Hamster, Häschen, Hündchen – und die Schlange im Paradies

Ein Papablog von Mahmud Tschannen*

mamablog

Dieser Hase eignet sich garantiert nicht als Haustier: Riesenhase mit zwei Mädchen. (Flickr/Ripperda)

«Ich will einen Hamster.» «Nein, kommt mir nicht in die Wohnung.» «Dann aber ein Kaninchen!» «Hamster, Kaninchen – ist alles dasselbe. Wer solche Viecher bei sich zu Hause hat, hat eine Wohnung, die wie ein Stall stinkt. Kommt nicht in die Tüte. Nein!» «Und eine Ratte? Oder ein klitzekleines Mäuschen? Bitteee!»

So ähnlich haben die Gespräche getönt, die ich vor rund fünf Jahren mit meinem Sohn führte. Ein Büsi oder ein Hündchen lagen für mich von vornherein nicht drin. Dafür ist meine Wohnung schlicht nicht geeignet. Ausserdem sollte es ein Haustier sein, um das sich mein damals neunjähriger Sohn selbst regelmässig kümmern könnte. Da er nur die Hälfte der Zeit bei mir ist und die andere Hälfte bei seiner Mutter, dachte ich, dass das Thema Haustier damit erledigt sei.

Irrtum. An einem Fest sassen mein Sohn und ich neben einem Heavy-Death-Metal-Grufti-Pärchen. Irgendwie kam das Gespräch auf ihre Haustierchen. Schlangen. Mein Sohn bekam leuchtende Augen und fragte sie Löcher in den Bauch. Dann fiel der entscheidende Satz: « … einmal im Monat füttern …» Er schaute mich entzückt an – und ich wusste, was mir bevorstand.

Aber so leicht liess ich mich nicht überzeugen. Die Anschaffung eines Haustiers muss gut überlegt sein. Bei Schlangen sowieso. Da mein Sohn zuerst pelzige, kleine Säugetiere wollte, musste ich mich vergewissern, ob ihm bewusst war, dass diese herzigen Streichelviecher für eine Schlange einfach Futter sind. Er fand tapfer: «Das macht mir nichts aus.» Das habe ich ihm nicht abgenommen. Wir vereinbarten deshalb, in eine Reptilienhandlung zu gehen, um bei einer Fütterung zuzusehen. Was wir dann auch taten. Es war eine Lebendfütterung. Ob das Mäuschen gequiekt hat, weiss ich nicht mehr. Es ging zu schnell. Mein Sohnemann hatte derweil den Blick eines Jungen, der einer toten Fliege die Flügel ausrupft. Dann sah er mich triumphierend an: «Siehst du! Es macht mir nichts aus.»

Was danach kam, war klar: Wir haben uns eine Schlange angeschafft, einen Königspython. Das war keine gute Idee. Für Anfänger eignet sich die Schlange nicht. Ausserdem mussten wir sie mit lebenden Tieren füttern. Was dazu führte, dass wir schliesslich doch lebende Mäuse im Haus hatten. Und falls der Python mal keine Lust hatte, musste ich dann die Maus durchfüttern, bis die Schlange endlich Appetit hatte.

Obwohl ich dachte, dass wir gut vorbereitet waren, starb der Königspython leider nach einigen Monaten. Das war ein Riesendrama. Wir konnten uns nicht erklären, wieso er verendet war. Da gab es nur eins, fand ich: Ab ins Tierspital mit ihm, in die Tierpathologie. Dort sind wir dann auch hin, mit der toten Schlange. Eine ganz schlechte Idee.

Als wir ankamen, wurde gerade ein zersägtes, halbes Pferd von einem Kran in einen Container gehievt. Ein traumatisches Erlebnis. Hinzu kam, dass die Leute dort uns auch nicht wirklich helfen konnten. Sie stellten nur fest, dass die tote Schlange nicht verhungert war. Von einer Autopsie für mehrere Tausend Franken rieten sie eher ab. Als sie den Kadaver behalten wollten, flippte mein Sohn aus. Er packte den Karton mit der Schlange und rannte heulend davon. Nachdem ich ihn getröstet und beruhigt hatte, begruben wir die Schlange feierlich in einer selbst gebastelten Holzkiste zu Hause im Garten.

Aber das Projekt Schlange war damit noch nicht begraben. Ein Jahr später haben wir uns zwei Kornnattern beschafft. Ideale Schlangen für Anfänger, unkompliziert. Diese zwei waren ausserdem von Anfang an daran gewöhnt, tote Mäuse zu essen. Als sie klein waren, mussten wir sie einmal pro Woche füttern. Ab einer gewissen Grösse wurden die Tiefkühlmäuse grösser, und es genügte eine Fütterung alle zwei Wochen. Heute bekommen sie oft nur alle drei Wochen eine Ratte.

Die Vorteile von Schlangen als Haustieren liegen auf der Hand: Der Aufwand, sie zu halten, hält sich in Grenzen. Jeden Tag frisches Wasser, alle ein bis zwei Wochen Futter. Ab und zu Kot entfernen (wer so selten isst, produziert nicht viel Kot und stinkt kaum). Sie erwarten nicht, dass man sich mit ihnen abgibt. Im Gegenteil. Sie wollen am liebsten ihre Ruhe. Und das Beste: Man kann problemlos in die Ferien. Vor den Ferien füttern, der Timer sorgt für einen Tag-/Nachtrhythmus im Terrarium. Genug verschiedene Wasserbehälter reintun und jemanden organisieren, der alle drei bis vier Tage (einmal pro Woche geht zur Not auch) nach ihnen sieht, das Wasser auswechselt und die Luft befeuchtet. – Mit einer Katze, einem Hund oder einem Hamster als Haustier kann man von so etwas nur träumen.

Wie haben Sie die grosse Haustierfrage gelöst?

