Eltern sind die wahren Vielarbeiter

Keine Zeit zu jammern: Ein Mutter stillt beim Kochen ihren Säugling. (Flickr/texasgurl)

Keine Zeit zu jammern: Eine Mutter stillt beim Kochen ihren Säugling. (Flickr/texasgurl)

Frauen arbeiten im Haushalt nach wie vor mehr als Männer, konnten wir vor wenigen Tagen im Datenblog lesen: 27,5 Stunden Hausarbeit leisten Frauen im Durchschnitt jede Woche, die Männer bringen es gerade mal auf 17,3 Stunden. Veröffentlicht hat die Zahlen das Bundesamt für Statistik, das ungefähr alle drei Jahre eine solche Studie erstellt und damit in der Regel grosse Aufmerksamkeit erregt.

Auch bei mir, denn natürlich will ich wissen, wie es heute in der Schweiz mit der Gleichberechtigung in Sachen Haushalt aussieht. Schaut man sich die aktuellen Zahlen etwas genauer an, wird einem allerdings schnell klar, dass die Lage nicht ganz so düster ist, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte.

Zwar leisten die Frauen tatsächlich immer noch mehr im Haushalt als die Männer, auch in kinderlosen Beziehungen – wobei die Männer nach dem plötzlichen Einbruch von 2010 wieder aktiver geworden sind. Rechnet man aber unbezahlte und bezahlte Arbeitszeit zusammen, addiert also Hausarbeit und Job, kommt eine Frau aus einer kinderlosen Beziehung auf 47,2 Arbeitsstunden pro Woche, ihr Partner auf 50,4 Stunden. Die Arbeitsbelastung ist also ziemlich ausgeglichen, der Mann arbeitet sogar tendenziell mehr. Am eindrücklichsten fand ich aber folgende Zahlen: Bei Paaren mit Kindern unter 15 Jahren arbeiten die Mütter im Schnitt jede Woche 67 Stunden, die Väter 68.

Wenn also jemand deutlich mehr arbeitet, dann sind das nicht etwa die Frauen, sondern die Eltern. Logisch, die müssen sich schliesslich um ihre Kinder kümmern, mögen Sie jetzt sagen. Stimmt natürlich. Trotzdem: Hätten Sie erwartet, dass es gleich zwanzig Stunden mehr sind pro Woche?

Ich nicht. Weil es nämlich oft die Kinderlosen sind, die mir über ihren Stress den Kopf volljammern. Weil sie vor lauter Arbeit gar keine Zeit zum Fernsehen haben, jeden Abend bis 19 Uhr im Büro sitzen und dann tatsächlich auch noch an genau dem Tag die Wäsche machen müssen, an dem sie ausgehen wollten. Hach, und dann sind sie auch noch so oft herumgereist in letzter Zeit, das war wirklich anstrengend.

Tja, liebe Kinderlose, jetzt haben wir es schwarz auf weiss und von offizieller Stelle bestätigt: Wenn jemand über seine Dauerbelastung klagen darf, dann wir Eltern. Weil unsere Abendschicht erst beginnt, wenn ihr Vielarbeiter schon beim Apéro sitzt. Weil wir nicht über zu viele anstrengende Wochenendtrips nach Paris und London jammern, sondern höchstens davon träumen. Weil wir jede Woche für vier Personen die Wäsche machen und bereits wieder von vorne anfangen könnten, noch bevor die letzte Ladung im Schrank versorgt ist – und uns deshalb ernsthaft fragen, was euer Problem ist, wenn ihr mit leidendem Gesicht über euren grauenhaft anstrengenden Fünf-T-Shirts-und-zwei-Hosen-Waschtag jammert.

Fast siebzig Stunden! Woche für Woche! Zeit, den Stress und die Erschöpfung einfach mal rauszulassen. Die Kommentarspalte gehört Ihnen, jammern Sie los. Sie haben allen Grund dazu.

216 Kommentare zu «Eltern sind die wahren Vielarbeiter»

  • Franziska sagt:

    Die Zeit, die wir Eltern in unsere Sprösslinge investieren, kann man nicht in Stunden rechnen.
    Denn das Glück und die Freude einer Familie ist unbezahlbar.

    „In fünfizig Jahren wird es keine Rolle mehr spielen, wieviel Geld ich verdient habe, wie modern unsere Wohnung eingerichtet war oder was ich für ein Auto besass, aber es könnte die Welt verändern, dass ich im Leben eines Kindes wichtig war.“

    Mein Mann hatte diesen Spruch hinten auf unser Auto geklebt.
    Das Strassenverkehrsamt bat ihn, dies wegzunehmen, weil es die Autofahrer zu sehr ablenken würde…

  • Sportpapi sagt:

    Dieses Aufrechnen von (Arbeits-)Zeit ist ja ziemlich unsinnig. Jede/r macht was er kann oder will und ist niemandem, ausser vielleicht dem Partner, Rechenschaft schuldig.
    Was mich irritiert ist nur diese Berichterstattung über diese neuesten Zahlen (die den alten entsprechen). Die Überschrift lautet in allen Medien, dass Hausarbeit weiterhin Frauensache ist (der stille Vorwurf schwingt mit). Weshalb denn nicht: „Frauen überlassen die Familienversorgung immer noch den Männern“? Weshalb nicht einfach auf solche Titel ganz verzichten?

    • Susi sagt:

      „Weshalb denn nicht: ‚Frauen überlassen die Familienversorgung immer noch den Männern‘?“

      Wie wahr.

  • Philip sagt:

    > 27,5 Stunden Hausarbeit leisten Frauen im Durchschnitt jede Woche, die Männer bringen es gerade mal auf 17,3 Stunden.

    Das liegt dran, dass Männer effizienter sind, und das doppelte der Frauen leisten, in der halben Zeit. Wenn man das Bettzeug nicht wöchentlich wechselt, und Taschentücher nicht bügelfaltet, hat man halt mehr Freizeit. Ganz davon abgesehen, dass man vom Boden im Klo ja nicht essen muss, und drum ein paar Bakterien da durchaus wohnen dürfen :-D.

  • Thorsten Juhl sagt:

    in einer kompetitiven Hochleistungsgesellschaft ist der Kinderwunsch eine gewaltive Herausforderung.

    Wir als Gesellschaft, welche durch die hohe Scheidungsrate, hohe Singlerate, geringe Anzahl dauerhafter Partnerschaften das Individuum über dem Gemeinsamen stellen machen den grossen Fehler nicht die Familie zu stärken und zu schauen, dass die Kinder Platz haben.

    Wir alle werden noch die Folgen einer Überalterung dramatisch zu spüren kriegen welche nur durch eine verstärkte Immigration kompensiert werden kann.

    • mooth sagt:

      „Wir alle werden noch die Folgen einer Überalterung dramatisch zu spüren kriegen welche nur durch eine verstärkte Immigration kompensiert werden kann.“ Und was ist daran schlimm? Hast du etwas gegen Immigranten?

  • Bernhard sagt:

    2/2 Erst morgen steht „echte“ Arbeit an, wenn ich daheim bin und den Abwasch vom Vortag, Essen und Wäsche machen muss und ein bisschen aufräumen (nicht zu viel – wird eh grad wieder dreckig…). Dafür gehe ich morgen aber keiner Erwerbstätigkeit nach, komme also auf maximal 3 Stunden Arbeit. Der Rest ist mehr oder weniger Freizeit (je nach Laune der Kleinen). Zähle ich so meine effektiven Arbeitsstunden (Erwerbstätigkeit und Hausarbeit) zusammen, komme ich auf ein Total von ca. 32 Stunden/Woche. Weit weniger als in der Studie genannt und viel zu wenig um ernsthaft jammern zu dürfen!!

  • Bernhard sagt:

    Ich habe heute mal ganz bewusst meine „Arbeitszeit“ nach der eigentlichen Erwerbsarbeit angeschaut. Ich kam um 17 Uhr heim, danach kurz die Pflanzen gegossen (nicht als Arbeit empfunden), mit der Familie 60 Minuten in der Hängematte den Tag revue passieren lassen (keine Arbeit), nach dem Essen mit der Tochter Rollenspiele gemacht (keine Arbeit), Turnübungen mit Kind gemacht (keine A.), von 20-21 Uhr ausgiebig mit Familie gebadet (keine A.) und danach alle zusammen Shrek-DVD geschaut (keine A.). Jetzt „pfausen“ die Liebsten friedlich und ich schreibe…Fazit: keine zusätzliche Arbeit! 1/2

  • Johannes Imhof sagt:

    Und noch eine Anmerkung: Es kommt mir beinahe zynisch vor, dass die Autorin die Zeit, die Sie aufgewendet hat um sich über ihren vollen Alltag als Mutter zu beklagen, gleich noch als Arbeit mit in die Rechnung einbeziehen kann.

  • Johannes Imhof sagt:

    Was soll das für einen Nutzen haben hier Stunden zu zählen? Ich (24) und meine Frau (23) sind Eltern eines einjährigen Sohnes und erleben seit einem Jahr eine sehr anstrengende, schöme Zeit. Nie im Leben jedoch würden wir auf die Idee kommen, die Stunden mit dem Taschenrechner zusammenzurechnen. Was hat hier überhaupt der Begriff Arbeit verloren? Egal ob man das schreiende Kind in der Nacht schaukeln muss, oder zusammen lacht und eine gute Zeit hat, das ist einfach Familie, das ist Leben. Wer deswegen rumjammert und sich mit anderen Menschen vergleichen muss, tut mir echt Leid.

  • Frau G. sagt:

    Danke für den herrlichen Beitrag!! Musste schmunzeln. Bin auch ein 70 Std Mami und irgendwie fühle ich mich erst jetzt wohl in meiner Haut. Und jammern geht gar nicht – dafür fehlt mir die Zeit, welche ich als Kinderlose hatte ;-))))))) hallo happy mom!

  • Andrea sagt:

    Dieser ewige Wettbewerb „Eltern gegen Nichteltern“ und umgekehrt kotzt mich langsam so was von an! Wir sind doch einfach Menschen mit verschiedenen Lebensentwürfen, die beide ihre Berechtigung haben.

    • Rose sagt:

      Danke. Das sehe ich auch so. Die meisten Menschen tragen so oder so etwas zur Gesellschaft bei.

    • Susi sagt:

      Genau, immer dieser Wettbewerb und dieses Vergleichen von Äpfeln und Birnen.
      Frage mich manchmal, woher das kommt.

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Genau, jeder hat eine Existenzberechtigung! Egal ob kinderlos oder Eltern (mit oder ohne Teilzeitjob): wir leisten alle viel und einen wichtigen Beitrag, jeder halt eben auf seine Art und Weise. Dieses unnötige Bashing zwischen Kinderlosen und Eltern bringt ausser Frust niemandem was. Jeder hat mal einen schlechten Tag, ist am Anschlag und soll auch mal jammern dürfen, ohne gleich abgekanzelt und verurteilt zu werden. Nimmt die Jammerei und die Unzufriedenheit jedoch Überhand, dann sollten die Probleme angepackt und gelöst, das gewählte Modell überdacht und andernfalls geändert werden.

      • Andrej Mauster sagt:

        Eltern leisten mehr. Punkt. Wenn das die Kinderlosen mal zugeben könnten, würden sich viele Diskussionen erübrigen. Leisten Kinderlose auch ihren Anteil zur Gesellschaft? Ja .. aber sicherlich weniger als Eltern. Und von wegen „muss das gewählte Model überdacht und andernfalls geändert werden“ .. Soll das ein Witz sein oder haben Sie eifach nicht zu Ende gedacht?

      • Kathy sagt:

        Ach ja, Herr Mauster, tun sie das? Viele der heutigen Eltern hätten gar nie Kinder haben dürfen, und wenn man sieht, was da so heranwächst, dann Guetnachtam6i…

        Und wenn sie jetzt mit irgendwelchen AHV Argumenten kommen – hier stimmt das System nicht. Es müsste Generationenkonti geben, sprich, die 1980 geborenen zahlen nur für die 1980 geborenen ein etc. Dann bräuchte es auch keine Kinder mehr..

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        @A. Kuster: Doch, wenn jemand unzufrieden mit seinem Leben ist, dann soll und muss er etwas daran ändern, oder es zumindest versuchen. Wenn einer Mutter die Decke auf den Kopf fällt, sollte sie sich halt nach einer Teilzeitstelle, Freiwilligenarbeit oder Hobby umsehen. Eine Mutter, der Kinder, Haushalt und Job zuviel wird, sollte schauen, dass sie allenfalls das Teilzeitpensum runterschrauben kann oder ganz aufhören zu arbeiten. Eine Kinderlose, die im Job unzufrieden ist, sollte einen Wechsel in Betracht ziehen und sich nach einer neuen Stelle umsehen. So undurchdacht sind meine Ideen nicht.

