Das Schwangerschaftsparadox

Eine Carte Blanche von Mamablog-Leserin Sandra Kopp.

MAMABLOG-SCHWANGERSCHAFTSPA

Und doch, die Menschen tun es immer wieder: Glückliche Familie am Strand.

In der Schwangerschaft sieht man sich plötzlich mit ganz neuen Ängsten und Gefahren konfrontiert. Kürzlich begegnete ich einem Artikel, der mich vor Handystrahlen während der Schwangerschaft warnte: «Wenn Schwangere mit dem Handy telefonieren, setzen sie ihr ungeborenes Kind dem Risiko aus, dass es später verhaltensgestört wird.» So lautet das Resultat einer neuen Studie der Universität Kalifornien, die im Fachblatt «Journal of Epidemiology und Community Health» veröffentlicht wurde. Welch Horror! Schliesslich benütze ich das Handy aus beruflichen Gründen täglich regelmässig. Bilder von unkontrollierbaren oder ADHS-Kindern tauchten vor meinem geistigen Auge auf.

Aber das ist nur die jüngste Erkenntnis. Denn zurzeit sehe ich mich täglich vielen weiteren Gefahren ausgesetzt: Man denke nur an all die Bakterien und Viren, denen man im Pendlerverkehr begegnet. Dazu die Raucher auf den Perrons, denen ich nicht ausweichen kann, die Abgase, die ich auf dem Arbeitsweg zwangsweise einatme, der Feinstaub, die freien Radikalen, der Lärm, der Stress – die Liste ist schier endlos. Laut wissenschaftlicher Erkenntnisse schadet dies alles meinem ungeborenen Kind. Und dass ich diese Faktoren nicht beeinflussen kann, verursacht bei mir Ohnmachts-Gefühle. Aber die Schadstoffe sind noch nicht alles. Hinzu kommt der verstärkte Druck, während der Schwangerschaft auf ungesunde Nahrungs- und Genussmittel zu verzichten, sprich alkoholischen, fettigen oder süssen Verlockungen zu entsagen. Ungesunde Ernährung ist natürlich nicht nur während der Schwangerschaft ein Thema. Aber wenn der Bauch sich rundet, scheinen solch private Dinge plötzlich alle etwas anzugehen – man fühlt sich von einer wachsamen Gesellschaft beobachtet.

Es wurde bereits an anderer Stelle im Mamablog über die Freiheiten werdender Mütter diskutiert. Immerhin liegt die Ernährung weitestgehend in meiner Hand. Aber auch hier: Was darf man denn überhaupt noch essen? Wie kann man sicher sein, dass Bioprodukte halten, was sie versprechen? Und überhaupt: In der Schwangerschaft bekommt man Dehnungsstreifen, hat mit Wassereinlagerungen, Krampfadern, Verdauungsstörungen und Kreislaufproblemen zu kämpfen und muss mit Hormonschwankungen klar kommen. Nach der Geburt wird schlafen offenbar zum Luxus, vom Stillen gibt es hängende Brüste, Windeln wechseln kostet Nerven und Geld. Von den Mühen der Erziehung ganz zu schweigen.

Wozu soll man sich all dies überhaupt antun?

Und doch: Wenn dieses kleine Ding von innen gegen meinen Bauch tritt, ganz sanft, dann vergesse ich all die Sorgen und schwelge im Glück.

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161 Kommentare zu «Das Schwangerschaftsparadox»

  • Franz Oettli sagt:

    Ja während der Schwangerschaft kam meine Frau manchmal auch auf komische Gedanken, dann musste ich sie manchmal etwas beruhigen und zur Seite nehmen. Einmal hatte sie sogar Angst vor den Sonnenstrahlen! Aber das gibt sich mit der Zeit und am Schluss kam auch alles gut heraus.

  • Til sagt:

    Gab es nicht mal ein Buch mit dem Titel: „Sorge dich nicht , lebe!“ oder so?
    Ausser dem Titel sollte man von dem Buch aber wohl nix kennen. sonst macht man sich womöglich doch wieder Sorgen, dass man nicht richtig lebt.

  • Fabienne sagt:

    Wer ist bitte nicht hormongesteuert? (Genau richtig, alle) Besonders Schwangeren kann man das wohl nicht übel nehmen!

    Ich finde es auf jeden Fall schön und mutig, seine Ängste mit der Öffentlichkeit zu teilen. Denn je mehr Verbündete man findet, desto beruhigter ist man und desto kleiner wird die Sorge, nicht normal zu empfinden. Zudem hat nicht jede werdende Mutter den Luxus zig andere Mütter im Freundeskreis zu haben, die man um Ratschlag fragen könnte. Ich finde gerade in solchen „Ausnahmesituationen“ wie Schwangerschaften sollte man ein wenig toleranter und mitfühlender sein und die Gefühle der Schwangeren nicht einfach verurteilen (besonders wenn man selbst noch nie schwanger war).

  • Nora Peterhans sagt:

    „Und doch: Wenn dieses kleine Ding von innen gegen meinen Bauch tritt, ganz sanft, dann vergesse ich all die Sorgen und schwelge im Glück.“

    Ein ziemlich Hormon gesteuerter Kommentar. Erinnert mich irgendwie an den kleinen Hobbit und Lilas legendäre Antwort.

  • heidi reiff sagt:

    Nach neuesten Errungenschaften und Fortschritten ist es ja möglich, sich als Mann zur Frau umbauen zu lassen um Kinder zu gebären, ein Mann od. mehrere haben sich auf das Experiment eingelassen und effektiv Kinder zur Welt gebracht. Ich glaube zwar 100 pro nicht an die Reinkarnation resp. Nirwana. Ist nach meiner Meinung pervers.

    Seitenwechsel : Siegmund Freud hat ja diesen Penisneid propagiert da könnte man das psychologisch auch umdrehen und vom Gebärneid sprechen. Das Leben ist paradox, schade dass Mensch der Mutter Natur so wenig Beachtung schenkt .

    • Eremit sagt:

      Gibt es auch weiterführende Links zu den „als Mann zur Frau umbauen zu lassen um Kinder zu gebären, ein Mann od. mehrere haben sich auf das Experiment eingelassen und effektiv Kinder zur Welt gebracht“? Mir ist da leider kein solcher Fall bekannt bei dem Mann dann auch Kinder gebar.

      PS: Wenn Siegmund Freud selbst P.gesteuert war, wie sehr ist dann der „Penisneid“ auf die nicht P.gesteuerten anwendbar? Und kann es sein dass dadurch mit dieser These eine quais selbsterbestätigende These erzeugt wurde die aber ggf. nicht der Realität entspricht?

  • Eremit sagt:

    „Wozu soll man sich all dies überhaupt antun?“
    Weil man insgeheim Menschen mag? Gut, es kann durchaus auch sein dass manche Menschen aus egoistischen Gründen Kinder haben, z.B. damit jemand zu ihnen hoch schaut, oder sie dadurch selbst finanziell ausgesorgt haben. In diesen Fällen bereitet die Erziehung der Kinder keine Mühe da man sie nicht wirklich erzieht. Die Pseudoerziehung der Kinder erfolgt dann durch die ohnehin überlastete Krippenleiterin, Lehrerin oder die anderen Kinder. Nur wenn unerwachsene Kinder Kinder erziehen ohne wirklich zu wissen was sich gehört und was nicht und warum mit welchen Folgen, dann ist m.E. eine Entwicklung hin zum insgeheimen Barbarentum vorprogrammiert. Gut, man kann in der Erziehung auch z.B. mit Mühe versuchen ein Kind das an diskulie leidet zu einem Mathegenie zu erziehen, nur ob man dem Kind, sich und der Gesellschaft dadurch einen Gefallen tut ist m.E. höchst fraglich.

    „Und doch: Wenn dieses kleine Ding von innen gegen meinen Bauch tritt, ganz sanft, dann vergesse ich all die Sorgen und schwelge im Glück.“
    Ding? Wo ist blos der gute Vater dieses armen kleinen Geschöpfs geblieben.

    • Leonardo sagt:

      Der ist hier. Und weil es einfacher ist. Hier meine Antwort an Herrn Zufferey zu diesem Punkt. Sie sind freilich mitgemeint.


      Leute – jetzt macht bitte mal einen Punkt. Wie hiess es doch mal frei nach Trakl: “Das ist sicher symbolisch – für irgendetwas”. Oder anders: Manchmal ist ein Baum einfach ein Baum.

      Herr Zufferey – die Vorstellung, dass Sie einen ganzen Text auf eine Aussage reduzieren dürfen, das sagt jedenfalls einiges über Sie aus. Eine Überheblichkeit, die in Ihrer Schreibweise (obwohl ich durchaus manche Ihrer Kommentare schätze) oft zum Ausdruck kommt.

      Als Ehemann der Autorin erlaube ich Ihnen NICHT den Text auf diese Passage zu reduzieren – Sie würden den Text, die Aussage und die Person völlig missverstehen.

      Nicht immer ist eine einzelne Aussage oder eine seltsame Formulierung ein Hinweis auf die gesamte Einstellung – falls überhaupt.

      Nein – wir lieben unser werdendes Kind jetzt schon innig. Ein Wunschkind, dem es nie mangeln wird an:: Liebe, Verständnis, Zuwendung. Ich selbst verwende für vieles seltsame oder provokante Begriffe – ich bin einfach etwas seltsam gestrickt. Ich denke so sind wir beide und darum funktioniert es auch gut.

      Unsere Art von Humor beinhaltet häufig ein neckisches (und sehr inniges) Miteinander. Auch ich nenne unser Kind manchmal “das kleine Ding” oder “der kleine Stinker” etc. Political correctness war mir schon immer suspekt.

      Herr Zufferey – Sie scheinen mir ein frustrierter Mann zu sein. Uns das tut mir Leid für Sie. Frauen machen Ihnen Angst oder sind Ihnen unheimlich. Aber meine Frau ist eine wundervolle, warmherzige Person. Einer der freundlichsten und gütigsten Menschen der mir je begegnet ist.

      Sie haben diese Passage völlig missverstanden und überbewertet. Eine Entschuldigung würde Ihnen gut zu Gesicht stehen.

      Leonardo Kopp

      • Eremit sagt:

        Danke für die Antwort.

        Die Kunst zwischen ernstgemeint, humoristisch, zynisch usw. zu unterscheiden ist nicht jeder und jedem gegeben. Umso schwieriger wird es wenn Gänsefüsse, die sie m.E. korrekt verwendeten, oder ein „ist nur ein Witz“ wie von der guten Frau Binswanger fehlen. So sind Missverständnisse vorprogrammiert. Sehen sie nicht gleich alle Kommentare als „persönlicher“ Angriff; manchmal sind es gutgemeinte Tips um die „Qualität“ für zukünftige Beiträge zu erhöhen.

        Steckt nicht der „Teufel“ im Detail?

  • heidi reiff sagt:

    Wir müssen nichts ausser sterben, hat mir meine Tochter mal gesagt als sie ein kleines Mädchen war, meine Tochter hat zum Glück Null Aehnlichkeiten mit meiner Mutter, ich mag Projektionen nicht, da wäre ev. Supervision auch ein Weg, Dinge einfach zu klären, bin froh bin ich nicht farbenblind, kann rot von grün noch unterscheiden, eine Frau hat mir erzählt in einer Begegnung, dass sie in einem Bus zu zur Welt kam, Sturzgeburt, es gibt nichts was es nicht gibt, ich kam einfach mal auf die Welt das sind Evolutionsprozesse, die Natur geht eigene Wege, das war immer so, als Embryonen entwickeln wir uns in einem Bauch, ich bin geboren aus einem Mutterbauch, Schizo ist, dass nach wie vor die heilige Jungfrau Maria idealisiert wird, Religionswahn, nein Danke……

  • Avsec Bostjan sagt:

    OBAMA = STALIN = BUSH / USSR = USA !!! Watch my videos In sequence first OVERTURE IN SOCIAL CRISES video 8 http://www.youtube.com/watch?v=X9-zbEtHcRo, second BUSH videos 43, 44, and 45; DEFINITION OF TERROR video 41; WHEN KIDS ARE DYEING video 26; DIAL 911 FOR TERRORIST ASSISTANCE videos 46, 47; REAL PRODUCT OF 911 videos 48 and 49; >>REAL<< WIKI LEAKS = CIA http://www.causes.com/causes/552219; WHAT/WHO YOUR GOVERNMENTS HAVE FINANCED IN ORDER TO LAUNCH AGAINST YOU AND YOUR FAMILY GENOCIDE WAR KNOWN UNDER CIA OPERATION WIKILEAKS video 12; THE REAL DON'T ASK; DON'T TELL, BUT QUIETLY DIE video 69..JUST FOLLOW VIDEOS IN SEQUENCE AS WRITTEN HERE. While Stalin alone murdered 50 million whites in post WWll, Western democracies over 250 http://www.causes.com/causes/546680

  • heidi reiff sagt:

    @ Daniela

    Vermutlich haben sie meinen Kommentar in den falschen Hals bekommen, ich spreche von meinen persönlichen Erfahrungen, als junge Frau war ich ein Luftibus, auf dem Weg ins Frauenspital zur Entbindung hab ich noch fröhlich einen Apfel gegessen, die Spitalathmosphäre hat mich schockiert, ich schätze Hebammen die begleiten, bin froh dass es neue Erkenntnisse gibt, meine Erfahrung war einfach schockierend mit diesen Chrirurgen mit grünem Käppi, einfach Fachidioten, Null Ahnig von der Botanik, war einfach meine persönliche Erfahrung dazumal, ich bin noch auf dem Teppich. Ratschläge sind auch Schläge. In einer Beziehung ist zentral ob verheiratet oder nicht, dass die Karten auf den Tisch kommen, möchten wir Kinder oder nicht. Ich bin keine Supermutter, die gibts nähmlich nicht, ich habe meine Kinder nie geschlagen, da hab ich ein gutes Gewissen. Meine erwachsenen Kinder sind NICHT GEWALTTAETIG.

