Die Teilzeit-Lüge

Ein Papablog von Rinaldo Dieziger*.

Mamablog

In der Fantasie wollen viele Väter Teilzeit arbeiten und mehr Verantwortung zu Hause übernehmen: Ein Vater schaut sich mit seinen Kindern ein Heft an. (Foto: Flickr/paulhami)

Geteiltes Leid ist halbes Leid, heisst es so schön. Schade, gilt das nicht für die Arbeitswelt. Zumindest nicht in Bezug auf die Arbeitszeit. Denn geteilte Zeit ist nicht halbe Zeit. Sondern Überzeit. Da hilft alles Schönreden nichts: Teilzeit-Arbeit bedeutet Mehraufwand. Weniger ist mehr. Mehr Organisation, mehr Kommunikation, mehr Administration. Und das nicht zu knapp.

Der Arbeitnehmer nimmts in Kauf, holt punkt 17 Uhr die Kinder in der Kita ab und verabschiedet sich am Donnerstag ins Wochenende. Der Arbeitgeber bezahlts. Weil er hofft, seine Mitarbeiter seien dank geteiltem Leid nun glücklicher, befreiter, motivierter und deshalb produktiver. Die 4 x 100-m-Staffel ist doch auch schneller als der schnellste 400-m-Läufer. Und weniger anfällig für ein Burn-out. Diese simple Rechnung müsste doch jedem Unternehmer einleuchten.

Aber die tun sich schwer damit. Eine Staffel aufbauen heisst vier Leuten das Gleiche beibringen, statt nur einem. Heisst vier Trainingsanzüge kaufen, statt nur einen. Heisst drei Übergänge perfekt einüben, statt keinen. Heisst arbeiten, statt das Handicap auf dem Golfplatz verbessern. Heisst nüchterne Arbeitsabläufe planen, statt spannende Bücher lesen. Was schade ist.

Denn fast täglich erscheinen neue Management-Bibeln, die flexible Arbeitsmodelle mit überglücklichen Teilzeit-Bienchen und hochproduktiven Heimarbeiter-Ameisen predigen. Warum bieten bei derart rosigen Aussichten auf Effizienz- und letztendlich auch Gewinnsteigerung nicht mehr Unternehmen Teilzeitstellen an? Ist Teilzeit am Ende gar keine Frage der Wirtschaftlichkeit, sondern der Unternehmenskultur? Oder der Politik?

Weder noch. Der Hund liegt in unserem eigenen Garten begraben. Wir sind Angsthasen oder haben gelogen. Der Dachverband der Schweizer Männer- und Väterorganisationen hat mehrere Hundert Männer bei der UBS befragt. 78 Prozent gaben an, konkret über Teilzeit nachzudenken. Klingt wie ein Witz. Aber diese hohen Werte bestätigen die Ergebnisse der repräsentativen Studie im Kanton St. Gallen aus dem Jahre 2011 sowie zweier Befragungen, die nach der Lancierung des Projekts «Der Teilzeitmann» durchgeführt wurden. Gemäss einer Umfrage der «Coopzeitung» befürworten 62 Prozent Teilzeitarbeit, bei den 30- bis 49-Jährigen ziehen gar 78 Prozent eine Teilzeitstelle vor.

Wie zum Teufel kann es sein, dass trotzdem nur einer von zehn Männern zugunsten der Familie beruflich kürzer tritt? Weil sie nicht wollen. Jedenfalls nicht wirklich. Wahrscheinlich würden sie sogar, wenn sie könnten. Aber sie können nicht. Weil sie zwar still und heimlich bei ein paar Bier darüber sinnieren, aber nie beim Arbeitgeber nachfragen. Oder eine dieser zehn hochprozentigen Ausreden parat haben.

Fragen kostet nichts. Ausser eine verdammt gute Vorbereitung. Clevere Arbeitnehmer mutieren in einem solchen Gespräch zum Arbeitgeber. Geben ist nun mal seliger denn Nehmen. Unternehmer schenken ungern einem Arbeitnehmer Gehör, der noch mehr (frei) nehmen will. Deshalb lohnt es sich, darüber nachzudenken, was Mann als Arbeitnehmer geben kann. Wie der Chef konkret von Teilzeitarbeit profitiert. Ich empfehle, eine Lösung gespickt mit schlagenden Argumenten für Steigerung von Effizienz und Gewinn zu präsentieren. Und kein Problem. Denn Probleme haben Arbeitgeber genug. Ich weiss das, weil ich selbst Unternehmer bin. Und 80 Prozent arbeite.

rinaldoRinaldo Dieziger (37) ist Gründer von Supertext, der ersten Textagentur im Internet. Seine Erfahrung als Unternehmer gibt er im Blog Fragen Sie den Chef vom Ganzen weiter. Er hat eine Tochter (2) und lebt mit seiner Familie in Zürich.

146 Kommentare zu «Die Teilzeit-Lüge»

  • MKuss sagt:

    Mir fällt grad auf, dass der Papablog unter dem Mamablog läuft…. ähm…wieso? Der Blog könnte ja auch MaPa Blog heissen…

  • Andy Arbeit sagt:

    Es muss unbedingt eine Regelung geben was die Möglichkeiten von Vereinbarkeit von Familie und Beruf betrifft.
    Für berufstätige Mütter ist es schwierig, ohne Einbussen im Privatleben, Karriere zu machen. Und Väter, die zugunsten ihrer Familie ihre Arbeit reduzieren, müssen noch immer mit einem Karriereknick rechnen. Wie Politiker und Pro Familia und Pro Juventute beim der Familienartikel erleuterten: Damit es unseren Kindern gut geht, brauchen wir starke Familien. Familien, welche von Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Unternehmen gestärkt und unterstützt werden!

  • Horst Berner sagt:

    Es hat schon mit (Unternehmens-)Kultur zu tun! Wir sind immer noch gewohnt im Rudel zu jagen und als Team mit Sichtkontakt zu arbeiten – wer nicht da ist, arbeitet auch nicht. Die heutigen Chefs könnten gar nicht mit Teilzeit umgehen und selbst die beste Kommunikationstechnik verstehen wir nicht für neue Arbeitsmodelle einzusetzen. So ist es leider so, dass entweder der Mann oder die Frau 80%-100% arbeiten muss, damit man im Rudel überhaupt Aufmerksamkeit erhält. Die aktuelle Baby-Boomer-Generation tickt nun mal so. Es ist zu hoffen, dass die Gen-X/Y diese Strukturen überwinden wird!

  • martin meyer sagt:

    bin selbst arbeitgeber.
    einer jener kleinen unternehmer, die weder die firma geerbt haben, nicht vom staat leben und auch sonst sauber geschäften.
    und infolgedessen keine lobby in der politik haben.
    mein fazit:
    teilzeit: finanzieller no go (ausser praktikanten oder administration, da ists ok)
    arbeitnehmerinnen im gebärfähigen alter: schwierig.
    väter als arbeitnehmer, die um punkt 5 nach hause oder zur krippe abhauen: schwierig.
    alles nur eine frage der zeit, bis stellensuchende aus dem ausland attraktiver sind als teilzeit-arbeitende einheimische.

    • Vivienne Tran sagt:

      Stellen Sie sich vor den Spiegel + dann schlagen Sie vor Scham Ihre Augen nieder. Ich hoffe sehr, dass Ihr Biz keine Kunden benötigt, denn diese Kunden werden als Kinder geboren und zwar – ups – von Frauen im gebärfähigen Alter. Wenn ein MA anbietet, wegen erhöhter Motivation + Effizienz die gleiche Arbeit mit einem 80% Pensum zu erledigen + Sie das abschlagen, dann muss ich an Ihrer unternehmerischen Qualität zweifeln. Dies ist ein finanzieller Anreiz, nicht no go. Väter, denen Sie nicht nur Lohn sondern auch Raum für Familie bieten, zahlen es mit Loyalität zurück. Mein Beiland an Ihre MA.

  • Frank Baum sagt:

    “ Die 4 x 100-m-Staffel ist doch auch schneller als der schnellste 400-m-Läufer.“ Das stimmt nur dann, wenn die Stabübergabe überalöl reibungslos funktioniert. Das tut sie bekanntlich nicht und ein Staffelholz zu übergeben ist nicht gerade eine komplexe Form der Zusammenarbeit, wenn man es mit Aufgaben in der Arbeitswelt vergleicht.

    • Jan sagt:

      Es geht nicht immer um die schnellste Zeit und es macht auch wenig Sinn 4 kaputte Athleten zu haben statt nur einem, wo sich die anderen dann auf anderes konzentrieren können. Ihr Vergleich hinkt massiv.

      Weiterhin: Wurde auch nach der Motivation gefragt zu reduzieren? War der immer Familie? Oder einfach der Wunsch nach mehr Work-Life Balance allgemein? Wurden auch Singles gefragt?

      Mir erscheint das hier mal wieder ein an den Haaren herbeigezogener Versuch Männer zu diskreditieren. Damit es nicht so auffällt wird das immer einem „Mann“ überlassen. Sehr durchsichtig.

