Ekelbefreite Mamis

Eine Carte Blanche von Mamablog-Userin Nadja Stüber

Kleine Kinder können ganz schön eklig sein - Mütter lieben sie trotzdem.

Kleine Kinder können ganz schön eklig sein - Mütter lieben sie trotzdem.

Hin und wieder denke ich darüber nach, Kinder zu bekommen. Mutterliebe muss ja wirklich was ganz Tolles und einzigartig Besonderes sein. So ein normaler Mensch kann das ja nicht mal in Ansätzen erahnen. Kinderlose werden mitleidig belächelt und hören: «Wenn du mal Mutter bist, verstehst du das…»

Wie grossartig Mutterliebe sein muss, wird mir immer klar, wenn ich zusammen mit Müttern von Kleinkindern am Tisch sitze. Und esse. Neulich etwa mit meiner Freundin und ihrem 3-Jährigen. Das Kind bekam im Café eine opulente Schwarzwälder-Kirsch-Torte (ohne Alkohol, versteht sich), die es natürlich grade mal zur Hälfte schaffte. Der Rest wurde mit dem Löffel zermatscht und auf dem Teller verteilt. Da der süsse Kleine zudem mit einer kleinen Erkältung kämpfte, wurde auch mehrfach auf die matschige Pampe geniesst und kleine Rotzfäden fielen auf die krümeligen Überreste eines einst imposanten Tortenbodens.

Mir wurde schon beim Zusehen schlecht und ich war froh, mir im Zuge meiner Diätpläne lediglich einen Milchkaffee bestellt zu haben, den ich ganz ans Ende des Tisches gestellt und vor herumfliegendem Rotz durch unauffällige Platzierung einer Vase zwischen Kind und Kaffee geschützt hatte.

Nachdem das Kind offensichtlich satt von dem gefolterten Kuchen abliess und sich mein Magen wieder beruhigte, kam, was kommen musste. Meine Freundin griff sich den Löffel und verfrachtete einen Teil des rotzgetränkten, zerdrückten Kuchens darauf. Nachdem ihr Kleiner quengelig den Kopf schüttelte beim Versuch, ihm die Pampe hineinzustopfen verfolgte ich voller Entsetzen den Weg des Löffels zu ihrem Mund. BAH! Mit revoltierendem Magen musste ich zusehen, wie meine Freundin munter den Matsch in sich hineinschaufelte. Es erinnerte mich fatal an das traumatisierende Erlebnis mit einer anderen Freundin und einem ausgespuckten Stück Banane ihres Babys.

Während mir mein Frühstück wieder hochkommt (was vermutlich appetitlicher aussieht als das, was aus dem Kuchen geworden war) schaffen es Mamis, völlig ekelbefreit die Reste von dem zu essen, was ihre Kinder übriggelassen und verstümmelt haben. In solchen Momenten glaube ich absolut, dass Mutterliebe eine Dimension hat, die ich noch nie erfahren durfte. Für mich war es schon eine Steigerung, dass ich vom gleichen Löffel wie mein Verlobter essen kann, ohne zu würgen. Ich stelle mir vor, dass wenn ich das ins Verhältnis setze, so eine Art Ekelquotient herauskommt, der Aufschluss über die Intensität der Liebe gibt, die ich zu meinem potenziellen Kind fühlen werde. So richtig weiss ich aber nicht, ob das nun ein Argument für oder gegen das Kinderkriegen darstellt und verbleibe nach diesen Gedankengängen mit einem Gefühl undifferenzierter Übelkeit in der oberen Magenregion.

Die Redaktion dankt Nadja Stüber für ihren Beitrag.

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307 Kommentare zu «Ekelbefreite Mamis»

  • maria sagt:

    ging mir auch immer so mit den kindern als ich noch keine hatte. fand auch immer, dass wenn ein kind verschnudert und ein bisschen dreckig rumlief, dass es keine kinderstube hätte usw.
    und nun habe ich selber zwei kleine verschnuderte und verdreckte jungs!
    wie das leben so spielt… nur um die anderen menschen nicht zu gruusen, wasche ich sicher nicht immer hinter den beiden her. ich bemühe mich aber, wenn ich zum beispiel auf den zug gehen, dass beide ein bisschen manierlicher daherkommen als sonst. aber es ist einfach grausam mühsam für die kinder eine mutter zu haben, die dauernd auf sauberkeit macht. schliesslich sind kinder per se dreckig, sie spielen gern mit dreck,sand, wasser, schnecken, würmern, usw. deshalb ist es doch egal, wie sie die ersten paar jährchen aussehen, hauptsache sie haben ihr wichtigsten erfahrungen in der natur gemacht.
    deshalb liebe kinderlose: verständnis für die kleinen aber auch für die mütter! für die ist es nämlich auch eine heidenarbeit, wenn sie wollen, dass ihre kinder immer sauber daherkommen: 2 mal kleiderwechseln am tag ist noch nicht genug, es gibt immer wieder eine pfütze oder sonst etwas nasses, wo sich die kinder mit den sauberen kleidern drin wälzen wollen, wenn man mal drei sekunden wegschaut.
    das mit dem essen muss sicher ganz eklig sein zum zuschauen, aber ich finde es einfach verschwenderisch, wenn alles in den abfall wandert, was die kinder übrig lassen. und so eklig kanns ja nicht sein, im magen wird ja auch wieder alles wieder zu matsch.
    kinder sind kinder und sollten es auch sein dürfen bis zum kindergarten.

  • Wanja Rotenberger sagt:

    Warum bekommt so ein kleines Kind überhaupt Schwarzwäldertorte?? Noch nie was von gesunder Ernährung gehört? Zuckertorte gehört ganz bestimmt nicht dazu! Ebenso wie MacDonalds & Co.

    • Sportpapi sagt:

      Meine Kinder essen alles und sind zudem viel in Bewegung. Und selbstverständlich bekommen sie auch Schwarzwäldertorte, wenn ich selber eine esse. Gehört für mich auch zur gesunden Ernährung!

      • Eni sagt:

        Ich nehme nicht an, dass besagtes Kind sich nur von Torte ernährt. Man kann es auch übertreiben mit Gesundheitsfanatismus. Wenn man Kindern süsses verbietet, schlecken sie dann halt heimlich und verprassen das ganze Taschengeld für süsses. Da gege ich es ihnen lieber selber und kann kontrollieren, wie viel sie davon essen.

    • heidi reiff sagt:

      Ich wurde recht rigid sozialisiert , was Essen betrifft, als Kind musste ich immer Lebertran flüssig schlucken, da hat es einfach geheissen, Maul auf und Punkt. Ich konnte jahrelang keine Fische essen, heute mag ich Fische wieder, schmeckt besser als Lebertran, heute gibt es ja Lebertran in Kapseln. Die meisten kleinen Kinder mögen süsse Dinge, eben Lolipops, .Wenn ich Husten hatte musste ich Aniströpfli schlucken, bis heute mag ich das Gemüse Fenchel nicht, ich mag Gemüse, vorallem rohe Rübli mit frischem Basilikum, ich kaufe selten Betty Bossi Fertigsalate, ich bekoche mich meist selbst, in jedem grossen Einkaufszentrum haben wir die Möglichkeiten auch Frischgemüse zu kaufen oder auf dem Markt, Kindern sollten wir einfach die Möglichkeit geben, einfach zu probieren, ihnen das Recht einräumen auch sich zu äussern, wenn ihnen was nicht schmeckt, hoffe diese Zeiten sind endlich vorbei „Swird gässe, was uf e Tisch chunnt“. Essen herunterwürgen nur den Eltern zu liebe ist destruktiv , – Suppenkaspar lässt grüssen, eben ich esse diese Suppe nicht -, ist mein Guru und Meister.

    • Eremit sagt:

      @Wanja Rotenberger
      Das liegt m.E. daran, dass Kinder ab einem bestimmten Alter all das haben/essen wollen, was die Erwachsenen haben. Und wenn man/frau es nicht übers Herz bringt bei einem weinenden Kind das Nein durch zu setzen, so tut man/frau gut daran selbst erst dann zu essen, wenn das Kind gesättigt schläft oder im Laufgitter ist und dadurch nicht zusehen „muss“ wie andere Menschen einen leckeren Kuchen verspeisen. Nun aber auch das kriegen viele nicht hin und teilen ihr ungesundes Essen mit dem Kleinkind.
      Darf man von Eltern, die sich selbst ungesund ernähren, ggf. Rauchen, Trinken, Kiffen, Naschen usw. erwarten, dass sie ihre Kinder gesund ernähren?

  • Hermann sagt:

    Hast Du nicht direkt, lieber Patrick. Ich habe da nur mit freier Phantasie weitergemacht als Du sagtest: „Die Vermischung von Moral und konservativer Wirtschaftspolitik scheint aber etwas ziemlich Amerikanisches und auch etwas Unseliges zu sein.“ Ich sehe das Unseelige der Schweiz eben gerade in dieser Vermischung von alt schweizerischen Werten (Geld stinkt nicht) mit neuen Geschaeftsmethoden, welche am besten durch die UBS praktiziert werden (wurden), jetzt unter der Leitung von Gruebel. Sorry fuer die moegliche Unterstellung, war nicht so gemeint.

    • Schon gut, kein Problem, Mann. In den USA ist Moral halt christlich-puritanisch und hat vor allem mit Sex zu tun (das scheint schon fast obsessiv), meine persönliche Moral ist etwas ganz anderes. Sie verlangt, ein ehrlicher, offener, anständiger Mensch zu sein. Mit Sex hat die nichts zu tun.

  • heidi reiff sagt:

    Ich bin nicht so Amerika-fan, finde mich gut zurecht ohne Hollywood und Ballywood, ich war auch persönlich nie in diesem Land, mein Traum im Hinterkopf ist nach wie vor Island mit einem Schiff, vielleicht schaffe ich das mal, ich fixiere mich nicht, mache mir einfach nichts vor, ich leg mich jetzt schlafen, der Körper braucht auch Ruhe und Schlaf.

  • Hermann sagt:

    Aber Patrick. Sicher sagst Du uns bald, dass die arme UBS von den boesen amerikanischen Kollegen fast ins Verderben gestuertz wurde oder mindestens ihre schweizerischen Tugenden vergass… Aber zurueck zum Thema, Gruebeln wir doch mal in der Nase….

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Was soll daran sonderbar sein? Dass Frauen gern auf diese Art fertiggemacht werden, wenn sie sich politisch engagieren, ist nichts Neues. Ebenfalls nicht neu ist, dass viel gelogen und geheuchelt wird, wenn es um Sex geht, wir können hier weder die eine noch die andere Version überprüfen. Nicht nur für eine Vertreterin der konservativen Kreise kann es das politische Aus bedeuten, wenn sie verdächtigt wird, einen lockeren sexuellen Lebensstil zu pflegen, Frauen können sich in dieser Beziehung gar nichts leisten, auch wenn sie Single sind nicht. Bei Männern wird der strenge Massstab nur angewendet, wenn sie verheiratet sind.

      Dass die Strippenzieher der *Tea-Party* eine ganz bestimmte Schicht von Menschen ansprechen und diese von mächtigen republikanischen Interessenvertreter als Stimmvieh benutzt werden, liegt auf der Hand. Im aktuellen *Stern* ist dazu ein interessanter Artikel zu lesen.

      • Sonderbar ist auch nicht das Ausmass an Verlogenheit und Scheinheiligkeit auf Seiten der Teepartei-Bewegung. Dass die Sache stimmt, so oder ähnlich, ist ehrlich gesagt nicht mal so unwahrscheinlich, es wurde ja nicht einmal dementiert (was ich auch nicht machte, denn kommen einmal Beweise ans Tageslicht, ist man als Lügner geoutet, und auf jeden Fall macht ein Dementi es ja nicht glaubhafter, dass die Sache nicht stattgefunden hat.) Die Dame ist eine hübsche, lebenslustige, kluge Frau in den spätern 30-ern, und ehrlich gesagt, kann das wirklich gut so stattgefunden haben. Nicht, dass ich damit ein Problem hätte, ich fände dieses Verhalten schon in Ordnung. Sie äussert sich aber vehement gegen so eine Lebensführung. Das nenne ich ja eben scheinheilig und verlogen.

        Ich habe den Eindruck, dass Moral (wie im Moment ja die Terrorwarnung in den USA) als Trojanisches Pferd benutzt wird, um eine konservative und vor allem wirtschaftsfreundliche Politik durchzusetzen. Wenn die Konservativen dann einmal in Senat und Kongresshaus sitzen, werden sie ihr wahres Gesicht zeigen, und das ist nicht menschenfreundlich, moralisch und sauber. Sondern knallhart geldgetrieben. Nun erachte ich es für legitim, konservative Ansichten zu haben. Ich halte es auch für legitim, christlich-moralisch zu sein (obwohl ich beides nicht habe bzw. bin). Die Vermischung von Moral und konservativer Wirtschaftspolitik scheint aber etwas ziemlich Amerikanisches und auch etwas Unseliges zu sein.

      • Katharina sagt:

        Ehm Tigri…Du denkst doch wohl nicht, dass der terroralarm ein fake ist, nicht?

      • Nein, das tue ich natürlich nicht. Kat, lies auf meinen Zeilen, nicht dazwischen. Interpretationen gehen tendenziell halt oft daneben.

        Scheisse ist nur, dass solche Ereignisse die öffentliche Meinung momentan stark beeinflussen können. Ausschläge in den Umfragen erzeugen. Und gleich wird gewählt – aber mit dem Resultat muss man nicht nur einfach ein paar Tage leben, bis die Sau der Attentate das Dorf wieder verlassen hat, nein, das geht igendwie zwei Jahre.

        Darum bin ich besorgt. Ich will, dass die Amis ihre Vertreter möglichst unbeeinflusst von momentanen Ereignissen wählen können. Meine eigene politische Meinung ist hierbei nicht sehr wichtig, aber da die USA unbestritten das wichtigste Land der Welt ist (hat mich schon Überwindung gekostet, dieser Satz… aber es ist halt so), sind diese Wahlen viel, viel wichtiger als die hiesigen Parlamentswahlen nächstes Jahr.

        Übrigens bin ich durchaus moralisch. Nur hat meine Moral nichts zu tun mit Sex, sondern mit Anstand.

        Und was ist die Kurve zum Thema Ekel und Mamis? Tja, lasst mich studieren.

      • Katharina sagt:

        Patrick: Mir ging es um diesen Satz: „Ich habe den Eindruck, dass Moral (wie im Moment ja die Terrorwarnung in den USA) als Trojanisches Pferd benutzt wird, um eine konservative und vor allem wirtschaftsfreundliche Politik durchzusetzen. “ das stimmt eben nicht. Die Tea Party macht das eben nicht.

        Weshalb: Weil der Verlauf dieses Missglueckten Anschlags zeigt, dass die Intelligence Services unter Obama besser funktionieren. Folglich werden die sich mucksmaeschenstill verhalten.

        Ich verstehe auch nicht, weshalb ihr euch in europa dermassen um die tea party kuemmert. die sind eigentlich eher marginal…

        und nicht die ueber 30% etwa einer SVP bei euch. mit denen sind die vergleichbar.

        wenn Obama sein gesamter Stab einer nach dem anderen weglaeuft, muss eben ein problem un der fuehrung sein, nicht?

        demokraten, die zur zeit fuer die wahlen nominiert sind, stellen sich oeffentlich gegen obama. das gibt zu denken. nicht die paar rallies.

      • Katharina sagt:

        Naja Pippi, Christine O’Donnel hat eben schon etwas kurlige Ansichten. Sie vertritt öffentlich die Ansicht, dass Sex vor Ehe eben nicht richtig sei und Masturbation etwa schädlich sei und der Beelzebub gleich um die Ecke lauere, so etwa.

