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Verschwörungstheoretiker hetzen gegen Flüchtlinge

Hugo Stamm am Samstag den 9. Januar 2016
German Chancellor Angela Merkel is depicted as "Fatima" by a supporter of the anti-immigration rightwing movement PEGIDA (Patriotic Europeans Against the Islamisation of the West) during their weekly gathering in Dresden, Germany October 26, 2015. REUTERS/Fabrizio Bensch - RTX1TC6C

Ideales Publikum für Verschwörungstheoretiker: Eine Pegida-Demonstration in Dresden. Foto: Reuters

Verschwörungstheoretiker sind meist braun eingefärbte Populisten mit einem sicheren Instinkt für die diffusen Ängste breiter Teile der Bevölkerung. Ihnen ist jedes Mittel recht, die Öffentlichkeit zu beeinflussen oder gar zu manipulieren. Dazu zählt auch die Lüge. Aktuell ist für sie die Flüchtlingswelle eine aufgelegte Steilvorlage, um ihr braunes Süppchen zu kochen.

Das jüngste Beispiel liefert der deutsche Verschwörungstheoretiker Udo Ulfkotte. Für ihn sind die Flüchtlingsströme ein Geschenk des Himmels, um gegen Ausländer, vor allem Muslime, zu hetzen und in der Bevölkerung die Angst vor den Flüchtlingen und dem Fremden allgemein zu schüren. Die Stossrichtung gibt der Titel seines neuen Bestsellers vor: «Die Asylindustrie – Wie Politiker, Journalisten und Sozialverbände von der Flüchtlingswelle profitieren».

Ulfkotte behauptet in einer abenteuerlichen Argumentation, die gigantische Zuwanderung in Deutschland sei schon vor 15 Jahren geplant worden. Die Vereinigten Nationen hätten bereits damals in einem geheimen Bericht die Strategie festgelegt. Er, Ulfkotte, habe das Papier entdeckt, das die barbarische Strategie der UNO entlarve. In diesem, behauptet Ulfkotte, forderten die Vereinten Nationen, Deutschland müsse sich öffnen und 11,4 Millionen Migranten aufnehmen, auch gegen die Widerstände der Bevölkerung. Ausserdem habe die Bundesregierung an einem geheimen Treffen bestätigt, dass sie allein in diesem Jahr mit 16 Millionen neuen Flüchtlingen rechne. Es gibt tatsächlich einen Bericht der UNO-Abteilung für Bevölkerungsfragen aus dem Jahr 2000. Nur: Er ist nicht geheim, sondern wurde damals schon in den Medien kontrovers diskutiert. Ausserdem gab es Pressemitteilungen dazu, und der Bericht wurde auf der Website der UNO publiziert. Also alles schön wissenschaftlich aufgearbeitet und transparent kommuniziert.

Der Bericht enthält auch keine Geheimstrategie, sondern zeichnet lediglich verschiedene Szenarien auf, die wegen der Überalterung der Bevölkerung drohen. Der Bericht rechnet auf, wie viel Einwanderung nötig wäre, um die schrumpfenden Bevölkerungszahlen in Ländern mit niedrigen Geburtenraten in den nächsten Jahrzehnten auszugleichen und die Sozialwerke zu retten. Ein Problem, mit dem auch die Schweiz konfrontiert ist. Es ist also eine Lüge, wenn Ulfkotte behauptet, das Papier plädiere für eine unkontrollierte Einwanderung. Der Autor stellt somit die Aussagen im Bericht völlig auf den Kopf. Der deutsche Journalist Stefan Niggemeier, Experte für Verschwörungstheorien, schreibt dazu, Ulfkotte verfälsche die UNO-Studie in grotesker Weise.

Dreist ist auch Ulfkottes Aussage, die Deutschen müssten in Zukunft bis zum 77. Altersjahr arbeiten, um die Einwanderung finanzieren zu können. «Dabei werden Völker mit dem Segen der UN einfach von anderen verdrängt und ersetzt», schreibt der Verschwörungstheoretiker. Mit dieser Behauptung versetzt er ängstliche und ausländerfeindliche Personen in Angst und Schrecken und stempelt die verhassten Vereinigten Nationen zum Erzfeind. In Wirklichkeit befasst sich die UNO-Analyse mit der Frage, wie die Sozialversicherungen gerettet werden können. Sie kommt zu folgendem Schluss: Entweder werde die Überalterung durch Zuwanderung ausgeglichen, oder das Rentenalter müsse bis 2050 schrittweise auf 77 Jahre angehoben werden. Der Bericht beleuchtet aber auch die Kehrseite einer starken Zuwanderung: eine überhitzte Migration führe zu sozialen Spannungen.

Auch diese Aussage des Berichts verkehrt Ulfkotte in seinem Buch ins Gegenteil. So behauptet er, die deutsche Regierung wolle «den Bevölkerungsaustausch» auch gegen den Widerstand der Bevölkerung erzwingen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Das alles diene den Interessen der Industrie.

Als Zeugen für diese Aussage ruft Ulfkotte Jim Yong Kim, Präsident der zur UNO gehörenden Weltbank, auf. Dieser habe im Oktober 2015 verkündet, dass der «Bevölkerungsaustausch» in Europa ein Motor des Wirtschaftswachstums werde. Womit Ulfkotte gleich noch die Kurve zur Hochfinanz kriegt, die für die Verschwörungstheoretiker das Herz der angeblichen geheimen Weltregierung bildet.