  • Stefan sagt:

    Ist mir rätselhaft, wie man auf diese Anzahl Std. kommt (bei 2 Elternteilen 67+68=135h). Hier eine kleine Bilanz (von einer Familie mit 2 Elternteilen und 2 Kindern, 8J. und 4J.)
    Mahlzeiten: 17.5h (Morgen 0.5h, Mittag und Abend je 1h = 2.5h/Tag = 17.5h/Woche)
    Wäsche (netto): 2h
    Putzen (staubsaugen, abstauben, WC/Dusche/Bad/Küche): 3h
    Kinderbetreuung (inkl. Einkaufen, Gartenarbeiten, Reparaturarbeiten, etc.): 14h (2h/Tag)
    Arbeit Mann (Annahme 80%): 32h (0.8x40h)
    Arbeit Frau(Annahme 40%): 16h (0.4x40h)

    Total:84.5h/Woche = 42.25h/Woche/Person

    • Susi sagt:

      Amüsante Rechnerei: „Kinderbetreuung (inkl. Einkaufen, Gartenarbeiten, Reparaturarbeiten, etc.): 14h (2h/Tag)“
      2h pro Tag werden die Kinder betreut?I? Inkl. Einkaufen, Gartenarbeiten, Reparaturarbeiten??? Wie kommen Sie 1. auf die Idee, Gartenarbeit/Reparaturarbeiten zur Kinderbetreuung zu zählen (Schatz, beim Kevin muss das Öl gewechselt werden und die Lena braucht noch Dünger…) und 2. warum um alles in der Welt nur 2 (!!) Stunden pro Tag für all diese Arbeiten?

      • Stefan sagt:

        … weil die Kinder beim Einkaufen, bei Garten- und Reparaturarbeiten dabei (und betreut) sind.

  • Luise sagt:

    Jede Lebensart hat ihre anstrengenden Seiten. Ich frage mich heute, wie ich alles geschafft habe, als die Kinder klein waren. Aus meiner Sicht sind aber viele Kinder heute verwöhnt und die Eltern mutierten zu Dienstleistern, Chauffeuren, Hilfslehrern. Das braucht natürlich sehr viel Zeit. Wenn ich andernteils beobachte, wieviele junge Eltern vorwiegend Halbfertigprodukte einkaufen denke ich, soooo lange kann die Hausarbeitszeit ja nicht dauern.

  • Katharina sagt:

    Wir haben Zwillinge. Ich ‚darf‘ also doppelt jammern. Weil ich das könnte, freue ich mich so sehr, dass ich nichts zum jammern finde.

    Und nein, die Ironie war auch für mich nicht herauslesbar aus dem Text.

    Jede Familie ist anders und teilt sich die Arbeit so, wie es für ihre Situation passt. Ich bin manchmal erschöpft. Manchmal nicht. Wir greifen einander unter die Arme, so wie was ansteht, eben gemeinsam getragen wird.

    Es nennt sich Partnerschaft und das grosse Projekt Leben, in das unsere Kinder hineinwachsen und mit ihrer Freude und ihrem Lächeln es erhellen. Sie sind ein Geschenk. Danke

  • Florian Meier sagt:

    Liebe Frau Kuster, wen wollen Sie mit Ihrem Gejammer erreichen? Uns Kinderlose? Sorry – Fehlanzeige! Sie haben sich Ihr Leben mit Kindern ausgesucht und nun müssen Sie es eben dadurch. Eltern sagen doch immer, Kinder sind das Beste was man haben kann. Super, dann klagen Sie bitte auch nicht über die Mehrarbeit, die Sie im Vergleich zu uns Kinderlosen leisten müssen. Sie tun es doch gerne oder sind Kinder doch nicht das Beste?

    • Andrej Mauster sagt:

      Wenn Sie Verantwortung übernehmen würden, würden auch Sie Kinder machen. Frau Kuster bringt es auf den Punkt, indem sie .. falls Sie das noch nicht erklickt haben vermitteln möchte, dass die Kinderlosen Egoisten sind, die sich auf den Schultern der Familien ausruhen. Die Familie nämlich .. lieber Herr Meier .. ist der Grundpfeiler unsere Gesellschaft.

      • Rose sagt:

        Herr Mauster….dann gehe ich morgen mal nicht arbeiten und ruhe mich doch mal ein wenig aus. Übernimmt ihre Frau dann meine Schicht im Spital?

      • Rose sagt:

        Herr Mauster. Genau so könnte man argumentieren, dass Eltern mit Kindern zur Überbevölkerung beitragen und mehr Ressourcen verbrauchen wie Kinderlose. In meinen Augen sind Personen, die Kinder auf die Welt stellen und nachher nicht zu ihnen schauen egoistisch. Jeder andere in der Gesellschaft, der seinen Teil beiträgt, sei es durch Arbeit, Freiwilligenarbeit oder durch Kinder muss sich das sicher nicht anhören. Ihre Kommentare zufolge müssen sie sehr frustriert sein, anders ist ihre Gehässigkeit nicht zu erklären.

    • Katharina sagt:

      Ich finde Ihren Ton abstossend, Herr Meier.

      • Andrej Mauster sagt:

        Frau Rose. Nein können sie nicht. In der CH haben wir kein Problem der Überbevölkerung und wenn genau aus dem Grund weil die CH’ler keine Kinder zeugen und deshalb Menschen aus dem Ausland hier den Nachwuchs produzieren bzw. die Lücken füllen. Der Grossteil der Leute die keine Kinder zeugen, denken nicht an das Gemeinwohl, sondern in erster Linie an sich selbst. Freiwilligenarbeit leiste ich ebenfalls und reicht leider nicht um dies als Argument gegen Familiengründung anzubringen. Der ungemeine Hedonismus im Zeitalter der Globalisation und der Wertezefall ist was mich frustriert.

      • Rose sagt:

        Sie sprechen von globalisiertem Wertezerfall. Auch meinen Hinweis auf die Überbevölkerung war global gemeint. Ich denke nicht, dass sich alle Kinderlosen aus egoistischen Gründen gegen Kinder entscheiden. Diese Pauschalisierung stört mich. Es gibt medizinische Gründe oder auch den fehlenden Partner. Und ja ich begrüsse es, wenn ein Paar sich vorher überlegt ob es in der Lage ist ein Kind zu erziehen und zu finanzieren. Das hirnlose Fortfplanzen finde ich egoistisch… da leiden nämlich die Kinder.

  • Anna Karanina sagt:

    Hört endlich auf mit dem Gejammer. Die heutigen Eltern habe so viele Erleichterungen im Haushalt. Erziehungsfragen übernimmt der Staat. Vielleicht sollten sie ihre Kinder nicht den ganzen Tag herum chauffieren.
    Kinder brauchen wir aber was wir brauchen sind gut erzogene und gebildete Kinder. Wenn ich sehe was da jeden Tag abläuft frage ich mich schon ob Kinderkriegen einfach mega toll ist.
    Die meisten Eltern vergessen welche Verantwortung sie haben. Hauptsache man hat Kinder.

    • Carlito Rivas sagt:

      Das ist eine ziemlich dumme Antwort. Sie haben offenbar keine Kinder. Was für Erleichterungen haben wir Eltern denn? Ich bin der Meinung, dass gerade in Erziehungsfragen die Eltern gefordert sind, nicht der Staat. Das ist harte Arbeit. Ich nehme mir aber die Zeit, weil ich nicht will, dass mein Kind ein anstandsloser Balg wird und den Lehrern die Erziehung überlasse.
      Sie machen sich es da sehr einfach.

      • Susi sagt:

        Ich stimme Carlito absolut zu, das ist wirklich ein ziemlich dummer Beitrag, sowohl inhaltlich als auch formal. Schon mal was von Kommas gehört? (Ein Zeichen auf der untersten Reihe der Tastatur, rechts neben dem M.) Kommas sind wichtig!! Kommas können Leben retten: „Wir essen jetzt Opa!“ / „Wir essen jetzt, Opa!“
        So. Jetzt ist es über mich gekommen, voll der Kontrollverlust, voll der Besserwisserei-Anfall. Tschuldigung und schönen Abend.

  • Andrej Mauster sagt:

    Vor 30 Jahren machte der Grossteil der Bevölkerung Kinder, darum jammerte niemand. Alle sassen im selben Boot. Heute ist das Kindermachen aus der Mode, weil jeder bis 40 Reisen und sich selbst Verwirklichen will. Wir leben in einer Gesellschaft von Egoisten. Kinder haben heisst Opfer bringen und Verzicht. Die wenigsten sind heute dazu bereit. Ergo wer freiwillig auf Kinder verzichetet ist ein Egoist. Das ist keine Beleidigung, sondern ein Fakt. Und darum haben Eltern ein Anrecht zu jammern und Kinderlose nicht. Es sind die Eltern, die in die nächste Generation investieren, nicht die Kinderlose

    • Claudia sagt:

      Von wegen Reisen und sich verwirklichen….wir finanzieren eure Kinderzulagen und die AHV der alten Menschen, die Schulen etc für die Jugen, die ALV damit Papis aufs RAV gehen können und noch vieles mehr. Sie glauben ohne Kinder ist das Leben ein Ponyhof? Dann hören doch alle Kinderlosen am besten mal auf zu arbeiten…..

      • Andrej Mauster sagt:

        1. Leisten alles das was sie verzapfen wir Eltern genauso und 2. ist es nunmal Fakt, dass wir Eltern in die nächste Generation investieren, indem wir Kinder auf die Welt setzen und Verantwortung übernehmen. Klar kann man sagen, dass man auch anderweitig für die Zukunft sorgen kann, aber Kinder sind diesbezüglich die erste Investition und das will ich verstanden und gewertschätzt sehn. Sorry Ihre Antwort kann ich nicht ernst nehmen und bestätigt das was ich vorhin geschrieben habe umso mehr.

      • Werner Valentin sagt:

        Hr Mauster
        Sie haben ja allergrösste Hoffnungen in ihre Nachkommen. Nichts weniger als die Rettung unserer Zukunft. Mit verlaub. Wenn ich wählen könnte nehme ich lieber den gut ausgebildeten Deutschen zur sicherung unserer Sozialwerke als das Risiko das ihr Kind Heute nicht nur 20’000 CHF/Jahr Krippensubventionen, sonder später auch noch irgend ein Sondersetting beansprucht. Hoffen wir das beste!

    • Genderbender sagt:

      Die überhebliche Selbstgefälligkeit, die aus Ihren Zeilen spricht, ist der Grund, weshalb Eltern wie Sie bei Ihren Mitmenschen so furchtbar beliebt sind.

    • Martin sagt:

      Grüezi Herr Mauster
      Sie haben es auf den Punkt gebracht mit ihrem Beitrag! Leider haben Sie Recht, die meisten Kommentare sind zu aggressiv…. Was Claudia, Genderbender und vorallem Werner Valentin geantwortet hat, ist echt unglaublich. Es geht anscheinend nur noch um das Geld und diese Leute haben vergessen, dass auch sie mal Kinder waren und jemand in sie „investiert“ hat. Genderbender schreibt, dass Eltern unbeliebt seien bei ihren Mitnenschen…. Was ist das denn für eine doofe Antwort….

      • Werner Valentin sagt:

        Guten Morgen Hr. Martin
        Meine Frau, entgegen dem heutigen Trend mit einem Kind bereits Burnout gefährdet zu sein, hat uns zur „Auflockerung“ noch 4 (vier) Pflegekinder ins Leben gebracht. Trotzdem war sie jeden Abend sehr entspannt. Ich habe zu dieser Zeit ca. 50 h gearbeitet und ziemlich stolz diesen „Betrieb“, ohne (!) einen Subventions-Franken (ausser der Schule), finanziell am laufen gehalten. Nie hat Jemand gejammert. Im Gegenteil. Heute, nach über 20 Jahren, finanzieren wir zu dritt den „modernen“ Eltern ihr „Ich-will-mich-verwirklichen-familien-leben“. Dass zum Thema Investieren!

      • Claudia sagt:

        Sorry Martin. Wenn ich da die Kommentare von Herrn Mauster lese, so triefen die nur so von Aggressivität. Ich denke nicht dass man sich den Vorwurf von Schmarozertum gefallen lassen muss wenn man 45 Jahre täglich arbeitet und deftig Sozialabgaben abliefert. Dann hat man es auch verdient, dass jemand einem die AHV bezahlt. Genau wie Vollzeithausfrauen auch eine AHV verdient haben für das Aufziehen der Kinder (ohne aber selber einbezahlt zu haben, bzw nur wenig). Und den eigenen Dreck wegräumen-sprich Haushalt machen- tun wir alle.

  • Cornelia sagt:

    Ich arbeite auch XX Stunden pro Woche mit 2 Kleinkindern, selbständigerwerbend, grosses Haus etc. Würde aber nie rumjammern, weil ich ja die Wahl habe/hatte wie ich mein Leben gestalten möchte und somit selbst dafür verantwortlich bin.

    Immer das Vergleichen und Messen von wem jetzt mehr leistet, welches Modell das richtige ist, nervt ganz schön; Mann/Frau, mit Kinder/ohne Kindern, Hausfrau/berufstätig… Eifach doch mal zufrieden sein mit dem was man hat und wenn das nicht klappt, ganz schnell was ändern oder eifach mal weltweit schauen auf welchem Wohlstandsniveau da rumgejammert wird…

    • Reto sagt:

      Ich denke, in diesem OFFENSICHTLICH ironisch gemeinten Artikel geht es auch ein bisschen darum, darüber zu schmunzeln, wie viele (so ist es mindestens bei mir im Büro) der noch Alleinstehenden von strengen Zeiten berichten.
      Wenn man dann selber an seine ach so strengen Zeiten in dieser Lebensphase zurück denkt, weiss man als Vater einfach, dass es noch einiges strenger kommen wird und man kann über das „Gejammer“ auch mal etwas Schmunzeln.

      • Carolina sagt:

        Naja, Reto, so offensichtlich ironisch war dieser Artikel für meine Begriffe nicht, sonst hätte sich die Autorin ja wohl kaum die Mühe gemacht, die Zahlen so akribisch mitzuteilen.
        Ich gebe Cornelia absolut Recht: die Aufrechnerei ist einfach idiotisch: erstens natürlich, weil diese Studien nur als Diskussionsanstoss taugen, aber keinerlei Anspruch auf Gültigkeit haben und zweitens, weil hier die andere Hälfte, die Eltern nun mal ausmacht, nur im Vorbeilaufen erwähnt wird: auch Väter arbeiten mehr, erhalten dafür wenig Anerkennung (anscheinend) und halten sich hier erstaunlich zurück.

