Braucht es die Gymi-Prüfung überhaupt?

Eine Carte Blanche von Res Marti*.

Keine Chancengleichheit bei der Gymi-Prüfung: Drei Jugendliche vor dem Gymnasium in Payerne. (Keystone/Fabrice Coffrini)

Wer darf an die Kantonsschule? Drei Jugendliche vor dem Gymnasium in Payerne. (Keystone/Fabrice Coffrini)

Alle Eltern wünschen sich für ihre Kinder eine gute Ausbildung. Mindestens derselbe oder ein höher bewerteter Bildungsabschluss als der eigene soll es sein. Auch wenn die Schweiz über ein ausgezeichnetes duales Berufsbildungssystem verfügt, wünschen sich immer mehr Eltern für ihre Kinder die Matura. Nichts scheint eine bessere Garantie für den Erfolg, als ein Platz am Gymnasium.

Diese Plätze sind aber beschränkt, und dies wird sich in naher Zukunft aus politischen Gründen auch kaum ändern. Wenn aber immer mehr Eltern sich für ihre Kinder eine Matura wünschen, so wird der Kampf um die Gymiplätze zunehmend härter.

Welche Jugendlichen sollen nun die wenigen begehrten Plätze am Gymi bekommen? Natürlich die besten, die gescheitesten, die leistungsfähigsten. Andere Kriterien – zum Beispiel diejenigen, die am nächsten bei den Kantonsschulen wohnen oder die Jugendlichen mit den reichsten Eltern – wären in einer Leistungsgesellschaft nicht nur ungerecht, sondern auch volkswirtschaftlich ineffizient.

Wer aber sind die Besten? Wie können wir garantieren, dass die wenigen begehrten Mittelschulplätze an die gescheitesten und leistungsfähigsten Jugendlichen vergeben werden?

In den Kantonen werden verschiedene Auswahlverfahren angewandt; am verbreitetsten sind Lehrerempfehlungen, Vornoten, Aufnahmeprüfungen, Probezeit oder eine Kombination davon. Mit 15 Jahren trat ich im Kanton Solothurn zur Kantiprüfung an. Mein Jahrgang war der einzige, in dem alle Jugendlichen eine Prüfung ablegen mussten. Davor und danach galt das nur für Schülerinnen und Schüler, welche die nötigen Vornoten nicht erreicht hatten. Trotz fehlender allgemeiner Aufnahmeprüfungen ist die Maturaquote im Kanton Solothurn mit 14,5 Prozent tiefer als im Kanton Zürich (18,5 Prozent).

Wie sind die verschiedenen Aufnahmeverfahren zu beurteilen? Vornoten und Lehrerempfehlungen haben den Nachteil, dass sie von leistungsfremden Merkmalen wie dem Gesamtniveau der Klasse, der Persönlichkeit der Lehrperson, dem Geschlecht oder der Nationalität der Schüler beeinflusst werden. Studien zeigen, dass Vornoten und Lehrerempfehlungen leider nur mittelmässig mit der Leistungsfähigkeit der Schüler zusammenhängen.

Aufnahmeprüfungen haben den Nachteil, dass sie einfach beeinflussbar sind. Gymivorbereitungskurse sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen – das Geschäft mit der professionell unterstützten Vorbereitung auf die Gymiprüfung im Kanton Zürich boomt. Nur: Die Kurse sind teuer und nicht für alle Eltern erschwinglich. Als Resultat wird die Gymiprüfung von den Schülern mit der besten Vorbereitung bestanden. Das führt dazu, dass 59,8 Prozent der Kinder im Schulkreis Zürichberg an die Kantonsschule gehen, während es im Schulkreis Schamendingen gerade mal 9,8 Prozent sind und im Zürcher Weinland 13,2.

Zu behaupten, dass am Zürichberg sechsmal mehr intelligente Kinder wohnen als in Schwamendingen, wäre anmassend. Das Wettrüsten für die Aufnahmeprüfungen führt dazu, dass einige der begehrten Plätze am Gymnasium von mittelmässig begabten Jugendlichen besetzt werden, während leistungsfähigere, aber weniger professionell vorbereitete Kinder keinen Gymiplatz bekommen.

Die Probezeit als Auswahlverfahren hat den Vorteil,  dass sich  Schülerinnen und Schüler über eine längere Zeit beweisen müssen. Eine stabile Leistung über ein halbes Jahr lässt sich ungleich schwieriger durch Nachhilfekurse beeinflussen. Natürlich ist auch die Probezeit nicht ein perfektes Messinstrument für die Leistungsfähigkeit. Die Selektion ist wie bei den Lehrerempfehlungen und Vornoten vom Umfeld abhängig und kann durch Nachhilfe zusätzlich beeinflusst werden.

Das jetzige System der Aufnahmeprüfungen im Kanton Zürich ist mit dem Auseinanderklaffen zwischen Angebot und Nachfrage nach Gymiplätzen aber so nicht mehr haltbar. Für eine fairere Verteilung der Zugangschancen braucht es Anpassungen am System. Denn für den Eintritt ans Gymi muss tatsächlich die Leistung zählen.

ResMartiPortrait Kopie*Res Marti ist Kantonsrat in Zürich (Grüne). Beruflich ist er Sozialwissenschaftler und hat sich über Jahre mit Kinder- und Jugendforschung beschäftigt. Mit einer parlamentarischen Initiative fordert er die Anpassung des Aufnahmesystems für die Mittelschulen im Kanton Zürich.

140 Kommentare zu «Braucht es die Gymi-Prüfung überhaupt?»

  • R. Bieri sagt:

    „Zu behaupten, dass am Zürichberg sechsmal mehr intelligente Kinder wohnen als in Schwamendingen, wäre anmassend.“ Aus der Serie: Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Fakt 1: Eigenschaften wie Intelligenz und Selbskontrolle (Disziplin) haben eine starke genetische Komponente, d.h. intelligente Eltern haben mit einer hohen Wahrscheinlichkeit intelligente Kinder. Fakt 2: Intelligenz und Selbstkontrollen korrelieren positiv sowohl mit schulischem als auch mit beruflichem Erfolg. Fakt 3: Am Zürichberg wohnen mehr beruflich erfolgreiche Personen als in Schwamendingen.

  • Ashrio sagt:

    Ein einfacher Weg die Gymi-Prüfung fairer zu gestalten besteht darin, die Art der Aufgaben variabel zu halten. Mit andern Worten, wenn einmal eine Erörterung geschrieben werden soll, dann könnte es das nächste mal eine Rede sein. Wenn einmal lange, zusammenhängende Rechenaufgaben anstehen, könnten es das nächste mal kurze Kopfrechenübungen sein. Schliesslich lassen sich Sprachfertigkeiten, Logisches Denken und Mathematische Begabung auf sehr vielfältige Weise testen. So ist ein talentierter Marathonläufer auch nicht der Schlechteste bei 3000m Steeple.

  • Kevin Fricker sagt:

    Also um es ins Gymi zu schaffen, muss man jetzt nicht extrem intelligent sein. Sprich man kann das auch problemlos erreichen ohne so einen Kurs und wenn man „arme“ Eltern hat. Klar gibt es Benachteiligungen und die Welt ist nicht fair, buhu, nichts neues. Die eigentliche Trennung von Spreu und Weizen findet sowieso erst an der Uni statt.

  • Bruno Bänninger sagt:

    Die Aussage „nichts scheint eine bessere Erfolgsgarantie zu sein als ein Platz im Gymmi“ ist Quatsch. Was hat man mit der Matur? Was ist man mit der Matur? Ein zukünftiger Student, sonst nichts. Erfolg hat man noch lange nicht, nichteinmal nach einem abgeschlossenen Hochschulstudium.
    Das Gymmi wurde zum „must have“ ehrgeiziger und imagegeiler Eltern. Egal ob das Kind begabt ist oder nicht, ihre Kinder müssen ans Gymmi. Deshalb braucht es strengere Herkunft- und Wohnsitzneutrale Aufnahmeprüfungen. Und ein Stipendienwesen, das minderbemittelten Begabten ein Studium mit Abschluss ermöglicht.

  • Nada sagt:

    Typisch rot/grüne Pflästerlipolitik, an der planwirtschaftlichen Quote will man nichts ändern, dafür schräubelt man endlos an den Selektionskriterien rum. Führt einmal einen IQ-Test ein, schafft in aber schleunigst wieder ab, wenn sich ein anderes Resultat ergibt als erwünscht (nämlich Buben mit guten IQ-Test-Ergebnis aber nicht bestandener Aufnahmeprüfung). Man negiert Fakten: die Vorteile der Kinder aus bestimmten Schichten beginnen schon im Kleinkindalter und nicht erst mit dem teuren Vorbereitungskurs, viele arme Familien haben kein Geld für Kurse, jedoch für Smartphones und Markenartikel.

  • Lars Peters sagt:

    Eine Prüfung?!!
    Wieso sollte eine Prüfung sinnvoll sein?
    Im modernen Leben wird einem doch alles geschenkt. Da muss man nichts mehr beweisen, nichts mehr erfüllen, keinen Leistungs- und Mehrwertnachweis mehr erbringen. Alles ist irgendwie okay, chancengleich und ausnivelliert.
    Versagen kann/darf niemand mehr.
    Bei einer Prüfung könnte man ja vielleicht durchfallen! Jesses-Gott-au! Das wäre schlimm. Man müsste sofort nachbetreuen um Langzeitschäden zu vermeiden…!
    Bei allem Sarkasmus: logisch braucht es eine Gymi-Prüfung. Ich will doch wissen, was ein Junger kann!

