Leben in der Kommentarspalte


Sportpapi, tststs und Brunhild Steiner kennen sich seit Jahren. Täglich diskutieren, lamentieren, witzeln sie miteinander – und ist der eine mal nicht da, wundern sich die anderen, weshalb er nichts von sich hören lässt.

Getroffen haben sich die drei noch nie. Dennoch wissen sie viel voneinander, sie kennen ihre Haltung zu Erziehung, Glaube, Schule, Abtreibung, Prostitution und vielem mehr. Sie gehören zur Gruppe der Stammleser des Mamablogs: Tausende Kommentare haben sie seit seiner Lancierung im März 2009 abgegeben, Tausende andere haben darauf reagiert. Sportpapi allein schrieb bis dato über 15’700 Mal seine Meinung. Brunhild Steiner und tststs kratzen an der 10’000er-Marke.

Was ist es, das sie derart rege am Leben in der Kommentarspalte teilhaben lässt? Wer sind die drei? Die Anonymität verlassen möchte keiner von ihnen, doch Brunhild Steiner und tststs sind durchaus bereit, etwas von sich preiszugeben. Steiner engagiert sich ehrenamtlich und ist Hausfrau. Mit ihrem Mann und den drei Kindern (12, 14, 16) lebt sie in einer 5-Zimmer-Wohnung. Die täglichen Diskussionen in den Kommentarspalten empfindet sie als grosse Bereicherung. Es fasziniert sie, wie die unterschiedlichsten Menschen zusammenkommen und sich miteinander austauschen. «Es lässt mich an einem grösseren Etwas teilhaben. Das hat den Mamablog für mich einmalig werden lassen.»

Tststs ist Anfang dreissig, verheiratet, kinderlos, zugewanderte Zürcherin, studierte Lehrerin, zweifaches Gotti, Notfallbabysitter. Die Diskussionen in den Blogs auf Tages-Anzeiger/newsnet.ch begleiten sie durch den Tag. Immer wieder bringt sie sich ein, um anschliessend wieder nachzusehen, ob jemand auf einen ihrer Kommentare reagiert hat. «Ich bin ein offener und kommunikativer Mensch und mag es, mich mit Leuten auszutauschen», schreibt sie. Auch privat drücke sie ihrer Umgebung ihre Meinung oder Wissen aufs Auge – sei aber nicht beleidigt, wenn dies komplett ignoriert werde.

Sportpapi ziert sich. Wie? – so viele Kommentare, das sei doch sehr viel, schreibt er auf die Anfrage lapidar zurück. Und witzelt: Das sei weniger ein Grund zum Feiern, sondern eher für einen Entzug. Den hat er – zu unserem Glück – nicht geschafft. Er ist dem Mamablog noch immer treu. Er kommentiert – mit wenigen Ausnahmen – täglich mehrmals.

Dank ihm und vielen anderen Leserinnen und Lesern ist der Austausch im Mama-, Sekten-, Stadt-, Polit-, Datenblog oder Blogmag in der Regel gross. Dank der engagierten Stimmen von Eni, Katharina, Muttis Liebling, der Widerspenstigen und unzähligen mehr entstehen lebendige und kontroverse Diskussionen. Sanfte Töne folgen auf Stammtischvoten. Lustiges auf Kritisches, Lautes auf Lausiges. Gewisse Diskussionen greifen die Autorinnen und Autoren abermals in Blogs auf, andere drehen noch Tage und Wochen im Hintergrund weiter.

Blogs ohne Kommentare wären langweilig und leblos. Die Kommentare machen einen Blog zum Thema und aus einem Thema auch einmal eine Debatte. Kein Wunder, gibt es Kommentare mittlerweile zu kaufen – genauso wie Facebook-Likes oder Friends. Kommentare als Erfolgsfaktor, als Kapital. Ein findiger Publizist versucht damit gar Geld zu machen: Wer im Onlinemagazin Krautreporter die Kommentare lesen und selber welche verfassen will, muss zahlen – die Texte der Autoren dagegen sind kostenlos. Das Magazin glaubt an diese Art Bezahlmodell, weil es die Kommentare höher gewichtet als den eigentlichen Beitrag.

Allerdings ist längst nicht jeder der täglich mehreren Hundert Kommentare, die bei uns eingehen, passabel oder gar Geld wert. Die Rede ist von den Querulanten, Trollen, Primitiven, vom Spam: Ihre Einträge haben nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun. Sie sind aggressiv, diskriminierend und zielen lediglich darauf ab, andere zu beleidigen. Solcher Dreck landet im Müll. ZENSUR! – schreien die Betroffenen deswegen immer wieder – doch dem ist nicht so. Wir publizieren berechtigte und respektvoll formulierte Kritik, doch keine rassistischen, sexistischen oder anderweitig inakzeptablen Inhalte, Punkt.

Die Blogger selbst sowie ein speziell dafür geschaffenes Team verwalten die Kommentare. Sie schalten die meisten einzeln frei. Es ist für Bloggerinnen und Blogger dringend zu empfehlen, die Voten nicht zu nahe an sich herankommen zu lassen. Viele (gute) Reaktionen schmeicheln zwar, doch sind sie gehässig oder gar beleidigend, geht das unter die Haut. Einmal empfand ich es als besonders heftig: Ich hatte am Ende eines Textes gefordert, endlich mit Tierversuchen im Zusammenhang mit Studien aufzuhören. Darauf schlugen mir die Schreiber mit ihren Kommentaren direkt in die Magengegend, stellten mich an den virtuellen Pranger.

Die Tonalität entrüstete mich. Gehts noch! Sollen die Leser einen anderen Dummen suchen, an dem sie ihre Aggressionen auslassen können, klagte ich. Zum Glück habe ich mich damals nicht entmutigen lassen. Heute empfinde ich die Stimmen der Leser, ihre Einschübe und Anstösse als eine Bereicherung.


Happy Birthday, Blogs! 15 verschiedene Blogs, mehrere Tausend Beiträge und weit über eine Million Kommentare: Da stehen wir nach fünf Jahren. Die Blogs gehören heute zum festen Inventar von Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Nationale Bekanntheit haben nicht nur die Klassiker wie der Mama- oder der Sweet-Home-Blog erlangt. Auch neuere Blogs, wie etwa Manage Your Boss oder Welttheater, fanden schnell Anklang bei den Leserinnen und Lesern. Grund genug, um nach fünf Jahren Geburtstag zu feiern. In den kommenden zehn Tagen feiern wir unsere Blogs mit speziellen Postings. Und in Videos und weiteren Blogpostings gewähren wir Ihnen einen Blick hinter die Kulissen, porträtieren Autoren – und schreiben über unseren Umgang mit Kommentaren und Kommentarschreibern. Fehlt noch was? Ja! Erst durch die Kommentare von Ihnen, liebe Userinnen und User, entstehen spannende Diskussionen und Debatten. Ein herzliches Dankeschön dafür. Sie finden alle Jubiläumsbeiträge hier.

151 Kommentare zu «Leben in der Kommentarspalte»

  • Christian Duerig sagt:

    Nach all dem Bloggen, können Sie nun die Matura-Prüfung bestehen, um ein Studium in Angriff zu nehmen ?
    Wenn nicht, dann haben Sie Ihre Zeit verschwendet. Very merry X-Mas !

  • Sven sagt:

    Und ich frage mich oft, ob die Leute nichts Gescheiteres zu tun haben, als Blogs abzuklopfen und Kommentare in die Tasten zu hauen. Wenn’s wenigstens zielführend wäre für die Meinungsbildung, aber dazu ist der abgesonderte Bullshit ist doch nur sehr selten brauchbar. Ein Topf für die kochende Volksseele vielleicht, aber insgesamt doch bedeutungslos.

  • marie sagt:

    gratuliere!
    (oh, bin nicht gesperrt)

  • Lizzy sagt:

    Mein persönlicher Liebling ist und bleibt Muttis Liebling.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Ich habe zu Beginn hier auf dem Mamablog hauptsächlich deshalb kommentiert, weil die ganze (Geschlechter)thematik von den beiden ursprünglichen Blogerinnen zu einseitig angegangen worden ist. Dann kamen drei Cartes Blanches hinzu. Mittlerweile kommentiere ich v. a. deshalb, um zu schauen, ob meine Thesen richtig oder falsch sind (oder ob ich etwas vergessen habe). Auf Basis meiner Beiträge hier ist mittlerweile ein ganzes Buch entstanden und ich stehe mit einem Verleger in engem Kontakt: Insofern danke ich allen KritikerInnen hier wie auch andernorten: Sie waren mir eine grosse Hilfe!

