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Der Kreuzzug der Impfkritiker

Hugo Stamm am Samstag den 17. Oktober 2015
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Wird von Verschwörungstheoretikern und Esoterikern kritisiert: Das Impfen. Foto: Gaëtan Bally/Keystone

Im Herbst stellen sich viele die Frage, ob sie sich gegen Grippe impfen lassen sollen. Statistiken zeigen, dass die Impfmüdigkeit wächst. So liess sich zuletzt nur jede sechste Pflegefachperson impfen. Über 80 Prozent nahmen also das Risiko in Kauf, ohnehin geschwächte Patienten anzustecken und allenfalls einer Todesgefahr auszusetzen. Mit einer Kampagne will der Kanton Zürich die Rate verbessern.

Die Gründe für die Impfverweigerung sind vielfältig. Eine wichtige Rolle spielen aber die radikalen Impfgegner, die mit ihren fragwürdigen Aktionen Verunsicherung und Ängste verbreiten. Sie sind gut vernetzt, viele stammen aus der Esoterikszene, bevorzugen Alternativmedizin oder gehören zu den Verschwörungstheoretikern. Sie verteufeln die Impfungen und verharmlosen Krankheiten. Ihre Argumente sind offensichtlich ansteckend.

Das gesellschaftliche und weltanschauliche Phänomen zeigt sich exemplarisch an einem aktuellen Fall in Deutschland. Der promovierte Biologe Stefan Lanka tingelt seit Jahren als Missionar wider das Impfen durch die Lande und hat mehrere Publikationen zum Thema verfasst. Er bestreitet in verschwörungstheoretischer Manier die Existenz von Viren, die Krankheiten erregen. Es gebe das Aids-Virus nicht, behauptet er, er leugnete auch die Vogelgrippe, und hinter der Schweinegrippe vermutete er eine Verschwörung der USA und der Weltgesundheitsorganisation. Radikale Impfkritiker und Esoteriker verehren ihn als mutigen Kämpfer gegen die Pharmaindustrie, die Schulmedizin und gegen die Mächtigen der Welt überhaupt, die die Menschheit für dumm verkaufen und manipulieren wollen.

So kam Stefan Lanka eines Tages auf die Idee, den Impfbefürwortern den Spiegel vor die Nase zu halten. 100’000 Euro bekomme, wer ihm die Existenz von Masernviren nachweisen könne. Als Biologe mit Doktortitel, der zum Thema molekularbiologische Untersuchung der Virus-Infektion bei Braunalgen promoviert hatte, fühlte er sich fachlich sattelfest.

Die Aktion ärgerte den deutschen Medizinstudenten David Bardens. Er stellte wissenschaftliche Studien zusammen und schickte sie Lanka. Bei den Abbildungen in den von Bardens zugesandten Masernstudien handle es sich keinesfalls um Viren, konterte der Biologe, sondern um künstlich hergestellte Bläschen. Triumphierend stellte er fest: «Die Tatsache, dass es wieder nicht gelungen ist, die Existenz der Viren zu belegen, zeigt, dass der Mainstream einem Irrtum aufsitzt.»

Konsequenterweise weigerte sich Lanka, das Preisgeld herauszurücken. Das liess sich Bardens nicht gefallen und klagte ihn ein. Im März dieses Jahres fand vor dem Landesgericht Ravensburg die Verhandlung statt. Lanka argumentierte, Masern sei eine psychosomatische Erkrankung. Menschen mit traumatischen Trennungen würden daran erkranken. Ähnlich abstruse Theorien vertreten auch die Anhänger der Neuen Germanischen Medizin.

Der Experte Andreas Podbielski vom Rostocker Institut für medizinische Mikrobiologie erklärte dem Gericht, die sechs von Bardens vorgelegten Studien würden sowohl die Existenz des Virus als auch seine Erreger-Eigenschaften beweisen. Es gebe insgesamt über 10’000 Fachartikel zum Thema, ergänzte der Experte.

