Kleine Bettgeschichte

Mamablog

Getrennte Decken als Anfang vom Ende? Scarlett Johansson und Jonathan Rhys Meyers landen im Film «Match Point» zusammen im Bett (2005). Die Affäre nimmt kein gutes Ende. Foto: PD

Mein Mann und ich schlafen jede Nacht zusammen. Also fast jede. Wenn er mit seinen Freunden lange aus war, legt er sich auch mal auf die Gästematratze. Aber in der Regel teilen wir uns ein Bett, 1 Meter 80 breit. Das sind 40 Zentimeter mehr als noch vor drei Jahren. Zuvor hatten wir uns jahrelang auf einer 1-Meter-40-Matratze abgemüht, was wir rückblickend als eine ungeheure Leistung empfinden. Wie konnten wir nur. Wir kamen uns damals während des Schlafens immer wieder in die Quere – wobei beide immer den Eindruck hatten, der andere nehme zu viel Platz ein.

Weil wir nicht von der Sorte Übereinander- oder Ineinander-verkeilt-Schläfer sind (was schade ist, denn es wäre nicht nur sehr praktisch, weil platzsparend, sondern auch wahnsinnig romantisch, stelle ich mir vor), entschieden wir uns also vor drei Jahren für eine grosse Schlafstätte, die uns ein Vermögen kostete. Die Matratzen sind mit einer Schaf-Spezialwolle gefüllt, die Lattenroste auf unsere Gewichte abgestimmt und der Bettrahmen aus Holz ist bio-öko-strahlungsarm – oder was auch immer.

Seither haben wir Platz zum Versauen. Beide haben eigene 90 Zentimeter für sich alleine, jeder liegt schön gebüschelt auf seiner Seite und somit auf dem Lattenrost der richtigen Gewichtsklasse. Und wir schlafen wunderbar. Das hat mit dem Bett zu tun – doch – und jetzt kommts: auch mit den einzelnen Decken. Weil wir nicht mehr so nah nebeneinander liegen, da wir ja nun mehr Platz haben, war die Bettdecke nicht mehr breit genug. Wir kauften uns deshalb eine zusätzliche und seither hat jeder seine eigene.

Das ist allerdings ein riesengrosser Fehler. Glaube ich meiner Freundin aus Südamerika, ist das der sichere Anfang vom Ende. Wir sollten bloss aufpassen, sagte sie kürzlich, dass wir uns so nicht voneinander entfernten. «Plötzlich wollt ihr beide ein eigenes Zimmer mit eigenem Bett. Und dann…?» – sie verwarf theatralisch ihre Hände.

Ja – und dann was genau? Wie sich getrennte Decken auf eine Partnerschaft auswirken, hat meines Wissens noch niemand untersucht. Die Folgen von getrennten Betten jedoch schon – und da ist die Faktenlage widersprüchlich.

  • So sollen 94 Prozent der Paare, die in der Nacht körperlichen Kontakt haben, glücklich sein in ihrer Beziehung – verglichen mit jenen 68 Prozent, die sich nicht berühren und ein Bett teilen. Das ergab eine Untersuchung von Professor Richard Wiseman von der Universität von Hertfordshire.
  • Frauen schlafen alleine besser. Bei Männern dagegen verhält es sich umgekehrt: Sie schlafen ruhiger und erholsamer, wenn sie ihre Partnerin nachts neben sich wissen. Zu diesem Schluss kommen Verhaltensbiologen der Universität Wien.
  • Andere Forscher haben herausgefunden, dass Frauen allgemein einen leichteren Schlaf haben; 65 Prozent leiden unter Schlafstörungen, im Vergleich zu nur rund 20 Prozent der Männer.
  • Wie viele Schweizer Paare in getrennten Betten schlafen, ist unbekannt. Doch gemäss der «National Sleep Foundation» der USA wählen Paare vermehrt diese Form. In den USA schläft bereits ein Viertel der Paare in getrennten Betten. Als häufigste Gründe dafür nennen sie unterschiedliche Bettzeiten (43 Prozent) und Schnarchen (36 Prozent).

