Wie schützt man sein Kind vor Belästigern?

Wie soll man als Elternteil reagieren, wenn sich auf dem Schulweg des eigenen Kindes dubiose Gestalten herumtreiben? (Foto: Keystone)

«Am vergangenen Freitag wurde ein Mädchen aus dem Kindergarten auf dem Weg zur Schule von einem fremden Mann mit den Worten «Ich muss dir etwas zeigen» in sein Auto gelockt. Der guten Reaktion der Schülerin ist es zu verdanken, dass nichts Schlimmeres passiert ist.» Wir alle haben schon von solchen Fällen gehört oder gelesen. Und obwohl sie uns nahe gingen, waren sie doch immer weit weg. Bis man eines Tages selber ein Schreiben in der Hand hält, das unter der Anrede «Liebe Eltern» mit genau diesen zwei Sätzen beginnt.

Eine Freundin musste diesen Moment vor Kurzem erleben und zeigte uns anderen Müttern den Brief danach mit einer Mischung aus Angst und Wut. Angst, weil so etwas vor der eigenen Haustüre passiert, auf dem Schulweg der eigenen Tochter. Und Wut, weil Schulbehörde und Polizei aus ihrer Sicht nicht viel unternehmen, obwohl es sich keineswegs um einen Einzelfall handelt: Erst vor Kurzem sei ein siebenjähriges Mädchen aus der Nachbarschaft auf dem Weg zur Schule von einem Mann verfolgt und in den Hintern gezwickt worden, erzählte sie. Das Mädchen gehe heute nicht mehr ohne sein «Fröschli», ein GPS-Kinderhandy, zur Schule.

Bekommt man als Mutter einen solchen Brief zu Gesicht, wird man von den unterschiedlichsten Emotionen durchflutet: Erleichterung, dass dem Mädchen «nichts Schlimmeres» (was auch immer das heissen mag) passiert ist. Dankbarkeit, dass es nicht das eigene Kind betrifft. Scham, dass man überhaupt so etwas denkt angesichts des Leids der direkt Betroffenen. Wut, dass man via Schulschreiben nur Facts aber keine Unterstützung bekommt. Und Angst, ja vor allem Angst, dass so etwas wieder passieren könnte, vielleicht sogar dem eigenen Kind. Was natürlich sofort zur Frage führt, was man tun kann, um dies zu verhindern.

«Man muss in den Medien darüber berichten, damit alle, auch Kinderlose, sensibilisiert werden und zweimal hinschauen, wenn ein fremdes Auto auffällig langsam durchs Quartier fährt», schlug die betroffene Freundin vor. Zudem solle ein Polizist in Uniform das Thema zweimal jährlich mit Kindergarten- und Schulkindern besprechen und ihnen beibringen, wie sie sich im Ernstfall zu verhalten hätten, «denn so eine Uniform macht bestimmt mehr Eindruck, als wenn das Ganze von der Lehrerin kommt». Auch technische Hilfsmittel wie oben erwähntes «Fröschli» hielten einige Mütter in unserer Diskussionsrunde für eine gute Idee, um den Schulweg sicherer zu machen – wobei ich persönlich da so meine Zweifel habe.

Mehr Lösungsvorschläge brachten wir nicht zustande, was mich mit einem unbefriedigten Gefühl zurückliess. Und ich stellte mir zwei Fragen: Wenn wir Mütter keine neue, richtig gute Idee haben, wie man das Problem angehen könnte, hat dann die Schule vielleicht eine? Und müsste sie eine haben, sprich fällt das Thema in ihren Zuständigkeitsbereich?

Richtig überzeugend gehen die Schulleitungen in den von meiner Freundin beschriebenen Fällen mit der Situation nicht um. Während der eine Schulleiter einzig einen trockenen, etwas hilflosen Brief an die Eltern verschickt hat, redet der andere in der «Aargauer Zeitung» vor allem davon, dass man in solchen Fällen eine Hysterie verhindern und die Gerüchte frühzeitig stoppen müsse. Das klingt fast so, als ob das eigentliche Problem hysterische Eltern wären, nicht dubiose Männer, die Kinder in ihr Auto zu locken versuchen. Und es hinterlässt bei den betroffenen Familien das Gefühl, dass man die Gefahr kleinzureden versucht und sie mit ihren Sorgen nicht ernst nimmt.

Als ich einer befreundeten Schulleiterin von den Vorfällen erzählt habe, gab sie zu bedenken, dass man in ihrer Position immer erst abwägen müsse, ob der Vorfall so ernst sei, dass er eine Information nötig mache. Bei einem Bagatellfall wäre eventuell der Schaden durch die Information grösser, weil sich die Eltern grundlos ängstigen. Komme es zu einer offiziellen Reaktion der Schulleitung, müsse diese aber sicher anders erfolgen. «Die Schulleitung sollte sich der Verunsicherung, die sie bei Eltern auslöst, bewusst sein. Nicht alle Eltern sind nach so einem Schreiben in der Lage, angepasst zu reagieren. Eine Infoveranstaltung mit konkreten Tipps, vielleicht unter Einbezug der Polizei oder einer Präventionsstelle, schiene mir angebrachter.»

Einen völlig neuen, überraschenden Tipp für den Ernstfall hat sie auch nicht auf Lager. «Am Wichtigsten ist und bleibt die altbekannte Regel, dass Kinder auf dem Schulweg nur in Gruppen unterwegs sein sollten.» Und natürlich, dass man ihnen schon früh klarmacht, dass sie nie mit Fremden mitgehen dürfen, egal wie nett sie sind und was auch immer sie einem erzählen. Ich für meinen Teil bringe meiner dreijährigen Tochter das bereits jetzt mittels Bilderbuch bei.

Und was unternehmen Sie, um Ihre Kinder vor Belästigungen oder noch Schlimmerem auf dem Schulweg zu schützen? Kennen Sie den ultimativen Tipp? Und sind Sie der Meinung, dass die Schule in solchen Fällen mehr tun sollte? Oder ist es eher so, dass die Schulleitungen heute zuviele Warnbriefe verschicken und die Eltern schon wegen des kleinsten Zwischenfalls in Panik versetzen, damit man ihnen bei einem erneuten Vorkommnis ganz sicher keine Vorwürfe machen kann?

147 Kommentare zu «Wie schützt man sein Kind vor Belästigern?»

  • myra sagt:

    was vor allem falsch ist, ist die Haltung, dass der Täter immer ein dubioser unheimlicher Unbekannter sein soll. Am häufigsten passiert sexueller Missbrauch leider immernoch innerhalb der Familie /Bekannte/Betreuungspersonen des Kindes. Wenn man Kindern also beibringt, nicht mit Fremden mitzugehen, so darf man nicht vergessen, sie auch dahingehend zu sensibilisieren, dass es Grenzen gibt, die Erwachsene (oder auch andere Kinder) nicht überschreiten dürfen. Egal um wen es sich dabei handelt, ob Onkel, Grossvater, Lehrer oder dem „netten“ Nachbarn.

  • Tinu sagt:

    Die beste Art: Kinder im Thema sensibilisieren (ohne Angst zu machen) und Kinder nur in Gruppen in den Kindergarten oder in die Schule gehen lassen. Ist ja auch viel spannender und lustiger, als von Mami oder Papi tagtäglich mit dem SUV hingekarrt zu werden.

  • Marco Bless sagt:

    Gut, bin ich kein Kind mehr! Im Jahre 2012 muss es ja furchtbar schwierig geworden sein, so eine Kindheit ganz ohne Belästigung zu überleben. Oder ist das vielleicht schon uncool?
    Aber gut auch, wenn Kinder die Sorgen ihrer Eltern nicht immer ganz so verinnerlichen. Es könnte sonst statt mit Lebensfreude mit Paranoia gross werden.