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411 Kommentare zu “Verschwörungstheoretiker hetzen gegen Flüchtlinge”

  1. Black Star sagt:

    @Eleuteria
    Wenn jemand von “Geschrei” faselt und glaubt, dass dies in irgendeiner Weise “hilfreich” sei um einen sinnvollen Dialog zu führen – da muss ich einfach nur sagen: No Way!
    Abgesehen davon gings bei der Analyse von El Feki nicht im Geringsten darum die “zeitgenössischen Reisenden” aka Flaubert und ihren “Ausdruck von sexueller Freiheit” zu beurteilen, sondern darum, dass es im 19. Jahrhundert (nicht allzu lange her) einen ganz anderen “Orient” gab, der eine ganz andere Sexualmoral lebte und zuliess (aprospos “der Islam kann sich nicht wandeln” u.s.w.). Ein bisschen differenziert argumentieren wäre nicht nur angebracht, sondern geradezu gefordert.

  2. Rabbi Jussuf sagt:

    Red Star
    Eleuteria

    Ach ja und was die Dame im Zitat tunlichst verschweigt, dass Ägypten zu der fraglichen Zeit unter britischer Kontrolle stand und die Leute den englischen Kolonien nachgefahren sind, sie also eher wenig mit der Bevölkerung zu tun hatten. Vergleichbar vielleicht mit manchen heutigen Touristenzentren.
    Wenn sich da einer den Nil hochgeschlafen hatte, dann war das vermutlich eher so etwas wie gewisse Leute heute nach Thailand fahren.
    Es war wohl eher anders herum, nämlich dass die orientalischen Besucher in Paris über die Freizügigkeit dort erstaunt waren. (London wohl eher nicht, das unter viktorianischer Ägide stand.)

  3. Black Star sagt:

    @Eleuteria
    Abgesehen davon halte ich es für die höchste Form von Heuchelei Prostitution im 19. Jahrhundert (!) als moralisch verweflich zu betiteln (egal wo) – was glauben Sie wohl was sonst noch in diesem Zeitalter so alles von West bis Ost passiert ist?

  4. Black Star sagt:

    @Eleuteria
    Wie wärs mit Kinderarbeit (in Europa), Hunger und Elend (z.B. zig Millionen von Iren gingen drauf), Sklaverei (vor allem in Amerika) und endlose Kriege um Einfluss und Macht. Dagegen wirkt Prostitution im Nahen Osten zu dieser Zeit wie ein “Kindergeburtstag”.

  5. Eleuteria sagt:

    @Black Star: Abgesehen davon halte ich es für die höchste Form von Heuchelei Prostitution im 19. Jahrhundert (!) als moralisch verweflich zu betiteln (egal wo). … Dagegen wirkt Prostitution im Nahen Osten zu dieser Zeit wie ein “Kindergeburtstag”.

    Ist wahnsinnig intelligent, gegen Standpunkte Stellung zu beziehen, die gar niemand eingenommen hat. Ich habe keine Stellung dazu genommen, ob Prostitution moralisch verwerflich sei, sondern dazu, dass die Existenz von Bordellen kein Beweis ist, dass Frauen sexuelle Freiheit haben. Woher Sie die Sicherheit nehmen, dass Prostitution damals ein “Kindergeburtstag” war, erstaunt, wenn es sogar heute noch in Gesellschaften, die sich für aufgeklärt halten, äusserst brutale Formen des Frauenhandels gibt (erneut beweist Ihre Wortwahl, dass sie wenig Mitgefühl für Frauen haben):

    Die Journalistin Tobore Ovuorie gab sich als Prostituierte aus. Das Unternehmen geriet zum Fiasko. Sie wurde gefoltert, fast ermordet und entkam schwer traumatisiert. Heute berichtet sie als erste unabhängige Zeugin von einem unmenschlichen Geschäft, das auch in der Schweiz floriert. dok.sonntagszeitung.ch/2016/frauenhandel/

    Bei den Männern, die diese versklavten Frauen heimsuchen, dürfte es sich wohl nicht um illegale Immigranten oder Flüchtlinge handeln, aber um eine ähnliche Art Dreckskerle, die Frauen nur als Ware oder Schlampen sieht. Ich möchte in einer Gesellschaft leben, wo überhaupt keine Formen von sexueller Gewalt/Ausbeutung toleriert wird.

  6. Black Star sagt:

    @Rabbi Jussuf
    Ich glaube kaum, dass die Briten zu dieser Zeit den Arabern eine grosse Hilfe, was eine unverkrampfte Sexualmoral anbelangt, sein konnten (wie Sie ja selber zugeben!).

  7. Kristina sagt:

    @ olive 13. Januar 2016 um 17:12
    Ich verstehe nicht. Aber ich glaube du hast sicher recht.

  8. Eleuteria sagt:

    @Olive:

    Das “endlich” bezog sich, wie erwähnt, auf die Tatsache, dass ich und andere froh waren, dass sich eine Feministin zu Wort meldet, nachdem in den Medien beklagt worden war, dass von feministischer Seite nichts komme, insbesondere von rot/grüner Seite, die doch sonst immer von Frauenrechten spreche. ( sinngemäss ) Die nun alles daran setzten, zu relativieren, damit die Täter zu entlasten und somit auch frei zu sprechen von Verantwortung. ( so meine ich )Dies in deutschen Online Zeitungen.

    Ach so, jetzt verstehe ich.

    Warum ausgerechnet? EMMA lässt seit Jahren auch Frauen und Männer mit verschiedenen Ansichten zu Wort kommen.

    Das “ausgerechnet” war unbedacht gewählt, wahrscheinlich weil ich dein “endlich” missverstanden habe. Ich fand den Beitrag erwähnenswert, weil angenehm weitab von den üblichen Schuldzuweisungen.