  • Peter sagt:

    Sie schreiben, dass sie nur rassistische, sexistische etc. kommentare zensieren. Dies ist leider nicht der fall. ich hatte mal dazu aufgeruften, dass die Leute ihr Facebook account löschen sollten (das thema weiss ich nicht mehr). Dieser Artikel, war ganz klar keine Zensur nach den oben genannten Punkten wert. Trotzdem wurde ich zensiert – evtl weil dem/der Blogger(in) mein Kommentar nicht genehm war.

    • nicole sagt:

      Von mir wurde auch schon viel gelöscht. Ich bin nicht rassistisch oder so nur manchmal ein Querdenker und meine Kommentare sind nicht immer Mainstream

    • Laladiva sagt:

      Genauso ergeht es mir. Ich gebe zu manchmal sarkastisch und ironisch zu formulieren, oder teilweise auch gewollt provozieren zu wollen. Sarkasmus und Ironie werden zu 90% nicht verstanden und nicht freigegeben obwohl ich dies als wichtige Ergänzung oder Auflockerung zu einer ausgewogenen Diskussion sehe. Auch den „Advocatus diaboli“ muss es geben um neuen Wind in gewisse Thematiken zu bringen. Für all das wünschte ich mir mehr Verständnis bei den Kommentarspalten-Freigebern. Einer der wenigen hier im Tagi ist Reda El Arbi, der scheint in dieser Hinsicht grosszügiger zu denken.

      • mostindianer sagt:

        Ihr Kommentar wartet auf Freischaltung.
        Das habe ich schon oft gelesen. Manchmal ist mein Kommentar dann aufgetaucht, häufig aber auch nicht…

  • Stranger sagt:

    Technische Probleme? Auf dieser Seite zum Beispiel funktionieren die Antworten nicht, jede solche sieht aus wie ein Originalkommentar. Das ist kein neues Phänomen sondern schon vor vielen, vielen Monaten aufgetreten. Eigentlich schon etwas gschämig, nicht?

  • tststs sagt:

    Übrigens, wenn wir schon bei den verlorenen Seelen sind, wo ist Heidi Merz?
    😉

  • P.S. sagt:

    Zum Stichwort Zensur:
    Man kann durchaus auch hier ab und zu mal ein Kommentar schreiben, der gelöscht wird, weil er nicht der Meinung der Redaktion entspricht. Das Problem liegt darin, dass frau oder auch man gerne eine dogmatisch wiederholte Meinung als Wahrheit übernimmt. Beispielsweise viele angebliche Fakten im Dunstkreis vom heutigen aber auch vergangenen Feminismus. Da werden viele Dinge einfach als so gegeben betrachtet und nicht mehr hinterfragt. Widerspricht man diesen (noch so galant), wird man sehr schnell in eine Ecke, hier beispielsweise Chauvinismus, abgedrängt und zensiert…

  • Pedro sagt:

    Ich habe werder Kinder noch bin ich Götti oder sonstwas in der Art, und für mich ist der MB trotzdem interessant. Es gibt mir Einblick in ein absolutes Parallel-Universum, da ich ein völlig anderes Leben führe. Manchmal denke ich: „Gottseidank ist es bei mir nicht so“, -aber ab und zu denke ich auch: „ob ich was verpasse?“ Zu den Namen wie „Sportpapi“ oder „tsts“ habe ich sogar geistige Bilder, sogar mit deren Wohnungseinrichtung im Kopf…-ob die nun der Realität entsprechen, keine Ahnung…-aber so alle 1-2 Tage gucke ich sicher kurz oder manchmal auch länger in den MB.

  • Widerspenstige sagt:

    Es hat also rund 5 Jahre gedauert, bis man den Wert regelmässig zu Sachthemen mit viel Zeitaufwand und Sachkenntnis Kommentierende gebührend aus den Redaktionsstuben erwähnt. Wie schön, das noch erleben zu dürfen und nein, ich werde dafür nicht in Franken bezahlt, ’nur‘ in Lob oder Tadel 😉
    Es ist wie mit allen essentiellen Dingen des Lebens, die man mit grossem Enthusiasmus macht: es ist für mich eine Herzensangelegenheit und die kommt einfach aus einer Reflexhandlung heraus. Das Home-Office macht es möglich und ist Segen oder Fluch – ich habe es noch nicht so genau im Griff… 😀

  • @Franz Vontobel

    Wenn Sie mir schon die Worte auf die Goldwaage legen, dann meine ich ein Sortiment davon was die öffentlich geäusserten Meinungen sind (Plural).

    Repräsentativ müsste das nur sein, wenn jemand Statistik machen will. Statistik beinhaltet per se Verallgemeinerung und Gleichschaltung.

    Davon rede ich nicht, sondern von der offenen Auseinandersetzung mit Fakten, Einsichten, Lebenserfahrungen. Bei den Fakten gibt es keine Demokratie. Es genügt, wenn einer Recht hat. Wenn aber dieser eine der politischen Korrektheit geopfert wird, dann geht sein Wissen unter.

  • Franz Vontobel sagt:

    Auf diese Weise erhält der Leser eine Überblick, was die tatsächliche öffentliche Meinung ist…

    Das stimmt doch nicht, würde auch ohne “Lö_schmassnahmen” nicht stimmen… oder haben sie wirklich das Gefühl, Blogschreiberlinge seien ein repräsentativer Querschnitt durch die “öffentliche Meinung”?

    • Stranger sagt:

      MamablogkommentatorInnen sind eindeutig ein repräsentativer Querschnitt über die MamablogkommentatorInnen.

  • fufi sagt:

    Naja, aber vergesst bitte nicht das Salz in der Suppe.
    Orlando, zum Beispiel, oder wie er sich denn auch nannte.
    Auguste, Katharina, Pippi Langstrumpf, Astrid wo jetzt Carolina heisst.
    Und viele andere von früher, die ich hier nicht mehr treffe.
    Ich frage mich nicht, weshalb!

    Ist die Suppe unterdessen etwas fade geworden?

    Also falls ich ein Querulant, Troll oder Primitiver bin,
    wenn mein Kommentar nichts mit dem Thema zu tun hat,
    oder falls ich damit rassistische, sexistische
    oder anderweitig inakzeptable (hä?) Inhalte
    beinhalten täte:
    Bitte weg damit!

    Ansonsten: Happy Birthday

  • Franziska sagt:

    Ich mag Sportpapi, tststs, Brunhilde Steiner & Co. Ihre Kommentare sind zuweilen ernst, lustig, ironisch und vor allem, sie sagen ihre eigene, persönlich Meinung zu diversen Themen. Ich mag Menschen die sich getrauen ihre Ansichten zu vertreten, denn ich gehöre zu den schüchternen. Nach über einem Jahr regelmässigem Lesen habe ich erst jetzt begonnen zu kommentieren, jeweils in der Mittagsschlafpause meines Kleinen. Die Kommentarspalten sind für mich sozusagen eine Übung für die reale Welt da draussen 😉

  • Sama sagt:

    Ich lese fast täglich und schreibe jedoch wenig – aber die Stammschreibenden werden einem im Laufe der Zeit vertraut. Und auch wenn ich von vornherein weiss, das xy eine komplett andere Lebenseinstelltung hat – man mag die unbekannte Person doch. Wie in einer Stammkneipe, an der am immer gleichen Tisch die immer gleichen Alkis sitzen – mit denen man zwar wenig gemeinsam hat, aber die man doch ins Herz schliesst und man sich besorgt fragt, was los ist, wenn mal ein Stuhl leer bleibt.

