Die gefährlichsten Autofahrer sind Eltern

Ein Gastbeitrag von Martina Marti*

Was, wenn der Nuggi auf den Boden fällt? Kleinkind im Auto. (Foto: Flickr/Andy G)

Was, wenn der Nuggi auf den Boden fällt? Kleinkind im Auto. (Foto: Flickr/Andy G)

Ich bin auch für maximale Sicherheit im Strassenverkehr. Saftige Bussen für zu viel Alkohol, Telefonieren ohne Freisprechanlage, Rasieren im Stau und jüngst sogar Kratzen am Ohr: Die Polizei macht ihren Job gewissenhaft. Alles, was ablenkt, wird radikal aus fahrbaren Untersätzen verbannt. Gut so, nur geht den Gesetzgebern ein ganz entscheidender Risikofaktor durch die Lappen: unsere lieben Kinder!

Unsere Tochter gehörte zu der Spezies Säuglinge, die regelmässig im rhythmisch wippenden Maxi Cosi ins Land der Träume entschwinden. Nur: Sie so weit zu bringen, war jeweils ziemlich nervenaufreibend. Die Kleine schloss die Augen, saugte wie verrückt an ihrem Nuggi, und kurz vor dem Tiefschlaf folgte auf den letzten «Schmatz» ein heftiges «Flutsch» – und der existenzielle Silikonzapfen sauste von der Rückbank quer durchs Auto. Einfach liegen lassen, denken Sie? Daran war bei diesem ohrenbetäubenden Gekreische nicht zu denken! Anhalten war die logische Konsequenz. Einmal, zweimal, dreimal… Und dann? Ja, dann verlor ich die Nerven. Oder der Zeitdruck, um von A nach B zu gelangen, wurde zu gross.

Also entschloss ich mich zu einer akrobatischen Höchstleistung. Während die eine Hand Boden und Seitenwände im hinteren Bereich abtastete, um dann den aufgespürten Nuggi zielsicher wieder im brüllenden Babymaul zu verstauen, blieb die andere Hand fest am Steuerrad. Was jedes Mal zu einer spektakulären Verrenkung führte. Meine liebste Fundstelle war übrigens das Seitenfach in der Türe hinten rechts. Kommen Sie da mal ran! Freundlicherweise wiederholte meine Tochter dieses Spiel später mit dem Trinkschoppen.

Auch das zunehmende Alter der Kinder verhalf nicht zu mehr Ruhe im Verkehr. Ich gestehe: Bei unerwartet längeren Autofahrten und quengelndem Nachwuchs reiche ich auch mal mein Handy nach hinten. «Mamiii, da redet öpert us em Telefon!» «Cool, ich han der chöne es neus Spieli schenke» «Häää, wieso sind plötzlich all Föteli weg?» Ich denke, alle verstehen mich, wenn in solchen Momenten der Strassenverkehr nicht mehr ganz so präsent ist und ich dem Kind das iPhone aus den Händen reisse, um weitere Katastrophen zu verhindern. An Katastrophen denken Sprösslinge natürlich auch nicht, wenn sie der Mutter überstolz die gemalte Zeichnung quer vors Gesicht halten, während diese gerade rückwärts einparkiert.

Mit zwei Kindern wirds leichter? Dann können sie ja «Ich sehe was, was du nicht siehst» spielen? Klar, theoretisch. Meine beiden haben die Angewohnheit, sich regelmässig im Auto zu zoffen. Ich breche unfair verteilte Schoggistängeli neu (überhole zeitgleich links und spure elegant rechts ein), handle Deals aus, wer wann das Fenster runterkurbeln darf, wechsle im Dreieinhalb-Minuten-Takt den Radiosender, weil jeder etwas anderes hören will, und klaube Bazooka aus Barbiehaaren (weil der Bruder gerade nicht wusste wohin mit dem geschmacklos gewordenen Kaugummi) und ergattere nebenbei in Zurich City einen Parkplatz.

Am liebsten sind mir allerdings Raufereien, bei denen ich in sicheren Abständen einen Tritt in die Rückenlehne verpasst bekomme. Ganz zu schweigen vom Lärmpegel in meinem kleinen Fiat 500. Meine Nackenprobleme kommen – nebenbei bemerkt – von den mahnenden Blicken, die ich den Kids über die rechte Schulter zuwerfe (via Rückspiegel werden diese geflissentlich ignoriert!). Glaubt die Polizei wirklich, wir könnten bei solchen Strapazen noch alle Sicherheitsschilder wahrnehmen?

Meine Hoffnung auf ruhigere Fahrten in der Pubertät wurden von meiner Nachbarin jäh zerschlagen: Ihre 14-jährige Tochter offenbarte ihr während einer mit Baustellen gespickten Tour auf der A 2 Richtung Tessin, dass sie ab nächster Woche dringend die Antibabypille benötige. Die Gute konnte sich noch knapp beherrschen, ins Steuerrad zu beissen. Konzentration? Die blieb auf der Nordseite des Gotthardtunnels.

Und jetzt, liebe Hüter des Gesetzes, kriegen alle Mütter Bussen auf Lebzeiten ihrer Kinder?

bild_martina_marti* Martina Marti ist freie Journalistin und Psychosoziale Beraterin in eigener Praxis für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, www.martinamarti.ch. Sie lebt mit ihrem Mann und den gemeinsamen Kindern (Jg. 06 und 09) in der Nähe von Zürich.

145 Kommentare zu «Die gefährlichsten Autofahrer sind Eltern»

  • fgee sagt:

    Kinder brauchen unsere Zeit. Auch beim Autofahren. Dann muss man halt zwischendurch notfallmässig anhalten… Was soll’s. Take it easy!

    Ein Erlebnis war so: Ganze Familie auf der Autobahn. Sohn zum Papa: „Mir ist schlecht!“ Papa zum Sohn: „Müssen wir eine Pause machen?“ Da war im Rückspiegel bereits ein ganzer Wasserfall von Erbrochenem zu sehen, das sich auf den Teppich ergoss. Also anhalten, alle raus, und Auto reinigen auf dem Pannenstreifen. Cooles Erlebnis – etwas für echte Kerle 😉

  • Marco Zweifel sagt:

    Unglaublich diese scheinheiligen, besserwisserischen Kommentare. Neben dem Humor im Text muss ich ehrlich gestehen sind die Kommentare beinahe noch witziger und unterhaltender. Die lieben Leute (zb der lustige Burschi Sportpapi) noch nie selber im Auto mit Kids und hier den Moralpostel spielen und sich ereifern in einem Thema das selber nicht bewertet werden kann. Aber so sinddoch dieq meistenMenschen heute, mit dem Zeigefinger auf andere los und selber nicht mal annähernd eine weisse Weste. Hab mich selten so über einen Artikel amüsiert weil Thema bekannt, bravo!

  • hariba sagt:

    An alle „perfekten“ Eltern! Das Fazit dieses Textes: Unsere lieben Kinder lenken uns im Strassenverkehr ab. Nicht, weil sie nicht erzogen sind, sondern einfach, weil sie Kinder sind. Und das ganze mit viel Humor verpackt. Beim Lesen dieses Textes habe ich mich köstlich amüsiert und mich in vielen Situationen wiedererkannt. Bitte mach weiter so, Martina!

    • Eomano sagt:

      Endlich wieder eine Leserin, welche diesen Text verstanden hat und es richtig sieht ! Bin vollkommen Ihrer Meinung !

  • Divi D. sagt:

    Umdrehen zum Kleinkind führte letztensr in unserem Quartier dazu, dass der Holzzaun der Nachbarn auf einer Länge von 8 m plattgewalzt wurde. Glücklicherweise spielte keines der drei Kinder gerade im Garten und ausser Schaden an Zaun und Auto ist nichts passiert. Man kann sich aber gerne das „was wäre, wenn….“ ausmalen. Wer das hier lustig, locker,flockig findet, dem empfehle ich einen Besuch auf einer Notfallstation, wo dann die Opfer landen. Selbst meinen Kindern, die mitnichten immerbrave Engelchen sind, konnte vermittelt werden, dass im Auto andere Regeln gelten als im Kinderzimmmer.

