Der Stilldrill

*Ein Gastbeitrag von Olivia Raths

 

«Wenn ich mal Kinder habe, werde ich sie stillen», war mir klar. Ich dachte, das macht man halt so und dass es funktionieren würde. Zwar hörte ich von vielen Frauen, dass es am Anfang Probleme gab, dann aber doch in Gang kam.

Dann kam meine Tochter zur Welt. Und die ersten Stillversuche harzten, sei es mit dem Ansetzen des Babys, den Stillverletzungen und -entzündungen, der Milchmenge. «Kein Problem», sagte ich mir, «das kommt dann schon noch.» Aber es kam nicht. Auch nach Überwinden der ersten drei Probleme produzierte ich nur die Hälfte von dem, was meine Tochter brauchte. Dies, obwohl ich auf Anraten von Stillberaterinnen, Hebammen und anderen Müttern zu milchfördernden Massnahmen griff – also Baby oder Milchpumpe genug oft an mir andockte, massenweise Stilltee trank, Globuli zur Milchbildung verschlang, viel ass und so weiter.

Nach meinem bisschen Muttermilch gab ich meiner Kleinen einen Zusatzschoppen, dann ging ich an die Pumpe, um meine Milchproduktion angeregt zu halten. Diese mühsame Kombiniererei dauerte rund anderthalb Stunden, siebenmal am Tag – und das in meinem ohnehin übernächtigten Zustand. Unsere kleine Familie litt darunter, und so wusste ich bald: Das kanns auf die Dauer nicht sein. Nach knapp zwei Monaten stillte ich ab. Seit ich meine Tochter nur noch mit Pulvermilch ernähre, läuft es wunderbar.

Doch Reaktionen aus dem Umfeld machten mir ein schlechtes Gewissen. Ich musste mir Dinge anhören wie: «Das kann doch nicht sein mit dem Milchmangel. Die Natur hat es so eingerichtet, dass die Nachfrage das Milchangebot steuert.» In anderen Worten: Ich habe versagt, denn sonst hätte ich ja genug Milch. (Dabei hat es die Natur so eingerichtet, dass wir alle verschieden funktionieren.) Andere Frauen schauten mich mit vorwurfsvollen bis mitleidigen «Oh, hast du es nicht geschafft»-Blicken an. Weitere brüsteten sich damit, dass sie sich halt «durchgebissen» hätten. Sie, die sich um jeden Preis durchquälten, machten einen entsprechend verbitterten Eindruck. Schnell bekam ich das Gefühl, dass ein Stilldrill herrscht. Als würde einzig und allein das Stillen zum Kindeswohl beitragen, und wenn das Kleine den Schoppen bekommt, ist es dem Verderben ausgeliefert – Stichwort schlechtes Immunsystem oder angeblich fehlende Nähe zur Mutter.

Anfangs glaubte ich, mit dem Stillproblem allein in der Landschaft zu stehen. Aber bald merkte ich, dass dem bei weitem nicht so war. Eine Freundin, deren Tochter sechs Wochen zu früh zur Welt kam, hatte mangels Milch abgestillt und wurde deswegen kritisiert. Nachdem jegliche Milchförderung nichts gebracht hatte, stillte sie nach fünf Wochen ab. Seither wurde sie von der Stillberaterin im Spital nicht mehr gegrüsst.

Ich finde es fehl am Platz, wenn Mütter in dem Allerlei rund um die Geburt auch noch kritisiert werden, wenn das Stillen trotz Bemühungen nicht klappt. Als wären sie Versagerinnen und Rabenmütter. Der Gipfel ist, wenn frau sich anhören muss, sie werde gar nicht unter Druck gesetzt, sie mache sich den Druck selber. Ja, und wie entsteht dieser? Eben, vom Druck von aussen.

Mein Baby gedeiht übrigens prächtig, ist sehr gesund und zufrieden. Bestimmt auch, weil ich den erwähnten Kombistress gestoppt habe und seit dem Abstillen viel ausgeglichener bin. Davon profitiert das Wohl der ganzen Familie. Ich fühle mich wohl in der Rolle der Schoppenmutter und geniesse die Freiheiten, die stillende Mütter nicht haben. Die wichtigsten Abwehrstoffe hat die Kleine in den ersten paar Lebenswochen durch meine Muttermilch bekommen. Auch Schoppenkinder in meinem Umfeld gedeihen mindestens so gut wie ihre gestillten Gspänli. Deshalb werde ich den Eindruck nicht los, dass Stillen – so wertvoll es sein mag – überbewertet wird.

Also, liebe Nichtstillende: Lasst euch nicht fertigmachen! Wenns nicht funktioniert, dann funktionierts nicht. Eure Kinder verlumpen nicht – im Gegenteil. Und liebe «Um jeden Preis stillen»-Verfechterinnen: Verschont uns und unsere Familien mit diesem militärischen Stilldrill. Es kommt nicht allein auf die Ernährung an, sondern auf das, was man den Kindern gesamthaft bietet – darunter auch viel Liebe und Gelassenheit.

*Olivia Raths ist Wirtschaftsredaktorin beim «Tages-Anzeiger». Sie wohnt mit Ehemann und Tochter im Zürcher Oberland.

148 Kommentare zu «Der Stilldrill»

  • Happymom sagt:

    Das „Weiterstillen“ hat nach anfänglichen Problemen gut geklappt. Ich war heilfroh, dass ich nachts nicht aufstehen musste, sondern mein Tochter aus ihrem Bett auf meine Matratze nehmen,Stillen und weiterschlafen konnte (Prolaktin wirkt bei mir besser wie ein Glas schwerer Rotwein 🙂 . Ich sah nicht ein, wieso ich plötzlich abstillen und auf Pulvermilch hätte umsteigen sollen. Ich bekam dann aber wirklich allerlei Sachen zu hören. So, dass ich mich rechtfertigen musste, weshalb ich mein Kind nicht abstille, sondern natürlich abstillen – Kind sich selbst abstillen- lasse.

  • Happymom sagt:

    Stilldrill wie ihn die Autorin erlebt hat ist sehr unangenehm! Unangenehm finde ich auch den „Abstillzwang“. Gegen Ende des Mutterschaftsurlaubes, fand ich plötzlich „Mama weg, und Brust auch noch weg -irgendwie brutal-ich versuche weiterzustillen“ Für diejenigen, die das auch planen: mir hat Co-Sleeping (nachts steigt der Prolaktinspiegel vorallem wenn das Kind neben einem liegt), Stillberaterin, „Das Handbuch für die stillende Mutter“,Unterstützung vom Mann und tolle TCM-Ärztin (als ich vor lauter Stress keine Milch mehr hatte, reichte eine Nadel und die Milch floss) geholfen. ..

  • Vera sagt:

    Danke für den Artikel. All die Hebammen und diplomierten stillberaterinnen haben es fast geschafft, dass die Mutterschaft zur Qual wurde. Nach acht Wochen habe ich alle stilltees und die Pumpe in den Abfall geworfen. Danach ging es dem baby und mir gut, dass wir auch Freude am zusammensein haben. Wenn es nach den Männern geht, würden sie von Anfang an den Schoppen geben.

  • Katharina B. sagt:

    Stillen ist in der Laktation sicher das Optimum, aber wenn gewisse Faktoren dagegen sprechen, gibt es im besten Fall ein „Gemurkse“ und im Schlechtesten ein Riesenfrust für alle Beteiligten.
    Aus dem Text entnehme ich, dass die Autorin mit dem Thema sehr alleine gelassen und auch nicht kompetent beraten wurde. Es ist vor allem dieser Punkt, der mich nachdenklich macht. Trotz aller Polemik scheinen viele nicht zu wissen, dass sie Anrecht auf kompetente Beratung haben (von der KK bezahlt!). Beim Stillen und ABstillen.
    Was nützen all die Kampagnen wenn die nötigen Infos nicht kommuniziert werden?

  • Lorelai sagt:

    Ach kommt, muss das sein!? Gab es in der Vergangenheit noch nicht genügend Beiträge über den sogenannten Stillzwang, den es so nicht gibt (sh. Buch von Sibylle Lüpold „Stillen ohne Zwang“). Dass dem immer wieder eine Plattform gegeben wird, müsste wirklich nicht sein. Nur weil die Autorin mal einen vermeintlich abschätzigen Blick geerntet hat etc. Wenn eine Frau genügend und richtig unterstützt wird, kann sie in den meisten Fällen problemlos stillen sofern sie es denn überhaupt will. Man bekommt hier ja fast den Verdacht man müsse sich rechtfertigen wenn man Stillprobleme überwindet/stillt…

    • Pedda29 sagt:

      Liebe Lorelai,

      sie haben die Autorin wohl überhaupt nicht verstanden, wenn Sie immer noch schreiben, dass es mit genügender und richtiger Unterstützung wohl jeder Frau möglich ist, zu stillen. Sofern Sie es will. Was ja bereits die Unterstellung enthält, dass, wenn es nicht klappt, die Mutter also eigentlich sowieso nicht Stillen wollte. Offenbar ist dem nicht so und genau solche Aussagen wie Ihre sind der angesprochene Druck von aussen, die den Stilldrill fördern und solche Diskussion erst aufkommen lassen.

