Mein Kind wird nicht fotografiert!

Das Smartphone ist zu unserem dritten Auge geworden – was nicht heisst, dass man jeden damit fotografieren darf. Foto: David Goehring (Flickr)

Das Smartphone ist zu unserem dritten Auge geworden – was nicht heisst, dass man jeden damit fotografieren darf. Foto: David Goehring (Flickr)

Zum ersten Mal passierte es beim Einkaufen. Unser Sohn war unterwegs eingeschlafen und mein Mann hatte keinen Buggy dabei, weshalb er den Kleinen kurzerhand in einen Einkaufswagen bettete, um seine Besorgungen zu machen. Unser schlafender Junge gab dabei ein so süsses Bild ab, dass sich eine andere Kundin nicht zurückhalten konnte: Sie stand völlig selbstverständlich vor den Wagen hin, zückte ihr Smartphone und wollte unseren Sohn fotografieren. Mein Mann bemerkte das und war so entsetzt ob ihrer Dreistigkeit, dass er sie richtiggehend zusammenstauchte.

Das Ganze geschah direkt vor dem Kundendienst, und so mischte sich die Mitarbeiterin auch noch ein, unterstützte meinen Mann und sagte der perplexen Kundin, dass das Fotografieren fremder Kinder untersagt sei.

Der zweite Vorfall ereignete sich, als unser Sohn mit der Kita einen Ausflug machte. Zwei Frauen hätten ihn fotografieren wollen, erzählte er mir letztes Wochenende, aber die Betreuerin habe ihnen ganz laut gesagt, dass man das nicht dürfe. Ich fragte tags darauf in der Kita nach und tatsächlich habe sich eine asiatische Touristin zuerst begeistert mit den Kindern unterhalten, sei danach kurz weggegangen, mit dem Smartphone wieder aufgetaucht und habe meinen Sohn und seine beste Freundin fotografieren wollen. Auch diese Frau war völlig überrascht, als die Kinderbetreuerin eingriff und laut «No pictures!» rief.

Ich bin überzeugt, dass beide Frauen nichts Böses im Sinn hatten. Trotzdem habe ich für ihr Verhalten keinerlei Verständnis und bin entsetzt, dass jemand überhaupt auf die Idee kommt, ungefragt ein fremdes Kind – mein Kind! – zu fotografieren.

Die grassierende Dauerknipserei mit dem Smartphone scheint viele Menschen allmählich jegliche Grenzen vergessen zu lassen. Können Sie sich vorstellen, dass jemand vor zehn Jahren mitten in der Migros seine Fotokamera hervorgekramt hätte, um ein herziges Kind vor dem Spielwarenregal zu fotografieren? Heute ist so etwas für etliche Leute völlig normal. Das mit der Kamera ausgerüstete Handy ist sozusagen zu unserem dritten Auge geworden, durch das wir die Umwelt mindestens so gerne und häufig betrachten wie durch die anderen zwei. Und so wird der überstylte Teenie im Tram genauso fotografiert wie der lustige Alte im Café und die Bilder nachher auf Facebook gepostet, um damit Likes zu sammeln. Oder man zeigt den Freundinnen beim Kaffeekränzchen Bilder von fremden Kindern, um gemeinsam über deren Jöh-Faktor zu diskutieren.

Dass die Fotografierten das weniger toll finden, wird ausser Acht gelassen. Ebenso wie die Tatsache, dass es gesetzlich verboten ist, Fremde ohne ihr Einverständnis abzulichten. Denn in der Schweiz gibt es das im Zivilgesetz verankerte Recht am eigenen Bild. Ich kenne den Paragrafen noch aus meiner Ausbildung. Damals hatte man uns angehenden Journalisten eingebläut, dass es nicht zulässig sei, eine fremde Person ohne ihr Einverständnis zu fotografieren, geschweige denn das Bild zu veröffentlichen. Natürlich gibt es Ausnahmefälle, etwa wenn es sich um eine Person des öffentlichen Interesses handelt oder jemand innerhalb einer Menschenmenge an einem Ort fotografiert wird, an dem er damit rechnen muss, an einer Demonstration zum Beispiel. Dass jedoch ein zweijähriges Kind, das in einem Einkaufswagen schläft oder mit seinen Freunden unterwegs ist, keine solche Ausnahme darstellt, müsste eigentlich jedem klar sein.

Haben Sie auch schon Fremde dabei ertappt, wie sie Ihr Kind fotografieren wollten? Und wie sind Sie mit der Situation umgegangen?

392 Kommentare zu «Mein Kind wird nicht fotografiert!»

  • Viamala sagt:

    Sehr gutes Hinweis. Danke für dieses Statement.

  • Albert Wegmann sagt:

    Mein Sohn hat an einem schönen Wintertag einige Bilder mit seiner neuen Kamera einen verschneiten Hang mit schlittelnden Kinder fotografiert. Ohne sich auf die Kinder zu konzentrieren. Da kam eine Mutter eines Kindes und verlangte von ihm die Fotos zu löschen. Mein 18 jährige Sohn war derart perplex, da die Kinder in ihren Winterkleidern alle etwa gleich aussahen und nur Beiwerk zur schönen Landschaft waren.

  • Christian Duerig sagt:

    Wer seine Kinder fotografiert, kommt den Fremden zuvor und kann Schaden abwenden.
    Wer glaubt, dies sei verboten, der verlangt von anderen Menschen, dass sie das Gleiche glauben sollten.
    Ich weiss, dass ich meine Umwelt dokumentieren darf und mich niemand davor abhalten kann. Ich weiss, dass ich die Dokumentation für mich anlege und diese anderen Menschen vorenthalte.
    Sie, Frau Jeanette Kuster, mögen in Ihrer Privatsphäre verweilen, doch können Sie sich von dort aus keine Vorschriften für die Öffentlichkeit aus dem Hut zaubern. Sie provozieren unnötige Streitigkeiten !!!

  • Madeleine sagt:

    Sehr gut, Jeanette. Danke für dieses Statement.

  • Eduardo sagt:

    Nun ja, konsequenterweise müsste man dann radikal verbieten, fremde Kinder auch nur anzusehen. Also im Stil von „Sie stand völlig selbstverständlich vor den Wagen hin und wollte unseren Sohn anschauen. Mein Mann bemerkte das und war so entsetzt ob ihrer Dreistigkeit, dass er sie richtiggehend zusammenstauchte … „Haben Sie auch schon Fremde dabei ertappt, wie sie Ihr Kind anschauen wollten?“ – Wo soll diese übererregte, medial angeheizte Dauerempörung eigentlich hinführen? Burka für alle Kinder und Jugendlichen bis 18 und am besten auch gleich für alle Erwachsenen?

  • Paddy sagt:

    Wir waren mal in Österreich auf einem Campingplatz, auf dem es aus mir unerklärlichen Gründen von Touristen (nicht Campern) wimmelte. Und die filmten und fotografierten wild drauf los, als hätten sie noch nie Wohnmobile und Caravans gesehen. Auch unser Fahrzeug wurde gefilmt. Wir waren im Innern und somit nicht erkennbar. Aber es fehlte nicht mehr viel und ich wäre raus gegangen und hätte denen meine Meinung gesagt.

    Gerade asiatische Touristen scheinen der Meinung zu sein, alles, was sich ihnen in den Weg stellt, zu fotografieren. Ätzend.

  • Hans-Jörg Meister sagt:

    Wenn man diesen Artikel und die dazugehörigen Kommentare liest, ist man nicht überrascht, dass es in Europa gegenwärtig keine richtige Street Photography-Szene mehr gibt und Entsprechendes eher in den USA geleistet wird. Für mich als Hobbyfotograf enttäuschend, aber ich habe die Konsequenzen gezogen und konzentriere mich auf Landschaftsmotive sowie Porträts meiner Angehörigen…

  • Teilzeitpapi sagt:

    Ach, werte konservative Frau Kuster, das Recht am Bild von sich ist doch heute so out wie Datenschutz. Grenzen setzen und Privatsphäre sind out. Fast alles wird geteilt, manchmal bewusst, manchmal unbewusst. So wie 9 Tracker (darunter 3 von Google) auf dieser Seite die Schritte der Besucher protokollieren und allenfalls mit dahinterliegenden Profilen verknüpfen.

    • Petter sagt:

      Sehr interessant, dass Sie auch hier automatisch davon usgehen, dass niemand etwas gegen Tracker hat. Ich z.B. hab DNTM, AdBlock, NoScript und Googleblocker installiert. Dazu benutz ich i.d.R. TOR.
      Dann bin ich halt „out“, aber das heisst noch lange nicht, dass ich meine Privatsphäre mit Supercard, Kreditkarteneinkäufen, FB, Instagram, etc. freiwillig hergebe.
      Sie würden nicht schlecht daran tun, die Privatsphäre anderer Leute zu achten, auch wenns „out“ ist…

  • Katharina sagt:

    Hallo,

    ich bin ein Datenpacket eines Bildes von einer Luzerner Einheimischen, das eine chinesische Touristin in der Altstadt geknipst hat. Zuerst flog ich durch die Luft. Das war lustig. Und dann verschwand ich in so einem Sendemast. Und dann ging es geschwind durch viele Drähte.

    Dann kam eine Wand. Ich flog da nur durch. Dann kam eine andere, viel grössere. Sie soll Chinesische Mauer heissen.

    Ja dürfen wir das Packet durchlassen, fragen sich die Wächter der grossen Mauer. Nein. Sie ist nicht eine Person öffentlichen Interesses. Zurück!

    • Katharina sagt:

      Also durch all diese Drähte wieder zurück. Die Wächter der kleinen Mauer fragten sich: Ja dürfen wir das Packet durchlassen? Nein, denn sie ist eine Person des öffentlichen Interesses. Zurück!

      In China dann wieder: Ist sie doch!
      An der kleinen Mauer wieder: Ist sie doch nicht!

      Seither wusle ich hin und her.

      Hoffentlich werde ich bald geerdet. Mir ist schwindlig.

  • Franz Vontobel sagt:

    Was meint denn die „Jetzt habt euch nicht so – ist ja nur ein Foto!“-Fraktion zu Drohnen? Ihr wisst schon, diese besseren Spielzeugdinger, mit denen man aus der Luft fotografieren und filmen kann. Dem Fall auch absolut unproblematisch, oder? Ich kann damit in Eure Gärten und Wohnungen filmen – solange ich niemandem schade damit, dürfte das kein Problem sein, richtig?

    • Annalena sagt:

      Sie verstehen wohl nicht, was hochgezogene Wände und geschlossene Vorhänge sagen wollen: My home is my castle. Raus hier. Drohnen haben etwas mit Spionage zu tun, man will Sachen wissen, die einem nichts angehen. Der Mord am Erbonkel zum Beispiel, oder die letzte heisse Liebesnacht der Nachbarn. Einer, der Drohnen einsetzt ist ein Spanner, ein lüsternes Ekel. Das Foto eines fremden Kindes ist da bloss ungezogen, unbedacht, dumm, vielleicht auch naiv.

      • Franz Vontobel sagt:

        Mmmh… plündern wir mal das Argumentarium der „Das ist doch alles harmlos“-Fraktion:
        – Ist doch alles kein Problem, solange ich niemandem schade und mich nur selbst daran erfreue (das tönt plötzlich etwas anders, in diesem Zusammenhang, nicht?)
        – Ist doch paranoid, immer gleich das schlimmste anzunehmen
        – Mein Hobby ist „Dronephotography“ und das lass ich mir doch nicht von schlechtgelaunten Mitmenschen verbieten
        – Ist doch ein Kompliment, wenn ich ihre Wohnung filme
        – Ihr lebt doch alle im letzten Jahrhundert!
        – usw. usf.

      • Franz Vontobel sagt:

        @Annalena:
        – Alle Drohnenbesitzer sind Spanner und lüsterne Ekel
        – Leute, die unerlaubt fremde Kinder ablichten sind allerhöchstens unbedacht und/oder naiv und haben niemals Hintergedanken

        Aha.

      • Franz Vontobel sagt:

        Das wichtigste Argument! Fast vergessen!
        – Ihr postet ja sowieso alles auf Facebook, also was soll der Aufstand?

      • Sportpapi sagt:

        Klar, Vontobel, versteckte Kameras und Drohnen, die filmen, was bewusst verborgen wurde, sind völlig das Gleiche wie wenn jemand öffentlich, gut sichtbar etwas fotografiert, das auch öffentlich und für alle sichtbar präsentiert wird. Aber sowas von das Gleiche!

      • Franz Vontobel sagt:

        Naja, die meisten Menschen machen in ihren Wohnzimmern, in ihrem Garten, auf ihrem Balkon ja nicht permanent Dinge, die „bewusst verborgen“ werden – mag bei ihnen ja anders sein, das ist schon möglich…

      • Sportpapi sagt:

        @Vontobel: Ja. Und wenn ich keine Vorhänge habe, und die Stube (oder das Schlafzimmer) von der öffentlichen Strasse einsehbar ist, dann stört mich auch keine Drohne.

      • Franz Vontobel sagt:

        Und die versteckten Kameras sind auch ihrer Fantasie entsprungen, von solchen schrob ich nie… mhh…

      • Sportpapi sagt:

        Och, bei Ihrem Rundumschlag werden Sie doch auch mir diese kleine, aber passende Themenausweitung verzeihen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Rundumschlag? Bei anderen Themen vielleicht, aber hier..? Naja, ich dachte diese spezielle Themenausweitung habe mit ihren eigenen Interessen zu tun… versteckte Kameras, Umkleidekabinen in Turnhallen und so… 😀

      • Sportpapi sagt:

        Wissen Sie, Vontobel, attraktive Menschen, wie wir Sportler nun einmal sind, haben das eher nicht nötig. Aber weshalb beschäftigt das Thema eigentlich Sie so sehr, dass sie ständig darauf herumreiten?

      • Franz Vontobel sagt:

        Ach, eine kleine Schwäche von mir – ich ärgere gerne humorresistente Menschen. 😀

        Zudem weiss das Netz doch von einigen solchen Fällen zu berichten. Sooo selten scheint das nicht vorzukommen…

      • Franz Vontobel sagt:

        Ausserdem haben sie in diesem speziellen Fall das Thema versteckte Kameras aufgebracht, nicht?

      • Sportpapi sagt:

        Bleiben wir doch beim höflichen Sie, wenn Sie schon so viel wert auf Umgangsformen in Blogs legen. Nun ja, ich habe mich eher mit dem angeschnittenen Thema Spianage beschäftigt, auf die bösen Sportlehrer/Spanner sind Sie schon selber gekommen (diese gibt es wirklich massenhaft! Die Zeitungen sind täglich voll davon!)
        Nein, wenn jemand etwas Lustiges erzählt, bin ich eigentlich nicht humorresistent. Vielleicht müssten Sie das bei Ihren Beiträgen kennzeichnen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Jaja, ich weiss: „Eigentlich bin ich ein sehr humorvoller Mensch, aber…“ – Wie WS, die hält sich ja auch für humorvoll. 😉

        Wo hab‘ ich auf das „sie“ verzichtet? Falls ich sie irgendwo aus Versehen geduzt haben sollte, so entschuldige ich mich dafür natürlich.

      • Franz Vontobel sagt:

        auf die bösen Sportlehrer/Spanner sind Sie schon selber gekommen

        Naja, ein Sportlehrer bringt das Thema versteckte Kamera auf – sooo viel Fantasie braucht man da nicht mehr aufzuwenden…

      • Sportpapi sagt:

        So, Herr Vontobel, ich verabschiede mich für heute von diesem kindischen Geplänkel.

  • Fredi Hitz sagt:

    Für Asiaten bedeuten blonde Kinder ganz einfach Glück. So wurden auch unsere Buben hin und wieder beim Sonntagsspaziergang am Zürich- und Vierwaldstättersee von eifrigen asiatischen Touristen geknipst. Weil meine Frau und ich uns und uns.er Dasein nicht ganz so narzisstisch bewerten wie die Schreibende, haben wir dies zugelassen und den Knipsenden eine Freude gemacht.

    Mit dem Cumulus und Supercard Seich gebt ihr den geldgeilsten Unternehmen des Landes euer ganzes Leben Preis, aber wenn jemand ein Föteli eines gänzlich unbekannten Göfli machen will, dann entrüstet ihr euch. Mein Beileid.

    • Franz Vontobel sagt:

      Nope, sorry – kein Cumulus, keine Supercard, kein Facebook, kein Instagram, kein Fotografieren fremder Kinder in Afrika – nur weil man sich selber vielleicht doppelmoralisch verhält, heisst das noch lange nicht, dass dies alle anderen auch tun.

  • Valeria sagt:

    Es wäre interessant zu hören, was genau das Schweizer Recht zu dieser Problematik meint. Meinungen sind zwar schön und können durchaus auch Teil des Mamablogs sein. Aber mich würde wirklich interessieren, ob es nach Schweizer Recht verboten ist, jemanden auf der Strasse zu fotografieren? Oder nur, wenn ich das Bild veröffentliche? Oder muss die Person effektiv einwilligen? Und ab wann darf eine minderjährige, aber urteilsfähige Person selber entscheiden, ob sie fotografiert werden soll?

    • Valeria sagt:

      Bzw. um hier konkreter zu sein: Wenn ich mich richtig erinnere, ist es nicht verboten, auf der Strasse zu fotografieren, wenn die abgebildete Person nicht Mittelpunkt der Abbildung ist, auch wenn sie erkennbar ist. Also wenn ich zum Beispiel mein Kind auf dem Spielplatz fotografiere und im Hintergrund sind andere spielende Kinder zu erkennen.

      • jeanette kuster sagt:

        Sie dürfen die Strasse oder den Spielplatz als Gesamtes fotografieren, auch wenn da Leute im Hintergrund mit auf dem Foto sind. Aber Sie dürfen sich nicht ohne Einwilligung vor jemanden hinstellen und ein Foto schiessen, auf dem diese Person im Zentrum steht.

        Natürlich sind diese Regelungen sehr schwammig und man kann sich leicht darüber hinwegsetzen (Zoom…), aber der Grundsatz, dass man jemanden nicht ohne Erlaubnis porträtieren darf, ist klar (steht im Zivilgesetzbuch, Art 28).

  • Alfons Kuster sagt:

    Da haben Sie recht, Frau Kuster. Mit den omnipräsenten Handykameras sind weitere Hemmschwellen gefallen. Was hier jedoch unerwähnt blieb: Sehe ich die Person, die ein Bild von mir (oder meinem unmündigen Kind) schiesst und beschwehre mich nicht darüber, gebe ich stillschweigend mein Einverständnis, dass eine Bildaufnahme erlaubt ist.

  • Marco sagt:

    E kore e toku tamaiti e whakaahuatia! Das ist in Maorisch und die Maoris haben es auch nicht gerne, obwohl sich tausende von Touristen nicht daran halten.

  • Anh Toan sagt:

    Wie gehen das Recht am eigenen Bild und ein Kopftuch- oder Burkaverbot zusammen?

    Muss eine Frau jedem ihr Gesicht oder ihre Haare zeigen? Oder halt zu Hause bleiben?

    Hat eine Frau nicht selber das Recht zu entscheiden, wer was von ihr sehen darf?

