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Yogi-Flieger mischen tüchtig mit

Hugo Stamm am Mittwoch den 27. Juli 2011

Die fernöstliche Bewegung Transzendentale Meditation (TM) des kürzlich verstorbenen Gurus Maharishi Mahesh Yogi verbreitet seit über 50 Jahren abenteuerliche Heilstheorien. Die Sekte behauptet, mit ihrer Meditationstechnik lasse sich die Gravitation überwinden. Würden genügend yogische Flieger meditieren, wäre die Schweiz unbesiegbar. Noch absurder ist die Forderung von TM, Städte niederzuwalzen.

Zu den einflussreichsten TM-Exponenten gehört Franz Rutz. Der Yogi-Flieger spielt seit Jahren ein Doppelspiel und bekleidet Ämter in der Schulberatung und der Politik: Er arbeitet als Ombudsmann für die Schule und ist Schwyzer Kantonsrat. Noch gravierender: Der TM-Lehrer sitzt im Vorstand der Organisation, die zusammen mit einem Bundesamt die Berufsbildung für die nicht ärztliche Alternativmedizin entwickelt.

Es ist zwar löblich, dass das Amt breite Kreise der Alternativmedizin in die Projektarbeit integriert. Dass aber ein TM-Anhänger im Vorstand der entscheidenden Kommission sitzt, ist fahrlässig. Hier müssen die Behörden eingreifen. Sonst wird die verbreitete Meinung zementiert, die Vertreter der Alternativmedizin seien esoterisch verblendet und weltfremd. Und die Behörden tanzten nach dem Diktat der Alternativ-Lobby.

Die Naivität von Schulbehörden, CVP und Politikern wie FDP-Ständerat Hans Altherr von der Arbeitswelt Alternativmedizin ist unverständlich. Sie geben sich ahnungslos und nehmen ihre Verantwortung nicht wahr. So machen sie sich zu Komplizen einer sektenhaften Organisation und erteilen dieser indirekt die Absolution.
Bei der Ausarbeitung des Berufsbildes in der Alternativmedizin wirkt auch der Verband für Maharishi Ayurveda mit. Diese Organisation gehört zur TM-Bewegung. Somit sind indirekt eine Sekte und einer ihrer Exponenten an wichtigen politischen Entscheiden beteiligt. Und niemand stört sich daran. Ein Beispiel mehr, weshalb Sekten die Schweiz besonders lieben.

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743 Kommentare zu “Yogi-Flieger mischen tüchtig mit”

  1. Glauben + Zweifel sagt:

    🙂

    @ Jefferson

    nochmal extra für Sie, wie Bedrängung und Bekehrung abläuft, ein ganz einfaches Muster (Einkassieren) auch für komplizierte Überintelligenzien
    http://tantefrieda.org/prof.html

  2. ff sagt:

    noch ein Nachtrag. Jenes ist die ganz übliche Soße und Freikirchen-Nummer. Von daher wäre ich fehl am Platze, da einfach kein Interesse mehr , gemeinsam zu tafeln. :- ) Ich habe diese Inszenierungen über Jahre genossen: immer spendabel nach den sauerstoffraubenden Gemeindestunden und vorherigen Putzaktionen. Immer die tierisch großen Clans nebst Krabbelkindern bewirtet. Ja, das waren noch Zeiten! da hatte man noch “Freunde” 🙂 🙂 🙂 und Gäste….(immer öfter ohne Gegenbesuche, da zu unbequem große Kinderschar)

    Mein “sezierender Blick” hatte mehr Interesse daran, Doppelbotschaften und Doppelmoral wahrzunehmen. Vor allem weil das Eliteselbstverständnis so ausschließlich (und ausschließend) daher kam. (dieses anfängliche ständige lovebombende Maskengrinsen war auch mir ein Dorn im Auge… es kann nicht mein Splitter sein, da ich nie und nirgendwo diese charakterliche Katzenfreundlichkeit an den Tag gelegt habe… btw, dann gibt es noch diese stierigen, zwangsbesessen-eifernden …wirkt hinter der Kurzsichtigkeitsbrille noch zehnmal tödlicher, und dann gibt es jene mit dem “wahren erlösten” milden wissenden Sphärenblick)

    Im Clübchen Via Mun…. dagegen (meist katholisch) eine andere Art von (gebildeten) “Usern”, eine andere Variante der Zauberei :- )

    ich habe mein Rudel nicht gefunden. Was solls? Waren auch nicht so viele Gelegenheiten als Kindergroßzieherin. (Hat gestern jemand 3Sat gesehen?) . Dafür hab ich gelernt, gelassener zu werden und das alles hinter mir zu lassen.

  3. Peanut sagt:

    @ b

    “ich habe mein Rudel nicht gefunden”.

    Ich stimme Ihren mich nicht sehr erstaunenden Repliken insoweit zu, als es selbstverständlich auch christliche Gruppen mit sehr verkürzten Weltbildern, eben Rudel gibt, wo also diese (auf diesem Blog vor allem bei Idiot Savant und Pest festellbare) “Verblödung” wie ich es nenne, nur noch Lesen von Sachen, die die eigene Tendenz unterstützen, auch weit fortgeschritten ist.

    Nur, man kann auch alleine verblöden, wenn man seine ganze Energie auf ein verblödetes Rudel lenkt, das einen ausgestossen hat.