  • Irene feldmann sagt:

    Zuerst mal großes Kompliment an Frau Marti, ihr Artikel zeigt wie es ab und zu STRUB zu und her gehen kann, wenn man mit Kinder fahren muss. Ich bin ÜBERZEUGT, dass dies es Ausnahmefall war. Was ich eine ABSOLUTE FRECHHEIT EMPFINDE ist dieses ungezügelte egozentrische drauflosdreschen von wildfremden Menschen die das Gefühl Haben das, dieser Blog ihnen die Möglichkeit gibt allen zu beweisen wie, korrekt und perfekt sie sich verhalten, ABSOLUT FEHLERFREI UND IMMER IN VOLLEM BEWUSSTSEIN, das sie alles in Kontrolle haben. Ihr solltet euch schämen!!

    • Brunhild Steiner sagt:

      das Problem ist die Reaktion auf das strube-zu-und-her,
      vom Brüllen auf den hinteren Plätze werden Sie weder schwerverletzt noch umgebracht,
      von unaufmerksamen AutolenkerInnen hingegen schon…

      • Irene feldmann sagt:

        Als erwachsene Menschen SOLLTEN WIR ALLE UNSERE GEFÜHLE IM GRIFF HABEN, nicht nur auf der Straße sondern auch in DIESEM MEINUNGSAUSTAUSCH…. Es gibt nach meiner Meinung nun auch nichts mehr hinzuzufügen.

    • Sportpapi sagt:

      @Irene Feldmann: Wofür war denn Ihr Kompliment? Der Ar tikel beschreibt auf realistische Weise, wie eine Frau sich ablenken lässt und damit fahrlässig nicht nur sich selber und ihre Familie, sondern ganz viele andere Menschen auf der Strasse gefährdet. Man könnte meinen, dies sei zur Abschreckung gedacht und es folgten ein paar Punkte, wie das zu vermeiden wäre. Aber nein, stattdessen heisst es einfach, das ist halt so, kann man nicht ändern, und findet das irgendwie auch noch lustig. Natürlich soll man nicht alles ernst nehmen, sich nicht ständig empören. Aber was soll der Tex t dann?

      • Sportpapi sagt:

        Ode anders gesagt: Wir soll man über ein Problem diskutieren und Lösungen suchen, wenn es nicht einmal als Problem dargestellt und erkannt wird?

      • Irene feldmann sagt:

        Sportpapi, es gibt einige Wege seine Meinung mit RESPEKT rüberzubringen. Was in DIESEM Blog zu Frau Marti geschrieben wurde ist auf gut Deutsch: UNTER ALLER SAU!!!… Wer das nicht merkt und weiterhin auf dem KREUZZUG DER GERECHTIGKEIT denkt, dem wünsche ich wirklich alles gute. JEDER muss im Leben VERANTWORTUNG übernehmen und ich bin sicher das, Frau Marti das auch tut, schönen Abend noch.

      • Sportpapi sagt:

        @Irene Feldmann. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Sie tut jedenfalls alles, um einen anderen Eindruck zu erwecken.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        Ihr 15:31 gefällt mir ausserordentlich gut,
        zwar ohne Grossbuchstaben, aber Sie dürfen sich fettgedruckt und unterstrichen gerne denken!

    • Hj sagt:

      OMG! Frau Feldmann, … da ist wirklich NICHTS mehr hinzuzufügen.

  • Thomas sagt:

    Tja, das kommt davon, wenn man seinen Kindern keine Grenzen setzt. Ich würde damit bald einmal anfangen, sonst bleiben sie der Gang-Go bis in die Pubertät. Sie können sich nicht durchsetzen? Versuchen Sie es einmal mit der Macht des Faktischen. Kaufen Sie sich ein Grossraum-Van und setzen sie ihre Kinder auf die hinterste Bank, wo sie vom Steuer aus sicher nicht mehr mit den Armen hinkommen. Nach etwas Gebrüll am Anfang werden sich die Kinder von selbst beruhigen. Und falls doch Handlungsbedarf besteht, fahren sie schnell rechts ran, steigen aus und sehen hinten nach dem Rechten.

  • Katharina sagt:

    Hoffentlich sind solche ‚lustigen‘ Texte dann nicht Teil des Premium Contents.

  • hanna sagt:

    warum muss man denn beim Autofahren dem Kleinkind einen Schoppen hinstellen? Das geht auch ohne. Ich denke da nicht nur an eine fliegende Flasche; ich denke auch daran, wie das Kind mit dem Schoppen am Mund reagiert bei einem abrupten Bremsmanöver. Das Gleiche gilt übrigens auch mit anderen festen Speisen bei älteren Kindern, von Kaugummis ganz zu schweigen.
    Faustregel heisst: während der Autoreise wird weder gegessen noch getrunken, Punkt.

  • Claudia sagt:

    Wenn ich so was lese kommt mir nur in den Sinn dass bei gewissen Frauen mit der Nachgeburt wohl auch das letzte bisschen Verstand rausgeflutscht ist….

  • Olaf sagt:

    Ein Teil unserer Gesellschaft ist weit gekommen: Foto ins Netz stellen und stolz mitteilen, dass man nicht nur Verkehrsregeln grob aber leichtfertig verletzt und keinen Änderungsbedarf sieht, weil man die Unversehrtheit anderer fremder Familienmitglieder ohne weiterer Bedenken riskiert. Daneben scheint es auch normal, selbst als Eltern frei von materieller Not eine angemessene Erziehung mit Eigenverantwortung nicht mehr vollständig hinzubekommen.
    Zum Glück ist ein erheblicher Teil unserer Gesellschaft NICHT SO!

  • Pietro sagt:

    Keine Diskussion nötig! Entweder Sie beherrschen Ihr Fahrzeug oder nicht. Da spielt überhaupt keine Rolle was stört.

  • Bettina Müller sagt:

    Kleinkinder mit Kaugummi, interessant. Sich in der Verfehlung gerechtfertigt zu sehen weil Kinder – typisch für die modernen Multistaskingeltern, die die Kinder paradoxerweise sowohl als Mittelpunkt als auch Nebensächlichkeit sehen, wie’s halt grad passt. Ich fahre übrigens ab und zu die alleinerziehende Freundin von A nach B. Das beschriebene Theater passierte bei der ersten Fahrt auch, man kletterte aus dem Kindersitz und so. Bin dann auf einer verlassenen Landstrasse bewusst etwas härter als normal auf die Bremse, man flog (relativ sanft) runter, erschrak gewaltig, und sitzt seither still.

  • Yves sagt:

    Frau Marti, ich hoffe das stimmt nicht, was Sie da schreiben. Wenn doch, dann müsste Ihnen auf der Stelle lebenslänglich der Fahrausweis entzogen werden. Sie sind ein permanente Gefahr für sich, Ihre Kinder und uns! Für solche Leute gibt es den ÖV. Wir haben unseren Kindern beigebracht, wie man sich im Auto zu verhalten hat. Können Sie das etwa nicht? Wie Sie den Blogeinträgen entnehmen können, bin ich da bei weitem nicht der einzige mit dieser Meinung! FAHREN SIE ZUG!

  • Grunder sagt:

    Mein Joker, wenn gar nichts mehr hilft: die (sorry) unsägliche Schwiizer-Goofe CD. Da bleibt es geradezu gespenstisch ruhig auf den Kindersitzen. Könnte aber sein, dass das nicht mehr hilft, wenn unsere Kinder die Pubertät erreichen…

  • Hans Meier sagt:

    MIr ist egal ob Handy oder Kind: Abgelenkte Autofahrer sind für Velofahrer und Fussgänger immer gefährlich. Das Grundübel sind die 1-2 Tonnen Blech bei Geschwindigkeiten über 20km/h.

  • Autofahrerin sagt:

    Ach und noch etwas… Art. 31 Abs. 3 SVG: Der Führer hat dafür zu sorgen, dass er weder durch die Ladung noch auf andere Weise behindert wird. Mitfahrende dürfen ihn nicht behindern oder stören. Autofahren ist übrigens KEIN Menschenrecht! Diejenigen, welche nicht fahrfähig sind oder andere gefährden, haben auf der Strasse nichts verloren!