  • Ulrich Schweizer sagt:

    Es gibt mindestens zwei Methoden, um den Uebertritt ins Gymi zu vollziehen. Ein System ist eine strenge, möglichst überall gleiche Aufnahmeprüfung. Dabei müsste nicht in erster Linie Wert auf Wissen, sondern auf Verstehen und Können gelegt werde, Eine andere Methode ist es, den Uebertritt von den Noten der letzten Schuljahre und Lehrerbeurteilungen abhängig zu machen. In diesem Fall muss ein strenges Aussieben im ersten Semester erfolgen. Falsch sind sicher diejenigen Systeme, welche möglichst viele ins Gymi bringen und man dann diese möglichst alle zur Matura durchschleppt.

    • Andi Meier sagt:

      Oder eine Kombination aus beidem. Eine standartisierte Prüfung ist nur eine Momentaufnahme und auch ein Lehrer kann mit seiner Beurteilung mal falsch liegen.

  • Hansli sagt:

    ??? Begabt heisst noch lange nicht Leistungsfähig! Das sind zwei völlig unterschiedliche Begriffe…. Wer ans Gymi will, muss ganz einfach die dort verlangte schulische Leistung erbringen. Und eigentlich ist völlig egal wie jemand das erreicht. Ob faul und einfach begabt oder mit knallhartem lernen. Wie sich dann jemand nach dem Studium im Beruf entwickelt, ist dann wiederum eine ganz andere Sache. Kein System ist gerecht, aber die Aufnahmeprüfung ist immerhin für alle gleich. Von der Goldküste werden immer mehr ans Gymi gehen, egal welches System angewandt wird. .

    • Hansli sagt:

      Das System ist allerdings ungerecht. Gerechtigkeit wäre nach einem vor Prüfungsbeginn definierten Standard die Noten festzusetzen und alle genügenden aufzunehmen. Jetzt wird so lange an den Noten herumgeschraubt bis nur noch die gewünschte Anzahl Schüler übrig bleibt.

  • Fabian Hauser sagt:

    Ich verstehe den ganzen Hype nicht. Eine Aufnahmeprüfung ist mitunter die beste Vorbereitung für die später kommenden Abschlussprüfungen. Das Leben ist nun mal so: Man muss an einem bestimmten Tag seine Bestleistung abrufen können, ohne immer eine zweite, dritte, vierte etc. Chance zu erhalten. Das ist im Sport so, das ist im Berufsalltag so. Wieso soll das in der Schule (als „Vorbereitung“ fürs Leben) nicht so sein? Kommen Kinder / Jugendliche, mit falschen Fähigkeiten NUR dank intensiver Vorbereitungskurse ins Gymi, rächt sich das für sie selbst spätestens dann, wenn sie 20-25 Jahre alt sind

  • Maria Velasco sagt:

    We are relatively new in Zurich, in our house no one speaks German and we have three extra languages at home. So we did pay for the Preparation course for our son, why not?? he would not have it easier with the test evaluation due to the family circumstances. He is marked the same, we needed to compensate for that. Apart from that, just curious, why don’t Zurich people in the right jobs etc or journalists pay a little more attention to the state of the secondary schools?? the Sek B kids for example? all the attention goes to the Gymi!!

  • Das ist ein klassisches Argument der Linken, die „Chancengleichheit“ verwechseln mit „Niveau nach unten regulieren“.

    Statistiken aus den vergangenen Jahren:
    Mütter, die viel mit ihren Bébés reden, deren Kinder haben später mehr Erfolg in der Schule.
    Kinder von Vätern, die am Bett Bücher vorlesen, haben mehr Erfolg in der Schule .
    Kinder von Eltern mit Büchern im Haushalt haben mehr Erfolg in der Schule.
    Kinder, die vor dem Zur-Schule-gehen etwas rechtes essen, haben mehr Erfolg in der Schule.

    Darum verbieten wir das Reden, Geschichten vorlesen, Bücherbesitz und Z’Morge-Müesli. Jetzt sind die Chancen wieder gleich für alle.

    • Anita Burri sagt:

      Das was sie beschreiben, wird in der Wissenschaft primärer Herkunftseffekt genannt. Daran etwas zu ändern, ist in der Tat sehr schwierig. Hingegen gibt es auch einen sekundären Herkunftseffekt. Der ist gegeben, wenn Kinder mit genau gleichen Noten und Fähigkeiten sich für eine andere schulische Laufbahn entscheiden. Entsprechend werden Kinder aus höheren Schichten eher von ihren Eltern an Vorbereitungstests angemeldet (die ja auch etwas kosten) als Kinder aus niedrigen Schichten, was ihre Chancen für eine Aufnahme erhöht.

    • Daniel Reguera sagt:

      Nicht vergessen, dass alle Kinder in die Krippe gehen sollen, damit wir schön gleichen Einheitsbrei haben und alle Kinder wirklich gleichgestellt sind.
      Am Besten verbieten wir es überhaupt, dass Kinder mit ihren Eltern Zeit verbringen dürfen.

  • I. Karrer sagt:

    Auf was fuer konkrete Daten stuetzt Herr Strehle eigentlich seine Aussagen? Zu behaupten, dass dank bezahlter Nachhilfe massenhaft Unbegabte an die Gymis draengen, ist doch bloss Gratiswerbung fuer die privaten Lernstudios. Mag schon sein, dass das eine oder andere Kind von bezahlter Nachhilfe profitiert, aber das geschieht doch auf allen Schulstufen, von der Primarschule bis ins Gymi. Wird die Gymipruefung abgeschafft, fliesst das Geld dann halt in Nachhilfe, um die Probezeit zu bestehen.

  • René Hofstetter sagt:

    Im Kt. ZG gab es (mindestens) früher sogenannte Standard-Prüfungen, welche 1 Jahr vor dem Übertritt angefangen haben und für alle Kinder im Kanton die gleichen waren. Ich verstand das damals natürlich nicht, aber heute ist klar, dass ein solches Verfahren ein Vergleich der Notenschnitte erlaubt. Dazu eine Übertrittsprüfung für alle Schülerinnen und Schüler. Rückblickend erscheint mir dieses Verfahren ziemlich objektiv. (Es wird auch seine Nachteile haben.)
    Die Gymiprüfung, wie sie im Kt. ZH durchgeführt wird schreit aber geradezu nach Unfairnes. Auch die Aufgabentypen könnten besser sein.

  • Eni sagt:

    Mein Nichte hat einen Notendurchschnitt von 5.6, trotzdem hat sie die Gymiprüfung nicht geschafft. Wie kann das sein? Obwohl sie monatelang den Vorbereitungskurs besucht und den ganzen Sonntag auch noch zum Büffeln verwendet hat, schaffte sie es um eine Zehntelsnote nicht. Dazu muss man sagen, dass im Kt ZH für die Gymiprüfung Stoff von 2. Sekundarstufe relevant ist, die Schüler in der 6. Klasse logischerweise noch gar nicht durchgenommen haben.

  • Thomas sagt:

    Plätze begrenzen und Niveau hoch halten. Auch für die Uni,
    Ist bei der Berufslehre seit jeher so.
    Keine Firma schafft mehr Lehrstellen, wenn sich zuviele bewerben.

  • andreas furrer sagt:

    leben ist selektion.das ist in der abfallentsorgung nicht anders.

  • @Susann sagt:

    @Susann

    Vielleicht mal zumindest den Wikipediaartikel zu Intelligenz durchelesen und sehen, dass Gene maximal 3% etwas mit Intelligenz zu tun haben.

  • susann sagt:

    „Zu behaupten, dass am Zürichberg sechsmal mehr intelligente Kinder wohnen als in Schwamendingen, wäre anmassend“ macht mir Sorgen. Hat der Autor den einen Zielwert, wie hoch der Prozentsatz der Züriberg-Kinder im Vergleich zu den Schwamedingern wäre, ginge es absolut gerecht zu und her? Zeigen die Eltern hohe Intelligenz aber noch viel wichtiger die Fähigkeit zum Gratifikationsaufschub ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Kinder diese Züge auch zeigen wesentlich grösser. Und in einem bildungsnahen Haushalt aufzuwachsen dürfte auch den Wert, den das Individuum der Bildung zumisst, vergrössern

    • alien sagt:

      Ja, dann müsste man noch definieren, ob Züribergkinder „bildungsnah“ aufwachsen. Oder nicht eher in der Wohlstandsverwahrlosung.

      Aber ich trolle nur.

    • muster max sagt:

      Aufnahmeprüfung+Probezeit ist ok, aber der Vergleich Zürichberg-Schamendingen hinkt. Es ist ja nichts Neues, dass sich die Verteilubf sozialer Gruppen auch geographisch niederschlägt. Akademiker mit gutem Einkommen haben nun mal auch Kinder, die ebenso eine akademische Karriere in Angriff nehmen. Hier trägt niemand Schuld und niemandem wird Unrecht getan.

      • alien sagt:

        Akademiker haben in der Tat mit grösserer Wahrscheinlichkeit Kinder, die auch Akademiker werden als Büezer. Allerdings wäre es schon gut, wenn man sich überlegt, warum das so sein könnte. Gene? Erziehung? Druck von den Eltern? Milieu? Alles zusammen?