  4. Glauben + Zweifel sagt:

    meine Verblödung liegt mit Sicherheit nicht daran, dass ich meine fragliche Aufmerksamkeit auf ein solches – übrigens weltweit nicht übersehbares großes – Rudel richte oder indem ich hin un wieder, je nach masochistischer Disposition – bei “Solchen” lese wie idea, ERF, Pietisten, Methodisten, medrum-Publizistik , bei den Feuermachern = Charis wird mir dann auch das reine Lesen zu unbehaglich – diese alle dürften sich kaum von Ihren favorisierten Mitbrüdern und Freikirchenfriends unterscheiden?. (sondern an jenen Prozessen durch Überforderung, nicht mehr aufnahmefähig zu sein, Stoffwechselvorgängen, Arbeitsgedächtnis und eben überhaupt kein gesteigertes Interesse und bemühter Lernfähigkeit an linearen Denkprozessen und eben :- ) an jener vernachlässigten Bildung)

    Dieses “Rudel” hat mich nicht ausgestossen. Ob es jemals so weit gekommen wäre, weiß ich ebenfalls nicht. Es hat, nachdem ich mich nicht habe tiefer einbinden , bekehren und taufen llassen, schlichtweg keine Notiz von mir genommen und ICH bin klanglos weggeblieben, ohne dass es jemand aufgefallen wäre :- ) ##ff weiter unten . (Aber da waren schon gewisse Weichen in deren Sinne gestellt – auch über Suggestion – und Entscheidungen an Wegeskreuzungen unrevidierbar “gelaufen”)
    ff##Weil einfach das Loyalitätsgezerre (Probleme, die aus unterschiedlichen, systemischen Herkünftsgründen von denen in die Ehe hineingebracht worden sind) zu unerträglich wurde und sich weiter in die Familie fraß. Ich hatte als ( bei Heirat zum mehr oder weniger unfreiwilligen Austritt gezwungene) Kirchen”christin” einfach keinen guten Stand und stand mit dem Rücken immer mehr an der Wand. (das war dann eben doch allein gegen alle resp. umgekehrt) Auch das MACHT KRANK! Die Prozesse laufen genau so ab, als hätte man sich (ohne Co-Abhängigkeit) origianl infiziert.

    Ohne “Rudel” lebe ich seit 1986! (Der Gatte seit 1991) wenige der Daten, die man sich merken kann.

    Parallel immer mehr an Jungianer, theol. Feministinnen und Benediktiner “interessiert”…(und später an den POP-Angeboten und internationalen Trauer -oder Traumexperten.. oder Campbell/Gimbutas)

    Ich weiß es heute noch nicht, ob und wo ich nochmals andocken würde. Es war jedenfalls eine ungeheure “Leistung” , sowohl zu sortieren als auch etliches allein zu “überstehen”. :- (

    (nebenbei… gemessen an jener gestrigen Abendsendung 3sat -8 Kinder, ausdrücklich nicht religiös motivierter Kinderreichtum – hatten wir alles in allem luxuriöse Verhältnisse …Spuren hinterläßt das bei jenen als auch bei uns )

  5. Glauben + Zweifel sagt:

    peanut-Jefferson-Lupo + diverse

    habe mir eben nochmal die Mühe gemacht, Ihnen zu verdeutlichen, dass ich nicht aus jenem Rudel ausgestossen worden , sondern einfach klanglos weggeblieben bin.(das ständige Gezerre von diesen Dritten in die Ehe reingetragener Loyalitätskonflikte wegen Herkunft, Nichtbekehrung, Taufe usw.) Und zwar bereits 1986! (eines der wenigen Daten, welches ich mir merken kann)
    Als ev. Kirchen”Christin” (und genötigt, bei Heirat auszutreten) stand ich stets mit dem Rücken an der Wand.

    zu meiner Verblödung hatte ich ebenfalls Stellung genommen…abgesehen davon, dass es ohnehin niemand sonderlich interessiert,
    ist mein Originaltext im (kollektiven Unbewußten) irgendwo hängen geblieben

  6. Glauben + Zweifel sagt:

    ff
    aber doch nocheinmal dazu die Anfrage:

    …”als es selbstverständlich auch christliche Gruppen mit sehr verkürzten Weltbildern, eben Rudel gibt, wo also diese “….

    wodurch meinen Sie, unterscheiden sich denn diese christlichen Gruppen (ICH spreche einer erheblich weltweiten Zahl, eben von ERF, EA -D, Mehthodisten, Pietisten, Baptisten und Brüdern, weniger von Fegs oder Pfingstlern und Charis, die ich nicht mehr ausreichend persönlich kenne) von den von Ihnen favorisierten Freikrichler-Friends? Was bleibt denn da noch? :- )

  7. Snoopy sagt:

    @ Peanut

    Für den Fall, dass Sie noch mitlesen.

    Ich denke, dass alle, die sich an dieser Diskussion beteiligten, die Ansicht teilen, dass den Tieren, die für den Fleischkonsum getötet werden, Schmerzen und Angst so weit wie möglich erspart werden sollten (d.h. unnötiges Leiden ist zu verhindern).

    Früher einmal, als es noch keine Möglichkeit gab, die Tier mit Stromstössen zu betäuben, war das Schächten möglicherweise die für das Tier am wenigsten schmerzhafte Tötungsart. Viele Juden und Muslime schächten heute mit vorangegangener Betäubung. Diejenigen, die die Betäubung ablehnen, tun dies, weil sie sich an die Tradition gebunden fühlen. Mir sind keine anderen Argumente für das Schächten ohne Betäubung bekannt.

    In diesem Blog hat sich niemand für das Schächten ohne Betäubung eingesetzt (wie Rabbi Jussuf behauptet), sondern wir sind uns ja alle einig, dass dem Tier keine unnötigen Schmerzen zugefügt werden sollten. Wie weit Mawi der Ansicht war, schächten ohne Betäubung “füge kein Leid zu”, kann ich nicht beurteilen, wir müssten Sie darauf ansprechen. Aber sicher ist, dass Schächten mit Betäubung weniger schmerzhaft ist als Schächten ohne Betäubung, das ist ja offensichtlich und Mawi wird das kaum bestreiten.

    Ich denke weiter, dass ein Tierarzt, der die Verhältnisse auf Schlachthöfen – auch jene auf koscheren Schlachthöfen – kennt, durchaus beurteilen kann, welche Art der Hinrichtung denen Tieren im Durchschnitt am wenigsten Schmerzen verursacht.

