Die Gentlemen-Schule

Ein Gastblog von Simon Schmid*.

Mamablog_Salsa

Tänzer sind Gentlemen: Ein Salsapaar in einer niederländischen Tanzschule. (Flickr/vdgr dansschool)

Wo hört der Flirt auf, wo fängt der Sexismus an? Mal ehrlich, liebe Journalisten, Kommentatoren und Leser. Die Aufschrei-Debatte über FDP-Politiker Rainer Brüderles unkorrektes Verhalten gegenüber weiblichen Journalisten zeigt eigentlich vor allem eines: Es gibt zu wenig Gentlemen unter den Eliten unserer Kultur.

Der Gentleman: Damit meine ich nicht den Möchte-Gern-Aristokraten, der sich durch gekünstelte Manieren vom gemeinen Pöbel abzuheben sucht. Noch meine ich den Dandy, der seine Galanterie gegenüber der Frau ins Exzessive treibt. Der Gentleman des 21. Jahrhunderts bleibt, mit Henry James gesprochen, ganz einfach der Mann, der sich auch in unbedeutenden Momenten gegenüber Frauen zuvorkommend zu benehmen weiss – und zwar, ohne dass er dadurch gleich seine Männlichkeit bedroht sieht.

Die gute Nachricht ist, dass dieser Mann auch 2013 noch existiert. Nur vielleicht nicht dort, wo Sie ihn erwartet hätten. So manches Exemplar tummelt sich zum Beispiel in den Tanzschuppen dieses Landes: in den Tango-, Swing- und Salsaclubs, die sich von Köniz bis Wohlen und von Kreuzlingen bis in den Zürcher Kreis 5 Abend für Abend mit Menschen füllen. An diesen Orten herrschen relativ klare Regeln. Ein Griff an die falsche Stelle im falschen Moment? In der Tanzszene sind unflätige Männer schneller gebrandmarkt, als sie den Takt zu Ende zählen können.

Zu Unrecht werden Tänzer als Machos verschrien. In Wahrheit trifft eher das Gegenteil zu. Der Habitus des Tänzers fusst auf dem souveränen Entgegenkommen. Seine Kunst liegt darin, dass er aufs Gegenüber eingehen kann: Der ideale Tänzer passt sich dem Können der Partnerin an; er stellt Nähe in dem Ausmass her, wie der Partnerin wohl ist; er gewährt der Partnerin den Freiraum, damit sie selbst brillieren kann. Was Politiker und Manger erst mühsam lernen müssen, wissen Männer mit Tanzerfahrung instinktiv: Dass der Unterschied zwischen Sexualität und Sexismus im Alltag stark von Subtilitäten, sprich, von Tonlage und Taktgefühl abhängt.

Damit keine Missverständnisse entstehen: Es geht mir nicht darum, Latino- und andere Tänze zum Muster der Geschlechterinteraktion zu erklären. Auf dem Parkett soll der Körper sprechen – doch im Büro hat der Kopf den Lead. Kritikpunkte gibt es auch aus Gender-Sicht genug: Tänze bleiben eine schablonisierte Angelegenheit, die Rollen sind einseitig nach Geschlecht verteilt, der Konformitätsgrad ist vergleichsweise hoch. Die Tanzszene ist ein Hort der Heterosexualität. Die Queer-Vielfalt ist noch kaum angekommen. Zudem gibt es – gerade in der Schweiz! – auch immer noch Frauen, die im Ausgang wenig Selbstbewusstsein zeigen.

Trotzdem – auch dies mag überraschend klingen – ist die grosse Mehrzahl der Tänzerinnen weder unterwürfig noch unemanzipiert. Diese Frauen wissen genau, was sie von einem Mann verlangen: Er soll fähig sein, sich aufs Spiel der Geschlechter einzulassen, ohne dabei die Grenze zum Unerwünschten zu überschreiten. Wer als Mann eine Weile getanzt hat, realisiert, dass diese Forderung eigentlich gar nicht so schwer umzusetzen ist. Etwas Übung hilft schon weiter. Oder um es in den Worten eines Freundes zu sagen: «Beim Salsa habe ich gelernt, anständig mit Frauen umzugehen.»

simon150x150*Simon Schmid ist Wirtschaftsreporter bei Tagesanzeiger.ch/Newsnet und seit zehn Jahren als Salsatänzer unterwegs.

165 Kommentare zu «Die Gentlemen-Schule»

  • Hans Saurenmann sagt:

    Ich bin im falschen Film, gehe nicht einmal in einen Fahrstuhl alleine mit einer Frau, oder fahre nie in meinem Auto allein mit einer Frau, oder sitze nie alleine mit einer Frau an einer Bar. Das einzige was ich noch beachte ist das ich die Tuer aufhalte obwohl das meistens nicht honoriert wird.Bin naechste Woche wieder einmal in der naehe von Zuerich und werde auf den Lindenhof Schach spielen gehen, im Kropf Essen und eine Bratwurst an der Bahnhofstrasse essen (Coop) Um die Frauen und Emanzen in Zuerich werde ich einen grossen Bogen machen, ist auch nicht mehr wichtig da fasst 70 Jahre Jung!!

  • marie sagt:

    danke für ihren beitrag hr schmid. und ja, es braucht manchmal ein paar anläufe, um das spiel mit der nähe und distanz in den griff zu kriegen. aber wer offen genug ist schafft das. es grüsst sie eine leidenschaftliche arg. tango-tänzerin.

  • Mann sagt:

    Simon Schmid: „Wer als Mann eine Weile getanzt hat, realisiert, dass diese Forderung eigentlich gar nicht so schwer umzusetzen ist.“

    Der Simon Schmid musste also tatsächlich erst mal eine Weile tanzen, um das zu realisieren. Aber natürlich, ganz Macho, war das nicht seine feuchte lange Leitung, sondern jene aller Männer. Danke, Simon, dass Du Dich derart bei den Damen anbiederst. Du wirst ganz gewiss zu einem jener Papas verknuddelt, die zwar nicht zeugen, dafür aber aufziehen dürfen.

    • tina sagt:

      hui. ist das sowas wie eine digitale kastration? ein bisschen heftig, die reaktion, nicht?

      • Reto Stadelman sagt:

        Heftig schon, sie zeigt aber die reale (und leider nicht unbegründete Angst) vieler Männer. Frau will denn Macho auch wenn sie das NIEMALS zugeben würde… Der nette Mann darf dann Aushilfspapa spielen… Das ist auch meiner Meinung nach entwürdigend!

