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Es kitzelt im Schoss der katholischen Kirche

Hugo Stamm am Samstag den 24. Oktober 2015
Keine Kommunion für «Sünder»: Der Churer Bischof Vitus Huonder mit einem unbekannten Begleiter, 2011. Foto: Arno Balzarini (Keystone)

Keine Kommunion für «Sünder»: Der Churer Bischof Vitus Huonder mit einem unbekannten Begleiter, 2011. Foto: Arno Balzarini (Keystone)

Morgen Sonntag geht die Familiensynode der Bischöfe in Rom zu Ende. Das geistliche Gremium hat unter anderem darüber debattiert, wie es die katholische Kirche in Zukunft mit den Wiederverheirateten und Homosexuellen halten will. Die Resultate sind noch nicht bekannt.

Aktuell sind Kirchenmitglieder, die homosexuell veranlagt, geschieden und wieder verheiratet sind oder die Pille schlucken in einer «irregulären Situation», wie es der Churer Bischof Vitus Huonder formulierte. Deshalb werden die «Sünder» von der Kommunion ausgeschlossen.

Die konservativen Bischöfe bemühen die Bibel, um ihre fundamentalistischen Positionen zu verteidigen. Mit Vorliebe verweisen sie auf die Bergpredigt, die für sie das moralische Kernstück des Neuen Testaments ist. In dieser Unterweisung setzte Jesus die ethischen Standards, auf die die christlichen Gemeinschaften stolz sind. So verlangte er unter anderem, der Mensch solle nicht töten und seine Feinde lieben. (Dass sein Vater dazu aufruft, die Ketzer und selbst deren Kinder zu töten, ist nur einer von vielen irritierenden Widersprüchen der Bibel.) Erstaunlich ist, dass nur der Evangelist Matthäus die Bergpredigt dokumentierte. Markus, Lukas und Johannes erwähnen sie nicht.

Aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang, was Jesus in der Bergpredigt zum Ehebruch sagt: «Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen» (Mt. 5.28). Die Aussage ist für die konservativen Bischöfe ein wichtiges Zeugnis, doch sie zeugt von wenig Menschenkenntnis. Jesus schätzte offensichtlich Kraft und Eigendynamik der Fantasie und der Sexualität falsch ein. Wie schwer diese zu kontrollieren sind, müssten gerade die katholischen Geistlichen aus eigener Erfahrung oder Anschauung wissen: Obwohl sie im Namen von Jesus geloben, zölibatär zu leben, pflegen viele von ihnen Beziehungen zu Frauen oder leben ihre Homosexualität oder ihre pädophilen Neigungen im Schoss der katholischen Kirche ziemlich hemmungslos aus.

Man kann Jesus vorwerfen, er sei weltfremd gewesen. Man muss ihm aber zubilligen, dass er die Bergpredigt vor rund 2000 Jahren hielt und trotz göttlichem Potenzial von tiefenpsychologischen oder unbewussten Phänomenen wenig Ahnung hatte. Wenn sich Geistliche aber heute noch auf den Standpunkt stellen, erotische Fantasien seien Sünde, eignen sie sich schlecht als Seelsorger. Dann haben sie noch nie ein Fachbuch gelesen oder das Eigenleben ihrer eigenen erotischen Fantasie und ihrer Regungen beobachtet.

Dabei ist es eine Binsenwahrheit: Wer seine Triebe unterdrückt, wird von ihnen eingeholt und möglicherweise übermannt. Es ist ja gerade eine kulturelle Entwicklung, dass wir lernen, verantwortungsvoll mit den Begierden umzugehen. Würden sich die Geistlichen in dieser Frage weniger an der Bibel orientieren, sondern an den psychologischen Erkenntnissen, käme es vielleicht zu weniger sexuellen oder pädophilen Übergriffen innerhalb der katholischen Kirche. Deshalb zeugt es von Doppelmoral, Homosexuelle zu stigmatisieren und Wiederverheiratete von der Kommunion auszuschliessen. Ganz zu schweigen vom Anachronismus, Frauen kirchliche Ämter zu verwehren.