    Dazu muss man z. B. in Betracht ziehen, wie gross die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Schlachtung oder Schächtung nicht korrekt durchgeführt wird, z. B. weil unsorgfältig gearbeitet wird oder sonst etwas “schief läuft”. Es gibt bestimmt sowohl für das Schlachten allgemein wie für das Schächten pros und cons, die man auflisten und gegeneinander abwägen kann. Dabei sollte aber auch beachtet werden, dass das Töten nur ein Teil des ganzen Fleischproduktionsprozesses ist (für das Tier als Lebewesen der letzte Teil), d.h. man darf die Schlachtung nicht isoliert betrachten, sondern es geht darum, wie das Tier im Ganzen gesehen behandelt wird. Daher kommt der Vorwurf der Heuchelei, denn wie Sie ja geschrieben haben, ist es geheuchelt und ehrlich, bei der letzten Etappe eines langen Leidesweges plötzlich den Moralapostel spielen zu wollen.

    Fleischkonsum ist letztlich (für mich als Konsument) eine Frage des Vertrauens, d.h. es stellt sich die Frage, inwieweit ich darauf vertrauen kann, dass das Tier, welches mein Steak früher einmal war, gut behandelt wurde. Ich persönlich habe mehr Vertrauen in die kosher- oder halal-Fleischproduktion, weil es dort noch um etwas anderes geht als nur um Profit und Rentabilität, und weil die Regeln dort von Leuten überwacht werden, die dafür bekannt sind, es mit dem Einhalten von Regeln sehr genau zu nehmen. Vielleicht mache ich mir Illusionen, aber ich stelle mir vor, dass bei der koscher- oder halal-Schlachtung eine andere, würdigere Atmosphäre herrscht. Das ist meine persönliche Ansicht, ich möchte niemandem etwas unterstellen und denke durchaus, dass es auch “säkuläre” Schlachthöfe gibt, in denen korrekt und verantwortungsbewusst gearbeitet wird. Aber die Fragezeichen sind sehr gross, da man mit Wesen arbeitet, die sich selbst nicht wehren können und von denen man auch keine Schadenersatz-/Genugtuungsklagen befürchten muss. Und wenn man aufgrund von dem, was manchmal sichtbar wird (Zustände bei Tiertransporten) auf das schliessen, was hinter den verschlossenen Türen des Schlachthofes mit grossem Turnover passiert, wenn gerade kein Inspektor in der Nähe ist, würde ienem doch ziemlich mulmig.

  8. Snoopy sagt:

    Auszug aus einem anderen Text zu diesem Thema (Autorin: Hanna Reinz)

    “Schächten als schonende Tötungsmethode, die Welt des jüdischen Religionsgesetzes als Relikt des biblischen Tierschutzgebots – dieser Zusammenhang ist der deutschen Öffentlichkeit unbekannt. Dabei sind die Spuren des frühen Dialoges zwischen Mensch und Tier in der Tora unübersehbar. Das rituelle Schlachten (schechita) des Tieres durch die Durchtrennung seiner Halsschlagader mit einem einzigen Schnitt; die Speisegesetze (kaschrut) mit ihrem Regelwerk, das den Verzehr von Fleisch und das Töten von Tieren begrenzt; die Verknüpfung des Schlachtens und Essens von Tieren mit Ritualen, die Schuld und Verantwortung zum Ausdruck bringen und diese, nachdem das Tabu zu töten gebrochen worden ist, durch Dank und Aussöhnung mit der Tierwelt wiederbeleben sollen – all dies zeugt von Skrupeln, die dem Menschen der Moderne lange fremd waren. Ihre bestürzende Aktualität wird erst in jüngster Zeit wieder bewusst. Umso mehr lohnt es sich, genauer hinzusehen.

    Nur wer nicht aus Grausamkeit oder Gier handelt, darf ein Tier töten, so lautet die jüdische Norm und fügt hinzu: Erst nach rabbinischer Ausbildung darf der Jude das schartenfreie Schächtmesser gegen ein Tier erheben und es in einem Schnitt niederstrecken. Die Tabuisierung des Tötens, das einst nur der Kaste der Priester (kohanim) im Tempel erlaubt war, beruht auf der Erkenntnis, dass Mensch (adam) und Tier aus der gleichen Substanz erschaffen sind, dass beide aus Blut (dam) und Erde (adama) bestehen. Im Mittelpunkt des biblischen Dialogs zwischen Mensch und Tier steht das Tötungstabu: „Von keinem Leibe dürft ihr Blut genießen, denn die Seele eines jeden Leibes ist sein Blut; wer es ißt, der soll getilgt werden“ (Leviticus 17:14).

    Daraus leitet die Tora das Verbot des Blutvergießens, das Verbot jedweder zerstörerischen Handlung wider das Leben ab, wozu neben Tierquälerei und Verstümmelung (also auch Kastration) das sinnlose Zerstören von Pflanzen gehört. Das Töten von Tieren zum Fleischverzehr wurde somit zum spirituellen Akt erhoben, der vom Schlächter (schochet) Gesetzestreue ebenso wie Charakterfestigkeit verlangt. Die Idee des möglichst schmerzfreien Schlachtens ist mithin keineswegs erst im 20. Jahrhundert entdeckt worden.

    Dieser auf die Seele, auf die Empfindungs- und Leidensfähigkeit der Tiere zielende Ansatz des jüdischen Schächtens geriet allerdings in Vergessenheit. Mehr noch, während der jahrhundertelangen Geschichte des christlichen Antijudaismus und völkischen Antisemitismus ist der jüdische Tierschutzgedanke ins glatte Gegenteil verfälscht worden. Das Schächten wurde zum Symbol angeblicher jüdischer Grausamkeit. Die Nazis erhoben schließlich mit dem 1933 verabschiedeten Reichstierschutzgesetz ihre Ideologie zur Staatsnorm, der zufolge sich die – angebliche – deutsche Tierliebe dem jüdischen Blutritual entgegenstelle.

    Die antisemitische Verfälschung der jüdischen Kultur des Schlachtens ist das eine; das andere allerdings ein sehr wohl bestehendes Spannungsverhältnis zwischen Tierschutzanforderungen und dem Schächten unter den gegenwärtigen, industriellen Bedingungen des Schlachtens, insbesondere in Amerika und Frankreich – weshalb sich jüdische Tierschützer oft für eine vegetarische oder vegane Lebensweise entscheiden.”

