Amtlich verordneter Kindersegen

Ein Gastbeitrag von Christa Wüthrich*

Mamablog

Kinder gibt es in Singapur immer seltener: Zwei Mädchen werden in Chinatown von ihrem Vater fotografiert. (Foto: Reuters)

Bundespräsident Didier Burkhalter wendet sich in einer Dringlichkeitsrede an die Nation – mit der eindeutigen Botschaft: «Mehret euch – und zwar schnell.» Grund dafür ist die zum Nullpunkt tendierende Geburtenrate. Die Kampfjet-Diskussion ist erledigt. Denn was gibt es zu verteidigen, wenn die Eidgenossen sowieso langsam aussterben? Mit dem Babymangel vor Augen und der Existenzangst im Rücken gehen Burkhalter und der Staat in die paarungspolitische Totaloffensive: Mit einem Milliardenkredit werden Singletreffs, Flirtkurse, Benimmratgeber, Partnervermittlungsagenturen und sogar Fruchtbarkeitsbehandlungen finanziert. Oben drauf gibts für Eltern Babybonus, Steuererlass und Erziehungsgeld.

Für Schweizerinnen und Schweizer tönt das beschriebene, erfundene Szenario wie eine Mischung aus Wunschkonzert, Komödie und Horrorfilm und fühlt sich an, als ob Didier Burkhalter persönlich auf der Bettkante sitzt. In Singapur hingegen ist diese Situation Realität.

Das singapurische Volk paart sich nicht beziehungsweise zu wenig. Die Geburtenrate mit statistisch circa 1,2 Kindern pro Frau (in der Schweiz liegt die Rate bei 1, 5 Kindern) gehört zu den niedrigsten der Welt – oder wie es Staatsgründer Lee in einer Rede auf den Punkt bringt: «Wenn wir so weitermachen, können wir einpacken. Dann gibt es keine hier geborenen Bürger mehr, welche die Mehrheit stellen.» Denn um den Bestand der einheimischen Bevölkerung zu erhalten, müssten durchschnittlich 2,1 Kinder pro Frau geboren werden.

Die Botschaft ist klar: Singapur braucht eigenen Nachwuchs – und weil sich die Bürger nicht zeugungswillig zeigen, hat der Staat die Regie übernommen und finanziert mit umgerechnet 1,4 Milliarden Schweizer Franken pro Jahr alles, was das Volk «gebärwillig» machen könnte: Starten tut die Unterstützung schon vor der Zeugung. Der Staat übernimmt 75 Prozent der Fruchtbarkeitsbehandlung. Kind Nummer eins und zwei erhalten einen Willkommensbatzen von je an die 4300 Franken. Jedes weitere Baby wird mit 5700 Franken honoriert.

Zur Geburt gibts zusätzlich über 2000 Franken an künftige Arztrechnungen für den neuen Erdenbürger sowie 16 Wochen bezahlter Mutterschaftsurlaub und eine Woche Vaterschaftsurlaub. Kinderbetreuung wird subventioniert, und Familien werden bei Wohnungskauf und Steuern privilegiert behandelt. Die maximale Steuerersparnis liegt je nach Erwerbstätigkeit der Eltern und Anzahl der Kinder bei rund 35’500 Franken pro Jahr. Orchestriert wird der Katalog an Zeugungsanreizen seit Ende 2012 vom neu geschaffenen Ministerium für Sozial- und Familienentwicklung.

Doch der von der politischen Elite angestimmte Balzruf greift nicht aufs Fussvolk über: «Oh Baby, wo liegt das Problem?, möchte man dem singapurischen Volk zurufen.

Die jungen Leute, die auf Kinder keine Lust haben, liefern in ihren Lifestyle-Blogs mit Titeln wie «Das wahre Singapur» oder «Neurotic Ramblings of a Singaporian Couple» die Antworten: horrende Kosten und Preise (Singapur wurde 2014 zur Stadt mit den weltweit höchsten Lebenshaltungskosten gekürt), mangelnder und teurer Wohnraum, Überbevölkerung, Egoismus und enormer Leistungsdruck. Mittelmass ist tabu, und das hat seinen Preis. Um den Platz an einer guten Schule zu sichern, eine Kleinstwohnung zu kaufen und sich ein Auto zu leisten, verschulden sich junge Paare für Jahrzehnte. Unter dem Geltungs- und Leistungszwang löst sich der staatliche Zustupf in Luft auf.

Für Kinder fehlt der Platz – vielleicht nicht im Herzen, aber in der Wohnung, im Haushaltsbudget und in der neuen Selbstwahrnehmung. Die heutigen jungen Singapurerinnen sind nicht mehr gewillt, ihre Ausbildung und Karriere zu opfern, um für die Kinder zu sorgen und die Schwiegereltern zu pflegen. Traditionelle Rollenbilder haben ausgedient, Selbstbestimmung herrscht; und die lassen sich die Frauen nicht mehr abkaufen – auch nicht von einem grosszügigen Staat.

Wüthrich* Christa Wüthrich war als Lehrerin, Journalistin und IKRK-Delegierte rund um den Globus unterwegs. Heute arbeitet sie als freie Journalistin für verschiedene Printmedien. Sie ist Mutter zweier Kinder.

162 Kommentare zu «Amtlich verordneter Kindersegen»

  • Franz Vontobel sagt:

    “Von 1999 bis 1911 stieg die Weltbevölkerung von 6 Milliarden auf 7 Milliarden Menschen.” hätte ich natürlich schreiben müssen.

    Ähm, nein, das macht immer noch nicht viel Sinn…

  • Andreas Keller sagt:

    Von 1987 bis 1999 stieg die Weltbevölkerung von 5 Milliarden auf 6 Milliarden Menschen.
    Von 1999 bis 1911 stieg die Weltbevölkerung von 5 Milliarden auf 6 Milliarden Menschen.
    Jeweils in 12 Jahren 1 Milliarde mehr. Nachwuchs gibt es mehr als genug auf der Erde. Singapur kann bei Bedarf neue Einwohner per Zuwanderung ins Land lassen, der Versuch die eigen-völkische Vermehrung anzukurbeln ist Blödsinn.

    • Andreas Keller sagt:

      „Von 1999 bis 1911 stieg die Weltbevölkerung von 6 Milliarden auf 7 Milliarden Menschen.“ hätte ich natürlich schreiben müssen. Kann man sich wohl sowieso nicht so gut vorstellen. Im Vergleich mit der Schweizer Bevölkerung von 8 Millionen, kann man sagen, dass die Weltbevölkerung jeden Monat um 1x die gesamte Schweiz wächst bzw. alle 3 Wochen um 1 x die gesamte Bevölkerung von Singapur.

      • Thorsten Juhl sagt:

        Wirklich, sie wollen den ganzen Mangel an Nachwuchs durch die Immigration lösen?
        Sie machen sich abhängig vom Zustrom, wer sagt denn, dass der anbleibt?

  • Petra sagt:

    Ich kenne ein Paar, beide arbeiten 80%, jeder hat unter der Woche einen Kindertag, das Kind geht 3 Tage in die Krippe. Für mich die perfekte Aufteilung, denn Kinderbetreuung, Haushalt und Arbeit sind fair aufgeteilt. Das gäbe auch bei einer späteren Trennung keine Probleme bezüglich Aufteilung, Unterhalt etc.

  • Anja sagt:

    Nicht erwähnt ist hier die hässliche Kehrseite von Singapurs Geburtenförderungspolitik: Während die Singapurer mit allen Mitteln dazu gebracht werden sollen, sich gefälligst fortzupflanzen, werden „Maids“ (die billigen Hausangestellten aus Indonesien, den Philippinen etc., die in Singapur hart arbeiten und doch fast keine Rechte haben) sofort ausgeschafft, wenn sie schwanger werden. Schon gar nicht können sie ihre Kinder mitbringen. Dabei wäre das viel einfacher und menschlicher, als den eigenen Bürgern unbedingt das Kinderhaben aufzudrängen!

  • alam sagt:

    Solange eine Frau, sobald sie Mutter ist
    – nie mehr eine Lohnerhöhung erhält
    – nie mehr einen Job findet, falls sie sich ein paar Jahre Auszeit nimmt
    – alleingelassen wird mit dem Siegel „Selbstverantwortung“
    – sich entscheiden muss, ob sie die Arbeit oder die Kinder vernachlässigen will
    – sich vorwerfen lassen muss, sie arbeite zu viel / zu wenig / gar nicht
    – sich vorwerfen lassen muss, sie vernachlässige / überbehüte ihre Kinder
    kann ich keiner Frau empfehlen, meinen Weg einzuschlagen.

    • Thorsten Juhl sagt:

      Es war noch nie ein Weg der zu empfehlen war. Sie können nicht an zwei Orten gleichzeitig sein.
      Diese Idee ist auf dem Mist weniger Feministinnen aufgebaut welche vor allem persönliche Ziele verfolgen (und denen die Meinung dritter sowieso egal ist).

    • Joerg Hanspeter sagt:

      Genau in einer derartigen Zwickmühle befindet sich doch die Mehrheit der Männer, soll möglichst viel Kohle nach Hause bringen, den Kindern ein liebevoller Vater sein und viel Zeit mit ihnen verbringen und der Frau ein liebevoller und verständnisvoller Ehemann sein.

  • fgee sagt:

    /3
    Menschen sind auf Gemeinschaft angewiesen um zu überleben.

    Hölle auf Erden: Alle sitzen um einen Tisch mit einem Topf mit Essen. Jeder hat einen langen Löffel, mit dem er zwar das Essen erreichen kann, aber das Essen nicht zum Mund führen kann, weil der Löffel zu lang ist,

    Himmel auf Erden: Alle sitzen um einen Tisch mit einem Topf mit Essen. Jeder hat einen langen Löffel, mit dem er das Essen erreichen kann, und füttert seinen Nächsten.

  • fgee sagt:

    /2
    Und darum ist das Geburtenproblem ein Scheinproblem, das vom eigentlichen Grund ablenkt: In einer Gesellschaft, in der Selbstverwirklichung das höchste Gut ist und viel mehr gilt als die Gemeinschaft, kann die Gemeinschaft nicht mehr funktionieren. Daran können auch finanzielle Anreize nichts ändern.