    • Marco sagt:

      So ist es. Jedesmal, wenn diese Debatte von neuem aufflammt, dasselbe Spiel. Dass nicht jeder am Fliessband arbeitet oder nur im Sekretariat Word-Standard-Briefe ausdruckt, scheint einigen noch nicht aufgefallen zu sein. Wenn ich mir vorstelle, wie komplex die Übergabe-Schnittstellen für Softwareprojekte o.ä. ausfallen würde, die für die Aufteilung nötig wäre, dann wird der Gesamtaufwand verdoppelt. Vielleicht funktioniert so etwas auf dem Bau, aber bestimmt nicht bei einer projektorientierten Arbeit mit intensivem Kundenkontakt.
      Alter Wein in neuen Schläuchen,plus Geschlechterkampf, that’s it

      • Roshan sagt:

        Dass Teilzeitarbeit Softwareprojekte komplexer mache, wage ich wirklich anzuzweifeln. Die Komplexität kommt daher, dass die mit der Software zu unterstützenden Geschäftsprozesse nicht dokumentiert sind. der Grund ist einfach, je klarer dokumentiert, je austauschbarer die Fachkraft. wenn, wie hier teilweise geschildert wurde, ein 80 Prozent Job das Pensum eines 100 Prozent Jobs abwickeln kann, nur durch grössere Effizienz, sehen wir, wie viel Luft in den 100 Prozent sind.

    • Sportpapi sagt:

      „Ein Staffelholz zu übergeben ist nicht gerade eine komplexe Form der Zusammenarbeit.“ Naja, eigentlich schon. Immerhin schaffen es die Schweizer Spinter/innen nur dank eben äusserst gut trainierter Wechsel mal an internationale Anlässe, für die ihre Einzelzeiten meist nicht reichen. Für den Erfolg müssen aber dann statt einer Person 7-8 trainiert werden, was den Aufwand massiv erhöht…

  • Mario Cello sagt:

    Also. Ich hatte jahrelang 80% gearbeitet, damit ich für die Familie mehr da bin: Mieser Lohn, trotzdem 100% Arbeit, kaum Lohnerhöhungen. Bei allen Beförderungen wurde ich nicht berücksichtigt. Bei jeder Bewerbung Absagen wegen Teilzeit. Jetzt arbeite ich wieder 100%. Viel mehr Lohn. Werde in vielen Belangen mehr gefördert und ernst genommen. Mehr Cash für die Familie und bessere Perspektiven. Alles im gleichem Unternehmen.

    • adlerauge sagt:

      das zeigt sehr gut auf, dass noch viel zu tun bleibt in diesem bereich bzw. dass noch nicht alle unternehmen wirklich in der gesellschaftlichen gegenwart angekommen sind.

  • Mirjam sagt:

    Ich muss meinem Angebeteten mal ein Kränzlein winden. Seit unsere Töchter auf der Welt ist, blieb er stets mindestens einen, über Jahre hinweg auf zwei Tage zu Hause. Mir wird immer wieder bewusst, wie wenig selbstverständlich dies ist. Möglich, dass er nicht ganz so aufsteigen konnte wie andere. Aber für die Mädels war es eine wundervolle Erfahrung und für ihn auch.

  • Bernd S. sagt:

    Ich musste anfangs der Nuller gut 2 Jahre argumentieren bis ich auf 80% reduzieren konnte. Das habe ich fast 10 Jahre beibehalten. Inzwischen sind die Kids selbstständig und ich bin wieder zurück auf 100%. Diese Zeit möchte ich aber definitiv nicht missen. Da meine Frau während dieser Zeit gearbeitet hat, hatte ich die Kids alleine. 3 Kids zu hüten hat mich auch im Büro gelassener werden lassen. Es ist aber immer noch so: Männer verdrehen die Augen wenn es ums reduzieren des Arbeitspensums zugunsten der Familie geht. Frauen verdrehen die Augen wenn der Mann mehr als 20% reduzieren will.

    • T. Gubler sagt:

      Bei mir verdreht allerdings meine Frau die Augen: Sie möchte nicht auswärts arbeiten und ich soll mit 100 % fürs Einkommen sorgen. Tja, verschiedene Menschen, verschiedene Horizonte…

      • R. Bieri sagt:

        @Gubler: Sie sind doch ein eigenständiger Mensch und verfügen über die Fähigkeit, sich über Situationen ein Bild zu machen und zukünftige Entwicklungen vorherzusehen. Wieso haben Sie diese Problematik nicht früher erkannt und die entsprechenden Konsequenzen gezogen? Frauen haben sich das Recht erkämpft, ihr Leben frei(er) gestalten zu können. Dasselbe steht ihnen auch zu, aber dann müssen Sie auch unangenehme Entscheidungen treffen. Z. B. keine Beziehung mit einer Frau eingehen, die nicht sehr hoch qualifiziert ist und wenig Leidenschaft für ihren Beruf hat.

      • Bernd S. sagt:

        @Gubler: Wenn ihr beide damit zufrieden seid, dann ist das doch okay.

    • Marcus sagt:

      Ich arbeite im Moment 60%, meine Frau 100%. Nach der Geburt meines Sohnes habe ich ein halbes Jahr unbezahlten Urlaub genommen, da meine Frau wieder arbeiten gehen wollte/musste.
      Wir kommen so sehr gut klar, der Wiedereinstieg war kein Problem.
      Arbeiten beide im Gesundheitswesen. Da geht sowas.
      Aber wenn man hier die Kommentare liest sind hier die meisten ja Projektleiter und sehr wichtig, haben aber leider doch nicht so viel zu sagen, das sie über die Arbeitseinteilung entscheiden könnten. Ja nu….
      Aber beim Arbeiten der Hecht zu sein ist natürlich erstrebenswerter als Haushalt zu machen

  • Rainer sagt:

    Noch eine ganz andere „Teilzeit-Lüge“; obschon Frauen es grundsätzlich wahnsinnig toll finden, wenn Männer Teilzeit arbeiten, haben Männer, die Karriere machen, auf jedem Beziehungsmarkt – mit Ausnahme vielleicht bei den ganz Jungen – die viel besseren Chancen. Dieselben, die das Hohelied des Sharings singen, finden am Schluss dann doch die Cracks „irgendwie“ besser, attraktiver etc. Männer, die Im Migros die Salate auswählen, sind einfach schwer vermittelbar….PS: Und einfühlsam und emotional kann Mann auch mit Geld und Macht sein; das schliesst sich eben nicht aus…

    • R. Bieri sagt:

      Das trifft für einen Teil der Frauen sicher zu. Genau so wie auf einen Teil der Männer zutrifft, dass sie mit einer höher gebildeten und besser verdienenden Frau nicht zurecht kommen und ein Dummchen für den Herd suchen. Es steht allerdings jedem Mann und jeder Frau frei, einen für sich geeigneten Partner zu wählen. Einen Karrieremann heiraten und sich dann beschweren, dass er viel arbeitet und nicht im Haushalt hilft, geht nicht. Ebensowenig wie das Dummchen ohne nennenswerte AUsbildung heiraten und sich dann beschweren, dass man der Alleinverdiener ist.

  • Mischa Gerster sagt:

    Wer sagt denn, was Vollzeitbeschäftigung ist und was nicht? Mit der Erfindung der Dampfmaschine wurde die Arbeitszeit von 60 auf 48 Wochenstunden verkürzt. Roboter und Computer haben eine ähnliche Wirkung auf die Arbeitswelt, aber von Arbeitszeitverkürzung keine Spur. Vollzeit müsste heute bei 32 Wochenstunden liegen, der Technologie sei Dank! Als Beispiel: vor 40 Jahren waren auf einem Tramzug in Zürich drei Leute beschäftigt, zwei davon wurden von einem Billetautomaten ersetzt. Also, bitte neu überdenken: was heisst Vollzeitbeschäftigung, wer hat sie (noch) und wer will sie überhaupt??

  • Joe sagt:

    Die Wahrheit über Teilzeit?
    Ab 80% bekommt man keine interessanten Projekte mehr. Karriere machen ist praktisch ausgeschlossen. Gehaltserhöhungen gibt es nur noch im allgemeinen Rahmen, wenn überhaupt. Sobald es eine Reorganisation gibt darf man sich eine neue Teilzeit-Stelle suchen. Und Männer, die Teilzeit ohne eine Weiterbildung machen gelten im Unternehmen als Outsider.
    Arbeitnehmer, die Teilzeit machen, verzichten auf viel mehr als 20% Gehalt. Sie gefährden auf lange Sicht das Familieneinkommen.

    • Isa sagt:

      Gut und wer entscheidet nun, ob der Mann oder die Frau in der Karriere zurücksteckt?

      • mikkesch sagt:

        @Isa
        Ihre Frage entspricht nicht dem Thema, falls Sie den überhaupt Artikel gelesen haben.