        Da finde ich eben schon, die Story mit ihrem kleinen Play after the Party ist köstlich amüsant und passt zu Halloween. Die Blossstellung wurde wahrscheinlich seitens der Demokraten aufgegleist. Allerdings ist das grösste Schwein bei denen, mit John Edwards.
        Will sagen, das Spiel ist nicht nur gegen Frauen gerichtet, und es ist ein Medienspektakel, das eben zu den unsauberen Taktiken des politischen Spiels hier gehört.

        Da finde ich eben solche Blossstellungen nicht schlecht. Genau wie der andere Kongressmann, der gegen Schwule wettert und dann im Flughafenklo beim Anbandeln von Kabine zu Kabine mit einem Polizisten (!) erwischt wird. Klassischer YMCA (Village People) Fetisch.

        Ich sage es so: da sie nie mit einer Frau, ist sie Halbjungfer…
        dann spielte sie an der Party ein Rollenspiel (Maikäfer)…. und das Bettgspaenli rief ihr halt zu „come here my little ladybug“.

        Da sie ihre Meinungen für buchstabengetreu hält, … ist es wohl nicht Bigotterie, denn zu Chastity sagt sie die Halbwahrheit und bei dem Vorfall spielte sie ein süsses Käferchen…

        Wer weiss, vielleicht verwechselt sie da was und liebt ein anderes Rollenspiel, das mit dem Chastity Belt und den zu öffnen. it is a sweet game because it can last long…. Who’s got the key now? Je mehr Mitspielerinnen, umso spannender.

        Konnte mir den nicht verklemmen.

        🙂

        Selbst verheiratete Männer werden in der Regel nicht abgeurteilt, wenn sie in Nikitas Küche naschen gehen.
        Tun Frauen dasselbe, kommt das Wort Schlampe Null Komma plötzlich. Wobei Frau mit Nikita neuerdings als schick gilt und mich das eigentlich ärgert. Objektifizierung, da hast Du schon recht.

        In den Amerikanischen Medien ist es allerdings auch so, dass ständig irgendwas wegen Affären von Celebrities kommt. Und ich muss sagen, die Leute werden gleichberechtigt in die Pfanne gehauen. Who cares ist eigentlich die einzige Reaktion, die ich so höre. Denn der Lärm der Medien dazu ist dermassen doof, dass zum Umschalten des Kanals nicht bis zur Werbepause gewartet wird. Es sind auch eher nur die seichten Headline News, E! und Showbiz Tonight, die das bringen.

        Anyways. Happy Halloween everybody!

        Kurz. Wenn ein Schweizer Blatt oder Site das überhaupt nennenswert findet, stellt es sich automatisch auf dasselbe Niveau. Ernst genommen kann das ganze schon lange nicht mehr.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja Katharina, diese Christine ist vielleicht ein Früchtchen und vielleicht auch nicht, who cares? Ich wollte nur zu bedenken geben, dass solche Verdächtigungen bei Frauen, die sich öffentlich angreifbar machen, nie lange auf sich warten lassen. Ganz abgesehen davon dass Forderungen an die Keuschheit, wie sie von der besagten Christine gestellt werden, jenseits sind. Wie fühlt frau sich bei solchen Statements frage ich mich. Chastity Belt ist der Keuschheitsgürtel, nehme ich an – ich lerne hier im Blog noch richtig gut englisch……

      • Katharina sagt:

        ja das ist der guertel. und bei ihr war das wohl witzig, meine anspielung.

        Bei Hilary Clinton wurde etwa lange spekuliert, sie sei lesbisch und haette secret affairs, sont koenne sie die eskapaden des bill nicht aushalten, ich fand das unter jedem niveau. eigenlich schade dass sie nicht gewaehlt wurde anyway. das geruecht kam ja just dann auf, als sie in der presi-kampagne aufwind hatte. da lief zwischen ihrer kampagne und obamas‘ recht dreckiges hinter der kulisse.

        das moralinsaure allerdings spielt hier auch maennern gegenueber. vielleicht mehr als in europa…
        vielleicht auch nicht, wenn ich die scheisse um den Charly Sheen betrachte. der hat ein problem mit gewaltausbruechen. schon immer gehabt aber jedesmal wenn wieder was ist hoerst du nur wie der innert paar stunden aus dem county jail ist mit dem teuren anwalt daneben. die reden nur davon wie schnell der wieder draussen ist.

        dass die frau da bei neuesten ding in new york fast ausflippte und sich im badzimmer einschloss, obwohl er ihr 15’000 fuer die nacht zahlte, davon redet niemand.
        er wurde mit kocks ueber seinem ganzen hemd verstreut gefunden. hatte wohl von dem zeugs einen anfall.

        eine sauerei. die haben es immer noch nicht begriffen dass soclhe leute nicht frei rumlaufen duerfen.

      • Dass Clinton nicht Präsidentin wurde, finde ich sehr gut, ich hätte vor ihr Angst, mir kommt sie potenziell hinterlistig vor. Ansonsten ist die Zeit natürlich reif für eine Frau. Dass sie jetzt ein wichtiges Amt hat in der Regierung, ist allerdings sehr gut. Ich hätte, als die Vizepräsidenten nicht nominiert waren, fast erwartet, dass Obama sie nimmt dazu, aber so ist es noch besser.

        Charlie Sheen ist ganz eindeutig an einem Punkt im Leben, wo er sich dafür entscheiden kann, zu sterben oder zu leben. Von hier aus gesehen hängt sein Leben an einem Faden. Ich würde ihn stationär behandeln, in einer Klinik, allerdings einer Gefängnisklinik. Was er mit dieser Frau gemacht hat, ist natürlich sehr falsch, aber es macht ihn nicht zum Kriminellen, eher zum Idioten (wenn ich das richtig im Kopf habe, ich habe mich nicht so gekümmert). Dass er kokst ist auch nicht gerade sehr selten…

        Ich werde diese Woche die Gelegenheit, mit meiner Tante, einer Amerikanerin, etwas die amerikanische Politik zu besprechen. Sie interessiert sich, ich auch, wird lustig. Ihre Tochter sagte mir nach der Wahl von Obama im Herbst 08: „Meine Mutter liebt Obama.“ und sie meinte das nur halb metaphorisch.

      • Eremit sagt:

        @Katharina
        „Selbst verheiratete Männer werden in der Regel nicht abgeurteilt, wenn sie in Nikitas Küche naschen gehen.
        Tun Frauen dasselbe, kommt das Wort Schlampe Null Komma plötzlich.“

        Nein, heute heisst es „elender Rammler“ der sich nicht im Griff hat.
        Und wie war das schon wieder mit Mr. Clinton?
        Wenn ein Mann fremd geht, verliert er in der Regel den täglichen Umgang mit den Kindern. Und wenn ein Mann nicht fremd geht, ist heute das Risiko leider recht hoch trotzdem den täglichen Umgang mit den Kindern zu verlieren. Man hat sich ja „zufälliger Weise“ auseinandergelebt.

      • Isobel sagt:

        Ist der herr Eremit nur zufällig ein allein lebender einsiedler oder ist er es aus erwähnten gründen? Ich habe öfters hier noch spät u.a. deine kommentare – ebenfalls oft sehr spät nachts verfasst notabene – mit mehr oder weniger staunen gelesen und komme zum schluss, dass es so sein muss. Ziemlich krude einstellung zur gesellschaft, beziehungen, politik und dann wieder geniale gedankengänge, auf die niemand so kommen würde. Bist du ein verkappter philosoph oder wissenschaftler, wenn du mir diese frage erlaubst? ;-

      • Eremit sagt:

        Nicht Philosoph oder Wissenschaftler, einfach ein Mensch.
        Und wenn etwas krude wirkt, so ist jeder und jede Frei seine Sichtweise mitzuteilen. Es kann sein, dass zur späten Stunde der eine oder andere Gedankengang schon am Schlafen ist.

    • Katharina sagt:

      Der Reto plaziert hier click-koeder. clack soll wohl ein debattierfeld der homunculi masculinisti werden. ist ja halloween.

    • Markus Schneider sagt:

      Luete, die solchen Mist wie „Als Christinnen ist Jungfräulichkeit nicht nur unser Ziel, sondern Reinheit und Heiligkeit sind unsre Pflicht“ von sich geben (und das tat Frau O’Donnell offenbar), dürfen ruhig etwas genauer unter die Lupe genommen werden.

      Gewisse „Frauen“ hier im Blog jedoch scheinen jedes Unterscheidungsvermögen eingebüsst zu haben. Wo Frau draufsteht ist anscheneind heilig drin, ganz egal was es sich leistet.

  • Markus Schneider sagt:

    In anderen Kulturen kaut die Mutter schon mal vor, was sie dem Kind als Brei dann aus ihrem in seinen Mund schiebt (einige behaupten sogar, so sei das Küssen entstanden). Bei den Tieren ist das ohnehin üblich und wir sind genau betrachtet genauso Tiere wie alle anderen. Jeder von uns schluckt vermutlich gelegentlich wieder runter, was ihm grad so halbverdaut vom Magen wieder aufsteigt. Und das schmeckt nicht mal übel. Schliesslich ist es das, wovon wir leben und wir leben nun echt nicht davon wie’s aussieht. Also ich verstehe das jammervolle Gegränne der Frau Stüber nicht. Womöglich gehört sie zu denjenigen, die beim Anblick eines aparte, sauber ausgebreiteten McDonalds Happy Meal „lecker!“ ausruft – was wiederum andere zum Kotzen fänden.

    Wieder mal typisch aber ist, dass hier das Essen und ein wenig Rotz als „eklig“ hinhalten muss, wobei doch gerade bei Kleinkindern täglich mehrfach dicke und dünne Scheisse entsorgt werden muss. Dazu spielen die kleinen auch noch gern damit, wenn man’s ihnen nicht austreibt. Und pissen bei Bedarf das Bett voll. Wenn das mal nicht eklig ist. Trotzdem schaffen’s die Eltern irgendwie – dabei natürlich verdrängend, dass sie sich als Kleinkinder genauso benahmen und auch heute noch in ihrer ganzen Lächerlichkeit ihre kleinen oder grossen Geschäftchen ganz abgeschlossen privat im kleinen Kämmerlein für sich allein verrichten und die seltsamsten Verrenkungen und Grimassen dabei machen. Oder schneiden sie mal eins der Kinder auf – was da alles drin ist, das ist vielleicht eklig – und denken sie, SO sehen ihre Kinder in sich drin aus! Bin gar nicht sicher, ob man sowas gern haben sollte. (OK, statt selber aufschneiden kann man ja auch zu Herrn Hagens Körperschau gehen, aber die ist ja den Bildern nach zu urteilen auch nicht richtig eklig).

    Dass es noch ganz andere Praktiken gibt – und dazu gehören einige des sexuellen Gebrauchs (gemäss der Maxime dass nur gut gemachter Sex schmutzig ist) – lassen wir hier mal aus, sollte aber deutlich zeigen, dass das Kleindkinderbeispiel höchstens putzig ist. Pff, Frau Stüber – die grosse-vom-Löffel-ihres-Verlobten-Esserin-ohne-zu-würgen… und merkt nichtmal WIE lächerlich es ist, sowas vor aller Welt von sich zu geben. Man könnte fast meinen, dass sie gar keine Kinder hat oder dass sie etwas psycho ist, wenn sie die echt ekligen Dinge so gut verdrängen kann. Genau. Weil sonst muss man doch auch nicht so tun, als würde man jetzt gross was über den „Ekel“ schreiben, wenn man’s doch nicht bringt.

  • tania sagt:

    mir ging es genauso wie der bloggerin… ich kann mich noch erinnern, wie ich mich extrem geekelt habe, wenn mein gottebueb ein dreckiges maul hatte. fand es unglaublich, dass ihm das niemand reinigen wollte… also habe ich ihn in die küche gelockt und ihm dann das maul geputzt… :-))) obwohl ich ihn gern hatte, konnte ich es nicht ertragen, wenn er ein dreckiges maul hatte, oder auch bei andern kindern verrotze nasen… igittigitt…
    aber jetzt, bei meinen eigenen kindern… null ekel! konnte mir das nie vorstellen, aber es ist einfach so. dasselbe ist’s mit dem fudi putzen… bei einem anderen kind könnte/würde ich kotzen, aber bei den eigenen? nööö… da verschwindet der ekel einfach, findet nicht statt.
    auch essen von den tellern der kinder (oke, nicht mit rotz vermischt) mach ich auch dauernd. Wie du schon sagst, hat schon was mit Mutterliebe zu tun… die ist einfach da, automatisch ohne wenn und aber (selbst wenn sie uuuunheimlich nerven manchmal oder ich sie auf den mond schiessen könnte!!)
    p.s. habe mich beim lesen auch geekelt, aber guter artikel! und wer’s zu ernst nimmt/nicht versteht was du damit aussagen möchtest, dem ist auch nicht zu helfen 🙂

  • Eremit sagt:

    Wenn ich den Artikel von Frau Stüber lese, dann scheinen m.E. Mütter die perfekten Frauen zu sein: Sie kennen einfach keinen Ekel.

    Gut, die vollgesabberten Essensreste essen usw. wirkt nicht wirklich ästhetisch.

    • Äh, ich kann mir tatsächlich Charaktereigenschaften von Frauen vorstellen, die sie perfekter machen als Ekelbefreiung. Aber vielleicht bin das ja nur ich.

      • Vielleicht kommt es darauf an, WO die Frauen ekelbefreit sind 😉 Ob es einen Mann nun sooo glücklich macht wenn Frau das ausgespuckte Essen des Kindes in sich reinfuttert weiss ich nicht, aber im Schlafzimmer freuen sich vermutlich die meisten Herren darüber 😀 Wobei sich offenbar viele nicht vorstellen können, dass das Ekelniveau bei verschiedenen Dingen unterschiedlich hoch ist und dass manche „Ticks“ wie z.B. nicht gerne vom gleichen Löffel wie andere essen nichts darüber aussagen ob jemand gerne küsst oder andere „eklige“ Dinge tut 😉

      • Eremit sagt:

        @Patrick Tigri, zugegeben, es gibt höherwertigere Charaktereigenschaften wie Nächstenliebe und wohlwollende Gerechtigkeit. Nur, wenn ich so anhöre wie Menschen über andere lästern blos wegen deren Aussehen, oder Körpergeruch, oder verbalen Ausdruckweise, dann ist m. E. eine Ekelfreiheit eine gute Basis.

      • Eni sagt:

        @ Nadja Stüber

        Klar kommt es darauf an WO man ekelbefreit ist. Es besteht wohl ein Unterschied darin, was man im Schlafzimmer macht und ob man vollgerotztes Essen zu sich nimmt, schlisslich teilt man ja mit seinem Partner auch nicht die Zahnbürste.

  • kailash sagt:

    Der einzige, der mir irgendwie leid tut, ist der arme Verlobte… Hat er wohl jemals einen richtig fetten Kuss von seiner Allerliebsten gekriegt? Welchen Aufschluss gibt in diesem Fall wohl ihr Ekelquotient über die Intensität ihrer Liebe zu ihm?

  • heidi reiff sagt:

    Extrem und destruktiv finde ich , dass Kinder, wenn sie nicht manierlich essen, mit dem Löffel auf die Finger kriegen, ich halte nichts von alter Väter Sitte, Kinder haben einfach einen Spieltrieb, das fängt beim Essen an. Es gibt auch Restaurants die kinderfreundlich sind, so Kindersitzli, die man an den Tisch schrauben kann, wenn ein Kind eine Schnudernase hat können wir ihm anbieten ein Nastuch ohne bösen Blick, wenn Blicke töten könnten, ist ja in keinem Cyber möglich. Meine Nase läuft oft, ich kaufe mir so Nastücher „Balsam“, ich putze auch mein Gesäss mit weichem Papier, ich bin körperlich sehr empfindlich, vielleicht ein Schwamm geblieben, ich bin keine Heldin. Die Robinsonspielplätze finde ich eine gute Sache, da können Kinder einfach experimentieren, ein grosses Angebot für Kinder, ich bin einfach eine Kindernärrin geblieben, akzeptiere auch, dass sie erwachsen werden, heisst für mich einfach Entwicklung, ein normaler Prozess, einfach naturgegeben.