Ach ja: Wer zwei Schlangen hält und sich nicht für ihr Geschlecht interessiert, muss sich nicht wundern, wenn plötzlich fünf Eier im Terrarium liegen. Wer dann noch auf die gloriose Idee kommt, die Eier in einem selbst gebastelten Inkubator auszubrüten, muss damit rechnen, dass da auch kleine Schlangen herauskommen. Aber hey: Schlangen sind tolle Haustiere!

Die Babyschlangen kurz vor dem Schlüpfen, kurz danach und nach einer Woche.

Die Babyschlangen kurz vor dem Schlüpfen, kurz danach und nach einer Woche.

Interessenten melden sich bitte unter zischel@gmx.ch.

memyselfandi*Mahmud Tschannen ist Leiter Blogs beim «Tages-Anzeiger». Er wohnt mit seinem Sohn in Zürich.

91 Kommentare zu «Hamster, Häschen, Hündchen – und die Schlange im Paradies»

  • andi sagt:

    Super Blog, ich war wie gefesselt beim lesen und finde es sehr schön das hier so rege Diskussionen angestoßen wurden.
    Hoffe mehr hier lesen zu können lieber gruss andi.

  • irene feldmann sagt:

    uebrigends wuenschen sich kinder tiere, um das RUDEL zu vergroessern…kleiner denkstoff, sodass wenn die eltern dann diese (tiere) fuettern und pflegen, ist das project den kidds gelungen……

  • irene feldmann sagt:

    toller artikel, ausser dem zersaegtem pferd…………….black-ironic-humor……

  • Monaco sagt:

    Zum leidigen Katzenthema und deren vielfältige Hinterlassenschaften in fremden Gärten etc:
    – Katzensteuer einführen + Chip-Pflicht für alle diese Viecher – wird eine Katze ungechipt angetroffen,
    wird sie erschossen, gehört ja dann niemandem, aus.

  • Lotte Heinz sagt:

    Schade, dass der Autor des Artikel nicht gelesen hat, dass Hunde einen besonders guten Einfluss auf Kinder haben. Sie sind gesünder und übernehmen schneller Verantwortung (wiss. bewiesen,in mehreren Studien). Ich liebe meine Eltern dafür, dass ich mit Hunden aufwachsen durfte.Ich habe auch heute immer noch eine vierpfotige Begleitung.Natürlich schränkt es mich manchmal ein,trotzdem steht für mich am Ende ein dickes PLUS auf der Rechnung. Trotzdem muss der Kauf überlegt werden,unsere Hunde gingen und gehen alle zu Jagd,sind auch sonst sinnvoll beschäftigt(Agility,Fährten).Das braucht Zeit.

  • Dominic sagt:

    Francesca, Sie wissen nicht, was Sie verpassen, wenn Sie sich so gar nicht mit Tieren beschäftigen. Aber egal, solange sie keine quälen. Tiere tun allen Menschen gut, dazu gibt es zig Studien, und gerade für Kinder sind sie eine Bereicherung fürs ganze Leben – ähnlich wie Musizieren. Ich find den Tschannen-Sohn sehr sympathisch mit seiner Leidenschaft und Empathie für andersartige Lebewesen. Kompliment an den Papa – die Kornnattern waren eine sehr vernünftige Entscheidung.

  • Francesca sagt:

    Ach ja die Tierfreunde, eine fast sektiererische Gruppe, denke ich manchmal. Ich sehe einfach nicht ein, wozu man ein Tier besitzen muss. Schmusen kann man mit Menschen, reden erst recht. Es geht wohl um Macht, Liebe ohne Widerrede. Zuweilen ziemlich krank, diese Tierliebe. Tiere gehören doch in die Natur, nicht in Häuser und Wohnungen.

    • alien sagt:

      Soo, Francesca, komm mal rüber zum Schmusen, gell?

      Meine Katzen sind immer zuhaus. Wenn sie nicht bei mir sein wollen, gehen sie weg. Katzen kann man zu nichts zwingen. Nein, ich bin nicht krank, ich finde es ziemlich frech von Dir, mich so zu nennen.

    • Cinzia Bucchioni Schultheiss sagt:

      Bevor man von etwas spricht, wovon man keine Ahnung hat, bitte Gehirn einschalten. Meine Hunden und Katzen sind mir 100 mal lieber als diese Francesca. Die wissen naemlich, wovon sie sprechen.

    • Lotte Heinz sagt:

      Es geht doch nicht darum,dass ich mit meinem Tier schmusen oder reden kann.Es geht darum,dass ich durch meinen Hund einen Blick auf eine Welt erhasche,die mir sonst verschlossen bleibt.Gemeinsame Arbeit die Spass macht,ohne sich dauernd erklären zu müssen.Für meine Schulkinder ist meine Hündin unersetzlich,sogar die scheuesten Kinder lesen ihr vor.Das bringt KEIN Mensch sonst fertig.Ist sie anwesend,dann ist meine Klasse spürbar ruhiger,entspannter,auf einmal sind Klassenwanderungen der absolute Hit,weil Fräulein dabei ist. Ich wünsche Ihnen diese Erfahrung von ganzem Herzen!

  • Burgener.M. sagt:

    … und Herr Tschannen – ich freue mich, dass es den Kornnattern gut geht !! Das Projekt scheint also perfekt zu funktioneren. Das ist schön.

  • Andreas M. sagt:

    Wer keine Haustiere mit allem drum und dran haben will, soll keine kaufen. Das Problem ist eigentlich recht simpel zu lösen.