Eine Frau, die vergangene Woche ein flammendes Plädoyer für getrennte Betten schrieb, ist die Journalistin Holly Allen der US-Onlinezeitung «Slate». In «The Case for Separate Beds» erzählt sie begeistert von der Schlaferfahrung, die sie machte, als sie sich spätnachts aus dem Ehebett schlich und auf dem Sofa weiterschlief. Sie habe in der Nacht so gut geschlafen wie seit Jahren nicht mehr. «Kein Krieg über die Decken, keine Schubser in den Rücken, die mich ermahnen sollten, nicht zu schnarchen, kein Aufwachen wegen eines oder zwei Kindern, die ins Bett kriechen.» Es sei der Himmel auf Erden gewesen, schreibt sie – und fügt hinzu: «Ich liebe meinen Mann, doch ich will mein eigenes Bett.»

Das Fazit aus all diesen Erkenntnissen? Ob gemeinsames Nest oder getrennte Betten: Die Paarbeziehung ist sicher besser, wenn beide gut schlafen. Für meinen Mann und mich sind deshalb ein grosses Bett und zwei separate Decken prima.

Und wie ist es mit Ihnen? Wie schlafen Sie?

80 Kommentare zu «Kleine Bettgeschichte»

  • Katharina sagt:

    Schlafzimmerselfies? hmm…..(Hitachi unters Bett schubst)

    California King Size. Zweimal aneinander.

    click.
    click click.
    click click click.

    Ausblenden im Stillbild.

    Cut!

  • Chris Fogg sagt:

    2 x 2.2 m Wasserbett, jeder eigene Decke. 22 Jahre glücklich vereint. Platz auch für die Kinder und die Katzen.

  • peter schmid sagt:

    Zitat; „So sollen 94 Prozent der Paare, die in der Nacht körperlichen Kontakt haben, glücklich sein in ihrer Beziehung – verglichen mit jenen 68 Prozent, die sich nicht berühren und ein Bett teilen.“ Nun, da ist wieder mal die Frage vom Huhn und vom Ei. Was war zuerst? Man könnt es auch umgekehrt interpretieren; 94 % der Paare, die miteinander glücklich sind, haben in der Nacht noch körperlichen Kontakt. Und die 68 % die nicht mehr glücklich sind, meiden halt den Kontakt. Statistiken sind immer sehr vorsichtig zu interpretieren.

  • Robert sagt:

    wir waren, jeder für den anderen, die perfekte Schlafpille, deshalb haben wir uns gefunden. Die Lösung heute, nach 4 Jahren: Box-Spring-Bett mit gemeinsamen Topper (=1 Matratze), 1.80 m, eine Decke, damit haben wir alle Optionen, zusammen liegen, separat liegen, aber immer die Option mt dem anderen zu kuscheln. Zwei separate Betten: Tod der Beziehung (Erfahrungswert)

  • Ueli sagt:

    In vier Jahren nicht eine Nacht im selben Bett verbracht, nicht mal im selben Raum (in den Ferien getrennte Zimmer). Getrennte Wohnungen verschiedene Meinungen. Und Ihr fragt hier nach der Grösse des Bettes und der Matraze…..Naja, dafür seid ihr mehr oder weniger glücklich.

  • Rudolf Gerber sagt:

    Wir haben ein grosses Bett auch mit einer einzigen grossen Matraze ohne Spalt! Es sind aber zwei Lattenroste da. Zwei Kopfkissen aber eine Hauptdecke. Im Sommer eine ganz dünne und im Winter eine extra kuschlige.

    Kopuliert wird meist auf den Decken da dass meine Knie schont wegen der Weichheit der Decke. Da hat es meine Partnerin besser weil sie fast immer halterlose Strümpfe an hat und dadurch die Knie auch geschont sind je nach Position.

  • Hermann sagt:

    Unser Bett ist 2.6 Meter breit (California King Size) und bietet Platz für die ganze Familie. Dennoch beansprucht meine Frau es ganz für sich, da sie nicht schlafen kann, wenn sie gestört wird. Das wird von allen respektiert, und so wird dann ein Treffen im Bett immer etwas Besonderes. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Erotik noch funktioniert, nachdem man sich gegenseitig eine Nacht lang in einem kleinen Bett abgequält hat. Und was die Familie angeht, gibt es nichts Romantischeres, als wenn sich die Familie vor dem Aufstehen in diesem grossen Bett trifft, und die Mamma den Jüngsten stillt.