Lanka legte Berufung ein. Trotzdem hätte er sofort das Streitgeld hinterlegen sollen. Da er dies nicht rechtzeitig tat, erliess das Amtsgericht kürzlich einen Haftbefehl. Ins Gefängnis musste er aber nicht, der Biologe überwies den Betrag vor der Verhaftung.

Es ist davon auszugehen, dass Lanka auch in zweiter Instanz verurteilt wird. Das dürfte ihn aber kaum daran hindern, an seiner Virus-Theorie festzuhalten. Denn sonst würde sein ganzes Weltbild in sich zusammenfallen, und seine Mission, die seinen Lebensinhalt bildet, ginge bachab.​

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247 Kommentare zu “Der Kreuzzug der Impfkritiker”

  1. hm sagt:

    @andersen
    kurzsichtig, engstirnig, kleingeistig, mittelmässig, blutleer – so lässt sich deutsches Vokabular auch lernen, Oberbegriff: SVP
    Hab schon fröhlichere Tage erlebt.
    Trotzdem danke gleichfalls

  2. Pizpot Gargravarr sagt:

    @hm

    Spiegel sind schon gut und ans Zoelibat halte ich mich auch 😉

  3. hm sagt:

    @Pizpot Gargravarr
    Gehört das zum Königsweg der Esoterik mit dazu?

  4. Pizpot Gargravarr sagt:

    @hm
    Keine Ahnung – wer spricht denn von sowas wie einem Koenigsweg?

    Im ernst: wie die Frau nicht nur ueber den Erfinder des Durchblicksstrudels, sondern auch ueber den geistigen Gehalt dessen Bewachers/Behueters gesagt haette, handelt es sich dabei aller Wahrscheinlichkeit nach um simple Idioten. Andere haben schlichtweg nicht begriffen, dass es sich bei diesen beiden Nihilisten nicht um irgendwohin fuehrende Wege, sondern ganz einfach um deren Koenige schlechthin handelt.

    Wenn Sie demzufolge definitionsgemaess sowas wie einen ‘Koenigsweg’ den Idioten vorbehalten wollten, dann koennten sich unsere Meinungen allenfalls treffen.

  5. Rodolfo sagt:

    @ Endo
    Ich will ja nicht “zurück in die Steinzeit”, auch wenn uns die Militärköpfe, die weltweit im Vormarsch sind und immer neue Fronten errichten, uns vielleicht bald dorthin zurück bomben werden…
    Sehen Sie sich mal Syrien an!
    Wollen Sie die paar verängstigten Alten, die in den Ruinen von Aleppo inmitten von Kugelhagel und detonierenden Bomben herum irren, noch gegen irgendwelche Krankheiten impfen?
    Oder gestern auf Arte habe ich einen Film über die Leder-Gerbereien von Dakar (Bangla Desh) gesehen.
    Die rechtlosen Sklaven-ArbeiterInnen stehen in den giftigen Laugen, hantieren mit hoch giftigen Chemikalien und atmen ätzende Dämpfe ein. Sie haben keine Wahl, wenn sie (fürs erste) überleben und ihren Kindern zu essen geben wollen.
    Die hoch giftigen Abwässer werden direkt in den Fluss geleitet, die Lebensader von Dakar.
    Da gibt es keine Fische mehr. Immer wieder schwemmen die Hochwasser dern giftigen Schlamm in die Slums, in denen die ArbeiterInnen der Ledergerbereien auf engstem Raum und mit einem erst mit der Gewohnheit erträglichen Gestank in der staubigen Luft hausen. Beim Sandstrahl-Verfahren von Jeans-Fabriken bekommen die ArbeiterInnen innert weniger Jahre eine Staublunge. Sie ersticken langsam und qualvoll.
    Und wozu das alles? Damit wir hier in Europa billige Lederkleider und modisch gebraucht aussehende Jeans kaufen und tragen können!
    Wollen Sie diesen SlavenarbeiterInnen auf der Schattenseite der Globalisierung einen Impfschutz garantieren?