  • kaya sagt:

    ich verstehe nicht, wieso eltern „umsverecken“ ihre kinder ins gymi bringen wollen, obwohl jeder weiss, dass nach einem studienabschluss die meisten für eine praktikumsstelle klinken putzen gehen und eine lange finanzielle durststrecke in kauf nehmen müssen. in meinen augen hat ein guter schulabschluss und eine solide berufslehre mehr zukunft, und das in mancher hinsicht. /1/

    • kaya sagt:

      /2/ ich erinnere mich an meine tochter, die sich im 10. schuljahr vor ca. 8 jahren einen guten ferienjob ergattern konnte und im stundenlohn mehr verdiente, als ihre arbeitskollegin als praktikantin, die ursprünglich lehrerin war, aber auch ein abgeschlossene forstingenieurstudium hatte. das kanns doch einfach nicht sein!

  • Christian Duerig sagt:

    Während wir in der CH noch Vorlesungen und Unterricht hinter verschlossenen Türen zelebrieren, sind die USA mit den gratis Lernvideos und Vorlesungen via iTunes U und You Tube uns viele Jahre voraus. Als Beispiel genügt mir nur auf die Vorlesungen von Ramamurti Shankar at Yale University hinzuweisen, die Sie via You Tube studieren können. Jeder interessierte Schüler kann hervorragende Lernvideos finden, falls er englisch beherrscht. Das Angebot ist riesig.
    Bei uns herrscht kaum Lernwettbewerb. Bloss auf privater Basis gelingt es, sehr zielbewusst zu förderen.
    Überprüfen Sie meine Angaben.

  • neni sagt:

    ich habe meine kinder gefragt, was sie lernen moechten. sie wollten beide ins gymi und der aeltere hats mit einem 5 plus abgeschlossen, ohne ritalin, obwohl es ihm empfohlen wurde, er arbeitete hart in der schule und war sich von jung an bewusst das, er dies alles nur fuer sich tut, nicht fuer uns eltern. die tochter ist ein lernteufel, weil sie es simpel und einfach liebt, das lernen…der punkt ist, den kindern frueh bewusst zu machen, verantwortung zu uebernehmen und das sie bei ihrer wahl eine gewisse unterstuetzung bekommen, doch sie machen die arbeit!!!

  • walter holzwart sagt:

    die gym-euphorie stinkt zum himmel. schaut mal nach spanien, griechenland und ex-jugoslawien. dort haben alle „studiert“ aber dabei nichts studiert und sind jetzt arbeitslos. eine quote von 18% ist schon deutlich zu hoch. viele studieren zudem richtungen die persönlich spannend sind, aber für die kein bedarf besteht. die schweiz wird im ausland nicht für ihre sozialpädagogen, juristen und ökonomen bewundert. sondern dafür, dass ein schreiner in nützlicher frist türen einbaut, die solid und dicht sind und die präzisionsmaschinen made in ch qualitativ tipptopp sind. uhren, medtech dito.

  • Peter Steiner sagt:

    (1/2) „Alle Eltern wünschen sich für ihre Kinder eine gute Ausbildung. Mindestens derselbe oder ein höher bewerteter Bildungsabschluss als der eigene soll es sein.“

    Nein: Das Kind soll zwar eine gute Ausbildung erhalten, aber vor allem, um sein Leben später eigenständig und glücklich führen zu können. Ob das akademisch dem entspricht, was die Eltern sind, ist doch sowas von egal. Liegt nicht in dieser Grund-(Über-)Forderung ein Kern des Übels?

    • Peter Steiner sagt:

      (2/2) „Denn für den Eintritt ans Gymi muss tatsächlich die Leistung zählen.“

      Einverstanden, aber Prüfungen UND Probezeit sind der beste Mix. Das Wettrüsten würde ohnehin nie aufhören bzw. sich höchstens verlagern. Ungleiche Spiesse in der Ausgangslage lassen sich leider nie ganz vermeiden.

  • bettina sagt:

    In der Schweiz haben wir hervorragende Möglichkeiten und ein unglaublich vielseititges, durchlässiges Bildungssystem. Ich finde diesen Hype ums Gymnasium erschreckend. Wollen die Kinder oder wollen die Eltern??
    Unsere Variante der Aufnahmeprüfung und anschliessender Probezeit ist sehr gut. Wie stellen Sie sich das denn vor, einfach x- beliebige Kinder (viele ohne eigene Motivation) in die Probezeit zu lassen und dann nach und nach doch wieder zurück zu schicken? Tut das den Kindern gut? Und wie soll das mit dem Lehrerpersonal, den Räumlichkeiten und dem Aufwand gehen?

  • Hans Schweizer sagt:

    Mein Beitrag zum Mamablog vom 14. Juni (http://blog.bazonline.ch/mamablog/index.php/32065/wenn-deutsch-eine-fremdsprache-ist/) gilt auch hier: „Mir gefällt wie immer die (Symbol)Bildauswahl.“

  • Cybot sagt:

    Die Aufnahmeprüfung geht überhaupt nicht über den Stoff der Primarstufe hinaus. Die Nachhilfe ist nur für Schüler, welche den Primarstoff noch nicht begriffen haben.

  • Nicole sagt:

    Ich verstehe den Sinn nicht, mit Aufnahmeprüfungen, welche über den Stoff der Primarstufe hinausgehen, künstlich die Gymi-Quote tief zu halten. Ausser, dass dies für die Bildungsindustrie wirtschaftlich ideale Voraussetzungen bietet. Nach der Maturität absolviert dann die sogenannte „geistige Elite“ gemeinsam das Studium an unseren Unis mit ausländischen Studenten (z.B. Deutschland), deren Abi teilweise überhaupt nicht der Qualität eines Maturitätszeugnisses entspricht. Und weil unsere Wirtschaft zuwenig inländische akademische Fachkräfte findet, werden solche aus dem Ausland rekrutiert…

  • Christian Duerig sagt:

    Wo wird das Benoten der Schüler durch die Lehrer überwacht und kontrolliert ?
    Welcher Lehrer prüft die Testaufgaben mit dem Korrelationsfaktor ? Welcher Lehrer kennt schon die Formel, wie Noten zu vergeben sind ? Es wird gebastelt was das Zeug hält !
    Die Erziehungsdirektionen müssen sich diesem Problem stellen, und die Schulinspektoren müssen die Unterlagen dazu liefern. Die Lehrer müssen mit besseren Hilfsmitteln unterstützt werden.
    Zulassungprüfungen helfen, die Schüler zu filtern, um besser gefördert werden zu können. Wer nicht lernen will, der soll die Schule verlassen und arbeiten gehen.

  • PlainCitizen sagt:

    Das Gymi ist nicht für die Gerechtigkeit da, sondern für die Ausbildung von lernwilligen und ausreichend intelligenten Schülern.

  • Widerspenstige sagt:

    Ganz wichtig erachte ich Übungsstunden der Lehrkraft mit allen SchülerInnen zur optimalen Prüfungsvorbereitung. Wo dies nicht gewährleistet ist, grassieren eben diese privaten Vorbereitungs-Lernstudios. Auch wir mussten diese beim ältesten Sohn hinzu ziehen, weil in unserer Gemeinde keine entsprechende Prüfungsvorbereitung wie in regionalen Gemeinden üblich mit mehr Kantischülern, stattfand. Heute ist er Elektroing. an der ETHZ u macht den Master.

    Also hier wäre Handlungsbedarf, damit alle SchülerInnen vom selben Stoff sich vorbereiten können. Oder keine Prüfung, sondern Probezeit, Vornoten.

  • Roshan sagt:

    Als Zusammenfassung der verschiedenen Optionen mit ihren Vor- und Nachteilen finde ich Ihren Text gut, Herr M. Ich vermisse allerdings, dass Sie am Schluss nichts darüber sagen, welche Änderungen Sie sich vorstellen.

    Was ich nicht verstehe, ist, dass es kein landesweit oder mindestens sprachgebietsweit einheitliches Zulassungsverfahren gibt.

    • Roshan sagt:

      2: Die Öffentlichkeit sollte sich überlegen, wozu die Unterscheidung in mehrere Bildungsqualitäten gut sein soll. Wird das Gymnasium als Vorbereitung auf ein Hochschulstudium gesehen, dann fragt sich, wann die Trennung der Zöglinge aus entwicklungspsychologischer Sicht Sinn macht. Meine Meinung ist, dass im Alter von 12 Jahren zu früh ist.

      • AuchSpätzünder sagt:

        Sehr gute Auflistung. Ich teile diese vollumfänglich. Leider sehen nicht wenige Personen dies gerade nicht ein. Ich wohne in einer ländlichen Region und wenn ich sage, dass mein Sohn zum Gymnasium gehen möchte werde ich mit Fragen bombardiert à la „warum zwingst du Ihn?“ oder „er muss selber wissen was er machen möchte“. Letzteres geht unter Punkt 2 der o.E. Liste. Mit 12 weiss man nie und niemals was man in Zukunft machen möchte. Man ist in jeder unmündig, und eine selbständige Entscheidung ist womöglich nur später möglich. Wo soll ein 12 jähriger hier die Motivation finden?

    • Roshan sagt:

      3: Wird aber sowohl Grund- als auch Mittelstufe als Garant für eine gute und breite Allgemeinbildung gesehen, dann sollte bis zur Erfüllung der Schulpflicht so wenig Trennung wie möglich erfolgen, aber das System genug flexibel sein, sodass schwächere und auch besser talentierte sich gut entfalten können. Ich finde dann auch, dass Leute, die nicht den akademischen Weg gehen wollen, die gleiche breite Allgemeinbildung erhalten, wie sie ein Gymnasium bietet.