      • Carolina sagt:

        Jammern darf man für meine Begriffe schon mal, das gehört zur Psychohygiene, solange das nicht das ganze Leben bestimmt. Aber irgendwo muss man sich schon ab und zu klar machen, dass die überwiegende Mehrheit von uns Grund zur Dankbarkeit hat für das, was wir haben (ob man jetzt zu diesem Glück Kinder zählt oder nicht). Man vergisst schnell (so geht es jedenfalls mir), dass es tatsächlich Menschen gibt, auch bei uns, die ständig Angst haben müssen, dass sie es nicht schaffen, für die viele Diskussionen Jammern auf sehr hohem Niveau sind.

      • Katharina sagt:

        Naja, ich konnte die Ironie auch nicht herauslesen. Frau K hat das nun aber angemerkt. Warum nicht die Studie als Diskussionsanlass nehmen. Kein Problem.

        Aber dann seitenweise auf- und abrechnen gegeneinander bringt nichts. Ich kann aus erfahrungsberichten allerdings etwas für ich herauslesen.

        Dass die Väter hier heute etwas still sind, erstaunte mich allerdings. Vielleicht sind sie froh, dass die zahlen zeigen, dass sie meist doch ihr teil mittragen, auch wenn oft gesagt wird, dass nicht.

      • fgee sagt:

        @Carolina
        /1
        Was soll ich als Vater dreier Racker denn hier sagen… Der Ton der meisten Kommentare ist mir zu gehässig. Zur Sache kann ich folgendes beitragen: 2002 hatten wir zwei Wickelkinder, es war wirklich sehr streng, und in der Umfrage des Bfs gab ich 2x 70h pro Woche an. Zur Hausarbeit: Neulich wollten wir es mal wieder wissen, und meine Frau notierte während 4 Wochen, was sie all die 24h pro Tag so macht. Kochen, Aufräumen, Putzen, Einkaufen ergeben 33-40h pro Woche. Haushaltsführung in einer Familie mit 3 Schulkindern ist ein Fulltimejob!

      • fgee sagt:

        /2
        Und auch für mich fält noch genug ab: Administration, Rumschlagen mit Ämtern, Hausaufgabenhilfe usw. Usf… Aber wir haben keinen Grund zu jammern. Uns geht es gut, Eltern zu sein ist das Schönste was es gibt. Ich möchte es so sagen: Nur die Arbeit, die mit Leidenschaft getan wird, ist gut getan. Darum haben wir uns das Elternsein ausgesucht.

  • Alexander sagt:

    ne in meinem umfeld sinds primär die mit kindern die immer rumjammern, dass das sooo viel arbeit ist… ein kind haben und sich um die familie kümmern sollte man NICHT als arbeit sehen, das ist FREIZEIT.

  • beat lauper sagt:

    Also das scheint mir eine sichtweise, die noch vom industriezeitalter im 19. jahrhundert geprägt ist. Wir leben doch in einer post-modernen spassgesellschaft oder nicht? Der job macht spass, kinder zu haben macht spass und ist niemandem auferzwungen.

  • sagichjetzteinfachmalso sagt:

    wie kommt man/frau denn bitte auf 27,5 Stunden Hausarbeit in der Woche???? egal ob Kinder oder nicht. 27,5 Stunden Hausarbeit in der Woche sind bekloppt!

    • Markus sagt:

      Habe ich mich auch gefragt. Da haben dann die Kinder jede mögliche Allergie, weil die Hütte zu klinisch rein ist. Und stellen Sie sich vor, das ist ein Durchschnittswert…

      • dres sagt:

        Das ist bestimmt kein Durchschnittswert, sondern das krankhafte Gefühl von Herr und Frau Schweizer, man müsse dem Rest der Welt beweisen, wie viel gearbeitet wird. Am Ende zählt sicher auch noch der WC-Besuch dazu, weil beim Geschäft jemand eine halbe Sekunde ans Geschäft denkt. 😉

      • eleonore sagt:

        Das ist ein sogenannter Durchschnitt: man zählt zusammen, wie viel alle Befragten machen und dividiert durch die Anzahl befragter. das BfS hat auch Durchscnittszahlen für Familien mit Kindern von 0-6, 7-x, etc publiziert. Einfach de LInk zum bfs im Artikel folgen…

      • alien sagt:

        Durchschnitt heisst ja, dass es tiefere und höhere Werte gibt. Mir erscheint diese Zahl auch total übertrieben. 27 h bedeutet fast 4 h pro Tag. Das ist enorm. Die zählen sicher alles dazu, Körperpflege, Unterhaltung etc.

    • henriette sagt:

      Schon fraglich, diese Stundenzahl Hausarbeit. Wenn ich mir zudem die Wohnungen, Häuser, dieser Eltern so anschaue, denke ich an 27,5 Stunden im Halbjahr. Das Foto ist zum Brüllen, stillend, kochend, Gymnastik treibend, tough diese Mütter.

      • Reto sagt:

        Das sind ja nur vier Stunden am Tag. Ich denke, dass Kinderbetreuung da auch als „Hausarbeit“ mit eingerechnet wird oder was man alles den ganzen Tag zu tun hat, weil eben die Kinder im Haus sind. Das scheint mir dann schon eher wieder zu wenig, von daher könnte doch die Hausarbeit gemeint sein.

        Frühstück, Zeugs für Kindergarten und Schule parat machen: 30 Minuten
        Mittagessen kochen: 45 Minuten
        Abendessen: 30 Minuten (alles relativ knapp gehalten und mit Kleinkindern dauert allein das Aufräumen nachher länger)
        und schon sind über 100 Minuten verbraucht…

      • Nanobot sagt:

        Frühstück, Zeugs für Kindergarten und Schule parat machen: 30 Minuten (lass ich noch gelten)
        Mittagessen kochen: 45 Minuten (ob sie jetzt aleine essen oder mit kindern, hier zählt wohl nur der mehraufwand, essen müssen sie ja auch ohne kinder)
        Abendessen: 30 Minuten (alles relativ knapp gehalten und mit Kleinkindern dauert allein das Aufräumen nachher länger)
        (dito mehraufwand gegenüber einem single)

    • WorkingMum sagt:

      Ganz einfach: Einkaufen, Hausaufgaben betreuen/ evtl. kontrollieren oder einfach einmal Wörtlich abfragen oder etwas erklären – das gehört eben mit zum Haushalt und zur Betreuung von Kindern. Und was die Kocherei angeht: ohne Kind würde ich sicher nicht jeden Tag über Mittag kochen und Ansprechperson für die kleinen und größeren Nöte meiner Kinder sein, sondern mich in der Kantine verpflegen und entspannen. 4 h Hausarbeit/Tag scheinen mir knapp bemessen zu sein. Aber Kinder zu haben und an ihrem Leben Anteil zu nehmen, ist die einzig wirklich relevante Arbeit auf diesem Planeten.

  • Eni sagt:

    Ich bin allein erziehend, leide seit Jahren an chronischem Burnout, arbeite knapp 60% und erledige den Haushalt. Ist das nun viel? Ist das nun wenig? Ich glaube einfach, dass die Schlaflosigkeit und die Erschöpfung von der Auswegslosigkeit der (finanziellen) Situation herrührt und andere Menschen das gleiche Pensum mit links absolvieren würden.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Was Mann schon lange weiss, wird hier doch recht flott und zügig erwähnt: Männer arbeiten in der Summe mehr als Frauen! Man stelle sich mal vor, es wäre umgekehrt: Nicht auszudenken..!!

  • Werner Valentin sagt:

    Sehr geehrte Frau Kuster
    Das ist jetzt nicht Ihr ernst? Sia jammern hier über die Konsequenzen eines selbst gewählten Lebensentwurfs?!?
    Hat Sie jemand gezwungen Kinder zu bekommen?
    Ich habe eine Tochter, die ist heute 23. Zum Glück muss ich ihr heute nicht sagen dass es doch sooo anstrengend war sich um sie zu kümmern.

  • Randbezirk sagt:

    Frau Kuster, Sie haben schön auf den Punkt gebracht, warum ich keine Kinder will. Ich will nämlich nicht über eine 70-Stunden-Woche jammern. Im übrigen jammere ich als Person ohne Kinder nicht über Stress, so wie Sie es darstellen.
    Und ihre Darstellung von klischeehaften Kinderlosen ist wirklich abgeriffen. Man könnte fast meinen, da klänge etwas Neid durch.

  • Eltern sind die waren Verlierer
    Diese Überschrift finde ich total daneben. Jedem Paar steht es frei, Kinder in die Welt zu setzen.
    Möchte Mann und Frau diese Belastung nicht auf sich nehmen, verzichtet man besser auf Kinder.
    Auch eine Beziehung ohne Kinder kann sehr erfüllend sein.
    Jedem das Seine! Marlise

    • Stefan Moser sagt:

      Und jedem steht es frei, frewillig auf seine AHV zu verzichten, der die Erziehungsarbeit nicht honoriert (nicht nur finanziell). Aber in einem haben Sie Recht: Verlierer sind Eltern nicht. Aber sie leisten ein Mehrfaches für die Gesellschaft als Kinderlose.

      • Claudia sagt:

        Ein Mehrfaches als Kinderlose? Schön pauschal gesagt. Ich kenne Vollzeit arbeitende Menschen, die neben ihrem 12 h Arbeitstag im Consulting am Sonntag noch unentgeltlich Tixi Taxi fahren und auch einen Haushalt bewältigen. Von den Steuern wollen wir mal gar nicht sprechen… Oder wer bezahlt ihrer Meinung nach das Kindergeld und die AHV der heutigen Pensionäre. Wenn man da eine Hausfrau mit einem Kind als Vergleich nimmt, weiss ich nicht wer gerade mehr für die Gesellschaft leistet!

    • fgee sagt:

      Die Diskussion um die AHV ist müssig und bringt nur Streit. Darum möchte ich es anders sagen: Wer keine Kinder in die Welt setzen mag, nimmt in kauf, dass der Homo Helveticus ausstirbt. Das ist ja nicht schlimm… aber dann werden halt in 30 Jahren die eingewanderten Muslims die Mehrheit stellen, und eine Burka tragende Muslima wird uns im Altersheim das Essen eingeben. Auch nicht schlimm, da selbstgewählt…

      • Susi sagt:

        @fgee: Dieser Kommentar ist zwar ziemlich übel, aber ich hab mich jetzt grad mal kurz schlapp gelacht ab dem Bild, das hier vor meinem inneren Auge entsteht…

      • Rose sagt:

        Wenn man im Altersheim vor sich hin sabbert ist es einem wahrscheinlich egal ob man von jemandem ohne oder mit Kopftuch gefüttert wird.

      • Susi sagt:

        Aber er schreibt gar nicht von Kopftüchern, sondern von Burkas!

      • Rose sagt:

        das gilt auch für Burkas:-) Mit Demenz kriegt das eh keiner mehr mit. Und die ist heutzutage sehr wahrscheinlich. Ausserdem finde ich den Kommentar extrem rassistisch.

      • Susi sagt:

        ja, der Kommentar ist natürlich total rassistisch, wie gesagt, voll übel. Aber die Vorstellung, wie wir als Alte, Demente, Sabbernde von Burkas gefüttert werden, fand ich eben trotzdem lustig. Und hatte grad ein schlechtes Gewissen, dass ich’s lustig fand 🙂

      • dres sagt:

        Nöh, der Kommentar ist überhaupt nicht rassistisch, sondern strohdumm.

      • fgee sagt:

        Rassistisch ist der Kommentar nur, wenn man etwas gegen Muslime / Muslimas hat. Und dumm ist er nur, wenn man die Pointe nicht verstanden hat. Aber warten wir doch einfach 30 Jahre ab und unterhalten uns dann nochmal. Und ja, in der Schweiz gibt es auch Religionsfreiheit für alle, das heisst, sofern man die richtige Religion hat. Soviel zur Toleranz…

      • fgee sagt:

        Zurück zum Thema: Es ist ja schon merkwürdig, dass ausgerechnet in den „hochentwickelten“ Ländern des Westens die Gesellschaften „gebärmüde“ sind, während dies in anderen Kulturen, denen es „nicht so gut“ geht wie uns, kein Thema ist.

      • Claudia sagt:

        @fge: In den „hochentwickelten“ Ländern haben eben Frauen noch eine andere Wahl als Windeln wechseln und Wickeln. ……zudem eben die Altersvorsorge durch ARBEIT finanziert wird und nicht durch Haushalt machen. Wenn die hier oft angegriffenen kinderlosen Frauen alle auch Modell Vollzeithausfrau aussuchen würden, hätten wir gesellschaftlich wirklich ein Problem. Viele Arbeiten werden nun mal hauptsächlich von Frauen ausgeführt: Hebammen, Krankenschwestern, Pflegerinnen, Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen etc etc.

    • tina sagt:

      in der überschrift steht nicht „verlierer“ sondern „vielarbeiter“.
      ich kann ja auch eine erwerbsarbeit haben, die ich sehr gerne mache und trotzdem feststelle: ich arbeite 70 stunden pro woche. selbstausgesucht mag sein, arbeit ist es trotzdem. aber natürlich ist es schwierig zu messen, was arbeit ist, wenn nicht klar ist: man kommt und geht zu bestimmten zeiten und das dazwischen ist bezahlt weil arbeit

  • Sabrina sagt:

    Wer über sein Hobby jammert, sollte sich das vorher überlegen, ober er sich dieses Hobby zulegen soll. Aber offenbar befriedigen Hobbies aber bei allem Stress die Leute.