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318 Kommentare zu “Es kitzelt im Schoss der katholischen Kirche”

  1. Börni sagt:

    Rolf

    Nicht die Flüchtlinge sind das Problem. Das Problem (nebst unseren sehr vielfältigen eigenen) sind die neuen Probleme. Und diese gilt es zu lösen, nicht zu zudecken.

    Ich bin dann mal weg.

  2. Aristocats sagt:

    Catwoman
    30. Oktober 2015 um 18:00
    @Cheshire Cat
    @Fat Cats in the Snow
    @Rodolfo 30. Oktober 2015 um 09:17
    @Garflied
    @Hello Kitty
    @Felix
    @Catwoman

    Passen wir alle in den Bus von Harry Chapin?

  3. Cats in the Cradle sagt:

    @Cheshire Cat
    @Fat Cats in the Snow
    @Rodolfo 30. Oktober 2015 um 09:17
    @Garflied
    @Hello Kitty
    @Felix
    @Catwoman
    @Aristocats

    Sicher.

  4. Sylvester sagt:

    @Cheshire Cat
    @Fat Cats in the Snow
    @Rodolfo 30. Oktober 2015 um 09:17
    @Garflied
    @Hello Kitty
    @Felix
    @Catwoman
    @Aristocats
    @Cats in the Cradle

    All I want for Christmas is New Years Eve.

  5. Cheshire Cat sagt:

    Und dann noch dies. Kater Karlo heisst gar nicht so. Und Catfish ist mehr Fisch als Katze.

  6. Börni sagt:

    Das grösste Problem ist die Stigmatisierung der einzelnen Person (ob Flüchtling, Homo, SVP-Wähler etc. etc).

    Der Mensch ist immer nur im Streit.

    Warum?
    Wo liegen die wahren Ursachen?

    Vielleicht dort, wo Menschen Menschen vorschreiben was Menschsein bedeutet. Und sie deswegen verstümmeln: Physisch und psychisch.

    Aber wie will ein Affe, der Menschenaffe das bewerkstelligen? Er wird wohl vorher aussterben.

  7. Michael Bamberger sagt:

    @ Solange

    “Ja leider, aber bedauernswerterweise werden diese Figuren mit zunehmender Säkularisierung nicht weniger, sondern nehmen diese Einstellung ins glaubensfreie Leben mit.”

    Wovon wir aber in diesem Fall Max völlig ausschliessen können, für den das Wort Säkularisierung ein derartiges Fremdwort darstellt, dass diesbezüglich sogar die Inkas die Spanier als glaubensfrei heidnische ET’s abgestempelt hätten.

  8. Cheshire Cat sagt:

    Danke

  9. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    “Homosexueller Priester erhebt schwere Vorwürfe gegen den Papst – Der homosexuelle Priester Krzysztof Charamsa hat einen Bandbrief veröffentlicht. Darin kritisiert er den Papst scharf. Die Kirche zerstöre das Leben von Millionen Homosexuellen. Der vom Vatikan geschasste homosexuelle polnische Geistliche Krzysztof Charamsa hat in einem Brandbrief schwere Vorwürfe an den Papst gerichtet. Franziskus und die Kirche hätten es geschafft, das Leben von uns Schwulen zur Hölle zu machen, heißt es in dem Schreiben. Die katholische Kirche verfolge und zerstöre das Leben von Millionen Homosexuellen und habe sie in von der Gesellschaft ausgeschlossene Leprakranke verwandelt, als ob sich die Menschen ihre sexuelle Orientierung aussuchen könnten. Das Schreiben hatte Charamsa bereits am 3. Oktober verschickt, kurz vor Beginn der Familiensynode im Vatikan. Der Inhalt wurde aber erst jetzt bekannt. In ihm ruft Charamsa alle homosexuellen Kardinäle, Bischöfe und Priester auf, den Mut zu finden, “diese unsensible, ungerechte und gewalttätige Kirche” hinter sich zu lassen.” (29.10.15)

    http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Homosexueller-Priester-erhebt-schwere-Vorwuerfe-gegen-den-Papst-id35934977.html

