Die kastrierten Töchter


Der unverdorbene Wunsch, zu schützen: Vater, Gott und Gatte in «Virgin Tales».

Vor dem König knien die Prinzessinnen. Zuvorderst Jordyn mit ihrem sinnlichem Mund. Sie strahlt den König an, der sie mit sonorem Pathos segnet auf ihrem Weg der Reinheit. Dann schliesst er sie in seine Arme. Der König ist Randy Wilson, 54, die Prinzessinnen sind seine Töchter. Aber Märchen ist das keins. Nur das ganz normale Keuschheitsritual einer vorzeige-evangelikalen Familie aus Colorado Springs, welche der Dokumentarfilm «Virgin Tales» von Mirjam von Arx über zwei Jahre begleitet. Von Purity Ball zu Purity Ball.

Diesen Keuschheit-Ball haben die Wilsons ins Leben gerufen, und mittlerweile hat er Schule gemacht in den USA und zum Teil in Europa. Das Konzept: Kleine Töchter geloben ihren Vätern feierlich und öffentlich, bis zu ihrer Hochzeitsnacht Jungfrau zu bleiben. Das tun sie nicht nur mit einem mündlichen Eid, sondern auch mit einem Vertrag.

Die heute 23-jährige Jordyn ist mit Leib und Seele engagiert bei der Organisation dieser Anlässe – sie, die anders als ihre fast gleichaltrigen Geschwister noch immer keinen Mann gefunden hat. Sie, die von nichts anderem träumt, als dass Gott ihr endlich den Richtigen schicke, so wie ihrer schönen Schwester Khrystian. Deren Geschichte ist so nah an einem Märchen, dass selbst der hartgesottenste Atheist ins Wanken kommt: Verklärt erzählt sie immer wieder, wie Gott einen jungen Soldaten aus dem fernen Alaska zu ihr geführt habe und wie überwältigend der lang ersehnte erste Kuss nach der Hochzeit gewesen sei. Wow. Man glaubt ihr gern. Und Jordyn schient es auch fast verzweifelt zu tun. Denn jede Zelle ihres Körpers lebt für den Moment, in dem es Gott gefällt, ihr endlich einen Gatten zu schenken.

Damit das Ticken der Herzens-Uhr nicht zu laut wird, gibt sie Benimm- und Keuschheitskurse für die Nachwuchsjungfrauen der Gemeinde. Sie zeigt ihnen, wie man das perfekte Lächeln übt, Tee serviert und sich bückt, ohne den Hintern dabei unzüchtig gen Himmel zu recken. Dabei wirkt sie traurig. Und gleichzeitig glücklich. Und das ist es wohl, was so bestrickt an diesem behutsamen Film, dass man nie recht weiss, was man von diesem alles bestimmenden Streben nach Keuschheit und Reinheit halten soll. Diese Familie mit ihrem engen Zusammenhalt, die sich als Einheit und als Zelle des Guten versteht und in einem evangelikalen Paralleluniversum lebt, bietet ihren Kindern nebst gestrengem Codex ja auch viel Wärme und Halt.

Die Sorge des Vaters um die Reinheit seiner Töchter leuchtet denn auch irgendwie ein. Aber nur irgendwie. Der unverdorbene Wunsch, zu schützen, steht gegen eine fast inzestuöse, eifersüchtige Nähe. Die Gratwanderung überzeugt nicht immer. Und obwohl sie den ganzen Film über das Gegenteil beteuert, fühlt es sich an, als wäre Jordyn nicht nur geborgen in diesem überbehüteten Dasein, sondern auch gefangen. Von dem Gelübde, das sie ihrem Vater gegenüber abgelegt hat, vom Keuschheitsring, den er ihr wie bei einer Hochzeit an den Finger gesteckt hat und von der ewigen Forderung nach Reinheit von Leib und Seele. Man kommt nicht umhin, diesen Vater auch als Despoten zu empfinden, bei allem Charisma. Als einen, der jeden Versuch seiner Kinder, sich abzulösen und die Welt zu erkunden, wegbetet und wegschwatzt und wegumarmt. Seine Mädchen tragen zwar enge Jeans, hochhakige Schuhe und Make-up, aber nur für ihn als ihr Besitzer, wie es scheint.

So viel Vater und so wenig Freiheit hinterlässt einen schalen Beigeschmack. Manchmal wirken die Mädchen wie kastriert. Die Frage drängt sich auf, wie gesund das ist, wenn Väter irgendwie ständig mit ihren Töchtern über Sex reden und deren geistige Pubertät verhindern. Den ganzen Film über möchte man das begreifen. Und endlich mehr als nur die Oberfläche sehen. Aber das ist im wasserdichten Regel-System der Wilsons nicht vorgesehen und gelingt nur selten. Dafür allerdings berühren die Moment umso mehr, in denen es vor allem Jordyn nicht ganz gelingt, ihre Zweifel und ihre Sehnsüchte wegzulächeln. In solchen Augenblicken ist sie eben doch keine Prinzessin, sondern eine junge Frau aus Fleisch und Blut. Und ihr Vater nicht der König.

Auf www.virgintales.com gibt es nebst Hintergrundmaterial auch Zahlen und Infos zur Purity-Bewegung in der Schweiz.

282 Kommentare zu «Die kastrierten Töchter»

  • jasmin sagt:

    der punkt ist doch, dass sich diese töchter und söhne das nicht völlig freiwillig aussuchen, sondern von kindheit an dazu getrieben werden, ihnen wird das so eingetrichtert, dass sie wohl gar nicht wagen würden ihr eigenes hirn zu benutzen und zu überlegen ob sie das wirklich wollen, ich denke, sie hätten viel zu sehr angst sie könnten ihre familie verlieren, das ansehen und den stolz ihres vaters verlieren. wenn ein jugendlicher sich freiwillig dazu entscheidet, ohne das von den eltern eingetrichtert zu bekommen, ist es was anderes.

  • Lea sagt:

    Wieso seht ihr die Enthaltsamkeit vor der Ehe als Einschränkung? Mein Freund (26) und ich (23) haben uns auch bewusst dafür entschieden keinen Sex vor der Ehe zu haben. Wie oft hörte ich schon Kolleginnen zu, die von Typen ausgenutzt wurden, der nur das eine wollte. Ich hingegen geniesse Zuneigung und Zärtlichkeiten von meinem Freund und weiss dass er mich liebt und es ihm nicht um körperliche Befriedigung geht und ich irgendwann ausgetauscht werde. Dieses Wissen schnenkt enormes Vertrauen. Ich finde es schön zu wissen, dass er sich für mich aufspart und dasselbe tue ich liebend gerne für ihn.

  • Wanja Rothenberger sagt:

    Die Leute haben doch einfach ein gewaltiges Problem mit ihrer Sexualität.

  • GionSaram sagt:

    @gabi Oder es beweist das ER ähnlich diesem Vater Wilson im Film eine gewisse Obsession mit dem Thema Sexualität hat. Oder noch besser es beweist das dieser Gott erschaffen wurde um das Fortpflanzungsverhalten seiner Jüngerinnen allumfassend zu überwachen und zu kontrollieren. Seltsamerweise haben die Götter der meisten Monotheistischen Religionen eine Obsession mit der Keuschheit ihrer weiblichen Gläubigen. Die Masche muss sich also evolutionär bewährt haben. Ich als Vater bin auch motivierter für meine Familie zu sorgen wenn ich weiss das die Kinder wirklich von mir abstammen.

  • Pascal sagt:

    Fundamentalisten und Ideologen jedweder Couleur sind gefährlich. Was nicht ins eigene Weltbild passt wird verteufelt und letztendlich führt dies zu Unterdrückung und Unfreiheit. Das gab es schon oft in der Geschichte. Warum nur lernen die Menschen daraus nicht endlich ?

    Anzumerken ist auch, dass die USA eine extrem hohe Rate an ungewollten Schwangerschaften aufweist. Das steht in totalem Kontrast zum obigen Comment von A. Kaufmann. Lasst die Jugendlichen entdecken was die Natur so vorgesehen hat, aber zeigt ihnen auf, was sie dabei beachten müssen. Sie sind nicht unser Eigentum.

  • GionSaram sagt:

    Hat eigentlich Gott nichts wichtigeres zu tun als über das Sexualverhalten seiner Jüngerinnen zu wachen? Auf diesem Planeten quält sich die eine Hälfte mit Uebergewicht und die andere Hälfte verhungert. Wir produzieren strahlenden Atommüll der noch 60 Generationen nach uns die Menschen beschäftigen wird. Wir verleihen Präsidenten die simultan zwei Kriege führen Friedensnobelpreise und lassen es zu das in Afrika sich die Leute abschlachten, hauptsache die Diamanten und der Kakao wird preisgünstig geliefert. All dies verdriesst den lieben Gott im Himmel nicht, Hauptsache wir bleiben Keusch.

    • gabi sagt:

      Gerade das ist doch der Beweis, was für eine reine Seele dieser Gott eben ist.

      😉

    • Tino sagt:

      Gott – wenn es denn einen gibt – hat sicher besseres zu tun. Nicht aber die (v.a.) freikirchlichen Kreise. Die Sexualität ist deren zentrales Machtinstrument, mit dem sie ihre Schäfchen schon von Teenager-Beinen an indoktrinieren. Und ich weiss wovon ich (aus eigenem Erleben) schreibe. Diese verklemmte scheinheilige Moral macht junge Männer und Frauen kaputt, weil sie ihre Sexualität nur mit schlechtem Gewissen leben können. Und der Ausstieg aus diesen Kreisen ist hart und beschwerlich.

  • Vedi Sonsez sagt:

    …der arme Mensch – Er hat seit über von Millionen Jahren auf der Erde immer noch keine dauerhafte Lösung für sein Leben finden können… Was wurde aus all den griechischen Göttern? Man hat das Buch zugeklappt und als Titel „Griechische Mythologie“ beschriftet. Gestern Religion, heute Mythologie…, ich sags ja: …der arme Mensch!

  • D. Bastien sagt:

    … Viele Mädchen/Frauen geben sich zu schnell hin heutzutags und oftmals ended dies in vielen Problemen. Auch verpasst man so vieles in einer Beziehung, wenn man zu schnell im Bett landet. Und wie viele Paare haben ein Problem über die Vergangenheit des jewilgen Partners nachzudenken etc? Ja, viele. Ich könnte ein halbes Buch darüber schreiben, aber dafür gibts hier keinen Platz. Muss muss nicht christlich sein um einzusehen, dass die Religion einige gute kulturelle und moralische Grundsätze fürs Zusammenleben geschaffen hat. Wer das nicht versteht, verteht auch sein Leben nicht. Viel Glück:)

    • Wanja Rothenberger sagt:

      Das Problem ist, dass Frauen (nicht nur junge) sich auf Sex einlassen, damit sie berührt werden und wenigsten eine bisschen Liebe bekommen. Leider merken die Frauen nicht, dass sie nur für Sex be- bzw. missbraucht werden und sie die vermeintliche Liebe eben trotzdem nicht erhalten. Die Liebe ist doch ein christliches Thema? Wären alle Christen so tugendhaft, sollte es dieses Problem doch erst gar nicht geben? Die Religion wird eben heuchlerisch gelebt und ist darum auch nur so viel Wert wie die Ernsthaftigkeit ihrer Gelebtwerdens.

  • D. Bastien sagt:

    Wird mir manchmal fast übel wenn ich hier Kommentare lese, natürlich sind einige Dinge dieser Kirchenbewegung übertrieben aber die Grundidee der sexuellen Zurückhaltung ist nicht falsch (sollte aber auch für Männer gelten). Daniel Beutler sagt vieles richtig. Ich selbst hatte ein sehr aktives Sexualleben und bin nun mitte zwanzig. Seit 2 Jahren bin ich in einer Beziehung mit einer jungen Frau welche eine ähnliche Auffassung wie diese Mädchen in „Virgin Tales“ hatte. Dank ihr habe ich vieles richtig verstanden und eingesehen, dass man mit Sexualität eben sehr sorgfälltig umgehen muss….

    • Lisa sagt:

      Nur ist der Eheschein keine Garantie für einen sorgfältigen Umgang mit der Sexualität, so wenig vorehelich gelebte Sexualität mit dem geliebten Wesen verdammungswürdig und schmutzig ist. Es kommt auf den Umgang mit einander und die Motivation an. Ich empfehle allen die Lektüre des 1. Paulusbrief an die Korinther, Kapitel 13 Vers 1 bis 13. Wer in diesem Sinne lebt, macht alles richtig.

  • Reto Burgener sagt:

    Es geht gar nicht um die Rolle des Vaters. Es geht um die geistige Haltung, die quere Logik, das kindische Verständnis von Gut und Böse und um (man muss es so sagen) die idiotische Vorstellung von Gott. Um die Einstellung zu Sex. Das ist ein geschlechterübergreifendes Denken und Festlegen von Normen. In einer in sich selbst definierten Logik kann man das als plausibel annehmen. Es steht im Widerspruch zu allem, was wir über uns Menschen wissen. Es ist die pure Heuchelei. Die Unmenschlichkeit, sich über die Ablehnung von Sexualität als gute (und als bessere als andere) Menschen zu definieren.

  • A. Kaufmann sagt:

    Bei den sog. aufgeklärten Atheisten ist ja die freie Sexualität das höchste Gut. Selbst Jugendliche, dürfen (müssen) sexuelle Kontakte haben. Nur wenn 14-jährige schwanger werden und Kinder kriegen, finden alle wie unverantwortlich, konnten die nicht aufpassen. Oder wie traurig, die hat ja ihre ganze Jugend versaut. Das Kind hat ja keine Zukunft, warum hat sie nicht abgetrieben. Das ist auch pervers! Die Linken hacken lieber auf Christen rum, anstatt die sozialen Probleme zu lösen, die wir der Aufklärung zu verdanken haben: Teenagerschwangerschaften, Sex-Krankheiten, hohe Scheidungsrate…

    • gabi sagt:

      „Bei den sog. aufgeklärten Atheisten ist ja die freie Sexualität das höchste Gut.“

      Soso.

      Stimmt: Klingt wirklich wie ein Moslem, der über die Unreinen Christenschweine klagt, in deren Mitte er genötigt ist zu leben.

  • Frank Z. Marg sagt:

    Kastriert zu werden ist das zweifelhafte Privileg von Männern. Frauen können nicht kastriert werden, ihnen fehlt dafür was.