    • Franz Vontobel sagt:

      Hat eine Frau nicht selber das Recht zu entscheiden, wer was von ihr sehen darf?

      Bzw. ihr Mann? Ist ja schliesslich seine Frau!

      • Anh Toan sagt:

        @Franz Vontobel:

        Es erscheint mir etwas gar einfach, dies einfach auf den Mann zu schieben, es sind Mütter, welche ihre Söhne und Töchter so erziehen.

        Eigentlich müssten wir jeder Frau aus einem islamischen Land Asyl gewähren, denn wenn die Männer geschützt werden im Missachten des Selbstbestimmungsrechts der Frau vom Staat, sind die politisch verfolgt.

        Aber wo liegt der Unterschied, wenn ein islamisches Land den Frauen verbietet, „unverhüllt“ rumzulaufen, zu wenn ein westliches Land den Frauen verbietet, verhüllt rum zu laufen?

      • Anh Toan sagt:

        Wer hat sich in der Schweiz beklagt, als in meiner Jugend im Strandbad keine zwischen 15 und 20 ein Bikinioberteil mehr trug? Die alten Frauen, nicht die alten Männer (die Wüstlinge, die)

    • Annalena sagt:

      Lustig, bei der Diskussion um Burka und Schwimmbad sind immer nur Frauen betroffen, die Männer aus dem islamischen Kulturkreis passen sich problemlos den hiesigen Gepflogenheiten an und entblössen sich entsprechend. Mir passt es nicht, dass Frauen im Namen irgend eines Gottes, die Freiheit genommen wird, als Frau in Erscheinung zu treten und nicht als Kartoffelsack. Ich darf als Person wahrgenommen werden, mich präsentieren als unverhülltes Wesen. Die Gleichstellung von Mann und Frau ist noch jung und verletzlich, sie gilt es zu verteidigen und zu bewahren. Wie das Recht af das eigene Bild.

  • Christoph Bögli sagt:

    Solche Einzelfälle mögen fragwürdig sein, aber dabei geht wie so oft vergessen, dass die Foto-Problematik bei Kindern kaum durch irgendwelche Fremde verursacht wird, sondern mit grosser Mehrzahl durch die Familie selbst, insbesondere der Eltern. Was von vielen da – natürlich ungefragt – an oft intimen Bildern gemacht und quasi-öffentlich verbreitet wird, ist jedenfalls ein weit grösseres Problem als wenn einmal im Leben eine japanische Touristin ein Bild von einem macht..

  • Christian Müller sagt:

    Ja ist uns auch scho passiert, als eine ältere Dame unseren 18 Mt alten Sohn auf dem Gurten einfach fotografierte, als er versuchte beim Brunnen vor dem uptown Wasser zu trinken. Meine Frau und ich „stellten“ die Dame und bestanden darauf das Foto von der Digitalkamera vor uns zu löschen zu löschen! Ihre Reaktion war ziemlich unverständlich, sie dürfe doch so einen „härzige Bueb“ fotografieren. Es sind also nicht nur die mit Smartphones bewaffnete Meute, kann auch das nette Grossi sein.

  • Christian Duerig sagt:

    Sobald Fly 360 noch kleiner wird, werde ich mein Leben restlos dokumentieren. Rundumsicht ersetzt den Tunnelblick. Auf You Tube können Sie nachschauen, wovon ich spreche.
    Ich werde mein MacBook Pro noch mit ins … nehmen. Virtuell existiere ich nur noch im Internet !

  • Paula sagt:

    Liebe Frau Kuster, wenn Ihr Mann „so entsetzt war ob ihrer Dreistigkeit, dass er sie richtiggehend zusammenstauchte“, sollten Sie sich mal zur Krisenfestigkeit Ihres Mannes Gedanken machen und ihm Ihr Kind nicht mehr mitgeben, denn es könnte ihm ja mal etwas wirklich Schlimmes widerfahren. Ausserdem sollten Sie sich zur (aktiven) Erziehungsfähigkeit Ihres Mannes Gedanken machen, denn was soll Ihr Kind mal denken, wenn der Papa einer solchen Sache wegen Leute zusammenstaucht. Und dann sollten Sie Ihren Mann gut versichern: Es kann sein, dass irgendwann mal ein Zusammengestauchter zurückstaucht.

    • Felix Keller sagt:

      Nein, heute darf man kein Kind mehr anlächeln, nur weil man sich freut in ein Gesicht, eine Welt schauen zu dürfen, die von unserer Gesellschaft noch weitgehend heil und unbelastet geblieben ist! Da muss man höllisch aufpassen, will man keine feindseligen Blicke von Verwachsenen ernten! Unlängst habe ich ein Bild von einem jesidischen Mädchen gesehen, deren Augen all ihre Betroffenheit, ihren Schmerz mit solcher Wucht ausdrücken, wie es kein Bericht, der uns aus jenem Gebiet erreicht, je zu Stande bringen wird. Ob der Fotograf sie wohl um Erlaubnis gebeten hat?

  • susanne beerli sagt:

    Der Artikel gehört zum Thema „überbehütete Kinder durch paranoide Eltern“. Wundere mich, was aus solchen Kindern später wird…

    • Christian Duerig sagt:

      @ susanne beerli, angeblich sind diese Kinder überbehütet, wo sie doch verwahrlost aufwachsen.
      Mein Göttikind tanzt seit dem Kindergarten Ballett, auf Bühnen und … will eine Ballerina werden. Sie besucht heute das Gymi auf der Schnellspur, damit Prix de Lausanne in Reichweite bleibt. Von diesem Göttikind gibt es Fotos in der Grösse 2×2 m. Die „grosse Kleine“ liebt, es fotografiert zu werden. Ihre Eltern sind nicht paranoid noch Helikopter. Es sind die Lehrkräfte, die den Werdegang der Tänzerin festlegen.
      Wissen Sie was Pädagogen sind ?

      • Bernhard sagt:

        @Duerig: „Die “grosse Kleine” liebt, es fotografiert zu werden.“ Ist doch toll! Und es gibt sogar Leute, die lieben es, sich 24/7 im Dschungel beobachten zu lassen. Und dann gibt es noch ein deutsches Erotik-Sternchen Namens Micaela S. Die liebt es sogar, überall ungefragt ihre nackten Br.ste vor die Linsen zu halten. Und es gibt eben dauch iejenigen, denen ein durch fremde Personen geschossenes Foto von sich unangenehme Gefühle auslöst. Toleranz bedeutet, den Menschen so zu akzeptieren, wie er ist. Auch wenn sich die Meinung nicht mit der eigenen deckt. Diese Toleranz fehlt mir oftmals!

  • Hans Graf sagt:

    Es geht doch auch darum, dass mit der permanenten Nutzung des Smartphones auch der Anstand flöten geht. Man hat den Eindruck, ein Smartphone hebt die Grenzen auf, so exzessiv wird es von vielen Leuten benützt. Im Kino, am Esstisch, beim Autofahren, usw. Die Leute, die hier das Thema verharmlosen, sind peinlich. Weshalb lest ihr denn diesen Blog, wenn es um ein Bagatellproblem geht?

    • David Oesch sagt:

      Ist doch schön zu sehen, dass nicht jeder Bürger gleich auf die Palme geht sondern solchen Fotos gegenüber eher offen ist und ein Foto von sich oder seinen Kindern als witziges Interesse, Kompliment und harmlos ansieht.

      Willkommen im 21 Jahrhundert.

  • Christian Duerig sagt:

    Mein Kind wird nicht fotografiert, geröntgt, geimpft, geschult, gefördert, ge…. Ich schütze mein Kind, kleide mein Kind, wasche mein Kind, ernähre mein Kind, bilde mein Kind, begleite mein Kind, berühre mein Kind, be ….
    Die Eltern behaupten alles für ihr Kind zu tun.
    So ein Blödsinn ! Wo bleiben die Mitmenschen ?

  • Christian Duerig sagt:

    Mit Google Earth können Sie die Welt entdecken. Sogar durchs tiefste Tal der Welt könne Sie wandern. Kali Gandaki mit Kagbeni am Ende der Welt zeigen das Gate Way Restaurant Yac Donald. Sie tauchen in eine ganz neue Welt ein. Tausende Götter für jedes Ding !
    Im Zürcher Oberland mit Rapperswil, Rüti, Wald … wird Google Earth gepixelt. Hier herrschen Brüdergergemeinden, die auf den Bachtel pilgern. Die Kinder dürfen nur gemalt oder gezeichnet werden, doch kein einziges Kind kann so lange stille da sitzen.
    Vorbilder gibt es hier nicht, den Bilder sind …. verboten.

  • Urs Engler sagt:

    Knipsen als solches ist m.W. nicht verboten. Darin liegt noch kein Missbrauch des Bildes. Ein Missbrauch setzt voraus, dass das Bild in irgend einer Form einem weitern Kreis zugänglich gemacht wird. Wer nur für sich arglos ein Bild knipst um sich später nochmals darüber freuen zu können, handelt nicht rechtswidrig.

  • Christian Duerig sagt:

    Kennen Sie den Fly 360 ?
    Gehen Sie auf You Tube und erkundigen Sie sich.
    Am Fisherman’s Friend Strongman Run wird jeder fotografiert und ins Internet hochgeladen.
    Erkundigen Sie sich mit Connection 3 Episode 1 von James Burke auf You Tube, dass wir lernen müssen, mit unserem virtuellen Abbild im Internet umzugehen.
    James Burke ist witzig, intelligent und hat fast mit allen Persönlichkeiten dieser Welt gesprochen. Er ist kein Stümper wie viele von uns.
    Hoffentlich können Sie englisch. Viel Lebensfreude und Bildung mit James Burke.
    Sie kommen in der Postmoderne an.

    • Susi sagt:

      Meiner Meinung nach benutzen Sie das Wort „Stümper“ etwas zu häufig; wie wäre es mit Trottel, Dilettant, Narr, Ochse, Einfaltspinsel? Pflaume?
      Benutzen Sie Synonyme, bringen Sie Ihre Sätze zum Leuchten!

      • Christian Duerig sagt:

        @ Susi
        Ich überlasse es dem Leser, die angeritzte Phantasie zum Leuchten zu bringen. Stümper finde ich grossartig, erinnert er doch an Rumpelstilzchen.

      • Carolina sagt:

        Hihi, Susi! Immerhin hat sich der werte Herr Duerig selbst mit einbezogen, das ist mal neu:-)
        Und in zwei Tagen kein einziges Mal ‚Anne of Green Gables‘ erwähnt……

      • Franz Vontobel sagt:

        Ach, die gute Anne ging wohl einfach für einmal vergessen – dafür sind ja wie üblich der „Fisherman’s Friend Strongman Run“, die grosse Lernanstalt youTube und ein neuer Bildungs-Guru (diesmal einer, der „mit allen(!) Persönlichkeiten dieser Welt“ gesprochen hat…) erwähnt.

        Aber Susis Antwort war wirklich klasse!

    • Petter sagt:

      Sie sind amüsant.

  • Susanne Reich sagt:

    Liebe Leute, ist dies eigentlich ihr einziges und wichtigstes Problem? Selbstverständlich wäre es anständig, zuerst zu fragen, bevor man jemanden fotografiert, doch man kann’s auch übertreiben. Mir fällt kein Zacken aus der Krone, wenn jemand mal ein Foto von mir macht. Das Problem taucht erst auf, wenn er Missbrauch damit treiben würde. Vielleicht sollten manche Nebensächliches mal etwas gelassener nehmen und nicht alles zu einem Problem aufbauschen.

  • Hugo Bürge sagt:

    Die gleichen Personen, die sich jetzt entsetzen, machen dann wenn sie z.B. in Afrika Ferien machen, Fotos von den süssen kleinen Eingebohrenenkinder…..dss ist ja etwas anderes.

    • Franz Vontobel sagt:

      Aha. Und woher wissen sie das? Dass die Leute, die sich hier dagegen wehren, dass ihr Kind von jedem dahergelaufenen Strolch fotografiert wird, selber „in Afrika“ dasselbe tun? Sie kenn alle diese Menschen?

    • Anna Lyse sagt:

      Das war mein erster Gedanke. Der Vontobel mag sich ereifern, aber so von ungefähr kommt Bürges Hinweis nicht.

      • Toni Dubs sagt:

        Doch, der kommt „von ungefaehr“. Es ist schlicht eine freche Unterstellung. Nochmals: das „Entsetzen“ kommt u.a. von Leuten, die sich die elementare Verhaltens-Ratschlaege, die in jedem halbwegs vernuenftigen Reisefuehrer stehen, zu eigen gemacht haben. Gaaanz altmodisch koennte man das auch Anstand und Benehmen nennen …

      • 13 sagt:

        Danke, Herr Dubs. Ich würde sagen, dass die meisten, die sich hier ereifern, das Fotografieren fremder Kinder im Ausland nicht als normal betrachten. Um ehrlich zu sein, habe ich erst durch diesen Blog erfahren, dass es überhaupt jemand heute als normal betrachtet. In den rund 2’000 Fotos meiner Afrikareise werden Sie solche Fotos auf jeden Fall nicht finden.

  • Carlita sagt:

    Verstecken wir doch unsere Kinderlein im Keller damit es ja nirgens mehr ein Kinderfoto zu sehen gibt in dieser grossen bösen Welt.

    • Thomas sagt:

      Das sind ja wirklich ernsthafte Probleme! Reichen Sie doch gleich ein Gesuch bei der UNICEF ein bezüglich Kindesschutz…

      • Bruno sagt:

        Nein Carlita und Thomas!
        Ich will meine Kinder nicht omnipräsent im Netz haben, fotografiert von wildfremden Leuten. Auch wenn Kollegen Bilder von ihnen schiessen sage ich das deutlich. Als Fotograf respektiere ich den Persönlichkeitsschutz und habe ein Mindestmass an Anstand. Etwas, was anscheinend vielen in ihrer Kinderstube nicht mitgegeben wurde oder in ihrem digitalen trash verloren ging….

  • John J Feller, SCV sagt:

    sind die Eltern von ‚verboten zu knipsenden Sproesslingen“ auf Honorar aus. Wenn man bezahlt darf man????
    (Unsere Kinder haben alle fuer gutes Geld in TV Werbung mitgemacht, einer sogar im Film The Day After Tomorrow“: alle haben kassiert. Keiner hat dabei Schaden genommen!)

    Die Reaktion ist total unvernuenftig! Wer sich an die Oeffentlichkeit begibt muss eben damit rechnen, dass da irgendwo ein ganz boeser Mann mit Hintergedanken knipsen wird.
    Keine anderen Sorgen?

    Wenn er das Kind beruehren wuerde koennte ich die Reaktion verstehen.

  • Patrick sagt:

    Bleibt vernünftig! Verlangt einen Schnägg pro Foto!

  • Peter Steiner sagt:

    Fremde, die unser Kind fotografieren wollten, habe ich bisher keine angetroffen. Aber sehr viele Touristen, die in fremden Ländern andere Personen dort (auch Kinder) fotografieren, und zwar ungefragt.

  • The it sagt:

    Photos stehlen keine Seelen und Missbrauch dieser (photos) ist fast unwahrscheinlich. Die Angst jedoch macht viel mehr kaputt, so sehe ich das.

  • Christian Duerig sagt:

    Ich bin froh, dass es noch Könige, Fürsten, Persönlichkeiten und….. gibt, die mit Stolz der ganzen Welt Bilder von Ihren Kindern ins Internet stellen. Was wäre Kate ohne George ? Was wäre Charlene ohne die Zwillinge ? Was wäre …
    In der Öffentlichkeit wird fotografiert. Wir sind ja nicht im Schlafzimmer !

    • Susi sagt:

      Ok, mit diesem Vergleich haben Sie mich jetzt aber restlos überzeugt.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Die veröffentlichen diese Babybilder doch bloss, damit die Jagd der Paparazzi aufs erste, exklusive Babyfoto endet.

      • Christian Duerig sagt:

        @ Carolina & Vontobel
        Ich hatte einen Lachkrampf als ich “Attingborougn” entdeckte ! Es muss natürlich David Attenborough heissen. Ich lebe an der Attinghausenstrasse in Bern. Das mag vielleicht erklären, weshalb diese Attnmumblmumbl … entstand.
        Franz, mit Prof. Dr. Paul Hoyningen-Huene könne Sie Ihre Logik auf Vordermann bringen. Auf You Tube existieren 12 Videovorlesungen zu “Formale Logik. Eine philosophische Einführung”. Im Reclam Verlag Stuttgart erschien 1998 das entsprechende “Buch” dazu. Hier finden Sie die Aufgaben, die in den Videovorlesungen erwähnt werden. Beissen Sie sich durch.

    • Bernhard sagt:

      @C. Duerig: Nach dieser Logik müsste im Schlafzimmer erst recht fotografiert werden! Denn die schönen Bilder der Königs- und Fürstenfamilien werden ja i.d.R. inszeniert und von eigenen Hof-Fotografen im privaten Rahmen geschossen – und weniger von Paparazzi und Touristen! Und gegen dies hat niemand etwas! Wer sich fotografieren lassen will, der darf das ungeniert! Und die Fotos an die ganze Welt schicken. Auch kein Problem. Generell frage ich mich einfach, warum heute alles festgehalten werden muss? Reicht schauen alleine nicht mehr? Womit wir wieder beim Schlafzimmer wären… 😉

      • Christian Duerig sagt:

        @ Bernhard
        Jeder Moment versucht man festzuhalten, denn wir werden uns immer bewusster, wie kostbar diese Momente sind. Wer nicht fotografiert, der verpasst die wertvollen Momente. Er bildet sich ein, noch wertvoller zu sein. Ein Quatsch sondergleichen.
        Wieso hat man die Fotografie ermöglicht ? Nach Ihnen: Damit man sie verbieten kann !
        Erkennen Sie, wie Sie neben den Schuhen stehen ?

      • Bernhard sagt:

        @Herr Duerig: Da gehen unsere Meinungen auseinander! Die schönsten und nostalgischsten Momente sind bei mir jene, in welchen ich mich an spezielle (um nicht zu sagen: legendäre 😉 ) Momente meines Lebens erinnere. Die erste grosse Liebe, der erste Kuss, frivole Bettgeschichten, Konzertbesuche, sportliche Erfolge, Motorrad-Touren etc. Alles vor meinem geistigen Auge. Und voller Mystik und Magie! So ungetrübt, geradezu perfekt! Und jetzt stellen Sie sich vor, ich hätte all diese Momente fotografisch und/oder auf Video festgehalten. Und würde die Aufnahmen heute betrachten…merken Sie was? 🙂

      • Christian Duerig sagt:

        @ Bernhard
        Die schönsten Momente sind bei uns auf Fotos, Film & Videos festgehalten.
        Die schönste Musik finde ich mit Yuja Wang, Umi Garrett, Hilary Hahn, Faye Wong mit Justus Frantz auf You Tube. Die schönsten Fotos finde ich bei National Geographic. David Attingborougn hat nicht nur Tiere in der Natur festgehalten. Er dokumentierte auch das Leben Menschen. Gunther von Hagen geht noch einen Schritt weiter. Er platiniert den Menschen.
        Haben Sie die Kulturwelten besucht ?