    Bitte verstehen Sie mich richtig! Ich bin nicht prinzipiell gegen Impfungen.
    Aber ich setze die Impffrage in einen grösseren Zusammenhang und relativiere ihre Bedeutung.
    Es gibt erstens wichtigere Gross-Probleme, die wir angehen müssten, bevor wir uns mit solchen Luxus-Problemen beschäftigen.
    Und die gut gemeinte Hilfe bei der natürlichen Immunabwehr kann auch des Guten zuviel sein!
    Grundsätzlich ist es immer besser, wenn wir etwas aus eigenem Antrieb unternehmen und selbst schaffen.
    Aber ohne Unterstützung im Notfall und ohne eine gute Grundversorgung mit vollwertiger Ernährung, sozialer Geborgenheit, sinnvoller, anspruchsvoller Beschäftigung und viel Bewegung in einer intakten Umwelt geht es natürlich auch nicht…

  6. Cheshire Cat sagt:

    Als Königsweg gelten die Case Studies…

    Planung ist die halbe Miete. Ich habe über das Wochenende gelernt, Präsenz nennt sich die bessere Hälfte davon. Bei Präsenz kommt mir unweigerlich die Polizei in den Sinn. Ich finde die Polizei super. Noch besser finde ich nur unseren Armeechef. Hätte ich einen Helikopter wäre ich gestern Abend ins Kloster geflogen um zu lernen.

    Die liebe Polizei. Wer wusste, dass die Zürcher da allen voraus sind? Das habe ich im Kriminalmuseum gelernt. Der Aufbau des Zürcher Polizeiwesens war hauptsächlich der Landflucht geschuldet. Als ich letzthin Recherche betrieb stiess ich auf ganz interessante Details. Das war auf einer Webpage eines Verkehrsbetriebes. Zufälligerweise konnte ich dort die Geschichte des Schweizer Passes in a Nutshell geniessen. Ja, hundert Jahre alt ist das Ding. Plötzlich war es wichtig zu wissen zu wem der gehört, der da steht. Was jetzt das mit den Schweizermachern soll, die ich nie gesehen habe, ist mir irgendwie schleierhaft. Das nur nebenbei.

    Was mir bei der Polizei besonders gut gefällt, ist die Bereitschaft zum Dialog. Was jetzt das mit den Hooliganmachern soll, ist mir unverständlich. Ich wurde aber aufgeklärt. Das war damals beim Hooligan-Referat der Zürcher Kantonspolizei als sich der Studienleiter für mich entschuldigen tat. Ich stehe dazu: Propaganda ist und bleibt Propaganda. Das hat jetzt weniger mit der Polizei zu tun als mit ausgefuchsten Strategen (Unverfrorenste Wortschöpfung aktuell: Balkan-Route. Der Bosporus ist nur noch eine Brücke. Aber passt ganz gut ins Bild. Italien reduzierte sich in diesem Kontext auch auf Lampedusa).

    Nach Jahren des Auslotens wurde die neue Bewältigungsstrategie im Bereich Hooliganismus aka Menschenströme mit einer neuen Dynamik bestückt. Präsenz, das hatte ich schon erwähnt, ist eine gute Sache. Das erwarte ich von der Polizei. Aber nicht vom Staatsanwalt. Der gehört in den Gerichtssaal. Nicht in den Kontainer vor dem Stadion. Reduce to the Max. Für was gibt es denn moderne Technik. Für alles andere genügt ein klarer, kühler Kopf. Was das jetzt mit Fantreks zu tun hat will ich nicht verstehen und das Wort Ochsenwagen braucht kein Revival. Ich meinte bis anhin für jeden Marsch braucht es eine Bewilligung. Das macht auch die Street Parade so. Funktioniert in gemeinsamer Arbeit doch ziemlich gut, liebe Fussballfäns.

  7. hm sagt:

    @Pizpot Gargravarr
    Ach so. Und ich dachte die guten Spiegel und sich ans Zölibat zu halten hätte etwas mit Observanz zu tun, mit strenger, oder strikter, sei also eine esoterische Disziplin quasi.

  8. hm sagt:

    Apropos Polizei: Endlich unternimmt sie etwas gegen Handy- und Surfsucht – IMSI-Catcher sei Dank.

