Fünf Fehler, die Eltern beim Schulanfang vermeiden müssen

Für viele Kinder beginnt bald die Schule, was viele Papa und Mamas nervös macht. Aber es alles ist gar nicht so schwierig. Mamablog-Autorin Michèle Binswanger nennt Ihnen fünf wichtige Punkte, die es zu beachten gilt.

27 Kommentare zu «Fünf Fehler, die Eltern beim Schulanfang vermeiden müssen»

  • Salome sagt:

    Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie man aus einer Fliege einen Elefanten machen kann.
    Wie in Gottes Namen habe ich es nur geschafft, das Erwachsenen-Alter zu erreichen? Ohne Rollkoffer, ohne Schulbus?! HILFE!!!

    p.s. ich bin selber Mutter.

    • spirit sagt:

      das frage ich mich allerdings auch… ich bin mitten in der Stadt aufgewachsen, musste auf meinem (Primar-)Schulweg aber die dicht-befahrendsten Strassen überqueren – an vielen Kreuzungen anfangs noch ohne Ampeln… Ich lebe noch und hatte nicht ein einziges Mal einen Unfall, und nein, meine Mutter hat mich nicht begleitet (nur am Anfang).

  • Rückeroberer sagt:

    Nicht das „Bild der Strassen“ ist so gefährlich – die Strassen sind es tatsächlich!

    In einem Industriebetrieb würde so etwas nie erlaubt: „Schnelle, ungesicherte, grosse Maschinen, von nur oberflächlich geschulten Operatoren bedient, in einem Raum mit Kindern, die einfach selber aufpassen müssen“. Die Suva würde sofort einschreiten!

    Darum: Statt Helmpflicht für Fussgänger – Rückeroberung der Strassen durch die schwächsten Verkehrsteilnehmer! Autos nur noch auf einzelnen, wirklich entsprechend gesicherten Verbindungsstrassen, und in Wohngebieten nicht mehr als 20km/h! Alles andere ist ein sinnloser Rüstungswettlauf: Gurtenpflicht, Helmpflicht, Kindersitzpflicht, … und daneben immer komfortablere Autos, in denen man die eigene Geschwindigkeit kaum noch spürt.

    Ich weiss – eine Utopie -, aber sind die Utopisten nicht manchmal realistischer als die angeblichen „Realisten“??

  • Jürg sagt:

    Was soll bittschön ein „Thek“ sein? Könnte es sich dabei um einen Rucksack oder Schulranzen?

  • sportpapi sagt:

    Pedibus ist eine gute Idee, wird aber auch von vielen Fachleuten stark kritisiert. Es zementiert nämlich das Bild von Strassen, die so gefährlich sind, dass Kinder dort nur in Begleitung Platz finden. Kinder, die sich um Wohnumfeld aber selbstständig (zu den Spielplätzen) bewegen dürfen, haben rund doppelt so viel Bewegung pro Tag wie Kinder, die das nur in Begleitung dürfen!

  • Laura TI sagt:

    Wir haben einen „Pedibus“ organisiert, das bedeutet, eine Mutter aus dem Quartier sammelt alle Kinder an den „Pedibus-Stationen“ ein und geht mit ihnen zur Schule, am Mittag werden die Kinder dann auch wieder beim Schulhaus abgeholt und bis zur „Pedibus-Station“ gebrachtnach Hause gebracht. Das klappt vorzüglich, ob es nun regnet oder die Sonne scheint. Die Kinder der Grundschule habe die gleichen Anfangs- und Endzeiten, da kommt aus jedem Quartier eine rechte Schar zusammen und manchmal, grad im Anfang eines neuen Schuljahres gibt es oft zwei oder drei Mütter, die den „Pedibus“ begleiten. Nach ein paar Monaten, wenn auch die kleinen es gewöhnt sind zu Fuss zu gehen und den Weg gut kennen, können auch die Grossen den „Pedibus“ anführen und dazu sehen, dass alle sicher in die Schule kommen. Bei jeder viel befahrenen Strasse gibt es zudem einen bewachten Übergang für die Kinder, das heisst, die Dorfpolizei steht dort und hält den Verkehr an damit die Kinder die Strasse überqueren können. Für Kinder, die aus abgelegenen Gegenden kommen, hat die Gemeinde einen Schulbus organisiert, der die direkt zur Schule bringt.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Widerspenstige: bin ja froh um den kleinen Einschub „aber auch für nicht Berufstätige.“
    Kleinere Geschwister die mitgeschleppt werden müssen, sind der morgendlichen Harmonie nämlich auch nicht grad förderlich. 😉
    „Eigentlich sollte ein Schulbus in jedem Dorf für Kinder von Berufstätigen bereit stehen, damit diese Falltüre übersprungen werden kann. Gibt es das noch nicht oder sollte das privat in einem Sammelbus organisiert werden? Es ist besser, wenn beide Elternteile berufstätig sein können als auf die Sozialhilfe angwiesen zu sein nur weil u.a. der Schulweg eine Falltüre darstellt oder irre ich mich so?“
    Wenn beide Elternteile schon vorher 100% berufstätig waren, dann wird sich vermutllich die Betreuungseinheit, Tagesmutter? Krippe/Hort? Grosseltern? um den Schulweg kümmern müssen, oder man regelt das mit Mitbetroffenen. Aber Sie haben Recht, ein Schulweg kann eine ganz schöne Herausforderung sein, auch kurze in der Stadt, mit Ampelüberquerungen und gleichzeitigen Rechtsabbiegern, Camions und Trams/Bus. Von den schmalen Trottoirs und Grossauflauf an ÖV-Haltestellen, wo die Kinder trainiert werden müssen, sich freundlich aber bestimmt den sicheren Weg entfernt vom Trottoirrand zu erkämpfen, ganz zu schweigen. (Da wär der Rollkoffer manchmal als Rammbock ganz nützlich…)

