Keine Alterbeschränkung mehr auf Facebook?

Vergangenen Freitag stellten wir die Frage, ob Mama mit dem Kind auf Facebook posieren soll. Am Wochenende verkündete Mark Zuckerberg, die Alterbeschränkung bei Facebook aufzuheben. Aus aktuellem Anlass eine Carte Blanche von Pro Juventute Direktor Stephan Oetiker zu diesem Vorstoss.

MAMABLOG-FACEBOOK

Bereits jetzt sind Millionen von unter 13-Jährigen auf Facebook: Webcam-Foto eines Mädchens.

Die aktuellste Forderung von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wird für grosse Diskussionen sorgen: Der geschäftige Multimillionär will die Facebook-Altersbeschränkung für Kinder unter 13 Jahren aufheben, wie der «Blick am Abend» am Montag berichtet. Bislang war in den Nutzungsbedingungen von Facebook festgelegt, dass keine Anwender ohne ein Mindestalter von 13 Jahren erlaubt sind. Eine Verbraucherstudie ergab indes: 7,5 Millionen Nutzer sind jünger als 13 Jahre. Zwei Drittel der illegalen Teilnehmer sind sogar jünger als 10 Jahre alt. Die Frage stellt sich: Wer hat das falsche Alter angegeben, die Kinder oder die Eltern? Und wieso können sich so junge Kinder auf Facebook oder im Internet tummeln, ihre persönlichsten Daten und Informationen preisgeben? Als dreifacher Vater beschäftigen mich diese Fragen zurzeit ganz aktuell. Die Diskussion über Kontrolle und Verbote wird unweigerlich kommen. Sie geht aber in die falsche Richtung. Denn realistisch gesehen, und das weiss auch Mark Zuckerberg, wird eine Verbot und in diesem Fall eine Altersbeschränkung bei Facebook, nicht viel nutzen.

Das Internet ist nicht kontrollierbar. Vielmehr sollen und müssen Eltern ihre Kinder beim Eintritt in die sozialen Netzwerke im Web begleiten und unterstützen. Aber Hand aufs Herz: Wie fit sind Sie eigentlich, was das Internet betrifft? Ich war es nicht unbedingt, wie ich unlängst feststellen musste, als ich meine liebe Mühe hatte die Sicherheitseinstellungen meines Facebooks-Profils a) zu finden und b) so einzustellen, dass eine gewisse Privatsphäre gewährleistet ist. Gerade das persönliche Beispiel hat mir einmal mehr klar gemacht: Es braucht nicht nur eine Förderung der Medienkompetenz bei Kindern, sondern auch bei ihren Eltern. Denn nur zehn Prozent der Eltern von Zehnjährigen sprechen etwa mit ihren Kindern über das Thema soziale Netzwerke wie die US-Studie Consumer Reports weiter belegt.

Auch sind nur 18 Prozent der befragten Eltern mit ihren Kindern im Netzwerk befreundet, was wahrscheinlich noch die pragmatischste Weise wäre, einen gewissen Überblick über die Internet-Aktivitäten der Sprösslinge zu behalten. Tatsache ist: Viele Eltern wissen schlichtweg nicht, wie mit Neuen Medien, Internet oder sozialen Netzwerken umgehen. Darum gilt es, die Medienkompetenz bei Kindern UND bei ihren Eltern zu fördern. Eine Sensibilisierung für Medienkurse für Eltern ist gerade im Internetzeitalter essentiell. Denn, ob Sie wollen oder nicht, im Internetzeitalter sind nur informierte Eltern kompetente Eltern.

Stephan_OetikerWir danken Stephan Oetiker für diesen Beitrag. Wer seine Medienkompetenz fördern möchte, findet bei Pro Juventute Handyprofis (www.handyprofis.ch) und Pro Juventute Gametest (www.gametest.ch) entsprechende Angebote.

182 Kommentare zu «Keine Alterbeschränkung mehr auf Facebook?»

  • sebi sagt:

    hallo zäme
    ich bin zwar keis eltereteil, bin 27 und han kei chind aber muess trotzdem mal was sege.
    es wird immer wieder gschriebe das d eltere me kontrolliere söttet, zB. am heimcomputer.
    glichzitig schenkt me de kidis hüt smartphones, wie I-phone und android handys wo die liebe kidis ohni kontrolle jederzit is internet chönd. au gits apps z.B. für facebook. Ich glaub es wird denn ziemlich schwer das alles zu kontrolliere.
    gruess sebi

  • Kringel sagt:

    Die Voreinstellungen (Default) auf Facebook sind alles andere als optimal. Facebook müsste gezwungen werden, die Defaults auf die restriktivsten Privatsphäreeinstellungen zu setzen. Das würde schon einiges bringen.

  • Thomas Läubli sagt:

    Für das, was Kinder tun, sind in erster Linie immer noch die Eltern verantwortlich und nicht Herr Zuckerberg. Dass mit der Konsumgesellschaft und den Neuen Medien ein Verblödungstrend einhergeht, steht auf einem anderen Blatt Papier geschrieben.

  • michi sagt:

    Mir wird der Hype um Facebook wohl für immer verschlossen bleiben. Der Witz ist eigentlich, das ich jetzt noch nie irgendwelche Probleme hatte, irgendwelche Leute im Internet zu finden. Ich halte FB für einen absolut überbewertendem Hype, der praktische Nutzen für den User ist marginal. Das gilt auch für 13-Jährige.

  • oma sagt:

    Zweifel erhaben.
    Ich denke wir alle, ausser den direkt Betroffen können überhaupt nicht beurteilen wer die Wahrheit sprich. Auch Dokumente können ohne Probleme gefälscht werden.

  • oma sagt:

    hat mit dem Thema direkt nichts zu tun, wurde aber von einigen Bloggerinnen eingebracht: das Thema Fielding. Ein unerschöpfliches Feld für einige Frauen sich gegen die gesamte Männerwelt zu verbünden. Frauen, die armen opfer, die sich mit unendlicher Liebe und Einfühlungsvermögen für ihre Kinder einsetzen. Ich frage mich was fildling objektiv gesehen zu solch einer Muster-Mutter qualifiziert. Bei all den wichtigen, gesellschaftlichen und derendazugehörenden Aufwendungen, war doch ihre Zeit ziemlich begrenzt. Und wie sie sich jetzt selbst darstellt, ebenso wie er nicht ganz über alle

  • mostindianer sagt:

    peter schneider würde sagen:
    facebook sollte schulfach werden

  • Frank sagt:

    Ich als Vater von Kindern zwischen 7 und 17 sehe es auch so – Eltern sollten ihre Kinder mit eigener Web-Kompetenz altersgerecht im Web begleiten. Das gilt beispielsweise für alle Social Medias wie Facebook, Festzeit, Twitter. Verbote helfen den Kindern nicht – sie müssen intelligent in unsere elektronische Welt hineinwachsen. Dazu gehört auch Wissen und Umgang mit Gefahren – sowie generell der Persönlichkeits- und Datenschutz. Ganz wichtig scheint mir auch, dass wir unseren Kindern altersgerecht Vertrauen schenken und nicht konstant kontrollieren

  • Σαπφώ sagt:

    Etwas zur Klarstellung des Artikels: In den USA ist die Altersbeschränkung auf 13 Jahre gesetzlich vorgeschrieben. Herrn Zuckerbergs Aussage bezieht sich also darauf, dass er eine entsprechende Gesetzesänderung anstreben möchte, um jüngeren den Zugang zu ermöglichen. Die Chancen dazu stehen eher ungünstig, weil seinem Unternehmen Mängel in der Handhabung von Mobbing und Stalking vorgeworfen wird. Kein anderes Unternehmen hat ein Interesse daran geäussert die gesetzliche Altersbeschränkung fallen zu lassen.

    • A.Tschannen sagt:

      Mobbing ist das Problem mit Kindern. Wenn sie etwas dagegen unternehmen könnten, haette man sicher weniger Bedenken mit facebook.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Ich bezweifle dass Mobbing bloss ein kinderbetreffendes Problem ist,
        das betrifft alle, und sehr schlecht wenn man dabei unter die Räder kommt,
        immerhin erfreulich dass sich offenbar andere Unternehmen Zurückhaltung verschrieben haben!

      • A.Tschannen sagt:

        Das stimmt leider!

  • oma sagt:

    schwarze Zora sagt: 25. Mai 2011 um 17:00 ohne Grund? also wenn sie in der Ehe schon eine solche Gesinnung gezeigt hat wie jetzt in ihrem Blog, dann denke ich die Richter hatten genügend Gründe. Und wer sagt ihnen, dass die Kinder von einer Frau betreut werden die nicht über die notwendigen Qualifikationen verfügt? Offenbar wiessen sie mehr als wir anderen!

    • schwarze Zora sagt:

      Ja, vielleicht weiss ich mehr, weil ich die Dokumente, die S. Fielding ins Netz gestellt hat und die ihre Aussagen beweisen, besser studiert habe. Es gibt mehrere Aussagen von Leuten z. Hd. der Vormundschaftskommission, die bezeugen, dass die Nanny die Kinder geschlagen hat, in der Öffentlichkeit. Ausserdem ist der CV der Nanny im Netz, sie ist Floristin und Fusspflegerin, beides ehrbare Berufe, aber keine Qualifikation, um fremde Kinder zu betreuen. Dass eine solche Betreuung der Betreuung durch die Mutter vorgezogen wird, ist unverständlich. Fielding werden beste Mutterqualitäten attestiert.

    • Σαπφώ sagt:

      Fielding wurde nicht einmal über ihre Rechte aufgeklärt, als das Verfahren lief.

      • E.H.Roth sagt:

        ups, jetzt ist mir doch gleich eine Träne auf die Tastatur gefallen..

      • Σαπφώ sagt:

        Sie finden es demnach rechtens, dass Frau Fielding quasi von den Behörden reingelegt wurde?

      • E.H.Roth sagt:

        Sagt wer? Ich habe nichts gegen die Frau Fielding, kann jedoch keine Partei für sie einnehmen und schon gar kein Mitgefühl empfinden überhaupt für solche Frauen. Der Borer war schon immer eine Nummer zu gross für sie. Selber schuld, wenn sie dachte, sie könne bei den grossen Jungs mitspielen. Sorry

      • schwarze Zora sagt:

        Der Borer eine grosse Nummer? In welcher Beziehung? Er ist als Diplomat gescheitert, leistete sich peinliche Affären. Seine Frau heiratete er, weil sie reich war und um deren Beziehungen in der amerikanischen Society zu nutzen. Alles in allem ein typischer Emporkömmling mit den entsprechenden Komplexen. Vielleicht sollten wir uns mal Borers Doktorarbeit vorknöpfen, würde mich nicht erstaunen, einen schweizerischen Guttenberg zu entdecken.

