monate. Ich wollte reden, wurde als schwanzgesteuert abgeschmettert. Es kam, wie es kommen musste: Ich ging heimlich fremd. Einmal Blut geleckt, es gab keinen Halt mehr.

    • Petra sagt:

      Und als Frau sage ich Ihnen: Wenn es stimmt, wie Sie es darstellen, haben Sie hoffentlich materiell vorgesorgt, so dass Sie jetzt nicht auch noch mit Geld für das Verhalten Ihrer Frau Gemahlin bezahlen müssen.

      • Tom Jones sagt:

        Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Sie als Frau sauer sind. Es ist auf dem ersten Blick moralisch verwerflich, was ich mache. Wenn Sie aber die Moral ausblenden würden, bleiben zufriedene Eltern zurück: Meine Frau spürt keinen Druck und ich bin auch zufrieden. Und zu Ihrer Frage: Ja, es geht mir materiell sehr gut und ich habe nicht vor, etwas davon zu gefährden. Seit ich eine gleichgesinnte und gleichleidende Frau kennengelernt habe, ist alles bestens!

      • Manni Mann sagt:

        Tom – fänden sie es nicht besser, wenn sie und ihre Frau ehrlich miteinander wären? Eine Beziehung die auf einer Lüge aufbaut, kann langfristig nicht gut gehen.
        Wenn sich ein Partner sexuell verweigert – ist er genau gleich sexuell untreu, wie wenn einer fremdgeht. Denn sexuelle Treue bedeutet auch, dass man die Bedürfnisse seines Partners ernst nimmt. Wer das Partout nicht mehr will – sollte auch so offen sein, dass er die Sexualität „freigibt“.
        Aber sich gegenseitig anlügen…. muss früher oder später zu weiterer Entfremdung führen.

      • Petra sagt:

        Sie täuschen sich, Herr Jones. Ich bin nicht sauer. Sie können meine Zeilen so auffassen, wie ich sie geschrieben habe, ganz ohne Hintergedanken. Ihre Frau hat sich aus einem wichtigen Teil des Ehelebens verabschiedet (wie das auch gewissse Männer tun), und wenn Sie sich „Ersatz“ beschaffen, was an sich schon mit Aufwand verbunden ist, sollten Sie nicht bezahlen müssen, wenn Ihre Frau sich deswegen ganz verabschiedet.

  • Tom sagt:

    2/2 Man muss es ihnen nur klar machen. Ich habe es selber so erlebt, kenne gute und leider noch viel mehr schlechte Beispiele aus dem Freundes und Bekanntenkreis und werde es selber auch so halten. Wenn die Eltern sich streiten und die Kinder das hören, wird sich definitiv weniger Gedanken gemacht in unserer ach so moralischen Welt. Kinder werden nicht traumatisiert wenn sie ihre Eltern beim Sex erwischen oder hören, es ist ihnen höchstens peinlich. Mittelfristig zum Scheitern verurteilte sex und lieblose Erziehungs-WG’s traumatisieren Kinder hingegen sicher mehr.

  • Tom sagt:

    1/2 Wenn Kinder mit Kriegsbildern konfrontiert werden schreit kein Hahn und Ballergames gehören zu unserer Gesellschaft anscheinend mehr dazu als eine gesunde und unverkrampfte Sexualität.
    Gerade Teenager haben ja die Möglichkeit sich sich selber abzugrenzen wenn sie sich gestört fühlen. Sei es durch Musik hören, TV mit Kopfhörer oder was auch immer. Elter mit einem gesunden Sexualleben sind weniger gestresst und geduldiger, auch mit den Kindern und die Trennungsrate ist massiv geringer. Es liegt also absolut im Interesse der Kinder, dass sie ihren Eltern den Freiraum gönnen den sie brauchen.

  • Jeanclaude sagt:

    Lustig gemeint, ist aber mehr ein „Absteller“. Dürfte aber noch mehr junge Paare davon abhalten, sich ehelich zu binden oder gar Kinder zu zeugen.