    Interessant könnte auch der “Club” von gestern sein mit zwei Frauen mit verschiedenen Ansichten: Saida Keller-Messahli und Amira Hafner-Al Jabaji.

    Den werde ich wahrscheinlich noch anschauen. Ich bin froh, dass sich im Moment in den Medien viele verschiedene Menschen aus diesem Kulturraum äussern dürfen, dann bleibt die Diskussion hoffentlich nicht im üblichen Rechts-/Links-Hick-Hack stecken
    .

  9. Rabbi Jussuf sagt:

    Black Star

    ???
    “Ich glaube kaum, dass die Briten zu dieser Zeit den Arabern eine grosse Hilfe, was eine unverkrampfte Sexualmoral anbelangt, sein konnten (wie Sie ja selber zugeben!).”
    Ich habe genau beschrieben, worum es ging. Warum dann diese Antwort?

  10. Rabbi Jussuf sagt:

    Übrigens
    Nie war die Bordelldichte in London so hoch wie in der viktorianischen Zeit. (auch heute bei weitem nicht!)
    Das hat aber gar nichts zu tun mit einer sexuellen Freizügigkeit, sondern zeigt eher das Gegenteil.

  11. andersen sagt:

    Die Menschen, die jetzt zu uns in Europa kommen, steht vor ein unbekannte Zukunft.

    Was aber die Menschen in der eigene Heimat kennt sind:

    Politisch motivierte Hinrichtungen
    Folter und Tod
    Massenverhaftungen und Inhaftierungen
    Gewalt gegen friedliche Demonstranten und wer laut die Menschenrechtverletzungen nannte, wurde Drohungen ausgesprochen und oft wurde somit die Arbeit gekündigt.

  12. andersen sagt:

    Ja, denn Sagen sie, es hat alles mit dem Islam nicht zu tun.

    Wenn man aber ein Muslima fragt, ob sie sich wirklich dafür interessieren, was jenseits der Mauren (der eigene Zuhause) passiert, sagen Sie: Es interessiert sie nicht ein Bohne.
    In solchen Gesprächen habe begriffen, dass sie von der Welt, aus dem ich stamme, herzlich wenig halten, weil sie meinen wir in Europa sind bedauernswerte Geschöpfe.
    Und sie denkt, dass die Demokratie ein Land verdirbt.

    So so.

  13. Black Star sagt:

    @Rabbi Jussuf
    Ja bitte – stellen Sie sich noch ein bisschen dümmer.
    Rabbi O-Ton: “Ach ja und was die Dame im Zitat tunlichst verschweigt (!), dass Ägypten zu der fraglichen Zeit UNTER BRITISCHER KONTROLLE stand…”
    Sie haben einen Scheiss “genau beschrieben”, sondern versucht zu behaupten, dass die Araber nur deswegen so liberal zu diesem Zeitpunkt waren da gerade die Briten als Kolionialmacht schalteten und walteten. Was für eine geradezu idiotische Behauptung? Dümmer geht schon fast nicht mehr.

  14. Rabbi Jussuf sagt:

    Eleuteria
    Olive
    Habe den Club geschaut. Wirklich interessant die verschiedenen Gesichtspunkte. Ausser Amira Hafner-Al Jabaji, erstaunlicherweise, die gegen Pauschalisierung geschimpft hatte und fast im selben Atemzug selber pauschalisierte und auch sonst einige muslimische Klischees bedient hat.
    Der Forensiker sass ein wenig fest in seiner Sichtweise der Einzeltat und hat fast nicht gesehen, dass es hier nicht um die bei ihm wohl üblichen ganz schweren Sexualdelikte ging, sondern um ein Massenphänomen (Das Messali kurz angesprochen hat). Trotzdem hatte er natürlich recht – sofern es um den einzelnen Fall ging.

    Interessant noch der Hinweis auf die Sternstunde Religion am nächsten Sonntag über ein ähnliches Thema:
    Jung, radikal, muslimisch – Gewaltprävention in Moscheen?
    mit Ahmad Mansour, von dem ich wirklich sehr viel halte.
    Mal sehen, wie Jabaji mit ihm zurecht kommt…

  15. Rodolfo sagt:

    @ Eleuterie und Black Star
    Letzthin habe ich einen Algerier kennengelernt, der als Gärtner arbeitet.
    Er hat eine enorme körperliche Präsenz und strahlt eine weiche Gutmütigkeit aus, aber er kann auch hässig und wütend werden, oder hinterlistig schelmisch. Dann ist mit ihm nicht zu spassen!
    In seinem Herzen ist er Bauer. Als Gärtner arbeitet er, wie ein Tier, so dass seine Arbeitskollegen ihn eher bremsen, als antreiben müssen. In seinem Tages-Ablauf sind die Momente meditativen Innehaltens und der spirituellen Verbundenheit mit Allah (ChristInnen würden “Gott” sagen) integriert, wie das Auswerfen eines Ankers bei aufrauhender See.
    In der “Znüni-Pause” verneigt er sich in Richtung Mekka.
    Nachher “töggelt” er wieder verspielt auf seinem handy herum.
    Auf dem display ist das Bild seines kleinen Töchterleins.
    Weil er nur geschächtetes Fleisch essen darf und will, orgenisiert er für sich, seine Familie und Bekannte immer wieder mal ein Schaf, das er selber schlachtet und zerlegt.
    Immer wieder gibt er eine Volksweisheit aus seiner Heimat zum besten, wie zum Beispiel diese hier:
    “Bei uns wir sagen: Volle Kopf ist wie leere Kopf.”