  10. Bernie sagt:

    Michael

    Mit Verlaub, das stimmt so gar nicht. Es gibt sehr viele Männer, die durch Beschneidung krasse Probleme bekommen. Siehe auch meinen Wiki-Beitrag. Ich verstehe nicht, warum Sie sich für solche absurden Riten stark machen. Mir ist nicht bekannt, dass man als Engländer acht Tage alt beschnitten wird. Auch habe ich britische Freunde, die nie von sowas gehört haben. Ich bitte Sie um Erläuterungen. Ich werde Ihnen im Gegenzug Berichte von Menschen raussuchen, die sehr wohl extrem unter ihrer Beschneidung leiden.

    Bamberger

    Warum soll man die Natur beschneiden? Meist ist das zudem religiös doktriniert. Überhole ich Sie in dieser Frage gerade? Es wäre gewiss das erste Mal.

  11. Pasionaria sagt:

    Hugo Stamm
    Nach Ihrem gestrigen Votum um 23.23h betr. dem Aerger “….., dass seit Wochen über ein Thema (Fluechtlingsthematik) diskutiert wird, das nichts mit den Impulstexten und Religion zu tun hat.” dachte ich und erhoffte es mir, dass Sie einen Nachschub dazu liefern wuerden, und es geschah, und wie.
    Vielen Dank fuer Ihre einmal mehr empathischen, praegnanten und sich hier aufdraengenden Erlaeuterungen. Sie tun (die Erlaeuterungen….) wirklich gut in diesem Blog.
    Empathie, Kritik und Politik (selbst das Kitzeln daran….. s. Alienus!) haben, mindestens meiner Meinung nach, immer ihre Berechtigung innerhalb Religionsthemen.

  12. Pasionaria sagt:

    Alienus
    Zu Deinen pikanten Ausfuehrungen zur Flucht á la mosaisch-juedischem Glauben, Jesus mit Mutter und Vater (?) oder good old Mohammed, koennte man problemlos sagen: sie flohen vom Regen und landeten (folglich mit vielen von ‘uns’) in der Traufe!

  13. Pasionaria sagt:

    Boerni oh Boerni
    Keine Angst, auch wenn Du ‘uns’ nicht mehr zu Deinen (Gesinnungs-) Freunden zaehlst, wir haben Dich immer noch lieb!
    Im Wissen, dass wir uns allle (ausser Pas…..) manchmal irren koennen – jeder meint doch, der andere tuts!

  14. Pasionaria sagt:

    Boerni
    Sorry, ich habe Sie gedutzt – sooo lieb haben wir Sie!!!

  15. Bernie sagt:

    Pasionaria

    Wenn Du Dich wieder einkriegst, bleibt es beim Du. Aber Deine letzten beiden Postings, ich weiss nicht. Sehr ungewohntes Wischiwaschi.

    Mir wäre es lieb, wenn Pasionaria auch mal einfach zugeben könnte: Ich hab einen Schmarren geschrieben.

    Dann machen wir Kaiserschmarren daraus und gut ist.

    Grösse zeigt sich auch darin sich klein machen zu können, geschätzte Lehrerin.

  16. andersen sagt:

    Nun, Alienus

    Nicht alle wurde durch die viele Einflüsse zum religiösen Analphabeten, es gibt es aber noch viele, die es immer versuchen will.
    Zum Glück nicht,sonst hätte ich als Kind der Bertolt Brecht gar nicht verstanden.

