Ein offenes Ohr für die Sorgen der Eltern

Eine Carte Blanche von Heiko Ciceri.

Mamablog

Jeder Hinweis von Eltern zu Gefahren auf dem Schulweg ist wichtig: Kindergartenkinder überqueren in Zürich die Strasse. (Foto: Keystone)

«Hilfe, ich habe Angst, dass mein Kind bei der Überquerung der Strasse von einem Auto angefahren wird. Unternehmen Sie bitte dringend etwas.» Solche und ähnliche Meldungen besorgter Eltern erreichen die Dienstabteilung Verkehr (DAV) regelmässig. Würden bei uns nicht auch verantwortungsvolle Menschen arbeiten, die teilweise selber in der Elternrolle sind, könnten wir diese Hilferufe auf der rationalen Ebene mit folgender Argumentationskette abhandeln: In der Stadt Zürich legen die Schulkinder und Kindergartenkinder jährlich circa 15 Millionen Mal den Schulweg zu Fuss zurück. Gemäss Verkehrsunfallstatistik 2011verunfallten 32 Kinder als Fussgänger (auf dem Schulweg oder in der Freizeit). Im Maximalfall würde das heissen, dass es bei 0,0002 Prozent aller Schulwege zu einem Unfall gekommen ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass gerade Ihr Kind auf dem Weg von oder zur Schule verunglückt, ist dementsprechend klein.

Doch eine solche Sichtweise wäre äusserst unprofessionell – und unmenschlich. Das Ziel der DAV ist es vielmehr, durch bauliche oder technische Massnahmen zu verhindern, dass in der Stadt Zürich Personen, insbesondere Kinder, im Verkehr zu Schaden kommen. «Das tönt gut, ist jedoch eine bekannte Floskel», mögen Kritiker einwerfen. Realität ist aber, dass sowohl von der DAV als auch von der Schulinstruktion der Stadtpolizei allen Hinweisen auf gefährliche Örtlichkeiten akribisch nachgegangen wird und Massnahmen schnellstmöglich ergriffen werden.

Zuerst erfolgt in der Regel eine persönliche Kontaktaufnahme mit dem besorgten Elternteil gefolgt von einer gemeinsamen Begehung. Dieser Gedankenaustausch hilft allen Beteiligten und fördert das gegenseitige Verständnis. Gerade wir können «lernen». Wir erhalten nämlich wichtige Informationen über Probleme aus erster Hand. Denn, was gestern noch gut war, kann heute schon nicht mehr genügend sein. Gerade im verkehrlichen Bereich herrscht in Bezug auf Veränderungen eine grosse Dynamik. Die Eltern wiederum erfahren, dass sich wirklich jemand von der Verwaltung um ihr berechtigtes Anliegen kümmert und erhalten Ansprechpartner.

Bei rund hundert Verkehrsregelungsanlagen (Ampeln) führen Schulwege vorbei. Auch diese Übergänge verlangen von den Kindern eine hohe Aufmerksamkeit. Sie müssen trotzdem mögliche Gefahrenpunkte vor dem Betreten des Fussgängerstreifens erkennen und beurteilen – obwohl sie bereits grün haben. Nicht zuletzt deshalb hat die DAV in den letzten beiden Jahren alle diese Situationen umfassend erfasst, dokumentiert und letztlich analysiert. Bis dato wurden an 37 Örtlichkeiten 62 Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit ergriffen. Dies alles in enger Zusammenarbeit mit der Schulinstruktion, mit der Schulleitung, mit den Elternvereinigungen oder mit den Eltern.