      • Marco sagt:

        Frau Isa. Muss ich mir als Single diese Frage auch stellen oder existieren in Ihrer einfachen Welt nur uneinige Paare? Ich denke mal, wenn sich diese Frage einer Beziehung in den Weg stellt, sollte man diese reine Zweckgemeinschaft vielleicht besser auflösen.

      • rolf sagt:

        Sie tun so als wär das gar kein Problem und man wird sich schon einig. Selbst bei Paaren die sich scheinbar einig sind endet die Angelegenheit dann doch meistens so, dass der Mann wegen Karriere und so 100% arbeitet und die Frau zu Hause bleibt. Also keinen Grund Isa anzugreifen wegen ihres berechtigten Kommentars. Und ob Sie Single sind spielt auch keine Rolle, der Text handelt von Vätern (darum Papablog), also wer hat hier den Artikel gelesen?

    • T. von Allmen sagt:

      Klingt irgendwie etwas feige. Das obige mag für Topmanager und vielleicht sogar im mittleren Management stimmen — dazu gehören aber die wenigsten. Wenn man wirklich will, dann klappt es auch in den allermeisten Fällen.

      • Marco sagt:

        Leider nein, Herr von Allmen. Eine Projektleitung erfordert keine Managementstufe. Sie haben offenbar noch nie ein kleines bis mittelgrosses Projekt geleitet, sonst wüssten Sie, dass der Aufwand, ein solches Projekt zu teilen, immens ist.
        Noch dazu tauchen öfters mal Ungereimtheiten auf. Auf die Streitereien und Schuldzuweisungen, wer denn am Ende wofür verantwortlich ist, kann ich gut verzichten. Diese Energie kann ich besser einsetzen.

    • ka sagt:

      Was heisst den da: „Sie gefährden auf lange Sicht das Familieneinkommen“ ? Die Frau trägt ja auch zum Famileineinkommen bei, ist doch für die Männer auch eine Entlastung, wenn nicht alles auf ihren Schultern liegt!!

      • Patrick sagt:

        Das ist noch immer individuell. Meine Frau ist Lehrerin, wir haben drei kleine Kinder (von 4.5-0.5) und ich habe das Glück einen gut bezahlten Job zu haben, bei dem Teilzeit eine Illusion ist (auf dem Papier vl. noch halbwegs möglich, in Wahrheit sind dann dennoch Sitzungen an den „freien“ Tagen) und der massiv mehr einbringt als der Lehrerinnen-Job.
        Würde sie arbeiten, ginge der Zusatzverdienst (den wir eigtl. auch nicht brauchen) grösstenteils für KITA und Steuern drauf. Somit ist es einfach nur rational, tragen meine Schulter derzeit das Familieneinkommen und das wohl auch langfristig.

      • Paddy sagt:

        @Marco: den Nagel auf den Kopf getroffen. Zeit lässt sich teilen, Arbeit nicht! Jeder Arbeitgeber ist froh wenn er für die gleiche Arbeitsleistung nur noch 80% Lohn bezahlen muss. Denn die Erwartungshaltung bleibt gleich. Zumindest dort wo nicht reine Anwesenheit gefordert ist sondern Zielereichung. Ich hab’s trotzdem gemacht, weil mir die Familie wichtig war. Aber locker vom Hocker geht das nicht: ist sowohl finanziell als auch Belastungsmässig kein Zuckerschlecken. Bei den meisten ists keine Frage des Konsums oder der Karriere; sondern kann man sich’s jobmässig und finanziell leisten, j/n?

    • tina sagt:

      dass man das familieneinkommen gefährden könnte ist wohl einer der gründe, die männer davon abhalten teilzeit zu arbeiten. könnte man nicht mit seiner partnerin abmachen, wirklich wirklich abmachen, dass nicht der mann der ernährer ist, sondern beide zusammen?

      • Tanja sagt:

        Erlebe ich auch so mit den 80%. Bei uns wurde jemandem, der 60% gearbeitet hat, dass er das interessantere Projekt nicht erhält weil er „zuwenig da ist“ (obwohl die effektive Arbeit für das Projekt weniger als 60% ausmacht) – aber Management will grundsätzlich einen Ansprechpartner, der immer da ist (idealerweise auch am Wochenende und am Abend noch arbeitet)….

      • Pat Geering sagt:

        Mann, wo lebt Ihr eigentlich? Ich arbeite seit über 10 Jahren 80%, inoffiziell. Denn tatsächlich ist’s trotzdem 100%. Heutzutage wird ja nicht eigentlich die Anwesenheit gemessen, sondern nach Zielerreichung bewertet. Und die wird für einen TZMA nicht angepasst. D.h. wenn du nen interessanten Job haben willst, dann wird viel Überzeit erwartet. Tust du dies nicht, kannst du dir ziemlich rasch mal einen neuen Job suchen nach der nächsten Reorg. Und Frauen: meine Frau arbeitet auch TZ, mit 50%. Aber nur, weil sie trotz Kinder durchgearbeitet hat. Ein TZ Wiedereinstieg ist heutzutage fast unmöglic

      • Pat Geering sagt:

        Apropos gemeinsames Familieneinkommen: meine Frau arbeitet bei der selben Firma. Familieneinkommen durch die Frau? Nun ja, wenn man das Einkommen um 30% schrumpfen sehen will. Wir hatten ursprünglich mal den gleichen Job. O.k., ich hab noch ein paar Studienabschlüsse, sie ’nur‘ die Matura. Ich hab noch ein paar andere Arbeitgeber gehabt, sie ist direkt nach der Schule dort gelandet. Aber wir haben den gleichen Job gleich erfolgreich gemacht, trotzdem verdient sie dafür knapp 30% weniger. Also nicht wirklich ne Alternative … Solange das nicht ändert, ist das ganze eine hypothetische Diskussio

      • Jan sagt:

        Es ist für die allerallermeisten Männer überaus sinnstiftend die Ernährerverantwortug für die Familie zu übernehmen. Für Frauen und Herd und damit für die vielbeschworenen Softfactors verantwortlich zu sein. Das nennt man sinnvolle Arbeitsteilung. Kritik daran ist fehl am Platz, denn es gibt kein gut oder schlecht, richtig oder falsch, solange es für beide sinnvoll ist.
        Das Frauen zudem weitaus weniger gewillt sind harte Verantwortung zu übernehmen ist überall sichtbar und nachlesbar. Daran ist auch nichts gut oder schlecht, richtig oder falsch.

        Es gibt verschie

      • Marco sagt:

        @Pat Geering
        Geht mir genauso. Ich frage mich, ob all diese Teilzeit-0problemo- Leute überhaupt eigentlich nur Fliessbandarbeiten verrichten oder irgend in einer Amts- oder Redaktionsstube die Zeit absitzen.
        Die Zeit lässt sich natürlich sehr einfach teilen, die Arbeit hingegen nicht, sobald man welche mit einem gewissen Verantwortungsgrad hat. In unserer Firma klappte nicht einmal die Aufteilung des Sekretariats auf 2 Frauen problemlos. Arbeiten,die unverrichtet blieben (..) und Anfragen/Rückmeldungen, die vergessen gingen, waren auf einmal die Folge.

      • R. Bieri sagt:

        Ich arbeite ca. 120%, mein Partner ca. 60% um Zeit für sich zu haben und weil er nicht karriereorientiert und weniger belastbar ist. Das war von Anfang an so abgemacht und funktioniert wunderbar. Ich bin froh, dass er nicht unter Leistungsdruck stehen muss, kann gleichzeitig ausleben, was mir wichtig ist, und wir haben dank Haushaltshilfe viel Zeit füreinander. Einfach VORHER überlegen, ob man sich bezüglich Lebensentwurf einig ist!

    • Hans sagt:

      Seit fast 20 Jahren arbeite ich Teilzeit (Jahresarbeitszeit meist deutlich unter 70%) und habe ganz andere Erfahrungen gemacht als Joe.
      Dass jemand keine Weiterbildungen macht finde ich bedenklich, sehe aber den Zusammenhang mit Teilzeit nicht.
      Weiterbildungen die fürs Geschäft nützlich waren, wurden mir dabei fast immer ohne Diskussion bezahlt.
      Karriere mit dem Ziel Untergebene zu haben, wollte ich nicht. Interessantere Aufgaben und entsprechenden Lohn hingegen schon. Wofür ich ein paar mal die Stelle wechselte.
      Vorgesetzte hatten mit meiner Telzeitarbeit kein Problem, Arbeitskollegen sind zT

      • Hans sagt:

        Teil 2.
        Vorgesetzte hatten mit meiner Teilzeitarbeit kein Problem, Arbeitskollegen sind zT. neidisch weil ich so viele frei habe und oft längere Ferien mache. Erstaunlicher weise wollen jedoch die wenigsten reduzieren, da offenbar ein neues Auto wichtiger ist als ein halbes Jahr Ferien.
        Finanziell mache ich mir keine sorgen, da ich nach einer Kündigung mit einem Schleicht bezahlten 100% Job gleich viel hätte wie jetzt.