  • „Dieses kleine Ding“ ist tatsächlich die auffälligste Formulierung im ganzen Text, das sieht Katharina, die mich offenbar für einen Teletubbie hält, absolut richtig. Man könnte ganzen Textauf diese eine Formulierung reduzieren- die Aussage (oder die Botschaft) bliebe genau dieselbe.

    Kinder kann man übrigens auch kaufen- genauso wie Arbeitskräfte, Windeln oder Autos…

    Besser man kauft etwas anderes, wenn man Kinder nur noch als Belastung betrachtet.

    Denn Kinder muss man lieben und auch bereit sein, sich mitunter für sie auf zu opfern. Sonst geht es nicht, so einfach ist das.

    • Eremit sagt:

      Zugegeben, eine fast selbstsprechende Formulierung.
      Ob man Kinder auch auf die Dauer verkraftet oder sie nur noch eine Belastung sind sieht man m.E. nicht immer im Voraus. Für Babies gibt es heute eine Art Babypuppe zu ausprobieren für ein paar Wochen in denen man herausfinden kann wie man selbst reagiert wenn ein Baby z.B. permanent schreit. Aber bei Schulkinder und Teenies nicht.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    …… und schwups und weg……

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Also wenn es darum geht, eine glückliche Ehe zu führen, ist es besser, auf Kinder zu verzichten. Das ergaben jedenfalls Studien, die zu diesem Thema gemacht wurden, schon mehrmals.

    Ich hab mir dazu auch gewisse Überlegungen gemacht: Wenn ich sehe, dass in vielen Beziehungen plötzlich der Wurm drin ist, sobald Kinder da sind und ich mit den Beteiligten darüber spreche, stellt sich oft heraus, dass sich der Mann vernachlässigt fühlt durch die Frau. Plötzlich hat sie keine Zeit (und keine Lust) mehr, ihren Partner zu umsorgen wie ein Kind, was bei diesem zu anhaltendem Frust führt. Viele Ehen werden deshalb geschieden. Wenn die Männer den Schritt ins Elternleben wirklich machen würden und Verantwortung übernehmen würden, anstatt sich wie der Handlanger der Mutter aufzuführen und zu schmollen, wenn er mal ein bisschen zu kurz kommt, gäbe es viel weniger Scheidungen.

    Wie gesagt, das sind meine persönlichen Beobachtungen und Überlegungen dazu, aber sie werden immer wieder bestätigt. Männer, die es schaffen, die Vaterrolle wirklich auszufüllen, haben auch eine grosse Chance, eine glückliche Ehe zu führen.

    • fufi sagt:

      Sind Männer also die besseren Kinder?
      Meine, sie machen ja meist nicht mehr in die Windeln und können sich ihren „Schoppen“ selbst verabreichen – nachdem s’Mami selbigen vorbereitet hat?
      OMG!
      😀

      • Sandra sagt:

        Also mein Mann, wie auch die meisten unserer Freunde, ist ein totaler Kindskopf, deshalb haben wir auch keine Kinder, da ich dann de facto alleinerziehend wäre. Wir sind alle um die 40. Ich liebe meinen Mann- ein Schweizer – und er ist beruflich erfolgreich im mittleren Kader einer mittelgrossen Firma, aber ich sehe es schon bei unseren Haustieren, dass der Pulk der Arbeit immer auf mir lastet, obwohl ich den anstrengenderen und zeitintensiveren Beruf (als Abteilungsleiterin in einem mittelgrossen Forschungsunternehmen) habe als er. Ich habe auch so schon keine Freizeit mit Vollzeitjob, Haushalt, Haustieren und auf das zweite Einkommen verzichten möchte er erst recht nicht. Mir ist Geld eigentlich egal (wir wohnen zur Miete, die wir mit einem Einkommen locker zahlen könnten und haben kein Auto und reisen auch nicht gross). Aber er will keine Kinder, da sie laut sind, krank werden und stinken. Und seine Freunde haben ja auch keine Kinder. Also keine Kinder. Eigentlich bin ich die Mutti für ihn und für meine Schwager… alle alleinstehend, keine Kinder, kein Verantwortungsgefühl.

        Ich liebe Kinder und hüte halt die Kinder meiner Nachbarn, Freundinnen, Geschwister usw. Aber ein eigenes Kind würde in dieser Konstellation einfach nicht funktionieren. Bezeichnenderweise kommen solche Männer raus, wenn die Mutter NICHT gearbeitet hat und immer bei den Bubis zuhause war. Keinerlei Dankbarkeit und Verantwortungsgefühl. Meine Mutter und mein Vater – beide Chinesen – haben beide immer als Wissenschafter gearbeitet, Hervorragendes geleistet und uns zu verantwortungsvollen Menschen erzogen, da wir eben nicht die Selbstverständlichkeit einer verhätschelnden Rundumversorgung hatten.

      • Liz Hardy sagt:

        Sandra (19:24). Dein Beitrag macht mich nachdenklich. Ein kurzer analytischer Blick in mein Umfeld, speziell auf die von dir so schön geschilderten Gesichtspunkte, offenbart mir viele solche Schweizer-Männer. Sind asiatische Männer anders?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Sandra, du verzichtest also deinem Mann zuliebe auf Kinder. Ich finde, dass ist ein sehr grosses Opfer und hoffe, dass du das nie bereust. Du hast noch Zeit, andere Mütter haben auch schöne Söhne…… 🙂

        Was du sagst über die Bubis, ist leider sehr wahr. Aber es gibt auch unter den Männern Bubis, deren Mutter gearbeitet hat. Wenn sie nichts verlangte von ihm und alles selber machte, kann daraus fast nur ein Bubi resultieren.

    • Katharina sagt:

      Ich vermute es ist so, dass mehr Männer als viele denken in ihren Partnerschaften umsorgt werden möchten, so wie ihre Mutter das mal tat.

      Kommt ein Kind, verschiebt sich der Fokus der Umsorgung natürlich auf das Kind.
      Daher dann das Gefühl des vernachlässigt Seins oder nicht mehr Zentrum des partnerschaftlichen Universums zu sein.

      Frauen realisieren diesen Aspekt partnerschaftlicher Dynamik vielleicht oft wirklich erst, wenn ein Kind da ist und erkennen, dass sie statt eines Partners ein Kind geheiratet haben.

      Und konsequenterweise, da meist diese Einstellung nicht geändert wird, beziehungsweise es auch nicht Aufgabe der Partnerin ist, ihren Partner ‚zurecht zu biegen‘, folgt die Trennung.

  • StefanB sagt:

    Statistiken sind das eine, die persönlich erlebte Realität das andere: Statistisch gesehen ist es sehr unwahrscheinlich, weshalb unter hundert Millionen Spermatozoen gerade dieses eine die Eizelle befruchtet soll, das Sie (oder mich, oder fufi, oder unseren Tiger etc.) ergeben hat. Aber es ist so gewesen..

    Deshalb mein Rat: lassen Sie sich nicht von all den selbst ernannten „Ratgebern“ ins Bockshorn jagen oder in den April schicken; hören Sie in erster Linie auf sich selbst, und bleiben Sie gelassen.

    Und sollten Ihre Kinder einmal etwas grösser sein, denken Sie daran, dass nur, wer eine Gefahr kennt, erkennt sie auch und kann sie dann vermeiden.

  • Bea sagt:

    Alle Ihr lieben werdenden Mütter

    Lasst doch einfach euren gesunden Menschenverstand walten und nehmt nicht alles, was geschrieben wird, 1:1! Ich wurde vor 38 Jahren Mutter und ich muss sagen – zum Glück – wussten wir damals nicht soviel über die Schwangerschaft und Geburt. Man nahm es einfach gelassener und weniger ängstlich. Ich wünsche euch allen eine schöne und lockere Schwangerschaft und ein pflegeleichtes und grosse-Freude-bringendes gesundes Baby!

    • Hermann sagt:

      Generell haben sie wohl recht, aber im Detail eher nicht. Damals wurde geraucht und getrunken waherend der Schwangerschaft, etwas das jedem heute klar ist, dass das Folgen fuer den Foetus hat. Abgase waren bleihaltig, was damals niemand kuemmerte. Ultraschall existierte noch nicht und mit Medikamenten war man freizuegig (Talidomid zB). Die Romantiktour funktioniert nicht. Ich bin nach wie vor der Meinung, ein Paar soll die Risiken von kompetenter Seite kennen lernen. Das nicht zu tun ist etwa wie wenn man einer aengstlichen Person, die autofahren will sagt, einfach die Augen zu schliessen, statstisch gesehen wird es keinen Unfall geben.

      • Bionic Hobbit sagt:

        Ich möchte Bea recht geben. Ich hatte das Gefühl, dass man sich heute im Internet zuviel informieren kann, man kann nachlesen, was der kleine Foetus von Woche zu Woche so alles schon kann (hören, fühlen, trinken, pissen), was man nicht mehr essen soll (eine Riesenliste), welchen Mozart man hören soll, damit das Baby möglichst pflegeleicht und mit einem IQ von 120 rauskommt. Ich hatte ja auch noch Fruchtbarkeitsprobleme und später IVF und habe sogar nochmehr Info gefressen (in welcher Position man Sex haben soll, welches Gleitmittel am unschädlichsten ist, welche Klinik, welche Blutwerte, welche Embryos, welche Hormone, welches Aspirin). Wenn man den vielen Empfehlungen mal ehrlich nachgeht, beruhen die meisten auf der Meinung irgendeines selbstgestylten Experten, und nicht wirklich auf harten wissenschafltichen Facts. Ich hätte mir manchmal gerne die „Romantiktour“ (zitiere Hermann) von damals gewünscht, allerdings wäre ich damals wohl kinderlos geblieben.

      • Hermann sagt:

        @Bionic: Vieles,was auf dem Internet gefunden werden kann, ist Ramsch. Daher betone ich „von kompetenter Seite“ Informationen holen. Meine Frau als Aerztin hatte da keine Probleme, aber ich kann mir vorstellen, dass das schwieriger ist, wenn man nur das Internet als Quelle zur Verfuegung hat. Gespraeche mit unserer Gynaekologin waren auch sehr aufschlussreich. Sie machte uns auf die Gefahren von hochaufloesendem Ultraschall aufmerksam, und wir suchten im Internet weiter, wo wir fanden, dass dieser wirklich nicht ungefaehrlich ist, viele Aerzte aber das (noch) nicht verstehen.

      • Bionic Hobbit sagt:

        Hermann, ich bin auch Arztin. Das machte diese Informationsfülle umso ärgerlicher. Ich weiss im allgemeinen, was man wirklich medizinisch weiss, und dann las ich halt doch noch so dies und das auf dem Internet, das mich stutzig machte. Ich bin einigen Dingen nachgegangen, und bin dann eben zum Schluss gekommen, dass vieles nur Meinungen von irgendjemandem waren, die vielleicht gewissermassen Sinn machen, aber nicht auf sehr viel Evidenz basieren. Und trotzdem, der Wunsch zum Beispiel war da, schwanger zu werden, und da denkt man sich, ok, den Trick versuch ich mal, und vielleicht steckt in jenem Ratschlag was Wahres drin, etc. Ich frage mich dann eben ab und zu, wie es jemandem geht, der die Fülle der Halbinformationen nicht zu triieren vermag, und der dann eine Schwangerschaft sehr einschränkend empfindet.
        Während der Schwangerschaft habe ich aber weiterhin alles gegessen, und auch ab und zu ein halbes Glas Wein getrunken (nach mehr war mir eh nicht), auch beim Stillen….

