Die Gnade des späten Gebärens

Ein Papablog von Michael Marti*

Späte Elternschaft ist ein Reizthema. Frauen und Männer, die sich in ihren Vierzigern, ja, in ihren Fünfzigern womöglich, für ein Kind entscheiden, gelten oft als Egoisten, die alles haben wollen im Leben: in der ersten Lebenshälfte Karriere und Ungebundenheit, in der zweiten Kinder und Familienbande.

Insbesondere alte Mütter trifft erbarmungslos Kritik, sie würden mit der Medizin als Komplizin die natürliche Ordnung der menschlichen Fortpflanzung pervertieren. So diskutierte die Boulevardzeitung «Blick» unlängst, ob es rechtens sei, wenn die Krankenkassen die Entbindung einer 66-Jährigen bezahle, die nach einer In-Vitro-Befruchtung mit Zwillingen schwanger war. Auch in einschlägigen Postings des Mamablogs («Alterslimite für Mütter?») derselbe Tenor, hier werden Schwangerschaften nach 45 als «unverantwortlich», als «selbstsüchtig» abgeurteilt.

Ein ganz anderes Bild allerdings zeichnen neuste Forschungsergebnisse. Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» beleuchtet in seiner aktuellen Ausgabe mit einer Titelgeschichte den diesbezügliche Stand der Wissenschaft. So sei mittlerweile erwiesen, dass späte Eltern in der Regel nicht nur gute, sondern sogar die besseren Eltern seien. Denn diese würden sich meistens aus einer wirtschaftlich abgesicherten Position für Kinder entscheiden, sie lebten grösstenteils in einer stabilen Partnerschaft und seien überdurchschnittlich gut gebildet. Davon profitiere der Wunschnachwuchs in hohem Masse: «Kinder, deren Eltern ihren Platz in der Gesellschaft gefunden haben, sind weniger belastet als jene, deren Eltern noch suchen.»

Offenbar wurden bislang auch die gesundheitlichen Risiken überschätzt. «Kinder, deren Mütter bei der Geburt 35 bis 44 Jahre alt waren, erleiden – anders als lange angenommen – auch langfristig keine gesundheitlichen Nachteile», heisst es im «Spiegel». Und weil sich die Töchter und Söhne besonders erwünscht fühlten, würden sie nachhaltig den so wichtigen Glauben an sich selbst und den eigenen Wert entwickeln.

Auch ein zweites Vorurteil gilt es zu revidieren: Die späte Elternschaft ist mitnichten die exotische Option weniger egozentrischer Frauen und Männer, die mithilfe skrupelloser Ärzte sich über alle ethischen Grenzen hinwegsetzen. Vielmehr handelt es sich um einen «sozialen Megatrend», wie ein Experte im erwähnten «Spiegel»-Artikel zitiert wird, um eine Entwicklung, deren Auswirkungen vollkommen unterschätzt würden. Tatsächlich gilt dies auch für die Schweiz, hierzulande nimmt die Anzahl der unter 30-jährigen Frauen, die ihr erstes Kind bekommen, ebenfalls ab, während gleichzeitig die Zahl der 35-jährigen und älteren Frauen steigt.

Hauptgründe dafür sind immer längere Ausbildungszeiten für beide Geschlechter und der härtere Konkurrenzkampf um attraktive Jobs, auch dies gilt für Männer und Frauen.

Vergegenwärtig man sich also die neuesten Erkenntnisse und Fakten zum Phänomen späte Elternschaft, ergibt sich ein ganz anderes Bild, als es derzeit in der Öffentlichkeit vorherrscht. Es geht hier nicht um selbstsüchtige Ego-Eltern, sondern vielmehr darum, dass es heute jungen Erwachsenen kaum noch möglich ist, gleichzeitig eine Karriere und eine Familie aufzubauen. Hinlänglich bekannte Gründe dafür sind etwa die Defizite bei den Kinderbetreuungsangeboten (Stichwort Tagesschulen) oder das Fehlen von Teilzeitjobs auf Kaderstufe.

Es sind mithin gesellschaftliche Ursachen, die hinter der Entwicklung zur späten Elternschaft stehen – nicht die Egozentrik einzelner Frauen und Männer. Man mag diesen Wandel begrüssen oder nicht, gut zu wissen ist: dass die späte Elternschaft nicht auf Kosten der spät geborenen Kinder geht.

memyselfandi*Michael Marti (48) ist Leiter Digital und Mitglied der Chefredaktion des Tages-Anzeiger. Er wurde mit 40 erstmals Vater und lebt mit seinen beiden Töchtern und seiner Frau in Zürich.

219 Kommentare zu «Die Gnade des späten Gebärens»

  • Susanne sagt:

    /2 Dann denken wir Ihre Idee doch mal noch weiter: Verhütung oder Abstinenz geht auf Kosten des nicht befruchteten Eis, das monatlich als Menstruationsabfall abgeht. Masturbation beim Mann sowie Sex aus Spass bzw. ohne Fortpflanzungsabsichten geht auf Kosten all der nicht Spermien, aus denen eigentlich ein Kind hätte entstehen können. Millionen und Abermillionen, was für eine Verschwendung!
    Ah, da kommt mir grad noch ein passendes Liedlein in den Sinn: „Every Sperm is Sacred“

    Gehen ein paar Lichtlein auf?

    • Muttis Liebling sagt:

      ‚Da sprach Juda zu Onan: Gehe zu deines Bruders Weib und nimm sie zur Ehe, dass du deinem Bruder Samen erweckest. Aber da Onan wusste, dass der Same nicht sein eigen sein sollte, wenn er einging zu seines Bruders Weib, ließ er’s auf die Erde fallen und verderbte es, auf dass er seinem Bruder nicht Samen gäbe. Da gefiel dem Herrn übel, was er tat, und er tötete ihn auch.‘
      (Buch Genesis, 28)

      • Susanne sagt:

        Ja, genau darauf wollte ich hinaus. Allerdings nehme ich aber nicht an, dass Valeria (hab diesen zweiten Teil versehentlich isoliert gepostet) ihren Kommentar bis zur letzten Konsequenz durchgedacht hat.

  • Valeria sagt:

    Zitat: „Man mag diesen Wandel begrüssen oder nicht, gut zu wissen ist: dass die späte Elternschaft nicht auf Kosten der spät geborenen Kinder geht.“

    Das stimmt. Sie geht auf Kosten der nie geborenen Kinder. Auf die nämlich, die abgetrieben wurden, weil die Anzahl ihrer Chromosomen nicht passte. Oder die der eigene Körper für nicht lebensfähig befunden hat. Man kann späte Elternschaft gut finden oder nicht. Aber verschweigen sollte man die biologischen Faktoren nicht. Das tut der zitierte SPIEGEL-Artikel nämlich auch nicht.

    • Susanne sagt:

      „Oder die der eigene Körper für nicht lebensfähig befunden hat.“
      Im Grunde, Valeria, sollte man gemäss Ihres irrigen Kommentars gar nie erst versuchen, schwanger zu werden, egal, wie alt man ist, denn ein sehr grosser Prozentsatz befruchteter Eier geht von alleine ab, auch bei jungen Frauen; dies geschieht meist unbemerkt. Sicherlich sind das bei älteren Frauen etwas mehr, aber was genau heisst denn das konkret? Dass eine Frau ab 35 schon gar nicht mehr VERSUCHEN darf, auf natürliche Weise schwanger zu werden aufgrund der leicht erhöhten Anzahl Frühaborte?

      • Céline sagt:

        Valeria wertet ja nicht, oder schreibt vor was ältere Mütter zu tun oder lassen haben. Sie spricht sich nur dagegen aus, die Risiken und Fakten zu verschweigen und zu unterschätzen.

      • Susanne sagt:

        Sie tut das allerdings aufgrund von einseitig/falsch/unvollständig aufgeführten „Fakten“.

  • Miriam Seibert sagt:

    Aus Erfahrung weiss ich, dass es viele kinderlose Personen gibt, die gerne Kinder hätten, aber immer wieder die falschen Partner kennenlernen. Bei den Frauen tickt die biologische Uhr halt schneller als bei den Männern und sollen sie denn verzichten? Ich gönne jedem das Glück, Eltern zu werden – egal, wie als sie sind. Wichtig ist doch, dass es ein Wunschkind ist!

  • Céline sagt:

    Ich finde es spannend immer wieder festzustellen, dass solche Gefühle und Aussagen der Überlegenheit und der Rechtfertigung ihre Wurzeln meistens in der eigenen Unsicherheit haben. Und im Eindruck, (von der Gesellschaft) nicht akzeptiert zu werden. Und diesen Eindruck, glauben Sie mir, Herr Marti, diesen haben junge Eltern auch. Darum finde ich es schade, dass man künstlich gegeneinander aufhetzt, anstatt sich gegenseitig zu unterstützen und (ja! das geht wirklich auch beidseitig) voneinander zu lernen!

  • Irene feldmann sagt:

    Ist alter wirklich ein Faktor? Die zunehmende Müdigkeit sicherlich, doch in Kindererziehung wäre manchmal weniger doch mehr…..

  • Martin sagt:

    Ich denke dieser Artikel sollte aufzeigen, dass auch ältere Eltern gute Eltern sein können. Es ist unfair alt gegen jung auszuspielen. Zudem gibt es viele ältere Leute die noch top fit sind.
    Nicht jeder findet zwischen 25 und 30 einen passenden Partner um dann eine Familie zu gründen.
    Sicher ist es toll wenn man als Grossmutter/Grossvater noch was mit seinem Enkeln unternehmen kann.
    Allerdings gibt es kein Anrecht darauf, diese liegt nur in der Entscheidung der Kinder ob sie Nachwuchs wollen oder nicht.
    Es gibt kein Anrecht auf Kinder, doch man kann sich bewusst gegen Kinder entscheiden.

  • Studentin sagt:

    Hauptsache ein Kind bekommt Liebe ohne überverwöhnt zu sein. Schlimm an den Eltern 46+ ist nur, dass sie den Kindern dämliches Holzspielzeug, Barbapapa, Velos ohne Pedale, usw. 70ger Jahre Spielzeug antun ;)) das gehört verboten!

    • Hermann sagt:

      Machen sie Witze? Ich bin ein alter Vater (66) und habe meinen Kindern eine Spielecke eingerichtet, wo sie Call of Duty und Mario spielen können an drei Stationen, oder mit Kahn Academy ihre Hirnzellen trainieren können. Während junge Mütter kein Geld dafür haben und im Gebrauchtwarenladen altes Holzspielzeug kaufen. Allerdings vermute ich, dass die Kinder mit dem Holzspielzeug kreativer werden als mit Call of Duty.

  • Ricco Morales sagt:

    Warum so polarisiert? Klar gibt es alte Eltern, bei welchen Egozentrik eine Rolle spielt, sicher trifft das nicht auf alle zu. Konzentrieren wir uns doch auf die Faktoren, die wir in der Erziehung beeinflussen können, anstatt dass junge Eltern auf alten herumhacken und umgekehrt. Die Aussage, dass alte Eltern besser sind weil sie im Schnitt besser gebildet sind, ist problematisch: Das Elternalter ist zwar mit dem Bildungsniveau korreliert, die Kausalität für den „Erfolg“ der Erziehung entsteht aber eben über die Bildung, nicht das Alter (älter werden nützt bei Ungebilden diesbez. auch nichts).

  • Bäppu sagt:

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass diese Studie gesponsert und unter klaren Zielvorgaben gemacht wurde.
    Wieso?
    – Wer nicht eine ach so wichtige Karriere machen will hat schon früher Zeit für Kinder. (Dies dürfte auch dem Durchschnitts-Schweizer entsprechen) Hier geht es nur darum dem Homo Karrierus eine wissenschaftliche Legitimation zu liefern. Weil, wer hat Zeit für Kinder wenn er nicht wieder von der Karriereleiter fallen will? Das Kind will Zeit nicht Geld von den Eltern.
    – Fragt mal die Kinder. Meine Mutter klagt noch heute, dass Sie unter ihrer alten Mutter (bei der Geburt in den 40er)

    • Bäppu sagt:

      Ich will hier nicht grundsätzlich gegen „alte“ Eltern sprechen, wenn sich ein Paar erst mit 40 findet dann ist es so. Aber wer schon 15 J. zusammen ist und dann erst mit 35 / 40 Kinder hat hätte es auch anders machen können.