    • Ronja sagt:

      Empfinde ich auch so Jean Claude…. ich bin 26 und möchte gerne bald mit meinem Partner einen Familie gründen. Wenn man jedoch sowas liest, schreckt einem das tatsächlich ab. Ich möchte eigentlich nicht, nur weil ich ein oder zwei Kinder bekomme, meine Partnerschaft dafür aufgeben. Mir ist bewusst, dass es Arbeit von beiden Seiten bedeutet, ich denke jedoch eigentlich, dass es möglich sein sollte.
      Mich würden die positiven Erfahrungen interessieren, ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass es in jeder Partnerschaft/Ehe mit Kindern so läuft…

      • Pierre Bonmot sagt:

        Was vielleicht im Artikel zu wenig rüberkommt: Wer will, findet Mittel und Wege 🙂 Und die Aussicht auf ein bisschen weniger (wie auch weniger spontanen) Sex sollte eigentlich niemanden vom Kinder haben abhalten.

      • Franziska sagt:

        Wichtig ist meiner Meinung nach für eine glückliche Beziehung ist dies: Falls etwas schief läuft in der Beziehung (ob Sexuell oder nicht) den Partner unbedingt ansprechen (wenn möglich ohne Vorwürfe). Keine Scheu zeigen und sagen was dir wichtig ist. (Von sich selbst ausgehen, dann sind Schuldzuweisungen weniger häuft und der Partner ist nicht in der Defensive. Manchmal braucht es dann ein bisschen Zeit bis zusammen eine Lösung gefunden ist, doch es lohnt sich. Eine Beziehung mit oder ohne Kinder braucht Arbeit an sich selbst und aneinander.

      • Stranger sagt:

        Du sprichst etwas scheinbar Selbverständliches, aber sehr Wahres aus.

    • Franz Vontobel sagt:

      Wer zuwenig Fantasie aufbringt um sich vorstellen zu können, dass Kinder einen Einfluss haben auf die vorherige Zweierbeziehung – nicht nur aufs Sexleben, btw. – der sollte sich vielleicht doch besser mit einem Hund begnügen…

  • 13 sagt:

    Ob man mit Kindern (oder auch ohne) Sex hat oder nicht, hängt in erster Linie von einem selber ab. Den eigenen Bedürfnisse und welchen Stellenwert man diesem Teil der Beziehung gibt. Wer Sex haben will und auch bereit ist, dafür zu sorgen, dass er/sie ihn hat, der hat ihn auch. Völlig egal, ob schwanger, mit Säuglingen, Kleinkindern oder Teenies, die paar Wochen nach einer Geburt und medizinische Gründe mal ausgenommen. Dies entgegen der Vorurteile sogar dann, wenn man lange stillt und das Kind jahrelang im Familienbett schläft.

  • Martin Hoppler sagt:

    Komisch, zu Hause kein Sex mehr, weil angeblich keine Zeit. Dafür gehen alle fremd….. dafür ist dann halt doch noch genug Zeit???

    • Manni Mann sagt:

      Die Dummen sterben nie aus. Zeit ist nicht das Problem – sondern die Beziehung, die nicht fähig ist, neue Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Deshalb das traurig Karussellspiel – traurig für die Kinder. Da hilft kein Bla-Bla drum rum.
      Die Leute meinen sie hätten ein Zeit- oder Sexproblem. Aber in Wahrheit müssten sie sich Gedanken über sich selbst und über ihre Beziehung machen.

      • Martin Hoppler sagt:

        Lieber Manni Mann
        Sie überzeugen heute wieder mal mit Kraftausdrücken. Würde mich deswegen interessieren, was Sie so in Rage bringt…? Bei diesem Thema? Haben Sie Kinder? Und Sie sie noch in der Kinder-Beziehung? Haben Sie noch Sex – mit der Mutter ihrer Kinder…?