  • Burgener.M. sagt:

    @Herr Tschannen. Einer der verächtlichsten, respektlosesten und blödesten Beiträge im Tagi aller Zeiten! Ums Verrecken muss ein Tier in den Haushalt – egal, ob das passt oder nicht. Und wenn es dann stirbt, kommt halt ein neues – ist ja egal. Immerhin hat es Sie noch interessiert, woran die Schlange gestorben ist, bevor neue her mussten. Ich weiss nicht, was Sie der Leserschaft nun genau vermitteln möchten? Ich fände es zum Beispiel vernünftig, jetzt, in der Vorweihnachtszeit darauf hinzuweisen, dass Tiere DEFINITIV KEINE GESCHENKE für Kinder sind !!!

    • houdini sagt:

      essen sie fleisch, herr/frau burgener..?

      • Burgener.M. sagt:

        Ab und an schon – aber was bitte hat diese Frage, resp. diese Tatsache mit dem kritisierten Beitrag zu tun? Ausserdem halte ich noch Haustiere – und zwar seit Jahren – und nicht aus einer kleinen Laune heraus. Und wie gesagt – ich hätte gerne gewusst, was mir der Beitrag von Herr Tschannen sagen möchte – vielleicht seh ich es einfach nicht und könnte noch was lernen …

      • Carolina sagt:

        Wer genau soll Ihnen diese Frage beantworten, Herr B? Jemand, der diesen Beitrag beileibe nicht für einen der ‚verächtlichsten…………. (siehe Ihre eigenen Worte) ……. im Tagi aller Zeiten‘ hält? Wenn Sie so gar kein Verständnis dafür haben, dass die meisten hier den heutigen Beitrag für ziemlich humorvoll und alltagstauglich halten, wie sollen wir Ihnen dann – jenseits aller politischen Korrektheit und Empörtheit – das klarmachen? Mir vermitteln Sie, dass ich, weil ich lachen kann, zu blöde bin, um zu wissen, dass Tiere keine Geschenke sind: keine besonders gute Basis für ein ‚Gespräch‘.

    • Mahmud Tschannen sagt:

      Sehr geehrte/r Burgener.M. Vielleicht wurde es im Beitrag nicht klar, aber der Anschaffung ging eine zweijährige Diskussion voraus. Dabei wurden viele Haustiere als nicht geeignet abgelehnt. Das steht ja im Text. Der Tod des Königspythons war ein sehr tragisches Ereignis. An unserer Haltung lag es eher nicht. Unsere jetzigen Schlangen halten wir genau gleich. Sie sind glücklich und vermehren sich. Wieso soll nach reiflicher Überlegung kein Haustier zu Weihnachten geschenkt werden? Beste Grüsse

      • Carolina sagt:

        Ich finde Ihren Beitrag zum Wiehern, echt! Aber Tiere als Geschenke: nicht gut! Und zwar meine ich dabei Geschenk im Sinne von ‚überraschend, vielleicht sogar spontan‘. Wenn es reiflich überlegt wurde und klar wird, wieviel Verantwortung mit der Anschaffung eines Tieres verbunden ist, ist das ja kein Problem.
        Uebrigens, Herr Tschannen: haben Sie eine Ahnung, warum die Obduktion einer Schlange tausende von Franken kosten würde? Was machen die denn da?

      • Mahmud Tschannen sagt:

        Da haben Sie natürlich Recht. Ein Tier als Überraschung ist keine gute Idee. Nein, ich meinte eher auf den Weihnachts-Termin hin nach reiflicher Überlegung. Dazu gehört ja gerade bei Kindern die Diskussion über das Hegen und Pflegen eines anderen Lebewesens. Dass die Verantwortung aber schlussendlich bei den Eltern liegt, ist natürlich auch klar. Zur Obduktion: Ich glaube, es wären die ganzen Tests gewesen, die die Suche nach der Todesursache teuer gemacht hätten. Nicht das Obduzieren selbst. Aber ich bin nicht mehr sicher. Das Gespräch wurde durch den abrupten Abgang meines Sohnes unterbrochen, und es liegt schon einige Jahre zurück.

      • Burgener.M. sagt:

        Hallo Herr Taschannen. Mein Ärger hat sich auch schon fast wieder gelegt. Ich reagiere ziemlich sensibel, wenn Tiere als Geschenke „eingesetzt“ werden – Oft, wenn nicht sogar meistens, landen diese armen Kreaturen dann im Tierheim. Die Eltern geben dem Gequengel nach und Kinder sind halt keine Tierhalter. Also hängt die Verantwortung an den Eltern, die aber gar nicht wollen. Im Tierheim hat’s dann Fische, Vögel etc. – ganz zu schweigen von all den Hunden, Katzen und Kaninchen. Deshalb mein Apell in der Adventszeit: Tiere sind keine Geschenke! Ich wollte Ihnen nicht persönlich nahe treten.

      • Mahmud Tschannen sagt:

        Kein Problem. Ich finde auch, dass man sich nicht leichtfertig ein Haustier anschaffen sollte. Schon gar nicht als Spielzeug für sein Kind. Und wenn ich mir jemals einen Hund anschaffen sollte, dann einen aus dem Tierheim. Einen schönen Abend!

  • Martin Sichler sagt:

    Wir haben eine Schildkröte als Gartentier übernommen.
    Eigentlich auch ein Ideales Tier. Ist sehr genügsam. Man muss sie zwar täglich füttern. Aber irgendwann im Oktober beginnt der Winterschlaf der bis im April geht. Wir haben jedoch das Privileg, dass eine Nachbarin das Füttern während der Abwesenheit übernimmt. Das einzige was man sich bewusst sein muss, dass die Tiere über 100 Jahre alt werden können. Wir sind nun die 3. Familie die das Tier haben. Unsere dürfte mittlerweile ca 60 Jahre alt sein.

