«Mamas international»: Fremdschämen für Fortgeschrittene

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Die Welt hat auf die deutschen Mütter gewartet: Szene aus der Reality-Show «Mamas international». (Screenshot: Sat 1)

Was tun, wenn einem die Decke auf den Kopf fällt zwischen den immer gleichen Herdplatten, der immer gleichen Kloputzbürste und dem immer gleichen öden Sack, mit dem man die immer gleichen öden Sendungen guckt? Oder wenn der Sack fehlt und man neben der immer gleichen leeren Stelle auf dem Sofa hockt? – Abhauen, natürlich. Eh klar. Aber womit? Wenn Geld und Horizont nur knapp für ein neues Set Acrylnägel reichen?

Es liegt mir wirklich fern, mich über tote Ehen, leere Betten, ästhetische Entgleisungen oder gar über finanzielle Probleme anderer lustig zu machen. Solange diese anderen nicht meinen, die Welt anderswo hätte auf sie gewartet, und das an die grösste aller Glocken hängen: das Privatfernsehen.

Das immer Gleiche ist Realität für Millionen. Und wenn die Flucht davor nicht gelingt, so gibt es sie wenigstens im Flat-Screen-Format. Wir können am TV zuschauen, wie andere sich zweidimensional an den eigenen Haaren aus dem Sumpf der unendlichen Schwere des Seins herauszulupfen versuchen. Arme Hunde.

Kein Wunder also, funktioniert meine Lieblingssendung «Frauentausch» seit über zehn Jahren ausgezeichnet. Die Misere der anderen ist nun mal verlässlich mieser als die eigene. Und sei es nur, weil sie eine unbekannte ist. Sie verweigert Aussenstehenden die Geborgenheit, die Gewohnheiten so mit sich bringen. Sonst hätten wir ja auch keinen so ausgeprägten Hang dazu, zum immer Gleichen eben.

Seit letztem Sonntag haben nun physisch und virtuell fluchtwillige Mütter ein neues Format, das ihnen die Möglichkeit bietet, ihr Sofa zu verlassen und noch unbekanntere Orte kennenzulernen als andere mitteleuropäische Sofas: «Mamas international, wenn deutsche Mamas auf fremde Kulturen treffen». Auweia.

Meine Hoffnung als alter Trash-TV-Junkie, das Ding sei hoffentlich nicht halb so zahm wie der Text auf der Homepage des Senders, wurde nicht enttäuscht. Heissen tut es dort: «SAT 1 schickt abenteuerlustige Frauen in völlig fremde Länder, um dort eine einheimische Familie zu managen. Aufgabe der Kandidatinnen ist es, zum Beispiel in Namibia, Thailand oder Indien, das Ruder in die Hand zu nehmen.»

Ohne Witz: Da reisen teutonische Muttis in ein fremdes Land, um dort zu helfen. So nennen sie das, wenn zum Beispiel eine notgeile Kettenraucherin Anfang Fünfzig in die Dominikanische Republik fliegt, um sich dort für zwei Wochen um eine Familie zu kümmern. (Wobei ihr Kochen zu blöd ist, wie sie gleich nach ihrer Ankunft klarstellt.) Oder wenn die «mollige Tattoo-Mama», so nennt der Sender die sonnenverbannte Kurzhaar-Walküre netterweise, in der Kalahari Beeren sammelt. Muss man zuerst mal draufkommen.

Der fadenscheinige Grund jeder dieser Tauschaktionen ist offenbar, dass die einheimischen Mütter irgendwelche entlegenen Verwandten pflegen müssen oder eine Hochzeit ausrichten helfen und darum eine Aushilfe benötigen. Der Verdacht drängt sich auf, dass man sonst Visa hätte besorgen müssen, um die ausländischen Mütter tauscheshalber nach Deutschland zu holen. Viel zu teuer und umständlich. Also lieber gratis zu Verwandten wegschaffen.

Das Verrückte an der Story: Die Hilfsmuttis glauben wirklich, dass sie der Welt Gutes tun, wenn sie kamerawirksam in irgendeiner Familie dieser Welt rumwüten. Beneidenswert.