  • Michael Sold sagt:

    Die Lüge ist das Wort Teilzeit. Ich arbeite nicht Teilzeit sondern 4 Tage in der Woche. Da ist der wesentliche Unterschied zum Denkmuster eines Arbeitnehmers, der Gottgefällig glaubt unersetzbar zu sein un, dass ihm das höchstpersönlich gestattet wurde neidvolle Blicke erntet, nur weil man die Zivilcourage hatte zu fragen.
    Trotzdem sollte bei all diesen Diskussionen auch nicht vergessen werden, dass eine grosse Zahl, dies schlicht aus finanziellen Gründen gar nicht kann, oder man müsste vielleicht auf den 4Rad Offroader verzichten? Die Frage ist doch auch: Wie bin ich glücklich mit dem Leben

  • danke für die klaren Worte – es isch eso!

  • UBS-ler sagt:

    Der Umfrage unter UBS-Mitarbeitern mit solch hohen Zustimmungswerten glaube ich sofort. Das Problem ist nicht dass Männer nicht Teilzeit arbeiten wollen, sondern dass vor allem der Finanzsektor dies nur schwer ermöglicht. Lange Arbeitszeiten, wenig Bereitschaft zu Doppelbesetzungen mit Teilzeitlern und eine generell ausgeprägte Performance-Kultur sind Realität, die Förderung von Teilzeitpensen besteht höchstens in glossy brochures.

    • Mark sagt:

      Der böse Arbeitgeber ist schuld. Willst du Teilzeit arbeiten? Dann künde und such dir einen Job wo das geht. Dann verdienst du nicht so viel? Dann pass deinen Konsum an. Das möchtest du nicht? Dann willst du nicht Teilzeit arbeiten um mehr Zeit mit deiner Familie zu verbringen.

      Solange alle nur sagen „ich würde schon wollen ABER…“ solange wird sich NICHTS ändern.

      • Fred Basset sagt:

        So einfach ist Budget anpassen nicht.
        Bsp. Partner 1 150’000 (Guter Lohn) @ 100%, Partner 2 30’000 @ 50%, 2 Kinder. Budget Brutto 200’00. Tönt nach viel ist aber Abzug Steuern etc, nicht mehr ganz so viel weil keine KK Zulage, keine Sozialwohnung, KiTa viel teurer da Gut Verdiener etc. etc..
        Partner 1 will jetzt auch auf 50% reduzieren d.h. Budget 100’00 statt 200’00 Brutto = 50% Reduktion. So eine Umstellung geht nicht so einfach. Geld spielt sehr wohl eine Rolle (besser Schulbildung z.B.). vor allen wenn Frauen weniger verdienen.

  • Housi sagt:

    Meine Frau hat ihr Pensum von 100% auf 50% reduziert. (wir haben keine Kinder) Nun hat sie mehr Zeit für sich (das war der Hauptgrund für die Reduktion)
    Ihre Konsumgewohnheiten hat sie nicht verändert, dafür bekomme ich des öfters den Vorwurf, dass ich keine Zeit für sie hätte und im Haushalt viel zu wenig mithelfe.
    Fazit: Pensum reduzieren, genausoviel ausgeben und verlangen dass der Partner sich mehr um meine nun gewonnene Zeit kümmert. Unter diesem Aspekt gehöre ich wohl auch zu den 78% Männer, die das wollen. Ob es allerdings für uns Männer genauso gut geht, wage ich zu bezweifeln.

    • R. Bieri sagt:

      Drum prüfe wer sich ewig bindet…VORHER nachdenken, mit wem man eine Beziehung eingeht, und nicht im NACHHINEIN über die gewählte Person jammern.

      • Daniel Küttel sagt:

        Genau, weil jede Person hat von Anfang an eine Anleitung auf sich: „So ticke ich im Bett, so in einer festen Beziehung und so in einer Heirat.“ Da wir uns Menschen in all den Jahren kein wenig verändern, so wird diese Anleitung auch nie upgedatet und so denken wir auch nach 10 Jahren immer noch, dass der Partner Oliven (oder andere Dinge) hasst, obwohl dies schon lange nicht mehr der Fall ist. Später mal kommen noch neue Anleitungen dazu: „So ticke in und nach der Scheidung.“

  • Matti Patrick sagt:

    Teilzeit arbeiten (ich arbeite 80%) bedeutet leider auch verzicht auf Karriere. Nach meiner Ausbildung habe ich das Pensum nicht wieder erhöht, bin aber bis heute beruflich keinen Schritt weiter. Weil ich nur 80% arbeite! „Die guten Aufgaben bekommt jemand der 100% da ist“, so mein Chef. Was ist dies? Erpressung oder die Konsequenz? Bin ich der Einzige?

    • Christoph L. sagt:

      Genau so ist es. Wenn Sie erst 30 sind, mag das frustrierend sein… aber freuen Sie sich andererseits auch darüber, dass Sie auch noch andere Lebensinhalte gefunden haben. Und wenn die Kinder dann mal grösser sind, haben Sie einen Freiraum für sich. Auf keinen Fall wieder aufstocken (die andere beneiden Sie insgeheim viel mehr als Sie denken).

  • Otto Bünzli sagt:

    Weil sie nicht wollen? Stimmt überhaupt nicht! – Ich zum Beispiel arbeite seit Jahren Teilzeit, damit ich daneben Musik machen kann. Was es heisst? „Der will nicht arbeiten!“ – Das ist nämlich die Tatsache: in den Köpfen der Gesellschaft ist es noch immer so, dass ein Mann, der nicht Vollzeit arbeitet, „nicht arbeiten will“… Das heisst ausgedeutscht: er ist ein Nichtsnutz und ein Schmarotzer der Gesellschaft! Und viele Männer getrauen sich deshalb nicht, beim Arbeitgeber anzufragen. It’s all about Image!

  • Lala sagt:

    Ich finds ja immer amüsant wenn sich Frauen darüber beschweren, dass Männer nicht Putzen/Aufräumen/Hausarbeit machen u.s.w.. Das dürfte wohl auch wenn der Mann Teilzeit arbeitet nicht gross anders ausfallen…
    Habt Ihr eure Männer denn direkt aus deren Elternhaus heraus geheiratet oder wie? Das Hauptproblem ist doch meist nicht, dass der Mann es „NICHT“ macht, es ist nur, dass er es anders macht, evtl. tatsächlich „schlechter“ aber wohl vor allem einfach etwas anders.

    • Housi sagt:

      Die Art der Haushaltsführung ist wie die Inneneinrichtung und die Herkunft des Biofleisches: Darüber wird nicht diskutiert, sondern es wird akzeptiert. Man stelle sich mal vor, der Mann würde plötzlich die Ablagestrategie der Küchenutensilien in Frage stellen. Das wäre wie wenn man ihm die Wahl des Waschpulvers oder der Vorhänge überlassen würde. Was kommt als nächstes? Der Mann entscheidet über die Auswahl des Freundeskreises?
      😉

  • Samsara sagt:

    sie haben wohl keine Ahnung, dass in gewissen Branchen und vor allem Stufen Teilzeit für Männer inexistent ist. Chefs von Werkzeugmacher/Polymechaniker an der Front interessiert das nicht die bohne, ob ein Kinderloser unter 40er einen Tag frei haben möchte, um sich selbst zu verwirklichen und/oder ausgeglichener zu sein. Leider!

  • Knut Neuenfeldt sagt:

    Da hilft alles Schönreden nichts: Teilzeit-Arbeit bedeutet Mehraufwand. Weniger ist mehr.

  • steffi sagt:

    Es geht schon. Mein Mann arbeitet etwa 70% (50% an einer Schule, 20% an einer Uni) , ich 60% (als Software Entwicklerin). Wir haben 3 Kinder (5,7,12). An vier Tagen ist mein Mann oder ich zu Hause. Seit die Kleinste im Kindergarten ist, haben wir ab und zu einen Morgen frei! (z.B. heute, habe die Steuererklaerung fertig gemacht). Mein Mann wird immer noch gefragt, was er denn sonst noch macht, und das nicht immer anwesend Sein wird haeufig so interpretiert, dass er nicht voll hinter der Arbeit steht. Karriere machen wir beide nicht. Wir wursteln uns durch und sind recht gluecklich dabei.

  • Ben sagt:

    Wenn ich gefragt werde, ob ich mir wünschen würde Teilzeit zu arbeiten, sage ich ja. Wenn ich gefragt werde, ob ich mir wünschen würde Teilzeit zu arbeiten und weniger zu verdienen, sage ich nein. Einfaches Weltbild? Vielleicht, aber dafür wahr.