      • Christian Duerig sagt:

        Er plastiniert den Menschen.

      • Christian Duerig sagt:

        @ Bernhard
        Sie tricksen sich selber mit der intensionalen Logik aus. Ich dagegen stütze mich nur auf die extensionale Logik. Ich bin damit erfolgreich. Ich habe sehr viele Freunde, mit welchen ich Wissen austausche. Gefühle bleiben zuhause.
        Ich vermute, dass Sie, Herr Bernhard, Philosophie studierten.

      • Bernhard sagt:

        @Duerig: Wer die nackte Realität will, der schaut Fotos und Videos. Wer sinnieren und träumen will, der erinnert sich daran! Wie viele Heldengeschichten würden sich als langweilige und fade Geschehnisse entpuppen, wenn wir sie auf Foto/Video statt als mündliche oder schriftliche Überlieferungen kennen würden? Waren Sie noch nie auf der Suche nach etwas, das Sie aus der Erinnerung kannten und über alles liebten (Lied, Person, Gedicht etc.). Und als Sie es fanden, waren Sie enttäuscht, weil es niemals an die Erinnerung kam? Zum Glück ist mein Leben nicht auf Youtube festgehalten!!! 😉

      • Christian Duerig sagt:

        @ Bernhard
        Schade, dass Sie diese Momente nicht festhielten. Sie würden Ihnen ermöglichen, Ihr Schwärmen zu erkennen, und Sie zurück in die Realität zu bringen. Ihr Maikäferstadium sollten Sie ablegen können.

      • Susi sagt:

        Christian Duerig: Man sollte also Dinge fotografisch festhalten, um die Erinnerung nicht zu verklären? Um sich mit Fotoalben zu desillusionieren?
        Was genau ist falsch an einem Schwärmen in Bezug auf Erinnerungen?

      • Bernhard sagt:

        @Duerig: Der Mensch verändert/entwickelt sich. Was ich mit 10 toll fand, werde ich mit 20 lächerlich finden, wenn ich es wieder sehe/höre! Die Frau, die ich mit 30 begehrte, würde ich heute nicht mehr wollen. Aber in meiner Erinnerung spielt das keine Rolle, weil sich das Gefühl mit mir entwickelt! So träume ich noch heute von meinem riesigen Kinderzimmer (das vermutlich so klein wie eine Erbse war), meiner ersten Traumfrau, die so unglaublich schön war (und mir heute wohl kein Lächeln mehr entlocken würde) und meinen unglaublichen Dribblings als Mittelstürmer…Es ist gut, wie es ist! 🙂

      • Christian Duerig sagt:

        @ Bernhard
        Soeben habe ich den Film Ida aus dem Jahre 2013 angeschaut. Ich weiss, dass Vorbilder und Filmbilder unersetzlich sind. Hier sieht man ein Meisterwerke, die wohlüberlegt kreiert wurden. Es sind keine Gefühlsexplosionen, wo der Geist auf der Strecke bleibt.
        Kennen Sie den Film Ida ? Ich kann Ihnen diesen Film nur empfehlen. Ihre Träume bleiben Kitsch !

      • Bernhard sagt:

        @Duerig: „Kennen Sie den Film Ida ? Ich kann Ihnen diesen Film nur empfehlen. Ihre Träume bleiben Kitsch !“

        Ich wäre dumm, würde ich einen Film schauen, der mich meiner Träume raubt! Denn Sie wissen ja: Nur wer träumt, lebt! Also passen Sie auf, dass Sie nicht alle Ihre Träume realisiert haben! Ausser, Sie timen es so perfekt, dass Sie den letzten Traum auf dem Sterbebett leben. Aber das ist dann die ganz hohe Schule! 😉

      • Christian Duerig sagt:

        @ Bernhard
        Sie scheinen das Zentrum des Universums zu sein. Fehlen Ihnen die Spiegelneuronen ? Erkundigen Sie sich über Ida.
        Mit 12 Jahren las ich das Tagebuch der Anne Frank. Alle Mädchen in meiner Schulklasse fand ich blöd und langweilig.
        Ich trug sogar ein Foto von Anne Frank auf mir. Alle meine späteren Freundinnen mussten Anne Frank kennen lernen.
        Ich weiss, dass sie heute in New York verehrt wird, während in Deutschland noch immer die Kastanienbäume zur Erinnerung an Anne Frank umgehackt werden. Ein Foto kann ein Vorbild werden !
        Begnügen Sie sich mit einem Vor-Roman, einer Vor-Novelle ?

      • Bernhard sagt:

        @Duerig: „Sie scheinen das Zentrum des Universums zu sein.“
        Nein, nein. Für so wichtig halte ich mich nun auch wieder nicht. 😉 Ich bin eher das Zentrum MEINES kleinen Universums. Das genügt mir völlig!
        Anne Frank ist leider ganz und gar nicht mein Typ. Ich stehe auf ein – sagen wir mal – weiblicheres Frauenbild!

        „Fehlen Ihnen die Spiegelneuronen?“
        Nein, im Moment fehlt mir vor allem eins: Schlaf!!! 🙂
        Deshalb sollte ich jetzt schleunigst ins Bett. Die nächsten 2.5 Tage gehören meiner Tochter. Die kann ganz schön fordern! Aber das kennen Sie ja bestimmt noch von Ihren Kindern! Gute Nacht!

      • Carolina sagt:

        CD: Das mit den Namen (David ???) üben wir aber nochmal, gell? Gibt sicher ein Lernvideo auf youtube, von dem Sie profitieren könnten – und dann vergleichen wir unsere Spiegelneuronen 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        David Attnmumblmumbl…?

  • Hans Müller sagt:

    Meine Frage:
    Welcher konkrete Schaden entsteht eigentlich dabei, wenn man von Fremden fotografiert wird?
    Klar, wenn mit dem Bild Geld gemacht wird, möchte ich als Motiv auch ein Stück vom Kuchen.
    Aber mir scheint, hier geht es mal wieder um ein „Prinzip“, welches niemand so richtig begründen kann.
    Ist so, weil ist so, bleibt so, weil schon immer so gewesen. Gell?
    Die Wurzel liegt vermutlich dort, dass man früher meinte, dass einem die Seele geraubt wird, wenn man fotografiert wird.
    Langweiliger, total irrationaler Aberglaube, wenn Sie mich fragen. Sorry.

  • Urs Kym sagt:

    Und was ist eigentlich mit den preisgekrönten Fotos – ich denke etwa an das verzweifelte, nackte Mädchen in Vietnam, welches von dem Bombardement ihres Dorfes davonrennt – welche mit dem Elend Geld machen ? Ein Foto eines hungernden, ausgemergelten Kindes in einer Müllhalde ist viel problematischer als ein schalfender Säugling in seinem Kinderwagen. Da regt sich aber niemand auf – was ist den mit dem Persönlichkeits-Schutz dieser Kinder ? Aber die sind wohl von allgemeinem Interesse, nicht wahr ?

    • Susi sagt:

      Ähm, der Vietnamkrieg war aber vor über 35 Jahren…

      • Markus sagt:

        1. Ging es dabei um Kriegsberichterstattung = es bestand ein überwiegendes öffentliches Interesse an der Veröffentlichung des Bildes (siehe Links von Susi).

        2. Kämme es mir NIE in den Sinn einfach ein fremdes Kind oder eine fremde Person zu fotografieren, egal ob hier oder im Ausland.

        3. Kämme es mir NIE in den Sinn, Bilder meiner Kinder auf FB zu posten – Was sie selber tun, liegt in ihrer Verantwortung.

        Ich find es schon abartig, dass eine wildfremde Person überhaupt auf die Idee kommt, ein ihr völlig unbekanntes Kind im Laden einfach zu fotografieren und verstehe die Reaktion von JK.

      • Sportpapi sagt:

        „Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um aktuelle Bilder handelt oder die Fotos bereits vor einigen Jahren aufgenommen wurden. Die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Personen bestehen solange diese leben und können jederzeit geltend gemacht werden. Sollen Bilder aus Bildarchiven veröffentlicht werden, ist daher vorgängig abzuklären, wer die abgebildeten Menschen sind, um anschliessend deren Einwilligung einzuholen.“

      • Susi sagt:

        1968 = vor einigen Jahren?
        (ja, ich bin auch einige Jahre alt…)

      • Sportpapi sagt:

        Nun ja, das „Mädchen“ lebt noch…

      • Susi sagt:

        Ja, aber die Frage ist doch auch, wie die Gesetzeslage damals aussah. Mit grosser Wahrscheinlichkeit machte sich der Fotograph nicht strafbar, darum ist es müssig, ihn heute wegen eines solchen Bildes an den Pranger zu stellen, nicht?

      • Urs Kym sagt:

        Es gibt natürlich aktuellere Beispiele …. (muss ich jetzt nicht näher aufzählen bei den homöpathischen 500 Zeilen hier)
        Allerdings wage ich zu behaupten, dass vor 35 Jahren auch kaum jemand etwas dagegen gehabt hätte, wenn man sein Kind schlafend im Kinderwagen fotografiert hätte. Zugegebenermassen gab es auch noch kein Internet für Veröffentlichungen und keine gefilmten Blossstellungen (sogar die längst gestorbene versteckte Kamera steckte noch in den Anfängen). In Ihrem Link vermisse ich im Übrigen meine Persönlichkeitsrechte hinsichtlich Überwachungs-Kameras in öffentlichem Raum (London).

      • Susi sagt:

        In meinem Link? Der ist aber von 13, nicht von mir! 13 ist Juristin, ich nur die Eselin am Berg…

  • Urs Kym sagt:

    Das Ganze ist absolut lächerlich.Wenn man so was ernst nehmen soll, muss man es auch konsequent durchziehen und jedes Strandfoto, Marktfoto, Hauptplatz-Foto etc vernichten, wenn sich im Hintergrund Kinder tummeln.Was Fotos in ärmeren Ländern angeht ist es kein Problem, nachzufragen ob man ein Foto schiessen darf und dabei auch ein Trinkgeld anbietet. Dass Problem dabei ist,dass es dann Fotos sind, auf welchen die Kinder oder Leute aufgereiht in die Kamera grinsen und jede Authentizität zum Teufel ist.

  • Rainer Ammann sagt:

    Hier in Thailand ist es ganz üblich, dass Leute (Fremde) ihre Faszination einem Baby mitteilen, und auch kleinen Kindern, und es vielleicht schnell drücken/knutschen … und in allen Zeiten der Menschheitsgeschichte war es nie anders. Nun, in der Hysterie einiger Leute, wird solch spontane Gefühlsäusserung als pervers angeschaut. Perverse Zeiten!

  • Heidi K. sagt:

    Wir waren mit unseren Kids in Luino und der Jüngste war damals noch ein Baby. Meine Eltern und Schwiegereltern waren auch mit dabei. Es ging lustig zu und her. Unser Jüngster war eingeschlafen und wir wurden von einem älteren Ehepaar gefragt, ob sie ein Foto von unserem Wonneproppen machen könnten. Mir kam ein mulmiges Gefühl auf, hab aber doch ja gesagt, weil auch mein Mann dabei war und ich die bösen Gedanken einfach weg schieb. Aber ehrlich gesagt, etliche Jahre nun später bereue ich es immer noch und manchmal frage ich mich, was wohl aus dem Foto geworden ist. Man darf Fremden nicht trauen

    • David Oesch sagt:

      Waren sicher massenmordende Kinderschänder die ihr Kind entführen wollten nur dank Ihrem unfreundlichen Misstrauen konnten sie diese Perversen abschrecken. Glück gehabt.

      Oder die fanden ihr Kind einfach süss und haben das Foto wahrscheinlich längst vergessen.

  • 13 sagt:

    Noch mehr als die Beispiele im Artikel schockieren mich ehrlich gesagt die Kommentare, die es mehrheitlich offenbar als normal anschauen, im Ausland die Einheimischen ohne ihre Einwilligung zu fotografieren und hier auch noch damit angeben, dass das dies ein schlagendes Argument sei. Nein, ist es nicht. Das sind Menschen und keine Zootiere. Ich erlebe das auch in meinem Umfeld nicht als „normal“. Die FB-Status, die mich von Reisen erreichen, kommen mit Landschaftsfotos oder mit Fotos des Reisenden zusammen mit Einheimischen, also beim posieren=Einwilligung. Bin ich so exotisch diesbezüglich?

  • David Oesch sagt:

    Mich machen solche Artikel ratlos.

    Als Street-Photography Fan bemerke ich immer mehr wie Angst manche Leute vor Fotos haben die sie nicht kontrollieren können. Dann aber die FB-Pinnwand mit tausend Kinder-Selfies vollpflastern. Die Doppelmoral die Fogg oben erwähnt, hat Hochkonjunktur.

    Dass ich ein Foto das nicht gewünscht wird widerstandslos lösche ist Ehrensache – aber ich finde ich habe das Recht in der Öffentlichkeit „schöne „Bilder“ festzuhalten und zu veröffentlichen solange sie niemandem schaden.

    Recht am Eigenen Bild heisst nicht, dass man anderen Leute das harmlose Hobby vermiest.

    • Bernhard sagt:

      @David Oesch: „aber ich finde ich habe das Recht in der Öffentlichkeit “schöne “Bilder” festzuhalten und zu veröffentlichen solange sie niemandem schaden.“

      Das Problem ist halt, dass „schaden“ ein rein subjektives Empfinden ist! Sie können nicht wissen, was die betroffene Person als „Schaden“ empfindet und was nicht. Dass Sie in diesem Fall ein Bild löschen, ist gut und richtig. Nur kann es unter Umständen für die betroffene Person schon zu spät sein. Der „Spanner“ aus dem Aargau wollte auch niemandem „schaden“, als er die Frauen ohne ihr wissen filmte und die Videos ins Netz stellte…

      • David Oesch sagt:

        Wenn Sie mich mit einem Spanner aus dem Aargau vergleichen tun sie mir erstens Mal leid. Darüber will ich mich gar nicht nerven.

        „Schaden“ ist kein subjektives Empfinden. Hat diese Person einen Nachteil falls ich ein Foto von ihr mache? Verletzte ich ihre Intimsphäre, prangere ich sie an, schädige ich ihrem Ruf -alles berechtigte Fragen über die man nachdenken muss.

        Falls ich aber mit meiner Kamera durch die Stadt laufe und zuverfällig Sie mit einem Lächeln im Gesicht durch die Strassen schreiten sehe und das Bild optisch was hergibt, werde ich ein Foto machen. Tant pis!

      • Susi sagt:

        Ja, David Oesch, natürlich kann man vieles so sehen. „Wenn mir grad ein schöner Schoggistängel ins Auge springt und ich habe Lust darauf, aber mein Portemonnaie zu hause gelassen, dann esse ich den Stängel halt einfach in der Migros drin. Tant pis!“

        Aber Bernhards Lächeln lohnt sich ja vielleicht für ein Bildli trotz Gesetzeswidrigkeit, wer weiss.

      • Bernhard sagt:

        @D. Oesch: Sehe Sie Herr Oesch, das ist es ja genau: Sie haben kein Empfinden dafür, wie andere Menschen Ihr „einfach so fotografieren“ erleben! Was unterscheidet Sie von besagtem Herrn, welcher schöne Frauen ohne deren wissen ablichtete? Er wurde von den Betroffenen als Spanner verurteilt. Obwohl keine von ihnen einen eigentlichen“Schaden“ erlitten hatte!! Auch Sie überschreiten bewusst Grenzen. Auch wenn das Resultat als noch so schön empfunden wird: Respektieren Sie bitte die Grenzen Ihrer Mitmenschen! Es gibt keinen Grund, nicht um Erlaubnis zu fragen! Ausser der Angst vor einer Abfuhr…

    • Petter sagt:

      Nein, Sie haben nicht das Recht, mich zu fotografieren und mein Gesicht im Internet zu veröffentlichen. Und nein, ich habe keine Facebookaccount (mehr) und auch sonst keine Identität im Internet und ich will nicht, das ein Foto von mir im Internet zu finden ist.
      Ich brauche das auch nicht zu begründen, da es ganz allein meine Entscheidung ist und Sie sich daran zu halten haben. Mehr gibts nicht zu schreiben.

      • Christian Duerig sagt:

        Herr Peter, wer gibt Ihnen das Recht, anderen Menschen zu verbieten, dass man Sie fotografiert ? Was führen Sie im Schilde ?
        Eine sehr ernste Frage muss beantwortet werden. Ich will von Ihnen eine Begründung. Ich warte.

      • Susi sagt:

        Hui, Herr Duerig, dieser Ton… Und der ist voll erst gemeint, denn Sie sind glaub auch kein grosser Vertreter der Ironie-Kommentare.
        Die gleiche Frage stelle ich an anderer Stelle auch, wenn auch ein bitzeli freundlicher. Hier die Antwort.

        http://www.edoeb.admin.ch/datenschutz/00627/01167/index.html?lang=de

      • Bernhard sagt:

        Hier noch der Bundesgerichtsentscheid:

        „Recht am eigenen Bild (BGE 138 II 346 E. 8)

        Das Recht am eigenen Bild besagt, dass grundsätzlich niemand ohne seine Einwilligung abgebildet werden darf, sei es durch Zeichnung, Gemälde, Fotografie, Film oder ähnliche Verfahren. Das Bundesgericht hat in seinem Urteil bestätigt, dass allein schon die Aufnahme eines Bildes eine Persönlichkeitsverletzung bedeuten kann. Die Veröffentlichung eines individualisierenden, das heisst nicht rein zufälligen Bildes ohne Einwilligung des Betroffenen stellt immer eine Persönlichkeitsverletzung dar.“

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Ja dann mache ich mich natürlich regelmässig strafbar. Wie viele Fotografen. Weil ich Bilder von einzelnen Kindern veröffentliche, ohne dass diese jedes einzelne Bild im nachhinein freigegeben haben.
        Einmal mehr gibt es hier offensichtlich das, was ich jeweils Willkürparagraphen. Also Vorschriften, die nicht zu einem Aufschrei führen, weil sie meistens nicht beachtet werden. Bei denen man aber immer damit rechnen muss, dass sie jemand plötzlich anruft.

      • Bernhard sagt:

        @SP: Das ist wie mit dem freihändig Velofahren bzw. Loslassen der Pedalen (20.-) 😉

      • Susi sagt:

        Und Fahren auf dem Trottoir (40.-)
        🙂

      • Bernhard sagt:

        Genau Susi! Und als Krönung: Fehlen einer Abschliessvorrichtung: 20.-!! 😀

      • Sportpapi sagt:

        Ich dachte ja eigentlich eher an Baurechtliche Fragen. Oder Fragen der AHV etc. bei Minimalanstellungen. Von Sicherheitsvorschriften beim Zeitungssammeln etc.

      • Sportpapi sagt:

        Aber gut, mit Sport- und Spielgeräten auf die Strassen (oder doch Trottoirs) ist schon immer eine offene Frage.