  • Elisa sagt:

    1. nie vor dem fremden warnen, was ist schon fremd? Da kommt einer und sagt: hallo ich bin Klaus und schon ist er fûr das Kind nicht fremd, es kennt ja senen Namen. Zudem passieren die meisten Missbrauchsfälle eben nicht durch fremde sondern durch bekannte Personen
    2. meinen Kindern hab ich es so erklärt, dass sie mit niemandem mitgehen dûrfen, ohne, dass die betreuungsperson Bescheid weiss. Auch wenn es Papa ist, muss man kurz klingeln und sagen, dass man mit Papa mitgeht. Das verstehen Kinder ohne dass sie Angst kriegen, sie verinnerlichen, dass sie immer Bescheid geben mûssen

  • *sigh* sagt:

    Es gab da mal so ein Büchlein, da drin stand ein wahres Wort geschrieben: „100-prozentige Sicherheit ist unerreichbar.“
    Von der Schule ist mE nur zu erwarten, dass sie
    a) informiert wenn ein Kind bei Schulbeginn nicht anwesend ist.
    b) im begründeten Fall (konkreter Verdacht oder tatsächlicher Übergriff) via Schreiben informiert, damit DIE ELTERN etwas unternehmen können, z.B. einen Begleitungsdienst organisieren oder …
    Und natürlich wie schon gesagt wurde, die Kinder so zu erziehen, dass sie alles erzählen dürfen ohne Konsequenzen zu fürchten, auch wenn sie mal ein böses Geheimnis verraten.

  • Stephan Lauterburg sagt:

    Seit Esther Vilar und Alice Schwarzer ist der Mann für die Gesellschaft zum Sündenbock. Machtkampf, Geschlechterkampf, Misstrauen. Egoismus
    Dieses Misstrauen, gepaart mit Egoismus, führt zu Trennungen, Scheidung.
    Und was sagt die Mutter zu einem Kind, das nach dem Papi fragt? Sicher nicht „der liebe Papi“.
    Das Bild vom Mann? Böse, gefühlslos, nicht kommunizierend
    Das Bild von der Frau? Arm, schützenswert, fördernswert.
    Dazu kommt die Erziehung: Negative Aussagen: „Nicht spielen!“=“Spielen!“. Das Unterewusstsein ignoriert das Wort „Nicht“.
    Das Kind braucht Vertrauen. Positive Bilder. Vertrauen.

  • Frank Baum sagt:

    «Man muss in den Medien darüber berichten, damit alle, auch Kinderlose, sensibilisiert werden und zweimal hinschauen, wenn ein fremdes Auto auffällig langsam durchs Quartier fährt» Dieser Vorschlag ist gleichbedeutend mit der grenzenlosen Panikmache und der Aufhebung aller 30er Zonen in Wohnquartieren. Wer 30 fährt, der fährt auffällig langsam und wird neu unter Genreralverdacht gestellt. Das Risiko, auf dem Schulweg Opfer eines Verbrechens zu werden ist noch geringer als das Risiko eines Verkehrsunfalles. Mit gesundem Menschenverstand kann man beides auf praktisch Null reduzieren.

  • Auguste sagt:

    hmm…, in athen grassiert eine nicht unbeträchtliche angst vor kindsverschleppungen. wie begründet das wirklich ist, kann ich nicht genau beurteilen, aber dass ich für den spielplatz immer einen wachtauftrag fasse, deutet daraufhin, dass es ein thema ist, oder die mutter meiner kinder mich etwas verarscht. gegen die verarschungs-theorie spricht allerdings, dass die grossmutter fit wie ein turnschuh ist, weil sie die beiden jahrelang auf dem schulweg begleitete.

    bei teenager-töchtern böte sich noch die „redneck dad“ methode an…

    youtube: rodney atkins – cleaning this gun

  • Märli sagt:

    Als unsere Kinder noch im Kindergarten und der Unterstuffe waren, hatten sie die klare Regel, zu niemandem ins Auto zu steigen, ausser es war zuvor abgemacht worden. Ich weiss, dass sich unsere Kinder daran gehalten haben, denn ich wurde von einer Nachbarin angesprochen, sie hätte meinen Sohn mit dem Auto mitnehmen wollen, er habe aber höflich abgelehnt, mit der Antwort: „Ich gehe gerne noch etwas zu Fuss!“ Ich war richtig stolz auf ihn.
    Gegen rohe Gewalt würde ein Selbstverteidigungs Kurs etwas nützen. Gibt es auch schon für Kindergartenkinder!!

    • Sportpapi sagt:

      Ernsthaft? Sie glauben, gegen rohe Gewalt können sich Kindergärtner mit einem Kurs schützen? Das ist, entschuldigung, wohl wirklich ein „Märli“.

      • Coco sagt:

        Gegen rohe Gewalt ist es sehr schwer sich zu schützen. Kleine Kinder sowieso! Aber Selbstverteidigungskurse bringen schon was. Ich selber habe in meinen jungen Jahren einen absolviert und mir hat der sehr geholfen.

      • Blitz Blank sagt:

        Erwachsene sind stärker als Kinder, aber selbst der stärkste Erwachsene hat verwundbare Stellen (Genitalien, Gesicht/ Augen), die ein Kind attackieren kann.
        Hinzu kommt, dass Gegenwehr (verbal, Mimik, akustisch, körperlich) Täter generell abschreckt.

      • alien sagt:

        Naja, kraftmässig bleibt jedes Kindergartenkind einem Sittenstrolch unterlegen, aber wenn es sich physisch wehrt, haut, kratzt, schreit, dann schüchtert das eindeutig ein, oder nicht? Ausserdem: Ein Selbstverteidigungskurs stärkt auch die psychologische Wehrhaftigkeit.

    • Gabi sagt:

      Also bei Kindergarten-Kindern hab ich schon das Gefühl, das wiegt eher in falscher Sicherheit.

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Kindgerechte, besonnene Aufklärung seitens der Eltern finde ich wichtig und richtig, genauso wie hin- statt weggschauen und falls nötig, rechtzeitig einschreiten und eingreifen. Dem Kind darf jedoch nie unnötig Angst mit dem Thema „böser Mann“ eingeflösst werden. Nicht dass es sich aus lauter Angst vor ihm weder auf die Strasse, noch in den Kindergarten oder in die Schule getraut! Vor diesen neuen GPS-Geräten, welche (entführte) Kinder scheinbar orten soll, halte ich persönlich nicht viel. Solche Geräte wähnen Kinder wie Eltern in einer (Schein)-Sicherheit, was wiederum gefährlich sein kann.

    • alien sagt:

      Wenn die GPS-Dinger in den Kindern eingebaut wären und immer genug Saft hätten zum funktionieren, dann würden sie wenigstens ihren Zweck erfüllen. Ein auf Schritt und Tritt getracktes Kind zu sein würde ich aber nie wollen. Als Kinder waren wir manchmal Stundenlang irgendwo, und unsere Eltern hatten keine Ahnung, wo. Im Wald neben dem reissenden Bach, hoch auf dem Baum im Wald wo wir den senkrecht herunterhängenden Ast 10 m hochgeklettert waren und jederzeit herunterfallen konnten, auf Einbruchstour in Zivilschutzanlagen, in dunklen Kellern mit Kolleginnen am Rummachen, mitten auf der Wiese

      • alien sagt:

        mit anderen Kolleginnen herumraufen und sich Gras in den Mund stopfen, verprügelt werden von besoffenen Jugendlichen beim Jugendtreff… Ach das waren noch Zeiten…

  • Sigi sagt:

    Wie schützt man Kinder vor ihren Eltern?

  • Bitta sagt:

    es ist NICHT Aufgabe der Schule, den Schülern irgendwas anderes beizubringen als Schullernstoff! Sind die Eltern einfach zu faul, ihre Kinder selber zu erziehen? Ich bringe meinen Kindern selbst bei, wie man sich zu verhalten hat im Verkehr oder bei Fremden, weil ich die Mutter und dafür verantwortlich bin. So einfach ist das.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      So einfach wäre es, Bitta, wenn alle Eltern ihre Kinder nah bei sich hätten. Das ist aber nicht der Fall, deshalb ist hier die Schule in der Verantwortung. Alle Erwachsenen, die mit einem Kind zu tun haben, sollten um sein Wohlergehen besorgt sein. Wenn eine Lehrerin sieht, dass ein Kind Hilfe braucht, sollte sie sich nicht scheuen, die Hilfe anzubieten.