    • Widerspenstige sagt:

      @Brunhild Steiner
      Also eigentlich eine Zumutung in der Stadt und dort, wo es gefährliche Kreuzungen/Überquerungen ohne Ampeln und/oder Verkehrsregelung via Polizei oder Schülerstaffetten gibt. Und das wird Mütter/Vätern täglich zugemutet mit der lapidaren Begründung von gewissen Politikern, das Kind sei Privatsache und solche Dinge halt im ‚Multipack-Erziehungskodex‘ drin und Aufgabe jedes Elternteils, Mir ist schleierhaft wie SchreibtischtäterInnen/Politiker ohne Kinder einen 100% Einsatz von Müttern/Vätern verlangen, die deshalb nur Teilzeit arbeiten können. Diese sind nicht mal fähig, diese Falltüren den gestressten Eltern abzunehmen und wenigstens einen Schulbus und/oder Tagesschulen gesamtschweizerisch auf die Beine stellen können. Müssten sie nämlich selber ran und dies tagtäglich ‚auf-die-Reihe‘ kriegen ohne dass das Mittagessen darunter leidet und auch noch selber gekocht pünktlich auf dem Tisch steht, wäre mit Sicherheit einiges vereinfacht worden und bereits geregelt. Da bin ich mir fast sicher.

      Also diese Rollkoffer oder auch Schulranzen mit Rollen sind unerlässlich, aber vielleicht erübrigt sich diese Lastschlepperei wenn vermehrt mit dem Internet gearbeitet werden kann. Und schwere Atlen, Geschichtsbücher, Ordner etc. bleiben Zuhause fürs Lernen und müssen nicht ständig herum transportiert werden. Manchmal liegt es auch am Schulsystem, das einfach noch hinkt und noch nicht vereinfacht wurde…

      @Laura TI
      Das ist schön zu lesen, dass das so gut klappt. Aber dieser ‚Pedibus‘ ist kein Bus mit Rädern sondern eine Menschenkette bestehend aus Müttern und Kindern oder? Nur damit kein Missverständnis hier auftritt bei Mitlesenden. Also privat und ohne Kosten für den Staat/Gemeinde organisiert? Genau das ist wieder so ein schönes Beispiel, wie uneigennützig so viele Mütter/Väter sich in unserer Gesellschaft organisieren und solidarisch sich verhalten. Was würde das den Kanton/Gemeinde kosten, wenn das von der Schule organisiert werden müsste? Nicht auszudenken, aber in Sozialstaaten wird auch das bis ins Detail den Eltern abgenommen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige: also diese Zumutungen sind für viele Alltag, inklusive schon-begutachtet-worden-sein durch entsprechende amtliche Stellen zwecks Abklärung eventueller Massnahmen, häufig dann, aus amtlicher Sicht, nicht nötig bis nicht umsetzbar.
        Aber wer ist es denn, der dieses Verkehrsaufkommen produziert, da gäbe es doch noch an ganz anderen Enden viel zu tun. Mir schwebt soeben eine Verkehrssperrung zu Schulbeginn/end-zeiten vor dem inneren Auge, wär mir jedenfalls viel lieber als flächendeckend Schulbusse zu Ganztagesschulen einzuführen 😉 Und in diesen Sozialstaaten, sind da alle so glücklich über die nicht ganz tiefen Steuern und die nicht wirklich vorhande Wahlfreiheit, da schon gar nicht soviele Teilzeitstellen vorhanden sind wie hierzulande? Ich streite deren Vorteile nicht ab, doch jedes System hat Schwachstellen.