    Quelle: http://www.zeit.de/2004/06/Essay_Baranzke/komplettansicht

  9. Rabbi Jussuf sagt:

    Snoopy
    “In diesem Blog hat sich niemand für das Schächten ohne Betäubung eingesetzt (wie Rabbi Jussuf behauptet),”

    Sie schaffen es doch immer wieder….

    Obiges habe ich nicht behauptet. Lesen Sie doch einfach mal Wort fuer Wort, was ich geschrieben habe – und was Peanut dazu geschrieben hat. Das deckt sich naemlich fast 1:1 mit dem, was meine Intention war.

    Den Text, den Sie hier hineingesetzt haben, hat so gar nichts mit dem Tierschutz zu tun, insofern alles darin nur aus einer religoes traditionellen Sicht gesehen wird.
    Wenn Schaechten schonend sein soll, dann sollen Fachleute untersuchen, ob dem wirklich so ist.
    Religioese Motivationen dahinter sind absolut zweitrangig.

  10. Snoopy sagt:

    @ Rabbi Jussuf

    Sie schrieben: “So wie die Diskussion lief, erweckte es den Anschein, als wollten sich die religioes Motivierten mit der Befuerwortung der Schaechtung hinter sonstigen (realen) Missstaenden verstecken.”

    An dieser Diskussion beteiligten sich aber keine “religiöse Motivierten”.

    Deshalb mein Einspruch. Aber ich nehme zur Kenntnis, dass Ihr Beitrag anders gemeint war, als ich ihn verstanden habe.

    Auf der Sachebene sind wir uns ja einig.

  11. Snoopy sagt:

    @ Rabbi Jussuf

    “Wenn Schaechten schonend sein soll, dann sollen Fachleute untersuchen, ob dem wirklich so ist.
    Religioese Motivationen dahinter sind absolut zweitrangig.”

    Einverstanden; genau das habe ich ja um 17:14 geschrieben – niemand hier in dieser Diskussion hat die religiöse Tradtion über den Tierschutz gestellt.

    Im zitierten Essay geht es um das Spannungsfeld Tierschutz-Religionsfreiheit. Warum Sie mir schreiben:

    “Den Text, den Sie hier hineingesetzt haben, hat so gar nichts mit dem Tierschutz zu tun, insofern alles darin nur aus einer religoes traditionellen Sicht gesehen wird.”

    und kritisieren, der Text habe nichts mit dem Tierschutz zu tun, ist mir absolut rästelhaft. Vielleicht können Sie mir das erklären.

  12. mawi sagt:

    Snoopy
    Ich weiss einfach nicht, wie es sich anfühlt, wenn sich ein Bolzen in meine – normalerweise extrem gut geschützte Hirnmasse- hineinschlägt. Ich weiss aber aus Erfahrung, dass bei einem tiefen Schnitt in der Regel kein Schmerz zu spühren ist, der setzt erst einige Momente später ein. Ich könnte mir daher vorstellen, dass sich Schmerzen erst dann einstellen würden, wenn das Blut, welches ja sehr schnell in grosser Menge den sterbenden Körper verlässt, schon herausgeflossen ist. Und wenn das Blut nicht mehr im Leib ist, sind auch keine Schmerzwahrnehmungen mehr vorhanden. Und wie Sie bereits erwähnt haben, die Messer fürs Schächten sind extrem gut geschliffen, die müssen rasierklingenscharf sein. ich war schon beim Metzgen eines unserer Kälber dabei, da war das Messer mässig scharf, der Metzger hat nach dem Bolzenschuss richtiggehend rumgemetzelt. Da war ich echt schockiert. Ich habe eben die Befürchtung, dass ein Tier durch den Bolzen mehr leidet.

  13. Pasionaria sagt:

    mawi’cità
    Rabbi Jussuf
    Snoopy
    Wenn schon, denn schon…….. scheint es mir angebracht, Interessierten und Teilinformierten Ausschnitte aus einem hochinteressanten, ausgewogenen und wissenschaftlich seriös recherchierten Beitrags zu zitieren – Autorin Maja Strasser: Schächten – Tradition im Licht der Wissenschaft
    Schächten ist die rituelle Schlachtung von Tieren, welche im Judentum und Islam praktiziert wird. Ziel des Schächtens
    ist, das Tier möglichst restlos auszubluten, weil das Blut als Sitz der „Seele“ nicht gegessen werden sollte.
    Die Tiere werden zuerst auf den Rücken gewendet, dann werden mit einem einzigen Halsschnitt die grossen Blutgefässe, Luft- und Speiseröhre (bei Vögeln entweder Luft- oder Speiseröhre) sowie die beiden Vagus-Nerven (Teil des vegetativen Nervensystems, an der Kontrolle von Funktionen wie Herzschlag, Atmung, Verdauung und Stoffwechsel beteiligt) durchtrennt. Die Bewusstlosigkeit tritt laut Erich F. Feineis, Zentralvorstandsmitglied des Schweizer Tierschutzes (STS), bei Schafen nach ca. 15 Sekunden und bei Rindern nach 20 bis 45 Sekunden ein. Nicht durchtrennt werden zwei dünne Adern (Arteriae
    paravertebrales), die ebenfalls das Gehirn mit Blut versorgen. Dies wird als Begründung des Ungenügens des Schächtschnittes angeführt.

    Geschichte: Das Schächten galt bis Ende des 19. Jahrhunderts als fortschrittliche, relativ tierfreundliche Methode. Mit der
    Einführung von Betäubungsmethoden (mit Bolzenschuss, Begasung oder Strom) wurde gefordert, diese auch beim Schächten anzuwenden. Die Annahme, dass betäubte Tiere nicht genügend ausbluten, konnte widerlegt werden.
    Ein veterinärwissenschaftliches Team der Universität Bristol zeigte, dass ein Bolzenschuss das Ausbluten nicht
    vermindert (Animal Welfare, vol 15, p 325; 2006). Bei beiden Religionen gibt es Schriftgelehrte, welche eine vorgängige Betäubung erlauben, dennoch erfolgt das Schächten im Judentum ohne Betäubung. Für das islamische Schächten wurde eine Betäubung mit Strom entwickelt. Wenn diese angewendet wird, ohne dass das Tier danach getötet wird, erholt es sich rasch davon, was beweisen soll, dass es zum Zeitpunkt des Tötens „gesund“ gewesen wäre. Dies ist eine der vielen Bedingungen, damit das Fleisch „halal” (für den Verzehr zulässig) ist.