      • Sibelius sagt:

        @zora
        das ist alles nur noch reine spekulation, und darum nur noch peinlich. und er hat seine verdienste als diplomat, das kann keine kuh weg(sch)lecken.

      • Libelle sagt:

        @ Zora
        Das ist Salzlecken für dich Skandal Wollüstiges Weibchen !

  • oma sagt:

    Zudem, mit meinen Kindern auf Fb befreundet zu sein finde ich eher befremdlich als besonders hipp! Ich wäre lieber eine Freundin in Fleisch und Blut als eine auf FB. Kinder sollten lernen sich Freunde von Angesicht zu Angesicht aufzubauen, da hätten sie auch die Gelegenheit ihre Menschenkenntnis zu schulen und zu erproben. Auf Fb kann man ihnen ds blaue vom Himmel vorlügen – Enttäuschungen die ich meinen Kindern gerne ersparen würde.

  • oma sagt:

    Das sich nun aber schon 13-jährige dort anmelden können finde ich gefährlich und völlig überflüssig. Die Gefahren die dort lauern sind nun doch längst ausrechend bekannt gemacht worden und Eltern sollten ihre Kiner vor dieser unkontrollierbaren Gefahr bewahren. Es gibt später noch ausreichend Gelegenheit ind diese Gefahrenfalle zu tappen. Sogar Erwachsene sind davor nicht gefeit, umso mehr Kinder in diesem Alter! Aber sicherlich hängt meine Angst mit meinem Alter zusammen.

  • oma sagt:

    Sicherlich liegt es an meinem Alter, aber ich verstehe diese neue Mode mit Facebook überhaupt nicht. Mich hat jemand auf Facebook angemeldet (mit meinem Einveständnis) und ich bin immer wieder erstaunt wieviele Menschen sich dort melden und angeblich mit mir befreundet sein wollen. Gesichter und Namen die ich noch nie in meinem Leben gesehen oder gehört habe. Diesen soll ich nun alles, oder wenigsten möglich vieles von mir erzählen, über jeden Pups den ich mache informieren – nei danke! Ich habe Facebook auf die Spam-Liste getan und nun habe ich Ruhe vor diesen „Freunden“.

    • Nala sagt:

      Das find ich jetzt spannend. Ich bin schon sehr lange auf Facebook und in dieser Zeit hatte ich glaub 5 wilfremde Anfragen, die ich ablehnte und entsprechend meldete. Alles andere waren Leute, die ich auch wirklich kenne. Wie kommt es, dass manche mit fremden Anfragen überhäuft werden?

  • Auguste sagt:

    hmm…, einmal ganz altersunabhängig: wenn man doch erst „in need“ erkennt, wer ein freund „indeed“ ist – was sind facebook-freunde dann wert? kinder sollten freunde und kontakte haben, die mehr bieten und verlangen als ein paar maus-clicks auf dem computer.

    man ist facebook reif, wenn man so viele richtige freunde hat, dass ein social-network zum hilfreichen werkzeug wird, diese zu pflegen. übrigens, eltern, die glauben sie müssten „fb-freunde“ ihrer kinder sein, sollten vielleicht einfach wieder anfangen warme, gemeinsame mahlzeiten als kontaktmöglichkeiten in betracht zu ziehen.

    • Nala sagt:

      Och Auguste, ich ess 2-3x täglich mit meinen Kindern, dennoch sind wir auch via FB „befreundet“. Ja selbst mit meinem Ehemann bin ich auf FB befreundet. FB ist doch nur ein Werkzeug, wie man damit umgeht, ist jedem überlassen (mehr oder weniger 🙂 Weshalb sollten Menschen die man auch auf Facebook als Freunde hat nicht „in need“ sich als Freunde zu erkennen geben? Zumal das „Freunde“ auf Facebook eh eine gewagte Aussage ist. „Bekannte/r“ würds wohl eher treffen.
      Meine Facebookfreunde bieten mir zum Glück auch mehr als nur ein paar Mausklicks. „verlorene“ Freund wiederfinden, dank FB ist nett.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Auguste: zumindest finanzieren die ganzen Bereitstellungen zur fb-Freunde-Beschaffung-und-Haltung
      einem kleinen Zirkel die Investitionen um richtig grandiose Parties mit richtigen Echtleben-Freunden zu schmeissen,
      das wollen Sie denen doch hoffentlich nicht verübeln? 😉

      • E.H.Roth sagt:

        @B.S. bitte nichts verraten, der FB simpel soll nicht wissen was wirklich abgeht. Der soll weiterhin glauben was man ihm Verkauft; nämlich FB für ihn gut ist und er soll es bitte weiter erzählen von der guten Sache reden und auch jedem schon brav erklären, dass man das FB heute braucht und jeder der FB nicht nutzt ist von gestern. Ach Lottchen…

        Ist FB nicht die Abkürzung von Füdli-Bürger??

      • Brunhild Steiner sagt:

        @E.H.Roth: manchmal bin ich ganz gern von gestern, nehm sogar vorgestern in Kauf…,
        mal schauen wann das fb Marketing auch bei mir seinen Sieg davonträgt…

      • E.H.Roth sagt:

        bin auch nicht im FB-Verein. Beobachte aber mein Umfeld und stelle fest, es geht ganz ohne. Telefonieren und persönliche Treffen funktioniert noch immer. Ganz von gestern und es funktioniert perfekt ;.)

  • schwarze Zora sagt:

    Das Internet ist genial! Soeben wurde veröffentlicht, dass Shawne Fielding ihren Prozess gegen Borer gewonnen hat, sie darf also weiterhin über ihr vergangenes Leben mit ihm berichten, auch wenn das ihm nicht passt. Die Wahrheit zu sagen und zu dokumentieren ist nicht verboten! Verfassungsrechtlich geschützte Meinungsfreiheit!

    Gratuliere Shawne 🙂

    • Auguste sagt:

      hmm…, wie erfrischend, den besseren kreisen beim „rumboren“ online beiwohnen zu können.

    • Widerspenstige sagt:

      Dass sie diesen Prozess gewonnen hat, freut mich auch. ABER ich mag solche öffentlichen Schlammschlachten der VIPs einfach nicht besonders und dafür gibt es von mir für Frau Fielding und Herrn Borer die rote Karte. Wenn dies Schule machen sollte, dann gute Nacht Privatsphäre allüberall! Ich will doch nicht wissen wer was wie oft und wie getan hat, nein danke!

      • schwarze Zora sagt:

        Ich mag solche Schlammschlachten auch nicht. Aber S. Fielding wurden die Kinder genommen, ohne Grund! Sie werden nun von einer Frau ohne Qualifikationen betreut, die sie schon öffentlich geschlagen hat. S. Fielding beweist mit ihren öffentlichen Dokumenten nur, dass es ein krasser Fehlentscheid war, der unbedingt korrigiert werden muss, es ist quasi Notwehr, wenn sie die unschöne Wahrheit über Borer und sein ausschweifendes Leben, in dem die Kinder keine Priorität haben, zugänglich macht. Sie kämpft immer noch um das Obhut- und Sorgerecht, ich verstehe, dass sie da mit allen Mitteln kämpft.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        go Shawne, go! 😛

  • „Denn, ob Sie wollen oder nicht, im Internetzeitalter sind nur informierte Eltern kompetente Eltern.“ Vielen Dank für Ihren Beitrag. Dieser Meinung sind wir auch. Deshalb http://www.jugend-online.ch

    • E.H.Roth sagt:

      hmm, das ist gut, sehr gut. Ohne Hirn aber mit viel IT user know how ausgestattet. Fantastisch, hat sich doch die ausgeklügelte US-Marketing und Verkaufsstrategie voll ausbezahlt. Einst brauchte es ein Hare krishna Guru um massen Gehirnwäsche zu verpassen. Heute tun s die introvertierten IT-Clows aus Übersee.

      • Σαπφώ sagt:

        „introvertierten IT-Clows aus Übersee“ ..damit meinen sie aber die Inder, nicht? denn diese sind die Code Monkeys. Immerhin sind diese fähig, ein Projekt kosten- und fristengerecht zu beenden, was den inkompetenten Eurosappern nicht nachgesagt wird.

      • E.H.Roth sagt:

        @Hellas, nein! Auf keinem Fall die Gecos, die Missionieren nicht

  • Pascal Sutter sagt:

    Kein Problem. Wenn Facebook die Privatsphäreneinstellung vereinfacht und auch respektiert bin ich voll dafür. Ob meine Kinder dann auch zuhause Facebook dürfen, tja, das ist dann meine und nicht Marks Sache. Etwas Guerilla-IP-Bocking und ein Administrator-Acoount helfen dabei.

  • Widerspenstige sagt:

    Interessante Basis, dass ein Jungunternehmer wie Mark Zuckerberg den weltweiten FB-Usern vorgibt, ab welchem Alter seine ‚Geldmaschine‘ benützt werden darf. Ich staune nicht schlecht, dass hier nicht mehr Eltern, Pädagogen und sonstige Erziehungsberechtigte eingreifen und SELBER anhand der Entwicklungsstufe ihres Kindes dies festmachen. Haben sie die Erziehungshoheit dem Herrn Zuckerberg übergeben? Unglaublich, was da abgeht! Es liegt ALLEINE am Entwicklungsstand eines Kindes – ob nun mit 10 oder erst mit 16 Jahren – ob es ein FB-User wird. Das bestimmt doch niemals ein Herr Zuckerberg!!

    • Brunhild Steiner sagt:

      Ehm, Widerspenstige, ich schliess mich Ihnen ja vorbehaltlos an,
      aber Ihnen ist sicher auch schon aufgefallen dass das „Erziehungshoheitabgeben“ kein Problem neueren Datums ist? Respektive sich die Hoheitinhaber ihrer Verantwortung auch auf anderen Gebieten manchmal nicht so sehr bewusst sind, nicht so motiviert sich den Auseinandersetzungen zu stellen, und was der Gründe/Motive noch mehr sind?…

    • Obelix sagt:

      @Rebellin: Absolut richtig. Das Bedürfnis nach online Kommunikation hat sich bei meinen Kindern erst auf Mittelschulstufe eingestellt, als in der Schule mit Email und Internet angefangen wurde zu arbeiten. Meine Jüngere muss momentan noch mit Email zurechtkommen, aber nächstes Schuljahr wird sie sicher einen FB-account eröffnen, sobald ihr Bewegungskreis mit Ende der Primarschule grösser wird. Schliesslich ist es die Sache von uns Eltern zu entscheiden, wann die Kinder was dürfen.

      • heidi reiff sagt:

        Schätze Ihre Haltung ich bin gefühlsmässig eine Rebellin, Kinder sind einfach neugierig, ich schätze einfach meinen Compi, das Wiki, lassen wir unsern Kids doch einfach Zeit, sich zu entwickeln mit oder ohne Facebook, ein Handy finde ich gut für Kinder als Notfall, wenn sie mal alleine unterwegs sind und Hilfe brauchen in Situation, wo sie sich nichtmehr zurecht finden, Kinder sind begreifen meist sehr rasch was Sache ist, vermitteln wir es ihnen einfach kindgerecht. Als hilflose Babys kommen wir auf die Welt, ein Baby möchte vermutlich lieber einen Schoppen zum überleben als ein Face-Book.