    • Michi sagt:

      und die Konkretisierung:
      Art. 3 Abs. 1 Verkehrsregelverordnung:

      Der Fahrzeugführer muss seine Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zuwenden. Er darf beim Fahren keine Verrichtung vornehmen, welche die Bedienung des Fahrzeugs erschwert. Er hat ferner dafür zu sorgen, dass seine Aufmerksamkeit insbesondere durch Tonwiedergabegeräte sowie Kommunikations- und Informationssysteme nicht beeinträchtigt wird.1

  • Eni sagt:

    So ein Verhalten im Strassenverkehr ist absolut nicht tolerierbar. Man muss halt mehr Zeit für die Fahrt einplanen und eine Nuggikette hilft der Sucherei vorzubeugen.

    Man erinnere sich an eine langjährige Bloggerin aus dem Tessin, deren Sohn genau wegen solchern Unachtsamkeiten angefahren und tödlich verletzt worden ist.

    Dass man sich da noch als solche rücksichtslose Fahrerin outet und nach Verständnis heischt ist allerhand!

  • Autofahrerin sagt:

    Liebe Frau Marti
    Ich finde Ihren Blogeintrag nicht witzig, falls Sie das mit dem bezwecken wollten, sondern einfach nur tragisch! Glauben Sie wirklich, dass man ein solches Thema so herablassend behandeln kann? Falls Sie so Autofahren wie oben beschrieben, geben Sie doch bitte den Führerausweis ab, für die Sicherheit aller! Auch Ihre Kinder werden Ihnen das danken, wenn sie nicht in einen Unfall verwickelt werden!

    • Martina Marti sagt:

      liebe autofahrerin

      ich unterstütze ihren vorstoss: jeder, der sich auch nur ein einziges mal – und sei es nur für wenige sekunden – durch einen äusseren oder inneren umstand vom autofahren ablenken lässt, soll den führerschein per sofort abgeben.

      einen entspannten tag wünscht, martina marti

      • Juno sagt:

        Liebe Frau Marti
        Ich empfehle ihnen eine Fahrt, optional mit Veloanhänger, durch Zürich. Mal gucken, wie entspannt sie danach sind. Und zwar ganz genau deshalb, weil Autofahrer sich nicht bewusst sind, dass sie – auch mit nur einer einzigen Unaufmerksamkeit – grundsätzlich das Leben von Fussgängern und Velofahrern bedrohen. Sie selber und ihre Kinder sind ja geschützt in ihrer Blechkarrosse. Das ist ja die Hauptsache.

      • Juno sagt:

        ‚Velofahrt‘ sollte es natürlich heissen.

      • Eni sagt:

        @ Martina Marty

        Ich schliesse mich Juno an: in einem tonnenschweren Gerät liegt es einfach nicht drin, sich für mehrere Sekunden ablenken zu lassen. Bedenken Sie doch einmal, welche Strecke Sie in dieser kurzen Zeit zurücklegen. Velofahrer und Fussgängen haben keine Chance gegen ein solch schweres Geschütz!

      • Olaf sagt:

        Fr Marti, was sagen sie all jenen Lesern, welche ein invalides Familienmitglied betreuen, letzteres kaputtgefahren für Lebenslänglich von einer Mutter, welche sich in ihrem Auto lieber ihrem Kind widmete als der Strasse?
        Sie propagieren: Es ist cool, Regeln zu verletzen und andere dabei zu gefährden. Schämen sie sich dafür!

  • Eni sagt:

    Akrobatische Verrenkungen während man Auto fährt, das geht gar nicht! Spätestens nach dem 1. Mal hat das Kind ein Nuggiketteli oder man plant halt mehr Zeit ein. Alles andere ist schon fast vorsätzliche Körperverletzung oder Tötung an Fussgängern. Aber das Mütter rücksichtslose Autofahrerinnen sind, erfahre ich fast täglich. An Zebrastreifen wird konsequent nie angehalten und selbt da wo sich viele Kinder aufhalten wird rücksichtslos durchgeblocht. Es sind ja nicht die eigenen Kinder, die dieser Gefahr ausgesetzt werden.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Sobald Ihr eigenes Kind, oder jemand Ihnen Nahestehendes aufgrund genau solcher,
    süffisant beschriebener, Abläufe

    ums Leben kommt oder behindert wird-
    eigentlich reichte schon nur ein „normaler Spitalaufenthalt“,

    sehen Sie das Ganze nicht mehr so nach
    „ich versuch da drüberzustehen, haha, wir sitzen doch alle im selben Boot, oder-Anbiederung“-
    nein, es sitzen nicht mehr alle im selben Boot,
    ein paar sind nämlich überfahren worden… .

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/ Vom Geschrei stirbt niemand,
      durch das Verhalten unaufmerksamer AutolenkerInnen
      schon eher…

      • tina sagt:

        jetzt muss ich doch mal fragen: sind die zeilenumbrüche extra damit man es wie ein gedicht liest? ich kann das gar nicht anders lesen und finds extrem irritierend 🙂

      • tina sagt:

        und weil es sich nicht reimt, liest es sich irgendwie traurig. sehr schräg, der effekt

  • Ahn Toan sagt:

    Lasst die Kinder ans Steuer, sind sie noch klein, kann einer im Fussraum Gas geben, Kuppeln und Bremsen, einer Steuert und kuckt.

    So haben alles was zu tun, sind konzentriert, weil gefordert mit der Aufgabe, der Weg wird zum Ziel, und wenn die Mütter so fahren, wie hier dargestellt, und die ledigen Jungs Joints drehen beim Fahren, kanns auch nicht schlimmer werden. Ausserdem funktioniert ein Auto bald wie ein Smartphone, und das packen die Kurzen auch schneller, als die Grossen.

  • harry hasler sagt:

    fahre mit dem roller aus dem quartier in richtung hauptstrasse. 15m vor der strasse verlangsame ich, um im dem moment von einem auto nur um einen 1/2m verpasst zu werden, das auf den gleich neben der strasse liegenden P rast! ich erschrecke massivst und fahre neben das auto hin, um den fahrer zur rede zu stellen. er stellt sich als fahrerin heraus, die mit 2 kindern unterwegs ist. sie steigt aus und schreit nur „i’m sorry, i’m sorry“, dabei wild die hände verwerfend, komplett entnervt. ich denke, sie ist genug gestraft, denn es ist offensichtlich, dass die 2 kids sie in den wahnsinn treiben.

    • Eni sagt:

      Dann soll sie halt nicht Auto fahren mit den Kindern. Das kann doch kein Grund sein um anderer Leute das Leben zu gefährden.

  • Muttis Liebling sagt:

    Das geht schon wieder wie gestern los. Die Autorin, Frau Marti schreibt gegen Honorar, nehme ich an, in der Ich- Form eine Art Parabel, worauf die geneigte Leserschaft meint, daraus Rückschlüsse auf die Person der Frau Marti zu ziehen und ihr Ratschläge geben zu dürfen, gar zu müssen.
    Seid Ihr wirklich so unbedarft im Lesen von Publizistik? Hier erzählt doch niemand aus seinem Leben, bzw. wenn ja, ist das im besten Fall Naivität.

    • Sportpapi sagt:

      @ML: Wenn die Beispiele alle gefaket sind, weshalb sollen wir sie denn überhaupt diskutieren?

    • Brunhild Steiner sagt:

      Diesbezügliche Unfälle mit Schwerstfolgen erzählen aber was anderes…

    • tina sagt:

      es wird ja von niemandem ein kommentar erwartet, sportpapi. ich nenne das eher „repräsentativ“ und nicht gefaket. an den reaktionen sieht man ja auch dass die repräsentativen szenen noch wirklichkeitsnahe sind. und falls nicht, ist eine diskussion angekurbelt

      • Sportpapi sagt:

        Ja, man könnte eine symbolische Geschichte erfinden und die zur Diskussion stellen. Aber nicht in ICH-Form und mit Bezug zu den eigenen Kindern. Wenn da erzählt wird, was überhaupt nicht stimmt, dann ist das schon irgendwie seltsam.

  • Rémy sagt:

    Also die Lösung „2. Elternteil hinten“ hat bei meinen Eltern immer gut funktioniert.Da aber viele Familien heute über kein 2. Elternteil verfügen,gibt’s die softe Möglichkeit, 2000er style: tragbarer DVD Player,Tablets und weitere Unterhaltungselektronik.
    Sonst gab’s was bis in die späten 60er Jahre des vorherigen Jahrhundert, das hiess Autorität, Strenge, ein Satz warme Ohren, keine Verhandlungen, keine Diskussion, fertig Schluss,Punkt! Aber das lässt sich heutzutage einfach nicht mehr durchsetzen, nicht mehr Zeitgemäss, unrealistisch..Eltern haben heute lieber tote als traumatisierte Kinder!