      • Brunhild Steiner sagt:

        “ Ich finde dann auch, dass Leute, die nicht den akademischen Weg gehen wollen, die gleiche breite Allgemeinbildung erhalten, wie sie ein Gymnasium bietet.“
        Sehr sehr einverstanden!
        Insbesondere dann wenn die Kinder selber eigentlich gerne mehr wissen und lernen wollen, gerne dort zur Schule gehen würden, und es bloss an Noten scheitert.

    • Roshan sagt:

      4: Dass also die Auftrennung in verschiedene Bildungswege erst nach der allgemeinen Schulpflicht erfolgt, dann wenn die Schüler selber fähig sind, auszuwählen. Weiter finde ich, dass die öffentlichen Ausgaben für Schulen die wichtigste Investition in die Zukunft des Landes sind und deshalb am wenigsten von Sparen betroffen sein sollten. Das heisst auch, dass Lehrpersonen mit guten Löhnen und Arbeitsbedingungen für ihre so wichtige Arbeit geehrt werden sollten.

    • Roshan sagt:

      5: In dem Sinn finde ich eine einzige Aufnahmeprüfung als Werkzeug einer Selektion und als Messer von Leistungsfähigkeit den falschen Ansatz, zumindest, solange der Sinn der Prüfung als Trennungskriterium verkauft wird. Dies weil damit impliziert ist, dass nur diejenigen, die leistungsbereit sind – und was das sein soll, ist sehr ambivalent – gute Ausbildung und breites Wissen angeboten erhalten.

  • Domenico sagt:

    Letztlich muss die Leistung zählen. Es gibt sehr viele Gründe, wieso jemand besser ist als der andere z.B. überdurchschnittliche Intelligenz, von den Eltern zur guten Noten gepushed, Fleiss, Nachhilfeunterricht (privat durch Eltern oder extern) etc. Letztlich ist spielt es auch keine Rolle. Wenn die „Zürichberg-Eltern“ ihre Kinder dazu bringen, besser zu sein als andere, dann sollen sie deswegen nicht bestraft werden.

    • Jonas Furrer sagt:

      Sie sprechen mir aus dem Herz. Ich glaube wir haben heute (in ZH) ein System, welches diejenigen Schüler aussiebt welche nicht der Belastung eines Gymis gewachsen sind. Dies kann aus verschiedenen Gründen (Motivation, Intelligenz oder Fleiss) möglich sein und ist auch nicht weiter schlimm, denn öfters wählen diese dann einen wesentlich passenderen Weg. Gleichzeitig finde ich es richtig, dass man seine Kinder auch fördern kann, wenn man denkt, dass diese dann besser gerüstet sind. Ein Gymi ist ohne Lernstudio, Privatschule und extremem Pushen möglich und wesentlich stärker vom Milieu abhängig.

  • Stefan W. sagt:

    In dem Alter, in dem man sich in ZH für die Gymiprüfung anmelden muss, war ich weder besonders fleissig, noch ging ich besonders gern zur Schule. Mein Glück war rückblickend, dass sich das im Kanton BS abspielte, wo ein Notendurchschnitt von 5 reichte, um aufs „Pro-Gymnasium“ zu kommen, und wenn man das überstand, dann zwei Jahre später aufs Gymi. Ohne Aufnahmeprüfung. Im Kanton ZH wäre ich bei meiner damaligen Motivationslage schon an der Prüfung gescheitert, und wohl auch an einer Lehre. Dank BS konnte ich an die Uni und einen akademischen Abschluss machen. Meine Meinung dazu ist somit klar

    • mägi sagt:

      …schade bin ich nicht in BS aufgewachsen – in ZH hab ichs dreimal mit der Gymiprüfung versucht – mit dem Resultat dass es dann eben „nur“ fürs KV gereicht hat. Ich fänds gut, wenn ein bestimmter Notendurchschnitt reichen würde, wie zum Beispiel eine 4,5 für die Sek (was in ZH so war und ich damals hatte) oder eben eine 5 fürs Gymi.

      • Stefan W. sagt:

        Aber auch mit Prüfung. Wenn jemand jetzt einfach Probleme hat, sich so einer Prüfung zu stellen, hat er keine Chance, egal wie gut er in der Schule ist. Und doch, das gibt es. Menschen, die erst im Maturalter selbstsicher genug sind für die besondere Situation einer Prüfung in „unbekannter“ Umgebung.

    • Sportpapi sagt:

      Ich frage mich ja nur, wie einfauler, unmotivierter Schüler, der von sich glaubt, er hätte nicht einmal eine Lehre überstanden, sich in einem Gymnasium halten kann. Ist das Niveau in BS wirklich so tief?

      • Klicki sagt:

        Vielleicht ist das messbare Niveau tiefer, aber komischerweise sind die BS-Maturanden im Unistudium nicht weniger erfolgreich als ihre stärker „gesiebten“ Kollegen aus ZH oder AG.

        Der Erfolg auf einer Ausbildungsstufe ist eben kein verlässlicher Indikator für den Erfolg auf der nächsten Stufe. (Für Berufskarrieren gilt das gleiche – vgl. „Peter-Prinzip“.)

      • Klicki sagt:

        Niemand will 80% Maturanden, aber 18% ist definitiv zu tief. Warum sonst wandern so viele Akademiker ein? Der Bedarf ist da. Wir betrügen unsere Jugend um Ihre Ausbildungschancen (inkl. der Möglichkeit, im Ausland Berufserfahrung zu sammeln, weil unsere Lehrabschlüsse dort wenig gelten) und beklagen uns dann, wenn in der Wirtschaft Kaderpositionen mit lauter Ausländern besetzt werden!

      • Sportpapi sagt:

        Das war ja hier nicht mein Thema, aber bitte: Ich bin nicht sicher, ob das mit dem „Erfolg“ der Basler im Unistudium gilt. „Nicht ganz unerwartet zeigen die Messungen von Evamar II nämlich Unterschiede in den Leistungen zum Zeitpunkt der
        Maturität, welche mit der jeweiligen kantonalen Maturitätsquote negativ korrelieren.“ (Bildung in der Schweiz unter der Lupe). Man kann eben nicht zaubern. Und: es fehlen vor allem auch gute Handwerker (Lehrstellen nicht besetzt). Und: Länder mit hoher Maturitätsquote haben meist auch hohe (Jugend-) Arbeitslosigkeit. Und keinen freien Zugang zur Hochschule!

      • Stefan W. sagt:

        @Sportpapi: Vielleicht gibt es Menschen, die ihr ganzes Leben lang immer gleichbleibend hochmotiviert sind. Ich gehöre nicht dazu. Mit 14 waren mir andere Dinge definitiv wichtiger, als die Schule. Mit 26 habe ich ein gar nicht mal so schlechtes Staatsexamen abgelegt. Mit 26 hätte ich vermutlich auch die Gymiprüfung bestanden 🙂
        Und offensichtlich war es ja nicht falsch, mich ins Gymi zu lassen.

        Ich stelle Ihre Frage darum mal umgekehrt: Gibt es Beweise, dass Zürcher Gymnasiasten im späteren Leben besser qualifiziert oder erfolgreicher sind, als die aus Basel?

      • Sportpapi sagt:

        @Stefan W. Meine Aussage ist genau so zu verstehen: Wenn ein 14jähriger faul und unmotiviert im Gymnasium ist, fällt er in der Regel umgehend wieder hinaus. Zumindest dann, wenn er meint, im gleichen Alter nicht einmal eine Lehre bestehen zu können. Wie haben Sie denn all die vielen Prüfungen „genügend“ absolviert?

      • Sportpapi sagt:

        Und Nein, Stefan. Sie haben meine Frage nicht umgekehrt. Sondern nicht verstanden. Sie erwecken den Eindruck, das Gymnasium sei in Basel einfacher zu bestehen als eine Berufslehre. DAS konnte ich nicht glauben, deshalb meine Rückfrage. Aber: Gibt es eigentlich Beweise, dass Gymnasiasten mich schlechten Noten für das Leben besser qualifiziert sind als durchschnittliche bis gute Handwerker oder sonstige solide Berufsleute?

      • Stefan W. sagt:

        @Sportpapi: Nein, ich behaupte weder, dass das Gymi leichter ist als eine Lehre, noch das Umgekehrte. Ich behaupte nur: Als Handwerker wäre ich mangels Geschick definitiv eine Fehlbesetzung. Dafür fiel es mir relativ leicht, auch als fauler Schüler in den naturwissenschaftlichen Fächern gute Noten zu schreiben. Bloss konnte man das mit 12-14 noch nicht erkennen. Okay, eine KV-Lehre wäre vielleicht auch in Frage gekommen, zugegeben.

        Mein Punkt ist ganz einfach: Eine Prüfung in diiesem Alter ist schlicht nicht die richtige Methode, um Weichen fürs Leben zu stellen.

      • Sportpapi sagt:

        Ich verstehe Ihren Punkt nach wie vor nicht. Also keine Prüfung. Abstellen auf die Erfahrungsnote geht ja wohl auch nicht, denn da steht der faule, unmotivierte Schüler ja wohl auch schlecht da. Freier Zugang? Da fällt der faule, unmotivierte Schüler, der nicht in der Lage ist, für eine (Aufnahme-) Prüfung zu lernen, dann ja auch umgehend wieder heraus. Könnte es nicht einfach sein, dass Sie nicht ganz so schlecht waren, wie Sie sich hier darstellen? Und dass Sie, dank einer gewissen Intelligenz, sicher auch locker die Aufnahmeprüfung gemeistert hätten? Alles andere macht keinen Sinn!