  • juko sagt:

    Ja,ja habe ich alles durchgemacht . Nachdem ich meine zweite Tochter super stillen konnte, habe ich erfahren, dass bei Kindern mit Asperger, sehr oft der Saugreflex fehlt. Vielen Dank auch! Auch ich wurde im Spital als unfähig abgestempelt.

  • Alice L sagt:

    Immer das selbe Jammern… Ich konnte nicht, ich habe alles probiert, ich wollte sehr… Es hat nicht geklappt, Sie sind froh, also… Was nützt das schon? Sie brauchen sich nicht zu rechtfertigen.

    • Jay sagt:

      Es geht weniger ums rechtfertigen, als das es einfach mal gesagt wird. Es kann auch nicht klappen. Ich wäre damals froh gewesen, wäre mir das bewusst gewesen. Hätte mir viel erspart.

  • Kälin sagt:

    Momentan gibt es einen interessanten Artikel zum Thema Stillen in der Zeitschrift „wir Eltern“. In einer Untersuchung der Ohio State University wurden erstmals Kinder zwischen 4 und 14 innerhalb derselben Familie miteinander verglichen; eines wurde gestillt, das andere mit Formula Milch ernährt. Überraschung: Die Geschwister schnitten bei Faktoren wie BMI, Schulleistung, Hyperaktivität und Bindungsverhalten exakt gleich ab. Erstaunlich auch ein weiteres Resultat: Nicht die Schoppenbabys, sondern ehemals gestillte Säuglinge wiesen später ein höheres Asthmarisiko auf. Fazit: Freie Milchwahl!

  • Saskia sagt:

    Hallo, ich finde deinen Artikel super!! ich habe eine 16 Monate alte Tochter und bei uns hat es auch nicht geklappt mit dem Stillen. Ich habe dann zwei Monate abgepumpt, damit Sie wenigstens etwas an Muttermilch bekommt und bin dann ganz auf die Flasche umgestiegen. Es hat uns vieles leichter gemacht und für den PAPA war es super. Jetzt konnte er mich bei allem unterstützen und hat dadurch (so sehe ich es zumindest) eine bessere Beziehung zu unserer Tochter, als Väter von gestillten KIndern.

    • maria sagt:

      ist schön, dass es für dich so besser funktioniert hat. aber auch männer, die nicht den schoppen geben, können eine gute beziehung zu ihren kindern aufbauen, indem sie sie rumtragen oder wickeln.

      • Thomas P. sagt:

        Wie wahr! Ohne das Abstillen bei meiner Frau und das teilweise Schoppen geben durch mich hätte ich – denke ich – nicht so eine enge Beziehung zu meiner Tochter. Für jede Frau bzw. jedes Paar stimmt es auf ihre/seine Weise: nur Mut!

    • 13 sagt:

      Haha! Hätte mein armes, ein Jahr lang gestilltes, Kind durch das Schöppeln eine noch engere Beziehung zu seinem Papi, wäre ich wohl völlig überflüssig.

      Vielleicht liegt die gute Beziehung aber auch darin, dass ich sie Fürsorge des Vaters für seine Kinder nie als eine Unterstützung meinerseits angeschaut habe, sondern als seine neue Aufgabe als Vater.

  • Samira sagt:

    Nein, das Stillen hat früher genauso oft nicht geklappt, wie heute. In dem alten Hauswirtschaftsbuch meiner Ugrossmutter sind noch Tipps drin, was man einem Neugeborenen alternativ geben könnte – mit dem klaren Hinweis, sich doch am besten eine Amme zu suchen.
    Und genau das haben die Mütter jahrtausendelang gemacht: In den Sippenverbänden gab es immer eine stillende Verwandte, der man gegen ein Zubrot das Kind geben konnte – und wenn nicht, hat man es oft sterben lassen (oft absichtlich, weil es ohnehin zu viele Esser am Tisch gab und man kein schwächelndes Kind durchbringen wollte/konnte)

  • Manu sagt:

    Wie wahr 😉 danke, sie haben mir aus der Seele gesprochen…

  • Heidi Happy sagt:

    eigentlich sollte ein solcher artikel nicht mehr nötig sein, oder? die freiheit ein kind zu stillen oder eben nicht sollte jeder frau offenstehen. ich habe gestillt, weils gut lief und hätte bei jedem problem sofort und ohne schlechtes gewissen abgestillt. wo liegt das problem?
    was mich skeptisch macht: die autorin betont dauernd ihr bemühungen zu stillen. und dass sie es wenigstens die ersten wochen geschafft hätte. für mich liegt das „problem“ bei der frau selbst und nicht bei ihrem umfeld: selbstbewusst selbstbestimmen ob und wie und wie lange gestillt wird, es sind keine erklärungen nötig!

    • Amélie sagt:

      Bravo! Genauso ist es. Die Autorin steht eben gerade nicht drüber und gibt dem Still-Druck dadurch zusätzlichen Auftrieb. Schade.

  • tina sagt:

    ich habe wirklich noch nie gehört, dass über mütter, die nicht stillen, runtergezogen wird. aber möglicherweise tönt es für die mütter so, wenn stillende mütter sagen, dass es einfach super praktisch ist, stillen zu können. man hat immer alles dabei was es braucht und die temperatur ist immer korrekt. so günstig wird das kind nie mehr essen :). man schätzt das einfach als mutter. mir kommt die diskussion vor wie die ewig nicht totzukriegenden behauptungen, frauen würden über nicht-dünne frauen runterziehen. kürzlich kam bei so einer diskussion das wort hungerhaken tatsächlich nicht vor…..

    • Pixel sagt:

      Kleiner Tipp uu ihrer ersten Zeile: Lesen sie doch mal Sandra M. weiter oben.

      • tina sagt:

        ich meinte wörtlich „gehört“. ja, anonyme schriftliche vorwürfe, man lasse seine kinder sterben, muss man doch als mutter immer mal wieder, da es so viele ideologien und theorien gibt, und darunter immer ein extremist, der seine haltung sich selber gegenüber rechtfertigen muss, indem er (sich) einredet, alle andersdenkenden schädigen ihre kinder

  • Jasmin sagt:

    Lasst euch nicht stressen. Bin 26, wurde 3 Tage gestillt und glücklicherweise sehr gesund.

  • Roli sagt:

    Meine Frau hat unsere Jungs wegen Problemen auch nur wenige Tage bis Wochen gestillt.

    Nach den Sommerferien geht der Älteste mit guten Noten in die Sek-A und er hat weder Asthma noch irgendwelche Allergien.
    Krank war er auch noch selten obwohl er die meiste Zeit im Freien ist und sehr viel kurze Hosen und T-Shirt trägt sobald irgendwelche Sonnenstrahlen zu sehen sind. Der Jüngere ist genauso.

    Also an alle „frischen“ Mütter, macht euch nicht verrückt und vertraut eurem Bauchgefühl
    Mit einigen Jahren Abstand kann ich sagen es kommt gut, egal ob 2 Wochen/Monate/Jahre gestillt wurde.

    • Teilzeitpapi sagt:

      Was wollen Sie damit sagen? Dass ein Einzelfall als Beweis gilt wie der 100-jährige Raucher für die Unbedenklichkeit für Zigaretten? Bei allen Studien über Menschen und ihre Lebensstile ist das Problem, dass es zig unkontrollierbare Einflussfaktoren gibt. Rein theoretisch bräuchte man eine genügend hohe Anzahl Babies, von denen eine Gruppe gestillt wird und andere Gruppen mit Milch A, B und C ernährt werden. Anschliessend so 10-20 Jahre alles gleich halten im Leben von allen und man würde (vielleicht) einen Still-Effekt sehen. Aber unethisch und fast ein Ding der Unmöglichkeit, zum Glück.