  • tststs sagt:

    Ich möchte hier ganz kurz etwas zur Zensur schreiben:
    Ich kann mich nicht entsinnen, dass ein Beitrag von mir nicht veröffentlicht wurde! Wenn also hier einige über unveröffentliche Kommentare berichten, dann sind die wahrscheinlich schon seeeeehr grenzwertig (gemessen an meinen Beiträgen) oder wurden schlicht vergessen (hey, wo Menschen arbeiten…).
    Wo es Verbesserungspotential gibt, ist sicherlich bei der Transparenz; so kann ich zB eigentlich seit einigen Wochen wieder „barrierefrei“ kommentieren, aber just heute ist mein erster Beitrag (Antwort auf Lisa) in der Warteschleife gelandet 🙂

    • Susi sagt:

      Also, bei mir wurden schon so einige Beiträge nicht veröffentlicht. Bei einigen konnte ich das ansatzweise nachvollziehen, bei anderen hab ich mich schon seeehr gewundert, was jetzt da nicht richtig gewesen sein sollte. Aber eben, es wird ja keine Korrespondenz darüber geführt. 🙂

      • Martin Frey sagt:

        Ich denke, unter dem Strich ist die MB-Zensur sehr liberal. In der regulären Newsnetz-Artikeln jedoch, insbesondere zu polit. Themen und im Kommentarteil wird teils im grossen Stil zensuriert. Interessanter dünkt mich da jeweils weniger, was zensuriert wird, als was erstaunlicherweise immer wieder durchgewunken wird. Ganz subjektiv hat mich da auch schon das leise Gefühl beschlichen, dass es die Schreibenden selbst sind, die über die Gefälligkeit der Kommentare entscheiden. Was wiederum auch auch eine Art Meinungsbildung wäre. Persönlich denke ich, dass da mehr Transparenz nicht schaden würde.

      • Katharina sagt:

        MF: Als eine, die direkten persönlichen Kontakt zu einer der Gründerinnen hatte, kann ich Ihnen sagen, dass es manchmal schwer ist, die Beiträge zu verdauen. Umgekehrt muss ich aber auch sagen, dass die eigene Dünnhäutigkeit (und etwas Eitelkeit) mitwirkt. Letzteres betrifft auch mich selber. Wenn ich ältere Beiträge meiner selbst nachlese, frage ich mich manchmal schon, woher meine Rage kam. Und diese Frage müssen sich alle stellen, wo etwas am Selbst reibt.

        Ich finde es jedenfalls interessant, dass im Verlauf hier über die Zeit die Stimmungswesen der Beitragenden sehr wohl durchschimmern.

      • mila sagt:

        @Katharina: Schöner Kommentar. Selber hüte ich mich (wohlweise) davor, ältere Kommentare von mir zu lesen… Da war einiges dabei, das (respektive wozu) ich heute nicht mehr schreiben würde. Das Schöne an (in) diesem Schreibgefäss ist eben auch, dass die Stimmungswesen, wie Du sie liebevoll zwinkernd nennst, sich über die Zeit verändern können.

      • Widerspenstige sagt:

        Kat, ich kam später dazu und wurde gerade mitten ‚ins Geschehen‘ involviert. Da ging es rauh zu u her und möchte ich nicht mehr in dieser Art hier lesen. Ich brachte mich ein mit der Aufforderung an eine der Gründerinnen, endlich hier aufzuräumen und den Blog so nicht vor die Hunde gehen zu lassen etc. Er war fast dem Absturz geweiht, weil praktisch nichts zensuriert wurde. Das hat sich nach und nach aufgedrängt für alle Beteiligten, vorallem aber für die Online-Autoren. In diesem Sinn bin ich froh, dass hier tatsächlich aufgeräumt wurde, was einem gewissen Tr0ll zu verdanken ist, oder? 😆

      • Stranger sagt:

        Ich finde, dass in einer demokratischen Gesellschaft so wenig wie möglich zensiert werden soll. Man soll gerade noch klare Beleidigungen filtern, aber sonst so ungefähr alles durchlassen.

        If you can’t stand the heat, nicht wahr.

      • Katharina sagt:

        WS: Meinst Du der Unaussprechliche habe hier aufgeräumt oder er sei Grund, dass das ganze beinahe abstürzte? Ersteres glaube ich nicht, ausser, dass die Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Quelle eine PR Firma in Wien ist. Und zweites glaube ich nicht, weil das Karussell ja munter von mehreren genährt und weitergedreht wurde. Zu letzterem können wir wohl alle etwas Asche aufs Haupt streuen.

        Aber es ist wirklich schade, dass einige der hier als vermisst genannten verschwunden sind. Es ist aber auch so, dass dieses Gefäss auch für mich manchmal die Inspiration missen lässt.

      • Katharina sagt:

        Mit Inspiration meine ich, was mich zu meinen Höhenflügen als Komet veranlasste.

        Aber in meinem Leben hat sich vieles geändert und wohl die Ruhe mir geschenkt, die ich brauche. Ein Fokus, der wie eine Naturgewalt wirkt.

      • Katharina sagt:

        Mila, also ich lese manchmal älteres nach. Oft, wenn ein Verlauf mich an mir bekannte Muster erinnert. Muster des Verlaufes, aber auch Auslöser. Diese zu kennen sind für mich eminent wichtig.

    • Katharina sagt:

      Tsts: „seeeeehr grenzwertig“ Nein, dem ist eigentlich schon nicht so. Und das weiss ich aus eigener Erfahrung. Einige Probleme sind technischer Natur, einige nicht. Es hat auch mit Ressourcen zu tun, bzw, wie viel Ressourcen gesprochen werden. Transparenz ist sicher das wesentliche Stichwort und da wurde und wird auch hier wiederholt darauf hingewiesen, wer den Goldstandard setzt. Dieses Haus hier hat aber diese Voten seit Jahren weder honoriert oder ansatzweise umgesetzt. Belegbar. Die Frage des Bias bleibt somit im Raum. Das betrifft auch die belegbaren Analysen betreffend Wörtern und Listen

      • Stranger sagt:

        Also, Leute, Kat scheint, wie oft, etwas paranoid, aber sie hat verdammt Recht. Was genau warum zensiert wird und was warum nicht, das ist total intransparent, die Regeln dazu scheinbar simpel, aber in Wahrheit geht es gar nicht so zu und her. Man hat des Öfteren das Gefühl der Willkür. Wenn man Sachen lesen kann, die eindeutig zensiert gehörten und gleichzeitig eigene Meinungsäusserungen, die nicht einmal scharf, sicher nicht persönlich gemünzt waren, hinauskippen – dann ist was faul im Staate Tamedia.

      • Katharina sagt:

        Weisst Du, Stranger, mich stören Aussagen wie „Kat scheint, wie oft, etwas paranoid“. Ich bin das eigentlich nicht, auch wenn gerade jetzt, wo es in unseren Strassen wieder brennt, auch quasi einen Häuserblock entfernt unten am Fuss meines Hügels. Die Erinnerung an Watts wird sehr gegenwärtig, auch wenn ich diese Leute wirklich verstehe. Die Brüche im gesellschaftlichen Gewebe, vor dem ich in letzter Zeit so oft zu warnen versuche.

  • Heidi K. sagt:

    Wahrscheinlich sind die „wichtigen Blogger“, die hier namentlich erwähnt wurden, alle arbeitslos und haben darum auch Zeit, ständig was zu sagen. Ich freue mich auch auf den Mamablog aber in letzter Zeit lese ich nur noch den Artikel und gehe nicht mehr zu den Kommentaren, da die Zeit fehlt und es meistens sowieso immer die gleichen sind, die diskutieren.

  • Luise sagt:

    Ich lese ab und zu mit und kommentiere selten. Was mich wundert ist, wieviel Zeit die Vielkommentierer offenbar haben!