      • ina müller sagt:

        Wie wahr.

      • Manni Mann sagt:

        Lieber Hoppler ich habe ihnen geantwortet – leider ist die Antwort in den tiefen der Blogosphäre verschwunden.
        Deshalb nur kurz bevor ich Mittagessen gehe. Ich kann all ihre Fragen mit JA beantworten.
        Weshalb in Rage – vielleicht klappt es noch mit der ausführlichen Antwort. Aber eine habe ich bereits oben angegeben. Es ist traurig für die Kinder.

      • Manni Mann sagt:

        und ach ja – ich wollte eigentlich Sie mit ihrer Aussage bestätigen. Sie haben ja geschrieben, dass es irgendwie dumm ist – zu sagen man hätte keine Zeit und dann hat man Zeit für eine Affäre.

  • Sportpapi sagt:

    Wann haben denn die Kinder Sex?

    • Susi sagt:

      Eben, im Elternbett, während die Eltern im Hotel sind, um Sex zu haben!

      • 13 sagt:

        Aber nur, wenn die Eltern zu naiv oder zu verklemmt sind, den Teenies ein eigenes Doppelbett oder zumindest ein Bettsofa ins Zimmer zu stellen;-)

      • Pierre Bonmot sagt:

        Der Teenager, dem ein normales 90cm-Bett (und notfalls der hoffentlich stabile Schreibtisch) nicht ausreicht, muss wohl zuerst noch geboren werden.

      • 13 sagt:

        Ausreichen tut auch der Rücksitz eines Kleinstwagens, wenn es sein muss. Aber wenn man die Wahl hat zwischen dem eigenen 90er-Bett und dem 180er-Elternbett….

      • Sportpapi sagt:

        @13: Auch wenn wir diese Wahl gehabt hätten, wären wir immer im eigenen Bett/Zimmer geblieben. Aber ernsthaft: Im gleichen Moment stellt sich die Frage doch auch, wie man eigentlich damit umgeht, dass auch die Jugendlichen Sex haben möchten. Zu Hause.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Sie vielleicht schon, andere eher nicht.
        Gute Frage. Wobei man halt immer überlegen muss: Sex haben sie sowieso, ist es dann draussen wirklich besser als zu Hause? Natürlich vs: will man ihnen wirklich noch eine gute Möglichkeit bieten? Hmmm, keine Ahnung, habe aber auch noch ein paar Jahre, darüber nachzudenken.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Mir ging es eher darum: Die Jugendlichen sollen auf keinen Fall etwas vom elterlichen Treiben mitbekommen? Aber umgekehrt?

    • Stranger sagt:

      Also ich würde ja sagen, SP, „hoffentlich gar nie“. Klar, ich hatte grad eine üble Vision ob Deines Posts, aber bitte drück Dich doch wenigstens wenn es um Kinder uns Sex geht etwas präziser aus.

      Soo, und jetzt muss ich diese „üble Vision“ aus dem Kopf bringen.

  • Pierre Bonmot sagt:

    Wenn man den Kindern schon früh klarmacht, dass das elterliche Schlafzimmer kein Kinder-Spielplatz ist und den Schlafzimmer-Schlüssel nicht verliert, klappt das mit dem Sex auch bei pubertären und post-pubertären Kindern problemlos. Versprochen!

    • Petra sagt:

      Daran liegt es eben: Es scheint immer mehr Eltern zu geben, die ihren Goofen nichts mehr klarmachen. Denen tut es dann umso mehr weh, wenn ihnen Lehrmeister und Arbeitgeber Grundlegendes klarmachen…

      • Peter sagt:

        Daran liegt es eben: es scheint immer mehr Unterbeschäftigte zu geben, die ihrer Umwelt Klossbrühe klarmachen. Denen tut es dann um so mehr weh, wenn sich Leser und Andere grundlegend lustig über sie machen…

    • 13 sagt:

      @ Pierre
      Bevor Sie was sagen, wir besitzen einen Schlüssel und die Kinder spielen nicht im Schlafzimmer. Aber seien wir doch ehrlich. Unabhängig des Alter der Kinder: Wieviele Eltern haben tatsächlich Sex während ihre Kinder im Zimmer nebenan sind und zwar wach? Ich würde sagen, die wenigsten. Daher spielten diese beiden Punkte auch keine Rolle.