      Eigentlich bin ich auch der Meinung, dass Aufklärung Sache der Eltern ist. Aber wenn die das nicht tun, aus welchen Gründen auch immer, haben die Kinder den Preis zu bezahlen, das dürfen wir nicht zulassen.

      • pixel sagt:

        Ja gut, Pippi, aber da haben wir doch fast wieder dasselbe wie beim anderen Thema drüben. Wieviel Verantwortung müssen öffentliche Institutionen oder überhaupt Dritte übernehmen für solche Menschen, die sie nicht eigenverantwortlich wahrnehmen? Ich meine, wenn die solche Eltern nicht in der Lage sind selbst diese Grundverantwortung (Schutz) zu übernehmen, dann sind deren Kinder sowieso ziemlich schlecht aufgehoben. Da wird es noch weitere Themen geben, wo diese Kinder schutzbedürftig wären.

      • Hitz sagt:

        @Pippi: Das halte ich für falsch. „Die Schule“ als Institution hat keine andere Aufgabe als Bildung. Die von Ihnen in den Raum gestellte Lehrerin hingegen hat durchaus Verantwortung, wenn sie bei einem Kind bemerkt, dass es Hilfe braucht. Diese Verantwortung hat sie aber nicht in wegen ihrer Funktion als Lehrerin, sondern einfach als Mitmensch. Es kann aber nicht sein, dass zwischenmenschliche Verantwortlichkeiten immer mehr institutionalisiert werden, bis die Schule z.B. vor lauter Verantwortung wahrnehmen kaum noch sinnvollen Unterricht anbieten kann.

  • Eni sagt:

    Kinder die zu absolutem Gehorsam erzogen werden und auch gegen ihren Willen Küsschen an Onkel, Tante und Grosi verteilen müssen sind weniger selbstbewusst und werden eher Missbrauchsopfer.

    Mein Beitrag zur Verhütung solcher Vorfälle: ich sage immer wieder, dass sie mit niemandem der im Auto sitzt reden sollen (für Wegbeschreibungen sind Erwachsene eh der bessere Ansprechspartner) und dass sie über ihren Körper ein absolutes Selbstbestimmungsrecht haben. NIEMAND darf ungefragt anfassen.

    • Eni sagt:

      Wichtig ist auch, dass man seinen Kindern immer wieder versichert, dass sie einem ALLES erzählen dürfen, auch Geheimnisse wo ihnen von anderen verboten wurde zu erzählen und bei denen ihnen unwohl ist und die ihnen Angst machen.

    • Wozu sagt:

      Ich glaube nicht, dass das stimmt… Kinder, deren Scham und Privatsphäre nicht respektiert wird, verstehen weniger gut, was „sexuell“ ist und hören weniger auf ihr Gefühl in solchen sachen… Die sind wahrscheinlich eine leichtere Beute, auch wenn sie der Grosi kein Müntschi geben müssen…

  • Rita Stein sagt:

    Viele Übergriffe an Kindern finden oft nicht von Fremden im Auto, sondern im näheren Umfeld von Bekannten der Eltern / entfernten Verwandten usw. statt. Hier müssen die Kinder sensibilisiert werden, dass sie keinen falschen Respekt vor Erwachsenen haben und auch wenn der Lehrer / Pfarrer / Onkel / Hausmeister etwas getan hat, offen und sofort mit den Eltern darüber reden.

    • Sportpapi sagt:

      Ich bemühe mich ja eher, den Kindern wieder etwas mehr Respekt vor den Erwachsenen beizubringen… Das beisst sich dann halt eben.

    • Wozu sagt:

      Stimmt! Und artikel wie dieser lenken die Aufmerksamkeit wieder in die falsche Richtung…. fremde in Autos sind viel seltener eine Gefahr als Stiefväter, Freunde der Eltern, ehrenamtliche Aufgabenhelfer oder Sporttrainer, etc…

      Nur wenn man jetzt keinem Stiefvater, Freund, ehrenamtlichen Trainer mehr vertraut, dann hört die Welt auf… Deshalb ist dieses Problem so schwer zu bekämpfen…

    • Blitz Blank sagt:

      Stimmt, die meisten Übergriffe finden im sozialen Nahbereich (=Vertrauenspersonen) statt.
      Kinder brauchen vor allem ausreichend Respekt für sich selber, um weniger anfällig gegenüber solchen Übergriffen zu sein. Darum gehört in Präventionskursen immer auch die Stärkung des Selbstwertes/-bewusstseins dazu.

      • Sportpapi sagt:

        Vertrauenspersonen sind Personen, denen man eben vertraut. Das hat doch nichts mit Selbstwertgefühl zu tun.

      • Blitz Blank sagt:

        „Vertrauenspersonen sind Personen, denen man eben vertraut “

        Aber Paperlapaps!

        Darum ist es ja auch schwieriger, sich gegen Übergriffe von „Vertrauenspersonen“ zu wehren.

        „Das hat doch nichts mit Selbstwertgefühl zu tun.“

        Selbstwert UND Selbstbewusstsein. Das gehört zusammen.

        Also Themen wie:

        -„Mein Körper gehört mir!“
        -„Ich darf NEIN sagen, mich wehren!“
        -Angenehme/unangenehme Berührungen und Gefühle, die die machen. Was habe ich gern, was nicht, wann, von wem?
        -Gute/schlechte Geheimnisse und Gefühle, die die machen.
        etc.

      • Sportpapi sagt:

        Gut. Dumm nur, dass diese Berührungen durch eine geliebte Vertrauensperson vielleicht gar nicht unangenehm sind?

      • Blitz Blank sagt:

        „dass diese Berührungen durch eine geliebte Vertrauensperson vielleicht gar nicht unangenehm sind?“

        Beispiel?

        Sinnvollerweise würde ich mal davon ausgehen, dass sogenannte „Übergriffe“ auch als „übergriffig“ erlebt werden.
        Dass das Kind also spürt, dass „irgend etwas“ nicht stimmt (das braucht Selbstbewusstsein) und sich Ernst nimmt (das braucht Selbstwert).

      • Gabi sagt:

        In der Theorie scheint die Trennung ganz einfach, gäll?

      • Blitz Blank sagt:

        @Gabi

        Einfach ist nur der Tod.

      • Gabi sagt:

        Wie heisst es so passend:

        Die Praxis ist aller Theorie Tod.

      • Gabi sagt:

        Nicht erst seit den Skandalen rund um die Odenwaldschule sind Berichte der ehemaligen Schüler auf dem Tisch, die klar machen, dass auch Missbrauch sehr differenziert ablaufen kann. Auch das Opfer eines Missbrauchs kann Lust empfinden; kann einen Orgasmus haben… Und ev. genau darunter leiden und deshalb nicht mit den vollkommen widersprüchlichen Gefühlen dem Täter oder der Täterin gegenüber klar kommen.

      • Blitz Blank sagt:

        @Gabi

        Die Praxis ist aller Theorie Tod.

        So ist es!

        Darum ist z.B. ein Selbstverteidigungskurs, wo man die Techniken nicht unter Stress/Angst mit voller Kraft über kann, sondern in ein Kissen schlägt auch nicht viel wert, denn in der realen Situation wird man Stress und Angst erleben und einem Menschen gegenüber stehen. Darum war in dem Kurs, den ich z.B. bei http://www.selbstsicherheit.ch besucht habe auch ein Schwarzgurt Kampfsportler. Denn einen Schwarzgurt haben und sich verteidigen können sind zwei total verschiedene Schuhe.
        Genug Praxis für Sie?

      • Gabi sagt:

        Ich schliesse mich der Einschätzung von Sportpapi an und meine, ein Selbstverteidigungkurz für kleine Kinder, um einen gewaltbereiten Triebtäger abzuwehren, halte ich für hohle Theorie.

      • Gabi sagt:

        Im Übrigen war meine letzte Antwort das mögliche Bsp., das Sie von Sportpapi eingefordert haben (die Betreuer der Odenwaldschule waren Vertrauenspersonen).