  • issey schnyder sagt:

    Und noch eine kleine Anmerkung liebe Carolina. Solange die Katzen gefütert werden und beschnitten werden stimmt das, dass Katzen im Winter sehr oft schlafend rumliegen. Eine Katze die nicht beschnitten ist und nur sehr selten gefütetrt wird, ist auch im Winter mehr oder weniger aktiv. Wenn sie zu alt ist um zu jagen, stirgt sie halt, was auch nicht sonderlich viel ausmacht, da sie ja Überschuss auf die Welt setzen. Das alles ist relativ einfach, solange man nicht das Gefühl hat ein Tier sei ein Familienmitglied. Gut, ausgenommen eventuell ein Hund, aber das ist dann nochmals eine eigene Nummer

    • alien sagt:

      Apropos Nummer: Mein Onkel hat seine Tiere statt mit Namen mit Nummern versehen. Seine Hunde hiessen uno und due, seine Katze zero.

    • Hotel Papa sagt:

      Wer das Gefühl hat, eine Katze könne kein vollwertiges Familienmitglied sein, hat offensichtlich noch nie eine gehabt.

      Es gibt die Vorurteile über die standortreue Katze und den personenbezogenen Hund. Habe ich mit keiner Wohnungskatze bisher so erlebt. Die sind sehr personenfixiert. Ein Bauernhofstreuner ist natürlich eine andere Sache.

      Und dann gibt es offensichtlich unter den Menschen Hunde-Typen und Katzen-Typen. Die Gruppen sind recht scharf abgegrenzt. Und Katzenhass öffentlich zu machen ist ganz offensichtlich opportuner, als das gleiche mit Hunden…

      • issey schnyder sagt:

        Wie Du oben lesen kannst, haben wir eine Katze, besser gesagt einen geschnittenen Kater, daheim. Ich bin auch kein Katzenhasser und fasse unseren Kater auch als Familienmitglied auf. Ich bin nur der Meinung, dass Katzen nicht in die Wohnung gehören. Wenn man es trotzdem tut, wie meine Partnerin das wollte, so bleibt einem nichts anderes übrig, als sie zu umsorgen und zu pflegen. Finde ich das trotzdem nicht. Wer meint, Katzen seien lieb und zum streicheln da, kennt schlicht weg unkastrierte Katzen nicht. Die benötigen natürlicherweise mehrere Kilometer Freilauf! Das wäre natürlich.

      • Hotel Papa sagt:

        Das mit dem Freigang ist idealerweise natürlich so. Geht halt nicht immer. Menschen habe auch bei weitem nicht immer soviel Freiheit, wie ihnen guttäte. Deswegen habe ich mit unseren Stubentigern auch nur ein beschränkt schlechtes Gewissen.

      • issey schnyder sagt:

        Das ist auch O.K. so, Hotel Papa. Ich mag es einfach nicht sonderlich, dass ich von den „Tierfreunden“ als Tierhasser angeschaut werde, nur weil ich denke, dass man sich überhaupt keine Tiere im Hause halten sollte. Artgerecht lebende Katzen leben, soviel ich weiss, nur etwa 2-4 Jahre und benötigen tatsächlich nicht nur viel Auslauf, sondern ein Revier von mehreren Kilometern, einschliesslich tötlichen Revierkämpfen. Eine Katze in der Wohnung zu halten ist fast nur möglich, wenn sie kastriert ist, an sonsten sind es ziemlich heftige Tierchen die niedlichen Kätzchen! 🙂

      • issey schnyder sagt:

        …natürlich sollte es heissen „wenn sie NICHT kastriert ist… alle anderen Fehler dürft ihr behalten.

      • issey schnyder sagt:

        Nein, hatte es richtig geschrieben. Schande über mich und lasse das tippsen für heute sein. 🙂

  • karin sagt:

    iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiigit 🙂

  • issey schnyder sagt:

    Sehr interessiert zu lesen für ein Landei, da das meist gewollte Haustier von Mädchen noch nicht mal erwähnt wurde ! 🙂 Ein Pferd. „Bitte, bitte, wenigstens ein Pony!“ klingt noch immer meine Schwester in meinem Ohr. Ein Hase ist dagegen ein Klax. Wobei Hasen auch nur im Hasenstall gehalten wurden zwecks der Ernährung der Hasenhalter. Ungeschnittene agressive Kater hatte es auch rundum im Dorf, die auch nur im Notfall gefüttert wurden, denn sie mussten ja Mäuse jagen.
    Tiere gehören raus, was meine Partnerin und ihr haarelassender winterdepressiver Kater leider anders sehen. 🙁

    • issey schnyder sagt:

      Ich fand als Kind die Tiere rundum auf dem Land eigentlich immer spanend, wobei mir die Metzgerei gleich gegenüber am liebsten war. Da flog auch mal ein Auge als Jux durch die Gegend und einmal landete ich selber in den noch warmen Gedärmen da ich darin nach einem Schweineherz gewühlt habe. Auch frisches, warmes Blut ab der Halsschlagader eines Kalbes hat einen einprägenden Geschmack. Nun gut, ich wollte nie ein Tier das man nicht auch essen konnte, eventuell Ameisen, doch kamen die von selbst ins Haus. 🙂

    • Carolina sagt:

      Ja, das stimmt! Aber sogar die gutmütigsten Eltern haben meistens kein Problem damit zu erklären, wieso es definitiv kein eigenes Pferd gibt! Wir schlagen heute noch drei Kreuze, dass unsere Töchter die Pferdephase ausgelassen haben…. Mein Beileid an alle anderen!

      Katzen sind immer winterdepressiv, auch junge Katzen bleiben einfach den Winter über schlafend im Haus. Mich nervt das manchmal auch, deshalb richte ich ihnen auf der Terrasse, gut geschützt, eine Art Bettli ein, wo sie auch mal übernachten können, ohne dass ich ein schlechtes Gewissen haben muss. Klappt bestens 😉

      • issey schnyder sagt:

        Nun gut. Ich für meinen Teil, mit meinen kindlichen Prägungen was Tiere betrifft finde es grundsätzlich so, dass die „Tierfreunde“ die Haustiere in der Wohnung halten grundsätzlich keine Freunde der Tiere sind, sondern einfache, egoistische Tierhalter. Eine Hamstern eine Maus, ein Meerschweinchen und schon gar keine Katze oder gar einen Vogel kann man artgerecht in einer Wohnung halten. Mehrere tausend Jahre brauchten wir um uns Häuser zu bauen die getrennt der Stallungen waren und was machen wir? Wir machen aus den Wohnungen wieder Stallungen.