  • M. Bolliger sagt:

    ….uh… hier drehen gleich alle durch….
    Der Umgang mit dem Kind ist doch entscheidend. Ob Stillen, Fläschen, Bio-Windel oder Gläschenfood ist wirklich zweitrangig, so lange ein Baby in einer kindgerechten Umgebung mit fürsorglichen, liebevollen Eltern sein darf (oder anderen vertrauten Personen).
    Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, ist es mir total schnuppe, welchen Brei ich bekommen habe oder sogar, ob ich gestillt worden bin. Woran ich mich aber gut erinnere und als wichtig empfinde, ist der Umgang meiner Eltern mit mir.

    • maria sagt:

      total richtig, wir wurden alle wahrscheinlich nicht so lange gestillt, weil das in den siebzigern verpönt war auch wegen den umweltgiften. sind wir alle so schlecht rausgekommen?
      ich selber habe immer lange 6-11 monate gestillt weil es einfach das einfachste war, da ich es horror fände, in der nacht aufzstehen und den schoppen zu machen. auch mache ich die erfahrung, dass mamis, welche den schoppen geben nicht so flexibel sein können wie stillende mütter. darum empfehle ich immer allen zu stillen, wenn sie entscheiden wollen, denn nur eine entspannte mutter kann das baby geniessen.

  • M. Bolliger sagt:

    Ich find auch, die Mamas sollten sich da nicht nen zu grossen Stress machen. Gut ist bestimmt, kompetente Stillberatung EINER Fachperson (punkto Stillen verderben viele Köche den Brei). Ich fand stillen grösstenteils sehr schön, wär aber begeistert gewesen, wenn das Kleine auch Pulvermilch genommen hätte, weils halt schon etwas Freiraum verschafft.
    Grundsätzlich macht nicht „Stillen oder nicht-stillen“ eine gute Mama aus!
    Ich empfand es aber als sehr praktisch, oft sehr innig und schön, mein Kleines zu stillen, eine schöne Erfahrung!!

  • Sandra Meier sagt:

    ….und das Problem, in meinen Augen, liegt doch ganz wo anders. Wenn ich einer Schoppenmami sage, dass ich über 6 Monate voll gestillte habe etc. fühlt sie sich meistens ziemlich ans Bein gepinkelt. das schlechte Gewissen lässt sich halt nicht wegargumentieren.

    • Pixel sagt:

      Wow, Sie sind ganz schön voll von sich, von interpretativen Ableitungen und darauf gründenden Überzeugung mal ganz abgesehen.

  • Sandra Meier sagt:

    Meine Neffe starb am plötzlichen Kindstod. Ausschliesslich Stillen senkt das Risiko um über 70% an SIDS zu sterben. Ich weiss nicht, wie man sich bewusst gegen das Stillen stellen kann, weils ‚unbequem‘ ist, wenn man diese Zahlen vor sich hat. Ich habe unsere Tochter 6 Monate lang alle 1,5 – max 2h gestillt, auch nachts und dann bis zu ihrem 1. Geburtstag fast ausschliesslich. Schade finde ich eigentlich, wie viele Mübes, Stillberaterinnen etc. selber nie ein Kind gestillt haben und zum Teil Tipps rausgeben und Empfehlungen, das einem die Haare zu Bergen stehen.

    • Sportpapi sagt:

      Bis zum ersten Geburtstag fast ausschliesslich und ansonsten Tag und Nacht alle 90 Minuten. Das lässt mir die Haare zu Berge stehen. Unsere Söhne haben da längst lustvoll vom Tisch gegessen. Und wir die Nacht schlafend verbracht. Nach unserer Erfahrung auch, weil nun das Essen länger hingehalten hat.

    • Pixel sagt:

      Ja, diese Mütter müssen ja wirklich dumm sein! Gehen mutmasslich das extrem hohe Risiko ein (btw, gibt’s da auch einen so aussagekräftigen Prozentwert?) ihr Kind einfach verrecken zu lassen.

  • Sandra Meier sagt:

    Es soll jede Mutter ihr Kind so ernähren dürfen wie sie will aber ich bin dafür, das man den Frauen Informationen gibt, den wer mehr weiss entscheidet auch anders.

    • Sportpapi sagt:

      Wer gibt welche Informationen? Welche Informationen haben denn die Mütter nicht?

      • Sandra Meier sagt:

        Zb das es völlig normal ist, dass Kinder auch nach 6 Monaten nachts stillen, oder das es sein kann, das sie um 4 Monate wieder vermehrt an die Brust wollen, oder dass es normal ist, dass ein Kind alle 1,5h stillen will, auch über die ersten 3 Monate hinaus. Oder das wenn ein Kind nach dem Stillen noch weint es nicht bedeutet, dass es zu wenig Milch hat. Ich könnte noch minutenlang weiterschreiben. Das Problem sind veraltete Ansichten übers Stillen, die schon längst überholt sind aber von Frauen ohne pers. Erfahrungen im Gesundheitswesen immer wieder aufgetischt werden.

      • Sportpapi sagt:

        Ok. Auch wenn ich mich erinnere, dass die meisten Hebammen, die uns beraten haben, durchaus eigene Erfahrungen vorzuweisen hatten. Und alle Hinweise eigentlich immer nur auf möglichst viel Stillen hinausliefen. (Etwas anderes als erste Empfehlung habe ich noch nie gehört).

      • Sandra Meier sagt:

        Dann können Sie sich wirklich glücklich schätzen, bei den meisten Frauen und Stillproblemen heisst es nämlich : Zueschöppele!

      • Sportpapi sagt:

        Und wenn auch. Das schönste ist ja (zumindest für uns Väter), wenn die Kinder Brei essen. Oder noch besser: die erste Bratwurst.

    • Pixel sagt:

      Mit etwas gesundem Menschenverstand ist auch der Informationsservice hinfällig. Und das ist hoffentlich die Portion, die man mitbringt wenn man gedenkt ein Kind grosszuziehen.

      • Katharina B. sagt:

        Ich hoffe, dass Ihr Zahnarzt etwas mehr gelernt hat, als „gesunder Menschenverstand“ 🙂
        Stillen erfordert Know-How, das leider in den 1960er und 1970er Jahren fast verschwunden wäre und das heute nicht mehr durch ältere Frauen an Jüngere weiter gegeben wird. Deshalb sind kompetente Stillberaterinnen für Mütter, die stillen wollen, wichtig. Betonung auf „kompetent“. Weil „gesunders Menschenverstand“ eben nicht ausreicht, sondern gerade bei Problemen medizinisch-wissenschaftliches Spezialwissen gebraucht wird. FACHWISSEN. Nicht Voodoo, Globuli und Räucherstäbchen.

      • pixel sagt:

        Sie haben mich komplett falsch verstanden. Mit gesundem Menschenverstand meine ich auch die Tatsache der eigenmotivierten Holschuld zu Informationen. Ich habe keine Lust unsinnige Steuergelder für Faule liegenzulassen.

  • 13 sagt:

    Danke für den Artikel. Ich bin fürs stillen, finde es toll, praktisch und gut fürs Kind. Meinen Sohn habe ich ein Jahr lang gestillt und würde es immer wieder tun. Und trotzdem bereue ich von Herzen, meine Tochter nicht früher abgestillt zu haben. Wir hatten 3 Monate einen Krampf, der soweit ging, dass ich irgendwann anfing zu weinen, wenn sie aufwachte, weil ich wusste, es geht wieder los. Baby geniessen? Fehlanzeige! Alles drehte sich nur noch darum, das Kind irgendwie an die Brust zu bringen. Wir haben so vieles verpasst in der Zeit. Stillen ist gut , eine glückliche Mutter das Wichtigste!

  • Ashiro sagt:

    Stillen ist das natürlichste der Welt. Und wenns nicht klappt, dann gibts den Schoppen.

  • Barbarina sagt:

    Ich hatte beim Stillen ähnliches erlebt, wie die Autorin, habe aber schon im Spital beschlossen, dass ich diesen Stress nicht auf mich nehmen könnte und abgestillt. Die Stillberaterinnen im Spital haben mich sehr gut beraten und unterstützt und mich auch getröstet. Das Spital, wo ich war, hat eben kein Label „stillfreundliche Klinik“ und muss darum auch keine Stillquoten erfüllen! In meinem Umfeld hat sich nur jemand erlaubt, mich zu kritisieren.

    Übrigens hatten Mütter auch früher solche Probleme, weshalb dann eine Amme das Stillen übernehmen musste. Da gab ich doch lieber den Schoppen!

    • Katharina B. sagt:

      Auch in einem sog. Stillfreundlichen Spital wird man beim Abstillen kompetent beraten – sofern man klar kommuniziert, dass man das so will. Solange eine Mutter aber sagt „ich möchte stillen aber es geht irgendwie nicht“ versucht eine Stillberaterin, „es zum gehen zu bringen“. Ihre Aufgabe ist es, der Mutter ihren Wunsch umsetzen zu helfen. Also Frauen, drückt Euch klar aus und holt Euch die Unterstützung, die IHR braucht.
      Wenn eine Dienstleisterin Euch etwas aufschwatzen will, was Ihr nicht wollt, dann SUCHT EUCH EINE ANDERE.