        Und mit dem Stillen habe ich noch ein anderes Hühnchen zu rupfen. Ich habe die Kids in England gekriegt, und da hat die Regierung oder das NHS gerade den Nichtstillern den Kampf angesagt. Man wurde überflutet mit Info übers Stillen, von Leuten, die in ihrem Leben noch nie gestillt haben. Die Vorteile des Stillens werden übertrieben (wieder einmal durch pseudowissenschaftlche Erkenntnisse), auch nichtgestillte Kinder sind durchaus gesund und normal. Ich hatte keine Probleme mit dem Stillen (übrigens das Einzige beim Kinderkriegen, bei dem ich keine Probleme hatte, haha!), habe aber so viele Frauen gesehen, bei denen es schwierig war, die es nicht mochten, und die sich selbst mit Vorwürfen und einem schlechten Gewissen krank gemacht haben. Wer das Stillen nicht hinkriegt, fühlt sich wie heute ein Versager, dabei hätte man doch allen Grund zur Freude, wenn das gesunde Kind da ist.

      • Hermann sagt:

        @Bionic: Da sind wir offensichtlich gleicher Meinung, dass das Problem an zwei Orten liegt: 1. Bei der Sortierung der verfuegbaren Information nach Qualitaet und 2. bei den „Religionstroemungen“ besonders auch was Stillen betrifft. Das erste ist uns relativ leicht gefallen, das zweite haben wir nicht erlebt. Was uns aber aufgefallen ist, war in den drei Faellen, wo ich bei der Geburt anwesend war, die Anzahl von Fehlern, welche das medizinische Personal machte. Als bei der ersten Geburt die Wehen einsetzten, war niemand da, um die Geburt zu betreuen, also bekam meine Frau eine Spritze, welche die Wehen bremste. Diese war falsch dosiert, und die um ein paar Stunden verzoegerte Geburt wurde schwierig, da praktisch keine Wehen mehr da waren. Beim zweiten kam die Schwester mit der gleichen Spritze (vier Uhr morgens, Herr Doktor wollte bis 6 Uhr schlafen). Wir verweigerten diese Spritze und verlangten, dass sofort kompetente Hilfe komme. Das geschah, und der Kleine war innert 20 Minuten problemlos auf die Welt gekommen. Geschehen in Bern. Beim dritten wurde beim Baby eine Fehldiagnose gemacht (Kalifornien), welche meine Frau sofort in Frage stellte. Sie hatte recht, es stellte sich heraus, das die Aerztin, welche die Diagnose gemacht hatte, Knochenspezialistin war. Ich bin daher wohl sensibilisiert und habe die Schlussfolgerung gezogen, dass man sich am besten so genau wie moeglich ueber die medizinische Situation aufklaert, in der man ist, und das man sich moeglichts aus Glaubenssystemen heraushaelt.

  • Markus Schneider sagt:

    Hier wird mal wieder vom ewigen Eierkuchen ausgegangen – natürlich tritt das Kleine gegen den bauch und alles ist gut.

    Was aber, wenn die neun Monate lang ausgetragene Leibesfrucht sich tatsächlich als Missgeburt entpuppt? Wo bleiben da die schönfärberischen Mamablog-Beiträge? Da ist dann überhaupt nichts mehr gut und die Erinnerung an all den Risiken, die man sich ausgesetzt hat eine ganz andere. Gar nicht zu reden von all den Kindern, die erst in späteren Jahren „sozial auffällig“ werden, da gehört ADHS ja noch zu den harmloseren Erlebnissen. Damit wird heute ja lächerlicherweise eh schon jeder zweite diagnoistiziert.

    Was ist mit den durch Vergewaltigung schwanger gewordenen? Den Zufallstreffern beim One-Night-Stand? Und was mit all den Schwangeren, denen der Arzt aus medizinischen oder vererbungstechnischen Gründen weit vor der Niederkunft zur Abtreibung rät? In der schönen heilen Welt des Mamablog gibt’s das alles natürlich gar nicht. Nein, Schwangersein ist einfach und nur super, alle Ängste letztlich unbegründet.

    Das wirkliche Paradox ist doch, dass die Ängste und Befürchtungen absolut berechtigt sind und hier so getan wird, als wären sie es nicht.

  • Katharina sagt:

    Wer sich von Mütterpolizei und anderen Dieses-ist-das-richtige-Denken-und-wehe-wenn-Du-Nicht Fraktionen verängstigen lässt – bis zum Punkt des verdattert Seins ob der nächste Schritt mit dem linken oder dem rechten Fuss gemacht werden soll, wird mit allem ein Problem haben.

    Das Paradoxon besteht somit nur im Kopf.

    Wozu soll man sich all dies überhaupt antun? Sie tun es sich selber an – die mentale Tortur meine ich.

    „dieses kleine Ding“ wäre ja ein neuer Mensch, nicht ein Ding. die Formulierung ist sehr vielsagend.

    „die freien Radikalen“ – und ich dachte, dass politisch radikal sein kein Grund zur Internierung sei.

    Ihr Sarkasmus betreffend Studien kommt nicht ganz durch. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob Ihr Artikel sarkastisch gemeint ist oder nicht.

    Ich wünsche Ihnen jedenfalls eine komplikationenfreie und schöne Schwangerschaft. Ihr Kleines jedenfalls hat mit seinem sanften Stupser eine effektive Kommunikationsmethode gefunden und sagt, was wirklich wichtig ist.

  • fufi sagt:

    @Alle hier
    Und absolutestens „off topic“!

    Meine Frau hat heute morgen den heutigen Tag, d.h. den 21. Januar zum „Weltknuddeltag“ erklärt. Wenn ihr alle mitmacht könnten wir es vielleicht schaffen, dass die UNO/Unesco/Unicef das übernimmt und ab ca. 2015 für verbindlich erklärt?
    Also: Feiern wir doch den 1. Weltknuddeltag.
    😛

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Also Fufi, ich knuddle dich jetzt mal, spürst du was? 🙂

    • Bionic Hobbit sagt:

      Mann, hab ich was verpasst? Ich knuddele täglich mit meinen drei knuddeligen Söhnen, aber hätte das natürlich viel bewusster tun können. Also 21.1. schreib ich in meinen Kalender für nächstes Jahr.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Gerade heute morgen habe ich an dich gedacht, Hobbit, und mich gefragt, wie es dir wohl ergeht, nachdem du vor einiger Zeit doch ziemlich „auf dem Hund“ warst. Ich hoffe, dass sich die Situation wieder etwas entspannte, konntest du Unterstützung organisieren? 🙂

      • Bionic Hobbit sagt:

        Alle 3 gehen jetzt einen Tag/Woche in die KiTA, leider nicht am gleichen Tag, aber immerhin. Der Gross geht auch noch in eine englischsprachige Playgroup, so habe ich 2 Stunden/Woche frei!! Ausserdem habe ich mir eine Lampe für Lichttherapie gekauft, und das scheint zu funktionieren, bin viel weniger müde. Allerdings sind die Zwillinge gerade wieder krank, der eine Lungenentzündung, der andere Bronchiolitis, wie schon mal im Sommer…. das ist vielleicht der Preis der KiTa, die Erkältungen.

  • aloha sagt:

    Warum sich das antun? Naja, weil nichts so gesund ist wie mindestens teilweise Muttersein: Frau / Mann hat Bewegung an der frischen Luft, wie kaum in einem anderen Beruf, wenn man denn dies auch mit den Kindern tut… Mütter und Väter können kreativ sein: basteln, malen für die Kinder und später mit den Kindern, auch das tun die wenigesten Kinderlosen. Eltern dürfen im Schnee toben, lachen und singen in der Öffentlichkeit ohne gleich als Irre zu gelten 😉 Viele Gründe also, die dafür sprechen!

  • me sagt:

    bekannte Gedanken..,bringen mich zum lächeln.
    Mir gefällt der Beitrag

  • heidi reiff sagt:

    Wir Menschen haben ja Augen im Kopf, das Bild das präsentiert wird ist kommt etwas kitschig daher für mein Empfinden, die lackierten Nägel stören mich, können wir nur noch landen mit lackierten Fingernägeln, der Mensch ist nur mit dem Herzen gut – setz dir eine Perücke auf mit goldnen Locken – stell dich auf ellenlange Socken, du bist doch immer der gleiche der du bist –
    des Kaisers neue Kleider –

  • heidi reiff sagt:

    Ich habe 2 Erwachsene Kinder, die erste Geburt meines Sohnes dauerte 12 Stunden, war sicher Horror für mein hilfloses Baby, zur Schmerzlinderung wurde mir Lachgas im Spital verabreicht, bin froh hat sich mein Sohn für das Leben entschieden, in der letzten Phase vor der Geburt habe ich geschrieen, der Anschiss eines jungen Tüpfis „ich soll mich mal zusammennehmen ist noch gespeichert in meinem Hirni“, so beduselt vom Lachgas hab ich gesehen, dass mein Neugeborener knütsch blau war, vermutlich hatte er die Nabelschnur um den Hals. Jede Geburt verläuft anders. Meine Tochter war per Kaiserschnitt in sieben Minuten auf der Welt. Ich habe viel von meinen Kindern gelernt, auch von meinem autistischen Sohn, bin froh, dass in der heutigen Zeit KINDER begleitet werden, ohne Zuckerbrot und Peitsche, RELIGIONSDRECK PFUI TEUFEL.

    • Daniela sagt:

      Genau solche Geschichten braucht es wohl nicht. Kein Wunder, wenn dann junge Mütter Angst vor der Geburt haben. Die Geburtunterstützung hat sich in den letzten 20 Jahren komplett geändert. Heute wird man nicht mehr fast auf den Tisch gebunden, man probiert verschiedene bequeme Stellungen für die Mutter aus etc.

      Daher sollten „ältere“ Mütter in Gegenwart von Schwangeren ( und das ist man wohl im Mamablog ) sich einfach ein bisschen zurücknehmen. Nichts schön reden, aber auf die Schauergeschichten verzichten. Und sonst hat sicher die eigene Mutter auch noch eine auf Lager.

      • Hermann sagt:

        Heidi ist Heidi, am besten mit Humor zu verdauen….

      • Fernanda sagt:

        Doch, genau solche Geschichten braucht es, und wer sie nicht hören will, dem droht eventuell ein böses Erwachen. Ich habe viele Schwangere erlebt, die von dem Gefasel über eine natürliche bzw. sanfte Geburt eingellullt wurden und sich für eine Entbindung in einem Geburtshaus ohne Anästhesieangebot entschieden haben – und dort ihr blaues Wunder erlebt haben! Von wegen „man probiert verschiedene bequeme Stellungen für die Mutter aus“ – unter der Geburt ist KEINE Stellung mehr bequem. Eine Geburt ohne Anästhesie ist in den meisten Fällen mit unbeschreiblichen Schmerzen verbunden, wer das nicht erlebt hat, kann sich das unmöglich vorstellen.
        Ich will damit nicht per se gegen die natürliche Geburt reden, ich habe selber drei Kinder komplikationslos und ohne ärztliche Hilfe auf die Welt gebracht. Aber vor einer Geburt kann man, gerade wenn man noch nie geboren hat, gar nicht genug Respekt haben! Deshalb: gut informieren und auch „solche Geschichten“ anhören!
        Generell stellt man/frau sich ja ALLES was mit Kinder haben zu tun hat, viel einfacher vor als es in Wirklichkeit ist!!! Schwangersein, gebären, Kinder gross ziehen – alles nicht mehr viel Wert in unserer Kultur. Das alte Leben soll möglichst so weiter gehen wie bisher. Macht man mit links. Diese Haltung ist gefährlich und unfair und gibt allen Müttern, bei denen es nicht so rund läuft, wie sie sich das (eben durch Schönreden und nicht ernstnehmen von weniger erbaulichen Geschichten) vorgestellt haben, ein Gefühl des Versagens.
        ES LÄUFT PRAKTISCH NIRGENDS RUND MIT KINDERN!!! Kinder erwarten, Kinder kriegen und Kinder grossziehen ist mit vielen Wehwehchen, Problemen, Hindernissen etc verbunden, unter Umständen mit Komplikationen während der Schwangerschaft oder der Geburt, mit Stillproblemen, schlaflosen Nächten bis zur Erschöpfung, nervenaufreibenden Alltagssituationen mit Kleinkindern etc etc.
        ABER: es lohnt sich trotz allem, denn es ist etwas vom Schönsten was man erleben kann!

    • britta sagt:

      die letzte zeile finde ich jetzt ziemlich unnötig.

  • Daniela sagt:

    Würde Michèle Binswangers Name oben stehen, dann hätte alle brav geantwortet und mit diskutiert. Aber nein, kaum handelt es sich um eine Carte blanche von einer „von uns“, dann wird mit arroganten Kommentaren geantwortet. Warum ist das so?

    Weil man sich ärgert, weil man es selber immer noch nicht hingekriegt hat, selber einen Beitrag zu schreiben? Weil man denkt, dass nur mit einer journalistischen Ausbildung ein ansprechender Text erstellt werden kann?