  • mira sagt:

    Ich hätte unserem Kind nur ein kleines Stück der Torte gegeben und wenn sie noch mehr mag, darf sie nochmals nachnehmen. Auch das Mantschen im Essen ist bei uns verboten. Übriges Essen bleibt noch etwas stehen, falls doch noch mal eine Hungerattacke kommt oder dann weggeschmissen. Ich selber würde es auch nicht essen. Bei uns isst jeder nur soviel er mag und nicht mehr. Das Wetter wird auch schön, wenn der Teller nicht leer gegessen ist.
    Was mich aber erschreckt hat, sind die Aussagen gewisser User hier, welche sich vor allem und jedem ekeln. Tragen die dann beim Sex einen Ganzkörperlatexanzug? Vor dem Handgeben werden Gummihandschuhe angezogen und beim Flüstern zuerst ne Schutzmaske übergeworfen? Ok, das ist übertrieben, aber ein bisschen relaxter könnte man die Sache schon angehen.
    Wenn das eigene Kind sich erbricht oder Durchfall hat, dann ist es halt so und muss weggeputzt werden. Luft anhalten und geschickt und schnell agieren, dann ist das alles nur halb so wild. Und die Ekelgrenze ist bei eigenen Kind tatsächlich tiefer, und das ist auch gut so!

  • Eva sagt:

    Nadja, Du hast Recht! Aber sowas von! Wenn ich meinen Sohn auf dem Schoß habe (7 Monate, probiert alles, ob Schweinshaxe oder Kartoffelknödel), entsteht umgehend eine Todeszone für Appetitlichkeiten mit einem 60 cm-Radius um ihn herum. ICH esse in dem Bereich NICHTS! Und aus Rücksichtnahme anderer Restaurantbesucher isst er auch nur in homöopathischen Dosen. Und mir wird immer noch schlecht, wenn ich daran denke, wie der 1-Jährige einer Freundin herzhaft in die Salatschüssel nieste – und sie mit spontaner kulinarischer Blindheit geschlagen war. Wenn Fleischverweigerer Vegetarier sind, was sind dann Salatverweigerer? Meatarier? Ich hätte jedenfalls gerne spontan eine Anti-Salat-Demo veranstaltet, aber mir fehlten Schilder, Buntstifte und Bastelkleber. Ich beließ es bei einem Hungerstreik.
    Und nur so ein Add-On zum Thema „auch Schlafend machen Kinder einen glücklich“: Ich finde es auch wunderschön, wenn mein Zwerg friedlich schlummert… dann schreit er nämlich nicht. So eine Art auditives Entspannungstraining.
    … ich glaube, ich wecke ihn mal.. 🙂

  • Simone Stutz sagt:

    Ich finde den Artikel richtig witzig geschrieben. Und ich denke, dass man die Spitzfindigkeiten gut herauslesen kann …
    Und Ihr werdet es nicht glauben – ich bin sogar selbst Mutter. Daher weiss ich nur zu gut, dass es selbst bei eigenen Kindern Ekelsituationen gibt. Ich hätte den Kuchen von meinem Kind nicht mehr gegessen. und selbst dem Kind hätte ich ihn nach einigen Rotzattacken weg genommen – ist ja wiederlich ! Also keine Pamik bei der Überlegung, ob man dadurch motiviert wird an die eigene Falilienplanung zu denekn. Jeder hat es ja selbst in der Hand seine Kinder zu erziehen. Meine beiden (3 und 4) essen mit Serviette und halten sich die Hand vor die Nase beim Niesen. … und sie sind deshalb nicht arme sterile Wesen. Sie essen sogar schon mit Messer und Gabel und es tut ihnen keinen Abbruch am Kindsein. Im Gegenteil. Sie freuen sich über jede Selbständigkeit, die sie ein Stück vom Kleinkinddasein entfernt – sie haben selbst diesen Ehrgeiz. Das dürfen sie auch. Ich muss sie nicht klein halten.

  • Gundula sagt:

    Ich finde es immer wieder Witzig, wie sich hier die Eltern empören oder gar anfangen Ihr Kinder „lobzuhuddeln“. Dabei handel es sich lediglich um einen überspitzten Text, welcher lediglich der Bespaßung dienen soll. Naja aber wenn es so ernst ist, möchte ich auch mal was ernstes sagen: In dem Text steckt viel wahres. Eltern sind häufiger der verlotterte Teil der Gesellschaft. Offenbar werden Menschen nach dem Kinderkriegen zu „Gesellschaftsrentnern“ welche ja Ihre „Pflicht getan haben“ und sich so gehen lassen, keine Etikette mehr kennen und sich auch sonst nicht sonderlich für die Reputation ihrer Person interessieren. Das war früher anders, aber auch weil man einen gewissen Druck von außen bekam. Nicht so in der ultratoleranten Gegenwart. Ich könnte ewig weiter machen, mir ist nur die Zeit zu schade. Ich werde mich jetzt erstmal rausputzen 😉

    • oma sagt:

      wow – da hat aber jemand viel, viel courage bewiesen und mal einigen den spiegel vorgehalten!
      wie ich schon in einem früheren beitrag geschrieben habe: wo sollen kinder anstand und manieren lernen, wenn nicht von den eltern? wurde aber in einem gegenbkommentar in’s lächerliche gezogen.

  • Chrigel sagt:

    Ich vermute mal, dass es genau das ist, was kinderlose nicht verstehen. Das Eigene Kind ist nicht irgendwer, sondern es ist ein Stück von einem selber. Und alles, was von einem selber ist, findet man generell meist als nicht oder zumindest weniger eklig. Wie z.B. die Schreiberin ihre Kotze im Vergleich zum malträtierten Kuchen.

    „Motivation zum Kindermachen: Damit man im Alter nicht alleine ist“. meint eine Bloggerin. Auch hier haben Menschen ohne Kinder null Ahnung ( können sie ja auch nicht ) was einem Kinder tagtäglich zurück geben. Jeden Abend, vor dem zu Bett gehen noch ein kurzer Blick ins Kinderzimmer auf den schlafenden kleinen Wurm. Dem regelmässigen Geräusch der Atmung lauschen… herrlich. Anschliessend mit einem unfassbaren Glücksgefühl schlafen gehen. Tja, sogar wenn sie schlafen,machen sie einem glücklich!

    • Rena sagt:

      Sehr treffend beschrieben! Bravo Chrigel!

    • Markus Schneider sagt:

      Hoffentlich macht es Dich aber auch glücklich, wenn der kleine Wurm täglich fünfmal in die Windeln scheisst und das Bett vollpisst bis er acht ist, denn das gehört nun mal dazu. Oder dass er eine Zahnspange oder eine Brille tragen muss und nicht mit anderen Kindern spielen will oder immer als letzter im Turnen für die Mannschaft ausgewählt wird. Und auch später, wenn er Dein Portemonnaie leert und in der Schule andere Kinder haut oder mit 12 zu kiffen anfängt und keine Lehrstelle findet. Ich hoffe, Du weisst dann auch noch was schönes von deinem Wurm zu berichten, das Dich glücklich macht.

      • oma sagt:

        an was mag es bloss liegen, dass EIN kind all dies macht?
        ich kann und will nicht glauben, dass es solche kinder gibt ohne das die eltern i h r e n beitrag dazu geleistet haben!

      • heidi reiff sagt:

        Da gehen Sie etwas hart ins Gericht, ich habe meine Eier gelegt, ich betrachte eher Eltern als Ausbeuter, kein Mensch kommt als Kiffer auf die Welt . Meine Tochter hat für Ihre Kinder eine Wiege an der Decke montiert , so eine Art Hängematte. Es gibt einfach Menschen, die keine Nachkommen wollen, aus was für Gründen auch immer, klar ist, Deine Kinder sind nicht deine Kinder, loslassen gehört zum Leben, das erste Loslassen geschieht bei der Geburt, die Abnabelung. Haben die Menschen nichts gelernt aus alten destruktiven Erziehungsmustern?

      • Chrigel sagt:

        Hehehe, klar, weil nur schon rein hypothetisch was schlechtes eintreten könnte, soll man lieber gleich ganz auf Kinder verzichten. Wenn alle die gleiche Denkweise an den Tag legen würden wie Du, wäre die Menschheit schon lange ausgestorben. Aber Du hast schon recht, gewisse Leute, wie z.B. auch Du, sollten lieber keine Kinder bekommen. Du kannst Dich aber bei der nächsten Gelegenheit bei deinen Eltern mal wieder bedanken, dass sie keine solche Angsthasen waren wie Du. Weil dann würde es Dich nicht geben.

      • Rahel sagt:

        @ Markus Schneider

        Warum so negativ? Schildern Sie Ihre eigenen Erfahrungen? Lässt sich doch nicht Verallgemeinern!

      • rahel, bei Markus Schneider ist negativ sein Programm. Einziges Programm notabene. Kümmere Dich nicht weiter drum, bitte.

      • Rahel sagt:

        @ Patrick Tigri

        Okay……Ich finds einfach nur schade! Wie kann man Kinder NUR mit so negativen Bildern und Beispielen verknüpfen? Kinder sind doch unsere Zukunft! Klar gehört auch das „negative“ dazu aber da steht man als Eltern doch drüber!

      • Simone sagt:

        ui so schlimm war’s für dich? tut mir leid zu hören. ist aber auch ätzend, als letzter in die mannschaft gewählt zu werden…

      • Markus Schneider sagt:

        @Rahel

        Genau damit bin ich nicht einverstanden: „Aber all das Negative wird von dem Positiven, das uns die Kinder geben, tausendfach aufgewogen!“ Das mag allenfalls noch für Schwangerschaft und Geburt gelten, denn da kann ich wirklich nur vom Hörensagen mitreden (und ich meine nicht meine eigene Geburt).

        Aber wenn alles tausendfach aufgewogen würde, dann bräuchten wir uns weder über diesen noch über jenen zu ärgern, wir bräuchten keine Gesetze, keine Manieren, keinen Anstand, keinen Sitten, nichts, es herrschte freie fröhliche Anarchie und jeder könnte dem anderen sogleich alles vergeben, weil wir hätten dann alle genügend Verständnis. Alles wär so toll einfach wie es ist und niemand hätte den Wunsch auch nur das kleinste Dingslein irgendwo zu ändern. Aber es wird eben NICHT alles aufgewogen. Es wird auch nicht ALLES aufgewogen. Und beides schon gar nicht tausendfach. Für mich klingt eine solche Aussage nicht nur unreif, sondern auch wie von jemand mit der totalen Rücksichtslosigkeit, der alles und jedes rechtfertigt, solangte es von seinem eigenen Kind angestellt wird. Ich hoffe nicht, dass das so gemeint war.

      • Markus Schneider sagt:

        @Rahel

        Der Kommentar zu Deinem ist dank Unfähitgkeit im Umgang mit vielen kleinen Antwortlinks weiter oben gelandet.

    • Rahel sagt:

      Ganz genau aus diesen und noch anderen, positiven Gründen haben Eltern, die nun mal mit Leib und Seele Eltern sind, Kinder! Danke für den wertvollen Kommentar!

      • Rahel sagt:

        Meine Antwort zum Kommentar von Chrigel vom 30. Okt. / 08:55 /( nur damits keine Missverständnisse gibt 🙂 )

      • Markus Schneider sagt:

        Nein, verallgemeinern lässt sich nichts. Nur dass im Blog hier fast ausschliesslich alles-ist-so-schön-mit-Kindern-Kommentare abgegeben werden, was in der Realität einfach nicht so ist. Dass Kleinkinder keine angeborenen Manieren haben, das ist ja wirklich nichts neues. Nur weil ich hier auch mal ein paar ebenso in der Wirklichkeit vorkommende (für euh „negative“ Bilder) ins Spiel bringe heisst das nicht, dass ich alles negativ sehe oder dass es mir persönlich so ergangen ist. Aber genau die Kommentare, die mir das dann andichten und meinen mich hämisch „bedauern“ zu müssen, die stammen doch von den ach so Lieben und Verständnisvollen. Ihr lieben Leute braucht im übrigen aber eh nicht so zu tun, als wäre das alles euch völlig unbekannt und ihr würdet von mir zum ersten Mal davon hören, denn so früh setzt der Hirnschwund normalerweise nicht ein.

        Ich werde euch nächstens mal einige wunderschönen Kinder-sind-so-super-Kommentar liefern – natürlich unter anderem Namen, damit ihr absolut mit mir einig gehen und euch bei mir einschleimen könnt. Wer weiss – vielleicht habe ich das sogar schon getan, denn genauso wie ihr brauche ich ja Liebe und Verständnis und vor allem eure gnädige Zustimmung zu allem, was ich sehe, sage und denke. Merkt ihr denn nicht, wie sehr ich danach lechze?

      • Rahel sagt:

        Sicher ist nicht alles so schön! Wars schon während der Schwangerschaft und bei der Geburt nicht….und sicher ist auch das Windeln-wechseln, Kotze putzen etc. nicht mein Traum! Aber all das Negative wird von dem Positiven, das uns die Kinder geben, tausendfach aufgewogen!

      • Rahel sagt:

        @ Markus Schneider

        Sicher war es nicht so gemeint! Du solltest mal bei mir zu Hause einen Tag verbringen! Würdest miterleben, wie oft ich meine Kinder zurechtweise! Das muss auch so sein, ohne Regeln geht es nicht! Aber ich bin ihnen deswegen nicht böse! Und eine spontane Umarmung oder ein “ Mami i han di liäb “ ( sicher nicht unmittelbar nach dem Schimpfis 🙂 ) verdrängt den Ärger in den nichtigen Hintergrund! Das meine ich mit aufwiegen! Und das tausendfach ist nicht so wörtlich gemeint! Nimms lockerer und nicht alles so bierernst, wo kämen wir sonst hin 🙂

        Und wenn Dir meine Antwort nicht passt, bin ich gerne unreif in Deinen Augen ( habe wenigstens noch gute Chanchen reif gepflückt zu werden 🙂 ) , schliesslich kann mans nie und nimmer allen Recht machen 🙂

      • Markus Schneider sagt:

        Das klingt ja auch schon wesentlich anders und allen muss man’s ja auch wirklich nicht recht machen.

        Ich nehme aber zumindest an, Deine Kinder sind von pubertären Anwandlungen noch recht weit entfernt, denn dann haben viele Eltern die zuvor aufgespeicherten Glücksgefühle dringend nötig um von etwas zu zehren. Nimm bis dahin einfach an, dass ich meinem Ärger über bestimmte Zustände einfach hier Luft mache und ihn anschliessend ebenfalls in den „nichtigen Hintergrund“ verdränge… (wobei uns beiden klar ist, dass er natürlich nicht da bleibt).