  • Sandra sagt:

    Das ganze: Nie Natur hat das so eingerichtet, so will es die Natur, es muss natürlich sein…. Gelaber nervt mich schon lange. Wenn es die Natur doch so am besten kann und weiss, sollten die Herrschaften es dann aber auch akzeptieren dass viele Kinder bei der Geburt oder danach versterben ohne high tech Medizin, oder Kinder verhungern weil die Mutter gegen die Natur halt doch zuwenig Milch hat. Dann würde vielleicht sogar der Gen-Pool der Menschheit wieder gesünder werden, allerdings muss dann akzeptiert werden dass die Natur grausam ist und nur die besten und fitesten überleben.

    • 13 sagt:

      Und was spricht dagegen das Beste von beiden Seiten zu nehmen? Aus der Natur, wo es geht und aus der Technik, wo es nötig ist? Wir sollten lieber dankbar sein, beides zu können, anstatt ständig High Tech und Natur gegeneinander auszuspielen.

    • Cybot sagt:

      Genau das hab ich auch gedacht. Die Leute, die immer die Natur zum Massstab erheben vergessen grundsätzlich gern, dass „von Natur aus“ halt auch ein Drittel der Kinder das Erwachsenenalter nicht erlebt. Wir alle wollen natürlicher leben, aber bitte ohne auf die Annehmlichkeiten der modernen Zivilisation zu verzichten. Danken wir lieber mal wieder den Segnungen der Industrie und dem Erfinder des Milchpulvers. Amen.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Jein. Absolut einverstanden, dass wir niemanden unnötig versterben lassen sollten (Antibiotika, Schoppen bei zu wenig Muttermilch, etc.). Allerdings unterstellen Sie der Lebensmittelindustrie etwas zuviel Idealismus. Die sind heute primär auf Rendite aus (früher gab es vielleicht noch ein stärkeren Fokus auf den zu stiftenden Nutzen). Selbst Bio-Lebensmittelhersteller setzen (Bio-)Zucker ein, um den Absatz ihrer Produkte zu fördern. Zucker gab es in der Natur nie omnipräsent und im heutigen Ausmass, was ein Riesenproblem ist. Das fängt leider schon bei Baby- und Kindermilch an.

  • Helene sagt:

    Zum Glück leben wir in Zeiten und an einem Ort, wo es eine gute und gesunde Ersatznahrung gibt, wenn es mit dem Stillen nicht klappt! Es ist doch die Hauptsache, dass das Kind (neben Liebe und Zuwendung) überhaupt gesunde Nahrung erhalten kann!

  • alam sagt:

    Leider geht bei der ganzen Diskussion vergessen, dass die Frauen jahrzehntelang hart kämpfen mussten, dass wir überhaupt stillen dürfen. Lange Zeit durften sie dann nur genau nach Plan stillen und auch das höchstens 3 Monate.

    • 13 sagt:

      Ganz genau. Extreme führen zu Gegenextremen. Nestle hat in der Schweiz und auch im Ausland jahrelang eine klare Nicht-Still-Politik betrieben, die unter anderem auch durch falsche Aufklärung gefördert wurde. Wieviele der heute 20-40jährigen wurden gestillt? Dies ist Gott sei Dank durch viele Kampagnen rückläufig, so dass es ins andere Extrem fällt, aber grundlos waren die Bemühungen nicht.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Genau, man sollte nicht vergessen, dass mit Babymilch Milliarden umgesetzt werden. Die müssen von Geschäftes wegen gegen Stillen sein (und mit Geld und Auftragsstudien dagegen lobbyieren). Und genau die gleiche Lobby, welche ältere Kinder mit ihren zuckrigen Kinderprodukten anfixen möchte, dies natürlich schon am liebsten ab Geburt täte und tut. Dass da Gesundheit nach Rendite kommt sehen wir genug (das Argument heisst dann Eigenverantwortung, wir bieten nur an, was die Leute wollen…).

      • adlerauge sagt:

        @Teilzeitpapi: Sprechen Sie da erwachsenen und informierten Kunden nicht ihre Entscheidungsmündigkeit ab? Niemand zwingt die Eltern dazu, ihren Kindern Zuckerplörre und anderes Süsszeugs zu kaufen. So von wegen anfixen… Dass Kinder ab einem gewissen Alter und vor allem mit eigenem Budget (Sackgeld) nicht davor gefeit sind, gehört wohl zu den Erfahrungen (notabene mit überschaubaren Auswirkungen), die sie im Laufe der Jahre noch so machen müssen.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Schön, Adlerauge, wenn Sie die Etiketten immer lesen und alles verstehen. 🙂 Aber die Ampeldiskussion ist ja nicht umsonst im Gange. Eigenverantwortung ist gut. Von mir aus kann man auch Heroin & Co. Automaten aufstellen. Solange man die Folgen nicht mit meinen Krankenkassenprämien mitfinanziert. Viele Krankheiten haben angeblich mit schlechter Ernährung und mangelnder Fitness zu tun, individuellen Entscheiden also. Bezahlt werden sie kollektiv über die Krankenkassen. Wo hört da die Eigenverantwortung auf und beginnt das Opfertum?

      • Sportpapi sagt:

        Die Ampeldiskussion ist ein Witz. Wer soll denn diese Einteilung vornehmen? Nach welchen Kriterien?

    • Luzia sagt:

      Früher bekamen Frauen in der Schwangerschaft auch eine besonders gute, vollwertige Ernährung. Es wurde im Zuge der Industrialisierung vieles vergessen. Dass die heutige Ernährungsweise mit Fertigprodukten usw. nicht alle Vitalstoffe liefert wurde wissenschaftlich untersucht. Falls Nahrungsergänzungsmittel genommen werden, wird meist vergessen, dass jeweils nur die bereits bekannten (Vitamine usw.) konzentriert angeboten werden – wobei die Nebenwirkungen dieser Konzentrate wieder ein eigenes Thema wären.

  • Kasa sagt:

    Jawoll! Körperliche Nähe, Zärtlichkeit und Liebe kann man dem Baby auch beim „schöppelen“ geben.

  • Mica Vero sagt:

    Ich habe nicht gestillt und es ist mir wurscht, was andere denken. Es geht niemanden was an, ob und warum ich nicht gestillt habe. Ist doch eine Privatsache. Genauso wie das Gebären. Stellt euch vor: Ich hatte einen Kaiserschnitt!!! Uuuuuhhhh, schlechtes Mami, ich!

    • Nathalie sagt:

      Ich hatte beim 2. Kind einen Wunschkaiserschnitt und nach 2 Tagen im Spital abgestillt. Ich bin soooo eine Rabenmutter 🙂
      Es geht schlichtweg niemanden was an!
      Mein Älterer wurde auch nur 2 Monate gestillt, er hat keine Allergien nix. Ich kenne diverse Stillkinder mit Asthma und Allergien….

      • Sandra Meier sagt:

        Wichtig in meinen Augen ist einfach, dass das Kindswohl an erster Stelle steht. Denn das beste für’s Kind ist nicht immer das einfachste für die Eltern.

      • 13 sagt:

        @ Nathalie
        Mein erstes Kind (3 Monate teilgestillt) hat Neurodermitis und einige Lebensmittelallergien. Mein zweites Kind (1 Jahr gestillt) nichts davon. Widerlegt das nun Ihrer These oder ist diese Untersuchung, basierend auf 2 Kindern genauso unsinnig wie Ihre? Ich tippe auf das zweite.

        Stillen beugt Allergien vor, ist eine tendenzielle Untersuchung, die eben gerade nicht bedeutet, dass alle Stillkinder allergiefrei und alle Schoppenkind Allergiker sind.

      • Nathalie sagt:

        Ich habe keinesfalls gesagt, dass dies für alle Kinder der Fall sein muss! Der Druck kommt doch genau daher, man müsse die Kinder stillen, damit sie keine Allergien etc. hätten. Das allermeiste ist Veranlagung und bereits bei der Geburt festgelegt, dazu gibt es Studien. Stillen ist sicher gut für das Kind, aber eine völlig gestresste und überforderte Mutter, die vor lauter Stillstress total am Anschlag ist, bringt keinem Kind was!