      • tststs sagt:

        ähm, wenn man sich ein bisschen anstrengt ist man beides, sanfter Papibär und heisser Macholover, liebevolle Mama und leidenschaftlicher Vamp… 🙂
        Und btw gerade Tanzen erlaubt es, in gewisse Rollen zu verfallen…

  • Reto Stadelman sagt:

    Also das Tänzer alle Gentlemen sind ist ja wohl eine fragwürdige Aussage. Aber jedem seine Meinung. Mich interessiert viel eher die Frage wo denn all die Gentlemen hin sind? Und die Antwort lautet: WEG! Warum sollte ein Mann heute noch ein Gentlemen sein? Es lohnt sich schlicht nicht. Man wird von anderen Männer nur belächelt und von den Frauen noch mehr. Unsere Kultur ist gentlemenfeindlich und das nicht zu knapp… Und das wird sich in absehbarer Zeit auch nicht ändern. Solange das Motto „Alle gegen Alle“ vorherrscht, ist und bleibt der Gentlemen eine vom aussterben bedrohte Gattung…

    • alam sagt:

      Mir macht es gar nichts aus, wenn die endlich aussterben. Lieber ein Mann der authentisch hier und jetzt da ist und die echten Herausforderungen anpackt. Beispiele gefällig?
      – Was soll ich mit einem Mann, der mir galant die Autotüre öffnet, sich aber zu gut ist, unser Kind zu wickeln?
      – Warum soll ich mich mit Highheels behindern, um Komplimente von Gentlemen zu erhalten?
      – Wie soll ich mit einem Mann ernsthaft diskutieren, wenn ich weiss, dass er zu höflich ist um Klartext zu reden?
      Nein echt, dem Gentleman traure ich keine Sekunde nach.

      • Claudio sagt:

        Und wenn die Kinder nach Jahren aus dem Hause sind, wollen Sie sich als wieder „Frau fühlen“. Bloss Ihr authentischer Pragmatiker und Windelwechsler wird dann nur noch die Mutter seiner Kinder in Ihnen sehen. Den Gentleman hat er, soweit es Sie angeht, abgelegt.

      • Reto Stadelman sagt:

        So wie Sie den Gentlemen beschreiben ist sein Verlust wirklich nichts Schlimmes. Leider ist das was Sie beschreiben aber kein WAHRER Gentlemen sondern nur ein Pfau. Ein ECHTER Gentlemen zeichnet sich durch ganz andere Qualitäten aus.
        Einem echten Gentlemen ist das Wohlergehen (s)einer Frau tatsächlich wichtiger als sein eigenes. Echte Gentlemen bleiben z.B. an Bord der Titanic und spielen weiterhin Musik oder befeuern die Kessel damit das Licht nicht ausgeht. Echte Gentlemen trampeln bei einer Kaufhauspanik nicht kleine Kinder nieder sondern schützen Sie. DAS sind echte Gentlemen!

  • Bruno Bänninger sagt:

    Was ist ein Gentleman? Wie wärs im aktuellen Zusammenhang damit:
    Ein Gentleman ist ein Mann der eine unfaire Handlung auch dann bedauert, wenn sie von Erfolg gekrönt war.

  • Töneli sagt:

    Spielregeln wie im Tanzen sind im Umgang miteinander sehr hilfreich. Im Alltag haben sich diese aber diese Regeln, Gottlob, in den letzten 30 Jahren sehr verändert.
    Als Mann mache ich aber immer eine Gradwanderung durch zwischen dem Anspruch der Gleichberechtigung und dem traditionellem Rollenspiel. Türe aufhalten, Stuhl zurechtrücken, Rechnung bezahlen aber gleichzeitig einer Frau zu zeigen, dass sie Gleichberechtigt und Emanzipiert ist, ist schon sehr schwierig und das Feld voll von Fettnäpfchen. Die Spanne zwischen Höflichkeit und Anmache sehr klein geworden.

  • BOLLHALDER K sagt:

    Schaut euch mal John Lindo und Jassica Cox oder John Lindo Meat Romero Conzales Im youtube.com an viel spass

  • Rahel sagt:

    Der ungelenke junge Mann erzählt seiner Tanzpartnerin:

    „Das Tanzen habe ich in einem Kurs im Fernsehen gelernt!“

    „Das merkt man“, antwortet sie genervt, „Sie tanzen alle Bildstörungen mit!“

  • Katharina sagt:

    hmmm… Zum Bild: Interessant, dass der Mann Al Pacino nicht unähnlich sieht. Der hatte ja mal in einem Film eine grandiose Tango Szene gespielt.

    Tanz kann Kunst sein und öfter als nicht zeigt Tanz, wie der betreffende Mensch unter der Bettdecke agiert. Denn auch dort ist tänzerische Beweglichkeit Teil des Gespiels.

    Wobei die Bettdecke ja hoffentlich redundant wird.

    • markus müller sagt:

      hurra, endlich hat jemand auch noch dieses klischee benutzt! nein meine dame, ich hatte schon damen die gar nicht tanzen können und im bett besser waren als manche die gut tanzte. tschüss.

      • Katharina sagt:

        klar ist es klischiert, wie der Haupttext an und für sich.

        nun denn. wenn Becken und Hüften steif wie ein Brett sind, geht das Tribbing schwerlich. Frau schaut dann halt schon, je nach Vorlieben.

      • Katharina sagt:

        anderes Beispiel, auch klischiert: Flamenco. ein Tanz mit formal strengem Drehbuch, wo es um die Dynamik und den Wechsel zwischen Dominanz und Unterwerfung geht. Frau, die paarungswillig den Tanz eröffnet usw.

        Es gibt wenig Kunstformen, die Leidenschaft so schön destillieren wie Flamenco.

    • alien sagt:

      Die Bettdecke wird im Winter in der Schweiz NICHT redundant, Katharina, da muss ich Dich enttäuschen. No more Southern California.

    • alien sagt:

      An Al Pacino war ich übrigens auch grad erinnert.

  • Selena Kraft sagt:

    Ich tanze nicht. Der Mann führt die Frau, die Frau lässt sich führen – wo bleibt da die Gleichberechtigung? (ist im Fall ironisch gemeint)

    • Nala sagt:

      Falsch. Die Frau lässst sich nicht führen, die Frau folgt der Einladung des Herrn seinen Schritten zu folgen. Und Gleichberechtigung kannst Du sogar ohne Ironie haben – einfach die Herrenschritte lernen und die Führung übernehmen 🙂

      • Selena Kraft sagt:

        Nala… ich weiss das denk. ich war während ein paar Jahrend Turniertänzerin und hatte einen absolut tollen Tanz-Partner. Darum sag ich ja, es ist ironisch gemeint!

  • Etikette sagt:

    Zu „klaren Regeln“ im Tanzen gibts lustigerweise seit heute auch einen Artikel auf http://veittalks.blogspot.ch .

  • alam sagt:

    Ich möchte weder „Lady“ noch „Dame“ noch „Schlampe“ genannt werden, und ich möchte es weder mit „Gentlemen“ noch mit „Herren“ noch mit „Rüpeln“ zu tun haben. Genau das ist doch verbaler Sexismus.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      High 5

    • alien sagt:

      Sehr gute Kurzformel, alam.