  • Irene feldmann sagt:

    Ich finde wie bei den meisten Dingen sollte man die proportionen nicht verlieren. Es ist schön das es die blogs gibt, das das Kommentieren Möglich ist , doch dies ist nicht lebenswichtig speziell da man die Schreiber nicht wirklich kennt, man nimmt an Sie zu kennen. Man lernt, ereifert sich but at the end of the Day sind es nicht die Personen die wir vor uns haben, deshalb proportionen…:)

    • Carolina sagt:

      Liebe Irene
      Ich bin jetzt mal ganz ehrlich und beschreibe anhand von Ihnen, wie es mir meistens geht: als Sie hier auftauchten, dachte ich (sorry, Sie dürfen mir auch auf den Kopf hauen;-)) ein schwerer Fall von Hyperaktivität. Eine Weile lang habe ich mich wirklich genervt, dann ging es mir aber wie meistens und aus dem Genervtsein wurde langsam Respekt und Freude daran, dass Sie auf unnachahmliche, ganz ureigene Art und Weise hier mitmachen – ich mag Ihre ausgleichende Exzentrizität sehr!
      😉

      • Katharina sagt:

        Caro… warum nerven wir uns ale aneinander… manchmal? Ich habe dazu noch keine Antwort gefunden.

      • mila sagt:

        Weil sich die Kluft zwischen dem Splitter im Augen des anderen und dem Balken vor dem eigenen gerade in der Blog-Welt besonders augenfällig auftut? Dies zumindest wäre meine (gelernte) Antwort, nachdem ich mir überlegt habe, weshalb mich bestimmte Charaktere in der Vergangenheit besonders nervten. All die unschönen Attribute, die man dem jeweiligen Kontrahenten nur zu gerne (und häufig) zuschreibt – Engstirnigkeit, Geltungsbedürfnis, Arroganz, Ignoranz etc. – findet man bei näherer (ehrlicher) Betrachtung nicht selten bei sich selbst in bestimmten (Lebens-)Bereichen vor.

      • mila sagt:

        In dieser Hinsicht war der MB für mich ein echter Augen-Öffner (was mit ein Grund ist, weshalb ich mich weiterhin darin rumtummle – mal mehr, mal weniger rege). 😉

      • adam gretener sagt:

        Frau Feldmann ist ein verrücktes, liebenswertes Huhn. Sie braucht nicht zu jedem Thema eine Meinung zu haben, weil sie Haltung und Achtung besitzt.

        Was ich besonders an ihr mag. Sie würde sofort das Vögelchen am Wegesrand bei sich aufnehmen und aufpäppeln, gleichzeitig aber dem Klitschko an die Gurgel gehen, wenn der nicht spurt.

      • Stranger sagt:

        Kat, ich weiss es. Weil Ihr beide starke Meinungen habt.

      • Irene feldmann sagt:

        Ja caroline ich bin ein ADHD Fall und zwar impulsive-dissorder, so nach meinem Neurologen. Als Kind, zu meiner Zeit wurde ich verrückt genannt. Meine Gedanken rasten im Kopf und ich war immer Ellen Längen den andern Voraus. Auch heute noch Ringe ich mit diesem fuck-up doch kann ich dies meistens besser regulieren, durch Yoga, meditieren und Scharfschießen. Wir alle haben etwas spitzes irgendwo welches rund sein sollte, ich bin einfach dankbar das ich weiß, an was es liegt.

      • Irene feldmann sagt:

        Adam, vereinzelt begegnen mir Menschen, wie sie, welche die emotionelle intelligents haben einen andern menschen Genau so zu sehen wie er wirklich ist ohne ihm, ihr begegnet zu sein, as a Person. Das empfinde ich als großes glück und ich bin dankbar dafür. Ich schätze ihre Kommentare, weil sie adam fähig sind, roh und ehrlich ihre Überzeugung darzulegen, ohne Rücksicht obs jetzt den Maßen passt oder nicht. Danke!

      • Carolina sagt:

        Kein Wunder, dass Ihr Post so lange gebraucht hat, bis er durchgekommen ist: Das Wörtlich, das mit f anfängt und mit p endet, steht ganz, ganz sicher auf der Liste 😉

        Es wird ja immer interessanter: Scharfschiessen? Wow! Wünsche Ihnen einen schönen Tag!

      • adam gretener sagt:

        Liebe Irene, ich getraue mich nun endlich mal. Ich finde Sie klasse, auch wenn Sie mir an den Karren fahren. Gerade dann.

        Es gibt viele Menschen hier, die haben viel Verstand. Aber leider null Herz. Es wird alles im Kopf ausseinanderdividiert, es wird nachgedacht und parliert. Aber das Thema einfach mal in den Arm zu nehmen und zu sagen, ich bin hier, das fällt allen schwer.

        Der Kern eben.

    • Stranger sagt:

      Hm. Irene. „At the end of the day“ comes the evening. Solche allerwelts und nichts sagende Bisnessinglisch-Topoi sind nur ärgerlich.

      • Irene feldmann sagt:

        In den Worten ist die Kraft, wenn man diese versteht und zwar nicht oberflächlich sondern tiefgängig.

      • Irene feldmann sagt:

        Lieber adam es ist einfach, wir sind 2 Musketiere…..:) on a Mission…..Danke für Ihre Offenheit und auch dafür, dass sie nicht mehr streiten, mit dem Männdle, auch ein Vogel welcher gerne nur ein Schwinger wäre…:)

  • Lea sagt:

    Ich finde es jedoch schade, dass den ?wenigen? nichtveröffentlichten Kommentaren nicht gesagt wird, dass und weshalb er nicht veröffentlicht wurde. Vom mir wurden bisher etwa zwei nicht veröffentlicht, wobei mich die Unsicherheit ob ich falsch gesendet habe, es nicht erlaubt ist zu anderen Zeitungen zu verlinken, ich zuviele Schreibfehler machte oder ob die Gastautorin nach den ersten 20 negativen nur noch positive durchliess, beschäftigte.

    • Gabriela Braun sagt:

      Liebe Lea, es gehen täglich mehrere hundert Kommentare ein, für eine entsprechende Rückmeldung fehlt die Kapazität. Konstruktive Kritik ist immer willkommen und Schreibfehler kümmern uns nicht. Links sind allerdings nicht erlaubt.

      • Katharina sagt:

        Frau Braun: Der Einwurf von Lea hat eine Geschichte, und da muss ich sagen, dass Ihr Haus betreffend Transparenz nicht brilliert. Ich verstehe, und ich denke die meisten anderen auch, dass Sie, bzw, diese Platform, auch rechtlichen Rahmenbedingungen genügen muss (Thema Znsur). Ihr Problem ist, wie Sie selber sagen, der Aufwand, bzw dass dafür weder die Ressourcen gesprochen sind als auch die Prozesse definiert, wie moderiert werden soll. Umgekehrt leistet sich Ihr Haus einen grossen Aufwand, Bl0gs zu erzeugen, die das Interesse der Leserschaft sehr wohl anlockt.

      • Katharina sagt:

        Ich schreibe dies nicht als direkte Kritik an Sie, sondern etwas, das seit Anbeginn dieses Raumes nie gelöst wurde. Der Aerger einiger ist somit sehr wohl nachvollziehbar und ich finde, Sie solten dies nicht ignorieren.

      • Stranger sagt:

        Kat, die sind dermassen erfolgreich, die kümmert unsere Kritik gar nicht.

      • Lea sagt:

        @Gabriela Braun: Danke fùr die Antwort. Das Links eigentlich nicht erlaubt sind, erstaunt mich sehr. Bisher habe ich erfolgreich ab und zu Links ins mit Website bezeichneten Feld geschrieben, beispielsweise um auf die im Blog genannte nichtverlinkte Studie zu verweisen oder um meine Behauptung zu stützen.
        Das mit der Rückmeldung müsste ja nicht individuell sein. Sicherlich gibt es schon Programme, mit denen die Redaktion beim Prüfen der Kommentare wählen kann, ob ein Kommentar ok ist oder (anhand einer kurzen Liste), warum nicht und welches dann automatisch eine vorgeschriebene Mail versendet

      • Katharina sagt:

        Lea, es geht nicht um eine Mail, sondern dass eine Entfernung für die Mitlesenden nachvollziehbar ist. Das Problem mit den Filterlisten ist, dass die, abgesehen von einigen offensichtlichen Wörtern, unklar bleibt. Etwa Fachausdrücke, ethnische Wörter usw, die eindeutig auf dem Index stehen. Manchmal ist es sogar so, dass Bezugnahme auf eine mitwirkende Person (@ und Name) nicht geht.

