Bono, Bob, Bieber und Britney

Ein Papablog von Christoph Brunner Caffi.

SLOVAKIA-NEWBORNS-MUSIC

Musikalische Erziehung kann nicht früh genug beginnen: Babys werden mit Musik berieselt.

Es sah vielleicht aus wie eine Szene aus einer dieser US-TV-Serien, als ich mich irgendwann im Frühherbst letzten Jahres mit meinem iPod und Kopfhörern neben meine schwangere Frau ins Bett legte. Ich nahm die Kopfhörer, platzierte sie auf ihrem Bauch und spielte «With or Without You» von U2 ab. Ein Papa, eine Mission: Unser ungeborenes Kind sollte die Musik kennenlernen, die seinem Erzeuger gefällt und die er die ganze Zeit im Ohr hat.

Die musikalische Früherziehung ging weiter in den ersten Wochen, nachdem Nuria schliesslich auf der Welt war. Meine zwei Wochen Papiferien nutzte ich umsichtig. Jeden Morgen nach dem Zmorge, während meine Frau unter der Dusche stand, setzte ich mich mit meiner Tochter aufs Sofa und legte eines meiner Lieblingsalben auf. «Achtung Baby» von U2, R.E.M. mit «Automatic For The People», Stephan Eichers «Carcassonne», Ben Folds, Beatles, Bob Dylan, Arcade Fire, Radiohead, Züri West – jeden Tag ein anderes grosses Werk der Popmusik. Spätestens bei Song Nummer 3 schlief die Kleine jeweils ein, was ich als positives Zeichen wertete: Die Musik störte sie offensichtlich nicht.

Meine stille Hoffnung bei dieser Berieselungsaktion: dass Nuria in ihrer Kindheit möglichst viel gute Musik zu hören bekommt und damit imprägniert wird gegen richtig schlechte Musik. Seelenlose Kommerzmusik, die nur laut, überproduziert und in der Hitparade ist. Jene Musik, auf die Kinder so abfahren wie auf ungesundes Essen oder Süssigkeiten. Ich sehe es bei meiner fünfjährigen Nichte, deren Eltern eigentlich keinen schlechten Musikgeschmack haben. Aber es reichte eine einzige «Die grössten Schweizer Hits»-CD im Auto-CD-Player, und schon sang die Kleine ein halbes Jahr lang nur noch «Ewigi Liebi», «Schwan» und «Das Feyr vo dr Sehnsucht». (Zur Verteidigung meiner Nichte muss ich sagen, dass bei ihr mittlerweile Kinderpop wie Tischbombe und Schtärneföifi aktuell ist – Gott sei Dank!)

Obwohl: Vielleicht sollte ich Nuria einfach ihre eigenen popmusikalischen Fehler machen lassen? Vielleicht muss man seine Kindheit erst mit trashiger Musik verbringen, um später die richtig gute Musik zu schätzen? Schliesslich habe ich mein Kinderzimmer Ende der 80er-Jahre auch mit Müll wie Modern Talking, Sandra oder Michel Villa (jawohl: Michel Villa) beschallt. Und meine erste selbst gekaufte Vinylplatte 1988 war nicht etwa Roxette mit «Look Sharp!», «Rattle and Hum» von U2 oder Bon Jovis «New Jersey», nein, es war der Soundtrack zur Thomas-Gottschalk-Klamotte «Zärtliche Chaoten II» (die erste CD ist auch nicht besser: «Otto – Die neue Filmmusik»).

Und trotzdem: So, wie jene Eltern, die nie studieren konnten, ihre Kinder am liebsten auf die Uni schicken, hoffe ich, dass Nuria später einmal musikalisch einen eigenen, guten Geschmack entwickelt. Dass sie, wenn sie mit Bono, Bob und den Beatles aufwächst, gar nie in Versuchung gerät, sich den Appetit mit Bieber, Bligg und Britney (oder deren Nachfolgern) zu verderben.

Aber wer weiss: Vielleicht kommt sowieso alles anders und meine Tochter interessiert sich keinen Deut für Musik, weder für gute noch für schlechte. Stattdessen begleite ich Nuria in 10 Jahren nicht zum U2-Reunionkonzert ins Letzigrundstadion, sondern muss mit ihr an einen FCZ-Match.

christoph  025 Christoph Brunner Caffi ist Redaktor / Moderator bei Radio 24.

154 Kommentare zu «Bono, Bob, Bieber und Britney»

  • Papa la Papi sagt:

    Ist das ernst gemeint die Wahrheit? Ist ja fruchtbar. Und gute Musik von R.E.M.,Stephan Eichers und Bob Dylan? Kann ja wohl nicht angehen. Nein, ich glaube, so funktioniert das nicht. Das richtige Leben aus lauter Klischees …

  • zlk sagt:

    Sucht mal nach Rockabye Baby auf Youtube. Da findet Ihr Hits von Grössen wie Tool, Mettallica, Nine Inch Nails die als Schlaflieder abgeändert worden.

    z.B. http://www.youtube.com/watch?v=rc2g9lbi4TQ&feature=related

    Oder auch auf http://rockabyebabymusic.com/

    • Hirschkuh sagt:

      Hab ich auch mal angehört, aber die sind teils sehr unterschiedlich gut. AC/DC fand ich da gelungen, Rolling Stones nicht so sehr.
      Ansonsten wird gehört, was den Kindern Freude macht und getanzt. Das kann mal James Brown sein und mal Heidi, nur bei zu heftiger Rockmusik scheinen sie eher gestresst als begeistert.