    Die Diskussionen im Mamablog werden zu mindestens 50% von Männern geführt, warum ist noch nie ein Carte Blanche Beitrag von einem Mann erstellt worden? (Ausser die Beiträge von Mitautoren und Politikern und Männerhaus Leiter) Werden die Beiträge etwa von den bösen Frauen zensuriert? 😉

    Als Nichtmama finde ich den Artikel interessant und die abschätzenden Kommentare überflüssig.

    • heidi reiff sagt:

      So wie ich informiert bin gibts einen Papablog, ich schätze Menschen, die sich entschieden haben, keine Kinder auf die Welt zu stellen, können wir Menschen gesellschaftlich nur landen, wenn wir Familie vorweisen können, als erwachsene Menschen haben wir doch das Recht, unsere eigenen Entscheidungen zu treffen – Wachset und vermehret euch – ein blöder Bibelspruch – verstunken und verlogen .

    • Eremit sagt:

      „warum ist noch nie ein Carte Blanche Beitrag von einem Mann erstellt worden?“
      Weil Mann von heute nicht mit einem Ruf wie Rene Kuhn enden will? Und ist Marcel Zufferey eine Frau?

  • mira sagt:

    Und überhaupt: In der Schwangerschaft bekommt man Dehnungsstreifen, hat mit Wassereinlagerungen, Krampfadern, Verdauungsstörungen und Kreislaufproblemen zu kämpfen und muss mit Hormonschwankungen klar kommen. Nach der Geburt wird schlafen offenbar zum Luxus, vom Stillen gibt es hängende Brüste, Windeln wechseln kostet Nerven und Geld. Von den Mühen der Erziehung ganz zu schweigen.

    Wer im Büro arbeitet, hat eine schlechte Haltung, kriegt Rückenprobleme, die Augen verschlechtern sich rapide durch das viele Bildschirm-Starren, die mangelnde Bewegung macht dick und unbeweglich. Von dem Bockgehabe und dem Zickenkrieg ganz zu schweigen…

    Nur weil es ein paar Frauen in der Schwangerschaft und als Mutter so geht, heisst das nicht, dass es Ihnen auch so gehen muss. Für das Aussehen/den Körper/das Wohlbefinden kann man etwas tun, auch schwanger oder mit Kindern. Man muss sich nicht gehen lassen. Es liegt an Ihnen! So wie es selbstverständlich ist, dass man die Probleme im Büro angeht, so kann man das auch als (werdende) Mutter tun. Eigentlich sollte auch das selbstverständlich sein…

    • bitta sagt:

      interessant, die Autorin erwähnt 3 Folgen des Mutterseins, nur eine davon ist eine körperliche, und Sie halten einen Vortrag, wie man sich schön und fit hält – und so leid es mir tut, aber hängende Brüste lassen sich nicht einfach wegdiäten oder wegspörteln.
      Wieso muss eine Mutter überhaupt so aussehen wie vorher?
      Ich nehme an, Sie haben keine Kinder, denn es geht nicht nur „ein paar Frauen“ so, sondern den meisten – Schlaflosigkeit, Dehnungsstreifen, Hüften, die nicht mehr zusammen wollen, dagegen kann man nix tun. Genausowenig wie gegen die Schwangerschaftsbeschwerden, wenn sie genetisch bedingt (wie Wassereinlagerungen) auftauchen, dann sind sie da.

      • mira sagt:

        Ich muss Sie enttäuschen, ich habe ein Kind. Und sehr viele Frauen aus meinem Kollegenkreis ebenfalls (oder auch mehrere). Und so leid es mir tut, man sieht einfach, wer „was“ für sich macht, und wer „nur“ noch für die Kinder da ist. Natürlich muss man nicht genau gleich aussehen, wie vor der Schwangerschaft, aber man muss sich auch nicht einfach aufgeben.

        Zu den anderen Faktoren: Auch hier gilt, dass es so sein KANN, aber nicht muss. Wer sich von Anfang an auf das Negative einschwört, der kann sicher sein, dass es auch eintrifft. Und das finde ich einfach nur schade, weil es den Blick für all die schönen Seiten (die meines Erachtens sehr stark überwiegen) versperrt.

  • Leonardo sagt:

    Ich stimme Hermann völlig zu. Viele Leser und Leserinnen scheinen darüber hinaus unzufrieden zu sein, wenn sich das Thema mal nicht als Ausgangspunkt für Grabenkämpfe und Schlammschlachten in der Genderthematik eignet.

    Nicht informiert zu sein ist sicher kein Ansatz. Natürlich nimmt man die Informationen idealerweise mit etwas Gelassenheit. Aber so sind die Menschen verschieden: Ich kenne Leute, die nach der Lektüre eines Symptome-Buchs überzeugt waren, dass sie die hälfte aller Krankheiten in dem Buch haben. Andere laufen Wochenlang mit irgendeiner Blutung oder einer Entzündung herum „ist doch nicht so schlimm“ bis nur noch der Chirurg helfen kann.

    Heute wissen wir einfach auch viel mehr über die Gefahren und schädlichen Einflüsse. Das hat – unter anderem – zu einer massiv gestiegenen Lebenserwartung geführt. Vor einigen hundert Jahren hätten sich die Menschen über unsere heutige „Hygiene“ schwer gewundert. Und damit meine ich Dinge wie „Fäkalien nicht einfach vor die Tür schmeissen“, „Hände waschen vor einem ärztlichen Eingriff“ oder „saubere Genitalien vor dem Liebesspiel“ usw. Baden galt lange als „Krankmachend“.

    Man kann nicht einfach sagen: „Seien Sie locker, rauchen Sie nicht, trinken Sie nicht – dann wird alles gut“. Warum gehört das zum gesunden Menschenverstand? Das sind Erkenntnisse wie andere auch.

    Die Erkenntnisse werden einfach immer mehr, komplexer und teilweise auch widersprüchlich. Das liegt aber auch an der wachsenden Komplexität der Welt. Elektromagnetische Strahlung, Umweltgifte, tausende vom Chemikalien und das bessere Verständnis für die Prozesse bei Schwangerschaft und Kleinkindphase.

    Wenn es heisst grosser Lärm sei schlecht fürs Kind – ignorieren?
    Wenn es heisst rohes Fleisch ist gefährlich – ignorieren?
    Wenn es heisst Folsäuremangel kann zum offenen Rücken führen – ignorieren?

    Wer entscheidet was unwichtig ist? Das muss doch jeder für sich. Was aber nur informierte Menschen überhaupt können. Natürlich gibt es starke Raucher, die 100 Jahre alt werden – aber will man sich auf das berufen?

    Schön wenn Ihre Schwangerschaft trotz Arbeit auf dem Bau bis zur letzten Minute, 20 Zigaretten pro Tag, regelmässigen Alkoholexzessen, Informationsverweigerung, rohen Eiern, rohem Fleisch und anderen „Sünden“ trotzdem perfekt verlaufen ist. Aber das ist nicht die Regel. Die Chance auf ein gesundes Kind wäre bei diesem Lebenswandel minimal.

    Da setze ich also lieber auf eine Frau, die sich einem wachsweichen Ei verweigert oder sich etwas zu viele Gedanken über mögliche Körperliche Auswirkungen.

  • Dani sagt:

    Vor der Geburt macht man sich alle möglichen Sorgen. Bis einem jemand gutgemeint den Ratschlag gibt: „Lass es, denk nicht drüber nach, Du kannst es Dir sowieso nicht vorstellen.“ – Und: „Dein Leben ändert sich von Grund auf. Aber es hat noch keiner zurück wollen.“

    Also haben wir das Ereignis auf uns zukommen lassen. Ja, Schlaf wird (für eine Weile) zum Luxus. Ja, es kostet Nerven – jeder kommt wohl früher oder später an seine Grenzen. Nein, von meinen früheren Hobbies ist nur das Allerwichtigste übriggeblieben, und auch das nur dank der Grosszügigkeit meiner Frau. Freizeit ist ein knappes Gut geworden.

    Aber was wir bekommen haben, ist unbeschreiblich. Auf einen Schlag war das jahrelange morgendliche „warum mach ich das eigentlich?“ vor der Bürotür einfach weg. Und wenn unsere Dreieinhalbjährige Lisa fröhlich mit uns tobt oder die kleine viermonatige Désirée plötzlich lächelt, ist es das reine, pure Glück.

    Nein, ich würde niemals zurück wollen. Ich bin froh und dankbar, dass unser Leben so geworden ist, wie es ist.

  • Dominique sagt:

    Mir gefällt dieser Beitrag, weil es mir als Mutter von bereits geborenen Kindern auch immer wieder so geht und ich mich frage, weshalb ich das wohl unbedingt so gewollt habe? Reines Unwissen wage ich mal zu behaupten 😉 Aber wenn man all die durchwachten Nächte, endlose Putzereien und nicht endend wollende Streichtschlichtereien mal ausblendet, ist es die grenzenlose Liebe, die so bedingungslos ist, dass es einem einfach umhaut.

    Aber die Frage schlussendlich bleibt schon „weshalb will man ein Kind?“ Oder weshalb wollte ich damals eins? Was waren meine Träume, Hoffnungen und Vorstellungen? Spannend auch, diese Frage mit seinen Freundinnen zu erörtern. Geht aber nur, wenn man nicht unter Generalgedacht gerät, seine Kinder gleich zu Adoption freigeben zu wollen.

    • Rahel sagt:

      Ich finde, allein schon für die Liebe, die von den Kindern zu mir zurückkommt, ist es das alles wert! Oder wollten Sie das mit „grenzenloser Liebe“ ausdrücken?

    • Teilzeitpapi sagt:

      Reines Unwissen wage ich mal zu behaupten

      Wenn die Eltern wüssten, was in den ersten Jahren so auf sie zukommt, dann würden wohl viele kinderlos bleiben. Oder sich erst die Zusage der potentiellen Grosseltern holen, dass sie mithelfen.

      Natürlich sind Kinder süss und lieben ihre Eltern bedingungslos. Aber es kann schon Zeiten geben, wo die Erschöpfung überwiegt, sich die Erschöpfungsdepression einschleicht, usw. In denen man nicht die vorhandenen Kinder, aber sich für Kinder entschieden zu haben im OECD-Schlusslicht in Sachen Kinderbetreuung als Fehler sieht. Zeiten, in denen man nachzuvollziehen lernt, warum andere in ihrer Überforderung ihre Kinder totschütteln, auch wenn man es nie gutheissen oder selbst tun wollen würde.

      • lara sagt:

        danke. ich kann das nur unterschreiben.

        warum kann und darf das nur ein mann laut sagen? wann immer ich sowas sagen, werde ich fast gepfählt und drei geteilt.

      • Dominique sagt:

        ganz genau. Und manchmal kann ich mir sogar vorstellen, dass ich sogar ohne Kinder glücklich wäre… jaja… und nun kann man mich pfählen und drei teilen 😉

      • Teilzeitpapi sagt:

        Was denn genau? In welchem Indianerland leben Sie denn, lara?

      • Rahel sagt:

        Auch ich stimme dem zu! Sicher habe auch ich Situationen erlebt, wo ich nervlich am Ende war ( und das gibt es auch jetzt wo sie grösser sind noch ab und zu ): Aber wenn ich so eine „dunkle Zeit“ hinter mir habe, so kann ich rückblickend doch immer sagen: und es wars doch wert!

      • gugus sagt:

        „Wenn die Eltern wüssten, was in den ersten Jahren so auf sie zukommt, dann würden wohl viele kinderlos bleiben. Oder sich erst die Zusage der potentiellen Grosseltern holen, dass sie mithelfen.“
        viele eltern wissen, nämlich all jene, die schon eines haben und trotzdem noch eines möchten. das widerspricht ihrer aussage.

      • Dominique sagt:

        Tja Teilzeitpapi „Indianerland“ ist manchmal näher als wir glauben. Als ich mal von wochenlangem Schlafentzug (in andern Ländern als Folter praktiziert) nervlich völlig am Ende war und mich erdreistete meinem Partner zu sagen, dass ich das Kind des nächtens am liebsten an die Wand geknallt hätte, ernete ich einen eisigen Blick und mir wurde unmissverständlich mitgeteilt, ich hätte in Zukunft solche Äusserungen zu unterlassen. Hier fängt’s doch an. Es ging darum, mein Elend teilen und mitteilen zu können und mein Partner kannte mich gut genug, um zu wissen, dass ich mir real eher eine Hand abgehackt hätte, als das zu tun. Aber ich wollte es verdammt nochmal einfach sagen dürfen, dafür gibt’s ja schliesslich den Konkjunktiv – oder…?!

        Ja Rahel, es war es mir auch „wert“ – aber ehrlich – ich weiss ja gar nicht mehr wie es ohne die Kinderlein wäre…. 😉

      • lara sagt:

        mir ging es wie dominique.

        ich wünsche meinen kindern nur das beste und würde ihnen niemals etwas zu leide tun. es wäre aber schön wenn man gegenüber der eigenen mutter, freundin usw. mal ehrlich sein könnte ohne danach mit vorwürfen eingedeckt zu werden.