    Schlussendlich sind Kinder auch nichts weiteres, als ein Hobby – wer sich für etwas entscheidet, soll nicht klagen.
    Und vor Allem nicht daher kommen, und den Kinderlosen jedes Recht am klagen absprechen. Darf ich über meine Bienen klagen? Warum wollen die ausgerechnet heute schwärmen? – Mistviecher! – aber ich habe es ja so gewollt, genau wie Sie – Jeanette K. – ihre Kinder wollten. Also sind wir selber schuld….

  • Sebastian sagt:

    am WE war ich mit meinem Sohn im Wald..wir haben Würste grilliert, er hat Steine in den Bach geworfen und ich Bier getrunken…und wo liebe Wir-machen-ach-so-aussagekräftige-Statistiken-Soziologen bringt ihr jetzt diese Zeit unter? Arbeit, weil ich ja auf das Kind aufgepasst habe oder Freizeit weil es mir Spass gemacht hat? Dieses quantifizieren von unbezahlter Familienbarbeit ist sowas von nicht aussagekräftig und dient doch meist nur irgendwelche vorgefassten ideologisch-politischen Meinungen zu untermauern

  • Marie sagt:

    Ich wollte ein Kind, und deshalb beklag ich mich nicht bei andern über den daraus resultierenden Mehraufwand. Und wer Karriere bevorzugt – oder Reisen oder Sport oder eine Weiterbildung – der soll sich genauso wenig darüber beklagen. Denn er/sie hat es ja auch so gewollt. Jedem das seine!

    • Muttis Liebling sagt:

      Wenn man Familie, Kind und Beruf (nicht Karriere, die ist so selten wie Fusspilz) vereinen will, muss man nur auswandern. Grundsätzlich gibt es nichts, was dagegen spricht.

  • Stefan Moser sagt:

    Wie um Himmelswillen kommen Sie auf 70 Stunden die Woche? Unsere Kinder stehen um 6 Uhr auf und gehen um 20 Uhr ins Bett. Wir kommen folglich auf 98 Stunden die Woche ohne Sonntags- oder Nachtzulagen. Wir sind jeden Abend nudelfertig und es macht unheimlich viel Freude.

  • Evi sagt:

    Wenn ich mal wieder auf dem Spielplatz ein Bore-Out kriege (ja, es ist Arbeit und anstrengend, je nach Kind), tröste ich mich mit der Hausarbeit vor 80 Jahren. Da hatten die Mütter einen 18-Stunden-Tag, keine Waschmaschine, aber 8 Kinder. Täglich 4 Kg Härdöpfel schälen, 40 kg Apfelmus einmachen, Garten machen, keine Mikrowelle, Staubsauger ect. Und motzen gabs nicht. Die Männer haben auch mehr und härter gearbeitet (oder wer von euch benutzt heute noch das Programm „Vorwaschen“ der Waschmaschine? Genau, das braucht man heute auch nicht mehr).

    • Evi sagt:

      Unser Glück ist zugleich unser ärgster Feind: Wir haben nie eine echte Existenzkrise miterlebt. (Krieg, Mangel an Nahrung ect.) Deshalb jammert es sich auch so genüsslich.

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Geschichte der Familie, darin eingeschlossen die Geschichte des Mutterseins seit der Industrialisierung. Das wäre ein interessantes Projekt für die beschreibende Sozialforschung. Ich glaube, da würde man ungeahnte Schätze heben.

    • Susi sagt:

      Evi, Wäsche waschen war früher zwar anstrengender, aber ich habe kürzlich gelesen, dass heute nicht weniger Zeit zum Waschen benötigt wird als vor drei Generationen. Früher zog man halt die selben Kleider für mindestens eine Woche an, Flecken störten nicht wirklich. Heute wechselt man den Kindern halt auch ständig die Kleider und hat deshalb stets Berge von Wäsche.
      Früher musste eine Wohnung / ein Haus auch nicht wie aus dem Möbel Pfister-Katalog aussehen. Die Ansprüche haben sich geändert, weil man dank der Industrialisierung mehr Zeit hat, diese zu erfüllen.

    • Susi sagt:

      P.S. Den Ausdruck Spielplatz-Bore-Out find ich ja super! 😀 😀

  • Moritz Barth sagt:

    Ich kann das Gejammer nicht mehr hören! Wer Kinder will muss etwas dafür tun. Ja und? ist diese Erkenntnis so neu?
    Wie man sieht, arbeiten die Männer/Väter inzwischen mehr als die Frauen. Ich rate den Männern zum Aufstand und zur Forderung von Männerrechten und fairer Bezahlung und und und und….
    Wer glaubt, dass Kinder haben nicht mit „Opfern“ zu tun hat, ist auf dem falschen Dampfer und sollte besser keine haben.

    • Marie sagt:

      Herr Barth, das Thema der Lohngleichheit ist ein ganz anderes als das der Arbeitsbelastung. Aber es freut mich, dass Sie die Männer aufrufen, sich für eine faire Bezahlung einzusetzen! Im Namen aller Frauen – Danke!

  • leila sagt:

    ausserdem hat man viel Sinnerfüllugn mit Kindern und hat sowohl Familie wie Beruf. Es gibt zwar immer noch Momente, wo ich für eine kurze Zeit Berge an Hausarbeit sehe – aber die lassen sich doch relativ schnell abarbeiten. Für mich ist es eine Frage des Alters der Kinder mit dem Stress der Hausarbeit…. und immer mehr übernehmen ja auch die Kinder einen (kleinen) Teil der anfallenden Arbeiten.

  • leila sagt:

    Als meine Kids 0 und knapp 2 waren, die Nächte teilweise der Horror über längere Zeit, ich bei der Hausarbeit mit 2 Kleinkindern und Windeln wickeln, Milch pumpen, füttern u.a.m. nicht vom Fleck kam etc. war ich auch nicht sehr empfänglich für die Probleme der Singles, die nur bis 9 am WE ausschlafen können… mit den Kindern heute – 4 1/2 und 6 1/2 – sieht die Welt aber ganz anders aus. Haushalten kann man fast wieder im Tempo wie wenn man keine Kinder hat und die Abwechslung von strenger Arbeit (50%) und viel weniger dichter „Arbeit“ mit Haushalt und Kindern tut gut.

  • Marie-Anne sagt:

    Wenn Kinderbetreuung keine Arbeit ist, brauchen alle, die Kinder betreuen, mit ihnen arbeiten, sie pflegen etc. ab sofort keinen Lohn mehr.

    • Susi sagt:

      Eine Coiffeuse wird für’s Haarewaschen bezahlt. Nach Ihrer Logik wäre demnach Haarewaschen = Arbeit. Dann wasche ich also immer unbezahlt meine Haare (bei mir sehr viel „Arbeit“, weil sehr lange Haare)?
      Geht nicht so ganz auf, oder?
      Es ist immer noch ein grosser Unterschied, ob man das eigene Kind betreut oder ein fremdes.

    • Bernhard sagt:

      Marie-Anne, das ist vermutlich genau der Grund, warum diese Berufe sehr schlecht (oder gar nicht, siehe Juniorentrainer im Freizeitsport) bezahlt sind! Vergleichen Sie mal den Lohn einer Kindergärtnerin mit demjenigen eines Sekundarlehrers! Von den 6-7 Franken pro Stunde für eine Tagesmutter wollen wir jetzt mal gar nicht sprechen…ich denke, dort ist eben die „arbeitfreie“ Zeit mit eingerechnet, in der die Kinder selbständig spielen oder gar schlafen. Es ist wohl unfair, aber leider eine Tatsache!

      • 13 sagt:

        Immer diese „schlechtem Tagesmütterlöhne“…. Eine Tagesmutter erhält 6.- – 7.- pro Stunde PRO KIND. Bei den meisten Vereinen kann sie bis zu 5 Kinder gleichzeitig betreuen, ergibt als 30.- – 35.- pro Stunde. Auf 100% gerechnet wären das rund CHF 5’500.00. Ein Lohn, der weit über dem vor Kurzem abgelehnten Mindestlohn liegt. Dafür dass keine Kosten für Arbeitsweg, Kleidung und auswärtiges Essen anfallen und keine Ausbildung vorhanden ist, finde ich den Lohn nicht schlecht. Eine prof. Betreuerin, Kindergärtnerin etc. hat einiges weniger. Leider.

      • Bernhard sagt:

        13, mit Ihrem Argument, dass eine Tagesmutter bis zu 5 Kinder gleichzeitig betreuen kann, belegen Sie ja gerade, dass die Betreuung von eigenen Kindern eben NICHT als vollwertige Arbeit angesehen wird. Anders ist diese Regelung nicht zu interpretieren! Wenn ich neben meinen eigenen Kindern noch Zeit und Energie habe, 5 weitere zu betreuen, dann war die Auslastung zuvor ganz sicher nicht bei 100%. Von daher würde ich mein Kleinkind nie in eine Betreuumgsstätte geben, in der das Betreuungsverhältnis 1 zu 6 oder 7 ist. Denn irgendwer kommt bei einer solchen Variante zu kurz! Definitiv!!

      • 13 sagt:

        @ Bernhard
        Die 5 Kinder sind inkl. der eigenen, diese sind meiner Meinung nach aber mitzuzählen, da ja andere auch für die Betreuung bezahlen müssen. Zum 2.: Ja, mit einem Kind ist man vermutlich weniger ausgelastet als mit 5, wobei das relativ ist, ich empfand ein Einzelkind als anstrengender als zwei, da es mehr Unterhaltung fordert. Aber nur weil man weniger ausgelastet ist, heisst es doch nicht, dass man nicht arbeitet. Ich habe mal an einem Bahnhofskiosk gejobbt. Freitags konnte ich kaum Luft holen, Sonntags stand ich vielfach nur herum und wartete.Aber ich habe an beiden Tagen gearbeitet

      • 13 sagt:

        Und zum 3.: Doch, lieber ich meine Kinder in eine Betreuung mit Verhältnis 1:5, als eine 1:1 Betreuung. Ich bin überzeugt davon, dass es besser für sie ist, nicht immer zu 100% beaufsichtigt und unterhalten zu werden. Dass sie zu kurz kämen, kann ich bei unserer KITA (eben Verhältnis 1:5, bei Babys mehr) nicht bestätigen. Im Gegensatz. Ich staune immer wieder, wie trotz 10 Kinder auf jedes eingegangen werden kann.

      • Bernhard sagt:

        13, da bin ich aber beruhigt, dass die 5 Kinder inkl. der eigenen gemeint sind. Alles andere wäre in meinen Augen fahrlässig. Ich würde das Betreuungsverhältnis einer Tagesmutter aber nicht mit demjenigen einer KITA vergleichen, da die Tagesmutter oftmals alleine ist, während in der KITA mehrere Betreuer/innen zur Verfügung stehen, die sich in heiklen Situationen 1 zu 1 um mehrere Kinder kümmern können. Ist die Tagesmutter am Anschlag, springt niemand ein. In diesem Fall ist 4 zu 20 weitaus positiver als 1 zu 5, obwohl das mathematische Ergebnis das gleiche ist…

      • 13 sagt:

        @ Bernhard
        Ja ok, das mag sein, aber damit wäre doch jede Mutter mit 5 oder mehr Kindern fahrlässig bei der Betreuung. Das stimmt ja so auch nicht und es sind ja selten alles Babys/Kleinkinder. Ich hüte manchmal auch noch 2 Kinder und habe dann vier zwischen 2 und 8. Es ist anstrengend, aber dass eins zu kurz kommt, kann ich nicht bestätigen. Im Gegensatz habe ich jeweils fast mehr Zeit für das einzelne, weil die anderen zusammen spielen. Sind nur meine da und ich beschäftige mich nur mit einem, schmollt das andere meistens.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Tatsache ist, dass wir für die Betreuung unserer Kinder uns für die Tagesmutter und gegen die Krippe entschieden haben, weil es familiärer ist, und wir wissen, wer betreut. Ich weiss nicht, ob wir es so toll gefunden hätten, wenn da immer Vollauslastung gewesen wäre.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Ich kenne ihre Situation nicht, aber Sie haben ja drei Kinder. Hat die Tagesmutter selber noch zwei, sprechen wir von der Vollauslastung, ohne dass das familiäre verloren geht, wenn ihnen das wichtig ist. Meine Tagesmutter hat zwei Kinder und es kommt noch eines von meinen dazu, in 1,5 Jahren vielleicht noch das zweite. Hätte sie nun daneben noch 1-2 Kinder wäre das für mich völlig ok. Wenn es das für Sie nicht wäre, dürfen Sie ja mehr bezahlen.

    • Muttis Liebling sagt:

      Kinderbetreuung ist Arbeit (wertschöpfende Tätigkeit), der Arbeitsbegriff ist unabhängig von Bezahlung oder Anstrengung.Das meiste Geld kann man ohne Arbeit verdienen. Kunst z.B. ist erst dann Arbeit, wenn jemand das Werk als Kunst erkennt.