  • Martin sagt:

    An all die Schönreder und Männerkritisierer hier einmal eine kleine Nachricht: Finanzielle Ansprüche von Partnern – und gerade auch Partnerinnen – und der Familie. Oder etwas deutlicher Ausgedrückt scheitert die Teilzeit in den meisten Fällen am lieben Geld. Weniger Arbeit heisst schliesslich auch weniger Einkommen. Und das lässt sich in vielen Fällen nun einmal nicht so einfach kompensieren mit der Teilzeitarbeti des Partners. Ausserdem geht es niemanden etwas an, wie sich Paare die Familienarbeit und die externe (bezahlte) Arbeit aufteilen.

  • Marc Meier sagt:

    Häufig arbeiten Frauen aber auch schon bevor sie Kinder bekommen Teilzeit und überlassen es dem Mann/Partner genug Geld für Leben und Luxus zu verdienen. Kaum sind Kinder da, wird aus der Teilzeit Vollzeit, frau hat keinen Tag mehr für sich (was der Mann noch nie hatte…) und nun soll der Mann diese Mehrarbeit übernehmen, damit sie wieder Zeit für sich hat.
    Das ist natürlich pauschalisiert, habe ich in meinem Umfeld aber mehrfach so erlebt.
    Ich will diesen Post aber keinesfalls als Statement gegen Teilzeitarbeit für Männer verstanden wissen. Wollte nur meine Beobachtungen loswerden…

  • Tomas sagt:

    Die Hälfte der Ehen wird geschieden. Wenn Kinder im Spiel sind, kann der Mann Teilzeit arbeiten wollen, möglich ist es nicht: ab dem Trennungspunkt wird er durch unseres ach so gleichberechtigtes Familienrecht zu einem Ernährer ernannt. Während das Weibchen das Pensum gestalten kann nach belieben, muss der Mann einfach zahlen, und zwar nach der hypothetischen wirtschaftlichen Potenz.Er kann gerne sagen, dass er nur Teilzeit schaffen will, solange er Alimente zahlt die aus seinem Vollpensum ausgerechnet werden.
    Es müsste für beide gleiche Regel gelten, dann würden mehr Männer Teilzeit schaffen

    • Bernadette sagt:

      ….dies ist wohl die 11. der schlechtesten Ausreden! Eventuell könnte man ja mit einem gleichberechtigten Modell auch ein paar Scheidungen vermeiden – schon mal darüber nachgedacht?

    • Peter S. sagt:

      Richtig. Schon darum ist es wichtig, dass man Betreuung und Erwerbstätigkeit während der Ehe teilt.

      War man aber zu ehezeiten zu 100% erwerbstätig und die Frau zu 100% zuhause, dann ist es nur richig, dass man auch nachher wirtschaftlich die Hauptlast trägt, auch wenn sie dann wegen der zwei Haushalte wesentlich höher liegt.

      • Tomas sagt:

        Was soll daran richtig sein? Eine Trennung stellt so ziemlich das ganze Leben auf den Kopf, nicht nur ökonomisch. Ob in der Ehe die Arbeitsteilung so oder anders aussieht ist das Ergebnis einer Abmachung, die die Partner zusammen treffen. Sie bestimmen, was für sie am sinnvollsten ist. Und im Augenblick der Trennung wird heute jegliche Freiheit das eigene Leben zu gestalten nur der Frau zugesprochen – die Frau entscheidet, wieviel der Mann zu arbeiten hat. Richtig wäre es, zuerst die realistische Möglichkeiten der beiden Partner zu beurteilen, und danach die Aufteilung der neuen Lasten fällen.

    • mikkesch sagt:

      Ach @Bernadette
      Ihnen sollte man das schreiben verbieten. Bereits weiter oben wollen Sie Fakten und Tatsachen nicht wahrhaben. Aber auch Sie werden auf den Boden der Realität wieder landen.

  • Lila sagt:

    Die heutige Gesellschaft ist heutzutage sehr Komplex, die Herausforderungen, die auf unsere Kinder zukommen sind enorm: Sie brauchen stabile Verhältnisse, eine solide Erziehung, präsente Eltern.

    Das Wichtigste: jede Familie soll das Modell wählen können, die ihr am besten entspricht.
    Aber für die Familie, die Partnerschaft und die Kinder und nicht für das Portemonnaie, die Ferien, das IPad oder der schicke SUV.

  • Lila sagt:

    Es braucht ‚echte Teilzeit’, ein Vater, der etwa zur Hälfte da ist und auch Verantwortung übernehmen kann. Es braucht eine Mutter, die auch mal todmüde von der Arbeit nach Hause kommt und sich an einer aufgeräumte Wohnung und ein voller Kühlschrank erfreuen kann. Eine Mutter, die die ‚externe Arbeit’ des Mannes estimiert (und merkt, dass die auch kein Zuckerschlecken ist), ein Mann, der die Haushaltsarbeit wahrnimmt, schätzt und respektiert.

  • bea graf sagt:

    Mann und Frau arbeiten Teilzeit, bezahlen AHV und BVG Teilzeitbeträge ein und bekommen dann AHV- und Pensionskassen-Teilzeitbeträge ausbezahlt. Der Rest zum Leben kommt dann vom Sozialdienst, oder nicht ?

  • Lila sagt:

    Für was sollte Teilzeit gut sein? Dafür dass die Frau ihre Ausbildung umsetzten kann und im Job den Zug nicht verpasst – und damit die Kinder der Vater nicht nur als abwesendes aber volles Portemonnaie erleben.

    100%/100% heisst, die Kinder werden von der KiTa erzogen – keines der Eltern ist wirklich anwesend (dafür Spielsachen für alle)
    Der Mann arbeitet 80%? Dann hat wohl die Frau ein zusätzlicher Chef und 10% mehr Haushaltarbeit (um den genossenen Papitag aufzuräumen). Und ein sicher langweiliger Job, weil mit 20%, da kommt man nirgends hin.

    Te

    • Nick Schmid sagt:

      @Lila: Wenn Frau nach dem Papitag 10% ihrer Kapazität für’s Aufräumen des Desasters benötigt hat sie den falschen Mann geheiratet. Oder sie fühlt sich in der Opferrolle sauwohl, soll auch vorkommen.

      Jedenfalls ist es mir ein Rätsel wieso sie pauschal mutmassen, dass Männer aus Prinzip nicht fähig sind, den Haushalt zu schmeissen.

  • bitta sagt:

    das Problem ist, dass nur danach gefragt wurde, ob jemand Teilzeit arbeiten wollen würde. Klar, wer schon nicht? Wenn allerdings in der so gewonnenen „Freizeit“ Kinder betreut und eine Wohnung geputzt werden muss, sieht das schon wieder ganz anders aus. Kinderbetreuung ist eben nicht dasselbe wie im Biergarten ein Blondes saufen.

    • Peter Steiner sagt:

      Mit Pensumreduktion geht eine Verminderung des Einkommens einher. Nicht alle können sich das leisten.

      Zudem werden Teilzeitler nicht so oft befördert, wer will schon einen Direktor, der während der regulären Arbeitszeit abwesend ist?

      • Michael Berger sagt:

        Ein Direktor ist während den regulären Arbeitszeiten oft abwesend: z.B. wegen Meetings und Geschäftsreisen. Es spielt für denjenigen, der den Direktor nicht kontaktieren kann keine Rolle, ob dieser nun mit irgendjemandem ein Geschäftsessen hat, er im Ausland verweilt oder auf dem Speilplatz im Quartier Kinder hütet. Er ist einfach abwesend.

  • Roshan sagt:

    „schlagende Argumenten für Steigerung von Effizienz und Gewinn“ – und die wären?

    • Peter S. sagt:

      Es kommt sicher auch auf den Job an, aber dort wo eine minimale arbeitnehmerische Selbständigkeit besteht, wird grundsätzlich die Arbeit erledigt die anfällt. Ich habe mit 80% nicht weniger Arbeit erhalten als mit 100%, man findet einfach Wege, diese auch so zu erledigen. Man arbeitet länger, man arbeiten am ‚freien‘ Tag, man arbeitet am Wochenende, und darum sucht man viel bewusster nach effizienter Erledigung in der Zeit wo man ‚regulär‘ im Büro ist.

      Dass das Peis/Leistungsverhältnis eines 80% AN besser ist, steht für mich ausser Frage. Bei 40% sehe ich das allerdings anders.

      • Housi sagt:

        @ Peter S.: Das ist aber faktisch keine Pensumsreduktion, sondern die Arbeitsprozesse effizienter gestaltet, die „Arbeitsbündeln“ anders gepackt und so verteilt, dass es mit dem Privatleben harmoniert (Stickwort: Zuhause und an freien Tagen arbeiten)
        Ich hoffe schwer, dass Sie für ihr 80% Pensum nach wie vor 100% Lohn erhalten.