      Der Perfekte Zeitpunkt fürs Kinderkriegen gibt es nie. Also muss man auch nicht warten bis man alt ist.
      BSP: Wenn man sich dann das Häuschen gebaut hat und Kind Nr. 2 Zwillinge sind man aber nicht genug Zimmer eingeplant hat ist das mit der „perfekten Planung“ wieder hinfällig…

  • Astrid Meier sagt:

    Wer je mit den überbesorgten und verkrampften älteren Eltern zu tun hatte, die hinter jeder Aktivität einen möglichen Unfall ahnen und deren Kind zum Lebensprojekt dient, anstatt sich unbeschwert entwickeln zu können, der streitet die These ab, dass spätere Eltern bessere Eltern seien.
    Interessanterweise nimmt die Zahl narzistisch gestörter Kinder in den letzten Jahren zu. Wie verträgt sich das mit der These, dass ältere Eltern besser seien? Es gibt doch immer mehr von denen, also müsste die Zahl frühgestörter Kinder doch eigentlich abnehmen?

  • Andreas Kaufmann sagt:

    Im Abschnitt über die gesundheitlichen Risiken werden die höheren Risiken für die Mutter, sowie die häufiger auftretenden Fehlgeburten und Missbildungen wohl absichtlich verschwiegen. Aber man kann ja immer noch abtreiben.

    Es ist ja erfreulich, dass die Medizin vielen ungewollt kinderlosen Paaren helfen kann, doch ich und meine Frau hätten sicher nicht um jeden Preis Kinder gewollt. Ich finde, dass die Fortpflanzung nur in der biologisch vorgesehenen Zeit stattfinden sollte. Natürlich haben ältere Personen auch Vorteile in der Kinderbetreuung. Dafür kann man ja ab und zu die Enkelkinder hüten

    • Andreas Kaufmann sagt:

      Also versteht mich nicht falsch: ich meinte das mit dem Abtreiben, wenn es halt behindert ist zynisch! Nur schon den Gedanken daran finde ich absolut dekadent.

  • Twinsmom sagt:

    Es ist wohl nicht nur eine Frage des Alters, vorallem aber der Umgang / die Beziehung die man zu seinen Kindern pfelgt, die dazu beiträgt, ob man „gute“ Eltern ist. Verhaltensauffälligkeiten von Kindern haben wohl nicht viel mit dem Alter der Eltern zu tun, sondern eben eher mit dem Umgang, den wir mit den Kindern pflegen und dem gesellschaftlichen Umfeld. Lernen die Kinder die Feustrationstoleranz, können sie sich „normal“ entwickeln zu einem gereiften Erwachsenen? Oder erlauben die Eltern alles und verhätscheln die Klnder, um ihnen vermeintlich alles zu geben, was sie brauchen (wollen)…

  • Lisa Müller sagt:

    Komplett egal, wann die Kinder gezeugt werden, Hauptsache sie werden überhaupt auf die Welt gebracht! Seid doch ein bisschen solidarisch miteinander MEINE GÜTE!! Ich danke jeder Frau und jedem Mann, die Kinder haben!!

    • Hermann sagt:

      Ganz so einfach ist es nicht. Mein Ältester ist 34 mein Jüngster 7. Ich weiss also wie es als junger Vater ist wie auch als alter. Ich denke ich bin ein geduldiger und freundlicher Vater mit dem Jüngsten, aber ein unerwähntes Problem existiert: Mein Jüngster ist ein Asperger, der Älteste hat keinerlei genetischen Probleme. Da nützt es nicht viel ein vielleicht besserer Vater als alter Vater zu sein, wenn genetische altersbedingte Probleme auftauchen. Alte Väter haben defekte Spermien, basta.

  • Beat Reuteler sagt:

    Ich finde die Schlussfolgerung, nämlich dass es nicht auf Kosten der Kinder geht, noch irgendwie versöhnlich. Aber das Resultat der Studie, nämlich dass älter Eltern die besseren Eltern seien, finde ich total daneben und unfair. Da wird nämlich den ältern Eltern mit der besseren Schulbildung und der Wirtschaftlichen Sicherheit etc. Zeug „gutgeschrieben“ für das sie mehrheitlich nichts können, respektive für deren Fehlen man den jüngeren Eltern sicher nichts vorhalten sollte. Typisch nutzlose Studie.

  • Petra sagt:

    Wo steht eigentlich geschrieben wann Frau oder Mann Kinder haben dürfen oder sollen? In was für einer Welt leben wir eigentlich, dass man sich für sein Alter rechtfertigen muss, wenn man Kinder will oder kriegt. Es wird ja den Männern oder Frauen, welche sich für jüngere Partner entscheiden (zehn oder 15 Jahre jünger) auch nicht vorgeschrieben oder angelastet. Die Hauptsache ist doch dass die Kinder in einem liebevollen zuhause aufwachsen, bei Eltern die sie Lieben, Schätzen und Respektieren. Alles andere ist Nebensache.

  • Francesca sagt:

    Das Unwirklich an dieser ganzen Diskussion ist doch: wer sitzt schon am Reissbrett und zeichnet sich sein Leben auf: mit 26 dann Heirat, mit 27 erstes Kind und so weiter. So läuft es nun mal einfach nicht. Man wird krank, man trennt sich, man findet den richtigen Mann oder die richtige Frau nicht, Schicksalsschläge passieren, das Leben ist doch nicht einfach eine Liste, die man abhakt, das wäre ja fürchterlich. Und dann kommen sie, die Kinder, halt dann, wenn sie kommen. Zum Glück. Hier verteidigt jeder seinen Status wie verrückt mit dem Rücken zur Wand, dabei hatten viele doch gar keine Wahl.

    • Susanne sagt:

      Danke, Francesca, für diesen Kommentar!
      Auf mich trifft das sicherlich zu. Mit 20 hatte ich keinen Kinderwunsch und nicht den richtigen Partner, anschliessend kam das Studium und weitere „Irrungen, Wirrungen“, was Beziehungen angeht. Zu meiner grossen Liebe habe ich erst mit 36 gefunden, mit 38 kam das erste Kind. Mit 42 ein Schicksalsschlag, das zweite Kind starb kurz vor der Geburt (Nabelschnurkomplikation, hatte nichts mit meinem Alter zu tun).
      Unser Handlungsspielraum ist nicht immer so gross, wie hier teilweise propagiert wird. Ich finde, Ihr Beitrag trifft den Nagel auf den Kopf.

      • Hans sagt:

        Danke Susanne und Francesca ich küsse euch. Das Mein Haus-mein Auto-meine Yacht leben gelingt selten nach Plan(obwohl oft proklamiert)
        Was sich auf natürliche weise Fortpflanzen kann (Sex) solls auch tun, und beides geniessen (Die Kinder und das andere)
        Wenn Fortpflanzung als medizinischer Akt im Weissen Kittel, steril mit Mundschutz und Latexhandschuhen appliziert wird
        hab ich auch meine Mühe. Diese Statistenrolle als Vater und Mammas Patientenbefruchtung finde ich dann schon grotesk.

      • Susanne sagt:

        Ich stimme Ihnen zu, Hans. In Vitro sollte m.E. nicht dazu dienen, die biologische Uhr auszutricksen. Allerdings kann ich das auch relativ schlecht beurteilen, da ich beide male völlig mühelos schwanger wurde und für mich eine künstliche Befruchtung darum gar nie Thema war. Bei Frauen mit Kinderwunsch im gebärfähigen Alter sehe ich es schon etwas anders, da habe ich Verständnis, wenn jemand zu allen Möglichkeiten greift, um das ersehnte Kind zu bekommen.
        Die Garantie hat man ja eben sowieso nie.

      • Muttis Liebling sagt:

        Reproduktionsmedizin ist vor allem ein gutes Geschäft in Zeiten der Transformation des Gesundheitswesens zur Gesundheitswirtschaft. Frauen lassen sich heute mit 22-25 3 Eizellen entnehmen und tiefgefrieren. Wenn es dann passt, werden die im Reagenzglas befruchtet. Dem Spermienspender muss man nie begegnet sein.
        Grundsätzlich haben wir damit die unbefleckte, wenn es sein soll, jungfräuliche Geburt. Der Rest, das Designerkind kommt auch, bzw. gibt es im Ansatz schon.

  • Franco Meli sagt:

    Immer die gleiche Leier….alte Säcke wollen beweisen, dass nur ihr Weg der einzige richtige ist, und umgekehrt. Ob jemand ein guter Vater/Mutter ist, hängt meiner Meinung nicht vom Alter ab, sondern vom Charakter. Meine Meinung zum Charakter von Michael Marti: ein dogmatischer Egomane zu sein, der denkt, nur was er macht, kann und darf richtig sein.

  • Lala sagt:

    Möchte sich der Autor für die eigene späte Vaterschaft rechtfertigen? Bestimmt ist er nach bestem Wissen und Gewissen ein guter Vater. Als Kind habe ich manchmal überlegt wie es als Einzelkind so wäre, oder wenn ich auch ein Kind dieser total durchgeknallten coolen Künstlerfamilie wäre, oder doch lieber die Schwester meiner Sandkastenfreundin, die reisten jedes Jahr ins Ausland. Meine Tochter findet es oft doof die Älteste zu sein, die Mittlere möchte dafür die Älteste sein use. Junge Eltern, alte Eltern, Einzelkind, Grossfamilie usw. Sind dies wirklich die Eckpunkte einer glücklichen Kindheit

  • Remo Anderegg sagt:

    Ja, spinnts uns jetzt total! Junge und ältere Eltern werfen sich gegenseitig das Kindhaben vor… Da kann ich nur den Kopf schütteln. Wissen wir nicht schon längst, dass sich mit Studien eben alles rechtfertigen lässt?
    Ein bisschen mehr Solidarität würde uns nicht schaden. Oder glaubt ihr wirklich, dass diese „Jeden gegen jeden“ Mentalität gut für unsere Kinder und die Zukunft unserer Gemeinschaft ist?

    • Petra Maria sagt:

      Danke Remo. Sehe ich genau so!

    • Rabe sagt:

      Und auf welche Studie stützen Sie Ihre Behauptung, Herr Anderegg? Sie verlassen sich doch nicht etwa auf den Verstand, oder?
      Im Ernst, was mir auf die Nerven geht bei Artikeln wie diesem: Studien weisen bloss statistisch einen Trend oder eine Korrelation nach oder nicht, hier: alte Eltern = im ALLGEMEINEN nicht benachteiligte Kinder. Leider wird dabei das Wesentliche übersehen: Dass nämlich für das EINZELNE Kind daraus nicht das Geringste abgeleitet werden kann. Was aber kaum jemanden daran hindert, genau dies zu tun.

  • Rahel sagt:

    Ja und überhaupt, vielleicht klappt es einfach mehrere Jahre nicht und dann? Soll man mit 35 sagen, ja jetzt hat es halt 4 Jahre nicht geklappt, jetzt verzichte ich darauf, obwohl es vielleicht noch Chancen gibt?

  • peter sagt:

    woher weiss der herr marti das – zitat …gut zu wissen ist: dass die späte Elternschaft nicht auf Kosten der spät geborenen Kinder geht. zitat ende. keiner kann mir erzählen, das kinder, deren eltern 50 jahre und älter sind, mit denen noch genauso gut etwas anfangen können, als wenn der altersunterschied nur 30 jahre ist. ein generationskonflikt setzt doch schon bei ca. 30 jahren ein – nur bei eltern nicht ?? eltern die im weit fortgeschrittenen alter noch kinder in die welt setzten, tuen das in meinen augen nur aus reinem selbstzweck und denken nicht an die kinder.

    • Markus Schneider sagt:

      Das mag ja alles sein. Aber sagen Sie doch mal, was Sie das angeht? Haben Sie denn selber Kinder und hat Sie jemand gefragt, warum Sie diese in die Welt setzen? In welcher Weise ist es für Sie relevant, aus welchen Gründen irgendjemand Kinder in die Welt setzt?

      • Rose sagt:

        @Peter: zu welchem „Zweck“ wenn nicht zum Selbstzweck haben sie ihre Kinder auf die Welt gestellt? Wieso sprechen sie jemandem mit 40 ab, ein Kind einfach aus einem Kinderwunsch heraus zu bekommen; evt. weil der passende Partner vor 10 oder 15 Jahren nicht da war. Ist es besser einfach mit 28 die Pille zu „vergessen“ obwohl der Partner damals noch keine Kinder wollte. Ist dies dann nicht „Selbstzweck“? Genau solche Frauen (und ich kenne einige die die Verhütung „vergassen“ obwohl die Männer keine Kinder wollten) sind meiner Meinung nach hoch egoistisch.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Rose, Kinder sind kein Selbstzweck, sondern inhärente Notwendigkeit, dass eine Kultur, eine Gesellschaft, ein Staat erhalten bleibt. Deshalb darf ein Staat den Eltern, der Mutter, Kinder auch wegnehmen, was ja bis heute in CH noch passiert.