      • Lala sagt:

        @13
        Eine ausgebildete Kindergärtnerin hat um einiges mehr Lohn, hoffentlich auch. Auf jeden Fall im Kanton ZH.
        Selten, jedoch hat eine Tagesmutter immer von Mo bis Fr fünf Kinder zu betreuen. Denn die einen gehen ev. bereits in den Kindergarten, andere kommen nur an einem Vormittag oder Nachmittag, da die Eltern „nur“ teilweise auf Fremdbetreuung zurückgreifen.
        So gesehen leisten Tagesmütter sehr viel. Sie müssen immer da sein, oft können sie nicht mal gross raus, da ein kommen und gehen. Auch stellen sie ihre Wohnung/Haus zur Verfügung mit all den Vor- und Nachteilen.

      • 13 sagt:

        @ Lala
        Zürich ist nicht die Schweiz.;-) Eine Kindergärtnerin hat im Schweizer Durchschnitt ziemlich genau die 5’500.00, in der KITA haben sie eher weniger. Und nur weil ein Job schwierig ist im Vollzeitpensum auszuüben, hat keinen Einfluss auf den Lohn. Das gibt es auch in anderen Branchen. Und immer da sein? Ist das ihr Ernst? Ich kann auch nicht mitten in der Arbeit einen Stadtbummel machen. Verstehen Sie mich richtig, ich schätze die Arbeit der Tagesmütter sehr.

      • 13 sagt:

        Ich bin selber extrem froh für mein älteres Kind eine zu haben und finde, dass sie einen tollen Job macht, der nicht immer ganz einfach ist. Es tut auch als abgebende Mutter sehr gut, das Kind in guten Händen zu wissen und auch war ich schon mehrfach dankbar für die Flexibilität. Ich finde nur nicht, dass der Lohn so schlecht ist, wie oft gesagt. Bereits mit 3 Kinder hat man rund 20.- und damit mehr als mancher nicht ausgebildeter Arbeiter. Und wieder verweise ich auf die kürzlich stattgefundene Abstimmung. Da hiess es CHF 4’000 seien viel zu viel und nun soll CHF 5’500 viel zu wenig sein?

      • Sportpapi sagt:

        @13: Wir haben ja schon früher festgestellt, dass wir da verschiedener Meinung sind. Tatsache ist, dass Mütter, die ihre eigenen Kinder betreuen, froh sind, durch weitere noch etwas dazuzuverdienen. Tagesmütter ohne eigene Kinder kenne ich nicht, sooo rentabel ist das offenbar nicht. Ihre Berechnungen kann ich nicht nachvollziehen. Wie oben erwähnt muss ein Raum gestellt (und aufgeräumt, geputzt) werden. Die Kinder kommen und gehen, eine maximale Auslastung ist kaum je möglich. Und wie Sie schätzen die abgebenden Eltern die Flexibilität.

      • Sportpapi sagt:

        Flexibilität heisst, dass die Tagesmutter bei Bedarf noch Platz hat (eben nicht ausgelastet ist), aber auch keinen Lohn bekommt, wenn die Mutter für einmal doch zu Hause ist, oder wenn irgendetwas anders ist als geplant. Tagesmütter arbeiten im Stundenlohn und nicht pauschal. Und, für mich das wichtigste: Als Eltern habe ich auch gewisse Ansprüche. Schliesslich geht es nicht ausschliesslich um Betreuung. Da würde es mich irritieren, wenn jemand mit 20 Franken Stundenlohn bereits sehr glücklich wäre, weil sie das sonst nicht verdienen könnte.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Flexibilität heisst für mich in erster Linie, die Tagesmutter auch mal anfragen zu können, ob ich 15 Minuten später kommen kann, nicht unbedingt, dass Ausfälle nicht bezahlt werden. Ich fände es ok, wenn es so wäre wie in der KITA: Der Platz wird trotzdem bezahlt, einfach das Essen nicht. Dass es v.a. Mütter machen ist für mich kein Kriterium dafür, dass es sich nicht lohnt. Kinderlose Frauen arbeiten ja meistens in ihren angestammten Berufen. Bei Mütter beobachte ich häufig zwei Dinge: 1. Sind sie froh um einen Job, bei dem sie ihre Kinder auch betreuen können. 2. verändert sich ihr

      • 13 sagt:

        Leben sehr, wenn sie Mütter werden und entwickeln da den Wunsch, auch beruflich etwas mit Kindern zu machen. Sie machen dann Ausbildungen zur Spielgruppenleiterin, Schwimmlehrerinnen, Trageberaterinnen, Stillberaterinnen, Doulas, eröffnen Börsen für Kinderkleider und Spielzeuge, schreiben Blogs und Ratgeber etc. Oder kennen sie wirklich viele kinderlose Frauen in diesen Berufen? Eine volle Auslastung zu erhalten (sofern die überhaupt gewünscht ist) gibt es auch bei anderen Berufen weniger. Schauen sie mal beim Reinigungspersonal, Gastronomie, Verkauf, Pflege, auch Schule….

      • 13 sagt:

        Das ist ein Nachteil, der zur Natur des Jobs gehört und trotzdem sind gerade diese Berufe oft schlecht bezahlt, ohne dass jemand gleich losschreit. Wenn es nicht genügend Nachfrage gibt, was ich mir aber gerade in den Stäften nicht vorstellen kann, dann muss man sich nach einem anderen Job umsehen. Unter dem Strich, kenne ich beides: Tagesmütter, die einfach einen kleinen Zuverdienst haben und solche, die genug ausgelastet sind, um ein wirkliches Einkommen zu generieren. Wenn es ihnen Ansprüchen nicht genügt, können sie ja immer mehr bezahlen, was nicht heisst, dass das andere zu wenig ist.

      • Sportpapi sagt:

        @13: So kann man es sehen. Die Frauen haben dann den Wunsch, etwas mit Kindern zu machen. Und weil das mehr Berufung als Beruf ist, brauchen sie dafür ja auch keinen anständigen Lohn. Ist ja auch mehr Ehrenamt als Job. Das Geld, das zählt, verdient dann der Partner. Sie haben insofern recht, als offenbar viele Frauen damit glücklich werden. Und ebenso, dass ein voller Lohn kaum bezahlt werden würde. Es führt aber auch dazu, dass die Kindergärtnerinnen nun eine Lohnklage einreichen. Und Frauen halt eben weniger verdienen als Männer. Weil sie damit einverstanden sind.

      • Sportpapi sagt:

        Nebenbei: Das macht natürlich den Markt kaputt. Das erlebt man in vielen Branchen, etwa auch im Fitness- und Gesundheitsumfeld. Klar können Fitnesscenter kaum einen rechten Lohn zahlen, wenn daneben so viele halb bis ganz gratis ein professionelles Angebot bieten (die Vereine gehören da auch dazu).
        Und, noch eine Randbemerkung zum aktuellen Politblog. Das führt dann auch dazu, dass man plötzlich feststellt, wie viele KMUs heute von Frauen geführt werden. Nur davon gut leben können die wenigsten…

  • Thomas Jordi sagt:

    Hab 2 kleine Kinder, da gäbe es tatsächlich manchmal was zu jammern. Nur verbessert das die Situation nicht, deshalb lass ich es. Wie jeder aus eigener Erfahrung weiss, jammern meist die, die keinen/wenig Grund haben. Die die Grund hätten, haben keine Zeit für so was.

  • Bernhard sagt:

    Es spielt meiner Meinung nach auch eine Rolle, ob ich Kinderbetreuung effektiv als Arbeit empfinde und einstufe. Wenn ich einen Nachmittag lang Memory spiele, Puzzles mache und Lego zusammenbaue, ist das für mich keine Arbeit. Mache ich in dieser Zeit aber den Haushalt, während mein Kind die genannten Dinge selber macht, dann zählt es schon eher zur Arbeit, obwohl es die gleiche Zeit ist. Und wenn mir das Wäsche waschen einen Seelenfrieden gibt (wie z.B. bei mir die Gartenarbeit), dann ist es wieder keine „echte“ Arbeit, sondern schon fast ein Hobby…gleiches übrigens mit dem bezahlten Job!

    • Susi sagt:

      meine Rede! 🙂

    • Muttis Liebling sagt:

      Objektiv ist alles Arbeit, was Wert erzeugt. Kindererziehung gehört genauso dazu, wie die unentgeltliche Pflege von Nachbarn und Familienangehörigen.
      Geld in Nullsummenspielen über den Erdball zu verschieben hingegen ist keine Arbeit, auch wenn für den Verschieber dabei viel abfällt und den das sehr anstrengt.

  • Romeo sagt:

    Stellt euch nicht so an. Ihr habt das so gewollt – und neu ist das auch nicht. Ich weiss warum ich keine Kinder habe.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Das finde ich jetzt genial, wie die Mehrbelastung von Vätern so im Vorbeigehen ignoriert wird. Hätte jetzt die Frau eine Mehrbelastung von einer Stunde, dann wäre wieder was losgewesen wie „immer noch keine Gleichberechtigung, weniger Lohne, Mehrheit der Hausarbeit und Kindererzieheung bleibt an den Frauen hängen usw.“ Es ist mir allerdings absolut schleierhaft, wie diese Zahlen zustande kommen. Bis jetzt hiess es doch immer, Frauen mit Haushalt und Kind hätten einen 24-Stunden Arbeitstag (dann würden sie aber währende der Arbeitszeit schlafen).

    • Evi sagt:

      Haha, beim 24-Stunden-Arbeitstag schläft die Frau zwar während der Arbeit, aber es ist eben „Piket-Dienst*, d.h. man weiss nie im Voraus, wann und wie oft man aufgeweckt wird.

    • Joerg Hanspeter sagt:

      @Evi: Wenn man schon von einem Arbeitsverhältnis „Hausfrau“ ausgeht, dann sollte man auch die Begriffe korrekt verwenden und nicht einfach alles als Arbeitszeit bezeichnen. Es gibt nämlich auch Präsenzzeit, Pikettzeit usw. Hohe Präsenzzeiten sind bei verschiedenen Berufen normal, ein Wirt hat häufig auch eine hohe Präsenzzeit, das kann aber nicht mit Arbeitszeit gleichgesetzt werden.

  • Susi sagt:

    27,5 Stunden Haushaltsarbeit pro Woche? Mir ist echt schleierhaft, wie man auf eine so hohe Zahl kommen kann, das sind ja fast vier Stunden pro Tag. So viel Zeit verbringe ich nicht mal an einem Waschtag inkl. Aufräumen/Kochen mit Hausarbeit.
    Ich frage mich, ob da auch die Betreuungszeit als Arbeitszeit gerechnet wird.
    Sind Mütter auf dem Spielplatz oder in der Badi am Arbeiten? Erstens ist das für mich Freizeit und zweitens kann ich während meiner bezahlten Arbeit (80%) keinen Kafi trinken, nicht herumstehen, plaudern etc.
    Frage mich manchmal schon, warum sowas immer verglichen wird

    • 13 sagt:

      „Sind Mütter auf dem Spielplatz oder in der Badi am Arbeiten?“
      Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt und komme doch nicht auf einen grünen Zweig. Einerseits haben Sie recht, dass es dabei auch Auszeiten gibt, die man im Büro weniger ha. Andererseits kann man einen kinderlosen Ausflug an die Aare, wo man zwei Stunden ein Buch lesen kann, nicht mit dem Badibesuch mit einem 1,5jährigen vergleichen, dem man wirklich immer nachrennen muss? Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen und hängt sehr vom Alter der Kinder ab.

      • Susi sagt:

        Aber wenn man sich um ein Kind kümmern muss, ist das dann Arbeit? Meiner Ansicht nach gehört das dann halt zur Freizeit, auch wenn ich ein Kind dabei habe, es wickeln und füttern muss etc. Das stimmt, es ist anstrengender als irgendwo liegen und ein Buch zu lesen, vor allem, weil man halt fremdbestimmt wird. Aber ein 1.5jähriges Kind auf dem Spielplatz muss ja auch nicht ständig mit einem Meter Abstand überwacht werden. Da wundere ich mich halt manchmal, wenn man auf dem Spielplatz rumsteht, die Kinder im Sandkasten sitzen und die Vollzeitmütter klagen, wie extrem streng sie es haben.

      • Susi sagt:

        2/ Für sind diese (Halb-)Tage auf jeden Fall immer sehr entspannend im Vergleich zur Berufstätigkeit, wo ich um 4.30h aufstehen muss und oft erst abends heimkomme.
        Natürlich habe ich nur ein Kind, aber ich weiss, wie es ist mit mehr Kindern, war mal Au Pair und machte den Haushalt für 3 Kinder (4, 7 und 9jährig) und für 3 Erwachsene. Inkl. Garten und Haustiere. Hatte in meinem ganzen Leben nie so ein entspanntes Jahr wie damals!

      • 13 sagt:

        Wie definieren Sie denn Arbeit? Wenn es anstrengend ist? Es gibt ja einfachere und schwierigere Jobs. Meine Kinder werden bald 3 bzw. 6. Ich erachte das Betreuen nicht stets als Arbeit, manchmal schon je nach Laune der Kleinen und Tätigkeit. Vielleicht auch abhängig von den Ansprüchen. Vor einem Jahr war es ganz klar Arbeit, denn meinem Sohn musste man die ganze Zeit nachrennen, er überschätzte sich eigentlich jede wache Sekunde. Wäre es keine Arbeit, müssten Tagesmütter, Kitabetreuerinnen und Kindergärtnerinnen nicht bezahlt werden, wobei auch die Anzahl Kinder eine Rolle spielt, auch privat.