      @ Petra
      Also, ich wäre tatsächlich irritiert, wenn ich mein Kind in die Lehre schicke und der Lehrmeister ihm als erstes beibringt, ruhig in einem Raum zu bleiben, während er im anderen Sex hat….

  • Susi sagt:

    Danke, Nadia Meier, für den lustigen Artikel, musste mehrmals lachen beim Lesen! (Ein WE in SAANENMÖSER, haha!)

    • Stranger sagt:

      Ja, sie hat sich schon was einfallen lassen, die Frau, in Punkto Wortspiele.

      • plop sagt:

        Nun, sie ist auch Texterin… Da sollte solches wohlöppe drinsein…

        Ich fand den Artikel auch sehr lustig – und die Frage von wegen wenn sie dann Teenager sind, haben wir uns letztens auch grad gestellt. Ein paar wenige Antworten fand ich in den Kommentaren.

  • ruf sagt:

    Dieses Thema gehört nun wirklich nicht in eine Tageszeitung. Was denken Sie sich eigentlich? Das sind Initimitäten, die niemanden etwas angehen.

    • Susi sagt:

      Ja, und dann auch noch mit dem „50 Shades of Grey“ -Bild. Unerhört.

    • Davi Stoop sagt:

      1.) handelt es sich um einen Blog, keinen Zeitungsartikel. Ein Blog befasst sich per Definition mit eher persönlichen Themen.
      2.) behandelt der Blog das ganze sehr theoretisch. Eine Stunde Biologieunterricht über den Koitus z.B. hat auch nichts intimes an sich.
      3.) Sind die Grenzen zwischen öffentlich und privat auch immer Gesellschafts- und Zeit abhängig. Imo habe ich nicht das Gefühl, dass hier gesellschaftliche Grenzen übertreten werden. Auch weil hier niemand ins Pornografische geht, sondern es sich wirklich um den beziehungstechnischen Aspekt der Sache dreht.

  • Arsene sagt:

    Vor der Heirat hatten wir mehrmals pro Woche. Danach kamen im 2 Jahres-Rhythmus 3 Kinder zur Welt aber auch da hatten wir regelmässig, mehrmals pro Monat guten Sex. Obwohl für mich Sex viel wichtiger war, konnte ich damit gut leben, machte ihr aber manchmal, wenn es mehrere Woche keinen gab, Vorwürfe. Nach dieser Zeit betrog sie mich und ich trennte mich von ihr. Nun habe ich eine Freundin und das ganze Spiel fängt von vorne an, also mehrmals pro Woche. Der grosse Unterschied dabei ist, dass ich früher, mit der Ex-Frau kürzeren aber intensiveren Sex hatte. Heute dauert eine „Session“ 1 Stunde.

  • Charles sagt:

    Naja, ist ja vielleicht lustig gemeint, dieser Beitrag, dann kann man ihn gelten lassen. Wenn er jedoch die Wirklichkeit spiegelt, sage ich nur: Selbst schuld! Man richtet sich sein Heim so ein, wie man es dann mal hat.

  • Manni Mann sagt:

    „ich hab zwar keine Teenager – aber ich schreib jetzt mal, wie man wohl Sex haben kann, wenn die Kinder Teenager sind“

    Da könnte ich ja anfangen über die Menopause zu philosophieren…. also wirklich jetzt. Oder Kinderlose schreiben darüber wie es ist, Kinder zu haben. Einfach nur peinlich.