    Apropos Flucht:
    In Kairo steht immer noch des antiken römischen Kastell von Babylonia, drinnen in der Altstadt, ist die Abu-Sarga-Kirche, in deren Krypta sich der Legende nach einen Monat lang Maria und Jesus auf der Flucht nach Ägypten versteckt haben soll.

  17. Michael Bamberger sagt:

    @ Bernie

    Ebenfalls mit Verlaub, lesen Sie bitte hier und bringen Sie bitte allgemein anerkannte Gegenargumente:

    http://www.en.wikipedia.org/wiki/Circumcision

  18. Karl Martell junior sagt:

    Herr Stamm,
    richtig so, dass Sie das Missbrauchen Ihres Forums (wegen der sogenannten Flüchtlingsproblematik) beenden wollen
    Lasst uns doch über Wesentliches debattieren: Impfkritiker, Lichtarbeit, Kitzel im Schoss der RKK.
    Gleich wie damals im Sommer 1453 in Konstantinopel, als der Stadtrat darüber debattierte, ob die Engel weiblichen oder männlichen Geschlechts seien. Den Türken ante portas half es.

  19. Bernie sagt:

    Lieber Michael

    Ihr Link lässt sich nicht öffnen. Arbeite daran.

    Aber Sie zitieren wie ich aus Wikipedia. Wissenschaftliche Studien, Sir. Scrollen können Sie.

    Ich suche nach Fernsehbeiträgen, die mein Auge gesehen hat (staatliches Fernsehen) von Opfern. Bitte um Geduld und sonst einfach mal Schrumpfpenis googeln.

    Bin bald wieder bei Ihnen.

  20. Bernie sagt:

    Michael

    Googeln Sie Beschneidung, ARD, ZDF. Die Fülle der Beiträge auch wissenschaftlich gestützt (nur die machen Sinn) werden Sie wahrscheinlich nicht überraschen. Weil dieses hat der gute Michel mit der lieben Pasionaria gemein: Immer nur Eueres zählt. Ein Zugeständnis ist mission impossibel. Man und frau will immer nur zu den Klügsten zählen.

    In vielen Augen ist aber gerade jener/jene klug, der/die auch mal eigene Dummheit eingestehen kann.

    Ich weiss, jetzt kommt wieder eine angepasste, scheinbar überlegene Schelte.

    Soll ich mich präventiv ducken? Nicht mit mir.

  21. Bernie sagt:

    Bamberger

    Um es einfacher zu machen:
    Plädieren Sie im Ernst für das Abschneiden der männlichen Vorhaut im Babyalter und als Kind?

    Pasionaria

    Selbe Frage.

  22. Alienus sagt:

    @Karl Martell junior

    Nun, die ollen Türken wollten alle drei „goldenen Äpfel“ erobern.

    Konstantinopel haben sie erobert, gut, aber vom dem 2. Apfel sind sie zwei Mal gescheitert und den dritten haben sie noch nicht mal gesehen. Also eine Erfolgsquote von nur 33 Prozent. Das Abendland hingegen hat ne Erfolgsquote von 67 Prozent.

    Der damalige Streit war doch logisch, nachdem man die jahrhundertlange Auseinandersetzung über die Anzahl der Engel auf einer Nadelspitze so lala abgeschlossen hatte.

    Den Sinn einer religiösen Erbauung haben Sie wohl nicht begriffen.

    PS: Sind Sie nicht ca. 600 Jahre zu spät? Was für subtile Ängste haben Sie oder welche wollen Sie uns mitteilen / unterjubeln?

  23. Börni sagt:

    Rolf

    Weg ist weg. Aber ich hoffe Dein Kid wird dereinst intakte Jungs haben.

  24. Solange sagt:

    @KMJ: den Türken ante portas half es

    Halten Sie einfach Halal Gummibärchen bereit, falls morgen an Halloween per Zufall türkische Kinder vor der Tür stehen.