Gutes tun sie ja wirklich. Aber kaum den Gastfamilien, sondern uns, die wir uns in selbstgerechtem Voyeurismus auf dem Sofa suhlen und uns auf höchstem Niveau fremdschämen. Ist ein bisschen wie supersaure Bonbons lutschen. Zieht einem alles zusammen, aber macht süchtig. Ich nenne das den «Goldmarie-Effekt». Oder haben Sie als Kind etwa nicht geglaubt, dass Sie bei Frau Holle bestimmt die fleissige Goldmarie gewesen wären, die alles richtig macht? Eben. Und überprüfen mussten wir das Gott sei Dank nie.

Wer also Lust auf richtig saure Bonbons mit einem tüchtigen Schuss Goldmarie hat: Wir sehen uns nächsten Sonntag vor der immer gleichen Kiste!

94 Kommentare zu ««Mamas international»: Fremdschämen für Fortgeschrittene»

  • babuschka miro sagt:

    in den skiferien kam in den „genuss“ der sendung frauentausch.was mich erschütterte war nicht mal die niveaulosigkeit der sendung,sondern dass diese leute das ihren kindern antun!die eltern können sich immerhin dafür entscheiden.die kinder,in der gesehenen halben folge noch sehr klein,gaben dauernd geweint.die verstehen nicht,wieso sie jetzt plötzlich von einer andere frau geweckt werden!die menschheit eird an ihrer blödheit zu grunde gehen.

  • bubenmutter sagt:

    Das Bild spricht für sich: „ICH bringe euch etwas (bei)“, nicht „Wollen WIR gemeinsam spielen?“ (sonst wäre die Frau mindestens zu den Kindern auf den Boden gesessen)…

    • Henriette sagt:

      bubenmutter, wenn diese Frau sich auch auf den Boden gesetzt hätte, würde sie mittels Kran wieder hochgehievt werden müssen.

  • Jacques sagt:

    Eigentlich finde ich Mütter (aber natürlich auch Väter), die sich engagieren immer gut. Ob für die eigenen oder „fremde“ Kinder. Das wurde schon im „Augsburger Kreidekreis“ von Berthold Brecht sehr gut beschrieben.

  • Detlev sagt:

    Solche Sendungen haben immer einen Hauch von Herrenrasse. Deutsches Kamerateam ist in einem fremden Land unterwegs, Darsteller(in) geht auf Einheimische zu, die ungefragt gefilmt/vorgeführt werden und eventuell beim Videoschnitt in ein schlechtes Licht gerückt werden.

  • Eni sagt:

    Alle die hier so verächtliche Kommentare von sich geben sind einfach nur verlogen. Würden diese solche Sendungen nicht schauen, wüssten sie ja gar nicht, dass es Trash ist, der da gesendet wird. Ich selber bin ein Bauer-ledig-sucht-Junkie, ausserdem schaue ich Greys Anatomy und manchmal noch Next Topmodel, ansonsten schaue ich gar keinen TV. Nachrichten nur aus dem Internet und aus der Tageszeitung die ich 351 Tage im Jahr lese.

  • fufi sagt:

    Danke für diesen Beitrag!

  • Res Raschle sagt:

    Mit dem „immer gleichen Sack“ vor der Kiste hocken. Verstanden. Aber wie wärs mit der „immer gleichen Säckin“ gewesen Frau Fischer? Oder einer der famosen gender-normkonformen Schreibweisen?
    Alltäglicher Sexismus in einem Text über die Abgründe des europäischen Ethnozentrismus (einer Form des „Rassismus“). Für Sie schäme ich mich allerdings nicht; Ärger, nicht Scham ist das Gefühl, das sie in mir erzeugen.

    • Henriette sagt:

      In Frau Fischer’s Leben möchte ich nicht Mäuschen spielen, der Artikel gibt tiefgehende Einblicke. Schaffen Sie sich wenigstens eine neue Klobürste an, den alten Sack können Sie dann irgendwann entsorgen, er wird’s Ihnen danken.

  • Chris Heyduk sagt:

    Ich finde es interessant, wie Feministinnen oftmals genau das kritisieren, was sie gerne selber tun. Nämlich Frauen gegen Frauen auspielen, oder wie in diesem Beispiel, andere Frauen massregeln und sich abschätzig über sie äussern.

  • Papen Heymer sagt:

    Da heisst es doch immer – wie wichtig Multikulti sei. Und, wenn das nicht Multikulti ist, wäre meine Theorie im Eimer.

  • Hahaha sagt:

    Ganz sicher, dres.

    • dres sagt:

      So, ich schalte mal den Fernseher ein: Ah voilà, auf RTL wäscht gerade so eine Teutonin ein paar renitenten farbigen Kindern die Kappe. Aus denen wird dafür mal was.