      • Rahel sagt:

        @ Dominique

        Ich auch nicht, und ich möchte es auch gar nicht mehr wissen!

      • Teilzeitpapi sagt:

        lara, 21. Januar 2011 um 14:41

        es wäre aber schön wenn man gegenüber der eigenen mutter, freundin usw. mal ehrlich sein könnte ohne danach mit vorwürfen eingedeckt zu werden.

        Denken diese Leute, dass Sie das wirklich umsetzen würden? Ich vermute nicht. Eher, dass es sie an eigene Überforderungsmomente erinnert und sie nicht daran erinnert werden wollen. Oder sie möchten es nicht hören, weil es ja nicht nur Dampfablassen sein könnte, sondern auch ein Hilferuf. Durch den sich soziale und nahestehende Mitmenschen moralisch verpflichtet fühlen könnten zu helfen (was sie aber vielleicht nicht wollen).

      • lara sagt:

        @teilzeitpapi

        einerseits ihre genannten gründe, anderseits denke ich, dass viele mütter schon nur die kleinste demontage des grandios aufgeblähten (und fiktivem) bild der frau und mutter als stete fürsorgliche, geduldige, sanfte wesen als angriff auf ihre eigene person wahrnehmen.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Stimmt, lara. Da dachte ich wahrscheinlich nicht daran, weil ich dieses Bild nicht (mehr) habe.

        Ehrlich gesagt werde ich misstrauisch bei Eltern, bei denen angeblich alles rund läuft. Kann schon sein, dass sie Glück haben mit ihrem Kind und Umfeld. Kann aber auch sein, dass sie meinen, eine Fassade aufrecht erhalten zu müssen, die Leistung Kindererziehung in der Leistungsgesellschaft perfekt erbringen zu müssen. Da muss ich immer an den Onkel in meiner Kindheit denken, der immer nur lustig war. Fassade. Eines Tages brachte er sich um.

      • Patrick sagt:

        Dominique, also einen eisigen Blick zu ernten, wenn man von eigenen Gefühlen erzählt ist brutal. Und wer nicht einmal darüber reden darf („unterlass das in Zukunft“, kälter geht’s kaum), bekommt Probleme.

        Nein, Dein Typ ist ein Arsch. Sorry, dass ich das so sage.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Nein, Dein Typ ist ein Arsch. Sorry, dass ich das so sage.

        Kann sein, muss nicht. Ich wäre vorsichtig mit so einem schnellen Urteil bei nur einer gehörten Seite. Wir wissen nicht, warum er so reagierte (und wie es weiterging). Konnte er Gefühle nicht zulassen, weil dies sein Umgang mit Überforderung war (Gefühle ausschalten, um selbst nicht überfordert zu werden)? Keine Ahnung. Ich denke nur, dass es viele Möglichkeiten gibt und nicht alle müssen verurteilungswürdig sein. Ohne ihn in Schutz nehmen zu wollen: Perfekte Väter und Ehemänner gibt es genauso selten wie perfekte Mütter. Die meisten sind am Lernen und sich am Entwickeln und sollten eine Chance haben, ihren Standpunkt darzulegen, bevor sie verurteilt werden.

      • Patrick sagt:

        Du hast Recht, absolut Recht.

        Mir hat es halt einfach abgelöscht, als ich Dominique so hörte.

    • Teilzeitpapi sagt:

      @ gugus, 21. Januar 2011 um 14:28

      viele eltern wissen, nämlich all jene, die schon eines haben und trotzdem noch eines möchten. das widerspricht ihrer aussage.

      Scharfe Schlussfolgerung. Vielleicht war das erste Kind pflegeleicht (= schlief bald durch)? Kenne eine Familie, deren ersten beiden waren so, nun erfahren sie erst beim dritten, was es heisst, längere Zeit Schlafstörungen ertragen zu müssen. Zweitens wissen die Kinder mit einem Kind nicht, dass die Belastung bei zwei nicht mal zwei, sondern hoch zwei ist. Und haben oft das zweite, wenn’s mit dem ersten schon wieder etwas leichter wird. Womit wir bei Punkt 3 wären: Menschen vergessen schnell… Ich kann mich schon nicht mehr erinnern, wie es war, zwei Kinder zu wickeln (und das war vor höchstens einem halben Jahr). Das negative wird rasch verdrängt/vergessen/schöngefärbt, v.a. wenn es unvermeidbar ist (-> Dissonanztheorie). Siehe all die ehemaligen Soldaten, die rückblickend fast vom Militär schwärmen, aber während sie drin waren klang es anders. Oder bei Ferien, in denen einiges schiefging. Letztes Argument: Hoffnung darauf, dass es langfristig gesehen mit 2 Kindern einfacher ist als mit einem, da Spielkamerad in der Familie.

      @ Dominique, 21. Januar 2011 um 14:30

      (in andern Ländern als Folter praktiziert

      Billig und hinterlässt keine sichtbaren Spuren. Für diese Opfer entwickeln ja die meisten Eltern auch viel Verständnis und Mitgefühl…

      ernete ich einen eisigen Blick

      Er hat wohl nie Nachtschichten übernommen? Letzthin sah ich morgens auf die Uhr, es war 7.30 Uhr. Gefühlt 3.00 Uhr.

      Aber ich wollte es verdammt nochmal einfach sagen dürfen, dafür gibt’s ja schliesslich den Konkjunktiv – oder…?!

      Vielleicht wollte er es nicht hören, da er ja sonst etwas hätte tun müssen (Nachtschichten übernehmen…). Oder es hat ihn überfordert, weil er nicht wusste wie helfen (Männer wollen ja immer was tun, nicht nur zuhören), vielleicht im Wissen, dass er solche Nachtschichten nicht aushalten kann (oder Job wichtig, etc.).

      es war es mir auch “wert”

      Ich könnte gut darauf verzichten. 😉 Aber ich weiss schon, wie Ihr’s meint. Irgendwie übersteht man’s, hoffentlich ohne Erschöpfungsdepression, und vergisst es wieder (da im Gegensatz zu Folteropfern kein Trauma).

      • gugus sagt:

        „Vielleicht war das erste Kind pflegeleicht (= schlief bald durch)?“
        okay, dann hat man wirklich pech gehabt. aber ich kenne zahlreiche (mich inklusive), bei denen es nicht so war. trotzdem überwog das schöne und viele haben sich für ein zweites entschieden.

        „Zweitens wissen die Kinder mit einem Kind nicht, dass die Belastung bei zwei nicht mal zwei, sondern hoch zwei ist. Und haben oft das zweite, wenn’s mit dem ersten schon wieder etwas leichter wird.“
        da gehen die meinungen aber stark auseinander. viele sagen auch, dass es eben nicht 2 mal so viel zu tun gibt, sondern höchstens anderthalb mal, weil man schon auf kind eingestellt ist. ich hab bisher nur eines und kann noch nicht wirklich mitreden.

        „Menschen vergessen schnell… Ich kann mich schon nicht mehr erinnern, wie es war, zwei Kinder zu wickeln (und das war vor höchstens einem halben Jahr). Das negative wird rasch verdrängt/vergessen/schöngefärbt, v.a. wenn es unvermeidbar ist“
        ich hatte eine schrecklich anstrendende babyzeit mit meinem sohn. ich habe nicht vergessen, dass ich zweieinhalb jahre nicht durchgeschalfen habe, dass ich oft total am anschlag war. aber ich habe auch die vielen schönen momente nicht vergessen.

        „Hoffnung darauf, dass es langfristig gesehen mit 2 Kindern einfacher ist als mit einem, da Spielkamerad in der Familie.“
        also die hoffnung dürfen sie mir jetzt bittebittebitte nicht nehmen. nicht jetzt! (ich erwarte zwillinge… *schluck*)

      • Sandra Chen sagt:

        Wieso Kinder? Wieso keine?

        Als kinderlose 37 jährige fällt mir immer öfter auf wie unglücklich meine Freundinnen im gleichen Alter mit (Klein-)Kindern /Babies sind. Die meisten haben studiert und haben nach 35 das erste Kind bekommen. Wäre wohl gescheiter gewesen,w wenn wir alle als 15 jährige schon geworfen hätten, dann hätten wir – wenn das Kind in die Schule kommt – gemütlich in die Uni gehen können. Wenn ich deren Erfahrungen miterlebe, zweifle ich, dass ich auch noch Kinder haben sollte, nur damit ich das dann auch noch abgehakt habe im Lebensplan. Ich liebe Kinder und hüte die ganze Zeit Kinder von Nachbarn, Freundinnen und Verwandten, aber selbst bin ich mir sicher, dass all das Negative, das neben dem unbestreitbar Positiven, das mit einem Kind kommt, mich in eine tiefe Lebenskrise stürzen würde. Ich glaube nicht, dass mich das Strampeln von einem Baby im Bauch oder das zahnlose Lachen eines 2-jährigen über alle anderen Probleme, die ich mir mit einem Kind aufhalsen würde, hinwegtrösten würde, obwohl es ein grandioses Gefühl ist und die Endorphine nur so sprudeln. It’s all basic chemistry, baby.

        Ich war früher – bevor ich studiert und mir meinen beruflichen Platz erarbeitet habe – Nanny und habe mit Kindern in allen Altersstufen gearbeitet. Ich kenne den Rotz, die ständigen Krankheiten, die Wut eines 3-jährigen, die Schlauheit eines 7-jährigen, wo man sich wundert, woher der das schon wieder weiss. Und obwohl ich Kinder liebe, habe ich selbst keine. Ich habe aber genug Mütterfrust, Kinderfrust und Väterfrust erlebt, um bei der Kinderfrage immer skeptischer zu werden. Ich kann jede Mutter und jeden Vater verstehen, der seine Kinder ab und zu am liebsten im Rhein versenken würde. Das gehört halt dazu.

        Ich erkenne die meisten meiner 35+ Freundinnen gar nicht mehr nach der Geburt ihrer Kinder. Sie sind so unglücklich nach dem 1. Kind, so als ob sie ihre ganze Lebenslust verloren hätten. Diese kehrt – nach freimütigen Aussagen vieler meiner älteren Bekannten um die 70 – erst wieder zurück, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Und wegen der heutigen Bildungssituation kriegt man Kinder heute erst mit 25-30 aus dem Haus (ich erwarte, dass meine Kids auch studieren und möglicherweise auch promovieren würden), was für mich schon ein totaler Alptraum wäre. Ich habe nur eine Freundin, die mehr als 1 Kind hat, aber auch die hadert total mit der Situation (obwohl sie viel familiäre Unterstützung hat, die ich nicht hätte). Wegen dem Arbeitsmarkt ist es auch total unwahrscheinlich, dass meine Kinder später am gleichen Ort leben würden wie ich. Also soll ich für Leute, die wenn ich alt bin, keine Zeit für mich haben und sowieso möglicherweise in einem anderen Land leben, mein eigenes Leben aufgeben? Soll ich meine Altersvorsorge aufgeben, Armut wählen, damit ich jemanden, der weder Zeit noch Geld haben wird und auch keinen Bock hat, mich zu pflegen, auf die Welt stelle?

        Ich habe mit alten Leuten im Altersheim gearbeitet und viele dieser Leute haben überhaupt kein Interesse an ihren Kindern und ertragen deren Zwangsbesuche nur mit Mühe. Da machen sich zwei Leute, die sich nichts mehr zu sagen haben, gegenseitig Pflichtbesuche, da die Gesellschaft das von ihnen erwartet. Ich bin ein sehr sozialer Mensch und meine Freunde bedeuteten mir schon immer viel mehr als Familie, die eh seit Generationen über den ganzen Globus verstreut lebt und ich mache auch schnell Freunde, von denen manche dann dauerhaft sind (ich bin 37 und meine längste Freundin habe ich jetzt seit 34 Jahren!). Ich muss als Kinderlose halt die Selbstveranwortung auf mich nehmen, im Alter und in Krankheit nicht zu vereinsamen und kann das nicht meinen bösen Kindern, die nie Zeit haben, in die Schuhe schieben. Nichts ist so erbärmlich, wie alte Leute im Altersheim, die NIE von ihren Kindern besucht werden. Im Gegensatz zu diesen sind die Kinderlosen viel fröhlicher, da sie wissen, dass sie es mit den Leuten vor Ort lustig haben müssen und nicht jeden Tag warten müssen.

        Ich kümmere mich um 30 Kinder in einem Kinderheim in Indien, die ich gross werden sehe. Die werden Ärzte, obwohl sie zwischen Müll geboren wurden. Somit habe ich meinen Generationenvertrag erfüllt und die Kids haben mehr von mir, als wenn ich nur 1-2 von ihnen adoptieren würde.