    • Teilzeitpapi sagt:

      Man kann authenthisch sagen: „Ich will jetzt, dass Ihr ruhig seid, weil ich mich auf die Strasse konzentrieren muss, evtl. noch: weil es sonst gefährlich wird“. Was unsere Kinder respektieren. Irgendwie scheinen sie auch ein Gespür dafür zu haben, was es verträgt und was nicht, wann es kritisch wird. Sei es bei ausgesetzten Wanderstellen in den Bergen oder als ich mit Blinddarmentzündung auf dem Bett in der Notfallstation lag und sie brav spielend daneben warteten, bis die Mama sie abholte. Kinder kooperieren, siehe Bücher von Jesper Juul. 🙂

      • Rémy sagt:

        Ja klar kooperieren sie, wenn man sie dazu zwingt…dazu ist aber die heutige Elterngeneration meist nicht mehr fähig, da sie selbst als Kinder schon zu nichts gezwungen wurden…zwang ist so was von gestern…bis man die erste Steuerrechnung erhält 🙂

      • 13 sagt:

        Sie haben offenbar noch nie ein ungebrochenes Kind kennengelernt. Sie kooperieren, weil es ihrer Natur entspricht, nicht wegen der Peitsche auf dem Schrank. Es sei denn, man gibt ihnen zu verstehen, dass sie eh nur unfähige Dummköpfe sind, denen man das richtige Benehmen aufzwingen muss, weil sie es selber nicht hinbekommen. Dann verlieren sie ihre angeborenen Kompetenzen. Ja, vielleicht sind die Menschen/Eltern heute schlechte Soldaten, da sie gewöhnt sind, selber zu denken, aber so furchtbar schlecht ist unsere Welt doch gar nicht. Also, machen wir es doch nicht so schlecht.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Sie haben offenbar noch nie ein ungebrochenes Kind kennengelernt. Sie kooperieren, weil es ihrer Natur entspricht.“ Das sehe ich definitiv anders. Es gibt offenbar schlicht sehr unterschiedliche Kinder. Zum anderen würde ich es nicht „brechen“ nennen, wenn ich ein Kind zu einem gewissen Verhalten erziehen möchte, notfalls auch mit angemessenem Zwang.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Sie sprechen von ANGEMESSENEM Zwang, Rémy von Autorität, Strenge und Gewalt, das ist wohl ein himmelweiter Unterschied. Erniedrigungen, die mit psychischer und physischer Gewalt gehen, führen zum Bruch, v.a. wenn sie durch diejenigen verteilt werden, die das Kind davor schützen müssen. Meine Kinder sind nicht verwöhnt, aber ich versuche sie dadurch zu einem Verhalten zu bewegen, indem ich sie von der Richtigkeit dieses überzeuge, es erkläre oder in manchen Sachen, es selber hinterfrage. Unsere Kinder sind nicht unser Feind,den man bezwingen muss, was nicht heisst,dass es keine Regeln gibt

      • Teilzeitpapi sagt:

        Kooperation sollte nicht als „tun, was die Eltern wollen“ missverstanden werden. Sie kooperien damit, wie die Eltern sind. Ob sie gezwungen werden, ob sie be- und geachtet werden, ob ihre Bedürfnisse auch etwas zählen, ob sie Grenzen, Orientierung und Führung erleben, usw. Wenn sie lernen, dass sie nur beachtet werden, wenn sie „schwierig“ sind ist das genauso Kooperation. Sie kooperieren mit dem Muster der Eltern, die Kinder nur bei Schwierigkeiten zu beachten und sonst zu wenig Aufmerksamkeit/Interesse zu zeigen. Usw.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Rémy sprach nur von Zwang, was ich mit Strenge und Autorität gleichsetze. Aber nicht mit Gewalt. Das ist Ihre Interpretation. Auch hier wieder: Wenn ich möchte, dass meine Kinder sich in einer bestimmten Art verhalten, etwas tun, oder was auch immer. Dann bitte ich sie zuerst. Erkläre weshalb. Aber am Schluss bin ich streng: dann muss es gemacht werden (und ja, andernfalls gibt es Konsequenzen).

      • 13 sagt:

        @ SP

        Ich zitiere:

        „Sonst gab’s was bis in die späten 60er Jahre des vorherigen Jahrhundert, das hiess Autorität, Strenge, ein Satz warme Ohren, keine Verhandlungen, keine Diskussion, fertig Schluss,Punkt!“

        Autorität und Strenge waren seine Worte, nicht meine. „ein Satz warmer Ohren“ habe ich tatsächlich als Ohrfeige(n) „interpretiert“, weil ich den Ausdruck nur so kenne. Sollte ich falsch liegen, entschuldige ich mich natürlich dafür. Ohrfeigen setze ich aber mit Gewalt gleich und ist klar inakzeptabel.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich entschuldige mich, Sie haben recht. Ich habe das falsch gelesen. Ich für meinen Teil würde allerdings Ohrfeigen nicht generell mit Gewalt gleichsetzen. Das wird dem Begriff nicht gerecht. Ausser natürlich, es wird wirklich richtig ausgezogen.

    • 13 sagt:

      Warum ein entweder oder? Nein, ich möchte meine Kinder nicht tot sehen, darum gebe ich viel Geld für gute Sitze aus, insbesondere rückwärts so lange als möglich, bringe meinen Kindern das richtige Verhalten im Auto bei (das schaffe ich auch ohne Autorität oder Gewalt) und fahre vorsichtig. Aber mein Ziel ist es nicht einfach, dass meine Kinder bis 18 überleben, sondern das auch noch nicht traumatisiert und dass aus Ihnen nicht frustrierte, empathielose Erwachsene werden, die Gewalt an Kindern weiterpredigen. Und ich traue mir durchaus zu, beides zu schaffen.

      • jürg. sagt:

        wobei „empathielos“ in den allermeisten Fällen durch „überfordert und unwissend“ zu ersetzen wäre.

      • Rémy sagt:

        Ja mit einem Satz warmer Ohren habe ich schon die Ohrfeige gemeint…aber keine Angst, deswegen werden so Terroristen wie ich auch bald ins Gefängnis müssen!
        Gewalt ist keine Lösung, aber entgegen dem was überall behauptet wird, wird ein Kind nicht zum Psychopathen weil er ab und zu eine Ohrfeige erhält, oder wenn mal etwas mit Nachdruck verlangt wird (grad im Strassenverkehr) statt auf Gespräche und Kooperation zu pochen. Kinder sind viel Schlauer als viele denken und die gutgläubigen Eltern die meinen ihr Kind kooperiere werden oft von demselben nach Strich und Faden verarscht.

      • Rémy sagt:

        …und habe übrigens von den 60er Jahre gesprochen in der Vergangenheitsform! Aber damals hätte es auch sowas wie ein Fall Carlos nicht gegeben (ui das gehört jetzt aber siiicher nicht zu Thema)…
        Was damals akzeptabel war ist es heute nicht mehr und umgekehrt…nur der gesunde Menschenverstand ist mittlerweile ein bisschen auf der Strecke geblieben…

      • 13 sagt:

        Danke fürs richtig stellen, Rémy.

  • Doris Ammann-Mollet sagt:

    Ich denke mal, Frau Marti hatte Druck wegen Abgabetermin und versuchte mit uebertriebener Komik das Thema ‚Autofahrende Mütter mit Kindern‘ ohne grosses Ausholen und theoretischen Ermahnungen anzuschneiden, will heissen: seid vorsichtig beim Autofahren. Bekanntlich wird ja auf Uebertreibungen und unfundierte Behauptungen (Titel) eher reagiert als auf trockene Fakten. Kann mir einfach nicht vorstellen, dass Mütter sich in der beschriebenen Art im Verkehr verhalten – schon gar nicht, hoffe ich, eine Psychologin.