  • dres sagt:

    Ich finde diesen interkulturellen Austausch sehr wichtig. Damit wird die Welt besser, und vielleicht gibt es dank der Privatfernsehen bald keine Kriege mehr.

  • Adrian Sutter sagt:

    Sich über solchen Mist aufregen und gleichzeitig sagen man ist Trash-TV-Junkie? Hab ich die Ironie nicht gefunden?

    • alien sagt:

      Dochdoch, nur nicht erkannt. Nur tüchtig üben, das wird schon.

      • Flo sagt:

        Ich gebs ja zu, ich hab sie auch nicht erkannt. Eigentlich find ichs aber nur schon Zeitverschwendung sich über solchen Müll zu unterhalten. Womit ich die letzten 3 Minuten, in denen ich den Artikel gelesen und das hier geschrieben hab, grad völlig verschwendet hab. Mist..

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Es gibt Schrott auch viel besser getarnt, z.B. gestern den Abend über Amoklauf. Auch bei den Journalisten ist korrektes Arbeiten nicht mehr in, was da an Mist erzählt wurde! Nach einer halben Stunde musste ich wegzappen, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe. Und das ganze läuft dann unter dem Titel „Seriöse Dokumentation“. Wo zum Teufel sind alle die Journalisten hin, die ihr Handwerk verstehen?

    • Orlando Alleyway sagt:

      Wenn wir schon von seriösem Handwerk reden: Wo sind die Beispiele und Begründungen Ihrer Thesen?

      • Joerg Hanspeter sagt:

        Habe ich doch gesagt, die Sendung von gestern Abend ist bestimmt irgendwo abrufbar. Wenn dann über Amok nur in Zusammenhang mit Verfügbarkeit von Waffen geschwafelt wird und keiner sich fragt, wieso diese Phänomen bis vor wenigen Jahren kaum existent war, obwohl doch die Verfügbarkeit von Waffen viel höher war. Wenn dann bei 9mm-Pistolen von gewaltigen Waffen geredet wird, wenn man dann einen Jüngling von Schützen zu ein paar unvorsichtigen Äusserungen zu verleiten versucht, weil die älteren schon wissen, dass einem das Wort im Munde verdreht wird, dann, genau dann ist es nicht mehr seriös.

    • Dodimi sagt:

      Die sind längst ausgestorben, als vergessen wurde, dass Journalistik eine Berufung und nicht nur ein Beruf ist, der nicht nur dem Mainstream zu folgen hat, damit die Auflagezahlen stimmen. Die Begründungen der Thesen können sie selbst jeden Tag in den Medien selbst verfolgen, sofern in der Lage die „Spreu vom Weizen“ zu trennen.

      • Joerg Hanspeter sagt:

        Das ist ja mein Problem. In einigen Gebieten bin ich in der Lage, die Spreu vom Weizen zu trennen und stelle fest, da wird nur Schrott geschrieben und durch den Copy-Past-Journalismus verbreitet der sich wie eine Epedemie. Was soll ich nun z.B. von einem Bericht über die politische Lage in Uganda halten? Da ich da wirklich keine Ahnung habe, müsste ich mich eigentlich auf den Journalisten verlassen können, Logik hilft da meist auch nicht unbedingt weiter. Trotz Informations-Inflation sind wir immer schlechter informiert.

  • Helga Schneider sagt:

    Gewisse reden bei diesen Formaten von Volksverblödung, aber die traurige Wahrheit ist, dass die Zuschauer(innen) dabei etwas lernen.

    Das ist eben der Seich in der seichten Unterhaltung.

  • Auguste sagt:

    hmm…, „tattoo-mama“ gibt der masseneinwanderungfrage noch einmal einen ganz dicken spin.

    youtube: we are the world

  • Philipp Rittermann sagt:

    einfach nur tragisch. die menschheit verblödet zusehends, mit freundlicher unterstützung der medien.

  • Bee sagt:

    Tattoo-Mama und MamaBlog zeugen von einer zumindest ähnlichen Herangehensweise im Textbereich.

  • 13 sagt:

    Bis vor 10 Minuten wusste ich nicht einmal, dass Frauentausch noch läuft, von einer Ausweitung ins Ausland ganz abgesehen. Jetzt weiss ich zusätzlich, WARUM es noch läuft. Offenbar brauchen nicht nur verbitterte Couchpotatos etwas zum fremdschämen, sondern der Mama Blog müsste sich anderweitig etwas wirklich interessantes für das heutige Thema ausdenken.