      • 13 sagt:

        Das haben Sie völlig recht, Stilldruck bringt niemanden etwas, ausser denjenigen, die sich auf die Schulter klopfen und sagen können, sie hätten es geschafft. Mich stört jeweils nur dieses: „Mein Kind wurde nie gestillt und hat keine Allergien, ich kenne Stillkinder, welche Allergien haben, darum stimmt dieses Argument gar nicht!“ Das ist einfach nicht wahr. Die Veranlagung spielt mit, gleich wie die Ernährung. Stillen hat somit einen Einfluss, auch dazu gibt es Studien, es ist nicht der Einzige. Gleich wie das verminderte Allergierisiko nicht der einzige Grund fürs stillen ist.

  • Katharina sagt:

    Massenweise Stilltee, Globuli zur Milchbildung – soweit das sachliche Fundament der Hebammen- und Stillberatermafia. Da haben Sie sich wohl doch selber stressen, bzw. herumschubsen lassen, siehe die Sie nicht mehr grüssende im Spital. das ist doch lächerlich. Nicht jede Frau produziert Milch wie eine Trophäenkuh, also dann halt eine der vielen Alternativen, auch wenn Sie das Supermom Zertifikat nicht erhalten.

    • jane Bissig sagt:

      2Sich selber stressen2 ist eben nicht dasselbe wie „sich stressen und herumschubsen lassen“.

      • Katharina sagt:

        wer sich ständig herumschubsen lässt, erzeugt den vermeintlichen eigenen Stress selber. Aber wir können ja ein Karussel über pingelige Grammatik abhalten. Sonst gibt es ja nicht viel zu erzählen.

    • Francesca sagt:

      @Bissig: Rum geschubst wird, wer sich rumschubsen lässt, unter Druck ist, wer sich unter Druck setzen lässt (auch von sich selber). Ganz einfach eigentlich, nicht?

  • Martin sagt:

    Meine Tochter will ueberhaupt nicht den Schoppen! In den ersten zwei Wochen nahm sie ihn sporadisch noch, danach wollte sie nur noch die Brust! Jetzt akzeptiert sie Breinahrung, zusaetzliches Wasser muss man ihr sachte mit einem Becher oder Loeffel zufuehren. Diese Stillerei ist wirklich muehsam, ich kann Olivia Raths verstehen, ok, bin zwar Mann 😉 Alle ihre Probleme hatten wir auch. Es waere definitiv einfacher gewesen, wenn sie nach vier/fuenf Monaten den Schoppen akzeptiert haette.

    • Francesca sagt:

      Wer bestimmt denn eigentlich bei Ihnen zu Hause? Ihre Kleine? Passen Sie auf, so geht das nicht, die wird sonst zu einem Tyrannen.Lassen Sie Ihre Frau abstillen, wenn sie nicht stillen will. Man muss den Kindern Grenzen setzen, sich durchsetzen, von allem Anfang an, sonst haben Sie ein Riesenproblem, wenn die Kleine grösser wird. Man darf und muss den Kindern etwas zumuten, nur so lernen sie Frustrationen ertragen und Grenzen akzeptieren. Ich habe bei allen Kindern problemlos stillen können, es war für mich also einfach praktisch und ich hatte Glück, darum geht es nicht.

      • Sandra Meier sagt:

        Also meine Tochter stillte 1 Jahr lang wann, wie viel und so oft sie wollte und das fast ausschliesslich, da sie feste Nahrung bis zum 1. Geburi verweigerte. Auch heute, mit knapp 20 Monaten und im 6. Monat schwanger, stillt sie noch tag und nachts (vielleicht 3-5x) und sie ist ein überaus zufriedenes, kooperationsfreudiges Kind das sehr hilfsbereit ist (hilft die AW-Maschine ausräumen, Einkäufe ausräumen) und sagt auch schon danke. Da kenn ich andere Kinder die durch sinnloses ‚Grenzen setzen‘ (’sonst passiert das, das und das‘ oder ‚das macht man so‘ ) und Liebesentzug zu Tyrannen wurden

      • 13 sagt:

        Tyrannen? Durchsetzen? Grenzen setzen? Frustration erlernen? Bei einem 4-5 Monate altem Säugling? Puh, ich bin ja selten sprachlos, aber manchmal passiert es doch….

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        OMG! Sie sprechen da doch tatsächlich von paar Monate alten Säuglingen und nennen diese Tyrannen:(. Es geht in diesem Alter doch (noch) nicht um Grenzen setzen, sich durchsetzen, Frust ertragen, sondern darum ihrem Baby einen bestmöglichen Start zu ermöglichen (ob voll, teil- oder nicht gestillt ist 2ranig!). Sich aufs Kind einlassen, es und seine Bedürnisse ernst zu nehmen, hat nichts mit verwöhnen und verziehen zu tun! Mit Grenzen, Neins und Frustration klarkommen, müssen sie noch früh genug, im Säuglingsalter sind sie für solche „Übungen“ noch zu klein und kognitiv noch lange nicht so weit.

      • Sportpapi sagt:

        Haha. Wenn traditionelle Erziehung auf junge Mütter trifft… 🙂
        Für mich zählt das Ergebnis. Und wie so oft liegt die Wahrheit für mich hier wohl in der Mitte.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Wie kommen Sie auf junge Mütter? Ich bin nicht mehr 20 und Andrea auch nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Sie sind aber offensichtlich eine andere Generation als Francesca.

      • staun sagt:

        hä? ich fass es nicht…seien sie dankbar und verkneifen sie sich den rest ihres erziehungsstils besser, nach dem motto: ‚eines schickt sich nicht für alle‘.

    • Martin sagt:

      hallo Francesca,
      So schlimm ist sie nicht, sie ist einfach ein bischen kompliziert, wenn es um Essen/Trinken geht. Ansonsten ist sie ganz suess, Lacht viel mit uns und ist ganz verspielt. Gemaess Mutter/Vaterberatung und Krippe hat sie eine ausgepraegte Art zu Trotzen. Sie zeigt klar, wenn ihr etwas nicht passt. Ich weiss nicht mehr, wie das kam, aber sie ist einfach so. Ich finde das nicht schlimm (das Trotzen). Ehrlich gesagt, es sind sehr schoene Herausforderungen, die sie uns stellt. Wir moechte diese taeglichen Herausforderungen nicht missen.

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Tolle Worte :)! Ja, ich sehs wie 13 auch: Schön, lassen Sie sich vom Winterhoffschen „Kinder werden zu Tyrannen“-Geschrei nicht ins Bockshorn jagen! Trotzen gehört nun mal zur normalen, gesunden Kindheitsentwicklung dazu, ist nun mal so und hat mit (falscher, mangelnder, antiautoritärer und wass auch immer) Erziehung nichts zu tun! Die Trotzphase ist nicht einfach, weder fürs Kind noch für die Eltern – doch da müssen wir alle zusammen durch. Ich spreche als Mutter zweier lebhafter, neugieriger und eher wilden Kindern aus Erfahrung… Und bedenken Sie: Es ist bloss eine Phase ;). Alles Gute :)!

      • Sportpapi sagt:

        Dumm ist es ja erst dann, wenn die Phase niemals endet. Trotzen gehört zur Entwicklung der Kinder. Aber entsprechendes Dagegenhalten der Eltern eben auch.

    • 13 sagt:

      Sehr schön geschrieben, Martin. Ich bin froh, lassen Sie sich nicht von dem „Ihre Kinder werden Tyrannen“ Gerede beeindrucken.

  • Manuela sagt:

    Vielen Dank. Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich habe beide Kinder aus Prinzip gestillt in Kombination mit dem Schoppen. Das gab mir viel Freiheit und reduzierte den Stress (v.a. bei Schüben). Dieses ’nur Stillen ist gut fürs Kind‘ ist unglaublich bescheiden… Es kann dennoch sein, dass es bei einem 2. Kind ganz anders läuft. Hauptsache keinen Stress! Denn sonst funktioniert es gar nicht mit Eltern-Kind-Bindung.

  • Nadia sagt:

    Vielen Dank für diesen Beitrag!! Er spricht mir aus Seele. Es ist unglaublich wie Stillen zur Religion erhoben wird und man als Schoppenmami beinahe diskriminiert wird!

  • Francesca sagt:

    Unter Druck setzt man sich vor allem selber. Und es ist richtig, damit aufzuhören. Diesen Druck baut auf, wer zu wenig Selbstbewusstsein hat, es immer besonders richtig machen will und sich so völlig vom Applaus der Umgebung abhängig macht. Die Folge ist, dass Frauen ein Burnout bauen, die eigentlich, objektiv betrachtet, gar nicht so viel auf die Reihe kriegen, nicht mehr Arbeit haben, als andere auch. Es ist nicht nur das Stillen: der Bauch muss weg, der Haushalt perfekt sein, die Ernährung bio und gesund und so weiter. Wie meine Kinder sagen: Mami, jetzt chill emol. Pulvermilch ist ok.