  • fgee sagt:

    Die Evolution wird es richten. Denn der Sinn des Lebens ist es, das Leben weiterzugeben. Logischerweise werden diejenigen Kulturgruppen des Homo Sapiens überleben, die sich genügend fortpflanzen… Dass das eher nicht die Menschen mit westlichem Lebensstil sind, ist eine Begleiterscheinung, die die Evolution in kauf nimmt. Ist ja nicht weiter schlimm 😉

    • Zähmer sagt:

      So ist es. Typisch die Passage im Artikel: „Die heutigen jungen Singapurerinnen sind nicht mehr gewillt, ihre Ausbildung und Karriere zu opfern, um für die Kinder zu sorgen (…). Traditionelle Rollenbilder haben ausgedient, Selbstbestimmung herrscht [von der verzückten Autorin extra fett markiert!]; und die lassen sich die Frauen nicht mehr abkaufen – auch nicht von einem grosszügigen Staat.“ – Dumm nur, dass es deshalb in Zukunft keine jungen Singapurerinnen mehr geben wird, die unwillig sind, Ausbildung und Karriere zu opfern usw., sondern nur noch frustrierte alte und dann gar keine mehr.

  • Dupont Urs sagt:

    Frau Wüthrichs Kommentar ist zwar schön und gut, aber es zielt am Problem vorbei. Ich denke, dass heute kaum mehr ein vernünftiger Mann bedenkenlos nur schon den völlig einseitigen Vertrag „Heirat“ akzeptieren kann. Falls dann als „Hobby“ (meistens der Frau) noch Kinder dazu kommen, geht er ein grösseres fin. Risiko ein, als wenn er mit Millionen ins Casino geht. Die Fakten sind: Die Frau kann jederzeit den „lebenslangen“ Vertrag grundlos kündigen und damit sämtliche Pflichten gegenüber dem (Ex)Mann loswerden, dafür aber bis ans Lebensende z.T. sehr viel leistungsloses Geld von ihm beziehen.

    • tina sagt:

      es ist überhaupt nicht so, dass man als frau automatisch vom mann versorgt wird: entweder wenn die frau bereits x jahre beruflich weg vom fenster war, und das eheleben total auf mann=alleinverdiener ausgerichtet (und das müssen ja beide gewollt haben und halte ich für nicht empfehlenswert), oder wenn der lebensstandard sehr hoch war. die allermeisten frauen sind erwerbstätig, wenn auch nicht vollzeit

    • Dupont Urs sagt:

      @Tina. Genau bei der Teilzeit (0-70%) liegt das Problem. Solange kleine Kinder da sind, ist dies ok.. Aber auch später wollen viele Frauen dies beibehalten, weil sie glauben, Frauen sind nicht da, um 100% zu arbeiten. Lieber nehmen sie jedes Jahr ein paar Monate unbezahlten Urlaub. Kein Mann kann ja eine Frau zwingen, so wie er 100% zu arbeiten, sonst wird er einfach noch schneller entsorgt. Von der sich daraus ergebenden Quersubvenionierung – in einer intakten Partnerschaft einigermassen akzeptabel – wollen Frauen auch nach einer Trennung profitieren und verlangen dazu weiterhin viel Geld.

      • tina sagt:

        wieso sollte man mit 70% seinen eigenen lebensunterhalt nicht bestreiten können? selbst wenn das stimmen würde: abgesehen von den bereits von mir oben erwähnten fällen würde kein gericht einer frau die 70% arbeiten kann noch ein anteil des lohns des ex zuteilen

      • Dupont Urs sagt:

        @tina: Da kennen Sie aber unsere Gerichte schlecht. Genau so erging es mir persönlich und kenne auch viele ähnliche Fälle aus einer Erfahrungsgruppe. Meine Frau arbeitet nach der Trennung weiterhin nur 70%, d.h. nimmt sich jedes Jahr 3.5 Monate unbezahlten Urlaub und das sich daraus ergebende Manko um den bisherigen Lebensstil beibehalten zu können, muss ich nun bis ans Lebensende berappen. Es ist eine total sittenwidrige Situation und verletzt auch die Menschenrechte, dass eine Frau ohne Begründung einen Vertrag brechen kann und daraus noch grosse finanzielle Vorteile erzwingen kann.

  • Katja Winkler sagt:

    Es wäre doch so einfach die Geburtenrate in der Schweiz zu fördern. Bezahlbare KiTa Plätze, besserer Zugang zu Notfall-Betreuung, mehr Akzeptanz bei Teilzeitarbeit AUCH bei Männern und deren Arbeitgebern – schon schaffen auch wir es auf die 1.9 Kinder pro Frau. Frankreich sei unser Vorbild!!

    • fabian sagt:

      Es wäre so einfach?
      Und weshalb ist dann Singapur ein so schönes Beispiel, dass trotz Staatsmilliarden nicht mehr geboren wird?

    • Dupont Urs sagt:

      Warum sollen wir denn die Geburtenrate erhöhen, wo doch jetzt schon das Problem Nr. 1 in der Schweiz aber auch weltweit die Bevölkerungsexplosion ist? Dies wiederum ist doch schlicht die Hauptursache, warum es immer knapper wird mit unseren Resourcen und wir viele Regionen immer rascher zubetonieren bzw unsinnig verdichten müssen, was eine bewusst geförderte Abnahme der Lebensqualität bedeutet. Warum sollen wir uns das antun? Wer gern als Hobby Kinder haben will, soll das dürfen, aber man soll es nicht noch übermässig stark staatlich subventionieren.

      • Katja Winkler sagt:

        Herr Dupont, solange wir ein staatliches Alterssicherungssystem haben, das auf dem Umlageverfahren beruht, werden auch Sie später von den Kindern anderer Leute bezahlt werden. Ähnliches gilt bei der Krankenversicherung : Risiko-Pooling ist nur dann für Ältere bezahlbar, wenn Junge Sie quersubventionieren. Was Sie fordern ist mit unserem JETZIGEN Sozialversicherungssystem unvereinbar. Und das System, mit dem es vereinbar wäre, möchte zumindest ich nicht haben.

      • Dupont Urs sagt:

        @Frau Winkler. Sie täuschen sich gewaltig. Menschen zwischen 0 – ca. 25 kosten den Staat bzw. die Gemeinschaft wesentlich mehr als Menschen zwischen 65 und 90. Letztere werden übrigens nur zu einem kleinen Teil durch das Umlageverfahren finanziert, während erstere zu 100%.
        Zudem, ich plädiere ja gar nicht dafür, dass wir gar keine junge Menschen mehr haben sollen. Aber solange zigtausende in die Schweiz drängen und wir bis heute dem nur passiv zuschauen können, gib es keinen Grund, dem extremen Wanderungsüberschuss noch einen hohen Geburtenüberschuss herbeizusubventionieren.

    • Peter Haeberlin sagt:

      Cliché Frankreich: Schauen sie mal in einem französischen Supermarkt wer mit dem Kinderwagen unterwegs ist. Die kinderreichen Familien in Frankreich sind entweder katholisch oder islamisch konservativ. Und davon gibt es in Frankreich mehr als bei uns. Das macht den Unterschied. Von neuem Rollenbild weit gefehlt. Die Chrippe meiner Schwägerin in F erfüllt hiesige Ansprüche nicht. Und die Erwerbsquote von Frauen ist in F niedriger als bei uns. Quelle OECD . Ich würde es begrüssen wenn Frau und Mann Beruf und Familie besser teilen könnten. Die gängigen Gender-Büro Märchen helfen da nicht.

  • Maya sagt:

    Kinder sind in der Schweiz ein Armutsrisiko. Vor der Geburt meines Kindes hatte ich einen Kaderlohn, könnte in die 3. Säule einzahlen und hatte einen soliden monatlichen Beitrag in die PK. Nach der Geburt musste ich mir einen neuen Job suchen (nach dem Mutterschutz), wie die meisten sehr gut ausgebildeten Frauen. Nun verdiene ich im neuen Job nur noch halb soviel wie in letzten Job und arbeite trotz dieser Lohneinbusse nur 60% (unfreiwillig). Ich bin heute arm, obwohl ich in zwei Kaderjobs im wissenschaftlichen Bereich arbeite. 3. Säule kann ich vergessen und im Alter droht Armut.

    • Maya sagt:

      Ich bin übrigens nicht alleinerziehend, aber erhalte von meinem Mann keine finanzielle Unterstützung bei der 3. Säule oder sonst in der Vorsorge, obwohl es sein Wunschkind ist und ich sehr gerne kinderlos und unabhängig war. Aber zu lieb, um abzutreiben. Mutter zu sein ist die Einbussen an Lebensqualität und Alterssicherheit definitiv nicht wert, obwohl mein Sohn das grösste Schätzchen ist. Wer keine bekommt und stattdessen fürs Alter spart ist vernünftig und selbstverantwortlich.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Maya:
        das scheint mir bei Ihnen aber nicht am Kind-haben-oder-nicht-haben zu liegen, sondern an der Partnerschaft und gelebter, resp. nicht-gelebter Solidarität in ihr.
        Obwohl kinderbetreuende Nichtakademikerin mit berufstätigem Mann ohne 3.Säule fühle ich mich noch lange nicht arm und mache mir auch keine Sorgen bezüglich Altersarmut. Unsere Ansprüche sehen aber auch nicht so aus wie es die Werbung von allen Seiten vormalt.

    • Sportpapi sagt:

      @Maya: Kinder bekommt man meistens zu zweit. Und wenn man einen Mann hat, gehören auch die Einkünfte, selbst die Pensionskasse beiden. Ich kann mir bei Ihrem Text auch nicht recht vorstellen, dass Sie als arm zu bezeichnen wären…
      Aber eins noch: Ihr Kind tut mir leid.