    Sorry, aber im Zeitalter des DVD, des Filmausleihs, für den man nicht einmal mehr aufstehen muss, der Aufnahme- und Replayfunktion gibt es keine Ausrede mehr, sich auch nur die Vorschau solcher Sendungen anzutun!

    • Sportpapi sagt:

      Hm. Andererseits sind die mit den DVDs häufig auch die, welche nie mehr („zufällig“) eine Nachrichtensendung mitbekommen. Andererseits, was da heute manchmal als Nachrichten, „News“ verkauft wird. Naja, das darf man dann auch gut verpassen ohne etwas zu verpassen.

      • tina sagt:

        darf man, sportpapi. es gibt auch halbschrott, also informationen zu unterhaltung verbastelt. klar ist das nicht das selbe wie nzz lesen, sondern es ist so 20minuten niveau. und wann liest man 20min? wenn man nur 10minuten zeit hat. heute ist sowieso extrem wichtig informationen zu filtern. wenn man also „unterhaltsame“ news schaut, muss man den dingen die man wirklich wissen will eben noch näher auf den grund gehen.
        man kann sogar komplett aufhören news zu lesen/schauen/hören und ist immer noch über das weltgeschehen informiert, wenn man unter leute kommt.

    • tina sagt:

      13, ich schaue nicht gerne DVDs an, und trotzdem bin ich doch nicht gezwungen mir schrott anzuschauen. ich schaue sehr gerne filme aber vorallem dokumentarfilme, gesprächsrunden und solche dinge, aber nicht einmal beim durchzappen stolperte ich über frauentausch oder ähnliches. ich vermute das ist frühabendprogramm, es reicht also tatsächlich, einfach früh abends nicht tv zu schauen, und man muss noch nichtmal vorbeizappen, falls man zu den zappern gehört. und dann gibt es ja schon noch die möglichkeit ins programm zu schauen….

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Ja warum nicht beides, also DVDS und TV schauen (muss ja eben nicht dieses Trashzeugs sein ;)). Wenn ich mal TV gucke, dann kommts auch vor, dass ich zuerst bisschen rumzappe und dann möglicherweise auf einer interessanten Doku lande, ausser ich schaue von vornherein etwas Bestimmtes wie ein Krimi, Doku, Sport, News etc. Nicht überall auf allen Sendern und Kanälen wimmeln sich frauentauschähnliche Fremdschämerformate. Zum Glück gibts noch anderes zu Sehen ;).

    • 13 sagt:

      Moment mal, ich habe nie gesagt, ich schaue nur DVDs. Im Gegenteil, ich schaue sogar sehr wenig Filme, aber ich nehme die Sachen auf, die mich interessieren und zwischendurch bemühe ich Replay, wenn ich es nicht aufgenommen habe. Zappen tue ich seit es eine Programmübersicht gibt, nicht mehr. Es gibt aber wie gesagt, trotzdem keinen Grund für Reality-TV.

      News bekomme ich online mit und informiere mich auch da näher, wenn es mich interessiert. Oder dann Radio auf dem Arbeitsweg. Ich gehe morgens auch nicht gleich zum MB, sondern klicke drauf, wenn ich eh Zeitung lese. Bund, nicht 20 Min. 😀

      • Sportpapi sagt:

        Wer am Morgen schon eine „richtige“ Zeitung gelesen hat, wird sich 20min ja auch nicht antun. Wofür auch? Das ist dann eher Zeit für das früher erwähnte mitgebrachte Buch.

  • plop sagt:

    Also Fremdschämen kann man sich auch bestens bei unserem Staatsfernsehen – haben sie schon mal „verdrehte Welt“ (oder wie das heisst) geschaut? Brrr! Auch der „Jobtausch“ war ziemlich schlecht, obwohl die Idee an sich ja noch was hat. Was einzig an den privaten-Formaten „besser“ ist, dass die Sendungen ewig dauern und die ganze Sache nicht nur auf Abschiedsszenen verkürzt wird wie in unseren Produktionen…

    Am besten die Kiste aus dem Haus schaffen oder die Sache geniessen ohne schlechtes Gewissen…

  • Walter Bossert sagt:

    Mich wundern solche Sendungen schon lange nicht mehr, sie sind auf eine immer breiter werdende degenerierte Gesellschaft aufgebaut, welche auch hier in der Schweiz deutlich aus den Kommentaren heraus zu spüren ist und die sich willig die Werbung ( was ja der Hauptzweck ist) hinein „saugt“ und noch von gelungenen Filmchen spricht, Hauptsache man konnte sich anschauen wie noch viel dümmer andere sind. Unser Fernsehen macht manchmal den Eindruck auf die gleiche Schiene einzuschwenken, wenn auch mit anderen Figuren. Aber auch da, Selbstbestätigung durch den Blick nach unten!