      • Stefan W. sagt:

        @Sportpapi: Wieso nicht eine Übergangsstufe? Oder eine Probezeit ohne Prüfung? Wer es dann nicht schafft, das Niveau zu halten, ist offensichtlich kein Gymi-Schüler.

      • Sportpapi sagt:

        @Stefan W: In zürich haben wir die Option Langzeitgymnasium. Dann nach zwei Jahren Sek I noch einmal die Chance, ins Kurzzeitgymi einzutreten. Ein Jahr später noch eimmal. Ich kenne sogar mehrere, die haben zuerst ein Jahr Sek B absolviert, sind dann ins A aufgestiegen (repetiert), dann später ins Gymi. Geht doch alles.

    • AuchSpätzünder sagt:

      So war es bei mir. Fleissigkeit und Motivation um das 11. Lebensjahr sind keine „conditio sine qua non“ um aufs Gymnasium zu gehen. Ich hätte keine Chance gehabt, durfte aber in einem Kanton zur Schule gehen der keine Gymiprüng kannte. Ich überstand, bei einer Durchfallquote von über 60%. Hätte aber dort „nichts zu suchen gehabt“. Und ja: Man braucht bereits heute eine akad. Ausbildung um auf den Arbeitsmarkt eine Chance zu haben. Hätte ich „nur“ ein KV und ein paar Kurse da und dort, wäre ich kaum weiter gekommen oder gar Arbeitslos. So war es bei mir. Fleissigkeit und Motivation um das 11.

    • Cybot sagt:

      Wenn du schon in der Schule gut warst, hättest du auch im Kanton ZH die Gymi-Aufnahmeprüfung ohne viel Aufwand geschafft. Diese ganze Nachhilfe-Wahnsinn ist ja nur für diejenigen Schüler, die eigentlicht nicht so gut sind, aber trotzdem ins Gymi wollen. Ich erinnere mich noch ziemlich gut, dass ich die Gymi-Prüfung auch ohne viel Vorbereitung ziemlich leicht fand. Wer vorher schon gut in der Schule ist, braucht diesen ganzen Nachhilfe-Wahnsinn nicht.

      • Stefan W. sagt:

        Mein Sohn hatte einen etwas mehr als Fünfer-Schnitt in der Primarschule hier im Zürcher Weinland. Er ist ungefähr gleich faul wie ich in seinem Alter war. Woher er das bloss hat? Ich dachte auch, dass Nachhilfe Unsinn ist. Er ist aber dann mit Pauken und Trompeten durch die Gymi-Prüfung gefallen.

        Ein wesentlicher Unterschied ist: Ich denke, bei uns damals war die Primarschule anspruchsvoller. Zumindest in meiner Erinnerung habe ich den Eindruck, dass wir zwar weniger Fächer hatten (z.B. keine Fremdsprachen), aber dafür in diesen Fächern viel mehr können mussten. Viielleicht liegt es daran?

      • Widerspenstige sagt:

        Stefan W., das kommt mir sehr bekannt vor bei beiden Söhnen. Beide wenig für die Grundschule gebüffelt und sog. Minimalisten sich durchgeschlängelt. Dann ab 2. Sek. vorallem bei den Sprachfächern (Deutsch, Französisch! Englisch gut) versagt u erst ab 3. Sek. die Aufnahmeprüfung mit Lernstudio extern geschafft. Und dort den Knopf geöffnet beide Söhne u die Matura geschafft. Der jüngere jedoch zog sein Ding mit dem Minimalisten auch dort durch. In der Maturazeitung stand bei ihm: ‚Er witzelte während den Lektionen u machte praktisch nie Hausaufgaben.‘ Er ist der typische Gamer mit Durchhänger…

      • Eremit sagt:

        Wie kommt es eigentlich, dass manche Menschen schon in der Kindheit „Minimalisten“ sind und lieber Gamen und Durchhängen, als der Gesellschaft oder einem anderen Menschen nützlich zu sein?

  • Klicki sagt:

    Dass nicht einmal jedes 5. Kind in den Genuss einer gymnasialen Ausbildung kommt, ist schlicht eine Schande für das schweizerische Bildungssystem. Wir importieren massenhaft Akademiker und speisen grosse Teile der eigenen Jugend aus Geiz und Intellektuellenhass mit halbbatzigen Ausbildungen ab, die auf dem europäischen Arbeitsmarkt nichts wert sind.

    • Klicki sagt:

      Zulasten der sozial Schwächeren erhöht sich der Druck auf das Selektionssystem erst recht, weil die eingewanderten Akademiker zu Recht nicht einsehen, wieso ihre Kinder in der Schweiz bei gleicher Begabung Jahre ihres Lebens an eine Berufslehre verschwenden sollen, um auf dem Umweg über die Berufsmatur doch noch an die Uni zu kommen, während sie selber im Herkunftsland den direkten Weg über die Matur nehmen konnten.

    • Sportpapi sagt:

      @Klicki: Der „Umweg“ über die Berufsmatur ist doch keineswegs ein Umweg, sondern zeitlich eher eine Abkürzung. Und wir haben eigentlich doch vor allem einen grossen Bedarf nach gut ausgebildeten Berufsleuten – die finden in der Schweiz ja auch meist einen Job, während die Heerscharen von „Akademikern“ im Ausland häufig ohne Arbeit bleiben. Nebenbei: Sind denn in Ländern mit 80% Gymnasiumsquoten plötzlich alles „Akademiker“? Und: haben die denn ein Recht auf einen angemessenen Studienplatz? Wie viele schliessen dann mit universitärem Master ab?

      • Klicki sagt:

        Ich weiss nicht, wie Sie darauf kommen, dass das eine Abkürzung ist. Nur wer parallel zur Lehre noch die Berufsmatur machen kann (was schon organisatorisch nicht immer möglich ist), hat im Alter, wo andere den Unizugang im Sack haben, nur den Zugang zu einer FH. Und die Passerelle-Prüfung, mit der man dann doch noch zur Uni kann, wird im Ausland nicht anerkannt!

      • Sportpapi sagt:

        Wer über Lehre/Berufsmatur geht, hat am Schluss zeitgleich seinen Master, der nicht zwingend auf dem Arbeitsmarkt weniger wert sein muss. Und er hat schon Berufserfahrung und ein Zeugnis im Sack – spart das Praktikum nach dem Hochschulabschluss, das in vielen Berufsfeldern heute üblich ist (zurecht).

    • Andy Mattmüller sagt:

      @Klicki: voll Ihrer Meinung.
      Wir haben eine schyzophräne Sicht unserer Gesellschaft. Einerseits Angst vor zu viel kopflastigen Akademikern, anderseits wollen wir aber weiterhin innovationsmässig an der Spitze mitspielen und neue Technologien und überall kompetent eine Reform nach der anderen durchführen.
      Weiterer Aspekt: heute werden für viele Stellen neu Matur und Fachstudium verlangt, für die früher 3 Jahre Erfahrung reichten. Der Arbeitsmarkt verlangt also unbekümmert nach mehr von dem, was das Bildungssystem nur äusserst sparsam produzieren will.

      • Sportpapi sagt:

        Sie können ja mal versuchen, in Deutschland mit mittelmässigen Maturnoten einen Studienplatz zu erhalten. Würden wir in der Schweiz die Maturitätsquote dem Umland angleichen, wäre es schnell vorbei mit freiem Zugang zu den Hochschulen. Oder aber, die Durchfallsquoten z.B. an einer ETH würden ins Unermessliche steigen. Ich halte das nur für Zeit und Geldverschwendung. Und für die Betroffenen ist es auch nicht gerade angenehm.

      • Klicki sagt:

        @Sportpapi: Wenn man den eigenen Nachwuchs zu Uniabsolventen ausbilden statt Akademiker importieren will, muss man natürlich auch die entsprechenden Studienplätze schaffen.
        Klar kostet das, aber Geiz ist in diesem Bereich überhaupt nicht geil.

      • Andi sagt:

        Klicki: Wenn man das Pflegepersonal, qualifizierte Handwerker, Zugspersonal, … (und leider sehr viele weitere Beispiele) nicht importieren will, muss man seinen Nachwuchs in die Lehre und nicht an die Uni schicken. M.a.W.: Brauchen wie wirklich mehr als 20 % Akademiker, über die ganze Bevölkerung gesehen?

  • peter hasler sagt:

    Noch willkürlicher sind die unglaublich unterschiedlich hohen Maturquoten in verschiedenen Kantonen. Wie kann es sein, dass in Genf fast die Hälfte der Schüler aufs Gimi geht, in St. Gallen aber bloss ~15 % ?

    Diese Schweinerei ist noch um einiges grösser, als es jene der Selektion ist.

    • Gina sagt:

      Das ist so gewollt. Der Thurgau zb. Ist ein Industriekanton und braucht viele Lehrlingen. Im Tessin ist es genau umgekehrt. Die Thurgauer werden also dumm gehalten, damit es genügend Lehrlinge gibt und die gutbezanlten Jobs später von den Goldküsten-Uni-Absolventen übernommen werden können.