    • Widerspenstige sagt:

      Ich freue mich über die positiven Reaktionen über meine rebelllische Argumentation diesem Imperium eines Mark Zuckerbergs gegenüber. Er hat das FB-Ding erfunden (auch das scheint aber umstritten zu sein, wenn man seine Mitgründer-Kollegen von damals seriös befragen würde) und damit sich eine goldene Nase verdient. Die Frage ist doch jetzt: wieso hat ein Herr Zuckerberg das Interesse, die Alterslimite überhaupt zu senken? Welche Marketing-Maschinerie will er da mit ins Boot, nein besser, Luxusdampfer nehmen und noch jüngere FB-User abzocken – indirekt mit Werbebanner, Wettbewerben locken etc !

      • Brunhild Steiner sagt:

        dass Kinder die Kunden von morgen sind (mit denen es sich doch niemand verderben will!)
        ist ebenfalls nicht neueren Datums 😉
        (und wenn sie sich unter mysteriösen Umständen einen grosszügigen Kredit organisieren können
        sind sie’s sogar schon heute…)

  • StefanB sagt:

    Was hier gesagt wird, auch in den Kommentaren, ist ja alles schön und gut – aber was nützen alle Massnahmen, wenn die Eltern selbst so dumm sind und sich und ihre Kinder im Internet – es gibt ja nicht nur Facebook, auch Youtube etc. sind in diesem Sinn „gefährlich“ – präsentieren?? Zu verbieten, ist sicher das falscheste – Kinder holen sich die „angesagten“ Reize, im Zweifelsfall eben ausserhalb (chatten in der Clique bei Freunden zuhause z. Bsp.)

  • Robert sagt:

    Mein Sohn ist 17, ich bin Informatiker. Mein Sohn sass mit ca. 4 Jahren das erste Mal am Familien-PC (Windows 95!), weil er das wollte. Er hat mit Paint Bilder gemalt. Er konnte Dateien öffnen oder den PC korrekt runterfahren, ohne dass er lesen konnte. In den vergangenen 13 Jahren hatten wir Eltern wohl alle möglichen Haltungen dazu, so dass es die paar möglichen Zeichen hier kaum wiederzugeben vermögen. Aber meine wichtigste Erkenntnis: Es ist eine Illusion zu glauben, das Kind wachse in derselben Welt auf, die die Eltern geprägt hat.

    • Ups sagt:

      merci gäu. Hesch es für mi usdütscht. Und wie fit bisch itze fürs Internet. Gröhl…..

    • E.H.Roth sagt:

      @robert. stimmt genau was Sie sagen. Es ist eine andere Welt mit ganz anderen Persönlichkeiten und Bedürfnissen. Ich meine, dieser Zuckerberg, was glauben die Leute von dem zu erwarten? Eine moralische Haltung? Etwas naive. Er ist die jüngere Ausgabe von Arni, Kahn und Kachelmann.

  • Obelix sagt:

    Meine Älteste Tochter hat seit 12 einen FB account, weil es die Kommunikation vereinfacht. Sie liest Hunderte von Seiten von Büchern pro Monat und trainiert 5x in der Woche im Sportclub. Warum ihr dieses praktische tool wegnehmen damit sie mit ihren Sportkameradinnen über Wettkampfresultate inkl. Foto chatten kann? Das selbe Foto findet sich mit Name und Adresse auch in der lokalen Presse und somit online unter Google auch. Selbstverständlich bin ich ein „friend“ von ihr und konnte ein paar mal beratend eingreifen, wenn sie zum Beispiel leine zu persönlichen Aussage postet.

  • peter meier sagt:

    was hat denn ein kind im facebook verloren? nicht vergessen, die nutzer von facebook sind keine „kunden“ sondern das produkt das facebook and werbeagenturen verkauft. nur erwachsene können entscheiden ob dies für ihnen in ordnung ist oder nicht

  • Fiona sagt:

    Kinder haben vor dem PC/Laptop/i-Phone nichts verloren, die gehören nach draussen oder am Tisch zum Basteln, Malen, bücher anschauen und Spielen. Kinder müssen sich nicht mit „Sozialen Netzwerken“ auseinander setzen, wenn ein KIND das schon tun muss, müssen sich die Eltern ernsthaft überlegen dieses Kind nicht zum Psychologen zu schicken. Jugendliche, sollte man mit vorsicht ins Internet lassen, Pornografie anschauen stört keinen mehr heutzutage, aber Gewalt, und private kontakte pflegen ohne Elterliche Aufsicht ist nicht okay. Mein Haus, Meine Regeln!

  • Pat McAllister sagt:

    Wobei man festhalten müsste das Mark Zuckerberg nicht Multimillionär ist, wie im Beitrag geschrieben, sondern eher Multimilliardär..

  • Pisa sagt:

    Die wichtigste Frage in diesem Zusammenhang ist wohl: Wer bringt unseren Kindern den richtigen Umgang mit Facebook & Co. bei? Von den Eltern lernen sie es meistens nicht, in der Schule auch nicht! Ich finde die Pro Juventute leistet da gute Arbeit! Es sollte mehr Angebote geben, die wirklich die Medienkompetenz födern. Sich einfach über das Internet und die Jugendlichen zu empören bringt nämlich nichts – jemand muss auch etwas tun! Im Strassenverkehr bringen wir den Jugendlichen ja auch den richtigen Umgang mit den Gefahren bei!

    • Obelix sagt:

      Wieso nicht die Schule? Meine Mädels haben vor einiger Zeit eine exzellente Broschüre über das Verhalten online nach Hause gebracht, in der Beispiele von Fällen beschrieben waren, die passieren können. Sehr gut und verständlich erklärt und es gab gute Diskussionen diesbezüglich. Zu meiner Teenie-Zeit belagerten wir stundenlang das Hasutelefon, wenn wir mit den Freunden reden wollten. Für alle hier, die noch im Amish-Zeitalter leben: FB vereinfacht die Kommunikation ungemein.

      • Pisa sagt:

        Naja, wenn’s die Schule machen würde wäre das super!!! Aber das ist halt nach wie vor die Ausnahme. Und so wie die Arbeiten beim neuen Lehrplan im Moment aussehen wird’s da nicht als verbindlicher Stoff definiert sein. Zudem sind viele Lehrer (auch junge) zu wenige über das Thema informiert! Für den Moment bleiben als nur „privaten“ Anbieter! Diese sollte man zum Dank für ihre Arbeit unterstützen! Find ich doch zumindest 🙂

  • Fred sagt:

    Da die Alterslimite nicht überprüft wird und letztlich mit vertretbarem Aufwand wohl auch nicht überprüfbar ist, wäre deren Aufhebung nur konsequent. Auch ich habe das mit meiner Tochter so gehalten. Dies angesichts der Tatsache, dass viele ihrer jüngeren Freundinnen schon lange ein FB-Profil hatten.
    Noch ein Wort zur Kontrolle / Unterstützung: Zur Zeit kenne ich die Passworte (PC-Konto, Mail, FB) meiner Kinder. Sie schätzen meine Unterstützung und die Hinweise zu ihrer Sicherheit. Sie wissen auch, dass und wie sie neue, geheime Passworte erstellen dürfen.

    • Robert sagt:

      Sie haben’s ja schon gemerkt: Es geht hier um die „AGB“ von Facebook. Aus verschiedenen Gründen kann man getrost darüber lächeln.

      Bleiben Sie am Ball, Fred. Sie haben sich verdankenswerterweise gut um ihre Kinder bekümmert. Vergessen Sie nicht, der Uhr beim Ticken zuzuschauen – es wird schnell gehen. Sehr schnell. Wenn es soweit ist, werden Sie vielleicht mal an mich denken…

  • Jedes Auto hat bald eine Kindersicherung, Velo wird mit Helm gefahren aber im Bereich Internet fahren wir ohne Helm und ohne Gurt. Wo sind die Betriebssysteme mit einer anständigen Kinderschutzfunktion? Eine Marktlücke!

    • Fiona sagt:

      Sobald Sie etwas entwickelt haben, geben Sie mir Bescheid 🙂

    • Fred sagt:

      Eine Marktlücke, die man tatsächlich selber stopfen muss. Mit der Kindersicherung von Salfeld (Zeitmanagement, lokale Programme, Internetfilter) habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Und auch hier lohnt es sich, mit den Kindern zusammen zu sitzen und zu erklären, warum man welche Einschränkungen definiert.

      • Robert sagt:

        Salfeld! Find ich gut! Bei Salfeld waren wir vor 4 Jahren. Würde mich interessieren, wo sie denken, dass sie mit Salfeld in 4 Jahren sein werden??

    • Roland sagt:

      @ Jean-Daniel: Win7! Man muss es halt nur aktivieren und anschliessend konfigurieren. Oder noch einfacher: Googel mal, es gibt genug Anleitungen. Aber wenn man wie bei Nala keinen Firewall hat, kann man es ebenso gut sein lassen.

      • Nala sagt:

        Wer kein Windows benutzt ist schon mal wesentlich sicherer unterwegs als Windows mit Firewall. Hmm nein stimmt so nicht, auch das andere Betriebssystem muss aktuell gehalten werden. Flash ausstellen, nächste Sicherheit usw usf. Und natürlich Hirn einstellen und nicht alles anklicken ist halt auch nicht zu unterschätzen. Unsere Kindersicherung heisst Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung und dazu noch hin und wieder Begleitung.

  • *sigh* sagt:

    Ich gehe einen Schritt weiter:
    Veränderte Welt, veränderte soziale Umgebung = Sozialverständnis der Eltern nicht mehr akkurat = in erster Linie müssen sich Eltern mit der „neuen Welt“ vertraut machen, um von den Kindern überhaupt noch als „kompetent“ wahrgenommen zu werden.
    Darum ist Viele Eltern wissen schlichtweg nicht, wie mit Neuen Medien, Internet oder sozialen Netzwerken umgehen. IMHO der Beste Satz im ganzen Artikel.

    • *sigh* sagt:

      Tipp am Rande: Erstellen Sie ein Fake-Profil (jaja, ist theoretisch nicht erlaubt) und schliessen Sie via diesem Freundschaft mit Ihren Kindern – auf die Weise dürfte es den Kleinen weniger peinlich sein mit Mamma und Papa befreundet zu sein.. 😉

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        oder warten sie einfach bis facebook nicht mehr aktuell ist. das geht schneller als man denkt. etwas das der reinen unterhaltung dient, wird immer sehr schnell von etwas neuem abgelöst. ich meine sorry, wer ist heute denn schon noch auf facebook. sie? lol rofl XD sie leben ja total hinter dem mond! dislike! dislike! unshare! 🙂

      • tobe or not tobe sagt:

        Die Fakeprofile werden von Zeit zu Zeit wieder gelöscht. Die Gefahr das Perverse oder Gestörte, so an Kinder rankommen ist leider schon real..
        Reden sie mit ihrem Kind, es ist nicht auf dem Kopf gefallen, wie sie denken…! Gesunder Misstrauen hat noch niemandem geschadet..