    • Martina Marti sagt:

      liebe frau ammann-mollet, druck wegen abgabetermin war zwar kein thema, ansonsten haben sie mit vielem recht. liebe grüsse von einer äusserst verantwortungsbewussten doppelmutter am steuer – stets mit lockerer schreibe im gepäck.

      • Bruno Menzi sagt:

        Dann hat vermutlich jemand anders Ihren Artikel geschrieben, denn Sie beherrschen ja offensichtlich Gross- und Kleinschreibung, in meinen Augen immer noch ein nützliches Attribut zum besseren Verständnis der deutschen Sprache, nicht mal ansatzweise. Und wo man sich nicht beraten lassen sollte ist ja nun zum Glück auch klar!

    • R.Audergon 2615 Sonvilier sagt:

      Ich denke auch das das nicht alles ganz ernst genommen werden muss. Wir konnten damals (in den 70er Jahren) bei Problemen noch irgenwo anhalten und es wurde nicht alles so Ernst genommen wie in verschiedenen Kommentaren.Man wurde auch nicht für alles und jedes gebüsst. Sicherheit ist gut aber heute hat man es mit einem immer grösseren Sicherheitswahn zu tun.Wenn ich sehe dass schon Kleinkinder mit dem Dreiradvelo mit Helm herumfahren…Als wir damals mit den Kindern (ohne Gurten hinten) in die Ferien fuhren hatten wir noch Freude beim Fahren.

  • Adrian Frey sagt:

    Daher kaufe ich mir auch erst ein Auto, wenn mein Kind 8 Jahre alt ist. Vorher fahren wir nur mit dem ÖV…

    • Rémy sagt:

      Nein nein Herr Frey, ich bitte Sie, als ÖV-Nutzer, kaufen Sie bitte ein Auto. Im Auto bequengeln Ihre Kinder nur Sie, im ÖV müssen auch noch alle anderen, Unbeteiligten, Unschuldigen mitreisenden daran glauben!

      • 13 sagt:

        Alle anderen Unbeteiligten, Unschuldigen, die ebenso wie Herr Frey FREIWILLIG im öV sitzen, damit rechnen müssen, dass es da auch andere Personen gibt und denen es selbstverständlich freisteht, sollten sie sich von anderen Menschen gestört fühlen, sich in die Sicherheit des eigenen Wagens zurückziehen dürfen. Auswählen, wen man als Mitfahrer möchte, kann man nämlich im ÖFFENTLICHEN Verkehr im Gegensatz zum PRIVATAuto nicht. Frohe Fahrt, egal wofür Sie sich entscheiden.

  • Teilzeitpapi sagt:

    Ist das jetzt ein versuchter humorvoller Übertreibungsversuch oder gefährlicher Ernst? Unsere Kinder haben gelernt, dass es im Zug auch noch andere Leute gibt und dass beim Autofahren sich die Mama am Lenker konzentrieren muss und manchmal Ruhe dazu braucht. Wir sind mit beiden im Zug bis Dänemark gereist und Autofahrten mit 4-5h liegen gut drin. Sie dürfen sichen einen Rucksack mit Büchern, CDs, etc. packen, gehen vorher nochmals auf’s WC und beim Autofahren halten wir bei längeren Fahrten unterwegs an, um uns die Beine zu vertreten.

    • Teilzeitpapi sagt:

      „Glaubt die Polizei wirklich, wir könnten bei solchen Strapazen noch alle Sicherheitsschilder wahrnehmen?“ Glauben Sie wirklich, Sie sollten gefährliche Dinge tun, wenn Sie dabei nicht die Sicherheit von Ihnen und der Kinder (abgesehen vom immer vorhandenen Restrisiko) gewährleisten können? Ob Sie noch an diese dämliche Frage und Ihre beschränkte Fokussierung auf lächerliche Bussen zurückdenken werden, wenn eines Ihrer Kinder im Rollstuhl sitzt oder auf dem Friedhof liegt?

  • Juno sagt:

    Unglaublich verantwortungslos! Weg mit dem Fahrausweis!

  • Suzanne sagt:

    mti Kindern, die sich im Auto nicht benehmen können, fährt man nicht, ganz einfach. Unsere Kinder streiten sich NIE im Auto, und das nicht, weil sie generell so lieb und brav sind, sondern weil wir ihnen klipp und klar gesagt haben, dass wir sie nirgendwohin bringen, wenn sie sich im Auto zoffen oder sonstwie stören.

    • Sportpapi sagt:

      Interessant. Meistens sind es ja die Eltern, die irgendwo hin möchten, und nicht die Kinder.

    • 13 sagt:

      Oder man bringt Ihnen bei, wie man sich im Auto benehmen muss, damit man, wie SP richtig bemerkt, nicht sich selber bestraft. Was hindert manche Eltern nur immer wieder daran, sich wirklich mit ihren Kindern auseinanderzusetzen? Auch mal etwas zu wiederholen oder darüber zu diskutieren?

      • diva sagt:

        sehr gute frage 13! die stellte ich mir auch oft. denn all die probleme, die hier im mamiblog breitgewalzt werden, sind meines erachtens hausgemacht. man will sich nicht um erziehung kümmern. man will weiterleben, wie in der zeit vor den kindern und überlässt die kinder dem hort, der krippe und letzten endes sich selber.

      • Nina sagt:

        Genau deshalb überlasst man sie eben dem Hort oder der Krippe, damit sie in der Zeit, wo man selber anderweitig beschäftigt ist, auch erzogen werden und eben nicht sich selber überlassen! Und das übrigens maximal 40 Stunden pro Woche, d.h. die restlichen mindestens 128 Stunden erzieht man sie eh selber. Ich kann jedenfalls leider nicht bestätigen, dass pur Mami-betreute Kids sich generell besser benehmen als solche, die zusätzlich fremdbetreut werden.

  • dres sagt:

    Die Mama oder ich sitzen hinten neben Junior, schauen Büechli oder unterhalten den kleinen Rabauken sonst. Wenn ich alleine mit ihm fahre kommt er nicht einmal auf die Idee allzu blöd zu tun. Aber gerade im Winter fand ich Zugfahrten dann doch angenehmer. Gemütlich im Speisewagen mit einem Bier, der Kleine mit Büechli oder Autos beschäftigt. Ah, was mir noch einfällt: In gut einer Woche fahren wir nach Nordafrika – mit Auto und Fähre. Kein Mensch ist bei uns in Panik deswegen… 😉

  • Büchsenspannerin sagt:

    Deshalb radeln wir nur noch mit Airbag und Panzerfaust; ernsthaft, Sie beschreiben doch selber, dass Ihr Verkehrsverhalten suboptimal ist, Handlungsalternativen gibt’s auch viele, na los dann!

  • Philipp Rittermann sagt:

    ich bin, u.a….auch als autofahrer wohl ein schlechtes vorbild. weil ich mich öfter mal nerve. und das lautstark. aber ich fahre ja meist alleine. bezüglich gefahr sollte man sich immer vor augen halten, gerade mit insassen im wagen, dass die konzentration an erster stelle steht. handy am ohr ist scheisse! und das sieht man leider noch tagtäglich.

  • 13 sagt:

    Gratuliere, Sie haben es nicht nur geschafft, ca. 1000 mal das Leben Ihrer Kinder und dasjenige von Tausend anderen zu riskieren, sondern auch noch eine unmögliche Pauschalisierung herbeizuführen, wo es heisst: „Mütter fahren so, also sollte man allen Mütter das Autofahren verbieten“. Eins kann ich Ihnen aber sagen: Ich fahre viel und auch mit den Kindern und schaffe es, dank guter Vorbereitung und der Konzentration auf Wesentliche, JEDE der beschriebenen Situationen auf sichere Art zu lösen. Wer das nicht tut, sollte nicht fahren. Der Sicherheit, nicht der Bussen, wegen.

    • Sportpapi sagt:

      Ach, das war doch nur ganz lustig gemeint…

      • 13 sagt:

        Ich habe da einen etwas anderen Humor, als „ich riskiere das Leben anderer und finde mich dabei sehr sehr lustig und das ist doch bei allen Müttern der Fall (Väter sind ja wie üblich inexistent), weil wir ja alles Kopien voneinander sind, und sooo beschäftigt, uns um unsere Kinder zu kümmern, was ja tausendfach anerkannt werden muss, niemand soll denken, es ist ein Schoggijob, dass uns alle Regelbrüche verziehen werden müssen, seien es Sicherheitsaspekte, seien es Anstandsregeln.“ Nein, echt nicht meine Wellenlänge.