    • Rena Haug sagt:

      Das, Herr Hasler, ist relativ einfach zu erklären. In einem Stadtkanton ist der Gymi-Anteil immer höher als in einem Land-Kanton. In ländlichen Gebieten sind die Berufslehren das „Normale“, vielleicht auch akzeptierter und als gute Ausbildung angesehen. Es ist keine Schande, wenn jemand nicht an die Kanti will, nein, es ist einfach eine andere gute Ausbildungsmöglichkeit.

      • peter hasler sagt:

        1) St. Gallen ist der 5. grösste Kanton der Schweiz, Genf folgt auf dem 6. Platz. (Von wegen Stadt vs. Land).
        2) Anstelle von Stadtkanton Genf darf man gerne auch den „ländlichen“ Kanton Waadt nehmen.

        Wer spricht denn hier von „Schande“? Bitte bei der Sache bleiben: Es geht um Chancengleichheit.

  • tststs sagt:

    Es mag brutal klingen, aber wer Nachhilfeunterricht braucht, ist definitiv fürs Gymi nicht geeignet!

    • Widerspenstige sagt:

      Das ist ein Trugschluss, tststs, was bei mir persönlich und auch bei meinen zwei Söhnen DER Initialzünder schlechthin war – Nachhilfeunterricht und damit wurde anscheinend ein trigger in uns entzündet – den Spätzündern gehört ebenso die Welt wie den Frühzündern. 😀

    • brunner franz sagt:

      absolut richtig–wer bestimmt denn, ob und welche hilfe „ohne konsequenzen“ in anspruch genommen werden darf? denken sie ihren satz noch etwas weiter und bis ans ende–dann heisst es wer irgendwelche hilfe braucht (mal ausser spital etc), ist für’s leben nicht geeignet—aber nein, so haben wir es denn doch nicht gemeint, oder?

    • Carolina sagt:

      Es klingt nicht nur brutal, sondern ist eindeutig falsch. Entscheidend ist die Motivation! Eine meiner Töchter (wie ich übrigens auch) war eine mehr als mittelmässige Primarschülerin, minimalistisch, an allem anderen mehr interessiert als an der Schule. Aber sie hat sich irgendwann ein Ziel gesetzt, für das sie das Gymi braucht. Und hat das, durchaus auch mit Umwegen über zwei Jahre Sek, dann Kurzzeitgymi, durchgezogen und studiert heute ihr Traumfach. Ich kenne genügend Geschichten von 12-Jährigen, die einfach noch nicht reif waren für das Gymi, bei denen erst der Knoten aufgehen musste. Um

      • Carolina sagt:

        /2 ein Ziel zu erreichen, braucht es u.U. Lösungsstrategien – dazu kann auch Nachhilfeunterricht gehören. Stimme meinem Vorredner voll zu: es hat etwas mit Lebenskompetenz, auch gut zu gebrauchen am Gymi, zu tun, wenn man in der Lage ist, sich Hilfe zu suchen.

  • Jürg. sagt:

    Das viel mehr Mädchen als Jungs die Matura machen, das viel Potential offensichtlich nicht genutzt wird, ist keinen Gedanken Wert?

  • Fred Steinmann sagt:

    Da vermischen sich einige Themen. Gescheit ist nicht gleich fleissig oder begabt. Auch weniger Gescheite können durch Fleiss gute Schüler und gute Berufsleute werden. Wer also in die Nachhilfe geht zeigt wenigstens Fleiss und das kann durchaus zum Ziel führen. Die Tatsache (mit der ich als Lehrer halt konfrontiert bin), dass sogenannte unterprivilegierte Schüler vielfach an Bildung und Weiterkommen trotz guter Anlagen keinerlei Interesse haben, die bleibt bestehen. Diesen Umstand jetzt mit Reichen-Bashing überdecken zu wollen ist blanker Unsinn. Politisch unkorrekte Aussage, aber halt wahr!

    • Domenico sagt:

      Im Zeitalter der politischen Überkorrektheit – wobei natürlich ausschliesslich die eigene Definition von korrekt akzeptiert wird – stossen solche Statements wie das ihre leider nur auf tabe Ohren; schade

  • Marco Valerio sagt:

    Teil 2: …was sie daraus macht, werden wir sehen. Was mir sauer aufstosst ist dieser ideologisch geprägte Klassenkampf. Zürichberg-Schwammendingen. Ich kenne einige „secondos“ die wesentlich weiter gekommen sind, als „verhätschelte“ Einheimische-Kinder aus bester Familie. Nicht wegen der Nachhilfestunden, sondern weil sie es so wollten. Das heisst: Jedes Kind aus Schwammendingen kann ins Gymi kommen wenn es will. Auf Empfehlung hin, öffnet Tür und Tor für subjektive Bewertungen. Man stelle sich einen Lehrer vor, der politisch links agiert. Wen meinen sie würde er fürs Gymi empfehlen?

    • alien sagt:

      Ich lese immer „will“. Ja, das stimmt zwar, aber vor dem Willen ist hier das Können. Ein geistig überforderter Reicher wird am Gymi leiden, ein überfliegender Armer kommt ins Gymi, auch bei uns, ich war eigentlich auch so einer.

  • Marco Valerio sagt:

    Ist ein wenig wie die Frage ob zuerst das Huhn oder das Ei da war. Fakt ist: Ich bin als Gastarbeiter Kind ohne Nachilfestunden und ohne Unterstützung meines Lehrers ins Gymi gekommen. Ganz aus eigenem Antrieb. Weil ich es wollte und offenbar auch nicht ganz dumm war. Eine Prüfung ist für alle gleich, das gleiche gilt für den Prüfungsstress und sorry…wenn ein Kind „un-intelligent“ ist, wird es auch mit Vorbereitung die Gymi-Prüfung nicht schaffen. Wir legen im Moment sehr viel Wert auf die Ausbildung unsere Tochter (7) in dem wir sie fördern und unterstützen um ihre Talente zu entfalten.

  • Cybot sagt:

    Die Welt ist nicht gerecht. Die Reicheren werden dank Nachhilfe und gebildeterer Eltern immer die besseren Voraussetzungen haben, egal ob es darum geht, Vornoten zu verbessern, die Prüfung zu schaffen, oder die Probezeit zu überstehen. Die Abschaffung der Prüfung ändert daran nichts. Ausserdem wird ein Aspekt völlig vergessen: Seine Kinder an die Uni zu schicken, kostet eine Menge. Viele (z.B. Hausbesitzer) sind zu „reich“ für Stipendien, können eine Uniausbildung für mehrere Kinder aber kaum bezahlen. Die haben kein Interesse daran, die Kinder ans Gymi zu bringen.

  • Bruno Astari sagt:

    VBZ Abo, Mittagsverpflegung, Schulmaterialien etc. summieren sich rasch auf Fr. 1000.-/Monat für einen Gymi-Schüler. Wer sich einen (freiwilligen) Gymi-Vorbereitungskurs nicht leisten kann, kann sich erst recht nicht einen Gymi-Schüler leisten.
    Für mehr Chancengleichheit müsste also bei den laufenden Mehrkosten eines Gymi-Schülers gegenüber einem Sek-Schüler während der 6-jährigen Gymizeit angesetzt werden. Dies dürfte den Staat auch weniger Kosten als das hin- und her mehrerer Tausend Schüler und Lehrer(!) vor und nach der Probezeit

  • Peter Waldner sagt:

    Das bestehende System ist gar nicht so schlecht. Das eigentliche Problem steckt in diesem Satz aus dem Artikel (Zitat): „… die gescheitesten und leistungsfähigsten Jugendlichen…“! Ich streite ab, dass jeder, der den Weg des „dualen Bildungssystems“ – also der Berufslehre – geht, „dümmer“ oder gar weniger leistungsfähig sein soll, als die Gymnasiasten. Die Entwicklung hin zur „Kopflastigkeit“ unter dem Titel „Chancengleichheit“ ist beängstigend! Die Kader unserer Gesellschaft sind voll von furchtbar gescheiten Köpfen, die wild theoretisierend voller Schulweisheit alles falsch machen!

    • Emil Roduner sagt:

      Sie reden mir aus dem Herzen, Herr Waldner. Gute Berufsleute sind sehr notwendig fuer unsere Wirtschaft. Leider wird die Entloehnung oft zu sehr an der Art eines Abschlusses festgemacht statt an der Leistung. Und zum Glueck ist unser Bildungssystem durchlaessig. Man kann ja auch ins Kurzgymnasium oder man macht die Berufsmittelschule. Es ist keineswegs eine Katastrophe, wenn man die erste Aufnahmepruefung nicht besteht.

  • Michael sagt:

    Als ich zur Gymiprüfung „GING“ sollte das natürlich heissen 🙂

  • Malin sagt:

    Die soziale Ungleichheit ist in den letzten Jahren stark angestiegen. In einer Klasse mit einem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund ist das Niveau tiefer, als in anderen Klassen. Die reichen Säcke ziehen an Orte, die sich keine Familie der Unterschicht leisten kann und können sich so auch die besseren Chancen für ihre Kinder „erkaufen“. Dort fängt das Problem an, die Nachhilfestunden, die sich die Eltern der Unterschicht nicht leisten können, ist nur ein kleiner Teil. Erschreckend ist, wie viele Studienabgänger gar kein Ziel auf dem Arbeitsmarkt haben…

    • Beat Hochstrasser sagt:

      Reiche Säcke müssen nicht an einen besseren Ort ziehen. Sie wohnen schon vor der Geburt ihrer Kinder in besseren Gegenden. Normalerweise sind es die ach so toleranten und weltoffenen Sozis, die ihre Koffer packen und aus dem Multi-Kulti Quartier wegziehen, sobald der Nachwuchs ins Kindsgialter kommt

  • Michael sagt:

    Als ich zur Gymiprüfung gib gabs Vorbereitungskurse schon, jedoch wurden die von der Schule organisiert und waren kostenfrei. Das fand ich eigentlich eine gute Lösung für alle.