    • Charles sagt:

      Ja, und wer keine Eier legen kann, darf nicht darüber schreiben, wie ein gutes Ei schmeckt und wie man Eier produziert und verarbeitet, gälledsie, Herr Manni Mann… Eine etwas arg eingeschränkte Sicht haben Sie, finde ich. Schauen Sie mal in einem Wörterbuch nach, was das Wort „Distanz“ bedeutet. Distanz erlaubt einem, eine Sache besser zu betrachten, als wenn man drin steckt, unter anderem…

      • Manni Mann sagt:

        so ein Quatsch Charles – wer keine Eier legen kann, kann nicht darüber schreiben WIE ES IST EIER ZU LEGEN
        aber wer Eier essen kann, kann sehr wohl darüber schreiben, wie ein gutes Ei schmeckt.
        Darum geht es.
        Mit Distanz hat das nun rein gar nichts zu tun. Wie es ist, Eier zu legen, kann nur die Henne schreiben, die selbst schon Eier gelegt hat. Und wie ein gutes Ei schmeckt, kann nur der schreiben, der selbst schon Eier gegessen hat.

        Falls also der Blog als Frage, an die älteren Eltern gemeint ist. Hätte man besser – ganz bescheiden – offen nach deren Erfahrungen gefragt.

      • Petra sagt:

        Lieber Manni, wenn hier einer „“Quatsch“ schreibt, dann Sie. Sie haben geschrieben „über Menopause philosophieren“ und nicht „über Menopause haben philosophieren“. Und Sie haben „Kinder haben“ geschrieben und „nicht „nicht gebären“ usw. Und das mit der Distanz stimmt sehr wohl: Aus der Distanz sieht man auch die Zusammenhänge. Dann kann man immer noch näher rangehen.

      • Manni Mann sagt:

        ja wenn sie das so sehen wollen liebe Petra – dann dürfen sie das natürlich. Mir scheinen solche grammatikalische Verweise immer ein Hinweis, dass man keine inhaltlichen Argumente hat. Denn der Sinn des gesagten ist klar: ich kann nur darüber schreiben, was ich kenne. Wenn ich etwas nur vom Hörensagen kenne (Distanz?), dann muss ich darauf hinweisen „ich höre oft…“
        Interessant ist doch, dass der heutige Beitrag von all denen, die tatsächlich Kinder im Teeniealter haben, NICHT mit ihren Erfahrungen wird.

        Und tatsächlich ist Eier legen und Eier essen etwas ganz anderes.

  • Christine sagt:

    Kann ich nur bestätigen, dieses dilemma! Wir sind 35 jahre verheiratet und definitiv war sex in der pubertät der kinder sehr aufwändig. (hatte etwas zu tun mit versteckerlis!) . Das war auch klar die durchhalte parole: irgendwann sind die kinder weg. umso grösser die freude jetzt zu geniessen….. Es geht nichts über guten lauten! sex:)

  • tina sagt:

    teenager überleben es, wenn sie ihre eltern hören beim sex. hilfreich ist, dass teenies auf keinen fall damit konfrontiert sein wollen, dass ihre eltern sex haben. das gehört wohl zu den wirklich nicht so schwierigen dingen, beim zusammenleben mit jugendlichen

  • Lea sagt:

    Kindern die Freiheiten zu geben, damit sie früh selbständig zusammen mit anderen Kindern draussen oder bei Freunden Spielen bringt Vorteile.

    PS: Jugentliche schlafen gerne sehr lange aus und sind am WE lieber bei Kollegen als Zuhause.

  • Pascal sagt:

    …wir hatten nach der Geburt der Kinder erst einen Monat keinen Sex, dann 1 Jahr. Es ging dann so weiter bis ich nach über 15 Jahren ausgezogen bin. Sex ist nicht alles aber zu schön um ab mitte 30 keinen mehr zu haben. Jetzt habe ich wieder Sex und ich fühle mich gut. Die besten Jahren kommen noch…..