  • Lauri Schön sagt:

    Es ist eine Schande, dass Familien überhaupt Steuern zahlen. Besser, Kinderlose werden stärker besteuert, ohne Abzug, und Eltern zahlen nicht noch mit für Selbstverwirklicher in der Spass- und Erlebnisära. Ausser, dass zwei Bekannte zus. 25000 CHF im Monat haben und wir als vier 10000 CHF, nerven mich nämlich auch deren Luxusproblemchen, z.B. Übermüdung wg. „Kulturkonsum“, während wir klotzen und bei Bedarf auch nachts um 4 trösten. Massenauswanderung der Singles verschiebt dann das Verhältnis. Wer Kinder kriegt, kehrt sicher zurück, denn anderswo ists schlechter als hier in der Katalogschweiz

    • Jeanclaude sagt:

      Was wollten Sie genau sagen? Kanichtverstan.

    • Rose sagt:

      Hä…. bitte schön???? Ich glaub mir spinnts! Wer genau haben sie das Gefühl finanziert den die Infrastruktur für ihre Kinder und die AHV der älteren Generation, bzw sichert mit der Arbeitsleistung das gesellschaftliche Funktionieren? Verdienen bei ihnen alle Kinderlosen 25’000?? Ich kenne da zBsp Pflegerinnen, die für 4000.– arbeiten gehen. Und sie jammern, dass sie als Familie „nur“ 10000 haben… und oh weh… um 4 aufstehen müssen für ihre Kinder. Ich zum bsp arbeite auch Nachts (im Spital). Aber falls sie oder ihre Familie mal in den Notfall eingeliefert werden, werde ich mich dann

      • Rose sagt:

        anstatt zu arbeiten…mich um meine „Luxusprobleme“ kümmern…..

      • tina sagt:

        rose, auch eltern arbeiten und versorgen sowohl ihre kinder als auch nicht selten ihre eltern. und bevor sie kinder hatten und sobald die kinder erwachsen sind, gehören auch eltern wieder zu den leuten, die steuern zahlen wie kinderlose

      • Rose sagt:

        @Tina: in meinem Umfeld arbeitet vielleicht 10% der Frauen. Alle anderen sind seit Jahren Hausfrauen und werden in der heutigen PFZ Arbeitswelt ziemlich sicher keinen Job mehr finden….diese werden – meist nach einer Scheidung – das Leben lang vom Staat leben (müssen). Natürlich gibt es auch andere; da gebe ich ihnen recht. Ich wehre mich aber bei so pauschalen Aussagen wie der von L. Schön: Als ob alle Kinderlosen in Reichtum schwelgen und sich von morgens bis abends dem egoistischen Spass hingeben würden……..

      • tina sagt:

        interessant, ich kenne keine einzige nicht erwerbstätige frau. ah doch eine, eine einzige, in der weiteren nachbarschaft. und meine mutter. im schnitt sind aber 75% aller mütter hierzulande erwerbstätig.
        natürlich ist es quatsch, dass sich kinderlose nur dem persönlichen spass widmen und nur geld zum fenster rausschmeissen. eine bodenlose frechheit, so eine behauptung.

  • Bernd Bachmann sagt:

    Es gibt jetzt schon viel zu viele Menschen auf der Erde. Man sollte froh sein, dass das Wachstum wenigstens in einigen Regionen zum Stillstand gekommen ist, und nicht noch Prämien ausloben, um es wieder anzukurbeln. Natürlich sorgt das für demografische Probleme — die aber Kleinkram im Vergleich zu dem sind, was uns (bzw. unsere Nachkommen) erwartete, wüchse die Bevölkerungspyramide immer weiter.

    • Thorsten Juhl sagt:

      es geht halt um eine Kultur die ausstirbt. Wie eine Familie die keine Nachkommen mehr hat. Was passiert mit deren Eigentum? Was pasiert mit ihrem Eigentum, mit dem was sie aufgebaut haben? Es geht an die über die noch da sind. Ihre Nachbarn, den Staat?

      Wenn eine Kultur verschwindet dann gibt sie auch das auf was sie erbaut hat und gibt es ab an andere Kulturen.

      Die Welt wird schon nicht unter gehen, oder aussterben. Wenn das das minimalziel ist, dann können wir noch viel mehr mist bauen.

  • Genderbender sagt:

    Wenn es etwas gibt, was dieser Planet beileibe nicht braucht, dann sind es mehr Menschen.

    • Katharina sagt:

      So ist es! Ich verstehe dieses getue auch nicht. Frauen die sich dem Druck nicht beugen und keine Kinder haben, haben meinen grössten Respekt. Auch ich habe keine. Lieber das Leben geniessen. Es ist kurz genug!

      • Katharina sagt:

        Bitte wählen Sie einen von mir unterscheidbaren Namen, K.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ falsche Katharina

        -lieber das Leben geniessen. Es ist kurz genug.-

        Tja, nur müssen Sie dann froh sein um die Kinder anderer, die Ihnen dereinst die Suppe einflössen und den Hintern abwischen.

      • alias sagt:

        Inhaltlich: Es gibt nicht zu viele junge Schweizer. Überbevölkerung ist ein Problem in anderen Ländern, hierzulande nicht. Im Gegenteil: Es braucht auch junge Leute, Kinder, denn nur mit den einwandernden Erwachsenen ist die Schweiz nicht gesund zu halten.

  • Alfred Frei sagt:

    Haben wir nicht genügend Einwanderung um das Geburtendefizit zu kompensieren ? Die Bevölkerung verändert sich ja eh standing und ist eigentlich egal ob jemand seit 10 ode 100 Jahren Schweizer oder Singapurer ist.

  • Markus Schneider sagt:

    Es gibt genügend Kulturen, denen es völlig egal ist, ob sie Mittelmass sind, und die mehr als genug Kinder in die Welt setzen. Die machen das sogar ganz ohne „Zustupf“. Wenn es zuviele werden sitzen sie irgendwo ins Schlauchboot und einige schaffen es sogar bis an die Küsten Europas. Es ist jetzt schon eine Tatsache, dass immer mehr solche Menschen nicht nur hierherkommen, sondern auch für immer hierbleiben und dabei auch gleich ihre ganze Kultur und ihre Wertvorstellungen hierherbringen. Bald schon werden sie hier die Mehrheit bilden. Früher hat das Völkerwanderung genannt.

  • Roger R sagt:

    Wir sind nun drei Jahre verheiratet und immer noch Kinderlos. Unfreiwillig. Die von den Krankenkasse bezahlten drei Inseminationen waren erfolglos. Die erste Künstliche Befruchtung ebenfalls, welche uns 6000 gekostet hat. Nun ein weiteres mal liegt noch ein Versuch drin. Danach lässt es unser Budget nicht mehr zu und wir müssen mind. 1 Jahr sparen. Wenn es dann klappt, ist der Start mit null Erspartem auch wieder schwer. Genau da könnte der Staat auch bei uns eingreifen / unterstützen…

  • Finde ich eine tolle Aktion von der Regierung um die Geburten-Rate zu steigern! Einige Länder sollte diesem Beispiel folgen anstatt auf Bundeswehr oder sonstige sinnlose Sachen Wert zu legen! Kinder sind unsere Zukunft und wir vergessen es viel zu oft!

    • fabian sagt:

      Tolle Aktion, aber gegenteilige Wirkung.
      Anstatt einfach Milliarden aufzuwerfen, für eine begrenzte Klientel, würde man besser an den strukturellen Problemen arbeiten, die abschreckend aufs Kinderkriegen wirken.

  • Marianne sagt:

    Dafür muss man nicht bis Singapur gehen – Ungarn reicht. 3 Jahre bezahlter Mutterschaftsurlaub (der Arbeitgeber ist verpflichtet, der Mutter die Stelle je Kind 3 Jahre lang frei zu halten), massive Steuerboni, gratis Krippen, Bauzuschüsse etc. (alles seit 40 Jahren!), die staatl. Krankenkasse zahlt Verhütungsmittel nicht – und trotzdem ist die Geburtenrate niedrig.
    Daher haben die Koalitionspartner der Regierung (erzkonservative Christdemokraten, eigener Stimmenanteil: unter 1%!) letztes Jahr Tanznachmittage für Singles organisiert – und damit allgemeines Gelächter geerntet.

    • Thorsten Juhl sagt:

      also was wäre denn eine Lösung damit es mehr Kinder gibt? Die Frauen wieder Mütter sein wollen?

      • Teilzeitpapi sagt:

        Was haben Mütter für ein Image? Was haben Vollzeit-Mütter für ein Image? Ist man Eltern nebenher? Was für ein Image und Wertschätzung haben LehrerInnen, Kita-BetreuerInnen? Warum? Wie oft werden Kinder hauptsächlich als Kostenverursacher gesehen (wie oft vielleicht auch Mitarbeitende)? Ist es für einen Gemeindehaushalt nicht am attraktivsten, wenn die Gemeinde möglichst wenig Kinder hat? Tragen Institutionen unsere Gesellschaft oder/und die Menschen? Sind Kinder Karrierekiller? Möglichkeiten zu und Image von Teilzeitarbeit? Denken wir auch an die Zukunft oder konsumieren wir nur im Jetzt?

      • Ott Cornelia sagt:

        Es wird immer genug Kinder geben, eine Asylfamilie hat zwischen 3-8 Kinder je nach Region. Es ist völlig egal was für Kinder (Nationalität) diese haben. Und es werden noch sehr viele mehr dazukommen. Diese werden hier grossgezogen und integriert, lernen Berufe und arbeiten. Die Industrielandfrauen müssen keine Kinder mehr haben, die Migration wird mehr als genug bringen. Die Welt besteht nicht nur aus Schweizern, die Welt gehört allen.

      • Annabelle sagt:

        Den Müttern muss man flexible Arbeitszeiten ermöglichen und garantierte und subventionierte Betreungsplätze. Unterstützung beim Wiedereinstieg ins Berufsleben. Teilzeitjobs und Tagesschulen!

      • fabian sagt:

        Annabelle, Mütter haben bereits heute Kündigungsschutz während des Mutterschaftsurlaubs. Und danach gibt es keinen Grund, Mütter besser zu behandeln als Väter.