      • *sigh* sagt:

        Für alle Eltern die nicht als „Facebook-Freund“ des Kindes geduldet sind, ist das keine schlechte Möglichkeit sich so (in Absprache mit dem Kind natürlich) doch noch in der „virtuellen Nähe“ aufhalten zu dürfen ohne dem Kind „peinlich auf die Pelle zu rücken“. Bedingt allerdings, dass das Kind seine Freunde „belügt“ was den Facebook-Kontakt zu den Eltern betrifft.

      • *sigh* sagt:

        ..nur der Unterhaltung dient..
        Sie zeigen ein sehr veraltetes Verständnis der sozialen Welt von Heute. Es geht um weit mehr als „Spiele spielen“ – Facebook offeriert Internet 2.0 in Reinkultur –> Austausch, Organisation in einer noch nie dagewesenen Form.
        Niemand bestreitet, dass es auch ohne geht, aber wozu darauf verzichten?

        Facebook hat keine Möglichkeit Fakes zu erkennen, ein solches Profil muss gemeldet werden sonst fliegt es nicht auf.
        Es wurden allerdings schon öfter reale Profile mit der Begründung „fake“ gelöscht – sind aber auch (auf mühsamste Weise) wiederherstellbar.

      • Nala sagt:

        Wenn mein Kind via ein Fakeprofil meinerseits in Kontakt kommt, frag ich mich, wo meine erzieherischen Fehler liegen. Ein Fakeprofil heisst, das Kind akzeptiert „Freunde“ die es gar nicht kennt. Das mag bei vielen zutreffen, für mich ein no-go. Wenn ich in der Freundeliste meiner Kinder Leute finde die ich nicht kenne, frag ich nach, woher sie diese kennen. Ein „kenn die Person nicht“ wird dann genauer ausdiskutiert. Also Freunde sollen sie nur Leute annehmen die sie kennen. Darf auch virtuelles kennen sein – früher gabs doch auch Brieffreundschaften…

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ *sigh*: oh gott ein web 2.0er 🙂 nein mein herr. die virtuelle welt wird die reale nie ersetzen können. als alter gamer habe ich dieser erfahrung, die facebookhipsters wie ihnen noch bevorsteht, schon vor jahren gemacht. alles nur oberflächliche unterhaltung. kaum kommt ein neues facebook wird das alte ganz schnell in der versenkung verschwinden. echte soziale kontakte sind nicht durch virtuelle zu ersetzen. keine chance. ich bleibe bei big lebowskis aussage: ich wixe immer noch mit der hand 😉

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ *sigh* nachtrag: ja, organisieren kann man natürlich gut über facebook. aber halt nur mit jenen die auf facebook sind. und das sind nicht alle. früher gabs die telefonlawine. die technik ist eine andere, das prinzip das gleiche. ein weiters problem ist, das facebook im gegensatz zu einem menschlichen gegenüber nicht ehrlich und nicht direkt ist. besonders private dinge schreibt man kaum dort rein. eben dinge die wichtig sind um einen menschen zu kennen. es ist sicherlich eine lustige spielerei. aber sie macht euch eigentlich nur zu spammenden spannern. sorry, aber es ist so.

      • *sigh* sagt:

        Wer Lesen UND Verstehen kann ist deutlich im Vorteil..

        @Nala: Die Würze meiner Aussage liegt hier:
        Für alle Eltern die nicht als (peinliche) “Facebook-Freunde” des Kindes geduldet sind..

        @vietnamesische begleiterscheinung: Wissen Sie wofür Web 2.0 steht? Ich spreche nicht vom trendy-jedes-Müll-Foto-der-Welt-zeigen-müssen/seht-her-mein-Leben-ist-das-tollste-Verhalten, sondern von den Interaktionsmöglichkeiten die Web 2.0 Medien bieten: INTERAKTIVE. Der Name des Mediums ist dabei völlig irrelevant, solange die Web 2.0 INTERAKTIONsmöglichkeit gegeben ist. Nachricht angekommen?

      • *sigh* sagt:

        1000 Zeichen wären schon toll..
        @Nala: Ich würde übrigens sehr empfehlen die Freundesliste von Pre-Teens zu kontrollieren!

        @vietnamesische begleiterscheinung: echte soziale kontakte sind nicht durch virtuelle zu ersetzen. Da gehe ich mit Ihnen einig, aber warum das Web 2.0 Medium nicht als Ergänzung nutzen dürfen?
        Auch würde mich interessieren, wie Sie darauf kommen, dass ein „menschliches“ Gegenüber (sobald der Mensch via PC kommuniziert ist er Ihrer Meinung nach nicht mehr menschlich?) immer, bzw. öfters als virtuell, ehrlich und direkt sein soll.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ *sigh*: sorry aber was kann man unter web 2.0 denn noch anderes verstehen als, dass jeder seinen uninteressanten müll auch noch dazuspammen kann? web 2.0 ist nichts anderes als web 1.0 für dummies, die nun alle (teilweise) das können, was früher nur ein programmierer konnte. was verstehst du denn unter web 2.0 interaktion? das ich hier, anstatt zu arbeiten, noch ein wenig meine meinung kundtun kann und sogar noch das gefühl geweckt wird, das es irgendjemanden interessiert, oder die illusion geweckt wird, dass es irgendwo auf dieser welt etwas verändert?

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ *sigh*: natürlich darf man das web als ergänzung nutzen. macht ja auch sinn. es ist ein werkzeug. es verändert aber nur die art und weise und nicht den menschen selbst. also ist nichts revolutionäres dabei. es vereinfacht bestenfalls dinge die früher schwieriger waren. // ein menschliches gegenüber ist direkt lesbar. an seiner mimik, seinem tonfall usw. man kann direkt auf das gesagte eingehen. bei einem user geht das nicht. der virtuelle kontakt ist flüchtig und oberflächlich und viel komplizierter als das gegenüber und letztlich viel weniger von belang.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ *sigh*: bestes beispiel der username. wer nimmt schon seinen richtigen namen im internet? hier fängt der betrug schon an. man versteckt sich hinter einem pseudonym, dass irgendetwas mit einem zu tun hat, was sowieso keiner kapiert. man muss sich nicht entschuldigen und nie für das geradestehen was man sagt. wenn du einen virtuellen freund nie siehst, wird er nie ein wirklicher freund von dir. falls du das anders siehst, tust du mir echt leid. menschliche beziehungen funktionieren eben nicht in bits und bytes

      • Nala sagt:

        @*sigh*: Ich schau mir die Freundeliste meiner Kinder durchaus immer mal wieder an. Das wissen sie und sie wissen auch, dass sie nur Leute annehmen sollen, die sie auch kennen. Es darf auch virtuelles kennen sein. Ich hab diverse Briefkontakte von früherern Snailmailkontakten, zu E-Mailkontakten jetzt zu Facebookkontakten 🙂 Die hab ich noch nie gesehen, „kenne“ sie dennoch. Aber Kontakte die man gar nicht kennt, werden gefälligst nicht angenommen.
        @vietnamesische begleiterscheinung: Nun ich kenne viele die mit richtigem Namen unterwegs sind. Könnt jetzt natürlich fragen, warum Du nicht 🙂

      • *sigh* sagt:

        zu 1)
        Web 2.0 heisst, wie bereits gesagt, primär Interaktion. 2.0 aus dem Grund, dass es für den DAU nun auch zu gebrauchen ist, Release 2 halt.
        Web 2.0 kann heissen, dass sich für 12-jährige Mädchen nun ein weiteres Schlachtfeld für nichtige Machtspielchen auftut, es kann aber genauso heissen, dass dem DAU eine Interaktionsmöglichkeit geboten wird, die ihm erlaubt diktatorische Regimes zu stürzen. Was der Mensch mit der Interaktionsmöglichkeit anfängt, hat mit dem Medium selbst wohl denkbar wenig zu tun.

      • *sigh* sagt:

        Übrigens: Wenn Sie der Meinung sind, dass „sich Austauschen“ nichts ändert, tun SIE MIR leid. Natürlich entsteht dadurch nicht über Nacht Utopia, aber zumindest könn(t)en wir nun schon mal alle (weltweit) gemeinsam darüber reden.

      • *sigh* sagt:

        zu 2)
        Was von Belang ist, entscheidet letzten Endes immer der Betrachter – Sie finden auch im „echten“ Leben genügend Interaktionen die „nicht von Belang“ sind. Wenn Sie ihre Mühe damit haben, virtuelle Kontakte als Menschen zu betrachten und ernst zu nehmen, ist das Ihr Ding, Ihr Entscheid zur Oberflächlichkeit und hat nichts mit dem gesagten/geschriebenen an sich zu tun. „Aus den Augen aus dem Sinn“ gilt für manche Menschen überall, nicht nur im virtuellen Raum.

      • *sigh* sagt:

        zu 3)
        Ich wäre vermutlich der letzte, der einen rein virtuellen Kontakt als genügend empfinden würde, deswegen meine Interaktionsmöglichkeiten aber auf die paar Nasen zu beschränken die ich im Laufe eines Jahres effektiv physisch antreffe beschränken zu müssen, leuchtet mir nicht ein.
        Zudem muss ich und mein Gegenüber im realen Leben auch noch genügend Zeit für ein gutes Gespräch (vom richtigen Moment/Stimmung ganz zu schweigen) aufbringen was nicht immer einfach zu organisieren ist. Ich schätze es, mit (ehemaligen) Mitmenschen weiterhin interagieren zu können.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ nala: fragen dürfen sie immer 🙂
        @ *sigh*: du bestätigst was ich vom web 2.0 halte – nämlich das es immernoch web 1.0 ist. nur das ein paar DAUs jetzt selber schreiben können. wie du selber sagst ist es nur ein medium. aber facebook hat nun mal nicht die arabische revolution ausgelöst, sondern die menschen vor ort und zwar auf der strasse und nicht im internet. // es stimmt, das internet hat kommunikation global stark vereinfacht. ich bin aber weit davon entfernt zu glauben, dass dadurch der mensch klüger, die welt eine bessere wird. möglicherweise. aber nur möglicherweise. ich schätze nein.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        2) ich rede nicht von belanglos oder von belang. ich rede von verantwortung. die muss ich in einem blog herzlich wenig ernst nehmen im gegensatz zur realität.
        3) ja, ich sage ja auch, dass es ist lustig sich mal wieder mit alten bekannten zu unterhalten übers internet. aber wenn man den kontakt tatsächlich aufrechterhalten will und eine wirkliche freundschaft pflegen will, dann gehts halt nicht ohne sich zu treffen. sonst bleibts halt wie gesagt: oberflächlich.