  • Ich staune über gewisse Kommentare hier. Frauen, die sich freiwillig, dem Mann zuliebe, jahrelang, Nacht für Nacht ein Schnarchkonzert antun und deswegen (oder aus anderen, ähnlichen Gründen) nicht schlafen können, sind wirklich selber blöd. Ich sage euch: es lohnt sich nicht.

    Sollte der „Göttergatte“ wegen der Umstellung auf getrennte Schlafgemächer die Scheidung wollen, so be it! Für ältere Semester: Wartet aber nicht bis nach der Pensionierung mit der Scheidung! (Hab’s bei meinen Eltern erlebt, was die Folgen sind…Und ja, das Thema „getrennt Schlafen“ war tatsächlich ein Riesenthema).

  • ueli sagt:

    1 bett, 1 decke bis 55 (4 kinder)
    getrennte schlafzimmer lassen ältere leute ruhiger schlafen, auch uns!
    ueli

  • Maria sagt:

    Ja – in der Tat! 🙂 Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass es bei einer Bettgrösse von 1.40m ganz einfach unmöglich ist, einander nicht nahe zu kommen, sich zu entziehen… Auf körperlicher – und daraus resultierend – auch auf allen anderen Ebenen. Man muss sich dann einfach miteinander arrangieren und zumindest so lange die Liebe noch vorhanden ist, ist es praktisch unmöglich weiterhin Wut oder Ärger zu verspüren, wenn man die Körpernähe und Berührung des Partners spürt. Ich hatte viele Momente, wo ich abblocken wollte – doch durch die unausweichliche Nähe löste sich das immer von allein…

  • Maria sagt:

    Unser beengendes 1.40m Bett war unzählige Male der Rettungsanker in unserer bald elfjährigen Beziehung! Wie oft haben wir uns heillos gestritten, gingen wortlos zu Bett… und schwups! war innerhalb Sekunden alles vergessen! Nicht, weil wir leidenschaftlich übereinander hergefallen wären (wir sind nicht „die“ Sorte Paar), sondern weil es so gut wie unmöglich ist weiterhin eingeschnappt und wütend zu bleiben, wenn man die Nähe und Wärme eines eigentlich geliebten Menschen spürt! Bei meinen Eltern war die Schlafzimmertrennung übrigens der Anfang vom Ende – was natürlich nichts bedeuten muss. 🙂

  • Jacques sagt:

    In F ist das ganz einfach, Ein franz. Doppelbett (ohne Röstigraben) – misst 1.60m; die Decke grosszügiger 2.00-2.50m.
    So schlafe ich mit meiner Partnerin wie in „Morpheus Armen“, Decke tendiert gegen 2.50m. Spezialität: Das kleine franz. Bett misst 1.40m. Decken? – nach Bedarf zusammengebastelt, aber 2m schafft man immer. Ist aber eher für die jugendlichen
    Stürme/Romantik geeignet 😉

  • Netwarrior sagt:

    90m muss heissen 90 cm

  • MIke sagt:

    je ein Doppelbett in getrennten Zimmern. Das rockt, und man hat genügend Platz für sich und eine grosse Spielwiese zum Versauen zu Zweit.

  • Netwarrior sagt:

    Getrennte Schlafzimmer,
    Bettbreite: Mann, 90m, Frau 140cm (merkste was?)
    Verheiratet seit 1963 (51 Jahre)
    Kinderzahl (selbst gemacht: 2 Knaben, 2 Mädchen)

    • marie sagt:

      90 m???? wow…. 🙂

      • Jacques sagt:

        90m – nicht schlecht. Ich bin gerade am Rechnen, wieviele Leute bei einem F-Standard von 1.60m darin Platz hätten. Aber pardon, nach dem Ergebnis – überkommt mich doch ein bisschen Platzangst. Und, normalerweise leide ich nicht an „Klaustrophobie“; nicht einmal in engen Liften…

    • Francesca sagt:

      Bis so ein Bett nur schon bezogen ist…

  • Cat sagt:

    Ich und mein Gefährte schlafen in einem großen Doppelbett mit EINEM großen Laken, dann verschwindet der trennende Spalt in der Mitte. Wir haben zwei Decken, anders könnte ich es mir für uns nicht vorstellen, ich bekäme Nachts regelmäßig einen Anfall wenn er mir die Decke klauen würde. Unser 16 Monate alter Sohn passt prima in die Mitte und so fühlen wir uns wohl. Allerdings haben wir doch unterschiedliche Vorlieben betreffend Mondlicht, lesen, Bettgehzeiten. Was tut man nicht alles für die Liebe!