        Überhaupt: da übertut man sich mit Förderung und Subventionen der Mütter. Und es nützt nichts. Nicht in der Schweiz, nicht in Singapur, nicht in Bulgarien. Vielleicht müsste man mal die Männer etwas motivieren und unterstützen, Kinder zu haben. Es braucht ja immer eine Mutter und einen Vater, um Kinder zu haben. Aber das ist halt zurzeit politisch noch nicht salonfähig, zumindest in der Schweiz nicht…

      • Annabelle sagt:

        Definitiv Väter auch! Sie müssen auch motiviert werden – villeicht auch mit flexibleren Arbeitszeiten, längerem Vaterschaftsurlaub und wahrscheinkich mit gleichem Erziehungs- und Wohnrecht der Kinder bei einer Trennung.

        Trotzdem denke ich das eine Mutter (ev.auch Vater) die Möglichkeit haben soll 1 Jahr zuhause zu bleiben ohne jobverlust oder Berufserfahrungseinbüsen zu haben.
        Die Stelle soll nach einem garantiert sein.

      • Jane Doe sagt:

        @fabian: Ich bin Ihrer Meinung. Man muss die Väter motivieren, Kinder zu wollen und ihnen dann die Möglichkeit geben, sich auch um sie zu kümmern. Vielleicht würde es auch schon helfen, wenn teilzeitarbeitende Väter oder Väter, die mal zu Hause bleiben, weil das Kind krank ist, nicht als Weicheier angesehen werden. Ich kann mich noch gut an einen entsprechenden Artikel in der BAZ, geschrieben von jungen(!) Frauen, erinnern. Da würde ich mich als Mann auch bedanken und weiter meine Karriere verfolgen.

  • Teilzeitpapi sagt:

    Im Buch „Wie Kinder heute wachsen“ steht, dass in Singapur 90% der Kinder kurzsichtig sind. Weil sie nur noch maximal eine halbe Stunde rauskommen. Ich weiss nicht, ob ich da noch Kinder zeugen wollen würde. Viele unserer Politiker möchten ja auch am liebsten, dass unsere Kinder möglichst früh „gefördert“ werden und möglichst superjung schon zig Formeln rezitieren können…

    • Leo Schmidli sagt:

      Wieso wird heutzutage jede irgendwo (!) geschriebene Information als wahr angenommen, ohne sie zu hinterfragen? Obwohl uns doch mit dem Internet alle Möglichkeiten offenstehen!?
      Es sind „nur“ 30% der Kinder kurzsichtig, die Quote erhöht sich allerdings bei Schulabgängern (!) auf bis zu 90%.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Danke für die Differenzierung, die das Buch leider nicht mitlieferte. Fand es nun auch im Spiegel vom 6.1.2009 (ähm, warum sollte ich Ihre Info als wahr annehmen, wenn nicht mal eine Quelle mitgeliefert wird???). Es ändert sich allerdings nichts an der Grundaussage, dass der Bildungsdruck in Singapur enorm ist. Die Produktion von Mitarbeitern schon extrem früh beginnt (nichts gegen lernende Kinder, aber die Kinder bringen ein eigenes Lernprogramm mit eigenem Lerntempo mit, das auch gesund für die Augen wäre).

  • Thorsten Juhl sagt:

    Eine tiefe Geburtenrate und in ein paar Jahrzehnten haben sich dann alle Probleme wie von selbst gelöst?

    was einfach festzustellen ist. seit die Frau über ihre Fortpflanzung entscheiden kann, die Pille, entscheidet sie sich für einen Beruf. Und das ist ja nicht verwunderlich, wer möchte nicht ein selbstbestimmtes Leben.

    Somit wird die Frau sich gezwungenermassen für ein Leben ohne Kinder entscheiden und die Gesellschaft wird über kurz oder lang eine Lösung finden müssen wie sie dennoch fortbestehen kann. Welche, das ist offen. Aber der Elefant ist im Raum.

    • fabian sagt:

      Ich finde diese Haltung, dass bei der Frau der Schlüssel zum Kinderkriegen zu finden sei, völlig falsch. In Singapur (und ev. auch bei uns) scheinen es ja gesellschaftliche Gründe zu sein, weshalb wenig Kinder gezeugt werden. Wie wärs, wenn man die Männer auch mal wieder in die Überlegungen einbeziehen würde? Bei uns gibt man den Männern im Gegenteil immer neue Gründe, gar keine Kinder zu wollen… träumen Sie denn von einer Gesellschaft, wo alleinerziehende Frauen oder der Staat die Kinder grossziehen?

      • Thorsten Juhl sagt:

        die Frauen kriegen die Kinder. Primär müssen sie bei den Frauen schauen. Ein Mann der Kinder will ist auf die Frau angewiesen. Wie sie ja wissen. Die Frau kontrolliert ihren Körper, nicht der Mann.

      • fabian sagt:

        ja, das ist die feministische Haltung der letzten 20 Jahre: Das Kind gehört der Frau. Ich teile sie nicht.
        Deren Resultat auf das Kinderkriegen ist denn auch ernüchternd.

      • Nina sagt:

        Fabian hat nicht unrecht. Ich kenne ein paar junge Singapurianerinnen. Und die sind alle Single und unglücklich damit. Und sagen, man finde dort einfach keine willigen Männer mehr.

    • Thorsten Juhl sagt:

      Nina
      wie ist denn in Singapur das Rechtsystem was Familien, Mann und Frau, Scheidung, Kinder, Unterhalt usw. anbelangt? Ähnlich wie in der Schweiz oder komplett anders?

    • Annalena sagt:

      Ganz einfach. Mann verbietet den Mädchen den Schulbesuch, man(n) sperre sie ein und ziehe ihnen einen Sack über denKopf. Dann hat Mann die gelobte Abhängigkeit der Frau wieder hergestellt.

      • Thorsten Juhl sagt:

        Annalena
        Interessant. Und was ist wenn sich nur solche Gesellschaften fortpflanzen?
        da bleibt irgendwann die Gleichberechtigung auf der Strecke.

        Es geht ja eben um Lösungen wo eine gleichberechtigte Gesellschaft sich fortpflanzt und nicht abhängig sein soll von Nachwuchs aus Nationen wo die Frau keine Rechte hat.

      • Sportpapi sagt:

        Wer lobt die Abhängigkeit der Frau?

  • D. Meier sagt:

    Der Staat müsste genau dort helfen, wo es den Eltern zuviel wird.
    Keiner kümmert sich um das Humankapital, weil es eben in der „Herstellung“ viel kostet.
    Vielleicht sollte es eine Art „Fabrik“ für Humankapital geben. Eine Tagesstätte oder Internat gratis allen einheimischen für ihren Nachwuch zur Verfügung gestellt.
    Das klingt nach totalitärem System, aber im grunde haben wir ja ein totalitäres Wirtschaftssystem.
    Jetzt habe ich mich mal aus dem Fenster gelehnt, provoziert und bin gespannt auf KONSTRUKTIVE Antworten.

    • Martin sagt:

      Etwa so geht es ja schon in Singapur zu und her. Aber will man wirklich Kinder haben wenn man für diese keine Zeit hat und sieht wie sie schon vom Druck kaputtgemacht werden in einem Alter wo bei uns die Kinder im Kindergarten noch spielen können. So eine Kindheit will ich meine kindern nicht antun, da ist die Schweiz einiges besser als Singapur.
      Ich kenne eine Familie die ist von Singapur nach Malaysia ausgewandert. Singapur ist toll u zu arbeiten bevor man eine Familie hat . Nachher nicht mehr.

      • Alice sagt:

        Ich war dieses Jahr wieder in Singapur. Wo da ein Kind noch spielen soll ist mir schleierhaft. Kleine Spielplätze auf Beton zwischen Hochhäusern (abgesehen von wenigen Parks). Da würde ich auch kein Kind wollen.

    • Nina sagt:

      Wo Sie recht haben: bei uns gibt es – entgegen ursprünglicher Planung – kein drittes Kind. Nicht wegen dem Geld. Auch nicht wegen dem Platz. Sondern weil uns dafür die Kraft fehlt. Und ein Paar unserer Freunde sind zum gleichen Schluss gekommen. Zwei schafft man als Kleinfamilie, aber für mehr wird es sehr taff.

  • Martin sagt:

    Singapur ist fuer Einkaufsferien und Stopover fantastisch. Meist uebernachte ich bei Freunden. Die Preise fuer diese Mietwohnungen sind horrend, Preise ueber CHF 3000/Monat/3-4Zimmer sind normal. Um Auto fahren zu koennen, musst du ein Schild fuer 90000 CHF/10 Jahre loesen, fuer einen Ford Focus zahlt man dort locker CHF 100’000, wegen der Luxussteuer. Nach 10 Jahren wird wieder 90k faellig. Kinder zu haben ist in Singapur Luxus, das koennen sich nur die Reichen leisten. Wobei die wohlhabenden sich statt einem Daycare Platz eine Maid leisten.

    • Martin sagt:

      Hallo Martin
      Eine Hausangestellt kostet weniger als 1000SGD im Monat und ist günstiger als eine Kita. Selbst Mittelstands Familien in einer kleinen Wohnung haben eine Maid. Normalsterbliche sollen sich dort auch kein Auto kaufen, da Taxifahren günstiger ist. Und es werden immer mehr Ubahnlinien in Betrieb genommen.
      Singapurer können sich einen vom Staat vergünstigte Wohnung kaufen. Oft müssen aber einzelne Zimmer untervermietet werden.

      • fabian sagt:

        Martin, die vergünstigte Wohnung vom Staat gibts aber nur, wenn sie arbeitstätig sind (so eine Art Pensionskassen/Versicherungszwang). Wenn Sie aufhören zu arbeiten, gibts keine Unterstützung mehr. Das ist ein recht perfides System, welches ‚das Humankapital‘ unermüdlich antreibt zum rentabel sein…

  • Martin sagt:

    Das Bildungsystem in Singapur ist viel zu streng. Ich habe einige Bekannte dort und Vierjährige müssen bereits in die Nachhilfe weil sie noch nicht Perfekt Englisch UND Mandarin sprechen. Den Kindern wird die ganze Kindheit genommen und es wird extrem viel Druck gemacht. Und mit zwanzig haben eigentlich keinen Vorteil gegenüber Leuten aus anderen Länder sondern noch einen grossen Mangel an Kreativität.
    Ich bin Ingenieur komme also aus einem sehr technischen Fach aber selbst da merkt man die Fehlende Kreativität, deshalb importiert man dort Leute aus dem Westen und bezahlt viel für sie.