      • alien sagt:

        Wenn es in der Wohnung schon einen Hund hat oder eine Katze, dann ist der Wunsch nach dem Pony nicht mehr so gross.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @issey schnyder:
        „Mehrere tausend Jahre brauchten wir um uns Häuser zu bauen die getrennt der Stallungen waren und was machen wir? Wir machen aus den Wohnungen wieder Stallungen.“ 😉 Und brauchen dann noch ne Tierschutzgesetzgebung für Haltungsvorgaben
        damit die begeisterten Tierliebhaber den tierischen Bedürfnissen wengistens in Ansätzen gerecht werden…

  • Artim Köfte sagt:

    Ein richtiger Tierfreund hält sich keine Tiere.

    • issey schnyder sagt:

      So sehe ich das auch. Auch wenn ich ungewollt durch meine Partnerin ein Teirhalter bin. 🙁 Ich denke es wäre jedoch übertrieben wegen einem kastrierten Kater eine Beziehung zu beenden. 😉

  • Carolina sagt:

    Wir haben immer Hunde und Katzen gehabt – meistens aus dem Tierheim und weil viele wissen, dass ich dann doch noch eines aufnehme, weil es mich so beelende. Aber die Familie muss mitziehen, das muss einem bewusst sein und es ist besser, konsequent bei einem Nein zu Haustieren zu bleiben als den Nörgeleien nachzugeben – auch so lernen Kinder, Verantwortung für ihre Konsequenzen zu übernehmen. Jeder in unserer Familie weiss, dass die Tierpflege Priorität hat, da kenne ich keine Gnade und es ist zur Selbstverständlichkeit geworden. Mit Nagern kenne ich mich nicht aus, aber wer jemals einen Hund

    • Carolina sagt:

      /2 oder eine Katze artgerecht gehalten hat, weiss, dass sie viel mehr sind als kleine Sch….er, die nur an ihrer Häufchenmenge gemessen werden sollten. Sie sind ein echtes (vierbeiniges) Familienmitglied, an denen insbesondere Kinder wachsen können und die mir als längst Erwachsener immer wieder Trost, Liebe und Vertrauen entgegenbringen. Das mag zwar sentimental klingen, ist aber entscheidend.

  • Hans Jung sagt:

    Wir hatten mal Kaninchen, draussen im Garten, die hat dann der Fuchs geholt in der Nacht. Mein kleiner Sohn fand dann leider den Kopf des einen Kaninchens und wurde so brutal mit dem Prinzip Survival of the Fittest konfrontiert. Vermutlich ein einschneidendes Erlebnis, trotzdem, er wurde ein Mann und pflegt nun eine Katze zuhause.

  • erika sagt:

    ja, das mit den schlangen ist wirklich toll! fast 10 jahre lang (von 3-13) lag mein sohn mir in den ohren, bis ich endlich einwilligte, da er das tier selbst versorgen konnte… als er mit 18 auszog, nahm er die kornnatter mit, die noch viele jahre lebte… allein schon die feinsamtige haut anzufassen, ist ein besonderes erlebnis!

  • alam sagt:

    Ich will kein Haustier. Mein Kind will natürlich eins, so wie die meisten Kinder. Also soll es eins haben, wenn es selber dafür sorgen kann, also wenn es selber gross ist. Ganz einfach.

    • Hotel Papa sagt:

      Bist Du dann auch bereit, wenn das mit dem „selber sorgen“ nicht klappt (und es wird ziemlich sicher ab und zu nicht klappen) die Konsequenzen zu ziehen?

      • alam sagt:

        Ja, sag ich doch. Selber für ein Tier sorgen kann es erst, wenn es so gross, dass es auch für sich selber sorgen kann. Also wenn es erwachsen und ausgezogen ist. In meinem Haushalt wird es nie ein Haustier geben. Konsequenter geht es nicht.

      • alien sagt:

        Ja, aber auch fieser nicht. Hast Du nicht den Eindruck, dass ein Viech fürs Kind auch erziehend sein kann? Eine Katze zweimal am Tag zu füttern und das WC zu putzen gibt wenig Aufwand.

      • alam sagt:

        Um ein Kind zu erziehen, muss ich mir kein „Viech“ antun. Was daran fies sein soll, sehe ich nicht ein. Ich habe auch Wünsche die ich mir nicht erfüllen kann. Ich konzentriere mich lieber auf die Dinge, die ich meinem Kind und mir erfüllen kann und will.

      • alien sagt:

        Du sagst apodiktisch „in meinem Haushalt wird es nie ein Tier geben“. Als Kind hätte ich das sehr fies gefunden.

      • 13 sagt:

        @ Alien
        Als Schwester einer Hundenärrin, die selber Hunde nicht ausstehen kann, war ich stets froh, waren meine Eltern genau so konsequent. Einmal hätte sie es fast geschafft, mich schüttelte nur die Vorstellung, dass ich dann auch mit einem zusammenleben muss. Nun hat meine Schwester zwei. Ich „ertrag“ sie einmal die Woche, wenn wir uns sehen, wobei ich mich fern halte, aber ansonsten bin ich froh, meine Ruhe zu haben. Bevor man ein Tier in einen Haushalt holt, müssen die Wünsche aller Bewohner beachtet werden. Auch die der Mutter, die kein Haustier will.