    Tierschutz versus Glaubensfreiheit: 2001 schlug der Bundesrat die Abschaffung des Verbots vor, weil er es als unvereinbar mit der Glaubens- und Kultusfreiheit von Artikel 15 der Bundesverfassung erachtete.Es handle sich zudem um eine Ausgrenzungsmassnahme gegenüber einer Minderheit. Die öffentliche Diskussion, die dadurch losgetreten wurde, war oft emotional, polemisch und judenfeindlich. Prof. Dr. med. Alfred Donath, Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds, erklärte am 12. Dezember 2001 in der NZZ, wieso sich die Schweizer Juden für eine Aufhebung des Schächtverbots einsetzten: „Zum Ersten tun sie es, weil dieses Verbot von einem tierschützerischen Gesichtspunkt aus nicht begründet ist, da der Schmerz des Tieres bei jeder Schlachtmethode praktisch derselbe ist. Und zweitens, weil die durch die Verfassung garantierte Religionsfreiheit durch dieses Verbot verletzt wird, was der Bundesrat durch dessen Aufhebung korrigieren will.“
    Ausserdem legte Prof. Donath dar, dass das industrielle Schlachten ebenfalls seine Tücken hat: „Rinder werden häufig mithilfe eines elektrischen Stachels in einer Reihe zwischen Brettern vorwärts getrieben, damit sie nicht seitlich ausbrechen können. Und es kommt öfters vor, dass der Bolzenschuss, der ihr Bewusstsein ausschalten soll, nicht richtig sitzt; Schweine werden hochgezogen und mehrere Sekunden lang eingeklemmt zwischen vertikalen Laufbändern weiterbefördert, bis sie eine Elektronarkose erhalten. Die rituelle Schlachtung findet in einer vollkommen anderen Atmosphäre statt. Das Tier wird nicht mit Gewalt gehalten, der Schnitt erfolgt präzise und schnell mit einem Instrument, das schärfer ist als jedes Rasiermesser, da die jüdische Religion vorschreibt, Arterien, Luft- und Speiseröhre mit einem Messerschnitt
    ohne die geringste Schneidebewegung zu durchtrennen. Der Mann, der die religiöse Schlachtung vollzieht, muss sich auch nach langjähriger Erfahrung jedes Mal zuerst innerlich sammeln und ein Gebet sprechen. Dieser Akt ist nicht zu vergleichen mit dem Vorgang in einem Hochleistungsbetrieb, wie es ein Schlachthof im Allgemeinen ist.“
    Ganz anderer Meinung war der Tierschützer und jüdische KZ-Überlebende Samuel Dombrowski (Quelle:VgT-Nachrichten, Januar 2001): „Der Schnitt durch die Hals-Weichteile ist äusserst schmerzhaft. Es werden dabei nur zwei der insgesamt sechs Halsarterien durchtrennt, die das Gehirn versorgen. Das hat seine fast unverminderte Durchblutung zur Folge … Aus der durchtrennten Speiseröhre wird der Mageninhalt aspiriert (angesaugt) und Hustenreiz ausgelöst, was die Schmerzen durch Atemnot und Erstickungsangst verstärkt. Diese panische Angst ist an den Augen des Tieres gut erkennbar für jeden, der dem Schächtablauf einmal beigewohnt hat … Kein Gott, welcher Religion auch immer, kann so grausam sein, zu fordern, dass seine Geschöpfe ‚ihm zu Ehren’ auf diese Weise gequält werden! Es sind von Menschen erdachte Ritual-Morde an der wehrlosen Kreatur, die als Irrwege bezeichnet werden müssen und niemals gottgefällig sein können … Wenn ich richtig verstehe, wird mit dem Holocaust der Juden nunmehr der Holocaust der Tiere gerechtfertigt … Es wäre die Pflicht eines jeden von ethischen Grundsätzen geleiteten und von Mitgefühl und Tierliebe geprägten Menschen, seine Stimme gegen dieses himmelschreiende Unrecht an der Kreatur zu erheben.” etc. etc.

    Rabbi Jussuf
    Hoffentlich hast Du beim Genuss des carne asada nicht zu oft an solche Dinge gedacht……. war alles perfecto?

  14. mawi sagt:

    Chawera
    “Wenn ich richtig verstehe, wird mit dem Holocaust der Juden nunmehr der Holocaust der Tiere gerechtfertigt … ”
    Mit Verlaub, aber dieser Satz ist ein toteler Arschlochsatz. Auch wenn er- und vorallem wenn er- von einem Holocaustüberlebenden stammt.

    Ich habe mir vorhin Gedanken gemacht dazu, was ich denn gut finden würde. Von mir aus müsste jedes Tier an seinem Herkunftsort geschlachtet werden, in seiner bekannten Umgebung. Erst der tote Tierkörper dürfte dann in ein möglichst örtliches Schlachtlokal gebracht werden.

  15. Pasionaria sagt:

    mawi’cità
    Zu Deinen Gedanken zum Tod – nun, ist es nicht einerlei, wo man/Tier stirbt, wesentlich ist doch, dass dieser möglichst schmerzfrei und ‘human’ eintritt.
    Ich z.B. fürchte mich wirklich nicht vor dem Tod (auch ohne Jenseitsvorstellung resp. deswegen……), sondern , wenn schon, vor dem Sterben……
    Gute Nacht und lass uns von etwas anderem träumen.

  16. mawi sagt:

    Chawera
    Ich habs auch nicht so mit dem Sterben, aber wenn meine Zeit da ist, dann glaube ich, dass ich lieber zuhause sterben möchte.
    Laila tow
    Das heisst gute Nacht. Ivrit

  17. mawi sagt:

    Chawera
    Übrigens war ich heute extra auf dem Schäfler. Ez tun mir die Knochen weh. Aber schön wars.
    😉

  18. mawi sagt:

    Chawera
    Nachtrag
    Nein, es ist eben nicht einerlei, wo ein Tier stirbt. Ich behaupte mal, dass die Qualen vom Transport und nachher die Angst im Schlachthaus bei weitem unangenehmer sind, als das Getötetwerden in der gewohnten Umgebung.
    So long.