    • Katharina sagt:

      stimmt nicht. Klitorisbeschneidung, eine Prozedur, die von den Religioten gerne angewandt wird, ist die analoge Handlung an einer Frau. das Organ ist auch mit dem männlichen Pendant verwandt…. embryonale Entwicklung.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Stimmt leider auch nicht. Eierstockentfernung ist der analoge Vorgang.

      • Katharina sagt:

        wenn du Kastration als das entfernen der Hoden meinst, dann ja. bei einem maennllichen Embryo wandert das ja dann in den Sack… entweder dem angewachsenen.. Oder dann später eben in den andern mit der Aufschrift ‚Biohazard‘.

        Also nix mit ‚Privileg‘.

        privilegiert ist ja nur die Anwendung auf Frauen aus religioten Motiven.

    • Lisa sagt:

      Kastration bedeutet die Entfernung Hormon produzierender Keimdrüsen. Bei der Frau sind das die Ovarien.

  • Regula sagt:

    „Tausende von Dollars verschwenden für eine Ausbildung, die ich dann nie brauche.“ Weil sie alles auf eine Karte setzt: Mr. Right zu finden, resp. gefunden zu werden, dann aktiv darf sie ja nicht sein. Als Lebenskonzept nicht sehr erfolgsversprechend, finde ich.
    Ich finde diesen Verginity Wahn nicht nur krank, sondern auch gefährlich. Fundamentalismus ist keine Religion, es ist eine Haltung.

  • Widerspenstige sagt:

    ‚…Die Frage drängt sich auf, wie gesund das ist, wenn Väter irgendwie ständig mit ihren Töchtern über Sex reden und deren geistige Pubertät verhindern. Den ganzen Film über möchte man das begreifen…‘ Ich finde das den Schlüsselsatz überhaupt. Wieso redet der Vater ‚irgendwie ständig‘ mit seinen Töchtern über Sex, verbietet diesen aber so drastisch? Das ist eine Doppelmoral in Reinkultur. Ich bin in einem erzkonservativen kath. geprägten Familiending aufgewachsen. Aber mein Vater hat praktisch nie über Sex mit uns Töchtern gesprochen, nein. Das wäre mir echt peinlich gewesen, fast pervers!

  • Beno sagt:

    Dieses Einmischen der Eltern in das Sexleben der jungen Frauen ist doch fast tägliches Brot bei den Moslems…Väter, welche ihre eigenen Töchter via ihre Brüder od. andere Familienmitglieder ausspionieren lassen, ob sie es wohl vor der Heirat treiben oder nicht…

    • Monsieur de Hummel sagt:

      Was es aber nicht unbedingt besser macht, taugen die Moslems in solchen Fragen ja selten als gute Vorbilder. Ich glaube auch nicht, dass die Wilsons Freude hätten, wenn man sie mit den Musels vergliche. 😉

      • Katharina sagt:

        aber der Vergleich ist nun mal naheliegend.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Allerdings, ja. Wollte nur darauf hinweisen, dass es das nicht besser macht, nur weil man es in anderen Kreisen ebenso handhabt. Müsste eigentlich in deinem Sinne sein.

      • Beno sagt:

        …war ja auch nicht die Rede von besser machen, Hummel

    • Katharina sagt:

      In einem hatte George W. Bush Recht. Er sagte War of Cultures. Das ist, worin wir nun sind. Ist nun ’send in the drones‘ die richtige Antwort oder ‚let’s nuke them‘? yes we can ist auf beide Varianten anwendbar…. und die Dronen sind wohl … well. warum wurde noch keine in den Vatikan gesandt, denn der Vorsitzende dort ist immerhin Vorsitzender einer kriminellen Organisation (Behinderung der Justiz, betreffend der Kindesmissbrauchsfälle im Bistum Boston). Leider darf das FBI keinen Haftbefehl erlassen, weil der Ratzi auch ein Head of State ist. Somit die logische Antwort eben eine Drone. passt ja, denn er flaniert in einem Clown Kostüm umher (‚send in the clowns‘)….

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ Beno

        Ja, war etwas unnötig mein Einwurf. War mir schon klar, dass Sie das nicht zu rechtfertigen versuchen.

  • Blitz Blank sagt:

    Wieso sind „Beherrschungssysteme“ überwiegend männliche Erfindungen?

    Psychologisch ist es für mich leicht nachvollziehbar, dass in einer zwei-geschlechtlichen Spezies jenes Geschlecht, dass sich als das kraftmässig Stärkere und sich als weniger von autonomen Körperprozessen (Menstruationszyklus, Hormonschwankungen, Schwangerschaft, Geburt, Säugen) unterworfen erlebt, anfälliger für „Autonomiefantasien“ (Kontrolle, Macht, Allmacht) ist.
    Das Geschlecht hingegen, dass sich als das kraftmässig Schwächere und sich mehr von autonomen Körperprozessen unterworfen erlebt, sucht eher soziale Unterstützung (soziale Beziehungen, Kooperation).

    • Lisa sagt:

      Das ist doch einfach nur hirnrissiges BlaBla, nichts anderes. Meine Hormone und die daraus resultierende Möglichkeit, Kindern das Leben zu schenken machen mich stark und stolz.Die kräftemässig überlegene und auch deutlich aggressivere männliche Hälfte der Spezies Homo (sapiens? manchmal zweifle ich daran) hat einfach keine Lust, ein sexuell attraktives Weibchen mit einem anderen Männchen zu teilen. Und es geht auch darum, die beängstigende sexuelle Kraft der Weibchen zu kontrollieren, da sie unheimlich ist. Da ist jedes Mittel recht, von virgin parties bis zur Beschneidung der Mädchen.

      • alien sagt:

        Das kann sein, was Du sagst, obwohl ich irgendwie das Gefühl habe, Du habest ein Programm dabei. Inhaltlich unterschreibe ich es eigentlich.

  • Die Kommentatoren überbieten sich in süffisanten Direkt- oder Seitenhieben gegen die vermeintlich Prüden. Wie tief muss eine Gesellschaft sinken, dass sie (die möglicherweise etwas aufgetragene) Reinheit und Unversehrtheit dieser Töchter derart durch den Dreck zieht. Ist es letztendlich nicht das tief verletzte Wert- und Würdeempfinden unserer zu Sexobjekten mutierten Frauen und Mädchen, die den moralischen Werteschwund zum Teil begründen? Ein väterlicher Zuspruch: Du bist vor Gott und den Menschen wertvoll! – wieviele jugendliche Suizide liessen damit verhindern?

    • Christian Tillmanns sagt:

      Keinen!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Die Reinheit und die Unversehrtheit??
      Dann werden Frauen also schmutzig und versehrt, wenn sie Sex mit Männern haben?
      Wenn ich sowas formulieren würde, bekäme ich wieder die Pest und Cholera an den Hals gewünscht als militante Feministin!

      Nein, ich finde nicht, dass Sexualität Frauen versehrt und schmutzig macht, ganz und gar nicht, jedenfalls die selbstbestimmte Sexualität nicht. Und genau das wollen diese Sektenfritzen ja verhindern.

      Dass hingegen die ganze Pornoindustrie und die Prostitution Frauen versehren und erniedrigen, ist leider eine Tatsache.

      • Katharina sagt:

        traurig ist ja, der OP ist Dr. med. Stell dir das vor.. eine junge Patientin wünscht sich von ihm ein Rezept für die Pille. Da kommt dann wohl der väterliche Zuspruch zum tragen oder so….

        es ist Krieg…. da wird militant zu einem Ehrbegriff. So wear it with honor.

      • A. Kaufmann sagt:

        @ Pipi
        Es ist ja nicht so, dass Christen Sex als etwas schmutziges empfinden. Evangelikale Christen sehen Sex sogar als Geschenk Gottes. Die Sexualität ist jedoch etwas sehr intimes und verletzliches, so dass ihr Gott den Schutz der Ehe gegeben hat. Sonst wäre ja eine Vergewaltigung gar nicht so schlimm. Übrigens, es sind nicht nur Mädchen und Frauen, sondern auch Jungs, die ein Keuschheitsversprechen ablegen. Es geht hier nicht um eine Unterdrückung der Frau, sondern darum junge Menschen zu beschützen. Lieber keusch, als ungewollt schwanger und womöglich noch ein unschuldiges Baby abtreiben.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @A.Kaufmann:
        „Sonst wäre ja eine Vergewaltigung gar nicht so schlimm.“
        das klingt jetzt irgendwie total schräg, wie genau meinen Sie das?
        Bei was für einem „sonst“ wäre Vergewaltigung „nicht so schlimm“?

        Ich finde das grundsätzliches was Schlimmes, ob mit Ehe oder nicht, in oder ausserhalb…

      • Katharina sagt:

        ja ja, Kaufmann. die gleichen Leute fordern auch, dass in den Schulen statt sex education nur noch Keuschheit gelehrt werden soll, dass Verhütung für Frauen nicht mehr von der KK bezahlt werden dürfe usw.

        Usurpation des Uterus durch Religioten, die wollen nicht mehr und nicht weniger.

        Und die gleichen Leute finden dann auch noch, dass der ein solches Versprechen abgegeben habende Junge dann doch eine der unreinen benutzen dürfe. auch gegen ihren Willen, denn es sei nur Vergewaltigung, wenn an seinem ‚edlen‘ Stück Blut haften bleibe.

        krank.

      • Widerspenstige sagt:

        @Kaufmann: spricht da eine Frau oder ein Mann so?

        ‚…Es geht hier nicht um eine Unterdrückung der Frau, sondern darum junge Menschen zu beschützen. Lieber keusch, als ungewollt schwanger und womöglich noch ein unschuldiges Baby abtreiben…‘

        Beschützen nennen Sie das, indem sie psychisch unter Druck gesetzt werden und Schuldgefühle vorprogrammiert sind, wenn sich die ‚Unschuldsengel‘ verlieben? Es fragt sich wohl eher: wer will sich da vor wem schützen und sich bequem im Sessel seiner Zeitung widmen können während der schwierigsten Phase der Pupertät…

        Jeder Extremismus ist fragwürdig!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wenn ich eine Tochter hätte – blieb mir leider verwehrt, ich hätte gern noch mehrere Kinder gehabt – hätte ich sicher auch nicht gewollt, dass sie als ‚Wanderpreis‘ durch die oberen Klassen geht. Aber mit andern Mitteln als durch Zwang. Ich hab meinen Söhnen auch meine Wertmassstäbe mitgegeben, wieweit sie die zu ihren machen, entscheiden sie schlussendlich selbst. Eine Zeitlang war die grosse Rebellion angesagt, aber nun stelle ich zunehmend fest, dass meine Saat auf fruchtbaren Boden fiel. ‚Eure Kinder sind nicht eure Kinder……‘, das Gedicht von Gibran bringt es auf den Punkt.

      • A. Kaufmann sagt:

        Natürlich finde ich eine Vergewaltigung etwas sehr schlimmes. Das „sonst“ bezieht sich auf mein Statement, dass Sexualität etwas sehr intimes und verletzliches ist.

        Sexualaufklärung in der Schule finde ich ok, solange es um die Biologie der Fortpflanzung, sowie um die Warnung vor den Risiken geht. Ich wehre mich gegen die Tendenz, Sex auf die gleiche Ebene zu stellen, wie man Hände schüttelt. Klar, die Leute im Film sind auch mir extrem, doch Enthaltsamkeit finde ich trotzdem gut – gerade für Teenager! Warum sollen Kinder Sex haben und Kinder kriegen, bevor sie Autofahren dürfen?

    • tom yemer sagt:

      eigenartig, habe nicht gelesen das die jungen männer auch ein gelübde ablegen. scheinbar können diese nicht „unrein“ werden!! ?

    • Lisa sagt:

      Und wie ist das mit der Reinheit und Unversehrtheit der Söhne?

  • Sigi sagt:

    Naturam expellas furca, tamen usque recurret.
    (Treib die Natur mit der Heugabel aus – sie kehret doch wieder.)

    Horaz

  • Sigi sagt:

    Der du, Eros, tyrannisch Gott und Menschen beherrschst!

    Euripides

  • alter hase sagt:

    Bravo Frau Fischer. Mit Ihrem Beitrag voll ins „schwarze “ getroffen.

  • Tusnelda sagt:

    Mir ist dieser Vater allerhöchstsuspekt. Von Familienwärme sehe ich da nichts, sondern nur seit der Kindheit auf Vaterabhängigkeit konditionierte Mädels. Es gibt auch psychischen Missbrauch, und was er da treibt, ist m.M. nicht weit entfernt davon. So wie seine Töchter und diese heulende Mutter ihn anhimmeln, kommt in mir zudem das Gefühl auf, das da viel nicht stimmt. Wer weiss, ob der nicht unter dem Deckmanntel „Gott will es so“ seine Töchter auch körperlich missbraucht. Die würden sich ja für ihn lynchen lassen. Eltern haben die verdammte Pflicht, ihre Kinder loszulassen!!!!!

  • giorgio sagt:

    Am besten würden diese Leute auch nach der Heirat auf Sex verzichten, dann würde sich das Problem mit der Zeit von selber erledigen 🙂

    • Mami2011 sagt:

      Genau! Ich bin gespannt, was der Blogger Kurt Müller zu diesem Bericht sagen würde. Der fände diesen Artikel bestimmt super!

  • O. De Lagery sagt:

    Es handelt sich ja nur um die Maximalposition gegenüber der anderen Maximalposition, dem anderen Extrem: Dass Sexualität gleichgesetzt wird mit möglichst viele sexuelle Erfahrungen „sammeln“, einhergehend mit einem totalitären Körperlichkeitskult, einer Übersexualisierung auf allen Kanälen, die den Imperativ hektischer sexueller Aktivität als allein seligmachende und „gesunde“ Form von Sexualität formuliert. Nur Ausleben immer alles, Keuschheit als Kapitalverbrechen und Symbol mangelnder „Fortschrittlichkeit“.

    Man sollte immer fragen: Was wäre denn das genaue Gegenteil davon? Und erschrecken.

    • Auguste sagt:

      hmm…, dass sich die extreme immer schon berührten, ist eine alte weisheit. das erschrecken müsste sich folglich in grenzen halten, weil einem die gegenteilige position eigentlich recht bekannt vorkommen müsste. und sich immer über bekanntes den kopf zu zerbrechen, scheint mir kaum zielführend zu sein. schlüssigkeit müsste wohl eher irgendwo auf der kreisbahn gesucht werden und nicht dort, wo er sich schliesst. ziemlich paradox.