    • 13 sagt:

      Ich hoffe, mit „selber gross“ meinten Sie, mit 18. Vorher ist die Verantwortung einfach zu gross. Wer einem Kind ein Haustier schenkt, muss einfach auch selber eins wollen. Alles andere funktioniert nicht.

    • alam sagt:

      Kein Mensch, der nicht für sich selber sorgen kann, kann richtig für ein Haustier sorgen. Wenn ein Mensch so weit ist, dass er auch sein eigenes Klo selbständig sauber hält, sich selber füttert mit allem drum und dran, also auch einkauft und das Geld dafür selber erarbeitet, selber das Futter zubereitet, also kocht, und selber seinen Futterplatz aufräumt und sauber hält, also die Küche, genau dann ist er so weit ein Haustier zu halten.

  • Hotel Papa sagt:

    Meine zwei (damals) Teens wollten Katzen. Ich habe zugestimmt, unter der Bedingung „Wenn ihr auszieht, nehmt ihr sie mit¨“ Das war wohl ein Fehler, die Post-Teens und Katzen sind immer noch da…

    Sind reine Stuben-Tiger mit Auslauf aufs Vordach. Das hat seinen eigenen Satz Problem, vor allem, weil sie sich ab und zu spinnefeind sind. Und die Rachemethoden einer beleidigten Katze sind unappetittlich…

    • alien sagt:

      Also, beleidige sie halt einfach nicht, Hotel. Meine Katzen fetzen sich manchmal. Gehört dazu. Kurz danach liegen sie eng aneinander gekuschelt auf dem Sofa.

  • monaco sagt:

    Yep, endlich mal ein witziger Kommentar! Tiere gehören in den Zoo und nicht in die 2Raumwohnung!

  • Stefan sagt:

    Toller Blog, super witzig geschrieben, Gratulation. Vor allem die Szene mit dem halben Pferd am Kran….
    Jaja, solche Dinge erlebt man nur mit Kindern. Vielmehr gibt’s dazu nicht zu sagen 🙂

    • Mischi Krebs sagt:

      Schlîesse mich der Meinung über „tollen Blog“ 100%ig an!
      Merkwürdig, dass sich fast alle Kommentare über alle anderen Haus- oder Nichthaustiere ereifern und gar nicht bemerken, dass dies doch soooo individuell ist. ob oder ob eben nicht ein Tier in der Familie lebt und es bestimmt keine Regel dafür gibt. Zum Glück! Wie M.Tschannen seine Situation mit seinem Sohn gelöst hat, ist doch einfach super!
      Mischi

  • Stefan Meier sagt:

    Wenn es ein Tier gibt, das ich hasse, dann Katzen. Scheissen alles voll, fressen die Tierpopulation (Vögel, Eidechsen, etc) weg, schlimmer noch, sie tun es aus Lust am Töten (O-Ton Tier“freund“ (also nur Freund der Katze, nicht der andern Tiere)): Ist ihr Instinkt, muss man akzeptieren!

    • Darja Rauber sagt:

      @ Meier: Ihr Katzenhass sei Ihnen unbenommen… solange Sie den Tieren nichts antun, ist Ihr Katzenhass ja Ihr Problem. (Achtung: Auch Katzen sind durch das Tierschutzgesetz geschützt)! Es gibt genug Leute, die Katzen lieben (das beliebteste Heimtier in der Schweiz!). Das hat auch seinen Grund. Katzen waren schon vor 3000 Jahren unsere Begleiter und werden es auch weiterhin sein. Die Tierhaltung und das Zusammenleben mit Tieren gehören zur menschlichen Kultur, ebenso wie die Domestikation von Tieren ein natürlicher Prozess der Evolution ist… Es gibt keine Grund, Tiere zu hassen! Speziesismus

      • tina sagt:

        ich möchte bezweifeln dass tiere domestizieren ein natürlicher prozess der evolution ist, aber selbst wenn: es gibt auch natürliche prozesse die problematisch sind oder werden, wenn viele leute auf engem raum leben

      • houdini sagt:

        es hat einfach zu viele von den viechern; katzenpisse und schaisse allüberall – mein tipp: eine dieser grossen, 15 meter weit spritzenden wasserpistolen stets gefüllt griffbereit haben.

        es gibt wenige katzen, die mehr als zweimal abgespritzt werden müssen – blöd sind sie ja nicht.

      • Hotel Papa sagt:

        Was ist das für ein Geräusch: „Badungg!“?

        Was ein Katzenbesitzer beim Heimkommen hört, dessen Stubentiger nicht auf den Tisch darf. Soviel zum Thema dauerhaft Katzen erziehen.

        Mit einer Wasserpistole lernen Katzen sehr schnell, dass man sich besser nicht nähert, wenn der Pistolenträger da ist. Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse. Oder so.

      • houdini sagt:

        das mag sein – da ich jedoch aus dem fenster „schiesse“ und mich die katzen wohl nicht sehen, bringen sie anscheinend die dusche nicht mit meiner person in verbindung, sondern meiden vorsichtshalber mal unseren garten ganz allgemein.

        unser grill, der als zentraler markierpunkt benutzt wurde, riecht seither jedenfalls nicht mehr penetrant nach katzenpisse…

      • Andreas M. sagt:

        @houdini
        Dann wird die Katze das Wasserspritzen mit anderen subtilen Hinweisen in Verbindung bringen, welche Sie durch Ihre Präsenz unbemerkt oder unbewusst aussenden; selbst dann, wenn sie Sie nicht sieht. Zum Thema verpisster Grill: Wir haben in unserer Nachbarschaft etwa 8 Katzen, 3 davon halten sich regelmässig in unserem Garten auf. Verpisst haben sie bisher gar nichts, Gestank haben wir keinen vernommen – und wir leben seit Jahren hier. Vielleicht sollten Sie Ihren Garten / Sitzplatz so pflegen, dass er Tiere nicht dazu inspiriert, ihr Geschäft dort zu verrichten.