    • Walter Boshalter sagt:

      Verstehe ich jetzt nicht. Wer glotzt denn heute noch TV in real time ausser bei Live-Sportevents? Werbepausen werden mit FF abgewickelt…

      • Walter Bossert sagt:

        Das ist jetzt aber Interessant, warum wissen Sie denn um was es geht? heisst das Sie schauen diesen Mist auch noch Zeitverschoben… dann hätte ich ja recht!

  • Frank Pfau sagt:

    Deutsche Muttis erobern die Welt… vielleicht sollte RTL mal eine Sendung darüber machen, dass Deutschland bei weitem das kinderfeindlichste westeuropäische Land ist. Als Kind in D und man hat die Arschkarte gezogen. In keinem anderen Land, werden so viele Kinder getötet. Sei es innerhalb der Familie, sei weil man kurz nicht auf das Kind geschaut hat, von völlig unbekannten Psychos. Über die vielen Verbote in Parks, Siedlungen oder sonstwo, die ganz gezielt auf Kinder zielen, ganz zu schweigen. Vielleicht sollte man sich grundsätzlich mal Gedanken machen, bevor Whitettrash missionieren lässt.

    • Ira sagt:

      In keinem Land werden so viele Kinder getötet wie in Deutschland? Sind Sie noch ganz bei Trost?

      • Frank Pfau sagt:

        Liebe Ira
        Habe lange genug im Kindesschutzgearbeitet. Wenn es um häusliche Gewalt mit Todesfolgen, Vernachlässigung von Kindern geht oder um die Chance als Kind von einem völlig unbekannten A…. getötet zu werden, schwingt Deutschland im Vergleich mit anderen Westeurop. Ländern oben aus.

        Und ja, ich bin bei Trost, und ja, es ist nicht mein Problem, wenn Sie genau das lesen, was Sie verstehen wollen.
        MfG

      • Jäne sagt:

        Ira hat schon richtig gelesen. Natürlich ist Ihr Beitrag übertrieben und falsch. Grund zum missionieren besteht trotzdem nicht.

    • Sportpapi sagt:

      Für einmal ist also nicht die Schweiz das kinderfeindlichste Land der Welt? Solche Aussagen sind einfach nur lächerlich!

    • Ira sagt:

      Entschuldigen Sie, ich wollte Sie nicht beleidigen, aber in Ihrem Beitrag steht wortwörtlich: „In keinem anderen Land, werden so viele Kinder getötet.“ Und das klingt einfach wie blanker Hohn, wenn man dabei bspw. an Länder wie Indien denkt. Wenn Sie Westeuropa meinen, sollten Sie das auch so formulieren. Ich bin mir sicher, dass Ihre Erfahrungen im Kinderschutz sehr eindrücklich waren, aber auch hier würde mich interessieren, woher Sie die Informationen haben, dass die Situation in Deutschland schlimmer ist als z.B. in Grossbritannien.

    • alien sagt:

      Frank, in China werden sehr viele Mädchen sehr bald nach der Geburt getötet. Ich glaube, Deutschland ist hier lange nicht so fleissig. Ich weiss aber, wie Sie das meinen. Ihre Aussage ist nicht richtig, aber sie soll es auch nicht sein, sie soll emotional sein.

  • Markus Schneider sagt:

    Dieser Dreck im Mama-Blog ist einfach nur noch peinlich.

    • monaco sagt:

      JA! – und er zeigt noch eines ganz deutlich: Wie weit es mit der Solidarität unter Frauen tatsächlich ist: Vorne hui und hinten PFUI !! Das ist die Devise der allermeisten Damen – auch derjenigen, die doch pausenlose Frauen-Power propagieren…
      Notgeil ist hier doch nur eines…

      • Francesca sagt:

        Hm, dieses männliche Statement ist jetzt zu hoch für mich. Sind denn alle Männer solidarisch mit z.B. den dauersaufenden Pornokonsumenten im Trainingsanzug? Muss man denn, nur weil man zufälligerweise das gleiche Geschlecht hat, mit allen möglichen Individuen des gleichen Geschlechtes solidarisch sein gegen alle Individuen der andern Spezies? Das ist doch Blödsinn. Die einen haben mehr gemeinsam, die andern weniger, Mann und Frau, Frau und Frau…. Hier konkret ist dieser Trash-Konsum wohl besonders ärgerlich, weil er auf Kosten einer mausarmen afrikanischen Bevölkerung zu gehen scheint.