  • xyxyxy sagt:

    na dann zieht euch mal das rein

    http://www.youtube.com/watch?v=j8WP7aOD_9Q

    ach, diese DVD MUSS man einfach haben. Kein alter Käse. Das ist innovative Rockmusik.

  • xyxyxy sagt:

    Musik im Babybauch halte ich für Quatsch. Kinder trimmen wollen ebenso.
    Aber als Musikliebhaber versuche ich meinen Kindern zugang zu jeglicher Musik zu verschaffen und ich bin stolz auf unsere Kleinen. Sie hören gerne Kinderlieder und das ist gut so. Aber als sie zum ersten Mal die DVD HAARP von Muse hörten waren sie hin und weg und jedesmal wenn sie Muse hören sind sie begeistert. Klassische Musik gefällt ihnen sehr gut, ebenso Jazz, das beschert meistens eine lange ruhige Spielzeit. Ansonsten sind sie herrlich unvoreingenommen: Shakira, Enya – One Love oder Ace of Spades, sie freuen sich.

  • Jeanclaude sagt:

    Wieso wollen Eltern mit allen Mitteln Kinder zu Dingen zwingen, zu denen sie selbst nicht fähig waren?

    • heidi reiff sagt:

      Die Symbiose gibts ist für jeden Menschen nur einmal , im Fruchwasser im Mutterbauch, bei Säugetieren ist das auch so. Ein geklontes Tier gibts, das berühmte Schaf Dolly. Ob es schon geklonte Menschen gibt entzieht sich meiner Kenntnis.

  • Isabella sagt:

    Oje, Väter und ihre Probleme…

  • Richard sagt:

    Das arme Kind (des Autors); Mainstreamrock wie U2 und R.E.M. … hoffentlich wird daraus mal eine richtige Rebellin! Als ich „Moderator bei Radio 24“ las, war ich überhaupt nicht überrascht.

    • xyxyxy sagt:

      Achtung Baby – von U2 ist eine gute Scheibe.

    • Valeria sagt:

      Genau das musste ich auch grad denken. Wenn wenigstens etwas unbekannteres von U2 dabei gewesen wäre, der Soundtrack zu „Million Dollar Hotel“ beispielsweise, wär’s ja ok:

      U2 – The Ground Beneath Her Feet: http://www.youtube.com/watch?v=hQ-XKz0eNb8

      Und ansonsten soll meine Tochter alles hören, von „ein Stern“ bis „Einstürzende Neubauten“, von „Enya“ bis „Trummer“. Und gern darf sie später mit dem langhaarigen Nachbarn zu Death Metal ihre Haare schütteln. 🙂 Je mehr man hört, umso eher kann man Gutes von Schlechtem differenzieren, in JEDER Sparte.

    • Valeria sagt:

      Ich hoffe nur, der Autor quält die Ohren seiner Tochter wenigstens nicht mit den weissen Original-iPod-Kopfhörern. Mir graust es jedes Mal, wenn ich „Musikexperten“ sehe, denen diese „Stöpsel des Todes“ um den Hals baumeln… :-/

  • märy sagt:

    hahaha, genau das machen wir auch, und zwar etwa mit den gleichen bands 🙂 ihr selbst erwählter lieblingssong ist jetzt aber „well well well“ von duffy… naja, besser als ewigi liebi 😉

  • Rolf Bachmann sagt:

    Super Bild, der kleine vorne in der Mitte errinnert mich an Jean Todt als Boxengeneral bei Ferrari 😉

  • fufi sagt:

    S’ist wohl der Nix wo’s ausmacht.
    Zum Beispiel:
    Beethoven – Steppenwolf
    Bob Dylan – Schubert
    Hindemith – Lou Reed
    Pink Floyd – Mahler
    (so aus dem Handgelenk)

    Und wenn die Kleine dann Heino mag:
    Nichts gegen ein fröhliches Familienschunkeln!

    😛

  • Katharina sagt:

    Blow your minds on this one:

    http://www.youtube.com/watch?v=6sPzQsNrWpg

  • Katharina sagt:

    Der Knirps in der Mitte hört aber nichts, was ihm gefällt. gleich schreit er Mama!

  • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

    also bei pflanzen haben wissenschaftliche STUDIEN gezeigt, dass metal sich am besten auf das wachstum auswirkt. ich empfehle den versuch am kinde!

    • xyxyxy sagt:

      yeah!

      • alien sagt:

        vielleicht nicht grad Death Metal, wäre sonst ja ironisch…

      • xyxyxy sagt:

        death Metal – find ich selbst nciht so toll. Eluveitie, wos ein bisschen keltischer zugeht und zwischendurch Dudelsack gespielt wird. Das liegt noch drin. Bei zuviel Gebrüll finden sies etwas seltsam.
        Aber klassischen Metal wie Iron Maiden finden sie nicht schlecht.

  • Hans Walter sagt:

    es wird ie Zeit des Rolf Zuckowski kommen. mit Songs wie…“In der Weihnachtsbäckerei“ http://www.youtube.com/watch?v=2BtQtmToUVI …… dass der Mann einst 1987 als Dirigent bei Celin Dion am ESC dabei war – macht die Guätzlibachmusig nöd besser! 😉 😉

  • „Achtung Baby“ von U2 ist eine der genialsten Platten der Neunzigerjahren! http://www.youtube.com/watch?v=ftjEcrrf7r0 http://www.youtube.com/watch?v=A53BDbV7m4Y

  • Katharina sagt:

    Als Imprägnierung gegen teutonische Klotzmusik empfehle ich Heino und Heintie. Die Deutsche Sprache eignet sich einfach nicht zum Gesang. Noch schlimmer Schweizer Dialekt. Do chirpschets nor no.