      • Peter S. sagt:

        @Housi: Natürlich nicht. Sie haben in der Sache wohl recht, aber ich verzichte eigentlich einfach auf Lohn damit ich einen *Anspruch* darauf habe, an einem Tag zu fehlen. Man kauft sich nur diesen Anspruch mit der Lohnreduktion. Alles andere ergibt sich – oder eben nicht.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Ich bin nicht so überzeugt, ob Frau das wirklich will. Hausfrauenleben als Alternative zum oft frustriereneden Berufsleben wird doch noch oft gewählt. Mit 25 kann Frau sich vielleicht noch vorstellen, die finanzielle Versorgung der Familie zu übernehmen, aber mit 40 auch noch? Uebrigens, ein 20 % Job ist keine Arbeit, sondern ein Hobby!

    • Bernadette sagt:

      …und ob sich frau das vorstellen kann! In vielen Fällen sind wir gleich gut oder sogar besser ausgebildet. Wieso sollten wir unsere Karriere nicht weiterverfolgen? Gibt es einen Grund, warum wir zu Hause sitzen sollen während die Männer an ihrer Karriere feilen? Wieso sollte es nicht umgekehrt sein? Es gibt sicher auch Frauen, die gerne zu Hause bleiben, aber in den meisten Fällen kapitulieren sie vorallem vor den Erwartungen der Gesellschaft!

      • mikkesch sagt:

        @Bernadette
        Die Aussage, dass die Frauen oft bessere Bildung besitzen als die Männer, ist eine Pauschalaussage, die so nicht stimmt. Da werden oft Äpfel mit Birnen verglichen. Das eine Sozialpädagogin mit Bachelor vielleicht die kostspieligere Ausbildung genoss, als der Mann mit Wirtschaftsinformatiker HF kann ja sein. Nur den Phil 1 er können wir in einem Unternehmen, dass dem harten Wettbewerb unterstellt ist, nicht gebrauchen. Den Wirtschaftsinformatiker aber schon. Es ist nicht die Gesellschaft per se, sondern der Druck der Economie. welche entscheidet.

      • Sportpapi sagt:

        Jemand, der sich durchbeissen möchte und gerne Karriere machen würde. Aber dann vor den Erwartungen der Gesellschaft kapitzuliert. Ist das nicht ziemlich widersprüchlich?

      • Roshan sagt:

        eben, so widersprüchlich ist die Gesellschaft wohl.

      • Sportpapi sagt:

        Die Gesellschaft? Eher nicht.

  • tststs sagt:

    „Kommentieren“ = die Liste der Ausreden ergänzen…
    🙂

    Vielen Dank für die offenen und aneckenden Worte, Herr Dieziger…

  • Vinxi sagt:

    Moment. Zurück bei 100%. Man rennt pünktlich ins Büro und trinkt einen Kaffee als erste Aufgabe. Macht sich Gedanken ob das Blau in der ppt Präsentation wirklich das beste Blau ist, es ist zähni. Oh, Michelle macht sich einen Kaffee, und schon sind drei anderen (männlich natürlich) auch dürstig nach Kaffee. Es ist mittlerweile oufi. Siehst du, nur Teilzeit arbeiten die Meisten. Natürlich arbeitest du nicht so… sorry für die Unterstellung!

    • Roman Rebitz sagt:

      Und wenn wir gerade bei der Konfrontation sind: Ich behaupte viele Frauen sind einfach zu faul oder haben keine Lust zu arbeiten bzw. sie wollen den füfer und s’Weggli, Zuerst gar nicht arbeiten und dann später wenn es zu langweilig wird zuhause, wieder ein wenig arbeiten gehen. Bin aber überzeugt bei den Männern wäre es auch so 🙂

    • Peter S. sagt:

      @Vinxi: Oh ja. Ich erhöhe aus finanziellen Gründen wieder mein Pensum und freue mich auch wieder auf meine Teilzeit. Und vor allem, keiner rümpft mehr die Nase, weil er just dann, als er nach seiner Zigi-Pause im Hof (wegen der Champions League etwas länger) seinen Gipfel fertig gegessen hatte, Dich am Telefon nicht erreicht hat, um zu fragen, ob Du denn wüsstest, wo die blauen Ordner seien, die er verlegt hat. Nachher hat er sich zu Fuss auf den Weg gemacht, 15 Minuten mit Deiner Sekretärin geplaudert und bei Deinem Chef noch etwas wegen Deiner Teilzeit geklagt („kein Problem, aber weisch“).

  • Daniel sagt:

    Ich hatte zwar immer ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern. Aber ich hätte mir nie vorstellen können Mutter arbeitet und Vater den ganzen Tag um mich herum zu Hause! Aber eben, es ist halt heute eine andere Zeit und gewisse Väter sind vielleicht die besseren Mütter! (siehe Bänz Friedli)!

  • Peter S. sagt:

    Die KITA-Phase ist ein Zuckerschlecken. Erst wenn die Schule beginnt, beginnt der Spiessrutenlauf. 13 Wochen Ferien, ‚Kapitel‘, Auffahrtsbrücke, Lehrerkonvent, die täglichen Hausaufgaben, unregelmässige Schulzeiten und Mittagspausen, kurzfristig angesagte freie Nachmittage und Stundenpläne, die erst zwei Wochen vor Schulanfang bekannt gegeben werden. Das ist mit Teilzeit allein schlicht überhaupt nicht mehr abzudecken.

  • Markus sagt:

    Ich muss Herrn Dieziger recht geben, viele Männer behaupten einfach sie würden gerne Teilzeit arbeiten, wollen aber nicht wirklich. Sie behaupten dies vor allem weil sie nicht in die Macho-Schublade gesteckt werden wollen.
    Ich habe nach Teilzeit gefragt und nachdem es 2x ‚Nein‘ hiess habe ich mir halt einen neuen Job gesucht. Jetzt arbeite ich 80% (und nein, der freie Tag ist heilig, da werden weder Mails gecheckt noch sonstwas!) und weils so gut läuft habe ich beim neuen Chef jetzt grad noch einen Tag Telearbeit pro Woche beantragt. Man(n) muss nur wollen (und fragen)!

    • Christoph Bögli sagt:

      Das alles rein auf „nicht wollen“ zu reduzieren ist auch etwas gar einfach. Natürlich gibt es diese Fälle. Aber in der heutigen Zeit sind viele auch schon nur in der Situation, dass sie sich Teilzeit kaum leisten können. 80% Arbeitszeit sind halt auch 80% Lohn. Zudem sieht wohl mancher den zukünftigen Lohn schwinden da Angst vor dem Karriereknick, ob berechtigt oder nicht. Nur weil Teilzeit in der Regel problemlos möglich wär heisst das halt noch lange nicht, dass viele Leute in sonstigen Zwängen oder eingerostetem Denken feststecken.

  • Pascal Sutter sagt:

    Generell ist Downsizing kein schlechter Anfang.

  • kim kim sagt:

    Bei uns arbeiten beide „80%“ (in Realität 100%) und erhalten den vollen Lohn. Da wir selbständig sind können wir uns die Arbeit besser einteilen und arbeiten halt mal am Abend länger oder am Wochenende. Die Kleine geht 3 Tage in die KITA Mama und Papa sind jeweils einen Tag zuhause. An dem Tag wird nur in Notfällen kurz gearbeitet. Mein Mann und ich finden es super und würden es immer wieder so machen. Es gibt aber auch viele Frauen die gar nicht arbeiten wollen, auch das sollte man respektieren. Nur weil etwas für einem stimmt muss es nicht für alle richtig sein.

  • blackball sagt:

    Auch ständige Wiederholung macht eine Lüge nicht wahrer. Die penetrante Indoktrinierung durch besserwisserische Gutmenschen wird immer absurder. Warum muss ich teilzeit arbeiten, wenn ich dies nicht will und von meiner Parterin so auch nicht gewünscht ist? Warum soll ich ein funktionierendes durch ein untaugliches Modell ersetzen, wenn ich mit kleinem Aufwand grossen Effekt erzielen kann (erfordert etwas Planung und organisatorisches Geschick).

    Fakt ist einfach, dass für viele Eltern die Teilzeitarbeit des Vaters keine Option ist. Und das ist gut so.

    • Peter Oberholzer sagt:

      Klar. Sagt ja auch keiner, dass jeder Teilzeit arbeiten soll! Wir reden davon, dass viele sagen, sie wollen Teilzeit arbeiten, aber nur wenige das tun. Ist ja ein interessantes Phänomen, oder? Ich kann da die Lüge nicht finden.

      • blackball sagt:

        Absatz: „Denn fast täglich erscheinen neue Management-Bibeln …“
        – Lüge

        Absatz: „Fragen kostet nichts. …“
        – Wer also nicht teilzeit arbeiten will, ist nicht clever? -> Indoktrination

        Weitere Beispiele dürfen Sie gerne selbst dem Text entnehmen.