  9. Pizpot Gargravarr sagt:

    @hm

    hmmm, weiss nicht……der Spiegel hat – neben dem Observieren des Pickelwachstums auf der eigenen Nase – auch viel mit dem Bauchnabel und dem Gritibaenz zu tun. Zudem verhilft uns ein solcher, uns besser ueber unsere archaische Abstammung via Rasur hinweg leugnen zu koennen und zumindest gegen aussen ‘smart’ zu erscheinen.
    Sowas wie Zoelibat hilft schwaechlichen Charakteren darueberhinaus, die Balance zu halten und eigene Authentizitaet einfacher erleben zu koennen.

    Andere verfuegen selbstverstaendlich seit ihrer Geburt ueber solche Charakterzuege – aber das ist eigentlich selbstredend.

    P.S.
    Wieso eigentlich klammern Sie sich so vehement an diesem Ast fest? Cats diesbezuegliche Aussage betraf BigMama und hatte mit Ihrer verdrehten Version auf alle Faelle nix am Hut. Lassen Sie mich wieder mal ein Keulchen schwingen…vielleicht schaffen Sie dann den Absprung (uebrigens: fand cats entsprechende Auslassungen inhaltlich auch nicht toll….manchmal schmeichelt sie halt einfach gut, gern und gekonnt. Das darf man ihr zugestehen. Heute war’s wieder lau….tja,…allemal ansprechender als B-Trash).

  10. hm sagt:

    @Pizpot Gargravarr
    Stimmt. Den Link von Spiegel zu Zölibat zu Big Mama hab ich erst jetzt geschnallt. Der geistige Gehalt des Bewachers erschliesst sich einem halt manchmal nur zufällig – wenn überhaupt und ich denke nicht, dass Keulenschwingen daran etwas ändert. Aber wenn Sies schon versuchen wollen, vergessen Sie nicht dabei immer locker zu bleiben und leicht in die Knie zu gehen. Und sollten Sie feuchte Hände haben, reiben Sie sich doch die Hände mit etwas Magnesium ein. Dann passiert auch beim Keulenschwingen rein gar nichts – abgesehen vom häufigen Bücken zum Auflesen, jedenfalls am Anfang. Und wenn Sie dann das Schwingen mit zwei Keulen beherrschen, können Sie ja noch eine dritte dazu nehmen. Die werfen Sie dann jeweils ein bisschen höher – passen Sie aber auf, wenn die Schwerkraft sie wieder nach unten beschleunigt, denn dann dürfen sie nicht beide Hände noch an den anderen Keulen haben. Notfalls ziehen Sie schnell den Kopf zurück, ich meine, um die dritte nicht an diesen zu bekommen.
    Wünsche jetzt schon viel Spass dabei.

  11. hm sagt:

    Aber wenn wirs schon vom am-Hut-haben haben oder eben nicht haben: Für eine Nabelschau langts alleweil, aber fürs Gritibänzbacken ist die Zeit noch nicht gekommen.
    So. Kann nicht den ganzen Tag auf der Suche noch treffenderen Metaphern verplempern. Muss leider weiter.
    Tschö

  12. hm sagt:

    Aber fürs Kuchenbacken hab ich eh keinen Hut auf, hab sowieso nie einen Hut auf, also kann ich auch nichts daran haben. Aber natürlich schau ich morgens kurz in den Spiegel, bevor ich das Haus verlass. Wie jedermann. Und das Selbst habe ich schon seit Jahren. Musste es also nie finden etc. pp

  13. hm sagt:

    Keulenschwingen war früher übrigens olympische Sportart.
    Man lernt nie aus, stimmt schon.