    • Aileme sagt:

      Das sind sicher 2 Extreme, aber das Gegenteil? Beide zeichnen sich doch dadurch aus, dass sie Sex total ueberbewerten. Sex macht mich weder schmutzig, noch wertet es mich auf. Meine Sexualitaet ist ein Teil von mir, aber doch nicht der allerwichtigste. Und in keiner Weise geht meine Sexualitaet jemand anderen etwas an (ausser der Person, mit der ich sie teile). Meine Sexualitaet ist absolut privat, und ich wehre mich dagegen, dass sie von irgendjemandem vereinnahmt wird, um mich zu beurteilen, sei es, weil ich angeblich zu viel oder zu wenig Geschlechtsverkehr haette. Dies ist nur zulaessig,

      • Aileme sagt:

        … sollte ich mit meiner Sexualitaet anderen schaden.

      • Valeria sagt:

        Da stimme ich Aileme zu, insbesondere dem Argument, dass es sich hierbei um zwei Extreme handelt und keinesfalls um etwas Gegenteiliges. Sind nicht gerade diese beiden Punkte sogar zwei Seiten der gleichen Medaille?

        Oder anders: „oversexed and underfucked“ sei unsere Gesellschaft, hat ein alter Bekannter mal gesagt. Der Spruch ist nicht neu und auch nicht von ihm. Aber treffend, jedenfalls ist so mein Empfinden.

  • Auguste sagt:

    hmm…, vor ein paar jahren landete dieser song weit oben in den us-charts. auf den ersten blick eine kleine sacharin-orgie, entpuppt er sich in diesem besonderen kontext als herold einer entwicklung, die man auf den gesundheitstipps-seiten der apotheken-umschau wohl eher nicht finden würde – obwohl, denen ist auch alles zuzutrauen. weil mir als buben-vater die gefühlswelt von „daddy’s girl“ naturgemäss etwas fremd ist, sollte mein urteil zwar mit etwas vorsicht genossen werden, aber wer sich aufführt wie die, hat sie ganz einfach nicht mehr alle.

    youtube: chuck wicks – stealing cinderella

    • Aileme sagt:

      Der Saenger hier hat aber scheinbar keine Ahnung vom entsprechenden Maerchen. Selbst in der Disney-Zucker-Variante von Aschenputtel ist ihr Vater das @rschl0ch, das in keiner Weise verhindert, dass sie von der Stiefmutter und deren Toechtern misshandelt wird. stealing sleeping beauty haette da noch eher gepasst, wobei das unkeusche Ding sich noch vor der Ehe kuessen liess – wiederlich…

      • Michael Strässle sagt:

        Der Kuss ist nur die entschärfte Grimm Variante. In älteren Varianten geht es da ganz anders zur Sache.

  • Urs sagt:

    Interessant, interessant…. Die Frauen bleiben Jungfrau bis zur Ehe und der Ehemann (ich meine den Soldaten aus dem Artikel…)?
    Wer schon mal Amerikanische Soldaten im Ausgang erlebt hat, nachdem sie wochenlang auf einem Schiff unterwegs waren, für den ist offensichtlich, dass das Keuschheitsgelübte hier nur einseitig eingehalten wurde….

    • O.T. sagt:

      Der darf ja auch ausprobieren, wer soll denn später der perfekten Jungfrau die Tricks der der perfekten Frau beibringen können 😉 Da muss der Soldat schon zunächst mit irgendwelchen Schapsdrosseln auf irgendwelchen versauten Toiletten üben.

    • Blitz Blank sagt:

      Die prächtigen Uniformen, Rituale und Zeremonien stehen im Kontrast zur menschenverachtenden Dynamik des Kriegshandwerks.

  • Iosseb Dschughaschwili sagt:

    Der ganze religiöse Fanatismus der Evanglikalen zusammen mit dem politischen Verfolgungswahn der Tea Party in den USA gründet auf einer abgrundtiefen Identitätskrise der weissen Mittelklasse in den USA. Seitdem der Kalte Krieg zu Ende ist und die Globalisierung Einzug gehalten hat wird diese Voksgruppe gebeutelt durch eine politisch-moralische Schaumschlägerei und eine wirtschaftliche Ungewissheit. Statt in die Kompetivität und die Bildung dieser Volksgruppe zu investieren, haben sie die Neokonservativen mit neuen Feindbildern und alten Mythen abgespiesen und damit den Niedergang eingeleitet.

    • Beno sagt:

      Wou…Iosseb Dschughaschwili..das war jetzt kein Hillibilly…….DIE haben sie jetzt eingemacht !

  • peter sagt:

    ich freue mich besonders darauf, diesen film zu sehen, weil die vorstellung von keuschheit und reinheit von kindern und frauen nicht bloss in vereinzelten sekten zentral ist, sondern für unsere ganze gesellschaft. warum will man denn die frauen weiss anziehen zur hochzeit?

    • Bitta sagt:

      Die Gesellschaft, dh die heiratenden Frauen, werden wohl kaum an die Keuschheit denken, wenn sie ein weisses Hochzeitskleid tragen – es ist vom Dogma einfach zur Tradition geworden. Ausserdem, wer will die Frau weiss anziehen? Das ist ihre Entscheidung, Alternativen gibt es genug.

  • Blitz Blank sagt:

    Zur „Herrschaft von Vätern bzw. Männern“ gibt es eine bemerkenswerte Geschichte, die einer Pavian-Horde passiert ist:
    Pavian-Gesellschaften werden normalerweise von dominanten Alpha-Männchen beherrscht. Das sind richtige Tyrannen und sie können alles haben und alle terrorisieren.
    Die Pavian-Horde, bei der Robert Sapolsky die Auswirkungen von Stress erforschte, entdeckte eines Tages menschlichen Müll als Nahrungsquelle. Leider war darunter auch mit Tuberkulose verseuchtes Fleisch.
    Resultat war, dass alle dominanten Männchen krepierten. Dies führte zu einem drastischen und vor allem bis heute anhaltendem Gesellschaftswandel in dieser Pavian-Horde.

    Wer mehr erfahren möchte:

    http://www.youtube.com/watch?v=eYG0ZuTv5rs

    Ab 44:25

  • Ramona sagt:

    Sehr gut geschriebener Artikel.
    Irgendwie würde ich diesen Film gerne anschauen, nur um ihn danach kritisch zu besprechen. Gleichzeitig habe ich Angst, dass ich aggressiv werde gegenüber diesen Zwängen welche den jungen Mädchen auferlegt werden während diese sich ja kaum wehren können, da dem Vater schliesslich alles geglaubt wird.
    Ein sehr kontroverses Thema, welches schlussendlich wieder darauf zurückführt, dass Mädchen zu oft noch fremdbestimmt sind und in der Erziehung keinen Wert auf ihr Selbstverständnis gelegt wird.

    • andrea fischer sagt:

      Schauen Sie ihn sich ruhig an, er ist es wirklich wert und nicht einfach schwarz-weiss.

  • Peter Stähli sagt:

    Der Vater gehört ins Gefängnis wegen Freiheitsberaubung und Nötigung. Es wird Zeit solche Sekten zu verbieten, dringendst, auch in der Schweiz. Wer die Bibel als Handlungsgrundlage nimmt hat Wahnvorstellungen und braucht wohl psychiatrische Betreuung.

    • Boban sagt:

      Dann müssten ja alle Christen dorthin, denn die glauben nach der Bibel und die Bibel als Grundlage ihres Glaubens, oder nicht?

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Also nochmals, ohne das böse Wort:

    “Wo Gott und Vater entscheiden, wann die Tochter zur Frau wird” ist auch ein uaS – blöder Titel für das heutige Thema. Mädchen werden zu Frauen, wenn sie die erste Mens haben, nicht wenn sie mit einem Mann schlafen, so allmächtig sind Männer nicht, auch wenn sie sich das immer wieder einbilden.

    • alien sagt:

      Aber Pippi, es geht doch genau darum, die Idiotie dieser Aussage zu zeigen… Du tust niemandem und nichts einen Dienst, wenn Du einfach alles kritisierst.

    • Kaa Bock sagt:

      Interessanterweise wird die genau gleiche Definition (das erste Mal macht den Mann zum Mann) auch bei Männern bemüht, aber Pippi wäre ja nicht Pippi, wenn sie nicht aus jedem Sätzli ein Beweis für das noch immer latent regierende Patriarchat machen würde…

      • Bitta sagt:

        naja, was denn sonst soll einen Mann zum Mann machen? Eine Mens bekommt er ja nicht, also der erste Samenerguss?

      • marie sagt:

        ja die weibliche entjungferung ist anatomisch manifest – die männliche nicht. die erste geschlechtskrankheit evtl.?

      • Auguste sagt:

        hmm…, marie, wäre sie vermutlich auch, aber meistens ist niemand anders zugegen, wenn wir diesen etwas belämmerten und möglicherweise auch etwas bescheuerten, aber ziemlich zufriedenen ausdruck im gesicht hatten, damals in jenem moment.

      • Kaa Bock sagt:

        Zum Beispiel der erste Samenerguss, oder der erste Vollsuff, oder die erste Handgranate, oder das erste mal Sex mit einer Rothaarigen oder der 18 Geburtstag… Was weiss ich, ist es nicht eh vollkommen bescheuert, das Mann- resp Frauwerden an ein spezielles Ereignis knüpfen zu wollen?
        Worum es mir geht: Bei beiden Geschlechtern gib es in unserer Gesellschaft die behämmerte Definition des Frau- bzw Mannwerdens über den ersten Geschlechtsverkehr. Man könnte jetzt einfach sagen „das ist doch doof“ aber nein, Pippi muss daraus gleich irgend ein Männer-Macht-Blabla machen. Echt patologisch..

      • marie sagt:

        was, das hymen habt ihr in dem falle im gesicht? 😆 …ja, jetzt wo sie es erwähnen. das könnte natürlich vermieden werden, wenn sohnemann mit mutti und silberricng das gleiche gelöbnis leisten würde… 😉

      • Katharina sagt:

        Eine Kombination der Kräfte – unsere medien-und gesellschaftsgetriebener Jungfräulichkeitsfetisch, eine Erhöhung von nur Abstinenz-Erziehung, und der strategische politische Rollback der Rechte der Frauen als primäre Schuldige – hat einen Moloch der unrealistischen sexuellen Erwartungen für junge Frauen geschaffen. Dieses Ideal der Reinheit, das ihnen in einem Aspekt ihres Lebens aufgezwungen wird, weil es unmöglich zu leben ist, treibt viele junge Frauen in die Wahl der hypersexualisierten Alternative, die ihnen überall angeboten wird, als die einfachere und attraktivere Option.

      • Katharina sagt:

        somit geht es sehr wohl um das Rollenbild der Frau in unserer Gesellschaft.

      • Kaa Bock sagt:

        Hä?

    • Tomas sagt:

      Hmm, also ich würde nicht die kleinen Fräuleins als Frauen bezeichnen, die heutzutage schon ihr Mens bekommen. Und wenn man eine solche „Frau“ als Sexgespielin haben sollte, wird man als Kinderschänder gebrandmarkt, zurecht meiner Meinung nach.
      Was „das erste mal“ für eine Frau bedeutet weiss ich natürlich nicht so genau, aber ein junger Mann nimmt es schon als eine Art Meilenstein wahr.

      • xyxyxy sagt:

        ist doch alles Hans wie Heiri doof. Weder Geschlechtsreife noch Geschlechtsverkehr machen jemanden automatisch Erwachsen (Mann/Frau).

      • E.H.Roth sagt:

        tja, also bei mir und vielen Genossen war das relativ simpel. Nach 17 Wochen RS hiess es: so jetzt bist du ein Mann.

      • marie sagt:

        @hr roth
        und das nur, weil sie endlich dort gelernt haben das bett ordentlich zu machen 😉

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ xyxy und Kaa

        Einfach und direkt auf den Punkt gebracht. Aber wenn man es so sieht, gibt es doch zu wenig Platz für Verschwörungstheorien und Streitereien…

    • tststs sagt:

      Und ich bin froh, dass sich mein inneres Mädchen weder mit der Mens, noch mit dem ersten Mal gänzlich verabschiedet hat…
      😉

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    „Wo Gott und Vater entscheiden, wann die Tochter zur Frau wird“ ist auch ein saublöder Titel für das heutige Thema. Mädchen werden zu Frauen, wenn sie die erste Mens haben, nicht wenn sie mit einem Mann schlafen, so allmächtig sind Männer nicht, auch wenn sie sich das immer wieder einbilden.

    • Brunhild Steiner sagt:

      😉
      und wär auch unfair all jenen Frauen gegenüber, welche aus welchen Gründen auch immer,
      nie sexuellen Verkehr hatten…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Finde ich auch Brunhilde.
        Weiter unten wird dann wieder mit Schaum vor dem Mund argumentiert, aber ich sehe, dass es Leute hat im Blog, die klar denken können. Das ist ein Aufsteller! 🙂

  • Diego Braun sagt:

    Der Titel sagt es:(die kastrierte Frau) nein, nicht in Gänsefüsschen! Kastrierte Männerhirne,getragen von abstrusen Phantasien und Frauen als „bystander“ mit einem verworrenen Abhängigkeitsverhältnis zu ebendiesen. Manipulation eines Kindes pur. Und Gott? Gott hat damit nichts zu tun.Alles aus Hirnen geboren und nicht mehr!!!Und das Ganze hat wahrlich nichts spirituelles an sich.Irrwege!

  • G. Wüthrich sagt:

    Das Ganze ist schon sehr amerikanisch. Für uns Europäer ein Riesentheater. Man sollte aber aufpassen, dass man dann nicht Rundumschläge macht und seinem Zorn über andere Lebenskonzepte als das Eigne freien Lauf lässt. Vielleicht sind unsere Vorstellungen übers Leben auch nicht immer „das Gelbe vom Ei“.

    • marie sagt:

      oh diese bewegungen machen vor der schweizergrenze keinen halt, fr/hr wüthrich. man denke an basileia vor nicht allzu langer zeit… und es gibt freikirchen, die das mittlerweile schon seit geraumer zeit hier in der ch zelebrieren… spnner sind überall!

      • Boban sagt:

        @Marie
        Also diese Leute als Spinner zu verurteilen find ich völlig daneben, auch wenn ich für mich es nicht gut finde. Aber wer kann schon sagen, dass Ihr Leben das Richtigere ist? Diese Personene haben sich dafür entschieden und basta. Mehr Akzeptanz und Respekt dem anderen gegenüber!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @marie:
        „die das mittlerweile schon seit geraumer zeit hier in der ch zelebrieren“
        Die purity balls?
        Oder meinen Sie die dahinterstehenden Gedanken als Lehrmeinung vertreten?