      • marie sagt:

        @schwarzes bäuäli
        hey black, easy. wer 100pro arbeiten will, der soll. wer nicht, soll auch dürfen.
        🙂

      • blackball sagt:

        Ich bin der Baum …

        😀

  • Peter Oberholzer sagt:

    Vor ein paar Jahren gab es auf eine Input-Sendung zu genau dem Thema. Dort wurde alles das mit ganz vielen Zahlen und mit Beispielen bestätigt: Wollen tun fast alle, wirklich Teilzeit arbeiten aber nur die wenigsten. Klar wurde auch, dass es dafür die verschiedensten Gründe gibt: Arbeitgeber, Karrierevorstellungen, Ansehen, aber auch die Frau, die sich gar nicht so gern ablösen lässt. Und der Mehraufwand für Koordination und Übergabe ist nicht klein. Für mich (ich 70 %, sie 60 %) lohnt sich das unter dem Strich aber alles bei Weitem! Bei den Kindern sein entschleunigt den Alltag!

  • Lukas sagt:

    Gerade wenn man auf 80% reduzieren möchte (egal of Mann oder Frau), gibt es doch oft das gleiche Problem: Das Gehalt sinkt auf 80%, man ist einen Tag weniger im Büro aber die Arbeit bleibt faktisch die gleiche.

    Jeder der sein Pensum reduzieren möchte sollte bei seinem Chef genau nachfragen wo die 20% „weniger Arbeit“ sind, andernfalls ist es nichts weiter als eine Kostenreduktion für den Arbeitgeber.

  • Boris sagt:

    Auch ich habe schon darüber nachgedacht, auf 80% zu reduzieren. Eigentlich wird dies von meiner Firma auch unterstützt. Doch in Zeiten von ewigem Stellenabbau bleibt doch der Eindruck, dass man dann eher als Erstes gehen muss. Den will ein Mitarbeiter der 80% arbeitet noch Karriere machen? Gibt er wirklich alles für’s Geschäft oder „Steckt* er auf seinem Level fest? Obwohl auf einem Level zu bleiben ja eigentlich nichts schlechtes sein muss. Es wird einfach nicht mehr honoriert.

  • Tom Schneider sagt:

    Was kaum jemand thematisiert: Früher arbeitete der Mann 100% im Beruf, und die Ehe- und Hausfrau arbeitete 100% für die Kindererziehung und den Haushalt. Das macht pro Haushalt 200%. Heute arbeitet so manche Frau z.B. 70% – und wenn der Mann 80% arbeitet, macht das ganze 150% für Beruf und nur 50% Zeit für Kinder und Haus! Sprich: Der Wirtschaft wird heute ein Vielfaches an Arbeitszeit gewidmet, und trotzdem zeigen sich viele Arbeitgeber nicht bereit, flexibler zu sein und deutlich(!) mehr Teilzeitjobs anzubieten. So ist es kein Wunder, trotz „Teilzeit“ niemand mehr Zeit für irgendwas hat…

    • Manuela sagt:

      Hieß es nicht, dass Eltern noch nie so viel Zeit mit ihren Kindern verbringen und verbracht haben, wie heute? Das liest man doch ständig in der Zeitung…

      • Aloha sagt:

        Kochen, putzen, Gartenarbeit war früher aufwendiger. Meine Stadtwohnung habe ich schnell geputzt, während das Haus auf dem Land mit Garten etc. wohl etwas mehr Arbeit gibt.

  • Michael sagt:

    ich arbeite seit der geburt meines sohnes im 2007 nur noch 70%. ich bin bauleiter in einem architekturbüro. anfangs schien das für meinen chef unmöglich, ich habe noch keinen bauleiter gesehen der das managt in 70% … so seine aussage. trotzdem lies er sich auf das experiment ein. wenn ich heute zurückblicke kann ich sagen, dass ich es wieder tun würde, um jeden preis, denn meine unterdessen 2 kinder lieben es. der preis ist aber sehr hoch .. 70% anwesend, nahezu gleich viel arbeit und verantwortung wie vorher nur noch viel speditiver, schlicht unmöglich …!

  • Zorrita sagt:

    In diesem interessanten Artikel fehlt wieder mal ein wichtiges Argument: Die Männer sind auch in unserer heutigen Gesellschaft der Teil der Familie, welcher normalerweise die Hauptverantwortung für das wirtschaftliche Auskommen inne haben. Sobald eine Mehrheit der Frauen mithilft, auch im finanziellen Bereich ihren Part zu übernehmen und auch dafür zu kämpfen, werden mehr Männer bereits sein, ihr Pensum zu reduzieren. Ich kenne kaum Frauen, welche ihre Teilzeitstelle wirklich bewusst wegen ihrem Anteil am Haushaltseinkommen haben. Viel öfter, „um mit einem Fuss drin zu bleiben“.

    • Zorrita sagt:

      Daher finden sich viele Teilzeitjobs auch in eher schlechter bezahlten Sektoren, was am Ende des Jahres wieder zum Gejammer führt, dass wir Frauen immer noch nicht den gleichen Lohn kriegen, wie die Männer 😉

  • Urs Aeby sagt:

    Ich finde die Diskussion müssig. Hier wird Druck auf die Arbeitgeber aufgebaut, dass diese eines Tages nachgeben. Die meisten Männer fänden es toll, weniger zu arbeiten (ich auch), wirklich zuhause sein möchten dann aber nicht mehr viele (ich auch nicht). Denn dies bedeutet Windeln wechseln, Kotze aufwischen, Kinder morgens parat machen etc. Und Hand aufs Herz: Welcher Mann übernimmt die Verantwortung im Haushalt wirklich freiwillig? Viele lassen übrigens ausser Acht, dass man im Teilzeitmodell entsprechend in die Vorsorge einbezahlt und im Rentenalter eben weniger kriegt.

  • Philipp Rittermann sagt:

    alles schön und gut. viele väter möchten wohl teilzeit arbeiten; das problem sind die arbeitgeber, welche höchst selten bereit sind, teilzeitjobs für verantwortungsvolle aufgaben zu vergeben.

    • tina sagt:

      herr rittermann, auch frauen müssen ihre gut bezahlten, interessanten jobs gegen weniger verantwortungsvolle, weniger interessante und schlechter bezahlte aufgeben, um die betreuung ihrer kinder zu gewährleisten. also falls sie diese gewährleisten möchten….

  • Simon sagt:

    Einen gewichtigen Punkt erwähnen Sie nicht: Weniger arbeiten heisst auch weniger konsumieren. Fast immer bedeutet Arbeitszeitreduktion auch eine Einbusse beim Einkommen. Dazu muss man bereit sein. Die erwähnten 78%, die „konkret über eine Teilzeit nachdenken“ wären wahrscheinlich bereit, weniger zu arbeiten, wenn sie trotzdem das selbe Auto und die selbe Unterhaltungselektronik behalten könnten.
    Da zu verzichten für mehr freie Zeit und Familienzeit, dazu sind die meisten aber nicht inder Lage. Obwohl es sich für viele eigentlich lohnen würde.

    • Hans sagt:

      Das Problem ist doch, dass viele Menschen nicht mehr wissen, was sie in ihrer Freizeit tun sollen ausser Geld ausgeben. Mehr Freizeit bei weniger Geld ist also ein absolutes No-Go.

    • Roman Rebitz sagt:

      Ist doch absolut erbärmlich das es in der heutigen Zeit Leute gibt bei denen der „Luxus“-Konsum höhere Priorität hat als die gemeinsamen Zeit mit der Familie/Kindern.

  • Manuela sagt:

    Beide 80% – das wär doch was. Das klingt vernünftig.
    Aber sich in eine bestimmte Ecke drängen zu lassen ist gar nicht so einfach. Dabei sind die wenigsten Jobs soooo wichtig, dass man die Arbeit nicht auch um 17 Uhr liegen lassen könnte. Ist ja nicht jeder Oberguru von irgendwas. Und ja, man könnte auch die Arbeit vernünftiger auf mehrere flexible Schultern verteilen, die sich absprechen können. Zu Hause wie im Beruf.
    Tatsächlich, geteiltes Leid ist halbes Leid. Aber geteilte Freude zu Hause ist doppelte Freude.

    • Manuela sagt:

      Im Fall können auch beide 100% arbeiten und einer kann um 17 Uhr in der Kita sein. Ein bisschen Zeitversetzt zu arbeiten geht nämlich auch in vielen Jobs. Wichtig finde ich, dass beide Partner überall etwa gleich viel Belastung haben, damit keiner einseitig zu viel schultern muss. Das wäre ein echter Fortschritt. Wenn jeder alles übernehmen kann, aber nicht muss, haben vielleicht alle ein bisschen mehr Muse, das Leben zu genießen.

      • Jürg. sagt:

        meine Frau will aber nicht 100% oder 80% arbeiten..

      • Sportpapi sagt:

        Hoppla. Meine auch nicht. Und sie möchte die Kinder auch nicht in die KITA geben.

      • Manuela sagt:

        Wenn ich Mann wäre würd ich mir da schon a bissel von der eigenen Frau abgestempelt fühlen, zum Geld verdienen und als Freizeitpapi…
        Meiner zumindest würde sich von mir nicht gefallen lassen, dass ich mehr Zeit mit den Mädels hab und er dafür morgens das Haus verlassen muss…

      • Sportpapi sagt:

        @Manuela: So hat halt jedes Paar die Lösung zu finden, die am besten zu ihren Bedürfnissen passt. Optimal nicht ideal. Und deshalb wäre ich vorsichtig, anderen Leuten zu erklären, was vernünftig ist oder tönt. Weil die Situation eben doch meist recht unterschiedlich ist. Was kann man sich leisten? Was sind berufliche Ziele? Wie stellt man sich die Kinderbetreuung vor?