    • Frank Baum sagt:

      Nein Alam, das ist kein verbaler Sexismus sondern eine Beschreibung von Leuten. Alles, was Sie sagen, ist, dass es auf das Verhalten nicht ankommt. Das ist lächerlich. Die Art und Weise, wie man behandelt wird, hängt sehr stark davon ab, wie man sich selber aufführt.

      • alam sagt:

        @ Frank Baum:
        Sie haben gar nichts verstanden. Natürlich kommt es auf das Verhalten an! Sehr sogar. Aber dieses Gehabe von „Damen und Gentlemen“ ist rein oberflächlich. Ich möchte anständig behandelt werden wie ein Mensch und möchte auch andere behandeln wie Menschen. „Dame“ mag ja noch so gut gemeint sein, für mich bedeutet es eine Einschränkung meines Frauseins und passte vielleicht ins vorletzte Jahrhundert. Ich fühle mich nicht ernst genommen. Was nützt mir die Sekunde Türe aufhalten, wenn mir derselbe Herr die Arbeit nicht anständig entlöhnt?

      • Frank Baum sagt:

        @alam: Bei „Damen“ und „Gentlemen“ geht es ums Benehmen und um den Umgang miteinander. Es geht nicht ums „Frau sein“ oder „Mann sein“. Ist das oberflächlich? Vielleicht. Es ist aber trotzdem wichtig. Wem es zu oberflcählich ist oder wer sich dadurch in seinem „Frau sein“ eingeschränkt fühlt, zeigt nur, dass man das Benehmen nicht mehr differenziert betrachten kann. Das ganze hat mit der Entlöhnung nur indirekt zu tun. Ansich ist das Benehmen wichtig – egal wie die Entlöhnung ist. Ich denke aber, die Chancen auf eine gute Entlöhnung steigen, wenn man sein Behnehmen zu differenzieren weiss.

  • Mark Meier sagt:

    Leider fehlen heute viel mehr die entsprechenden Ladys.. Überall redet man nur über Genteleman muss dies, Gentleman muss das.. Gentlemen-Schule… Warum liest man nie auch nur einen Bericht über eine Lady-Schule? Ladys gibt es heute fast nicht mehr nur noch Schlampen.. und das die meisten Männer diese nicht gut behandeln ist ja wohl auch klar…..

    • Saorsa sagt:

      Sie haben ja ein tolles Frauenbild. Wie genau definieren sie eine Schlampe oder eine Lady?
      Ob nun so oder so – es ist auf keinen Fall klar, dass man einen Menschen nicht gut behandeln darf. Man kann auch Leuten respektvoll gegenüber treten, mit denen man sich nicht unbedingt längere Zeit abgeben würde.

      • Frank Baum sagt:

        @Saorsa: Respekt muss man sich verdienen. Da muss man etwas für tun. Hört man heute sehr ungern (erst recht in Kreisen der „modernen Frauen“, wo Eigenverantwortung ein Schimpfwort ist), ist aber leider immer noch so. Das gilt übrigens auch zwischen Männern oder zwischen Frauen.

    • Mark Meier sagt:

      wann haben sie mal einen Artikel über eine Ladys Schule gelesen usw.? Frauen verlangen zwar nach Gentleman wissen sich aber nicht wie eine Lady zu benehmen……

      • Brunhild Steiner sagt:

        …dann erhellen Sie uns doch nun bitte und beantworten Sie Saorsa’s Frage nach der Ladydefinition.
        Ergreifen Sie die Gelegenheit Ihren Lady-Anspruch kundzutun!
        Wie müsste ich mich denn geben um mich als solche zu klassifzieren?

      • Claudio sagt:

        @BS: Ach wissen Sie, die Anforderungen sind gar nicht so hoch. Einfach sich nicht so benehmen, als wären Sie alleine auf dieser Welt bzw. das Zentrum des Universums, um das sich alles zu drehen hat. Und wenn Sie noch mit Messer und Gabel umgehen können, nicht mit vollem Mund reden und hin und wieder Ihrem Gegenüber zuhören können, ohne dass Sie dauern auf Ihr Handy starren, dann ist das ein grosses Plus.

    • Katharina sagt:

      die Lady Schule nannte sich früher Debütantinnen Schule.

    • Reto B. sagt:

      Ihre Unterteilung der weiblichen Welt in Ladies und Schlampen sagt mehr über sie aus, als über Frauen…

    • Mark Meier sagt:

      Wie gesagt immer nur fordern nix liefern… Die Männer sollen alles Gentleman sein aber die Frauen keine Ladys? Naja

      • Reto B. sagt:

        Das was sie beschreiben, kenn ich nur von denen, die ich „high maintenance bitches“ nenne. Die Damen legen nur Wert auf ihr Äusseres (sehen meist aber dafür wirklich gut aus, zumindest zwischen 18-30), sind emotional und geistig aber nirgends. Wer sich in die Reihe der Deppen stellt, die denen den ganzen Abend Drinks zahlt, ist zu einem grossen Teil selber schuld. Suchen sie sich mal eine richtige Frau, die was aufm Kasten hat, dann wirds auch mit der Leistung der Dame.

  • Urs sagt:

    Heutzutage ist Höflichkeit so selten geworden, dass sie von vielen als Flirtversuch abgetan wird. Traurig aber war. Darum lasse ich nur reife/ ältere Dâmen zuerst einsteigen und halte ihnen die Türe auf. Diese Generation versteht und schätzt das noch. Die jüngeren jammern zwar, dass es keine Gentleman mehr gäbe, schauen aber auf einem herunter als wäre man ein Page wenn man ihnen die Türe aufhält, also machts doch selber.

  • Vinxi sagt:

    Diese Mamabloggerin ist echt typisch. Schon im ersten Paragraph nennt sie die „Eliten unserer Kultur“. Meine Herren, hört gut zu… Diese weiblichen wollen einen Partner, deshalb bieten sie dir in diesem Zustand Sex an. Sobald sie im Butter sind bist du Sexist. Darum gibt es gewerblichen Sex. Aber Psssss… die Frauen dürfen es nicht wissen!

  • Rahel sagt:

    Ich habe mindestens 4-6 linke Hände und Füsse dafür!

    • Hansli sagt:

      Ich hatte Mitleid mit den gequälten Partnerinnen die mit mir Sportunterricht tanzen mussten!
      Einige wie ich sind eine tänzerische Zumutung.

      • Rahel sagt:

        So geht es mir! Ich hatte mit Müh und Not den Hochzeitstanz hinter mich gebracht, heilfroh, dass man, dem langen Kleid sei Dank, meine Füsse ( die natürlich alles andere als die richtigen Schrittfolgen beherrschten ) sah!