      • Marie sagt:

        Gute Frage, und ich bin auch noch nicht auf eine schlüssige Antwort gekommen. Es ist einfach so, dass meine Zeit sehr stark fremdbestimmt ist. Aber genauso wenig wie man einer Verkäuferin, die auf Kundschaft wartet nicht sagen würde, sie habe jetzt ja Freizeit, genauso wenig ist es wohl Freizeit, mit einem Kleinkind in der Badi zu sein.
        Und: jeder Job hat ja auch schöne Seiten… Ist denn alles, was einem bei der Arbeit Spass macht oder leicht von der Hand geht, Freizeit?
        Darüber hinaus: Die intellektuelle Unterforderung ist ein nicht zu vernachlässigender Umstand, der Stress fördert

      • Susi sagt:

        @13: „Wie definieren Sie denn Arbeit? Wenn es anstrengend ist? “ Ja, das ist genau die Frage. Wenn ich auf dem Balkon gärtnere, ist das dann Arbeit? Ich glaube, ich definiere in erster Linie Erwerbstätigkeit als Arbeit, in zweiter das, was man generell unter Hausarbeit versteht. Betreuung der eigenen Kinder sehe ich einfach nicht als wirkliche Arbeit, mein Au Pair-Dasein aber schon.
        Meine Tochter war übrigens im Alter von 1-3 völlig hyperaktives, man konnte sie keine Sekunde aus den Augen lassen, sonst war sie weg oder machte etwas kaputt. Ich hörte immer „wie schaffst du das mit ihr??“ 1/2

      • Susi sagt:

        2/2 Ich empfand die Zeit als extrem anstrengend und war häufig mehr als am Anschlag. Dennoch hätte ich das nicht als Arbeit definiert. Meine Tochter gehört noch immer zu den Kindern, bei denen man sehr „auf Zack“ sein muss, aber wenn ich mir nur schon vorstelle, dass sie wüsste, dass ich die Zeit, die ich mit ihr im Spiel oder wie auch immer verbringe, als „Arbeit“ bezeichnen würde, tut mir das grad irgendwie weh.
        Die Definition vom Begriff „Arbeit“ bleibt aber weiterhin offen für mich.

      • 13 sagt:

        @ Susi
        Das ist vielleicht der Punkt. Arbeit muss nicht unbedingt negativ behaftet sein. Ich liebe meine Kinder und geniesse die Zeit mit ihnen. Und doch bin ich an den tollen Tagen am Abend manchmal k.o. Ich bezeichne es nicht als Arbeit, wenn sie im und um das Haus herumstreichen und ich einfach da sein muss, wenn etwas ist. Wenn ich aber aktiv etwas mit ihnen mache, sei es spielen, sei es pflegen, kümmern etc. und dabei nichts anderes machen kann, dann ist es Arbeit im Sinne davon, dass sie geschätzt sein sollte, nicht dass es mir schwer fällt oder es mühsam ist.

      • 13 sagt:

        Und ich finde genau darum geht es bei der Frage: Wird es als Arbeit wertgeschätzt? Mein Mann und ich leben zur Zeit das „umgekehrte“ Modell, bei dem ich Vollzeit arbeite und er Teilzeit. Käme ich aber nach Hause und hätte das Gefühl gehabt, er hätte ja nichts gemacht (da nur die Kinder betreut), hätten wir schnell mal ernsthafte Eheprobleme, weil ich mich ausgenützt fühlen würde. Ich habe darum auch vollen Respekt vor den Hausfrauen (ausser wenn sie sich als Vollzeitmütter bezeichnen ;-)), denn ich finde nicht, dass ihre Leistung nichts zählt. Sie arbeiten.

    • plop sagt:

      Gerade erst waren in der Zeitung Zahlen zur „Beschäftigungszeit“ mit Kindern. Diese hat in den letzten knapp 20 jahren sehr zugenommen, aber sie kamen auf 50 Stellenprozente nur für die Kinderbetreuung (beinhaltet: Pflege, Nahrung etc und auch ein „Spielen-Durchschnitt“). Ohne Haushalt. Das fand ich noch eine interessante Zahl und nicht erschreckend hoch…

      Ich geniesse die Zeit mit den Kindern, mit ein paar guten Kontakten ist das eine sehr soziale Angelegenheit, Freundschaftspflege „während der Arbeitszeit“ – viel Arbeiten und Feierabendbier kommen dann auch mal wieder.

      • monalisa sagt:

        Hmm damit arbeite ich momentan ohne Kinder mit 100% Job also wesentlich mehr (ca. 20h pro Woche) als wenn ich Kinder hätte und Vollzeitmutter wäre?!
        Ist wohl wie immer eine Frage was als Arbeit bezeichnet wird. Wenn ich am Kleider waschen bin, arbeite ich auch nicht 70min am Stück nur weil die Waschmaschine 70min läuft…

        100% Job plus Haushalt ohne Kinder gegen 50% Kinderbetreuungsjob plus Haushalt…

    • Dave sagt:

      @Susi: „Frage mich manchmal schon, warum sowas immer verglichen wird.“ Gute Frage! Ich denke das wurde im Zuge der Gleichberechtigung eingeführt. Man wollte damit wohl beweisen, dass die Frau schlussendlich mehr arbeitet als der Mann. Was ja jetzt offensichtlich wiederlegt ist und bei dieser Studie der Mann sogar etwas mehr arbeitet. Aber sie haben recht, ich finde diese Vergleiche auch Andere, die in diese Richtung gehen, langsam aber sicher bescheuert. Wichtig ist doch, dass es für beide stimmt, dass nicht einer plötzlich total unter geht in der Arbeit. Sprich, Kommunikation ist das a und o!

  • Heuwenderli sagt:

    Erstaunlich, Eltern ( m/w) leisten viel, und niemand spricht von Amtesqegen darüber….
    Könnte es daher nicht sein, dass die kinderlosen Frauen ihre 20 Reservestunden für die politische Propaganda in Sachen Gleichstellung verwenden?
    Eltern sind gleichberechtigt, ausgelastet, erschöpft, aber wie meine Frau und ich: zufrieden!
    Wer also am lautesten jammert, hat offensichtlich noch reichlich Energie übrig um mehr zu leisten..
    Das sollte eigentlich die Essenz aus der Gleichstellungsdebatte sein .

  • 13 sagt:

    das Gefühl hat, ständig zu jammern und unter Stress zu stehen, der sollte etwas ändern und zwar schnell und dringend. Jammern ist mal erlaubt und manchmal tut es auch gut. Aber das Mass sollte stimmen.

  • 13 sagt:

    Es würde mich doch sehr interessieren, wie man auf diese 20 Stunden kommt. Ich arbeite zur Zeit Vollzeit, habe aber trotzdem an jedem Arbeitstag noch rund 3 Stunden Hausarbeit (Haushalt plus Kinder), als Kinderlose hatte ich gerade mal 30 min. So komme ich auf 12.5 Stunden mehr. Das würde bedeuten, dass ich am WE gerade mal 7-8 Stunden mehr habe und das ist bei mir zumindest definitiv nicht so. Es ist einiges mehr. Aber das ist in Ordnung. Ich habe mich so entschieden und geniesse es die meiste Zeit. Dass es einem mal zuviel wird, ist doch immer so,egal, was man gerade tut. Aber wer

  • Thomas sagt:

    Ob es immer nur Belastung ist? Ich kann es nicht mehr hören. Es stimmt, wir wissen nicht wie es ist, wenn man Kinder hat. Dafür wissen wir wie es ist, wenn man keine Kinder hat.

    • 13 sagt:

      Ich schätze mal jeder Elternteil war mal kinderlos;-) Nur eine Belastung ist es nicht. Es ist aber viel Arbeit. Da braucht man weder darüber zu diskutieren, noch es schönzureden oder darüber zu jammern. Das ist eine Tatsache. Als Kinderlose dauerte unser Wochenputz zwei Stunden, heute habe ich locker 1,5 Tage. Ich wusch auch max. 3 Maschinen Wäsche pro Woche, heute sind es 5-6. Und morgens war ich in 30 Minuten fertig, heute dauert es über eine Stunde. Aber es ist auch schön und ich will es nicht missen. Einfach was ganz anders als ohne Kinder, was auch eine schöne Zeit war.

  • ira sagt:

    Ich finde das Bild so lustig. Eine Mutter stillt ihren Säugling? Was versteht Frau Kuster unter einem Säugling? Kinder bis 6 Jahre?

    • McWide sagt:

      @IRA,
      ein Säugling ist solange ein Säugling bis es aufgehört zu saugen. Wenn ein 12jähriger noch an der Brust saugt, ist es demzufolge auch noch ein Säugling. So einfach ist das.

      • ira sagt:

        Hm, auch wenn Ihr Kommentar durchaus plausibel klingt und ich mich zugegebenermassen wenig damit auskenne, sagt Wikipedia dazu Folgendes: „Als Säugling oder Baby bezeichnet man ein Kind im ersten Lebensjahr. In dieser Zeit wird es häufig mit Muttermilch ernährt, dem Stillen. Vom damit verbundenen Saugreflex leitet sich die Bezeichnung Säugling ab. Der Begriff ist jedoch unabhängig davon, ob das Kind gestillt wird oder nicht.“ Oder hab ich einfach die Ironie Ihres Posts nicht verstanden?

    • Monaco sagt:

      Wie immer wird heute alles übertrieben – nachdem man in den 60ern gar nicht mehr gestillt hat, soll man jetzt am besten bis zur Pubertät durchstillen…habe mal im Zug eine Kindergärtlergruppe beobachtet, da hatte die Kindergärtnerin wohl ihr eigenes Kind dabei, das unaufhörlich plärrte, mindestens 5 Jahre alt…sie meinte dann zu ihrer Kollegin, das läge daran, dass sie ja hier im Zug die „Kleine“ nicht stillen könne…ich dachte es hakt

      • 13 sagt:

        @ Monaco
        Das natürliche Abstillalter liegt zwischen 2 und 7 Jahren. Das ist also das Alter, wo sich ein Kind selber abstillt, von Pubertät keine Rede. Die WHO empfiehlt bis zum 2. Geburtstag und darüber hinaus. Ich selber kenne kaum ein Kind, welches länger als 2,5-3 Jahre gestillt wurde und ich kenne einige Langzeitstillerinnen. In der Schweiz werden die Kinder selten über ein Jahr hinaus gestillt, die meisten „nur“ 6 Monate. Was Sie gesehen haben ist somit eine grosse Ausnahme. „Man soll“ ist da etwas weit gegriffen.

        Das Kind auf dem Bild wird aber wenn überhaupt knapp eins sein.

      • Monaco sagt:

        @13 : Mit Ironie haben Sie’s nicht so, oder?
        Übrigens geht heute vielfach die Pubertät bereits mit 8-9 Jahren los und wird sich noch weiter nach vorne verschieben, immer schön bei den Fakten bleiben, nicht wahr?

      • 13 sagt:

        @ Monaco
        Mein Humor wie auch der Sinn für Ironie ging in dem Moment flöten, als ich feststellen musste, dass man anscheinend kein Stillbild zeigen kann, indem das Kind älter ist als 4-6 Monate, ohne dass Kommentare kommen. Traurig diese Tatsache.
        Die Pubertät verschiebt sich nicht weltweit, sondern in der westlichen Welt, was zumindest zum grössten Teil auf die Ernährung zurückzuführen ist. Dort würde sich damit vermutlich auch das Abstillalter verschieben, eher zugunsten 2 anstatt 7.Würde, da in diesen Ländern das Abstillen zu 99% von der Mutter bestimmt ist und nicht von Kind,was auch ok ist

    • ta-admin sagt:

      @ ira: Das Bild hat nicht Frau Kuster ausgewählt, sondern die Redaktion. Das Bild zeigt einen knapp einjährigen Säugling. Die Redaktion.

  • Markus sagt:

    Auch wenn Frau Kuster glaubt, dass nur Kinderlose jammern: Ich höre immer nur Eltern jammern. Meine kinderlosen Freundinnen und Freunde (die zwar weniger werden), geniessen das Leben und es sind die jungen Eltern, die mit ihrem Rumgeheule meinen mal vorhandenen Kinderwunsch auf ein Minimum gedimmt haben.

    • Esther Baltensperger sagt:

      Stimmt – auch bei mir heulen die meisten Jungeltern herum. Am schlimmsten sind diejenigen Frauen, die „nur“ Hausfrauen sind. Dafür muss ich meinen beiden Alleinerziehenden Freundinnen ein Kränzchen binden – noch nie eine heule gehört. Meine These: je verwöhnter, je mehr jammern. Ich kann’s echt nicht mehr hören, jeder hatte ja die Wahl – auch ich finde es in meinem täglichen Job auch nicht immer total lässig. Eat it!

  • W.Hürlimann sagt:

    Nebst den Eltern gibt es noch die Söhne und Töchter die ihre Eltern pflegen, bekochen, die Wohnung aufräumen, putzen (helfen), die Körperpflege organisieren, die Behördengänge erledigen, das Finanzielle regeln (auch unter kritischen Augen der Eltern & Verwandten), die Wohnung so anpassen damit sie möglichst ohne hohe Kosten zu verursachen barrierefrei wird … diese Leute arbeiten mindestens so viel wie Eltern, meist ohne Lohn mit unsicherer Zukunftsperpektive! Im Gegensatz zu Kindern die lernen, verlernen Eltern und sind not amused wenn man sie zur Rücksicht massregelt. An die Vergessenen!

    • billi sagt:

      Die Angehörigenpflege, und was das für die Betroffenen heissen kann (Selberpflege, Spitex, Heimvariante etc), wird heute kaum in der Öffentlichkeit diskutiert. Wie wärs wenn der Tagi im Mamablog od in einem anderen Gefäss dazu einen Austausch anregen würde?