      • Lea sagt:

        @Katharina: Dass hier vermutlich keine automatischen Filter eingesetzt werden, schätze ich sehr. Wenn beispielsweise Geschlechtsorgane nicht mehr benannt werden dürften in einer Diskussion über diese aus Plüsch, fände ich dies absurd.
        Die automatisch Mail, die ich mir wünsche, würde natürlich die menschliche Redaktion nicht ersetzen, sondern nur ermöglichen, dass diese mit kleinem Aufwand Betroffenen die Ablehnung plausibel machen.
        Wenn ich beispielsweise morgen diesen Text nicht sehe, habe ich keinen Anhaltspunkt. Wenn ich hingegen ein Mail bekomme, weshalb nicht, kann ich mich ändern.

      • Die Z3nsur ist überhaupt nicht nachvollziehbar,

        Wörter wie ll0schen, R4dakt1on, Namen von R4dakt0ren, BlUg sind automatisch auf dem Index. Und nein Lea, es sind nicht „wenige“ K0mmenat4re, die gel0scht werden, sondern an die 20%.

        Zudem werden ganze Personengruppen ausgeschlossen aus der Diskussion. Es ist ein ständiger Eiertanz, wenn man nicht die Weltschau der R. teilt und deren Vorstellung, was anständig ist und was nicht. Es ist ein richtiger Kindergarten mit den Bl866erinnen als Mammeli, die meinen, die Leser erziehen zu müssen.

    • Stranger sagt:

      Es sind nicht wenige. Ich bin überzeugt, dass die Red. täglich Dutzende Posts zensiert.

  • Anh Toan sagt:

    Habe die letzten 5 Jahre eine Menge Kommentare bei Never Mind The Markets geschrieben. Es ist eine Form von Studium, von Lernen, seine Gedanken zu einem Text, ob Artikel oder Kommentar, zur Diskussion zu stellen. Das schriftliche Formulieren von Gedanken hilft, diese zu präzisieren und verifizieren. Zeit habe ich, erstens weil ich keinen Fernseher habe, und zweitens von zu Hause am Compi arbeite, also niemand physisch da zum mal schwatzen und kein Arbeitsweg. Aber ich würde weniger schreiben, wenn ich damit nicht auch Hits auf meine Webseite generieren könnte, ich gestehe!

    • Anh Toan sagt:

      Oft bin ich auch im Ausland, Blogs verschaffen mir einen Kontakt zur Schweiz von überall auf der Welt.

      • tststs sagt:

        Immer gern gelesen; aber im NMTM getraue ich (jawohl, moi!) mich meist nicht, da ich SOFORT als absoluter Laie entarnt werde!

      • Stranger sagt:

        Hm. In NMTM sind sicher viele absolute Laien unterwegs. Man merkt es nur nicht, weil sie so überzeugend schwafeln können (und das ist in der Wirtschaft ja ALLES).

  • Ich sagt:

    Meiner Meinung nach würde es der Diskussion im Mama Blog gut tun, wenn sich gewisse „Dauer-KommentatorInnen“ etwas zurückhalten und damit Platz und Luft für andere Wortmeldungen schaffen würden. Im wahren Leben gibt es nichts ätzenderes als Zeitgenossen, die ihr Umfeld ohne Unterlass und zu jedem beliebigen Thema mit der eigenen unfehlbaren Meinung beglücken. Und in einem Blog?

    • tststs sagt:

      Ständen wir von Angesicht zu Angesicht, dann würde ich jetzt Schweigen und Ihre Meinung abnicken – habe ja dazugelernt… aber hier muss ich keine Konsequenzen fürchten, darum: jajaja blablabla, nur weil ich mich laut äussere, heisst das nicht, dass ich anderen den Mund verbiete! Oder anders gesagt: es verschaffe sich jeder selber Platz und Luft!

      • Ich sagt:

        Zwischen schweigend Abnicken und zu jedem Thema die eigene Expertenmeinung zum Besten geben, findet sich aber schon noch eine gewisse Bandbreite gesellschaftsverträglichen Verhaltens, finden Sie nicht, Tststs (wobei ich Sie mit meinem Kommentar gar nicht gemeint habe)? Aber wie dem auch sei; im Grunde stört mich die Präsenz der DauerkommenatorInnen nicht wirklich. Einigen Exponenten (gilt lange nicht für alle, die häufig kommentieren) fehlt m.E. einfach das Gespür dafür, wenn der Zeitpunkt zum Schweigen bzw. Zuhören (oder Mitlesen) gekommen ist. Ich finde das peinlich.

      • tststs sagt:

        Ja, da bin ich wieder ganz bei Ihnen, Ich!
        Deshalb versuche ich bei Themen, zu denne ich keine persönliche Erfahrung beisteuern kann (zB Schlafentzug durch ein Neugeborenes) nicht dreinzureden (höchstens gut zureden).
        Denn ich ärgere mich genauso, wenn Leute jenseits von Wissen rumposten und mit Begriffen um sich schmeissen…mein Lieblingsbeispiel: der Gender-Begriff 🙂

        Läck, diese Selbstbeweihräucherung…

      • mila sagt:

        Hehe, tststs: Ich habe mich in der Vergangenheit auch (sehr) oft an der Selbstbeweihräucherung anderer gerieben. Bis ich meine eigene Tendenz dazu zur Kenntnis genommen habe…

        Seitdem lebe ich im MB (wie auch im Alltag) ein ganzes Stück gelassener. 😉 Und trenne auch nicht mehr zwischen realer und Blog-Existenz: was immer ich zu sagen habe, würde ich jederzeit auch im persönlichen Gespräch vorbringen. Äusserungen, die nur hinter einer geschützten Maske ohne lebensweltliche Konsequenz vorgebracht werden können, haben für mich keinen Wert (mehr). Dafür brauchte es aber die Erfahrung der Maske.

      • Stranger sagt:

        Nein, mila, braucht es nicht. Ich war schon immer so unterwegs. Was ich hier schreibe, könnte ich Dir auch im Bett ins Ohr flüstern (mich gibt es nur einmal, und genau einmal, und das war schon immer so.)

      • mila sagt:

        Ich habe von mir selber geschrieben, nicht von der Allgemeinheit. Aber wenn wir schon beim Bettgeflüster unter Fremden sind: so sehr ich auch grüble, ich komme nicht darauf, wer Stranger sonst noch gewesen sein könnte. Mein Sprachmustererkennungsdetektor, der schon früher nicht immer zuverlässig war (ähem…), ist mittlerweile scheints ganz eingerostet.

        Aber irgendwie befürchte ich, dass es sich bei besagtem Bettgeflüster nicht um Liebesgeraspel handeln würde. 😉

      • Carolina sagt:

        Aber mila, das ist doch ‚unser‘ Ausserirdischer…… 😉

      • Stranger sagt:

        Liebesgeraspel? Neinnein, sowas wollte ich nicht insinuieren, ich suchte nur ein Moment, das meinem Post etwas Würze verleiht, das ist alles.

    • Susi sagt:

      @Ich: Finde diese Kritik etwas unbedarft. Also, ich gehöre zwar nicht zu den Dauer-Kommentatorinnen, aber manchmal mache ich mich hier auch gerne mal breit, wenn ich grad Zeit habe, das Thema passt und interessante Kommentare zu Repliken herausfordern.
      Online kann man ja auch einfach selektionieren, wen man liest und wen nicht, mir doch egal, wenn es Susi-Kommentar-ÜberspringerInnen gibt.

  • fgee sagt:

    Ich empfinde: Die Handvoll Dauerkommentierenden haben den Blog gleichsam „gekidnappt“. Das Resultat wirkt wie eine geschlossene Gesellschaft. Gelegenheitskommentare gehen in der Wörterflut der anderen geradezu unter. Hier ist irgendwie öppis aus dem Ruder gelaufen.

    • tina sagt:

      ja stimmt, das hat mich anfangs als ich hier mitschrieb auch massiv gestört. inzwischen ist der mamablog für mich etwas wie eine stammbar, in die ich nur gehe, weil die stammtischler so schräge figuren sind (das ist nicht böse gemeint, ich mag schräge figuren), ich aber zu den themen zu meinem erstaunen sehr häufig etwas zu sagen habe. „gesteigertes mitteilungsbedürfnis“ nennt man das wohl

      • Stranger sagt:

        In der Tat, ist man genug schräg, dann übersteht man die Zensur. Muttis Liebling ist so einer. So schräg, dass er schon wieder erträglich ist.