      • Marco Casutt sagt:

        @Boban: Nein, diese Personen entscheiden eben auch für andere, nicht bloss für sich. Und ja, natürlich sind das Spinner.

      • marie sagt:

        @bs
        auch purity balls – die gibt es seit ein paar jahren auch hier in der schweiz. natürlich nicht in dem ausmass. ich gehe mal googeln – mir ist so, dass mal eine reportage darüber im tv war.

      • Blitz Blank sagt:

        @Boban

        „Also diese Leute als Spinner zu verurteilen find ich völlig daneben“

        Da gebe ich ihnen Recht.

        Wir haben kein Recht andere Menschen zu beurteilen oder zu verurteilen.
        Die Handlungsweisen von Menschen hingehen kann man hingegen sehr wohl beurteilen bzw. verurteilen.

      • marie sagt:

        ich wurde so erzogen – ich weiss wovon ich spreche, wenn ich eltern als spinner hinstelle, die ihre kinder als besitz behandeln. inkl. jungfräulichkeit. ich bleibe dabei – es sind spinner und wir sind im 21. jhd.

      • marie sagt:

        @brunhild steiner
        „aktion wahre liebe wartet“ organisiert solche bälle, habe aber auf die schnelle nichts gefunden – aber die gibt’s, offenbar sind sie sogar europaweit organisiert…

      • E.H.Roth sagt:

        hm, wenn Eltern sich für eine bestimmte Lebensweise entscheiden ist das das eine aber wenn es um den Nachwuchs geht ist es einfach was anderes weil die Kinder keine Wahl haben und demzufolge den „MIst“ der Eltern mitmachen müssen. Ich erinnere mich an eine Zeit, da durften Mädchen nicht ohne einen Aufpasser aus dem Haus… der sogenannte Kerzenhalter hing wie ein Schatten auf Schritt und tritt am Rockzipfel …

      • marie sagt:

        ja, aber bei mir war’s lustig, weil meine oma (jahrgang 1905!) dazu meinte, dass ich nicht so müsste wie sie und meine mutter. ich soll machen was ich will, ich hätte ja schliesslich ein hirn unter der schädeldecke und diese zeiten wären gott sei dank längst vorbei. ich habe mich natürlich an omas rat gehalten, zum leidwesen meiner eltern 😉

      • marie sagt:

        würde allen eine solche oma wünschen, etwas vom besten überhaupt!

      • Blitz Blank sagt:

        @marie

        So schön!
        So eine gute, weise Oma ist unbezahlbar!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @marie:
        danke fürs Nachschauen,
        Bälle und öffentliches Zeremoniell finde ich da schon leicht übertrieben, wenn wirklich nötig, dann sicher erst mit 18.
        Und konsequenterweise für beide Geschlechter!

        Aber grundsätzlich finde ich das Konzept nicht so unheilbringend und zerstörend,
        da beängstigen/beunruhigen mich andere Tendenzen/Ideologien/an-den-Nachwuchs-bringen also definitiv weit mehr!

      • marie sagt:

        ich habe nichts gegen das „zelebrieren“ an und für sich, aber dann bitte unter gleichaltrigen und volljährig und me ohne ring. und kein versprechen.
        aber papa mit 13 jährigen… für mich geht das gar nicht. sorry, so einer spinnt. dem ist nicht klar (oder eben sehr wohl klar) was das bedeutet. furchtbar.

      • Katharina sagt:

        BS: siehe auch http://www.icf.ch/

      • Katharina sagt:

        BS: „Aber grundsätzlich finde ich das Konzept nicht so unheilbringend und zerstörend“

        Warum das ganze sehr bedenklich ist, kannst du hier nachlesen:

        http://www.nerve.com/love-sex/the-purity-myth

      • Brunhild Steiner sagt:

        @marie:
        bin absolut Ihrer Meinung was das „Versprechen-abgeben“ betrifft, wie gesagt, wenn das wirklich so ein Bedürfnis nach zeremoniellem Ablauf kreiert, ab 18 für xx und xy,
        und ebenfalls klar, wenn schon Versprechen, dann direkt an die Person welcher/e mit diesem Konzept verbunden ist (also Gott), in einem Gebet oder wie auch immer.
        Aber diese Menschen deswegen als „Spinner“ zu bezeichnen geht mir definitiv zu weit.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina:
        ich habe zu wenig Einblick in die betroffene Familie und deren gemeindlichem Umfeld.
        Aber ich bin der Meinung dass man diesen Überzeugungen, welche für viele beängstigend erscheinen und mit negativen Folgeerscheinungen verbunden werden, auch auf gesunde Art und Weise nachleben kann, ohne Ausschluss und Kontaktsperren wenn sich ein Kind für was anderes entscheidet.

      • tststs sagt:

        Ich finde die Bezeichnung „Spinner“ zulässig. Ich würde aber nicht die Leute selber angreifen, sondern ihr „Fundament“? So bin ich ziemlich sicher, würden einige dieser Neo-Radikalen aus allen Wolken fallen, wenn sie sich mal ernsthaft damit auseinandersetzen würde, wo und unter welchen Umständen zB die Bibel entstanden ist. Wer hinsteht (vllt. nicht gerade diese Familie) und sagt, die Bibel sei Gottes Wort (also an einem Tag geschrieben und den Menschen überreicht worden), den darf man getrost als Spinner bezeichnen… nicht einmal mehr der Vatikan hält an so einem Humbug fest…

      • marie sagt:

        na ja brunhild. was ist wenn ein mädchen in diesen fundikreisen gegen das gelöbnis/versprechen verstösst? die wird von den eigenen eltern als hure und nutte beschimpft… und womöglich auch als solche behandelt, meist ein leben lang. das ist dann logischerweise dann nur eine logische konsequenz dieser fundis. und das ist für mich spinnen, da bei diesen purity-balls sexualität in einer form überbewertet wird, die eben an symbolkraft meine auffassung von verantwortungsvoller sexualität bei weitem verfehlt.
        diesen mädchen/frauen rat ich wirklich sobald es geht von dort abzuhauen.

      • marie sagt:

        2. versuch: na ja brunhild. was ist wenn ein mädchen in diesen fundikreisen gegen das gelöbnis/versprechen verstösst? die wird von den eigenen eltern als prostituierte beschimpft… und womöglich auch als solche behandelt, meist ein leben lang. das ist dann logischerweise dann nur eine logische konsequenz dieser fundis. und das ist für mich spinnen, da bei diesen purity-balls sexualität in einer form überbewertet wird, die eben an symbolkraft meine auffassung von verantwortungsvoller sexualität bei weitem verfehlt.
        diesen mädchen/frauen rat ich wirklich sobald es geht von dort abzuhauen.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ tsts

        Also diese Kritik scheint mir jetzt ein wenig gar unfundiert. Ist jetzt nicht besonders relevant, aber nimmt mich jetzt doch wunder. Wie kommen sie darauf, dass jemand glauben könnte, die Bibel wäre an einem Tag geschrieben worden? Das macht ja selbst dann keinen Sinn, wenn inhaltlich die ganze Bibel falsch ist. Wie könnte sich so etwa eine Person aus dem neuen Testament auf eine schrift aus dem AT berufen? Und genausowenig ergibt es Sinn, wenn die Bibel mal von Gott geschrieben und dann an die Menschen übergeben worden wäre. Dann wären ja die ganzen Briefe ziemlich merkwürdig…

      • Katharina sagt:

        „Aber ich bin der Meinung dass man diesen Überzeugungen, welche für viele beängstigend erscheinen und mit negativen Folgeerscheinungen verbunden werden, auch auf gesunde Art und Weise nachleben kann, ohne Ausschluss und Kontaktsperren wenn sich ein Kind für was anderes entscheidet.“ Ich verstehe nun nicht, was das in der Logik mit meinem Hinweis auf Hintergründe und Gefahr solcher Gelöbnisse zu tun hat. Nämlich, welches Frauenbild mit dem ganzen transportiert wird. Ist dies nun wieder einmal einer von den Momenten, wo Du auf den Link nicht klickst, weil er nicht auf euer Gebiet anwendbar sei?

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Ich selbst würde mich ja als Agnostiker bezeichnen. Aber für eine Bibelkritik müsste man m.E. schon etwas mehr Ahnung von der Materie haben. Sonst kommt es etwas gar gehaltlos rüber…

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ Kath

        Ich weiss nicht, was du die ganze Zeit mit deinen Links hast. Ist ja schön und gut, wenn auf irgend eine wissenschaftliche Studie verwiesen würde. Aber wieso sollte die Meinung irgendeiner Bloggerin irgendwie speziell gewichtet werden? Oder hat meine Meinung auch mehr Gewicht, wenn ich sie auf einen Blog schreibe und dann hier einfach den Link poste?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tststs:
        “ Wer hinsteht (vllt. nicht gerade diese Familie) und sagt, die Bibel sei Gottes Wort (also an einem Tag geschrieben und den Menschen überreicht worden),“
        korrekt wäre „von Gott inspiriert“, plus Aufzeichnungen, Abstammungstabellen etc etc,
        aber das mit „einem Tag geschrieben u den Menschen überreicht“, da wenden Sie sich an die falschen Protagonisten
        das wurde noch nie von irgendjemandem aus dem „christlichen Kuchen“ so gesagt.
        Die Bibel ist eine Bibliothek aus verschiedensten Büchern mit verschiedensten Verfassern aus verschiedensten Zeiten- niemand hat das je bestritten.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @marie:
        ich weiss nicht auf welche „Fundikreise“ Sie sich beziehen und was alles Sie diesbezüglich miterleben mussten.
        Aber ich bin der Meinung dass sich „Fundikreis“ (weil es manchmal nicht viel braucht um in dieser Schublade zu landen) und Freiheit, guter Umgang bei Andersentscheidung, sich nicht ausschliessen.
        Warum sollte ich meine Tochter aus dem Haus werfen und als Nutte beschimpfen
        wenn sie sich für einen anderen Weg entscheidet?
        Oder anders gefragt, warum wird davon ausgegangen, dass dies automatisch das Szenario wäre?

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ BS

        So ist es. Was natürlich noch gar nichts über den Inhalt aussagt.
        Aber als Kritiker macht man nicht gerade eine gute Falle, wenn einem schon die Kenntnisse der grundlegendsten Grundlagen abgehen. 😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        an die Köchin da es sperrt:
        @marie:
        ich weiss nicht auf welche “Fundikr” Sie sich beziehen und was alles Sie diesbezüglich miterleben mussten.
        Aber ich bin der Meinung dass sich “Fundikr” (weil es manchmal nicht viel braucht um in dieser Schublade zu landen) und Freiheit, guter Umgang bei Andersentscheidung, sich nicht ausschliessen.
        Warum sollte ich meine Tochter aus dem Haus werfen und als N beschimpfen
        wenn sie sich für einen anderen Weg entscheidet?
        Oder anders gefragt, warum wird davon ausgegangen, dass dies automatisch das Szenario wäre?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @marie:
        aha, es war weder Ihr Name, noch Fundikreis, sondern das Wort mit n…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina:
        ich habe geschrieben dass ich das zeremonielle Tamtam nicht nötig finde,
        aber den Grundgedanken dahinter nicht ablehne.
        Und für mich steht hinter diesem Grundgedanken
        eben keine Frauenverachtung etc usw-
        und ich erlebe sie hier nicht.
        Wie das in jener Familie und Gemeinde abläuft, kann ich nicht beurteilen da ich sie nicht kenne.
        Aber ich kenne genügend Gemeinden der verschiedensten Richtungen wo ich mich als Frau geachtet und wertgeschätzt fühle.

      • Katharina sagt:

        MdH: Deine Borniertheit ist ja repräsentativ. Was es mit dem Link auf sich hat: die Autorin ist nicht einfach irgendeine Bloggerin, sondern die Autorin des Buches The Virginity Myth – eines der relevantesten Bücher zum Thema – aus welchem übrigens auch ein Film gemacht wurde, lange vor virgin tales. Also weshalb sollte ich redundant das ganze reproduzieren? Da ist doch der direkte Verweis effizienter. Wir reden hier also nicht von ‚irgendeiner wissenschaftlichen Studie‘.

        Immerhin wurde ein gefährlicher Trend in meinem Land thematisiert, oder nicht?

      • Katharina sagt:

        Marie: „diesen mädchen/frauen rat ich wirklich sobald es geht von dort abzuhauen.“ – Leider ist es so, dass das sehr oft geschieht, weil diese jungen Frauen keinen anderen Ausweg sehen, wegen dem massiven Druck im Familienkreis. Sie machen dann oft den sehr weiten Weg als Autostopperinnen quer durchs Land und enden dann hier in Südkalifornien als Gestrandete. Obdachlos, mittellos. und sehr gefährlichen Kreisen ausgesetzt. Oft überleben sie es nicht. Frischfleisch, Sie wissen schon. Die Polizei hier hat reihenweise Ordner mit Jane Doe fällen. Namenslosen. das ist die blutige Realität.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ Kath

        Sie ist eine berühmte Feministin. Vermutlich teilt sie deine Aussagen. Aber das lässt sie nicht gerade als unangefochtene, objektive Expertin erscheinen. Geht es um ein Gesetz, kann niemand sagen, die Vernehmlassungsunterlagen gingen ihn nichts an, weil das Gestz darauf fusst. Ebenso kann man sich kaum Einstein verschliessen, wenn es um die Relativitätstheorie geht.

        Aber es ist nicht unumgänglich, dass man sich mit jeder Meinung auseinandersetzt. Darum finde ich es etwas seltsam anmutend, dass du immer das Gefühl hast, man müsse deine Meinungsvertreter lesen…

      • Katharina sagt:

        deshalb muss mit aller Deutlichkeit auf die Gefahr solcher ‚Reinheitsgebote‘ hingewiesen werden. Und auf den ganzen Wahnsinn solcher Auffassungen von Religion oder meiner Meinung nach eben, dass Religion Wahnsinn ist.

      • Blitz Blank sagt:

        @Brunhild Steiner

        „Aber ich kenne genügend Gemeinden der verschiedensten Richtungen wo ich mich als Frau geachtet und wertgeschätzt fühle.“

        Tja, das ist wohl der grosse Gewinn, den man/frau in Gemeinschaften erleben kann. Was aber, wenn man/frau die dort geltenden Gesetze, Normen und Tabus verletzt? Ist dann die Wertschätzung auch noch vorhanden oder wird man unter Druck gesetzt oder als schwarzes Schaf ausgespuckt?
        Meiner Meinung nach zeichnet sich die Qualität von Gemeinschaften durch die Art aus, wie sie Konflikte lösen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Blitz Blank:
        „Meiner Meinung nach zeichnet sich die Qualität von Gemeinschaften durch die Art aus, wie sie Konflikte lösen.“
        Vollkommen einverstanden!
        Den einen ist das gut, den anderen weniger gut gelungen, und manchen gelingt es auch heute nur mit Schwierigkeiten.