        Und danke fürs Kommentarfinden da oben 😉

      • Rahel sagt:

        Nichts zu danken, meine Kommentare fliegen zuweilen auch kreuz und quer umher 🙂

        Es allen Recht zu machen ist ja auch laut Sprichwort unmöglich und viel zu anstrengend, es überhaupt zu versuchen ( oder verlogen wenn man es trotzdem schafft! )

        Du liegst falsch, meine grosse Tochter steckt mitten drin in der Puuuhh-bertät 🙂 So geniesse ich die,momentan leider seltenen, Phasen in denen sie nicht zickt umso mehr 🙂

        Klar nehme ich Deinen Ärger an und akzeptiere ihn auch….gleiches Recht für alle hier 🙂

      • Bei mir kommt die Zickphase erst. In zwei Jahren werden wir wohl voll drin sein. Das wird heiter…

      • Rahel sagt:

        Viel Vergnügen 🙂 in ein paar Jährchen wird uns die zweite Welle erwischen 🙂 Ach wär’s doch schon vorbei…..auf der anderen Seite finde ich es spannend, einen jungen Menschen durch die Phasen des langsam erwachsenwerdens begleiten zu dürfen. Das Zicken gehört nun einfach mal dazu….da waren wir ja wohl auch nicht anders ( wobei in der Regel Jungs nicht so „schlimm“ sein sollen wie Mädels, hab ich gehört…..:-) ). Muss mal mein Mueti fragen wie’s bei mir so war….oder besser ich frag doch nicht 🙂

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Sehr schön geschrieben, Chrigel, geht mir als Mutter zweier Kleinkinder genau gleich! Und doch kann ich Frau Stüber irgendwie verstehen. Meine müssen nicht kerzengerade und mucksmäuschenstill am Tisch sitzen und fleckenfrei essen, das verlange ich nicht. Und doch plädiere ich für ein gesundes Mass an Anstand. Mit dem Essen spielt man nicht, das verstehen auch Dreijährige einigermassen. Und wenn doch damit gespielt haben, haben sie eben keinen Appetit, und das Teller mit Inhalt kommt weg. Mit Rotz getränkte Speisen esse aber auch ich nicht unbedingt, igitt! Jedem das Seine… Ä Guete :)!

  • Magdalena sagt:

    Nun, wenn ich manchmal im stau stehe und meine staumitgenossen im auto beobachte, dann sehe ich gAAAAAAnz viele (erwachsene!), die in ihrer nase bohren und danach den finger genuesslich in den mund stecken!!! :-))))

    Oder z.b. sich kurz mit der zunge ueber die oberlippe fahren wenn einem im tiefsten winter einen tropfen von der nasenspitze runterrollt…

    Also tut mal nicht so von wegen rotze und igit und so….
    Man musste naemlich noch nie jemandem erklaeren, wie sich ein “boeegg“ anschmeckt… das wissen wir doch alle, stimmts?

  • Daniela sagt:

    Mütter mit dem Nuggi sind tatsächlich ein No-Go, da muss ich Henri absolut Recht geben. Auch mit Eltern die ihre Kinder mit Rotz verschmierten Kleidern zu mir nach Hause bringen, habe ich kein Verständnis. Jedes Mal wenn ich mein Göttikind hüete, muss ich ihm zuerst das Gesicht waschen und frische Kleider anziehen. Gegen dreckige Kleider vom rumtollen habe ich nichts, aber nicht Tage alten …. Pfui.

  • Katharina sagt:

    Dies ist off topic und nicht ekelbefreit.

    Jetzt passiert das auch hier gopfertori. will it even end?

    „we will not live in fear ANYMORE! We Are Here And We Are QUEER. Say it once say it TWICE, say it LOUD say it PROUD!“

    http://www.ktla.com/ktla-la-brea-transgender-attack,0,4489908.story

  • Henri sagt:

    Jetzt möchte ich aber auch noch meinen Saft, ähh, natürlich meinen Senf dazugeben.

    Also mir stellt sich die Sache so dar:

    Es gibt Körpersäfte und Körpersäfte,
    und es gibt Situationen und Situationen,

    und es gibt Kombinationen von Situationen und Körpersäften, welche kompatibel sind,
    und es gibt Kombinationen von Situationen und Körpersäften, welche inkompatibel sind.

    Meines Erachtens ist besagte Situation eine inkompatible.

    Dann kommt aber noch die vierte Dimension dazu, nämlich, dass man in seinem Leben über die Zeit gesehen die Grenzen verschiebt – was einmal unmöglich schien, kann morgen schon Ziel sein (man betrachte nur die heutige Mode …).

    Wer wiss schon, wohin in dieser ganzen Sache die Mütter hindriften werden …
    Und wer will es wissen?

    Aber immer wieder komisch finde ich, wenn mir so ein Mütterchen entgegenkommt,
    den Kinderwagen vor sich herstossend,
    den Nuggi im Mund,
    und das arme Kind?

    Wärmt sie den Nuggi?
    Oder sorgt sie dafür, dass er feucht und rutschig bleibt und somit beim Reinstossen ins Kind nicht kleben bleibt?
    Oder macht sie das, damit kein Schmutz drankommt?
    Kein besserer Aufbewahrungsort?
    Regression?

    Fragen über Fragen.

    • Sibelius sagt:

      Sie säubert den Nuggi, der vorher zu Boden gefallen ist.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Henri:
      „Es gibt Körpersäfte und Körpersäfte,
      und es gibt Situationen und Situationen,
      und es gibt Kombinationen von Situationen und Körpersäften, welche kompatibel sind,
      und es gibt Kombinationen von Situationen und Körpersäften, welche inkompatibel sind.
      Dann kommt aber noch die vierte Dimension dazu“
      … klingt so nach Aliens und Predators, dort schleimts mir auch definitiv zu deftig…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        …mehr als das, wenn ich den Text dieses „Henri“ lese, bekomme ich das grosse Kotzen, übrigens nicht zum erstenmal, widerlich!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Pippi Langstrumpf: … also die mehrdeutigeren Körpersäfte wurden von anderen Kommentatoren ins Spiel gebracht, ich finde den Text witzig. Und Mütter mit Nuggis im Mund, oder den Nuggi im Mund säubernd (ich nehm mal an dass waren jeweils die Mütter und nicht weibliche Hüterinnen, Tanten, Gotten), das hab ich ebenfalls immer wieder mal gesehen, dann können schon derartige Gedanken durch die Hirnwindungen spulen, ohne jegliche Mehrdeutigkeiten…
        Aber ich hoffe die Übelkeit hat nicht lange angehalten und auf einen erfreulichen Samstagabend! 🙂

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ach Brunhilde, es geht nicht um die Körpersäfte, die machen mir nichts aus, ich bin abgehärtet. Lesen Sie den Text noch mal, meiner Meinung nach ist es offensichtlich.

        Ich wünsche Ihnen auch einen schönen Abend, endlich wieder Winterzeit.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Der erste Satz Stein des Anstosses? Oder eher die Nuggireinschiebbeschreibung? Oder die implizierte Regression? Fand ich alles auf den bisherigen Verlauf gesehen im „Wortbild befindlich“,
        aber vorallem: warum „endlich wieder Winterzeit“- ehm, soeben wirds mir klar, uff, heute ist ja Zeitumstellung, peinlich peinlich das war mir komplett entgangen, ich fragte mich schon ob Sie sich den eiskalten Winter herbeiwünschen…

      • Henri sagt:

        Ach, Pippi Langstrumpf 30. Oktober 2010 um 18:46

        Sie haben wirklich einen ziemlichen Sprung in der Schüssel!

        Sie denken, Sie seien der Masstab der Welt und wollen hier über alle zu urteilen, welche Ihnen nicht so ganz genehm sind.

        Zum Glück, zu unser aller (ausser vielleicht ihrem ganz persönlichen) Glück, können Sie weder die Welt und auch nicht die Themen hier formieren, so gern Sie das wohl würden.

        Aber es sei Ihnen unbenommen, hier und auch anderswo über mich und andere messerscharf zu urteilen, bloss – wen interessierts, ausser Ihnen und, manchmal, mich?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich meine gar nichts, ich weiss!

      • Richtige Antwort, Pippi.

    • Simone sagt:

      Ich seh in Henris Text nichts schlimmes, aber ich könnt mir auch mehr Mühe mit Interpretieren geben. Aber Pippis Kommentare kommen mir manchmal schräg rein. Henri, ich wisch den Nuggi an meiner Hose ab, dem äusseren Bild zu liebe.. Er ist abgewischt nach Bodenkontakt, aber nicht abgeschleckt…

      • Simone, Pippi denkt ausgesprochen selbst. Vielleicht gefällt Dir das manchmal nicht?

        Zwei Jahre nach der „erzwungenen“ Nuggientwöhnung (es sind alle einer nach dem anderen mysteriös verschwunden….) fand meine Tochter wieder einmal einen alten Nuggi und probierte ihn. „Hanen nümme gern.“ stellte sie enttäuscht fest.

  • Eni sagt:

    Wenn ich diesen Beitrag so lese, komme ich zum Schluss dass ich eine Rabenmutter bin.

    Ich habe mein Lebtag auch nie nur den Breilöffel meiner Kinder abgeleckt, geschweige denn deren zermantschtes Essen aufgegessen. Nur weil heute nicht mehr jede Familie ein Schwein im Hinterhof hält, heisst das noch lange nicht, das die Mütter die Aufgabe des Abfallessens übernehmen müssen.

    Auch beim Windeln wechseln hatte ich oft Brechreiz bis mir die Tränen kamen. Leider haben meine Kinder darauf keine Rücksicht genommen. Beide waren erst mit 4 Jahren sauber.

    • Dani Kobler sagt:

      Und zu welchem Zeitpunkt genau wird aus dem Essen Abfall das die Mutter oder der Vater nicht mehr essen soll?
      Ist die ganze Scheibe Brot auf dem Kinderteller dann schon Abfall oder muss das Kind erst ein Stück davon abbeissen
      um daraus ein für die anderen ungeniessbares Stück Abfall zu machen?

      • Ich denke auch, dass hier dringend ein Beschluss des Sicherheitsrats der UNO nötig ist. Eventuelle Uneinstimmigkeiten sollen danach durch den Gerichtshof in Den Haag geklärt werden. Die Brotscheibenfrage darf keinen Moment länger vernachlässigt bleiben.

      • Eni sagt:

        @ Dani Kobler

        Auch wenn ich Mutter bin, bewahre ich mir doch meine Würde. Da wir nicht in einem 3. Weltland leben, habe ich es zum Glück nicht nötig, im Abfall zu wühlen und zu essen. Wenn Sie das angebissene Brot Ihrer Kinder essen wollen, bitte tun Sie das, aber bei mir muss nur der Hund die Resten vertilgen.

        Im Übrigen würde ich es sehr unerotisch finden, wenn mein Partner den Abfall meiner Kinder essen würde. Das wäre dann ein 100% sicheres Verhütungsmittel.

      • Dani Kobler sagt:

        @ Eni: Wie kommst du darauf das nur in 3 Weltländern in Abfall nach Essbarem und Brauchbarem gewühlt wird?
        Das gibts auch bei uns, Leute die nach Ladenschluss hinter dem Coop bei den Containern warten.
        Und längst nich alle davon tun das weil sie knapp bei Kasse sind, sondern weil sie der Meinung sind das (unverdorbene) Lebensmittel nicht in den Abfall gehören.

    • Eni sagt:

      Nun, ich würde lieber 3 Tage nichts essen, als im Container von Coop zu wühlen. Denn spätestens wenn die Lebensmittel dort gelandet sind, sind sie definitiv nicht mehr essbar. Ist vor allem im Sommer sehr appetitlich, wenn sich die Maden im Container suhlen. Ich finde, dass sich der Mensch vom Schwein unterscheiden sollte. Das ist ja wirklich wiederlich!

      • Naja, Eni, Coop wirft das Zeugs weg, wenn sein Verfallsdatum erreicht ist. Es ist danach aber in den meisten Fällen noch einige Tage geniessbar, bei manchen Sachen viele Wochen. Coop (und Migros und Denner und Manor und und) wirft also Sachen weg, die eigentlich noch real gut sind, gesetzlich aber schlecht. Dass viele Leute diese Sachen aus dem Container fischen, halte ich für in Ordnung. Ich würde es nicht machen, aber 3 Tage hungern, und daneben einen Container mit fast frischem Gemüse stehen zu haben, würde ich nicht wollen.

        Es gibt Hilfswerke, die sich spezialisiert haben darauf, die noch guten aber offiziell verfallenen Sachen an Arme zu verteilen. Das finde ich sehr gut.

      • Dani Kobler sagt:

        @ Eni: Schauen sie doch mal Filme wie: Unser täglich Brot, Food Inc oder schauen sie die Site von foodwatch.de.
        Schön verpackt und mit dem Ablaufdatum heute in 3 Jahren reicht nicht immer um essbar zu sein.

      • Eni sagt:

        @ Patrick Tigri

        Wie gesagt, würde ich nie irgenwo wühlen, wo sich die Maden suhlen, also auch nicht im Container vom Coop, aber wahrscheinlich haben wir andere Vorstellungen von Hygiene.

        @ mira

        Ja, da könnten Sie recht haben. Ich habe das auch geerbt.

      • Nein, haben wir kaum. Nein, es geht mir nicht ums Wühlen im Dreck, aber wenn eine Box mit abgelaufener, aber noch perfekt geniessbarer Milch irgendwo herumsteht, finde ich es sehr legitim und hygienisch, wenn ein Obdachloser sich bedient.

        Weisst Du, wie viele Tonnen noch guter Lebensmittel jeden Tag weggeworfen werden, nur, weil das sehr vorsichtig definierte Verfallsdatum erreicht worden ist?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Da muss ich dir zustimmen, Tiger. Es wird viel zuviel weggeworfen, was noch essbar ist. Mein Sohn jobbte in seiner Schulzeit mal im Mövenpick in der Küche, bei Beizenschluss mussten die nicht verkauften Tortenstücke in den Schweinekübel geworfen werden, nichts durfte nach Hause genommen werden vom Personal, da fehlen mir die Worte. Ich möchte auch nicht Fleisch essen aus dem Container, auch nicht, wenn es verpackt ist, niemand weiss, wie lange es schon dort lag. Wenn ich aber beobachten würde, wie die noch einwandfreien Lebensmittel weggeworfen werden, hätte ich keine Mühe, sie wieder herauszufischen, wenn sie nicht verschmutzt wurden.

        An Weihnachten hole ich mir meistens ein Bäumchen bei einem Grossverteiler, das nicht verkauft werden konnte, die Bäumchen lagern draussen, wenn sie niemand mitnimmt, werden sie nach Weihnachten verbrannt. Ich gehe einfach davon aus, dass der Besitz an den Bäumchen aufgegeben wurde, sonst wären sie reingenommen worden.

    • mira sagt:

      @eni
      „Auch beim Windeln wechseln hatte ich oft Brechreiz bis mir die Tränen kamen. Leider haben meine Kinder darauf keine Rücksicht genommen. Beide waren erst mit 4 Jahren sauber.“

      Ob das wohl einen Zusammenhang hat? Ich könnte wetten, dass ihre Kinder später mit dem gleichen Problem wie sie zu kämpfen haben…

      • Eni sagt:

        Meinen Sie mit dem Brechreiz?

      • mira sagt:

        Ja, das könnte ich mir gut vorstellen.

      • Eni sagt:

        @ Patrick Tigri

        Dass man Lebensmittel auch noch nach dem Ablaufdatum geniessen kann weiss ich selber. Hier war aber die Rede von Leuten die in Container vom Coop rumwühlen der draussen steht. Coop stellt nirgendwo Lebensmittel so hin, damit man sich einfach so bedienen kann. Alles wird so entsorgt, dass sich ein normaler Mensch davor ekelt, sich etwas davon zu nehmen.

      • Eni sagt:

        Ui Pippi, da könnten Sie aber in teufels Küche geraten. Wenn die Bäume auf dem Areal des Grossverteilers deponiert sind, handelt es sich bei Ihrem Vorgehen genaugenommen um Diebstahl. Das Gleiche gilt für das rausfischen von Lebensmitteln aus dem Container. Die Ware bleibt solange im Besitz der Wegwerfers, bis die Ware abgeholt und dann in den Beszt des Abholers bzw derEntorgungsfirma übergeht. Daselbe gilt auch für Säcke mit Altkleidern oder in Geschäften wo man zB alte Schuhe entsorgen kann.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nein Eni, nicht unbedingt, es kommt auf die Umstände an, aber ich will hier keine juristischen Detailfragen aufwerfen.