  • Berufsmaturantin sagt:

    Ich bin 22 Jahre alt und habe mich damals freiwillig gegen das Gymi entschieden, obwohl die Noten gereicht hätten und den Weg über eine kaufmännische Lehre gewählt. Nun hole ich die Berufsmatura Teilzeit nach. Für mich ist dies der richtige Weg. Die Verantwortung in der Lehre stärkte meine Selbstsicherheit, brachte mich persönlich weiter und ich lernte den Umgang mit dem eigenen Geld. Meine Schwester lernt unheimlich gerne und besucht das Gymi. Dies ist was sie will. Für uns beide war/ist dies der richtige Weg, da wir völlig unterschiedliche Persönlichkeiten mit Wünschen und Zielen sind.

  • Albert Baer sagt:

    Bildung ist das A und O der Menschheit, deshalb muss Bildung frei zugänglich sein.
    Alle Bildungshürden gehören abgeschafft.

  • Sportpapi sagt:

    Also, die Alternativen: Abschaffung der Prüfungen, Selektion während der Probezeit. Es ist zu erwarten, dass dann mindestens doppelt so viele Kinder vorübergehend aufgenommen und betreut werden müssen. Wie soll das gehen?
    Abstellen auf die „Erfahrungs“-Noten. Da wissen wir alle, wie untauglich das ist. Ich weiss noch, wie meine Noten damals stark angestiegen sind, als dem Lehrer mitgeteilt wurde, dass ich die Prüfung machen möchte… Immer noch gilt 4.5-Schnitt in der Klasse anzustreben, unabhängig von der tatsächlichen Qualität der Schüler.

    • Sportpapi sagt:

      Nächste Alternative: Irgendwelche IQ-Tests. Das wurde ja erprobt, hat aber auch nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht. Letztlich ist es auf jeden Fall fragwürdig, für eine Matur, für deren erfolgreiche Bewältigung meist Interesse und vor allem Fleiss zentral sind, ausgerechnet diesen Fleiss bei der Aufnahme nicht berücksichtigen zu wollen.

    • Anton Keller sagt:

      und stellen siech einmal vor, wie die Erfahrungsnoten steigen, wenn der Papi gute Beziehungen hat und sich einen guten spezialisierten Anwalt leisten kann.

  • Thorsten sagt:

    Ich halte die Schlussfolgerungen für falsch. Was ist denn das leistungsfähigste Kind? Ist ein ungefördertes Kind in suboptimalen Lernbedingungen wirklich leistungsfähiger als ein optimal gefördertes Kind, das durch die Umgebungsbedingungen seine Schwächen auf intellektueller Seite überkompensieren kann? Im Kanton Solothurn, wo die Besten einfach zur Matura Platz nehmen könnten, scheint die Matura gar nicht so erstrebenswert zu sein. Verknappung macht Angebote attraktiv, auch wenn sie es nüchtern betrachtet vielleicht nicht sind.

  • Linda-Sue sagt:

    Kinder die ins Gymi wollen/sollen, denen sollte die Primarzeit keine Probleme bereiten, die sollten sie mit links machen bezw. eher unterfordert sein. Wenn Eltern meinen da Druck ausüben zu müssen ist das falsch. Wer nur ins Gymi kommt mit Nachhilfe in der Primar, oder Lernstudios die Prüfungen besteht, hat im Gymi (sorry) nichts verloren, weil einfacher als in der Primar wird es dort bestimmt nicht mehr. Arme Kinder, die unter Druck und permanent mit dem Wasser bis zum Hals durch die Schulzeit strampeln müssen, damit die Eltern zufrieden sind.

    • spätzünderin sagt:

      Dem widerspreche ich. Für mich war die Primarschulzeit schwierig, ich war sehr unkonzentriert, hatte nicht die besten Vornoten, nur 4.5er. Aber meine Eltern, beides keine AkademikerInnen, sahen mein Potential und unterstützten mich für die Aufnahmeprüfungen ins Langzeitgymnasium, im Gegensatz zu meinem Primarlehrer. Ich bin dann im Gymnasium immer mehr über mich hinausgewachsen und habe schliesslich die Matura mit Bestnoten abgeschlossen. Zum Glück ist unser Bildungssystem heute durchlässiger geworden, dann vielen Kindern geht der Knopf erst nach der Primarschulzeit auf.

    • Anna Fleming sagt:

      Dann sollte ich vielleicht den Arztberuf an den Nagel hängen. Ich habe die Gymiprüfung dank Mathenachhilfe bestanden – mein schwächstes Fach, das mir durch die ganze Schulzeit immer Probleme gemacht hat. Was ist mit Kindern mit Inselbegabungen? Solchen mit Rechenschwäche, Legansthenie? Sollen die nun einfach plötzlich pauschal von einer akademischen Bildung ausgeschlossen werden, nur, weil sie halt in ein, zwei Fächern mehr Unterstützung benötigen? Man muss doch nicht in allem überdurchschnittlich sein – wer in Mathe schlecht ist, soll trotzdem noch zB Englischlehrer werden können!

    • gymerlehrer sagt:

      kann die Erfahrungen von spätzünderin nur bestätigen. SchülerInnen welche die Volksschule „mit links“ machen, merken plötzlich am Gymer, dass sie gar nicht wissen was Lernen bedeutet. Sowieso wird den intellektuellen Fähigkeiten eine zu grosse Bedeutung zugemessen – viel wichtiger ist eine Art Systemintelligenz oder Anpassungsfähigkeit, um die zur Verfügung stehende Zeit optimal für Hausaufgaben und Prüfungsvorbereitung einzusetzen. Die jungen Frauen scheinen das besser auf die Reihe zu kriegen: 23.3% eines Jahrgangs machen die gymnasiale Maturität, nur 16.8% bei den Männern.

  • Sportpapi sagt:

    Das Problem ist ja jetzt gut beschrieben. Fehlt nur noch eine vernünftige Lösung… Meiner Meinung nach ist mit Berücksichtigung von Vornoten, der Aufnahmeprüfung und der verlängerten Probezeit eigentlich der beste Kompromiss gefunden worden. Nebenbei: Fallen denn von diesen vielen Zürichberg-Kindern tendenziell mehr in der Probezeit wieder heraus? Ich denken nicht. Schaut man Talentmodelle im Sport an, so wird immer klarer, dass das Umfeld der zentrale Faktor darstellt (nicht nur im teuren Tennis). Ohne das geht es in der Regel nicht. Denn es geht um viel mehr als um Geld für Nachillfe.

  • Patrick Meier sagt:

    Eigentlich wären die Lernstudios überflüssig. Kinder aus reichen Haushalten, die im öffentlichen Gymi scheitern, werden danach sowieso an einer oder mehreren Privatschulen auf Biegen und Brechen durch die Matur gepeitscht. An unserer Kanti hatte es einige solcher Beispiele. Nachdem sie bei uns rausgefallen sind, haben sie an Privatschulen gewechselt. Offenbar besteht dort aber auch noch ein gewisser Niveauunterschied, denn einige haben erst in der zweiten oder dritten Privatschule dann letztendlich die Matur bestanden.

  • fraene sagt:

    immer die alte Leier. Sorry, aber da lob ich mir das System bei uns im Jura. Alle gehen in die Sek. es gibt 3 Kategorien
    A B und C. für französisch, deutsch und Mathe. Wer nach der 9.Klasse AAA od AAB ist kann in das Gymnasium eintreten.
    Wer ABB ist kann eine Prüfung machen oder geht über die Handelsschule den sogenannten ‚chemin long‘ und erreicht somit noch das Gymnasium. Somit verteilt sich die Selektion auf 3 Jahre Sek. was viel aussage kräftiger ist als eine Prüfung.

  • Roger Dubach sagt:

    leider ist es heute so, dass man um in einer Putzkolonne arbeiten zu dürfen über einen Universitätsabschlss verfügen muss. Intelligenz, auch natürliche, und Führungskompetenz werden scheinbar durch Diplome irgend welcher Schulen bestätigt. – Komischerweise ist in der Praxis meist genau das Gegenteil der Fall: Fürhungskräfte mit Abschlüssen ohne emotionale Intelligenz und ohne gesunden Menschenverstand prägen das Bild. – Tragisch, dass das Duales-Bidlungssystem bei uns ein Auslaufmodell zu sein scheint, während andere Länder neidvoll auf uns blicken…..

  • Brunhild Steiner sagt:

    „Zu behaupten,
    dass am Zürichberg sechsmal mehr intelligente Kinder wohnen
    als in Schwamendingen, wäre anmassend.“

    Vielleicht wohnen anderswo einfach mehr bodenständigere und, halt nicht die gescheitesten,
    dafür aber die vernünftigeren Eltern? Die das Glück und den Erfolg ihrer Kinder eben gerade nicht von einer bestandenen Matur abhängig machen wollen?

    • fraene sagt:

      da könntest du Recht haben.