      • Petter sagt:

        (1)Herr Duerig, das Recht an meinem eigenen Bild führt dazu, dass ich das Recht habe, Ihnen zu verbieten ein Bild von mir zu machen.
        Aber weil ich gerade gut gelaunt bin, erkläre ich Ihnen auch wieso. Der Verlauf der Geschichte hat schon oft gezeigt, dass es mitunter sehr schnell geht, bis eine totalitäre Regierung an der Macht ist (33 in Deutschland, Russland 1917) und dies trotz oder gerade wegen demokratischer Systeme. Da diese Regierungen Zugriff auf das Überwachungssystem haben, dass heute in gutem Glauben über Facebook, Supercard, Onlinekommentaren, Xing, Kreditkarten, etc. aufgebaut (…)

      • Petter sagt:

        (2) wird und diesen Systemen event. nicht gefällt, was ich in der Vergangenheit gesagt habe, welche Freunde ich habe (hatte), wo ich mich aufgehalten habe, was ich gekauft habe, will ich nicht identifizierbar werden und versuche, möglichst wenig Spuren im INet zu hinterlassen.
        Ich hoffe, diese Erklärung genügt Ihnen? Deswegen bin ich auch total gegen den gläsernen Menschen.

      • Susi sagt:

        @Bernhard: Und dann noch der Fluchtversuch: Fr. 200.-

      • Bernhard sagt:

        @Susi: „Und dann noch der Fluchtversuch: Fr. 200.-“ 😀

        Susi, ich staune, was Sie schon alles erlebt haben!!!!!! 😀

      • Susi sagt:

        Ja, zum Glück bin ich hier nur mit Vornamen drin 😉

      • Bernhard sagt:

        @Susi: Geht mir genauso!! 🙂

      • Susi sagt:

        Obwohl: Man weiss ja nie, wer von unseren Bekannten da mitliest!
        :-0

      • Bernhard sagt:

        @Susi: Naja, unsere Bekannten erfahren ja nichts, was sie nicht schon wüssten, oder?

        (Ooh, wir driften wieder ab…!) 😉

      • Susi sagt:

        Also, das mit dem Fluchtversuch wissen nicht soooo viele, ehrlich gesagt. (Einmal flüchtete ich aber auch erfolgreich, im Fall! Jene Geschichte erzähle ich natürlich lieber als die andere, haha!)

        Ja, wir driften ab und passen wieder mal auf, dass das Niveau hier nicht allzu hoch bleibt. 😀

      • Christian Duerig sagt:

        @ Petter
        Ich werde Sie immer fotografieren, wo immer Sie auftauchen und ich Sie als Petter erkennen kann. Diese Recht werde ich mir nicht nehmen lassen. Ich lasse mir von einem Stümper nichts verbieten. Bilden Sie sich nicht ein, dass ich Ihnen Schaden zufügen werde.

      • Susi sagt:

        Aber Herr Duerig, sie sind so gemein zum gutgelaunten Petter!
        Und stören grad die guten Vibes hier!
        (Ok, dafür helfen sie Bernhard und mir wesentlich beim Hinunterbringen des Niveaus.)

      • Hans Graf sagt:

        Sehr peinlich, Ihre Beleidigungen, Herr Dürig, nur weil Sie Ihre Ansicht über das Gesetz stellen. Genau wegen solchen Leuten verkommt der Anstand in unserer Gesellschaft!

  • Alexandra Müller-Ihrig - Ernährungsberatung sagt:

    Nein fotografieren oder sogar Video von fremden Personen geht mal gar nicht, Ein nettes Wort oder Gespräch – kein Thema. Ich mag es auch nicht wenn die Kinder in Facebook – You tube etc öffentlich zur Schau gestellt werden.
    LG A. Müller-Ihrig

  • Lila sagt:

    Fotografieren geht gar nicht. Anfassen noch weniger! Auch wenn die „Pfuusbäggli“ noch so herzig sind – NEIN.

    • Und dann kommen all die Leute zu uns in den Senegal und foetelen all die huebschen runden schwarzen Babies und Kinder. Aber das ist natuerlich etwas gaaanz anderes, das sind ja nur Afrikaner…

      • anna sagt:

        @Barbara Kaufmann: Und wer sind „all die Leute“? Sind Sie sich ganz sicher, dass das die sind, die selber nicht fotografiert werden wollen? In der Regel sind Menschen, die sich selber nicht gerne auf fremden Bildern sehen diejenigen, die beim Fotografieren anderer Menschen besonders vorsichtig sind oder es gleich ganz sein lassen. Dass Sie hier gleich mal allen pauschal Doppelmoral und unterschwellig auch gleich noch ein bisschen Rassismuss vorwerfen finde ich echt daneben!

  • Carlita sagt:

    Ach herrje, ich finde die derzeitige „No picture please“-Hysterie völlig übertrieben. Und ha nirgends ein Kinderfoto posten, sonst landet dies bestimmt auf ’ner Pornoseite, und ja klar, das Kindchen hat seine schriftliche Zustimmung nicht gegeben. Lasst uns doch unsere Kinder im Keller verstecken und verhüllt zur Schule laufen, dass unsere Welt schön trist und kinderbilderfrei bleibt. ich hätte Freude, wenn ein asiatischer Tourist meine Kinder fotografieren möchte. Nur zu!

  • Vinxi sagt:

    Ja, ja, das arme Kind. Und zum 6. Geburtstag bekommt das gleiche Kind von den vorsorglichen Eltern ein I-Was 10 mit Flat-Rate Internet und ein Facebookkonto.

  • Anita Geisser sagt:

    Habt Ihr keine anderen Probleme als so etwas aufzubauschen?? Einfach lächerlich.

    • yellow sagt:

      sehe ich genauso! läck, was sind das nur für wohlstandsprobleme. falls jemand ungefragt fotografieren will, kann man ja auch höflich darauf hinweisen, dass dies nicht gewünscht ist.

      • Franz Vontobel sagt:

        Nun, da es sich beim ungefragt Drauflosknipsen um eine ziemliche Frechheit handelt ist es durchaus angebracht unhöflich darauf hinzuweisen, dass dies nicht gewünscht ist…

      • yellow sagt:

        @vontobel: ich für meinen teil ziehe es vor, ein höflicher mensch zu sein- nur weil andere das (eventuelle unabsichtlich) nicht sind, heisst das ja nicht, dass man in der gleichen schiene fahren muss, oder? c’est le son qui fait la musique….

  • Fogg sagt:

    Also als Vater von 3 Kinder finde ich, dass hier absolut übertrieben wird mit der Angst und der Reaktionen. Klar sollte der gesunde Menschenverstand und die Höflichkeit dazu führen, dass man die Kinder/Eltern zuerst fragt, bevor man ein Bild macht. Hier aber gerade von Gefahren, etc. zu sprechen ist etwas übertrieben. habt ihr wirklich in euren Ferien noch nie ungefragt fremde Personen fotografiert, sogenannte Eingeborene, sprich lokale Bevölkerung?
    Was soll an einem unkritischen Bild eines schlafenden Kindes in einem Wagen im Supermarkt schon kritisch sein?

    • Franz Vontobel sagt:

      habt ihr wirklich in euren Ferien noch nie ungefragt fremde Personen fotografiert?

      Nein. Ich empfinde dies als Frechheit und Eingriff in die Privatsphäre. Ein Mensch mit halbwegs intaktem Gefühl für Anstand tut sowas nicht. Weder hier noch anderswo.

      • David Oesch sagt:

        Lieber Herr Vontobel, Ein paar der bedeutendsten, schönsten Fotografien alle Zeiten sind ganz genau so entstanden. Indem man nicht gefragt hat, sondern einfach mal abgedrückt und „den Moment“ festgehalten hat.

      • Bernhard sagt:

        @FV: „Ein Mensch mit halbwegs intaktem Gefühl für Anstand tut sowas nicht. Weder hier noch anderswo.“

        Sehe ich auch so. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass die Grenzen des Zumutbaren verwischt werden, je nach eigenem Knips-Verhalten. Deshalb wäre es ja umso wichtiger, in jedem Fall zu fragen, auch wenn man sich sehr sicher ist, dass der/die Betroffene kaum etwas dagegen haben wird! Oder man sich nicht vorstellen kann, dass überhaupt jemand etwas dagegen haben könnte. Das gilt aber eigentlich für jede Alltagssituation und hat in der Tat mit Anstand und Rücksichtnahme zu tun.

    • Widerspenstige sagt:

      Ich sehe das genau so wie Franz und Bernhard.

  • Gisela sagt:

    Liebe JK, wieviele „ach sooo herzige Kinder“ haben Sie oder andere KommentatorInnen während all ihren Reisen in andere Länder und ferne Kulturen schon seit Jahrzehnten gemacht und machen dies immer noch? Haben Sie jeweils die Eltern um Erlaubnis gefragt. Wohl kaum. Aber natürlich, hier im Westen bzw. in der CH gelten natürlich andere Regeln, insbes. wenn es die eigenen Kinder betrifft, nicht wahr? Bedenklich, da wird es mir schlicht übel bei dieser Doppelmoral. Dazu kommt, dass die Eltern von diesen Kinder weder eine gesetzliche Grundlage noch das Geld hätten, sich zu wehren.

    • Hutmaier sagt:

      Leider wahr! Wir sind letzten Sommer in Kenia gereist und die Touristen kennen keine Scham, die Leute ungefrage zu fotografieren. Vor Häusern, am Markt, etc.
      WIr würden ausflippen, wenn uns jemand vor unserem Haus ungefragt fotografiert. Einfach mal ehrlich mit sich sein…

    • Jeanette Kuster sagt:

      Ich muss Sie enttäuschen Gisela, ich war nie eine Kinderfotografin auf meinen Reisen. Denn ehrlich gesagt fand ich es auch früher schon nicht richtig, sich einfach vor jemanden hinzustellen und ungefragt ein Bild zu machen.

  • Ramon Paxus sagt:

    Und wer entscheidet nun wer eine „Person des öffentlichen Interesses“ ist. Man könnte argumentieren, dass in der Zeit der viralen Verbreitung von Videos und Photos, in der Zeit der Internet Memes, jeder potentiell von öffentlichem Interesse ist. Zwischen Gesetz und Realität klafft wieder mal eine Generationenlücke.

  • Juerg sagt:

    Unglaublich,
    Ihr Kind wird fotografiert. Ungefragt. Ich würde umgehend mit Anwälten im Bereich Persönlichkeitsschutz Scchadenersatz-szenarien durchspielen. So ab 1 Mio. wegen seelischer Traumatisierung von Kind und Eltern. Sorgen haben Sie. Wie wäre es mit einem Beruhigungstee?

    • Adrian Wehrli sagt:

      Es gibt von Sidroga den neuen „Glucken und Helikoptermami-Beruhigungstee)

    • Michael sagt:

      Ich will auch als Erwachsener nicht ungefragt fotografiert werden, eben genau dem Recht am eigenen Bild entsprechend.

      Leider interessieren Facebook und Google die Schweizer Gesetze nicht. In den U.S.A. ist das ungefragte Fotografieren von Leuten in der Öffentlichkeit leider legal. Kein Wunder ist der Sozialdarwinismus dort auch sehr hoch.

  • Muttis Liebling sagt:

    Ginge es auch ohne Schleichwerbung für den Apfelhändler?

  • Luise sagt:

    Diese Hysterie, dass jedes Kinderbild sofort auf einer Pädoseite landet, ist ja grauenhaft! Wie andere schreiben: Ja, die Fotografen müssen vorher fragen – allein schon aus Höflichkeit. Und, wie jemand schreibt: Es ist eine Gelegenheit für einen Schwatz. Diese panische Angst vor dem Fotografiert werden der Kinder grenzt an die Angst vor dem bösen Blick, der in einigen Kulturen verbreitet ist.

  • Ack sagt:

    Zu schön wenn es „nur“ die fremden Unbekannten wären. Die kann man ja in situativer Überreaktion perfekt zusammen stauchen.
    Mindestens so schlimm sind die lieben Verwandten, welche die kleinen Herzigen dann noch auf ihrem FB-Profil posten und die Bilder der ganzen Welt zugänglich machen. Diese „Gefahr“ im Griff zu behalten scheint mir weit aufwändiger.

  • Sybille sagt:

    ..ich selber möchte auch nicht ungefragt Fotographiert werden. Auf den Skipisten auch nicht gefilmt……auch nicht für Eure Privat Zwecke.

  • Esther sagt:

    Die Szene in der Kita hatten wir auch, sogar im eigenen Garten über den Zaun hinweg. Aber auch in unserem Fall reagierten die Kita Frauen sehr gut und verhinderten die Fotos.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Waren sicher mögliche Kindsentführer, mit pädophil-salfistischen Absichten.Wollen wohl noch etwas Crack an die Kinder im Kita verkaufen bevor sie sich in die Luft sprengen.
      Immer und überall lauert die Gefahr!

  • Peter sagt:

    Man legt seine Kinder auch nicht in den Einkaufswagen, das ist für Nahrungsmittel gedacht! Pfui Teufel!

  • Lia sagt:

    mein Kind wurde von einem Teeniemädchen als Selfie verewigt – fand das aber total süss, weil sie solche Freude an ihm hatte (KiGa-Ausflug) und wüsste nicht, was daran schlimm sein sollte. Sie kennt seinen Namen nicht (oder nur den Vornamen), weiss nicht, wo er wohnt, wenn es auf FB auftauchen sollte, wird es vielleicht ein paarmal kommentiert und keiner hat eine Ahnung, wer das Kind ist.

  • Oester sagt:

    Sehr geehrte Frau Kuster

    Ich bin grundsätzlich mit Ihnen einverstanden. Trotzdem gilt auch bei diesem Thema: Andere Länder, andere Sitten. In Südost-Asien und insbesondere China werden Sie als „weisse“ Familie (…wir haben 5 Jahre in dieser Region gelebt…) dauernd fotografiert. Dies meistens ohne davor gefragt zu werden. Seien Sie sich dies bewusst, sollten es sie einmal in diese Region „verschlagen“.

    • Klicki sagt:

      Man ist ja so weltoffen und aufgeschlossen, aber kommt nicht auf die Idee, dass man in anderen Kulturen ein unverkrampfteres Verhältnis zur Fotografie herrschen könnte…

    • 13 sagt:

      @ Oester
      Besteht in China ein gesetzliches Verbot fremde Leute ohne Einwilligung zu fotografieren? Wenn nein, können sie es nicht mit der Schweiz vergleichen.

    • In China werden immer noch Menschenrechte mit Füssen getreten und es gibt nach meiner Kenntnis keine Gesetze diesbezüglich. Deshalb können solche Länder auf keinen Fall als Beispiele heran gezogen werden. Ich empfehle jedoch keinem Kind in einem buddhistischen Land über die Haare zu streicheln oder sonstwie berühren zu wollen wie wir es hier gewohnt sind ohne grosse Bedenken.

  • Oliver D. sagt:

    Ich habe dasselbe auf einer Kreuzfahrt erlebt: Meine drei Kinder wurden ungefragt von asiatischen Touristen fotografiert. Als Vater habe ich das sofort und äusserst klar mit einwandfreiem Berndeutsch unterbunden.

  • Katharina A. sagt:

    Ups, nun wurde das Bild vom fremden Kind aber ganz schnell ersetzt! Ja, ja Frau Kuster aber in Ihren anderen Blogbeiträgen hat es immr noch massenhaft fremde Kinder, da haben halt die Elteern entschieden, dass es o.k. ist. Und auch des: nicht genehme Kommentare werden nicht aufgeschaltet, so sieht es dann aus als seien alle einer Meinung…..

  • Es kann seinen Preis haben und auf der Website von UNICEF darf man sich näher informieren, wer das alles ach so harmlos und paranoid sehen will:
    ‚Westeuropa ist eine der bevorzugten Zieldestinationen von Menschenhändlern. Auch in der Schweiz sind Kinder in Gefahr, Opfer von Handel zu werden; die Schweiz ist Transit- wie auch Zielland.‘

    • Sportpapi sagt:

      Und das hat was damit zu tun, dass ein Kind in der Schweiz vollständig bekleidet fotographiert wird?

    • Selber denken und Hirn einschalten, Sp, und nicht nur immer kritische Fragen stellen. Das hatten wir doch schon mehrmals und grad gestern im Blog mit den Tagesschulen miteinander mehr schlecht als recht andiskutiert. Du scheinst einer der Sorte Mensch ignorieren-und/oder-lächerlich-machen von unbequemen Wahrheiten zu sein. Auch eine Art, das Leben zu meistern. Aber als Sportlehrer finde ich das gelinde gesagt skandallös! Ich gebe hier doch nicht einfach eine Gebrauchsanweisung über das Vorgehen, wie unbedarfte Kinder in Menschenhändlerringe fallen. Sich informieren gehört zur Elternpflicht!

      • Peter sagt:

        Also, das Fotografieren eines Kindes in einer offemsichtlich harmlosen Situation gleich mit der Gefahr zu verbinden, in die Hände von Menschenhändlern zu fallen, finde ich doch etwas dicke. Probleme zu ignorieren ist nicht gut, welche zu schaffen und ständig mit Horrorszenarien im Hinterkopf rumzulaufen aber auch nicht.

      • Klicki sagt:

        UNICEF behauptet nirgends, dass das Fotografieren fremder Kinder in der Öffentlichkeit etwas mit Kinderhandel zu tun hätte. Die Vorstellung, dass Menschenhändler aufgrund von Fotos irgendwelche hübschen Kinder entführen lassen, ist total lebensfremd und kommt allenfalls in der Fantasie von Krimiautoren und paranoiden Eltern vor.

        Noch absurder ist nur die Vorstellung („Gebrauchsanweisung“ …), dass Menschenhändler sich von den Kommentaren im Mamablog inspirieren lassen.

      • Sportpapi sagt:

        Hm, WS, gestern noch hast du das kritische Hinterfragen als dein Erfolgsgeheimnis genannt. Und eigentlich würde ich mich eher als die Sorte Mensch bezeichnen, die kritisch hinterfragt, auf der Suche nach Wahrheiten, Zusammenhängen oder zumindest Wahrscheinlichkeiten. Und genau deshalb bezeichne ich dein Szenario als völlig an den Haaren herbeigezogen.

      • Sportpapi sagt:

        „Noch absurder ist nur die Vorstellung (“Gebrauchsanweisung” …), dass Menschenhändler sich von den Kommentaren im Mamablog inspirieren lassen.“ Nun ja, mich bringt die WS regelmässig auf dum me Gedanken…

    • 13 sagt:

      @ Widerspenstige
      Und wie gross ist diese „Gefahr“? Wieviele Kinder werden in der Schweiz pro Jahr auf offener Strasse von Unbekannten entführt und an Menschenhändler verkauft? Und wieviele davon aufgrund eines existierendes Foto von ihnen? V.a. heisst der Ausdruck „Zielland“ nicht, dass Opfer von Menschenhändlern in diese Länder verkauft werden und eben gerade nicht, dass sie da herkommen, denn sonst wäre es doch „Ursprungsland“?

      Ich bin auch gegen ein ungefragtes Fotografieren, aber ein Zusammenhang besteht da nicht.