  16. Rodolfo sagt:

    @ Rabbi Jussuf und Pan Tau
    Mir würde es nicht im Traum einfallen, nach diesen erschütternden und schockierenden Vorfällen in der Sylvesternacht Witze zu reissen über den Zettel, auf dem “fucken” und so weiter gekritzelt war von einem verwarlosten jungen Tunesier, der dann noch dir Dreistigkeit hatte, zu behaupten, nicht er habe das geschrieben, sondern er habe den Zettel am Boden gesehen und dann aufgehoben.
    Solche Witze sind pietätslos und geschmacklos!
    Damit machen Sie sich zu Komplizen dieser Verbrecher!
    (Aber vielleicht sind Sie das ja auch, wenn auch bisher heimlich…)

  17. Rodolfo sagt:

    Und dann dürfen auch heute meine manipulativen “Links” aus dem “mainstream-Medium” Tages Anzeiger nicht fehlen:
    heute auf Seite 12 (“Hintergrund und Debatte”):
    “Stoppt das Gerede über Werte!”
    Rassismus. Die Debatte über Köln verläuft fatal: Ausländische Delinquenten werden zu Kulturkriegern stilisiert.
    Von Fabian Renz
    heute auf Seite 7 (“International”)
    “Diebe ohne Perspektive”
    Nicht nur bei den Übergriffen von Köln, auch sonst fallen junge Einwanderer aus dem Maghreb in Deutschland durch hohe Kriminalitätsraten auf, Ganz anders die Flüchtlinge aus Syrien.

  18. Rodolfo sagt:

    Nachtrag:
    Der Scheisskerl, der den Zettel mit “fucken” usw. geschrieben hat, war glaube ich ein Marokkaner.
    Übrigens ist mir dieses “Antanzen in der Gruppe durch Männer aus dem Maghren” auch damals in unserer lokalen Weltmusik-Disko aufgefallen.
    Das war alles eher harmlos, hat aber dazu geführt, dass immer mehr Frauen der Disco fern blieben, bis sie schliesslich einging.
    Einige dieser “Maghreb-Antanzer” fanden tatsächlich eine Liaison mit einer Schweizerin, oder einer eingebürgerten Ausländerin.
    Ich sah sowohl Vorteile, als auch Nachteile dieses männlichen Gruppenverhaltens.
    Einerseits hatten die jungen Männer offensichtlich Spass. Vor allem wenn ihre Arabische Musik lief (in einem Orjentalischen Block) kamen sie richtig aus sich heraus und waren kaum mehr zu bremsen.
    Sie zeigten uns “Westlern” eindrücklich Arabische Lebensfreude und Tanzkultur.
    Andererseits verschreckten sie mit ihrem kraftvollen Auftreten aber auch viele kleinlaute, individualisierte SchweizerInnen, die sich -im Kontrast zu diesen heissblütigen und temperamentvollen “Araber-Hengsten” wie “mit der angezogenen Handbremse” auf dem Parkett bewegten, was die anwesenden Frauen auch nicht sonderlich zu beeindrucken schien.
    Ich glaube, wir können von den Arabern lernen, und sie können von uns lernen.
    Das Ziele einer solchen Arabisch-Schweizerischen Kooperation wäre, dass wir Männer tanzen können, wie die Araber, dass wir aber auch verstehen und respektieren, wenn eine umschwärmte Frau “Nein!” sagt.
    Es gibt natürlich auch ein “in Moment lieber nicht, aber vielleicht ein ander Mal”, oder ein “Warum eigentlich nicht?”.
    Aber bei einem “Nein!” sagt auch die Körpersprache eindeutig “Nein!”
    Ich glaube, Araber achten mehr auf die Körpersprache, als wir, da sie im allgemeinen “sinnlicher” sind, als die eher kopflastigen “Europäer”.
    Ich erlebe das immer wieder mit Strandverkäufern:
    Ich sage “Nehein” und will trotzdem nicht unfreundlich erscheinen.
    Und schon sitzt der Strandverkäufer bei mir auf dem Liegestuhl und breitet seine Ware aus.
    Ich sage nochmals in einem bestimmteren Ton “Nein!” und der Strandverkäufer packt seine Ware zusammen und stapft vorwurfsvoll weiter durch den Sand, als ob ich ihn vorher verarscht hätte…
    Hier kommt es eindeutig zu kulturellen Missverständnissen, die Migranten aus Arabischen Ländern besser aufgezeigt werden könnten.
    Sehr wichtig ist es auch dass eine freizügige Kleidung von Frauen nicht als Aufforderung zu Sex missverstanden werden!
    Natürlich tragen Frauen, die sich frizügig kleiden, zu einer Erotisierung unseres Alltags bei.
    Dies ist für alle ein ästhetischer Genuss, mit dem wir aber auch umgehen können müssen!
    Junge Männer aus dem Maghreb sind diesbezüglich dermassen ausgehungert, da sie in ihrem bisherigen Leben nur wandelnde Zelte mit Augen (schwarze Tag-Geister), oder allerhöchstens “Tauben” gesehen haben, dass sie mit der für uns selbstverständlichen weiblichen Erotik total überfordert sind!
    Für die muss das in etwa so sein, wie wenn ein ausgehungerter Tiger einen Fleischmocken sieht…
    Und dann würde ja der Teufelskreis zu drehen beginnen!
    Frauen würden sich nur noch brav und keusch kleiden und verhalten.
    Frauen würden das Nachtleben meiden und nur noch in männlich-familiärer Begleitung irgendwo hin gehen.
    Wir hätten mit der Zeit die gleichen Zustände wie bei uns in den “bleiernen” Jahren der gutbürgerlichen Biederkeit.
    So schlimm, wie im Maghreb würde es wohl nicht kommen. Dafür sind dann doch zu wenige dieser ausgehungerten Tiger auf der Pirsch…
    Aber eine solche Entwicklung wäre zweifellos ein sehr bedauerlicher Rückschritt für uns alle!
    Wir müssen also die “Arabischen Hengste” irgendwie zähmen und langsam und schrittweise an unsere Verhältnisse gewöhnen.
    Mit den meisten gelingt das ja, diesen “Kulturschock” zu überwinden.
    Der Mensch gewöhnt sich ja bekanntlich an alles…
    Aber er braucht auch Zeit dazu! Wir müssen also auch Geduld haben und auch selbstkritisch sehen, dass auch viele “einheimische” Männer mit den “erotischen Waffen von Frauen” nicht umgehen können.
    Das ist vergleichbar mit einem Rudolf Steiner Schüler, der zum ersten Mal in seinem Leben freien Zugang zu einem Fernseher erhält.
    Was wird dieser medial ausgehungerte junge Mensch wohl als erstes machen?
    Er wird nur noch fern sehen, von früh bis spät.
    Vielleicht wird er sogar TV-süchtig…