    • adlerauge sagt:

      Also Bio alleine macht bei uns Zuhause keine Minute Mehrarbeit bzw. kein Quäntchen Zusatzstress… Wobei, doch, ein paar klitzekleine Ausnahme gibts, die Kartoffeln vom Markt müssen noch richtig gewaschen werden und der Nüsslisalat kriegt vielleicht 3 statt nur einen Waschgang. Das war’s dann aber auch schon 🙂

      • 13 sagt:

        Mein Biogemüse spart mir sogar Zeit. Es kommt nämlich direkt vor die Haustür, so dass ich nicht einkaufen gehen muss. 😉

      • Sportpapi sagt:

        @13: Solches spart aber definitiv keine Zeit. zumindest nicht, wenn man selber der Gärtner ist.

      • 13 sagt:

        Gärtnern? Nein, nein, ich bin nur glücklich Abnehmerin des Biogemüses von regionalen Bauern, die es gleich liefern. Anbauen (und um ehrlich gesagt auch das Kochen) überlasse ich lieber anderen. Jeder das, was er gut kann.

      • Sportpapi sagt:

        Ah, beim Kochen wäre ich dann wieder gut. 🙂

      • Carlos sagt:

        @13: Das Gemüse wird vom regionalen Bio-Bauer direkt vor die Haustüre geliefert. Ich nehme an, er bringt es auf dem Velo. Sie kochen es nicht selber, geschweige denn, dass sie ein wenig gärtnern würden. Aber voll auf der Bio-Welle !

  • Rahel S sagt:

    Ich weiss nicht, wieso immer alles so schwarz-weiss dargestellt wird. Ja- Stillen ist gut fuer das Kind und die Mutter. Klappt es nicht nuetzt der Stress aber niemandem und schadet nur- und dann gibt es das Zwischending- Stillen UND Pulvermilch. Ich hatte zum Glueck nie Probleme mit Stillen- nach max. 5 Monaten kam aber jedes Mal auch der Schoppen zum Zug (weil ich wieder Arbeiten ging)- das klappte auch gut. So stillte ich 1-4 Mal am Tag und der Rest war Pulvermilch. Zwang hilft niemandem- jede Mutter muss ihren Weg selber finden (duerfen).

  • arabella sagt:

    Liebe nicht-stillende Mütter dann hört aber bitte auch auf den stillenden Mamis die Vorteile des Schoppens vorzuhalten („Freiheiten“ etc.). Dieser artikel ist ein Paradebeispiel dafür!!!

    • Lea sagt:

      Arabella: Nicht-stillende Mütter haben sich ihre Situation ja selten selber so ausgesucht. Die meisten hätten sich gewünscht stillen zu können. Aber eben, wenn es nicht klappt, ist es doch aufbauend zu sehen, dass auch das Schöppelen seine Vorteile hat – Stichwort „positives Denken“. Beim Stillen bin ich dem Baby näher als beim Schoppen / keine Wasser abkochen und unterwegs alles dabei haben müssen etc. Beim Schoppen kann dafür Papi auch die Nähe zum Baby geniessen, und mich z.B. in der Nacht entlasten. Alles hat seine Vor- und Nachteile, nicht wahr?

  • Andreas sagt:

    Stillen ist wie Rohkost….
    Wer will schon konsequent auf Magnung, Pizza und Rösti verzichten? Ich sicher nciht. Und Dein Kind auch nicht…
    Stillen hat nichts mit Gesundheitheit zu tun, sondern mit rechtsbürgerlicher Mutter-Kind-Vorstellung und abstrusen Mutterbrust-Ideologien.
    Milupa, Nestle etc. machen das genau gleich gut.

    • 13 sagt:

      Verwechseln Sie da nicht etwas? Sie vergleichen gerade die Muttermilch, die immer etwas anders schmeckt, je nach Ernährung der Mutter, mit „langweiliger“ Rohkost und die Schoppenmilch, die immer gleich ist mit „abwechslungsreichem Essen“. Logik?

  • Maya sagt:

    Ich hatte gar keine Muttermilch, trotz 2 Stillberaterinnen und meinem Rundum-Einsatz. Wir haben 2 Wochen angesetzt, gepumpt, gemacht: max. 1 ML Milch pro Tag! Mein Schoppenkind ist heute 2 Jahre alt und hat im Gegensatz zu vielen gestillten Kindern die ich kenne, keine Lebensmittelallergien.

  • Sportpapi sagt:

    Ich wundere mich wieder einmal. Sicher sind viele Frauen enttäuscht, wenn es nicht klappt. Andere wollen gar nicht. Aber ganz sicher muss man sich doch nicht den Kopf über die Meinungen anderer Leute zerbrechen. Andererseits ist eine verwunderte Nachfrage auch nicht immer als Vorwurf gedacht.

    • Lea sagt:

      Sie haben prinzipiell recht, einfach nicht auf andere hören. Das Problem bei mir war jedoch dass ich mir selbst Vorwürfe machte und das Gefühl gehabt hatte versagt zu haben. Dann wäre doch Unterstützung von außen besser als Bestätigung dass etwas schief gelaufen ist („verwunderte Nachfrage“, wie Sie es nennen). Eine verwunderte Nachfrage und Mitleid sind keine Vorwürfe aber eben trotzdem verletzend.

    • 13 sagt:

      Klar, haben Sie recht. Grundsätzlich. Aber als frischgebackene Mutter will man das Beste für sein Baby. Und wenn man immer und überall hört, Muttermilch sei das Beste, dann glaubt man es auch und tut was man kann. Wenn dann noch die Hormone dazukommen, ist es mit der Vernunft eh vorbei. Ich frage mich heute ernsthaft, wieso ich mich so unter Druck setzen lies, das passt so gar nicht zu mir. Heute, aus der Ferne ist die objektive Sicht leicht. Damals in der Situation war das anders….verwunderte Nachfragen, die wirklich nicht böse gemeint waren, führten da schon mal zu Tränen….

      • Sportpapi sagt:

        „verwunderte Nachfragen, die wirklich nicht böse gemeint waren, führten da schon mal zu Tränen…“ Gratuliere zur Einsicht. Und ich kenne die Situation, in der man als Mann dann manchmal nur kopfschüttelnd daneben steht, weil sowieso jeder Rat falsch ist.

      • 13 sagt:

        Verstehe ich gut. Das schlimmste ist, dass diese Ansicht gerade in dem Moment bereits geschah und trotzdem konnte ich nicht anders. Sagen wir es mal so: Für viele Frauen ist stillen ein sehr emotionales Thema, das auch noch in eine der emotionalsten Zeiten überhaupt fällt. Keine einfache Kombination, nicht einmal für absolute Kopfmenschen mit einem guten Selbstbewusstsein, die eigentlich nicht dazu neigen, sich dem Gruppendruck zu unterwerfen. Vielleicht für die erst recht nicht, weil sie es nicht kennen 😉

  • Lea sagt:

    Vielen Dank für diesen ganz wunderbaren Artikel. Habe es wie Sie erlebt, gleiche Reaktionen vom Umfeld, ähnliche Gedanken und Vorwürfe die ich mir selbst gemacht habe. Die Empfehlung es nach 5 Wochen Tortur ganz mit dem Stillen sein zu lassen kam dann übrigens von der Stillberaterin der Frauenklinik in Bern- ich bin ihr noch heute dafür dankbar. @Frau: Ich habe keine Lust etwas zu ihren Kommentaren zu schreiben, es ist mir bloß ganz schleierhaft was diese inhaltlich mit dem Beitrag zu tun haben? Etwas mehr Bezug nehmen sollten Sie schon, wenn Sie sich schon äußern möchten.

  • Peter Spelt sagt:

    Einerseits: wenn es nicht klappen will, dann nichts übers Knie brechen.
    Andererseits: ist stillen auch sehr praktisch, nachts muss die Mama nicht mal richtig aufwachen, ab in den Stillsessel (TV-Sessel), Kind angedockt und weitergedöst, wenn fertig dockt es von selber ab. Unterwegs muss man ausser einer Windel nix mitschleppen, wenn der Hunger ruft, andocken und in 5-10 Minuten ist das z’Vieri schon im Bäuchlein.
    Meine Frau hat 2 Kinder, beide ca. 1 Jahr lang gestillt. Ihre Tochter hat eine wirklich kleine Brust (BH 75A stopft sie noch was rein) hat ihren Sohn auch fast ein Jahr lang gestillt

  • sandra sagt:

    Guter Text! …und wie sagt man so schön:
    „Wer einen Rat in Bezug auf Kinder möchte – fragt am Besten die, welche keine haben. Die wissen ALLES!“… und drum, jeder muss selber entscheiden ob Stillen (Kaiserschnitt, Krippe etc.) und alle Aussenstehenden gehts nichts an und spielen nicht mit und das haben wir schon als Kinder gelernt: „Nicht-Mitspieler Klappe halten“!