    • Genau so ist es, Probleme nicht einfach verharmlosen, sondern wachsam bleiben und sich eingehender Informieren, was passieren KANN. Wir leben in einer vernetzten Welt u es ist eine Empfehlung der UNICEF, auch wenn wir ’nur‘ Transit- wie auch Zielland‘ sind. Das reicht doch schon mal weitgehend um sich nicht in falscher Sicherheit zu wähnen, dass das nur im ‚Ausland‘ passiert. Es wird hoffentlich nie dazu kommen, dass sich hier Menschenhändler an Kindern vergreifen, deshalb das Anmahnen zu mehr Vorsicht vor einer bedenkenlosen Fotoinvasion. Es kann jede/r es beherzigen oder überlesen.

    • Es geht nicht ’nur‘ um Entführung und Verschiebung in andere Länder, sondern um Geiselnahmen. Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt notabene!!

      • Sportpapi sagt:

        Oh ja, mit der Gefahr von Entführungen müssen wir rechnen. Mit fotografieren von fremden Kindern hat das aber nichts zu tun.

      • 13 sagt:

        Und wieviele Geiselnahmen haben wir pro Jahr?

        Sorry, aber da wird doch mit völlig falschen Realitäten Panik verbreitet. Es gibt in der Schweiz pro Jahr rund 40 Entführungsfälle, bis auch sehr wenige Ausnahmen, sind es Fälle von geschiedenen/getrennten Elternteilen, die ihr eigenes Kind entführen. Die Ausnahmen betreffen praktisch allesamt Leute aus dem Umfeld. Durch Fremde sind ganz wenige Fälle und da kommt dann statistisch Päd. vor Lösegeld. Was denken Sie, warum wird jeder Fall derart öffentlich breitgetreten? Weil sie so selten sind! Ich glaube kaum, dass es einer pro Jahr ist.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Die Anzahl der in der Schweiz entführten Kinder OHNE Beteiligung der Eltern ist verschwindend klein. (Soko Rebecca), und beläuft sich auf weniger als ein % der Todesfälle pro Jahr. Natürlich ist der mediale Flash Faktor viel höher als wenn das Kind zuhause im Alltag einem Unfall erliegt, weil widerspenstige am blogschreiben waren anstatt auf die Kleinen aufzupassen.

  • Adrian Wehrli sagt:

    Was für eine grässliche Tat! Ungefragt fotografiert? Mit dem Foto gleich die Seele gestohlen!
    Natürlich ist es unhöflich ein gewöhnliches Foto ohne Erlaubnis zu schiessen, genaus rüpelhaft ist es sich danach so zu foutieren. Als hätten wir keine anderen Sorgen.

  • David Bopp sagt:

    Ich denke, dass es sich umgekehrt verhält. Vor 20 Jahren wäre um ein Foto im Supermarkt kein Tamtam gemacht worden, das Bild landet danach ja maximal im privaten Fotoordner der Fotografierenden. Da das Foto heute aber mit wenigen Klicks eine weltweite Verbreitung finden kann, erhöht sich nun unser Bewusstsein für dieses Stück Privatsphäre – es wird einfach noch ein paar Jahre dauern bis diese Sensibilität zu allgemeinem Anstand wird.

  • SrdjanM sagt:

    Natürlich ist das Fotografieren von fremden Kindern nur mit der Einwilligung ihrer Eltern erlaubt.
    Aber muss man dann an einer Schulveranstaltung alle Eltern der Kinder welche im Umkreis von 5 Metern um meine stehen, um Erlaubnis fragen, auch wenn ich nicht vor habe das online zu veröffentlichen?

    Ausserdem:
    „Und so wird der überstylte Teenie im Tram genauso fotografiert wie der lustige Alte im Café und die Bilder nachher auf Facebook gepostet, um damit Likes zu sammeln.“
    Weil das ja so neu und so verwerflich ist. Gab es da nicht schon Henri Cartier Bresson, Martin Parr, Vivian Maier..

    • 13 sagt:

      „Aber muss man dann an einer Schulveranstaltung alle Eltern der Kinder welche im Umkreis von 5 Metern um meine stehen, um Erlaubnis fragen, auch wenn ich nicht vor habe das online zu veröffentlichen? “

      Liest hier niemand den Blog? Bei einer Schulveranstaltung handelt es sich um eine Menschenansammlung, womit es ein Ausnahmefall ist. Sofern Sie also nicht ein Kind explizit fotografieren bzw. hervorheben, brauchen sie auch niemanden zu fragen.

  • küsä sagt:

    Die Höflichkeit gebietet, zuerst um Erlaubnis zu fragen. In den allermeisten Fällen fühlt sich die angesprochene Person geschmeichelt und gibt die Erlaubnis. Ein ähnliches Problem ist das mit dem Streicheln fremder Hunde! Problematisch ist, dass heutzutage fotografiert und gefilmt werden kann, ohne dass es die Betroffenen überhaupt merken (Handy).

  • Franz Pfister sagt:

    Die viel interessantere Frage wäre doch was tun wenn das Foto bereits geschossen wurde.
    Auf Löschung bestehen und es sich zeigen lassen? Das Handy entreissen und selbst löschen? Die Polizei rufen?

  • A. Munter sagt:

    Ich denke, dass das Fotografieren von fremden Personen genau durch „uns“ in fremden Ländern (im Urlaub) ständig gemacht wurde/wird. Und das war auch immer ok für uns – ausser für die „Einheimischen“, welche dies nämlich auch nie wirklich schätzten. In der heutigen Zeit trifft es halt alle. Aber ich finde es ganz klar ein no-go und muss nicht toleriert werden. Natürlich muss man rechtzeitig den kleinen, süssen auch beibringen, dass dies auch von ihrer Seite nicht gewünscht ist – ältere Leute im Zug oder Tram fotografieren und auf Facebook stellen…

    • Dani sagt:

      Also ich habe im Ausland immer nach Erlaubnis gefragt, wenn ich eine spezifische Person fotografieren wollte. Auch schon vor 20 Jahren. Ich glaube das gehört einfach zum Grundanstand. Je nachdem wenn sie fotografieren, kann das im ungefragten Fall böse in Gewalt enden.

  • Bernhard sagt:

    Für mich ist der Fall klar: Es gibt ein Gesetz (bzw. Recht) und daran haben wir uns zu halten! Sprich: Man fragt die betroffene Person, ob man sie ablichten darf. Wenn ja: gut. Wenn nein: auch gut! Dabei hat es uns schlicht nicht zu interessieren, warum das „Objekt der Begierde“ dies nicht möchte! Ohne Anfrage einfach loszuknipsen, hat einerseits etwas mit fehlendem Anstand und Respekt zu tun und zweitens mit fehlendem Rechtsverständnis. Bei Letzterem wären wir wieder beim vergangenen Thema: Was soll die Schule genau lehren? Solche Dinge auf jeden Fall!

    • Susi sagt:

      ich finde ohne Nachfrage loszuknipsen auch befremdlich, aber die Gesetzeslage ist nicht wirklich klar. Man könnte im Normalfall wohl kaum jemanden dafür belangen, dass er ein fremdes Kind fotografiert. Wirklich heikel wird es erst bei der Veröffentlichung solcher Bilder.

      • Bernhard sagt:

        @Susi: Ich finde, die Gesetzeslage ist glasklar. Notfalls müsste die Polizei ausrücken, um das Foto zu löschen, wenn ich gegen meinen Willen fotografiert wurde! Der Unterschied ist nur, dass bei einem Foto, bei dem ich „als Beigemüse“ drauf bin (Sehenswürdigkeiten etc.) keine Erlaubnis nötig ist. Die Löschung muss aber dennoch erfolgen, wenn ich sie beantrage! Ich finde aber, es dürfte gar nicht erst so weit kommen!

        Leider kommt mein Link zur entsprechenden Bundes-Seite nicht durch…

      • 13 sagt:

        @ Susi
        Natürlich ist die Gesetzeslage klar. Es ist verboten, ausser es handelt sich um einen Ausnahmefall wie öffentliches Interesse, Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, Zufallfotos an öffentlichen Plätzen (wie wenn jemand vor der Sehenswürdigkeit steht) und Menschenansammlungen. Bekomme ich mit, dass jemand mich fotografiert und weigert er sich, das Foto zu löschen, kann ich ihn auch dafür belangen.

      • Susi sagt:

        Also, wenn die Gesetzeslage diesbezüglich so klar ist, nähme mich doch mal wunder, wie/wo das denn steht. Persönlichkeitsrecht? Strafrecht? Da machen wir uns ja ständig strafbar, wenn wir etwas ablichten, wo andere Leute drauf sind!

      • 13 sagt:

        @ Susi
        Ich bin kein Profi i.S. Datenschutz, aber auch Ihnen empfehle ich: konsultieren Sie die Webseite des Bundes und des Datenschutzbeauftragtes dort. Da ist es gut beschrieben, was erlaubt ist und was eben nicht. Wie bereits erklärt, gibt es einige Ausnahmen des Verbots. D.h. aber gerade nicht, dass in jedem Fall erst die Veröffentlichung strafbar ist.

      • Susi sagt:

        Ich habe einfach das Gefühl, dass da die Grauzone relativ gross sein muss.
        Mich betrifft es eh nicht so stark, ich mache schon Bilder, aber recht im Rahmen.

      • Klicki sagt:

        Die Rechtslage ist alles andere als glasklar, aber immerhin ist glasklar, dass unerwünschte Fotos eine rein zivilrechtliche Angelegenheit und kein Fall für die Polizei sind. Und das Recht, ein Foto löschen zu lassen, auf dem Sie „als Beigemüse“ drauf sind, haben Sie auch nicht.

      • Bernhard sagt:

        @Susi: „Ich habe einfach das Gefühl, dass da die Grauzone relativ gross sein muss.“
        Ich sehe das mit der Grauzone überhaupt nicht so! Es gibt ja nur gerade zwei Szenarien: Entweder der/die Fotografierte hat etwas dagegen (dann muss ich das Foto löschen), oder er/sie hat nichts dagegen, dann kann ich es behalten. Wenn ich vorher frage, erspare ich mir u.U. einen unangenehmen Wortwechsel bis hin zum juristischen Nachspiel. Strafbar nach StGB wird die Aufnahme meines Erachtens erst, wenn ein sexueller Kontext besteht! Die Veröffentlichung ist wieder ein anderes Thema…(Bitte ggf. um Korrektur!)

      • 13 sagt:

        @ Klicki
        Hier ein Auszug aus der admin-Seite:
        „Werden Fotos im öffentlichen Raum aufgenommen, ist dies für alle Anwesenden erkennbar und sind die Abgebildeten nur „Beiwerk“ (z.B. Passanten bei einer Sehenswürdigkeit), so ist es ausreichend, wenn das entsprechende Bild auf Verlangen der fotografierten Personen (sofort vor Ort sowie zu jedem späteren Zeitpunkt) gelöscht bzw. auf eine Veröffentlichung verzichtet wird.“

        Ihre Aussage ist damit schlicht falsch. Und auch kann das strafrechtliche Konsequenzen haben, wie der Herr Jurist das richtig sagt.

      • Susi sagt:

        Echt jetzt, Bernhard, mich nähme wirklich, wirklich wunder, auf welcher Rechtslage man verlangen dürfte, dass das Foto gelöscht wird. Es wird hier immer nur gesagt, dass es so sei, aber niemand hat bis jetzt auf eine „glasklare“ Gesetzesgebung hingewiesen und ich habe auch keine gefunden.

      • Susi sagt:

        Jetzt sehe ich erst de nKommentar von 13, endlich mal etwas Konkreteres: Welche admin-Seite zitieren Sie hier?

      • Susi sagt:

        Irritierend bei dem von 13 zitierten Text finde ich aber die Überschrift: „Veröffentlichung von Fotos“…

      • Bernhard sagt:

        @Susi: Das ungewollte Fotografieren wird als Persönlichkeitsverletzung taxiert. Diese ist z.B. im ZGB (ab Art. 28) beschrieben. Für mich glasklar, weil etwas mit mir gemacht wird, was ich nicht will!

        Zu Ihrem Bsp. mit dem Konzert: Sie dürfen das Konzert fotografieren, weil es um das Konzert geht und nicht um bestimmte Personen (analog Menschenansammlung). Somit wurde das Persönlichkeitsrecht dieser „Nebenakteure“ nicht bewusst/direkt verletzt. Gelangt nun aber jemand aus dem Publikum an Sie und fühlt sich dennoch in seiner Persönlichkeit verletzt, müssten Sie das Foto wohl oder übel löschen!

      • Klicki sagt:

        @13: Sie sollten nicht davon ausgehen, dass wer sich in Blogkommentaren als Jurist bezeichnet, tatsächlich einer ist, und dass alle anderen keine sind 😉

        Auf der von Ihnen zitierten Seite des EDÖB wird steht einiges, was unter Juristen umstritten ist, und leider auch offenkundig Falsches, z. B. zum Widerruf der Einwilligung.

      • 13 sagt:

        @ Klicki
        Mir reicht das Wissen um meinen eigenen Jura-Uniabschluss;-)

    • Jurist sagt:

      @Susi, Es gibt da eine wunderbare Seite die nennt sich Google und darüber werden Sie die gesuchten Angaben finden. Ein bisschen suchen müssen Sie aber schon selber. Hier ein paar Infos: Bestimmungen über den Schutz der Persönlichkeit finden sich in der Schweizerischen Bundesverfassung (Art. 10 Abs. 2 BV), im Strafrecht (Art. 179quater StGB), im Zivilrecht (ZGB) und in der Datenschutzgesetzgebung (DSG). Weitere Bestimmungen finden sich in der Opferhilfegesetzgebung (OHG). Der erste beschriebene Fall hier ist aber „glasklar“. Es ist nicht erlaubt dieses Kind ohne Erlaubnis zu fotografiern!

      • Susi sagt:

        @Jurist: Ich habe natürlich gegoogelt und finde nicht, dass die Sachlage so „glasklar“ ist. Wie sieht es denn aus, wenn ich z.B. ein Foto an einem Konzert mache und ein Teil des Publikums mit drauf ist? Muss ich denn, wollte ich gemäss glasklarer Sachlage ganz korrekt sein, jeden zuerst Fragen, ob das ok ist? Und bei Minderjährigen die Eltern? Und wenn die nicht mit dabei sind? Verstosse ich dann offiziell gegen das Gesetz, wenn ich das Foto schiesse? Kann ja nicht sein, oder?

      • Susi sagt:

        Und P.S. Jurist: In den von Ihnen zitierten Stellen geht es um Bespitzelungen und dergleichen, also Fotos auf dem Grundstück / am Wohnort (Art. 179quater StGB) oder um Dinge wie “ Jeder Mensch hat das Recht auf persönliche Freiheit, insbesondere auf körperliche und geistige Unversehrtheit und auf Bewegungsfreiheit.“ (Art. 10 Abs. 2 BV). Handelt es sich hier um Gummiparagraphen, die besagen, dass man ohne Einwilligung auch nicht fotografiert werden darf?
        Was steht denn genau im ZGB und in der DSG? Wie gesagt, ich habe dies bezüglich weder Konkretes gehört noch gefunden.

    • Jurist sagt:

      @Susi, Den Schutz dieses Rechts kann nicht nur duch einen einzelnen Gesetzesartikel gewährleistet werden. Viemehr handelt es sich um eine Aufgabe der ganzen Rechtsordnung. Sie werden auch keinen Artikel finden, der klar, in „unserer Sprach“ verständlich regelt, was fotografiert werden darf und was nicht. Aus Platzgründen hier eine Kurzversion: Es geht um die Erkennbarkeit einer Person. Der Betroffene muss sich selbst erkennen. Dies ist dann der Fall, wenn sich die Abbildung ausschliesslich auf eine oder mehrere Personen bezieht, wenn diese Personen gleichsam aus der Menge herausgerissen werden

      • Susi sagt:

        Danke, Jurist, das macht in meinen Augen auch Sinn. Habe auch noch die Stelle nachgeschaut, die 13 oben zitiert.

  • Maja Müller sagt:

    Das Problem liegt heutzutage ja auch darin, dass die Bilder digital sind. Ein Klick und es ist verschickt. Noch ein Klick und es ist im Internet. Man hat überhaupt keine Kontrolle, während früher gar nie so eine Verbreitung und Zur-Schau-Stellung stattfinden konnte. Im übrigen bin ich ganz der Meinung der Autorin, sowas gehört sich nicht.

  • tina sagt:

    weil das ständig eingeworfen wird: denkt ihr denn nicht, dass 99,9% der facebook benutzer ihre profile gar nicht öffentlich machen?
    ich kann doch meine kinder so oft fotografieren wie ich will und diese fotos verteilen wem ich will, das hat damit überhaupt nichts zu tun, dass ein fremder meine kinder fotografiert.
    ich gehöre auch zur unaufgeregten sorte, ich finde aber, gerade weil wir überall kameraüberwacht werden schadet es uns nicht, uns bewusst zu machen, was unsere angelegenheit ist, und was öffentlich ist.
    aber ein touristenfoto stört mich überhaupt nicht.

    • tina sagt:

      ich finde es sehr kontraproduktiv, dass ständig progagiert wird, wenn man selber fotos veröffentliche von sich oder seinen kindern, soll man sich doch nicht aufrgen, wenn das auch andere tun und man überall kameraüberwacht wird. doch! nur weil ich selber meine post öffne und aus meinem briefkasten hole, darf das ja noch lange nicht irgendein anderer. nur weil ich in der öffentlichkeit ein gespräch führe, das andere mithören, heisst das doch nicht, dass das selbe ist wie abgehört zu werden.
      aber mir ist völlig egal wenn ein tourist mein gespräch mitanhört.

    • Susi sagt:

      „denkt ihr denn nicht, dass 99,9% der facebook benutzer ihre profile gar nicht öffentlich machen?“

      Aus meiner persönlichen Wahrnehmung heraus sind es mindestens 10%, ich wundere mich nämlich immer wieder. Wäre aber noch spannend, zu wissen, wie viele es tatsächlich sind.

      • tina sagt:

        blöde frage: sieht man das denn, ob jemand fotos auf seinem facebook account der öffentlichkeit zeigt oder nicht?
        das mit den 99,9% ist meine eigene einschätzung. für so intelligent, umsichtig und selbstveranwortlich halte ich die menschheit grundsätzlich

      • Susi sagt:

        man sieht’s bei denen, mit denen man nicht befreundet ist und deren Profil man anklickt. Wenn man dann die Fotos etc.anschauen kann, ist das Profil offen.

        „für so intelligent, umsichtig und selbstveranwortlich halte ich die menschheit grundsätzlich“
        ich bin ein Menschenfeind, ich halte einen Grossteil für recht blöd; immerhin ist die Hälfte davon unter dem Durchschnitt, man stelle sich das mal vor! 😀

      • Sportpapi sagt:

        Haha, susi. Ich habe tatsächlich mal mit einem Bericht für entsetzte Rückfragen der Behörden gesorgt, weil wir 52 Prozent der Kinder als unterdurchschnittlich leistungsfähig eingestuft hatten… (die hatten wohl sonst nur Übergewichtigen-Quoten im Auge).

      • Susi sagt:

        echt? das ist lustig! (die Behörden haben ja sonst wohl nie etwas mit Statistiken zu tun??)