    • heidi reiff sagt:

      I bi der Schacherseppeli, im ganze Land bekannt, bi friener s‘ flottischt Bürschtli gsi, jetzt bin i e Vagant , hoffe Sie verstehen Spass :-). Ich mag Schweizerdialekt, jeder CH-Kanton hat ein anderes, c’est le ton qui fait la musique, auch in der Sprache .

      • Katharina sagt:

        klar, heidi. mir gefallen die Dialekte auch, nur beim singen, da macht mein ohr nicht mit. Obwohl das lied oh laeck du mier am tschoepli (weiss nicht welche gruppe) nur auf dialekt gut geht.

      • Daphne sagt:

        Katharina, Patent Ochsner und Züri West sind Ihnen aber schon ein Begriff? Wollte nur sicherheitshalber nachfragen…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich mag Schweizer Dialekt auch, aber nicht in der Musik. Dieses Genöle, da muss ich weit fortspringen, wenn ich Patent Ochsner höre, kommt mir ein Ghüderwagen in den Sinn. Auch die meisten Schweizer Filme sind zum Davonspringen, der einzige grosse, international ernst zu nehmende Regisseur war Daniel Schmid, ich liebe sein Filme, sie sind grosse Kunst. Aber sonst? Vielleicht liegt es daran, dass bei uns die Künstler Kulturschaffende heissen, so ein absoluter Kackbegriff, da kann nur was Verschwurbeltes rauskommen. Ich lebte mal eine Zeitlang in einer ‚Künstler-WG‘ Mamma mia, es war….. 🙄

      • Katharina sagt:

        Daphne, mit Rock und ähnlichen Genres und mir ist es wie mit Wasser und Katzen. aber ich habe mir die Mühe gemacht und gegooglet. kannte den Namen der Gruppen aber nicht deren Musik. Beides nichts für mich..

      • Daphne sagt:

        Vielleicht gefällt’s ja mit orchestralem Hintergrund…

        http://www.youtube.com/watch?v=bnDFseiDE-4

        Die legendär besungenen Damen V. Nuss und Ludmilla wären einen zweiten Mausklick wert.

      • Katharina sagt:

        tia. also der Clip ist reif für die Hollywood Bowl. Wobei die Berner Altstadt halt schon eine waehrschafte Kuliise gibt. Die können also auch in grand style. nur die Harfe fand ich etwas out of place.

        W. Nuss spricht mich nicht so an.
        Ludmilla aber umso mehr. schön melancholisch.

        thanks for the hint.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Es gibt schon deutsche Lieder, Chansons, die echt gut sind. Mein Liebster ist Konstantin Wecker, das weisst du ja, Kate. Sein ‚Liebeslied‘ oder ‚Wenn der Sommer nicht mehr weit ist’…… zum niederknien. Jemand sprach von ihm mal als ‚bayrischer Saftwurzel‘ das trifft es sehr gut. Ich hab ihn oft live erlebt, es sind unvergessliche Abende für mich.

  • Werner Rüfenacht sagt:

    Mal abgesehen vom bescheidenen Musikgeschmack des Autors, haben wir das anders gelöst: Unsere Zwillinge kriegten Namen von Songs.Die wunderbare Sara ist nach Thin Lizzy’s (und ein wenig Fleetwood Mac) fantastischem Song benannt,Michelle wurde von den Beatles geadelt.Meine Kids hören Musik seit Bauch. Und immer.Sind sie gut drauf,läuft meine 350 starke „Hard“ Liste, oder „Soft Hard“ (DC, Owar, Priest, Maiden, Rainbow,Tallica,Naz etc.). Gehts ruhiger zu und her, die Kids List (Cat Stevens,Ronan K,Nena,Schwan,Liebi,Träne,Pingu).Das Schlimmste finde ich Eltern, welche ihren Kids KEINE Musik geben!

  • Peter Vogler sagt:

    Meine heutigen Musikvorlieben habe ich mit 16 Jahren selbst entdeckt.In meinem Elternhaus ist kaum je Klassik gespielt worden,der Vater trällerte etwa Marina,Marina von Rocco Granata,Catherina Valente und Peter Kraus habe ich auswärts zu hören bekommen.Als ich etwa 16 Jahre alt ist mir eine Platte mit einem Klavierkonzert von Mozart in die Finger gekommen,ich habe mir das angehört und ich war absolut begeistert.Es folgten Bach,Beethoven,Tartini Scarlatti auch Strawinsky und viele andere.Ich schwärmte für Friedrich Gulda,Glenn Gould,Klara Haskil und D.Oistrach.Nehme jetzt Klavierstunden.

  • marie sagt:

    tipp für weihnachten:
    the pogues & kirsty maccoll – fairytale of new york

    …dann kommt’s endlich gut!

  • blackball sagt:

    Hm … bei der Auflistung der Interpreten vermisse ich den Zusatz: Als Erwachsener darf man nur noch politisch korrekte Musik hören … 😉 Als alter Gruftie bin ich letztens sehr erstaunt gewesen, dass die Tochter meiner Partnerin nebst Ke$ha, LaFee und dem zur Zeit absoluten Favoriten Lady GaGa … Within Temptation (sic!) hört. Wenn ich sie jetzt noch zu Joy Division oder Siouxsie bewegen könnte … aber das ist wohl des Guten doch etwas zu viel.