  14. Bild für die Götter sagt:

    @Olive

    Heute sah ich eine Frau auf ihrem Balkon im dritten Stock, die mit einer Bekannten unten auf der Strasse sprach. Da die Dame auf dem Balkon kein Kopftuch trug, behalf sie sich mit dem goldgelben Wohnzimmervorhang durch die offene Balkontüre und verhüllte sich damit fast vollständig und natürlich ihr Haar. Sie befand sich ja draussen… Das Beste an der Szenerie war aber die völlig vergilbte Schweizerfahne, die an ihrem Balkongeländer angebracht ist. Zumindest rundete sie die Komposition gekonnt ab. Es war ein Bild für die Götter und ich beisse mir noch jetzt in die Faust, dass ich nicht mein Smartphone gezückt und ein Foto gemacht habe. Na ja, vielleicht ergibt sich das ja mal wieder… 20 Minuten drückt für so ein “Bild des Tages” sicher was ab. Auch darum: Argusauge bleib wachsam. 😉

  15. Cheshire Cat sagt:

    Ich suche ein neues Modell Scheuklappen. Mein Kopfumfang misst etwas zwischen 12 und 18cm. Ich möchte gerne nach draussen gehen und das schöne Wetter geniessen. Mit den Scheuklappen sollte ich auch an den neuen B-Movie-Plakaten vorbeikommen. Ich halte einfach das Gesicht in die Sonne. Ach ist Occupy mühsam. Der Spiegel dient dann um die Strasse zu sehen. Hätten wenigstens mich fragen können ob ich die ganze Sache etwas aufhübschen könnte.

  16. Pizpot Gargravarr sagt:

    @hm

    Auweja, sehe gerade, dass Sie sich nun trotz angekuendigtem Zeitmangel stundenlang in sinnfreiem B-Trashen im B-Blog sonnen und dem dortigen Poebel nun auch zuprosten.

    Schade, hatte Sie bisher fuer klug und integer gehalten….

    Uebrigens: wie man nachlesen kann, tragen Aussagen Huete, nicht Sie. Zudem ist der Keulenschwinger der Antagonist des Kraenzchenwinders – also bitte!

    Tja, heute ist in der Tat nicht Ihr Tag – dieser B-Trash ist ja peinlich>ihr kennt tatsaechlich keine Scham
    (ist ja fuer jeden Nachlesbar – wow!)

  17. Bild für die Götter sagt:

    @Olive

    Anti-Rapunzel… 🙂

    Wahrlich, wir leben in modernen Zeiten…

  18. Bild für die Götter sagt:

    Folgende Überlegung:

    Die SVP plädiert ja für ein Frauenbild à la Heimetli am Herd (gut, abgesehen von Maggie Tarantulla-Blocker, aber Ausnahmen bestätigen die Regel, meine Damen und Herren, aso würkli).

    Nun ist es aber auch so, dass immer mehr Schweizer Weiber, ähm, Frouen, für die SVP stimmen. Nun dann. Aber bitte mit allen Konsequenzen. Die Aktien wenigstens der Schürzen-Vorhang und Kopftuchindustrie solle nebst der erbleichten Maschinenindustrie wieder schwer zulegen! Ja, irgenwie müssen wir schliesslich all die Sozial- und Asylschmarotzer am Leben erhalten für ein gesundes Feindbild auch morgen!

  19. Bild für die Götter sagt:

    Weil es wichtig ist.

    Korrektur: “Die Aktien wenigstens der Schürzen-Vorhang- und Kopftuchindustrie sollten nebst der erbleichten Maschinenindustrie wieder schwer zulegen!”

    Die Hämmer für die Männer, die Nadelspitze für Männer, die sich schwertun mit Hämmern. Und sonstigem Werkzeug.

    Weib wasch, erzieh, wähl SVP und schweig. Und koch, nach Möglichkeit ohne Arsen.

  20. Bild der Götter sagt:

    Man sollte Türme bauen in der Schweiz
    Wo herrliberger Weisheit
    Fünfmal am Tage
    Ohne jede Klage
    Durch Mörgeli kundgetan
    Erschallt im Lande
    Wie die Trompeten Jerichos

    Dann würde allen klar:
    Mohamed und Christoph B. setzen auf
    Den gleichen Gaul

    Schau ihnen nur
    Aufs Maul

  21. Cheshire Cat sagt:

    @Götterbild
    Das wäre dann C-Trash vom Übelsten? Die Lebenden brauchen den Arzt. Ich verstehe dich nicht. Sprich bitte deutlicher.