  19. olive sagt:

    @Eleuteria

    Empfehlenswert:
    Generation Allah
    von Ahmed Mansour

    er zeigt beeindruckend , wie die Salafisten gezielt Jugendliche beeinflussen, die oft in für dieses Alter typischer Weise unsicher sind, Fragen haben, Leitplanken suchen und dass es an uns ist, diesen Jugendlichen andere Wege aufzuzeigen.
    Er ist in dem Thema sehr leidenschaftlich, gäbe es mehr wie ihn.

    Für diese Arbeit braucht es nicht nur Frauen, sondern auch Männer, die diese Jugendlichen wichtig nehmen.

  20. Rabbi Jussuf sagt:

    Black Star
    “Ja bitte – stellen Sie sich noch ein bisschen dümmer.
    Rabbi O-Ton: “Ach ja und was die Dame im Zitat tunlichst verschweigt (!), dass Ägypten zu der fraglichen Zeit UNTER BRITISCHER KONTROLLE stand…”
    Sie haben einen Scheiss “genau beschrieben”, sondern versucht zu behaupten, dass die Araber nur deswegen so liberal zu diesem Zeitpunkt waren da gerade die Briten als Kolionialmacht schalteten und walteten. Was für eine geradezu idiotische Behauptung? Dümmer geht schon fast nicht mehr.”

    Der einzig Dumme da ist ein schwarz roter Stern.
    Wenn schon ALLES lesen – nicht nur das was Ihnen in den Kram passt!
    Aber das ist ja nichts Neues bei Ihnen, Red Herring.

  21. olive sagt:

    @ Rabbi Jussuf
    14. Januar 2016 um 02:07

    Habe den “Club” wie du erlebt.
    Hafner-Al Jabaji empfand ich etwas als “milder ” als früher.
    Danke für den Hinweis auf Sonntag, werde ich schauen.

  22. Rabbi Jussuf sagt:

    olive
    Ich habe Al Jabaji bisher nur als Moderatorin erlebt. erinnere mich aber nicht mehr, wie ihre Meinungsäusserungen waren.

    Überrascht hat mich Bischofberger mit seiner klaren Haltung. ich hätte eher vermutet, dass er auf die andere Seite beschwichtigend gewesen wäre.
    Die klare Haltung des Syrers war auch ermutigend.

    Insgesamt haben alle Beteiligten wertvolle Beiträge gebracht – auch Al Jabaji.

  23. olive sagt:

    @ Rabbi Jussuf
    14. Januar 2016 um 10:09

    sie machte mir den Eindruck, dass sie sich so mit dem Islam identifiziert, dass sie jede Kritk abwehren musste. Mein Eindruck, der auch falsch sein kann, zudem wäre es auch verständlich.

    Als ich hörte, dass Thomy Scherrer krank sei, tat es mir sehr Leid, auch weil ich ihn für einen sehr guten zurückhaltenden Moderator halte.
    Aber Herr Bischofberger machte es gut.

    Eine andere Diskussion

    http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/maischberger/videos/angstrepublik-deutschland-uebergriffe-in-koeln-terror-in-istanbul-100.html

  24. Black Star sagt:

    @Rabbi Jussuf
    Ihr “Argument” geht also so: Weil das Paris der Belle Epoque äusserst liberal war – waren die Araber 19. Jahrhundert doch nicht so sexuell freizügig wie ein Flaubert und andere behaupteten?
    Meines Wissens nennt man das einen logischen Kurzschluss.

  25. Rabbi Jussuf sagt:

    Der einzig logische Kurzschluss nennt sich Black Star.
    “Ihr “Argument” geht also so: Weil das Paris der Belle Epoque äusserst liberal war – waren die Araber 19. Jahrhundert doch nicht so sexuell freizügig wie ein Flaubert und andere behaupteten?
    Meines Wissens nennt man das einen logischen Kurzschluss.”

    Das ist ein klassischer Strohmann, den Sie da wieder einmal mehr abfackeln. Nirgendwo habe ich dergleichen je gesagt oder geschrieben.
    Lernen Sie endlich LESEN, was geschrieben steht und nicht das was Sie gerne möchten, dass da geschrieben steht.
    Es ist wirklich müüüühsam mit jemandem zu diskutieren, der die Argumente des Gegenübers nicht erfassen kann.