      • *sigh* sagt:

        also nochmals..:

        1)
        Web 2.0 ist NUR EIN MEDIUM welches den Menschen hilft, zu interagieren. Es kann vom Menschen so oder so eingesetzt werden. Mit keinem Wort habe ich gesagt, dass das Internet 2.0 mittels Zauberstab eine bessere Welt erschafft – es bietet aber eine INTERAKTIONSMÖGLICHKEIT, die dem Menschen erlaubt, sich EINFACHER AUSZUTAUSCHEN, und wer weiss, vielleicht entsteht ja doch etwas Gutes daraus.

      • *sigh* sagt:

        2)
        Wie kommen Sie darauf, dass die virtuelle Realität keine „Echte“ sei? Weil Sie, wenn Sie eine Beleidung aussprechen, keine Schlägerei zu befürchten haben?
        Sie bringen den Blog (Web 1.0 btw.) als Beispiel, die Rede ist allerdings von Facebook (Web 2.0), in welchem virtuelle Interaktion sehr direkt auf das „reale“ Leben wirkt. Beispiele hierfür gibt es genügend.
        Ich glaube fast, ich muss Ihnen mangelnde Neu-Medien-Kompetenz unterstellen.. 😉

      • *sigh* sagt:

        3)
        Mit wie vielen Personen pflegen Sie eine solche „wirkliche Freundschaft“? Sie können sie vermutlich an einer Hand abzählen, insofern sind nach Ihrer Definition 99% aller Kontakte, auch jene im „realen Leben“ nur oberflächlich. Kommt hinzu, dass ohnehin Matchentscheidend ist, was die beteiligten Parteien selbst von der Begegnung halten und nicht wo sie stattfindet.

      • *sigh* sagt:

        3 zweiter Teil)
        Ohne das ganze Spektrum physischer Begegnung, trocknet eine Freundschaft wohl früher oder später aus, nichtsdestotrotz ist Web 2.0 eine wunderbare Ergänzung zur „normalen Interaktion“ um die Welt ein wenig kleiner (weniger oberflächlich?) zu machen.

        Wieder: Mit keinem Wort habe ich gesagt, dass Web 2.0 ein Ersatz für das reale Leben darstellt, eine wunderbare Ergänzung bleibt es dennoch. Für mich unverständlich wie man sich dem entziehen wollen kann – ebenso wie für viele heute aufwachsende Mitmenschen, entsprechend wichtig bleibt das Erlernen des Umgangs damit!

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ *sigh*: ja ich sage ja es ist nur ein medium und sonst nichts. du hast gesagt: „Facebook offeriert Internet 2.0 in Reinkultur –> Austausch, Organisation in einer noch nie dagewesenen Form.“ das tönte für mich als seist du ein blinder facebookweb2.0fanatiker der seine heilslehre gefunden hat 😉

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ *sigh* 2) die virtuelle realität ist keine echte, weil sie physisch nicht greifbar, emotional unverbindlich, menschlich distanziert und illusorisch ist. unterhaltend ist sie allemal. also jetzt musst du mir dein verständnis des begriffes ‚interaktiv‘ doch mal noch erklären. was soll daran derart neu und umwerfend sein? jede meiner handlungen ist interaktiv. also warum war web 1.0 nicht interaktiv? das war es doch ganz genauso. und von wegen neue-medien. alles alter wein in neuen schläuchen. das internet als tummelplatz einer unterhaltungssüchtigen kultur. schöne neue welt.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ *sigh* 3) tatsächlich wird jeder mensch auf erden seine tatsächlichen, festen freunde an einer hand abzählen können. aber jede flüchtige bekanntschaft im realen leben ist hundertmal ergiebiger als zwanzig neue facebookfreunde die auf knopfdruck wieder gelöscht werden können. doch es ist eben ein unterschied ob ich jemandem in die augen schaue oder nur in einen monitor starre.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ *sigh* 3.2) eine ergänzung zu allem was man eh schon hat. was kann ich denn mit facebook, was ich nicht schon mit meinem mailprogramm tun könnte? eben: nichts. also es bleibt bei einer netten spielerei. ich will mich dem nicht entziehen mein herr, ich mache einfach nicht jeden blödsinn mit, mit dem andere beginnen. und auch du wirst noch merken müssen wie schnell das ganze wieder ausbluten wird und von einem neuen facebook 2.0 abgelöst werden wird. und das hundertmal bis es dich selber womöglich auch mal ankotzt. viel spass!

      • *sigh* sagt:

        Heilslehre? Unsinn, aber ich nutze (meist) alle mir gegeben Möglichkeiten um mein Leben zu leben — aka „interagieren“. Mich hier einzuschränken und alles zu verkomplizieren bloss weil es sich virtuell abspielt käme mir nie in den Sinn.

        Zu ..emotional unverbindlich, menschlich distanziert und illusorisch..:
        Trifft auf das „reale“ Leben genauso zu! Wieder: Matchentscheidend ist, was die beteiligten Parteien selbst von der Begegnung halten und nicht wo sie stattfindet.

      • *sigh* sagt:

        Der Unterschied zwischen Web 1.0 und 2.0 ist, wie gesagt, die Interaktion.
        Ein Blog ohne Kommentarfunktion ist Web 1.0, reiner Konsum. Eine eingeschränkte Interaktionsmöglichkeit ist in diesem Blog gegeben (Web 1.1/2), wobei aber (z.B.) Facebook eine vielzahl von Verknüpfungen und „einfaches Bedienen“ anbietet, welches ein „wirkliches“ interagieren ermöglicht.

        Die unterhaltungssüchtige Kultur war vorher ja auch schon präsent, die Möglichkeiten diese Kultur zu leben bloss etwas eingeschränkter. „Brot und Spiele“ wird den Menschen IMHO ewig begleiten..

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ *sigh*: es ist eben nicht einschränkend, sondern ungemein befreiend, sich eben nicht mit allem, was vordergründig vereinfacht, zu beschäftigen zu müssen/wollen/können. vielleicht hast du das glück dies auch mal zu erleben. matchentscheidend sind eben auch die spielregeln. und in der virtuellen begegnung sind die massivst eingeschränkt im gegensatz zum persönlichen gegenüber. das kannst du nicht wegdiskutieren, keine chance. ich finde, die welt ist seit der einführung der virtuellen welt einiges ärmer geworden. kleiner und übersichtlicher. aber dafür ärmer.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ sigh: ach das meinst du mit interaktion. nun ja. facebook mag interaktiver sein als ein blog. aber immer noch viel weniger interaktiv als ein direktes gegenüber 🙂 ich komme aus der unterhaltungssüchtigen kultur und wir haben schon vor jahren communities gehabt, da gabs das wort facebook noch gar nicht. man wächst schnell darüberhinaus. natürlich nur wenn man bereit ist, sich weiter zu entwickeln. eingeschränkter wars übrigens nicht. im grunde war es ein und dasselbe. darum reizt mich facebook überhaupt nicht. aber ich kanns verstehen, wenn es einem reizt.

      • *sigh* sagt:

        Herrjeh.. Ich entscheide selbst WANN, WIE OFT, und WAS ich MIT WEM teile. Richtige Interaktion halt.
        And again: Das Zauberwort heisst „Ergänzung“, nicht „Ersatz“. Sie wollen doch nicht wirklich bestreiten, dass es einfacher ist, Freunde zu bleiben, wenn ZUSÄTZLICH noch eine virtuelle Interaktionsumgebung bereitsteht?
        Für den Zweck, wie ich FB verwende, war das „Vorherige“ definitiv eingeschränkter! Was musste ich vorher ein vielfaches an Zeit, Geld und Kanälen verwenden um dieselbe Menge Menschen auf dieselbe „oberflächliche“ Art zu erreichen – für was auch immer..

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ sigh: nicht ganz. das medium schränkt dich logischerweise ein. siehe dieser blog. es ist eine katastrophe hier ausgiebig miteinander diskutieren zu wollen. ich will nicht bestreiten dass ein zusätzlicher kanal nützlich sein kann. ich mache aber eine wette mit dir, dass eine freundschaft die zb. über briefe-schreiben funktioniert letztlich die tiefere sein wird als eine facebook freundschaft. analog hat einfach mehr herz. digital ist immer etwas distanziert. kommt hinzu: wenn ich dein freund wäre, würde ich von dir wohl nicht mehr viel hören, wenn du alles nur noch über FB machst 😉

      • *sigh* sagt:

        FACK.
        Wobei dieser Blog allerhöchstens Web 1.5 ist.. 😉
        Zum Briefe schreiben: Da sehe ich den Unterschied nicht mal im handgeschriebenen Wort, sondern eher im Zeitaufwand der dafür nötig ist. Irgendwie logisch, dass etwas, das mehr Aufwand benötigt, auch nur umgesetzt wird wenn es den Aufwand denn Wert ist. Insofern ist Digital nur weniger persönlich weil der Zeitaufwand kleiner ist? Ich kanns nachvollziehen, finde es dennoch ein etwas schwaches Argument der digitalen Welt sämtliche menschlichen Aspekte abzusprechen.
        Aber eben, ..alles nur noch.. trifft ja (bei mir) nicht mal zu..

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ sigh: natürlich im zeitaufwand. und in der persönlichkeit der handschrift und in der haptik und des geruchs des papiers, der wahl der tinte usw. einfach wärmer, herzlicher, menschlicher. eben keine bits und bytes die, kaum gelesen, im digitalen nirvana verschwinden. da geht der menschheit durch die digitalisierung eben schon einiges verloren. lustigerweise probiert man es mittels dreidimensionalen icons wieder einzufangen. der trieb weg vom digitalen, hin zum analogen ist sogar in der virtuellen welt spürbar. ich spreche der digitalen welt nicht alle menschlichen werte ab. nur die meisten 😉

  • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

    elteren: du nehmen kind im hand und sprechen mit kind. sagen: facebook schlimm. sagen: fernsehen schlimm. sagen: nix lange computer. sagen: nur sendung eine pro tag. sagen: helle ding vom fenster ist draussen. gehen hin. machen ball. machen sandhaufen. gehen wald. haben freude. computer machen dick. teenager werden nicht computer. und wenn nur wenig. wo problem? elteren haben nicht mund zum sagen kind? wenn kind gruppendruck, dann erklären kind. kind sich böse, aber verstehen. später froh. kommen später und sagen danke. elteren wieder froh. alle froh. welt glücklich. sonne im herz.

    • Mousie sagt:

      Mir bitte auch 1x Dönnör…mit Cola

    • Sportpapi sagt:

      Ach diese Asiaten!