      • Das habe ich nicht so verstanden, Eni. Dass unverpacktes Fleisch aus einem Container sicher nicht brauchbar ist, ist mir klar. Eine Palette mit „abgelaufenen“ Zuckerwürfeln hingegen süssen noch viele, viele Tassen Kaffee.

    • Markus Schneider sagt:

      Wenn ich Sie wäre, Eni, würde ich nicht so viele Details aus meinem Leben hier ausbreiten. Das ist nur peinlich und lässt auch noch allzudeutliche Rückschlüsse auf ihre psychische Disposition zu. An Ihre entsprechenden Aussagen brauche ich ja wohl nicht zu erinnern. Mit jedem Ihrer Posts beginne ich mich emhr zu fragen, ob das mit der „Entsorgung“ ihres Ex-Ehemanns nicht vielleicht doch ein wenig ganz anders gelaufen ist als von Ihnen dargestellt.

      Und in Antwort auf eine frühere Klage Ihrerseits: Nein, eine wirkliche Idealmutter sind Sie ganz bestimmt nicht, auch wenn Sie sich manchmal so zu fühlen belieben.

      • Eni sagt:

        Ach Schneiderlein, Sie dürfen über mich denken was Sie wollen. Machen Sie sich mal keine Sorgen über meine Psyche, aber Sie sollten darüber nachdenken, warum Sie auf biegen und brechen mit mir kommunizieren wollen. Obwohl ich Ihre Eltern als Pack bezeichnet habe, kleben Sie noch immer wie eine Klette an mir. Sorry, aber kein normaler Mensch kommuniziert mit Leuten die ihre Eltern beleidigen. Vielleicht sollten Sie sich wirklich mal den Spiegel vor das Gesicht halten.

        Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Leben.

      • Markus Schneider sagt:

        Sie kommunizieren sogar mit mir, obwohl ich Ihre Eltern nicht beleidigt habe. Muss ich nun genauso menschenverachtend reagieren wie Sie? Bisher haben Sie ja übrigens nur meine Mutter beleidigt – mein Vater würde sich bestimmt auch sehr über Ihr Gegeifer freuen. Denken Sie mal darüber nach. Und solange sie derartigen Mist verzapfen, werde ich meinen Senf dazugeben, sofern ich grade Lust dazu habe. Finden Sie sich damit ab.

      • Katharina sagt:

        Who has custody of your brain, Markus?

        Wer hat das Sorgerecht für Ihr Gehirn?

      • Eni sagt:

        @ Katharina

        Ach, reiben Sie sich doch nicht so am tapferen Schneiderlein auf, der hat halt einfach einen Narren an mir gefressen 🙂

  • Katharina sagt:

    Nein.. Der Artikle mag vieleicht lustig sein. Gefallen tut er mir nicht. also applies to the discussion. booooring.

  • heidi reiff sagt:

    Mein Sohn ist Autist, lebt in einem Heim für erwachsene Behinderte. Bei gemeinsamen Essen passiert es auch, dass, diese spontan erbrechen müssen, die BetreuerInnen reagieren spontan, ohne grosses blödes Gemotze, das wird einfach weggeputzt. Punkt. Vor vielen Jahren hab ich einen Kurs gemacht in einem Heim wo geistig Behinderte leben, in der Pause habe ich mitbekommen, ein Behinderter hat draussen erbrochen und spontan das Erbrochene wieder gegessen, war für mich ein Schock, hab einfach in dieser Situation etwas hilflos reagiert, in solchen Situationen bleibt uns ja nichts anderes übrig. Zum Glück gibt es noch Menschen, die auch mit behinderten Menschen umgehen können mit allem Drum und Dran. Bulimie ist ja auch bekannt, Menschen die essen und Grenzen nicht kennen, den Finger in den Hals stecken, damit kommt wieder alles hoch, früher hat mich Hundekot extrem geekelt, da kehrte sich mein Magen, es gibt ja überall solche Boxen wo der Hundedreck entsorgt werden kann, die meisten Leute halten sich daran.

    • Hunde fressen ihr Gekotztes routinemässig. Wenn wir unsere kulturellen Scheuklappen ablegen, merken wir, wie logisch das wäre.

      • heidi reiff sagt:

        Stimmt zum Teil für mich, in der Tierwelt z.B. Kühe die fressen ja Gras, der Kuhfladen ist scheints noch ein gutes Düngungsmittel, ich bin eine Kulturbanausin, Kultur ist verstunken und verlogen, ich mag Kühe auf der Weide, die machen einfach Muh, ohne Kühe hätten wir keine Milch, das sind Tatsachen. Ich kann logisch Denken, ich handle nach meiner Logik, hat ja nichts zu tun mit Frausein oder Mannsein . Ich mag Tiere, wenn mal so eine Spinne herumkrabbelt behalt ich ruhig Blut. Habe einige Photos gemacht in der Natur von Spinnennetzen, war faszinierend für mich.

      • Henri sagt:

        Ja und Milliarden von Fliegen fressen Kuhdreck.

        Aber muss man alles machen, nur weil es viele andere machen?

  • Nala sagt:

    Ohje dann fehlt mir aber trotz zwei inzwischen Teenager-Kindern dieses Mutterliebe-Gen. Ich find sowas ja nur einfach bäää. Nein schon der Gedanke daran, was Du zuschauen musstest, lässt mir die Haare zu Berge stehen. Gruusig. Igitt.

    Wenn Dir jetzt davor gruselt, wirst Du das bei Deinen Kindern kaum plötzlich toll finden. Und man kann einem Kind, das so ein riesen Stück Kuchen nicht mehr weiteressen mag, durchaus den restlichen Teil wegnehmen, bevor es zermantscht wird. Mir wär das Essen zu schade. Und mit Rotz zermantscht find ich es auch nicht mehr essbar. Kinder können das durchaus lernen, einigermassen anständig zu essen. Auch schon mit 3.

    Ich kann es z.B. auf den Tod nicht ausstehen, wenn jemand schmatzt und mit offenem Mund isst. Da dreht es mir unweigerlich den Magen. Und meine Kinder konnten daher auch schon im frühen Kindesalter ihren Mund schliessen. Muss man halt immer mal wieder sagen, aber es geht.

    Viel Spass wenn Du dann mal Kinder hast. Und iss bloss keine verrotzte Schwarzwäldermantsche *G*

  • SteBe sagt:

    haha…. das hat mich schon immer gewundert wie mütter solchen match am schluss ohne mit der wimper zu zucken essen können. das ist einfach nur „gruuuusig“ und unappetitlich (allen sterilschmarotzern zum trotz)……

  • Fufi sagt:

    Was ich interessant finde:
    Dieser „K&K“-Beitrag hat viele, sehr viele Diskussionsbeiträge erhalten.
    Viele davon sehramüsant und/oder ausserordentlich ehrlich.
    Ob’s wohl am Thema liegt?

    Sex wis well: SHIT HAPPENS!

    Schönes WE an Alle!

    fufi 🙂

  • Louis Ehrensberger sagt:

    Endlich mal jemand, der aufzeigt, was für ekelerregende Dinge sich Eltern zutun und dabei meist auch noch mächtig stolz sind… Die Gesellschaft muss sich offenbar immer alles gefallen lassen. Von komischen Tischmanieren bishin zu schlechter Erziehung wird vieles einfach stillschweigend zur Kenntnis genommen, obwohl sich viele darüber aufregen oder ekeln oder was auch immer.
    Und der Vergleich zwischen Tortenmatsch-Rotz und eigenem Erbrochenem im Artikel ist im Übrigen nur rhetorisch gemeint 😉

  • xyxyxy sagt:

    Hauptsache etwas wird geschrieben!

    Die Autorin hat wohl seltsame Freundinnen. Wieviele Mütter würden wohl zermatschte Rotze essen…. also ich kenne glücklicherweise keine.

    Wenn schon ein Beispiel in dieser Hinsicht, kann man über mit Kot verschmierte Windeln (und Kinder!) sprechen, vor welchen sich Kinderlose meist mehr zieren, als Eltern, welche bei solcher Arbeit wenig Ekel befällt.

    • Kathy sagt:

      Ich finde Kot ekliger als Rotz, sogar viel ekliger!!

      • xyxyxy sagt:

        Kathy – ich habe ja auch nicht davon geredet dass wir die verschmierten Windeln Löffelweise essen, wie das unsere sehr „authentische“ Beobachterin bei ihrer Freundin mit der verrotzten Torte beobachtete. „Löffelweise schob sie sichs rein“.

        Wow!

    • Gabri sagt:

      Und volle Windeln von fremden Kindern sind auch für mich als Mutter eklig. Die herabgesetzte Ekelgrenze die es halt wirklich bei den Eltern gibt bezieht sich nur auf das eigene Kind.

  • elena sagt:

    Eine leckere Schilderung: Diese Freundin würd ich nicht zur Freundin haben wollen und wenn doch, da würd ich mit der nur in ihren vier Wänden essen und würde ihr mit abgedunkelter Sonnenbrille gegenüber sitzen..Ich hätte so was von meinen drei Töchtern nicht gegessen, ich hätte ihnen auch kaum eine Schwarzwäldertorte bestellt und schon gar nicht hätte ich diese – wenn ich aus seltsamen Gründen doch so eine bestellt hätte – noch zermantschen lassen und zusammen mit dem Rotz runtergedrückt. Ui, da kommt mir die Schwarzwäldertorte von eben grad hoch…..

  • Tschannen Werner sagt:

    wieder einmal ein genialer Bericht! Das Verhalten der Mutter hat absolut nichts mit Mutterliebe zu tun! Höchstens mit mangeldem Wissen. Es gibt definitiv besseres als eine Torte wenn das Kind erkältet ist. Undwiso sollte ein erbrochenes Frühstück besser aussehen soll als ein zermantschter Kuchen? auch das bleibt für immer ein Rätsel, gefangen in diesem sehr verwirrendem Beitrag über Mutterliebe, der keiner ist.

  • Andres Dähler sagt:

    So gut die Idee mit den Gastbeiträgen ist: Diese Provokation ist doch etwas gar durchsichtig und schüleraufsatzmässig geschrieben

  • Sibelius sagt:

    Geht es im Beitrag und in der Diskussion jetzt eigentlich um Ekel oder Tischmanieren? Werden hier nicht 2 Sachen vermischt?

  • Ich finde es schön, dass mein Text so große Resonanz bekommt, allerdings haben wohl einige den humoristisch/glossigen Aspekt des Textes nicht wahrgenommen sondern nehmen die ganze Sache etwas zu ernst 😀
    Ein bisschen lustig finde ich es schon, dass über mein Verhältnis zu (Oral-)Sex spekuliert wird oder eventuelle zukünfige elterliche Qualitäten zur Debatte stehen 😉 Der geneigte Leser möge den Text erneut lesen und sich dabei bewusst sein, dass Überspitzungen ein Stilmittel sind und das nicht bedeutet, dass die Autorin ihr Haus nur mit Atemmaske und Desinfektionsmittel verlässt 😉

    • Nicole sagt:

      Frau Stüber, ich finde Ihren Artikel herrlich! Besten Dank! Ich wünschte, ich hätte Ihre Schreibbegabung.

      …ob meine Begeisterung allerdings daran liegt, dass ich ebenso (noch) kinderlos bin und mich angesichts solcher Erlebnisse gerne frage, ob ich es nicht doch besser bleibe? 🙂 Ich behaupte ja gerne, dass die einzige Motivation, Kinder zu kriegen, darin liegt, dass man damit rechnen darf, dass diese einen (aus Pflichtbewusstsein) immer Alter (zumindest hin und wieder, wenn sie nicht ganz missraten sind) besuchen. Weil man ja nicht unbedingt davon ausgehen kann, dass a) der Mann einen überlebt und b) der Mann sich 10 Jahre vor der Pensionierung nicht eine Frischere schnappt.

      • Patrick Tigri sagt:

        Nein, Nicole, glaub mir, Kinder zu machen gibt es viele, viele Gründe. Das sage ich auch zu ChliniMuus.

        Natürlich gibt es Gegenargumente, und jedeR gewichtet sie anders, aber wenn Ihr unsicher seid, dann empfehle ich es Euch sehr.

      • Danke 😀 Das mit der Motivation müsste man sich noch überlegen… alternativ könntest du auch reich werden, dann besuchen dich im Alter auch alle noch so entfernten Verwandten in der Hoffnung auf das große Erbe 😉

    • Katharina sagt:

      Oral sex combined with food can be a lot of fun, Nadja.

  • Tobi sagt:

    Völlig daneben dieser Artikel! Wer den Anblick seines Erbrochenen einer zermantschten Banane oder einem etwas ausser Form geratenen Kuchen vorzieht, der scheint definitiv ein gröberes Problem zu haben. In diesem Fall ist es wohl besser seine Gedanken an Kinder schon gar nicht zu verschwenden.

  • Dandelion sagt:

    Tja, der Austausch von Körpersäften scheint nicht jederfraus Sache zu sein. Insofern müsste sich die Frage des natürlichen Kinderkriegens für die Autorin schon aus biologisch-anatomischen Gründen selbst beantwortet haben. Und mit Diätplänen verträgt sich Schwangersein ja auch nicht so richtig! Speziell das Essen ist – hoffentlich nicht nur für Kinder – eine sehr sinnliche Angelegenheit – und da darf man meiner Meinung nach auch mal ein bisschen unanständig sein. Sie würden sich wundern, wie es mit unseren 3 Sprösslingen (8 Mt., 2.5 J., 5 J.) am Tisch zu geht – das macht manchmal sogar mächtig Spass. Da draussen gibt es zum Glück nicht nur viele „ekelbefreite“ Mamis sondern auch genausolche Papis, die finden dass etwas gut dosierter Dreck nicht den Weltuntergang bedeutet. 😉 Zudem lässt mich das hoffen dass sich unsere Spezies doch noch nicht so bald selbst wegdesinfiziert.

  • monti sagt:

    Grundregel “ mit dem Essen wir nicht gespielt. Unsere Tochter 2.5 weiss genau, dass Esswaren auf dem Teller bleiben. Dies ist wohl nicht schwer einem Kinder beizubringen – auch bei Montesori nicht.

  • Momo sagt:

    Vor 12 Jahren hat mein 2jähriger Sohn seinen zerkauten Bissen Käseküechli wieder rausgegeben, in die Hand des Göttis…
    Und was tut er? Er isst es….ich konnte mich fast nicht erholen, mich hat es wircklich geekelt…:-) ( ja ich liebe meine Kinder) aber ich bin doch nicht Mülleimer, bloß weil ich Mami bin…

    • Rahel sagt:

      Find ich total köstlich ( also nicht das zerkaute Stückli Käseküechli sondern Göttis Reaktion .-) ). Hab grad herrlich drüber geschmunzelt 🙂 ! Ich hätte es allerdings auch nicht gemacht! Aus dem gleichen Glas trinken oder von der gleichen Gabel essen macnt mir keine Mühe, aber wenns Essen schon im Mund war oder eben vollgerotzt hörts bei mir auch auf 🙂

    • ChliniMuus83 sagt:

      wäh…

      • Patrick Tigri sagt:

        Klingt wirklich nicht appetitlich. Aber eine köstliche Geschichte (keine Anspielung beabsichtigt). Jedem das seine, und wenn der Götti das problemlos findet, soll er es tun. Der Kleine wird allerdings sicher nicht mehrken, dass sein Götti grad etwas Aussergewöhnliches gemacht hat.

  • papa sagt:

    Interessant finde ich die Feststellung in der Einleitung, dass man normal ist solange man keine Kinder hat. Dieser Satz spricht Bände.