Uns stehen diverse Massnahmen zur Verfügung. In erster Linie handelt es sich um technische Anpassungen wie etwa die Verlängerung der Grün- oder der Vorstartzeiten (Grün für die Strasse querende Personen, bevor der Konfliktverkehr losfahren kann), auf die Schulzeiten ausgerichtete Spezial-Schaltungen, zusätzliche Verkehrsreglungsanlagen installieren oder das Anbringen von Anmelde-Druckknöpfen. Sind die Schulkinder etwa für die herannahenden motorisierten Verkehrsteilnehmenden nur sehr spät sichtbar, dann bieten wir beispielsweise eine separate Phase für die Schulkinder an. Was nicht immer einfach ist, bestehen teilweise doch (steuerungstechnische) Abhängigkeiten zu anderen Verkehrsregelungsanlagen. Dann sind die Programmierer gefordert, innovative und kreative Lösungen zu finden…

Die DAV ist um jeden Hinweis von Eltern dankbar, verfolgen wir doch letztlich das gleiche Ziel: Unfälle verhindern und Sicherheit vermitteln. Jeder Unfall ist ein Unfall zu viel. Trotz allen uns zur Verfügung stehenden Massnahmen können aber auch wir nicht garantieren, dass es zu keinem Unfall kommt. Denn: Obwohl wir das gerne könnten, haben wir letztlich leider keinen Einfluss auf das Verhalten und Handeln der fehlbaren (vor allem motorisierten) Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer.

PS: Bei Unklarheiten und Problemen im Zusammenhang mit dem Schulweg Ihres Kindes wenden Sie sich ungeniert an die Schulinstruktion der Stadtpolizei Zürich oder an die Dienstabteilung Verkehr.

* Heiko Ciceri ist Kommunikationsverantwortlicher der Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich – und Vater zweier Kleinkinder.

57 Kommentare zu «Ein offenes Ohr für die Sorgen der Eltern»

  • Realxena sagt:

    Sichere Verkehrswege, wünscht sich jeder. Doch wie oft habe ich schon erlebt, dass der Polizist mit den Kindergartenkinder am Fussgängerstreifen steht und darauf wartet, dass heranfahrende Autofahrer anhalten, vergebens. Sogar wenn ein 1m 85 grosser in Uniform gekleideter Polizist am Streifen steht, fahren die Autofahrer vorbei. Also, gewisse Verkehrsteilnehmer haben vor nichts und niemanden Respekt. Jedesmal wenn ein Kind am Streifen steht und die Autofahrer vorbeiziehen, würde ich denen gerne eine schallende Ohrfeige verpassen, um Sie aufzuwecken, diese Penner.

  • Clarita Kunz sagt:

    Leider ist es nicht so, dass es viel individ. Unterricht an der VS gibt. Viele Lehrer sagen, sie könnten diese Art Unterricht nur erteilen, wenn die Klassen kleiner wären. Andere haben kein Problem damit. Tatsache ist: Der Stoff wird in Gleichaltrigenklassen allen zur gleichen Zeit dargeboten, was zu grossen Problemen führt, die therapiert werden müssen. Die Konkurrenz schafft ein negatives (Lern-) Klima. Dieses nehmen die Kinder auch mit auf den Nachhauseweg. Ich habe meine Kinder deshalb oft aus der Schule mit dem Auto abgeholt.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Clarita Kunz:
      für einen wielangen Weg?
      Falls in normaler Gehdistanz hab ich da schon ziemlich Mühe, schon rein vom umwelt-Aspekt her gesehen.
      Wenn es an der beruhigenden Begleitung liegt, hätten Sie dieses Abholen ja auch zu Fuss machen können.
      Und wenn die Schule sowieso zu weit weg war und kein ÖV weit und breit,
      dann hätten Sie die Kinder ja egal was für ein Klima dort herrscht mit dem Auto abgeholt.

    • Sportpapi sagt:

      Und folgt man dem Link, landet man bei einem Privat-Kindergarten, der als erstes mit „kleinen Gruppen“ wirbt. Ich weiss auch gar nicht, ob man in der Schule wirklich von Konkurrenz sprechen kann. Aber sicher von Lern- und Leistungsdruck. Gut, wenn man es ohne (und bei gleichen Ressourcen) zu gleichen Resultaten bringt. Andererseits sollte die Schule ja auch auf das Leben vorbereiten. Ansonsten hat BS ja bereits klar gemacht, dass hier sicher keine stichhaltige Begründung vorliegt, die Kinder mit dem Auto abzuholen.

    • Sportpapi sagt:

      Und, Frau Kunz: Sie tauchen hier immer wieder mal mit interessanten Statements auf, verzichten dann aber gerne darauf, auf Reaktionen, Gegenargumente einzugehen. Können Sie nicht oder wollen Sie nicht?