      • P.Wyss sagt:

        @Francesca: Was haben Sie gegen dauersaufende Pornokonsumenten im Trainingsanzug? Zu der Gruppe gehört wohl der grösste Teil der Männerwelt. Ich kenne zumindest keine teetrinkenden Liebesdrama-Konsumenten im Morgenrock.

      • Markus Schneider sagt:

        Ja ja, Schwafeln kann man viel, wenn der Tag lang ist. Aber Trash ist doch nichts anderes als Dreck.

      • 13 sagt:

        Ach Francesca. Haben Sie es noch nicht gemerkt? Der MB ist kein Treffpunkt der Mütter, sondern auch frustrierter Männer, die auf der Suche nach der aller kleinsten Bestätigung sind, dass alle Frauen ja doch nur hinterlistig und von Grund auf böse sind. Das stärkt das eigene Selbstbewusstsein und tröstet etwas über das eigenes Elend hinweg,.

        Was wollte ich noch sagen?

        Ach ja, das Wort notgeil kam jetzt nicht von mir….

      • Katharina sagt:

        Wenn Sie mich fragen, 13: Die Mehrheit der hier mitschreibenden hat entweder keine Arbeit oder sehr lasche Vorgesetzte. Die hier sich schon längst abgewandten Frauen scheinen wichtigeres zu tun zu haben. Arbeit innerhalb und ausserhalb der Familie.

        Leider hat der hier zurückbleibende Bodensatz einen seltsam meinungsbildenden Effekt.

      • Markus Schneider sagt:

        Ich glaube nicht, dass 13 Ihre Wenigkeit gefragt hat. Umso mehr als Sie sich schon seit Jahren hier tummeln und vermutlich überhaupt noch nie gearbeitet haben. Ihre Neigungen sind ja bekannt.

      • Katharina sagt:

        Sie denken, 13 sei neu hier? So wenig wie Sie selbst. Zudem bietet der Zeitunterschied mir einige Vorteile. Meine Neigungen tun hier nichts zur Sache. Aber danke für Ihren Hinweis, denn er belegt Ihre Mitgliedschaft im Bodensatz treffenst.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Du magst in vielem recht haben. Dass aber die früher hier versammelten fleissigen Mitschreiberinnen sich abgewandt haben sollen, weil sie keine Zeit dafür haben, ist schon eine etwas weit hergeholte Aussage. Vielmehr hatten viele offenbar Probleme damit, dass ihren extremen Haltungen hier zunehmend mehr widersprochen wurde.

  • Felix sagt:

    Selber schuld, wer sich sowas anschaut. Wer sich gerne „fremdschämt“, sollte sich selber schämen.

  • Francesca sagt:

    Wer schaut denn so was? Würde mir nie einfallen. Mir ist aufgefallen, dass nachmittags unglaublich blödsinnige Sendungen kommen. Ist das das Niveau der Frau, resp. Hausfrau? Das habe ich mich jedenfalls gefragt. Ich muss nachmittags zuweilen inhouse Ausdauertraining machen, und das ist langweilig, also habe ich versuchsweise den TV angeschaltet. Sowas von dümmlich. Herzschmerz oder Reality niederster Stufe, noch langweiliger, als aus dem Fenster sehen. Ich schaue deshalb schon lange nur noch DVDs. Das Niveau der Sendungen für Männer so nach 23 Uhr ist auch nicht viel besser.

  • Fabian sagt:

    Esbraucht eben immer zwei Seiten. Eine produziert solchen Trash, die andere konsumiert ihn. Doch ohne Zuschauer keine Fernseh-Sendungen. Solche Sendungen sagen vermutlich mehr über die Zuschauer als die Produzenten aus….