    Item, Musik ist und bleibt glücklicherweise Geschmackssache. Trotzdem, Herr Brunner Caffi, Bob Dylan? Kriegt man da nicht Zahnschmerzen von? 8)

    • blackball sagt:

      Da verwendet man mal Smilies und schon zerschiesst es das Layout …

      • Heidi Merz sagt:

        @blackball: Vielleicht müsst man diese Bands total tabuisieren und dem Kind verbieten, das zu hören. Verbotenes ist ja angeblich besonders interessant… 😉

      • blackball sagt:

        Da würde auch das Stigmata der Tabuisierung wohl nichts nützen. Im Umkehrschluss würde ich natürlich ein Ke$ha-Verbot sofort begrüssen. Das wäre doch mal eine sinnvolle Aufgabe für die SVP *hust*.

    • alien sagt:

      Der Musikgeschmack ist absolut individuell. Er ist nur in engen Grenzen wirklich nachhaltig vererbbar.

      Das gleiche gilt für den Büchergeschmack. Ich hasse Marion Zimmer Bradley, gegen Tolkien habe ich weniger auszusetzen. Bei anderen Leuten ist es grad umgekehrt, obschon diese beiden Autoren ja nicht soooo unterschiedlich sind.

      Noch komischer: Ich mag Neil Stephenson, aber mit William Gibson kann ich wenig anfangen. Das ist wirklich seltsam.

  • Diethelm Dübel sagt:

    Bin ich der einzige, der findet, dass das arme Kind mit Züri West und dem Namen Nuria gleich doppelt gestraft ist? Nun ja, immernoch besser als Tokio Hotel und Schantall.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Nein, bei Nuria hab ich auch Assoziationen zu, sorry, Nutria. Aber egal, wem’s gefällt……

    • Astrid sagt:

      Als Diethelm Dübel durchs Leben zu gehen, kann auch nicht einfach sein :-))

      • Nutria sagt:

        🙂 … schön diskutieren wir über solche sachen ( wie ein kind jetzt heisst oder eben nicht)…

      • Hans Walter sagt:

        @Astrid; grosses Kino!

      • Diethelm Dübel sagt:

        Da haben Sie recht, habe drum meinen Sohn auch Dagobert getauft, damit er’s mal einfacher hat im Leben.

      • Astrid sagt:

        Hätt’s ja noch Platz für einen Donald, oder?

      • Katharina sagt:

        Nuria ist ein Katalanischer Mädchenname. Er bedeutet hell, leuchtend. etymologischer Ursprung ist arabisch.

        In Katalanisch, bedeutet „N-Uri-A“ „ein Ort zwischen den Hügeln“, nach der die Jungfrau von Nuria benannt. Dieser Name wird in Bezug auf „Virgen de Nuria“ gegeben. Der Name wurde vom Autor Carlos Ruiz Zafon für einen seiner Charaktere in „The Shadow of the Wind“ verwendet.

        Ich finde den Namen schön.

    • alien sagt:

      Und Schackeline.

  • Gianin May sagt:

    kl. Schreibfehler jänu

  • Gianin May sagt:

    Damit der Tinitus gleich von Anfang an mit von der Partei ist. 🙂

    • Robert sagt:

      Das wär eher Kindsmisshandlung – ich spüre, damit hat es auch was zu tun. Da in dieser Partei…

  • Joëlle sagt:

    Uff da hatte ich aber Glück! Mein Vater hat mir die richtige Musik vorgespielt als Kind. Ich mag die Stones, Janis, Bob usw. heute noch unglaublich gerne!

  • Robert sagt:

    Mir geht gerade der Begriff „kindgerecht“ durch den Kopf. Wieso bloss?

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Kleine Kinder mögen Klassik, vor allem Mozart, Tiere auch. Das konnte ich x-mal feststellen. Das hat nichts damit zu tun, dass man sie zu gebüldeten Klassikfreaks erziehen will – die Kinder meine ich – aber diese Töne scheinen einfach die meisten zu mögen.

    • Katharina sagt:

      Dachte ich auch. Der Autor hat einen recht beschränktes Portefeuille an Musik. keine Klassik, keinen Jazz, keine frühe Musik usw. Schon die Idee, dass es popmusikalische Fehler gäbe ist äusserst petit-bourgeois.

      Judgementalism in it’s purest form.

  • plop sagt:

    Ui! Ich hatte in der Schwangerschaft eine ganz komische Justin-Timberlake-Phase! Was das wohl mit sich bringen wird…
    Meine Erfahrungen aber bis jetzt beim Kleinkind: wo die Instrumente erhörbar sind, gefällts. Und wenn Zuhause noch Instumente sind und gebraucht werden, können dann schnell mal zwei Stöcke zum Kontrabass werden. Das freut mich genauso wie wenns Kind die „richtige“ Musik mag (was immer das auch ist).

  • Erika B. sagt:

    Ich habe, als meine Kinder klein waren, wenn ich dazu kam, bergauf und bergab REM gespielt, Tina Turner, Joan Armatrading, Patti Smith. Ohne irgendeine Erziehungsabsicht, einfach, weil mir die Musik gefällt. Später spielten meine Töchter Coldplay und Ähnliches (gefällt mir auch!), die jüngere allerdings ist dem Pfad nicht ganz gefolgt und hört heute eine Art von Rap, der mich oft langweilt bis nervt. Der Familienhit aber ist „loosing my religion“ geblieben von REM, da singen wir alle mit! Ob das der Einfluss von damals war? Keine Ahnung!