  • Clarita Kunz sagt:

    Dass ich mit meinem pädagogischen Engagement die Privatschulen unterstützen will ist total falsch. Es wäre für den Lernerfolg wichtig, dass es verschiedene Schulmodelle gibt, weil die Bedürfnisse der Kinder extrem divergieren. Versch. Modelle gäbe es auch innerhalb der Volksschule !

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Clarita Kunz:
      und wem möchten Sie gerne mitteilen dass es „total falsch“ ist?
      Denn unter diesem Namen finde ich kein Statement auf das diese Erwiderung Sinn machen würde-
      also falls Sie auch Schulwahlschoo sind, bleiben Sie doch pro Abteilung beim selben Namen,
      Verwirrung gibts bezüglich Namen nämlich schon so genug…

  • Chris sagt:

    Dass nicht noch viel mehr Unfälle geschehen, ist alleine der Tatsache zu verdanken, dass sich die Kinder konditioniert und verklemmt mit Leuchtmarkierung im Lärm und Gestank der unbewussten Motorisierten bewegen tun. Einen Schritt daneben und es herrscht Lebensgefahr – völlig entwürdigend. Wenn dann entsprechend wenig Unerfreuliches passiert, wird fälschlicherweise daraus der Schluss gezogen, dass eben baulich richtig geplant wurde. Das ist absurd und unwissenschaftlich. Wenn nur die Wenigsten bereit sind, auf ihre rollenden Stuben zu verzichten, wird das Problem nicht lösbar sein – leider.

  • Peter Wyss sagt:

    Besorgte Eltern und ihr Luxusgut: die Kinder. Wenn man von (sehr) besorgten Eltern schon nicht erwarten kann, dass sie ihren Kindern die Gefahren der Strasse beibringen, oder ihren Kindern zu liebe in die Nähe der Schule ziehen, dann sollte man sich überlegen, ob individueller Schulunterricht zuhause dem Steuerzahler schlussendlich nicht günstiger zu stehen käme, als all die baulichen Massnahmen. So müsste auch nicht jedes zweite Kind in eine psychische Behandlung, weil es in der Klasse „einfach nicht geht“. (auch hier zahlt der Steuerzahler übrigens mit)

    • alam sagt:

      Jedes zweite Kind in psychische Behandlung? Das ist erstens nicht wahr und hat zweitens nichts mit den Schulwegen zu tun.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Peter Wyss:
      umgekehrt und überspitzt:
      solange ich von den (sehr) auffallenden Motorisierten nicht erwarten kann, dass sie sich die Regeln des Strassenverkehrs beibringen, oder den Mitmenschen zuliebe auf ÖV umsteigen, tja, solange soll der Steuerzahler, ich inklusive, halt zahlen- es ginge auch mit massiver Bussenerhöhung, aber bitte, wenn die Motorisierten nicht unsanfter angepackt werden dürfen weil sie Luxusgut sind…

      • Eni sagt:

        Danke Brunhilde

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Den „Motorisierten“ wurden die Regeln des Strassenverkehrs beigebracht und sogar überprüft. Und obwohl ich nicht dazugehöre (zu den Motorisierten) glaube ich doch, dass sich die meisten ziemlich gut an die Regeln halten. Gerade, wenn ein Schulweg bezeichnet ist. Wir kommen aber nicht darum herum, auch wieder etwas mehr von unseren Kindern zu erwarten bzw. ihnen etwas mehr zuzutrauen.

  • alam sagt:

    Kein Link? Keine Telefonnummer? Keine E-Mail?
    Echt lustig!

  • Mike sagt:

    Nur eines würde schnell und einfach viel mehr Sicherheit bringen: Raus aus der Stadt mit dem ganzen Verkehr! Wer nichts zu transportieren hat, hat mit dem Auto in der Stadt nichts verloren. Punkt!

    • Frank Baum sagt:

      Nein. Wieso sollten wir die Stadt verkehrtechnisch still legen? Wir müssen einen Weg finden, wie wir alle miteinander klar kommen. Das geht ja auch ganz gut.