        Aber Katharina, zum Beispiel, hat hier früher viel mehr gepostet. Heute ist sie recht selten am Schreiben. Warum? Naja, Mamablogger, studiert mal.

    • mila sagt:

      @fgee: Die Vielschreiber unter den Kommentierenden sind (in der Regel) Vieldiskutierer. Ich kann nur für mich selber sprechen, aber mir geht es nicht in erster Linie darum, (einfach m)eine Meinung zu platzieren, sondern darum, diese immer wieder neu zu prüfen und zu entwickeln. Das macht für mich den Austausch hier spannend, egal ob mit Dauer- oder Gelegenheitsgästen. Und ich persönlich denke, genau von diesem Austausch lebt dieser spezielle Blog. Eine Fülle von Einzelkommentaren ohne Diskussionszusammenhang finden Sie in jedem anderen beliebigen Blog, wenn Ihnen das mehr zusagt.

      • tststs sagt:

        Selbstverständlich hat sich mein Horizont durch das Lesen der vielen Kommentare und quasi Second-Hand-Erfahrungen erweitert, aber wie Sie schreiben, ist man meist ein „Viel-…“ und als ein Vertreter dieser „Viel-…“-Spezies muss ich einen gewissen Geltungsdrang meinerseits einfach eingestehen 😉

      • mila sagt:

        Ich hatte diesen Geltungsdrang (in ziemlich ausgeprägter Form…) auch, vor meiner längeren Absenz. Heute geht es mir aber tatsächlich um etwas anderes. 😉

    • Katharina sagt:

      fgee: Den Eindruck hatte ich auch schon. Dennoch: Wir, also alle die mitbeitragen, besitzen diesen Raum nicht. Auch ich hatte territoriale Anwandlungen.

      Aber letztlich ist es ein Raum, wo Themen zur Anregung gegeben werden und wir etwas von uns einfliessen lassen. Mich stört das Genöle manchmal auch, aber oft sind das Versuche und manchmal Erfolge, was gesagt werden wollte klarzustellen. Und das Hin und Her in einem solchen Verlauf ist wiederum interessant, weil es auch zeigt, wie schwierig ein Austausch ohne physische Präsenz eigentlich ist.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina:

        „weil es auch zeigt, wie schwierig ein Austausch ohne physische Präsenz eigentlich ist.“
        Besonderes schulterklopf-Gefühl stellt sich dann ein, wenn gerade dieses Schwierige gut gelungen ist.
        🙂

      • Stranger sagt:

        Wie oft haben wir uns schon in die Kommentare gestürzt, ohne den eigentlichen Blogartikel gelesen zu haben? Mehr als nie, behaupte ich mal.

  • plop sagt:

    Nun ja, Sie erinnern mich daran, dass ich hier schon fast 4 Jahre mitlese… Einige der Mitkommentierer haben sich leider rar gemacht, man gedenke an:
    – Auguste (!)
    – Pippi Langstrumpf
    – fufi (oder wie der hiess)
    und auch die „marie“ ist hier nur noch selten zu lesen…

    Da war der „Entzug“ wohl erfolgreich…

    • tststs sagt:

      Als über die 10’000 bin ich auch gerade erschrocken… evtl SP mal fragen, ob er ein gutes Sanatorium empfehlen kann…

      • plop sagt:

        Oder besser noch z.B. Auguste fragen. Oder noch besser z.B. Auguste wieder zum mitschreiben bringen…

        Danke jedenfalls für Ihre frische Aktivität hier, ts!

    • Stranger sagt:

      Nein, nicht so sehr der Entzug war erfolgreich. Die Zensur war’s. Erstaunt? Ja, die Worte im Artikel über die Zensur sind falsch. Hier wird sehr oft zensiert, wer unliebsame Meinungen vertritt. Das vergällt vielen das Kommentieren. Eine entspanntere Haltung seitens der Red., mit der Konzentration auf die eigentlichen Ziele der Zensur würde hier viel helfen.

    • fufi sagt:

      @plop

      Dochdoch, ich BIN fufi

      Und ich hab glaub NIE wissentlich oder auch bloss fahrlässig gegen die BLOG-Regeln verstossen.
      Ich hab bloss zuweilen hochironische bis zynische Kommentare verfasst.
      Was scheint’s genügt hat, mich zur persona non grata zu erklären.
      Wie habe ich diese Ehre denn nur verdient?
      Den Rest kannst du bei „stranger“ nachlesen,

      😉

      • Stranger sagt:

        Ich stimme zu. fufi hatte halt immer seinen patentierten fufi-Still, und der wurde scheint’s mit Beleidigung verwechselt. fufi hat meines Wissens noch nie irgend jemanden beleidigt.

  • Pascal Sutter sagt:

    Ich freu‘ mich auch jeden Tag auf den mamablog, auch wenn ich nciht mehr regelmässig mitmische 🙂

  • Héloise Ripley sagt:

    Brunhild, Sportpapi, tststs: An euch drei stellvertretend für Carolina, Katharina, ML, Mila, WS, Hotel Papa und all die Verschollenen (Auguste, Pippi, Gabi, xyxy, Herr Roth, Orlando, „High-five“-Patrick, Fufi, Orlando, Marie, Cara Mia, Tomas, Jürg, Laura, Eni, Alien und wie sie alle heissen – wo sind sie denn?) ein herzliches Dankeschön für viele Stunden spannender Lektüre. Der Mamablog war, ist und bleibt hoffentlich ein einzigartiges Format und eine ganz wichtige Stimme jenseits reiner Gender- und Elterndiskussionen. Die neu Hinzugekommenen stimmen zum Glück zuversichtlich.

    • Hier bin ich, habe mein eigenes spezialisertes Blupp, kämpfe darum, dass an der Uni Bern die Ökologiestudenten ernst genommen, ordentlich und umfassend ausgebildet, auf das Berufsleben vorbereitet werden.

      Bitter stelle ich immer von neuem fest, dass berechtigte und handfeste politische Anliegen nicht bekannt gemacht werden, weil die etablierten Medien nach festgefahrenen Denkschemen funktionieren und sogar in den Kommentarspalten solche Denkschemen vollstrecken.

      Einerseits mache ich mir mit meiner eigenen site viel Arbeit, andererseits langweilt mich die Zens4r in den Bl0gs.

      • /2 also komme ich hier nicht mehr besonders oft vorbei. Die Mühe lohnt sich meistens nicht wirklich, wenn ständig zensiert und die Beiträge auch noch als „Dreck“ beschimpft werden.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Héloise Ripley:

      vielen Dank für die Erwähnung, von den „Verschollenen“ vermisse ich Einige sehr!

    • Widerspenstige sagt:

      Danke an Héloise! Erstaunlich, wer da alles verschollen ist und doch noch immer präsent bleibt wie diese Aufzählung eindrücklich zeigt. Ja, wo sind sie geblieben und wer ist denn Héloise? Da warte ich gespannt auf ein paar Mosaiksteinchen, die mein jetzt noch vages Bild ein wenig vervollständigen könnten…

      • Katharina sagt:

        WS, Du kannst auch Heloise’s Votum als eines nehmen, das Interesse an all unseren Beiträgen äussert und dass wir mehr regelmässigeren durchaus gelesen werden, ohne dass immer eine Anwort kommt. Ich finde nun Verdächtigungen, wer denn wer sei, unangebracht. Ich lese das ganze mehr und mehr als Gesamtkunstwerk. Da gibt es die Macherinnen und Macher und dann uns, die den Garten hier mitbeackern.

      • Widerspenstige sagt:

        Das sehe ich ebenso und ist keineswegs eine Verdächtigung, Kat. Ich nehme es augenzwinkernd entgegen u blinzle in das Scheinwerferlicht….hach! Endlich feedback nach dem Rufen in die Blogwüste. Der Einsatz lohnt sich also doch u ich kann eine ruhigere Kugel schieben in Zukunft. Wenn ich nur den Nerv aufbringen könnte, nicht täglich hier nur kurz reinsehen zu wollen u mir gewisse Themen sofort ins Auge stechen…seufz! Ich bin aber schon ziemlich zurückhaltend geworden oder irre ich mich? 😮

      • Carolina sagt:

        Da bin ich mal voll bei Ihnen, WS: war mein erster Gedanke, wer HR denn wohl sein könnte:)). Das sehe ich nicht als Verdächtigung, sondern als Teil des Spasses.