        Aber item, ich propagiere die allgemeine Schwangerschaft mit 15, dann sind die Kinder in der Schule wenn man 22 ist. Wenn die Kinder 20 sind, ist man selbst 35 und startet im Beruf so gut durch, dass man denen auch die Uni zahlen kann. Mit 45 kann man die Kinder noch beim Doktorat unterstützen (die dann 30 sind). Wenn man mit 50 dann vom Betrieb rausgeschmissen wird, weil man zu alt ist, sind die Kinder schon 35, verdienen selbst gut und können sich um sich selbst und ihre 20 jährigen Kinder im Studium kümmern.

  • Hermann sagt:

    Die Oberflaechlichkeit dieser Antworten ist erstaunlich. Frau Kopps Fragen damit abzutun, sie seien der unnatuerlichen Angst einer aelteren Mutter zuzuschreiben, ist Unsinn und Diskrimination. Auch der Ratschlag, sich wie eine Junge zu benehmen und sich nicht zu informieren gehoert dazu. Frauen um und ueber 40 haben nun mal KInder und sie sind oft besser informiert als Juengere. Sich Gefahren bewusst zu sein und sie zu diskutieren zeigt Mut, nicht gleich Neurose. Und dikriminierende Aeusserungen wie Herr Brechbuehls Geschwafel ueber Juengere ohne Jammergeschichtlein ueberliest man am besten, will man Brechreize vermeiden. Meine Frau hat mit 39 unseren Juengsten bekommen. Wir diskutierten alle potentiellen Gefahren kompetent. Uns nicht zu informieren kam uns nicht in den Sinn. Angst hatten wir nie, Fragen schon. Wir stellten zB fest, dass Hochleistungs Ultraschall Geraete den Foetus lokal erwaermen, besonders wenn stark fokussiert wird, und dass es dazu kaum gesetzliche Hoechstwerte gibt. Sicher wird Herr Brechbuehls junge Frau den Kopf in den Sand stecken und ein ganzes Album von hochaufloesenden Ultraschallaufnahmen machen, ist ja soo herzig…..

  • Papi2be sagt:

    Schon erstaunlich mit was wir uns heutzutage alles herumschlagen müssen. Ich wundere mich immer wieder, wie es meine Mutter 1972 geschafft hat, mich gesund auf die Welt zu bringen und wie ich meine Kindheit einigermassen unbeschadet überlebt habe (ohne Helm!).
    Ich freue mich trotzdem auf unser Kind und hoffe, dass ich allen guten Ratschlägen und Besserwissern (und der Mütterpolizei) widerstehen kann… 😉

    • Auguste sagt:

      hmm…, wetten, dass sie einen kinder-velo- und einen kinder-skihelm kaufen werden in den nächsten fünf jahren?

  • mostindianer sagt:

    tipp:
    amerikanische studien, fachzeitschriften, meinungen „der gesellschaft“, blogs und foren zum thema schwangerschaft usw.meiden bzw. ignorieren, stattdessen auf den eigenen körper hören und den gesunden menschenverstand walten lassen. dann kommt’s grundsätzlich gut.

    (und wenn ich sage „grundsätzlich“, widerspreche ich meiner eigenen aussage, denn schwangerschaften bestehen immer aus natürlichen risiken, statistiken und wahrscheinlichkeiten… irgendwie lustig dieses paradoxon)

    • heidi reiff sagt:

      Sehe ich auch so, der Körper lügt nicht.

      noch ein Tipp: Marterpfähle abschaffen

      • Auguste sagt:

        hmm…, mit diesem tipp kommen sie leider etwas zu spät heidi reiff – in den meisten indianergebieten liess man die pfähle stehen, und schaffte die indianer ab.

      • fufi sagt:

        Ist vielleicht eine etwas themenfremde Sache, aber dennoch:

        Habe vor Jahrzehnten mal in einem PC-Heft gelesen:
        „Kaufen sie sie das beste (und teuerste) was sie sich zurzeit lesten können.
        Und dann kaufen/lesen sie während mindestens 2 Jahren KEIN PC-Heftli mehr.“

        Jaja, weiss schon, dass da gewisse Unterschiedlichkeiten sind, aber sozusagen:
        Was ich nicht weiss, macht mich nicht närrisch!
        Und was da so an medialen Katastrophenmeldungen veröffentlicht wird, hat ja meist eine
        wissenschaftliche Halbwertszeit von etwa 1 Woche.
        Wenn’s nämlich anders wäre, würden heute ja eh keine gesunden Kinder mehr zur Welt kommen … !
        😀

      • Patrick sagt:

        Ja, Auguste, so ist es genau… howgh.

  • sepp z. sagt:

    Frau Sandra Kopp, wir sind dran, all diese Probleme zu lösen.
    Verbot von fettigem Essen an den Schulen.
    Verbot von Off-roadern.
    Verbot von Waffen zuhause.
    Kurse und Tests für Autofahrer, für werdende Eltern.
    Rauchverbote.
    Minarettverbote.
    ADHS-Knaben werden mit Medis gesellschaftskonform gemacht.
    etc….
    entspannen Sie sich.
    und gönnen Sie sich eine Schönheits-OP für die Brüste.
    Weil Sie es sich wert sind.

  • Chris M. sagt:

    Man kann sich schon verrückt machen lassen…..

    oder man kann’s nüchtern betrachten und Risiken und Scheinrisiken unterscheiden.

    Klar gibt’s für das werdende Kind und die schwangere Frau Gesundheitsrisiken. Aber wer sonst schon einigermassen gesund lebt (man muss es nicht übertreiben und Gesundheitsfanatiker sein), muss nicht viel ändern – und für die andern wäre eine Änderung vermutlich auch kein Schaden.

    Hängende Brüste, mein Gott, was soll das. Ich liebe die (leicht) hängenden Brüste meiner Frau, denn sie haben unsere zwei Söhne genährt! und das ist ein sehr wichtiger Teil unserer Gemeinschaft, den ich nicht missen möchte. Meine Frau hat diesen „Preis“ dafür bezahlt und dafür bin ich ihr dankbar.
    Wer die Zukunft einer Beziehung von der Fassade (oberflächliche „Schönheit“) abhängig macht, ist zum Scheitern prädestiniert, den mit der Zeit beginnt jede Fassade zu bröckeln. Mit Anstand altern kann man nur von innen.

  • Teilzeitpapi sagt:

    Und überhaupt: In der Schwangerschaft bekommt man Dehnungsstreifen, hat mit Wassereinlagerungen, Krampfadern, Verdauungsstörungen und Kreislaufproblemen zu kämpfen und muss mit Hormonschwankungen klar kommen. Nach der Geburt wird schlafen offenbar zum Luxus, vom Stillen gibt es hängende Brüste, Windeln wechseln kostet Nerven und Geld.

    Interessant, der Beitrag scheint so langweilig zu sein, dass es danach vor allem um Schwangerschaftsstreifen geht. Oder es ist ein wunder Punkt.

    Die Fragen sind doch viel mehr, ob man sich noch liebt, so wie man ist, auch nach natürlichen Prozessen wie gebären. Ob man sich verabschieden kann vom Jugendkult. Ob man sich verabschieden kann von der Multioptionsgesellschaft nach der gewählten Langzeitoption Kind.

    Je älter ich werde, umso mehr öden mich diese ganzen Gemeinschafts- und Statusspielchen an. Sind wir wirklich dazu da?

    • lara sagt:

      die meisten frauen können sich erst mit mitte zwanzig mit ihrem körper aussöhnen. da bleibt meist nur eine kurze dauer in welcher frau sich wohl fühlt in ihrer haut. nach der geburt beginnt dieser schmerzliche aussöhnungsprozess von neuem. gleichzeitig wird von der gesellschaft aber erwartet, dass man just in diesem moment (schlaflos, übermüdet, kraftlos, trieffenden schmerzhaften brüsten, dammrissen, inkontinenz usw.) am glücklichsten sein sollte.

      ja, ich war überglücklich ab der geburt meiner söhne. mit den konsequenzen daraus aber gar nicht.

      es dauert aber (und einiges braucht zeit zum heilen) eine weile bis man sich an den neuen veränderten körper gewöhnt hat.

  • Dolores sagt:

    Puah wenn Mann oder Frau jetzt schon so panisch ist sollte man sich ein Hündchen kaufen. Kann man bequem in die Handtasche nehmen. Wie schon einer sagte Wohlstandkaka. Schön das man noch Zeit hat um sich solche Sorgen zu machen. Lesen sie vor dem nächsten Flugurlaub alle Horrormeldungen und Unfälle die es schon mit Flugzeugen gegeben hat. Wetten das sie nicht fliegen. Dann machen sie das selbe mit Schiffsunglücken und Autounfällen. Wenn sie das ausgiebig genug getan haben sind sie reif sich selbst in die Klappsmühle einzuliefern. Schönen Tag noch.

    • heidi reiff sagt:

      Es gibt ja meist Lösungen, ich bin froh war ich noch nie in einer Klappsmühle, manchmal auf Besuch aus privaten Gründen, kenne Menschen mit Klappsmühleerfahrungen, früher wurden Menschen in der Psychi an Betten angebunden, wenn sie sich weigerten, die Beruhigungsspritze dankbar entgegen zu nehmen, heute werden Kinder mit Ritalin ruhig gestellt. Ich jette nicht in der Welt herum, hab Flugerfahrungen so ferienhalber im Europaraum. Eine 100% tige Sicherheit gibt es nicht. Ich fühl mich einfach besser auf einem Schiff, hoffe ich kann meine Islandreise per Schiff noch verwirklichen bevor der Sensemann vor der Tür steht. Vorsicht ist nach wie vor die Mutter der Porzellankiste, damit mach ich gute Erfahrungen.

  • Auguste sagt:

    hmm…, jaja, diese tritte gegen die bauchdecke. ich weiss nicht, was der mutter meiner kinder jeweils durch den kopf ging, aber bei besonders kräftigen kicks sah ich vor meinem geistigen auge das camp nou in barcelona von den sitzen aufspringen und in blau-roter glückseligkeit schwelgen…

  • tiger sagt:

    schwächster blogbeitrag seit wochen. gähn. ach ja, ich bin auch mama über 30. ohne streifen. ex-raucherin. gähn-gähn.

    • Rena sagt:

      Dem stimme ich absolut zu!

    • fufi sagt:

      naja, gewisse Kommentatoren scheinen ja keine Mühe zu haben, sich dem Niveau (ist im Fall keine Handkrem!) anzupassen.
      🙁
      Sandra scheint schwanger zu sein. Sie scheint sich als werdende Mutter so ihre Gedanken zu machen.
      Das tun hoffentlich viele andere Schwangere auch, und umso hoffentlicher auch deren mitschwangere (*grins*) Partner!

      Aber ehrlich: Wieso soll der Blogbeitrag „schlecht“ sein?
      „Unintellektuell“?- „unaktuell“? – „schon gehabt“? – totalo normalo also?
      Kann sein, meinetwegen!
      Aber es ist ja genau der „Normalfall“, der am häufigsten geschieht! Und insofern hat Sandra zumindest das Recht der Statistik eindeutig auf ihrer Seite!
      Wünsche ihr, dem Kind und allen anderen Involvierten herzlich viel Glück und alles Gute!
      😀

    • Auguste sagt:

      hmm…, so schlecht wie sie ihn empfinden, ist dieser blog wirklich nicht. schwangerschaft ist möglicherweise die diffuseste zeitspanne im leben einer frau. es läuft im innern ein prozess ab, auf den man einerseits kaum einfluss hat, der aber gleichzeitig fast unzähligen äusseren einflüssen ausgesetzt sein kann. darüber kann man schon ins grübeln kommen.

      die autorin hat uns ein bisschen an ihrem grübeln teilhaben lassen. interessante kommentare wären gewesen, worüber sich ihre geschlechtsgenossinnen während jener zeit den kopf zerbrochen haben. aber wie es das gähnen andeutet, wahrscheinlich waren sie nach einer langen woche auf der jagd einfach schon etwas müde – erholsames wochenende, tiger.

  • Christoph sagt:

    Und über meine Brüste fange ich schon gar nicht erst an.

  • Hans Mustermann sagt:

    Einfach weniger denken und sich mehr auf die schönen Dinge konzentrieren die ein Kidn mit sich bringt.
    Hab mal die Geschichte eines Indianerstammes gelesen wo die Frauen während der Schwangerschaft angehalten wurden nur die schönen Dinge zu tun und anzuschauen. So sollte bei ihnen sichergestellt werden das das Kind glücklich und gesund auf die Welt kommt. Finde ich einen guten Ansatz.. Gönnen sie sich mehr Streicheleinheiten und geniessen sie die intenive Zeit.