      • Nala sagt:

        Aehm Rahel, warum hast Du dann an der Hochzeit einen Hochzeitstanz getanzt, wenn Du gar nicht tanzen kannst (und es vermutlich auch nicht mal gerne machst)? Ich eh da einfach absolut keinen Sinn. Aber ja vermutlich weil „man macht es halt so“.
        Im übrigen sieht man auch ohne die Füsse zu sehen, ob jemand die Schritte im Griff hat oder nicht 😀

      • alien sagt:

        Das, Nala, habe ich mich auch gefragt, aber was afraid to ask. Grad Rahel, die sonst eigentlich ziemlich selbstbewusst wirkt hier und nicht sehr drauf schaut, was andere von ihr denken.

      • Ted sagt:

        Beziehst du eigentlich auch IV…Rahel ??? …. ( 4-6 linke Hände hat sonst nur eine Krake 😀 )

      • Rahel sagt:

        @Nala
        Genau, weil „man’s halt macht“! War die Idee der Brautführerin. Soll man sich den schönsten Tag im Leben dadurch vermiesen lassen? Sicher nicht! Also gute Miene zum bösen Spiel, war ’ne kurze Sache und dann hatten wir es hinter uns (hätten wir verweigert, hätten die Gäste das nicht verstanden und das ganze Fest hätte einen fahlen Beigeschmack für alle bekommen auf den man gut verzichten kann! ) So what, ich lebe noch immer, trotz abverrecktem Hochzeitstanz! Klar sieht man auch trotz des Kleides, dass die Tanzende nix drauf hat, aber doch nicht so detailiert wie im Minirock 🙂

      • Rahel sagt:

        Ich sehe nicht ein, warum mein harmloser, witzig gemeinter Post so verrissen wird? Habe vom Hochzeitstanz keine bleibenden Schäden davongetragen ( glaubs 🙂 ) und man muss halt auch mal bei was mitmachen das einem nicht so passt, ist das nicht GENAU das, was wir schliesslich tagtäglich unseren Kindern predigen?

      • Rahel sagt:

        Um gleich vorneweg einen weiteren Seitenhieb zu vermeiden: klar dürfen unsere Kinder auch NEIN sagen, wenn sie etwas nicht wollen! Das habe ich damit nicht gemeint! Aber es gibt überall im Leben mal die eine oder andere Situation wo man, sei es des lieben Friedens willen, oder auch einfach um eine Situation nicht noch komplizierter zu machen, auf die Zähne beissen und etwas, was einen ansch…… schnell hinter sich bringen muss! „Gring ache u seckle“

      • Rahel sagt:

        @alien

        Musst keine Angst haben, mich etwas zu fragen! Ich fresse keine Ausserirdischen, die sind zu schwer verdaulich und liegen mir noch tagelang auf dem Magen 🙂 Aber: was hat Selbstbewusstsein damit zu tun dass ich zugebe, etwas nicht zu können? Das zeigt doch ganz deutlich, was ich mir selber alles zutraue und dass ich mich nicht selbst überschätze! Ich persönlich mag es, wenn mir Leute von ihren Schwächen erzählen und nicht bloss ihre Stärken hervorheben!

        @ Ted

        Was meinst du wie praktisch das im Haushalt ist? Und früher beim Windeln wechseln, da ging alles ruckzuck-zackzack!

      • Ted sagt:

        Rahel

        …schlussendlich profitiert auch dein Mann davon…bei der monatlichen Massage 🙂

      • Ted sagt:

        Gring ache, gäll !

      • Rahel sagt:

        @Ted

        🙂

        Was monatlich?

      • Ted sagt:

        ds`Muetti chli schüttlä .. 🙂

      • Rahel sagt:

        Ja aber nur 1x im Monat???

      • Ted sagt:

        jah…ä chli

      • Rahel sagt:

        Aber, aber………… 🙂

  • Hansli sagt:

    Da wird nach Mike Shiva gesucht. Nicht jeder hat eine Glaskugel 🙂

  • Rahel sagt:

    Tanzen…………….was ist das? 🙂

  • The Damned sagt:

    Gentlemen + Gentlewomen = A perfect match! It always takes two for Tango!

  • Sportpapi sagt:

    „Der Habitus des Tänzers fusst auf dem souveränen Entgegenkommen. Seine Kunst liegt darin, dass er aufs Gegenüber eingehen kann: Der ideale Tänzer passt sich dem Können der Partnerin an; er stellt Nähe in dem Ausmass her, wie der Partnerin wohl ist.“ Schön. Wenn er mindestens so gut tanzen kann wie sie…

    • Wildkatze aka Wilde Katze sagt:

      Da sollten Sie sich vielleicht ein bisschen mehr Mühe geben, Sportler. Auch Tanzen kann Sport sein.

  • Reto B. sagt:

    Also als Antwort auf die Sexismus-Debatte reden wir hier über sexuelle Avancen, Belästigungen und Übergriffe. Loben die Vorteile von gegenseitig einverständlichem und gesellschaftlich anerkanntem Sexismus. Nix gegen Tanzen, ich tanze ja selber nicht ungern, aber als Antwort auf die Sexismus-Frage finde ich Tanz gänzlich ungeeignet.

  • heidi reiff sagt:

    Ich war als ich 19 Jahre alt in einer Tanzschule, hab so uebliche Standardtaenze gelernt, ich mochte Tango, der Tanzlehrer machte mir einen Heiratsantrag ……. na gut hat mich natuerlich gefreut – seine Ansprueche waren – er wolle Zwillinge mit mir –
    da hab ich hoeflich abgelehnt, fuehlte mich einfach noch zu jung hat er auch akzeptiert – ich bin oft als junge Frau in Discos gegangen da konnte man sich frei bewegen zu Musik ohne Partner oder Partnerin war fuer mich super- der Film Alexis Sorbas mit Anthony Quinn der Tanz am Meer hat mich beeindruckt zum Glueck ist nichtmehr wie frueher

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Liebe Heidi, gerade heute habe ich an Sie gedacht und mich gefragt, wie es Ihnen wohl geht, warum Sie hier nie mehr schreiben. Und nun kann ich von Ihnen lesen, schön! Es freut mich, dass Sie offenbar wohlauf sind. Auf ein Neues! LG

    • alien sagt:

      Ich verstehe Deine Ablehnung. Hätten ja Drillinge geben können. Schauder.

  • Pascal, S. sagt:

    Ein hoch auf den Tanz. Er ist Erotisierend und respektvoll!

    • marie sagt:

      schliesse mich dem an. und erweitere noch ein wenig: es erweitert den aspekt der leienschaft, die gerne reduziert wird.

    • xyxyxy sagt:

      ich finde auch dass der Tanz uns zeigt wie es gehen soll. Ein Spiel, mit Spielregeln und zwei freiwilligen die Spass daran haben und intelligent genug wissen, welches der Rahmen dieses Spiels ist.