      • Franz Vontobel sagt:

        immerhin ist die Hälfte davon unter dem Durchschnitt,

        Susi – das trifft sich mit den Resultaten einer Umfrage, bei der unter anderem die eigenen Autofahrfähigkeiten eingeschätzt werden sollten: 80% halten sich für überdurchschnittlich gute Autofahrer! 😀

      • Susi sagt:

        das ist ja geil, haha!

      • tina sagt:

        susi, die könnten doch auch „freunde von freunden“ als kriterium gewählt haben. aber ich bin kein facebook profi.
        ich denke für den normalen alltag reicht ein unterdurchschnittlicher iq absolut. lebensblöd sind überdurchschnittlich intelligente ja nicht selten, trotzdem.
        dass du ein menschenfeind bist nehme ich dir allerdings nicht ab

      • Susi sagt:

        ja, das stimmt, „Freunde von Freunden“, daran hab ich gar nicht gedacht. Aber ich hab auch schon nach Leuten gesucht, mit denen ich keine gemeinsame FB-Freunde habe und ebenfalls Zugriff auf ihr Profil gehabt, Aber eben, wie oft es so ist, keine Ahnung. Liederlich finde ich’s allemal.

        Und natürlich hast du recht, die meisten Leute kommen gut durchs Leben, vielleicht sogar noch besser oder sorgloser, wenn sie nicht immer zu viel nachdenken. (Klischee, ich weiss, hat aber etwas)

        Menschenfeind bin ich meist nur punktuell. 🙂

      • Susi sagt:

        oh, und wenn ich darüber nachdenke, find ich auch die „Freunde von Freunden“ -Einstellung grenzwertig. Viele FB-Nutzer/innen haben 1000 Kontakte oder sogar mehr, ich selbst hab irgendwas knapp unter 300, das wären ja dann immens viele Leute, die Zugriff auf mein Profil hätten!

      • Franz Vontobel sagt:

        Ein gesunde Portion Misanthropie hat noch nie geschadet – im Gegenteil. Persönliche Erfahrungen ergeben für den Homo sapiens des 21. Jahrhunderts eine Verblödungsquote von +/- 70%. Ganz unabhängig von der Bildung.

      • tina sagt:

        und franz, so apropos selbsteinschätzung von autofahrern: du zählst dich bestimmt zu den 30% unverblödeten. haha. stimmts?

        ja, natürlich hast du recht susi, von wegen freunde von freunden. öffentlich sind die fotos aber so trotzdem nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Persönliche Erfahrungen zeigen mir, dass ausser mir praktisch niemand mehr über gesunden Menschenverstand verfügt 🙂

      • Franz Vontobel sagt:

        Ein sehr guter Verblödungsindikator ist z.B. die Angewohnheit, auch als Erwachsener, einfach mal alle Leute zu duzen…

      • Sportpapi sagt:

        @Vontobel: Ausser man ist Turner und sich der historischen Bedeutung bewusst…

      • Susi sagt:

        Franz, Sie sind jetzt einfach wieder fies zu Tina. Ich muss ehrlich sagen, dass ich es anfangs ein wenig befremdlich fand, dass man sich hier im Mamablog standardmässig siezt und gleichzeitig zum Teil etwas gar eigene Pseudonyme benutzt. Im Gesamtguss doch etwas komisch, oder?

      • Franz Vontobel sagt:

        Turner duzen alle? Schon bevor sie jeweils besoffen sind?

      • Susi sagt:

        SP: „Persönliche Erfahrungen zeigen mir, dass ausser mir praktisch niemand mehr über gesunden Menschenverstand verfügt :-)“

        Ja, ich dachte auch recht lange, ich sei der klügste Mensch auf der nördlichen Hemisphäre. (Bis ich meinen Mann kennenlernte.)
        😀

      • tina sagt:

        ah klar, je intelligenter jemand, desto siezt er die leute! die anzahl menschen die man pro woche siezt entspricht dem iq! ehrlich!

      • tina sagt:

        susi, der herr vontobel ist doch zu sich selber viel gemeiner. und er gibt sich doch solche mühe mit mir, bei jeder gelegenheit. sowas muss man auch mal würdigen. potz herr vontobel! hut ab!

      • tina sagt:

        ich überlege mir gerade ernsthaft wovon das ein symptom ist, wenn man sich ein pseudonym zulegt, und dann tatsächlich beleidigt tut, wenn man ihn nicht mit herr und pseudonymname antextet. ich weiss es nicht, aber es spricht nicht unbedingt für gesunden menschenverstand. herr vontobel. ich mache mir sorgen (ok das war gelogen)

      • Franz Vontobel sagt:

        tina, tina, tina… wenn aus „aus A folgt B“ gilt, so bedeutet dies nicht, dass auch automatisch „aus nicht-A folgt nicht-B“ gilt… Ausser, dass sie damit mein „aus A folgt B“ bestätigen: Sie haben tatsächlich was mit Informatik zu tun, beruflich? Echt? Und das kommt gut..?

      • tina sagt:

        gibts leute die nicht etwas „mit informatik“ zutun haben? überleg dir das nochmals mit a und b und s

      • tina sagt:

        übrigens susi (wenn meine antworten an gewisse leute schon gesperrt sind):
        ja, ich finde es tatsächlich noch vorteilhaft, weder allzuklug noch allzugebildet (oder reich oder schön) zu sein. ja, ich finde tatsächlich man hats leichter so.

      • Franz Vontobel sagt:

        tina, da kann ich sie beruhigen: mindestens von meiner Seite aus waren sie nie in Gefahr als klug oder gebildet wahrgenommen zu werden. Ehrlich nicht. Darum war’s wohl auch etwas viel erwartet, dass sie meinen Hinweis zur Implikation verstehen würden.
        Ich entschuldige mich hiermit höflich für die Überforderung.

      • tina sagt:

        ja, das entspricht auch den fakten herr vontobel. und sie sehen jetzt rasend intelligent aus neben mir hä? vorallem mit dieser selbsteinschätzung und ihrer einschätzung der selbsteinschätzung der leute. das war wiedereinmal sehr lustig, ein ausflug ins land der leute die sich für geistreich halten….

      • Susi sagt:

        @tina: „übrigens susi (wenn meine antworten an gewisse leute schon gesperrt sind):
        ja, ich finde es tatsächlich noch vorteilhaft, weder allzuklug noch allzugebildet (oder reich oder schön) zu sein. ja, ich finde tatsächlich man hats leichter so.“

        Stimme da völlig zu. Der Spruch „An der Spitze ist’s einsam“ hat sicher was.

  • Manni Mann sagt:

    Lebe ich auf einem anderen Stern? Von meinen Kindern wollte noch ein Fremder ungefragt Portraitfotos machen. Andererseits kann ich die Hysterie von einigen nicht nachvollziehen. Wenn wir Fotos vom Geburtstagsfest oder Kindsgiausflug machen, fotografieren wir stets auch ungefragt noch ein paar andere Kinder mit.
    Unzählige Eltern stellen ihre Kids, inklusive dem was sie alles sagen und tun, in den öffentlichen Account von FB. Das ist viel weitreichender, als wenn eine Fremde Dame mal ein Jöh-Foto macht. Aber selbst das ist letztlich nicht tragisch, sondern einfach ein Kulturphänomen.

  • Susi sagt:

    Wenn eine Asiatin ein Kind fotografiert, stellt sie das Bild nicht mit Namen ins Internet, darüber braucht man wohl weniger „entsetzt“ zu sein, als über gewisse Eltern und dem Umgang mit Bildmaterialien ihrer eigenen Kinder.

    Denn was im Artikel offenbar keinen Rugel spielt, aber sehr viel häufiger der Fall ist: Wie ist es denn, wenn die Eltern von ihren Kindern tonnenweise Fotos auf Facebook stellen? Zum Teil Bilder, auf denen das Kind blöd hingestellt wird? Wo bleibt denn da das „Recht am eigenen Bild“?

    • Sportpapi sagt:

      @Susi: Das gibt es sicher. Aber persönlich habe ich Kinderbilder, auf denen Kinder schlecht dargestellt werden, auf FB noch nicht gesehen. Aber z.B. Blogs gelesen, auf denen familieninterne Erfahrungen diskutiert werden, die nun wirklich Rückschlüsse auf das Verhalten der Kinder (und nicht nur ihr Aussehen) zulassen. Solches würde mich als Kind sehr viel mehr stören.

      • Susi sagt:

        Ja, und das Problem ist doch auch, dass Bilder, die mal „draussen“ sind, nicht mehr einfach so gelöscht werden können. Wenn das Kind dann mal 15 ist, findet es vielleicht auch „herzige“ Kinder-Bilder von sich, die für alle zugänglich sind (viele Nulpen haben ihr FB-Profil dann auch noch offen) nicht soooo läss.

      • Sportpapi sagt:

        Vielleicht, Susi. Vielleicht auch schon. Nicht so läss finde ich nun auch nicht so schlimm. (ob wohl all diese Kinderstars in Film und Fernsehen ihre frühen Aufnahmen noch toll finden?)

      • Susi sagt:

        Ja, ich bin darüber auch nicht wirklich „entsetzt“
        😀

  • ariane sagt:

    und wie macht ihr es bei weiten reisen in den ferien? auch schon mal menschen fotografiert? um erlaubnis gefragt?

  • Franz Vontobel sagt:

    Nur schon die Idee, ein fremdes Kind einfach so fotografieren zu wollen… Die totale Verblödung der Facebook-Generation.

    • Sportpapi sagt:

      Nur schon ein fremdes Kind herzig finden. Alles Päd os! Was ist nur los mit unserer Generation…

    • Susi sagt:

      Aber Franz, wenn man am Kaffekränzchen sonst keine Themen hat, dann vergleicht man halt herzige Handy-Bilder von fremden Kindern!

    • Franz Vontobel sagt:

      SP & Susi: Sie stellen sich vor ein fremdes Kind hin und lichten es ab? Ehrlich? Und haben keine Probleme, wenn das jemand mit ihrem macht? :O

      • Sportpapi sagt:

        @Vontobel: Ich leite grosse Kinderveranstaltungen und fotografiere da auch zur Dokumentation des Anlasses. Meistens zur Freude der Betroffenen (Kinder und Eltern).
        Ansonsten: Nue weil es mich stört, heisst das noch lange nicht, dass ich deswegen gleich „entsetzt“ sein muss, in Pan ik ausbrechen, und wildeste Spekulationen anstellen, was nun mit diesen Bildern geschieht. Schön, wer wirklich nur solche „Probleme“ hat.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ups, sorry, Susi – da hab ich sie doch glatt mit in den Bierernst/Humorlosigkeits-Topf geschmissen – ein Fall von mitgegangen, mitgehangen… 😉

      • Manni Mann sagt:

        SP wer solche Probleme hat, hat meistens noch ein viel tieferes Problem

      • Franz Vontobel sagt:

        Sorry, SP, das ist ja vielleicht nicht ganz dasselbe, wie im Migros von einem fremden Kind ein Porträt zu schiessen…

      • Susi sagt:

        Das nächste Mal mach ich einen Ironie-Smiley…

        Mich öden „herzige“ Kinderbilder total an, vor allem von Kindern, die man nicht mal kennt. Gähn..

      • Susi sagt:

        @SP: „Schön, wer wirklich nur solche “Probleme” hat“

        Genau das habe ich auch gedacht, als ich das Wort „entsetzt“ las.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ich leite grosse Kinderveranstaltungen und fotografiere da auch zur Dokumentation des Anlasses.

        Was mir nun auch nicht ganz unproblematisch erscheint, sind doch Turnlehrer, was das, sagen wir mal „Risikoverhalten“, anbelangt etwa im Bereich katholischer Pfaffen…

      • Sportpapi sagt:

        „Was mir nun auch nicht ganz unproblematisch erscheint, sind doch Turnlehrer, was das, sagen wir mal “Risikoverhalten”, anbelangt etwa im Bereich katholischer Pfaffen…“ Soso. Wie würden Sie denn so das Risikoverhalten vom gemeinen Sportlehrer beschreiben?

      • Franz Vontobel sagt:

        Sportlehrer, Turnlehrer – təˈmeɪtoʊ, təˈmɑːtəʊ…

      • Sportpapi sagt:

        Vontobel, Sie weichen wieder einmal aus.
        Warum hiess die Ausbildung wohl früher Turn- und Sportlehrer?

      • Franz Vontobel sagt:

        Ach kommen sie, die Unterschiede werden allenfalls von akademischem Interesse sein – ein Turnlehrer ist ein Sportlehrer ist ein Turnlehrer…

      • Sportpapi sagt:

        „die Unterschiede werden allenfalls von akademischem Interesse sein“. Das wird wohl so sein. Kein Wunder, ist das Ihnen zu hoch.

      • Franz Vontobel sagt:

        Jaja, auch der Früchteverkäufer hat das Gefühl, dass er einen gaaanz anderen Job macht als der Gemüseverkäufer – geschenkt!

      • Sportpapi sagt:

        Ja, die Unterschiede zwischen Früchten und Gemüse sind höchstens allenfalls von akademischem Interesse.

  • mila sagt:

    Hmm. Ich bin gerade versucht zu schreiben: knipst Du (noch), oder lebst Du (schon)? Persönlich bin ich nicht auf FB und möchte entsprechend auch nicht, dass Bilder von mir ungefragt auf sozialen Netzwerken geposted werden. Bedenklicher finde ich jedoch die Tendenz, grundsätzlich alles im eigenen Leben und Leben der Kinder per Foto ‚festhalten‘ zu wollen – erstens sind Smartphone-Bilder meist von einer (künstlerisch) unterirdischen Qualität, zweitens verpasst man durch die Fixierung aufs fotografische Einfrieren das (ungestörte) Erlebnis als solches. Muss jede Erfahrung festgehalten werden? /

    • mila sagt:

      Respektive, weshalb genügen uns unsere inneren Bilder nicht mehr? Wohlgemerkt, ich bin nicht gegen jede Fotografie, aber das heutige Über-Mass erachte ich doch als fragwürdig. Und nein, ich möchte nicht bei jedem Treffen mit Freunden oder Bekannten mit einer Flut von Erlebnis-, Tier- oder Kinderfotos ‚konfrontiert‘ werden – auch das finde ich eine unsägliche Mode.

      PS: In diesem Zusammenhang herzlichst zu empfehlen ist ‚The Circle‘ von Dave Eggers.

  • Silvana sagt:

    Es sind nicht nur Kinder! Ganz oft werden Fremde (vor allem Frauen?) auch am Zürichsee fotografiert: beim Sport machen oder Baden – und wenn man reklamiert, dann verziehen sich viele, anstatt die Bilder anständig zu löschen. Dabei handelt es nicht einmal „nur“ um Smartphones – auch professionelle Kameras sind am Werk. Es gibt tatsächlich keine Hemmschwelle Fremde – Kinder UND Erwachsene einfach so zu fotografieren – gewisse glauben tatsächlich, dass ihnen dies zusteht!!

  • noethi sagt:

    Alles klar und dann reist man mit der Kamera „bewaffnet“ nach Asien, Afrika oder sonst wohin wo es „exotisch“ ist und knipst Kinder, Familien, alte Leute in allen Lebenslagen und das ist dann sicher alles ok. Wir geben alles preis, unsere kompletten Einkaufgewohnheiten mit Cumulus Karten, posten in Faccebook wo wir gegessen gaben und werden inkl. Foto auch vom Kind, können es aber nicht ertragen wenn das Foto von Fremden gemacht wird, nicht böswillig sondern aus der Situation heraus. Komische Welt

    • Manni Mann sagt:

      gut gebrüllt Löwe. Ich kann mich erinnern, dass wir als junge Touristen in exotischen Ländern gerne Fotos von süssen Kindern oder ganz faltigen alten Leuten gemacht haben. Wir waren bestimmt nicht die einzigen. Und wetten jemand von denen, die hier hysterisch schreien, haben das auch gemacht?

      Und was haben wir mit diesen Fotos gemacht? Genau! Das was WS mit 90% Sicherheit vermutet. Prompt an solche Kreise verkauft und diese haben das in ihren heimlichen Magazinen grässlich missbraucht und sind nun auf der Suche nach diesen Kindern….. die Angst ist also berechtigt (gähn, Ironie, Satire)

      • Franz Vontobel sagt:

        Ich kann mich erinnern, dass wir als junge Touristen in exotischen Ländern gerne Fotos von süssen Kindern oder ganz faltigen alten Leuten gemacht haben.

        Wie im Zoo halt, gell. War ja wohl auch ähnlich, in den „exotischen Ländern“. Und die Ne gerlein dort waren ja so süss! – Hier möchte man sie aber dann doch eher nicht haben…

    • Papperlapapi sagt:

      Prinzipiell stimme ich der Autorin zu. Andererseits bin ich ca. 10-jährig mit der Familie aufs Jungfraujoch gefahren mit einer kleinen Kuh im linken Ohrläppchen. Die Japaner waren begeistert und fotografierten wie wild. Ich fand es schmeichelhaft und amüsant.

  • Heidi sagt:

    …und dann im Ausland / in den Ferien werden plötzlich die süssen Kinder fotografiert…
    –> Ich muss sagen für das Einkaufsbeispiel habe ich ebenfalls kein Verständnis, dagegen für die asiatische Touristin eher – vielleicht hätte sie fragen könnnen

  • kora dalager sagt:

    In Japan ist es Gang und Gebe fremde Kinder zu fotografieren, andere Laender, andere Sitten

  • Berger Micha sagt:

    Der Blog wiederspiegelt genau meine Meinung. Was mir zu denken gibt ist, dass sich hierzulande viele Leute über das Thema aufregen – wenn sie dann aber zb. in Asien oder sonstwo am reisen sind, genauso wenig fragen und einfach Bilder von Menschen machen.

  • Katharina A. sagt:

    Und: im blog dann Kindrbilder verwenden wahrscheinlich ja nie die eigenen, aber wurden denn diese Kinder je gefragt? Wo ist da dass Recht am eigenen Bild?

    • 13 sagt:

      Die Eltern dieser Kinder wurden bestimmt gefragt. Die Eltern, die die Vertretungsbefugnis für diese Kinder haben. Wie bei allen anderen Verträgen auch.

      • Katharina A. sagt:

        Genau das ist der Punkt: hat man sich schon mal gefragt, ob das den Kindern behagt und , ob sie das noch toll finden wenn sie älter sind? Es ist mir bekannt, dass das Mädchen das von Napalm schwer verbrannt worden ist, sich nach langer Zeit einfach damit abfinden musste, dass man sie nur damit in Verbindung bringt; ebenso war es für den Jungen auf einem berühmten Plattencover nicht schmeichelhaft als jnger Erwachsener!
        Aber wegen einem Foto fürs private andenken dann einen Aufstand anzetteln……

      • 13 sagt:

        @ Katharina
        Und vielleicht wird ihr nach Impfplan geimpftes Kind ein Naturfreak, der Impfen aufs schlimmste verurteilt und es furchtbar findet, was ihm angetan wurde. Vielleicht wird ihr bis 2 Jahre gestilltes Kinder Restaurantführer und verweist jede stillende Frau aus dem Restaurant, weil er es eklig findet. Und vielleicht wird ihr Kind, welches Sie mit 3 Jahren in den Schwimmkurs geschickt haben, wasserscheu. Alle diese Möglichkeiten, können und dürfen uns Eltern aber nicht hindern, Entscheidungen für unsere Kinder zu treffen. Auch wenn sie selber anders entscheiden würden.