  25. Pasionaria sagt:

    Bernie
    Wie sagt Friedrich Rückert so treffend:
    “Das sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen. Die bei dem Irrtum verharren, das sind die Narren”
    Schon vergessen, bin doch staendig auf Reise……somit bin ich der ‘Warheit’ auf der Spur!

    Wegen Vorhaut – weiss nicht, was das ist, habe, ausser bei meinem Aufenthalt im Kloster, und das ist sooo lange her, noch nie eine gesehen…….

  26. Börni sagt:

    Solange

    Alle Kinder lieben Haribo. Unlängst erzählte ein muslimisches Mädchen meiner Tochter, sie würde gerne einmal Schweinsschnitzel mit Pommes essen. Allein; Sie darf es nicht, weil Mohamd es ihrem Vater so eingebläut hat.

    Nur darum!

  27. Börni sagt:

    Pasionaria

    Blöde Antwort. Echt nichts besseres auf Lager?

  28. Pasionaria sagt:

    Martell der Alte….
    Schoen, dass Sie weiterhin mitlesen, mitleiden und mittun. Noch schoener, wenn Sie auch mitdenken wuerden.
    Fazit Ihres heutigen Beitrags: Solange Sie den andern, diesmal den Tuerken, das Anderssein nicht ‘verzeihen’, sind Sie noch weit ab vom Weg zur von Ihnen dermassen sog. Christlichen Naechstenliebe – Ihre Bastion!!

  29. Börni sagt:

    Steinlaus/Olive

    Die ganze Debatte hier geht mir auf den Geist. Zu dumm was hier geantwortet wird. Aber ich bleibe ruhig. Ich gehe da weg. Danke Euch für die Zähmung.

  30. Kristina P sagt:

    Hugo Stamm
    30. Oktober 2015 um 09:42

    Ich will mit meinem Blog nicht dazu beitragen, das gefährliche Spiel der Rechtspopulisten zu unterstützen. Deshalb nehme ich es in Kauf, Zensor gescholten zu werden.

    Ich habe mir grosse Mühe gegeben, trotz meiner Artikulationsschwierigkeiten, Sätze zu bilden, die eine weitere Perspektive auf die von Ihnen aufgegriffenen Themata und dazu geschriebene Kommentare bilden. Dabei habe ich Titel, Worte und Kontext vor meinen Augen und versuche immer zu den Menschen zu sprechen. Das hätte ich mir auch gewünscht, als ich nach meinem Post Nummer 755326 vom 22. April um 08:47 suchte.

    Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.

    Da ich mich versuche an Regeln zu halten hatte ich nachgefragt. Dachte ich zumindest und ich dachte, einmal reicht. Nun das hier hätte ich viel früher schreiben sollen:

    Ich will mit meinem Kommentar dazu beitragen, das aufregende Spiel der Achtsamkeit zu unterstützen. Deshalb nehme ich es in Kauf, Künstler gescholten zu werden.

    Felix Culpa. Ich hoffe das Prisma leuchtet.

    Herzliche Grüsse

  31. olive sagt:

    @Börni

    es ist kein Thema für den Blog.

  32. Rodolfo sagt:

    @ Börni
    Nochmals zum Thema Beschneidung:
    Die Beschneidung von Knaben in der Philippinischen Kultur hat ausschliesslich hygienische Gründe.
    Mädchenbeschneidungen gibt es in den Philippinen nicht!
    Die Beschneidung von Mädchen dagegen ist übelste Misshandlung!
    Auch beim Thema “Beschneidung” gilt es, zu differenzieren und genau hin zu schauen.
    Zwischen “Weiss” und “Schwarz” gibt es die Grauzonen.
    Diese sind halt weniger klar einzuordnen und zu verstehen.
    Aber was verstehen wir denn schon wirklich? …

  33. Rodolfo sagt:

    @ Sylvester
    Sicher passen wir alle in einen Bus!
    Katzen brauchen ja nicht so viel Platz und liegen auf jeder Unterlage bequem und geniesserisch.
    Uebrigens habe ich mich selber auch schon als “Sylvester” (der mit einem “Tweety” kämpft) gesehen!