  • Sandra Althans sagt:

    Vor allem Last- und Lieferwagen sensibilisieren! Sie stellen oft ihre Fahrzeuge auf dem Trottoir ab um ein- und auszuladen und denke nicht an die Kinder, die da vielleicht vorbei müssen und dann gezwungen sind, auf die vielbefahrene Strasse auszuweichen! Wir erleben das STAENDIG! Danke.

  • Frank Baum sagt:

    „Doch eine solche Sichtweise wäre äusserst unprofessionell – und unmenschlich.“ – Eine solche Sichtweise wäre sicherlich professionel und ganz offen gesagt auch menschlich. Unmenschlich wäre es, die Angst der Eltern zu ignorieren und gar nicht zu handeln. Andererseits ist es aber auch richtig, dass man das tatsächliche Risiko in Relation setzt. Gerade in unseren Medien wird die Gefahr des Strassenverkehrs so hochstilisiert, dass man glaubt, es sei ein reiner Glücksfall, wenn ein Kind seinen Schulweg unbeschadet übersteht. Eindruck und Gefahr näher zusammen zu bringen ist gut und menschlich.

  • turnaround sagt:

    First world problems… Wäre es nicht klüger, eine Restgefahr zu akzeptieren und Kindern eine gewisse Vorsichtt zu vermitteln, anstelle dieses unmöglichen Versuchs, jedes Minimal-Risiko aus der Welt verbannen zu wollen? Ein Leben mit gewissen Gefahren ist auch ein Training damit umzugehen.
    Das Kind sollte auf die Welt vorbereitet werden, nicht umgekehrt. Weil das in Bezug auf all die potenziellen Gefahren, die da im Laufe eines Lebens noch kommen werden wesentlich zuverlässiger funktioniert.

    • alam sagt:

      Eine „Restgefahr zu akzeptieren…“ Sorry ,aber das ist mehr als zynisch! Wir sind meilenweit davon entfernt, „jedes Minimal-Risiko“ auf dem Schulweg zu verbannen. Die Kinder sind heute viel besser informiert als wir in unserer Kindheit. Nur deshalb passiert nicht mehr. Geh einfach einmal an einem Morgen mit einem Kind seinen Kindergarten- oder Schulweg mit, dann kannst du mitreden.

      • Frank Baum sagt:

        @alam: Sie haben turnaround nicht widersprochen. Er hat ja angeregt, den Kindern „eine gewisse Vorsicht zu vermitteln“. Wie Sie selber schreiben, passiert das ja auch. Die Kinder sind viel besser informiert. Das scheint die bessere Vorgehensweise zu sein als überall nach baulichen Massnahmen zu schreien. Ich bin mit tunraround dahingehend einig, dass wir von einer Restgefahr reden, die viel grösser wahrgenommen wird als sie tatsächlich ist. Ich denke aber auch, dass es Stellen gibt, wo bauliche Massnahmen sinnvoll sind. Dann sollen sie ergriffen werden.

  • Plädyoer für das „In-die Schule-fahren“ der Kinder: Es muss einmal gesagt werden, dass es einen enormen Konkurrenzkampf gibt in vielen Klassen wegen den vielen Gleichaltrigen, die zur selben Zeit dasselbe lernen müssen. Viele Kinder sind froh, wenn es um 12 Uhr möglichst bald eine möglichst lange Pause gibt. Deshalb fordere ich Verständnis für jene Eltern, die sich dessen bewusst sind und ihre Kinder oft von der Schule abholen. Mit individualisiertem Unterricht ist das Konkurrenzdenken weniger Stress fördernd. Leider wird ein solcher Unterricht zu wenig praktiziert!.

    • Sportpapi sagt:

      Individualisierter Unterricht ist heute Standard. Allerdings gibt es natürlich auch Lehrpläne und Lernziele, die befolgt und erreicht werden müssen. Und natürlich gibt es irgendwann einen Konkurrenzkampf, bzw. einen EInsatz für gute Noten, die zu entsprechenden Chancen führen. Nichts von all dem rechtfertigt es aber, den Kindern den aktiven Schulweg vorzuenthalten. Dieser entspricht ja gerade einer bewegten Pause und hilft, den Kopf zu lüften und soziale Kontakte zu pflegen. Aber natürlich darf dies von Anhängern von Privatschulen nicht unterstützt werden, denn die bedingen ja meist das Auto.