  • Georg sagt:

    Es schreibt kaum jemand, der oder die ein eigenes Schlafzimmer bevorzugt? Es gibt ja viele persönliche Eigenschaften, die man dem Andern nicht antun will. Unterschiedliche Bettgehzeiten, Lesen, Licht, Schnarchen, Düftchen, Lüftchen, offene oder geschlossene Fenster, mit oder ohne Mondschein. Dazu kommen noch die verschiedenen männlichen und weiblichen Vorlieben, wie die Schlafzimmer von den Materialien, Farben und Design gestaltet sind. So können die Vorlieben zu lieblichen gegenseitigen und romantischen Besuchen führen. Was meint ihr dazu?

    • Carolina sagt:

      Genauso stelle ich mir das vor – aber mein Mann will nicht! Ich schlafe am liebsten ganz kalt, er muss es warm haben. Er schnarcht sich den Wolf, ich kann nicht (wieder) einschlafen. Ich lese, er nicht. Wir gehen zu unterschiedlichen Zeiten ins Bett. Wäre doch wunderbar, wenn jeder sich in seinem eigenen Zimmer ‚austoben‘ könnte – und ich stelle mir vor, die Bsuechli und das Sich-aufeinander-freuen wären richtig schön.
      Aber er will nicht, es ist ihm wichtig, also bleibe ich 😉

      • Carolina sagt:

        Ist zwar off-topic, aber ich sage es trotzdem: noch wichtiger als ein eigenes Schlafzimmer wäre mir ein eigenes Bad! Mein Traumhaus müsste das unbedingt haben…….

      • Georg sagt:

        @Carolina
        hier auch: er will nicht, aber du willst ein Traumhaus? -:)
        ….also bleibst du!

    • Grohe Barbara sagt:

      Als unsere Kinder auszogen und ihre eigenen Wohnungen bezogen habe ich den Entschluss gefasst mir ein kleines „Frauen-Zimmer“ einzurichten. Da mein Mann früh ins Bett geht und häufig noch liest und bei offenem Fenster schläft (auch im Winter), schlafe ich jetzt dort und fühle mich pudelwohl und habe noch nie so gut geschlafen wie seitdem.

  • ich_bins sagt:

    Wir schlafen in einem 1.80m-Bett mit 2 Decken. Wenn wir in Hotels übernachten, stellen wir immer wieder fest, dass wir besser schlafen, wenn jeder seine eigene Decke hat. Bei einer einzigen Decke wird mir ständig kalt, weil mein Freund mir im Schlaf unbewusst die Decke wegzieht. Wenn jeder eine eigene Decke hat, kann man ja trotzdem die eine Decke ein wenig über die andere legen, damit eine grosse Decke entsteht und wir darunter ganz nah aneinander liegen können. Uns passt das so am besten und wir sind sehr glücklich damit!

  • Tom sagt:

    Ich habe aus 2 1.60er Decken eine 3.20er Decke genäht. Seither hat niemand mehr zu wenig Decke, auch wenn sich meine Frau einwickelt 🙂 Darunter ein 1.40m Wasserbett für mich und zum Kuscheln, sowie eine 90er Matratze für meine Lady, da sie im Wasserbett nicht so gern schläft. Man muss halt etwas kreativ sein und sich manchmal ausserhalb des Standard Ladenprogramms bewegen.