  • Sportpapi sagt:

    Der eingreifende und steuernde Staat wird doch hier auch immer wieder gefordert. Unter anderem auch mit dem Argument, es würde dann auch wieder mehr Kinder geben. Ich für meinen Teil bin froh, wenn er uns möglichst so leben lässt, wie wir uns das erträumen. Ich weiss, das ist ein Luxus!

    • 13 sagt:

      Ein Luxus, den sich nur ein kleiner Teil der Bevölkerung leisten könnte und nur einem Teil der Bevölkerung zu Gute käme. Aber was geht uns schon der Rest an?

      • Sportpapi sagt:

        @13: Das ist jetzt aber weit unter Ihrem Niveau! 1) Das mit dem „kleinen Teil der Bevölkerung“ stimmt nicht. Die meisten Familien in der Schweiz sind nicht auf zwei volle Einkommen angewiesen. Zudem sind die Ansprüche auch ziemlich hoch. Erstaunlicherweise haben ja die Frauen am wenigsten Kinder, die über eine gute Ausbildung und Einkommen verfügen und dazu meist einen Mann mit mindestens gleicher Voraussetzung verfügen. Ums Geld geht es da nicht.
        2) Statt Wahlfreiheit, die aber nicht ganz alle geniessen können, lieber eine staatliche verordnete Wahl für alle? ML erklärt oben, wie das geht…

      • 13 sagt:

        Danke für das Kompliment, Ich habe einfach nichts weiter zu sagen, wenn jemand die eigene Individualität über dem Solidaritätsgedanken stellt. Ich habe nie verheimlich, ein Sozi zu sein. 😉
        Die meisten Familien sind nicht auf zwei volle Einkommen angewiesen, aber die meisten sind durchaus auf irgendeine Art Subvention, sei es durch Steuervergünstigungen, sei es durch Prämienverbilligung, Kinderbetreuung oder sogar Sozialhilfe. Da geht es doch um Geld und ich dachte, die angeblich zu tiefe Geburtenrate bei Akademikerinnen sei inzwischen widerlegt?
        Es geht aber bi allen um die grundsätzliche

      • 13 sagt:

        Frage: Was bedeutet ein Kind für mein Leben? Ich schätze mal die unteren Schichten werden die Frage vielleicht eher so stellen: Kann ich es mir leisten? Die oberen: Kann ich meinen Beruf und das Kind vereinbaren? Wenn der Staat/die Gesellschaft an mehr Kindern interessiert, dann sollten wir alle auch dafür sorgen, dass beide Fälle, ihre Fragen mit Ja beantworten können. Die Wahlfreiheit, die ich durchaus schätze, braucht eine funktionierende Infrastruktur und mit dieser gerät automatisch ein Lenkungsmechanismus in Kraft. Und das ist gut so bzw. hätte in der Schweiz noch Entwicklungspotential.

      • 13 sagt:

        Das war Nr. 2, die 1 hängt noch…

      • Sportpapi sagt:

        @13: Wenn die meisten auf irgendeine Art Subvention angewiesen sind, dann stimmt aber einiges nicht mehr in unserem Land. Wenn es so ist, gäbe es viel grössere Fragen, die zu beantworten wären. Fragen zur Verteilungsgerechtigkeit. Verordnete Solidarität finde ich aber nicht ganz so toll. Dieser Gedanke wird im Moment gerade ziemlich strapaziert.
        Nach meinem Wissen ist die tiefe Geburtenrate bei Akademikerinnen nicht widerlegt. Und wenn, dann wäre ja ein rechter Teil des Problems offenbar schon gelöst…

      • Sportpapi sagt:

        Zum zweiten: Mir ist immer noch nicht klar, weshalb diese eingeforderte Infrastruktur für gut ausgebildete, gut verdienende nicht schon längst auf privater Basis aufgebaut wurde. Weshalb muss da der Staat eingreifen, und mit seinen Vorgaben das ganze verkomplizieren und verteuern?
        Letzte Frage: Sind Sie sicher, dass der Staat/die Gesellschaft an mehr Kindern interessiert ist? Haben wir darüber schon einmal abgestimmt? Ich wäre sehr gespannt…

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ausserdem: Ich bin natürlich auch ein Sozi…

      • 13 sagt:

        zu 3) Nein, ich bin mir nicht sicher. Ich denke, dass mehr Kinder gut wären, um der Überalterung zuvorzukommen. Aber ob der Staat wirklich daran interessiert ist, weiss ich nicht. Ich ging aufgrund des Artikels davon aus, dass das Thema ist, wie man das erreichen soll, was natürlich ein Interesse voraussetzt. Als quasi als Annahme.

        zu 1) Gegenfrage: Warum erachten Sie es als falsch, wenn wir in einem Sozialstaat voneinander abhängig sind?

        2) Ich bin auch nicht der Meinung, dass es verkompliziert und verteuert wird durch den staatl. Eingriff. Es findet eine Umlagerung statt.

      • Sportpapi sagt:

        Was meinen Sie mit Umlagerung? Dass die zwar erhöhten Kosten für die Betroffenen nicht zum Tragen kommen, weil andere, Unbeteiligte sie mittragen?
        Gegen gegenseitige Abhängigkeit habe ich nichts. Da wo es notwendig ist. Noch lieber stehe ich aber auf eigenen Beinen. Das heisst aber gar nichts, dass ich etwas gegen ein ausgebautes Sozialnetz für Notfälle habe.

      • 13 sagt:

        Mit Umlagerung meinte ich, dass dort wo genug Geld, aber auch Arbeitskraft, da ist, es genommen wird und dort eingesetzt, wo es zur Zeit notwendig ist. Vereinfachtes Beispiel: Kinderlose bezahlen mehr Steuern, ich lasse mir davon die Kinderbetreuung subventionieren, kann dafür mehr arbeiten, zahle damit mehr Steuern, die wieder denjenigen zugute kommen, die es jetzt brauchen. Meine Kinder kosten jetzt alle, werden aber später die Aufgaben übernehmen können, die der Kinderlose im Alter nicht mehr kann, aber er hat ja keine eigenen Kinder dafür. hat aber für meine mitbezahlt…..

      • 13 sagt:

        Ich bin einfach nicht davon überzeugt, dass der Sozialstaat so ist, dass die einen nur profitieren und die anderen nur bezahlen, sondern dass er allen zugute kommt. Und damit glaube ich auch, dass es ein besseres System ist, als wenn jeder sein Gärtchen pflegt. Womit ich mir aber nicht gleich das Niveau der (ehemaligen) kommunistischen Staaten wünsche.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Sozialstaat ist etwas Schönes. Nur geht es darum, zu entscheiden, wo eine soziale Leistung sinnvoll ist, und wo der Sozialstaat überbordet. Krippen als soziale Leistung ist sinnvoll und wird auch wenig bestritten. Direktzahlungen an arme Familien, so dass Mütter ihre Kinder selber betreuen können wie andere, die sich das leisten können, sind aber genauso sozial. Dies vor allem bei Frauen, die sich mit dem temporären Berufsausstieg nichts verbauen. Krippen als Lenkungsmassnahmen im Dienste der Volkswirtschaft finde ich eher problematisch.

  • Heiri Meier sagt:

    Tja, zum Kinder bekommen braucht es bekanntlich immer zwei! Ich denke die Rahmenbedingungen müssten für beide etwas angepasst, bzw. korrigiert werden. Ich wäre definitiv für Kinder (und es müsste nicht mal die eigenen sein) bereit und auch bereit einen Teil meiner Arbeitszeit zu Gunsten der Arbeit für die Kinder aufzugeben, bzw. dass auch meine Partnerin arbeiten gehen darf/muss. Aber wo sind denn alle diese Frauen?
    Auch das wäre mal ein sehr interessantes Thema für die Mama Blog? Was muss für alles erfüllt sein, damit Frau eine Familie und Kinder haben möchte?

    • Muttis Liebling sagt:

      Einen Partner, der nach der Pubertät erwachsen wird und auf den sie sich verlassen kann. Alles andere spielt kaum eine Rolle. Aber wo sind die erwachsenen Männer? Viele habe ich in meinem Leben noch nicht getroffen. Davon zeugen auch die meisten männlichen Beiträge in diesem Forum.

      • Heiri Meier sagt:

        Hmh.. Durchaus auch ein sehr spannendes Thema! Ich glaube die Schwierigkeit ist einfach die sogenannte Nadel im Heuhaufen zu finden! Ich wage jetzt mal zu behaupten das ich äusserst zuverlässig bin und in den allermeisten Fällen auch durchaus erwachsen. Aber Leben und vor allem auch akzeptieren und Leben lassen, wäre eine wünschenswerte Grundeinstellung.

      • Muttis Liebling sagt:

        Toleranz ist keine Tugend, sondern ein Symptom entweder sozialer Feigheit oder beginnender Senilität.

    • fabian sagt:

      Heiri, stellen sie die Frage doch laut und deutlich auch für den Mann:
      „Was muss alles erfüllt sein, damit Mann eine Familie und Kinder haben möchte?“

  • Beppie Hermann sagt:

    Sags ja seit langem,auch die CHer Bevölkerung wäre gescheit genug gewesen,es bei 6Mio zu belassen.Die weltweite Schuldenwirtschaft+Lobby brockte uns mit ihrem kranken,kurzsichtigen Wachstumszwang diese Zustände ein,die wir nun haben.Man nennt es Wohlstand,aber in Wirklichkeit wurde die grosse Manipuliermasse geschickt zugedröhnt u.in eine Dekadenz manövriert,weit entfernt von eigentlicher Lebensqualität,von der eine überwältigende Mehrheit der Menschen gar nicht mehr weiss,wie sich die lebt,weit entfernt auch vom Sinn des Lebens.Am Ende stirbt man nach reicherfüllten Konsumleben,das wars dann.