  19. Pasionaria sagt:

    mawi’cità
    “Nein, es ist eben nicht einerlei, wo ein Tier stirbt. Ich behaupte mal, dass die Qualen vom Transport und nachher die Angst im Schlachthaus bei weitem unangenehmer sind, als das Getötetwerden in der gewohnten Umgebung.”
    Das allerdings glaube ich Dir wirklich. Trotzdem ist die Art des Todes nicht einerlei und der Ort m.E. trotzdem zweitrangig, aber bestimmt auch wichtig.
    Bei den Menschen verhält es sich wahrscheinlich sehr individuell – mir ist es so egal, wo ich dann sterben werde, einfach hoffentlich möglichst schmerzfrei, und wenn ich noch wünschen könnte bei schöner Musik…..oder im Sschlaf…..

    Bist Du auch schon nicht-extra auf dem Schäfler gewesen? Wie lange dauert das Erklimmen zu Fuss? Hat es nicht geregnet, wie bei uns? Hoffentlich hast Du Dir ein lauwarmes Bad genehmigt und ein Vierteli danach oder davor……

    Laila ciao

  20. P.S. sagt:

    es ist zwar “witzig”, dass gerade jetzt ein Hermes-Paket, angekündigt per web, unterwegs ist zu mir. Nicht witzig ist, dass es sich um jene (Weltkonflikt)Fiirma handelt (Subunternehmen der OTTOgruppe) auf Kosten der Existenznötigung ihrer Arbeitnehmer. Das hätte HERMES nicht gefallen! Noch ein paar Herabstufungen dieser Ausbeutung, und wir sind in Europa so tief gesunken wie die vorgestern AAA-bewerteten Amis. (ein Land im Ausnahmezustand…man kann nicht mehr hin reisen! vielleicht nur noch überfliegen?)

  21. P.S. @ peanut sagt:

    nicht “meine religiöse Knechtung (Gerhard Sennlaub)

    meine religiöse Mägdung

    … in Ihrem Amts/Anwaltsjargon …Konsorten

    heute wäre es ferner für mich eine Frage, mit wem wollte ich mich verpartnern, verbrüdern? Die gängige Praxis im Evangelikalismus (somit auch I h r e -momentan?- bevorzugten Freikirchen) ist es, die Frau zu kontrollieren ) die Kontrolle über ihr Internet ist noch das geringste Übel) und zu besitzen, sie unselbständig und abhängig zu machen. Die Hoheit darüber obliegt (oblag gesetzlich) dem Manne. Und unterscheidet sich in manchen Aspekten nicht sonderlich von jener Praxis wie in dem von Olive eingestellten Artikel Necla Kelek http://www.derbund.ch/bern/So-wie-heute-gelebt-ist-Islam-mit-der-Demokratie-nicht-kompatibel-/story/28160757
    …”dass vom Koran her der Mann der Frau übergestellt ist. Er hat das Recht, Sex mit ihr zu haben. Und er heiratet nur aus diesem Grund, nicht aus Liebe, die Liebe gehört seiner Mutter. Er entscheidet, wann er Sex will. Ob sie will oder nicht, spielt keine Rolle, dafür wird sie geheiratet. Das habe ich zu beschreiben versucht und gesagt, dass ich die islamische Gesellschaft für sexualisiert halte. Das ist ja auch der Grund für das Kopftuch. Es muss getragen werden, um die Frau vor männlicher Begierde zu schützen. ”
    Mir sind ähnlich anmutende christliche Aussagen begegnet. Und sicher in der Praxis die Tendenz sich das Weibe einzuverleiben.
    Hier wie dort behaupten die betroffenen Frauen, dass sie frei seien.
    In einem (ausgerechnet von einem Autor mit Namen Hehl) familientherapeutischen Fachbuch liest man:
    Heute heiratet man glücklicherweise meist nicht mehr die erste Liebe. Denn wenn die erste Liebe eine lang andauernde, zufrieden stellende Partnerschaft werden soll, müssen beide Partner viel voneindander lernen. Und lernen in der Partnerschaft bedeutet meist auch Missverständnisse und Enttäuschungen ertragen und trotz allem weiterhin versuchen, den anderen in seiner Andersartigkeit zu verstehen…….Es ist ein Segen, dass sich selbst in den christlichen Kirchen herumgesprochen hat, dass es für eine gute Partnerschaft meist nicht günstig ist, wenn die erste Partnerschaft – auch wenn man häufiger miteinander geschlafen hat- gleich schon die letzte sein soll”…..
    (Wohlgemerkt: Unterscheidung Kirche/Freikirche….—>Kampagne “Ich kann warten”)
    Das sind mit freikirchlichen Standpunkten – wie s o v i e l e! – unvereinbare Wahrheiten/Erkenntnisse …Welt-und Rollenbilder, die sich eben nicht annähern.
    Getrennt von Tisch und Bett.

  22. olive sagt:

    Interessant:

    In unserer Bundesverfassung findet sich das Wort «Religionsfreiheit» kein einziges Mal. Und die Schöpfer unserer Bundesverfassung wussten genau, was sie taten. In Artikel 15 ist lediglich von «Glaubens- und Gewissensfreiheit» die Rede. Zwischen Religionsfreiheit und Glaubens- und Gewissensfreiheit besteht ein fundamentaler Unterschied: Die Glaubens- und Gewissensfreiheit bedeutet, dass sämtliche Mitbürger das Recht haben, das zu glauben und zu verkünden, was sie für richtig halten: Gott, Jahwe, Allah, Buddha, Ritter, Tod und Teufel. Religionsfreiheit müsste als viel weiter gefasster Begriff jeden Unfug und jedes Unrecht zulassen, die im ­Namen einer Religion verübt werden: Hexenverbrennungen, Ketzerfolterungen, Steinigung, Genitalverstümmelung oder Zwangsheirat.