        Und je überzeugter „mein elterlicher Wertmassstab, desto bewusster muss ich mich meinem Umgang mit möglichen Alternativwahlen meiner Kinder stellen. Aber ich glaube dass das möglich ist.

      • Katharina sagt:

        MdH: „Geht es um ein Gesetz, kann niemand sagen, die Vernehmlassungsunterlagen gingen ihn nichts an, weil das Gesetz darauf fusst. Ebenso kann man sich kaum Einstein verschliessen, wenn es um die Relativitätstheorie geht.“ ich sehe nicht, was das mit dem Thema zu tun hat.

        „Aber es ist nicht unumgänglich, dass man sich mit jeder Meinung auseinandersetzt. Darum finde ich es etwas seltsam anmutend, dass du immer das Gefühl hast, man müsse deine Meinungsvertreter lesen…“

        Wenn Du denkst, meine Meinung zum Thema sei nicht relevant, dann halte Dich doch bei einem Amerikanischen Thema aussen vor. Und danke für die Blumen. Du denkst wohl du seist besonders schlau. So gibt es erstens keine Objektivität und zweitens ist das Werk als sehr relevant anerkannt. Auch wenn dir Feminismus nicht passt, so ist er doch sehr relevant, vor allem, wenn wir uns in einem Kriegszustand befinden. Einem Krieg gegen Frauen – siehe strategischer politischer Rollback der Rechte der Frauen. Da bist du nun wohl nicht relevant, denn du scheinst von den Zuständen hier wirklich keine Ahnung zu haben. Und diese scheinen ja überzuschwappen nach Europa.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Grundsätzlich liegt auf jedem Gebiet/feste Lebensüberzeugung die Gefahr von Vereinnahmung und ausschliessenden Tendenzen bei Abkehr von der „einen wahren Lehrmeinung“- ob nun auf religiösem Boden, ernährungstechnischem, politischem, in welchem Verband man zu sein hat und wo mit Bestimmtheit sicher nicht usw etc.

      • marie sagt:

        @bs
        Brunhild verstehen sie mich bitte nicht falsch, ich glaube wir sind uns mehr eing als dass sie denken. Ich habe nichts gegen streng gläubige menschen. wenn dann sollen sie das versprechen gott selbst geben und mit gleichaltrigen, xx u. xy dies zelebrieren. Bis da sind wir uns einig. Mich stören die p-balls, und zwar weil das gelöbnis/versprechen dem vater gegeben wird (als stv gottes?). das geht nicht. Als christlich erzogen weiss ich das! Und das verprechen zu brechen, bedeutet in diesen kreisen ende, finito, aus – nicht mehr meine tochter. sie ist eine ettun (rückwärts).

      • marie sagt:

        @katharina
        Ich bin so erzogen worden und habe rebelliert (oma hat mich darin bestärkt, habe ich weiter oben beschrieben, ins gymi durfte ich als mädchen auch nicht).
        Folge: am letzten schultag schmiss mich mein vater raus und seit dem bestreite ich mein leben selbständig – war keine 16! In den staaten hätte ich in der tat als j doe landen können, in bern bin ich mit einem blauen auge davon gekommen, kenne aber drogen und alkohol. Ich habe in deren augen nur versagt. Keine j-frau mehr, ü 40, nich verheiratet, keine kinder. Und mich nennt man in der sippe immer noch die ettun (rückwärts).

      • marie sagt:

        @bs
        um ihnen vllt bildlich zu erklären wie ich das sehe.
        dieses versprechen steht für mich symbolisch für den keuschheitsgürtel und der vater hütet den schlüssel. horror, so einer spinnt, sorry.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina:
        „…vor allem, wenn wir uns in einem Kriegszustand befinden. Einem Krieg gegen Frauen – siehe strategischer politischer Rollback der Rechte der Frauen.“
        Von dieser Sichtweise her gesehen, kann ich Deine vollkommene Ablehnung verstehen.
        Es deckt sich aber nicht mit dem was ich hier erlebe, auch den „zurück-an-den-Herd-Ruf“ höre ich so nicht, geschweige denn dass Töchter bloss marginalste Schulbildung benötigten.

      • Katharina sagt:

        eben. marie. selbst im vergleichsweise sicheren Bern hatten Sie Glück (blaues Auge). Und die Ausgrenzung besteht auch bei Euch. Von der eigenen Familie ausgegrenzt zu werden ist für einen jungen Menschen sehr schwer, weil das unmittelbare Bezugs Feld von Zuwendung und Ansprechpartner verweigert wird. es ist eine sehr grausame Strafe – und oft auch unmittelbarer Grund für Suizid als Form des inneren Ausreissens. Aber die Religioten jeder Denomination arbeiten mit Schuldgefühlen und drakonischen Strafen, seien die nun psychisch oder physisch. Deren ganzes System beruht doch darauf.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @marie:
        einig auch was den Ball betrifft und das Gelöbnis dem Vater gegenüber, für mich Grenzübertritt.
        Ich halte ihm aber zugute dass die Motivation noch einigermassen stimmt-
        wäre sehr spannend sich mit ihm dadrüber mal zu unterhalten.
        Da ist das von K angesprochene Buch, aber wird wirklich in jeder Familie und überwiegend mit Rausschmiss reagiert?
        Ist das der übliche Weg mit „Linienabweichern“?
        Was Ihnen passiert ist ist ein grosses Unrecht, und dass die Familie bis heute nicht über die Bücher gegangen ist einfach nur ein Jammer. Vertane Chancen…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina:
        „Aber die Religioten jeder Denomination arbeiten mit Schuldgefühlen und drakonischen Strafen, seien die nun psychisch oder physisch.“
        Doch nicht alle „Religiösen“ oder „Religionsüberzeugten“ oder „Gläubigen“ oder welcher Begriff auch immer,
        sind zwangsläufig „Religioten“.
        Ausgegrenzt werden kann auch in umgekehrter Richtung, ich kenne jemanden die sehr darunter leidet dass sie ihrer Familie (aufgrund von Drohungen) nichts von ihrem Glauben erzählen darf, sie hat nicht einfach in eine andere Richtung gewechselt welche nicht passt, sondern es passt nicht dass sie glaubt.

      • marie sagt:

        @bs
        in diesen kreisen wo die jungfräulichkeit so zelebriert wird, haben abweichungen keinen platz. für mich mit christlichem hintergrund steht aber ganz klar das verzeihen im vordergrund („jesus aber sprach: vater, vergib ihnen sie wissen nicht, was sie tun!“ – und das am kreuz genagelt.). wenn diese fundis anfangen würden, das verzeihen so zu zelebrieren, dann hätte ich keine bedenken.
        denn ich bin der überzeugung, dass wenn ein mädchen gegen dieses versprechen verstösst, wird sie immer darunter leiden, egal wie, wann, wo. sie ist damit stigmatisiert!

      • marie sagt:

        und brunhild ich war froh, und es war mein glück den rausschmiss. denn wäre ich zu hause geblieben, dann wäre es echt die hölle für mich UND meine eltern gewesen (dafür hätt ich dann gesorgt). sollte es ein transzendentes wesen geben, dann danke ich diesem für meine oma, den biss und das glück, das ich hatte und immer noch habe. 😉

        @katharina
        deshalb meine hass-liebe zu bern, von der ich nicht loskomme. denn ich weiss, wäre ich an einem anderen ort gewesen, ich wäre dann vollends abgestürzt. bern hat mir die zeit und den raum gegeben, mich selbst ins erwachsenenleben zu hieven.

      • Katharina sagt:

        BS: „Es deckt sich aber nicht mit dem was ich hier erlebe“ da bin ich mir nicht so sicher, ob es wirklich so anders ist. ich denke eher, der druck ist subtiler – in gewissen kreisen. nicht so direkt wie hier. Aber hier wird an jeder ecke in die Richtung gearbeitet. Hast du gewusst, dass die purity balls Bundesgelder erhalten? verrückt, und genau genommen gegen die Verfassung.

        Ich finde die Art der Propaganda der Antitheisten oft nicht zielführend und teilweise widersprüchlich. Zudem mache ich einen Unterschied zwischen Religion und Spiritualität.

      • Blitz Blank sagt:

        @marie

        Die christlichen Tugenden des Verzeihens und die Feindesliebe sind wohl die meist vernachlässigten oder „vergessenen“ in der vereinigten Christenheit.

      • marie sagt:

        sie sind nicht so „dienlich“… 😉

      • Blitz Blank sagt:

        Selektive Wahrnehmung bzw. Vergesslichkeit jedoch sehr..
        😉

      • marie sagt:

        stimmt 🙂

      • Blitz Blank sagt:

        Manche Neurologen sehen ja die menschliche Neigung, sich die Realität nach seinen Wünschen zurechtzubiegen, neurologisch bedingt. Entsprechend pessimistisch sind sie, dass diese beschränkte menschliche Erkenntnisfähigkeit ausreicht, um die komplexen Probleme, die wir uns mit unserer komplexen Welt erschaffen haben, angemessen lösen zu können.
        Schlussendlich ist der Mensch wie allen anderen Arten auch nur ein Experiment des Lebens – mit offenem Ausgang. Wir sind nichts Besonderes und haben keine Erfolgsgarantie. Das sollte uns eigentlich dankbarer, bescheidener und sorgsamer machen…

      • marie sagt:

        ich glaube wissenschaft kann vieles erklären, stösst aber an ihre grenzen, spätestens dann, wenn es anfängt irrational zu werden.
        wir leben echt im überfluss und wir könnten uns doch ein leben einrichten, das würde als maassstab hat. wir abreiten daran und ich hoffe, dass diese mädchen/frauen irgendeinen weg finden, da raus zukommen – wenn abhauen keine lösung ist, was dann? denn in diesem haus können sie auch nicht bleiben, zumindest die, die da ausbrechen wollen. sonst wird’s die hölle auf erden, im trauten heim. und das ist genauso schrecklich, wie abstürzen.

      • Katharina sagt:

        „Schlussendlich ist der Mensch wie alle anderen Arten auch nur ein Experiment des Lebens“ – mit dem nicht so kleinen Unterschied, dass wir die erste Spezies dieses Planeten sind, die ihre eigene Evolution beeinflussen kann und dies genau genommen seit der ersten Anwendung von Technologie (Werkzeuge und Feuer) schon länger tut als wir uns bewusst sind.

        Unsere Empathie-Fähigkeit jedoch ist im wesentlichen immer noch auf die Sippe beschränkt.

        Heisst das nun, diese Empathie soll durch Genmodifikation erweitert werden, so wir dann irgendwann einmal dazu in der Lage sein sollten?

      • Katharina sagt:

        BB: „Manche Neurologen sehen ja die menschliche Neigung, sich die Realität nach seinen Wünschen zurechtzubiegen, neurologisch bedingt“ – stimmt so formuliert eigentlich nicht, denn gerade aus neurologischer Sicht sollte klar sein, dass es so etwas wie objektive Realität gar nicht gibt, sondern alles ist Wahrnehmung und der wundervolle, aber komplexe kognitive Prozess, der im wesentlichen ein Abgleich von Wahrgenommenem mit gespeicherten Mustern ist. Realität per se (im Sinne des Einstein’schen Universums) ist auch nur eine Projektion eines komplexeren Universums auf 4 Dimensionen.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ Katharina

        Genauer lesen, weniger echauffieren… Ich sage nicht, dass deine Meinung weniger relevant als meine wäre. Aber eben auch die von der zitierten Dame nicht. Es ist bloss eine Meinung, welche man nicht kennen muss, um über das Thema zu diskutiert (anders bei der Relativitästheorie).
        Daher kannst du nicht erwarten, dass man sich hier mit der Meinung dieser Frau auseinandersetzt.

      • Blitz Blank sagt:

        @Katharina

        Das ist wahrlich einzigartig. Unsere durch Technologie erweiterten Fähigkeiten haben aber z.B. auch die Fähigkeit zum organisierten Genozid, wie in die Schimpansen kennen, zu einem industriellen Genozid des Holocaust erweitert.

        Wie gesagt, die Entwicklung ist offen. Es kann gut sein, dass die bewusste Evolution des Transhumanismus unser zukünftiger Weg sein wird. Es kann aber genau so gut sein, dass das Phänomen „Bewusstsein“ scheitert und sich selbst auslöscht (klassisches Beispiel: Selbstvernichtung durch Atomwaffen).

        Wir werden es sehen…
        😉

      • Katharina sagt:

        BB: ich weiss nicht was genau ‚der Weg des Transhumanismus‘ bedeuten soll. da bestehen einige Missverständnisse. Es gibt verschiedene Strömungen. Auf der einen Seite liberale auf Steroiden wie Fereidoun M. Esfandiary (FM-2030) und auf der anderen Seite die demokratischen Transhumanisten, die hinter dem Transhumanistischen Manifest stehen, das nichts weiter fordert, als sich den sich abzeichnenden und auch schon existenten Entwicklungen zu stellen und dass es gelte, dazu eine rationale, informierte Ethik zu entwickeln. Ohne dies sei unser Überleben gefährdet. sei es durch Ignoranz des Ganzen, oder eben dessen unreflektierte Anwendung. Meine Einschätzung ist, dass mehr ignoriert wird, als die Entwicklung mitverfolgt. so sind wir zum Beispiel einer Singularität künstlicher Intelligenz weit näher als der Mehrheit bewusst. Das ist nur noch eine Frage der Zeit.

      • Katharina sagt:

        MdH: „Daher kannst du nicht erwarten, dass man sich hier mit der Meinung dieser Frau auseinandersetzt.“ sehr wohl kann ich das erwarten, wenn ein amerikanisches Thema in diesen Blog aufgegriffen wird und insbesondere, wenn der Film, worauf der Artikel sich bezieht, eine Copycat Aktion (indem die Produzentin von Virgin Tales den Dokumentarfilm Purity Myth nachahmt) ist und die Autorin dieses Artikels hier es für müssig findet, die soziale Strömung per se und die Hintergründe zu recherchieren. Wer sich dann darüber aufhält, dass ich dazu den Lesern Hintergründe lieferte, und daraus eine Issue macht, kann nicht ernst genommen werden, denn Du hast ja dann nur eine persönliche Agenda, oder nicht? Schlussendlich eben lachhaft, dass die Borniertheit einiger Leute eine sachliche Diskussion verhindert..z.B. inwieweit diese soziale Strömung in der Schweiz auch seine giftigen Umtriebe macht oder nicht. Und ich bin überzeugt dass dem so ist. Muss ja nur hier nachlesen, oder nicht?