    • marie sagt:

      o_O wie murksen sie ein gesamthaft 2.30m breites bett in ein schlafzimmer? …ich wohne in beengten verhältnissen.
      aber ja, man muss phantasie ausserhalb von normen und konventionen entwickeln, das hilft ungemein 😉

    • Carolina sagt:

      Nur eine Frage: wie beziehen Sie die 3.20er Decke? Ich habe schon die grösste Mühe bei einer 2.20er Decke und nerve mich jedes Mal daran……

      • marie sagt:

        und meine ist 2.10 – nervenzusammenbruch VOR dem beziehen bei mir vorprogrammiert. aber ich finde toms vollbrachtes projekt zwei decken zusammengenäht zu haben absolut knuffig. 🙂

      • Tom sagt:

        Teamwork oder etwas Geschicklichkeit verbunden mit inzwischen jahrelangem Training…
        2-3 Minuten Mühsal fürs zusammen unter einer Decke stecken… mir ists das Wert…

      • Hotel Papa sagt:

        Bei 2.10 stehe ich am Schluss mit der Stepdecke im Bezug. Ist etwas unorthodox, funktioniert aber gut.

        Bei 3.20 würde ich wohl eher die zwei Bezüge mit zwei Reissverschlüssen überlappend zusammenfügen und die Decken einzeln lassen. So kann man dann sogar unterschiedliche Wärme-Bedürfnisse abdecken.

      • marie sagt:

        @hp
        im bezug? sie stehen darin und ziehen die ecken der decke in die ecken des bezuges? und wie kommen sie da wieder raus, ohne den innen darpierten bezug nicht wieder in unordnung zu bringen?
        ich schüttle immer wie frau holle, haarscharf am schütteltrauma vorbei.

  • ronja_vs sagt:

    Wir schlafen auf einem 180er Bett mit 2 Decken. Ohne Ritze. So ist es uns wohl. Mal ankuscheln, mal wegdrehen, je nach dem. Und auf der einen Seite ist noch das Beistellbettchen vom Kleinen (11 Monate) montiert, ich schlafe also zwischen 2 Männern! Und am Morgen hat der Grosse (knapp 4) auch noch gut platz. Nur eine Decke find ich immer etwas quälend, da zieht es immer rein in der Mitte…

  • Miker sagt:

    Ich empfehle aus eigener praxiserprobter Erfahrung ein 2m breites Bett und eine Maxi-Decke mit 2,2×2,4m.
    Es ist perfekt, man kann kuscheln, sich einwickeln und sich auch drehen ohne dass der Partner es gleich mitbekommt.

  • Super geschrieben und ich kann es nur befürworten!

    Wir haben ein 2x2meter Wasserbett und jeder hat seine Decke und seither schlafen wir viel besser! Wir haben auch schon darüber diskutiert getrennte Zimmer zu machen, denn wie man es kennt, Männer oder auch frauen schnarchen und da ich leider sehr einen leichten Schlaf habe werde ich immer wieder wach…. Aber das haben wir noch nicht gemacht… Zur zeit geniessen wir unser grosses Bett und wenn das Kind kommt dann stört das auch nicht, denn er hat ja auch genug platz zum schlafen bei uns! Ich weiss gar nicht wie wir das früher überlebt haben

  • Maja sagt:

    Wir haben auch ein 1.80er Bett und zwei Decken. Seine ist 2 Meter breit und so können wir jederzeit unter einer Decke kuscheln. Aber selbst wenn ich so einschlafe wache ich auf wundersame Art und Weise jeweils wieder unter meiner eigenen Decke auf 🙂 Die Natur scheint dieses Modell also auch zu mögen. Es ist einfach besser wenn man ausweichen kann wenn man will, für den Schlaf, und dadurch doch auch für die Beziehung. Die Vorstellung ist zwar weniger romantisch, aber hey, guter Schlaf ist wichtiger als einem Ideal hinterherzurennen!

  • Luise sagt:

    Die Breite des Bettes und ein oder zwei Decken sagen nichts über den Zustand einer Beziehung aus.

    • Hotel Papa sagt:

      Muss nicht, aber kann. Wenn ‚den Partner spüren“ oder sich gegenseitig etwas zu liebe tun kein persönliches Bedürfnis mehr sind, dann kann das schon seine Bedeutung haben.

  • Monaco sagt:

    Eine gemeinsame Decke – was für eine abgefahrene Idee! Teilt ihr auch den Schlafanzug?
    In gehobenen Kreisen hat die Dame seit jeher ein eigenes Schlafzimmer – diese hat sich auch das „Bauhaus“ von Walter Gropius abgeschaut, kann man in Dessau in den Meisterhäusern bewundern: Dame und Herr getrennt, in der Mitte das Bad – da kann man sich dann treffen, wenn man mag…

    • Muttis Liebling sagt:

      Simone de Beauvoir, die Mutter des Feminismus und Jean-Paul Sartre haben nur einmal im selben Zimmer geschlafen, als eine Hotelbuchung schief lief. Sonst hatte jeder sogar eine eigene Wohnung.
      Hitler und Eva Braun hatten auf dem Berghof und selbst im Führerbunker immer getrennte Zimmer.
      Das gemeinsame Schlafzimmer ist wohl mehr ein Tribut an beengte Wohnverhältnisse.