    • ina müller sagt:

      Das freut mich für Sie. Dass Sie 15 Jahre ausgehalten haben ohne etwas zu unternehmen, aber eher weniger. Sexflaute ist weder alleinige Schuld der Frau und noch viel weniger die SChuld der Kinder/Geburten. Also hallo!, und zwar an alle Männer mit diesem ewigen „meine Frau will nie und ich bin der Arme“-Gejammer:
      Bringen Sie mal wieder Blumen nach Hause!

      • Manni Mann sagt:

        vom Ansatz her richtig ina, absolut richtig! Ich kann das Gejammer nicht mehr hören. – Aber manchmal helfen Blumen und ritterliche Galanterie wenig. (Bei uns wirkte es sogar kontraproduktiv). Eine Beziehung ist sehr individuell und durch Familienzuwachs entsteht eine ganz neue Situation, in der ein Paar sich selbst und einander wieder neu finden muss. Manchmal braucht es ernsthafte Gespräche, manchmal tauchen Abgründe aus der Vergangenheit auf, deren man sich – bevor die Kinder da waren – gar nicht bewusst war.

      • Peter K sagt:

        Und wo genau hat er irgend jemandem die Schuld dafür zugewiesen? Es gibt viele Gründe für das Aubleiben des Koitus, da braucht es in einigen Beziehungen nicht einmal Kinder.

      • Sportpapi sagt:

        @ina: Was ist denn das für ein Rollenbild? Er umschwärmt sie, bringt Blumen, dafür gewährt sie ihm dann wieder einmal Sex? Wieso ist es unvorstellbar, dass eine/r der beiden einfach nicht mehr will, unabhängig vom Verhalten des Partners? Oder weniger Lust hat? Und wäre es nicht, wenn schon, an beiden Seiten, etwas zu ändern?

      • ina müller sagt:

        SP: Doch, klaro! Das mit den Blumen ist ein Sinnbild für: Strengen Sie sich eben an und tun was dafür! Weil irgendwo scheints ja zu klemmen.

      • Sportpapi sagt:

        @ina: Und wenn er fremdgeht, ist auch sie zumindest mitschuldig. Hätte sich halt mehr um ihren Mann kümmern müssen. Soweit zu dieser Logik.

      • ina müller sagt:

        Haha, also SP, als meist stille Leserin dieses Blogs kenne ich Sie, darum lasse ich mit Ihnen gar nicht auf Diskussionen ein (aber so hab ich s nicht gemeint, sondern so und so), sonst müllen wir hier mal wieder die ganze Kommentarspalte zu. Ich gebe mir das nächste Mal Mühe, punktgenau und präzis zu formulieren, OK? Und nun allen Damen UND Herren schönen Feierabend und gutes Gelingen…

      • Sportpapi sagt:

        Sie haben schon präzis formuliert. Ich teile nur die Ansicht nicht, dass es immer zwei braucht, wenn es NICHT klappt.

      • Susi sagt:

        ich bin auch Inas Meinung, ich glaube, dass es in seeeehr seltenen Fällen nur an einer Seite liegt, wenn es mit dem Sex nicht mehr klappt.
        Zum Blumenthema: Es geht nicht darum, dass die Frau sich wegen der Bemühungen des Mannes ihm wieder mal Sex „gewährt“, sondern dass sie eben auch wieder Lust auf ihn bekommt. Das wird offenbar häufig missverstanden.

      • mila sagt:

        Eigentlich reicht Aufmerksamkeit im Alltag, dafür braucht es weder Blumen noch Geschenke (auch wenn die zugegeben schön sind). Wenn man nur (noch) bewusst wahrgenommen wird, wenn Sex initiiert werden soll, ist das zu wenig. Das gilt sicher auch für Männer.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Ich denke, viele Männer können über vieles hinwegsehen, wenn sie regelmässig und guten Sex haben.
        @Susi: Nun ja, wenn beide nicht mehr wollen, ist es ja gar kein Problem… In der Regel will aber eine Seite mehr als die andere. Und ich bin nicht sicher, dass sich dahinter immer irgendein Beziehungsproblem versteckt.
        Und anders herum: Stellen Sie sich vor, ein Mann würde erklären, dass er halt einfach mehr Sex braucht, weil das für ihn die Basis ist für mehr Achtsamkeit, gute Gespräche (die immer gern in entspanntem Zustand danach geführt werden).