    • Blitz Blank sagt:

      @Katharina

      Eben, wir konstruieren uns die Realität. Diese Konstruktion kann der „echten“ Realität mehr oder weniger angemessen sein.

      Ich denke es gibt eine „echte“ von uns unabhängige Realität, nur können wir sie nicht direkt und vollständig erfahren. Die Gesetze der Physik bestimmen z.B. ob ein Flugzeug fliegt, nicht wir.

      Physikalische, chemische, biologische und ökologische Realitäten existieren unabhängig von der Vorstellung welche wir uns von ihnen machen.

      Schlussendlich heisst es auch für uns: „Adapt (to reality) or die“.

      • Blitz Blank sagt:

        Sorry falsche Stelle.

        🙁

      • Blitz Blank sagt:

        Nachtrag:
        Unsere Adaptionsfähigkeit ist durch unser Bewusstsein einfach erweitert und beinhaltet eine beschränkte Fähigkeit, DIE Realität zu manipulieren.

      • Katharina sagt:

        Ich denke auch, dass es eine von uns unabhängige Realität gibt. aber letztlich haben wir nur die kognitiven Fähigkeiten, die wir zur zeit haben – erweitert mit Methoden der Logik und einer formalen Strenge der Hypothesen Formulierung, Modellbildung und Verifizierung im wiederholbaren Experiment. vereinfacht gesagt. aber selbst da ist mehr nur Konsensbildung als nicht.

        Wie wir ständig über unsere eigene Perzeption stolpern, bzw. Projektionen in das gegenüber, kann hier ja täglich gelesen werden. In dem Sinn bin ich eher pessimistisch und denke das Szenario der letzten Szene in Planet der Affen ist das plausibelste. Der Planet wird es überleben. die Affen nicht.

        Und was Manipulation der ‚Realität betrifft. ist weit mehr abhängig davon wie wir darüber denken als allgemein bewusst ist. Stichwort Reziprozität der Wahrscheinlichkeiten auf quantenmechanischer Ebene.

  • Andreas Eichenberger sagt:

    Nun, wenn die schon leben wollen wie im Mittelalter sollten sie Ihre Töchter aber gewinnbringend mit 14 oder 15 an einen wohlhabenden älterern Herrn vermählen, dann wäre der Humbug wenigestens stimmig. Heute wird erst mit über 20ig geheiratet, welcher mensch wünschst sich dann ncoh einen unerfahrenen Partner? Heute wissen wird ja uach, wie wichtig eine gute Sexualität für eine Beziehung ist… Also sollte man das auch Leben.
    Religiöse Verblendung, die moralisch 1850 stehen geblieben ist, kann nicht gut sein.

    • Sophia Walter sagt:

      Ja, das Konzept ist wirklich mittelalterlich. Vor allem extrem bigott. Wasser predigen und mit Sicherheit Wein trinken. Herr Wilson treibts bestimmt am dollsten von allen, was wahrscheinlich nicht mal im Wiederspruch zu seinem Glauben steht, denn er ist ja der Mann=King.

  • René sagt:

    Wie überliefert ist „wer die Bibel geschrieben hat“…
    Ich als Atheist weis dies nicht, aber ich vermute einmal es waren Männer…

    Die Interpretationen „wie“ eine Frau zu „funktionieren“ hat, sind definitiv von den Männern formuliert…

    Ich selber bin Vater einer 27 jährigen Tochter, und bin stolz drauf wie „Sie“ dieses Thema „gelebt“ hat…

    Pura vida

    • urs brand sagt:

      Klar waren es Männer der obersten Gesellschaftgruppen. Otto Normalsterblich und Mari Gebärmaschine, konnten damals ja weder lesen noch schreiben. Mann muss sich diese Bibelschreiber wohl so ähnlich wie ein Bischof Haas o.ä. vorstellen, welche felsenfest davon überzeugt sind, dass ihre SIcht +ihr Glaubensbild das einzig richtige ist.

      Zumindest können die Purity Opfer bis zur Heirat des einzig Richtigen auf eine grosse Auswahl von Dildos zurück greifen und sich damit die Zeit bis dahin vertreiben :-))

      • marie sagt:

        ne ne hr brand, onanie ist genauso verboten!

      • marie sagt:

        und sexspielzeuge erst recht, die sind des teufels.

      • marie sagt:

        und onanieren macht ohnehin blind. also hände weg 😉

      • urs brand sagt:

        und wie stehts mit den so genannten feuchten träumen? Was kehrt Frau dagegen vor, damit sie nicht in teufels Küche kommt?

      • marie sagt:

        da kann sie/er nur auf die gnade gottes ähm papis hoffen, oder aber man ist katholik – da geht man beichten, ein/zwei ave marias, drei pater noster und wenn man pech hat 2 rosenkränze, ein ego te absolvo, und dann kann man von vorne anfangen bis zur nächsten beichte 😉 beichte als psychohygiene sozusagen… 🙂

      • adlerauge sagt:

        die katholen haben ja ein probates mittel gegen feuchte träume: beichten, beichten und nochmals beichten. und dann busse tun. mindestens 10 ave maria pro traum. früher konnte die schuld auch mit materiellen gütern beglichen werden, dies ist jedoch seit einiger zeit zumindest offiziell nicht mehr so gern gesehen.

        wie die evangelibans das handhaben mit den feuchten träumen weiss ich nicht.

      • urs brand sagt:

        Ja die Katholiken habens gut, weil eine Beichte alles korrigieren tut.

      • fufi sagt:

        @marie und deren Antworten

        Auch wenn ihr’s vielleicht nicht so gemeint habt:

        Beichte ist eine verd… gute Sche,
        soll heissen kann/könnte es eigentlich sein!
        Natürlich nicht (nur) wegen solchen Bagatellen,
        aber:

        Ich habe Sch.. gebaut!
        Dir ist vergeben.

        Ist ja kein Seich, eigentlich?
        Oder?

        😉

      • andreas eichenberger sagt:

        @fufi
        Ich hoffe mal ihr Kommentar war ironisch gemeint?
        Was bitte soll an der Beichte und an diesem Vergebungswahn gut sein?
        Ich kann anstellen was ich will, kurz „Entschuldigung“ sagen und gut ists? – Das ist ein ganz schlimmes Konzept!

  • xyxyxy sagt:

    gut geschrieben Frau F. !

    • alien sagt:

      Wenn ich den Kreis etwas erweitern darf: Ich finde die Stücke von Andrea Fischer wirklich gut. Die Frau hat einen wirklich guten gesunden Menschenverstand und sie kann gut schreiben.

  • Daniel B sagt:

    dass der christliche taliban seinen töchtern nicht gleich auch noch den schwimmunterricht oder bildung überhaupt verbietet, ist schon ein akt der grosszügigkeit. das thema gehört eigentlich schon fast eher in den blog von hugo stamm …

    • Rima sagt:

      …ja, stimmt. schien ihm aber noch nicht wichtig genug……

    • Marco Peer sagt:

      Seine Töchter gehen nicht zur Schule, sie werden von der Mutter unterrichtet. Bildung für Frauen ist in den Augen der Wilson zum Fenster hinaus geworfenes Geld, da Frauen für Küche, Haus und Kinderbetreuung zuständig sind.

  • Alain de la France sagt:

    Soehne in einem gewissen Alter sind manchmal Rabauken – und Toechter manchmal Goeren.
    Und, da muss eben Papa (wohl oder uebel) beiden, aber moeglichst ohne selbst auszuflippen;
    seinen Standpunkt klarmachen …

    • Valeria sagt:

      Die natürliche Wildheit und jugendliche Arroganz pubertierender Kinder macht solche Massnahmen (Keuschheit bis zur Hochzeit…) weder nötiger noch richtiger. Kinder schützt man nicht vorm Ertrinken, indem man Sie vom Schwimmunterricht fern hält.

    • Daniel C. Gartmann sagt:

      Die Balance zwischen den zwei Extremen: Talibanregime und Laissez faire – beide schlecht – ist eine schwierige Gratwanderung. Ein Übermass an Kontrolle stört die Entwicklung der Persönlichkeit oder verursacht extreme Gegenreaktionen, aber totale Freiheit ist mindestens ebenso falsch. Man muss von einem Bub ein gesundes Mass an Respekt verlangen können, wie von einer Tochter dass sie sich nicht durch alle Betten des Quartiers schläft. Letztlich ist das Ziel, dass aus diesen Heranwachsenden irgendwann lebensfähige Erwachsene werden.

      • Aileme sagt:

        Ach, und die Tochter braucht keinen Respekt zu zeigen, waehrend der Sohn sich durch die Quartiersbetten schlafen darf?

  • Alain de la France sagt:

    Da gilt wohl das gleiche (Vaeter), das Pink Floyd schon ueber die „Teacher“ gesungen haben.
    Der Prinzessinnen-Test ist immer noch: eine Erbse unter die unterste Matraze, wenn sie schlecht schlaeft;
    ja dann waere sie eine Prinzessin…

  • Realist sagt:

    Warum hatten auch die Kommunisten im Prinzip eine strenge Sexualmoral? Weil sie stark sein wollten und wussten, was dem Menschen schadet. Die Linken und Liberalen wollen nicht in Stärke und Gesundheit investieren, denn sie wollen ja auch nicht für das Ganze Verantwortung tragen, langfristig denken und gar planen oder heute auf etwas verzichten zugunsten der Zukunft.
    Wer normal und gesund lebt, den ekelt vor der herrschenden Hund-im-Park Hedonie. Wer im kulturellen Dreck lebt schmiert sich quasi seine moralischen Sinnesorgane zu.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Realist? Suchen Sie bitte ein anderes Pseudonym für sich – höchste Zeit nach diesem skurrilen Beitrag, der auf ausgeprägten Wahnvorstellungen beruht. Psycho? Wie gefällt Ihnen dieser Vorschlag?

  • Katharina sagt:

    Hier ein Ausschnitt aus The Virginity Myth, einem Buch von Jessica Valenti, das Gründe, Hintergründe und Auswirkungen analysiert:

    http://www.nerve.com/love-sex/the-purity-myth

  • Widerspenstige sagt:

    Da kommt mir spontan dies in den Sinn, ansonsten no comment for the moment http://www.youtube.com/watch?v=fw_T5-HNZBg&feature=related madonna – papa don’t preach

  • Kim Müller sagt:

    and what about the boys???????

    • O.T. sagt:

      The Boys dürfen sich selber eine „sexy virgin“ aussuchen. Und bis dahin mit einer „slut“ herummachen.

    • Katharina sagt:

      auch boys sollen das Gelübde abgeben…. warum dann sind im bible belt die Teenager Schwangerschaften zur Epidemie geworden? War dann wohl Father O’blivion oder so.

  • O.T. sagt:

    Es stellt für mich ein riesiges Paradoxon dar, ein Kind zur „Reinheit“ zu erziehen, wenn es gleichzeitig schon sehr früh zu einem sexellen Objekt gezöhlt wird. Es ist bizarr, dass man die ganze Zeit predigt, sich vom Sex fernzuhalten, um dann aber stets über Sex zu sprechen. Als Drittes ist die Rolle des Vaters schon sehr fragwürdig, dass gerade er durch dieses Gelübde seine Tochter, vielfach noch ein Kind, zu einem sexuellen Objekt erklärt – ein Vater, der in erster Linie ein Kind sehen sollte, nicht eine Frau.

    • Cassandra sagt:

      Wie versaut man Kinder am schnellsten? In dem man ihnen Dinge verbietet, von denen sie keine Ahnung haben!
      Wer definiert „Reinheit“? Diejenigen mit der schmutzigsten (sexuellen) Phantasie, vorzugsweise die Frömmsten…
      O.T.: Und das mit dem Vater ist besonders perfide: Er macht sich zu ihrem Beschützer, offiziell u.öffentlich, womit er sozusagen „freie Bahn“ hat, denn ER darf das dann ja….

      • alien sagt:

        Meine Kinder gucken Sachen wie Scrubs und How I Met Your Mother, und dort geht es immer mal wieder um Sex, zwar meist etwas verklemmt (hin und wieder sogar SEHR verklemmt) und etwas verschämt, aber immerhin ist Sex nicht einfach ein Nicht-Thema, wie es in Familienserien in den Achzigern war (Cosbyshow und so). Klar, gezeigt wird der nicht, aber man redet ausführlich drüber.

        Ich hatte nie vor, ihnen das zu verbieten, und die Mutter auch nicht.

    • alien sagt:

      Das ist wahr, absolut, und zu sehen dort, wo schon 4-jährige ein Keuschheitsgelübde ablegen sollen. Die wissen ja gar nicht, warum und wozu; gut, das tu ich auch nicht, aber die Kleinen KÖNNEN das noch gar nicht begreifen. Endpervers.

      • O.T. sagt:

        Ich verstehe die Rolle des Vaters hier sowieso nicht. Warum muss der Schwur beim Vater gemacht werden, wenn er doch Gott gelten sollte? Dann sollte man doch vor dem Priester, Reverend, was auch immer schwören, aber nicht vor dem Vater. Das stellt den Vater, meines Erachtens, in ein sehr komisches Licht.

      • marie sagt:

        paternales system. die fau ist die zierde des mannes – papa sorgt dafür, dass der zukünftige ehemann die zierde abbekommt und der wiederum sorgt dafür, dass… usw. dieses krasse verhalten beruft dieses recht auf religion.

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Ein eifersüchtiger Vater, der seine Töchter als eigenen Besitz anschaut und behandelt – ekelerregend, pervers und daher absolut verurteilungswürdig. Dass hinter solch kranken Fassaden sehr häufig sexueller Missbrauch stattfindet, ist sicherer als das Amen in der Kirche.

    • Cassandra sagt:

      Wie wahr, wie wahr … und ebenso christlich, kriminell, heuchlerisch und widerlich. Aber es sind ja „nur Mädchen…“

    • alien sagt:

      Das ist bekannt. In diesem Fall aber nicht wahrscheinlich, der Mann hat sich mit dem Porträt weit aus dem Fenster gelehnt, und wenn es irgendwas Schmutziges gäbe über ihn, dann käme es wohl bald ans Tageslicht.