        … Ich fand´s ganz unbescheiden als gut getroffen.

        😉

      • alien sagt:

        In case of major discrepancy it’s always reality that’s got it wrong.

        — Douglas Adams

      • Blitz Blank sagt:

        @Gabi

        Na dann bekennen sie doch mal Farbe, Sie Praktiker:

        Soll man ganz auf Präventionsmassnahmen, die beim Kind und seiner Familie ansetzen verzichten weil sinnlos bzw. kontraproduktiv. Ja/Nein

        Wenn Nein, welche Inhalte und Methoden würden Sie empfehlen?

        Bin gespannt!

      • Blitz Blank sagt:

        Noch zu Odenwald. Kann mich da nicht äussern, da ich darüber nicht Bescheid weiss.

        2 Gedanken:
        -Jemand kann auch erst durch die Reaktion der Umwelt „Ui, weisch wie schlimm!“ nach einem Übergriff traumatisiert werden.
        -Ambivalente Gefühle machen es natürlich noch belastender für das Opfer, weil es sich noch für die positiven Gefühle schuldig fühlt bzw. sich schämt. Das ist jetzt aber nicht mehr Prävention, sondern Traumatologie.

        Was leiten Sie von Odenwald für die Prävention ab?
        Menschen nicht darin zu unterstützen, ihre Gefühle und Grenzen ernst zu nehmen?

      • Gabi sagt:

        Menschen nicht darin zu unterstützen, ihre Gefühle und Grenzen ernst zu nehmen?

        – Ja, genau dafür pläsiere ich!

        Jetzt machen Sie sich doch nicht lächerlich.

        Der wichtiste Grundsatz ist selbstverständlich, dass niemand irgend was am Körper tun darf – ausgenommen ich bei Fuditätsch und Ohrenziehen! (damit Sie dennoch n Bisschen Futter haben 😉 ) – wenn es das Kind nicht will.

        Eine Erziehung hin zu Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl ist ganz unabhängig von dieser Problematik zu entwickeln (ein Konzentrieren auf dieses Th. sogar kontraproduktiv).

        Die Codewortidee find ich gut!

      • Sportpapi sagt:

        Fraglich ist einfach, ob so ein kurzer Kurs von ein paar Terminen ersetzen kann, was offensichtlich über Jahre nicht gelungen ist. Dass Selbstverteidigungskurse etc. das Selbstvertrauen stärken, halte ich zudem für ein gutes Verkaufsargument. Aber nicht mehr. Ausser man trainiert jahrelang.

      • Blitz Blank sagt:

        @Sportpapi

        „Ausser man trainiert jahrelang.“

        Bringt nichts, wenn das Training nichts mit dem „Ernstfall“ zu tun hat. Gerade aus dieser Erfahrung, die Kampfsportler gemacht haben, wurde die Methode, den der Kurs den ich gemacht habe verwendet, entwickelt.

        Das Training muss den Ernstfall möglichst getreu simulieren und möglichst dieselben Stress-/Angstgefühle provozieren. Was man so unter Stress/Angst lernt, kann man dann auch besser unter Stress/Angst abrufen.

        Das sollten Sie eigentlich Wissen als Fachmann des Sports und der Pädagogik.

        😉

  • Anonym sagt:

    Hilfreich, gemäss einem Kinderbuch, sein ein geheimes Wort, welches man als Eltern mit dem Kind vereinbart. So hat man ein Geheimnis (Motivation für das Kind) und eine gewisse Sicherheit als Eltern. Nur wen jemand das Code-Wort kennt, darf das Kind demjenigen glauben (das gilt auch für Verwandte und Bekannte). Gibt es einen dringenden Notfall, kann ich meiner Nachbarin das Code-Wort anvertrauen und das Kind weiss, es wurde von Mami oder Papi geschickt.

    • Blitz Blank sagt:

      Ja, gute Idee!

      Geheimnisse sind bei diesen Thema noch auf eine andere Weise relevant:

      Auch TäterInnen bedienen sich der Geheimnisse „Das bleibt unser Geheimnis, gell?“ Es ist deshalb wichti,g dem Kind zu vermitteln, dass es „gute“ und „schlechte“ Geheimnisse gibt und mit ihm zu erarbeiten, wie sich gute bzw. schlechte Geheimnisse anfühlen und dass man schlechte Geheimnisse immer einer Vertrauensperson erzählen soll.

  • Autofahrer sagt:

    Zitat: „Man muss in den Medien darüber berichten, damit alle, auch Kinderlose, sensibilisiert werden und zweimal hinschauen, wenn ein fremdes Auto auffällig langsam durchs Quartier fährt», schlug die betroffene Freundin vor.“

    Wenn ich mich nun mit einem Fahrzeug in einem fremden Quartier in einer 30er Zone langsam und umsichtig bewege, gehöre ich dann schon in den Kreis der „möglichen“ Übeltäter bzw. muss ich mir kritische Blicke gefallen lassen?

    Es könnte ja auch sein das ich langsam und umsichtig fahrend eine Hausnr. suche, oder nicht?

    • Sportpapi sagt:

      Oder einfach im Umfeld einer Schule etwas vom Gas gehen. Ist doch gut?

    • Hedon Zweifel sagt:

      Ich – Schweizer, damals 25, Hochschulstudent, männlich, dunkler Teint – sass mal auf einer Bank neben einem leeren Spielplatz. Ich habe einen Roman lesend auf einen Kollegen gewartet. Nach 15 Minuten kam die Polizei und wollte meinen Ausweis sehen. Eine um ihre abwesenden Kindern besorgte Mutter habe Sie angerufen. Warum konnte die mich nicht selber Fragen?
      1. Was soll die Hysterie?
      2. Was soll die Anspruchshaltung? Die „Anderen“ (Schule, Polizei, etc.) sollen es „richten“?
      Gut, wenn es für in der Gesellschaft Platz gibt für Kinder. Aber dannbitte ich auf Kosten der Freiheit der „Anderen“.

    • xyxyxy sagt:

      ja klar – sie werden dann gleich vom Mob für verdächtiges Benehmen gesteinigt
      vor allem wenn sie vom Gas gehen und aufmerksam auf die Kinder achten (die ja jederzeit in die Strasse rennen könnten)

      manche Leute wissen wirklich nicht, was sie sagen

      es geht doch nicht umhin jeden Erwachsenen zu verdächtigen. Selbst wenn ein Kind in ein Auto steigt – soll ich jedesmal einschreiten und fragen ob er Vater, Stiefvater, Onkel, Familienfreund, Mutter, Tante, Familienfreundin etc. ist?

    • Frank Baum sagt:

      @Zweifel: Was Sie beschreiben, ist genau das Problem mit der allgemeinen Panikmache. Man liest ja soviel von Kindsmissbrauch links und rechts, dass man ja unbedingt etwas tun MUSS. Also stellt man einfach mal alle Leute, die man nicht kennt unter Generalverdacht. Das nennt man dann „Augen auf halten“. Jeder soll ja Hilfs-Scheriff sein! Was sind da schon ein paar falsche Verdächtigungen im Kampf gegen die Kinderschänder? Wer hat denn schon etwas in der Nähe eines Kinderspielplatzes verloren? Was sich die Feministinnen ausdenken ist nur noch pervers.

    • Frank Baum sagt:

      Nein, Autofahrer, das geht eben gar nicht. Wer in einem Wohnquartier langsam fährt ist verdächtig. Sollten Sie eine Adresse suchen oder sich sonst etwas anschauen wollen, dann beschaffen Sie sich gefälligst eine weibliche Begleitperson. In der Welt der Feministinnen stehen Sie unter begründetem Generalverdacht – immerhin es könnte ja jeder ein Kinderschänder sein! Malen Sie den Teufel blos nicht zu klein! Mit den irren Feministinnen landen wir im tiefsten Mittelalter. Im Gegensatz zu den Feministinnen kannte die Katholische Kirche wenigstens die Menschenwürde.