  • Widerspenstige sagt:

    Das mit dem Schulweg ist so eine Sache: ausserhalb der Stadt gibt es fast keine Rot-Grün-Ampeln, die den Fussgängerstreifen zieren und die gefährliche Strasse sicher überqueren lassen. Da muss eine erwachsene Person regelmässig ein paar Wochen(!) mitgehen, sonst stellt die/der besorgte Mutter oder Vater schnell auf das Auto um. Gehen Sie unbedingt zu Fuss wenn immer möglich zusamen mit dem Kind -ich weiss – das deckt sich überhaupt nicht mit Berufstätigkeit aber es kann auch so gehandhabt werden, dass am Morgen wenns stressig wird das Auto genommen wird und am Mittag zu Fuss oder wie es am Besten in den Tagesablauf passt. Es sollte regelmässig abgewechselt werden, damit das Kind sich an den Rythmus am Anfang gewöhnen kann. Wenn sich eine Nachbarin bereit erklärt, muss auch da für Ausfälle vorgesorgt werden. Diese Situation ist eine nicht zu übersehende Falltüre für berufstätige Mütter/Väter aber auch für nicht Berufstätige. Eigentlich sollte ein Schulbus in jedem Dorf für Kinder von Berufstätigen bereit stehen, damit diese Falltüre übersprungen werden kann. Gibt es das noch nicht oder sollte das privat in einem Sammelbus organisiert werden? Es ist besser, wenn beide Elternteile berufstätig sein können als auf die Sozialhilfe angwiesen zu sein nur weil u.a. der Schulweg eine Falltüre darstellt oder irre ich mich so?

    Natürlich ist es nach wie vor wie im Artikel beschrieben der Idealfall, wenn das Kind selbständig den Schulweg zu Fuss machen kann. Ich habe nur die schwierigen Situationen eines Schulweges gemeint und die sind nun mal gehäuft vorhanden, weil der Verkehr seit letztem Jahrhundert stark zugenommen hat!

    • sportpapi sagt:

      Ob der Schulweg sicher ist, entscheidet jede Mutter/jeder Vater sicher anders. Einerseits hat der Verkehr zugenommen, andererseits traut man den Kindern aber auch fast nichts mehr zu. Dass heute die Kinder zunehmend mit dem Auto in die Schule gebracht werden oder auch für kurze Wege Schulbusse nötig sind, führt nicht weiter. Die Kinder sollen den Weg zur Schule selbstständig zurücklegen können – das braucht halt Zeit für Verkehrserziehung für die gestressten Eltern…

  • Regula sagt:

    Gelanssenheit, Gelassenheit, Gelassenheit.

  • Nach 5 wichtigen Blicken in die Außenwelt noch 1 Blick in die Innenwelt. Da liegen ja die TALENTE und die sind für mich als Ich-kann-Schule-Lehrer die wichtigsten Partner. Oft erfährt der junge Mensch zum erstenmal, dass er Talente hat, wenn man ihm sagt, dass sie nicht gut oder stark genug sind. Das sehe ich bereits als Zeichen mangelnder Sorgfalt der Erwachsenen.
    Den Körper und seine Kräfte stärken sie doch auch jeden Tag. Warum denkt keiner dran, dass auch die Kräfte von geist und Seele HUNGER haben und regelmäßig Stärkung und Pflege brauchen? Gerade die schwachen, geschwächten Kräfte brauchen nicht, dass man ihnen sagt: „Du kannst es nicht.“; sie brauchen das „Du kannst es.“ nötiger als alle anderen. Man braucht Talente nur hinreichend vernachlässigen, dann bieten sie in unseren vordergründigen „Tests“ ein schwaches Bild und wir interpretieren dies dann nicht als UNSEREN Mangel sondern als Mangel der Talente. Das ist ein existentieller Fehler.
    Nicht das Du-musst einüben sondern das Ich-kann stärken und entwickeln ist die pädagogische Aufgabe. Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe

    • heidi reiff sagt:

      Das ist ein zentraler Punkt den Sie ansprechen, Mut machen und nicht miesmachen sehe ich auch so, jeder Mensch ist Lebenskünstler auf seine Art, so Aha-Erlebnisse brauchen wir doch alle.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Rollkoffer klingen verlockend, sind aber nicht nicht so empfehlenswert da der Schultergürtel einseitig belastet wird und Rückgratverkrümmungen provoziert werden könnten.
    Bevor wir uns also den Fortschrittlichen anschliessen, sollten wir vielleicht mal abwarten was so in 10 oder mehr Jahren diese Kinder an Rückenbefunden aufweisen…
    Dann noch besser regelmässige Gewichtskontrollen, allerdings nicht nur vom Inhalt, sondern auch vom Thek selber, das rechnet sich schneller zusammen als Eltern denken, gibt sogar internette Seiten nur zum Thema gesunder Schulthek, also gesund aufs Gewicht bezogen.

    • Marco sagt:

      Einmal links gezogen, einmal rechts gezogen. SIcher mal besser als die schweren Schulsäcke auf dem Rücken. Dass man bei Kindern speziell aufpassen muss ist bis heute allen, nur den Lehrern nicht bewust, so scheints mir halt.
      Warum ist es eigentlich bei uns nicht möglich, dass die Kinder den ganzen Tag in der Schule verbringen können, am Morgen bringen und am Abend holen, aber das ist ein anderes Thema.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Marco: klar, das kriegt jeder Erstklässler ganz locker hin, einmal rechts einmal links- zur grossen Freude aller Passanten auf dem nicht grad champs- elysée-mässig breitem Trottoir…,
        nicht zu vergessen dass der Trolley mit seinem Gewicht den spärlichen Inhalt von Z’nünibox, ein paar Blättern, vielleicht mal ein Turnsack und so, wohl übersteigen wird.
        Aber es gibt ja sogar Kombinationen, Schulranzen mit Rädchen und Stange, dann haben Sie zwei Fliegen in einem Kauf.

    • Cara Mia sagt:

      Ich frage mich halt, wie man da als Eltern dafür sorgen können soll, dass das nicht zu schwer wrd, na vielleicht noch in der ersten Klasse…. Meine Jüngste bestand darauf, immer die ganzen gesammelten Werke hin und her zu schleppen, wie eine Schnecke, oder eher Schildkröte. Die Schule gab alle Möglichkeiten, die Bücher da zu lassen, ich redete mir den Mund fusslig. Zum Glück ist sie kräftig. Oder wurde es vielleicht gerade deswegen??? Grau ist alle Theorie, das meinte ich eigentlich.

  • Marco sagt:

    Zu Punkt eins; In Frankreich ist es schon längst so, dass die Kinder die Schulsäche nicht mehr tragen sonder Rollkoffer haben, natürlich Kindergerecht bedruckt! Warum dies bei uns noch nicht so ist, weil andere Länder noch fortschritlicher sind als wir. Vielleicht erkennen dies ein paar Eltern und kaufen ihren Kiddis auch so Rollkoffer, die sind in den richtigen Farben nicht nur für „Manager“ und „Flight attendant“, die haben diese ja schon ewigkeiten, was.

    • sportpapi sagt:

      Und in den Schulhäusern bauen wir Lifte und Rolltreppen, damit die armen Kinder mit ihren Rollkoffern auch zu den Klassenzimmern kommen. Aber das Problem löst sich ja bald von selbst, wenn aus Gründen der Chancengleichheit Hausaufgaben verboten werden… Dass heute viele Kinder Haltungs- und Rückenprobleme haben, ist wohl nicht auf Überlastung zurückzuführen, sondern mangelndes Training. Da wäre doch ein gut eingestellter Rucksack nicht falsch, oder?

    • phil sagt:

      Rollkoffer find ich nicht nötig. Kinder sind auf dem Weg zur Schule oder Kindergarten gerne mit freunden unterswegs. Mit dem Rucksack sind beide Hände frei und sie können sicher besser rennen als mit dem Rollkoffer. Auch hinsetzen ist einfacher.

      • Rahel sagt:

        Auch ich finde diese Rollkoffer unnoetig- die beeintraechtigen die Bewegungsfreihet extrem. Ein Rucksack am Ruecken ist immer noch besser- dieser darf natuerlich nicht zu schwer sein und sollte auch richtig getragen werden (nicht an den Knien unten baumeln). Zudem gebe ich auch „sportpapi“ recht- die Haltungsfehler sind garantiert nicht vom Rucksack, sondern von mangelnder Bewegung/ Training.

      • Huzi sagt:

        Gebt doch einfach einen iPad mit!

  • RB sagt:

    Tip oder Regel Nr. 2, 3 und 5 sollten schon für Kindergärtner gelten.

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