  • Graf von und zu Droste-Schattendorf sagt:

    Stille genügt!

  • heidi reiff sagt:

    Mir tun die Babys leid, die sich im zarten Alter schon Musik mit einem Kopfhörer anhören müssen, dieser Amerikakitsch pfui Teufel…. ich hab mir als Teenager auch Songs reingezogen z.B. Beatles MAKE LOVE NOT WARE. Ich mage klassiche Musik unter anderem die singenden Geigen von Helmuth Zacharias auch das Lied von Saxophonist Jan Garbarek – Remember me my dear – mit Herzblut gespielt. Die CD-Players sind äusserst heikel, die laufen ja mit einem Diamanten. Es gibt ja auch noch schöne Wiegenlieder für Babys, schlafe schlafe holder süsser Knabe, leise wiegt dich deiner Mutter Hand –

    • Elisabeth sagt:

      Liebes Heidi Reiff – bei den Amerikanern wie bei uns gibt es doch söttigi und söttigi… auch Familien, in denen Musik aktiv gepflegt wird, in Hausmusik, per CD und per NPR, wo Kopfhörer auf Babyohren ebenfalls als völliger Blödsinn angeschaut werden. Eigene Befindlichkeiten auf die Kinderlein zu übertragen ist wohl keine nationale Eigenheit, meinst Du nicht?

  • mostindianer sagt:

    übrigens (um hier mal meinen klugscheisser-kommentaren ein ende zu machen):
    alle tun es wieder, obwohl wir wissen, dass man das gar nicht sollte: sich über geschmack streiten…

    • alien sagt:

      Also meinem Geschmack entspricht es auch nicht, über Geschmäcker zu streiten, aber manchen Geschmäckern schon, und dagegen darf ich ja per definitionem nichts haben. Werde aber ebenso per definitionem verachtet von den Streitlustigen. Da kann ich nur verlieren.

  • mostindianer sagt:

    das gesetz über bindestrich in allianznamen wechselt alle paar jahre…

  • David sagt:

    Ich finds ok, wenn man seinem Kind gute Musik vorspielt. Doch wenn ein Autor in einem Medium einen Artikel dazu verfasst, erwarte ich als Leser, dass sich der Verfasser etwas eingehender mit Musik beschäftigt hat. Oder sind REM, U2 und Züri West wirklich schon das höchste der Gefühle? Ist dass dann wirklich guter Musikgeschmack oder einfach das, was man so im Radio hört?

    • Jeff sagt:

      Das ist nunmal die Musik, die dem Autor gefällt. U2 und REM spielen nicht nur klasse Musik, sondern auch die Texte sind inspirierend. Diese Bands haben mehrere Generationen mit deren Sound verzaubert. Lady Gaga hin, U2 her. Mein Kleiner fährt eh nur auf „Calimero Dance“ ab. ;°D

  • Dancechicken sagt:

    Ich (20 Jahre als) wurde von meinen Eltern in Sachen Musik sehr geprägt. Queen, Beatles, Janis Joplin, Adriano Celetano, Dwight Yokam oder Alan Jackson wurde mir damals vorgespielt und heute höre ich es mir noch immer an. Ich habe nie gegen die Musik meiner Eltern rebelliert. Das allerdings wird wohl auch eher die Ausnahme sein.
    Meine erste CD war eine limited Edition von Abba, die zweite «Bestseller auf dem Plattenteller».

  • Mick Gentleman sagt:

    Obwohl meine Eltern auf ABBA, Modern Talking, Opus und Deutsche Schlager abgefahren sind und mich von DER Musik überzeugen wollten, kaufte ich mir mit 9 Jahren mein erstes AC/DC Kassetli (Highway to Hell) weil ich diese Musik nur einmal kurz auf einem Campingplatz in den Ferien hörte. Bis heute bin ich noch von dem Virus Hardrock/Heavy Metal befallen – als absolut einziger in unserer Familie notabene.. Soviel zum Thema imprägnieren;-)

  • Otto Liebschitz sagt:

    Der Autor hat einen lustigen Namen. Ohne Bindestrich?

    • Christoph Brunner Caffi sagt:

      Ja, ohne Bindestrich. Ich heisse Brunner, nahm aber den Namen meiner Frau an (Caffi) und setzte meinen wieder voran. Bindestrich ist offenbar verboten.

    • mostindianer sagt:

      das gesetz über bindestrich in allianznamen wechselt alle paar jahre…

      • moorside sagt:

        Das ist ein aufgeklärter Vater, der sein Kind möglichst früh mit ‚guter‘ Musik berieselt und stolz Stellung zu seinem übernommenen Namen nimmt – echt – machen sie einfach was sie gut für ihr Kind finden, es wird wohl ok sein – und schreiben sie bitte nicht so selbstgefällig darüber (und dann noch im letzten Satz aufgeklärt zu schreiben, dass es ja wohl eh anders kommt-ätzend)!