    • alien sagt:

      Autofahrer, ich sehe das Problem nicht. Wenn jemand kommt, und Dich fragt, wieso Du so herumschleichst, dann sagst Du halt, Du suchest eine Adresse und lässt Dir helfen. Win-win. Man kann natürlich überall Probleme sehen, wo es keine hat.

      Ausserdem: Wer sich nicht verdächtig machen will, fährt jetzt sicher nicht langsam durch ein Wohnviertel. Er fährt 50 (oder 90, wenn er jugendlicher Albaner ist 🙂 Scherz)

  • Dääd sagt:

    Ich kann kaum glauben, was ich da so lese! Wer denn, wenn nicht wir Eltern sind im Stande unsere Kinder gegen solche Situationen mental zu wappnen. Wir Eltern müssen unsere Kinder fit machen, sich gegen solche Situationen zu wappnen! Ich begrüsse es, wenn die Schule bei einem verlässlich vorhandenen Verdacht informiert, der Rest liegt in meiner Verantwortung.

  • Greatsheep sagt:

    Vor allem (hier in der Stadt Zürich) wird bei einem Pädo sofort reagiert. Bald ist ein verdeckter Fahnder unterwegs und gleich ist so einer „eingesackt“. Aber die Schulhaus-Mobber werden, wenn überhaupt, bloss mit Glacé-Handschuhen angefasst, es wird ihnen sehr viel Verständnis entgegengebracht und Opfer sind am Ende noch selber schuld. Ist leider so. Unsere Kinder ziehen sich deshalb nur noch neutral an, was sie am Wochenende erlebt haben erzählen sie nicht, sagen extra eine schlechte Note bei der Prüfung etc. alles um ja nicht den „Zorn“ der Loser auf sich zu ziehen.

  • Roland Heini sagt:

    Da kann ich nur die Schulleitung „unserer“ Schule loben. Als unserer Tochter etwas vergleichsmeise harmloses passiert ist (sie hat von einem Unbekannten ein Geschenk erhalten auf dem Heimweg) hat die Schule sehr professionell reagiert. Wir wurden informiert/angefragt, die Kinder wurden (nochmals) über das richtige Verhalten instruiert und sogar die Polizei patroullierte nun regelmässiger auf dem Schulweg.

  • Greatsheep sagt:

    Zwar ist es nur am Rande ein Thema. Aber unser Horror und der ist sehr real und geschieht auch, ist Gewalt seitens älteren Kindern/Jugendlichen. Das fängt mit Schubsereien an geht mit Schlägen auf den Hinterkopf, Abpassen nach der Schule, in den Dreck werfen etc. weiter bis zum „gemeinsamen“ Zusammenschlagen. Dagegen ist der „böse schwarze Mann“ zwar auch eine Gefahr aber eigentlich Pipifatz. Der tägliche „K(r)ampf“ von Kindern nicht auf dem Radar der berühmt-bekannten Schulhaus-Schlägern/-Piesackern zu erscheinen ist für viele Kinder (und Eltern) mehr das wirkliche Problem.

  • Alex sagt:

    Die meisten Eltern sind doch einfach beleidigt weil ihr Kind noch nicht belästigt wurde. Ja – ihr kind ist hässlich.

  • Lotti sagt:

    ja wie schütze ich mein Kind? Indem ich es überbehüte, in Watte packe, mit dem auto übrall hin fahre und begleite? Nein; indem ich ihm ein gesundes Selbstbewusstsein beibringe, ihm anstand und Respekt und seinen gesunden Kinder-Menschenverstand lehre.

    • Hermann sagt:

      Haben Sie selbst Kinder? Bis ca. 5 verstehen sie nicht, was man meint. Unser Kleiner rannte letzthin weg, und wir konnten ihn erst finden, nachdem wir schon beschlossen hatten, die Polizei anzurufen. Er fand es lustig, das zu tun, was wir ihm verboten hatten. Als wir ihn endlich fanden, sagte er grinsend, was haette denn ein boeser Mann mit mir getan. Wie soll er das in seinem komplett unerfahrenen kurzen Leben einordnen koennen? Er hat keine Ahnung wovon man spricht. Was haetten Sie gesagt?

      • Lotti sagt:

        Ja, ich habe Kinder! jetzt 5,7,9 das kleinste ein Knabe die beiden grösseren Mädchen. Unsere Kinder sind ihre schulwege bis anhin immer in Gesellschaft Gleichaltriger gegangen. Wir haben unseren Kindern beigebracht was sie nicht tun dürfen und was wohl erlaubt ist. Selbst unser 5 jähr. begreift das man gewisse Dinge nicht machen darf. Wenn Sie ihrem 5 jährigen nicht mehr zutrauen können, liegt’s vielleicht an ihnen und ihrer Art der Erziehung!.

      • Juno sagt:

        @lotti
        ach immer diese selbstgerechten Kommentare.. ob kinder sich immer so verhalten, wie man sich das wünscht, hängt nicht nur von der erziehung ab. kinder sind sehr unterschiedlich und das vom ersten tag an. seien sie froh, wenn ihre kinder so vernünftig sind. vielleicht liegt’s dran, dass sie alles ‚richtig‘ gemacht haben. vielleicht haben sie auch nur glück gehabt..

      • Hermann sagt:

        an Lotti. Sie haben wahrscheinlich recht. Unser Kleiner befolgt keine Anweisungen, ich weiss nicht, wie man ihm das beibringt. Und kann er einen Bloedsinn ablassen, tut er es sicher. Ich bin am Abend zu muede um noch den autoritaeren Papi zu spielen und lass sicher zuviel durch. Aber er hat seinen Papi sehr gern und geht nur in den Kindergarten, wenn er einen Abschiedskuss bekommt. So sind halt Kinder und Papis verschieden. Meine Frau ist viel strenger mit ihm.

    • Viktor Troska sagt:

      Leider schützen diese Ratschläge und selbst das gesunde Selbstbewusstsein nicht von physisch stark überlegenen Erwachsenen. Man hört ja auch hin und wieder von Schlagzeilen „Mann versuchte Kind ins Auto zu zerren“. Deshalb plädiere ich für eine adäquate Überwachung durch die Eltern bei den ganz Kleinen. Zumindest ein Erwachsener sollte auf dem Schulweg mitgehen (Eltern können sich ja abwechseln).

  • hinder sagt:

    Auch wir (Eltern) haben – bereits zweimal- Briefe mit Aufforderungen zur Vorsicht (von der Schule und Gemeinde) erhalten. Ein sehr beschschscheidenes Gefühl. Als Mutter und Betroffene- ich hatte zweimal bezüglich Übergriffen als Jugendliche ein unbeschreibliches Riesen-Glück (ebenso meine Schwester) gibt es doch einiges zu tun:
    Gerne aufmerksame Nachbarn. So sehr das Biedere nerven kann, so sehr ist es auch durchaus nützlich
    Leute die hinschauen, statt wegzusehen! Und sich selber zu helfen wissen Z.Bsp.: http://www.kindundsicherheit.ch Herr Steiner ist umstritten, wir fanden es hilfreich!

  • Teilzeitpapi sagt:

    Notsignalpfeife finde ich eine gute Sache, empfehlenswert auch für Frauen als Ergänzung zum Pfefferspray. Ist extrem laut und zieht Aufmerksamkeit auf sich. Ansonsten weiss unsere Tochter, dass sie in einer solchen Situation alles darf, wenn sie nicht mehr wegrennen kann. Kratzen, beissen, hauen. Ins Gesicht, die Augen, falls sie schon so nah ist. Natürlich bleibt sie unterlegen, aber vielleicht würde der Überraschungseffekt helfen.

    Und sich erinnern, dass wir in der Schweiz leben. Und nicht in Mexiko, wo eine Kollegin nur mit männlicher Begleitung ÖV fuhr.

    • Valeria sagt:

      Von wegen Selbstverteidigung für Frauen: Die beste Methode gegen potentielle Angreifer ist und bleibt m.E. ein sicherer Schritt und ein klares Auftreten.