  22. Blid für die Götter sagt:

    @ Cheshire Cat

    Das Verständnis hierzu muss selbst erarbeitet werden. Durch nachdenken. Verstehen Sie?

  23. Pasionaria sagt:

    Pizypot – der Zweihaender-Keulenschwing- und -ringer
    Heute nur kurz ueberflogen, aber Ihnen gelingt es gar, jeden Ueberflieger zurueckzuhalten. Sind Sie etwa selbst einer? Da Sie wahrscheinlich auch diese – neben so manch andern – Gaben und Gnaden haben.

    Etwas muss man Ihnen wirklich zugute halten – Sie wollen, koennen sich einfach, wahrscheinlich um ‘Gottes’ Willen, nicht von diesem Trash-, Ballermann und nun noch Poebel-Blog (allesamt Ihre Bezeichnungen….) trennen. Sie schaffen es einfach nicht, obwohl Sie sich schon so oft damit bestrafen wollten und es lauthals ankuendigten. Sind Sie etwa Suchtverhalten anfaellig? Haben Sie Ihrem Handaufleger dieses Problem auch schon geschildert. Was meint er dazu]?

    Des weitern handeln Sie nicht nach dem Volksmund – eigentlich verstaendlich, stellen Sie sich ja darueber…..:
    Dem Poebel, den Ballermanns, den Trashvereins muss man weichen, will man ihm nicht gleichen.

  24. Rodolfo sagt:

    @ Bild für die Götter
    Bilder für die Götter werden zur Zeit in Basel geschossen:
    Dort passierte ein Linksrutsch!
    Trotz, oder vielleicht gerade wegen der “Blocher-Propaganda” in der Basler-Zeitung.
    Und das aussagekräftigste Bild dazu?
    Sibel Arslan, für die Grünen in den Nationalrat gewählt, als “Eine die kämpfen will” (siehe Tages-Anzeiger von gestern, Seite 4).
    So macht doch Politik wieder mehr Spass!
    Trotzdem müssen wir jetzt durch diesen finsteren Tunnel mit einer Dominanz “Rechtsbürgerlicher Hässlichkeit”…
    Die “Wutbürger” haben jetzt die Macht.
    Sollen wir jetzt wütend sein auf die “Wutbürger”?
    Das bringt doch nichts!
    Für einmal könnte uns beruhigen, dass die wirklichen Entscheidungen nicht mehr von der Politik getroffen werden, sondern dort, wor das internationale Grosskapital fliesst.
    Die Spielräume für eine vernünftige Politik sind eng begrenzt.
    (Was nicht heisst, dass diese Politik einiges “vercheibe” kann…)
    Und noch ein Trost: Schlimmer kann es beinahe nicht mehr kommen!
    Also nehmen wir die Scheuklappen von Cheshire Cat und schauen wir auf Sibel Arslan!
    Und den lieben “Grünen” und “Roten” rate ich, in dieser rauhen politischen Grosswetterlage von weiteren “Volksbefragungen” abzusehen.
    Wieviele Ohrfeigen wollt Ihr Euch von diesem Volk denn noch knallen lassen?!
    Lasst dieses Volk endlich in Ruhe den Blick lesen und das Feierabendbier trinken!
    Beznau wird wohl nicht explodieren und wenn doch, dann können wir uns immer noch ins Alpenreduit zurück ziehen.

  25. andersen sagt:

    @Rodolfo

    Vielen Schweizer sehen die Blocher als der Heilsbringer, der Retter, der Nachfolger ist der Köppel.
    Aber, was entwickelt sich, wenn die Menschen meinen sie sei von ein Engel geküsst worden?

    Gestern sprach ich mit ein Mensch und er hat gesagt, die Schweizer wollen nur in der Ruhe gelassen werden.

    Es ist kein bewusstes Bemühen.