      • Susanne sagt:

        @Muttis Liebling: Niemand wird Nachwuchs auf die Welt stellen mit der Begründung, es sei „inhärente Notwendigkeit, dass eine Kultur, eine Gesellschaft, ein Staat erhalten“ bleibe. Der Kinderwunsch gehört zum biologischen Programm des Menschen, das Resultat ist eine Welt, die bevölkert wird. Aus Sicht der Eltern sind Wunschkinder aber in erster Linie tatsächlich Selbstzweck, es wird durch sie ein Bedürfnis gestillt. (Was dozieren Sie angeblich, Demografie? Da sollten Ihre Äusserungen aber doch nicht so einfach gestrickt sein.)

      • Muttis Liebling sagt:

        @Susanne, es ist vollständig egal, was Menschen wollen. Hauptsache sie tun, was sie sollen. Wenn sie Kinder bekommen, erfüllen sie erst mal ihren Zweck, aus ihrer Sicht Selbstzweck, tatsächlich nur für die Erhaltung der Art.
        Schweizerische und deutsche Frauen erfüllen mit 1.4 kumulativer Fertilität ihren Zweck nicht, da bräuchten sie auch keine Kinder zu bekommen, das Resultat ist das gleiche. Ihre Völker sterben aus, mit 1.4 Kindern dauert es eben noch 33 Generationen, 10.000 Jahre.
        Der Rest ist Gefühlsduselei, dafür bekommt man beim Bäcker kein Brot, höchstens eine psychische Störung.

      • Susanne sagt:

        @Muttis Liebling: Die Menschen tun, was sie sollen, weil sie es wollen. Sie wollen es aufgrund ihrer Wünsche, die affektgesteuert sind. Der ganze Hormonhaushalt hat enormen Einfluss auf die Gefühlswelt, und dieser Gefühlswelt entspringt dann auch das Wollen. Das alles ist vernetzt, Wollen und Sollen stehen miteinander in Wechselwirkung.

        Verleugnung („was Menschen wollen, ist egal“) und Rationalisierungen (Herunterbeten von Statistiken) sind recht verbreitete Abwehrmechanismen. (Gegen „Gefühlsduseleien“?)

      • Muttis Liebling sagt:

        Da bleibt dann nur noch Schopenhauer:

        Der Mensch kann, was er will, er kann aber nicht wollen, was er will.

      • Susanne sagt:

        Gegen Schopenhauer komme ich natürlich nicht mehr an. Als Last-Word-Freak muss ich aber noch ergänzen, dass in diesem Zitat das Wort „tun“ fehlt.
        😉

  • Angelica Muller sagt:

    Mein Partner und ich haben zwei Töchter grossgezogen. Nach 16 Jahren bin ich mit 52 wieder voll in den Beruf zurückgekehrt. Heute bin ich 65 liebe meinen Beruf immer noch sehr. Aktiv mit viel Kundenkontakt. – das hält mich und mein Partner jung und in Form.
    Ich kenne Paare in meinem Alter – das einzige an was sie sich klammern – sind die Grosskinder – ohne diese hätte das Leben keinen Sinn mehr. Dabei gäbe es noch so viel zu entdecken.

  • Jane Doe sagt:

    Die Diskussion ob jetzt im allgemeinen junge oder alte Eltern die besseren Eltern finde ich mühsam und überflüssig. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile und schlussendlich hängt es von jeder individuellen Person ab und nicht vom Alter. Trotzdem danke für die klaren Worte in diesem Beitrag, denn die Hauptgründe für späte Elternschaft sind sicher eher die lange Ausbildungsszeit, der mühsamen Einstieg ins Berufsleben und die niedrigen Toleranz der Arbeitgeber gegenüber Teilzeitarbeit und längerer Mutter/Vaterschaftsurlaub und nicht Egoismus und Selbstverwirklichung.

  • Sara sagt:

    „Offenbar wurden bislang auch die gesundheitlichen Risiken überschätzt. «Kinder, deren Mütter bei der Geburt 35 bis 44 Jahre alt waren, erleiden – anders als lange angenommen – auch langfristig keine gesundheitlichen Nachteile», heisst es im «Spiegel». Und weil sich die Töchter und Söhne besonders erwünscht fühlten, würden sie nachhaltig den so wichtigen Glauben an sich selbst und den eigenen Wert entwickeln.“

    Also das stimmt dann gar nicht. Mein Mann ist ein unerwünschtes Kind gewesen. Seine Mutter hat ihn mit 40ig bekommen.

  • Anna V sagt:

    Meine Mutter war vierzig, als ich zur Welt kam. Ich hatte eine sehr gute Mutter, aber der Vater mit 45 und beim letzten 50, war zu alt für Kinder. Noch zwei Brüder folgten. Eines wusste ich, so alte Eltern wollte ich für meine Kinder nicht. Die Angst sie zu verlieren war immer in meinem Hinterkopf. Als meine jüngeren Geschwister in die Pubertät kamen, war es sehr anstrengend für meine Eltern. Bin ich froh, sind meine drei Kinder, als ich noch jung war, geboren. Ich freue mich an meinen Enkeln und jetzt wo ich nicht mehr so viel Kraft habe, kann ich es gelassener nehmen.

  • aurea sagt:

    Ich war eine junge Mutter mit 22, ungeplant, dann das zweite Kind mit 28, das war ein sogenanntes Wunschkind. Mit 41 dann nochmals ungeplant ein drittes Kind. Alle drei Kinder liebe ich sehr. Bei der Erziehung sehe ich keine Unterschiede von früher zu jetzt. Nur tut es mir jetzt schon leid für das jüngste, dass ich es wohl nicht lange begleiten werde wenn es erwachsen ist.

  • Naseweis sagt:

    Ich denke nicht das Frauen wie Halle Berry, Heidi Klum um andere VIP Mütter ein gutes Beispiel für „späte Mutterschafte/en“ sein sollten. Die Frau führen kein normales Leben. die ist kein Vorwurf sondern eine Feststellung. Nicht jede „späte Mutter“ ist in der Lage sich das zu gönnen was sich diese Frauen gönnen können. Ich spreche da von der med. Vorsorge, den finanziellen Möglichkeiten, der personellen Unterstützung u.v.a. mehr!
    Also wenn Vergleiche bitte mit „normalen Frauen“, dann kann man daraus Schlüsse ziehen

  • Katharina Holderegger sagt:

    Das Problem ist, dass dieses Konzept der späten Elternschaft bei sehr vielen Frauen nicht mehr so leicht oder gar nicht mehr aufgeht. Ein jenseits von 35 Jahren sehr schnell ansteigender Anteil von Frauen wird nicht mehr natürlich schwanger, was nicht zuletzt auch mit den oft nicht weniger jungen Partnern zu tun hat, sondern muss durch oft jahrelange, physisch und psychisch enorm belastende medizinische Behandlungen gehen, bis auch wirklich eine Geburt gelingt, wenn es überhaupt noch dazu kommt. Dieses ungemeine Leiden vieler Frauen heute in der Prämenopause ist leider noch ein völliges Tabu.

    • alam sagt:

      „Ein jenseits von 35 Jahren sehr schnell ansteigender Anteil von Frauen wird nicht mehr natürlich schwanger“ … schon wieder so eine selbst gebastelte Weisheit. Rund 40% der Frauen die mit medizinischer Behandlung ein Kind kriegen, sind UNTER 35 Jahren (Quelle FIVNAT-Statistik).

      • Muttis Liebling sagt:

        Ist ja dann noch schlimmer. Aber weder 35 noch 40 sind ein Alter, um Kinder zu gebären oder zu zeugen.

      • Amélie sagt:

        @ML

        Und warum muss ich dann mit mittlerweile 42 noch verhüten, um keins zu bekommen? Was hat sich die Natur bloss dabei gedacht?!

      • Muttis Liebling sagt:

        @Amélie, das ist eine der vielen Reserveschaltungen, die der Mensch so hat. Die Evolution hatte da auch gar kein echtes Experimentierfeld, da die Lebenserwartung von Frauen 1848, im ersten Jahr deren Berechnung, noch bei 33 Jahren lag. Bis dahin wussten 99% der Frauen gar nicht, dass es ein Klimakterium gibt.
        Das Klimakterium hat biologisch wahrscheinlich keine Bedeutung und ist im Zuge der Sozioevolution entstanden, um Frauen von der Mutter- in die Grossmutterrolle zu führen.
        Im Tierreich gibt es keine Grosseltern, deshalb ist das auch für die Evolution Neuland und sicher noch unfertig.

    • Franziska Wirz sagt:

      Die Berechnung, dass ein Drittel der über 35-jährigen Frauen Fruchtbarkeitsprobleme haben, stammt aus den französischen Geburtseinträgen zwischen 1670 und 1830. Quelle: Tages Anzeiger 08.07.2013
      Die Fruchtbarkeit von Frauen Mitte dreissig und Ende zwanzig unterscheidet sich bloss um 4%.
      Quelle:Studie von David Dunson, publiziert im Journal „Obstetrics & Gynecology“

  • Andreas Huber sagt:

    Allg Rückmeldung zu den Kommentaren von Muttis Liebling: die unzähligen Kommentare von Muttis Liebling (der faschistische Männerkörper läßt grüßen, vgl. Klaus Theweleits Männerphantasien), der zu wissen meint, wie andere Menschen zu leben haben, zeugen von einer Menschenverachtung ohnegleichen. Was für eine unglaubliche Arroganz und Eingenommenheit! Man kann nur froh sein, dass die Handlungsmacht von Muttis Alptraum allein auf das Verfassen von gesellschaftlich irrelevanten Kommentaren beschränkt bleibt. Die Welt wäre eine dunkle, wenn solche Menschen tatsächlich die Macht hätten…

    • Franz Vontobel sagt:

      Nicht so ernst nehmen, Andreas Huber. MLs Posts sind einzig darauf angelegt, andere Gesprächsteilnehmer zu provozieren und sollen gar nicht ernsthafte Beiträge zu einer konstruktiven Diskussion sein…

      • Carolina sagt:

        Naja, einige seiner im real existiert habenden, gescheiterten Sozialismus generierten Ideen und ‚Wahrheiten‘ scheint er durchaus ernst zu meinen. Erstaunlicherweise…… 😉

      • Muttis Liebling sagt:

        @Carolina, es ist immer alles sehr ernst gemeint, was ich schreibe. Die heutigen Argumente stammen weniger aus dem zwischenzeitlich gerade nicht existierenden Sozialismus, sondern aus ziemlich alten Skripten von Herwig Birg.
        Nach denen habe ich meine Vorlesungen und Seminare zur Demographie ausgerichtet.

    • Ira sagt:

      Danke für diesen Kommentar.

  • Andrea sagt:

    Vielen Dank für diesen dringend notwendigen Beitrag im Papa-Blog! Auch ich habe den Spiegel-Artikel kürzlich gelesen und empfand ihn als wohltuend ob all der sozialen Diffamierungen, die ja leider auch heute wieder in den Postings zu erkennen sind.

  • Jana sagt:

    Meine Eltern waren jung, und ich war kein Wunschkind. Ich glaube für Kinder ist es sehr wichtig, zu wissen und zu glauben, erwünscht zu sein, und nicht etwa ein Hindernis (bei Job-Suche, Studium, allg. Lebenswandel). Ich kann mir gut vorstellen, dass sich „ältere“ Leute oftmals viel bewusster für ein Kind entscheiden. Natürlich macht sie das noch lange nicht zu besseren Eltern, ich jedoch wäre froh gewesen, hätten sich meine Eltern wirklich ein Kind gewünscht.