    Die Kinder verhalten sich nicht immer so wie wir und andere sich das wünschen. Deswegen schlagen wir sie aber nicht gleich tot sondern geben ihnen die Chance zu lernen. Als Vater von zwei Kleinkindern kann ich sagen, dass auch ein dreijähriger schon sehr viel Eigenleben und Persönlichkeit entwickelt und Mama und Papa es auch einmal müssig sind, die ganze Zeit das Verhalten des Kindes zu korrigieren. Natürlich soll dies kein Blankoschein für jegliche Art von widerlichem Verhalten sein. Aber so wie das beschrieben wurde, hatte der Kleine ja niemanden sonst gestört. Da ist es doch fast schon eine Frechheit, sich über das Essverhalten eines dreijährigen und seiner doofen Mutter auszulassen.

  • Nicole sagt:

    Spannend, wie die Meinungen hier auseinander gehen… wie die Erziehungsarten auch 🙂

    als ich den Text gelesen habe, habe ich mir als erstes die Frage gestellt, in wie vielen Kaffees ich mit meiner Mutter und deren Freundinnen als dreihährige war… und ich glaube, in keinem. Meine Mutter war leider leider so uncool und unmodern (wer die Ironie findet, darf sie behalten), dass sie die Leute nach Hause eingeladen hat und wir dann spielen gehen konnten und nicht vor lauter Langeweile „herumgemoort“ haben, was man mit Essen eigentlich eh nicht machen sollte, ob es nun eklig ist oder nicht! Tja, aber zu Hause konnte man zu der Zeit halt auch noch keine Diät-Latte Macchiatto trinken (hat sicher nur sehr sehr wenige Kalorien).
    Ich denke auch nicht, dass man mir in dem Alter ein Tortenstück für Erwachsene bestellt hätte, aber wir leben ja eh in einer Verschwendungs-Gesellschaft und wir haben ja alles, und was nicht haben, können wir im nächsten Shop kaufen, also warum sich Gedanken drum machen?

    Ausserdem, wenn ich – und wahrscheinlich auch viele andere hier – Schwarzwäldertorte esse (also ein Stück, nicht eine ganze Torte), dann wird der Teller auch schmutzig und bei Spaghetti sowieso…!!

    UND, was mich noch brennend interessieren würde: wenn man nicht mal den benutzen Löffel des Partners ablecken kann, wie um Himmels Willen macht man das den, was man macht, wenn die Schlafzimmertür zu ist? der arme Mann, also wirklich…

    wünsche allen ein keim- und rotzfreies Wochenende!
    (Mutsch, an diejenigen, die einen wollen 🙂 )

    • Patrick Tigri sagt:

      Wääää wie unhygienisch!

      (einen zruck, guter Text find ich)

    • Rahel sagt:

      Danke und Mutsch zurück 🙂

    • Widerspenstige sagt:

      Gefällt mir Deine witzige Beschreibung und vorallem der nicht zu unterschätzende Zusatz am Schluss ‚…UND, was mich noch brennend interessieren würde: wenn man nicht mal den benutzen Löffel des Partners ablecken kann, wie um Himmels Willen macht man das den, was man macht, wenn die Schlafzimmertür zu ist? der arme Mann, also wirklich…‘ Mir ist das auch ein Rätsel und brauche wohl Nachhhilfe im Verstehen diesbezüglich…Wie bitte sollen erotische Momente sonst abgehen?!

    • Sportpapi sagt:

      Ich bestelle für meine Kinder nur ein ganzes Torstenstück, damit ich es fertigessen kann 🙂 Was ich nun nicht verstehe: was macht man mit Löffeln im Schlafzimmer?

  • Moni sagt:

    Das kann man noch toppen! Ich kenne Leute, die ihren zwei 3- und 5-jährigen Kindern die Spaghetti direkt auf der Tischplatte servieren! Wenn man nachfragt, warum es für die Kids keine Teller gibt, heisst es: „Ach, das bringt doch nichts, landet ja eh alles daneben!“
    Manchmal könnte man meinen, dass bei der Geburt das Gehirn auch gleich rausgepresst wird…

  • trulla sagt:

    Super Artikel! Ähnliche Szenen habe ich auch schon erlebt. Ausserdem bin ich immer wieder sprachlos, wenn Mütter die Kleinen mit dem Gesicht voller Rotz rumlaufen lassen mit der Begründung „er/sie hat es es eben nicht gern, wenn ich ihm die Nase putze“.

    • Sibelius sagt:

      aber liebe trulla manchmal geht es einfach nicht anders. unser sohn hatte gerade diese woche intenisv den „pfnüsel“ und es floss einfach permanent aus seiner nase. man ja kann ja nicht ununterbrochen mit einem nastuch in der hand hinterherrennen…

  • Sportpapi sagt:

    Die beschriebene Szene erinnert eher an einen Säugling als einen 3jährigen. Wenn meine Söhne beginnen, mit dem Essen zu spielen, nehmen wir ihnen den Teller weg. Zudem sind die Portionen im Teller so gewählt, dass nicht viel Rest übrig bleibt – auch im Restaurant verlangen wir häufig einen Zusatzteller. Natürlich müssen Eltern manche (frühere) Ekelbarriere überwinden – beim eigenen Essen hört der Spass aber auf, zumal es ja völlig unnötig ist.

    • Sportpapi sagt:

      Ach ja – ich staune über die vielen Einträge zu diesem doch eher langweiligen und übertrieben dargestellten Thema. Freitag scheint ein guter Tag zu sein…

      • max sagt:

        @sportpapi

        Freitag ist der Tag, wo die SP-wählenden Beamten und Bürolisten auf den Feierabend warten, sich im Blog die Zeit vertrödeln anstatt dem Arbeitgeber und dem Bürger zu dienen.

      • Sportpapi sagt:

        Hmmm – und sich die Banker auf den Wochenend-Apéro Freitags um 4 vorbereiten und langsam die Kravatten lockern? Und was macht denn eigentlich Max so den ganzen Tag?

      • Sportpapi sagt:

        Hm – hier fehlt eine Antwort von mir. Evtl habe ich einen falschen Namen zitiert? Auf jeden Fall warten nicht nur Bürolisten auf das Wochenende. Meine Banker-Kollegen haben jeden Freitag um 4 ihren Wochenendapéro. Und die Handwerkerkollegen können am Abend nicht ins Training, weil sie schon am späten Nachmittag beim Bier sind. Ausserdem verstehe ich den Seitenhieb auf die Beamten gar nicht. Sind das nicht die Leute, die sich für einen tiefen Lohn für die Gesellschaft einsetzen, während andere mit vergleichbarer Ausbildung irgendwelche Papiere verschachern und für diese unproduktive Arbeit einen Wahnsinnslohn kassieren? Zudem: ich bin zwar nicht SP-Wähler. Aber den Damen und Herren muss man zu Gute halten, dass sie sich nach bestem Wissen und Gewissen und grossen Idealen für die Gesellschaft einsetzen. Das kann man so uneingeschränkt nicht von vielen Politikern sagen, die in erster Linie ihren Geldgebern hofieren. Und jetzt wieder Klammer zu, wir sind ja bei einem anderen Thema…

      • Patrick Tigri sagt:

        Way to go Sportpapi.

      • Katharina sagt:

        Und die SVP waehlenden gehen hump a tree.

      • Sibelius sagt:

        max studiert… und bloggt.

  • Cara Mia sagt:

    Super, all diese Kommtare vor dem Mittagessen zu lesen, das ist gut für die Figur, denn da vergeht einem umgehend jeglicher Appetit. Link unter „Abnehmtrick“ speichern!

    • Widerspenstige sagt:

      Habe ich mir auch gedacht und bin mal im Sweet Home Bl0g schnuppern gegangen heute…kann ja nichts schaden bei diesem Thema hier…Das sind doch pinuts für uns alte Hasenmütter oder Cara Mia? Schön, dass Du auch wieder mal hier posten kommst, habe mir schon fast Sorgen gemacht, wer oder was Deine Aufmerksamkeit so beansprucht hat… 😉

      • Cara Mia sagt:

        Schön dass Du mich vermisst ;)). Ich lese immer mal wieder mit, aber ich habe halt zuweilen den Eindruck, es wiederholt sich alles schon zum x-ten mal, und dann klicke ich wieder weg. Ein schönes Wochenende!

      • Das Gute an Amnesie ist ja, dass man immer neues Zeugs erlebt! Zum Glück habe ich ein so schlechtes Gedächtnis…

        Natürlich ist alles eine Variation zum selben Thema. Aber die Varianten sind doch meist neu.

  • Cybot sagt:

    Ekel ist bekanntlich ein anerzogenes Verhalten, jeder weiss doch wie oft einem als Kind gesagt wurde, was man alles nicht dürfe, weil das eklig sei.
    Aber wer sich schon beim Benutzen eines fremden Löffels – erst recht dem des eigenen Verlobten – ekelt, der hat definitiv ein Problem. Natürlich mag es bei Müttern und ihren Kindern nochmals etwas anders sein, aber die Autorin leidet wohl klar unter Realitätsverlust, oder ekelt es sie bei einem Zungenkuss etwa nicht?

  • zysi sagt:

    der ekel ist eine spiegelung der erziehung

  • EInmal die Woche ist Piratenabend. Da zeige ich der Kleinen was hässlich Essen heisst….

    • Patrick Tigri sagt:

      Gute Idee. Wer putzt nachher? Der Piratenkapitän, fürchte ich…

    • Henne sagt:

      Wir wollten mal einen Schweinetag einführen, das heisst, einmal im Monat darf man am Tisch sitzen und essen, wie man will. Flossen hoch, Teller auf der Brust, von Hand essen, oder wie auch immer. Meine Kinder haben sich geweigert. O-Ton Sohn, damals etwa 11 Jahre alt: «Ich will so nicht essen, das geht mir gegen den Strich.»

  • Nicht zu ernst nehmen, es handelt sich dabei nur um eine Glosse^^ Aber das Ereignis hat tatsächlich so stattgefunden 😉

  • Stefan W sagt:

    Naja, vielleicht gibt es Gelegenheiten, bei denen Sie mit Ihrem Verlobten noch viel intensiver Körperflüssigkeiten austauschen als nur beim Essen vom selben Löffel. Empfinden Sie dabei Ekel? Wenn ja, ist das tatsächlich ein Problem. Wenn nein: Sehen Sie, genau so schaffen es Eltern, sich vor ihren Kindern nicht zu ekeln 🙂
    (Wobei: Ab einem bestimmten Alter der Kinder dann ehrlich gesagt doch wieder.)

  • MamiHaus sagt:

    Hey, das git’s jo nid. So öpis Ekliges !!
    Ich weigere mi, numme will i Muetter bi, im Dräck z’läbe.
    Ich ha sälber vor 3 Mönet es Baby biko und sithär viil meh Kontakt zu andere Mamis. Und es stimmt, die Chline ässe und spiele gliechzytig, mache d’Spielsache dräckig und an mine Kleider wird den dä ganzi Mischt au no abputzt. Und schlimmschte, d’Muetter seit eifach nüd drzue. Nid emol denn, woni e Wäschlumpe kollt ha und agfange ha däm Chline Bueb d’Händ und s’Gsicht z’wäsche. Es het si eifach nid intressiert. Ich find das schlimm, die Gliechgültigkeit.
    Es mues nid alles steril si, aber e bitz sött meh scho luege.
    Und no zum Schluss, find ich’s total übertribe, emene Kind e Schwarzwäldertorte z’gä.

    • Käthi sagt:

      Do-it-yourself Mundartschrift. Wie süss. Kann man zwar fast nicht lesen, hat aber immerhin den „jö-härzig“ Effekt.

      • Patrick Tigri sagt:

        Du bist ja nett. Ich fand es eigentlich nur schwer leserlich… Mundart beschränke ich aufs Reden und auf die gelegentliche SMS oder E-Mail. Inhaltlich hat MamiHaus aber Recht, allerdings, wenn das Kind von einer Schwarzwäldertorte probieren will, soll es das tun, das ist Kultur. Ihm aber grad eine bestellen ist schon etwas zuviel, find ich auch.

    • tg sagt:

      mier redet denn imene jahr nomal drüber! 🙂

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Viele Mütter mutieren automatisch zum „Familienschweinchen“, sobald Kinder da sind. Dafür hatte man früher den Schweinekübel. Mir wäre nicht in den Sinn gekommen, Essen zu mir zu nehmen, das aussieht, als wäre es schon mal gegessen worden, so hungrig war ich nun noch nie! Ich verstehe auch nicht, wie man einem Dreijährigen ein ganzes Stück Torte hinstellen kann, klar kann der das nie aufessen. Kinder bekamen bei mir kleine Portionen, in mehreren Schritten, wenn gewünscht. Ah, jetzt höre ich grad im Radio, dass heute Weltspartag ist, daher dieses schräge Thema…..

    Als ich meinen Erstgeborenen das erste Mal wickelte, noch im Spital, kam mir der Geruch auch etwas komisch rein, aber man gewöhnt sich sofort, kein Problem. Die einzig wirklich mühsame Situation hatte ich mal, als mein Jüngster nachts um 4 erbrechen musste. Nachdem ich ihn gewaschen und frisch angezogen hatte, nahm ich ihn auf den Arm und trug ihn ein bisschen rum, aufrecht, und wumm, kam die nächste Ladung, über meine Schulter, in die langen Haare….. Ich hatte also das Vergnügen, im Morgengrauen meine Haare zu waschen und zu fönen, nachdem ich den Kleinen erneut gesäubert hatte. Ich kippte fast vor Müdigkeit, weil schon die vorhergehenden Tage fast schlaflos waren wegen der heftigen Darmgrippe. Am Morgen meldete ich meinen älteren Sohn von der Schule ab, jemand musste zum Kleinen schauen, ich lag fast im Koma, harte Zeiten. Mein Grosser hat die Situation souverän gemeistert, hütete den Kleinen und wickelte ihn, kochte Tee für mich, er war damals 9, ein tolles Kind.

  • v for vietcong sagt:

    jetzt wollte ich dir schon einen heiratsantrag machen frau stüber, aber ich sehe dass sie verlobt sind. schade…

  • Henne sagt:

    Ich habe eine Bekannte, deren Kinder auch jeweils im Teller rumsauen – ich finde sowas nur ekelhaft. Das ging soweit, dass ich ihr eines Tages erklärt habe, dass ihre Familie bei uns solange nicht mehr zum essen eingeladen wird, bis sie ihren Kindern Tischmanieren beigebracht hat. Mich ekelt es, wenn der Kartoffelbrei in den Sirup gerührt und die ganze Pampe dann auf den Teller gegossen wird… Ich habe selber zwei Kinder (bereits etwas grössere), aber sowas hatte ich nie toleriert. Wer keinen Hunger mehr hat, darf auch mal Reste auf dem Teller liegen lassen. Aber rumgesaut wird damit nicht. Und die Sauerei dann als Mutter auch noch selber reinschaufeln – ne, also wirklich.
    Mutter sein und Mutterliebe heisst ja nicht, dass man sämtlich Achtung vor sich selbst aufgibt!

  • Obelix sagt:

    Hehe. ich erinnere mich an eine Magen-Darmgrippe wo es uns (damals mit 2 Kinder von 3 und 1 Jahren) gleich alle vier erwischt hat und meine Frau mit der Kleinen gemeinsam fröhlich das Ehebett vollgesch… hat, während ich mit der Grossen im Spital eine Freinacht verbrachte, da sie gefährlich dehydriert war und sämtliche Körperöffnugen irgendetwas ausschieden – bei ihr und bei mir. Definiere Ekel.

  • Luise sagt:

    Eklig finde ich, dass alles steril und virenfrei sein soll in unserer Welt.