        Und was den Nerv angeht: habe ich nicht, kann ich nicht. Ich bin süchtig (ja, auch geltungssüchtig und missionarisch) nach diesem Blog und muss ab und zu auf Teilentzug gehen, sonst komme ich zu gar nichts. Ist zwar peinlich, dieses Eingeständnis, aber wahr!

        Insofern ein Dankeschön den Dealern 🙂

    • Stranger sagt:

      Eccomi, Héloise, wer ich war, sage ich nicht, aber wenn Du etwas clever bist, kommst Du mit meinem aktuellen Nick auf die Lösung. Ja, dieser wurde wegzensiert. Ohne Grund (finde ich, fand die Red. wohl nicht…).

      • Stranger sagt:

        Aber dass an einstige fleissige KommentatorInnen wie Pippi hier etwa so viel Erinnerung herrscht, ist doch sehr erfreulich. Pippi schreibt aber wohl echt nicht mehr, Wildkatze (aka Globetrotterin) auch nicht mehr. Ihre Stile wären unverkennlich.

      • Carolina sagt:

        Ist ja wirklich nicht so schwer, A…..

      • mila sagt:

        Oh. Mist. Da hätte ich wirklich selbst drauf kommen können (müssen). Völliges Black-Out meinerseits. 😉

      • Stranger sagt:

        Don’t. Just don’t…

      • @Stranger

        Genau das, dass einzelne mitsamt ihrem nick einfach hinausgelscht werden und man dann immer neue Tricks suchen muss, das ist der Grund, warum ich vor langem mit echtem Namen wie mit nick aufgehört habe, hier in den Diskussionen mtizumachen. Dieser ständige Eiertanz ist mir zu anstrengend. Habe wichtigere Ideen und mehr zu tun, ausser hier der R. die Existenz zu rechtfertigen.

        Und ja genau, warum wohl gibt es nicht mehr die bis zu 1000 Kommentare, warum fehlen die vielen Alten von dazumal?

      • Brunhild Steiner sagt:

        eine Liste mit kritischen Wörter wär tatsächlich eine super Sache, würd einem die rumprobiererei und künstliche Abstände erschaffen, ersparen…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @S tra nger
        @Jü rg Brec hbü hl
        Also entschuldigt mal und geht bei den über 1000 und mehr K’s nachlesen (soll ich Vorschläge machen?), das waren jeweils nicht 1000 und mehr brillierende Perlen abgefasst in vollendeter Eleganz, sondern teilweise Sc hlagabta usche und Endloswiederholungen über weite Strecken ohne besonderen Mehrwert… .

        Ich war hier drin auch schon über Tage/Wch komplett gesp errt, ohne jegliche Re gelverl etzung meinerseits,
        dann halt ich mich halt ans “never give up, never surrender” und versuchs mit Humor zu nehmen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        ehm, also von drei verfassten,
        schafft es nun ausgerechnet derjenige mit den meisten zwischenräumen, beeindruckend!

    • mostindianer sagt:

      hmm, den Auguste vermisse ich auch sehr…

  • Lisa sagt:

    Danke für diesen Beitrag. Ich frage mich ja ständig, wer hinter dem Pseudonym stecken könnte. Und noch mehr grüble ich, wie die Kommentatoren das zeitlich schaffen. Die können alles: Kinder betreuen, arbeiten UND bloggen.Vermute oft, dass z.B. Sportpapi, 13, Muttis Liebling usw., eigentlich professionelle und bezahlte Mitmacher sind, die dafür zu sorgen haben, den Blog zu beleben und die Diskussionen anzukurbeln.
    Stimmt’s?

    • Ich schreibe unter meinem eigenen Namen und das kommt für gewöhnlich nicht gut an bei den Blogisten. Auch Kontroversen sind nur in engen Grenzen toleriert.

      • Diego Braun sagt:

        @J. Brechbühl: Ihre Bemerkung unterschreibe ich. Der Verdacht liegt nahe, dass gewisse Blogs bewusst immer die gleichen Blogger aufweisen, die dann sozusagen stets omnipräsent allen Platz einnehmen. Hinzu kommt, dass Artikelschreiber (als Beispiel ein religiöser Blog) selbst die ihnen genehmen Kommentarschreiber zulassen und gewisse Kommentator/-innen bewusst abwürgen. Bei hunderten von Kommentaren kann man denn auch davon ausgehen, dass kaum noch einer sich daran beteiligt. Wer liest schon diese Unzahl?! Auch scheint es, dass bei gewissen Kommentaren mit zweierlei Ellen gemessen wird.

      • Lea sagt:

        @Diego: Obwohl ich in meinen Kommentaren meist unhöflich und kritisch bin, ging ich nur einmal davon aus, dass ich willentlich zensiert wurde. Damals gab es eine Gastbloggerin, welche in den ersten Kommentaren heftig kritisiert wurde und in späteren nur noch gelobt wurde. Da dies nur ein einzelfall war, gehe ich nicht davon aus, dass hier systematisch unerwünschte abgewürgt werden.
        @Lisa: Da bei der Kinderbetreuung sehr gut nebenbei geschrieben oder gearbeitet werden kann und weil ich viele unterforderte Hausmenschen kenne, gehe ich dafon aus, dass diese unbezahlt und freiwillig schreiben.

      • Lustig ist doch folgender Satz: „Wir publizieren berechtigte und respektvoll .. doch keine .. sexistischen .. inakzeptablen Inhalte, Punkt“.

        50.2% der Menschheit sind Frauen. Wenn einer irgendetwas, irgendwo, irgendwie den Frauen im allgemeinen zuschreibt, dann ist er automatisch in Sexist, egal wie ernst, sachbezogen, ehrlich, überlegt, durchdacht, empirisch gestützt, mit sorgfältigen Worten er sich äussert.

        Zudem: Wie will man mit einer solchen Zeichenlimite auch noch ausgewogen, konziliant, paritätisch, konsensorientiert korrekt, eloquent feinfühlig, unterschwellig manipulativ?

      • Matthias sagt:

        @Jürg: Wenn jemand „den Frauen“ im Allgemeinen etwas zuschreibt, ist es halt einfach sexistisch. So etwas kannst du praktisch nie machen ohne sexistisch zu sein, auch nicht empirisch abgestützt oder überlegt oder durchdacht oder sachbezogen. „Die Männer“ oder „die Frauen“ gibt es halt nicht. Herzlich Willkommen im 2014!

        PS: In den Altersgruppen, in welchen Solches diskutiert wird, also praktisch in allen <65J., sind die Männer übrigens in Überzahl. Das hat nichts mit Mehrheit vs. Minderheit zu tun.

    • plop sagt:

      Lisa, das wären dann Comment- oder Discussion-Designer… Ob man das an der ZhdK studieren kann?

      Ich hoffe doch schwer, dass dem so nicht sei, und der Sportpaps wirklich Turnlehrer ist und seine nette Frau und die 3 Kinder und sein Velo etc in seinem Hüsli hat….

    • Muttis Liebling sagt:

      Danke für das Kompliment. Aber ich vermute, die einzigen Professionellen sind die verbitterten Retter der Männlichkeit. Von allen Langzeitkommentierern kennt man ja die Eckdaten der Biographie.

    • 13 sagt:

      Hihi! Liebe Redaktion, wo kann ich meine Kontonummer angeben? Ich habe nämlich von dieser Bezahlung bisher nichts erhalten;-)

      @ Lisa
      Ich kann nur für mich sprechen und sagen, ich bin sowieso lange im Büro, bringt meine Arbeit so mit sich, nehme mir da auch bewusst einige Minuten Auszeit, wie andere eine Raucherpause und ich schreibe und lese sehr schnell. Das ist alles.