  • Wüthrich sagt:

    Was ist alt, ist hier die Frage. Kinder brauchen doch ihre Eltern ca. 20 Jahre. Es ist nicht selbstverständlich, dass man 80 oder 90 Jahre alt wird. Das Risiko, dass ein Kind mit 10 Jahren Vollwaise wird gilt es meiner Ansicht zu bedenken. Da frage ich mich dann schon, wie viel Egoismus dabei ist, wenn eine Frau mit >60 schwanger wird…

    • 13 sagt:

      Mein Mann wurde als Baby Halbwaise und seine Mutter war Mitte 20. Es ist auch nicht selbstverständlich, dass man 30 wird oder dass das lang ersehnte Wunschkind 10 wird. Wer jedes Risiko vermeiden will, bekommt am Besten kein Kind.

  • Francesca sagt:

    Warum nur immer dieses Hickhack? Ich bin eine alte Erstgebärende gewesen, weil’s halt so kam, und das hat Vor- und Nachteile. Man ist beruflich und persönlich gefestigt, und für die Kinder keine Konkurrenz in einem gewissen Alter, man ist wohl auch gelassener und nimmt sich nicht mehr so wichtig. Aber man ist schon reichlich durch, wenn sie ausziehen, und für Grosskinder werde ich möglicherweise keine Energie mehr haben, wenn die dann mal kommen. Ich hätte meine Kinder, alles in allem, gerne früher gehabt, aber das hat halt nicht geklappt. Immerhin: sie kamen natürlich und waren Wunschkinder.

  • Susanne sagt:

    Frauen, die einen Uni-Abschluss machen und in einem akademischen Beruf Fuss fassen wollen, haben in der Regel nicht die Gelegenheit einer Mutterschaft in jungen Jahren. Gemäss vieler Kommentare hier wird diesen Frauen das Recht auf Kinder abgesprochen; Manuela, Chris und Bruder Kurt sollten sich mal überlegen: Wohin würde das längerfristig führen, wenn die Bildungselite der Gesellschaft sich nicht mehr fortpflanzen würde?

    • Michael Marti sagt:

      Ein sehr interessanter Gedanke. Besten Dank.

    • Chris Heyduk sagt:

      Natürlich haben auch ältere Frauen das Recht auf Kinder. Ich bin einfach nicht der Meinung, dass ältere die besseren Eltern sind.

      • Luise sagt:

        Das seh ich genau so. Deshalb nervt mich dieser Beitrag der quasi sagt, dass Alte bessere Eltern sind. Was sind überhaupt „bessere Eltern“?

      • Barbarina sagt:

        Ich bin späte Mutter (40 J. bei der Geburt) und bin trotzdem nicht der Meinung, dass späte Eltern die besseren sind. Ob man gute Eltern ist hängt doch von ganz anderen Faktoren ab und wie man aus den Kommentaren sehen kann, hat alles Vor- und Nachteile. So auch, ob man junge oder ältere Mutter ist.

    • Francesca sagt:

      Es gibt in jedem Alter gute und schlechte Eltern, und ein Kind kommt irgendwie immer zur Unzeit, die perfekte Zeit gibt es nicht. Und es geht immer irgendwie, auch während dem Studium, wenn die Eltern dies wollen. Wichtig ist einfach, dass beide Eltern Kinder möchten, und bereit sind, dies gemeinsam durchzuziehen. Kinder brauchen Geborgenheit und Konstanz. Wer reif genug ist – und das ist eine Frage der Persönlichkeit, nicht des Alters – schafft das.

      • Francesca sagt:

        P.S. Es gibt bei älteren Eltern dieses Überkontrollieren, Coachen der Kinder, welches sehr schädlich ist und junge Eltern weniger haben, weil die noch mehr mit sich selber beschäftigt sind. Das halte ich für eine gefährliche Eigenschaft. Derartige Eltern formen „ihr Produkt“, und ersticken die Persönlichkeit des Kindes. Aber das tun längst nicht alle älteren Eltern.

    • 13 sagt:

      Warum haben Frauen mit Uniabschluss und akademischen Beruf keine Gelegenheit zur frühen Mutterschaft (<30)? Existiere ich wie auch viele meiner Kolleginnen nicht? Und wieso können das Männer, aber Frauen nicht? Mit etwas Organisation, einer gleichberechtigten Partnerschaft und nachdem man sich vom absurden Gedanken verabschiedet hat, dass es den Kindern nur dann gut geht, wenn sie 24 Stunden bei Mami sind, schafft man vor 30 einen Uniabschluss, sogar mit Zusatzausbildung, einen Karierrestart und 1-2 Kinder, mit etwas Einschränkungen, aber möglich ist es durchaus.

      • Susanne sagt:

        Das ist schön, Nr. 13, wenn Sie das geschafft haben. Ich selbst habe mein gesamtes Studium plus das Nachdiplomstudium selbst finanzieren müssen, das bedeutete, dass ich parallel stets um die 50% gearbeitet habe. Keine Ahnung, wie ich da noch Zeit für Kinder hätte finden sollen. Meinen Studienkolleginnen ging es auch so, nur eine wurde ungeplant schwanger und musste das Studium darum unterbrechen.

        Übrigens habe ich geschrieben, studierenden Frauen fehle „in der Regel“ diese Gelegenheit; Ihre Existenz wird nicht verleugnet, ich zeige damit einfach eine allgemein bekannte Problematik auf.

      • 13 sagt:

        Keine der erwähnten Frauen (inkl. mich) hatte die Kinder während des Studiums, sondern unmittelbar danach, ich während der Weiterbildung. Arbeitstätig während der Uni waren wir auch und arbeiteten nach dem Mutterschaftsurlaub weiter. Ich habe ihren Einwurf „in der Regel“ schon gelesen, aber kann das nicht unterschreiben, da ich so einige gegenteilige Beispiele kenn. Auch nicht klar ist, warum das für Männer möglich sein soll. Tatsache ist, wer spät Kinder bekommt, was legitim ist, der hat sich entweder freiwillig entschieden zuerst die Karriere aufzugleisen oder dann gab es weitere Faktoren.

      • 13 sagt:

        Das Studium an sich und die akademische Laufbahn ist keine Begründung, weil es pauschalisiert, was meiner Meinung nach klar falsch ist.

      • Jane Doe sagt:

        Was Sie von sich geben, 13, ist ziemlich naiv. Viele akademische Ausbildungen sind zu anspruchsvoll, um sich nebenher um ein Kind zu kümmern, auch wenn man das nicht 24 h tut, ausserdem wohnen viele Studenten noch im Elternhaus, das nötige Geld fehlt und ev. auch der richtige Partner. Und viele WOLLEN vielleicht Mitte 20 einfach noch keine Kinder. Es ist schön, dass Sie das geschafft haben, aber es sind halt nicht alle solche Tausendsassas.

      • 13 sagt:

        @ Jane Doe
        Lesen wäre hilfreich. Erstens wäre die Aussage höchstens dann naiv, wenn ich sie von aussen tätigen würde. Zweitens habe ich vom Kinderkriegen gleich NACH dem Studium gesprochen und nicht während des Studiums. Und drittens (und das ist das wichtigste): Ich habe nie gesagt, es sei falsch mit 35 oder 40 Kinder zu kriegen, sondern nur, dass eine akademische Laufbahn kein Hinderungsgrund für frühe Elternschaft ist (wobei hier ja immer nur Mutterschaft gemeint ist). Fehlender Kinderwunsch, hohe Karriereziele, fehlender Partner, Unfruchtbarkeit etc. hingegen sind es und völlig legitim.

      • Jane Doe sagt:

        Ich habe Sie schon verstanden 13: sie schrieben oben, es wäre machbar, vor 30 einen akademischen Abschluss, eine Weiterbildung, einen Karrierestart und 1-2 Kinder zu haben. Das finde ich naiv. Wenn das so erstrebenswert wäre, warum gibt es dann nicht mehr Leute, die das so handhaben? Ich persöhnlich kenne keinen Einzigen! Ich habe ein naturwissenschaftliches Studium mit anschliessendem Doktorat. Man ist dann 30 wenn man mit der „Ausbildung“ fertig ist und dann hat man noch keine Karriere und kein Geld. In dieser Situation ein Kind zu bekommen wäre, gelinde gesagt, sehr ungünstig.

      • Muttis Liebling sagt:

        Man braucht weder Karriere noch Geld, um Kinder zu haben.

      • Jane Doe sagt:

        Man braucht auch kein Hirn um Kinder zu haben, ML, all diese Dinge wären jedoch trotzdem erstrebenswert für das Kind, die Eltern und die gesamte Gesellschaft..

      • Ralf Schrader sagt:

        Auch das nicht Jane Doe. Es gibt genügend Beispiele grenzdebiler Mütter, unter dem Existenzminimum lebend, die ihre Kinder gut erziehen. Ausser einem Uterus und funktionierenden Milchdrüsen braucht man nichts weiter für ein Kind. Schon gar nicht in einem Staat mit fast perfekt funktionierenden sozialen Sicherungssystemen.

      • Susanne sagt:

        @Ralf Schrader: Ein Kind mit einem Uterus und Milchdrüsen erziehen?
        Da Ihr Beitrag bezüglich Satzbau und Wortschatz im Grunde weder unzurechnungsfähig noch schwachsinnig tönt, hoffe ich doch, dass er lediglich der Provokation dienen soll oder bestenfalls ironisch gemeint ist.

    • Hans sagt:

      Es könnte sein, dass es mit uns wieder aufwärts gehen würde, wenn sich die sogenannte Bildungselite nicht mehr fortplanzt und wieder die Bodenständigkeit überhand nimmt. Und wann kommt die nächste Studie, die das ganze wieder widerlegt? Wichtig wäre doch, dass unsere Kinder wieder wie Kinder aufwachsen dürfen. Und das hat mit dem Alter der Eltern nicht viel zu tun.

      • Susanne sagt:

        Was für ein bodenständiger Kommentar, Hans. Franz Vontobel (danke ;-)) ja oben bereits darauf hingewiesen, in welche Richtung die Entwicklung dann gehen könnte (es lebe die Idiokratie!)

        13: Die Pauschalisierung basiert auf empirischen Wahrheiten. Wenn man ständig von irgendwelchen Einzelfällen ausgeht, kann man sich weitgefasste Diskussionen auch gleich sparen. Natürlich hat man beispielsweise auch nie die Garantie, dass ein Mensch unter 30 oder ein Kind stirbt, aber das sind Gott sei Dank Ausnahmen, Erfahrungen, die der grossen Allgemeinheit erspart werden.

      • Hans sagt:

        Wenn der gesunde Menschenverstand auf dem Altar von Studien geopfert wird und dann noch zur potenziellen Gefahr (Idiokratie) erhoben wird, dann sind wir sicher auf dem richtigen Weg. Noch einmal: Das Alter spielt keine Rolle, sondern wie unsere Kinder aufwachsen dürfen ist relevant (unbeschwert versus ich-weiss-als-Eltern-schon-was-alles-gut-ist-für-mein-Kind (Musikunterricht, Sportunterricht, Frühsprachen, Feinmotorik, Lernstudio, Begabtenförderung usw.)).

      • Muttis Liebling sagt:

        @Hans, der gesunde Menschenverstand ist eine höfliche Umschreibung für intellektuelle Zurückgebliebenheit. Das brauchten die Urmenschen mal, um in der Wildnis zu überleben.
        Die heutige junge Frau steht vor einem Knäuel von Überlegungen. Erst Beruf und Einkommen (sagt die Mama), erst ein Kind samt liebevollen Mann, sagen die Hormone. Im Regelfall rächen sich Fehlentscheidungen erst nach vielen Jahren, da bekommt man keine Rückkopplung mehr.
        Der gesunde Menschenverstand ist nur auf einschrittige, monokausale Entscheidungen optimiert, nur die gibt es nicht mehr.

      • 13 sagt:

        @ Susanne
        Ja, klar geht es um die Mehrheit, aber ich erachte die Aussage trotzdem als fasch. Richtig ist, dass Akademiker(innen) in der Regel bzw. im Schnitt später Kinder bekommen. Falsch ist, dass Akademiker(innen) in der Regel nicht die Möglichkeit haben, früh Eltern zu werden.

        Gründe, wie dass das Interesse an Kindern aufgrund ihrer Laufbahn später aufkommt, sind nachvollziehbar, bedeuten aber nicht, dass sie sie nicht früher hätten haben können, sondern eher nicht haben wollen, was wie gesagt völlig ok ist.