      Pfefferspray bringt gar nichts. Die Pfeffer-Wolke trifft den Sprayer meistens genauso wie den Angreife. „Äh.. entschuldigen Sie, Herr Angreifer, ich muss grad eben noch die Windrichtung prüfen…. Moment… ja, jetzt ist gut.“ Und Wegrennen mit brennenden und tränenden Augen ist relativ schwierig.

      Und grundsätzlich: Wer keine Waffe auf sich trägt, dem kann sie auch nicht weggenommen und gegen sich verwendet werden.

  • Frieda Habegger sagt:

    Meine Tochter (knapp 8 Jahre alt) war mit ihren Freundinnen im Quartier unterwegs. Als sie zurückkamen, waren sie alle begeistert und sagten,dass sie einen Mann gesehen hätten, der ihnen sein Schnäbi gezeigt habe. Wir haben nicht viel gemacht, haben aber Augen und Ohren offengehalten, da alles andere wohl mehr Schaden angerichtet hätte. Wie schon oben angeführt: man kann nicht alles sichern bzw. der Schule aufhalsen, man muss auch selber Verantwortung tragen.

  • Rage sagt:

    Der Schulweg ist Verantwortung der Eltern. Es ist gut, wenn die Schule über einen solchen Vorfall informiert. Und gut, wenn die Eltern daraufhin mit Maßnahmen reagieren wie: Das Thema beim Kind ansprechen, Situationen im Rollenspiel üben, dafür sorgen, dass das Kind nicht allein auf dem Schulweg ist. Aber extra eine Elternveranstaltung oder Aufmarsch der Polizei fände ich too much. Zu viele Gefahren gibt es, deren Eintreffen wesentlich wahrscheinlicher ist, als eine Entführung / Missbrauch durch einen Fremden. Das ist nicht Sache der Schule.
    Als Mutter würde ich mir wünschen, dass die Schule mich sachlich informiert und mir allenfalls eine Liste mit geeigneten Sicherheitsmaßnahmen zur Verfügung stellt. Mehr nicht.

  • Judith Biberstein sagt:

    Die blitzblanke Info möchte ich nochmals verdoppeln: in einem Kurs für Selbstsicherheit http://www.selbstsicherheit.ch lernen die Kinder spielerisch und mit Spass den Umgang mit dem Thema in den Bereichen fremde Personen, bekannte Personen und Plagereien unter Kindern. Fundierte Elterninformation gibt Impulse für die Weiterentwicklung der Selbstsicherheit im Alltag. Hilft nicht nur in gefährlichen Situationen, sondern trägt dazu bei dass Kinder die Beziehung zu sich und anderen ernst nehmen lernen.

  • hobbyläuferin sagt:

    Ich glaube nicht, dass die Aufgabe der Schule übertragen werden soll.
    Viel mehr sollten die Eltern den Kindern Selbstbewusstsein und ein «NEIN» beibringen.

    • Blitz Blank sagt:

      „Viel mehr sollten die Eltern den Kindern Selbstbewusstsein und ein «NEIN» beibringen.“

      Sicherlich, obwohl ich etwas anzweifle, ob die Eltern immer die Richtigen dafür sind.

      Denn ein selbstbewusstes und Nein-sagen-könnendes Kind ist ja nicht immer im Interesse der Eltern, denn das Selbstbewusstsein und das NEIN kann sich auch gegen sie wenden oder gegen das arme Grossmami oder den armen Götti etc. …

      😉

      Wenn das Kind also etwas über diese wichtigen Themen lernen soll, dann müssen sich vor allem auch die Eltern mit dem Thema ehrlich auseinander setzen.

    • xyxyxy sagt:

      na ich ich weiss nicht bb – meine Kinder haben überhaupt keine Mühe damit, dass sie uns Eltern NEIN sagen. Da drin sind sie Weltmeister, das muss man ihnen nicht beibringen. – Ich frage mich: gibt es andere Kinder?
      solche die Mami und Papi immer ja sagen und deswegen zu Fremden ins Auto steigen? – Mir scheint das unwahrscheinlich.

      Es wird doch eher das Kind, das den Anweisungen folgt, eben auch der Anweisung folgen nicht zu einem Fremden ins Auto zu steigen, als das, das nach Lust und Laune immer gerade das tut, was es will.

      • xyxyxy sagt:

        Mir scheint die Schwierigkeit eher darin zu liegen, dass meine Kinder eine Positive Wahrnehmung der WElt und der Menschen haben und ich sie nicht mit Ängsten füttern will. Wo ist hier die Grenze? Wie weit soll ich sie warnen vor dem „bösen Mann“.

      • alien sagt:

        Gibt es andere Kinder? Naja, haufenweise. Viele Kinder sind nicht sehr gut im Neinsagen. Meine übrigens auch nicht. Ich auch nicht (das haben sie von mir).

      • Blitz Blank sagt:

        Theoretische Anweisungen haben einen beschränkten Nutzen.

        Erstens sind TäterInnen sehr gut im manipulieren:
        Z.B. „Komm schnell mit, deinen Eltern ist was passiert, ich bring dich zu ihnen!“

        Zweitens funktionieren Kinder anders in einer Situation, als wenn sie ihnen theoretisch eine Regel am Küchentisch vorsagen (Lerntheorie).
        Bsp: Um ein Musikinstrument spielen zu können, nutzt es auch nichts jemand erzählt mir, wie es gespielt wird, man muss ÜBEN!!

        Es braucht als Theorie und Praxis.
        Bevor ich mir die Finger wund schreibe:
        http://www.selbstsicherheit.ch/angebot_kinder.php#1

      • Blitz Blank sagt:

        Sorry falscher Link. Das Wichtige sind nicht die Kursdaten, sondern die Infos über die Inhalte und die Methoden

        Hier der direkte Link:
        http://www.selbstsicherheit.ch/angebot_kinder.php

        Unter der Methode finden Sie auch eine Literaturliste zum Thema.

      • xyxyxy sagt:

        BB – also nachdem wir etwa schon 4 mal diesen WErbelink gesehen haben. Liegt ihrer Meinung nach das einzige Heil in einem Kurs der 320.- Fr. kostest. Bei zwei Kindern kostet mich das 640.- Fr.
        Falls ich den nach einigen Jahren wieder auffrischen muss….

        Wenn nun also wirklich die einzig sinnvolle und effektive Prävention in einem solchen Kurs liegt, dann soll doch die Schule den in den Lehrplan einführen. Ganz im ernst.

      • Blitz Blank sagt:

        Pointiert:

        Schulungen zum Strassenverkehr sind für Kinder heute Standard.
        Schulungen zum „sozialen“ Verkehr?

      • Blitz Blank sagt:

        @xyxyxy
        Kein Grund (auf mich) sauer zu sein.
        😉

        Wie gesagt mir geht es um den INHALT, nicht den Anbieter.
        Prävention kann man auf ganz unterschiedlichen Stufen betreiben. Auf Stufe des einzelnen Kindes bzw. der Familie habe ich Erfahrung und deshalb informiere ich hier darüber. Was Sie mit der Info machen, ist ihnen überlassen.

        Zum Auffrischen: Haben Sie mal ihr „Fahrrad-fahren-Können“ auffrischen müssen? Wohl kaum. Wieso nicht?
        Tipp: Körper-Lernen (vs. Kopf-Lernen).

      • Sportpapi sagt:

        @BB: Sonst höre ich immer, die Schule finde vor lauter (Nach-)Unterricht in „sozialem Umgang“ gar keine Zeit mehr für ihre Hauptaufgabe…

      • Wozu sagt:

        Ich denke, es hat nicht nur mit „nein“ sagen können zu tun. Auch wenn man sonst nein sagen kann, ist es nicht sicher, dass man einen Angriff als Angriff identifiziert und richtig reagiert… Man sollte den Kindern beibringen, ihre eigene Scham und Privatsphäre zu respektieren, und das ist heute, besonders bei „aufgeklärten“ Familien keineswegs selbstverständlich…

        Allgemein stimmt es schon: Täter gehen lieber auf verletzliche Kinder, die weniger gut geschützt sind, die kein so gutes Verhältnis zu den eltern haben, denen man nicht glaubt…

      • xyxyxy sagt:

        ich bin ihnen nicht böse – ich meine es, wie ich es sage:
        falls sie recht haben (das kann ich nicht beurteilen) – sollte die Schule das in den Lehrplan aufnehmen

        also: machen Sie mobil, überzeugen sie den Sportpapi

      • Sama sagt:

        Ein Kind, das gelernt hat, den Anweisungen von Erwachsenen zu folgen, wird sich schwer tun, einem Erwachsenen nein zu sagen. Es gibt genügend Kinder, die immer ja sagen, weil ein nein regelmässig massiv Ärger gibt.