    • tobe or not tobe sagt:

      Sin xiao: Khöng Tù sagte: Es genügt nicht, zum Fluss zu kommen mit dem Wunsch, Fische zu fangen. Man muss auch ein Netz mitbringen

      • mandala sagt:

        die vietnamesische begleiterscheinung hat in ihrer Aussage recht.
        Eltern sollen sich vermehrt für ihre Anschauungen bei ihren Kindern einsetzen, ihnen die für sie wichtigen Werte vermitteln.

        Eine zu frühe Sozialisation mit Gleichaltrigen führt die Kinder weg von ihrer Zukunft, Beruf, Schule,Arbeit, Lebensvorstellungen. Die Gleichaltigen auf facebook vermitteln: Du musst jederzeit allen „Freunden“ zeigen, wie viel Fun du in deinem Leben hast. Das finde ich sehr problematisch

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        sun tzu sagte: grosse dinge sollte man mit kleiner ernsthaftigkeit angehen. und später wurde hinzugefügt: kleine dinge sollte man mit grosser ernsthaftigkeit angehen.

  • Sportpapi sagt:

    Ich weiss noch genau: wir hatten eine Zeitlimite von 30 Minuten täglich am C64. Und durften gewisse Ballergames nicht spielen. Heute sitzen auch meine mittlerweile etwas älteren Eltern täglich längere Zeit am Computer. Und nicht nur für Sinnvolles…

    • Fiona sagt:

      Wir hatten auch Zeitlimiten, meine Mutter sitzt nun stunden lang vor dem Laptop und spielt Poker… Sinnvoll wohl nicht, aber unterhaltend. Wir sind nun alle Erwachsen und müssen unseren Kindern erklären was fürher selbstverständlich war, geh nach draussen, ja mit dem Velo, ja mit den freunden, dann sag Ihnen sie sollen den computer ausmachen und auch nach draussen kommen….. ehrlich, ich glaube wir hatten es viel besser mit unseren 30 minuten.

  • Roland sagt:

    Teil 3:
    Ich frage mich ernsthaft, was wie solche Eltern dies gutheissen können. Ich weiss, dass nicht alle Eltern irgendwie in der Informatik versiert sind. Wenn sie es nicht sind, sollten sie schon aus der Logik heraus Fachpersonal anfragen (mich) um Zuhause die bestmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Jedoch lehnte ich jeden Auftrag ab, bei denen die Kids unter 16 waren. Wer weiss, ob solche beknackte Eltern mich nicht plötzlich haftbar machen.

    • Evie sagt:

      Darf ich nach Ihrer Definition von „Fachpersonal“ fragen? Ihre Aussagen sind weder fachlich noch argumentativ korrekt… Freunde auf Facebook sind eher als „Bekannte“ zu verstehen, da kriegt man auch als Kind locker über 80 Personen hin (je nach Anzahl von Onkel, Tanten, Cousinen…). Internet-Nutzung führt nicht in die soziale Isolation. Es ist ein weiter Schritt vom Chat im Netz zum Kindsmissbrauch. Ich kenne keinen Fall, bei dem jemand ein Kind über das Internet kennen gelernt und sich dann mit ihm getroffen und ihm etwas angetan hat…

      • Evie sagt:

        Nachtrag: Ich spreche von Kindern und nicht von Teenagern. Da gab es tatsächlich Fälle von Mord im Zusammenhang mit Internet-Bekanntschaften.

    • Evie sagt:

      …also, mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass Kindsmissbrauch zum allergrössten Teil innerhalb der Familie stattfindet. Und die Aussage, dass Malware/Viren vor allem auf PCs an denen Kinder dran waren zu finden seien, bezweifle ich ganz stark. Wenn an einem Computer Bankgeschäfte gemacht werden, hat da keine Malware/Viren drauf zu sein!! Dann hat die Person, welche den Compi eingerichtet hat (und das wird nicht das Kind gewesen sein) einfach etwas grundlegend falsch gemacht. Dem Kind dann die Schuld zu geben, ist nur dumm und zeugt nicht von fachlicher Kompetenz.

    • Nala sagt:

      Also Dich würd ich nie anstellen. Deine Sichtweise ist mir viel zu krass. Da werden die Computer nachher unbenutzbar. Glücklicherweise leb ich allerdings mit zwei Informatikern zusammen. Unsere Kinder wissen sich im Internet zu bewegen. Ganz ohne irgendwelche Firewalls.
      Sicherheit gewähren heisst, Kinder stark machen um allfällige Probleme zu erkennen.

      • Franziska sagt:

        Ganz ohne irgendwelche Firewalls…. Tja, da kannst du auch gleich den Schlüssel zur Haustüre an der Aussenseite anbringen. Ohne Firewall, ich denke, dümmer geht es nun wirklch nicht mehr.

      • Nala sagt:

        Ja Franziska, das ist das was Leute meinen, wenn sie keine Ahnung von der Materie haben. Aber eine Firewall schützt eben auch nicht, sie vermittelt nur Schutz der nicht vorhanden ist. Kinder umgehen eine Firewall schneller, als Eltern schauen können.
        Falls es Dich beruhigt, wir sind seit 15 Jahren im Internet unterwegs und hatten seither weder Viren, Würmer noch sonstige Probleme. Kommt halt immer drauf an, was man wie und wo benutzt. Hirn einschalten ist die beste Firewall 🙂

  • Roland sagt:

    Teil 2:
    Und was die Sicherheit angeht, geht dies mit diesem Verhalten einher. So wird dem Kindsmissbrauch geradezu Tür und Tor geöffnet, was ja schon etliche Male nachgewiesen werden konnte. Betreffend Sicherheit finde ich wöchentlich auch immer wieder dasselbe. Notebooks oder PCs an dem solche Kinder dran waren, sind oft mit unzähligen Malware und Viren verseucht. Und Papa tätigt noch die Bankgeschäfte mit diesem PC! Da muss man sich nicht wundern, wenn das Konto plötzlich geplündert wurde.

    • Nala sagt:

      Kindesmissbrauch ist in der Familie wesentlich häufiger, als vom bösen schwarzen Mann. Verbieten wir jetzt die Familien? Kinder im Internet brauchen einfach auch Anleitung, wie fürs normale Leben. Ich kenne übrigens kein Kind, das in solchen Chats unterwegs ist, in denen sich angeblich soviele Pädophile tummeln. Vermutlich baggern die sich gegenseitig sowie verdeckte Polizisten an, und selten richtige Kinder, da die nicht dort sind.

  • Roland sagt:

    Teil 1:
    Ich kann einfach nicht verstehen wieso es Eltern überhaupt zulassen, dass solche Kinder im Facebook ein Profil anlegen. Ich sehe es leider jede Woche, dass solche Kinder im Facebook oder msn sich rumtummeln und nicht selten über 80 angebliche Freunde haben. Beim schönsten Wetter, auch nachts, wird munter „gechattet“. Da soll noch einer behaupten, dass wäre der Sinn eines „Sozial-Netzwerks“. Dies führt m.E. unweigerlich in eine Isolation und es würde mich nicht wundern, dass einige später eine recht grosse asoziale Seite entwickeln.

    • tobe or not tobe sagt:

      Sie wunder sich noch. Beobachten Sie doch mal die Herrscharren von I-PHONE BESITZERN, die nur noch auf ihrem Bildschirm rumzappeln. Assozialer gehts nicht mehr, aber wundert sie das heute wirklich noch?

      Asoziales Verhalten durch sogen. Sozial-Networking (Paradoxerweise) und vermarktetem Individualismus, der eher an Hirnwäsche erinnert, begünstigt auch Nationalismus, rechtes Denken ! (Denken sie mal nach, so weit hergeholt ist es nicht)!!

      • Mousie sagt:

        @tobe or not tobe
        Völlig übertrieben ihre Zusammenhänge.
        Alles ist eine Frage „des soz. Umgehen Könnens“ dies wird auch mit dem I-Phone geschehen.
        Lassen sie doch die Menschheit ein bisschen rumzappeln…so kommen z.bsp. Menschen in Länder in Aufstand gegen ihre Diktatoren.

      • tobe or not tobe sagt:

        @Mousie / Ich bin nicht gegen soziales Networking im Gegenteil. Facebook und Twitter haben die Jasmin revolution begünstigt und eine unzensierte Kommunikation zugelassen.

        Doch so grosse Revolutionen können wir von der verwöhnten Schweizerjugend nicht erwarten oder?? Die haben nicht sorge, am Abend was Essen zu können..!! Ich empfinde dies als Asozial, ob das für sie stimmt oder nicht…

      • Mousie sagt:

        @tobe or not tobe

        Gut , kann tatsächlich jeder machen wie er will,… Leben und Leben lassen
        Jedoch denn Nationalismus gefördert zu sehen, finde ich an den Haaren herbei geholt .

    • Nala sagt:

      Also schwierig ist das ja nun wirklich nicht, schon unter 13jährig über 80 Freunde zu haben. Schulkollegen, andere Schüler aus dem Schulhaus, Vereinskollegen, Verwandtschaft. Da ist man schnell auf 80. Das als Indikator nehmen, ist nicht sinnvoll. Dass die Kinder nachts noch chatten, ist auch nicht das Problem von Facebook, sondern der Eltern. Wären sie nicht in einem sozialen Netzwerk unterwegs, wären sie vielleicht auf der Strasse unterwegs. Manchmal kann die virtuelle Welt auch Vorteile haben.

    • Georg sagt:

      Durch Internetbenutzung wird man nicht asozial. Entweder man ist es schon oder wird es nicht. Viele Menschen kommunizieren lieber übers Netz, weil sie im Alltag von asozialen Personen schikaniert werden.

      • Robert sagt:

        Er hat ja auch von einer asozialen „Seite“ gesprochen. Beim Kommunizieren nutzen „solche“ Kinder dann halt einfach ihre soziale Seite. Das braucht einen dann auch nicht zu wundern…

  • Cybot sagt:

    Die Zigarettenindustrie würde ihre Produkte bestimmt auch gern an unter 13-Jährige verkaufen, wenn man sie lassen würde.

    • Obelix sagt:

      Super, die entrüstetenKommentarschreiber wieder hier. Vor hunderten von jahren waren es die bösen Bücher, dann Filme, Videogames und heute das Internet das unsere Jugend verdirbt. Ein Kommunikationsmittel mit Zigaretten zu vergleichen kann nur jemand, der völlig beschränkt ist. Telefonieren oder Mails schreiben ist also schädlich wie rauchen? So’n Blödsinn. Cybot hat soeben einen Kommentar verfasst! In einem öffentlichen Forum!! Was passiert jetzt mit ihm Schreckliches?! Nicht auszudenken, wenn meine Kinder ihren Freunden eine Nachricht per bösen, bösen Computer schicken würden!

      • Tomas sagt:

        sie sind wohl Raucher, oder? 🙂

      • Jürg. sagt:

        Nun ja, die grosse Welle der Hexenverfolgung gab es dank dem Buchdruck etc.