  • Eomano sagt:

    Die meisten Leser verstehen diese Geschichte offenbar nicht !
    Frau Marti erlebte mit ihren Kindern, was alle Auto fahrenden Mütter/Väter schon mal widerfahren ist. Sie hat daraus einfach
    eine aufgebauschte, witzige Geschichte geschrieben, die ich einfach toll finde. Ich musste immer wieder lachen !
    Kompliment Frau Marti ! Ich bin übrigens überzeugt, dass Sie sonst eine verantwortungsvolle Autofahrerin sind, und um Ihre lieben Kinder sehr besorgt sind !
    Hoffentlich schreiben Sie wieder einmal so eine lustige Geschichte !

    • Martina Marti sagt:

      lieber eomano, besser hätte ich es nicht schreiben können – vielen dank!

    • Brunhild Steiner sagt:

      …leider kommen aber genau durch solche lustige Geschichten Leute ums Leben
      oder wenn sie mehr Glück haben in Rollstuhl,
      sind Sie selber davon betroffen ringt Ihnen sowas nicht mal ein müdes Lächeln ab…

      • Juno sagt:

        Darüber kann ich beim besten Willen nicht lachen. Auch für den Fall, dass Sie das nicht wirklich so erlebt haben, ich beobachte solche Szenen praktisch täglich in der Stadt. . Ich sitze auf dem Velo oder habe meine Kinder an der Hand. Da kann ich halt einfach nicht so lachen über solche Bagatellen.. Bei Ihnen wäre es dann halt nur ein bisschen Blechschaden.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Brunhild, in der Realität kommen Menschen ums Leben. Es handelt sich hier aber um eine Geschichte, nicht um Realität, vielleicht eine Geschichte mit schlaglichtartigem Wurf auf Realität. Mehr nicht.
        Am Ende vom Krimi leben alle Leichen wieder.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling:
        das sind unsre unterschiedlichen Auffassungen gegenüber diesem Gefäss,
        ich trenne nicht so haarscharf zwischen Meinung und Person wie Sie,
        und taxiere das auch nicht als „Geschichte“ welche ich auf keinen Fall ernst nehmen oder für wahr halten sollte.

  • Valeria sagt:

    Liebe Frau Martin,
    mir blieb beim Lesen ihres Artikels irgendwie das Lachen im Hals stecken. Lustig ist das nicht. Bitte tun sie sich, ihren Kindern und all den anderen Strassenverkehrsteilnehmern einen Gefallen und lassen sie das mit den Verrenkungen. Bitte.

    Im Jahr 2012 sind auf Schweizer Strassen 339 Menschen ums Leben gekommen, über 22’000 wurden verletzt, 4’000 davon schwer.

  • Eduard J. Belser sagt:

    Wer organisieren kann und Wert auf die Sicherheit seiner Kinder und die eigene Sicherheit legt, ist gescheit genug sich und seinen Kindern das Autofahren nicht anzutuen. Für kurze Strecken gibt es die eigenen Füsse, Kinderanhänger zum konventionellen Velos und Transportvelos mit sicherer Kinderausrüstungen, das hält auch fit und gesund. Für weitere Strecken empfiehlt sich der öV. Das entlaste die Unfallstatistik des Strassenverkehrs, die Umwelt, die Familienkasse und stärkt die Sozialkompetenz der Kinder, was will man/frau noch mehr?

    • Sportpapi sagt:

      Längere Fahrten mit ÖV entlasten die Famileinkasse eher nicht. Leider.

      • Juno sagt:

        doch doch Sportpapi. Man kann trotz hohen Preisen ziemlich viel Zug fahren wenn man sich keine Familienkutsche leistet. Ich staune immer wieder was das alles kostet. Familien GA und ab und zu auch ins Auland mit dem Zug liegt locker drin!

      • Sportpapi sagt:

        @Juno: Natürlich haben Sie recht, wenn man das ganzheitlich betrachtet. Wir haben auch deshalb kein Auto. Aber halt für die Ferien meist eines zur Verfügung. Spricht: Ist das Auto mal da (weil eben schon vorhanden oder weil gratis/billig verfügbar) sind die flexiblen Kosten für eine längere Fahrt mit dem vollen Auto halt wesentlich billiger als mit ÖV.

      • Juno sagt:

        Ja wenn’s mal da ist. Wir haben keins und wenn’s eins braucht gibt’s Mobility oder ein Mietauto. Dazu GA. Das ist trotzdem viel günstiger als was unsere Nachbarn mit Auto bezahlen. Allerdings wohnen wir in der Stadt.

  • Martin sagt:

    Wenn ich Auto fahre konzentriere ich mich darauf, egal was meine zwei Kinder hinten machen. Bei konsequenter Haltung lernen die dass auch und stören nicht bei der Fahrt.
    Bei täubelen drehe ich einfach das Radio auf. Gegen das haben sie keine Chance.
    Vor der Fahrt gibt es frische Windeln, respektive geht man aufs WC. Jeder bekommt seine/ihre Decke und für längere Fahrten eine Trinkflasche. Hinter den Vordersitzen sind Überzüge mit Taschen für Spielzeug und Trinkflaschen.
    Für längere Fahrten plane ich Zwischenstopps ein und auf dem Navi kann man auch schön das nächste WC finden.

  • tststs sagt:

    Kurze Frage: Wie oft sind Kinder heute im Auto unterwegs?
    So weit ich mich erinnere, waren wir nicht täglich im Auto…

  • Philipp sagt:

    Selten idiotischer Artikel! Lieber riskieren einen Menschen tot zu fahren als den Lärm der eigenen Kinder im Auto zu ertragen, einfach unglaublich!

  • Jörg Wirz sagt:

    Einfach herrlich, es ist einfach so und es ging mir genau gleich. Nur habe ich dies schlicht aus meinen Gedanken verbannt! Ich kann allen fahrenden Eltern (Auto, Zug oder auch im Resti) nur den Tipp geben möglichst viel Spielsachen etc. mitzunehmen und wenn möglich gleich in den Ablagen oder im Rucksack zu belassen damit sie immer dabei sind. Das reduziert den Stress schon mal um 50%!!

  • sonicP sagt:

    Liebe Frau Marti,

    das was Sie hier beschreiben ist tatsächlich lebensgefährlich – und nicht wirklich komisch.
    Mit Sicherheit sollten Sie tatsächlich lieber mit dem Zug fahren.

  • Martin sagt:

    Wenn sich autofahrende Eltern so verhalten wie die Schreibende, dann sind sie tatsächlich gemeingefährlich. Entweder auf den Verkehr konzentrieren oder anhalten, alles andere ist verantwortungslos. Wenn das nicht geht, dann das Auto zu Hause lassen und den Zug nehmen.

  • Tschannen Werner sagt:

    sieht so aus als müsse man bestimmten Eltern das Autofahren verbieten. Sich so abzulenken und dann noch stolz darauf sein, ich hoff die Polizei liest diesen Blog mit.

    • hans huber sagt:

      Ich nehme 1. an, sie haben selbst keine Kinder und 2. sie rauchen nicht am Steuer, trinken nichts während der Fahrt und verwenden schon gar nicht ihr Telefon (und wenn dann nur mit Handfrei…). Ich könnte ihnen 100te Abklenkungen nennen, die während dem Autofahren auch ohne Kinder die Aufmerksamkeit des Fahrers beanspruchen. Und wenn es nur ist, dass Sie im Navi eine Routenänderung vornehmnen sollten und sich die Zeit nicht nehmen, dazu anzuhalten. Ach und übrigens – Zoff mit der Partnerin auf dem Beifahrersitz hat fast die gleiche Wirkung wie ein schreiendes Baby auf dem Rücksitz!

      • Sportpapi sagt:

        @Huaber: Und alle die aufgezählten Punkte sind lebensgefährlich (auch für andere) und verboten. Und auf jeden Fall nicht sehr intelligent.