      • Susanne sagt:

        13: Ja, ich hab vor 30 keine Kinder haben wollen, kann mir aber wirklich nicht vorstellen, wie ich es hätte schaffen sollen, wenn ein Kinderwunsch da gewesen wäre. Der Berufseinstieg war auch sehr streng, in den ersten Jahren hatte ich praktisch keine Freizeit bei einem noch relativ niedrigen Lohn. Keine Ahnung, wie das mit einem kleinen Kind hätte gehen sollen. Vielleicht mit reichem Mann und einer Nanny, also nicht sehr realistisch. In dieser Lebensphase wäre es für mich unmöglich gewesen und meinen Kolleginnen ging es nicht anders. Weiss nicht, was wir falsch machten; faul waren wir nicht.

  • Cornelia sagt:

    Ich finde es problematisch wenn „ältere“ Frauen nicht auf natürlichem Weg schwanger werden, wie z.B. die 64-jährige Zwillingsmutter. Aber solange man auf natürlichem Weg schwanger werden kann, spricht doch nichts gegen eine späte Geburt.
    Und ich denke auch nicht dass es vom Alter abhängt ob man nun als gute Eltern bezeichnet werden kann oder nicht. Sondern das ist abhängig vom jeweiligen Menschen.

    • alam sagt:

      Und wenn eine 30-jährige nicht auf natürlichem Weg schwanger wird? Wollen Sie es ihr auch verbieten? Wer zieht wo wann die Grenzen?

  • Grohe Barbara sagt:

    Ich denke, dass es grundsätzlich nichts mit dem Alter zu tun hat, ob dem Kind genug Aufmerksamkeit zukommt. Es gibt junge Mütter die ich mit Stöpsel im Ohr und Natel vor der Nase beobachte und die Blicke des Kindes ignorieren. Und es gibt ältere Mutter die meinen auf nichts verzichten zu müssen und mit Freundinnen in Cafés herumhängen oder die Kinder am Wochenende durch Ausstellungen schleifen (Kommentar eines Kindes zu mir: Ich bin nicht freiwillig hier). Hat man Kinder, muss man eben ein paar Jahre „zurückstecken“. War schon immer so.

  • Luise sagt:

    Wann der beste Zeitpunkt zum Kinderhaben ist, bestimmt jeder für sich. Ich hatte meine Kinder jung und werde so verhältnismässig früh Grossmutter. Weil meine Kinder längst flügge sind, konnte ich mit 40 wieder 100 % arbeiten, reisen und die Freiheit geniessen.

    Bei alten Eltern sehe ich das Problem, dass sie oft bis über das AHV-Alter hinaus für den Nachwuchs aufkommen müssen und wenn sie jemals Grosseltern werden, sind sie schon recht alt und haben zu Recht erst einmal Lust, für sich selber zu schauen statt Enkelkinder zu hüten.

    • Anne Meier sagt:

      Kinder zu hüten ist NICHT die Pflicht der Grosseltern. Es ist schön, wenn diese das freiwillig und gerne machen, aber sie (impliziert) egoistisch zu nennen finde ich unfair. Grosseltern sind Menschen mit einem eigenen Leben. Mit dem Aufziehen der eigenen Kinder haben sie ihre Verantwortung wahrgenommen, alles danach ist Godwill.

      • Dani sagt:

        Da stimme ich Ihnen 1000% zu Frau Meier. Aber viele Paare zeugen heute nur noch, und wollen dann Beruflich doch nicht kürzer treten. Gerade bei Paaren die studiert haben, ist dieses Phänomen weit verbreitet. Dann führt das zur Kinderkrippe Mama, und zur normalen Kinderkrippe. Zu Hause ist das Kind nur noch am Wochenende, wo es sich aber im Endeffekt am fremdesten fühlt. Würde mich nicht wundern wenn solche Kinder gewisse schizophrene Züge aufweisen, weil sie gar nicht mehr wissen, wie sie sich jetzt wo verhalten müssen, oder sie wissen es und müssen sich stetig in ihrem Verhalten ändern.

      • Muttis Liebling sagt:

        Es gibt auch keinen Grund, nach der Geburt eines Kindes beruflich kürzer zu treten. Meinen Sie, Dani, eine graubündnerische Bäuerin konnte das um 1900 nach der Geburt des 3. Kindes? Oder eine somalische Mutter heute?
        Auf solche hanebüchenen Ideen kann man nur in der geschichtlich und räumlich punktförmigen Schweiz kommen und es hat sich erledigt, wenn die Umstände es erzwingen, dass der Reichtum der Welt halbwegs gleich verteilt werden muss. Dann sinkt der Lebensstandard in CH auf 20% von heute und das kommt nicht erst im nächsten Jahrhundert.

    • alam sagt:

      Gerade junge Eltern können oft nicht auf die Grosseltern zurückgreifen, weil diese selber noch voll im Arbeitsleben stehen.

      • Claudia sagt:

        @Dani: Meinen sie das ernst mit den schizophrenen Zügen???? Bitte erkundigen sie sich erst über diese Krankheit bevor sie einen solchen Stuss schreiben.

      • Muttis Liebling sagt:

        In dem Fall, Arbeitsleben der Grosseltern, kann man auf deren finanziellen Ressourcen zurückgreifen, was manchmal mehr hilft, als personale Zuwendung. Wenn meine Eltern 40 sind, voll im Arbeitsleben stehen, ich dann 20 bin, kann ich unbesorgt Kinder zeugen, weil sie die Enkel im Zweifelsfall versorgen können, sowohl mental (40 Jahre alt), als auch finanziell.
        In meiner Familie, nach dem Unfalltod meiner Schwester und ihres Mannes machte sich das notwendig. Die beiden Kinder konnten in ihrer gewohnten Umgebung aufwachsen, weil meine Eltern, noch jung genug, zu ihnen gezogen sind.

  • Dani sagt:

    WIe immer schafft es die Menschheit für ihren kurzen Lebenszyklus von knapp 80 Jahren oftmals nicht über den eigenen Tellerrand zu schauen. Ich finde, dass es nichts gibt, was gegen eine frühe oder späte Elternschaft spricht. Hier geht es doch um reines Wunschdenken der jeweiligen Generationen, und um sonst nichts. Wenn man die Bücher etwas betrachtet, dann waren schon damals spätere Geburten möglich. Warum soll das heute anders sein? Also auf die Augen und jedem sein eigenes Leben lassen. Danke!!

    • Gabi sagt:

      Isch möchte gerne zum Tellerrand was sagen .Wenn ihr euch entscheidet zu kochen dann kocht richtig und von Herzen.
      Übernehmt Verantwortung und geniesst eure Kinder. Braucht man dazu eine Altersbeschränkung?????

      • Gabriela sagt:

        Für mich gilt: So lange es auf natürlichem weg geschieht, soll jeder für sich entscheiden können, wann man Kinder bekommen möchten. Die Altersbeschränkung liefert die Natur, man möchte doch wohl auch noch ein tolles Grossmami/ toller Grosspapi sein, mein Ziel ist das jedenfalls!

      • Celine sagt:

        Schön gesagt!

    • Dani sagt:

      Der Tellerrand beinhaltet aber auch die eigene Entscheidung, ob man das Kind auf natürlichen Wege zeugen will oder nicht. Es liegt nicht in ihrer Entscheidung für jemanden zu sagen, ob sie Kinder haben dürfen oder nicht, nur weil es bei ihnen nicht auf dem normalen Weg klappt. Auch hier liegt ein Wunschdenken aus einer Generation: Sorry!!
      PS: Das gilt auch für das Wunschdenken ob man ein gutes Grossi etc sein will/werden möchte ;o))

  • Manuela sagt:

    Ich hab bereits bei ‚Im Spiegel steht‘ aufgehört zu lesen.
    Ich hab eine junge Mutter und eine junge Grossi und meine Kinder haben ein Urgrossi in den 70igern. Das ist auch was schönes. Und im Übrigen bin ich schwer dafür die Kinder jung während oder gleich nach der Ausbildung zu bekommen. Meiner eigenen Erfahrung zufolge eigener sich das Studium (für alle die studieren wollen) am besten. Da ist man maximal flexibel und bekommt viel Unterstützung. Dann muss v.a. Frau nicht später 30% arbeiten und um ihre AHV bangen… denn man hat noch viele Jahre vor sich.

    • alam sagt:

      Meiner eigenen Erfahrung zufolge lassen sich Studium und Kinder nicht vereinbaren. Kein Geld, keine Zeit, keine Nerven.

    • ka sagt:

      also irgenwie brauchts doch einfach zuerst den passenden Mann! Finde mal einen 23.jährgen Mann, der dir das Studium und die kleinen Kinder finanziert und dann hoffentlich noch die nächsten 30 Jahre mit dir verbringt. Schön, hat das bei dir geklappt. Ich hoffe du weisst das ihm auch zu verdanken.

      • Claudia sagt:

        @Manuela. Unterstützung kriegt man so sicher. Man lebt dann nämlich auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung…. der Mitstudent und Vater kann eine Familie meistens nicht finanzieren.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Claudia, man lebt nicht auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung sondern auf den eines funktionierenden Sozialsystems, in welches die Mutter vielleicht mal eingezahlt hat, später, wie ihre Kinder wieder einzahlen wird. Das nennt man Solidaritätssystem und ist ein Nullsummenspiel.

      • baur sagt:

        oder umgekehrt? Wer sagt, dass der Mann das finanzieren muss??

      • Claudia sagt:

        @ ML: gemäss der Aussage von Manuela ist es das beste das Kind während des Studiums zu bekommen. Da wird man (ausser man arbeitet noch nebenbei) wohl kaum bereits ins Sozialsystem einbezahlt haben…..

      • Muttis Liebling sagt:

        @Claudia, es ist das zweitbeste, Kinder während des Studiums zu bekommen, noch besser ist vor dem Studium. Ab dem 25. LJ kann die Mutter dann 40 und mehr Jahre lang zu 100% arbeiten und ihre ‚Schulden‘ berappen.
        Die demografische Situation, von Altersüberschuss bis Fachkräftemangel wird eine andere Lösung gar nicht zulassen.

      • Claudia sagt:

        @ML: Ich glaube kaum dass eine Frau mit ihren propagierten x Kindern vor dem Studium dann mit 25ig zu 100% arbeitet. Eher unwahrscheinlich…. unser Fachkräftemangel könnte entschärft werden wenn die ü 50 nicht in Firmen systematisch herausgestellt würden, bzw auf dem Arbeitsmarkt wieder. eine Chance hätten. Ich gebe ihnen in dem Punkt aber recht, dass das Modell Vollzeithausfrau nicht mehr tragbar ist. Ansonsten könnte man bei diesen Frauen wirklich gleich die Ausbildungskosten sparen. Das heisst aber es müssen mehr Teilzeitjobs geschaffen werden.

  • Chris Heyduk sagt:

    Meine Mutter war 21, als ich geboren wurde. Viel Geld hatten wir auch nicht. Aber gerade deshalb hatten meine Eltern viel mehr mit uns unternommen, weil wir nicht immer in die Ferien fahren konnten und auch nicht viel Kohle für teure Klamotten vorhanden war. Fakt is, viele ältere und besser gestellte Eltern schieben ihre Kids immer ab, sei es in irgendwelche Förderprogramme, zu den Grosseltern usw, damit sie dann selber dick in der Gegend umherkutschieren können.

  • Kurt Stauffer sagt:

    Diese Studie kann ich völlig wiederlegen.Ich hatte mit meiner Frau drei kinder als ich zwischen 23 und 30 Jahre alt war.Meine Kinder hatten nicht einen autoritären Vater, aber wie sie noch heute sagen, einen älteren Bruder von dem sie sehr viel lernten und es auch leichter akzeptierten weil es eben nicht von einem älteren Vater kam sondern vom älteren Bruder der sehr viel Verständnis hatte für ihre Anliegen!Unsere Kinder konnten ihre Freundinnen und Freunde nach Hause bringen und wir unternahmen alle zusammen Wanderungen,Bersteigerkletter-und Moutenbiketouren und vieles mehr!

    • Heinz Eugster sagt:

      Und sind wir jetzt autoritär und spiessig, weil wir erst mit 35 Kinder bekommen haben? Wir unternehmen ja rein gar keine Wanderungen, Velotouren und dergleichen weil wir ja so alt sind!

      • baur sagt:

        Ehrlich gesagt sind für ein 5-10jähriges Kind alle Personen über 20 alt. Da waren Sie kein älterer Bruder, sondern ein Erwachsener. Punkt.

    • alam sagt:

      Kinder brauchen Erwachsene als Eltern, nicht grosse Geschwister. Und in den Bergen sehe ich auch keine jungen Eltern mit ihren Kindern, im Gegenteil! Beim Klettern und Biken überwiegen die fitten grauhaarigen, die schwabbligen ewig Jugendlichen gehen da nur einmal hin.