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Tatsache und Problem sind, dass all diese Trash-Sendungen Erfolg haben, eben weil sie von ganz vielen geschaut werden… Oder wie geht das schon wieder mit Angebot und Nachfrage… ;). Täten viel mehr dieses Fremdschämer-Zeugs boykottieren, täten die für die TV-Macher so wichtigen Einschaltquoten sinken und das ganze Realty-Zeugs würde aus dem Programm gekippt. Also, wer sich das Zeugs reinzieht, ist A) selber schuld und B) schuld am Erfolg und Weitergehen der Sendungen…

    • Patrick sagt:

      sicher unterhaltsamer als Ulysses.

  • Heiri Pesta sagt:

    Das N in RTL (oder SAT1) steht für das Niveau.

  • Katharina sagt:

    Geht die teutonische Mama nach Kiev, folgt sogleich die Krimsche Sezession.

    War aber auf einem anderen Kanal.

  • Joe Breitenberg sagt:

    Teutonisch,Deutsche Mamas treffen auf fremde Kulturen-Auweia.Nachdem wieder alle Cliché-Würschtli verbraten sind,hört sich Hr./Frau Schweizer zufrieden sagen:“Nei, mir sind ebbe nöd eso..“ Die vermeintliche Trennlinie ist wieder hergestellt und man kann seinem Voyeurismus mit gutem Gewissen nachgehen-im Geheimen versteht sich–Auweia

    • Ira sagt:

      Genau das war auch mein erster Gedanke.

      • Mario M. Montecarlo sagt:

        Mein Gott,das hat mit deutsch oder nicht deutsch nichts zu tun.Wäre die Schweiz grösser und hätte einen entsprechend grossen TV-Markt,würde dieser Schrott eben aus Zürich statt aus München gesendet.Immerhin hält sich das Deutschenbashing diesmal in für schweizerische Verhältnisse erfreulich engen Grenzen.Und noch etwas:Schon mal darüber nachgedacht,dass all diese Schrottsendungen ihren Ursprung letztlich auf dem weltweit operierenden angelsächsischen (!) Fernsehmarkt haben und nur noch für den europäischen Markt adaptiert werden?War wohl diesmal nix mit CH-Besserwisserei!

    • Massimo Montenegro sagt:

      🙂 Mamma mia, wann ist „unser“ Vitus Bischof Huonder (via Bildschirm) endlich als Bademeister in Mekka zu bewundern..?

  • Ricco Morales sagt:

    „Es liegt mir wirklich fern, mich über tote Ehen, leere Betten, ästhetische Entgleisungen oder gar über finanzielle Probleme anderer lustig zu machen.“ Sie glauben das wirklich? Beneidenswert.

  • Sarina Schneider sagt:

    „Frauentausch“ ist schon so unterirdisch, dass ich mich spätestens nach fünf Minuten übergeben müsste, falls man mich zum schauen zwänge. Mischt man dann noch die dümmliche Arroganz unterbelichteter Mitteleuropäerinnen fremden Kulturen gegenüber dazu, entsteht eine absolut toxische Mischung. Wie Frau Fischer auf die Idee kommt, so was könne auf zumindest normalintelligente, halbwegs stilbewusste Personen süchtig machend wirken, ist mir schleierhaft.

    • Clemens Battaglia sagt:

      Hallo, Sarina! Du hast doch auch gekuckt, sonst würdest du dir ja sicher keinen Kommentar anmassen! Oder hast du nicht? Wenn nicht, wie kannst du dann deine Meinung posten? Nachplappern?

      • Sarina Schneider sagt:

        @Battaglia: Beim Durchzappen pflege ich, falls ich bei einer Sendung wie Frauentausch lande, nach einigen Minuten, spätestens nach 4 min 55 s, wenn der Brechreiz stärker wird, umzuschalten:-) Insofern kann ich dies schon beurteilen, muss mir nichts anmassen und brauche auch nichts nachzuplappern.

      • Joerg Hanspeter sagt:

        @Sarina Schneider: Da kann ich Sie locker schlagen, bei Frauentausch habe ich schon dreimal kurz reingeschaut, persönlicher Rekord 12 Minuten, bevor ich umschalten musste damit ich nicht ins Wohnzimmer kotzte, die strengsten Elter der Welt (Rekord 11 Minuten bis zum Beinahekotzen), Mieten, Wohnen Kaufen (oder so) ganze 13 Minuten). Nicht zu vergessen die Serien (Privatdedektive und so), wo alle Mitspielen dürfen, die bei der Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule schon nach 5 Minuten draussen waren.