      • Stefan Kieser sagt:

        Wissen Sie was? Genau so ist es. Wenn ich Auto fahre, dann fahre ich Auto – ausschliesslich. Kein Telefon, kein essen oder trinken, kein rauchen. Und wenn etwas von dem wirklich brennt, halte ich an. Kein Termin und keine Verabredung ist wichtiger als eine sichere fahrt, und ich will NIE am Tod von jemandem Schuld sein, nur weil ich zu faul, undiszipliniert oder einfach zu blöd war. Offenbar haben Sie andere Prioritäten..

  • Karl Matter sagt:

    Mütter hinter dem Steuer sind die grösste Gefahr für meine Kinder im Strassenverkehr.
    Es sind just die, welche oft Vortritte am Fussgängerstreifen ignorieren,
    Einigen Müttern müsste (anderen Kindern zuliebe) das Autofahren verboten werden.

    • 13 sagt:

      Wirklich? In unserem Quartier sind es einige junge Erwachsene (18-25), die trotz 30er-Zone gerne 50-60 fahren. Mütter, die sich für die Einführung der Zone stark gemacht haben, fahren auch 30. Andererseits sind es genau einige Mütter, die ihre Kinder mit dem Auto in die Schule bringen und damit das Verkehrsaufkommen vor der Schule vergrössern. Bei der KITA eher einige Väter, auf der Autobahn einige Geschäftsmänner. Des Rätsels Lösung liegt auf der Hand: Gegen rücksichtslose Autofahrer (wie die Autorin) sollte man strenger vorgehen. Alle in einen Topf werden, bringt uns aber nicht weiter.

    • Juno sagt:

      Mütter oder Väter. Vollkommen einverstanden.

  • Sportpapi sagt:

    Ist das jetzt ein Plädoyer dafür, dass man Müttern das Autofahren verbieten müsste? Ich kann das ja gut lästern, da ich selber nicht fahre. Trotzdem. In den beschriebenen Fällen hilft nur anhalten. Aussteigen. Oder die Ohren auf Durchzug schalten.

  • Christoph sagt:

    Was finde ich jetzt an dem Beitrag schlimmer? Das Zugeständnis den Verkehr zu missachten oder das Wissen, dass die Erziehung hier irgendwie zu kurz kommt? Wenn unser Vater oder Mutter anhalten musste weil wir gestritten oder rumgekreischt haben, dann war nicht mehr gut Kirschen essen. Das wussten wir und verhielten uns nach dem 2 oder dritten Mal auch danach, schliesslich fährt es sich verdammt schlecht mit einem brennenden Hosenboden. Für uns galt die Regel: Im Auto sitzt ihr still und stört nicht den Fahrer. Das artetet 2-3 Mal aus, aber danach hatten wir jahrelang wunderbare Harmonie *hihi*

    • Grischali sagt:

      Christoph,genau,bei unseren Kinder war das auch so.Vom Familienausflug,Kinderzoo Rappi nach Hause.Hinten ein hin und her.Jetzt ist Ruhe,das stört Papi beim fahren.Ich zähle auf 3, also, 1, 2, hinten war Ruhe,die 3 liess ich aus,dann ein flüstern.Mein Sohn,Mami Beatrice ist dann frech,sie hat gesagt sie kann nicht einmal auf 3 zählen.Das war vor ca. 40 Jahren, das Ausfahren hielt sich in Grenzen, es war, in allen Belangen, einfacher mit den Kinder.Heute, ich sehe das mit meiner Enkelin. Handy, Internet, Fernsehen und vieles mehr.Und Eltern die inkonsequent sind nur dass sie ihre Ruhe haben.

      • Christoph sagt:

        Ich verstehe einfach nicht warum die heutigen Eltern nicht durchgreifen können. Warum muss es immer ein Gespräch sein? Warum versucht man den Kindern alles erklären zu wollen? Manchmal gibt es einfach Dinge die nicht gehen und sie auch noch nicht verstehen. Aber ein wenig Schmerzen verstehen wir Menschen alle. Das ist nichts Schlimmes und gehört zum Leben wie Freude und Spass und Eierkuchen, und schaden tut es auch niemandem, solange die Erziehung mit Liebe stattfindet und nicht aus Sadismus. Aber puhhhhh, das Thema ist eine heilige Kuh und hat beinahe schon die Tragweite der Pädophilen.

  • Manuela sagt:

    Das ist nicht lustig, sondern gefährlich.
    Und ich kenne das mit 2 Kindern gar nicht. Wenn jemand schreit, dann schreit er halt ein paar Minuten. Ich halte dann an wenns passt. Und bei kürzeren Strecken gar nicht. Da dreh ich nur die Musik lauter, nachdem ich gesagt hab, dass sie jetzt warten müssen. Kinder können das nämlich.

    • Leo Schmidli sagt:

      Aha. Weil Kinder das also können, drehen Sie die Musik lauter!? Verstehe ich jetzt nicht.
      Und überhaupt: Die Kinder sollen gefälligst spuren wie kleine Soldaten, gell?

      • 13 sagt:

        @ LS
        Ich bin zwar nicht Manuela, aber trotzdem: Im Auto bis zu einem gewissen Grad ja. Ich bin bedürfnisorientiert, was meine Kinder anbelangt, sie dürfen vieles ausprobieren etc., aber im Auto geht der Sicherheitsaspekt vor. Die Kinder werden mir nämlich nicht danken, wenn ich zwar auf jedes Schreien regiert habe, aber sie darum eine schwere Behinderung aufgrund eines Unfalls haben. Sie wissen das und halten sich daran. Zu Hause ist die Geduld einiges kleiner, was auch ok ist. Schreien kann man auch sehr gut mit Ablenkung begegnen, spannendes Spiel, neue CD etc.

      • Manuela sagt:

        Ach Kinder können schon mal schreien. Nach ein paar Minuten wird’s ihnen meist zu blöd und sie hören von selber auf. Da muss man nicht immer anhalten. Und ja, Kinder müssen in vielen Situationen gehorchen. Ich bin die Mutter und sag wo’s lang geht. Ganz einfach.

  • Lisi sagt:

    Vor Jahren kam genau desswegen eine junge Mutter und ihr Baby ums Leben, die Mutter wollte den Schnuller aufheben und kam auf die Gegenfahrbahn. Ein zu hoher Preis, dann doch lieber ein schreiendes Kind oder zu spät am Ziel ankommen.
    Wir haben die Schnuller jeweils mit einem Nuschi locker fixiert, so dass sie nicht gleich rausploppen konnten. Später gab es einfach kein wenn und aber, Kinder müssen sich der Sicherheit wegen im Auto einigermassen ruhig verhalten. Wir sind jeweils rechts ranngefahren, Motor aus und haben gewartet. Ruhig erklärt, dass wir so nicht Auto fahren können.

    • Lisi sagt:

      Dies hat gut funktioniert.
      Mich wundert es manchmal ein wenig, dass wir auf der einen Seite unsere Kinder fördern, unterstützen etc. Das Gefühl haben, jedes einzelne sei ein kleines Genie und hochbegabt. Auf der anderen Seite sprechen wir unserem zweijährigen Kindern die nötige Intelligenz ab, dass sie den Zusammenhang sehen von Schoppen wegschmeissen = ohne weiter fahren zu müssen.
      Kinder sind sehr wohl in der Lage dies zu verstehen. Es braucht einfach ein wenig Konsequenz unsererseits.

      • Divico sagt:

        Genau, dies scheint mir vor allem eine Erziehungsfrage zu sein.
        Als meine drei Kinder noch klein waren, habe ich ihnen erklärt, was im Auto nicht erlaubt sei.
        Im Unterlassungsfall drohte eine sofortige Bestrafung.
        Da sie einsahen, dass ich es ernst meinte, war eine solche glücklicherweise nicht nötig.
        Nichts gegen Züge, wenn gute Verbindungen bestehen und die Organisation einwandfrei klappt.
        Im Übrigen spricht mich der Artikel vor allem humorig an; man braucht nicht das ganze Leben todernst zu sein.

      • Kathy sagt:

        Was mein Vater früher gemacht hat, hat mir zwar nicht gefallen, genützt hat es. Ab ca. 6 Jahren, hat es bei Geschwisterstreit, blöd tun etc. im Auto jeweils geheissen: „Noch einmal und ihr läuft nach Hause“. Soblad es weiterging, wurde angehalten, die „Braven“ durften im Auto nach Hause fahren und die „Ungezogenen“ mit Papi nach Hause laufen.. Nach dem ersten 5h Weg überlegt man sich das nächste mal sehr gut, ob man das wirklich nochmals machen will…

      • Sportpapi sagt:

        Sehr gut, Kathy. Das entspricht auch meiner Methode.