      • Nala sagt:

        Nachrichten (E-Mail) dürfen die Kinder jederzeit vom (eigenen) E-Mailaccount senden. Facebook hat aber klare AGB die unter 13jährige nicht will. Macht kein Sinn, ist aber so. Und hat bis auf weiteres beachtet zu werden. Alles andere ist wie das restliche Leben, man lügt es sich zurecht :-/

      • Cybot sagt:

        Lol, da hat mich einer aber gar nicht verstanden. Es geht nur darum, dass man ebenso wenig einem Zuckerberg überlassen sollte, ab wann die Kinder Facebook benutzen dürfen, wie man der Zigarettenindustrie überlässt, ob man den Kindern zu rauchen erlaubt. Was einzige, was mich „entrüstet“, ist die allgemeine Entrüstung darüber, dass Zuckerberg die Limiten entfernen will – als hätte irgendwer von ihm etwas anderes erwartet, nach dem was man bisher auf Facebook schon erlebt hat.

  • Toni sagt:

    Meine 11- jährige Tochter nutzt Facebook..ihre Grosseltern im Ausland..Ihre Tanten und Onkel..ihre Schulfreunde und ihre Cousine/Innen ..alle sind auf der Freundschaftsliste.
    Ich selbst nutze Facebook nicht und trotzdem bin ich computertechnisch nicht auf den Kopf gefallen 😉
    ich darf mich jederzeit zu ihr hinsetzen und mit ihr über ihre FB Freunde sprechen oder die Profile anschauen, sie mag es sogar wenn sie mir die brandaktuellen News mitteilen kann. Das die restliche Familie im In -und Ausland mit ihr im regen Austausch ist, gibt mir zusätzlich Sicherheit.

    • A.Tschannen sagt:

      Ich denke das ist genau der Nutzen von Facebook. Ich habe auch Familie und Freunde in der ganzen Welt und finde es super dass wir nun alle wieder in Kontakt sind. Nun sehe ich auch was meine Cousine in Alaska so macht.

      • maia sagt:

        Ja, das ist natürlich ganz ganz wichtig, dass Sie wissen, was ihre Schwester in Alaska macht 😉 . Ich hoffe, sie wissen wenigstens, wie es ihrem Nachbarn so geht.

    • Nala sagt:

      Nun Toni, damit hast Du aber Deiner Tochter erlaubt, etwas unerlaubtes zu tun. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von FB sagen klar aus, dass man erst ab 13 Jahren auf FB sein darf. Warum und wieso ist egal, es ist ein Fakt. Und wenn man als Eltern das vorher erlaubt, erlaubt man dem Kind zu lügen. Denn das musste man beim Geburtsdatum tun, um ein Account zu eröffnen. Ich weigere mich standhaft, meinem Kind etwas zu erlauben, das von der Firma nicht gewollt ist. Grosseltern, Tanten und Onkel lassen sich auch via E-Mail erreichen. Eigene Webseite usw. Und Schulfreunde sieht man täglich.

      • Obelix sagt:

        Oh schön, dass eine Firma Ihnen vorschreiben darf, was Ihre Kinder dürfen.

      • Nala sagt:

        Nun Obelix, letztendlich schreiben alle möglichen Firmen und Institutionen vor, was meine Kinder dürfen. Ins Kino dürfen sie erst ab Alter X, auch wenn ich es ok fände, dass mein Kind mit Alter Y den Film schon schauen geht. In die Disco dürfen sie erst ab 18, auch wenn ich es meinem 15jährigen erlauben würde.
        FB darf meinen Kindern vorschreiben, ob sie es benutzen dürfen oder nicht. Sie dürfen nur nicht vorschreiben, was meine Kinder sonst im Internet tun und lassen. Aber ob jemand mein Produkt benutzen darf oder nicht, darf ich hoffentlich selber bestimmen. Und damit darf FB das eben auch.

      • Widerspenstige sagt:

        @Nala
        Das sind allgemeine Vorgaben, die als Richtschnur genommen werden dürfen aber sind nicht in Stein gemeisselt. Die Erziehungsberechtigten bestimmen schon noch selber, ab wann ihre minderjährigen Kinder wohin gehen dürfen. Auch wenn die Alterslimite unterschritten würde wie zB bei Kinobesuchen von bestimmten Filmen. Im Kanton A wäre der FilmX erst ab 18 Jahren erlaubt und im Kanton B bereits ab 14 Jahren. Wer manipuliert denn jetzt gewaltig mit der Altersgrenze? Es soll somit aufgezeigt werden, wie ‚birreweich‘ solche Vorgaben der Altersbegrenzungen eigentlich sind. Eigenverantwortung

    • Robert sagt:

      Sie Toni, Sie tun etwas ganz besonderes: Sie interessieren sich dafür WARUM ihr Kind Facebook benutzt, was es ihm gibt, was es damit macht und wie es ihm dabei geht.

      Bloss wie es SIE hier auf diesen Blog verschlagen hat…?

  • Melanie Meier sagt:

    Liebe Eltern, ein Passwort zu setzen ist nicht so schwer. Dadurch kann der Zugang zum Internet leicht kontrolliert werden. Und sonst Modem wegnehmen, falls die Kinder eigene Geräte haben. Als Eltern sollte man sich schon ein bisschen damit auskennen was die Kinder machen. Die Werbung mit dem Pädophilen und den Figuren aus einem Game traf die Thematik ziemlich gut.

  • Massimo sagt:

    Wer kontrolliert denn, ob die Teilnehmer mindestens 13 Jahre alt ist? Es wird keine Kopie vom Ausweis verlangt. Wer tatsächlich glaubt, dass es keine unter 13 Jährige im FB hat, der lebt irgendwie in einer Scheinwelt. Und wen die Eltern denken, bei uns kommen unsere Kinder nicht an den Computer, der irrt auch, die Kiddis von heute kommen an Computer ran.

    • Crusader sagt:

      Ja, wir dürfen uns nichts vormachen, die kommen ran, wenn sie unbedingt wollen, durch ältere Geschwister, durch Freunde, es gibt viele Möglichkeiten. Und öffentliche Internetcafés, verlangen die einen Ausweis? Ich denke, dass die Altersbeschränkung sowieso nur gemacht wurde, um die Erwachsenen zu beruhigen, wenn das niemand kontrolliert, kann es problemlos umgangen werden. Eltern müssen dafür sorgen, dass sie ein Vertrauensverhältnis zu ihren Kindern haben, das ist der beste Weg, sie zu schützen. Nur dann erzählen ihnen die Kinder freiwillig, was sie tun, ob sie ins Internet gehen oder nicht.

    • Sibelius sagt:

      oben lesen, geschätzte 7.5 mio sind unter 13 jahre alt

  • J_Randi sagt:

    Weder Facebook, Computer, noch TV sind für die Kindsentwicklung wichtig. Wir haben weder noch, und unsere Kids spielen viel draussen, lesen, treffen sich mit Freunden (in der realen Welt), und machen Musik. Die ganze virtuelle Welt kommt noch früh genug, wenn sie älter werden. Wie haben überhaupt nicht den Eindruck, dass den Kids dabei irgend etwas fehlt.

    • Oliver sagt:

      Den Beitrag von J_Randi unterschreibe ich zu 100%, Danke. Hätte von mir sein können.

    • Sportpapi sagt:

      Aber vielleicht haben die Kids (wieso eigentlich nicht einfach Kinder?) irgendwann das Gefühl, dass ihnen etwas fehlt. Oder möchten zumindest wissen, was die Eltern ständig an den Computer lockt…

      • Yves M. sagt:

        Aus dem Grund sitze ich nur sehr selten vor dem Computer. Aber wenn die Eltern selbst jeden Tag Stunden vor dem Computer verbringen, kann eine Einschränkung natürlich nur sehr schlecht verargumentiert werden… 😉

    • A.Tschannen sagt:

      Das kommt darauf an wo sie wohnen. Wir wohnen in der Türkei und die Privaten Schulen hier verlangen schon sehr früh dass das Kind im Internet recherchiert, die Hausaufgaben mit Powerpoint presentiert werden und sonst auch die Arbeit mit Computer erledigt wird. Also, ohne Computer geht es nicht. Aber meine 12 Jaehrige Tochter darf nicht auf Facebook. Zum Glück wiedersteht sie auch den Druck von Ihren Klassenkammeraden. Ich haette es auch lieber wenn Kinder statt auf dem Computer draussen spielen würden oder ein Buch lesen würden.

      • Sportpapi sagt:

        Wahrscheinlich haben nur Computer-Nutzung und draussen spielen/Buch lesen wenig miteinander zu tun. Im Gegensatz zum extensiven Fernsehen.

      • A.Tschannen sagt:

        Ich stimme Ihnen da nicht zu Sportpapi. Meine Tochter ist viel auf dem Computer und schaut sich mitlerweilen auch Filme auf dem Computer an. Die Auswahl auf dem Internet ist endlos. Da ist der Fernsehen limitiert. Und bevor sich jetzt alle in Entsetzen stürzen: ja, ich kontrolliere was sie sich anschaut… haette aber doch lieber wenn sie ein Buch lesen würde. Sie kommt aber so müde von der Schule nach Hause, das sie sich lieber zuerst einmal vor dem Computer setzt.

      • Ninalisa sagt:

        Das ist bei uns auch so. In der Expat-Welt ist Facebook ein gutes Tool. Wieviel man öffentlich macht hängt ja von jedem selber ab. Wir haben unserer Tochter genau erklärt was und was und warum nicht ins FB gehört

    • Evie sagt:

      Kleine Klugscheisser-Bemerkung nebenbei: Virtualität ist nicht das Gegenteil von Realität. Die fiktive Figur Frodo aus „Herr der Ringe“ oder Josef K. aus Kafkas „Prozess“ sind genauso virtuell wie das Internet. Im Gegensatz zu den genannten Romanfiguren allerdings ist das Internet sehr wohl real. Es existiert in der realen Welt (auch wenn nicht in einer greifbaren Form), aber hat als reale Entität doch einen massiven Einfluss auf unser Leben: Internet-Banking, Shopping, Terroristen, die sich via Internet koordinieren, Nachrichtenportale… Im totalen Gegensatz zu Frodo und Josef K.

    • Shlomo sagt:

      @ Randi und Oliver: schöne Denke, nur sieht die Realität anders aus. Wie wollt ihr so Medienkompetenz, wenn vorhanden, vermitteln? Mit solchen Sprüchen hätte ich meine Eltern glatt ausgelacht. MedienKOMPETENZ setzt Kompentenz voraus. Es geht hier nicht darum Fakten zu ignorieren, sondern einen einigermassen gescheiten Umgang mit den Medien zu lernen. Bei uns gibts einen internetfähigen Computer und der steht öffentlich in der Stube.