  • Hier die Playlist die ich meiner Tochter am ersten Tag bei uns zuhause vorgespielt habe:

    La Valse d’Amélie—Yann Tiersen
    Fast Car—Tracy Chapman
    Toxic—Yael Naïm
    Nothing In This World Can Stop—The Kinks
    All I Need—Air
    Shitty Day—Soko
    Maman la plus belle du monde—Henri Salvador
    Le tango de l’ennui—Sanseverino
    The Bear Necessities—Disney
    Something To Talk About—Badly Drawn Boy
    Anyone Else But You—The Moldy Peaches
    Roving Gambler—Robert Mitchum

    • Es ist bestimmt kein fehler den Kleinen die Musik welche uns bewegt vorzuspielen. Ganz bestimmt werden sie später irgendwann ihren eigenen Geschmack herausbilden. Und bestimmt werden sie, wenn ihnen Musik wichtig ist, dereinst mal in unseren Platten wühlen und altes für sich entdecken. Schade nur, dass das meiste heute nur noch digital vorhanden ist. The Times tehy are a-changing ( http://www.youtube.com/watch?v=cLPlATKEdtM&feature=related )

      • adlerauge sagt:

        meine eltern haben keine spezielle affinität zu musik. es gab zwar lps bei uns zuhause, aber die musik als solches wurde und wird von beiden weder zelebriert noch intensiv gehört. allerdings haben sie uns als kinder alle dazu animiert, ein instrument zu lernen. das instrument habe ich dann zwar nach 6-7 jahren links liegen lassen, die liebe zur musik war aber unauslöschlich geweckt worden. auch heute beschäftige ich mich intensiv damit, wenn auch „nebenamtlich“ und in der spärlichen freizeit, die einem neben 100% job bleibt. zum glück kann man in diesem „business“ auch nachtschichten machen 🙂

  • tststs sagt:

    Toll, da kommt mal wieder einer und will uns erklären, was „guter“ Musikgeschmack sei… Aber nicht im Ernst, oder?!?

    Wenn es einen Ratschlag gibt, der beim Thema Kinder und Musik befolgt werden sollte, mMn, dann der, dass für Vielfalt zu sorgen ist, und das Kind alleine bestimmen kann, was es für „gute“ Musik hält…egal ob dann den ganzen Tag Mozart, Moby oder Schliemer Chinde läuft… Und natürlich die Möglichkeit, selber Musik zu machen!

    • Astrid sagt:

      tststs, haben Sie heute im Tagesanzeiger die Kolumne von Peter Schneider gelesen? Ueber das Verhältnis der Schweizer zu Satire? Also: nein, nicht im Ernst!

  • Hugo Walter sagt:

    Totaler Schwachsinn das Ganze. Ebenso sinnlos ist es, wenn Eltern mit ihren lieben Kleinen ins klassische Konzert gehen, in der Hoffnung, sie werden einst besonders gescheit und kultiviert. Nuria muss sich von ihrem „Papi“ während seiner „Papiferien“ (warum reden eigenlich heutzutage alle nur noch von „Mami“ und „Papi“? – völlig infantil!) also U2 reinziehen…als wäre das kein typischer Kommerz

    • plop sagt:

      Infantil, lustig! Wir wollten zuerst auch, dass das Kind dem Vater „Vater“ sagt…. weil wir mamipapi auch eher blöd fanden. Hat aber nicht geklappt…. (mamapapa, auch fad) – total ausser Thema nun: Die Namens-Top-ten liessen daraus schliessen, dass Eltern „bebe-hafte“, ganz einfache Namen auswählen. Kinderfreundliche sozusagen…. Fertig mit Gaetano, Herbert, Volker… Vielleicht aber auch besser so…. Neue Zeiten, sind das.

      • Astrid sagt:

        Gaetano? Wo lebt der denn? Ich dachte, heutzutage wären Moritz Kevin, Anthony Paul und Hans-Peter Rüdiger Carl aktuell? Her mit den neuen Zeiten….. Und bei der Gelegenheit dem Kleinen auch gleich das idiotische Proll-Schwänzchen Resthaar hinten im Nacken abschneiden….

  • Matthias Müller sagt:

    Lieber ein bischen Popmusik ertragen, als an einen FCZ Match gehen!

    • heidi reiff sagt:

      Freut mich für Sie, da sind Sie vermutlich eine Ausnahme, beim Fussball gehts leider auch nur um Stutz.

  • Christian Weber sagt:

    Guuuute Idee. Mal schauen, wie die Kleine auf Mathcore und Drum’n’bass reagiert. Und bringt das nicht das gewünschte Resultat: Doom-Metal. Schliesslich ist Musik Geschmackssache, hä! 😉

  • adlerauge sagt:

    ein guter bzw. ernstzunehmender musikgeschmack befindet sich im steten wandel und lässt sich von äusseren modeströmungen nur sehr selektiv oder gar nicht beeinflussen. unstillbare neugier und keine grundsätzliche abneigung gegen irgendwelche genres oder musiker/künstler sind ebenfalls gute voraussetzungen. letzteres soll nicht verwechselt werden mit einem beliebigen musikgeschmack à la radio top 40 oder so ähnlich. ausserdem sollte mit der zeit ein gewisses bewusstsein für musikgeschichte herausbilden, um die dinge auch einigermassen einzuordnen.

    • Auguste sagt:

      hmm…, wenn ich auf radio 1 manchmal zu smokie’s „living next door to alice“ vor mich hinsinge und dazu – wenn ich alleine bin -den unanständigen refrain grölle, dann denke ich manchmal: wie kann jemand mit solch grossartigem musikgeschmack noch eine weitere, lahme talkshow zu nachtschlafender zeit hyperventilieren? und gleich darauf spielen sie:

      youtube: eagles – take it to the limit

      …bless ‚em, too.