    • Sportpapi sagt:

      Wäre doch toll, wenn die Themen „aussenstehende“ wirklich nichts angehen würde. Ich zumindest würde kaum etwas sagen, wenn ich nicht irgendwie zumindest übers Geld bei manchen Themen, die mich nichts angehen, doch immer wieder einbezogen würde.

  • alam sagt:

    Schade nur, dass Sie es gleich wieder umkehren und noch ein paar Seitenhiebe gegen stillende Mütter einbauen…

  • Oliver van der Waerden sagt:

    Stillen ist gut und wichtig für die Kinder und die Mutter.
    Gut, dass es den Schoppen gibt für die Mütter, wo es mit dem Stillen nicht klappt.
    Wer einer Mutter mit Stillproblemen helfen kann, soll froh sein. Die anderen sollen still sein und auch froh sein.
    Amen

  • Steinhaue sagt:

    Nach der geburt meiner tochter kam der stilldruck auch. Stillen, wägen, nachschöppeln. extrem nervenaufreibend für alle. beim zweiten kind entschied ich selber, wie oft und bis wann ich stillen wollte. viel ruhigere situation.
    Frauen, lasst euch nicht vorschreiben und handelt selbständig und selbstbewusst.

  • Therese sagt:

    Ich finde es bewunderswert, dass sie dieses Stillen-Schoppen-Pumpen-Programm überhaupt so lange durchgezogen haben! Ich fand das Stillen besonders beim ersten Kind ganz schön schwierig in den ersten Wochen – und das ohne, dass es nennenswerte Probleme gegeben hätte!

    Ich finde es grundsätzlich gut, dass Stillen mehr gefördert wird als dies eine Zeitlang der Fall war. Schade, dass Förderung eben hier und da in „Stilldrill“ übergegangen ist. Sicher ist Stillen gut fürs Kind (wäre ja auch seltsam, wenn es nicht so wäre), aber es muss auch für die Mutter gut sein – wird manchmal vergessen…

  • Nestle sagt:

    Vielen Dank das Sie unsere ChinaMilchPulverProdukte so erfolgreich hier bewerben!
    P.S. Gage gibts keine!
    Die benötigen wir für unsere Managerboni’s!

    Greetz!

  • Fritz sagt:

    Nestle hat eine super werbung…..!!!

  • Frau sagt:

    Heutige Frauen währen am liebsten Männer…
    Und die mütterlichen Aufgaben delegieren Sie an die Lehrpersonen, etc.
    Sobald aber was nicht stimmt mit dem Kind, wird gleich grossspurig gegen alles und jeden gewettert!
    Eigenverantwortung? Fehlanzeige!
    Was soll aus einem Kind werden, dass die Eltern nur am Wochenende sieht?
    Diese Kinder haben ja keine Autoritätsperson in ihrem Leben.
    Klar, kann das nicht gut gehen!
    Kinder die vom „Mittagstisch“ erzogen werden sind nicht zu beneiden!
    Auch die Gesellschaft, deren Kinder von „Fremden“ erzogen werden, sind nicht zu beneiden!
    Es richtig traurig!

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Hä?! Und was hat Ihr Statement, Ihre Meinung damit zu tun, ob und dass einige Mütter eben nicht stillen können (obschon sie eigentlich möchten)? Warum immer und überall gleich so aggressiv gegen einige Mütter schiessen, diese für ihr Lebensmodell kritisieren und verurteilen? Eben: genau wegen solchen Personen wie Sie und wegen solchem unnötigem Mütterbashing fühlen sich Mamis (die zB nicht stillen können) erst recht verunsichert und als Versagerinnen.. Das muss doch ehrlich gesagt nicht sein, oder?!

      • Frau sagt:

        Na vielleicht deshalb, weil die Mütter nicht mehr Mütter sein wollen, sondern jede Zweite gerne nichts mit dem Kind zu tun haben will unter der Woche! Arbeit, Kolleginnentreff, etc.
        Wo sind die Frauen welche noch Mütter sind?!
        Mutter sein heisst nicht sich zweitrangig um das Kind zu kümmern!
        Erst Ich Ich Ich (oder Karriere), dann der Rest?!
        Und sich nachher fragen, wie es so weit kommen konnte mit dem Nachwuchs…
        Mutter sein heisst:
        Sich vollumfänglich um das Kind zu sorgen!
        Nicht so wie Einige das verstehen indem Sie das Kind um 07h mit dem Cayenne vor der Schule abladen und um 18h aufladen!

      • Claudia sagt:

        @Frau: sie haben ja ein einfaches Menschenbild…. wenn Frau mal einen Kaffee trinken geht heisst das für sie das man keine Mutter mehr sein will!!! Wenn Frau arbeitet um dem Anschluss an drn Beruf nicht zu verlieren ist man karrieregei. Ich weiss ehrlich nicht ob ich ab solchen Kommentaren lachen oder weinen soll…. und sie haben tatsächlich eine abgekriegt der sie geschwängert hat????

      • Francesca sagt:

        @Mordasini: Sie meinten woll nicht die Kolumnistin? Ansonsten: ich denke, dass auch wer nicht stillen will, aber könnte, nicht stillen muss. Wieso muss man immer alles erklären? Kaiserschnitt, Stillen, Pampers statt Bio-Windel, Gemüsepulver statt stundenlanges Blanchieren und Pürieren? Wichtig ist die Zuwendung zum Kind. Ein Kind hat mehr davon, wenn man sich mit ihm abgibt, als wenn man dauernd beim Arzt ist wegen Milchstau oder stundenlang Gemüse rüstet.

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Ja genau, danke Rahel :)! Mein Beitrag war ausschliesslich an den von „Frau“ gerichtet – ich hasse nämlich dieses sinnlose und unnötige Mütterbashing. So bin ich also Ihrer Meinung und auch der der Kolumnistin ;).

      • tina sagt:

        In 25min ist gemüsebrei fertig, davon 10min arbeit…

      • Carlos sagt:

        Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Dies gilt aber nicht unter Frauen. Femina feminae lupa

    • Dorothea Honegger sagt:

      Diva, haben Sie sich ein neues Pseudonym zugelegt?

      • 13 sagt:

        😉 DAs habe ich auch gerade gedacht….

      • 13 sagt:

        Ups, da fehlt auch der Bezug: Das war an Dorothea Honegger gedacht: Diva in neuer Verpackung mit der alten Ideologie!

      • Dorothea Honegger sagt:

        @13 Während ich heute aus purem Eigenutz und Luxussucht meiner Arbeitstätigkeit nachgegangen bin, konnte ich mich nicht nur meiner mütterlichen Verantwortung entledigen, sondern den Beitrag von Frau einer vertieften Inhaltsanalyse unterziehen. Mein Verdikt: Bei Frau und Diva kann es sich unmöglich um ein und dieselbe Person handeln. Denn das Wort KITA fehlt im Beitrag von Frau völlig. @frau Was halten Sie eigentlich von dieser schrecklichen Verweiblichung der Männer, die ihr Arbeitspensum reduzieren, um mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen zu können.

      • staun sagt:

        YES! ich lach mich weg ;))) danke

      • koller sagt:

        hahaha, genau das dachte ich auch…

    • Maomi sagt:

      Dann sollen die Mamis die sich kein Leben ohne Arbeit leisten können Ihrer Meinung nach lieber aufs Sozialamt als arbeiten zu gehen? Was für ein Schwachsinn! Lieber gebe ich mein Kind in eine KiTa und gehe arbeiten und bin so ein gutes VORBILD und bringe das Essen selber auf den Tisch anstatt mich finanzieren zu lassen nur um zu Hause rum zu sitzen. Mein Kind liebt die KiTa im übrigen… Sie haben wirklich keine Ahnung, Urteilen ohne nachzudenken…

    • Katja Winkler sagt:

      Und das Ganze, weil Joghurt keine Gräten hat, jawohl!