    • Valeria sagt:

      Jetzt ist die Schule also Schuld, dass Eltern ihre Kinder mit dem Auto von der Schule abholen…? Hä?

      Sorry, aber das Argument ist jetzt echt etwas weit hergeholt. Für mich damals (und ich schwöre für 99% der heutigen Schüler auch), gehört der Schulweg zur Pause. Und diese haben wir gerne und oft sogar noch um ein halbes Stündchen oder mehr ausgedehnt. Nicht immer zur Freude unserer Eltern. 😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Valeria:
        ich glaub Schulwahlschoo möcht einfach auf allen Kanälen, mit stichhaltigen-
        und manchmal weniger stichhaltigen…-
        Argumenten Werbung für die Privatschulen machen…,
        hier eher unglücklich gelungen finde ich.

      • plop sagt:

        Ja, aber wirklich nicht ganz glücklich… ich hab mein Bub nun in einer art KITA an der Steinerschule – und auch dort werden die meisten mit des Autos abgeholt/gebracht… Macht mich immer wieder staunen!

      • Sportpapi sagt:

        Worüber staunen Sie da? Dass Eltern, die ihre Kinder betreuen lassen, nicht immer Zeit haben, die Kinder zu fuss zu bringen und zu holen? Dies umso mehr, wenn dann noch eine spezielle Kita gesucht wird, die nicht gerade im nächsten Quartier liegt.

      • plop sagt:

        Ich muss noch präzisieren: diese Kinder sind ja eh noch zu klein, um selber dorthin zu gehen (ab 3J) – aber man kann ja auch ohne Auto irgendwohin, zu Fuss, mit dem Velo. Ausser man wohnt sehr abseits etc… Denn der Wechsel in den Kindergarten/Schule ist ja dann „schleichend“, und ob man dann diese Gewohnheit ändert, wenn man die Kinder sowieso begleiten muss, weil sie z.B. die halbe Stadt durchqueren müssen?

      • plop: Wenn Sie mit dem Auto zur Arbeit fahren ist es manchmal etwas mühsam, (1) zuerst nach Hause zu fahren, (2) das Auto zu parkieren, (3) zur Krippe zu laufen und (4) mit Kind von der Krippe heimzulaufen. Deswegen werden einige Kinder mit dem Auto von der Krippe geholt.

      • Sportpapi sagt:

        Ich freue mich auf jeden Fall, dass ich in der Waldspielgruppe im neuen Schuljahr nicht mehr der einzige bin, der die Kinder mit dem Velo oder zu Fuss holt oder bringt…

      • plop sagt:

        @ It must be said – ja. Und um mich nicht weiter zu verrennen sag ich jetzt genau nichts mehr.

      • Plop: Ich bin ja der gleichen Meinung wie Sie.

        P.S. Wir gehen zu Fuss in die Krippe/Kindergarten; dies wird sich auch nicht ändern. Allerdings wohnen wir in der Stadt; da ist dies keine grosse Strecke (plus/minus 1 Kilometer).

  • Hermann sagt:

    Wir Eltern bringen unseren Juengsten in den Kindergarten. Das sind 15 Gehminuten pro Weg mit einer gefaehrlichen Kreuzung. Der Kleine geniesst das, wir beginnen den Tag mit einer Wanderung, und der Chef macht nichts daraus, dass wir zu spaet zur Arbeit kommen. Wuerden wir einer super Ampelsoftware trauen? Etwa soviel, wie dass Microsoft nie mehr updates haben wird….

  • plop sagt:

    Was macht denn diese 3M Werbeplache auf dem Bild? Geht nichtmal mehr sowas ohne gezeigtes Sponsoring?

    • Sportpapi sagt:

      Gut, dass Sie uns darauf aufmerksam machen. Ich hätte es sonst nicht gemerkt… Was ist 3M?