  • Thomas sagt:

    Mein kleiner 3 Jähriger Sohn hört, wenn er mit meinem iPod spielt am liebsten die Atzen auf youtube, aber seit neuestem mag er auch the Who, ich habe also die Hoffnung noch nicht verloren.

  • Diana sagt:

    Mir ging die Musik, die meine Mutter hörte ziemlich auf die Nerven. Soul, schräger Jazz u. West Side Story, Elvita. MC Hammer, Vanilla Ice, Miami Bass (dt. Sprechgesang ging damals garnicht) und alles was zum Poplocking, Electric Boogien und so nötig war, dass war meine Welt. Ganz zu schweigen von der passenden Kleidung. Ich konnte den Witz über vollgemachte Hosen kaum noch hören, aber wenigstens hatte meine Mutter was zum lachen :-). Roxette gepaart mit Jazztanz, Iron Maiden und die ganzen anderen Head Banger waren im Vergleich zu uns „Rappern, Hip Hoppern u. B-Boys/B-Girls“ total uncool!

  • Auguste sagt:

    hmm…, wenn ihr kind nicht auf musik reagiert, dann sollten sie zum arzt gehen. wenn ihr kind auf solche sachen steht:

    youtube: brooks & dunn – play something country

    …dann ist hopfen und malz nicht verloren, aber wahrscheinlich später mal in der kühlbox im kofferraum eines gefährts, dass es „truck“ nennt. bless ‚em.

  • mostindianer sagt:

    ich wurde in meiner kindheit von meinen eltern mit deutschen (auch volkstümlichen) schlagern beschallt, kann das heute nicht mehr hören, paldauer, oberkrainer usw., leider singe ich gewisse refrains mit, wenn ich bei meinen eltern diese musik wieder höre. später in der primarschule bin ich voll auf oldies aus den 50ern und 60ern abgefahren, bis eines tages der bruch kam: queen! meine ersten kassetten, danach eine lange zeit nur radio und in der oberstufe die nächste zäsur: nirvana, pearl jam und soundgarden. von letzteren habe ich mir meine erste cd gekauft, werde mich wohl ewig daran erinnern

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Oh du Armer, Paldauer, ganz schlimm! Und dann noch erdulden, dass es einem „Zwangssummet“, wenn das Zeug läuft…… 🙄

      • Rena Haug sagt:

        Ich bin absolut kein Schlager-Fan, weder klassisch noch volkstümlich. Aber ganz ehrlich, Paldauer und Co. schaffen etwas, das viele andere nicht schaffen, nämlich mit ihrer Musik zu begeistern. Gilt übrigens auch für DJ Bobo (seines Zeichens einer der erfolgreichsten Schweizer Musiker auch auf internationalem Parkett) Also bitte, wem’s gefällt, bitte lassen.
        Und bezüglich Kindern, nichts schlimmeres, als den Musikgeschmack steuern zu wollen, womöglich noch mit pädagogisch ach so wertvoller Klassik. Sie sollen doch einfach hören, wonach ihnen ist…

    • Francesca sagt:

      @mostindianer: ich kann aus dem gleichen Grund heute noch unzählige Seemanslieder. Wir lagen vor Madagaskaaar und hatten die Pest an Bord…

  • Matthias sagt:

    U2 und co sind also nicht seelenlose kommerz Musik?
    Der Witz war gut. Anständige Musik ist sowieso grundsätzlich nicht Pop Musik.

    • Rena Haug sagt:

      „Anständige“ Musik, wie Sie’s nennen, ist jede Musik, die mit Leidenschaft und Freude gespielt, gesungen oder gehört wird, egal ob Pop, Rock, Folk, Klassik…

      • E.H.Roth sagt:

        hm, ich weiss noch wage da waren die Beatles eine „Anständige Musik“ die Stone’s eine Unanständige Musik… im 21. Jahrhundert wurde Miki zum Sir ernannt..

  • Johnny California sagt:

    Meine aller erste CD, die ich von meinem Vater bekommen hab war, Uriah Heep (keine Ahnung wie das Album hiess). Es folgten rasch die Stones etc. aber spätestens mit 12 Jahren war das alles anderst, da hört man auch das was die Eltern weniger toll fanden, wie den Old School Rap oder hauptsächlich aber Punk und Hardcore…das hör ich heute noch alles. Und meine Mutter betont heute noch, nach all den Jahren seit ich ausgezogen bin, dass sie den Krach vermisse. Sie mag die Musik an sich weniger, aber die Tatsache dass es vom oberen Stock nicht mehr runterdröhnt fehlt ihr.

  • Juri Gotic sagt:

    Oje, banaler kann die Musikauswahl wohl kaum sein. Mediokrer Konsens als Erziehungsmassnahme. Da wird wohl ein indurstriebejahendes Schaf grossgezogen. Lieber Lady Bobo, die sich mein Kind aus eigener Leidenschaft selber aussucht, als aufgezwängten Stadion Rock, der ja sowas von aussagekräftiger, individueller und tiefgründiger ist. Fussbaltrainer wollen elf Jungs für die eigene Mannschaft, Sie wollen scheint’s den einzig verbleibenden Radio24 Hörer.