      • Blitz Blank sagt:

        @xyxyxy

        „…und ich sie nicht mit Ängsten füttern will. Wo ist hier die Grenze? Wie weit soll ich sie warnen vor dem “bösen Mann”.

        Deshalb sollte man dieses Thema auch neutralen/externen Personen überlassen, weil man bei diesem Thema selber oft emotional zu stark involviert ist.

        „also: machen Sie mobil, überzeugen sie den Sportpapi“

        Wieso ich? Ich habe keine Kinder.
        Sie, wenn sie Kinder haben!
        Es soll schon vorgekommen sein, dass eine Gruppe von engagierten Elter die (Schul-)Gemeinde zur (Teil-)Kostenübernahme von solchen Kursen überzeugt hat.

  • Therese sagt:

    Erfahrung, Columbo?

  • Columbo sagt:

    Bei sportlichen Kindern die Bemuehungen um koerperliche Fitness unterstuetzen und hoffen, dass es dann einen weniger schnell rennenden Schulkameraden trifft. Bei Anti – Sportskanonen die Schwaeche zur Staerke machen und gut fuettern; fette Kinder sind buchstaeblich schwerer zu kidnappen.

    • Markus Seiler sagt:

      Nach dem Motto:
      „Was machst Du, wenn wir zusammen im Dschungel sind und plötzlich kommt ein Tiger? Antwort: Schneller rennen als Du!“ 🙂
      Es gibt keinen absoluten Schutz; wenn ein Kind im Visier bzw. im Raster einer „bösen Person“ ist; auch dieses Restrisiko ist zu akzeptieren.

  • gabi sagt:

    Das Leben ist gefährlich.

    Wem das vorher nicht bewusst war, der sollte sich dieser Tatsache spätestens mit der Geburt des eignen Kindes stellen.

    Es mag noch so schrecklich, aber es kann täglich was passieren – bis hin zur verschluckten Biene.

    Natürlich ist das Ausblenden der Angst alleine auch keine Lösung, aber Eltern sollten sich dennoch bewusst sein, dass zur Erziehungsaufgabe auch das Finden eines Vernünftigen Masses zw. Behüten und Kontrollwahn gehört.

  • Sportpapi sagt:

    „Das klingt fast so, als ob das eigentliche Problem hysterische Eltern wären, nicht dubiose Männer, die Kinder in ihr Auto zu locken versuchen.“ Ist ja auch so. Denn so viele böse, fremde Männer, die Kinder in ihr Auto locken (und dann?) gibt es nicht.

    • Patrick sagt:

      Das dacht ich auch immer. Dann sassen wir mal mit Freunden zusammen und haben Anekdoten aus der Kindheit erzählt. Und es war äusserst erschrecken, wie viele eine Anekdote zu erzählen wussten, von einem Zwischenfall, der nicht ganz sauber wirkte. Die Fälle gingen von spontanen Geschenkangeboten über Einladungen zum Bestaunen junger Katzen (von einem Wildfremden an eine damals 8-jährige) und zu guter Letzt zu: „Zieh Dich aus“ bei einem Bewerbungsgespräch für einen Wochenplatz bei einem 12-jährigen. Und dann haben wir uns gefragt: Verflucht ist das so verbreitet??

  • Wozu sagt:

    und noch ein allgemeiner Tipp, um Kinder zu schützen: ziehen Sie sie nicht zu schön an…

    • gabi sagt:

      … Genau. Nicht aufreizend!

      🙂

      • alien sagt:

        Grad gestern redeten wir in der Familie darüber, wie vor dreissig Jahren alle Kinder viel einfacher angezogen waren als heute. Alle, auch die Reichen. Man wollte damals nicht mit supergepflegten Markenklamotten auffallen. Wir trugen verwaschene Pullis und Manchesterhosen. Und bescheiden aussehende Turnschuhe und Secondhandwindjacken, die gut den Wind abhielten aber auch doofe Blicke.

      • Carolina sagt:

        Wie bitte? In meiner Erinnerung konnte man damals schon sehr wohl soziale Unterschiede von der Kleidung, der Frisur und dem Auftreten ablesen. Ausserdem sind wir damals, jedenfalls so meine Erinnerung, viel weniger behütet herumgelaufen – ich kann mich an mehrere Exhibis erinnern und unsere Eltern, geschweige denn die Schule, sind nicht ein einziges Mal auch nur annähernd in Panik geraten. Man gab uns den Satz mit, dass wir nie mit Fremden mitgehen sollten, ein bisschen ’schwarzer-Mann-Schrott‘ und das war’s.
        Einzig noch ein elterliches ‚wehr Dich!‘, dann wurden wir losgeschickt. Meine

      • Carolina sagt:

        eigenen Kinder lasse ich an der langen Leine, weil ich einen Horror davor haben, ihnen meine eigenen Aengste zu übertragen. Unser oberstes Ziel ist es, sie ’streetwise‘ werden zu lassen, selbstbewusst und aufrecht – ich glaube, das ist der beste Schutz. Und ich halte die Welt der Kinder heute für eher sicherer als früher – sie stehen viel mehr unter Beobachtung, haben Fröschlis, dürfen nicht mehr einfach stundenlang im Wald verschwinden. Kostet mich als Mutter zwar manches Mal Ueberwindung, aber ich lasse sie ziehen und es ist noch nie etwas passiert.

  • Sportpapi sagt:

    Was wir unternehmen? Wir sorgen dafür, dass die Kinder uns zu Hause davon erzählen, wenn etwas passiert ist.

  • Sportpapi sagt:

    Die Mütter (wo sind die Väter?) haben keine brauchbare Idee, aber die Schulleiter müssten eine aus dem Hut zaubern?

  • Wozu sagt:

    …oder anders gesagt: wenn der Typ im Auto, der „was zeigen“ will, ein Pädophiler war, war er ein Anfänger. Ein fortgeschrittener Pädophiler legt sich einen süssen kleinen Hund zu, den die Kinder streicheln wollen, oder er wird ehrenamtlicher Fussball- oder Kunstturn-trainer, oder er fängt ein Verhältnis mit einer Mutter an, die Kinder nach seinem Geschmack hat…
    Natürlich sollen unsere Kinder auch auf die weniger subtilen Pädophilen nicht reinfallen, aber die subtilen sind eine grössere Gefahr… Die man praktisch nicht eliminieren kann, ohne jedes menschliche Vertrauen zu zerstören…

    • Sama sagt:

      Und dann gibt es noch diejenige, die das Kind bei etwas Verbotenem ertappen und es dann unter Druck setzen – mach jetzt das, was ich will, oder ich sage es deinen Eltern. Kinder aus Elternhäusern, in denen viel geschimpft wird, sind in solch einer Situation absolut ausgeliefert.

      • Wozu sagt:

        Stimmt! Ich denke, die Phantasie dieser Verbrecher ist grenzenlos, und es ist illusorisch, sich vollkommen schützen zu wollen. Auch wenn die wohl behüteten Kinder geschützt werden, wird es immer weniger behütete geben, auf die diese täter sich stürzen können, sogar in der eigenen Familie oder mit Wissen (oder Wegschauen) der Eltern…

  • Wozu sagt:

    Das grösste Risiko für Missbrauch besteht in der eigenen Familie (Stiefvater, Vater, Bruder, Grossvater, etc) und mit guten Freunden der Familie oder Personen, die mit Kindern arbeiten.
    daher ist es ziemlich schwierig, dieses Risiko wirkich auszuschliessen. Aber ein gutes Vertrauensverhältnis mit dem Kind (und die Tatsache, dass man auch Unglaubliches glaubt) wäre eine gute Basis, um Missbrauch zu vermeiden und zu erkennen…

    Die Geschichte mit dem „Fremden“, die hier zitiert wird, betrifft nur eine Minderheit der Fälle…

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Das ist zweifellos richtig, aber für besorgte Eltern, die ihr Kind lieben und ihm keinen Schaden zufügen, keine Beruhigung. Eltern sollten sich organisieren, bei kleinen Kindern eine tägliche Begleitung organisieren und bei grösseren sicher stellen, dass sie nur in Gruppen unterwegs sind. Falls das nicht möglich ist, muss man auch ältere Kinder mit Begleitung schützen.