      • Franz Vontobel sagt:

        Aber wegen einem Foto fürs private andenken dann einen Aufstand anzetteln……

        Warum genau sollte eine fremde Person ein Foto „fürs private Andenken“ meines Kindes machen dürfen..?

  • Columbo sagt:

    Gerade kleine Kinder sind tatsächlich eine nie versiegende Quelle fuer schöne / interessante / lustige / abwechslungsreiche Bilder. Aber auch als begeisterter Hobby – Photograph käme es mir nie und nimmer in den Sinn, fremde Kids zu knipsen; schon gar nicht, ohne zu fragen.

    Andererseits wird man heute beim Fotografieren schnell von irgendwelchen chronisch empörten, dauer- besorgten Mitmenschen zum Pedo-Perversling gestempelt, sobald Kids auch nur in der allgemeinen Umgebung sind. Wer lesen will, wie schnell das geht, möge dem obigen Link folgen.

  • Klicki sagt:

    Arme Kinder, die von paranoiden Kampfeltern ins geistige Gefängnis gesperrt werden.

    • Semmelweiß sagt:

      @Klicki: Hätte ich auch nicht besser formulieren können!
      Nee, im Ernst: Mit der heutigen Technik ist es vielfach schon möglich, alles und alle so zu fotographieren, dass es keiner merkt. Das wird auch gemacht. Lächerlich, im heutige Zeitalter von Drohnen, Google-Map und der absoluten Freiheit für Alle, sich über so einen Seich aufzuregen. Hauptsache man wird in den eigenen Rechten nicht eingeschränkt, gell?

  • Gerhard Engler sagt:

    Frau Kuster: Im Tagi vom Samstag war auf Seite 3 ein Bid von Leuten, die vor der Migros-Bank anstehen. Dieses Bild soll also illegal sein? Etwas journalistische Weiterbildung wäre nötig! Es ist NICHT verboten, ein Foto zu machen, auf dem fremde Leute zu sehen sind.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Lieber Herr Engler, lesen Sie einfach nochmals den Text, dieses Mal genau. Danke.

    • Cybot sagt:

      Der Unterschied ist das Motiv. Das Bild einer Bank, auf dem zufällig ein paar Leute abgebildet sind, die sich im öffentlichen Raum bewegen, ist nicht verboten. Ein Bild dagegen, auf dem die Person das Hauptmotiv ist, wie es bei einer Nahaufnahme eines Kindes natürlich der Fall ist, ist sehr wohl verboten. Und die Tatsache, dass es verboten ist, sollte die ganze Diskussion darüber, wie schlimm das ist, eigentlich erübrigen.

  • Jeanclaude sagt:

    Ja, Frau Kuster, das wäre früher in der guten alten Zeit, als Sie noch ein Mädchen waren, nicht passiert. Fotografieren durfte nur der Schulfotograf. Hoffentlich strebt mal keines Ihrer Kinder eine Filmschauspieler-Laufbahn an. Was würde denn der Papa sagen?

    • Lichtblau sagt:

      Er wäre vielleicht, ebenso wie die Mama, entsetzt“.
      Wie wär’s, wenn die Wortwahl ein bisschen sensibler angegangen würde? Gleich zweimal in einem kurzen Artikel das völlig übertriebene Adjektiv „entsetzt“ zu verwenden, scheint mir für eine Journalistin ein wenig pauvre. Als Reaktion auf die Zwischenfälle mit den rabiaten Knipsern hätte ein „irritiert“ oder „unangenehm berührt“ gereicht. Und schon wäre der Blogeintrag viel weniger verbiestert rübergekommen.

  • Franz Rosenkohl sagt:

    Hat zwar nichts mit Kindern zu tun aber ich war kürzlich nach dem Fitness in der Sauna und da hatte es tatsächlich einer, der das Smartphone mit in die Schwitzkabine nahm um ein Bild von sich selber in der Sauna zu twittern. Ich hab das der Aufsicht gemeldet und die haben ihn kurzerhand zu seinem Spind gedrängt und dann als er halb angezogen war links und rechts eskortiert und aus dem Laden geschmissen. Er hat wie er unablässig betont hat tatsächlich nur sich selber fotografieren wollen aber das jemand schon nur auf eine solche Idee kommt, hat mir echt zu denken gegeben. Krank!

  • Vivienne Tran sagt:

    «Haben Sie auch schon Fremde dabei ertappt, wie sie Ihr Kind fotografieren wollten? Und wie sind Sie mit der Situation umgegangen?»
    Nein, unser Kind ist potthässlich und darum wenden sich die Leute samt Kamera blitzschnell ab. Ich hab schon drum gebeten, dass ein Foto gemacht wird aber dies wird stets höflich abgelehnt. Welch grosse Probleme..
    Tatsache ist, das es zuckersüss ist und v.a. Asiaten oft ein Foto machen und das finde ich a) schmeichelhaft b) ein Anfang für einen Schwatz.

    • Widerspenstige sagt:

      Das ist in der Tat einfach zuckersüss und das Kindchen wird es Ihnen bestimmt später danken, wenn es sich auf einer einschlägigen Kinderpädoseite wiederfindet. Einfach umwerfend süss sowas…. 😡

      • Stranger sagt:

        Naja, lassen wir die Kirche im Dorf. Das Kind ist ja sicher bekleidet, wenn es fotografiert wird. Und dann wäre es egal, wenn es auf einer Kinderpädoseite auftauchte, oder? Weil dort werden ja andere Bilder gesucht.

        Ausserdem, Tran, die meisten Kinder sind „zuckersüss“. Also bitte.

      • Hermann sagt:

        Wie könnte es sich dort finden? Oder wissen sie so gut wie man das tut?

      • Sportpapi sagt:

        Klar. Deshalb gehen wir auch nicht mehr ins Hallenbad mit den Kindern, wo all diese Pädos rund um den Beckenrand sitzen und sich Inspiration holen.

      • Vivienne Tran sagt:

        Also bitte… Das störende an dieser ganzen Diskussion ist doch, dass wir miesepetrig direkt von was schlimmen ausgehen, wenn jemand mit dem Kind interagiert.. Wobei das Foto doch tatsächlich nur einmal angeschaut wird, jöööö gesagt und dann vergessen wird..

  • Markus Schneider sagt:

    Machen Sie sich nicht in die Hose. Nächstens werden die blöden Smartphones mit noch viel höherer Auflösung fotografieren können, dann braucht man überhaupt nicht mehr vornedran zu stehen sondern kann wie jeder echte Spanner aus Entfernung abdrücken. Leute mit Smartphones haben ohnehin keinerlei Sinn für Anstand. Ich bin sicher, dass die Zeit kommt, wo wir alle nackt rumlaufen werden und Leute mit Smartphone sich schämen müssen. Schon jetzt gilt doch: Dumm, dümmer, Smartphonebesitzer.

    • Stranger sagt:

      „Leute mit Smartphones haben ohnehin keinerlei Sinn für Anstand.“ äh, ich würde mal behaupten, dass die Mehrzahl der Mamablogbesucher ein Smartphone besitzt. Und gemäss Ihnen völlig unanständig ist. Na danke, Schneider.

      Oder haben Sie das anders gemeint und wollten nur sagen, dass sich manche Smartphonebenutzer manchmal unanständig verhalten? Dann seien Sie BISSOGUET nicht so ungenau. Ist ja peinlich.

      • Markus Schneider sagt:

        Entschuldige, Stranger, so habe ich es nicht gemeint. Sondern anders. Ein bisschen Smartphoen geht leider nicht, das ist doch seit über 20 Jahren mitzuverfolgen und wird inzwischen – na, von wem wohl? – sogar als normal empfunden. Für alle diese habe ich den letzten Satz geschrieben.

  • Tina sagt:

    Ich teile die Ansichten der Autorin voll und ganz! Was gewisse Kolleginnen von mir an Kinderfotos auf Facebook veröffentlichen find ich nicht selten richtig bedenklich. Dabei geht es mir nicht mal um allfällige blutti-Füdli Fotos von Kindern, sondern mehr um die Tatsache, dass da das gesamte Leben der Kinder nicht nur dokumentiert sondern vor allem der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Den Elternstolz kann ich ja eigentlich gut verstehen, aber sollte man als Eltern nicht auch die Persönlichkeitsrechte der Kinder schützen? Geht es nicht eigentlich darum in diesem Artikel?

    • Widerspenstige sagt:

      Genau um das geht es, Tina, und es fragt sich je länger je mehr, wessen Recht man schützen und wessen Rechte man getrost wegnehmen dürfte. Eine KESB wird noch viel Arbeit haben in Zukunft….

  • Sarah Huber sagt:

    Der Himmel beschütze mich vor Pest, Cholera und vor diesen Glucken mit überbordendem Mutterinstinkt.

    • @Sarah Huber

      Sie treffen den Nagel auf den Kopf. So gut hätte ich es nicht sagen können. Der Bub von J.K ist gross genug, um sich selber zu verteidigen, wenn er keine Photo von sich haben will, er rennt davon, versteckt sich hinter anderen Leuten, protestiert. Und ja, man macht aus einem Buben einen Milchbubi, wenn man ständig für alles und jedes die Glucke spielt.

      Karrierefrauen, die ab 30 erst ihre Kinder haben, sind die schlimmsten Rechthaberinnen, masslos, aufsässig, ohne jedes Augenmass.

      • Susi sagt:

        „Karrierefrauen, die ab 30 erst ihre Kinder haben, sind die schlimmsten Rechthaberinnen, masslos, aufsässig, ohne jedes Augenmass.“

        Herr Brechbühl, wüsste ich nicht, dass Sie völlig humorlos sind, würde meinen, Sie machen da einen ganz besonders lustigen Witz…

  • Martin Frey sagt:

    Endlich wieder mal ein gutes, wichtiges und thematisch whs. neues MB-Thema. Auch wenn sich gewisse Exponenten fragen, wo denn das Problem sei. In der Tat ist es etwas ambivalent, seine eigene Privatsphäre und die seiner Kinder schützen zu wollen, und gleichzeitig die Bilder der herzigen Ureinwohner von irgendwo in ihrer Authentizität zu bestaunen. Denn die meisten berühmten Schnappschüsse fallen unbemerkt, auch berühmte Leute wie Desmond Morris haben teils sogar mit versteckter Kamera gearbeitet. Erfragte Aufnahmen sind immer auch gestellte Aufnahmen und haben daher fotographisch weniger Wert.

    • Martin Frey sagt:

      Andererseits halte ich es für extrem wichtig, sorgsam mit den eigenen Bildern umzugehen. Mio. Menschen machen das nicht, und bezahlen oft irgendwann einen Preis dafür. Wenn das irgendwelche öffentlichkeitsgeile Teenies, Erwachsene oder Politiker sind, schlimm genug. Unsere Kinder aber, und das ist der entscheidende Punkt, können diesbezüglich nicht selber entscheiden und sich daher nicht selber schützen. Man muss nicht paranoid sein um zu wissen, dass nachher mit einem Kinderfoto zum Teil Undenkbares gemacht werden kann. Unsere Kinder davor zu schützen ist an uns. Gerade auch auf Social Media.

    • Sportpapi sagt:

      Ein neues Thema im MB? Eher nicht.
      Mich würde, wie schon die letzten Male, wundernehmen, ob eigentlich irgendjemand einmal konkret einen Fall schildern könnte, in dem Kinder oder später Erwachsene „einen Preis“ dafür bezahlt haben, dass man sie als Kind in unverfänglichen Posen, vollständig bekleidet abgebildet und publiziert hat.
      Wenn Kinder nicht selber entscheiden können, sollten es die Erwachsenen an ihrer Stelle auch nicht dürfen. Nicht, wenn wir uns einig wären, wie schlimm solche Bilder sind. Dann aber hätten die Medien (und nicht nur sie) wirklich ein Problem, oder?

      • Martin Frey sagt:

        Ich verfolge den MB nicht so regelmässig und so lange, habe daher angenommen dass das Thema neu ist.
        Wenn Kinder nicht selber entscheiden können, weil sie die Dimensionen einer Handlung nicht abschätzen können und glücklicherweise auch noch wenig Ahnung davon haben, was es auf der Welt so alles gibt, sollten wir diese Entscheidung dafür übernehmen und sicher nicht an Wildfremde abdelegieren. Denn jedes Foto im Internet ist unwiderbringlich. Wie harmlos oder wie explizit diese sind ist m. E. zweitrangig. Es hat mit Respekt, Privatsphäre und Integrität der Kinder zu tun.

      • Sportpapi sagt:

        @MF: Entweder sind solche Bilder unerwünscht bis gefährlich. Dann sollten sie verboten werden. Oder sie sind unproblematisch. Weshalb es sinnvoll sein soll, hier die Eltern entscheiden zu lassen, die ja offensichtlich ganz unterschiedliche Wahrnehmungen haben, entgeht mir eigentlich.

      • Martin Frey sagt:

        Das auch angeblich harmlose Kinderaufnahmen von Interesse sein können beweist ja gerade aktuell die Geschichte eines bekannten SPD-Politikers. 😉
        Es ist m. E. illusorisch zu glauben, dass Kinderfotos nicht auf Interesse stossen, nur weil sie nicht explizit sind. Das ist ein weitverbreiteter Irrtum von uns „Normalos“.
        Und Sportpapi, ich weiss nicht wie alt Ihre Kinder sind. Aber Sie haben sicherlich schon hunderte Entscheide für sie fällen müssen. Dies ist Teil unserer elterlichen Aufgaben.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Diese Argumentation könnte man aber für viele Dinge anwenden: gute Kindersitze im Auto, Velohelm, alleine schwimmen gehen etc. etc. Die Eltern haben da für die Kinder eine Verantwortung es ist an ihnen mit besten Wissen und Gewissen zu handeln, auch wenn sich da die Vorstellung des Einzelnen unterscheiden.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Das stimmt. Aber wenn etwas wirklich gefährlich ist (und einige erwecken hier ja diesen Anschein), dann gibt es Gesetze, dann überlässt man es nicht dem Gutdünken von einzelnen Eltern.

  • Eliane Schneider sagt:

    Ach du meine Güte! Paranoider geht’s wirklich nicht mehr. Und falsch dargestellt in Bezug auf die rechtliche Lage ist es auch. Tatsächlich ist es so, dass im öffentlichen Raum fotografiert werden darf. Das ist noch nicht das selbe wie ein Bild verwenden. Dort gibt es einen Schutz (z.b. nicht für eine Werbung missbrauchen, oder in einen journalistischen Kontext gestellt werden, der heikel ist). Als Fotografin wird man schon genug behindert bei der Arbeit. Das Wesen dieser Kommunikationsform ist, dass man mit Bildern arbeiten muss. Der nächste Schritt wäre dann eine Burka für Kinder, oder? …

    • adam gretener sagt:

      Frau Schneider, was Sie hier behaupten, ist extrem falsch. Es gibt diesen Panorama-Artikel. Ja. Das sollten Sie als angebliche Fotografin aber wissen.

      Ich finde es menschlich anständig, wenn man zuerst frägt.

  • Paul Jenni sagt:

    Freude herrscht! Endlich sind wir in der Schweiz an dem Punkt angekommen, an dem wir keine grösseren Probleme mehr haben, als dass jemand unser Kind herzig findet und ein Foto macht!
    Letzten Winter waren wir auf dem Jungfraujoch und eine Gruppe Asiatinnen fand unsere Tochter (damals knapp ein Jahr alt) wahnsinnig herzig. Zack kamen die Handykameras heraus, die Kleine wurde fotografisch vor der Eigernordwand festgehalten und anschliessend vermutlich irgendwo in Asien unter lautem Jöö präsentiert, Und? Ich habe keine Ahnung, wie dadurch meiner Tochter einen Schaden entstanden sein soll!

  • Impala sagt:

    Und wir sind Auslandschweizer und leben in Ägypten. Unsere drei blonden Kinder werden von den Ägyptern andauernd geknipst – in der Regel wird vorher jedoch gefragt. Hab dann aber auch schon kurzerhand die Gegenfrage gestellt und die ägyptischen Damen auf einem Bild festgehalten. Gleiches Recht für alle. 🙂

  • Charles sagt:

    In den von uns als primitiv eingestuften Länder glaubten die Leute man nähme ihnen die Seele weg. Jetzt freakt jeder aus weil in allen ein Pedo vermutet, Schöne heile Welt. Zum Glück bin ich nicht 20 oder jünger und muss das nicht noch lange ansehen. Traurig!
    Dass aber jeder vor einer CTV cam vorbeiläuft (mit Gesichtserkennung) oder dank seinem chip überall (auch dank seinem Hund) geortet werden kann, scheint niemanden zu stören.

    • Manni Mann sagt:

      man nennt das Kompensation – ich habe Junkies gekannt, die lange Reden darüber halten konnten, wie ungesund Kopfwehtabletten sind….

  • Ramon Nomar sagt:

    Wäre diese Mutter nicht dermassen überheblich, dann täte sie schreiben „unser Kind“ und nicht „mein Kind“. Das Kind hat sicher auch einen Vater.

    • Jürg Ammann sagt:

      Falsch! Wenn sie alleine unterwegs ist, ist „mein Kind“ korrekt; wäre der Papa dabei, hiesse es „unser Kind!“

      • 13 sagt:

        @ Jürg Ammann
        Streng genommen, war sie an keinem der beiden Beispiele dabei. Hätte sie nun schreiben müssen „sein Kind“ oder „das Krippenkind“?

  • Sportpapi sagt:

    Letzlich entscheiden die Eltern, ob und welche Bilder von ihren Kindern entstehen und vor allem publiziert werden dürften. Würden sich alle an die Ratschläge halten, die mittlerweile herumgeboten werden (keinerlei Bilder unserer Kinder), würde der MB und andere Medien jeweils ganz ohne Themenbild dastehen.

    • soso sagt:

      genau, das habe ich auch gedacht: Es gehört schon eine gehörige Portion Heuchelei dazu, im eigenen blog täglich Photos irgendwelchr Kinder zu publizieren und sich gleichzeitig so sehr darüber aufzuregen, dass asiatische Touristinnen dem eigenen Sohn mit der Kamera auf die Pelle rücken.

    • Stranger sagt:

      Ich behaupte, dass alle Bilder der Kinder im Mamablog rechtlich einwandfrei entstanden sind und problemlos veröffentlicht werden können. Naja, eigentlich behaupte ich es nicht, ich weiss es. Glaubt Ihr, die Tamedia geht das Risiko eines Streits ein hier? Die sind nicht so blöd.

      • Sportpapi sagt:

        Rechtlich einwandfrei, sicher. Irgenwo hat eine Mutter oder ein Vater seine Einwilligung gegeben (vielleicht kann das sogar überprüft werden). Aber die hätten das gar nicht tun dürfen, wenn es nach der Aut orin geht, oder?