      • Celine sagt:

        Also ich habe das viele Wandern als Kind gehasst 😉 Wird „gute“ Elternschaft denn darüber definiert, wie oft man wandern geht oder Velotouren macht? Dann ist man „schlecht“ wenn man mit seinem Kind Ausflüge in die Stadt oder den Spielplatz im Quartier macht? Ich finde es zu einfach die Qualität der Erziehung an solch oberflächlichen Punkten festzumachen. Ich bin junge Mutter und was ich meinem Kind auf jeden Fall gut an Werten mitgeben kann, was vielen sonst offensichtlich eher schwer fällt, ist tolerant zu sein und nicht ständig andere anhand von oberflächlichen Merkmalen zu verurteilen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Doch, hierzulande werden körperliche Bewegungen und archaische Tätigkeiten weit über solche des Geistes gestellt. Die gute Mutter backt mit ihren Kindern und zieht sich danach die Wanderstiefel an.
        Mit so einer Dame hätte ich das erste Treffen nach Minuten abgebrochen und meine Frau hätte den Kindern einen Piepmatz gezeigt, wenn die mit ihr hätten wandern oder backen wollen.
        Allein der Anblick einer Frau in Wanderschuhen und Schlabberhose ist eine visuelle Zumutung.

    • Kurt Stauffer sagt:

      Hr. Eugster ich habe ältere Eltern nicht kritisiert sondern lediglich kurz umschrieben dass auch junge Eltern Kinder erziehen können!Vielleicht heute nicht mehr weil sie mit 23 noch nicht erwachsen sind!!An ALAM, nach ihrer Meinung sind junge Eltern nicht fit!Aber was ich heute auf Wanderungen sehe sind ältere Menschen ohne Kinder!!

      • alam sagt:

        Nein, schauen Sie mal genau hin. WENN Sie beim wandern Familien mit kleinen Kindern sehen, sind die Eltern meistens um die 40. Umso mehr wenn es zudem noch Orte sind, wo man mit dem Auto nicht hinkommt. Oder gehen Sie an einen Slow up. Auch da sehen sie kaum junge Eltern. Die gehen lieber in Freizeitparks oder Kletterhallen.

    • clara müller sagt:

      „Diese Studie kann ich völlig wiederlegen.“ diese aussage ist so platt wie falsch. damit widerlegen sie und ihre familie nämlich gar nix, sondern gehören gemäss studien höchstens einer minderheit an. einzelfälle bleiben einzelfälle, quantitative studien/forschungsergebnisse beschäftigen sich mit der masse und zeigen (bestenfalls) trends, durchschnitte, stossrichtungen etc.

      • Kurt Stauffer sagt:

        MiI 40 hätten wir uns keine Kinder mehr gewünscht,Weil wir dann über 60 wären wenn die Kinder ihre Berufslehre oder Studiuml beendigt hätten! Natürlich verdient man mit 23 noch nicht so viel, aber das ist ebeb dass gute daran dass man die Kinder weniger verwöhnt!Sie erleben den Aufbau einer Familie und können mithelfen mit Ideen bei der Realisierung unserer und der kinders Wünsche. Wenn sie dann Erwachsen sind ,sind sie stolz auf das was wir gemeinsam geschaffen haben.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Kurt Stauffer, das frühe Kind hat sogar den Vorteil, dass es den Sozialisierungsprozess der noch jungen Eltern beeinflussen kann. Eltern und Kind reifen gemeinsam, jeder auf seinem Niveau. Ab 30 funktioniert das nicht mehr, da ist man auch aus vielen anderen Gründen zu alt für das erste Kind.

      • alam sagt:

        Was hat das jetzt damit zu tun, wie alt die Eltern bei der Familiengründung sind?: „Sie erleben den Aufbau einer Familie und können mithelfen mit Ideen bei der Realisierung unserer und der kinders Wünsche. Wenn sie dann Erwachsen sind ,sind sie stolz auf das was wir gemeinsam geschaffen haben.“ Stolz worauf? Wenn die Kinder erwachsen sind, fliegen sie aus, und das ist gut so!

      • Stephan sagt:

        Herr Staufer, sie hatten ihre Kinder jung und sind damit gut gefahren. Damit widerlegen sie keine Studie. Ob sie sich mit 40 keine Kinder mehr gewünscht hätten, wenn sie sie nicht mit 23 bekommen hätten, können sie nicht wissen.

  • Grosi sagt:

    Alle reden nur über die Eltern. Wer denkt hier eigentlich an die Kinder?
    Ich war mit 19 Jahren eine junge Mutter und Studium, Beruf und Kind haben sich gut vereinbart. Ich habe halt auf vieles verzichten müssen. Und das habe ich gern getan und meinem Kind ging es gut dabei.

    • coja sagt:

      Äh, ich meine fast alle Kommentare beziehen sich auf das Wohl der Kinder (ausser Ihrer vielleicht)? Schön, dass Sie Studium, Beruf und Kind so gut vereinbaren konnten. Im Nachhinein denke ich auch, dass es für MICH besser gewesen wäre, während des Studiums schwanger zu werden (einen flexibleren „Beruf“ gibt es wohl kaum). Wieso es für mein Kind besser gewesen wäre eine 19-jährige Mutter anstatt eine 34-jährige Mutter zu haben, wüsste ich aber nicht.

    • Muttis Liebling sagt:

      Zitat Deutsche Ärztezeitung: Der beste Lebensabschnitt für eine Medizinerin, schwanger zu werden, ist das Studium. Soviel Zeit hat sie nie wieder im Leben. Es sei denn natürlich, sie bleibt wegen 1 oder 2 Kinder zu Hause oder arbeitet Teilzeit. Dann war das Studium aber Betrug an stärkeren Bewerbern, die wegen ihr abgewiesen wurden.

    • Muttis Liebling sagt:

      Sicher geht die Vereinbarkeit von Studium oder Beruf und Kind. Man findet es nur umso seltener, je reicher das beherbergende Land ist. Eigentlich ein Paradox, aber leicht erklärbar.
      Der Berliner Umzugsmillionär Zapf, der aussieht wie ein Obdachloser und in einer kleinen Mietwohnung wohnt, hat mal gesagt, ‚Alles was Du besitzt, besitzt Dich‘. Reichtum macht entscheidungsunfrei, unterdrückt sogar die natürlichste Entscheidung aller Zeiten, Kinder sobald als möglich, ohne Rücksicht auf die Wertattrappe Geld, den Biographie Ersatz Karriere, usw.

  • Katrin sagt:

    Ich habe den entsprechenden Spiegel-Artikel ebenfalls gelesen und habe dein Eindruck, der Blog-Autor hat nach der ersten Hälfte aufgehört zu lesen. Denn tatsächlich werden zu Beginn die Vorteile später Elternschaft herausgestellt (hauptsächlich finanzielle Vorteile und abgesicherte Umstände), allerdings schwenkt der Artikel im zweiten Teil stark zu den Nachteilen (hauptsächlich gesundheitliche und dass die Eltern ihre Kinder dann in der Erwachsenenzeit nicht mehr lang begleiten können). Zum Schluss bleibt eher das Gefühl „zum Glück hab ich nicht so lang gewartet“.

  • Tamara Payla sagt:

    Oh ich schlechte Mutter ich! Ich bin mit 35 das erste Mal Mutter geworden und werde es mit 37 zum zweiten Mal! Hätte ich mich doch auf Teufel komm raus mit 25 von der nächstbesten Beziehnung schwängern lassen sollen, damit ich dem Wunschdenken mancher Leute hier entspreche. Ich glaube erst eine solide Ausbilung abzuschliessen und den richtigen Partner kennenzulernen, mit welchem ich Kinder grossziehen möchte, hätte ich wohl besser nicht gemacht um meiner Mutterrolle auch wirklich gerecht zu werden!

  • Peter Steiner sagt:

    Alles über einen Leist zu schlagen ist nicht dienlich, aber mit Schlagworten polemisiert sich’s halt leichter.

  • Ruedi Freiaemter sagt:

    Ich habe den Spiegel Artikel dazu auch gelesen und mich gefragt, wieso die wirtschaftlichen Vorteile so in den Vordergrund geschoben werden. Ich (34, Frau 30) finde, unseren Kindern geht es materiell viel zu gut. Wie wäre das denn, wenn wir 10 oder 20 Jahre älter wären und wirtschaftlich noch abgesicherter wären? Kaum auszudenken, wie verwöhnt die Kleinen dann wären. Ob das gut ist?
    Aber sind ältere Eltern wirklich egoistischer als jüngere? Ich bin froh sind bei uns noch Grosseltern und Urgrosseltern da,so kann ich die Kleinen während einer Trotzphase auch mal dorthin schicken. Wie egoistisch.

    • ka sagt:

      ob sie ihre Kinder verwöhnen, hängt nicht nur von ihrem Budget ab. Ich kenne Kinder, die alles haben, obwohl die Eltern nicht so betucht sind, und umgekehrt. und es ist überhaupt nicht egoistisch, wenn sie die Kinder mal „abschieben“, gönnen sie sich das!!! Den Kindern tut es auch gut, wie Nenad schon sagt, es braucht ein ganzes Dorf…..
      Kinder profitieren von vielen unterschiedlichen Bezugspersonen.

    • noxia garcia sagt:

      …Ihre Kinder haben noch Grosseltern, von denen sowohl Sie als auch Ihre Kinder noch viel profitieren können. Das ist nicht egoistisch, das ist etwas vom Besten, was Sie Ihren Kindern mitgeben können.

      Wie fit meinen Sie wären Ihre Eltern, wenn Sie und Ihre Frau 10 bis 20 Jahre älter wären. Wer würde in besagtem Fall Ihre Kinder wärend einer Trotzphase mit ebensoviel Liebe und Geduld wie die Grosseltern ertragen?

  • Nenad sagt:

    /2 das Gefühl haben Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung seien erstrebenswert dann bleiben am Schluss die Eltern ganz alleine und am schlimmsten, eben auch die Kinder. Ich bin so froh das ich nicht nur von meiner Mutter geprägt wurde sondern von ganz vielen Menschen mit denen ich zwangsweise mal zutun hatte. Kinder brauchen Grosseltern, Eltern, Freunde, Tanten, usw. Den Aspekt um das Alter habe ich leider in diesem Alter nie nachvollziehen können. Meine Zweifel und Bedenken bleiben nur was die Medizinische Nachhifle bei der Schwnagerschaft angeht bestehen.

    • ka sagt:

      stimme ihnen ganz zu! wenn es doch im „hohen“ Alter ( 45++) noch natürlich klappt mit Kinder, dann ist das doch ein Geschenk der Natur. Und die Statistiken zu den Behinderungen stimmen eh nicht, da es zu wenige Geburten hat, um eine Aussage machen zu können.

      • Gerhard Engler sagt:

        Doch, die Statistiken stimmen, es gibt ja weltweit 10’000ende von Frauen, die im Alter von mehr als 45 Jahren noch Kinder kriegen. Und die Statistik zeigt eindeutig,dass das Risiko von Trisomie 21 (Down-Syndrom) ab 40 deutlich und ab 45 extrem ansteigt.

  • ka sagt:

    Als wenn sich das Elternwerden immer so planen lassen würde! Es braucht doch zuerst den passenden Partner, und der kommt halt manchmal erst etwas später. Die Ausbildung dauert schon immer länger, dann sollte man als Frau ja auch noch 3/4 Jahre auf dem Beruf gearbeitet haben, sonst war das Studium für die Katz (wirtschaftlich auch eine unrentable Investition), tja und zuletzt wird man dann ja auch nicht auf Knopfdruck schwanger, da kommen dann halt nochmals 2/3 Jahre dazu. Aber ob man deshalb die besseren Eltern ist, als jüngere, glaub ich nicht. Einzig finanziell geht es einem ev. etwas besse

    • Muttis Liebling sagt:

      Man bekommt die Kinder ja auch vor dem Studium, bzw. vor der ersten Berufsausübung, Frau aka Mutter 19- 22 Jahre alt.

    • Muttis Liebling sagt:

      Zum Arbeiten oder gar Karriere machen hat man dann immer noch >40 Jahre Zeit.

      • ka sagt:

        tja, aber wenn da der richtige Mann noch nicht da ist? Samenspende?? oder irgendeiner??