    @ Linda-Sue: Vor vielen Jahren haben Babys oft von ihrer Mama Vorgekautes gekriegt. Auch ich kaute meinen Kids notfalls Bananenhäppchen vor wenn sie unterwegs einen Hungerast kriegten. Wir habens überlebt;-)

    Wir leben zwar in einer sexualisierten Welt, aber viele haben Abscheu vor Körpersäften, seis bei den Kindern oder beim Partner. Ich seh absolut nicht ein was schlimm daran sein soll, wenn wir Kuchen mit ein bisschen Spucke und Rotz unseres Babys essen.

    • Jürg. sagt:

      „Vor vielen Jahren haben Babys oft von ihrer Mama Vorgekautes gekriegt“
      das verbiet halt der Zahnarzt heutzutage: Karies ist eine Infektionskrankheit, also „ansteckend“.

      • max sagt:

        Wollte ich auch grad sagen. Karies ist ansteckend. Darum soll man Kleinkinder auch nicht auf den Mund küssen.

        Die ganze übrige Mundflora, auch die gesunde, ist ebenfalls ansteckend. Darum küssen sich Erwachsene auf den Mund, weil sie so das Geschmacksempfinden beim Essen in Übereinstimmung bringen.

  • max sagt:

    Schlechte Manieren und mangelnder Anstand haben nichts mit Mutterliebe zu tun!

    Die Frage ist, wann diese Mutter sich für ihren Bubi schämen wird. In drei Jahren, in fünf Jahren? Wann werden die Konflikte ausbrechen? Beim Besuch von Freunden oder beim Familienessen mit Eltern und Tanten oder später in der Schulzeit?

    Spätestens, als Erwachsener im Berufsleben wird ein so verzogenes Kind nicht mehr weiterkommen, dann nämlich, wenn der Bengel keine Ahnung davon hat, dass ordentliches Benehmen nicht der Unterordnung unter eine Autorität dient sondern etwas mit Kultur und Lebensstil zu tun hat.

    • rica sagt:

      sorry, was ist denn hier los? das kind im bericht ist drei jahre alt. kinder matschen mit allem möglichen, weil sie dabei nämlich lernen, dass sich konsistenz verändert. verzogen ist etwas anderes.

    • tg sagt:

      also wirklich, mit verzogen hat dies wirklich nichts zutun! hier ist doch nicht von einem 10jährigen die rede! aber hallo „max“ lebst du in einer reinen erwachsenen-welt?!

  • Dani Kobler sagt:

    Ein Extrembeispiel: Viel häufiger beobachtet man dieses Szene:
    Vater und Mutter schöpfen dem Kind peu a peu in den Teller, und wenn es aufgegessen hat bekommt es noch mehr sofern es will. Und wenn es älter ist und sich selber bedienen kann wird ihm gesagt das es nur soviel auf den Teller nehmen soll wie es hunger hat und im Zweifel immer wieder Nachschub holen darf.
    Aber diese Tischszene fällt eben nicht auf und wenn dann ist sie es nicht wert darüber einen Artikel zu schreiben.
    Als Kindsicht (jedenfall so wie ich mich erinnere) war für mich das ekligste dass die Erwachsenen sich küssen und Spucke austauschen …

    • Eremit sagt:

      Über die beschriebene Szene ist es m.E. schon wert zu schreiben. Es gibt Kinder, die trotz Mahnungen der Eltern „zuviel“ schöpfen und dann nicht ausessen. Ist das entsprechende Kind dann gerade in einer Lernresistenzphase bezüglich Hinweise seitens der Eltern?
      Und dann gibt es Kinder, die nur ein kleines Salatblatt in den Teller nehmen und nicht einmal das wollen sie dann essen. Warum? Man könnte es verstehen, wenn das Kind das entsprechende Gemüse nicht mag, so dass es ihm dabei den Magen umdreht, oder die Köchin, der Koch eine pott hässliche Salatsauce hat, die man womöglich noch irgend wo eingekaufte.

  • Dani sagt:

    Okay, die Schwarzwäldertorte würde ich meiner dreijährigen Tochter nun auch nicht gerade vorsetzen, da gibt es sicher Geeigneteres, das a) weniger Sauerei gibt, b) ein Kind mindestens so gerne hat und c) vielleicht sogar noch ein paar Früchte drin oder drauf hat.

    Ansonsten scheint mir die Geschichte auch eher etwas aufgebauscht, Reste von den Kindern gegessen habe ich ja auch schon oftmals, aber wenn die Reste so mit Begleiterscheinungen der Erkältung versetzt sind, dann hört es auch bei mir auf.

    An alles andere gewöhnt man sich von alleine… Wenn die Tochter aus dem heiteren Himmel heraus im Coop an der Kasse plötzlich auf den Boden erbricht, dann funktioniert man einfach ohne zu überlegen, auch wenn man früher beim Geruch von Erbrochenen selber fast erbrochen hat…

    Kranke Kinder benötigen dann halt auch mal ein bisschen mehr Nähe, da steckt man sich dann halt vielleicht auch mal etwas schneller an. Dumm gelaufen, es gibt Schlimmeres auf dieser Welt…

    • oma sagt:

      genau, und so kranke kinder gehören vielleicht auch nicht in ein Cafà und brauchen vielleicht die etwas mehr ungestörte aufmerksamkeit der mutter

  • Linda-Sue sagt:

    Sie arme, es ekelt Sie vom gleichen Löffel wie Ihr Verlobter zu essen??? Na dann viel Spass in der Ehe, die ganzen grusigen Küsse, gar nicht zu reden von Zungenküssen, wo sich doch tatsächslich noch Speichel vermischen könnte….. würg!

    Ich denke Sie haben in Ihrem Artikel ganz schön übertrieben, wohl auch bei der Beschreibung der gefolterten Torte, denn sonst wär der Artikel ja schliesslich zu langweilig und bedeutungslos, denn welche Mami hat nicht schon etwas vom Kind oder Ehemann fertig gegessen….. (zuvor „gefolterte“ Nahrungsmittel natürlich ausgenommen). Hab sogar schon einen Eislutscher von meinem Kind zuendegeschleckt, ich lebe noch, aber anscheinend muss meine Ekelgrenze ziemlich tief liegen.

    PS: Man bedenke wie die Mütter vor der Zeit der Pürierstäbe und Fertigbreie ihre entwöhnten Kinder fütterten, oder an feste Nahrung gewöhnten: vorkauen und dem Baby geben, ja, ja ich weiss mega gruuuuuusig.

    • Jo Mooth sagt:

      *schüttel*

    • studimutter sagt:

      🙂 na bin ich froh, meine Ekeltoleranz scheint auch etwas tiefer zu liegen.
      Trotzdem finde ich, dass ein Kind mit 3 Tischmanieren haben könnte und mit dem Essen spielt man nicht.

      Tortezermantschen scheint mir auch nicht unbedingt eine geeignete Beschäftigung zu sein. Dafür gibt es doch Pixie-Bücher, Ausmalbücher und Stifte.

      Und mit einem 3jährigen zu Käffele, das würde ich mir nieundnimmer antun 🙂

  • Jo Mooth sagt:

    Hervorragend geschrieben, Kompliment! Nach ähnlichen Beobachtungen erfuhr ich auch schon öfters einen Anflug von Ekel, obschon ich diesbezüglich nicht besonders anfällig bin.

  • Peter Bürger sagt:

    Der Bericht erstaunt mich nicht (und ich hätte mich auch geekelt). Solche Dinge kann man immer wieder beobachten, und man hat bisweilen das Gefühl, dass viele Eltern selber noch nicht erwachsen sind. Sie benehmen sich wie schlecht erzogene Kinder und haben in ihrer Selbstgefälligkeit auch noch das unumstössliche Gefühl, alle anderen Anwesenden müssen ihre auf die Spitze getriebene Family-Selbstinszenierung gut finden oder zumindest tolerieren. Etliche Familien führen sich zudem auswärts weit egoistischer auf als viele Singles.
    (Vater von 2 mittlerweile fast erwachsenen Kindern)

  • oma sagt:

    also Nadja Stüber
    ich glaube ihr sogenannter „Tatsachenbericht“ über den Cafébesuch mit einer Mutter mit Kind ist etwa so glaubwürdig wie das Märchen vom Dornröschen!
    Ich kann und will mir nicht vorstellen, dass es tatsächlich Mütter gibt, die bei einem cafébesuch ihrem Kind ein ganzes Stück Schwarzwälder torte (ohne Kircsch) vorsetzen und dann in einem café zuschauen wie sich das Kind dann wie von ihnen beschriebenm benimmt. Wo blieb da ihre eigene Zivilcourage, ihr Papiertaschentuch um den angeblich herumfliegenden Rotz einzufangen?
    In meinen Augen eine an den Haaren herbeigezogene Geschichte um ein echt bestehendes Problem auf den Tisch zu bringen.
    Nämlich das Problem mit den fehlenden Tischmanieren, nota bene nicht nur der Kinder!
    Was man da so alles zu sehen bekommt wenn man in eine Restaurant/Café eine Mahlzeit zu sich nehmen will. Erwachsene Menschen die mit dem Besteck wie mit Werkzeugen aus Stall und Handwerksbetrieb umgehen, die mit dem einen Arm ihren Teller umklammern (damit er nicht weggenommen wird?), mit dem Kinn beinahe den Inhalt des Tellers berühren, mit offenem Mund kauen und schmatzen.
    Da kann für mich ein 3 jähriges Kind nicht sooo schlimm sein. Und woher soll ein kleines Kind Manieren lernen, wenn nicht von seinen Eltern?

    • Dani Kobler sagt:

      Die Schilderung im unteren Abschnitt ist … etwa so glaubwürdig wie das Märchen vom Dornröschen
      Ansonsten bitte den Name des Restaurants bekanntgeben damit man das selber sehen kann oder eine Bogen um diese Beiz machen kann.

    • Rotkäppchen sagt:

      …lasst mir bitte das Märchen vom Dornröschen in Ruhe, ja?! Sonst hätte ich da ein youtube-filmchen, das Euch eines besseren belehren tut…wetten, dass….? ;-

    • Dass man beim Essen die Ellbogen nicht auf den Tisch aufstützen soll, war einst Allgemeingut. Heute muss man froh sein, wenn ein Tischgenosse sich richtig verhält. Hand auf, nicht unter dem Tisch.

  • Fritz Nussbaumer sagt:

    Wo Nadja Stüber recht hat, da hat sie recht. Was sie hier beschreibt ist ein schlechtes Zeichen für unser Mami.
    Wenn sich die Mamis nicht bewusst sind, dass solche Szenen ekelerregend sind, dann haben sie selbst keine kultivierte Kinderstube genossen. Es ist dies eine Szene, wie ich sie auch bei McDonalds immer wieder sehe und höre. Tischsitten und -Manieren sagen eben viel aus über den kulturellen Zustand einer Gesellschaft.
    (Vater von 4 Kindern, Grossvater von 5 Grosskindern)

  • Klicki sagt:

    Nur Mütter?? Auch als Vater wird man härter. Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, Windeln an den unmöglichsten Orten wechseln zu müssen, schreckt einen nichts mehr.

  • Jörg Caluori sagt:

    Ich bin zwar Vater und nicht Mutter, kann sie aber trotzdem beruhigen. Das wird schon werden, wenn sie ein Kind haben, ihre Ekeltoleranz wir mit Sicherheit zunehmen.

    Ich war zwar längst nicht so extrem wie sie, gewisse Vorbehalte gegenüber der Schweinerei am Tisch hatte ich aber als noch Kinderloser auch. Das hat sich mit meiner Tochter aber radikal geändert, kein Deut daran stört mich. Und wenn sie mit Begeisterung mit mir zusammen von meinen Cornflakes isst, dabei etwas ins Tassli „geuferet“ und auch wieder mal eins aus dem Mund fällt, so wandert das auch in meinen und irgendwelche Viren sind mir dabei sowas von egal – nicht dass welche davon auch je Schaden angerichtet hätten. Wenn es ihr Kind ist, so spielt das alles keine Rolle – so ist es auf jeden Fall bei mir.

    PS: meine Tochter ist 10 Monate und Essanfängerin 🙂

  • Daniel sagt:

    Danke. Lustig geschrieben. Ja es gibt zwei Welten da draussen. Eine one und eine mit Kinder. Zum Glück habe ich Kinder. Das hält mich davon ab ein egoistischer, ich bezogener, konsumgetribener Mensch zu werden.

    • Patrick Tigri sagt:

      Meinst Du, das wäre sonst eine Gefahr? Ich denke, dass die Anlagen dazu in einem schlummern oder nicht. Und wer Egoist werden kann, wird Egoist, egal, ob Kinder da sind oder nicht. Und Altruist genauso.

    • maya sagt:

      Ah, Kinderlose sind also egoistisch, ich-bezogen und konsumgetrieben? Und Kinder haben Sie ja nur aus reiner Nächstenliebe, gell?

    • Michi sagt:

      Na ja, wenn man bedenkt wie viele Haustiere in Tierheimen landen, die von den Eltern für die Kinder anstelle vom Spielzeug gekauft wurden, frage mich ernsthaft, wer hier eigentlich egoistischer ist? Eltern, für die nur die eigenen Kinder wichtig sind oder Kinderlose, die solche Haustiere (die meist ohnehin traumatisiert sind) aufnehmen, bzw. weiter plazieren? Hier spreche ich leider aus Erfahrung….

      • Wanja Rothenberger sagt:

        @Michi. Haustiere sind keine Ware. Aber trotzdem brauchen auch Sie ein liebevolles Zuhause, wo man auf sie achtgibt. Das hat nichts mit Egoismus sondern viel mehr mit Altruismus zu tun. Besonders dann, wenn dem armen Tierchen bereits übel mitgespielt wurde und es, wie Sie so schön sagen, traumatisiert ist. In diesem Fall steht die Fürsorge nämlich über allem anderen, bedeutet viel Aufwand, Zeit, Gefühle und Geld. Genau eben wie mit einem Kind. Und was lernet der intelligente Mensch daraus?: Alle Wesen brauchen Liebe und Zuwendung.

  • Rahel sagt:

    Ich glaube sonst wär ich manchmal die perfekte Rabenmutter 🙂

  • Wanja Rothenberger sagt:

    Ekel ist natürlich. Ein Mechanismus der uns vor Krankheiten, Giften und anderem Schädlichen schützt. Mir persönlich wird selbst beim Lesen dieses Artikels schlecht. Für mich einfach eine ekelerregende Vorstellung. Auch als Mami würde ich niemals (trotz aller Liebe) den Sabber oder den Rotz meines Kindes mitessen, nicht mit meinem Finger den Sabber meines Kleinen vom Mund abwischen um meinen Finger dann selbst in den Mund zu stecken und auch mein Kind verschone ich von meiner Spucke auf den Nastuch zwecks Mund sauberputzen….. schon als Kind fand ich das widerlich – was es auch ist!

  • Rahel sagt:

    Gott sei Dank definiert sich Mutterliebe schlussendlich nicht übers Ekelempfinden!

  • Jeanne sagt:

    Das man den Ekel in der Kleinkindphase überwinden muss, hat weniger mit Liebe als mit notwendiger Anpassung an die Situation zu tun. Schnuder und Sabber kleben immer an der elterlichen Kleidung, man wird bekotzt und es ist ratsam beim Windelwechsel sprungbereit zu sein. Das Thema Essen nimmt einen grossen Raum ein und man merkt irgendwann nicht mehr, wie gruusig das auf Menschen ohne Kinder wirken kann. Ich weiss noch, wie meine damals zweijährige Tochter beim Besuch noch schwangerer Freunde das Dessert auf den Esstisch kotzte, der angewiderte Blick der zukünftigen Eltern (unser Kind wird das NIE machen, hä hä-sie wurden eines Besseren belehrt) und wir Eltern geübt und unbeeindruckt die Schweinerei beseitigten. Das zweite Paar am Tisch beschloss wohl in diesem Moment, dass sie lieber eine Katze haben werden. Das Grauen war perfekt, nur, für uns war das Alltag. Es besser aber natürlich mit der Zeit und wems fehlt sei das Lied „Gruusig“ vom Stiller Haas empfohlen.