    • Muttis Liebling sagt:

      Das ist ein wichtiger Gedanke. Kinder sind genau sowenig Hobby wie Eltern oder andere nahe Verwandte, Freunde. Man pflegt die im Bedarfsfall, bei eigenen Kindern ist der Bedarf 100%, und regelt das nicht unter ‚Arbeit‘ ein.

    • Carolina sagt:

      Da gebe ich Ihnen völlig Recht, WH. Dieses (Nicht-)Thema betrifft auch die heute gern verleumdeten Nur-Hausfrauen: ich sehe viele, deren Kinder aus dem Haus sind, entweder in Jobs arbeiten, die lediglich eine Aufwandsentschädigung bieten, oder als Ehrenamtliche bzw Freiwilligenhilfe, die ganz auf Bezahlung verzichten. Und ja, dann ist da noch eine kleine Armee von (oft) Frauen, die Eltern/Schwiegereltern pflegen, all das und mehr machen, was Sie aufgezählt haben. Und dafür gibt es null Anerkennung, die muss man schon für sich selber finden. Ich sehe aber auch, dass es für manche Frauen mit

      • Carolina sagt:

        /2 kleinen Kindern ähnlich ist – man hat schnell das Gefühl, nur zu geben und zu geben, ständig auf Pikett zu sein, aber nur selten einen Lohn (nicht im monetären Sinne) zu erhalten. Das musste ich auch lernen und sage heute, dass wir ganz allein entscheiden, was wir auf unserer Lebenssituation machen und wie wir sie für uns selber bewerten. Ich arbeite heute ebenso viel für ‚Gottes Lohn‘ wie für meinen Unterhalt, aber ich mache es bewusst, weil ich das für mich so für richtig halte. Dafür brauche ich heute keine Anerkennung von aussen mehr, meine eigene reicht. Mal ganz davon abgesehen, dass

      • Carolina sagt:

        /3 das gute, altmodische Wörtlein ‚Pflichterfüllung‘ mit den Jahren bei mir einen höheren Stellenwert einnimmt: ich schulde niemandem etwas, aber ich habe Verantwortung dafür, dass meine Kinder erzogen werden und sicher aufwachsen; und mittlerweile auch dafür, dass ich mich um eine pflegebedürftige Mutter kümmere, wie immer dieses Kümmern auch aussieht.
        Das allerwenigste, was diese Gesellschaft tun kann, um diese Freiwilligendienste zu honorieren (wenn das schon nicht durch Erziehungs-, Pensionsgutschriften etc geschieht), ist, diese Leute nicht noch mit Dreck zu bewerfen.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Wie immer sehr einverstanden. Nur nicht damit, dass es dafür „null Anerkennung“ gibt. Das sehe ich grundsätzlich deutlich positiver.

  • Trudi sagt:

    Ich bin selber Mutter von 2 Kindern, die jetzt erwachsen sind. Muttersein oder Elternsein ist mehrheitlich sehr schön und erfüllend, jedoch habe ich in diesen Jahren tatsächlich auch extrem viel geleistet. Tag und Nacht teilweise wach sein und vor allem present sein…etc etc Leider sind die Grosseltern auch nicht mehr beteit zu unterstützen wie früher. Ich nehme den Hut vor der grossen Arbeit aller Eltern, die ihre Pflicht ernst nehmen und Kinder gross ziehen. Und bin heute noch stolz auf diese sinnvolle Aufgabe, die ich mit dem Kindvater zus. geleistet habe!! Aber so schön – so streng war es

  • Muttis Liebling sagt:

    Wissenschaftlich taugen empirische Sozialstudien so gut wie nichts. Kann ich sagen, weil ich genug davon organisiert oder durchgeführt habe. Das Ergebnis steht immer schon vorher fest, das regelt man mit dem Studiendesign.
    Wer 20 Paar Schuhe hat (w), braucht mehr Zeit zum Schuhe putzen, als ich mit 2 Paar im mittleren Bestand.
    Analog Wohnungsreinigung, bei meinen Ansprüchen reichen 30 min./Woche für meine Wohnung, meine Nachbarin, die viel schneller als ich ist, braucht einen halben Tag.
    Eizige Regel: Jeder Prozess braucht soviel Zeit, als man dem zur Verfügung stellt.

    • Muttis Liebling sagt:

      2/ Mehr Zeit zu investieren, bedeutet nur, dass man mehr Zeit hat und es für angemessen hält, diese Zeit für ein Ziel zu investieren. Über den Zeitbedarf des Zieles sagt es nichts aus.

  • corinne amgarten sagt:

    Cry me a river. Es zwingt Sie ja niemand zum Kinder haben.

  • Peter Altorfer sagt:

    Ja Leut, ihr habt mit all euren Einwänden ja recht. Trotzdem finde ich es interessant, die Zahlen zu Arbeitszeiten mit der Elternoptik anzuschauen. Und auch wenn man mit Kindern viel Spass hat: Es ist oft auch eine Heidenarbeit und sehr anstrengend. Daran sind nicht die Kinderlosen schuld, aber es darf ruhig laut gesagt werden, dass Kinder viel Aufwand bedeuten, und nicht nur Friede Freude Eierkuchen. Mich persönlich stört es, dass Eltern zu 95% von den positiven Seiten des Kinderhabens reden und von den anstrengenden nur unter vorgehaltener Hand.

    • Mamiundhappy sagt:

      Absolut! Und es geht ja nicht darum, dass berufstätige nicht „jammern“ dürfen, sondern, dass Eltern mindestens genauso das Recht haben, sich mal Luft zu machen. Weil nämlich-wie bereits erwähnt-nicht alles nur „Friede, Freude, Eierkuchen“ ist. Weil ein Tag mit Kindern oft anstrengender sein kann, als ein vollbepackter, stressiger Arbeitstag. Weil dieser dann immerhin irgendwann zu Ende ist.
      Ausserdem spricht die Kollummne ein Gesellschafts-problem an; während Arbeitnehmer jammern dürfen, „müssen“ Eltern glücklich und erfüllt sein und dürfen nicht jammern.

      • 13 sagt:

        Und da macht es Sinn zu sagen, Eltern arbeiten mehr und dürfen darum jammern, Kinderlose nicht? Mit „gleicher Waffe“ zurückschiessen? Tönt für mich etwas nach Kindergarten….Also ich höre beides genau gleich häufig: „Ach, die arbeitet ja nur 40%, was weiss die schon vorn Stress? Das bisschen Kaffee trinken mit Kolleginnen?“ wie auch „Der wird schon noch auf die Welt kommen, wenn er Kinder hat“

    • mila sagt:

      Niemand muss gar nichts. Selber schuld, wenn man sich an gesellschaftlichen (Eltern-)Glückskonventionen und selbstauferlegten Perfektionsansprüchen ausrichtet – nur dann hat man etwas zu jammern.

      Es lebt sich um ein Vielfaches gelassener, wenn man sich von solchen Zwängen befreit, statt sich darüber zu beklagen. Und sich sein Leben abseits von Normen so einrichtet, dass es für einen selbst stimmt. (Gilt übrigens für Eltern wie für Kinderlose.)

  • LeaG sagt:

    Die Differenz ist zu einem grossen Teil erklärbar durch die Art der Datenerhebung (Umfrage). Wenn ich die Kinder von 7-19 hüte und gleichzeitig je eine Stunde Koche, Wasche, Putze und drei Stunden Home Office abeite, gebe ich total 18h an. Wenn ich von 8-17 (1h Mittagspause) in der Firma arbeite und danach eine Stunde im Haushalt, gebe ich total 9h an.

    • Lea sagt:

      @LeaG: Ist das tatsächlich so? Wenn also das Kind 1.5 h Mittagsschlaf macht und ich in dieser Zeit für mich etwas mache (Zeitung lesen, Nägel lackieren, was auch immer) dann sind das gemäß Studie 1.5h unbezahlte Arbeitsstunden?

      • LeaG sagt:

        @Lea: Kommt drauf an, was du antwortest. Du kannst sagen: 12h Kinder + 1h Kochen +1h Waschen + 1h Putzen + 3h Job. Du darfst natürlich auch sagen: 1h Kochen +1h Waschen + 1h Putzen + 3h Job + (Rechne: 12-1-1-1-3-1.5Pause) 4,5h Kinder. Beides ist korrekt und macht sinn. Ersteres ist intuitiv richtig (du bist 12h verantwortlich und wenn nötig da füs Kind auch beim lesen), die zweite Antwort ist für Befragte komplizierter, ermöglicht jedoch einen Vergleich mit Menschen die während der Arbeit keine zweite „Aufsichtsaufgabe“ haben.

  • olivia bischof sagt:

    Es fällt auf das „junge“ spätgewordene Eltern (Ende 30+) mit allem und jedem ein Problem haben. Plötzllich ist Kinderhaben der einzig richtige Weg, plötzlich sind Kinderlose Monster, plötzlich tun sich ganz viele (in ihren Augen!) Ungerechtigkeiten auf betreffend Elternschaft. Es nervt! Wenn ihr Reisen wollt dann vereist doch, wenn ihr Ausgehen wollt dann geht doch aus. Findet eine Lösung und lernt gleich noch Statistiken (vielleicht neues Hobby??) richtig zu interpretieren.

    • Hans Meister sagt:

      Libe Frau Bischof, gut gebrüllt, Löwin! Mir fällt daselbe auf, habe es bisher aber nicht so gut wie Sie auf den Punkt bringen können.

      • Monaco sagt:

        Dito ! Frau Bischoff hat noch eines vergessen: Nach der erfolgreichen Befruchtung sind für diese Damen auch die meisten Männer Monster und nur noch gut zum auspressen und erpressen.

      • Susi sagt:

        äh, Monaco, ist das Ihr Ernst? Der Ironie-Smiley vergessen?

    • Muttis Liebling sagt:

      Da liegt wahrscheinlich der Kern aller scheinbaren Probleme um die Mutterschaft. Die zu spät Gekommenen sortieren die in den Kontext ihrer beruflichen Erfahrungen ein. Für die frühen Mütter ist es die erste Erfahrung, die sie, auch im Beruflichen, fortan prägt.
      Es gibt keinen Beruf, kein Hobby, keine Passion, die mit Mutterschaft mithalten kann. Nur wenn man es erst einmal falsch gelernt hat, gibt es kein Zurück.

    • Susi sagt:

      Wieder mal so ein nettes Klischee. Mein Mann und ich gehören zu den spätgewordenen Eltern, die Mehrheit in unserem Freundeskreis haben selbst keine Kinder. Wir kämen nicht im Traum auf die Idee, denen einzureden, sie hätten das falsche Lebensmodell gewählt und unseres sei das richtige.

      Was ist nur los mit euch, Olivia Bischof, Hans Meister, Monaco? Warum so gehässig und aggressiv? Einfach mal ins Blaue schiessen mit irgendwelchen Behauptungen.

  • Kinderlose sagt:

    Liebe Frau Kuster
    Da haben Sie voll Pech gehabt, dass Sie Kinder bekommen haben.
    Reden Sie doch mal mit Kinderlosen, die gerne mit Ihnen tauschen würden!

    • Jeanette Kuster sagt:

      Lieber Kinderloser, wenn Sie regelmässig hier mitlesen würden, wüssten Sie, dass ich meine Kinder über alles liebe und dankbar bin für mein Leben.
      Sie dürfen sich aber gerne bei mir melden, wenn Sie ernsthaft über Ihre Situation reden und im Mamablog davon erzählen möchten.

    • Sonja sagt:

      Unglaublich, Frau Kuster hat einen amüsanten Text geschrieben über den man mit einem Schmunzeln philosophieren könnte , etwas gejammere gehört zur Psychohygiene eines jeden Menschen dazu (egal ob mit Kinder, ohne, mit Partner, ohne, Akademiker oder Hilfsarbeiter). Mir machen die Kommentare einfach nur Angst…wie frustriert, borniert und vor allem humorlos sind die Menschen nur….

      • dres sagt:

        Ja, ich weiss, ich habe der Jammerfraktion hier den Start gestern Abend ein wenig vermiest. Es tut mir leid… 😉

  • Züri-Bern retour sagt:

    Eine Frage: Was haben eigentlich Kinderlose (die wir ja alle mal waren) mit den Problemen junger Eltern zu tun? Mich jedenfalls hat das damals kaum tangiert, warum auch. Und als es dann soweit war, haben wir es wie Dres gehalten: Es begann ein aufregend neuer, keineswegs von Verzicht geprägter Lebensabschnitt, für den wir uns selbst entschieden haben.

  • Lea sagt:

    2/2 mein Mann vom arbeiten nach Hause kommt hilft er glücklicherweise mit wo er kann, und das sehr gerne. Ich denke das ist in vielen Beziehungen so. Deshalb erstaunen mich diese Zahlen. Wenn beide gleich viel arbeiten wäre es plausibel, aber so? Und bei 100% Hausfrau müsste es ja dann fast so sein dass der Mann praktisch nichts mithilft damit Frau auf die Stunden kommt. Klar, es ist ein Durchschnittswert, aber die Zahlen zu den versch. Familienmodellen wären interessant.