      • ina müller sagt:

        natürlich, daran ist doch nichts verkehrt. – sex, nähe generell und gute gespräche sind doch alles kinder derselben mutter, nämlich der liebe und freundschaft in einer gefestigten beziehung, davon bin ich überzeugt. wenn eines plötzlich fehlt, leidet auch das andere. nach gängigem rollenbild fehlt männern der sex und frauen die nähe und aufmerksamkeit. dabei fehlt beiden dasselbe.
        zudem finde ich, in einer freundschaftlichen liebesbeziehung darf man ruhig auch mal etwas „dem partner zuliebe“ tun. bloss beim sex ist das ein absolutes tabuthema.

      • ina müller sagt:

        sorry, schreibe alles kleinbuchstaben da einhändig mit baby auf dem arm.

      • Susi sagt:

        @SP: „Stellen Sie sich vor, ein Mann würde erklären, dass er halt einfach mehr Sex braucht, weil das für ihn die Basis ist für mehr Achtsamkeit, gute Gespräche“
        Ich finde, beides gehört eigentlich zusammen und ist wahrscheinlich sogar wechselwirksam. wann was stattfindet, ist nebensächlich.
        Und zum „Stellen Sie sich vor“: Ich rede oben mehr auf theoretischer Ebene aufgrund von dem, was ich so höre, mein Partner braucht mich nicht mit Blumen zu beglücken, auch wenn das schön wäre, aber ich ticke sexuell sowieso eher wie ein Mann. 😉

      • Sportpapi sagt:

        @ina: Ich finde das eine sehr reife schöne Einstellung. Ich glaube aber nicht, dass alle so ticken. Und schon gar nicht im sexuellen Bereich (das Tabu habe Sie zudem angesprochen).
        @Susi: Schön, dann wird sich Ihr Mann (hoffentlich) freuen. Ansonsten: Auch das ist richtig. Aber eben: „Es braucht immer zwei“ basiert auf der Meinung, alle Paar funktionieren so (gut). Und das glaube ich nicht.

      • mila sagt:

        @SP: Ein wenig eindimensional, dieses Männerbild. Ich kenne Frauen, denen beides fehlt – Sex und Nähe. Während die Männer scheinbar mit nichts zufrieden zu sein scheinen. Und dann kenne ich Männer, die sich ihrerseits beklagen, von der Partnerin nicht genügend wahrgenommen zu werden.

        Mit Klischees kann man nicht alle (Paar-)Situationen fassen.

      • Susi sagt:

        @SP: Klar kann man das nicht generalisieren.
        Ich kenne übrigens auch kinderlose Paare, die seit Jahren nicht mehr miteinander schlafen und trotzdem eine gute Beziehung führen, vielleicht sogar eine bessere als viele Paare mit einem aktiven Sexleben.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Dabei ging es mir eigentlich nur darum, diesem pauschalen „es braucht immer zwei“ und „Männer, nicht jammern, sondern Blumen mitbringen“ zu widersprechen, weil ich mir durchaus auch andere Situationen vorstellen kann. Denn schliesslich haben diese Klischees schon auch einen wahren Kern. Oder einigen wir uns doch darauf, dass sie Konstellationen entsprechen, die vorkommen können.
        @Susi: Ich habe an anderer Stelle schon mehrfach erklärt, dass man Beziehung und Sexualiltät durchaus auch trennen kann. Allenfalls muss man dann dem Partner aber schon ein paar Freiheiten zugestehen.

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