  • Was man als Eltern alles so machen muss, ist also wirklich manchmal unter jedem Hund!

  • oma sagt:

    was um himmels willen ist da jetzt ecklig?
    wenn ich mir vor augen halte was alles unter dem prädikat KUNST zur schau gestellt wird und sehr oft noch viel geld dafür bezahlt wird, dann kann so ein glücklich lachendes kind wohl nie und nimmer als ecklig bezeichnet werden. weder als kinderlose noch als vater oder mutter.

    • ChliniMuus83 sagt:

      das kind ist ja nicht eklig… und wir waren ja alle mal kinder. es ist nur schwirig damit umzugehen wenn einen das ekelt wenn man windels wechselt oder so.

      • Conny sagt:

        Chlini Muus, ich kann das mit dem Windeln wechseln gut verstehen. Bevor ich meinen Sohn bekam, durft ich daran nicht einmal denken. Aber ich habe ihn dann natürlich gewickelt, solange wie es nötig war, und heute möchte ich aber doch wieder lieber nicht daran denken 🙂 Ich habe nie ein anderes Kind als meines gewickelt und hoffe, dass dies auch nie nötig ist (naja, vielleicht habe ich mal Enkelkinder…wer weiss).

        Aber zum Ekel beim Wickeln beim eigenen Kind kann ich sagen, es war nicht schlimm. Man kann sich das so vorstellen, es ist, wie wenn man selber auf der Toilette ist, dann muss sich ja auch abputzen. Es wird zur ganz normalen Handlung wo man nicht gross darüber nachdenkt. Bei Erbrochenem ist es ähnlich.

      • ChliniMuus83 sagt:

        ja, aber ich finds ja schon schlimm wenn ich selbst erbreche 😉

      • Patrick Tigri sagt:

        Kotzen ist zum Kotzen 🙂

      • oma sagt:

        wenn ihr schon so ein getue um ein verschmiertes kindergesicht und versaute tische und teller im restaurant macht, was macht ihr dann wenn ihr mal selbst alt, gebrechlich und vielleicht sogar inkontonent seid, oder durch einen unfall auf fremde hilfe in allen bereichen angewiesen seid. wenn sich dann andere, fremde leute sich um euch kümmern müssen? schon mal überlegt? oder lieber die augen davor verschlossen?

      • Rotkäppchen sagt:

        oma, hast ja so recht. Aber weisst du, ekliges Zeug aus einem anderen Teller essen ist halt schon eklig oder auch eine Sauerei aufwischen, die gerade gekotzt wurde ist halt einfach zum Kotzen gruusig…igitt! Da ess ich lieber einen Marienkäfer auf einer Walderdbeere und werde dabei auch noch glücklich… ;-

      • mira sagt:

        @ChliniMuus83
        Sorry, aber ich glaube Du hast einen etwas verklemten Zugang zu natürlichen Körperausscheidungen. Vielleicht bist Du ja von Deinen Eltern auf Hypersauberkeit trainiert worden und daraus hat sich ein zwanghafter Ekel ausgebildet? Oder sonstige schlechte Erfahrungen gemacht? Ich sage Dir, das Leben ist einfacher, wenn man schutzige Dinge mit Lockerheit angeht (ich weiss, das tönt jetzt doppeldeutig… ). Solltest Du Dir vielleicht mal generell überlegen.

      • ChliniMuus83 sagt:

        @mira ja, meine mutter hat glaub ich einen sauberkeitsfimmel und ja ich hab sehr gruusige erfahrungen gemacht, wir fahren oft mit der fähre nach korsika weil wir dort ein ferienhaus haben und auf der fähre werden oft leute seekrank und ****** alles voll. das find ich sehr unangenehm und ich kann ja nicht sagen, nein ich komm nicht mit der fähre mit. ich kann ja nicht rüber schwimmen und das flugzeug ist viel zu teuer.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Super Text, und ich schliesse mich Cara Mia an, Muttersein sprengt nicht zwangsläufig alle inneren Grenzen… .
    Ich sehe bis heute nicht ein, warum ich, bloss weil es auf eine Art mit mir verwandter Rotz etc. ist, ich diesen nicht „ein wenig gruusig“ finden dürfte? Oder nicht selber den Brechreiz aktiviert krieg wenn eines meiner Kinder am erbrechen ist, oder „missgeschickte“ (um es nicht früh am Morgen unappetitlich werden zu lassen) Unterhosen mit einer Prise Ekel auswaschen darf?
    Sehr wohl habe ich mich auch berufeshalber mit allen Arten von Ausscheidungen und Sekreten befasst, inklusive derer genauen Beschreibung- hab ich den Beruf gewählt weil mich das so fasziniert hat? Nein. Hab ich Kinder gewollt weil ich endlich mal Rotz auf dem Pullover oder im Gesicht haben wollte? Nein.
    Lieben tu ich sie natürlich mit und ohne Rotz, aber deren vermatschten Kuchen essen, ne danke 😉

    • ChliniMuus83 sagt:

      wie macht man das? ich krieg schon probleme wenn mein freund sich erbricht oder meine eltern, wie soll ich das denn als mami schaffen. ich denke ich bin dazu nicht geschaffen.

      • Jürg. sagt:

        im Fall von Kinder
        – nicht durch die Nase einatmen
        – auf das Fokusieren was getan werden muss, an nichts anders denken (Wäsche wechseln, waschen, einkleiden..)

        Im Fall von Erwachsenen
        – dem Freund bzw den Eltern sagen, sie solllen doch bitte fürs reiern die Tür schliessen

      • mas sagt:

        machen sie nicht den überlegungsfehler und gehen sie davon aus, dass sie (oder eben nicht) über ein gewisses mass an ekeltoleranz verfügen und solcherlei nach der geburt – tataaa – plötzlich ertragen können sollen (oder eben nicht).

        sehen sie es eher so, dass sich ihre gesamten (lebens-) ansichten und prioritäten einfach verschieben und dass sie sich automatisch über solche themen keine grösseren gedanken mehr machen. zumindest nicht mehr in dem masse wie zuvor. oder anders formuliert: sachen, welche sie heute auf eine art beschäftigen, beschäftigen sie nach dem kinderkriegen einfach nicht mehr oder nur noch anders.

        verständlich? 😉

        PS: erbrochenes findet kaum jemand lecker. ändert sich auch nicht nach dem kinderkriegen. aber wer soll den schlonz sonst wegmachen wenn nicht wir? also munter die latexhandschuhe angezogen und liederträllernd aufwischen, nützt ja doch nix *g*

      • ChliniMuus83 sagt:

        @jürg merci, aber ich weiss nicht ob das was nützt 😉 ich hab schon beim hören probleme…

      • Patrick Tigri sagt:

        Ohren zu und durch.

      • ChliniMuus83 sagt:

        ihr seht das alles so einfach…

      • Patrick Tigri sagt:

        Ich kenn das. Den Katzenkotz konnte meine Frau physisch bedingt nicht wegputzen, sie hätte die Pizza gleich noch ergänzt. Und Katzen kotzen nun mal gelegentlich…

      • Monika sagt:

        Habe diesen Ekel gegenüber anderen Menschen noch immer. Aber dem eigenen Kind gegenüber wird man ekelimun… zum Glück! Da hat sich die Natur mal wieder selber übertroffen!

      • Das heisst, Du isst Zeugs vom Kind auf, auch wenn Du es an sich schon eklig findest? Wenn Du, zum Beispiel, kirschfreie Kirschtorte zum Kotzen findest, isst Du dennoch die Reste vom Teller Deines Kindes auf?

        Zu weit sollte die Selbstkasteiung nicht gehen. Und eine Mutter, die ihre Würde aufgeben will, nur, damit kein Food verloren geht, provoziert schon mein Kopfschütteln.

      • ChliniMuus83 sagt:

        hallo patrick tigri, ich find deine kommentare immer so treffend und gut, danke für dein verständnis. generell an alle ich hoffe dass sich das wirklich verschiebt und mich nichts mehr stört was mein eigenes kind macht, fals ich mal mami werde (eher unwarscheinlich)

      • Patrick Tigri sagt:

        Danke, Muus, leider bin ich so schlecht im Komplimente entgegennehmen…

        Und von wegen Kind: Geht schneller als man denkt. Wenn die grundlegenden Zutaten einmal da sind heisst das.

      • ChliniMuus83 sagt:

        achtung: obwohl das im mamablog eher unpassend ist, patrick ich verhüte, mein freund hat schon 2 kinder von verschiedenen frauen, und ein 3. können wir uns bei trost nicht leisten… resp. er alimente

      • Kathy sagt:

        Es ist doch nicht nur bei Kindern so, sondern allgemin wenn man wirklich gebraucht wird. Ich kann normalerweise nicht mal den Mülleimer leeren ohne Brechreiz und intensivem Parfümgebrauch, hatte aber neulich keine Probleme, der Kollegin mit Lebensmittelvergiftung zu helfen. Hatte in diesem Moment schlicht keine Zeit um Ekelgefühle zu haben.

        Also immer cool bleiben Müüsli, das wird schon! (Und sonst wird halt der zukünftige Papi in diesem Bereich stärker eingespannt:))

      • Patrick Tigri sagt:

        Muus, das ist nicht unpassend, überhaupt nicht.

    • Markus Schneider sagt:

      @ChliniMuus83

      Geh Dein Problem an der Wurzel an, dann hast Du keins: Nimm ihm die Pulle weg und verhindere, dass er eine neue kauft.

  • Conny sagt:

    Also wenn diese Torte wirklich so ausgesehen hat, wie hier beschrieben, dann würden wahrscheinlich die wenigsten Mütter und Väter davon noch essen, ich jedenfalls sicher nicht. Ausserdem sollte ein 3-jähriger wohl auch kein solches Tortenstück bekommen, dass ihm dann auch ganz alleine überlassen wird.

    Vielleicht ist diese Freundin eine Hardcore Mama oder die Geschichte ist einfach übertrieben dargestellt. Mich hätte auch geekelt, wenn ich daneben gesessen wäre…

    • Alexandra A. sagt:

      Wieso sollte ein 3-jähriger kein Essen alleine überlassen werden? Meine nicht einmal zweieinhalb-jährige Tochter kriegt ihr Frühstück, Mittag- und Abendessen auch wie ein Erwachsener das tut (Teller auf den Tisch mit Besteck), ich sitze gegenüber und isst sie alles ohne Hilfe von mir mit Gabel und Löffel (ausser ich muss etwas schneiden) und auch ohne grosse Sauerei im oder nebem Teller. Ist das nicht eine Frage der Erziehung, oder meinen Sie ich habe nur Glück?

      Zudem sagt sie immer danke wann ich ihr das Essen schöpfe und bitte wenn sie mehr will. In der Krippe ist sie die einzige, die das macht und sagt den anderen Kindern, dass sie auch bitte und danke sagen sollen!

      Ich glaube jedoch schon, dass die Geschichte etwas übertrieben geschrieben ist. Und die Autorin wird es wirklich erst verstehen, wenn sie selber Kinder hat. Jeanne hat’s gut gesagt – es ist eher notwendige Anpassung als Liebe! Aber schon einfacher bei den eigenen Kindern als bei anderen.

      Sunnige Tag us Züri und es schöns Wochenend!

      • Jürg. sagt:

        es geht hier ja nicht ums Essen sondern ums Tortenstück. Das Tortenstück hat die Aufgabe den Kleinen zu Beschäftigen während Mami sich unterhält. Sobald der Hunger gestillt ist beginnt der kreative Prozess. (Der würde jetzt auch bei Ihrer Tochter einsetzen–)
        Abgesehen davon ob Schwarzwälder-Kirsch-Torte (mit oder ohne Alkohol) kaum gute Ernährung ist, stellt sich die Frage ob das Kind nicht anderweitig besser beschäftigt werden könnte..

      • Kathrin sagt:

        Lieber Jürg!

        Was ist denn soooo schlimm daran, wenn das Kind seine Beschäftigung und Freude am Torten Stück hat und die Mamis etwas Zeit zum Quatschen?? Ich finde den Artikle herrlich!!

      • Alexandra A. sagt:

        Ok, verstanden. Aber auch so, man sollte das Kind stoppen mit dem Essen zu spielen. Meine Tochter sagt ‚fertig!‘ wenn sie nicht mehr essen will und schiebt manchmal den Teller zur Seite. Falls es mal vorkommt, dass sie anfängt mit dem Essen zu spielen, nehme ich den Teller weg und sage ihr, dass man nicht mit dem Essen spielt.

        Bei diesem Blog gehts doch mehr um den Ekel, nicht wie ein Kind beschäftigt wird… aber vielleicht habe ich wirklich alles völlig falsch verstanden!

  • Rahel sagt:

    Hm, also mit so einer Torte hätte auch ich meine liebe Mühe…….:-)

  • Papi sagt:

    Mir scheint, dass Ihr Problem mit Ekel weniger mit Kinder- oder sonstiger Liebe zu tun hat, sondern eher ein allgemeines Körpersaftproblem zu sein scheint…
    Die Welt ist ja sooo eklig – überall hat es Viren und dreckiges Zeugs. Sogar auf dem Löffel des Liebsten! Da möchte ich raten: Küssen und anderen Körperkontakt nur mit Rundumschutz!
    Nein, Ihre Freundin wird nicht am Rotz und den Viren des kleinen Schweinchens sterben, und ja, das Kind wird irgendwann auch noch bessere Manieren lernen. Vielleicht bleibt es dabei sogar von all den modernen Allergien verschont, die nicht zuletzt um sich greifen, weil viele Kinder übersteril aufwachsen müssen und sich nie an die bösen kleinen Dreckdinger in unserer Umwelt gewöhnen.
    Zugegeben, der Anblick von zermatschtem Essen ist nicht immer angenehm, aber ein existentielles Drama sollte es auch nicht gerade auslösen 😉

    Zum Mechanismus des Ekels: Gewöhnugssache!
    Beim ersten Mal Stall-ausmisten, Hundekot-aufnehmen, WC-putzen, Babywindel-wechseln, zermatschter-Kuchen-entsorgen, Küssen (?) etc werden Sie Ihre Ekeltoleranz zwangsläufig hochschrauben müssen, so dass es in der Folge immer einfacher wird.

  • Cara Mia sagt:

    Sorry, aber das schaffen nicht alle Mamis!! Schon gar nicht in einem Café, das ist nur noch widerlich, einschliesslich der respektlosen Malträtierung einer Torte. Ich nahm manchmal einen Löffel Bananenpampe um dem Winzling vorzumachen, wie das gemeint ist, so kurz nach dem Einführen der Belöffelung. Aber das kapieren die schnell und es besteht nicht die geringste Notwendigkeit, noch mehr Viren zuzuführen, als man von einem erkälteten Kleinkind eh schon geliefert kriegt.

    • Auguste sagt:

      hmm…, wieder mal ihre stimme zu hören, ist das einzig tröstliche an diesem scheissbeitrag. jetzt bleibt nur zu hoffen, dass nicht alle dämme brechen und auch diejenigen, die volle windeln als gesprächsthema einstufen, ihrer tastatur freien lauf lassen.

      • Markus Schneider sagt:

        Es ist noch kein Kind gestorben, weil es eine Mahlzeit ausgelassen hat. Aber es haben schon sehr viele Kinder am nächsten Morgen alles mögliche gegessen, wenn sie nach einer ausgelassenen Mahlzeit immerhin mal so etwas hungerähnliches verspürten.

        Aber manche Eltern machen sich bei ihren Kindern eben lieber zum Affen und lassen ihnen alles durchgehen.

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