      • Monaco sagt:

        @ M.L : Sehe ich auch so, diese Tradition kommt, weil man früher halt so eng gewohnt hat, bzw. nicht so viele Räume heizen konnte.Es gibt tatsächlich Leute, die beide gut auf engem Raum schlafen können, sind aber m.E. die Ausnahme, denn gewöhnlich hat man geteilte Schlafgewohnheiten oder generell im Alter einen leichteren Schlaf und dann stört einen der Andere.
        Meine Grosseltern hatten 45 Jahre ein Bett gemeinsam, die restlichen 23 Jahre dann getrennt, fiel aber beiden schwer, davon Abschied zu nehmen. Nach einer Weile waren sie froh, wieder gut schlafen zu können. Für mich sind 2 Zimmer=Luxus

      • marie sagt:

        wer baut mir ein meisterhaus? 🙂 mein absoluter traum.

      • Pedro sagt:

        Die angeführten Beispiele sind etwas lustig: S. d.B. liebte vor allem Frauen, und E. Braun war sowieso die meiste Zeit alleine auf dem Berghof.

        Ich selber mag es, in einem genug grossen Doppelbett mit nur einer Decke zu zweit zu schlafen. Die Nähe und Wärme sowie die Gewissheit der Anwesenheit des Partners bzw. der Partnerin ist für mich wichtig.

      • Muttis Liebling sagt:

        @marie, ich glaube, das wird nichts, nicht nur weil Gropius und die meisten seiner Schüler längst tot sind.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Pedro, beide Paare stehen unter Verdacht, nie miteinander geschlafen zu haben, was interessant ist, egal, ob es stimmt oder nicht. So oder so zeigt es Dimensionen, die ein wenig über das hinausgehen, was Toni und Tonia sich unter Liebe vorstellen.

      • marie sagt:

        bei so engen normen und konventionen in sachen liebe, muss ich immer wieder über ein gewisses ausmass über das unvermögen andere formen von liebe ausserhalb dieser normen und konventionen zu erkennen, schmunzeln. auch wenn simone frauen bevorzugte, schloss das nicht aus, dass sie sartre liebte… denn man kann menschen lieben, ohne das „lager“ zu teilen; z.bsp.
        (ich nehme auch ein 1:1 nachgebautes meisterhaus; wegen mir muss man gropius und van der rohe nicht wieder zum leben erwecken, oder können sie das als mediziner ml? – also ich bin nicht so anspruchsvoll)

      • Muttis Liebling sagt:

        Es schliesst sich auch nicht aus, dass eine Frau der 5er- Regel folgt und ein Mann gleichzeitig 3 Frauen liebt.
        Beauvoir und Sartre sind ein Beispiel für das, was ich gestern asynchrone Beziehung nannte, jeder bedient sich am anderen. Liebe ist nicht nur Kuscheln, Nähe suchen, sondern auch Mittel zum Zweck.
        Das mit dem Meisterhaus kann vielleicht noch werden, nachgebaut werden die ja immer noch. Setzt vielleicht auch eine asynchrone Beziehung voraus, wegen dem doofen Geld, was es kostet. Das gegenseitige Bedienen muss ja nicht körperlich oder emotional sein.