      In diesem Sinn könnten die verknöcherten und Taktlosen ruhig mal eine Tanzschule besuchen. (Sage ich, ders nicht so drauf hat mit dem Tanzen…)

  • Keller sagt:

    Und beim Fussball sollten es dann Bad-Guys sein? So, dass Frau schön abwechseln kann .. Einmal Bad-Guy, dann Gentlmen, dann wieder Bad-Guy, und danach ab sich ausheulen beim „besten“ männlichen Kollegen (dass war dann der Gentlmen gewesen der eben doch mehr wollte, sich verliebte, SIE (die Frau) vom Bad-Guy fasziniert verletzt wurde, zurück zum Gentlmen geht, aber nur um sich auszuheulen, um ihm zu sagen: Ach, wir können ja Kollegen bleiben, der Gentlmen natürlich akzeptiert (nein, respektiert), weil er ja Gentlmen ist, sie dann genug hat (Langeweile) und dann wieder alles von vorne.

    • markus müller sagt:

      korrekt! genau wie der mann sich eine frau wünscht die freundin, liebhaberin und hure gleichzeitig ist, wünscht sich auch die frau einen gentleman, besten freund und macho gleichzeitig. je nach tageszeit halt. keiner ist nur gentleman und wenn ers ist, dann ist er wie sie richtig bemerken langweilig. aber einer der nur macho ist, ist auch nix. auf die mischung kommts an.

      • Keller sagt:

        @ Markus Müller: Finde immer wieder lustig, wie sich an solchen Diskussionen nur Männer beteiligen. Entweder lesen Frauen diese Mama Blogs nicht, dafür wir Männer, oder Frauen mögen solche Diskussionen ganz und gar nicht.

      • markus müller sagt:

        ich tippe auf letzteres, weil sie dann zugeben müssten, das auch die männer recht haben 😉

      • Kathy sagt:

        Hm, das mit den Badboys und so, das haben die meisten Erwachsenenfrauen hinter sich. Ausser die Hoffnungslosen… Normalerweise versuchen Frauen, fürs Leben einen „Guten“ zu erwischen. Und von denen gibts ja zum Glück auch einige!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Einen Guten, ja. Aber nicht einen Langweiligen. Das scheinen leider viele zu verwechseln, auch Frauen, dann machen sie saublöde Kompromisse und am Schluss sind sie mit dem „Guten“ zusammen und schwanger vom A……., weil halt ganz tief drin im Menschen ein Programm läuft, möglichst gute Gene weiterzugeben, starke Kinder aufzuziehen, die sich durchsetzen können. Solche Gene haben vermehrt die A……’s, A steht auch für Alpha, bei Weibchen wie Männchen, es gilt also, die A………’s beizeiten so zu sozialisieren, dass sie kompatibel sind mit einer modernen Welt. Hat immer alles zwei Seiten.

      • Wildkatze aka Wilde Katze sagt:

        mm: „…einen gentleman, besten freund und macho gleichzeitig.“ – Hmmm…nicht unbedingt „gleichzeitig“. Kann auch nacheinander sein. Siehe http://www.frauenblog.ch/2007/11/13/wie-viele-maenner-braucht-eine-frau/

      • markus müller sagt:

        und lesen dann trotzdem mit 40 und 50 noch ’50 shades of grey‘ oder ‚brennende fesseln‘ jaja, von wegen hinter sich gelassen 😉

    • Keller sagt:

      @ Pippi Langstrumpf: Da hast du Dich aber in all diesen Ratgeberbücher ja super informiert. Finde, das Leben besteht aus viel mehr als solch öden Platidüden. Zum Glück gibt es (aus der Zeit der 30er bis 50er Jahre) noch gute Vorbilder, zumeist unsere Grosseltern, die noch wussten was Treue war, die gemeinsame Ziele hatten, welche sich trotz Schwächen liebten zum Wohl der Familie und der Nachfrahren (ich weiss, für unserer Generation unsexy und langweilig).

  • markus müller sagt:

    wenn einer seinen anstand in einer tanzschule lernen muss, wenn er schon gegen 40 zugeht… da ging wohl in der kindheit was vergessen. interessant ist die beobachtung, wie einzelne, seltsame frauen immer mal wieder ’sexismus‘ schreien, dabei weiss man das eine frau es liebt genommen zu werden. denn eins wissen die anständigsten männer besser als alle anderen: je mehr man sich als a…loch verhält, desto eher kriegt man eine frau ab. die anständigen sind jene die lernen müssen nicht anständig zu sein, damit sie sich ein früchtchen pflücken können.

    • markus müller sagt:

      damit will ich sagen: die frauen haben es letztlich selbst in der hand, wie sie behandelt werden.

      • Hansli sagt:

        Genau, die Frauen selbst entscheiden über die Selektion wie sie behandelt werden möchten.

      • Frank Baum sagt:

        Oh je, Markus Müller, da haben sie bei den Feministinnen aber einen wunden Punkt getroffen. Sie versuchen hier Emanzipation mit Eigenverantwortung in Verbindung zu bringen. Das geht gar nicht. Emanzipation ist ja, dass man sein Opferabo bei jeder Gelegenheit geltend macht, dauernd sein Leid klagt und für alles Übel in der Weltt das jahrtausende dauernde Patriarchat verantwortzlich macht. Das verstehen unsere Feministinnen von einer Modernen Frau. Das ist deren Glaubensbekenntnis. Dass Frau ihr Schicksal selber in der Hand haben könnte ist für die Feministinnen reine Häresie.

    • Auguste sagt:

      hmm…, es ist grundsätzlich nie zu spät, sich etwas „schliff“ anzueignen. sie neigen etwas dazu von einem extrem ins andere zu fallen, markus müller. bedenken sie, statistisch bewegt sich der grösste teil der welt eher irgendwo um die mitte. und dass unanständige „bauern“ süssere früchte pflücken können – das halte ich für eine sehr gewagte these.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ganz falsch: Frauen lieben Männer, die ein A…… sein KÖNNTEN, es aber NICHT SIND. Verstehst du?

      Der Spruch ist leider nicht von mir, aber ich finde ihn sehr treffend.

      • markus müller sagt:

        etwas weiter unten habe ich genau das geschrieben liebe pippi.

      • alien sagt:

        Höhö, Pippi, ich habe ja das Gefühl, ich sei weder eins noch könnte ich es sein, aber wie es aussieht, gibt es Frauen, die tatsächlich anderer Meinung sind.

  • Heidi Merz sagt:

    Der Text über die sexistische Tänze, resp. darüber, dass die Frauen dort dann total unempanzipiert sein wollen, kam aber von einem Mann. Und der outete sich nicht gerade als Feminist.