  • Darja Rauber sagt:

    Und noch etwas: Tiere „stinken“ nicht per se. Immer alles eine Frage der Hygiene und Pflege durch den Halter. Und wer sich scheut, das Katzenkistchen regelmässig zu reinigen, den Hundekot mit dem Robidog aufzunehmen, oder den Hamsterkäfig regelmässig frisch zu machen, sollte sich halt auch kein Tier zutun. Die Kommentare und der Beitrag hier zeigen nur, wie entfremdet unsere Gesellschaft von Tier und Natur ist. Dabei dürfen wir eines nicht vergessen: Wir sind auch nur Tiere!

    • Hotel Papa sagt:

      Sag das einmal einem nassen Hund…

      • Darja Rauber sagt:

        Naja, Hunde sind ja nicht dauernd nass. Ein Kind mit vollen Windeln oder ein Kettenraucher stinken auch… Leben und leben lassen!

      • Hotel Papa sagt:

        Absolut einverstanden, was leben und leben lassen angeht.

        Absolut nicht einverstanden, was „Sauber gehaltene Tiere stinken nicht!“ angeht. Es gibt genug Tiere, und da gehören auch viele durchaus trockene Hunde dazu, die dauernd riechen. Vielleicht nicht direkt stinken, aber olfaktorisch bemerkbar immer.

        Mäuse z.B. So häufig kann man denen gar nicht hinterherputzen, dass die nicht „seikele“. Hat schon einen Grund, warum als Haustiere die exotischen Rennmäuse angeboten werden.

  • Darja Rauber sagt:

    Toll, keine Ahnung von gar nix betreffend Tiere, offenbar sogar eher eine gewisse Abneigung (wie dieser Beitrag vermuten lässt) – aber trotzdem wegen einer Kinderlaune ein Lebewesen ins Haus holen, nur um es totzupflegen! Da wurden in etwa alle Anfängerfehler gemacht, die man machen kann (Schlange nicht an Totfutter gewöhnt?! Von woher hatten sie denn dieses Tier – wohl aus dem Internet?!). By the way, die ganzen Kommentare hier wegen der Katzen als Räuber stimmen so nicht wirklich. Ein Problem sind sie nicht für die allgegenwärtigen Gartenvögel, sondern nur für isolierte Reptilien-Biotope…

    • 13 sagt:

      Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Ich habe mich lange gegen Haustiere gewehrt, weil es halt viel Arbeit und Verantwortung bedeutet. Irgendwann haben wir uns nach reiflichem Überlegen und Recherche doch zwei Katzen besorgt. Die Kinder sind begeistert und erhalten auch so ihre Ämtli rund um die beiden, aber es muss Eltern bewusst sein, dass es die Eltern sind, die eigentlich die Tiere halten. Wollen sie das nicht, müssen sie beim Nein bleiben. Alles andere ist dem Tier gegenüber einfach unfair. Man bekommt ja auch nicht einfach so noch ein Kind, weil das Ältere mal eine richtige Puppe will!!!

      • Linda sagt:

        Ja, ja nach reiflicher Überlegung und Recherche….. wenn man keine Zeit und Lust hat sich viel um ein Haustier zu kümmern wird’s halt ne Katze. Die lässt man dann den ganzen Tag in der Wohnung hocken oder per Katzentüre raus und die Nachbarn sollen dann bitte schauen, dass sie ihre voll gekoteten Gärten sauber machen bevor sie diese benutzen wollen, ja super und danke. Aber jeder Hundebesitzer wird bestraft, wenn er den Kot liegen lässt, der Hund auf der Strasse rumläuft, er keine Steuern zahlt, Hund keinen Chip hat… Ich begreif nicht warum Katzen (-besitzer) Narrenfreiheit bei uns haben.

      • 13 sagt:

        Ihren Frust und die Verbitterung kann ich teilweise verstehen, wobei ihnen selbstverständlich der politische Weg offen steht, das zu ändern. Ansonsten plädiere ich auf Selbstverantwortung: Jeder ist selbstverständlich frei, seinen Garten mittels einem Zaun zu schützen. Ihren Vorwurf deute ich mal als eine Folge dieser Verbitterung, er ist jedoch völlig unangebracht. Der Grund für eine Katze war, dass wir ein Tier wollten, das am Familienleben teilnimmt, das wir mit gutem Gewissen halten können und Hunde mag ich einfach nicht. Zeit nehmen sie genug in Anspruch, wenn man sie richtig umsorgt.

      • tina sagt:

        13, wir wohnen in einer siedlung aus ein paar mehrfamilienhäusern mit viel platz dazwischen, und unter anderem auch einem sandhaufen. wir müssten die ganze siedlung einzäunen? oder den sandhaufen? weil die leue katzen haben die nicht in der siedlung wohnen? so einfach ist es eben schon nicht. ich möchte nicht in einer umzäunten siedlung wohnen und ich würde nicht mit kleinkindern auf einem nur wegen katzen umzäunten spielplatz spielen. ich hätte mir erhofft, dass die katzenbesitzer wenigstens einsichtig sind dass das ähm sch…e ist 😉

  • Francesca sagt:

    Habe soeben Tränen gelacht. Ich habe einst auch bei Katzen gestreikt, denn alles hat Katzen rundum, so was von pflegeleicht, scheissen ja in die Gärten der Nachbarn. Viel zu viele Katzen, dauernd tote Vögel, das wollte ich nicht. Hund ging eh nicht, wegen der Arbeit. Es wurden dann kleine Pelztierchen. Die wir einmal, als die Ferienvertretung ausfiel, mit in die Ferien nehmen mussten, zum Schrecken des Hoteliers. Die ausbrachen und stundenlang gesucht werden mussten. Zähne und Krallen schneiden, trozt Wetzstein und Rüebli. Und dann erreichten sie dank guter Pflege auch noch ein hohes Alter…

  • Luise sagt:

    Kinder sind so zartbesaitet wie ihre Eltern. Eine Tochter kam eines Tages mit einem Kaninchen. Als die Kinder sich nicht mehr um das Tierchen kümmerten, liess ich es schlachten und wir assen es, was den Kids einleuchtete. Schlimmer war, als der Sohn mit einem Skorpion ankam, dem man Fliegen hätte füttern müssen… Katzen hatten wir immer. Wenn sie raus können und sie in den Ferien jemand füttert, sind sie kein Problem. Fazit: Menschen haben das Bedürfnis, mit Tieren zusammenzuleben. Und ich glaube, es tut uns allen gut.