      • W.Fisher sagt:

        @Wozu,23.9.12/22:12 — . . . . in der eigenen Famile (Stiefmutter, Mutter, Schwester, Grossmutter) !!

      • Wozu sagt:

        Laut Statistiken sind Übergriffe Mann auf Mädchen am häufigsten, es folgt Mann auf Buben. Übergriffe von Frauen auf Kindern gibt es, wahrscheinlich ist dort die Dunkelziffer auch noch höher als bei den anderen, aber sie scheinen laut Statisken nur ca. 1/10 so häufig wie die von Männern. Das entspricht übrigens in etwa auch der allgemeinen Kriminaltitätsstatistik: 9/10 Männer, 1/10 Frauen…

      • alien sagt:

        Leuten, die so tendenziöse Sachen behaupten über die Kriminalitätsstatistik würde ich am liebsten eins links und rechts an die Ohren geben!!!

      • xyxyxy sagt:

        das sollte man auch bei bösen Männern und bösen Buben evt. mal in Erwägung ziehen
        manchmal hilft das

      • Wozu sagt:

        http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/19/03/05/key/ueberblick/wichtigsten_zahlen.html

        Laut Bundesamt für Statistik sind sogar nur 6% der Häftlinge in der Schweiz Frauen…

        Deshalb sage ich schon lange: Männer abschaffen, und wir werden in Frieden leben…

      • alien sagt:

        xyxyxy, Augen auf beim Bloglesen, manchmal ist ein Post sarkastisch gemeint….

      • Wozu sagt:

        …aber immerhin sind 15% der Verurteilten für Straftaten in der Schweiz Frauen…

        Na ja, dann entschuldige ich mich bei den Männern, sie begehen nur 8.5/10 Straftaten in der Schweiz… (vorausgesetzt dass sich Frauen genauso leicht erwischen lassen wie Männer)

  • lisi sagt:

    Klar macht so eine Situation Angst. Wichtig ist jedoch, das wir uns bewusst sind, dass wir nicht alles kontrollieren können. Wenn die Schule zu sehr reagiert und so einen Vorfall thematisiert, bricht Panik aus. Dies wiederum verunsichert alle, verunsichert die Kinder. Ängstliche Kinder wiederum werden eher zum Opfer als selbstbewusste. Wollen wir dies? Es kommen täglich viele Kinder durch den Strassenverkehr zu schaden, trotzdem kommt es Niemanden in den Sinn Autos zu verbieten. Wir versuchen unsere Kinder so zu erziehen, dass sie scher durch den Verkehr kommen, leider ohne 100% Garantie.

  • Blitz Blank sagt:

    Unter anderem in dem man die Kinder stärkt durch Information und möglichst realitätsnahes Üben von Strategien in Übergriffssituationen.

    http://www.selbstsicherheit.ch

    Die kommen auch in die Schule, wenn gewünscht.

  • Urs Ziegler sagt:

    Die Gefahr ist real und solle keinesfalls verniedlicht werden.. Ich kenne die Statistik. Als Elter kann mir diese Statitistik gestohlen bleiben. Als Elter will ich, dass das meinen Kindern nie, niemals passiert. Ich würde mir als Elter nie, nie verzeihen, wenn ich nicht alles Mögliche nicht nur das Notwendige getan habe. Von aussen, sieht das selbstverständlich wie eine Psychose aus, es iist auch eine … es ist die Horrorvorstellung aller Eltern – wieso werden wir nicht ernst genommen?

    • xyxyxy sagt:

      wieso schreiben sie Elter? das ist doch kein richtiges Deutsch

      • Marina Trachsel sagt:

        Sie wissen schon, dass es um ein Vielfaches wahrscheinlicher ist, dass ihr Kind von einem Bekannten oder Verwandten belästigt / missbraucht wird? Könnten Sie sich das verzeihen?
        Also: Lassen Sie ihr Kind nie mehr aus den Augen. Auch nicht 15 Minuten bei der Nachbarin. Oder beim Onkel oder Grossvater. Und lassen Sie ihr Kind, nie, nie alleine zur Schule gehen. Oder nach Hause. Oder zum Sport.
        Ziehen Sie die lückenlose Überwachung bis zum 18. Geburtstag durch. Dann hat ihr Kind eine sichere Kindheit, und ist optimal für’s Leben vorbereitet.
        Sarkasmus aus.
        Sarkasmus a

      • alien sagt:

        Keine Ahnung, hat er das mehrmals gemacht? Beim ersten Auftauchen von „Elter“ habe ich aufgehört zu lesen. Wenn jeder einfach sein Privatdeutsch erfände, könnten wir den Laden gleich dichtmachen hier.

      • alien sagt:

        Ah ja übrigens, Urs, es gibt das Wort „Elternteil“, das durchaus richtig und brauchbar ist.

      • Sama sagt:

        Das Wort Elter mag ungewohnt klingen, aber es ist korrekt. Es wird seit langem in der Wissenschaft (Biologie) verwendet, wenn ein Elternteil gemeint ist und das Geschlecht dabei keine Rolle spielt – das es den Weg langsam in die Alltagssprache findet ist für wissenschaftliche Ausdrücke nicht so ungewöhnlich. Nicht jeder will ein „Teil“ sein, sondern Vater oder Mutter oder eben -geschlechtsneutral – ein Elter.

    • raetus sagt:

      Hallo Urs Ziegler. Warum habt ihr das Gefühl nicht ernst genommen zu werden. Wollt ihr lieber einen Überwachungssstaat
      Meine Kinder sind nun 19 und 20, sie haben die Schulzeit gut überstanden und rauchen auch nicht. Obwohl ich keine solch penetrante Angst um sie gehabt habe. Mit einer solchen Angst sieht man in jedem anderen Menschen (Mann) einen Verbrecher/Lüstling und vergiftet sich so vor allein sein eigenes Leben

      • John sagt:

        Alles nicht so wichtig, was er will. Die Drahtzieher hinter solchen Ergüssen sind doch andere. Das ist kulturmarxistische Hirnwäsche (Bei „Elter“ hört es endgültig auf).

  • Peter Steiner sagt:

    Fest steht: Was immer die Schule tut, es wird in den Augen vieler Eltern falsch sein.

  • Pelikan sagt:

    Der hier geforderte Info-Abend lässt sich bestimmt noch irgendwo zwischen jenem der Drogenprävention, Nutzung Neuer Medien, Gesundheitsvorsorge, Umgang mit Hyperaktivität, Heterogene Klasse – wie weiter? und dem Flohmarkt am Pfarreifest reinschieben.
    Im Ernst: Die hier angesprochene Thematik ist bedrohlich und keinesfalls zu verharmlosen. Aber dass immer gleich alle nach der Schule schreien ist schon befremdlich.

  • Pelikan sagt:

    Aus Sicht der Schule: Ein reales Problem sind tatsächlich hypersensitive Eltern, die von der Schule Dinge einfordern, die schlicht nicht in deren Zuständigkeitsbereich fallen. Um dann anschliessend die Kinder im 4×4 rückwärts an die Schulhaustür zu fahren. Die Schule kann vieles, aber sie kann NICHT alle Kinder auf allen Schulwegen schützen. Dass die Schule die erfolgte Meldung ernst genommen und weitergeleitet hat, ist wohl kaum Beispiel für „wenig überzeugendes Verhalten“.

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