    Mir scheint – und das hat jetzt nichts mit Ihnen, FB, zu tun -, dass die meisten Kommentatoren hier Simon Schmid’s Text entweder nicht gelesen oder dann nicht verstanden haben. Versucht es doch nochmals, er ist nicht so schwierig.

  • Frank Baum sagt:

    Es war doch gerade hier im Mamablog, wo die Feministinnen die ganzen lateinischen Tänze als reinen Sexismus verteufelt haben. Da gab es vor einigen Wochen ja einen entsprecehnden Beitrag. Heute lernen wir, dass Tanzschulen der Hort dar Galanterie sind. ZUr Generation meiner Eltern war das auch so: da lernte man Benehm auch in der Tanzschule. In der Zwischenzeit haben die Feministinnen diesem Treiben auch einen Riegel geschoben.

    • markus müller sagt:

      never trust a feminist 😉

      • xyxyxy sagt:

        sorry – aber das war der Reda
        er hat einfach seine persönliche Beobachtung aus einem Einzelfall generalisiert. Ihm wurde, gerade auch von Frauen, hier z.T. heftig widersprochen.

        Ist doch schön, wenn der MB verschiedene Stimmen zu einem Thema präsentiert.

      • alien sagt:

        Wer war Reda? markus müller???

    • Ali Ferkous sagt:

      😀 Ich höre von „Feministinnen“ aber ganz was anderes, die sind ganz wild auf Tango und Salsa, aber stinkwütig, wenn sie auf dem Rennvelo von einem Mann überholt werden, weil das ein ganz schlimmer Macho sei, der es einer Frau wieder mal zeigen müsse. 😀 Offensichtlich streiten sich nicht nur die Frauen darüber, was nun eine echte Emanze sei… 😀

  • sepp z. sagt:

    „Kritikpunkte gibt es auch aus Gender-Sicht genug: Tänze bleiben eine schablonisierte Angelegenheit, die Rollen sind einseitig nach Geschlecht verteilt, der Konformitätsgrad ist vergleichsweise hoch. Die Tanzszene ist ein Hort der Heterosexualität.“
    Diese ganzen Gender- und Feminismutheorien sind schön und gut
    Aber: Die meisten Frauen wollen eben mit einem Mann tanzen. Und die Männer mit einer Frau.
    Das gilts zu respektieren. Punkt.

  • Roli sagt:

    Kann die ganze Debatte nicht mehr hören…
    Das Problem ist doch neben den ungehobelten Männern auch, dass Frauen bestimmen was sexistisch sein soll und diese Macht zum Teil ausnutzen.

  • Hildegard sagt:

    Ich möchte gar keine bevorzugte Behandlung, ich möchte von einem Mann nur nichts gesagt/“angetan“ kriegen, wofür er von einem anderen Mann eine auf die Rübe kriegen würde. Also: keine ungefragten Kommentare irgendwelcher Art, schon gar nicht von Fremden; keine ungefragten Berührungen; ganz sicher kein Nachpfeifen/Nachrufen/mit dem Auto im Schritttempo neben mir (Fussgänger) herfahren; bei Diskussionen nicht auf „du Schlampe/Feministin/Emanze…“ ausweichen, wenn man(n) keine anderen Argumente mehr hat. Von einigen vereinzelten Individuen scheint das leider immer noch viel zu viel verlangt.

    • Andreas sagt:

      Puhhh jetzt hätte ich fast einen ungefragten Kommentar geschrieben…..

      • Keller sagt:

        @ Andreas: Sie flegel sie. @ Hildegart: Ihnen wünsche ich trotz ihren schlechten, düsteren, negativen und leidenden Erfahrungen trotz allem ein lächeln im Gesicht und einen wundervollen einzigartigen Tag. Denken Sie, dass Leben ist so wunderschön und wichtiger, als all unsere Kommentare und nichts bringenden Diskussionen um die Gender-Frage. Hoffe Sie können lächeln, strahlen, so wie ein Maienkäfer (dass war jetzt nicht sexistisch gemeint).

    • Auguste sagt:

      hmm…, andreas und keller, im gegensatz zu ihnen scheint mir das alles nicht zuviel verlangt zu sein. in england freut man sich über den ausgegrabenen schädel von richard III, wo doch hier noch richtige höhlenmenschen anzutreffen wären.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Allerdings, Höhlenmenschen. Männer, die fürchten, etwas Falsches zu tun, wenn sie höflich sind, wo gibt’s den sowas????

      • alien sagt:

        Sag ich Dir.

        a) Dort, wo Männer nicht mehr gelehrt werden, zu unterscheiden zwischen einem nett gemeinten Kompliment und einer Anzüglichkeit
        b) Dort, wo das auch Frauen nicht mehr lernen und können.

    • alien sagt:

      Hildegard, wenn mir Deine Frisur/Dein Schal/Deine Bluse/Deine Jacke/Dein Lippenstift/Dein Rock/Deine Schuhe/Dein Duft gefallen, dann will ich das Recht haben, Dir dafür ein Kompliment zu machen. Wenn mir Dein Busen gefällt, dann unterlasse ich das natürlich. Wenn mir Deine Beine gefallen, dann gibt es wahrscheinlich schon Gelegenheiten, wo ich das sagen kann.

      Also: Wenn Du Dir jeglichen „ungefragten Kommentare“ verbitten willst, dann boykottierst Du die Kommunikation.

  • Heidi Merz sagt:

    Danke, Simon Schmid, für diesen Text. Schön auf den Punkt gebracht. Sexismus (und andere Fettnäpfchen) lassen sich weitgehend vermeiden, wenn man auf das Gegenüber eingeht. Oder (so würde ich ergänzen) sich einen Moment lang überlegt, wie das, was man tut oder sagt, beim anderen ankommen könnte. Aber da wären wir ja schon wieder beim von Ihnen so schön umrissenen Einfühlungsvermögen. Das täte beiden Geschlechtern gut.

    • mila sagt:

      Finde ich auch von Ihnen schön gesagt, Heidi Merz.

      Dieser Satz des Autors: „Dass der Unterschied zwischen Sexualität und Sexismus im Alltag stark von Subtilitäten, sprich, von Tonlage und Taktgefühl abhängt.“, bringt punktgenau zum Ausdruck, wie ich selbst über diese Problematik denke – danke für die zitierfähige Vorlage. 😉 Und nachdem die Diskussion dazu hier kürzlich so lang wie breit ausgerollt wurde, habe ich dem tatsächlich nichts weiter hinzuzufügen.

      • xyxyxy sagt:

        ich kann mich hier nur anschliessen

        auch braucht es etwas Toleranz gegenüber Leuten, welche ein schlechtes GEfühl für Subtilitäten haben. Das ist ja nicht immer bösartig und die Leute mit einem Manko an Feingefühl sind ja meist selbst die gestraften.