  26. Black Star sagt:

    Rabbi Jussuf
    Rabbi O-Ton: Was die Dame tunlichst verschweigt (wieso?), dass Ägypten zu der fraglichen Zeit unter britischer Kontrolle stand.
    Was für einen Wert besitzt diese Aussage bei der Beurteilung der sexuellen Freizügigkeit der Araber im 19. Jahrhundert? Übrigens als Flaubert in Ägypten weilte stand dieses Land noch überhaupt nicht unter britischer Kontrolle.
    Rabbi O-Ton: Es war wohl eher anders herum, dass die orientalischen Besucher in Paris über die Freizügigkeit dort erstaunt waren.
    Hier stellen Sie doch den Vergleich mit Paris an. Die Frage ist nur “wieso” und wie das wiederum bei der Beurteilung der sexuellen Freizügigkeit der Araber im 19. Jahrhundert hilfreich sein könnte.

  27. andersen sagt:

    Olive

    Danke für den Hinweis: Menschen beim Maisberger……..

    Er, der Ausländer war gut, er hat sein Meinung gesagt,
    Und eben kein Besserwisser, sondern einfach Zufrieden.

  28. andersen sagt:

    Es ist ja auch so nicht wichtig, was Ausländer sagen.

    Für mich ist das kein Problem.
    Gedanken sind frei.

  29. Kristina sagt:

    @ andersen 14. Januar 2016 um 15:44
    Schlafentzug wirkt wie Narkotika. Geh endlich schlafen.

  30. Black Star sagt:

    @Rabbi Jussuf
    Und noch eine kleine Info: Die Freizügigkeit was Sexualität anbgelangte war im Paris des 19. Jahrhunderts, wenn überhaupt, für die upperclass ein Thema. Syphilis war die Krankheit der betuchteren Schichten, während die weniger Priviligierten (also die meisten) sich vor allem auf Tuberkulose spezialisierten.

  31. Pan Tau sagt:

    Rodolfo:
    “Damit machen Sie sich zu Komplizen dieser Verbrecher!
    (Aber vielleicht sind Sie das ja auch, wenn auch bisher heimlich…)”

    Diese Klammerbemerkung zeigt in etwa auf, was für ein blöder Affe Sie sind. Hätte man übrigens das Anliegen dieses Marokkaners richtig übersetzt – und nicht anlehnend an das englische to fuck – so wäre er vielleicht irritiert gewesen über die lautliche Übereinstimmung mit al-fiqh – und dabei auf andere Gedanken gekommen.
    Passiert einem manchmal – und rate ich Ihnen ebenfalls dringlichst.

  32. gelesen sagt:

    Pan Tau
    Kleine Frage Off Topic:
    Ist Ihr Roman eigentlich (bereits) fertig geworden, den Sie mal, vor einiger Zeit, angekündigt haben?

  33. Pan Tau sagt:

    @Rodolfo
    Ich reisse Witze über die Täter – nicht die Opfer, hallo? Wo bin ich da Komplize oder Mittäter? Vielleicht sind Sie der Auffassung, über sexuelle Belästiger und Vergewaltiger liesse sich generell nicht spassen – das mag Ihre Meinung sein, kommt mir aber ziemlich scheinheilig daher. Ich finde je sarkastischer und schwärzer die Witze über die Täter sind umso besser.

  34. Pan Tau sagt:

    @gelesen
    Ein paar Kapitel bin ich schon weiter. Habe ich übrigens bereits erzählt, worums geht?

  35. olive sagt:

    Mohammed als Frauenrechtler
    “Mohammed, der Prophet des Islam, versuchte trotz heftigen Widerstands die Unterdrückung der Frau zu bekämpfen”

    Khola Maryam Hübsch

    http://www.fluter.de/de/154/thema/13921/

  36. olive sagt:

    Noch immer eine der besten Talkrunden

    Mit dabei Saisa Keller-Messahli

    http://www.eswerdelicht.tv/archives/1221

  37. gelesen sagt:

    Pan Tau

    “Habe ich übrigens bereits erzählt, worums geht?”
    Nein. Bestimmt ein Krimi… oder/und es geht um einen Herrn mit Melone aus Spanien!?

  38. Eleuteria sagt:

    @Black Star: Die Freizügigkeit was Sexualität anbgelangte war im Paris des 19. Jahrhunderts, wenn überhaupt, für die upperclass ein Thema.

    Autsch. Was habe ich Ihnen zuerst zu Ihrem Zitat, bezüglich der angeblichen sexuellen Freizügigkeit in muslimischen Ländern im 19. Jahrhundert, geschrieben? Dass es sich um Schilderungen zur sexuellen Freizügigkeit der einheimischen Oberschicht-Männern und weisser Touristen handeln dürfte, aber sicher nicht um das Leben der Fellachen oder gar um die sexuelle Freiheit der Frauen. Selbstverständlich sind Sie nicht darauf eingegangen, dafür verweisen Sie jetzt plötzlich, wenn es um Paris geht, auf die upperclass. Setzen Sie weiter irgendwelche Strohmänner in Brand und servieren ein paar verdorbene Heringe, aber erwarten Sie nicht, dass ich weiter auf Ihre Kommentare eingehe. Übrigens Muhammad ibn ʿAbd al-Wahhāb hat bereits im 18. Jahrhundert gelebt.

  39. Black Star sagt:

    @Eleuteria
    Also einigen wir uns doch einfach darauf, dass vor allem die upperclass (sowohl in West wie Ost) eine gewisse sexuelle Freizügigkeit zelebrierte. Mir ging es bei der Diskussion mit dem Rabbi nur darum, dass er partout nicht zugeben wollte, dass es eine solche Freizügigkeit auch im Orient zu dieser Zeit gab. Desweiteren behauptete er, dass die Textverfasserin irgendetwas verschweigen würde u.s.w.