    • Adrian Humboldt sagt:

      Hab dann nach 3 Kommentaren von Frau Schneider gekotzt, wegen „halbwegs stilbewusst“ und ähnlich naiven Selbstüberschätzungen …

      • Sarina Schneider sagt:

        @Humboldt: Wen man anderen „naive Selbstüberschätzungen“ vorwirft aufgrund eines etwas ironischen Kommentars so fällt das letztlich nur auf einen selbst zurück. Und offenbar kann man Sie selbst gar nicht hoch genug einschätzen, wenn Sie doch das prophetisch/präventive sich Übergeben beherrschen: Erst dieser hier ist nämlich mit 3. Kommentar, womit Sie sich also vor ca. zwei Stunden in Vorahnung übergeben hätten…;-) Ich zolle Ihnen daher allergrössten Respekt, lieber Herr Humboldt:-)

      • Mike Meier sagt:

        Touché, Frau Schneider…!

  • Issey sagt:

    Nun ja, wenigstens wird mir nun klarer, warum man Männer Abends unter sich beim Bier sieht, am Sonntag beim Bier sieht, oder beim Fussballspiel, auch mit Bier, oder vor dem Bier alleine beim Motorradfahren, oder Nachts in alle den Freudenhäusern beim Bier. Die passenden Frauen sitzen auf dem Sofa vor der Kiste.
    Hat mich schon immer gewundert, wo all die Frauen im sozialen Leben hin sind.

  • adam gretener sagt:

    Ist ein bisschen so wie hier im Mama Blog.

    • Tom Wakes sagt:

      Kommentare unter ihrem Namen sind mir diesbezüglich schon des öfteren aufgefallen ;-))

      • alpöhi sagt:

        Ach wir sind ja im Mama Blog !
        und ich dachte ich lese den Kulturteil und das Abendland sei nun endgültig untergegangen.

      • adam gretener sagt:

        Hab mich doch tatsächlich verlaufen, war noch früh… :-9

  • Naseweis sagt:

    Was mich bei all diesen Sendungen immer wieder erstaunt; offenbar sprechen solche Sendungen sehr viele Menschen an – und niemand stört sich daran, dass eine ganze, vorwiegende weibliche, Nation als vollkommen asozial, faul und mega strohdumm dargestellt wird!

  • Naseweis sagt:

    Fremdschämen für Fortgeschrittene-das ist etwas was private Sender ohne Probleme fertig bringen.Wenn ich eine Märchenstunde für Erwachsene sehen will schalte ich RTL oder Sat1 ein und werde problemloos fündig!
    Was da geboten wird,ist an Blödheit nicht zu überbieten-aber wie im Märchen sind nach 25/30 Min. alle glücklich, der/die Böse ist entweder tot oder im Knast und alle haben sich wieder soo unendlich lieb-egal was man sich Minuten vorher alles angetan hat. Das nenne ich doch mal Nächstenliebe.Toll auch Frauentausch,da kann/muss man noch einges lernen um auf ein solches Nivea zu sinken!

    • Meili sagt:

      Fernseher weg und gut ist. Dass man für derart Sender noch einen Cent zahlt ist höchst alrmierend. Was uns da in die Wohnzimmer flimmert ist Völksverblödung hoch 10. Gratisverblombung des Anschlusses. Gewisse Sender treiben es gar bunt, da sie auf den Hund gekommene Personen vorführen. Ich sags ja, je mehr Sender, um so mehr Schrott! Alternativ sollte man nur die Sender bezahlen können, welche man auch regelmässig schaut. Und die Macher, ojemineee, feiern sich regelmässig selbst und laufen auf dem roten Teppich, während ihnen gerade mal ihr verblödetes Publikum zujubelt. Aktionäre, bravo!

  • Muttis Liebling sagt:

    Ich hatte einen Kollegen, der hat glaubhaft versichert, seit seiner Jugend noch nie einen Sonntagvormittag bewusst erlebt zu haben. Bis auf eines Mal kann ich das von mir bezüglich Privat TV behaupten. Einzige Ausnahme war der Tag, als SAT 1 in Berlin vor ca. 30 Jahren auf Sendung ging. Das wurde mit viel Werbung angekündigt, dass man sich dem nicht entziehen wollte. Es gab danach keinen Grund mehr, dass auch nur ein einziges Mal zu wiederholen.
    Zum 25. Jahrestag von SAT 1 nannte der Spiegel die erwähnte Senderaufnahme den kulturpolitischen Tiefpunkt der Bundesrepublik.

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