      • markus müller sagt:

        und alle haben sich lie-hieeb trallallallalaah und auf der welt da wachsen blu-huumeehhn und alle tanzen froh und frei und jeder ist ein nackedei und niemand muss mehr weinen, weil nur noch sterne scheih-nen trallallalla-laaaaah.

      • mila sagt:

        xyxyxy: Toleranz halte ich in diesem Zusammenhang für das falsche Wort, weil tolerieren suggeriert, dass man (bzw. frau) sich zur Not halt mit der Grenzüberschreitung abfindet – womit am Ende niemandem gedient ist, auch nicht dem Grenzüberschreitenden (Stichwort ausbleibender Lerneffekt). Ich halte dagegen, dass man (frau) allfällige Grenzüberschreitungen klar und unmissverständlich kommunizieren sollte – damit man sich als Frau solche Platidüden: markus müller sagt: 6. Februar 2013 um 09:17, in Zukunft nicht mehr kollektiv/pauschal anhören muss.

      • mila sagt:

        Platitüden. Test.

      • mila sagt:

        Oh, geht ja wieder. Wie schön.

        Etwas weiter bzw. persönlicher ausgeholt: mit der Bereitschaft, mich verbal gegen empfundene Übergriffe zu wehren, bin ich bis dato hervorragend gefahren – offenbar führt allein schon die vorhandene Bereitschaft dazu, dass man vorab anders wahrgenommen wird und es daher gar nicht erst zu problematischen Situationen kommt. Eine gewisse beherzte Resolutheit, verbunden mit grundsätzlicher Konzilianz (die ich dem Begriff der Toleranz entgegen stellen würde), scheint demnach Wunder zu wirken.

  • Massimo sagt:

    Die Männer scheinen mehr Probleme mit dem Thema zu haben als die Frauen selbst.

    • Reto B. sagt:

      Manchmal scheint mir aber auch, dass es für den Mann nur hunderte Möglichkeiten gibt, Falsches zu tun, während die Frau jegliche Situation, in der sie sich unwohl fühlt, dem Mann in die Schuhe schieben kann. Die Aussage ist manchmal: Wenn es offensiv ggü der Frau ist, wenn sie sich unwohl dabei fühlt, dann muss der Mann stoppen. Auf der anderen Seite höre ich von meiner Kollegin, dass der Typ einfach nicht schnallt, dass sie was von ihm will und nie den ersten Schritt macht.

      • alien sagt:

        Naja, vielen Männern geht der Schlampenalarm ab, wenn die Frau den ersten Schritt macht. Finde ich natürlich daneben, aber das ist kulturell noch tief drinnen, bei Männern und Frauen.

      • xyxyxy sagt:

        zusammenfassend: mit etwas gesundem Menschenverstand und vor allem mit gesundem Selbstbewusstsein entstehen solche Probleme doch gar nicht – manchmal frage ich mich schon, ob ich in einer anderen Welt lebe….
        Was hier so eifrig diskutiert wird… erlebe ich nicht. Natürlich erlebt man mal die eine oder andere, wo man denkt „dumme K..“
        aber daraus gleich ein universales Problem das alle Frauen betrifft zu zimmern, reichlich übertrieben.

      • markus müller sagt:

        @ alien: was soll das heissen – kulturell noch tief drinnen? warum das noch? glauben sie, dass das jemals anders sein wird? oder jemals anders war? und warum kulturell? ist das in anderen kulturen anders?

      • Hansli sagt:

        @Müller Das ist bereits wenn Sie über die CH-Grenze gehen anders.

      • Reto B. sagt:

        Tja, ich würde der Frau trotzdem empfehlen, ihre Wünsche, Bedürfnisse und Hoffnung deutlich zu artikulieren. Wenn ein Mann eine Frau als Sch**e betitelt, weil sie nicht passiv darauf wartet, erobert zu werden, dann ist es eh besser, nicht mit dem Pfosten anzubandeln. Und generell würde ich den Frauen zu mehr Gelassenheit mit besagtem Vorwurf raten. Offensichtlich kann eine moderne Frau nicht durch die Welt gehen ohne irgendwann so betitelt zu werden. So wie jeder erfolgreiche Mann in irgendwelchen Augen ein A-loch ist ist wohl jede moderne Frau in gewissen Augen eine Sch…e. Neider halt.

      • alien sagt:

        Naja, Neider. Auf eine offensiv agierende Frau ist ein Mann ja eigentlich typischerweise nicht neidisch, wenn es ums Flirten geht, oder? Ansonsten war ich von der forschen Art von Frauen ja auch schon überrascht, geschockt allerdings nicht. Und bis ich eine Frau verachte, muss sie schon gaaaanz viel bosgen. Und so eine Frau schreibt hier sicher nicht mit.

  • Swingmieze sagt:

    Wenn man sich auf die Diskussion einlassen moechte: wem Standardtanz gendermaessig zu schabloniert und konformistisch ist, der/die tanzt Swing. Bei halbwegs geuebten Taenzern heben sich die Rollen von Leader und Follower auf, das Paar ineragiert – und es knistert maechtig, da beide Tanzpartner auf einer Ebene flirten. Zur Hochzeit in den 30ern und 40er Jahren war Swing DER Tanz der Homosexuellen. In Deutschland auch der der Jugendlichen, die sich ihre Weltsicht nicht vorschreiben lassen wollten.

    • Nala sagt:

      Auch Standarttänze kann man Leader und Follower wechseln. Die Damen und Herren müssten einfach mutiger sein und auch die Gegenseite lernen. Aber Swing ist auch cool, das stimmt. Sollte ich mal noch lernen *seufz*

  • Martha Gottschalk sagt:

    Im Tanzkurs gilt: 90min in der Woche ist der Mann Boss 😉
    Und obwohl der Mann scheinbar kaum etwas macht beim Tanzen, und wir Damen herumwirbeln, ist Tanzen für den Mann echte Arbeit und hartes Training: Takt halten, zur rechten Zeit die klare Führung auf die jeweilige Tanzpartnerin angepasst(!) bringen, keine unangemessene „Berührungen“ und sie dabei gut aussehen lassen (natürlich so, dass mann dabei nicht andere Tänzer abschiesst).
    Manchmal wünscht man sich, dass diese Sensibilität auf die sog. „Führungspersönlichkeiten“ in Politik und Wirtschaft auch Anwendung fände…

    • Ali Ferkous sagt:

      Gute Schilderung, endlich eine Frau die sich vorstellen kann, weshalb die meisten Männer nicht auch noch in der Freizeit „arbeiten“ wollen. 😀

  • marsupilami sagt:

    Gerade in der Salsa-szene sind gehts sehr Machohaft zu. Bei Standard/Latein oder Disco-Fox ist die Lage wiederum wie vom Autor beschrieben. Das mit dem Gentleman-Like kann allerdings manchmal ziemlich in die Hose gehen, habe schon Frauen erlebt, die sich nicht in den Mantel helfen liessen oder wenn man ihr die Türe aufhiielt verständnislosen Blick erntete. Hallo die Damen, ein wenig Ladylike geht auch trotz Emanzipation!! Dann erwartet aber auch keinen Gentleman wenn ihr euch nicht wie eine Lady benehmen könnt. Ansonsten ist Tanzen immer Erotik&Flirt, kann nicht mit 2m Abstand Paartanz tanzen.