      • Muttis Liebling sagt:

        Es ist in keinem Alter leichter, als mit 17-18 den passenden Partner zu finden. Der muss nämlich gar nicht passen, man kann irgendeinen nehmen und den sich passend machen. Später geht das nicht mehr. So hat es über Jahrtausende funktioniert und so funktioniert es in gesunden Kulturen noch heute, bis hin, dass sich die Ehepartner bei der Hochzeit das erste Mal sehen.
        André Gorz hat seiner Frau am Tag des Kennenlernens den Heiratsantrag gemacht, sie haben 4 Wochen später geheiratet. Nach ca. 60 Jahren, als sie unheilbar krank war, hat er sein letztes Buch zu Ende geschrieben und ist mit ihr

      • Muttis Liebling sagt:

        2/ in den Freitod gegangen. Man muss keine Kennenlernen Orgien inszenieren, um eine lange, glückliche Beziehung zu führen. Viel wichtiger ist, dass die Beziehung möglichst früh beginnt und frei von Elementen der Selbstverwirklichung und Sicherheitsvorstellungen ist. Für Kinder gilt das gleiche.

    • 13 sagt:

      Ja, karierretechnisch und aus Zeitgründen würde sich das anbieten, aber aller Bescheidenheit zum Trotz, von etwas muss man leben. Studieren und Kind geht, studieren und arbeiten auch, aber studieren, arbeiten und Kind wird schwierig. Und was dann? Sozialamt? Eltern? Oder doch der ältere Partner mit dem kaputten Genmaterial?

      • Muttis Liebling sagt:

        Im Zweifelsfall Sozialamt, dazu ist es da. Generell sind mir Menschen lieber, welche eine Stilllegungsprämie vom Sozialamt beziehen, als einen sozial beschädigenden Beruf in einer Bank, der sog. Gesundheitswirtschaft (Pharmaindustrie) oder was es da noch alles gibt, ausführt.

      • Amélie sagt:

        @ML
        Ja, dazu ist das Sozialamt da und wird kräftig gespiesen von denen, die Sie hier beschimpfen.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Amelie, im Gegensatz zu vielen Diskutanten habe ich noch nie jemanden beschimpft. Es gibt keine auf die Person zielende Aussagen von mir. Ausser manchmal ein paar Nettigkeiten.

  • Amélie sagt:

    Die Altersfrage wird überbewertet. Hauptsache, die Partnerschaft ist stabil, die Eltern gesund und zufrieden und alle freuen sich auf die gemeinsame Aufgabe Kind.

    • Muttis Liebling sagt:

      … und der Frieden in der Welt bleibt erhalten, die Topfpflanzen grünen auch nächstes Jahr wieder.
      Nein, nach der Umwelt ist die Demographie das grösste Problem der aktuellen Menschheit. Hohes Gebäralter in Verbindung mit Geburtlichkeitsverweigerung ist kollektiver Selbstmord. Da braucht man dann keine Kriege mehr.

  • Chris Heyduk sagt:

    Es ist schon geil, wenn man als Teenager Eltern hat, die bereits mit dem Seniorenabo unterwegs sind.

  • Nenad sagt:

    Finde ich einfach immer wieder erstaunlich..seit Menschengedenken werden „Kinder produziert“ und irgendwie grossgezogen..Manche machen das besser manche machen das vielleicht weniger gut..weder das Alter noch der Status noch weiss ich noch für was für aberwitzige Voraussetzungen werden dies Verhindern..und wenn es dazu kommt..dann Tschüss Menschheit..was mir am meisten Fehlt, vorallem in der heutigen Gesellschaft, ist wie es ein altes afrikanisches Sprichwort am besten Erklärt.“Um ein Kind zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf“ Wenn wir weiterhin alle auf unseren Ego Trip weiterziehen und das

    • Muttis Liebling sagt:

      Das Dorf erzieht zu Sozialkompetenz, gewollt ist aber Egoismus, auf Individualität gründend, Konsumgeilheit erzeugend. Der wirtschaftskompatible Mensch ist ein Sozialparasit, welcher die gesamte Welt ausschliesslich durch die Ego-polarisierende Hornbrille sieht. Der bekommt seine Kinder eben dann, wenn es in den Businessplan seines beschi… Lebens passt. Nicht etwa dann, wenn es objektiv am günstigsten ist, obwohl es privat gerade mal nicht so passt.

      • ka sagt:

        was gewollt ist, entscheiden doch sie ML, in ihrem kleinen sozialen Umfeld! Mit ihrem Sarkasmus stehlen sie sich doch einfach aus der Verantwortung.

      • Muttis Liebling sagt:

        Nein ka, das kleine soziale Umfeld interessiert mich nicht.

      • 13 sagt:

        Und das „objektiv an günstigsten“ ist nur genetisch gemeint oder könnte es sein, dass auch die Umstände objektiv stimmen sollten?

      • Muttis Liebling sagt:

        Welche Umstände sollen das sein? Kontostand, Reihenhaus, Liebe? Alles vernachlässigbar. Aber vielleicht gibt es etwas, was ich noch nicht kenne, lasse mich gern aufklären.

      • 13 sagt:

        Geistige Reife, Gesundheit, keine Suchtproblematik, stabile, gewaltfreie Partnerschaft, ein Dach über dem Kopf (muss kein EFH sein, aber ein Platz wo es warm und sicher ist) und ein existenzsicherendes Einkommen, nicht gleich Kontostand mit mehreren Tausend Franken als Reserve, sondern die Gewissheit, dass man das Kind ernähren und einkleiden kann, wenn möglich ohne staatliche Hilfe.

        Und bereits die Tatsache, dass Sie Liebe für vernachlässigbar halten, ist für mich ehrlich gesagt ein Zeichen, dass hier etwas sehr falsch gelaufen ist und man auf diese Basics beim Kinderkriegen achten sollte.

      • Muttis Liebling sagt:

        @13, als ich das erste Mal ein über Sexualität hinausgehendes Verhältnis mit einer Prostituierten begann, hat sie mir beim ersten Treffen ihre Bedingungen diktiert: Keine Zweitfrau, keine Gewalt und keine Drogen, Alkohol inklusive.
        Mich hat sie sich ausgesucht, weil ich vorzeigbar bin und über Geld und Gesundheit mussten wir nicht reden, die waren offensichtlich bei uns beiden reichlich vorhanden.
        Das deckt sich weitgehend mit Ihren Vorstellungen. Meine Bemerkungen zu Liebe beziehen sich auf das Verhältnis zum Zeugungspartner, da ist diese nicht notwendig. Sonst im Leben vielleicht.

      • 13 sagt:

        Ja, ich habe die Liebe richtig verstanden, aber da ich beruflich tagtäglich die schlimmsten Sachen sehe, die Eltern ihren Kindern antun, indem sie sich einen Rosenkrieg mit dem Zeugungspartner liefern, würde ich sagen: Man ist es dem Kind schuldig, dass wenigstens im Zeitpunkt der Zeugung davon ausgegangen wird, dass eine Zuneigung der beiden Elternteile zueinander besteht und bestehen bleibt. Ändern kann es sich immer noch. Leider. Es muss auch nicht die klassische romantische Liebe sein, aber zumindest Freundschaft, Respekt und Zuneigung ist ein objektiv wichtiges Kriterium.

      • Muttis Liebling sagt:

        Darauf können wir uns einigen. Für mich und meine Ex- Frau war immer klar, dass wie bis zum Auszug der Kinder zumindest ein freundschaftliches Verhältnis pflegen, dass es eben keinen offenen Streit gibt und, wenn jeder das seine macht, dies nicht thematisiert wird, auch nicht vor den am Ende bereits erwachsenen Kindern.
        Der Sinn der Ehe besteht in der Familie und den Sinn muss man weit über die Grenzen von Liebe hinaus erhalten. Deshalb habe ich kein Verständnis für Paare, welche sich wegen Mangel an Liebe trennen.

  • Stevens sagt:

    Natürlich ist es möglich eine Familie zu gründen und gleichzeitig Karriere zu machen. Man muss einfach darauf verzichten, Zeit mit dem Kindern zu verbringen. Und sollte dann nicht Jammern, weil man nicht erlebt hat, wie die Kinder aufgewachsen und gross geworden sind. Auch wenn es mehr als genügend und qualitativ hervorragende Kita-Plätze gibt ändert sich nichts daran.

    • alam sagt:

      Sie verwechseln da etwas: Kinder in die Kita zu geben ist nicht das gleiche wie Kinder zur Adoption freizugeben. Die meisten Kita-Kinder verbringen immer noch viel mehr Zeit mit ihren Eltern als in der Kita.

      • Stevens sagt:

        Ich verwechsle gar nichts. Ich sage nichts weiter als: „In der Zeit, in welcher die Kinder in der Kita sind, können die Eltern nicht Zeit mit ihnen verbringen“.
        Mir scheint nur, dass dies vielen nicht bewusst ist. Die Ansicht, dass mit mehr Krippenplätzen alles gut wird, ist falsch. Es ist in jedem Fall ein Verzicht erforderlich.

  • Daniela sagt:

    Die ewige Suche nach den besten Eltern… Es gibt klare Befunde dazu, was einen guten Erziehungsstil ausmacht. Natürlich mit gewissen Bewertungen (ist Ehrgeiz erstrebenswert, oder Hilfsbereitschaft?) Dass ausreichend Geld und eine gewisse Reflexionsfähigkeit (aka Bildung) den Kindern zugute kommen, ist wohl unbestritten. Alter, Geschlecht, Nationalität, Religion, Wohnort etc. sind jedoch wenig aussagende Kategorien.

    Und als Mutter: Ich bin die bestmögliche Mama – wäre ich davon nicht überzeugt, würde ich den Alltag gar nicht überstehen…

    • Muttis Liebling sagt:

      Es ist sehr wohl bestritten, dass elterlicher Wohlstand für die Kindeserziehung notwendig ist. Im Gegenteil, Kreativität gedeiht viel besser im Dreck (Zitat aus dem Film ‚fame‘), als im Reihen- oder Einfamilienhaus.
      Am meisten lernen Kinder auf der Strasse, auch wenn es da mal ab und an einen auf die Nase gibt.

      • stee sagt:

        Deshalb ist es ja auch so, dass alle Kinder in den Slums eine tolle Karriere machen, als Maler, Tänzer oder Autoren, und nur die verwöhnten „Goofen“ aus den reichen Quartieren sich aus lauter Langeweile mit Drogenhandel und Prostitution die Zeit vertreiben, oder?

      • Muttis Liebling sagt:

        Alle machen nie etwas Besonderes, das Besondere ist besonders, weil es selten ist. Sonst wäre es nicht besonders.
        Es hat schon eine gewisse Logik, dass vom Wohlstand desensibilierte Kinder sagen wir mal etwas einfacher strukturiert und weniger motiviert sind,. als eines mit vergleichbaren Anlagen aus dem sozialen Dreck.
        Und, wo ist der Unterschied zwischen Drogendealer, Pharmamanager. Kreditvermittler oder Investmentbanker. Nur, dass der Drogendealer wegen begrenzter Reichweite den geringsten Schaden macht.

  • alam sagt:

    Auch auf der finanziellen Seite profitiert von den späteren Müttern die ganze Gesellschaft. Sie zahlen schon mal 15-20 Jahre voll Steuern, nachdem sie eine gute Ausbildung hatten. Jüngere Mütter dagegen geben sich eher mit kürzeren Ausbildungen zufrieden, steigen oft ganz aus dem Berufsleben aus und finden schwer oder gar nicht wieder hinein. Viele zahlen so faktisch nie Steuern.

    • Muttis Liebling sagt:

      Das ist natürlich ein Argument, noch abartiger geht es ja gar nicht, finanziell profitieren …

      • Franz Vontobel sagt:

        Ja was jetzt? Ich dachte, das einzelne Individuum sei unwichtig, und alles, was „for the greater good“ ist, sei schon mal prinzipiell in Ordnung…

      • 13 sagt:

        @ Herr Vontobel
        Sie müssen alles lesen: Das Individuum ist unwichtig und alles ist für die grössere Sache, die aber nur darin besteht, das „richtige“ Erbgut weiterzugeben und die Genetik zu erhalten. Alles andere, sei es wirtschaftlicher oder emotionaler Natur ist unwichtig. Und die finanzielle Sicherheit spielt ja eh keine Rolle, denn es ist ja nach der Weitergabe des Erbgutes gar nicht Aufgabe der Eltern ist, sich um die Kinder zu kümmern, sondern diejenige staatlicher Einrichtung und zwar 5 Tage die Woche. Und in der anderen Zeit soll man die Kinder ja nicht zu sehr versorgen, das schadet.

