Stressfreier Start in den Tag

Wettlauf gegen die Zeit: Mama zieht die Kinder an, Papa packt den Proviant. So entfallen zeitraubende Diskussionen und Leerläufe.(Flickr/Gemsling)

Strukturen schaffen: Mama zieht die Kinder an, Papa packt den Proviant. So entfallen viele Diskussionen und Leerläufe. (Flickr/Gemsling)

Manchmal läuft tatsächlich alles rund. Mama und Papa sind bereits geduscht und angezogen, wenn die Kleinen aufwachen, und diese wiederum arbeiten so vorbildlich mit, dass man sich innert kürzester Zeit ganz entspannt aufs Velo schwingen und Richtung Kita radeln kann.

Aber eben nur manchmal. Meistens sieht es anders aus. Der Wecker klingelt extrafrüh und man quält sich aus dem Bett, um noch ein bisschen die Ruhe vor dem Sturm zu geniessen. Zehn Sekunden später ruft der Kleinste schon nach dem Schoppen, der natürlich noch nicht fertig ist, was den kleinen Mister Ungeduldig den Ton auf Brüll-Lautstärke aufdrehen lässt. Mit dem Resultat, dass die grosse Schwester geweckt wird, die eigentlich noch müde wäre und deshalb erst mal nur rumjammert und wie ein Baby durch die Wohnung getragen werden will. Was natürlich nicht geht, da Papa ja bereits den Kleinen zur Beruhigung durch die Wohnung schaukelt und Mama gerade unter der Dusche steht.

Sind die zwei Kleinen erst mal mit ihrer morgendlichen Milchdosis versorgt, sollte man an solchen Tagen die Trinkphase nutzen, um sich möglichst rasch parat zu machen. Denn kurz danach will sich vermutlich mindestens eines der beiden Kinder auf gar keinen Fall umziehen sondern lieber spielen, die Grosse möchte trotz Regen unbedingt in den neuen Sandalen rausgehen, der Kleine versteckt unterdessen seinen linken Schuh und putzt seine Rotznase an Mamis Büro-Hose ab.

Irgendwie schafft man es dennoch immer aus dem Haus. Und meist kommt man auch rechtzeitig im Büro an. Aber eben nicht wirklich entspannt. Deshalb hier einige Tipps, die Familien den Start in den Tag erleichtern sollen:

•Die Kleider für die ganze Familie – auch für Mama und Papa – am Vorabend bereitlegen. So spart man wertvolle Zeit und Nerven.

•Will das Kind am Morgen unbedingt noch ein Wörtchen mitreden bei der Kleiderwahl, legen Sie am Abend zwei T-Shirts bereit, aus denen es sein Lieblingsteil auswählen darf. So wahren Sie das Mitbestimmungsrecht des Kleinen ohne langwierige Diskussionen.

•Kleinkindern angewöhnen, sich nach dem morgenlichen Toilettengang gleich im Bad umzuziehen. Dort stehen in der Regel weniger Spielsachen und andere spannende Sachen herum, die vom eigentlichen Vorhaben ablenken.

•Znüni-Dosen und Trinkflaschen am Abend in der Küche bereitstellen, so dass sie am Morgen nur noch schnell gefüllt und eingepackt werden müssen.

•Auch der Frühstückstisch kann schon am Abend gedeckt werden.

•Den Schulthek für den nächsten Tag immer gleich packen, sobald die Hausaufgaben gemacht sind. Sonst ist am Morgen bestimmt irgendein unverzichtbares Buch urplötzlich unauffindbar.

•Die Arbeiten klar aufteilen: Mama zieht die Kinder an, Papa packt den Proviant. So entfallen zeitraubende Diskussionen und Leerläufe.

•Strukturen schaffen: Spulen Sie jeden Morgen das exakt gleiche Programm ab. Schon nach wenigen Tagen werden sich die Kinder an den Ablauf gewöhnt haben und viel motivierter mitmachen – Kinder lieben bekanntlich Rituale.

•Grösseren Kindern bietet die Morgenmuffel-Uhr zusätzliche Unterstützung beim Meistern des Frühstarts.

•Zeichnungen, die den morgendlichen Ablauf illustrieren und in Schlafzimmer, Bad und Flur aufgehängt werden, bieten vor allem kleinen Kindern Orientierung und spornen zum Nachahmen an.

•Einen zweiten Wecker stellen, der fünf Minuten vor dem geplanten Abmarsch klingelt. Sind die Kinder schon vor dem Klingeln bereit für den Abflug, gibts eine kleine Belohnung.

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