  34. Börni sagt:

    olive
    31. Oktober 2015 um 07:15
    @Börnie

    “Ist kein Thema für den Blog.”

    Ja, das ist wohl so. Hauptsache es kitzelt im Schoss der kath. Kirche. Der Rest ist Schweigen…

  35. Börni sagt:

    Olive

    Bade in Martini

    Ich bin dankbar, Sie im Herzen meines Denkens zu wähnen…

  36. Pan Tau sagt:

    Das letzte Mal dass ich in Frankfurt war gings auch um die Validierung. Dazu standen so hohe Türme herum. Ich schaute nur einmal hoch und das war schon ein Fehler.
    Die Erde ist flach und mehr brauch ich nicht zu wissen. Ausser das vom freien Fall natürlich – und dass uns der Himmel trotzdem nicht auf den Kopf fällt. Stolpern tut man eh genug. Und sonst tuns halt die andern. Nein, mit Validierung hab ich nichts am Hut, auch nicht mit Lektorat. Kommt mir vor wie Volks-wahl, nur von oben – und natürlich ohne “x“.
    Aber ich üb‘ mich durchaus im ungetrübten Gleichgewichtssinn, denn ich stolpere doch allzu leicht. Vielleicht weil ichs am Boden auch am liebsten mag. Jedenfalls im Gras, nicht auf dem Asphalt. Es braucht danach aber auch kein Hahn zu krähen, und schon gar kein Berg zu rufen.
    Verteiler gibts genug.

  37. Pan Tau sagt:

    Es ist doch so, dass Phantasiererei nichts mit Traumdeutung zu tun hat. Auch das Schreiben nicht. Insofern kann ich den Blick auch wieder heben, vielleicht werden die Türme dann auch wieder kleiner. Auf meiner Titanic jedenfalls heissts: Alte zuerst.
    Kinder und Frauen hab ich nicht.

  38. Pan Tau sagt:

    Es würde sich dann aber durchaus die Frage stellen wer erbt? Meine Ich-AG wärs kaum (so eine kenne ich erst mit Schröder), und meine Unternehmereigenschaft ist auch nicht gegeben, auch wenn ich Budget aufstellen und Mehrwertsteuerpflicht abklären kann. Aber ist die Organisationsform erbberechtigt? Wohl kaum, es sei denn sie wäre bereits eine Institution bzw. eine Rechtsperson – und dann wäre sie auch rechtsfähig. Nur lässt sich bis dahin kein Thread verfolgen.
    Gut. Ich kann auch stiften.

  39. Jim Knopf sagt:

    Herr Tau

    Na, da würde ich mal an der Krempe der Melone streichen.

    Das wirkt immer.

  40. Pan Tau sagt:

    Ja, Jim Knopf
    Sie dürften nicht unrecht haben. Gibts keine Kinder die erben, so gibts doch Fliegen. Gut – im Moment zwar auch ein paar weniger, saisonal bedingt.
    Aber wie mag ich übrigens das Geräusch, das der Labtopp von sich gibt, wenn er herunter gefahren ist.
    Fast schon ein wenig wie einschlafen.

  41. Jim Knopf sagt:

    Herr Tau

    Sind Sie aber von vorgestern.

    Unsereins arbeitet wieder mit Bleistift und Papier.

    Dadurch wird man automatisch zum Hahn im Korb des unwissenden Volches. Die Kinderlein rennen zum Mütterlein und schreien: Der zeichnet ohne Laptop. Der macht Bilder ohne Nix. Der muss ein Zauberer aus dem Land Nostalgia sein.

    Ist doch herrlich, so ein leicht-besänftigendes Schnurren einer dicken und fetten Bleistiftmine auf einem weichen Papier. Alles ohne Stromanschluss, ohne Kapazitätsbegrenzung und Berücksichtigung der Nutzungsdauer und und und.