    • tina sagt:

      türe hält man doch einfach so auf, hat nichts mit mann/frau zutun. dachte ich ämel. aber ich dachte auch, man lächelt nett und sagt danke, wenn einem jemand (mann oder frau) die tür aufhält. und das machen manchmal auch männer nicht. für mich ist das einfach normaler umgang, hat nichtmal etwas mit höflichkeit zu tun und schon gar nicht mit ladylikeness

  • lui casutt sagt:

    nun, da tänzer meist homosexuell sind, werden sie von frauen wohl weniger als ‚bedrohung‘ wahrgenommen…
    zudem, ‚die frauen verlangen ER soll fähig sein… ‚ schön u. gut, und was dürfen männer verlangen?

    • hienli sagt:

      Der Anteil Homosexueller ist in der Tanzszene (gerade Salsa) praktisch gleich Null.

    • Nala sagt:

      Eine typische Antwort von einem Nichttänzer. Ich hab mit vielen Männern getanzt. Kein einziger war schwul.
      Männer dürfen verlangen, dass die Frau ihre Schritte kennt, ihre Wirkung einsetzt und mit dem Partner mittanzt. Tanzen ist eine miteinander. Nur wenn beide aufeinander eingehen, sieht der Tanz nach Tanz aus.

  • Thomas Jordi sagt:

    Genau hier fängt doch das Problem an. Benimmt sich Mann gegenüber Frauen anders als gegenüber Männern, zum Beispiel zuvorkommend Gentlemen like, so handelt er sexistisch, ist doch Sexismus definiert als unter anderem „die Bevorzugung einer Person allein auf Grund ihrer Geschlechtszugehörigkeit“.
    Diese ganze Pseudodebatte ist so was von heuchlerisch.

    • Daniel sagt:

      Ich denke mal das die heutigen Frauen das Gentleman Like gar nicht mehr so gerne haben wie Türe beim Auto aufhalten, sich vom Stuhl erheben wenn Sie aufsteht und so weiter! In meinen Augen sieht das schnell mal aus wie eine Klette die nicht loslassen kann! Ich persönlich bin für Gleichberechtigung, also kein Schleimiges Getue!

      • alien sagt:

        Die Tür im Restaurant kann man jeder Person aufhalten, aufstehen tut man, egal, ob sich ein Mann erhebt oder eine Frau. In der Tat ist die Bevorzugung der Frau Sexismus, gegen Höflichkeit ist aber nichts einzuwenden. Wer unter der Flagge der Bekämpfung des Sexismus die Höflichkeit verbietet, ist mal sicher auf dem falschen Dampfer.

      • xyxyxy sagt:

        ich habe noch nie erlebt, dass sich eine Frau an Höflichkeit gestört hätte

      • mia sagt:

        Stil, Anstand und gute Manieren, lieber Daniel, haben nichts mit „schleimigem Getue zu tun“, sondern mit guter Erziehung und werden auch heute noch von Frauen, die ebenfalls Stil, Anstand und gute Manierenn habern, sehr geschätzt, Gleichberechtigung hin oder her.

      • Auguste sagt:

        hmm…, daniel, zur messung der anhänglichkeit wären sms vermutlich das probatere mittel als höfliches zuvorkommen, das oft genug rückschlüsse auf die kinderstube erlaubt.

        youtube: george strait – meanwhile

      • Kathy sagt:

        Ich kenne keine Frau, die sich über höfliche Männer beschwert. Ich schätze es, wenn mir ein Mann die Tür aufhält, mich zuerst den Lift betreten lässt etc.

      • Hansli sagt:

        @alien Höflichkeiten habe ich mir abtrainiert. Habe mich einige male hier nicht zitierbare Beschimpfungen über mich ergehen lassen müssen, weil ich einem Greis den Platz überlasen wollte. Ich sehe nun immer zwei mal hin, ob diese Person wirklich nicht mehr gut gehen kann.

        @Kathy Entsprechende „Höflichkeiten“ können als Anmache gedeutet werden. Im Geschäft nicht unbedingt zu empfehlen.

      • James sagt:

        Natürlich haben auch die heutigen Frauen gerne Gentlemen! Jede Frau freut sich, wenn man Ihr die Türe aufhält oder Ihr in den Mantel hilft (vielleicht ausgenommen von Fundamentalemanzen, aber das ist nicht das Thema hier). Aber natürlich funktioniert dieses galante Spiel zwischen den Geschlechtern nur, wenn es aus purer Freude an der Geste geschieht und nicht wenn damit ein Ziel verfolgt wird.

      • alien sagt:

        „Höflichkeit abtrainiert“? Naja, was hast Du Dir stattdessen antrainiert? Flegelhaftigkeit? Schnippigkeit? Und da fragen sich die Leute, wieso die Jugendlichen so rüd sind. Kunststück mit solchen Beispielen.

    • Daniel sagt:

      @Hansli: Vielen Dank Du nimmst mir die Worte gerade aus dem Munde! Im übrigen habe ich das umgekehrte noch nie erlebt, das eine Frau einem Mann die Türe aufgehalten hat oder sonst eine höfliche Geste. Aber eben immer schön von Gleichberechtigung reden das können dann die Frauen! Bin ich Froh bin ich Single!

      • SusiSonnenschein sagt:

        Manchmal frage ich mich, in welchen Kreisen so mancher Mann verkehrt. „Kenne keine höflichen Gesten von Frauen gegenüber Männern“, „niemand hält einem die Türe auf“ usw. So etwas kenne ich nicht, natürlich gbt es bei Männlein und Weiblein unhöfliches, aber so generell, nein, da halten Frauen einander, Männer einander und in gemischten Doppeln durchaus ab und zu die Türen auf. Aber mich beschleicht da der Gedanke an dn Wald: Wie man hinein ruft, so schallts zurück!

      • Hansli sagt:

        Ich glaube da wird einiges verwechselt weil anscheinend einige die traditionellen Höfflichkeiten gar nicht mehr kennen. Und ich denke von denen reden wir hier. Wie zum Beispiel einer älteren Person den Platz im Zug etc freimachen. Oder eben einer Frau in den Mantel hilft, die Autotür aufmachen etc..

      • mia sagt:

        Was für alle wohl auch das Beste ist.

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