  • Hotel Papa sagt:

    Dinner night, ein Ehepaar ist zu Besuch. Man stellt fest, dass die Gastgeber getrennte Schlafzimmer haben.
    „Aber wie macht Ihr das dann, wenn, nun ja, ihr nicht getrennt schlafen wollt?“
    „Oh das ist einfach,“ sagt der Gastgeber, „Ich pfeife!“
    „Und Du, Marie, pfeifst Du auch?“
    „Nein, ich mach das ein wenig anders. Ich geht zu ihm ins Schlafzimmer und frage: ‚hast Du gepfiffen?‘!“

  • Viktor Steinmann sagt:

    1.80 ist ein schöner Anfang, aber „Platz zum Versauen“ hat man erst in einem 2 Meter Bett 😉

    Wir haben das seit über 10 Jahren und fühlen uns in 1.60 oder 1.80 Hotelbetten jeweils sehr beengt…

  • Philipp Rittermann sagt:

    hallooo erstmal. also. ich stimme für einmal den erkenntnissen der forscher zu 100% zu. weil bei uns ist das auch so. 🙂
    erlauben sie mir noch einen kleinen off-topic. heute ist der offizielle „tag des bieres“. meine damen und herren, trinken sie, feiern sie!

  • Urs sagt:

    Getrennte Decken und 160cm – seit Jahrzehnten alles bestens!

  • Fabian sagt:

    Wir haben getrennte Betten, und lieben uns dafür!!

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Wir haben ein Doppelbett und je eine Decke und lieben uns genauso ;)! Mein Mann bevorzugt eine dickere Decke, ich mags lieber dünner, zudem bin ich ein Fägnäscht :). So kommen wir uns nicht in die Quere deckenmässig und haben kein unnötiges Deckengnuusch ;). Wir schlafen so bestens, und das ist die Hauptsache :)! Getrennte Betten bzw. Schlafzimmer käme mir/uns nur in Frage bei übermässigem Schnarchen des einen Partners.

  • Jan Demuth sagt:

    1.40-Bett und eine 2m-Decke. Die grosse Decke machts vor allem aus.

  • ka sagt:

    also ohne eigene Decke ging noch nie, nicht einmal in den ersten romantischen Wochen! Mein Mann zieht die Decke einfach zu sich und wickelt sich darin ein, da bleibt mir nicht einmal ein Zipfelchen übrig! Wir schlafen beide sehr gut, ausser unser Sohn stösst mir seine knochigen Knie in den Rücken, oder die Tochter weckt den Papa wegen Beinschmerzen. 🙂

  • Jacky sagt:

    Da wir beide(!) schnarchen und früher ab und zu mal jemand mitten in der Nacht ins Gästebett ausgezogen ist, schlafen wir heute getrennt. Und viel besser! Doch das schönste: Am Morgen kommt mein Mann und kuschelt sich noch ein paar Minuten zu mir ins Bett. Die perfekte Lösung!

  • Bruno sagt:

    Wir haben ein 1.60 Bett und EINE Decke, allerdings eine grössere (2 m breit). Wir schlafen beide wunderbar so und wollen nicht 2 separate Decken.
    Meine Frau schläft übrigens besser, wenn ich daneben liege als alleine 😉

    • Ylene sagt:

      Ich schlafe auch besser, wenn mein Mann neben mir liegt. 🙂 Und ja, ein grosses Bett und EINE grosse Decke hilft. Aber das muss nun wirklich jeder selber entscheiden.

    • Hotel Papa sagt:

      Heikel da allerhand Konflikpotential. Vor allem wenn ein Partner ein Blanket-Hog ist. Muss ja im Schlaf nicht mal bewusst sein. Die Tiefenpsychologen dürfen jetzt ihre Schlüsse ziehen….

  • Irene feldmann sagt:

    Heikles Thema…Super geschrieben….

    • alien sagt:

      Heikel? Was ist denn da heikel?

    • Thomas Gollmer sagt:

      Warum heikel?

      • Irene feldmann sagt:

        Natürlich nur von meiner Sicht her, man will zusammen sein, oft fast bis zur Verschmelzung, doch dann ist der persönliche Space der doch immer wieder so dringend ruft. Ich finde es heikel immer die richtigen Entscheidungen zu Treffen speziell bei diesem Thema. Getrennte Betten, Matratzen, decken etc. Scheinen auf persönliche Bedürfnisse von Freilraum einzugehen, doch eine gewisse Intimität geht halt doch dabei verloren.

  • Muttis Liebling sagt:

    In einer grossangelegten amerikanischen Doppelblindstudie wurde festgestellt, dass Männer sehr viel besser schlafen, wenn die Gattin an deren Seite liegt. Die Ehefrau übertrifft, so der Autor der Studie, Dr. Narkoman, die Wirkung jedes anderen Hypnotikums.

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