  • Erich Meier sagt:

    Zuerst werden Ausländer reingeholt bis zum geht-nicht-mehr (z.B. weil die Ausbildung von Fachkräften in der CH teurer ist als solche direkt aus Osteuropa zu holen). Und Wirtschaftsflüchtlinge dürfen sowieso definitiv hierbleiben. Wenn dann die Schweiz aus allen Nähten platzt, merkt der BR plötzlich, dass es zuwenig Schweizer gäbe. Obwohl die CH trotz Gebirgsanteil eines der dichtest besiedelten Länder der Welt ist, soll daher die Vermehrung der Schweizer forciert werden. Also ich würde da den Hebel woanders ansetzen.

    • Baumgartner Josef sagt:

      Meier, bitte vergessen Sie ganz schnell diese Mär der Dichte! Es gibt wohl kaum einen Bereich, wo Zahlen so missbraucht werden. Von allen technologisch entwickelten Ländern lebt es sich vermutlich in der Schweiz am wenigsten dicht. Innerhalb Europas, von Mailand bis Amsterdam via Rhein/Ruhr erst recht. Die CH hat eine deutlich geringere Dichte wie die Lombardei, Rhein/Ruhr, Benelux bis London. Viel mehr Leute wohnen also in weitaus dichteren Gebieten. Ausserhalb Europas leben z.B. 80% der Kanadier oder Australier in Megastädten mit >3 Mio. In der CH ist man hingegen immer schnell ins Grüne.

    • Hotel Papa sagt:

      Und noch so einer…

  • mike müller sagt:

    Tja in der Schweiz hat man die letzten Jahrzehnte alles gemacht um denn Mann bei Scheidung oder Geburt zum Zahlsklaven zu degradieren. Kein Wunder haben heute immer weniger CH Männer Lust auf Kinder. (Gerade gut ausgebildete und gut verdienende CH Männer, die sehr viel zu verlieren haben)

    • Genderbender sagt:

      Das Gejammer bezüglich der Scheidung kennen wir ja schon ad nauseam. Aber bei Geburt? Wie lief das denn bei Ihnen? Wurden Sie nach der Geburt Ihres Kindes an die die Werkbank gekettet?

      • Leo Schmidli sagt:

        @Genderbender: Sie haben scheinbar noch nicht vom neuen Unterhaltsrecht gehört. Der unverheiratete Vater muss im Falle einer Trennung auch die Mutter (!) und nicht nur das Kind finanziell unterstützen. Und ja, dies gilt bereits ab Geburt.

    • Thorsten Juhl sagt:

      das Problem liegt viel tiefer.

      habt hier jemand noch das Gefühl, dass ein Mann mit einer Frau zusammen sein will wenn diese keine Arbeit hat? Dass bei einer Trennung er keine Rechte hat und nur noch zahlen muss?

      Neben dem, dass er seine Familie verliert, emotionalem Stress kommen finazielle Kosten (2 Haushalte und Unterhalt) und Existenzangst (siehe Suizid).

      Wir sind in einem Prozess der darauf hin führt, dass alle arbeiten und die Kinder importiert werden müssen: wieso brauchen wir Schulen?

      2 Generationen: Scheidung, arbeitende Mütter, kontrollierte Verhütung. Eine extreme Veränderung.

    • fabian sagt:

      das wäre in der tat mal interessant, den gründen des geburtenrückgangs in der schweiz nachzugehen.
      von anzahl kinder je familie bis hin zu kinderlose paare und neue haushaltsformen ohne kinder. vom pillenknick bis heute.
      und das ohne gender-deformierten röhrenblick. weil heute scheitern derartige untersuchungen ja daran, dass das politisch geforderte resultat schon im voraus bekannt ist…

      • Thorsten Juhl sagt:

        Fabian
        Sex zu haben ist ein Instinkt. Kinder haben ist folge von Sex. War es jedenfalls mal.

        Sex führt nicht mehr zu Kindern, sondern ist neu gekoppelt an den *bewussten* Entscheid Kinder haben zu wollen.
        Ein instinktgetriebener Prozess ist nun ein rationeller individueller.

        Über kurz oder lang werden wir also aussterben denn welches Individuum erhöbt schon seine Abhängigkeit und sein Risiko freiwillig? Tendenz ist immer weg vom Risiko und somit ist es ein langsamer gradueller Prozess weg von Kindern und Ehe hin zur individuellen Existenzsicherung.

        Die Zeichen sind ganz klar zu sehen.

      • Manni Mann sagt:

        WS – sie kommen mir französisch vor. Für jedes Problem soll der Staat aufkommen. Der Staat soll zahlen, für Scheidungen, für Kinder, für alles. Zudem sollen wir weniger Arbeiten, die Kinder in der Schule weniger lernen, mehr schlafen etc.
        Warum sollten wir selbst etwas richten, wenn der Staat das alles kann?
        Hallo? Der Staat sind wir. Wenn der Staat etwas berappen soll, müssen wir das vorher einzahlen. Wenn wir heute (angeblich) zu wenig Geld haben, wie sollte sich dann der Staat unendliche Mehrausgaben leisten können?

      • Widerspenstige sagt:

        Ja, wir sind der Staat und deshalb für die gerechtere Verteilung der Steuergelder verantwortlich und nicht die Politiker, Wirtschaft etc. Wenn Sie meine Beiträge eine Weile gelesen haben und diejenigen von Mutter’s Liebling ebenso, dann wüssten Sie, wo wir politisch stehen und würden nicht so etwas schreiben, Manni. Es gibt genügend Geld in der Staatskasse, nur werden die lautesten Lobbyisten im Parlament gehört und kräftig subventioniert. Es herrscht eine bürgerliche Macht in Bern, deshalb der desolate Zustand in der Familienpolitik. Ich persönlich habe mich selber finanziert, ok?!

    • Widerspenstige sagt:

      Wegen dem ‚Zahlvater‘ und dem neuen Gesetz: jetzt wäre der Zeitpunkt günstig, da Gegensteuer zu geben gerade von männlicher Seite. Wem dieses neue Gesetz nicht passt, soll es bekämpfen auf dem polit. Weg und einen Fonds fordern, welcher bei Trennung aktiviert wird via EO. Diese Alimentierung via Väter muss ein Ende haben, denn sie ist unwürdig für jede Frau/Mutter und jeden Mann/Vater. Die zuständigen PolitikerInnen sind gefordert, sich näher damit zu befassen.

      Kinder müssen finanziell besser abgesichert werden auch bei Trennung.

      Deshalb keine Zahlväter mehr via Alimente, sondern ein Fonds!

      • Sportpapi sagt:

        Eigentlich bin ich ja eher für mehr Zahlmütter… Ernsthaft: Es sollte Sache der Eltern sein, im Falle einer Trennung dafür zu sorgen, dass es sowohl bezüglich Betreuung der Kinder, als auch bezüglich der Finanzen aufgeht. Wenn zwei Haushalte mehr kosten als einer, muss logischerweise mehr gearbeitet werden. Das ist ganz sicher nicht Aufgabe des Staates, hier einzugreifen – ausser im Notfall über Sozialhilfe.

      • Sportpapi sagt:

        Hast du meine Nachfrage vor ein paar Tagen eigentlich mal beantwortet? In deinem Fall hat doch dein Mann/Partner (vorübergehend) mehr Kinder betreut. Wärst du also damit einverstanden gewesen, dass im Falle einer Trennung das Sorge- und Obhutsrecht automatisch ihm übertragen worden wäre? Und er mit den Kindern nach Asien gezogen wäre, wohin du ihm dann Unterhalt- und Alimente hättest überweisen dürfen?

      • Widerspenstige sagt:

        Nein, das soll nicht mehr länger so sein, da kontraproduktiv und sehr oft beziehungsschädigend. Da gehe ich mit ML’s Argumenten einig und mit denjenigen anderer Länder, die das elegant vom Staat aus regeln. Ein Kind ist ein Mitglied einer Gesellschaft und deshalb besonders finanziell zu schützen. Und das frei von den Sorgen/Hassgefühlen seiner Eltern bei Trennung oder schon während einer Beziehung des Geldes wegen!

        Deshalb schlage ich das Modell der Dänen vor und weniger das aus der ehemal. DDR wie es ML vorschwebt. Das möchte ich doch noch hervor heben, diese zwei versch. Sozialstaatmodelle.

      • Widerspenstige sagt:

        Sportpapi, das wird wohl kaum eine Mutter zulassen. Schliesslich hat sie die Mühen einer Schwangerschaft und Geburt selber erlebt und der Vater nicht. Deshalb ist Dein Insistieren dieser Frage unnötig u in meinem Fall sowieso. Ich hätte alles getan, um das zu verhindern, weil zusätzlich zum Aufbau des gemeinsamen Geschäfts ich auch noch drei Kinder geboren habe. Mein Partner hat beim ersten Kind zwei Jahre den Hausmann gemimt, war aber trotzdem im Hintergrund fürs Geschäft tätig. Wir haben uns sozusagen die Türklinke in die Hand gedrückt abwechslungsweise je nach Aufträgen, Bedarf.

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Du möchtest also in erster Linie, dass eine Frau sich jederzeit völlig vom Vater ihrer Kinder lösen kann. Dass sie nicht einmal mehr wegen dem Geld auf ihn angewiesen ist.
        Deine weiteren Aussagen wundern mich überhaupt nicht. Selbst wenn Männer die Hauptverantwortung, die Hauptsorge für die Kinder übernehmen, kommen Sie doch nie an den Wert einer Mutter heran, zumindest deiner Meinung nach. Das ist schlicht sexis tisch und völlig daneben. Und es macht natürlich jede Diskussion um Gleichberechtigung mit dir zur Farce.

      • Annalena sagt:

        Ich nehme an, Sportpapi, dass Du Teilzeit arbeitest und deine Frau das gleiche Pensum ausserhäusliche Arbeit leistet wie du. Oder arbeitet ihr beide 100% und die Kinder sind in der Krippe? Sonst macht das die Diskussion mir dir über Gleichberechtigung zur Farce.