  • Jo Mooth sagt:

    Ich habs nicht getan. Logisch, weil ich ein Mann bin? Klar, einerseits. Anderseits wären mir ja aber gerade alle diese negativen Elemente einer Schwangerschaft erspart geblieben – meine Partnerin hätte sie für mich ertragen müssen. Ich sehe aber im Kinderhaben immer noch keine überwiegenden Vorteile, die mich motivieren könnten. Dabei mag ich Kinder, sogar die der andern. Wenn sie um Zug zwängeln, sind die Eltern schuld. Aber ich fühle mich wirklich sauwohl ohne eigene Kinder. Und ich habe seit über 20 Jahren dieselbe Partnerin, die sich gleich äussert, bislang hatte ich keinen Anlass, ihr nicht zu glauben. Wir mögen diese Freiheit, dieses Weniger an Verantwortung, das Kraft gibt, sich für die Umwelt als Ganzes einzusetzen, sei das nun im Beruf oder sonstwie.

    • Auguste sagt:

      hmm…, verdammt, jo mooth zeigt herz, die globetrotterin ist nicht ohne humor und sogar strasser ist irgendwie erträglich geworden – diese geballte ladung paradigmen-wechsel überfordert mich fast schon ein wenig. wenn mich jetzt auch noch andreas kiryacou für mein kleines „gott sei dank ist bald wochenende!“ stossgebet nicht verteufelt, dann könnte dieser traum ruhig noch eine weile anhalten.

  • m.d. sagt:

    Als Wissenschaftlerin (Embryologie) in genau dieser Situation, hab ich gar keine Angst, denn diese Studien werden unter ganz anderen Bedingungen durchgeführt, als die unter denen ich lebe. Zudem habe ich gelernt mit Statistik und Wahrscheinlichkeit umzugehen. Studiert habe ich genau die Unterschiede von Bio über konventionell zu genetischen Zucht – ganz ehrlich, es macht keinen Unterschied. Nur weil Bio draufsteht ist es nicht gesünder und überhaupt sollte eine Schwangere Suchtmittel vermeiden, aber ansonsten essen, was ihr schmeckt. Auf Süsses zu verzichten ist genauso unnötig, wie Kalorien zählen. Jeder Arzt weiss, die Dosis macht das Gift und solange ich nicht 4 Wochen von Schoggi lebe, geht’s dem Baby hervorragend. Genügend Schlaf ist viel wichtiger. Sowohl der eigene Körper, als auch das Baby melden sich schon, wenn ihnen was nicht passt. Ganz allgemein sollte man darauf vertrauen und sich keine Gedanken machen machen. Solange man sich wohl fühlt und nicht krank ist, ist in den meisten Fällen allen bestens.
    Erstaunt war ich wieviele Kurse es für Schwangere gibt, in denen es um das Körpergefühl und das bewusste Geniessen dieser Zeit geht. Verstehen kann ich das nicht. Schwangerschaft ist keine Krankheit und man braucht keine Therapie dafür oder dagegen. Ausser vielleicht man hatte schon immer ein gestörtes Verhältnis zu sich und seiner Umwelt. Und überhaupt kommt ein Kind ja nicht von heute auf morgen – man hat ja ganze 40 Wochen Zeit, sich an alles zu gewöhnen und kann sich in Ruhe vorbereiten. Grund für Stress sehe ich trotz Vollzeitarbeit nicht. Man macht doch auch so was einem Spass macht, geht wohin man will, isst was einem schmeckt etc. Warum sollte sich in der Schwangerschaft daran etwas ändern? Mit ein bisschen gesundem Menschenverstand kommt man allgemein recht gut durchs Leben in der westlichen Welt.
    Und die Gesellschaft – na ob man die ab kann, hat mit Babies nix zu tun, oder?
    Darum versteh ich den Artikel nicht so recht. Liegt es an der Tendenz aus allem und jedem Tag ein Happening zu machen?

    • Hans Mustermann sagt:

      Sicher haben sie zum Teil recht mit ihren Ausführungen. Auch bei BIO, Aber was eindeutig fest steht ist das bei BIO der Anbau naturverträglicher ist und besonders bei Tieren meist auch artgerechter abläuft. Dies rechtfertigt für mich den Mehrpreis allemal. Qualität besonders Lebensqualität hat nun mal seinen Preis. Selbst wenn das Endprodukt „nur“ Gleichwertig zu sein scheint ergibt sich insgesammt ein Mehrwert und den nenn ich mal einfach Nachhaltigkeit.
      Das ist dann auch ein Stück weit mehr Lebesqualität für unseren Nachwuchs..
      Das sich eine Frau, besonders wenn sie schon schwanger ist, viele Gedanken macht ist für mich nachvollziehbar und ich finde den Artikel durchaus legitim.

    • StefanB sagt:

      Bio draufsteht ist es nicht gesünder

      Das unterschreib ich gern und sofort. Vor 2500 Jahren war alles „Bio“, auch des Herrn Sokrates‘ Schierlingsbecher …

  • Jung schwanger werden, wann immer möglich vor 25, dann haben Sie solche Probleme nicht!

    Die Mütter sämtlicher meiner Schulkameraden waren jünger als 25. Und keine einzige hat je von derartigen Sorgen oder Problemen berichet.

    Schwangerschaftsstreifen? Das gibt es nur, wenn die Haut nicht mehr dehnbar genug ist. Das ist ein typisches Raucherproblem und ein Problem von Frauen über 30. Dito für Kreislaufprobleme und auch für Brüste, die sich nicht regenerieren.

    Gleiches gilt auch fur die Panikmachfraktion unter den „Wissenschaftern“ mit ihrem schiefen Verständnis von dieser Welt: Sie haben nur bei alten Schwangeren Erfolg. Junge Frauen lassen die Dinge einfach auf sich zukommen, so wie sie halt sind. Die lassen sich von solchem Wissenschafter-geschwätz nicht beirren.

    So halte ich mich halt daran und suche mir lieber eine Junge, kann mich um das wesentliche kümmern und muss mir dann keine solchen Jammergeschichtlein anhören!

    • Rahel sagt:

      Da muss ich doch bei gewissen Punkten widersprechen!
      Ich habe beide Kinder bevor ich 30 war bekommen und siehe da, auch ich habe diese wunderschönen Streifen, und das, trotz Cremli und Sälbeli!
      Kreislaufprobleme hatte ich Gott sei Dank bei beiden keine. Aber auch meine Brüste hängen, leider.

      Ach ja, übrigens: ich bin Nichtraucherin!

      • karin sagt:

        muss Jürg Brechbühl auch widersprechen. ich habe ähnliche streifen hinter den knien. die wurden durch das
        wachstum verursacht (da war ich 16). ich habe jedoch keine einzigen schwangerschaftsstreifen trotz drei schwangerschaften mit über 30 (eine davon mit 39).

        und auch keine panki und sorgen dabei gehabt. keine weweh-chen. nichts. ausser der übelkeit, die war natürlich mühsam.

        wieso sollte jemand, der unter 25 ist, sich weniger angst machen lassen als jemand, der älter ist? das leuchtet mir ganz und gar nicht ein.

      • Und vorher sind sie nach oben gestanden?

      • Rahel sagt:

        Sie waren schön fest und prall, wenn Sie’s so genau wissen wolllen 🙂

      • Rahel sagt:

        „wollen“, grummel…….Hab meine Rechtschreibung verloren, wer sie findet bekommt Finderlohn 🙂

      • fufi sagt:

        @Rahel

        Habe deine Rechtschreibung gefunden!
        Bitte den Finderlohn an mütterhilfe.ch zu spenden!
        😛

      • Rahel sagt:

        @ fufi

        Dahs nännst tu gevundähn? 🙂

      • fufi sagt:

        @Rahel

        Das Teil hat mich angegriffen!
        Hat mich zuerst von hinten in ****** getreten
        und dann von vorn. Bawörks!
        Habe Würgspuren am Hals!
        Und das alles wegen dieser bescheuerten
        Rechts-Schreibung!
        🙁

      • Patrick sagt:

        fufi, Rahel war grad dran, ihre Püppis zu beschreiben, als Du sie davon abhieltst. Rahel, bitte Prioritäten setzen, die Ortographie ist hier weit unten.

        🙂

      • Rahel sagt:

        @ fufi

        Du Armer *unschuldigundscheinheiligguck*
        Tja, tückisch war sie ja schon immer, diese Rechtschreibung! 🙂 Hoffe, Du hast keine bleibenden Schäden oder Spätfolgen vom Kampf mit ihr!
        Da……für Deine Bemühungen *Nötlirüberschieb* ( Ich stehe zu meinem Wort 🙂 ) kannst sie ja immer noch spenden 🙂
        Übrigens: sie ist wieder aufgetaucht, zwar etwas zerzaust, aber durchaus friedlich und gut gelaunt, mal schauen, wie lange sie bleibt……

        @ Patrick

        Listiger Lustmolch 🙂 Gibt nichts mehr zu beschreiben, alles schon gesagt was es darüber zu sagen gibt. Kurz und knackig!

    • Rena sagt:

      Tja, lieber Jürg Brechbühl, Sie scheinen sich mit Schwangerschaften bestens auszukennen, wohl selbst schon mehrmals schwanger gewesen… Anders kann ich mir ihre Erkenntnisse und Erfahrungen fast nicht erklären.

      Als Ebenfalls-(wie Rahel)-Nichtraucherin und Mami-vor-30 konnte ich mich ebenfalls nicht vollständig vor Schwangerschaftsstreifen und leicht veränderter Bruststraffheit schützen. Aber wissen Sie was? Nicht nur junge Frauen lassen die Dinge auf sich zukommen, sondern auch Frauen ü30 (letzte Schwangerschaft war nämlich nachher). Und deshalb lasse ich mich von IHREM Wissenschaft(L)er-Geschwätz ebenfalls nicht beirren (und ich hoffe, die restliche Demnächst-Mami-Welt auch nicht…)

    • lara sagt:

      jede frau ist anders! ich kenne junge frauen, die sich verrückt machen liessen und ältere schwangere, welche alles gelassen nahmen. so wie die frauen verschieden sind, so verschieden reagieren sie auf die schwangerschaft und geburt.

      • Astrid sagt:

        So ist es, Lara. Seit Anbeginn der Zeit gebären wir, heute sind wir und unsere Babies so sicher wie nie, da muss man sich nicht die ganzen Horrorgeschichten anhören. Jede nach ihrer Facon. Was wir allerdings nicht brauchen, sind Jürg Brechbühls (Nomen est Omen?), die unsere ureigenste Kompetenz darauf reduzieren, was sie unter Umständen für Folgen auf unsere ‚Schönheit‘ haben. Mein Mann jedenfalls sieht jeden Schwangerstreifen als eine Art Zeitlinie an, die davon zeugt, dass wir zusammen Kinder haben. Und ‚die Junge‘, die Sie sich suchen, Herr Brechbühl, wird eines Tages auf Falten an allen (!) Ihren Körperteilen hinweisen und dann werden Sie noch nicht einmal darauf erwidern können, dass Sie immerhin Kinder in die Welt gesetzt haben.

    • Sandra sagt:

      Glücklicherweise hat da einer voll den Durchblick!
      Übrigens: Die Hautelastizität ist während einer Schwangerschaft durch hormonelle Einflüsse vermindert. Dehnungsstreifen können auch durch Sport entstehen, genauso wie durch Übergewicht. Meine Mutter, schlank und sportlich, hat mich mit 20 bekommen und trotzdem Schwangerschaftsstreifen…

      • Christoph sagt:

        Also ich habe keine Schwangerschaftsstreifen, obwohl ich auch so gegen 8 kg vor mir her schleppe. Raucher und dem schönen Leben nicht abgeneigt. Uff. Und Östrogene nehme ich auch massenhaft zu mir, über Nahrung und Wasser. Bin ich jetzt eine Frau mit guten Genen?

    • Ursula Mamiausleidenschaft sagt:

      ich bekam meine wunderbare tochter mit 38, habe bis zum tag vor der geburt (wunschkaiserschnitt) gearbeitet, habe keine schwangerschaftsstreifen und mein dekollté kann sich immer noch sehen lassen. ich denke das ist alles sehr individuell.

      • Pegasus sagt:

        Ich kann das nur bestätigen: Habe mit 41 Jahren natürlich & „intakt“ geboren, war 2 Tage vor dem Termin noch wandern und habe auch nach der Schwangerschaft keine unattraktiven Andenken zurückbehalten. Wenn ich all den panikmachenden Berichten im Internet und meiner besorgten Mutter geglaubt hätte, dann hätte ich nach der Geburt ein körperliches Wrack sein müssen und min. einen Kaiserschnitt gebraucht, um die schlimmsten Schäden zu vermeiden.
        Wie gesagt: Jede Schwangerschaft und Geburt ist anders, und ich möchte meinen Fall nicht verallgemeinern, aber die Panikmache im Vorfeld hilft sicher nicht, besagte „Schäden“ zu vermeiden, eher schon eine gute Vorbereitung.