    Von Chrisof Mörgeli

    “Das Märchen von der Religionsfreiheit”
    Weltwoche

  23. GLÜCK sagt:

    sieht für mich anders aus, als die Oberhoheit seines Lebens zu verlieren, als sich Selbständigkeit, Sicherheit und “Lebensgefühl ” = das Gefühl zu leben zurück erobern zu müssen. Mein Gefühl ist eher, dass etwas unwiederbringlich zerbrochen und abgebrochen ist. Nach vieln Brüchen.

    Für diese Familie sind Acht Kinder ihr Glück. Nicht fromm, nicht asozial, nicht reich. Aber sichtlich erschöpft.

    http://www.3sat.de/page/?source=/ard/sendung/155876/index.html

  24. Rabbi Jussuf sagt:

    Pasionaria
    Die Diskussion hier macht mir den Appetitt nicht kaputt.
    Habe das Arrachera genossen. Sowas gibt es einfach nicht in der Schweiz!

    Snoopy So sind wir also einer Meinung.

  25. P.S. @Peanut sagt:

    betr. Freikirchler

    so ist das, werter Peanut; während Sie am Mittelmeerstrand braten, bade ich den Kolatteralschaden einer evangelikalen Unterdrucksetzung aus. Kinderreich und verreisen? Schauen SIe sich doch den 3satfilm an und diskutieren Sie und Ihre Freikirchenfriends denselben . Oder evtl. entschleunigt dümpelnd – diesmal nicht auf einem Atlantik-Kreuzfahrer – auf einem calvinistischen Understatement-Katamaran? Und stellen Sie sich gemeinsam jene Mutter in zehn bis fünfzehn Jahren vor. (Die Frau hat 25 Jahre nichts anders gemacht als 24 Stunden reagiert. Ein “Lebensentwurf”, der, in diesem Falle selbst gewählt und ohne gläubigen Hintergrund, ansonsten religiös motiviert islamisch-christlich den Herren bislang große Freude und Genugtuung machte. “Moderne” Calvinisten/ Reformierte oder andere Freikirchler sollen inzwischen nun ja auf zwei Kids reduziert haben und gelten trotzdem noch als gottgefällig)

    …noch zum unterstellten “Ausgestossensein”. (inzwischen zum xten Male richtig gestellt… ich bin AKTIV selbst gegangen. Es hat von den “Geschwistern” nie jemand sich interessiert, weshalb. Jene, die ein-und ausgingen einst…. )

    Es existieren zweierlei Mythen. Im Märchen ist angeblich der Ausgestoßene immer derjenige, der den tiefsten Kontakt zum wahren Selbst behält.
    Nach der laienhaften Mainstream-Psychologie stößt die Gesellschaft angeblich den Egoisten aus. (Nun sieht man allerdings massenhaft Egoisten der schrecklichen Sorte, die sich gütlich tun inmitten ihrer Mafia oder Spusis)

  26. Real-ianerin sagt:

    wir sprachen über Freundschaften, Verbrüderungen und Rudel sowie über Ausschluß (aktiv, passiv).
    Sie wissen, ich gehe mit evangelisch-freikirchlichen Sekten/Freikirchen hart ins Gericht und werde einen Teufel tun für deren durch Missionierungs/Umpolgepflogenheiten oder wie man es nennt: Unterdrucksetzungen und Erpressungen verursachte Schäden die Verantwortung und damit deren Entlastung zu übernehmen.

    Dazu paßt mE. eine heutige 3sat-Sendung, die einen Rückblick auf das ehemalige DDR-System wirft. Natürlich ganz andere Kategorien von Freiheitsberaubung, Systemdruck, Gleichschaltung, Absonderung und Kontrolle. Aber schließlich, wenn auch in verschärfter Form das gleiche Muster!

    Ein Paar, damals Anfang 20, konnte das kurz vor Mauerfall nicht mehr ertragen und riskierte sein Leben um in den Westen zu gelangen. Ein AUSSTIEG also. Der PREIS, wie sich heute zeigt: WURZELLOSIGKEIT. Beheimatet im Niemandsland. Zwanzig Jahre auf der Suche. (das ist auch mein Grundgefühl, wenn auch nicht so krass.) JA( ( ( ( SCH…CHRISTEN( ( ( (! LAUFT NICHT DAVON UND HÖRT ES EUCH AN! ! ! (( ( ( (

    Es funktionierte eben NICHT MEHR, das SICHEINFÜGEN in … (Bruderschaften, Freundeskreisen, Veriene…) ES BLEIBT EIN LOCH. (es bleibt verlor’ne Heimat….abgesessene “Gefängnisjahre”, in denen man neben sich war)

    “6. Urlaub ohne Wiederkehr”Wenn ich überlege, ich war 21 Jahre alt und wir hatten ein Baby dabei.” Tränen steigen Berit Riem in die Augen. 20 Jahre lang versucht sie ihre Geschichte zu verarbeiten. Auf der Hochzeitsreise in Ungarn fällt der Entschluss der DDR-Familie zur Flucht in den Westen. Der Mann und das weinende Kind eingenäht in Matratzen – die Frau eingeschlossen im Wassertank. So wollen sie zusammen mit einem Schweizer Paar in deren Wohnmobil über die Grenze von Ungarn nach Jugoslawien. Als die Grenzer den Wagen kontrollieren, schreit das Baby…Sendedaten•15.30 Uhr”
    http://www.3sat.de/page/?source=/ard/sendung/155820/index.html


    Wer hat eigentlich FREUNDE?
    In der Gemeinde tat man sich schwer. Viele waren unzufrieden, hatten keine Freunde in der eigenen Gemeinde und hätten sich gerne woanders umgesehen. Mitarbeit und Programmatik = der geschäftige Ersatz. Somit gab man sich zufrieden mit *verordneter Gemeinschaft.* Und wilderte heimlich gern in anderen Revieren.

    andere Leute schließen sich wiederum evangelikalen Gemeinschaften an, weil sie da vermuten in eine Geborgenheit garantierende Gemeinscahft zu finden (die Kuschelsekte) Das gegenseitige sich einladen, die strukturierten Hauskreise, helfen über fehlende Tiefe hinweg.