      • Manni Mann sagt:

        WS – ML ist ein demokratiefeindlicher Befürworter von Despotismus, der Menschenrechte für einen Nonsense hält und schön öfters plädiert hat, dass die Politik auch über Leichen gehen muss. Geben Sie etwas besser acht, was für Freunde Sie sich wählen.
        Zudem: wie Sie wird er ziemlich wenig Steuern zahlen und noch für keinen einzigen Einwohner der Schweiz einen Arbeitsplatz geschaffen haben. Aber sie beide wissen dann, dass „die anderen“ genug Geld haben und freudig zahlen sollen für Dinge, die nur eine Minderheit überhaupt will.
        Das ist einfach realitätsfremde Phantasterei.

      • Widerspenstige sagt:

        Manni Mann, Sie wissen mehr über mich als ich selber, wow! Ich nenne ML immer mal Mothers Biest, gellen Sie u weiss genau, wann ich ihm beipflichten u wann ich ihn verurteile. Und wegen den Steuern und Arbeitsplätzen kann ich Sie ebenso beruhigen: ich hatte Angestellte privat u im eigenen Geschäft u ziemlich viele Steuern u Versicherungen bezahlt, insbesondere auch Mehrwertsteuer direkt nach Bern. Ich hoffe doch sehr, dass Sie vorsichtiger sind in Zukunft mit der Wahl Ihrer Argumente, Manni. Ansonsten grenzt so eine wenig objektive Sichtweise bald mal mit Ignorieren von Fragen an mich.

      • Widerspenstige sagt:

        Nun zum Thema hier: Manni, Sie behaupten fröhlich ‚…dass “die anderen” genug Geld haben und freudig zahlen sollen für Dinge, die nur eine Minderheit überhaupt will. Das ist einfach realitätsfremde Phantasterei…‘.
        Woher wissen Sie denn, ob das eine Minderheit ist? Haben Sie eine Statistik oder können Sie diese Aussage sonst belegen? Es wäre schön, wenn Sie den Beitrag über die Dänen lesen würden, damit Sie weniger davon überzeugt sind von Ihrer eigenen ‚realitätsfremden Phantasterei‘ (mein Link am Anfang unter MLs Beiträgen, oder lesen Sie diese nur selektiv?). Die Dänen sind glücklich!

      • Widerspenstige sagt:

        Sportpapi, ich sehe eine gute Beziehung nicht als Gefängnis an, sondern als beidseitige Bereicherung mit Höhen und Tiefen auf FREIWILLIGER Basis. Also keine finanziellen Abhängigkeiten jeglicher Art, weder von Mann noch von der Frau. Das nennt sich GleichWERTigkeit innerhalb einer emanzipierten Beziehung von Dauer. Eine Mutter ist nun mal biolog. näher beim Kind als ein Vater. Es gibt sehr wohl Väter, welche sich eine besondere Nähe zu ihren Kindern aufbauen u dann auch das Hauptsorgerecht erhalten sollen, wenn die Muttersorge zu wünschen übrig lässt. Das sind mE aber Einzelfälle.

      • Widerspenstige sagt:

        Danke Annalena!

      • Sportpapi sagt:

        @Annalena: Ja, ich arbeite teilzeit. Das heisst, ich bin drei von sieben Tagen zu Hause. Und ich bin finanzieller Hauptversorger der Familie, was ja auch nicht nichts wert ist. Meine Frau kann genau das Modell leben, das sie sich wünscht, und worauf wir uns partnerschaftlich-gleichberechtigt geeinigt haben. Sonst noch Fragen?

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Du läufst immer weiter in die gleiche Sackgasse. Ein Kind hat zwei Elternteile. Welches dem Kind näher steht, ist eher unklar, und wechselt häufig im Verlaufe der Kindheit/Jugend. Vielleicht ist die Kontaktzeit (mit-) entscheidend, aber ganz sicher nicht immer. Dass aber die Schwangerschaft der Mutter auch dann noch wichtiger sein soll, wenn der Vater während der Kindheit hauptsächlich die Kinder betreut, ist nun wirklich völlig daneben. Du entfernst dich da auch weit vom Kindswohl, und meldest in erster Linie Besitzansprüche als Mutter an, weil du doch 9 Monate so viel geleistet hast.

      • Sportpapi sagt:

        Letztlich geht es aber auch gar nicht darum, wer denn nun mehr wert ist. Sondern um die Erkenntnis, dass beide Eltern für das Kind wichtig sind. Dass deshalb das gemeinsame Sorgerecht wichtig ist, auch wenn die Eltern sich dann hin und wieder einigen müssen. Dass vor allem das Wegzugsverbot wichtig ist, damit das Kind mit beiden Elternteilen in Kontakt bleiben kann. Dass ein Kind dann sinnvollerweise bei der Person wohnt, die vorher schon mehrheitlich präsent war, ist in den meisten Fällen ja nur logisch.

      • Sportpapi sagt:

        Also: Weder Mutter noch Vater sind so viel mehr wert als der/die andere, dass sich damit rechtfertigen würde, dem Kind die Beziehung zum anderen zu verunmöglichen. Mit geht überhaupt nicht in den Kopf, wie du das anders sehen kannst.
        Zum letzten: Natürlich sind finanzielle Abhängigkeiten etwas Unschönes. Es wird aber noch besser, wenn statt dem freiwillig engagierten Partner die nicht beteilligte Gesellschaft einspringen muss. Was geht es mich an, wenn du mit deinem Lebenspartner nicht mehr klarkommst? Es ist in eure eigene Pflicht, gerade wenn Kinder da sind, für euer Leben zu sorgen!

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Und zum Abschluss noch ein Kurs in Politik: Man weiss, was die Mehrheit will, wenn man ein Thema zur Abstimmung gebracht hat. Was dort abgelehnt wird, ist eben nicht mehrheitsfähig. Und wenn bürgerliche Politiker in den Räten etwas ablehnen, dann sind auch sie von uns gewählt und vertreten uns dort. Aber ich weiss, mit Demokratie hast du es eher nicht so.

      • Muttis Liebling sagt:

        @SP, Mehrheiten und Politik haben ja nun kaum etwas miteinander zu tun. Demokratie ist dann auch eher das Gegenteil von Politik, die Politik des Apolitischen. Das hat Sokrates, der auch das Wort ‚Demokratie‘ erfunden hat, schon vor 2.500 Jahren gesagt.

  • Erich Meier sagt:

    Zuerst werden drastische Gesetze erlassen, die den Mann bei Scheidung oder Geburt über Gebühr zum blossen Zahlvater erniedrigen. Kein Wunder dass unter solchen vom Staat erlassenen Rahmenbedingungen viele Männer dieses Risiko nicht mehr eingehen wollen und sich daher unterbinden lassen oder auf Familiengründung verzichten. Und dann kommt so ein Humorist wie BR Burckhalter und ruft zum Kinderzeugen auf. Also auf mich können Sie nicht rechnen, Herr Bundespräsident !

  • Manni Mann sagt:

    Für Kinder fehlt der Platz – vielleicht nicht im Herzen, aber…..
    genau falsch
    Wenn sie ein Platz im Herzen haben, dann werden alle anderen Gründe zu Nichtigkeiten. Es ist der Wohlstand, die Möglichkeit zur Selbstbestimmung, die uns kinderarm machen.
    (Dort wo Menschen kein Geld, keine Sicherheit, keine Arbeit etc. haben, da gibt es z.T. horrenden Kindenüberschuss.)

    • Brunhild Steiner sagt:

      „(Dort wo Menschen kein Geld, keine Sicherheit, keine Arbeit etc. haben,
      da gibt es z.T. horrenden Kindenüberschuss.)“

      Denken Sie tatsächlich das sei so wegen dem dafür riesigen Platz im Herzen?
      Wohl eher aufgrund mangelhafter Kenntnisse über Fortpflanzung, fehlendem Zugang zu Verhütungsmitteln und grundsätzlich leicht schiefen Verhältnissen was Frau-Mann-Beziehungen betrifft. Oder glauben Sie wirklich den Müttern dort gefalle es, ihre Kinder in misslichsten Verhältnissen aufwachsen zu sehen, von Kinderarbeit/verkaufen gar nicht angefangen?

      • Muttis Liebling sagt:

        Nein, weil die Kinder die Existenzsicherung der Eltern (deshalb Kinderarbeit) und der Ersatz für deren fehlende Rentenversicherung sind (deshalb zählen nur die männlichen Nachkommen, währen Mädchen nur lästige Mitesser sind, die man nur über Zahlung einer Mitgift los wird).
        Verhütung regelt gar nichts, Wissen erst rechts nichts. Auch in Europa kam erst der Abschwung der Geburtlichkeit, dann die Verhütungsmittel. Da ist kein Ursache- Wirkungs- Zusammenhang.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling.
        ich denke hier gilt durchaus „sowohl als auch“ und das Eine schliesst das Andere nicht aus.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Brunhild, Verhütungsmittel regeln den Zeitpunkt, nicht die Zahl der Geburten. Theoretisch hat eine Frau 30 x 12 Gelegenheiten, ein Kind zu bekommen und da kann sie sich nun die ihr passenden Gelegenheiten aussuchen. Das ist eine grundsätzlich gute Sache.
        Die Kinderzielgrösse, also die Anzahl der gewollten Kinder, wird davon nicht berührt, die stabilisiert sich erst nach der Pubertät und ist, wie erwähnt, indirekt proportional dem Wohlstandsniveau der jeweiligen Bevölkerung. Zuwanderer aus kindereichen Gegenden nehmen nach 1-2 Generationen das Fortpflanzungsverhalten der Einheimischen an.

      • Sportpapi sagt:

        @ML: Was, wenn die „Kinderzielgrösse“ von 2-3 nach den ersten 3 Jahren erreicht ist, aber noch 27×12 Gelegenheiten verbleiben, ein Kind zu bekommen? Und keine Verhütungsmittel bereitstehen? Gibt es dann keinen Sex mehr? Oder einfach eine jährliche Abtreibung?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling:
        “ Verhütungsmittel regeln den Zeitpunkt, nicht die Zahl der Geburten.
        Theoretisch hat eine Frau 30 x 12 Gelegenheiten“

        Zeitpunktregelung beeinflusst unmittelbar auch Geburtszahl…-
        hierzulande scheinen die Frauen nämlich die ersten paar mal dieser 30mal12 grossräumig zu umfahren, was die Zahl umgehend beeinflusst… .