      • urs lehmann sagt:

        @Kathy, SP
        Das klappt aber nur mit zwei Erwachsenen im Auto, es sei denn man beabsichtigt das Kind auszusetzen (wäre mMn in einer solchen Situation), wenn auch nur temporär.

      • 13 sagt:

        Und wieder stellt sich in Frage aller Fragen, wenn es um Erziehung geht:

        Reicht es mir, dass mein Kind das macht, was ich will oder wünsche ich mir, dass es das aus der richtigen Motivation heraus macht?
        Und falls das zweite: Was soll die Motivation sein? Nicht laufen zu müssen? Bewegung als was negatives? Oder will ich, dass mein Kind, welches ein soziales Wesen ist, sich darum im Auto entsprechend benimmt, weil es versteht, dass es ansonsten gefährlich sein kann und dass unser Zusammenleben nur dann gut funktioniert, wenn alle an einem Strang ziehen? Die Entscheidung ist dann individuell.

      • Sportpapi sagt:

        @Lehmann. Mein Sohn ist auch schon hinter dem Veloanhänger hergelaufen, weil er trotz Ermahnungen nicht aufhören konnte, den Bruder zu plagen. Und auch die Warnung nichts nutzte.
        @13: 1) Ich will, dass er ein bestimmtes Verhalten zeigt. Sonst lasse ich ihm die Wahl. Aber wenn ich das will, und er keine Wahl hat, muss ich ihm auch keine vorspielen. 2) Schön, wenn er mit der Zeit auch einsieht, weshalb er das so machen soll. Ich gebe mir alle Mühe, das immer wieder zu erklären. Manchmal mit Erfolg, manchmal nicht. Manchmal erst Jahre später.

    • 13 sagt:

      @ Sp
      Jetzt interpretieren Sie. Ich habe nichts von Wahlmöglichkeiten geschrieben, nur von der Art und Weise, wie ein gefordertes, nicht nur gewünschtes, Verhalten herbeigeführt werden soll. Aber wie gesagt: die Entscheidung, was man möchte und wie man es erreichen will, ist jedem selber überlassen. Ich mache auch nicht alles richtig 😉

      • Lisi sagt:

        Diese Erziehungsmethode heisst doch einfach „logische Konsequenz folgen lassen“ wer den Btuder im Anhänger nicht in Ruhe lässt geht zu Fuss. Das ist auch später im Leben so. Fahren wir alle 30 in der Fussgängerzohne weil wir wollen, ider weil wir müssen und die Konsequenzen scheuen.
        @13
        Spätestens in der Pubertät reicht manchmal alles Erklären nichts, die Kinder wollen dann genau das Gegenteil. Es ist unsere Pflicht in gewissen Situationen zu intervenieren.

  • susanne sagt:

    … glauben Sie mir; meine Gelenkigkeit verdanke ich nur dem Autofahren mit 4 Kinder hinten drin….

  • maia sagt:

    Ich werde nie verstehen, warum man Kindern überhaupt Autofahrten antut – und warum sich das Eltern antun. In eine Blechkiste sitzen, sich anzubinden und dann – womöglich stundenlang – so darin zu verbringen. Ist doch alles viel entspannter und praktischer beim Zugfahren. Mann kann sich bewegen, spielen, schlafen, träumen, essen usw. usf.

    • Teilzeitpapi sagt:

      @maia: Ich weis nicht was Sie für Kinder haben, mit denen eine Zugfahrt entspannt ist.
      Im Auto bleibt der Kleine wenigstens sitzen (hat ja keine andere Wahl) 😉 .

    • Muttis Liebling sagt:

      Das wäre auch mein Geheimtipp gewesen. Meine Kinder sind ohne Auto aufgewachsen und haben jetzt, als Mitdreissiger mit und ohne Kinder, ebenfalls kein Auto, nie eins gehabt. Das geht sehr gut, sogar besser als mit Auto, setzt allerdings eine gewisse Organisiertheit voraus.

      • Valeria sagt:

        …und einen entsprechenden Fahrplan, bzw. Wohnort. Mit 5 Busverbindungen täglich sind selbst der maximalen „Organisiertheit“ Grenzen gesetzt.

    • Domenico sagt:

      Weil man dann sonst regelmässig den Zug verpasst, im Zug dann die Leute nervt und alles noch viel länger dauert als ohne Auto.

    • Sportpapi sagt:

      Ich finde Zugfahren auch viel entspannter. Mit Kleinkindern ist das aber definitiv nicht so.

      • hans huber sagt:

        „Mann kann sich bewegen, spielen, schlafen, träumen, essen usw. usf.“ – die Formulierung ist hier leider nicht ganz korrekt… „DIE KINDER können sich bewegen, spielen, schlafen, träumen, essen usw. usf.“ – die Eltern rennen ihren Kindern nach, versuchen sie still zu halten (aus Fairness den anderen Fahrgästen gegenüber), schauen dem einen bei schlafen zu, während sie das andere beschäftigen, putzen den ausgeschütteten Saft vom Sitz und Boden auf und sind froh, wenn sie nach dem Aussteigen feststellen können, dass sie NUR den Teddybär oder das Nuschi im Zug vergessen haben… no thanks!

      • Sportpapi sagt:

        Genau. Zumal wir recht aktive Kinder haben. Die zudem nicht still werden, wenn wir sie ständig ermahnen. Im Gegenteil. Aber zum Glück gibts Spielwagen. Und zum Glück werden die Kinder auch älter.
        Andererseits haben wir schon sehr lange Zugfahrten mit Kindern gemacht, die wunderbar geklappt haben. Im eigenen Abteil.

      • tststs sagt:

        Sorry, egal in welchem Alter die Kids sind, aber Zugfahren ist auf jeden Fall entspandener! (von WC Gängen über Snacks bis hin zum Stresslevels der Eltern)
        Und solange ich nicht im Ruheabteil sitze, sehe ich auch keinen Grund, Kinder zu Ruhe zu ermahnen!

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Sie kennen meine Kinder nicht. Doch, irgendwann mal muss man eingreifen. Wenn es zu laut, zu heftig wird. Wenn Sie irgendwo herumturnen. Wenn sie im ganzen Zug auf und ab rennen. Usw.

      • maia sagt:

        @Sportpapi: Und dann finden Sie es wirklich eine gute Idee. solche aktive Kinder einfach mal festzubinden und in eine „Konservendose“ zu stecken?
        Und was machen denn Ihre Kinder in der Schule?

      • Muttis Liebling sagt:

        Es gibt bei der SBB keine Ruheabteile mehr, leider. Aber die Doppelstockzüge haben ein Spielabteil, meist im ersten oder letzten Waggon.
        Ansonsten gibt es diverse Ruhigsteller, Smartphone, Tablet, … Ritalin und väterlich- autoritäre Gewaltandrohung.

      • Sportpapi sagt:

        @maja: Wir haben kein Auto und ich nicht einmal einen Ausweis dazu. Meine Kinder legen Strecken so weit wie möglich aus eigener Muskelkraft zurück, und ganz viel auch mit ÖV. Erstaunlicherweise halten Sie es aber auch einmal im Jahr im Auto recht gut aus. Was sie später in der Schule machen weiss ich nicht. Beim Ältesten im Kindergarten geht es gut. Sicher werden wir ihnen aber weiterhin ganz viel Raum zum Austoben geben, so dass sie ihre Energie ausleben können. Sie können aber durchaus auch sich ruhig beschäftigen. Wenn sie wollen und nicht müssen. Aber es ging ja darum, was entspannter sei.

    • Leo Schmidli sagt:

      Aha. Zum Glück ist der Zug keine Blechkiste…
      Ich halte Zugfahren auch für die bequemere Alternative. Nur manchmal ist man eben auf ein Auto angewiesen, um vom Zielbahnhof wegzukommen. Zudem stellt sich noch die Zeit- und Preisfrage, die auf unterschiedlichen Strecken im Vergleich zum Auto stark variieren kann.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.