    Fragt sich, wie sich bei Fernbeziehung, bei vorausgesetzter Mobilität, bei einer 60-Stunden-Woche und täglichen 2 oder 3 Stunden am PC (Facebook und ähnlicher Pseudoquark) REALE Freundschaften überhaupt entwickel und pflegen lassen.

    Eine Bekannte lernt über ihren versuchten beruflichen Wiedereinstieg (allerdings ein Zusatzgeschäft) jede Menge Leute kennen. (Aber Freunde?) Kinder aus dem Haus = man muß was zu tun haben…

    Für Freunde zahlt man also.

    In der VHS zahlst du für “die Kraft der Gedanken” 🙁
    für “Senioren am PC” 🙁
    für Beine um den Hals wickeln, resp. Handstand uaf dem kleinen Finger = Yoga 🙁
    was gibt es sonst noch Un-Nötiges? Hat schon mal jemand gehört, dass man in VHS’s Fremdsprachen erlernt?

    ICH finds COOL, FREUNDE IN DER WELT -zu haben, so wie FRÜHER… V O R dieser entsetzlichen Brüder*GEMEIN*schaft.

    Jahrzehnte lang war ich OHNE!

    Stinkefinger, IHR SCHEISSCHRISTEN! Es ist mir ein Vergnügen, mich von euch zu distanzieren!

  27. um musad sagt:

    Habe gerade etwas gelesen, was ich posten moechte, da es zur Diskussion ueber das Schaechten passt.

    @ Alle die sich an dieser Diskussion beteiligt haben

    Jussuf sagt:
    Wenn Schaechten schonend sein soll, dann sollen Fachleute untersuchen, ob dem wirklich so ist.

    Wie wir aus der Diskussion ersehen konnten, ist nicht nur das Schaechten das Problem . Es geht in dieser Angelegenheit um beste Loesungen zu finden fuer Mensch und Tier. Mehr auf Fleischqualitaet zu achten, hlift m.E. schon einen Schritt dazu. Und eben die ‘schonende’ Schlachtung ( Schaechten und andere Schlachtmethoden ). Und nicht zuletzt helfen zu verhindern das n i c h t Zustande kommen langer Tiertransporte.

    Interessant ist dazu:
    Aus :Deutsche tieraerzliche Wochen Zeitschrift

    Versuche zur Obiektivierung von Schmerz und Bewusstseins bei der konventionellen (Bolzenschussbetäubung) religionsgesetzlichem(“Schächtschnitt”)Schlachtungen von Schaf und Kalb

    Von Prof.Dr. W. Schulze,Dr. H.Schulze-Pezhold,Dr. A.S. Hazem, Dr. R.Gross

    […]
    Aus diesem e r s t e n, u n t e r K l i n i k b e d i n g u n g e n a n g e l e g t e n V e r s u c h e n und den dabei gewonnenen Einblicken in sinnesphysiologische Zusammenhänge bei Betäubung/Schlachten kleiner Wiederkäuer ergeben sich für die Rechtsetzung vorbereitende Ebene vorab nachstehende fachliche sowie rechtliche Überlegungen.
    Diese hier in einer Klinik durchgeführten Versuche an Schaf und Kalb lassen erkennen, dass bei “lege artis”durchgeführten rituellen Schlachten mit hydraulisch arbeitendem Kippaparrat und Schächtschnitt Schmerz und Leiden in einem Ausmass,wie in der Öffentlichkeit seit langer Zeit hinsichtlich dieser Schalachtart gurndsätzlich angenommen wird, n i c h t r e g i s t r i e r t wurden; die unter diesen Versuchsbedingungen durchgeführten rituellen Schlachtungen entsprechen dem Gebot des 4 Abs.§ 1 TierSchG.
    Die EEG – Null – Linie- als sicheres Zeichen des Erlöschens der Grosshirnrinden-Tätigkeit und nach dem derzeitigen Stand des Wissens auch des Bewusstseins trat – in der Regel nach deutlich kürzerer Zeit auf als beim Schlachtverfahren nach vorheriger Bolzenschussanwendung.
    […]

    Also, Fachleute haben Untersuchugen gemacht. Vorteilhaft waere es, wenn man ihnen auch Gehoer schenken wuerde !

    U.M.

  28. um musad sagt:

    Wie wieder diese Smile Zeichen rein kam ohne meine Absicht, weiss ich nicht ?? Es sollt heissen
    Aus : Deutsche Tierarztliche Wochenschrift

    Quelle : Dtsch Tieraerzl. Wschr.85,41-76

  29. Rabbi Jussuf sagt:

    Um Musad
    😀
    Doppelpunkt, Gross-D

    Danke Dir für den Auszug. Wenn dem wirklich so ist, steht dem Schächten nichts im Wege.
    Es gibt dazu allerdings auch andere Stimmen.

  30. na prima sagt:

    Löschungen

    Was ist schlimmer? Das Ruinieren von Familien (durch Superchristen) oder das Sichentrüsten dagegen mit unflätigen Worten?

    Was ist schlimmer? dass Finanzmanager die Demokratie untergraben
    dass Ratingagenturen die Zuhälter der Spekulanten sind, welche die Volkswirtschaften treiben oder dass Ackermänner ächzen (worunter auch immer) , welche die Zukunft Deutschlands zuschandereiten? oder dass sozial Schwache randalieren?

  31. HO sagt:

    na prima
    10.08.2011 um 14:39

    “Was ist schlimmer? Das Ruinieren von Familien (durch Superchristen) oder das Sichentrüsten dagegen mit unflätigen Worten?”

    Warum soll man sich über “Superchristen” weniger entrüsten als über Anders-oder Ungläubige, die ihre Familien ruiniert haben?
    Aber, Hand aufs Herz, na prima: Von den rund 50% geschiedenen Ehen, was meinen Sie, wieviele % davon auf “Superchristen” fallen? 🙁

  32. Chris sagt:

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  33. Doubts? sagt:

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