    • Rahel S sagt:

      Was soll den das- hat doch keinen Zusammenhang zum Thema… Und, wer sagt, dass nur Eltern „Autoritaetspersonen“ sein koennen? Und ist ein Mittagstisch ein verrohter Ort ohne Regeln und Grenzen? Sie haben komische Vorstellungen und sollten einmal selbst in einem Tagseheim/ bei einem Mittagstisch/ Tagesmutter etc vorbeischauen. Meine Kinder werden seit z.T. Jahren auch Fremdbetreut. Ja- das ist fuer mich nicht unbeding das Ideal- aber ich habe keine grosse Wahl- und glauben sie mir- die Kinder sind anstaendig, froehlich, wissbegierig, hilfsbereit, aufgestellt……

    • Barbarinnen sagt:

      Was hat das mit dem Stillen zu tun?

    • Rena Haug sagt:

      @Frau: Und was genau hat Ihr Statement mit dem aktuellen Beitrag zu tun? – Nichts, absolut gar nichts!
      Wenn Sie etwas Konkretes zum Thema beizutragen haben, dann bitte, ansonsten halten Sie sich mit Ihren „Böse-böse-Mütter-wenn’s-nicht-meiner-Vorstellung-entspricht“ – Aussagen zurück; danke!

    • ka sagt:

      was soll denn dieser Rundumschlag?? und wer wettert grossspurig gegen alles und jeden? das sind wohl Sie!!Erziehung ist nicht Privatsache, dazu braucht es nach einem Sprichwort doch ein ganzes Dorf.

    • Lisa sagt:

      Zum Thema?!

    • Tamara Halas sagt:

      und was bitteschön hat das mit dem Stillen oder eben Nicht-Stillen zu tun? Absolut sinnloser Kommentar!

    • staun sagt:

      oha! t(d)rollig. don’t feed – schöppeln und stillen verboten (ò_ó)

  • Gizmo sagt:

    Aus Vatersicht:
    Es ist unglaublich mit welchem religiösen Eifer das Stillen aktuell (halte es einfach für die aktulle Mode) in den Krankhäuser propagiert wird. Damit wird einfach nur Stress und Unzufriedenheit gesäht…Hauptsache die Stillberaterin kann sich wichtig nehmen.
    Erstes Kind: Ewig lange geübt, Schmerzen, Unzufriedenheit und zu wenig Nahrung für das Kleine
    Zweites Kind: Probiert, nicht geklappt, Uebung abgebrochen und alles gut..
    An alle werdenden Mütter (und Väter): Probiert es – und wenns nicht klappt nach 5 Tagen, abbrechen. Zum Wohle von Euch, Eurem Kind und Eurem sozialen Umfeld

    • Stevens sagt:

      @Gizmo: Ich werdender Papi-Sicht: So Wie sie es schreiben ist es doch richtig. Natürlich soll man es probieren. Aber wenn’s nicht klappt, dann klappt’s halt nicht.

      Geht es bei anderen Themen auch dermassen Ideologisch zu? In was für einer Welt wächst mein Kind da auf? Echt traurig.

      Ich hoffe einfach, wir können uns solchen dummen, ideologischen Diskussionen entziehen und uns einfach darüber lustig machen.

      Einfach wird’s aber nicht

      • Gizmo sagt:

        Hallo Stevens

        Die Frage ist einfach wie lange (5 Tage vs. 4 Wochen) es man probiert…und mit welcher Intensität. Das ganze Erlebnis ist einfach zu schön um es sich durch komische Ideologie kaputt machen zu lassen.
        Good luck und geniesst es!

      • Stevens sagt:

        Danke, mach ich!

        Vermutlich merkt man doch irgendwann, dass es einfach nicht klappt. Vielleicht nach 5 Tagen. Vielleicht nach zwei Monaten. Ist doch egal.

        Viel mehr Angst macht mir wirklich, dass sogar über dieses Thema gestritten wird, dass alles so ideologisch aufgeladen ist.
        Gibt es eigentlich irgend etwas, was man als Eltern so machen kann, wie es einem passt, und es ist einfach ok?
        Sei es Stillen, Erziehung, Erwerbsarbeit, Krippe etc…
        Überall: Wie man es macht, es ist falsch.

        Oder ist es dann doch nicht so schlimm?

      • 13 sagt:

        @ Stevens
        Sie dürfen das nicht so negativ anschauen. Ja, man braucht teilweise ein dickes Fell, aber eigentlich ist es auch nicht so schlimm, dass man sich heute einige Gedanken macht. Wie soll mein Kind aufwachsen? Wie will ich mit ihm umgehen? Liegt mir ein Erziehungsstil besser als ein anderer? Wenn man es auf sich zukommen lässt, sich nicht stresst, aber manchmal ein paar Gedanken macht, profitiert man und das Kind von den heutigen Informationsmöglichkeiten. Alles Gute!

    • 13 sagt:

      @ Gizmo
      Ich bin genauso allergisch auf Stilldrill, ABER wenn man etwas mit einem Baby lernen sollte, dann dass alles seine Zeit braucht. Würde jede, bei der das Stillen nach 5 Tagen (d.h. noch im KH und nur 1-2 Tage nach Milcheinschuss) nicht klappt, aufgeben, würde kaum eine Mutter stillen. Mit einem Baby muss man sich Zeit lassen, nicht erwarten, dass alles gleich rund läuft, wie zuvor. Das Wochenbett dauert 6 Wochen, das ist nicht zufällig, sondern die Zeit, die es eben braucht, um sich anzugewöhnen, anzukommen. Die Überholspur ist hier sicher der falsche Weg und führt zu Stress.

      • Katharina B. sagt:

        +/- 6 Wochen (das ist natürlich ein Richtwert) ist die Dauer, die auch ich gelernt habe, bis ein „Stillteam“ gut eingespielt ist und die Sache mit Angebot und Nachfrage funktioniert.
        Bedingung ist aber, dass die Mutter im Wochenbett sich um ihr Baby kümmert UND SONST NICHTS. Heutzutage wird erwartet, dass eine Mutter was, nach 3 oder 4 Tagen nach einer Geburt (Kaiserschnitt 7 Tage) wieder voll funktioniert, ältere Kinder versorgt etc. etc.
        Unter diesen erschwerten Bedingungen ist es verständlich, dass es bei vielen nicht klappt. Der Stresslevel ist einfach zu hoch.

  • Nicole sagt:

    Meine 3 Kinder konnte ich allesamt nicht stillen in Folge einer Brustverkleinerung. Sie sind alle gesund & munter und mit Abstand am wenigsten krank im Vergleich mit gestillten Krippengspännli ! Mein Erklärungsdruck gegenüber Stillmüttern war gewaltig aber heute kann ich sagen: Schoppenkinder sind genau so glücklich & gesund &die Eltern sowieso. Die ganze Stilldiskussion erinnert mich an die Vollzeitmutter/arbeitende Mutter Diskussion – immer dieser Druck & Neid dem „Anderssein“ gegenüber. Wieso dieses ständige schwarz-weiss Denken?

  • ninachocolat sagt:

    Ich hatte die gleichen Erfahrungen wie Sie und wie war ich erleichtert als der Druck, stillen zu „müssen“, endlich wegfiel! Mein Schoppen-Baby gedeiht auch prächtig und wir geniessen als Familie die vielen Vorteile, wie Papi kann auch zu essen geben etc.
    Höret uf s’geng wöue besser ds wüsse! Chacun son goût!

  • Beatrice M. sagt:

    Gut gemacht. Danke, guter Beitrag.
    Mit dem Stilldrill fängt es an, mit dem Erziehungsdrill /Förderungswahn der Eltern geht es weiter, in der Arbeitswelt herrscht dann der Arbeitsdrill und Leistungsdrill. In der Wirtschaft der Produktionsdrill.
    Nein im Alter hört es nicht auf, sondern da kommt der Schönheitsdrill (Lifting, Botox etc.). Eine kinderlose Frau.

    Übrigens bei der Schoppennahrung kann auch Papa stillen, nämlich mit dem Schoppen, in Ruhe und ohne Drill und die Beziehung zum Kind aufbauen. Während Mama mal Auszeit nehmen kann.

    • Papa sagt:

      Das Stillen hat bei meiner Frau und Tochter erst funktioniert als wir die Hebamme aus unserer Wohnung geschmissen hatten. Dieser konstante Druck der „Profis“ schadete mehr als das es etwas gebracht hätte.

  • Luise sagt:

    Bei mir wars beim ersten Kind genau so. Sie war zudem trinkfaul und desintressiert an der Brust. Auch den Schoppen trank sie eher lustlos. Aber immerhin hatte ich es 3 Monate versucht mit der Stillerei. Wir tun das ja für das Kind und nicht für die anderen Leute. Beim zweiten Kind war das Stillen problemlos. Der Kleine trank viel und ich produzierte viel. Bloss keinen Stress. Den hat man mit kleinen Kindern auch so genug.

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