      • plop sagt:

        3M ist ein Hersteller von verschiedestem, z.B. Klebefolien aber eben auch Regenjacken etc. Die Leuchtstreifen für an die Kleider sind, glaubich, auch von denen. Also schon passend. Aber irgendeswie stört mich das, immer überall diese Werbung… Ein Extremes Beispiel dafür hats im NZZ-Folio vom „Ausverkauf der Berge“…

    • Muttis Liebling sagt:

      Nein, der Freitag dient immer ganz der redaktionellen Werbung.

      • plop sagt:

        Das find ich auch nicht weiters schlimm, manchmal ist man ja froh um Infos über Anlaufstellen etc… Aber dass auch sowas ausschaut wie ein Event… Egal!
        Wo ist eigentlich „tststs“?

      • Muttis Liebling sagt:

        Man sollte Sachinformationen, illustrierte Eigensicht (was Blog eigentlich sein sollte) und plumpe Eigenwerbung besser trennen. Ich finde es Zeitverschwendung, so etwas zu lesen. Sonnst könnte ich mir auch die Fachexpertise des Bundesverbandes der Wölfe zum Thema ‚vegane Ernährung‘ durchlesen. Die ist mindestens genauso spannend, wie die Selbstdarstellung eines politischen Angestellten oder eines sich zur Wahl Stellenden.
        Ansonsten ist Ferienzeit, da sind nicht alle auf Sendung. Dafür werden in diesem Blog heute noch Dutzende Claqueure aufmarschieren. Bis Montag.

      • Sportpapi sagt:

        Ferienzeit? Aber nur bei Menschen, die keine schulpflichtigen Kinder haben…

      • Muttis Liebling sagt:

        Tiere mit schulpflichtigen Kindern habe ich noch nicht gesehen. Ansonsten ist die Zeit ideal, mit nicht schulpflichtigen Kindern zu reisen, zumindest war es bis gestern so. Gestern hat der Sommer fast überall in Südeuropa dem Herbst den Stafelstab übergeben und der hat gleich mal das ausgetrocknete Land bewässert.

    • Katharina sagt:

      Auf jedem Sportbild sind solche Plakate von Sponsoren zu sehen. ich finde das nun wirklich unproblematisch. Dass der Herr, der für die Verkehrssicherheit in Zürich zuständig ist, hier darlegt, wie Gefahrenhinweisen nachgegangen wird, ist doch ok. Ob es tatsächlich immer so abläuft, ist dann etwas zum diskutieren.

      • Muttis Liebling sagt:

        Bei Sport weiss man das vorher und deshalb schaue ich mir z.B. keine kommerziellen Sportveranstaltungen wie Olympia an. Wenn es aber um den Alltag und um Informationen geht, möchte ich keine Werbung sehen. Früher nannte man so etwas Schleichwerbung und war verboten.

  • dres6 sagt:

    Wichtiges Thema, das schon lange vor der Schulzeit beginnt. Einmal kurz nicht aufpassen, und schon rennt unser Zweijähriger fröhlich Richtung Strasse, damit er die „Toutos“ von ganz nahe sehen kann. Dies sind Situationen, die den Adrelaninkick jedes Bungee-Sprungs massiv toppen. Oder den Papa an den Rand eines Herzinfarkts bringen…

    • plop sagt:

      Ja, die ganz Kleinen sind auch schon viel früher mobil mit den Likeabikes etc. Ich kenne 3jährige, die schon richtig Velofahren können. Find ich nicht ungefährlich, weil die noch weniger „berechenbar“ sind als Kindergarten/Schulkinder. Man muss als Eltern ein sehr gutes Vorbild sein, damit sie das von früh auf lernen.

  • Dani Kobler sagt:

    Beseht die Möglichkeit, dass Eltern die sich Sorgen machen wegen dem Schulweg ihrer Kinder wiederrum selber Autofahren und so dazu beitragen das Eltern andere Kinder sich wiederum sorgen wegen deren Kinder?
    Oder wird der Verkehr der täglich durch die Dörfer rollt von den anderen verursacht, aber nicht von einem selber?
    Wahrscheinlich trifft das Zweite zu, ist für alle bequemer und verhindert das man sich weitere Gedanken machen muss.