    • Walter Gull sagt:

      Wenn Sie jetzt nicht den Zürichberger „Geldadel“ meinen, sondern behaupten wollen, dass der familiäre Hintergrund für die Intelligenz der Kinder irrelevant wäre, dann möchte ich Sie korrigieren: Langjährige Zwillingsforschung belegt, dass 50% des schulischen Erfolgs vererbt ist, die andern 50% sind der Förderung der Kinder zuzurechnen.

    • Patrick Freyseher sagt:

      Zu solchen Kommentaren im allgemeinen: Sie diskriminieren wertende Aussagen mit einer noch vill stupideren Behauptung, die wahrscheinlich auf ihre Situation passt. Auch das Fragezeichen am Schluss lässt nur ahnen, dass sie eine Bestätigung von jemanden brauchen, dass sie ihr Kind nicht ins Gymi geschickt haben und das gut ist.

      Kommentieren ist gut. Selbstinszenierung und Rechtfertigungen helfen niemanden weiter.

      • PlainCitizen sagt:

        Sie werten sachliche Aussagen moralisch.

        Spätestens in einer Gesellschaft, in der grundsätzlich jedem alle Schulen offenstehen, reflektieren die sozialen Unterschiede auch die Intelligenzunterschiede. Wenn Leute mit mehr IQ aufsteigen können, sind sie eben nachher nicht mehr so häufig in Schwamendingen. Und Intelligenz ist vererbbar wie Körpergrösse – nämlich nicht absolut, sondern tendeziell.

    • Brunhild Steiner sagt:

      An den Seher plus den Citoyen:
      anders formuliert:
      wenn eine solide Lehre nicht mehr als gleichwertige Alternative gesehen werden kann,
      und man alles Mögliche versucht um „diesem Schicksal“ zu entgehen,
      ja, dann stimmt mMn in den Köpfen was nicht mehr.
      Und der Schienbeintritt wegen dem Gymi lässt auf ganz miserable Seherqualitäten deuten, Herr Freyseher…

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        “ sind sie eben nachher nicht mehr so häufig in Schwamendingen.“
        klingt da eine abwertende Haltung Schwamendingen gegenüber durch, so von wegen sachlich versus moralisch?

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    ich gebe herrn marti grundstätzlich recht. ich kenne viele eltern, deren kinder mit mässiger begabung durch gymi und studium gepeitscht werden, teilweise aus falschem ehrgeiz und nicht zum wohle des kindes. hinsichtlich der übereifrigen prüfungsvorbereitungen finde ich den vorschlag einer probezeit sehr hilfreich, um den spreu vom weizen zu trennen. generell müsste die ausbildung der kinder deren fähigkeiten und begabungen folgen. wir haben leider zu viele studienabgänger die in der wirtschaft keine rechtfertigung finden. und – handwerk hat goldenen boden! dorf fehlts.

    • Anton Keller sagt:

      In der Probezeit werden die Schüler noch mehr durchgepeitscht. Und da ist der Stoff um einiges vielfältiger. Fragen Sie mal einen mittelmässigen Kantischüler.

    • Urs Stuber sagt:

      Solange handwerkliche Lohnarbeit in der Wirtschaft immer noch als möglichst zu reduzierender Kostenfaktor gerechnet wird, und nicht als Qualitätsfaktor, in den es sich zu investieren lohnt, werden sich die Jugendlichen davor hüten, eine solche Berufsrichtung einzuschlagen. Und solange wir daran nichts ändern, wird der Run auf einen „höheren“ Ausbildungsgang nicht aufhören. Schliesslich wird den Jugendlichen ja ständig eingebläut, dass man entweder dumm oder faul ist, wenn man wenig verdient und es jede(r) schaffen kann, einen „besseren“ Job zu ergattern, wenn er/sie sich nur anstrengt.

    • Gina sagt:

      Studien belegen, dass heute ein Lehrabschluss keine Garantie mehr dafür ist, finanziel im Mittelstand zu leben. Von wegen also „Handwerk hat goldenen Boden“. Früher ja, aber heute sicher nicht mehr. Zudem braucht man heute schon fast für jeden Sch…-Assistenz-Job ein Studium, dass war früher nicht so.

  • Anton Keller sagt:

    Die Notwendigkeit von Lernstudios ist eine Bankrotterklärung der Volksschule. Das heisst, dass die Lehrpläne nicht eingehalten werden und dass auf die Art und Weise wie gelehrt wird, die Lernziele nicht erreicht werden.

    Gut dass die Eltern gemerkt haben, dass die politisch gewollte faktische Abschaffung der Hausaufgaben zu schlechten Resultaten führt, welche durch das Lernstudio korrigiert werden. Was macht das Lernstudio anderes als Aufgaben zu stellen, diese zu korrigieren und mit dem Schüler besprechen?

    Die Wiedereinführung von Hausaufgaben erhöht die Chancen für alle.

    • Rolf Rothacher sagt:

      Nachhilfe gab es immer schon, ob auf privater oder bezahlter Basis. Schlimm sind bloss die ständig neuen Experimente zum Umbau unseres Bildungssystems. Wir konnten unsere Schulzeit noch in einem Rutsch und ohne Unterbrüche durchziehen. Die heutigen Lehrer und Schüler sind mittlerweile aber mehr damit beschäftigt, sich neu zu organisieren, auszurichten und anzupassen. Kein Unternehmen ist erfolgreich, das seine Strategien ständig umstösst und in neue Richtungen rennt. Im Schulwesen machen unsere Politiker jedoch exakt dies und wundern sich über die Folgen.

    • Thomas sagt:

      „Das heisst, dass die Lehrpläne nicht eingehalten werden und dass auf die Art und Weise wie gelehrt wird, die Lernziele nicht erreicht werden.“

      Schlicht an der Faulheit von Schülern kann es ja nicht liegen…?

    • Gerhard Engler sagt:

      Es gibt keine „Notwendigkeit“ von Lernstudios. Meine beiden Töchter haben in den letzten 3 Jahren die Gymiprüfung ohne Lernstudio gemacht, wie auch die meisten anderen Schüler aus ihrer Klasse. Die Lehrerin hat aber Übungsstunden durchgeführt. Es stimmt aber nicht, dass das Gymi für die „Besten“ oder „Intelligentesten“ ist, sondern es ist in erster Linie für diejenigen, die gerne in die Schule gehen. Bevôr man die Prüfung abschafft, möchte ich den Beweis sehen, dass ein anderes System zu einer besseren „Auslese“ führt.

      • Karin Gut sagt:

        Gratulation am Familie Engler, Schulerfolg der Kinder ist zum Teil auch ein Team-Erfolg von Schulkind und Eltern und ev. Geschwistern. Ein Fragen/Antworten orientiertes familiäres Umfeld ist für die Freude der Kinder an Schule und Lernen sehr wichtig.
        Selektion in der Probezeit ist eine äusserst bittere Angelegenheit (ich erinnere mich an das 1. Semester HTL wo auch stark „gesiebt“ wurde), für die Herausfallenden ein frustrierendes negatives Erlebnis und oft auch verlorene Zeit.

      • Anton Keller sagt:

        „Die Lehrerin hat aber Übungsstunden durchgeführt“ Ist diese Lehrerin nicht wegen Agitation gegen das Schulbild entlassen worden? In der Stadt Zürich sind Hausaufgaben so verpönt wegen der Chancengleichheit, dass Lehrpersonen sich gar nicht getrauen Hausaufgaben oder gar Übungsstunden abzuhalten. Mein KInd hat dafür Hausaufgaben wie Rätselblöcke aus Spass gelöst.

      • Max Boriero sagt:

        @ Engler:
        nicht nur wer gerne zur Schule geht, denn dann haben wir die arbeitsscheuen, sondern wer zur Schule geht des Wissen Willens. Das sollten dann auch die sein, die aus einem Studium an der Uni neue Ideen für die Wirtschaft, Alltag, etc. Hervorbringen.
        Denn häufig wird nur studiert, weil man nicht weiss was man als Beruf ausüben soll oder weil der höhere Verdienst im Vordergrund steht.
        Die meisten, die nach der Matur or ein Studium abbrechen, bedeuten unnötige Kosten für die Allgemeinheit.

    • Dani sagt:

      „Die Wiedereinführung von Hausaufgaben erhöht die Chancen für alle.“
      Wusste gar nicht, dass die Hausaufgaben (in der Stadt Zürich) abgeschafft wurden. Meine Söhne können sich auch nicht über zu wenig Hausaufgaben beklagen. Nur sind diese leider sehr unregelmässig verteilt. D.h. Wochen mit wenig Hausaufgaben werden von Wochen mit zu vielen Aufgaben abgelöst ….

      Danke für den Artikel. Er bringt es auf den Punkt.

    • Martin Frey sagt:

      Ich gebe Herrn Keller recht. Zu Herrn Marti: Vor ziemlich genau 20 Jahren wurde im Kt. SO wegen der Grenzfälle entgegen der Warnungen der OS-Lehrpersonen die Elternmitsprache für den Übertritt eingeführt, wonach nichts mehr war wie vorher. Das Resultat: Heute führt „der Kanton“ flächendeckend Aufnahmeprüfungen durch, die ettikenschwindelmässig Vergleichsarbeiten genannt werden, denn die nötigen Notenschnitte werden natürlich gleich mitgegeben. Eine Verschlimmbesserung also! Und: ich war einer der lautesten warnenden Lehrer. Über Grenzfälle kann nicht mehr diskutiert werden.

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