      • Robert sagt:

        Natürlich (ein sehr gern verwendeter Begriff, aber hier hat die Natur im weiteren Sinne wirklich die Finger im Spiel) haben SIE nicht den Eindruck, dass ihren KINDERN etwas dabei fehlt. Wie sollten Sie auch? Verstehen Sie nicht den Fehler in dieser Überlegung?

    • fufi sagt:

      @Evie

      Schön gesagt, die Differenzierung von Fiktion und Virtueller Realität!
      Glaube auch kaum, dass sich in den letzten Jahren allzuviele Jugendliche allein wegen der Lektüre von Kafka, meinetwegen auch K. May oder sogar des jungen Werthers umgebracht haben.
      Ganz im Gegensatz zu denjenigen, die unter FB- oder allgemeinem Cyber-Mobbing zu leiden hatten.
      Tja, da wird sogar die Virtualität zur krassesten Realität!

      • Evie sagt:

        @fufi:
        Nicht alleine wegen der Lektüre, aber die Lektüre kann der Trigger gewesen sein. Nicht ohne Grund gibt es so etwas wie den „Werther-Effekt“. 🙂 Ernsthaft, das gibt’s! Und zum Thema Cyber-Mobbing: Glauben sie wirklich, dass diese Kinder ohne Facebook nicht gemobbt werden würden? Heute ist es halt einfacher, ein schlimmes Foto einer Person auf FB zu stellen, wie ihm eine Kröte in die Znüni-Tasche zu stecken. Bös ist beides. Aber die Suizidraten von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz sind seit Anfang der 70er Jahren stabil oder sogar rückläufig.

    • Georg sagt:

      Heutzutage wird viel mit dem Computer Musik gemacht und gezeichnet. Wenn’s dir nicht passt, dann wechsle auch zur Kutsche statt das Auto zu nehmen.

      • maia sagt:

        @A. Tschannen: Wenn Ihre Tochter so müde von der Schule nach Hause kommt, dann sollte sie sich ausruchen und NICHT vor den Computer sitzten. Vor allem sollte sie früher Schlafen gehen.

  • Sibelius sagt:

    Natürlich muss es eine Alterslimite geben (könnte auch ein wenig tiefer sein als 13), wie in anderen Bereichen des Lebens auch (Trinken, Rauchen, Autofahren, etc…). Nur weil sich ein Teil nicht an die Limitehält, muss sie ja nicht gleich aufgehoben werden.

    • Robert sagt:

      Warum?

      Das soll jetzt keine doofe Frage sein. Aber darum dreht es sich doch. Warum WIRKLICH soll es eine Alterslimite geben?

      • Rolf Wilhelm sagt:

        Warum? Weil es selbst 18jährige oft noch nicht verstanden haben, dass das Internet nichts vergisst. Nur ab 18 sind sie selber dafür verantwortlich (und müssen aufgrund peinlicher Partybilder eventuell ihr Leben lang dafür bezahlen). Kindern sollte man diese Verantwortung nicht zumuten.

        Ich finde 13 als untere Alterslimite sogar zu gering!

      • Sibelius sagt:

        weil kinder erst ab einem gewissen alter tun und konsequenzen einschätzen können.
        oder noch einfacher, weil man erst ab einem gewissen alter lesen und schreiben kann.

  • Martin sagt:

    Das Wort pervers in diesem ihren genannten Zusammenhang finde ich ungewöhnlich.
    Bin froh stellt sich bei uns die Frage der Überwachung nicht, denn es gibt keinen PC im Kinderzimmer.

  • Lea sagt:

    Mit den Kindern im Facebook befreundet zu sein um einen gewissen Überblick über die Internet-Aktivitäten zu behalten halte ich für pervers. Wie Eltern, die die Post der Kinder lesen, deren Zimmer durchsuchen oder sie übermässig (Baumhaus, Ferienlager, Schulweg…)versuchen zu überwachen um einen gewissen Überblick über die Aktivitäten zu behalten.
    Meiner Meinung nach ist es nicht nötig, dass Eltern alles selber ausprobiert haben. Wichtiger ist, dass den Kinder zugehört wird und sie ernst genommen und bei Bedarf unterstützt werden.

    • Papi sagt:

      @Lea: Da haben Sie wohl etwas nicht begriffen: Facebook ist öffentlich. Wenn ein Kind mit dutzenden von Unbekannten ‚befreundet‘ sein kann, warum nicht mit den Eltern? Das hat gar nichts mit privater Post lesen zu tun.
      Ob Kinder die Krake Facebook benötigen, ist aber schon diskusionswürdig. Der Gruppendruck dazu wächst stetig, wie ich beobachte. Leider geht manchen Kids (und auch vielen Erwachsenen) jegliches Gefühl für Privatsphäre ab. Keine gute Entwicklung.

    • Regula sagt:

      Ich finde, auf Facebook befreundet zu sein und heimlich Briefe der Kinder zu lesen ist überhaupt nicht das Gleiche. Denn über das erstere geschieht absolut offen und im gegenseitigen Einverständnis. Und ich finde schon, dass ich einen gewissen Überblick über die Aktivitäten meiner Kinder haben sollte (auf dem Schulweg und in Internet). Für mich hat das auch damit zu tun, dass ich die Kinder ernst nehme und sie bei Bedarf unterstütze, wie Lea sagt.

    • Rolf Wilhelm sagt:

      Lea, wie schon die anderen gesagt haben, das Beispiel mit dem Briefe lesen hinkt. Hinzu kommt, dass ich als Facebookanwender entscheiden kann für wen meiner Freundgruppen ich etwas freigebe. Es wäre also ein Leichtes für die Sprösslinge, „hiekle“ Aktivitäten vor den Eltern zu verbergen – die Methode bringt es also sowieso nicht, wenn es um Überwachung geht; lediglich die „Freunde“ könnten die Eltern auf diese Weise sehen.

      Mit den eigenen Kindern auf Facebook befreundet zu sein trägt aber sicher dazu bei, dass die Eltern bei diesem Thema/Technik halbwegs den den Anschluss behalten. Auch nett!

    • Ninalisa sagt:

      aha, wie alt sind den Ihre Kinder Lea?

    • Nala sagt:

      Befreundet zu sein um Ueberblick zu behalten, halte ich auch für fragwürdig. Ich bin mit meinen Kindern auf FB befreundet, wie ich das mit allen anderen auch bin. Weil wir uns kennen. Ich kontrollier auch nicht allzustark was sie auf FB treiben – von den üblichen Gesprächen darüber abgesehen. Und gelegentliches Durchschauen ihrer Kontakte. Was sie allerdings auch bei mir können.
      Post lesen ist ganz klar ein no-go. Normale Briefpost, wie auch E-Mail gehören nicht von den Eltern kontrolliert. Darum geht es aber bei FB-Freundschaft auch gar nicht 🙂

      • Robert sagt:

        Schon der Begriff „pervers“ zeigt, dass hier das Verständnis von Facebook weitgehend fehlt. Auch die Vorstellung, mit einer „Freundschaft“ auf Facebook einen Überblick über die Internet-Aktivitäten der Kinder zu erhalten ist auf belustigende Weise naiv.
        Ganz wichtig finde ich aber, dass Kindern zugehört wird und sie ernst genommen werden. Dazu gehört aber auch zu akzeptieren, wenn sie sich in Welten tummeln, die einem selbst allenfalls verschlossen bleiben.

    • Lea sagt:

      OK, das Postlesen ist eher vergleichbar mit Eltern die den Browser-Verlauf kontrollieren oder Email lesen.
      Ich kenne niemanden mit eine FB Freundschaft zum Chef oder Eltern.
      Natürlich ist Facebook öffentlich, genau wie der Gemeinschaftskeller, das Baumhaus, die Migros-Treppe, der „Kifferpark“, die Feuerstelle oder andere von Kinder und Jugendlichen genutzte Orte. Es ist wichtig, dass Kinder Orte haben, wo sie nicht ständig von den Eltern überwacht werden. Um über mögliche Gefahren (Erwachsene, Drogen, Sex, Mobbing…) zu sprechen ist es nicht notwendig, Kinder an solchen Orten zu überwachen.

      • tobe or not tobe sagt:

        Gut gesprochen LEA. Wir bevormunden unsere Kinder an allen Ecken, was sie schlussendlich alles andere als selbstsicher macht!!

      • Nala sagt:

        Stimmt Du kennst mich nicht. Ich hab FB Freundschaft zu meinen Kindern und zu meiner Mutter 🙂 Und das in beiden Fällen auf freiwilliger Basis. Zum Chef nicht, da meine Chefin kein FB hat.
        Browserverlauf kontrollier ich auch nicht, da die Kinder eh nur in unserer Anwesenheit im Netz surfen durfen und ich so immer mal ein Blick auf den Bildschirm werfen kann. Vonwegen Vergleiche – sich im Internet bewegen ist eher zu vergleichen mit Kind geht alleine in der Grossstadt New York spazieren. Da lässt man das Kind normalerweise auch nicht einfach alleine rumziehen, bis es weiss, wo es hin darf.

      • Obelix sagt:

        Ich hab FB Freundschaft zum Chef, zu dessen Chef und dessen Chef auch (Der ist übrigens der fleissigste User und postet täglich etwa 10 status updates mit Musikvideos etc). Was ich ins FB stelle ist öffentlich und das darf auch jeder sehen.

      • Lea sagt:

        @Nala: Den Vergleich mit NY finde ich unpassend. In einer Stadt gibt es viele reale (zt. tödliche) Gefahren und wenn man sich Verlaufen hat oder bedroht wird, ist es schwierig den Heimweg zu finden. Im Internet gibt es nur schockierende Inhalte (Sex, Gewalt, Mobbing…), Gefahren für den PC und dortige Daten (Privatsphäre (Internet vergisst nix!), Konto) und die Gefahr, sich strafbar (download, Mobbing) zu machen. Mit den Kindern über diese wenigen Gefahren zu sprechen, und sie bei schockierenden Erlebnissen zu unterstützen ist meiner Meinung nach Erfolgversprechender als ständige Kontrolle.

      • Nala sagt:

        @Lea: Dann dürften wir demzufolge Kinder eher ins Internet lassen, als nach NY? Allerdings gehen auch in NY viele Kinder mit der Zeit alleine raus, weil sie wissen, wo es gefährlich(er) ist und wo nicht. Daher zog ich diesen Vergleich. Man kann Kinder eben aufklären, dass im Internet nicht alle lieb und gut sind. Dass es auch dort bösen Inhalt gibt. Ständige Kontrolle finde ich weder bei Internetnutzung noch bei Spaziergängen in NY sinnvoll. Beides ist am Anfang ok, bis das Kind Sicherheit hat und weiss, wie es sich am besten verhalten soll.

      • Regula sagt:

        @Lea: Was die Orte ohne elterliche Überwachung angeht, bin ich total einverstanden mit dir.

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