  • Lea sagt:

    „Bei Paaren mit Kindern unter 15 Jahren arbeiten die Mütter im Schnitt jede Woche 67 Stunden, die Väter 68.“ Interessante Aussage, die mich erstaunt. Dass im Modell „Frau Teilzeit“, „Mann Vollzeit“ die Mutter mehr Zeit für Haushalt und Kinderbetreuung aufbringt liegt zwar auf der Hand. Trotzdem hätte ich eine Differenz zu Lasten des Mannes erwartet. Wir leben auch in diesem Modell, aber an den 2 freien Tagen bin ich nun auch nicht 9h mit Haushalt und Kinder beschäftigt, sondern gehe auch mal mit ihnen in die Badi, auf den Spielplatz etc. Das ist für mich Freizeit und keine Arbeit. Wenn 1/2

  • Cybot sagt:

    Es gibt auch Leute, die sitzen 70 Stunden pro Woche im Büro, weil sie Karriere machen wollen oder so.

  • tststs sagt:

    Aaaaaalso, wenn alle Eltern von morgens früh bis zum Zubettegehen nur mit Job, Hausarbeit und Familie beschäftigt sind, kann ergo die ganze Freiwilligenarbeit nur von Kinderlosen getätigt werden 😉

    Nein, im Ernst, wie dres schon sagt, ist es doch eher Charaktersache, denn den Umständen zuzuschreiben.

    • tststs sagt:

      Und noch was zu den Zahlen: diese durchschnittlichen 20h Stunden Unterschied sind sicher mit Vorsicht zu geniessen. Während es in den ersten Jahren sicherlich bedeutend mehr sind, so nehmen sie doch ab dem ca. 10 Lebensjahr drastisch ab. (Also im Alter ab 15 bis ich ausgezogen bin, hatten meine – voll berufstätigen – Eltern sicherlich weniger zu tun im Haushalt, da wir Kinder doch einige Aufgaben übernommen haben.)
      Also ausser ein bisschen Bashing zum Wochenstart sind sie IMHO zu nichts nütze…

  • plop sagt:

    Ja, was soll ich nun jammern? Hmmm… Heute einen schönen Tag, ja, Freitags wars vielleicht kurz um das Abendessen ziemlich streng, und ja, Arbeit habe ich auch, aber die mach ich ja gerne, und am Mittwoch hatten wir einen ganz gemütlichen, eehm, ah ja, aufräumen muss ich nun noch, um 22 Uhr, weil ich seit die Kinder schlafen ein bisschen was gearbeitet habe, OJE! Und morgen putzen. OjeOje! Und Kochen! OjeOjeOje! Den kleinen Wickeln! OjeOjeOjeOje!

    Aber ja, manchmal ist es wirklich anstrengend, meist aber nicht, oder empfinden Sie das wirklich so, Frau K?

    • Jeanette Kuster sagt:

      Ganz ehrlich plop? Zurzeit finde ichs tatsächlich sehr oft anstrengend. Aber wie sagt man so schön: „Alles nur ä Phase.“ 😉

      Und wie wir alle wissen, liegt es ja kaum je nur an den Kindern, wenn es anstrengend ist. Sondern auch an einem selber.

      • plop sagt:

        Ja, ganz ehrlich. Und wenns anstrengend ist, bin wirklich meist ich schuld (oder die Phasen der Kinder). Aber ich habe mich auch schon hinterfragt, ob ich mir das alles schönrede. Aber ich mag einfach nicht klagen, weil ich empfinde das leben mit den Kindern als gesünder und entspannter als die „echte“ Arbeitswelt. Man ist doch, trotz der Fremdbestimmung durch die Kinder dennoch sein eigener Chef und das ist doch grundsätzlich eine gute Sache.

        Aber was versuche ich da Sie zu überzeugen –sie wissen das selber sicher auch alles…

      • plop sagt:

        Ja, ganz ehrlich. Und wenns anstrengend ist, bin wirklich meist ich schuld (oder die Phasen der Kinder). Aber ich habe mich auch schon hinterfragt, ob ich mir das alles schönrede. Aber ich mag einfach nicht klagen, weil ich empfinde das leben mit den Kindern als gesünder und entspannter als die „echte“ Arbeitswelt. Man ist doch, trotz der Fremdbestimmung durch die Kinder dennoch sein eigener Chef und das ist doch grundsätzlich eine gute Sache.

        Aber was versuche ich da Sie zu überzeugen –sie wissen das selber sicher auch alles…

      • plop sagt:

        Ja, ich habe mich auch schon hinterfragt ob ich mir das alles nur schönrede… Aber ich empfinde das Leben mit den Kindern einfach als gesünder und auch gemütlicher und sozialer als die „echte Arbeitswelt“. Das geniesse ich und macht strenge Phasen erträglicher…

  • Spatz sagt:

    Interessant ist aber schon, dass meine Freundinnen mit Kindern sämtliche Serien kennen und schauen und ich keine einzige… Weil ich neben einem 45-50 Stunden Arbeitspensum pro Woche und einem Haus und Garten sowie Tieren und einem Mann mit Arbeitspensum von 50-60 Stunden definitiv keine Zeit dazu habe… Auch 2 Personen und Tiere generieren genügend Wäsche und Dreck und möchten gesund und frisch ernährt werden.

    • Evi sagt:

      Interessant ist aber schon, dass alle meine kinderlosen Freundinnen alle Serien kennen und ich mit Kind keine einzige…

  • dres sagt:

    Ich als Elternteil kann dieses Elterngejammer nicht hören. Wir gehen ins Apero, machen Ferien, und ja, wir arbeiten beide und schauen beide zu Junior (Fremdbetreuung drei Nachmittage). Wer das Elterndasein stets mit Wochenarbeitsstunden und dem Begriff „Stress“ beschreiben muss, kann vermutlich das Leben ob mit oder ohne Kind nicht stressfrei geniessen. 😉

    • Bernerin sagt:

      Genau, Scheiss auf den Stress xD runterfahren und aus Zürich raus.

      • dres sagt:

        Meine Worte als Berner Bergler, der gerade mit Familie für ein halbes Jahr in Nordafrika weilt…ähm arbeitet natürlich, voll krass im Mega-Stress und so. Oh, reisen mit Kind? Igitt, absolut unmöglich. 😉

      • plop sagt:

        Reisen mit Kindern – wunderbar… Waren letztes Jahr ein bisschen unterwegs und nun packen wir grad das Zeugs für „lange Ferien“. Geniessen Sies und verplämperlen Sie nicht zuviel zeit auf diesem da…

      • 13 sagt:

        Wer genau sagt, man könne mit Kindern nicht reisen? Ab Schulalter wird es etwas komplizierter wegen der vorgegebenen Schulferien, aber ansonsten sehe ich keine Einschränkung.

    • Ylene sagt:

      Danke Dres! Man könnte echt meinen, Kinder zu haben sei das schlimmste überhaupt, was einem im Leben so passieren kann.

  • Studentin sagt:

    Dafür lebt man mit Kindern intensiver statt sich mit sinnentleerten Aperos oder Glotzengammeln die Lebenszeit zu stehlen 😉

    • Guido Sautner sagt:

      Sorry, als ob alle Kinderlosen ihre Zeit nur mit Sinnbefreitem verschwenden würden. Frechheit Ihr Kommentar.

    • Rose sagt:

      jaja…wie sinnvoll die meisten Eltern ihre Zeit verbringen kann man gut am Nachwuchs à la Carlos sehen…..als ob das Leben ohne Kinder nur aus Apéröli bestehen würde! Ein Freund (ohne Kinder) pflegt seine betagte Mutter. Ist das nun sinnfrei?

  • Jessica Levy sagt:

    Mit Ihrem Fazit bin ich überhaupt nicht einverstanden – mathematisch weiss jeder, dass Eltern ein mehrfaches an Arbeitszeit leisten. Aber dass Kinderlosen damit das Recht auf Klagen nicht zusteht? Am Ende des Tages ist es doch jedermanns und jederfraus eigene Entscheidung, ob sie Kinder haben oder nicht und sich auf diese Aufgabe mit all ihren Aspekten einlassen. Kinderlose erleben auch Stress und Überlastung und haben ebenso ein Recht darauf, sich darüber Luft zu machen.

    Am Ende des Tages sollten wir alle füreinander Verständnis aufbringen und mit wertenden Aussagen aufhören.

    • Muttis Liebling sagt:

      Am Ende des Tages sollten wir endlich mal soviel Verständnis haben, dass das ständig Verständnis füreinander haben kontraproduktiv ist und das Leben nur im Ausnahmefall aus eigenen Entscheidungen bestehen darf.
      Unser Lebensniveau imaginiert eine Scheinfreiheit, die es nicht gibt und nie geben kann.
      Toleranz ist eine Eigenschaft von weisen Griesen, ansonsten nur von sozial, bzw. politisch Unbedarften und die Profiteure von gepredigter Toleranz sind selber alles andere als tolerant.

      • Jessica Levy sagt:

        „Toleranz ist eine Eigenschaft von weisen Griesen, ansonsten nur von sozial, bzw. politisch Unbedarften“ – danke für diese unqualifizierte Wertung. Ich glaube gerne an positives Potential im Menschen.

  • Guido Sautner sagt:

    Irgendwie empfinde ich den Text sehr missgünstig und neidvoll.

    • Independent sagt:

      Ich kann nur zustimmen. Auch wenn es stimmen mag und mich die tatsächlichen Zahlen auch beeindrucken, dann finde ich den Text doch ziemlich unnötig. Hat ja niemand von Frau Kuster verlangt dass sie Kinder hat….

      • Jeanette Kuster sagt:

        Vielleicht hätte ich ein 😉 unter den Text setzen sollen, denn so tierisch ernst war dieses „Lasset uns jammern“ nicht gemeint. Aber: Die 20Std Differenz finde ich tatsächlich heftig und ja, ich bin der Meinung, dass gelegentliches Jammern bzw Dampf ablassen durchaus gut tut. Mit Betonung auf gelegentlich. Darum heute der elterliche Jammertag im Blog.

      • Carolina sagt:

        Liebe Frau K, leider ist auch mir eine etwaige Ironie im heutigen Blog entgangen. Mir stösst es zunehmend sauer auf, dass wir in allen Bereichen des Lebens per sehr fragwürdiger ‚Studien‘ (wissen wir ja mittlerweile alle, wie die zustande kommen) Lebensmodelle gegeneinander aufrechnen. Aus diesen Schwarz-/Weissbildern (das ist nämlich das Resultat, dass alle Zwischentöne entfallen und sich alle ein wenig, aber niemand so recht wiederfindet) entstehen dann solche Klischees: z.B. jammern meiner Erfahrung nach Kinderlose genauso wenig bzw viel wie Kinderhabende. Es gibt Menschen, die jammern

      • Carolina sagt:

        /2 immer und neigen dazu, ihren Jammer zu Grundsätzlichem zu erheben. Diejenigen, die einfach ihr Leben leben und ab und zu mal Dampf ablassen, um dann aber wieder das Quäntchen Dankbarkeit für Normalität zu empfinden, die bleiben bei diesen Allgemeinplätzen immer aussen vor. Das empfinde ich als sehr schade.

      • Carolina sagt:

        Noch etwas: ich empfinde es als Unding, Stunden (per Studie!) aufzurechnen, die Menschen in ihrem Leben für irgend etwas aufwenden – daraus können nur Klischees entstehen. Was genau nutzt es uns, wenn so eine Studie mit diesen Zahlen (50.4 Stunden z.B., hallo?) erscheint? Lassen sich daraus tatsächlich Tatsachen ableiten? Nein, eventuell ein paar Trends, aber auch dieses ist, je nach Parametern dieser ‚Studie‘, fragwürdig. Da fühle ich mich langsam leicht verar…..t.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Carolina, Studien werden im Regelfall um ihrer selbst willen geschrieben, weil man die Leistung von sog. ‚Forschern‘ an Zitierquoten misst. Zitiert wird man aber vor allem, wenn man Erwartungshaltungen bestätigt. Also schreiben alle möglichst das Gleiche. Wissenschaftlichen Nährwert hat das keinen.
        Hier hängt alles am Arbeitsbegriff. Derzeit meinen viele, das wäre eine dem Selbst wesensfremde Tätigkeit, die man nur macht, um Geld zu verdienen oder allg. zu überleben. Was Spass macht, ist Hobby.
        Natürlich weiss jeder, dass das so nie stimmen kann, Kinder machen Spass und Arbeit.

      • Carolina sagt:

        Es gibt ein weites Feld zwischen Arbeit und Hobby. Ich bezeichne Kinder haben auch nicht als Arbeit oder Job – es ist eine Lebensaufgabe. Ganz im Gegensatz zu z.B. in einer Bank arbeiten. Allerdings müssen wir die Verwantwortung für unser Handeln schon selber wahrnehmen und nicht im nachhinein jammern. Aber ich verstehe gut, dass es Zeiten gibt, in denen gerade jungen Eltern alles zuviel wird, sie sich nicht geschätzt fühlen und einfach auch physisch ziemlich am Ende sind. Nur: was soll eine derartige Auflistung wie in dieser ‚Studie‘ bringen? Wie soll sie weiterhelfen, wenn mein Partner

      • Carolina sagt:

        /2 und ich so überhaupt nicht in diese Zahlenkolonnen passen wollen? In Extremsituationen, wie zB manchmal mit einem Baby, übt das noch mehr Druck aus auf diese Menschen. Viel sinnvoller wäre es, wenn wir alle da anpacken, wo Not am Mann ist, wenn wir der hohläugigen Nachbarin Hilfe anbieten würden, ganz konkret, wenn wir unseren Stolz besiegen könnten und um Hilfe fragen könnten? So, wie diese Diskussionen (es ist ja eigentlich eher eine Schubladenübung) ablaufen, verstärken sie eher dieses ‚ich-genüge-nicht‘ Gefühl und lassen Menschen etwas hilflos und noch deprimierter zurück.

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