    • claudia sagt:

      … mit herrn brechbühl würde ich meine schwangerschaftbeschwerden ehrlich gesagt auch nicht diskutieren wollen… gemäss seiner einstellung sind frauen ja nur eine hübsche verzierung an seiner seite. diejenigen herren, die so viel wert auf das aussehen ihrer frauen legen, sind ja meist die hässlichsten, merken das aber nicht mal in ihrer verblendetheit (siehe rene kuhn)… naja, irgendwann geht dann den jungen anhängseln vielleicht auch ein licht auf und sie holen sich einen jüngeren… 😉
      das alter der mutter hängt heutzutage ja meist mit ihrem ausbildungsstandard zusammen – ich nehme an, unter herrn brechbühls kolleginnen gibt es wenig akademikerinnen. sind wahrscheinlich alles brave huscheli am herd, ganz nach den wünschen von herrn brechbühl. ist ja auch schön für sie, wenn sie damit glücklich sind, jede nach ihrer façon. ich kenne jedenfalls keine mutter unter 25, meine freundinnen bekamen ihre kinder alle nach 30 – und es gibt solche, die sich verrückt machten vor angst und andere, die es cool namen. keine frage des alters, sondern des charakters. ok, ich gebe zu, mit zunehmendem alter kann es „torschlusspanik“ geben, man ist vielleicht mehr besorgt darum, dass alles gut läuft, weil man nicht weiss, wie viele chancen man noch erhalten wird, wenn etwas schief läuft. mit den „begleiterscheinungen“ kann man mit zunehmenden alter aber eher besser umgehen, da der körper ja eh am zerfallen ist… don’t worry, be happy – und hört nicht auf die brechbühls dieser welt, die euch künstlich unter erfolgsdruck setzen wollen, girls! kinder haben ist genial!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Eine Junge. Als würdest du eine finden.

      Die jungen Frauen, die etwas zu bieten haben, sind sehr anspruchsvoll, viel anspruchsvoller als vor 20 Jahren, gut so! Versuch doch mal, bei einer zu landen, du wirst grausam auf die Welt kommen. Warum soll so ein wunderbares Wesen einen halbalten Griesgram nehmen, der alles besser zu wissen glaubt und dazu noch eine Vorstellung von Partnerschaft hat, die direkt aus dem bluemeten Trögli kommt? Eben……

      • Auguste sagt:

        hmm…, lol – pippi. partnerschaften aus dem „bluemeten trögli „wäre wahrscheinlich auch mal eine äusserst bildhafte carte blanche.

      • Cara Mia sagt:

        Nebenbei: es gibt Knaben, die zufolge starken Übergewichts Dehnungsstreifen haben… manchmal sogar Brüste, aber die hängen zumindest in aller Regel nicht, zugegebenermassen…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja Auguste, schreib doch eine 😛

        Cara, viele Jungs haben in der Pubertät „Brüstchen“, das hängt mit den Hormonen zusammen. Aber bei einigen geht das dann nahtlos über die die bekannten „Biertitten“.

      • StefanB sagt:

        Doch, doch, Pippi, junge Frauen, die dieser Brechbühl sucht, solls doch noch geben, irgendwo im Blini-Quadranten… 🙂

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Stefan, solche Ausdrücke so früh am Samstag – du überforderst mich. Was ist ein Blini Quadrant?

      • StefanB sagt:

        Blini-Quadrant: Das Stück Land, in dem Blinis gegessen werden, grob umrissen von den Eckpunkten Kiew, Odessa, Wladiwostock und St. Petersburg.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ach ja, in der Not frisst der Teufel Fliegen 😉

        Aber sobald diese Frauen die Schäfchen im Trockenen haben, seilen sie sich ab. Wer sollte es ihnen verübeln, es war von Beginn weg eine Vernunftentscheidung, wenn dann der finanzielle Rahmen gesichert ist, gebietet es die selbe Vernunft, einen Strich unter die Angelegenheit zu ziehen.

      • Cara Mia sagt:

        Recht haben sie;). Aber wenn die Alimente nicht zu hoch sind, kann man sich ja die nächste posten.

  • Christoph sagt:

    Man kann es leider nicht anders betiteln. Das sind Wohlstandsproblemchen.

    Wenn Sie möchten, essen Sie doch eine Kerze. Dem Kind wird nichts passieren.

  • Teilzeitpapi sagt:

    „Wozu soll man sich all dies überhaupt antun?“

    Überhaupt nicht, scheinen jedenfalls immer mehr Leute bei uns zu finden, wenn man sich die demografische Entwicklung ansieht. Unsere Gesellschaft hat Kinder bekommen geoutsourced. No-Future-Generation hat bei uns eine andere Bedeutung als in Tunesien. Bei uns ist diese Generation (teilweise, im erhaltenden Ausmass) nämlich gar nicht da. Und ihre Zukunft sieht so aus, dass sie immer mehr Personen mit ihrem Einkommen versorgen und mit ihrer Anzahl immer mehr Pflegebedürftige versorgen werden müssen (gut, letzteres kann man wieder outsourcen).

    Tipp @Sandra Kopp: Informationszufuhr auf ein Minimum drosseln. Das entspannt ungemein. Kopf etwas bremsen, beim Bauchgefühl Gas geben. Millionen anderer Kinder wurden und werden gross, auch ohne Perfektionismus. Und dass die Kinder irgendwann leiden werden können wir nicht verhindern, es gehört zum Leben. Wir können es zu minimieren versuchen und noch besser, ihnen einen guten Umgang damit vorleben, wenn es sich nicht vermeiden lässt.

    • lara sagt:

      guter tipp! kaufen sie sich ein buch und besuchen sie einen kurs. so weiss man das wichtigste und wird nicht irritiert, verängstigt durch die flut von informationen. vermeiden sie spielplatzkaffeekränzchen und generell leute, die immer alles besser wissen. es kommt sowieso immer anders als man denkt!

      • Teilzeitpapi sagt:

        „Baby-/Kinderjahre“ für die Entwicklungsbiologie/-psychologie (Pavor nocturnus zu kennen war ganz nützlich…), „Das kompetente Kind“ für die Erkenntnis des kindlichen Spiegels, „Das Geheimnis glücklicher Kinder“ für das Eltern- und Paarglück und fertig. Noch nicht ganz, dann ab in die Natur: http://www.geo.de/GEO/mensch/64781.html.

        Und nicht erschrecken, dass Sie dort nicht allzu viele Kinder/Familien finden, selbst in ländlichen Regionen. Naturpädagogik können Sie sich auch schenken. Einfach die frische Luft geniessen und die Kinder riechen, tasten, sehen und hören lassen.

        Nicht ängstlich sein, sondern Kompetenzen aneignen, um die Kinder so weit nötig begleiten zu können. Antizeckenmittel und Zeckenentferner statt Wald vermeiden. Erste Hilfe Set dabei haben ohne zu bibbern. Und falls Sie die Kinder auch schmecken lassen wollen, dann Wildpflanzen und ihre essbaren Teile kennen.

        Später können Sie die Beherrschung von Feuer u.v.m. hinzunehmen. Mal bei Dämmerung in die Natur (Frühling bis Herbst z.B. Fledermäuse) oder nur nach draussen (wundern Sie sich nicht, wenn Sie dann mit Ihren Kindern beim Spazieren alleine sind). Den Kindern den Umgang mit dem Feldstecher beibringen (werde ich demnächst bei unserer Vierjährigen versuchen). Bei wärmeren Temperaturen draussen schlafen, usw. Aber natürlich nur, wenn es auch Ihnen Spass macht, den Kindern reicht die Natur zum Entdecken und Spielen.

        Meine Kinder haben mich wieder weg vom Computer und zurück zur Natur gebracht, wofür ich ihnen sehr dankbar bin.

        Viel Spass.

      • Dolores sagt:

        Ne ne kein Buch kaufen! Um Gottes Willen nein. Dann kauft man sich noch eins und noch eins. Und in jedem steht was ganz anderes drin. Und im Kurs gibts noch mehr Frauen mit noch mehr Meinungen die noch mehr Bücher empfehlen mit noch mehr Meinungen. Und am Schluss…

      • Auguste sagt:

        hmm…, und am schluss hat ihr kind alles ganz anders gemacht, als es in den büchern stand, und es die andern erzählten. das wiederum bringt sie auf den gedanken: möglicherweise sollte ich ein buch darüber schreiben…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich las viele Bücher während meiner Schwangerschaft, vor allem Jerry Cotton, weil ich während der ersten drei Monate schreckliche Kotzattcken hatte und nicht mehr arbeiten konnte. Jerry ist leider Kettenraucher, jedesmal wenn ich las „Jerry zündet sich eine Cigarette an“, konnte ich wieder den Krähen rufen. 😛

        Spass beiseite, ich fand jedes Buch, das ich über Schwangerschaft und Geburt las, in irgendeiner Weise hilfreich. Das Beste war für mich „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“ von Jean Liedloff. Ich wollte auf keinen Fall Schreikinder, dank dieses Buches hab ich das locker hingekriegt.

      • Globetrotterin sagt:

        @Pippi:
        Findest Du diese Diskussion ernsthaft interessanter als das Thema „Religion“?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Globe, ich find es irgendwie müssig, über Religion zu diskutieren. Es kommen die immer gleichen Argumente und Gegenargumente, es ödet mich an. Wieso über etwas werweissen, das sowieso niemand genau weiss? Ich spüre oft, dass es tatsächlich mehr gibt, als unser Verstand im Moment erfassen kann, aber warum das so ist, kann mir niemand mit Bestimmtheit sagen.

        Wie auch immer, es ist schön, wenn es nach dem Tod in irgendeiner Form weitergeht, wenn nicht, muss uns auch das nicht Sorgen machen, weil wir es dann gar nicht mehr mitbekommen. Also so what, jeder glaubt was er kann. Wir sollten einfach nicht zulassen, dass Religionen die Menschen knechten auf dem Weg zur Erkenntnis, das ist meine einzige Forderung.

      • StefanB sagt:

        Wieso über etwas werweissen, das sowieso niemand genau weiss?

        Sorry, Pippi, aber eine Diskussion über etwas, dass alle ganz genau wissen, ist doch ziemlich öde. Oder wollen wir mal darüber diskutieren, dass 1 + 1 = 2 ergibt?

        OK, zugegeben, 1 + 1 muss nicht zwingend 2 ergeben, je nach Wissenschaft:
        1 + 1 = 1 in der Soziologie: Ein Mensch und noch ein Mensch sind ein Paar
        und in der Biologie gilt 1 + 1 = 3, 4, 5, je nachdem, wieviele Junge das Weibchen wirft…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es führt nie zu einem Ergebnis, wir fangen ergebnisoffen an und hören so auf. Ich führte früher nächtelang Diskussionen über Religion, unter anderem mit einer Theologin. Das waren interessante Nächte, aber für mich persönlich ist nun gut. Alle andern dürfen gerne weiter darüber sprechen, mir bringt das nichts mehr.

      • fufi sagt:

        @Pippi und Stefan B.
        Leider it’s eben oft so, dass in einer „Diskussion“ über „etwas, das alle ganz genau wissen“ die einen ganz genau wissen, dass sie recht haben, und alle anderen unrecht. Und eine SOLCHE „Diskussion“ führt definitiv zu weniger gemeinsamen Ergebnissen, aber leider nur allzuhäufig zu ganz ungemeinsamen (oder eben grad gemeinsamen?) Streiterein. Betrifft z.B. Themen wie Religion, Erziehung, Politik etc.
        Und ob 1+1 auch mathematisch wirklich immer und absolut =2 sein möge, dürfen wir anno 80 nach Gödels Unvollständigkeitssatz ja auch nicht mehr guten Wissens und Gewissens behaupten!
        😉

      • StefanB sagt:

        Mit anderen Worten, das Thema ist für Dich abgeschlossen.

        Dann kannst Du aber nicht zu neuen Erkenntnissen gelangen. Brauchst Du auch nicht, wenn Dir die bisherigen genügen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Stefan, neue Erkenntnisse in dieser Angelegenheit? Nicht doch……

      • fufi sagt:

        Stefan:
        Habe mich glaub zunächst nicht auf ein bestimmtes Thema bezogen, sondern auf „Diskussionen“ im allgemeinen.
        „Schwieriege“ Themen erst später als Beispiele erwähnt!
        Insofern kann ich auch kein bestimmtes Thema für abgeschlossen erklärt haben, glaub!?!
        Und was neue Erkenntnisse betrifft? Weshalb sollte ich selbige nicht aufnehmen, wenn sie denn wirklich neu sind?

        Andersrum: Weshalb so aggressiv?

  • Rahel sagt:

    Genau so, wie Sie am Schluss geschrieben haben, ist es! Trotz all den Mühen und Dont’s die eine Schwangerschaft mit sich bringt, geschweige von den Nerven die zuweilen doch arg strapaziert werden, überwiegt die Freude auf das neue Menschenleben und entschädigt die unangenehmen Seiten!

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