  40. Black Star sagt:

    @olive
    Vielen Dank für den Tipp – ausgezeichnete Diskussionsrunde.

  41. andersen sagt:

    Olive

    Es steht oben , es werde Licht und eine Muslimin nimmt das Recht raus in der Öffentlichkeit zu Sagen, dass der Christentum, das Judentum und der Islam etwas gemeinsam haben:
    Macht und Gewalt.
    So so.

  42. Jorsch sagt:

    Black Star
    14. Januar 2016 um 22:06
    @olive
    Vielen Dank für den Tipp – ausgezeichnete Diskussionsrunde.

    Schön. Dann lern was draus. Gerade im Zusammenhang mit Olive.

  43. Rodolfo sagt:

    @ Pan Tau
    Ja klar müssen wir Witze reissen über Dinge, die eigentlich nicht zum lachen sind!
    Der Humor hilft uns dabei zu überleben. Wir bleiben locker und versteifen uns nicht. So fallen wir wahrscheinlich weniger schmerzhaft.
    Was ich bemängelt habe, ist nur, dass es für mich nach einem Verbrechen, oder einem Unglück einen Moment der Schockstarre, gefolgt von einer Zeit der Sprachlosigkeit und der Trauer gibt.
    In dieser Zeit fühlen wir mit den Opfern. Wir weinen mit ihnen, teilen mit ihnen ihr unbegreifliches Leid.
    Dann, wenn diese Trauer gelebt worden ist, beginnen wir mit dem sprechen, erst wütend und zornig, dann überlegter, die Hintergründe der Katastrophe verstehen zu versuchen. Dann versuchen wir, das Katastrophen-Ereignis einzuordnen. Was bedeutet es? Was für Lehren sind daraus zu ziehen. Wie können wir damit umgehen?
    Und jetzt kommt auch der Prozess des Immunisierens, des Relativierens (z.Bsp.: “Null-Risiko gibt es nicht.”), das Aufsteigen in die “Flugzeug-Perspektive” (“Vom Weltall aus betrachtet, war dieser Unfall gar nicht zu sehen!” z.Bsp.).
    Und wenn das Unglück weit zurück liegt, machen wir uns lustig, indem wir beispielsweise “Adolf Hitler” immitieren.
    Ich meine, ein solcher Ablauf ist nicht sakrosankt.
    Robustere Naturen reissen bereits sehr früh sarkastische Sprüche.
    Aber für meinen Geschmack kamen die sarkastischen Sprüche von Ihnen und Rabbi Jussuf zu früh.
    Dass Sie mich postwendend einen “blöden Affen” nennen, kann ich nachvollziehen.
    Für mich ist es genauso ein Kompliment, von einem Sarkasten “Affe” genannt zu werden, wie von einem Macho-Typ “Frau” genannt zu werden. Das stört mich jetzt überhaupt nicht.

  44. Rodolfo sagt:

    Nachdem Hugo Stamm “die Notbremse gezogen hat” und über den “Religionsblog” den “Ausnahmezustand” verhängt hat, mache ich mir einige Gedanken zur “Meinungsfreiheit”:
    Zu den Idealen einer Demokratie gehört das “Recht auf freie Meinungsäusserung”.
    Damit wir sehen können, was eine Bevölkerung denkt, müssen die Stimmen aus der Bevölkerung echt und unverfälscht sprechen können.
    Zu den Idealen eines harmonischen Zusammenlebens gehört die “Rücksichtnahme”.
    Alte Menschen sind zu respektieren, auch wenn sie sich im Strassenverkehr, oder beim Überqueren einer Strasse im Schneckentempo bewegen! Sie haben in ihrem Leben schon sehr viel für uns geleistet!
    Wenn eine “freie Meinung” gekoppelt ist mit “Rücksichtslosigkeit”, zum Beispiel mit der Aussage: “Nehmt diese lahmarschigen Rentner endlich von der Strasse, damit die Schnellen und Tüchtigen wieder freie Fahrt haben!” befinden wir uns im Dilemma, welchem Ideal von beiden wir den Vorzug geben sollen, dem Ideal der Rücksichtnahme, oder dem Ideal der freien Meinungsäusserung.
    Wir befinden uns im Spannungsfeld einer “Polarität”, wie so oft im Leben.
    Die untolerante SVP wirft “den Linken” vor, zu tolerant gegenüber untoleranten Islamisten zu sein.
    Anstatt dass wir uns gegen diesen Vorwurf wehren, könnten wir auch sagen:
    “Ja, Ihr habt recht! Von jetzt an werden wir mit Null Toleranz auf untolerante Leute, wie die Islamisten und Ihr Rechtsnationalen seid, reagieren.”
    Toleranz werden sich nur diejenigen verdienen, die selber tolerant sind.
    Für die Untoleranten aber gib’s emotionslos und eiskalt “Knast, oder Busse”.

  45. Alienus sagt:

    @anderson vom 13.01.2016 um 09.33

    „Wissen Sie was Glück und Zufriedenheit ist? Passionaria und Alienus? Wenn man über sich selbst Lachen kann und nicht andere auslachen“

    Oh weh, da haben Sie aber bei Pasionaria und mir eine dramatische Schreibhemmung ausgelöst! Die geht bei mir so weit, dass mir diesen Text mein griechischer Schreibsklave Megalomanus Yanisius Varoufakisius schreiben musste.