  • Bellinda sagt:

    In der Primarschule liebte ich Dschingis Khan, in den Nachwehen dann die neue deutsche Welle. Als ich die Kassetten mal zu meiner Freundin mitnahm, durfte sie diese nicht hören, weil derren (Streber-) Mutter meinte, so Pop sei nichts für ihre Kleine, bitte nur Klasik. Jedes Kind soll selber entscheiden was es hören will, das gehört zur Entwiklung, nirgends kann man sich besser Ausdrücken als mit Musik, Protest, Abgrenzung, Liebe, cool sein, zu einer bestimmten Gruppe gehören…. und auch bei totalen Geschmacksentgleisungen bleiben schwerwiegende Folgen aus ;-)))

  • Heidi Merz sagt:

    Meine ersten selbstgekauften Alben: Beatles, danach Talk Talk und David Bowie. Prägung durch die Eltern: Janis Joplin, Jimi Hendrix, Doors, Peter Tosh, Bob Marley, Bob Dylan, Joan Baez. Von daher ein „guter“, „pädagogisch wertvoller“ Start ins Lleben. Ich schätze die aufgezählten Musiker immernoch, habe mich dann aber selbst (nach Phase Tompson Twins und Depeche Mode) für die düsteren, abgründigen Bands der 80er entschieden. Zum Teil war das auch eine Rebellion gegen die Eltern, weil ihr Verständnis spätestens bei The Sisters Of Mercy endete – auch heute noch meine Lieblingsband. 😛

  • mira sagt:

    Meine erste Kassette war Schwanensee von Tschaikowksy, die hab ich bis zum Umfallen gehört. Später dann hab ich hauptsächlich Musik aus dem fernen und nahen Osten gehört. Es gab für mich nichts Öderes als der Mainstream (U2 und R.E.M. gehörte dazu), den alle meine Kollegen hörten… Prägung durch das Elternhaus: eher nicht. Da wurde alles von klassisch, über Schlager bis zu Mainstream gehört…

    • Hotel Papa sagt:

      Heh. Nicht meine erste Platte aber eins der Lieblingsstücke von einer Lieblingsband: „Swan Lake“ von Madness. Die spielen nett mit dem Thema

  • Francesca sagt:

    Man könnte Kopfhörer mit vier – äh – Ohrdingern an einem Gürtel konstruieren und diesen schon während des Eisprungs und dann natürlich bis zur Geburt um den Bauch schnallen und diesen vom Ei bis zum Baby beschallen. Ich empfehle Mozart, soll auch bei Kühen die Milchleistung steigern.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Ein bisschen imprägnieren hilft sicher, meine Kinder wollten nie DJ Bobo hören, zum Glück, ich hätte die Krise bekommen. Aber später hörten sie Snoop Dog, da bekam ich auch die Krise. Jugendliche wollen das hören, was ihre Kollegen hören, was cool ist, und oft sind sie da sehr unkritisch, weil es nicht eigentlich um Musik geht, sondern um ein Statement.

    Meine erste LP war Mozarts kleine Nachtmusik, es gefiel mir. Auch, weil meine älteren Geschwister das hörten, also war es cool, ich war damals 8 J. Die zweite ‚Let it Bee‘, auch wegen meines grossen Bruders.

    • Orlando S. sagt:

      Herr Brunner Caffi bewegt sich für meinen Geschmack in einem etwas engen Parameter. „Musik“ ist massentaugliche Pop- und Rockliedli, meist auf Englisch, ca. 4 Minuten lang. So etwas wie klassische Musik, Volks- und Folkmusik oder Jazz kommt in seiner Welt gar nicht vor.

      • Tomas sagt:

        Bienen?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nein, natürlich nicht Bienen, ist mir passiert. Mach ja nie einen Schreibfehler, Tom-Klugscheisser, sonst werde ich dich daran aufhängen (falls er mir auffällt) 👿

      • Rahel sagt:

        @ Pippi Langstrumpf

        Wie funktioniert das Ding mit den Hörnern? Hätte ich in der letzten Zeit auch ein paar Mal gut gebrauchen können 🙂

  • Papa sagt:

    Also ich habe es mit den Ramones probiert: Gestrampel pur. Der gleiche Versuch mit Manowar: elendes Heulen. Ich glaube, die Kleine ist auf gutem Weg.

  • alien sagt:

    Meine erst CD war entweder Slowhand von Eric Clapton oder Turn of a friedly card von Alan Parson’s Project. Nichts, wofür ich mich je schämen müsste. Beide Platten haben grosse Momente.

  • Markus Steiner sagt:

    U2, REM, Stephan Eicher, Ben Folds Arcade Fire und Radiohead nennt der Kerl „gute Musik“? Da wundert es mich nicht, dass so einer früher Modern Talking gehört hat.

  • Eremit sagt:

    Auch wenn es gut gemeint ist, das Risiko dass das Kind später gerade das Gegenteil hören wird bleibt bestehen.
    Spätestens wenn in der öffentlichen Schule Britney II als cool gilt wird sie sich leider kaum der Gruppendynamik und dieser Mainstream-Beschallung entziehen können.

    • kaya sagt:

      oder es kommt noch schlimmer und sie hört sich Peach Weber & Co. an 😀

    • Stefan sagt:

      Eben, die Fähigkeit zur Gruppendynamik-Resistenz sollte mit zur Erziehung gehören. Da allerdings beispielsweise auch der Tagi eine „Bestenliste“ führt (Resort Kultur) und damit suggeriert, dass besser sei, was mehr verkauft werde, ist dies eine grosse Aufgabe. Dafür wissen wir dank einer solchen Weltsicht wenigstens, dass der „Blick“ die bessere Zeitung ist als der Tagi, da er eine höhere Auflage hat – und dass die NZZ grottenschlecht ist.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.