      • Jeanette Kuster sagt:

        Das ist doch nicht dasselbe Sportpapi. In meinen Bsp hat irgendein Fremder versucht, unser Kind zu fotografieren, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen. Weshalb, wofür – keine Ahnung. Wenn aber Kinder als Fotomodelle (z.B. für Bildagenturen) posieren, gibt es ganz genaue Regeln – wo und in welchem Rahmen wird das Bild publiziert, wo ganz sicher nicht. Und das Ganze ist von den Eltern abgesegnet. Ob die Eltern ihr Kind fragen, ob es fotografiert werden will, weiss ich natürlich nicht. Ich hoffe es.

      • Sportpapi sagt:

        @JK: Wenn es also nur darum geht, dass nicht gefragt wurde, dann verstehe ich das Entsetzen noch viel weniger. Und doch, hier wird immer wieder darauf aufmerksam gemacht, auf gar keinen Fall Bilder seiner Kinder zu posten (auch nicht im „geschützten“ FB), oder zuzulassen, dass Fremde solche Bilder erstellen. Weil man nicht weiss, was damit passiert.
        Meinen Sie denn, Bilder in Hochglanzmagazinen (online verfügbar) oder Zeitungen (online verfügbar) würden weniger verbreitet als meine Privatfotos? Und wer für eine Bildagentur posiert, weiss, zu welchen Themen es dann im Tagi verwendet wird?

  • Sportpapi sagt:

    Dass man vielleicht keine Freude hat an der Situation kann ich nachvollziehen. Aber sich entsetzen? Niemand hat das Messer gezückt, es war nur eine Kamera!

    • adam gretener sagt:

      Ich bin gerade Onkel geworden und kann nun diesen Beschützerinstinkt verstehen. Aber man sollte sein eigenes Tun auch mal reflektieren. Gerade als Journalist veröffentlicht man täglich Bilder, Da frägt auch niemand, ob es den Fotografierten recht ist.

      • Stranger sagt:

        Doch, das wird gefragt. Sie wissen es nur nicht.

      • 13 sagt:

        Sie meinten eher, es gibt Zeitungen, die das nicht fragen. Das sind erstens nicht die Seriösen und zweitens diejenigen, die einen Haufen Geld in ihre Rechtsabteilung stecken, die jedes Mal teurere Vergleiche abschliessen und v.a. diesen Punkt aus der Öffentlichkeit raushalten. Leider lohnt es sich aufgrund der hohen Leserzahlen, die genau das sehen wollen trotzdem. Erlaubt ist es deshalb noch lange nicht.

    • Martin Frey sagt:

      Das sehe ich anders, SP. Ein fremdes Kind ungefragt zu fotografieren ist wie es ungefragt zu berühren. Es ist ein Übergriff. Auch wenn zugegebenermassen das Messer mehr weh tut. Ich würde aber auch rabiat in einer solchen Situation.

      • Sportpapi sagt:

        Wenn jemand Ihr Kind berührt werden Sie rabiat? Das glaube ich Ihnen nicht, Martin Frey. Etwas Verhältnismässigkeit darf schon sein. Es gibt durchaus Übergriffe unterschiedlicher Intensität und Bedeutung/Wirkung.

      • Martin Frey sagt:

        Natürlich ist das so, SP, man muss schon differenzieren. Trotzdem bin ich der Ansicht dass Kinder keine lebenden Teddybären sind, die für wildfremde Menschen als Objekt herhalten sollen. Wie sollen wir unseren Kindern beibringen, dass sie Nein sagen und über ihre Körper selber verfügen lernen, wenn wir das andere zulassen?

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Wenn Kinder nicht fotographiert werden möchten, wenden sie sich ab. Sie entschieden also selber. Ansonsten bestimmen Sie für die Kinder, was auch nichts mit „selber über meinen Körper verfügen“ zu tun hat. Zumal, wenn die Kinder sogar noch möchten.

      • Martin Frey sagt:

        Kinder in einem gewissen Alter (und davon reden wir hier) haben ein Urvertrauen und sagen in aller Regel selber nicht nein zu Fotos, eher noch zu Berührungen. Nochmals, bis zum Beweis des Gegenteils müssen wir diese Entscheide den Kindern abnehmen, davon bin ich überzeugt.
        Für mich persönlich steht bei solchen Fragen immer das Kindswohl zuoberst, dann kommt auf meiner Prioritätenliste lange nichts mehr. Ich bin auch für Selbstverantwortung, aber nur wenn man diese auszuüben weiss.
        Aber wir waren da in anderem, aber irgendwie vergleichbarem Kontext auch schon nicht ganz gleicher Meinung, SP.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Sie gehen nicht auf meinen Gedanken ein. Wenn es um das Kindswohl geht, und das offensichtlich ist, dann sollten Eltern nicht entscheiden dürfen. Sie würden ja sonst absichtlich gegen das Kindswohl verstossen.
        Und doch, kleine Kinder wehren sich sehr wohl dagegen, fotographiert zu werden. Wenn sie das wollen.

      • Martin Frey sagt:

        Ich versuche es doch gerade, SP.. 🙂
        Wer soll denn dem Kindswohl Achtung verschaffen wenn nicht in erster Linie die Eltern? Ich bin ja der Meinung, dass all die Eltern, die glückselig x-tausende ihrer Kinderfotos in der Welt herumschicken und auf FB, Homepages und sonstwo posten, gerade nicht an das Kindswohl denken. Und auch keinen Gedanken daran verschwenden was ihr Nachwuchs einmal dazu sagen, wenn er älter ist, sich irgendwo bewerben muss, Leumund vorweisen muss etc. Wenn der Nachwuchs dannzumal den Entscheid fällen könnte aber anders fällen würde, was dann?

  • Jaa, ganz spannende Diskussion mit Freischalterlis, jupi, supi.

  • Hallwyl Peter sagt:

    MEIN Kind wird nicht fotografiert! Die Autorin betrachtet wohl ihr Kind als ihr Eigentum. Wieviele interessante Fotos und Schnappschüsse die täglich in den Zeitungen erscheinen wären uns vorenthalten, wenn die Personen jedesmal gefragt werden müssten. Viele berühmte Fotografen wurden doch gerade dadurch berühmt, dass sie diese unsinnige Gesetze missachteten. Die nächste Generation Handy wird 20fach Zoom und mehr haben, da werden sie überhaupt nichts mehr bemerken. Betrachten sie es als natürlich, dass man in der Oeffentlichkeit fotografiert werden kann oder tragen sie eine Burka!

    • Jeanette Kuster sagt:

      Ja Peter, MEIN Kind. Wie würden Sie es denn nennen? „Das Kind, das ich zur Welt gebracht habe“? Also bitte… Ich sage auch MEIN Mann, obwohl er nicht mein Eigentum ist.

      • Peter Hallwyl sagt:

        Liebe Jeanette. Das „mein“ habe ich, vielleicht aus dem Zusammenhang mit Ihrem Artikel, tatsächlich etwas überinterpretiert. Sorry

    • Stranger sagt:

      Schon heute sind Drohnen, die die Allgemeinheit filmen, in vielen km Höhe unterwegs. Man sieht sie nicht, aber sie sehen kleine Details auf der Erde und schicken die Bilder live weiter. In der Tat wird die Pixelzahl weiter steigen und schon bald kriegt man aus einiger Entfernung scharfe Bilder von kleinen Dingen. Lange wird es nicht mehr dauern, bis man eine Zeitung aus einem km Entfernung lesen kann.

  • Huch, das Problem möchte ich haben!

  • Benni Aschwanden sagt:

    Absolut Ihrer Meinung! Auch wenn es heutzutage üblich ist, in Internetforen Details aus dem eigenen Privatleben und Selfies zuhauf zur Selbstdarstellung und Egopflege auszubreiten, bedeutet es nicht automatisch, dass kein Respekt (!!!) vor der Privatsphäre anderer nötig ist. Fotografieren oder Filmen geht nur, wenn vorher die ausdrückliche Einwilligung des Motivs (bzw. der Eltern) eingeholt wurde. Speziell in der heutigen Zeit, wo nullkommanichts möglicherweise kompromittierende Bilder für jedermann/-frau einsehbar sind und für den Fotografierten/Gefilmten sehr unangenehme Folgen haben können.

  • Peter Müller sagt:

    Frau Kuster, was Sie da schreiben, ist schlicht falsch. Das Recht am eigenen Bild betrifft nur die Veröffentlichung eines Bildes. Privat darf ich im öffentlichen Raum fotografieren, was und wen ich will. Auch Ihr Kind, falls ich das denn überhaupt wollen sollte.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Das stimmt eben nicht, Sie dürfen Privatpersonen nicht einfach so fotografieren.

      • Georg sagt:

        Es haben beide nicht recht. Es kommt drauf an! Wie so oft…. Aber ich spare mir die Mühe, das genau zu erklären. Die Kommunikationsfachfrau etc. Kuster soll sich selbst bemühen. Ehrlich bemühen. Aber Achtung! Es könnte jemand Ihr (Ihr!) Kindchen fotografien, wenn Sie abgelenkt sind.

      • Manuel Frischknecht sagt:

        Doch, ist so… Sorry aber besser recherchieren.

      • Manuel Frischknecht sagt:

        Was nicht heissen soll, dass ich keinen Respekt vor ihrer Privatsphäre hätte…. nur der Vollständigkeit halber..

      • Hund sagt:

        Wäre es schwierig, das mit einem Link oder so zu belegen?

    • Tim Egger sagt:

      Gem Bundesgerichtsentscheiden koennte hier bereits das Recht am eigenen Bild verletzt sein, da das Kind im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit ist. Zusaetzlich sind erniedrigende Aufnahmen nicht erlaubt. Ich wuerde die Person beim Loeschen von bereits gemachten Aufnahmen begleiten.

      • Hans Meier sagt:

        Ich bin verwirrt. Könnte jemand bitte abschliessend darlegen ob das Recht am eigenen Bild schon die Aufnahme oder erst die Veröffentlichung betrifft. Ich habe in meiner Sammlung 1000’ende Bilder auf denen fremde Menschen abgebildet sind die Ich jeweils bei der Aufnahme nicht um Erlaubnis gefragt habe. Versuchen Sie mal den neuen Sechseläutenplatz in Zürich zu fotografieren ohne andere Personen auf dem Bild zu haben.

      • Stranger sagt:

        Das ist halt sicher nicht so einfach. Wer den Sechseläutenplatz fotografiert, hat auch unfreiwillige Models drauf. Wer auf dem Sechseläutenplatz herumgeht, geht das Fotografiertwerden ein. Wer aber auf dem Platz auf einen Menschen fokussiert, der tut etwas Verbotenes (wenn derjenige nicht einverstanden ist natürlich nur).

        Das ist also nicht ganz straight forward.

      • 13 sagt:

        @ Hans Meier
        Besuchen Sie die Homepage des Bundes und dort des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten, da wird es gut erklärt. Bereits das Fotografieren ist nicht erlaubt. Bei Menschenmengen bestehen Ausnahmen, wie Frau Kuster es übrigens auch aufführt.

  • «Haben Sie auch schon Fremde dabei ertappt, wie sie Ihr Kind fotografieren wollten? Und wie sind Sie mit der Situation umgegangen?» Ja, schon oft! Und als Vater hat es mich ehrlich gesagt immer ein wenig geschmeichelt. Als Berufsfotograf, der selbst oft Kinder fotografiert, mache ich die Erfahrung, dass weitaus die meisten Eltern kein Problem haben damit – im Gegenteil. Nur die wenigsten Bilder landen denn auch im Facebook. Wozu auch? Ich wünsche Ihnen etwas mehr Gelassenheit.

    • 13 sagt:

      Ich hoffe doch sehr, dass Sie als Berufsfotograf nicht fremde Kinder ohne Einwilligung fotografieren. Da Sie ja offenbar mit den Eltern im Gespräch sind, werden Sie auch ihre Einwilligung haben. Und darum geht es hier. Ich hätte noch nie ein KITA-Fotos oder ein Klassenfoto meines Kindes untersagt, sehe auch nichts schlimmes daran, aber es ist ein Unterschied, ob gefragt wird oder ob es einfach gemacht wird.

  • Renato sagt:

    Es ist tatsächlich eine unglaubliche Frechheit, auch in der heutigen Zeit, jemandem ungefragt die Kamera ins Gesicht zu halten.

    Auf diese Verletzung der Privatsphäre gibt es nur eine angemessene Antwort (eindrücklich dargestellt durch Herrn Grönyemeyer):
    http://www.liveleak.com/view?i=2c3_1421496996

    • Sportpapi sagt:

      Klar, das ist natürlich eine angemessene Reaktion.

    • Stranger sagt:

      Moment, hier geht es um den Unterschied zwischen einer Frechheit und etwas Verbotenem. Grönemeyer zu fotografieren ist in vielen Fällen erlaubt und ok, bei Hans Müller aus Hinterpfupfigkofen ist das nicht so.

      Dass Grönemeyer hier aber so ausrastet, finde ich in Ordnung.

  • fabian sagt:

    Was die Auto rin übersieht: Im Laden wo ihr Mann shoppen war, ist sie mit 99% Sicherheit von einer Videokamera aufgezeichnet worden, unablässig. Privatgrundstück, mittels Schild ‚Videoüberwachung‘ gekennzeichnet. Stillschweigend stimmen alle Besucher zu, dass ihre Bilder aufgezeichnet werden. Und beim Nutzen des Facebooks stimmt sie auch zu, dass ihre Bilder von der Internetfirma verwendet werden dürfen.
    Die Privatsphäre wird in Zukunft m.E. nicht von Fremden im öffentlichen Raum bedroht, sondern von Firmen, deren bequemes Angebot man (gratis) nutzen will, und deshalb seine Bildrechte abgibt.

  • adam gretener sagt:

    Aber wenn Schweizer in Thailand, Afrika oder Südamerika ungefragt Kinder fotografieren, oder allgemein Menschen, dann ist das doch nicht so schlimm, die sollen sich mal nicht so haben. Auch in Asien Kindern über den Kopf zu streichen, man versteht nicht, weshalb sich die Eltern so aufregen…

    Und sich zu Hause künstlich aufregen…

    • Lala sagt:

      War auch mein erster Gedanke. Wer mit dem Finger auf andere zeigt sollte bedenken, dass drei auf ihn selber zielen.
      Zudem mir ist es so lieber, offensichtlich fotografiert zu werden. Dann kann ich höflich und bestimmt inervenieren. Viele tin dies heimlich und unbemerkt…

    • Jeanette Kuster sagt:

      Ich für meinen Teil streichle auch im Ausland keine fremden Kinder über den Kopf und fotografiere sie auch nicht ungefragt.

      • adam gretener sagt:

        Aber alle ihre Freunde und Bekannten, die Sie so gerne mögen. Sagen Sie denen auch völlig empört, dass man das nicht dürfe? Oder schauen Sie sich die Bilder an und schenken dann ein Glas Rotwein ein?

    • Synn sagt:

      Einverstanden, fremde Kinder und natürlich auch Erwachsene einfach so zu berühren geht gar nicht, in manchen Ländern sogar noch mehr ein No go als bei uns. Aber als wir mit unserer (blonden) Tocher in Malysia unterwegs waren, mussten wir uns an machen Orten genauso wehren, dass SIE nicht ständig angefasst wurde! Ich denke hüben wie drüben denkt sich wohl mancher bei einem andere Kulturkreis spielt es ja nicht so eine Rolle… 🙁

  • Matthias Schärer sagt:

    Setzen Sie mal das Recht auf das eigene Bild bei FB oder Instagram durch. Ich denke, dieser Paragraf ist durch das allgemeine „I accept“ mittlerweilen auf dem Scheiterhaufen gelandet.

    • fabian sagt:

      Matthias, meine Worte. Aber anstatt das Offensichtliche einzugestehen, betreibt man lieber ein bisschen Empörungsbewirtschaftung. Was eignet sich besser als die bösen Fremden, die das eigene Kind fotografieren – unerhört! Auf FB hat die Auto rin wahrscheinlich Fotos ihrer Kinder dutzendmal hochgeladen. Freiwillig, tsts.

      • Reto Mengold sagt:

        @Schärer und fabian: richtig Lesen hilft, Aussagen zu verstehen. Naja, etwas Denken gehört auch noch dazu! In Ihren Besipielen sind die Personen selbst tätig, und sie tun das, was sie tun wollen. Laden Bilder hoch und akzeptieren Geschäftsbedingungen. Im Artikel der Autorin kritisiert sie Personen, die NICHT um Erlaubnis bitten. Muss man Ihnen den fundamentalen Unterschied tatsächlich erklären?

  • anna marusch sagt:

    Und wie ist das, wenn Europäer in fremde Länder reisen und dort einfach Menschen die dort wohnen fotografieren wollen …. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde das ohne gross nachzudenken gemacht? Halten sich die Schweizer, welche als Touristen in fremde Länder reisen heutzutage diesbezüglich zurück??? Löst das Fotografieren von dortigen Kindern die selbe Empörung und Abgrenzung aus? Oder sind Kinder nicht gleich Kinder?

    • @anna marusch

      In Peru habe ich die Leute immer gefragt, ob ich sie bei der Arbeit fotografieren darf. Ich hätte gerne Schnappschüsse gehabt. Die meisten wollten posieren und wir einigten uns dann auf Posen, die so aussehen wie Schnappschüsse. Aber ich lernte auch jemanden kennen, der in grosser Armut lebte und nicht in seinen Arbeitskleidern fotografiert sein wollte. Zuhause in seinen Sonntagskleidern hätte er es mir erlaubt und er lud mich sogar zu sich ein. Einmal musste ich versprechen, dass ich zurückkehre und eine Kopie der Foto mitbringe.

      • adam gretener sagt:

        Und? Sind Sie zurückgekehrt? Oder dachten Sie, der kann mir eh nichts.

      • @Adam Gretener

        Ich konnte die Filme erst in der Schweiz entwickeln lassen, das war mit meinen Diafilmen in Peru nicht möglich. Ich habe die Photos dann meiner Freundin in jener Stadt geschickt und ihr erklärt, wo sie die Strassenhändlerin findet. Vor der Universidad Agraria gab es nur eine Früchte- und Gemüsehändlerin, die das dort sei Jahren machte. So war es nicht schwierig, diese zu finden.

        Genügt das?

    • crik sagt:

      Teil II: Auf meiner Website hat es einen Disclaimer, dass man sich melden soll falls man sich auf einem Bild erkennt und wenn gewünscht werde ich das Bild entfernen. Juristisch klar im Graubereich, aber eine bessere Lösung habe ich nicht.

      • adam gretener sagt:

        Das ist kein Graubereich, crik, das geht rechtlich nicht. Wie soll denn jemand auf deine Webseite kommen, den Du z.B. am Bürkliplatz unbemerkt fotografiert hast?

        Wie wäre es mit vorher fragen?

    • 13 sagt:

      Ich würde auch im Ausland nicht einfach so fremde Leute fotografieren, in Nordirland wird man ausdrücklich davor gewarnt, man muss also nicht einmal weit weg. Aber die Frage ist eher: ist es in diesem Land auch verboten? Das wird häufig eher nicht der Fall sein.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.