    Die Zukunft ist wieder wunderbar.

    PS: Auf unserer ollen Lokomotive Emma haben wir keinen Saftanschluss.

  42. Pan Tau sagt:

    Jim Knopf
    Der gute Onkel tuts mehr als jeder Zauberer aus Utopia. Aber das unwissende Volch? Wozu gibts Volxbibliotheken!
    Und Fallgesetze! Und Urknalltheorie und -theorien? Neben der Bibliothek hats übrigens gleich eine Cafeteria, mit Labtopp-freier-Zone. Steht übrigens auf dem Schild da – sonst wüssts niemand. Da kann jeder so über seine Reise nach Liliput erzählen – und auch über die wieder zurück – so über Gargantua oder so und dann einen Strich zurück.
    Spannend, kitzelt schon, einfach nicht unbedingt im Schoss. Zudem ist Halloween gerade erst durch. Vielleicht übt man sich auch deswegen in Genügsamkeit und Masse – und wird einfach Stubenhocker? Ist saisonal bedingt und zunehmend auch bequemer, ausser man wolle zu den ganz abgehärteten gehören.
    Ich gehöre zu denen, die prophylaktisch schon für nächstes Jahr die grosse Freiheit planen. Oder zumindest die Ferien.
    Hm, dabei werde ich mir schon noch ein paar Gedanken zu John G. Benett “hazard” machen. Durchaus. Versprochen!
    Ich übernehme einfach die Reiseversicherung – und Sie das Porzellan. Und das Ganze bleibt individueller Willensentscheid – und ganz undeterminiert.

  43. Jim Knopf sagt:

    Pan Tau

    Oh, Porzellan!

    Wie ist es schön schnöder Porzellan zu zerdeppern! Aller Anfang braucht eine rituelle Zerstörung, und sei es eine Hochzeit oder sonst was an Horror. Irgendetwas geht immer in Trümmer.

    Ich fahre nicht mehr in die scheingroße Welt hinaus, wo die Scheinriesen hausen. Bleibe auf der scheinkleinen Insel, die sich Scheinheimat oder so ähnlich nennt.

    Hm, schon etwas Bedenklich, mir kleinem Jim Knopf die Verantwortung für das Porzellan zuzuschustern! Nachtigall, hör ick dir was trapsen?

  44. Pan Tau sagt:

    Jim Knopf
    Begleiterscheinung, guter Jim, Begleiterscheinung, Quasseln ist ständiger Begleiter der Beiebigkeit – bei mir jedenfalls, und massgebend ist ausschliesslich nur die Tonlage.
    Schlimm, nicht? Inhalte sind beliebig, Objekte vage Schatten dies wenn schon nur noch knapp inhaltlich aufzupeppen gilt und Porzellan übrigens nicht zum Zerdeppern, sondern zum Anzuschauen da.
    Darum auch die hohe Prämie der Versicherung. Wahrscheinlich verrechnet die sogar die Sonderschicht des Fahrers extra.

  45. Pan Tau sagt:

    Atmen Sie ein und atmen Sie aus, seien Sie ganz zum Anschauen da und hören Sie auf Ihre innere Stimme, die liest.

  46. Pan Tau sagt:

    In Bezug auf dieses “Q“ sind wir uns also vielleicht gar nicht so unähnlich. Nur befriedigt dies niemanden – wohl auch nicht die von Ihnen angesprochene Nachtigall. Der Stoff, mit dem diese schattenhaften Objekte sich allenfalls füllen liessen,
    ist noch schwierig zu finden. Ich jedenfalls schüttle ihn nicht gleich aus den Ärmeln und wahrscheinlich ist er einfach drin – oder dann halt nicht. Wie man ihn dem Text einflösst jedenfalls – ob es sich jetzt um “Sinn”, oder auch um Substanz handelt – wäre gut zu wissen.
    Ich greif mal zu Bleistift und Papier (oder auch zu Sekundenleim und Airbrush, warum nicht.