  • Ernie Reimann sagt:

    Genau diese Leute sind es die Anderen ihre Meinung in Sachen Abtreibung aufzwingen wollen. Da behaupten sie dass es ihnen darum geht das Recht auf Leben zu schützen. Und wofür? Damit man dem Kind dann wenn es auf der Welt ist jedes Recht am Leben und seiner eigenen Entfaltung unterdrückt. Diese Leute sind derart egoistisch und ignorant, furchtbar.

    • Sportpapi sagt:

      Sie möchten ja auch „diesen Leuten“ Ihre Meinung in Sachen Abtreibung aufzwingen, oder? Wo ist der Unterschied?

  • Daniel sagt:

    Schon spannend wie immer mehr geistig Ungesundes den Ursprung in irgendeiner Religion hat. Federführend wie immer die Amis die in ihrem begnadeten Eifer und grenzenloser Dummheit jedem Sektierer nachrennen. Wann hören wir endlich als Menschheit auf solchen Schwachsinn wie an Götter zu glauben? Selbst darüber zu diskutieren ist eigentlich schon zuviel Aufmerksamkeit…..

    • Boban sagt:

      Solange jede mir bekannte Religion (ausser Buddhismus) für sich einnimmt die einzig wahre zu sein, solange werden die Grosszahl deren Anhänger das tun was ihnen durch ihre Religion gesagt wird. Aber jede Person braucht einen anderen Weg zum Ziel. Wenn die einen glauben dass es Sünde und Hölle gibt und das Gott jemanden bestraft wenn er nicht gehorcht dann soll er diesen Weg gehen. Wenn jemand meint Gott verlange jungfräulichkeit zum Zeitpunkt der Ehe dann darf dieser daran glauben. Mich stört das nicht. In der heutigen Zeit (Internet) kann man sich seine eigene Meinung bilden und sich entschei

  • artemisia sagt:

    nun… so hat mann früher die frauen unterdrückt und sie dem männlichen joch unterstellt. so wird die liebe, die lust etc. unterdrückt und die gesellschaft wird beeinflussbar. aber… die frauen haben sich emanzipiert und die männer tun das hoffentlich bald. ich sehe das als letzter aufschrei von männlichem herrscherwille mittels der kirche… aber wir können nicht mehr zurück in das alte system. also kann es nur vorwärts gehen! und schlussendlich wird die lust, erotik und liebe stärker sein.

  • Hicklaus von der Lueg sagt:

    Graesslich diese Stuendeler!!

    Die geistige Aufklaerung ist ein wertvolles Gut, das es immer wieder zu verteidigen gilt – sei es gegen Stuendeler, Islamisten, oder was fuer Pack auch immer. Es lebe der freie Geist!

  • Blitz Blank sagt:

    Aus dem Video:

    „25% sind evangelikale Christen.“
    „40% der Amerikaner glauben an den Kreationismus.“

    Die Gründungsväter der USA würden sich wohl im Grabe umdrehen.

    Die wenigsten Amis wissen wohl, dass die Amerikanische Verfassung bewusst ein rein sakuläres Dokument ohne Gottesbezug ist, im Unterschied etwa zur schweizerischen Verfassung.

    • Katharina sagt:

      die zahlen sind eh quatsch, auch was auf der website von virgin tales angegeben wird.

    • Katharina sagt:

      „Die wenigsten Amis wissen wohl, dass die Amerikanische Verfassung bewusst ein rein sakuläres Dokument ist“ das ist zum Beispiel eine Unterstellung, weil die bill of rights unterrichtsstoff in den Schulen ist. ich frage mich ja schon woher Europäer immer wieder solche Aussagen hernehmen.

      • Blitz Blank sagt:

        @ Werte Katharina

        Ich korrigiere gerne mein europäisches 😉 Vorurteil durch andere Zahlen.

      • Katharina sagt:

        dass die meisten Amis ihre Verfassung nicht kennen ist doch Unsinn, wenn das in der Schule gelehrt wird, oder? also schieb dir dein Vorurteil und deine als Satire getarnte Arroganz sonst wohin.

        zu den zahlen: es gibt keine offiziellen zahlen, weil der US Census die gar nicht erhebt. dies weil er sie wegen des 1st Amendment gar nicht erheben darf. die zahlen die umher schwirren sind Schätzungen und viele Denominationen melden die gar nicht einmal. die Klassifikation, die das Pew Institute zB benutzt, ist rassistisch.

      • Katharina sagt:

        Pew Institute: http://religions.pewforum.org/pdf/report-religious-landscape-study-appendix2.pdf

        im Text ist ersichtlich warum die Klassifikation rassistisch ist.

      • Blitz Blank sagt:

        @Katharina

        Yes Ma’am.

      • Blitz Blank sagt:

        @Katharina

        Arrogant würde ich das übrigens nicht nennen. Das Icon bei meinem Kommentar steht ja beim Wort „europäisches“ und nicht beim Wort „Vorurteil“. Zu meiner Ignoranz kann ich aber gut stehen, denn ich bilde mir nicht ein, keine Vor-Urteile zu haben und alles zu verstehen oder zu kennen. Ich bin sogar froh, wenn die Amerikaner ihre Verfassung kennen, denn das umgekehrte ist eine unangenehme Vorstellung.

      • Katharina sagt:

        die smileys… da blicke ich nicht so durch wer die wann wie verwendet.

      • Blitz Blank sagt:

        @Katharina

        Nachtrag:

        „also schieb dir dein Vorurteil und deine als Satire getarnte Arroganz sonst wohin.“

        Und du kannst dir deine Wut sonst wohin schieben.

        So, nun ist für mich die Rechnung zwischen uns wieder ausgeglichen.

        Gute Nacht.

      • Blitz Blank sagt:

        @Katharina

        Ich korrigiere mich nochmals:

        In deine Wut will ich mich nicht einmischen. Was bleibt ist folgendes:

        Du kannst dir deine Worte “also schieb dir dein Vorurteil und deine als Satire getarnte Arroganz sonst wohin.” irgendwo hinschieben.

        Danke für dein Verständnis im Voraus.

      • Blitz Blank sagt:

        @ Katharina

        „die smileys… da blicke ich nicht so durch wer die wann wie verwendet.“

        Das 😉 beim Wort „europäisches“ sollte ausdrücken, dass ich nichts von einer europäischen Überlegenheit halte.

      • alien sagt:

        Katharina, verschrecke nicht die Freunde, sonst stehst Du am Ende ohne da, ohne wirklichen Grund.

      • alien sagt:

        Moment, Leute. Was hier aufgeblitzt ist, ist ein Moment der Selbstkritik von Katharina. Rahmt den Moment ein und hängt ihn an die Wand Eurer Hauskapelle.

        Deinen Link zu Anderson, Katharina, fand ich sehr interessant, ich konnte ihn nicht fertigschauen leider. Später vielleicht.

      • Lilly May sagt:

        @ katharina: sieht nicht so aus, als ob du schon mal in einer US- amerikanischen high school warst… nur weil etwas im schulstoff festgelegt ist, heisst das nicht, dass es auch undemagogisch unterrichtet wird. Gerade der säkuläre charakter der bill of rights ist nicht das, was der texanische football coach, der nebenbei noch health, american history und government class unterrichtet, betonen wird… würde mich überraschen, wenn das auch nur 5% aller high school absolventen wissen (in der schweiz ist das wahrscheinlicher aber auch nicht anders…)

      • Katharina sagt:

        Und du denkst, dass Texas einfach so vergleichbar ist mit Kalifornien oder der Ostküste? Es gibt einen Grund, dass wir das Gebiet abschätzig als Ueberflugszone betrachten…. ganz abgesehen davon, dass Du dann generalisierst. Fussballcoaches leiden übrigens oft an Dementia. hat mit schleudertrauma des Gehirns zu tun. liegt an der Sportart…

        nun überlege dir, wer denn in öffentliche High Schools geht…. Zweiklassensystem und so.

        und bleib bei einem Namen….

      • Genderbender sagt:

        Aha… Katharina ist also eine überhebliche, arrogante coastie….

      • Beno sagt:

        @Lilly May

        Sie sollten öfters hier Katharina über die Schultern schauen,… sie braucht den Ami-stuf oft gerade wie es ihr beliebt..
        Ihren Schaum vor dem Mund bei Zurechtweisung, sollte sie jedenfalls nicht abschrecken 😉

  • DK sagt:

    Pervers.

  • Stadelman Reto sagt:

    Die heutige Gesellschaft die nun wirklich gar nichts mehr von Treue und Anstand hält ist finde ich in ihrem Verhalten nicht gerade toll, obwohl ich zu ihr gehöre. Aber Jungfrau zu bleiben bis zur Hochzeit finde ich dann doch etwas übertrieben. Wenn dies zudem noch vor dem Vater geschworen werden muss, frage ich mich doch ernsthaft wie viel Unterdrückung der Frau hinter diesem „Reiheitsversprechen“ liegt… Vor allem stört es mich auch das nur Frauen „rein“ (was für ein saudämliches Wort) bleiben müssen, Männer nicht… Noch so ein Widerspruch…

  • Jeanne sagt:

    Eigenartig. Und was ist mit den Söhnen? Legen die auch Gelübbte ab? Ach, wie rückständig- und dieser Vater… Wer weiss, was hinter dem religiösem Theater sich für Abgründe auftun. Für mich nur grauenhafter Fanatismus mit kindlichen und jugendlichen Gehirngewaschenen!

    • Boban sagt:

      Das problem ist doch, dass man bei einer Frau die Jungfräulichkeit beweisen kann, beim Mann nicht. Also warum soll der Mann ein Gelübde ablegen wenn man es nachher nicht beweisen kann.

  • marie sagt:

    diesen mädchen/frauen empfehle ich: packt eure sachen und dann grosse staubwolke am horizont und zieht euer ding durch. ach ja, den ring einfach auf dem küchentisch deponieren, das reicht.

    • alien sagt:

      Naja, für Ringe gibt es jetzt haufenweise Klitschen, die ihn in Zahlung nehmen.

      • Helene sagt:

        Alien: Habe über Studien zum Thema gelesen. Mädchen mit Purity-Gelübte waren im Durchschnitt nur ein paar Monate älter beim ersten Mal, waren aber schlechter aufgeklärt, wurden öfter ungewollt schwanger (siehe Sarah Palins Tochter) und haben sich öfter mit sexuell übertragbaren Krankheiten angesteckt.
        Ich denke aber, es dürfte grosse Unterschiede geben, je nachdem, wie stark die Überwachung ist.

    • Katharina sagt:

      Purity Ring: A pretty silver ring symbolizing a pledge to stay a virgin until marriage that Christian teenagers wear while they’re having underage, premarital sex anyway.

      • alien sagt:

        🙂 In der Tat wäre es interessant, zu hören, wie gross der Anteil dieser Schwüre ist, die gebrochen werden.

      • Blitz Blank sagt:

        Keuschheits.. äh Reinheitsgürtel wären viel effektiver.

      • Katharina sagt:

        „wie gross der Anteil dieser Schwüre ist, die gebrochen werden.“ : 95%

      • think about sagt:

        Ich denke hinter verborgener Hand gibt es noch ein Ritual, welches die Rückkehr in die Reinheit ermöglicht – so eine Art Exorzismus-light 🙂 Das böse ist über sie (nie über ihn) gekommen….. wir eine solche Frau aus evtl. aus der Gesellschaft verstossen ? Dies birgt ja auch wieder gefahren für die Frauen!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Die Muslime gehen das ganz praktisch an, da wird einfach operativ das Hymen wieder hergestellt.
        Ich kenne keine Religion, welche die Frauen nicht unterdrückt. Das ist überhaupt der Sinn der Religionen: Die Frauen unter der Knute zu halten, mit allen Mitteln, da wird auch vor Verstümmelung nicht Halt gemacht. FGM, auch die wird wegen vermeintlicher ‚Reinheit‘ durchgeführt, ein nicht verstümmelte Frau ist unrein und findet keinen Mann.

      • alien sagt:

        Katharina, es wäre gut, das zu wissen, nicht einfach zu raten oder zu schätzen. Eine gute Umfrage wäre hier wohl nett zu haben (obwohl sie kaum gute Zahlen enthält, denn alle Umfragen zu Sex sind sehr sehr ungenau, erfahrungsgemäss).

      • Eni sagt:

        @ marie

        Ich denke, dass sehr wenige den Absrpung aus ihrer Familie schaffen, denn sie wissen, dass sie dann für immer verstossen sind. Wo sollen sie denn hin? Wer würde ihnen denn beistehen, wenn nicht einmal die Familie zu ihnen hält? Glaube einfach, dass es sehr schwierig ist aus einem solchem Schema auszubrechen, auch wenn der Leidensdruck noch so hoch ist. Man sieht der jungen Frau im Video ja an, dass sie leidet wie ein geprügelter Hund und trotzdem kann sie sich nicht aus ihrer Abhängigkeit befreien.

  • Blitz Blank sagt:

    Würg!

    Uralte Weinpessi aus uralten Schläuchen!

    Nichts gegen Enthaltsamkeit und einen bewusstere Umgang mit Sexualität. Aber was bitte schön hat Sex oder kein Sex mit Reinheit, weisser Farbe und Religionen zu tun?

    Einfach nur Schwichsann!

    Mankind at its worst!

    (Zensurversion 1)

    • Cassandra sagt:

      Die Frau als Ursprung allen Uebels, Sünde oder Bösen – je nach Uebersetzung, ist in d.Bibel festgeschrieben! Das ist der Anfang des Endes matrizentrischer Kulturen! Daraus entwickelte sich kontinuierlich eine Frauen-Diffamierung, die im Hexenwahn einen Höhepunkt erlebt hatte. Dieser Wahn erscheint nun in anderer Form – auch wieder unter christlichen Vorzeichen – in d.USA. Es geht darum, den Frauen d.Entscheidungsfreiheit zu nehmen in Bezug auf Lebensgestaltung. Mann will lebenslänglich ein Mami haben, das sich nie gegen Bubi entscheidet, entscheiden kann…

      • Herbert Peters sagt:

        @Cassandra „Die Frau als Ursprung allen Uebels, Sünde oder Bösen..“

        Wer 1.Mose 3 in der Bibel selber liest, weiss, dass beide, Mann und Frau nur nach Ausreden suchten. Der Mann beschuldigte Gott (nicht seine Frau), die Frau die Schlange.