      • Franz Vontobel sagt:

        Genau. Also müsste doch auch finanzieller Profit, den die gesamte Gesellschaft aus den älteren Müttern zieht positiv sein…

        Aber eben: sieht man sich MLs „Gesamtwerk“ hier genauer an, so ist es an Widersprüchlichkeit und Münchhausereien kaum zu überbieten – wir haben es wohl mit einem Wesen aus der Fantasy-Literatur zu tun.

  • Amy Berger sagt:

    Ich kann das einfach nicht verstehen: warum sehen sich soviele Menschen immer wieder befugt, Lebensentwürfe anderer Mitmenschen zu kritisieren? Keiner kennt die wahren Gründe, weswegen eine Familie früher oder später Kinder kriegt (Ausahmen gibts natürlich, siehe ü50-Mütter etc)? Warum soll ich mich z.B. aber kritisieren lassen müssen, wenn ich auf natürlichem Wege mit 39 plötzlich unerwarteter- und erfreulicherweise doch noch schwanger geworden bin?

    • maja sagt:

      ich verstehe es auch nicht. Ich empfinde es als grausam und herzlos wenn ein Kind von Aussenstehenden als Fehler betrachtet wird. Ich finde das sollte den Kritikern klar gemacht werden.

    • Gerhard Engler sagt:

      Ich finde es völlig legitim, dass Frauen und/oder Männer sich frei entscheiden, ob und wann sie ein Kind haben wollen. Ich finde es aber wichtig, dass diese Personen sich über die medizinischen und sonstigen Rahmenbedingungen im Klaren sind. Dazu gehört, dass das Risiko von Trisomie 21 (Down-Syndrom) im Alter 40 bis 45 MASSIV ansteigt. Und ich finde es auch wichtig, dass ein 60jähriger Vater vorher dran denkt, dass er 80 Jahre alt sein wird, wenn sein Kind flügge wird.

    • Andreas Huber sagt:

      Liebe Amy: vielen Dank für Ihren Kommentar, der mir aus dem Herzen spricht. Ich selber bin auch relativ spät Vater geworden, aber nicht weil ich es so wollte, sondern weil es sich so ergeben hat. Hätten meine früheren Beziehungen Bestand gehabt, wäre ich vermutlich bereits mit 30 Vater geworden, denn den Kinderwunsch hatte ich immer. Das Leben ist glücklicherweise nicht völlig planbar, wie das hier in vielen Kommentaren unterstellt wird. Es ist absurd, sich für seinen Lebensentwurf, der eben selten auf einer Linie verläuft, rechtfertigen zu müssen.

  • Anastasia sagt:

    Es ist doch egal in welchem Alter man noch Eltern wird, Hauptsache das Kind wird geliebt. Also lieber eine 40-jährige Mutter die ihr Kind über alles liebt als eine 25-jährige Mutter die ein ungewolltes und damit verbunden später vielleicht ungeliebtes Kind auf die Welt stellt.

    • Muttis Liebling sagt:

      Man kann auch ohne Liebe ganz ordentlich erwachsen werden. Mit einem genetisch brüchigen Bauplan hingegen nützt alle Liebe nichts.

      • Amélie sagt:

        Das ist ein Schlag ins Gesicht all jener Eltern, die Träger von Erbkrankheiten sind. Wer definiert denn den „perfekten Bauplan“? Und wer „das perfekte Leben“?

      • ka sagt:

        das wage ich zu bezweifeln! fragt sich, was sie unter ordentlich erwachsen werden verstehen? Vielleicht kommt man ja mit einer körperlichen Behinderung besser zurecht, als mit einem seelischen Defekt?
        Und zu ihrer Beruhigung; wenn der genetische Bauplan zu viele Fehler hat, stirbt das Kind schon im Mutterleib.

      • Franz Vontobel sagt:

        Man kann auch mit einem total brüchigen Bauplan zu einem der bedeutensten Astrophysiker der Gegenwart werden…

      • Franz Vontobel sagt:

        Man kann auch ohne Liebe ganz ordentlich erwachsen werden.

        Ah, dann sind sie also die berühmte Ausnahme, die die Regel bestätigt..?

      • Hotel Papa sagt:

        Mag sein, dass man auch ohne Liebe ganz ordentlich erwachsen werden kann. Aber wenn dan so ein Ekelpaket à la ML herauskommt…

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Stimmt, egal ob mit 20, 30 oder erst mit 40, egal ob geplant oder nicht: Hauptsache, die Kinder werden überall geliebt und mit viel Wärme, Nähe, Zuneigung, Zuwendung und Geborgenheit erzogen. Da kommts doch nicht aufs Alter drauf an. Ob alt oder jung, jedes Alter hat seine Vor- und Nachteile. Ich wurde mit noch nicht ganz 35 das erste Mal, mit knapp 36,5 das zweite Mal Mutter. Ob ich nun eine gute Mutter bin deswegen? Keine Ahnung, ich versuche einfach täglich mein Bestes, so wie die allermeisten Eltern doch auch!

  • Bruno sagt:

    Wieder so eine durch nichts fundierte Studie. Die vorausgesagte bessere Entwicklung der Kinder von alten Eltern kann wissenschaftlich noch gar nicht belegt werden. So beschreiben sie einfach ihre selbstgewählte egoistische Sichtweise als Megatrend,
    Auch ohne Studie belegbar ist, dass Grosseltern bei Kindern beliebt sind, weil die nicht so einen Stress erzeugen mit Frühförderung, Ballett und Ausdauersport.
    Die Argumente, dass alte Eltern bessere Eltern seien, sind Argumente aus der Feudalzeit. Da hatten die Kinder der Hochwohlgeborenen auch schon den Platz in der Gesellschaft in der Wiege.

  • Charles Neuer sagt:

    Uiii, schon wieder so ein supertoller Megatrend, den ich verpasst habe….

  • Samira sagt:

    Komisch, dass immer Karriere und Kader genannt werden – die wenigsten Menschen, die spät Kinder bekommen haben eine Kaderstelle inne oder haben einen nennenswerte Karriere gemacht.

    Da die Menschen immer älter werden, verschiebt sich halt so einiges nach hinten, u.a. Elternschaft und Rentenalter.

    • Muttis Liebling sagt:

      Durch die Akzeleration verschiebt sich die Geschlechtsreife nach vorn. Es ist vielmehr so, dass sich der aktive Part des Lebens verlängert, nach hinten, wie nach vorn.
      Das gibt die Möglichkeit, etwas zu tun, was früher nie ging: Sequentiell leben, erst Kinder und Familie, dann Beruf und ggf. Karriere.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Man kann das ganze natürlich auch anders interpretieren. Eltern in höherem Alter geben dem Kind eine rundum Wohlfühlversorgung, deshalb lernt es nie mit Verzicht oder Frustration umzugehen. Alles dreht sich nur um das Kind, deshalb fühlt es sich unrealistischerweise als Mittelpunkt der Welt usw.

    • Muttis Liebling sagt:

      Sicher, das Problem der Reifeverzögerung geht mehrheitlich zu Lasten der viel zu alten Eltern, welche sich das niedliche Kleinkind so lange als möglich erhalten wollen. Das Kind als Sahnehäubchen des elterlichen Lebens, oder, wie ich das gern nenne, Puddigtopfpädagogik.

  • Muttis Liebling sagt:

    Ich würde auch nicht Egozentrik, sondern wirtschaftskompatibles Leben in den Vordergrund schieben. Das dieses von der populationsgenetischen Fachzeitschrift SPIEGEL, die vielleicht ein klitzeklein wirtschaftsfreundlich ist, belobt wird, wundert mich gar nicht.
    Da bleibe ich lieber bei den Information, welches mir mein altes Handbuch der Humangenetik bereitstellt. Daneben der formallogische Schluss, dass ein 5 Jahre altes weibliches Ei mehr Potential als ein 25 Jahre altes hat, resp. weniger Risiken beinhaltet.
    Es hat schon einen Grund, dass Studien zur Kindergesundheit auffällig viele

    • Muttis Liebling sagt:

      2/ psychisch auffällige Kinder finden (30%, 10% davon psychiatrisch behandlungsbedürftig).
      Genetik ist nicht Alles, es braucht ein soziales Umfeld, damit Eigenschaften sich entfalten oder eben nicht entfalten. Aber Genetik ist die Basis. Ein hübsch rekonstruiertes altes Haus kann eine Zeitlang besser wirken als ein schmuckloses neues. Aber es bleibt potentialärmer, was man dann irgendwann sieht.
      Aussagen zu Veränderungen im generativen Verhalten kann man erst machen, wenn die ersten betroffenen Jahrgänge tot sind. Da sind wir noch lange nicht und die Resultate stehen dann nicht im SPIEGEL.

    • Muttis Liebling sagt:

      3/ Es ist ja keine politische Unmöglichkeit, Lebensbedingungen so zu gestalten, dass die biologischen Vorzüge der Jugend mit den Vorteilen sozialer Sicherheit vereint werden. Das wäre lediglich nicht wirtschaftskompatibel und deshalb wird es lieber vermieden. Davon sollte sich der einzelne Mensch, die Familie aber nicht infizieren lassen.

    • Samira sagt:

      ein 5 Jahre altes Ei? Sollen sich schon Kleinkinder Eier für später entfernen lassen oder wie ist das zu verstehen? Alle Eier sind bereits bei der Geburt angelegt – die Eier einer 25jährigen Frau sind 25 Jahre alt, die einer 40 jährigen 40.
      Ja es gibt Risiken – aber interessant wäre ein Vergleicht, ob sich die Risiken in einer jungen Familie und die einer späten Elternschaft nicht eventuell aufwiegen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Vergleiche gibt es doch längst, Paradebeispiel ist die deutsche Einheit. Es gibt sogar Fernsehdokumentationen, in welchen westdeutsche Kinderärzte sich verblüfft zeigen ob der viel geringeren Morbidität ostdeutscher Kinder mit damals noch sehr jungen Müttern (Median bei Erstgeburt 22 Jahre).
        Schauen Sie sich in CH um, die Zahl geistig behinderter Kinder hält Rekordwerte in der OECD. Obwohl es mehr Kinderpsychiater als in irgend einem anderen Land der Welt gibt, bekommt man kaum einen zeitnahen Termin. Alle sind bis über Jahresfrist ausgebucht, siehe sda- Meldung vor ca. 2 Monaten.

      • Gerhard Engler sagt:

        Das Risiko von Trisomie 21 (Down-Syndrom) ist bei einer 45jährigen Schwangeren ca. 100 mal höher als bei einer 20jährigen. Es ist mir nicht klar, womit Sie das nun „aufwiegen“ wollen.

      • Ira sagt:

        @ Muttis L. Könnten Sie diese Studien irgendwo verlinken? Weshalb führen Sie hier eigentlich immer so penetrant die DDR als vorbildliches Beispiel an? Es gibt doch noch genug Länder auf der Welt, wo die Frauen sehr früh Kinder kriegen. Ihrer Theorie nach müssten diese Kinder tolle Voraussetzungen haben. Zudem finde ich Ihre „Genetik“-Argumentation gelinde gesagt mehr als fragwürdig. Haben Sie dieses Verständnis davon, Kinder grosszuziehen auch aus der DDR mitgebracht? Dem Land, in dem man sehr viel leichter eine hübsche Wohnung bekam, wenn man pflichtbewusst Nachwuchs in die Welt gesetzt hat?

      • Muttis Liebling sagt:

        @Ira, ich zitiere hier keine Studien, nur Fernsehsendungen, Presse, Agenturmeldungen, die man leicht nachrecherchieren kann.
        Man bekam in der DDR nur wegen Kindern keine hübsche Wohnung, wir haben 2 Jahre mit 2 Kindern in einem Zimmer in einem Schwesternwohnheim gewohnt. Eine 3-Zimmerwohnung in einem verfallenen Altbau mit Aussenklo gab es erst, als meine Frau, die unverzichtbare 3-Schicht-Krankenschwester mit Individualstreik gedroht hat.
        Kinder haben wir in tiefster Armut und vollständig unausgebildet bekommen, meine Frau 19 und 21 Jahre alt, ich ein paar Tage älter, weil wir das wollten.

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