    Drum sehr verehrte und werte Frau (hoffentlich!) andersen meine Bitte: Nehmen Sie Ihre Aussage zurück, damit endlich Ihr Bannfluch aufgehoben ist und man wieder hier in diesem fucking Blog schreiben kann.

  46. Black Star sagt:

    @Jorsch
    Nur deswegen weil Olive mal eine gute Diskussion von anderen hier reingestellt hat – heisst das noch lange nicht, dass ich alles und jedes was Olive nun so behauptet einfach mal “toll” finden muss.
    Schaut man sich die Diskussion genauer an wird klar, dass die Teilnehmer sehr wohl zwischen Islam als Religion und den nomadischen Steinzeitvorstellungen der Rollenverteilung zwischen Mann und Frau unterscheiden können. Gerade Frau Keller-Messahli zeigt doch wunderbar, dass man einerseits den muslimischen Glauben nicht verteufeln muss um als Aufklärerin und Menschenrechtsaktivistin zu fungieren. Desweiteren kritisiert Frau Keller-Messahli die linken Parteien zu Recht dafür, dass sie dieses heisse Eisen nicht anfassen wollen und es daher den Rechten quasi noch als politisches Geschenk hinlegen, sodass diese dann das Thema für ihre Propaganda missbrauchen können.

  47. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Österreich – “Eine Wende könnte es im Fall von Pater Fabian geben, dem ehemaligen Pfarrer von Traiskirchen: Der Geistliche wurde vor wenigen Tagen vom Oberlandesgericht (OLG) Wien zu vier Jahren Haft verurteilt, weil er einen jungen Mann mit einem Schlafmittel sexuell gefügig gemacht haben soll. Er selbst behauptete immer, die Beziehung zu dem heute 26-Jährigen wäre einvernehmlich. Das sollen neue Zeugen nun bestätigen. Quer durch die Instanzen glaubten die Richter der Staatsanwaltschaft. Diese warf dem 49-jährigen Priester vor, den jungen Mann während eines Auslandsaufenthaltes in Costa Rica zunächst mit einem Schlafmittel betäubt und dann vergewaltigt zu haben. Zuletzt wurde das Urteil der zweiten Instanz – drei Jahre und vier Monate Haft – vom OLG Wien auf vier Jahre erhöht, aus „Gründen der Generalprävention“.” (13.1.16)

    http://www.ggg.at/index.php?id=69&tx_ttnews%5Btt_news%5D=8036&cHash=08c43de2b2f6f85fb0fc52234ef6b90b

  48. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Deutschland – “Der frühere Erftstädter Pfarrer Winfried Jansen (74), der sich 2015 mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert sah, wird in den Ruhestand versetzt. Diese Sanktion ist Teil einer „außergerichtlichen Lösung“, die der Vatikan nach einjähriger Prüfung des Falls vorgeschlagen hat. Wie das Erzbistum Köln mitteilte, hat Jansen diesem Vorgehen nach einem Gespräch mit Kardinal Rainer Woelki am Dienstag zugestimmt und seine Bereitschaft erklärt, auf sein Pfarramt zu verzichten. Das muss er aber noch schriftlich bestätigen. Er hat dafür 14 Tage Bedenkzeit. Nachdem die Anschuldigungen bekanntgeworden waren, die drei Frauen gegen Jansen erhoben, hatte Woelki den Geistlichen vom Dienst beurlaubt. Nach anfänglichem Leugnen gab dieser sexuelle Übergriffe und Grenzüberschreitungen zu, die sich vor mehreren Jahrzehnten zugetragen haben.” (13.1.16)

    http://www.ksta.de/erftstadt/missbrauchsvorwurf-vatikan-versetzt-erftstaedter-pfarrer-jansen-in-den-ruhestand–,15189182,33516336.html#plx1343171382

  49. Rabbi Jussuf sagt:

    Black Star
    Sie haben Recht, Flaubert war vor den Engländern am Nil.
    Aber vor und nach ihm waren zahlreiche französische Dichter in der Gegend. Mir ist von keinem bekannt, dass er sich ähnlich Flaubert geäussert hätte, oder zumindest wie diese Journalistin meinte, dass Flaubert sich geäussert hätte.
    Wie auch immer, die Existenz von Bordellen zeigt eigentlich eher das Gegenteil einer sexuellen Freizügigkeit in einer Gesellschaft.
    Ich vermute, die Journalistin hat stark übertrieben.

    Zur Situation am (oberen) Nil: Schon lange vor den Engländern gab es dort und auch in der weiteren Umgebung Niederlassungen von Europäern, die ihr Geld, neben normalem Handel, wie viele Einheimische (u.a. die Kopten!), mit Sklavenjagd und -handel verdienten. Man kann sich etwa vorstellen, was das für eine Gesellschaft war und dass die Bordelle kaum mit Einheimischen bestückt waren, sondern mit Sklavinnen.
    Je weiter südlich, desto schlimmer.

  50. Rabbi Jussuf sagt:

    Balck Star
    “Schaut man sich die Diskussion genauer an wird klar, dass die Teilnehmer sehr wohl zwischen Islam als Religion und den nomadischen Steinzeitvorstellungen der Rollenverteilung zwischen Mann und Frau unterscheiden können. “
    Einzig Al Jabaji versucht da zu trennen. Keller-Messahli hingegen explizit nicht!
    Da müssen Sie etwas grundlegendes überhört haben.
    Keller-Messahli: Kultur und Religion sind zwei Seiten einer Medaille, man kann sie unmöglich trennen. (Ganz besonders dann nicht, wenn es um den Islam geht.)