      • Muttis Liebling sagt:

        @SP, wenn man mit der Reproduktion bewusst fertig ist, was bei 2-3 Kindern angemessen ist, kann man gern auch Verhütungsmittel für die Nur- Verhütung einsetzen. Vielleicht nicht gerade hormonal wirkende, über deren Konsequenzen wissen wir so gut wie nichts. Dagegen ist die mechanische Interruptio, Vakuumpumpe, regelrecht harmlos, das würde ich als Frau immer bevorzugen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Klar Brunhild, es gibt immer Übersprecher. 10% aller Kinder sind ungewollt und wer weiss wie viel gehen verloren, weil die potentielle Mama bis zum St. Nimmerleinstag gewartet hat. Den meisten Frauen ist ja nicht bewusst, dass das Befruchtetwerdenkönnen der Eizellen, auch wenn sie noch scheinbar intakt sind, ab 30 Jahren rapide abnimmt. Man schaue sich nur an, was an Hormonstimulation notwendig ist, um so einer alten Dame noch dem ungerechtfertigten Kinderwusch vor dem gerechtfertigten Ableben wahrscheinlich zu machen.
        Aber das mittelt sich aus.

    • Eveline sagt:

      … was nicht zuletzt mit mangelnden Verhütungsmitteln etc zu tun hat, nicht nur mit dem Kinderwunsch.

      • Manni Mann sagt:

        Brunhild – ich wollte bestimmt nicht sagen, dass die Leute mit horrendem Kinderüberschuss mehr Herz für Kinder hätten, sondern einfach, dass die „ökonomische Begründung“ für unsere Kinderarmut TOTAL realitätsfremd ist. Vielmehr ist es so: je reicher, je weniger Kinder (im Allgemeinen). Bzw. je mehr das Leben bietet, umso mehr sieht man Kinder als eine Belastung.

      • Nina sagt:

        Nein, stimmt nicht ganz. Die ganz Reichen, die sich für alles flexibles Hilfspersonal leisten können, tendieren dann auch wieder zu mehr Kindern. Nur der Mittelstand schränkt sich ein.

  • Muttis Liebling sagt:

    Es ist eine der wichtigsten Aufgabe des Staates, den Strukturerhalt der Bevölkerung zu befördern. Denn Strukturverlust ist die Konsequenz der Geburtlichkeitsverweigerung, bzw. des Hinausschiebens der Geburten bis kurz vor dem Pensionsalter. Proportionales Schrumpfen würde allem Bevölkerungen entwickelter Industriestaaten gut tun, zumindest nicht schaden. Aber den Umbau der Bevölkerungspyramide in eine Blumenvasenform, mit einem Übermass an Rentnern und zu wenig Kindern und Erwerbstätigen verkraftet keine Gesellschaft. Wer ausser dem Staat sollte das richten? Individuen handeln egoistisch.

    • Muttis Liebling sagt:

      Deshalb muss als erstes die Vorstellung, Kinder seien etwas Privates, eliminiert werden. Das dauert schon mal eine Generation.
      Allerdings ist die beschriebene Vorgehenswesen, Steuerung der monetären Randbedingungen der Geburtlichkeit, kontraproduktiv. Inzwischen sollte doch jeder sehen, dass Wohlstand und Geburtlichkeit indirekt proportional sind. Je reicher ein Land, umso weniger Kinder werden geboren. Folglich muss man den Wohlstand zurück bauen, in CH auf 20-30% des aktuellen.
      Drittens korreliert die Kinderzahl nicht mit der Wohnungsgrösse oder dem Mutterschaftsurlaub, sondern mit der

    • Muttis Liebling sagt:

      Stabilität der vorelterlichen Beziehung. Da hat der homo economicus gewaltige Defizite, vagabundiert die erste Hälfte seines Lebens, dann, wenn er Kinder bekommen und erziehen sollte, dem Geld hinterher. Betrügt sich selbst mit zweifelhaften Eigenschaften wie Dynamik, Flexibilität, Mobilität, usw.. Frei gewähltes Sklaventum.
      An diesen 3 Punkten muss der Staat ansetzen, noch mal
      1. Entindividualisierung
      2. Rückbau von Wohlstand
      3. Rücksetzen der Wirtschaft in eine dienende Funktion.
      Ohne dies 3 Punkte laufen die entwickelten Staaten in den demographischen Kollaps, so ca. in 200 Jahren.

      • sandro sagt:

        Aha, spannend…
        Sie sind wohl Kommunist, nicht wahr?

      • Teilzeitpapi sagt:

        Warum ist 2 nötig, wenn 1 realisiert ist? 1 würde doch auch mehr Verantwortung für das Kollektiv und dessen Zukunft bedeuten?

        Punkt 3 ist auch in den Bildungssystemen zu sehen. Wie stark dienen diese der grundlegenden Befähigung des Menschen (inkl. wirtschaftlichen Fähigkeiten) und wie stark dienen sie primär der Wirtschaft (Produktion von Mitarbeitenden). Je nachdem verschieben sich Inhalte, Fächer (wer braucht schon Musik, Handwerken, Turnen für das Management), usw. Warum noch freies Spiel, wenn in dieser Zeit Wissen abgefüllt werden kann?

      • Sportpapi sagt:

        @Teilzeitpapi: Manager sind häufig gute Sportler oder zumindest Fitness-Freaks. Sport in der Schule hat vom Auftrag her (nicht von der Umsetzung) schon immer eine Zweckbestimmung, die sehr wohl eine wirtschaftliche Komponente beinhaltet.

      • Maria Weiss sagt:

        Wen interessiert es, was in 200 Jahren ist?

      • Thorsten Juhl sagt:

        Maria Weiss
        Wenn es sie nicht interessiert, dann geben sie der Zukunft auch keine Sorge.

    • Muttis Liebling sagt:

      Dass dies unter demokratischen Verhältnissen nicht gehen kann, muss ich nicht erwähnen. Nur bleibt keine Wahl, entweder setzen vernünftig handelnde Manschen geordnet die Demokratie ausser Kraft und lösen den demographischen Konflikt, oder der demographische Kollaps setzt ungeordnet jedes Staatswesen ausser Kraft.
      Letzteres deutet sich heute schon im wachsenden Generationenkonflikt an, indem Alte die Jungen z.B. bei der Wehrpflicht oder der Kinderbetreuung überstimmen. Und die Alten werde mehr, und mehr, und mehr … Das ist die eigentliche Gefahr.

      • Bruno Holzschuh sagt:

        Selten so amüsiert, wie bei diesen vier Kommentaren von Mutti’s Liebling. Jesses Maria, jetzt hat’s der Adoleszente den Grossen aber wieder mal so richtig gezeigt!

      • Albert Baer sagt:

        Hat was.

        Mit unserem Verschwendungswohlstand haben wir längst den Bezug verloren, was die Grundlagen des Lebens sind.

    • Widerspenstige sagt:

      Bin mit fast allem einverstanden, ML, und bin so froh, dass Du hier Tacheles redest. Leider verstehen die meisten Kommentatoren wenig, was Du damit sagen wolltest. Erst wenn sie mit dem Rücken an der Wand stehen, rufen sie dann laut um Hilfe. Dann ist es aber zu spät und auch der gehasste Staat kann diese Neinsager nicht mehr retten.

      Gerade habe ich wieder viel Gutes gelesen aus Dänemark wegen den Sozialleistungen und dass das Volk sich glücklich schätzt. Zum x-ten Mal wiedergekaut: die Dänen fühlen sich wohl auch bei hohen Steuern. Wieso das? Tja, die sterben noch lange nicht aus…

      • Sportpapi sagt:

        Doch doch, Widerspenstige, wir haben sehr gut verstanden, was ML uns sagen will. Abschaffung der Demokratie, damit irgendeine „Partei“ dann den Wohlstand reduzieren kann, uns die noch verbliebenen Freiheiten nehmen und die Kinder „entprivatisieren“ (also irgend einer „Jugend“ zuführen) kann. Und alles nur, um möglicherweise in zwei Jahrhunderten unser Überleben zu sichern… (ohne dass ich dieses im Moment bedroht sehen würde).
        Du meinst also, man müsste die Schweizer zu ihrem „Glück“ zwingen, wenn sie das auf demokratischem Weg schon nicht wollen? Nein Danke!

      • Widerspenstige sagt:

        Du sprichst für ‚alle‘ hier, Sportpapi? Ja dann ist wohl klar, wer nichts verstanden hat, gell. Du fährst also weiterhin Richtung Sackgasse, auch wenn ein Schild gross vor ein paar Metern darauf hingewiesen hat? Anders kann ich Deine sture Argumentation grad nicht verstehen. Dein Gartentörli sollte dringend geölt werden, denn es quietscht nervtötend bei jedem Windstoss… 🙄

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Danke für den Korrekturhinweis. Richtig: ICH habe sehr gut verstanden und gehe davon aus, dass dies auch die meisten Kommentatoren so haben (einige haben sich ja entsprechend geäussert). Aber ja, ich darf nicht für sie sprechen. So, und nachdem das nun geklärt ist, kannst du gerne auch inhaltlich Stellung beziehen. Und nein, nur weil ML und du das so sehen, stimmt es noch lange nicht, dass wir unweigerlich in eine Sackgasse fahren. Schon gar nicht, solange wir per Zuwanderung noch ein so grosses Bevölkerungswachstum aufweisen.

      • Widerspenstige sagt:

        Jetzt habe ich den Artikel wieder gefunden über die glücklichen Dänen: http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Warum-die-Daenen-so-gluecklich-sind/story/22930972

        Der Solidaritätsgedanke und somit Soziale Gerechtigkeit ist den Dänen sehr wichtig, denn ‚Geht es allen etwa gleich gut, dann geht es mir auch gut.‘ Wer in so einem Sozialstaat leben darf, ist wahrlich zufriedener als in einem kapitalistisch geführten Egoistenstaat, der sich elitär ‚Demokratie‘ nennt, es aber nicht (mehr) vorlebt (da von Lobbyisten regiert u deren Geldadel). Deshalb führt unser System in eine Sackgasse.

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