    • Brunhild Steiner sagt:

      … der Schreibende ist für die Stadt Zürich zuständig,
      da haben Sie einen beträchtlichen Teil Einfallverkehr von auswärts…

  • N. Schenker sagt:

    Aha. Das tönt ja sehr schön. Ich erlebe es leider komplett anders. eine Kreuzung in der Nähe wird jedes Jahr von Eltern als gefährlich gemeldet, spürbare Reaktion gleich Null. Zu den oben erwähnten technischen Anpassungen wie Grünphase verlängern oder ein oranges Blinklicht, das Autofahrer bei grün auf gleichzeitig querende Fussgänger hinweist, wurde nur gesagt, das ginge nicht, fertig.

    • Brunhild Steiner sagt:

      …eben…

    • Cybot sagt:

      Du siehst nur deine eine Kreuzung im Scheuklappenblick. Tatsache ist aber, es gibt Tausende von Kreuzungen, die Eltern zu gefährlich finden. Und die meisten davon sind objektiv betrachtet kein bisschen gefährlicher als der Durchschnitt. Da würd ich als Verkehrsverantwortlicher bei der hundertsten überbesorgten Elternanfrage auch genervt reagieren.

      • Sportpapi sagt:

        Er reagiert ja nicht genervt, sondern „professionell“. Es wird abgeklärt, geprüft und die Anfrage beantwortet. Aber es geht halt nicht alles.

      • N. Schenker sagt:

        Wenn sich mal jemand der zuständigen Stelle irgendwo zurückgemeldet hätte und die Sachzwänge erklärt hätte, würde es anders aussehen. Aber ich habe von allen Eltern gehört: ach ja, habt ihr da auch mal angerufen und nie wieder was gehört?. Die Anfragen versanden irgendwo. Dass sich die Verantwortlichen nicht freuen über die Anfrageschwemme, ist ja klar. Dann sollen sie aber nicht so einen hübschen, aber total unrealistischen Text verfassen. Kontaktaufnahme? Begehung? In allen fünf mir bekannten Fällen zur gleichen Kreuzung nie passiert.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @N.Schenker:
        möglicherweise ist das einfach der PR-Gegenschlag zum kritischen Artikel Ende August,
        und wie bei PR manchmal so der Fall, was nun wirklich ist ist nicht so wichtig-
        Hauptsache es klingt gut! Und beeindruckt alle welche noch nie direkt betroffen waren…

      • N. Schenker sagt:

        Fairerweise muss ich sagen, vielleicht haben wir alle am falschen Ort angerufen? Ich glaube, ich landete schliesslich nicht beim DAV, sondern irgendwo bei der Stadtpolizei. Es ging jedenfalls nicht nur um den Schulweg, die Bewohner des nahen Altersheims haben auch Mühe mit der Kreuzung.
        Vielleicht versuche ich es nochmals und beziehe mich dabei explizit auf diesen Artikel, ich werde gern positiv überrascht.

      • N. Schenker sagt:

        Ich freue mich zu berichten: die DAV hat sich zurückgemeldet, die Kreuzung wird entschärft, hurra! Wenn man sich am richtigen Ort meldet, klappt das Ganze. Jetzt müsste nur noch die Stadtpolizei oder andere Stellen, wo sich Anrufer hin verirren, auf die DAV aufmerksam machen, dann wärs perfekt.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Als Kommunikationsverantwortlicher prima Arbeit geliefert, tadellos…,
    ein schaler Nachgeschmack bleibt,
    soll das die offizielle Erwiderung auf den „Sichere Schulwege“ Artikel von Ende August sein?
    Und ehrlich gesagt, betroffene Eltern haben mir ihr Erleben ziemlich anders geschildert-
    aber schön wenn das heutte tatsächlich so schnell, effizient und umsetzungsfreudig angegangen wird.
    Wenn es denn wirklich so ist.
    Eben gerade weil Sie wenig Einfluss auf die Motorisierten haben, könnten Sie da noch einiges unternehmen, siehe Vorschläge in der anderen Abteilung!!!

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