    • Teilzeitpapi sagt:

      Wurde der Skorpion auch gegessen? Und Katzen sind ein Problem. Z.B. für ganze Eidechsenpopulationen, die durch Katzen ausgelöscht werden können. Auch Frösche, Blindschleichen und Molche haben keine Chance, der Katze davon zu fliegen.

      • Orlando sagt:

        Ich hasse Katzen (besser gesagt ihre Besitzer), mein ganzes Gemüsebeet ist permanent vollgesch…., widerlich beim jäten oder ernten in Katzenkot zu wühlen, weil der zu spät bemerkt wurde…. Jedesmal wenn ich eine der Süssen sehe, fliegt ein Wurfgeschoss in ihre Richtung. Leute Kauft euch Pythons, lasst diese ebenso sorglos wie die Katzenbesitzer dies tun ins Freie, damit diese dann völlig artgerecht und auf natürlichem Wege die Katzenüberpopulation eindämmen können. Gechipt ist eh keine, sodann guten Appetit meine langen Freunde. Herr Tschannen mein herzliches Beileid bezügl. Ihrer Königspython

      • alien sagt:

        ER IST ES! Orlando, wie gehabt hässig, von sich überzeugt, unbeugsam, intolerant! Alles hassend, was er nicht grad liebt.

      • Luise sagt:

        Wir leben abseits auf dem Lande wo es wenige Katzen gibt. Unsere sind zum Glück nicht begnadete Jägerinnen:-) Und die Gartenbeete schütze ich mit Netzen.

      • Katzenfreund sagt:

        Wie recht Orlando hat: Katzen gehören auf den Bauernhof. Die Katzenbesitzer sind arrogant, meinen alle müssten diese herzigen Viecher lieben und grosszügig über den Schaden und Dreck hinwegsehen, den diese verursachen. Vorschlag: Einführung einer Katzensteuer!

      • Franz sagt:

        @Orlando, ich war mal wie Sie. Absoluter Katzenhasser. Ich musste die Sch….schaufelweise aus der Spielwiese tragen. Genützt hat nichts, keine Hochfrequenz- Tonsender, kein Kaffeesatz, keine Gelee, nichts. Es gibt nur eines was gegen Katzen hilft. Katzen! Ein Türchen installieren, chip unter die Haut, einmal Futter im Tag und einmal Tierarzt im Jahr. Das Sch…problem habe ich ausgelagert. Tipp für ihr Gemüsebeet: Legen sie Tannenzweige aus. Katzen mögen es nicht, wenn sie in die Pfoten gestochen werden…

    • Hans sagt:

      „Menschen haben das Bedürfnis, mit Tieren zusammenzuleben. Und ich glaube, es tut uns allen gut.“ => Es tut höchstens den Menschen gut. Das Zusammenleben bedeutet in der Regel, dass man Tiere, welche dazu bestimmt sind, ihr Leben in der Wildnis zu verbringen, in kleine Kisten und Glaskästen einsperrt. Man vermittelt Kindern damit die gängige Haltung der Menschen gegenüber Tieren: Wir sind die Könige der Schöpfung und haben das Recht, anderen Lebewesen rein zu unserem Vergnügen ihre Freiheit wegzunehmen.

      • 13 sagt:

        Dies wird den Kindern immer noch allzu häufig auch ohne Tierhaltung vermittelt, indem nämlich Erwachsene das auch mit den Kindern tun: Klassische Erziehung, das einseitige Aufstellen von Regeln, das Einsperren ins Zimmer, wenn man sich das Kind nicht daran hält, das Ignorieren der natürlichen Bedürfnisse durch Aufstellen von Zeitplänen (bspw. feste Schlafzeiten), meistens aus dem Grund, dass der Erwachsene mal Ruhe hat, das Erzwingen des Schlafens im eigenen Bett, auch mal mittels Gitterstäben. Will man den Kindern Respekt gegenüber allen Lebewesen beibringen, sollte mal da angesetzt werden.

      • Luise sagt:

        Da stimme ich zu, was Käfig- und Glaskastentiere betrifft. Aber Katzen, die sich frei bewegen können, gehören sicher nicht in die Wildnis und scheinen auch ganz schön an ihren Menschen zu hängen:-)))

      • houdini sagt:

        „…scheinen auch ganz schön an ihren Menschen zu hängen.“

        das glauben sie – hat allerdings nur damit zu tun, dass die viecher den kühlschrank nicht selber öffnen können…

      • Eni sagt:

        Katzen sind sicher ein Problem. Hält man sie drinnen, ist es nicht artgerecht, lässt man sie raus, sch… sie überall herum. Ich mag Katzen gerne, aber dass ich als die Kinder klein waren mehrmals wöchentlich den Spielplatz von Katzenkot gesäubert habe, fand ich nicht lustig. Schliesslich halte ich keine Katze. Abgesehen finde ich es ein Unding, dass ich als Hundehalterin Hundesteuer bezahlen muss (wird nächstes Jahr verdreifacht), obwohl ich den Kot immer wegräume, während Katzenhalter ihre Viecher überall rum…… lassen und bei Überdruss oft genug einfach sich selber überlassen.

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