    • mila sagt:

      Auch ich kann Ihnen bestätigen, @Lea, dass ich zu 100% nicht zu den ‚unterforderten‘ Hausmenschen gehöre. Wobei ich mich frage, was Sie wohl mit ‚Unterforderung‘ meinen könnten. Die Betreuung und Erziehung der eigenen Kinder stelle ich mir jedenfalls fordernder (und befriedigender) vor als so manchen langweiligen Routinejob.

      • Lea sagt:

        Entschuldigung, ich habe nicht das geschrieben, was ich sagen wollte.
        Natürlich ist Kindererziehung eine sehr wichtige und anspruchsvolle Arbeit! Speziell darin ist jedoch, dass Kinder sich meistens selbstständig miteinander beschäftigen. Weshalb Erziehende ähnlich wie zb. Feuerwehrleute oder am Kundenschalter arbeitende zwar ständig vor Ort sein müssen, aber nur bei Bedarf zutun haben. Nebst Haushalt, lesen, TV und vielem mehr halte ich kommentieren hier für eine geeignete Tätigkeit, um die „Wartezeit“ zu überbrücken.

    • Esther sagt:

      Das habe ich mich auch schon sehr oft gefragt und bin auch zu der Vermutung gekommen, dass Sportpapi usw. nicht das sind, für was sie sich ausgeben. Es hätte mich grad in „seinem“ Fall sehr interessiert, wer denn dahinter steckt.

      • tststs sagt:

        Also ich für meinen Teil bin ehrlich; nur eines stimmt nicht: ich bin nicht verheiratet, sondern glücklich liiert… (war mein Fehler beim Korrekturlesen) 🙂

      • Héloise sagt:

        Wirklich? Gerade Sportpapi wirkt auf mich sehr authentisch (bei ein paar wenigen MB-KommentatorInnen der ersten Stunde ist das nicht so). Seine sparsam – und das ist gut so! – verratenen Hintergrundinfos sind gar nicht klischeehaft. Und es gibt nun mal viel beschäftigte Menschen, die auch für häufige Postings nicht alle Zeit der Welt brauchen. Vor allem, wenn sie erst mal Routine haben.

      • Muttis Liebling sagt:

        Es ist der Sinn von Pseudonymen, dass die Person hinter der Meinung verschwindet. Wer als Person wahrgenommen werden will, kann ja seinen Realnamen nennen. Aber eigentlich sollen hier nur Meinungen zu vorgegeben Themen, nicht zu den Schreibern von ausgetauscht werden.
        Man muss eben immer daran denken, dass die Kommentare auf unbestimmte Zeit erhalten, die Kommentatoren sich aber im Laufe der Zeit ändern. Man könnte heute eine Meinung notieren, für die man sich ein paar Jahren schämt.
        Aber ich habe gelernt, dass Personifizierung eine kulturelle Eigenheit der Schweizer ist. Ausser in Behörden.

    • Gabriela Braun sagt:

      Liebe Lisa. Stimmt nicht. Die Leserinnen und Leser hier kommentieren von sich aus gerne und viel.

    • tststs sagt:

      So, habe jetzt auch endlich Zeit gefunden, mal in die Kommentarspalten zu schauen 😉
      Hehe, also Batzeli wären schon schön; aber Sie haben in einem Punkt recht Lisa, manchmal geht es nur darum, die Diskussion anzukurbeln (aber wenn ich ehrlich bin, nicht um der Diskussion Willen, sondern zu meiner eigenen Kurzeweile)

      Die Zeit finde ich übrigens immer wieder mal, jetzt zB habe ich unterrichtsfrei und bevor ich in die Mittagspause gehe, schaue ich kurz noch auf dem Tagi-Online vorbei…mein Arbeitgeber wird also nicht betrogen 🙂

  • P.S zur Photostrecke in diesem Blogartikel: Mit Trollen werden hierzulande nicht „destruktive Kommentare“ bezeichnet, sondern „politisch ungehörige Kommentare“.

    • Cinzia sagt:

      Politisch ungehörige Kommentare? Da müssten Sie aber nochmals über die Bücher.

      Ein Troll kommentiert extra falsch und irreführend, verdreht einem das Wort im Munde, stört die Diskussion, provoziert und beleidigt. Ohne am Thema interessiert zu sein.

      Ist doch was anderes.

      • @Cinzia

        Ja, sicher, Sie haben recht, was Sie beschreiben entspricht der Definition des Begriffes „Troll“ in der Blogsphäre. Ich hingegen weise darauf hin, dass als „Troll“ verunglimpft wird, wer den Rechtdenkenden nichts ins Schema passt.

      • Franz Vontobel sagt:

        Mmmh, oder umgekehrt? Wer sich tr0llmässig aufführt und das auch mitgeteilt bekommt, der sieht sich womöglich lieber als Opfer finsterer politischer Machenschaften und mundtod gemachter Märtyrer für die freie Meinung, als als primitiver Unflat…

        Ist wohl besser für’s Ego, egal obs mit der Realität was zu tun hat oder nicht…

      • @Franz Vontobel
        Solange die R. nicht im Einzelfall offenlegt, was und warum sie l0scht, kann sie behaupten, was immer ihr am bequemsten ist. Die deutsche „Zeit“ l0scht transparent, wann immer möglich nur Passagen und deklariert den Grund. So können die Leser selber urteilen.

      • Franz Vontobel sagt:

        @Brechbühl:
        Und wer zahlt den Aufwand? Jedes mal noch ein Aufsätzchen als Seelenwärmer für nicht veröffentlichte Wutbürgerstreiche?

        Mir würd’s schon reichen, wenn wenigstens die „Liste der bösen Wörter“ veröffentlicht würde – v.a. die, welche einen Beitrag direkt in den Orkus entsorgen…

      • @Franz Vontobel
        Ich nehme an, den Aufwand kann man mit den Werbeinnahmen decken. In diesem Blogartikel hier schreibt die Autorin ebenfalls, dass sie ein Team von Redaktoren haben. Man muss nicht jede Löschbegründung neu erfinden. Es genügt, wenn man für die gängigen Fälle 12 Standardbegründungen setzt und bei den anderen ein bisschen mehr hinzufügt.

        Entscheidend ist folgendes: Auf diese Weise erhält der Leser eine Überblick, was die tatsächliche öffentliche Meinung ist und bekommt nicht ein moderiertes, politisch oder kommerziell erwünschtes Bild von Scheindiskussion serviert.

      • sollte heissen „… ein Team von Betreuern für die Kommentarspalte…“

      • Franz Vontobel sagt:

        Auf diese Weise erhält der Leser eine Überblick, was die tatsächliche öffentliche Meinung ist…

        Das stimmt doch nicht, würde auch ohne „Löschmassnahmen“ nicht stimmen… oder haben sie wirklich das Gefühl, Blogschreiberlinge seien ein repräsentativer Querschnitt durch die „öffentliche Meinung“?

      • Katharina sagt:

        FV: An Ihrer Stelle wäre ich etwas vorsichtig damit, was ein Trll ist und was nicht. Es ist manchmal, und ich muss da annehmen, bewusst, nicht klar, auf wen Sie in Ihren Beiträgen Bezug nehmen. Durch die Zeitzonen, also aus meiner 9 Stunden hinter Ihrer Zeitzone Sicht, ist es manchmal verwirrend, wenn nicht klar ist, wer auf wen bezug nimmt.

        Mit einigen hier entstehen interessante Dialoge und Differenzen der Ansichten. Das ist vielleicht, was das ganze am Leben erhält. Thematisch hat sich das ganze etwas verschoben seit den Anfängen. Vielleicht mehr zu einer ‚praktische Elternschaft‘ Sicht.

      • Stranger sagt:

        Cinzia, natürlich hast Du Recht, und das weiss auch Brechbühl. Sein Votum war eine Kritik, gegossen in einen ironischen Satz.

    • Markus Schneider sagt:

      Politisch ungehörige Kommentare und vor allem solche, die das Wohlfühlklima der sich hier selbstbestätigenden Dauerblogger stören könnten.

      • Stranger sagt:

        Nein. Die „Dauerblogger“ (ziemlich despektierlich) ertragen vieles. Nein, ich glaube eher, es ist die Red., die Missliebiges nicht gern sieht.

    • Aldo Lurati sagt:

      Das ist so. So muss es in der DDR gewesen sein.

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