  47. Pasionaria sagt:

    Jim Knopf
    Pan Tau

    Erlaubt mir die Frage, worum geht es bei Euch eigentlich momentan? Wen oder was wollt Ihr denn ‘kitzeln’?

    Fazit: Im Stammblog schreiben ist fuer J.K. und P.T. ein Abenteuer, bei dem man nie weiss, wohin es fuehrt, hm!

  48. Jim Knopf sagt:

    @Pan Tau

    Ach, sind der Lukas und ich soeben an der Station vom Herrn Ärmel an seinem Kanal gewesen.

    Der arme Lukas, der musste eine sauschwere Kiste in den Cargo-Wagen laden mit der Aufschrift „Causa Zio Pio“ sowie dem Aufkleber „Inhalt ohne Wert“. Zu liefern an eine fremde Station. Was in dieser Kiste drin ist, möchte man nicht wissen ob der Gerüche und Dämpfe, die da aus ihr wabern.

    Ob überhaupt Substanz da ist oder nicht, da braut man sich keine Gedanken machen. Hauptsache ist dort offensichtlich allergewichtigstes Heiliges drin.

    Muss abbrechen. Lukas gibt nu Dampf.

  49. Pan Tau sagt:

    Seh’ schon – nein, er-Ahne es, wahrscheinlich die Retourkutsch der Prinz-Philipp-Bewegung – Das Zeugs einfach nicht aufschlagen – wenns schom zum Himmel stinkt!
    Ach, was waren das noch Zeiten früher, mit Titelblatt auf BUNTE oder so, oder BLICK. Und dann Jurymitglied bei den Misswahlen
    🙂
    Nehm’ jetzt etwas Blattgold zu mir – keine Angst – nur rein homöopathisch – und warte auf das Erscheinen der Maske des Agamemnons – Oooommmmmm
    Was er mir im Traum erzählt, erzähl ich dann ein andermal – oder vielleicht schreib ich sogar ein Buch darüber?

  50. ECHTE Mutter sagt:

    gehe mal aufs Abstellgleis …oot

    @ Rodolfo

    Hin und wieder fragt Frau sich dann ja doch, wer sind die Mit-Menschen, die hier so mitschreiben (und einen nieder machen)? Und welche Erfahrungen, Einsichten, Hintergründe, Motivationen, Verletzungen, Bedürfnisse, Schwierigkeiten, Krisen…bringen sie mit?

    Herr hm – Sie sind wohl nicht Vater? Ernährer?

    Herr Alienus – Sie sind wohl nicht Vater?

    Herr Ueli -. Sie sind wohl nicht…..? Vater?

    Herr Rabbi – Sind Sie Vater?

    Sind Sie diejenigen mit den “Edelmotiven” und allenfalls Selbsternährer? Welchen DIENST tun Sie denn an der “Weltgesellschaft”?

    Bin halt selbst von einem “speziellen Schlage” ** :- ) oder mit Reinhard Mey: Ich bin aus jenem Holze geschnitzt…
    War vor gut zehn (10! ) Jahren auch einmal so was wie verreist…und zum Argwohn der anderen kreidebleichen Vielreisenden (ex und hopp) bekam ich weder auf dem Largo Argentina, noch in der Magellanstraße, der schaukelnden Fährüberfahrt nach Chiloe oder nahe des Kap Hoorns die Seekotze wie alle anderen, und zum Staunen der Reisegräfinnen schaute ich morgens nach einer Rotelnacht 3. Stock jeweils schon um 6 in der Früh bei 4° C aus “wie aus dem Ei gepellt”….Unbegreiflich.
    Reicht es Ihnen für “Erotik”?

    **Derbe sein, wenn die Natur verwöhnt! 🙂 Viel auszuhalten! Askese…

    So long