      • Manuela sagt:

        Naja, die Statistik über Altersarmut bei Frauen spricht da aber eine deutlich andere Sprache. In der Regel lässt man es einem Erwachsenen nicht durchgehen, wenn er sich nicht selbst versorgen kann, oder? Arbeitsteilung ist ja so eine Sache. Aber ein Dach überm Kopf, einen vollen Kühlschrank und noch so ein paar Nettigkeiten will dann doch jeder haben… Dass einer zu Hause bleibt ist für mich ein klares Zeichen von gesellschaftlichem Luxus und der äußert eben in puncto Altersarmut seine unvernünftige Seite… Und das ist nur ein Beispiel von vielen…

      • Sportpapi sagt:

        Welche Statistik? Offenbar ist Altersamut in der Schweiz eher selten. Aber natürlich häufiger bei Frauen, die ja auch häufiger alt werden. http://www.raonline.ch/pages/edu/st/armut_ch0903.html

      • Manuela sagt:

        http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/20/03/blank/key/07/02.html
        Hier kann man das schön nachlesen. Also wehe man ist hernach alleinstehend, oder sowas… Das passiert natürlich nur anderen…
        Ich denke trotzdem dass es beiden Geschlechtern Vorteile bringen würde, in allen Lebensbereichen zu etwa gleichen Teilen in die Pflicht genommen zu werden. Zumal ja heute die jungen immer besser ausgebildet sind und somit die Gehaltsunterschiede irgendwann bei vielen ignoriert werden können. Mädchen werden heut selber Ärztin, statt als Pflegerin einen Arzt zu heiraten…

  • The Damned sagt:

    Anfang und Ende dieses Textes passen überhaupt nicht zusammen. Etwas mehr Stringenz bei der Argumentation hätte ich schon erwartet. An das grosse Teilzeitnirwana glaube ich nur sehr bedingt. Grosse Firmen können sich die Organisation einer Teilzeitbelegschaft vielleicht leisten, aber in Betrieben mit unter 50 Mitarbeitern wird es schwierig, in Kleinunternehmen mit nur 5 bis 10 ist es wahrscheinlich fast unmöglich. Diese Betriebe stellen (weit) mehr als 50 Prozent aller Stellen in unserer Volkswirtschaft. Der Staat kann es sich natürlich auch leisten, will aber häufig nicht.

  • Clooney sagt:

    Das stimmt doch nicht, dass die Männer nur phantasieren. Oder gar nicht fragen. Ich jedenfalls habe es getan und es wurde mir rundweg und auch nach nochmaliger Nachfrage abgelehnt (und ich habe nur fuer 80% gefragt).

    Sodann müsste man, um wirklich in der Familie präsent zu sein, auf 40-60% reduzieren. Dies würde fuer meine Frau bedeuten, dass sie auf mehr als 60-70 % aufstocken muss, sonst geht es finanziell nicht. Das möchte sie wiederum nicht. Bitte aufhoeren, den Maennern pauschal Luege vorzuwerfen. Das ist zu simpel.

    • The Damned sagt:

      Dass die Frau den Erwerbsaufall des Teilzeit arbeitenden Mannes mit mehr Erwerbsarbeit kompensieren muss, davon spricht natürlich auch niemand. Angesichts der derzeitigen Anteile am Haushaltseinkommen (Männer durchschnittlich 70-, Frauen 30 Prozent / Zahlen gem. BfS) dürfte da noch mancher Familienhaushalt vor einer schwierigen Herausforderung stehen. Dass Teilzeitpapis nicht gratis zu haben sind, ist nichts Neues.

      • Christoph L. sagt:

        Mir hat es jeweils sehr gut getan, einen Tag in der Woche meine beiden Kleinkinder zu hüten, mit ihnen den Wocheneinkauf zu machen und die Wäsche zu erledigen, während meine Frau arbeitete. Funktioniert aber nur ideal, wenn beide etwa gleich viel verdienen, das ist schon so. Und ja, normalerweise kriegt man so nicht die interessantesten Projekte im Geschäft, weil man nicht „immer“ disponibel ist, aber das Privatleben wiegt das bei weitem auf.

  • hans sagt:

    Hand aufs Herz – Herr Dieziger. Sie als Selbständiger arbeiten 80%? Von was? Von den üblichen 60-70 Stunden, die ein Selbständiger heute i.d.R. leistet? Da wären wir dann auch wieder auf einem durchschnittlichen Pensum eines 100% Jobs.
    Oder können Sie es wirlich lassen, Abends, wenn die Kids im Bett sind, mit dem Laptop auf den Beinen in Ihrer Freizeit noch einwenig zu arbeiten? Oder im Garten, während die Kids gerade einwenig rumtollen, oder auf dem Spielplatz mit dem Handy noch kurz die eMails checken? Rechnet man all die kleinen Tätigkeiten zusammen, so ist Teilzeit eher eine Lüge…

    • hobbyläuferin sagt:

      Nein das muss nicht sein. Mein Vater ist auch selbstständig und hat als ich relativ klein war auf 80 Prozent hinuntergeschraubt. Es gab Zeiten, da musste er etwas länger arbeiten, aber grundsätzlich war er immer um 6 zuhause und hat ab und zu sogar mit uns Mittag gegessen. Begonnen hat er um 8 Uhr. Also ein ganz normales Pensum…

      • Lukas sagt:

        Kurz gerechnet: von 8 bis 18 Uhr sind 10 Stunden, ziehen wir grosszügig 2 Stunden Mittagszeit ab bleiben 8 Stunden pro Tag plus „Es gab Zeiten, da musste er etwas länger arbeiten“.

        Das ist ein „normles“ 100% Pensum, wie oben beschrieben – und nicht 80%.

        80% hiesse für mich: Ich bin täglich(!) schon um 16:30 Uhr zu Hause oder einen ganzen Tag (ohne den Laptop auf den Beinen oder das Smartphone ständig in der Hand)

    • pixel sagt:

      Ist doch eigentlich egal, oder? Wenn er schreibt 80% dann meint er 80% von seinem Arbeitspensum. Und wenn das nurmehr 42 statt 65 Stunden pro Woche sind, dann ist das immer noch besser, als anders rum. Wenn ein Deutscher mir schreibt, er arbeitet 100 % dann beträgt seine offizielle Arbeitszeit noch immer fast einen Tag weniger in der Woche als meine bei gleichem Pensum (offiziell mit 42 Wochenstunden besetzt). Wenn mein Partner sein Arbeitspensum mit 100% angibt, dann sind ungefähr 120-130 % von meinem. Also alles Riesenquatsch. Massgebend ist SEINE Ausgangslage. Nicht Ihre oder meine.

  • irene feldmann sagt:

    die firma google gibt da gute inputs, wie ein arbeitnehmer-geber verhältniss sein könnte! integration von bedürftnissen zu mehr produktiven und langzeitlichen ergebnissen von beiden seiten!! mann im generellen muss sich einfach entscheiden, wo seine prioritäten sind und familie muss auch mit weniger leben können, weil ALLES kann man nicht haben!!

  • Sportpapi sagt:

    Und morgen in der Fortsetzung: Die Karriere-Lüge…

  • Sportpapi sagt:

    Welche Teilzeit ist denn da gemeint? Die Teilzeit von Männern, die mal einen Tag zu Hause sind (80%), aber doch auch am freien Tag hin und wieder arbeiten „müssen“ – man ist ja flexibel (weiss ich aus eigener Erfahrung). Oder die von Frauen, die 20-40% arbeiten, an den anderen Tagen dann aber definitiv nicht zur Verfügung stehen? Für mich gibt es da schon noch Unterschiede. Für den Arbeitgeber, aber auch, natürlich, für die Arbeitnehmer/innen.

    • alam sagt:

      Oder die Frauen, die 40% angestellt und bezahlt sind, aber 60% arbeiten, weil sie so froh über den Job sind? Und die dann doch noch gefeuert werden, weil sie einmal nicht kurzfristig verfügbar sind, wenn dem Chef einfällt, für nächsten Montag so spontan einen lustigen Team-Event mit Übernachtung zu organisieren? Ist mir gerade passiert. Auch Frauen haben heute meistens keine Teilzeit-Schoggijobs mehr!

      • Sportpapi sagt:

        @Alam: Damit wir uns richtig verstehen. Mit meiner Unterteilung war keine Wertung verbunden. Ich würde z.B. nie mehr mit einem geringen Pensum arbeiten wollen – da ist man nicht dabei und hat keine Perspektive. Anonsten tut es mir leid, was Ihnen passiert ist.

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