        Nichts neues bei der Menschheit, immer sind die anderen Schuld. Ob Mann oder Frau. Die Bibel ermutigt sehr klar, erst einmal für die eigenen Fehler gerade zu stehen.

        Ich weiss (als Mann) nicht woher es kommt, dass man der Frau alle Schuld zuschieben will. Adam hat es auch nicht getan.

        Mit dieser Sicht verstehe ich die Dinge im Film wohl etwas anders.

      • Blitz Blank sagt:

        @Cassandra

        Bin sehr einverstanden.

        Meine Frage war auch rein rhetorischer Natur.

        „Reinheit“, weisse Farbe und Religion haben eben rein gar nichts mit Sexualität zu tun und deshalb bei Sexualität auch rein gar nichts verloren.

        Also liebe „Reinheit“, liebe „weisse Farbe“ und liebe Religionen:
        Klappe halten zu diesem Thema!
        🙁

      • Sportpapi sagt:

        Und was hat das Thema speziell mit Frauen zu tun? Für die jungen Männer gelten doch die gleichen Regeln?

      • marie sagt:

        gilt auch für männer. nur wird hier mit einem ritual zusätzlich „die reinheit/keuschheit der frau ist die zierde des mannes“ zelebriert und damit das dogma jungräulichkeit à tout prix zementiert. indem die diese jungfräulichkeit zelebriert wird, wird die frau zusätzlich in die schrenken gewiesen.
        das ist der unterschied. aber auch die männer sollten jungräulich in die ehe, offenbar wird aber deren jungfräulichkeit aber nicht zusätzlich zelebriert.

      • marie sagt:

        wobei das dogma jungfräulichkeit ja eingentlich nur bei den katholiken gilt. protestanten haben das eigentlich nicht.

      • marie sagt:

        ich sehe da nichts aktuelles -ausser dass hath. ch darauf aufmerksam macht, dass die evangelikalen die bibel wörtlich auslegen (zum unterscheid zur kath-kirche, die es eigentlich idr nicht tut, obwohl es auch da spinner gibt 😉 )

      • Sportpapi sagt:

        Richtig. nur das Interview ist aktuell. Aber natürlich keine neue Geschichte.

      • alien sagt:

        Katholische Spinner??? Per carità! San Gennaro aiutaci!

  • Blitz Blank sagt:

    Würg!

    Uralter Wein aus uralten Schläuchen!

    Nichts gegen Enthaltsamkeit und einen bewusstere Umgang mit Sexualität. Aber was bitte schön hat Sex oder kein Sex mit Reinheit, weisser Farbe und Religionen zu tun?

    Einfach nur Schwachsinn!

    Mankind at its worst!

    • Blitz Blank sagt:

      Sackstark wie in dem Video das 13-jährige Mädchen die Lehrerin in den Senkel stellt.

      Frei nach Blitz Blank:

      Lehrerin: „Was weisst du schon mit 13 Jahren.“
      Mädchen: „Sie sind eine Alters-Rassistin.“

      • Blitz Blank sagt:

        Korrektur:

        Mit meiner obigen Übersetzung tue ich dem Mädchen Unrecht. Sie sagt es viel besser/angemessener:

        Mädchen: „Ich finde das ziemlich beleidigend und alters-rassistisch!“

  • Eni sagt:

    Arme Mädchen. Frage mich, warum ein solche Tyrannei nicht verboten wird. Ein solches Verhalten verstösst meiner Meinung nach gegen die Menschenrechte.

  • E.H.Roth sagt:

    ich bin wenig begeistert von solchen Methoden auch empfinde ich es als gegen die Natur des Menschen sich so zu kasteien. Unterdrückung ob aufgezwungen oder selbst auferlegt ist ungesund. Was ich auch nie verstanden habe ist, was hat die Reinheit der Frau mit der Sexualität zu tun? Zu erwähnen ist, dass hinter all diesen Sektierern auch die Ehefrauen stehen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Eine Frau ist unrein, wenn sie Sex hat. Wie kaputt……

      Früher stand dem wichtigsten Mann im Clan die erste Nacht zu, das gehört doch alles ins gleiche Kapitel. Männer beherrschen die Sexualität der Frauen, die sexuell selbstbestimmte Frau ist des Teufels. Dieser ganze Religionsquatsch ist der ideologische Überbau, um Frauen zu beherrschen, nichts Neues also. Die Frau geht vom einen Besitzer zum andern über, wenn sie heiratet.

      • alien sagt:

        Natürlich ist das pervers. Es würde mich nicht wundern, wenn dieser Randy Wilson eine Geliebte hätte.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Nun ja, alle christlichen Gruppen, die ich kenne, stehen für die Keuschheit vor der Ehe ein. Gilt übrigens für Männer und Frauen, obwohl das vielen hier nicht in den Kram passt.

        Ich finde das durchaus in Ordnung, jedem das Seine. Wird es allerdings von den Eltern erzwungen, dann ist es natürlich iditotisch, da es ja dann auch nichts mit einem freiwillig erbrachten Opfer zu tun hat.

      • Katharina sagt:

        dieser Trend oder Bewegung ist sehr gefährlich. (Siehe Verweis weiter unten auf Purity Myth).

      • Sportpapi sagt:

        Wie unterscheidet sich denn „von den Eltern erzwungen“ und „von den Eltern erwünscht“?

      • Diego Braun sagt:

        @sportpapi:Richtig lesen und nachdenken, einfach nachdenken.Ich wette Sie kommen noch drauf.

      • Sportpapi sagt:

        @DB. Ich habe nachgedacht. Und bleibe bei meiner Frage, deren Hintergrund offensichtlich für einfachere Gemüter zu schwer verständlich ist.

      • Blitz Blank sagt:

        @Sportpapi

        „Wie unterscheidet sich denn “von den Eltern erzwungen” und “von den Eltern erwünscht”?

        Ein Wunsch ist transparent und dessen Erfüllung ist freiwillig.
        Zwang, Indoktrination und Erpressung ist es z.B. wenn Sachen wie Gottheiten und wertende Begriffe wie „Reinheit“ ins Spiel gebracht werden.

        An der Reaktion auf die Nichterfüllung eines Wunsches kann man übrigens sehr gut erkennen,, ob der deklarierte Wunsch tatsächlich ein Wunsch war oder nicht doch z.B. eine versteckte Forderung.

      • Sportpapi sagt:

        @BB. Eben. Wenn in einer religiösen Familie z.B. die Konfirmation ansteht, ist die selbstverständlich freiwillig .Die Enttäuschung aber riesig, wenn sich das Kind dann dagegen entscheidet. Denn: den Eltern ist das richtig, und entspricht dem „richtigen“ Weg.

      • alien sagt:

        Dann bitte, Sportpapi, stell nicht so blöde Fragen. Bitte. Du kannst das besser.

      • E.H.Roth sagt:

        Eltern versuchen immer ihre Kinder nach ihren persönlichen Erfahrungen und Ideologien zu erziehen und sind dann entsprechend enttäuscht, wenn das Kind anderen und eigenen Interessen nach gehen will. Es ist eben immer eine Gratwanderung mit dem Extremen da fällt man schnell ins entweder-oder Prinzip.

      • Sportpapi sagt:

        Für den einen ist es eine Gratwanderung, ich frage im gleichen Sinn nach der Differenz. Und Alien findet es blöd… Also, ich werde mich bemühen, meine Fragen ausführlicher und klarer zu formulieren. Ohne aber – aus Erfahrung – dann zu erwarten, dass es gelesen und beantwortet wird.

      • alien sagt:

        “Wie unterscheidet sich denn “von den Eltern erzwungen” und “von den Eltern erwünscht”?

        Ersteres: Wenn Du nicht tust, was ich will, gibt’s Haue (oder sonst eine Strafe)
        Zweiteres: Ich empfehle Dir dieses Verhalten.

        Der Unterschied dieser beiden Sachen erscheint mir glasklar und messerscharf. Dir nicht?

      • Blitz Blank sagt:

        @Sportpapi

        „ist die selbstverständlich freiwillig .Die Enttäuschung aber riesig, wenn sich das Kind dann dagegen entscheidet“

        Da bewegen Sie sich schon auf dem glitschigen Eis der „unfreiwilligen Freiwilligkeit“ und somit der Manipulation.

        Wunsch passt nicht mit „riesiger Enttäuschung“ zusammen!! Eine gewisse Enttäuschung mag sich einstellen, die wird aber aufgewogen durch die Akzeptanz der eigenmächtigen Entscheidung des Anderen, diesen Wunsch nicht zu erfüllen.

        Also:
        Mann, Frau und Kind schaue genau auf die Reaktionen, wenn sogenannte „Wünsche“ nicht erfüllt werden…

      • Blitz Blank sagt:

        @Sportpapi

        Eine offene Forderung („Du machst das, basta!¨) ist dabei besser als eine „verlogener“ Wunsch („Natürlich ist es deine Entscheidung, aber wir wären sehr sehr traurig, wenn… bla bla bla.), denn gegen eine offene Forderung kann man auch offen rebellieren. Bei „verlogenen“ Wünschen ist das schwieriger, ein Kind möchte ja nicht unbedingt seine Eltern quälen.

        Solche Manipulationen in Familien sind übrigens ein guter Nährboden für die Entwicklung von psychischen Störungen.

      • Aileme sagt:

        Ich finde die Frage von Sportpapi gar nicht bloed. Wenn ein Wunsch so daherkommt wie hier, dass ich meinem Kind erklaere, wenn es sich nicht entsprechend verhaelt, waere es unrein und schmutzig, es letztenendes schon als Hure bezeichne, kann von einem Wunsch keine Rede mehr sein. Vor allem wenn dazu noch der ganze Mist mit oeffentlicher Zeremonie kommt, in einem Alter, wo das Kind die Tragweite noch gar nicht abschaetzen kann. Ich sehe den Unterschied zwischen Wunsch und Zwang hier nicht. Ich sehe hier emotionale Erpressung.

      • Blitz Blank sagt:

        Man/frau finde den Unterschied:

        1. „Du räumst jetzt das Zimmer auf!“

        2. „Wärest du jetzt so lieb und würdest du dein Zimmer aufräumen? Das würde mich sehr glücklich machen.“

        Und wo ist der Nährboden für psychische Störungen wohl grösser?

      • E.H.Roth sagt:

        BB, sie sprechen die hier die Erziehung via Schuldgefühle an. Ganz schlimme Sache. und sehr perfide, wenn Eltern nach solchen Mittel greifen. In diesem Punkt bin ich mit ihnen, wenn es um psychische Störungen geht.

      • E.H.Roth sagt:

        ganz klar die 2 ! Eigentlich ist das nichts anderes als Erpressung.

      • Blitz Blank sagt:

        @Aileme

        „Ich sehe hier emotionale Erpressung.“

        Das Perfide an der emotionalen Erpressung ist es ja, dass man das Kind so manipuliert, dass es sich aus Liebe oder Loyalität zu den Eltern SELBER dazu zwingt. Der eigentliche Zwang wird also einmal mehr verschleiert.

      • Blitz Blank sagt:

        @ E.H.Roth

        „Eigentlich ist das nichts anderes als Erpressung.“

        Viel schlimmer!

        Eine Erpressung wäre ja auch folgendes: „Du räumst jetzt dein Zimmer auf oder es gibt keinen Ausgang!“

        Emotionale Erpressung aber ist nicht anderes als Gehirnwäsche, also eine Art Gehirnoperation ohne Operationsbesteck!!!

      • Blitz Blank sagt:

        Das ist übrigens ein Charakteristikum von allen manipulativen Techniken:

        Sie bringen die Leute dazu sich selber ins Hirn zu greifen und sich neu zu verschalten.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ sportpapi

        Die Frage muss man sich natürlich schon stellen. Es geht dabei ja darum, die unterschiedliche Bedeutung der Worte wünschen und erzwingen zu erklären. Scheinen aber nicht alle hier verstanden haben…

        Etwas dass sich die Eltern wirklich von ihren Kindern erwünschen, werden sie zumindest in deren jungen Jahren auch immer ein Stück weit erzwingen. Von daher lässt sich das nicht ganz trennen. Die Frage ist halt, wo man die Grenzen setzt. Wer seinen Kindern verbietet, bei Tisch zu fluchen, wird kaum von aussen kritisiert. Wer verlangt, dass sie sich stets wie Goethe artikulieren

      • Monsieur de Hummel sagt:

        dagegen schon. Wenn gar kein Platz für die Individualität mehr bleibt, dann hat es m.E. die probelamtische Schwelle überschritten.
        So finde ich es z.b. völlig in Ordnung, wenn Eltern ihren „Kindern“ verbieten, Sexpartner nach Hause zu bringen. Dahinter steht vielleicht der Wunsch, die Kinder keusch in die Ehe zu schicken. Diesen kleinen Zwang fände ich angemessen, der Wunsch überwiegt immer noch. Würde man die Kinder aber gleich einschliessen, dann wäre das unangemessen.

        Aber abgesehen von Extremfällen, ist die Abgrenzung schwierig, was noch ok (erwünscht) und was zu viel (erzwungen) ist.

      • Katharina sagt:

        „So finde ich es völlig in Ordnung, wenn Eltern ihren “Kindern” verbieten, Sexpartner nach Hause zu bringen. Dahinter steht vielleicht der Wunsch, die Kinder keusch in die Ehe zu schicken. “ – das ist dumm und gefährlich, besser es bringt ihre Partner nachhause, denn dann erhalte ich etwas einen Eindruck von ihrem Umgang und allfällige Gefahren. Erst mit der Ausgrenzung durch solche Verbote blühen ja all die Gefahren der Heimlichkeit. Eltern die auf Keuschheit pochen haben doch echt einen an der Waffel. Das ist einfach unrealistisch und behindert, mit der eigenen Sexualität umgehen zu lernen.

      • Widerspenstige sagt:

        ‚…So finde ich es z.b. völlig in Ordnung, wenn Eltern ihren “Kindern” verbieten, Sexpartner nach Hause zu bringen. Dahinter steht vielleicht der Wunsch, die Kinder keusch in die Ehe zu schicken. Diesen kleinen Zwang fände ich angemessen, der Wunsch überwiegt immer noch…‘
        Da stosse ich mich jetzt auch daran, MdH, und sehe es wie Katharina. Ich habe meinen Kindern auch erlaubt, ihre Freundin bzw. ihren Freund nach Hause zu bringen. Das war nicht einfach, aber allemal besser zu wissen, wo sie sind, als diese nagende Ungewissheit, Heimlichtuerei oder noch schlimmer, Abdrieften in eine Gang…!

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