    Das Feindbild EU steht für sie und für sie ist die EU an allem schuld.
    Vielen Schweizer denken, sie sind jetzt durch der Wahl ja gerettet, jetzt geht es nur darum, was sie können herausholen und nicht was sie investieren können.
    So waren Beziehungen nie gedacht.
    Weil es ist zutiefst “unschweizerisch” der Macht an sich zu reissen.

    Ein guter Analyse gab es von ein Österreicher, die in der Talk Täglich (Tele Züri) zur Gast waren.

    Selbst die Bauern distanzieren sich von das Extreme und sehr viele bleibt der Mitte treu, denn sie wissen genau, was es heisst, erst Sähen und Ernten, zwischen ist immer der Reifenprozess.

  26. andersen sagt:

    Liebe Steinlaus

    Mit ein kaputten Schulter kann ich nicht schreiben und ich würde mich erst schonen.

    Ich habe Dich das Buch: “Frauen, die zu viel Lieben” empfohlen.

    Ich wünsche Dir ein erfolgreiches Operation und der Reha verschafft die nötige Ruhe.
    Wenn zwei Menschen in der Hoffnung in ein Beziehung reingehen, um sich selbst zu fînden und verlieren sich statt dessen, ist nicht gut.
    Es ist wichtig zu denken, dass ein keine Rolle spielt, was der andere Wesen denkt, erwartet, tut, will, fordert oder plant.

    Erst ist wichtig, dass Du gesund wird, damit du in den Alltag wieder zurückkehren kann.

  27. hm sagt:

    @Pizpot Gargravarr
    Ganz ehrlich: Als Intedant (gilt übrigens auch für P) gehören Sie ans Wiener Burgtheater, nicht an so eine kleine Muppetshow mit aufgeblasenen Fröschen und Fozzie Bär oder Gonzo-Trash.

  28. Huypatia sagt:

    Bild für die Götter am 21. Oktober 2015 um 17:44

    “Nun ist es aber auch so, dass immer mehr Schweizer Weiber, ähm, Frouen, für die SVP stimmen. Nun dann. Aber bitte mit allen Konsequenzen.”

    Es ist aber nun auch so, dass immer mehr junge Frauen in den Islam übertreten. Was heisst das? – Frauen überlegen sich, wie es ja auch Männer tun, die Vor- und Nachteile einer solchen Wahl und kommen zum Schluss, dass die Wahl für das eine und nicht für das andere mehr Vorteile als Nachteile bringt, – und sie irren sich, wie gewöhnlich, genauso wie sich Männer irren, denn sie sehen nicht wirklich alle Vor- und Nachteile einer solchen Wahl, insbesondere dann nicht, wenn es kein Zurück mehr gibt oder geben kann. Das aber ist überhaupt der grösste Nachteil, der sich derartigen Entscheidungen verbirgt oder meistens schöngeredet wird. Ein Schweiz mit sieben SVP Bundesräten und einer absoluten Mehrheit in beiden Kammern. Da gäbe es dann wohl auch kein Zurück mehr. . .

  29. hm sagt:

    @Pizpot Gargravarr
    Ich wollte früher einmal Filmintendant werden, also Regisseur. Bin dann aber bei meinen Leisten geblieben. Wobei wir hie und da auch Filmchen drehten, die entsprechenden Filmrollen – damals noch auf Super-8 – füllten aber bald Schränke.
    Zum Glück kam dann das Zeitalter der Digitalkamera. 😉

  30. hm sagt:

    @Rodolfo:
    “Und den lieben “Grünen” und “Roten” rate ich, in dieser rauhen politischen Grosswetterlage von weiteren “Volksbefragungen” abzusehen.
    Wieviele Ohrfeigen wollt Ihr Euch von diesem Volk denn noch knallen lassen?!”
    Es geht nicht ums Einkassieren von Ohrfeigen (das wäre duckmäuserisch), es geht darum zu wissen, wie die Stimmbevölkerung in Bezug auf unterschiedliche Themen denkt, insbes. auch zu Bankgeheimnis (SVP-Initiative “Ja zum Schutz der Privatsphäre”, liese sich viellelicht auch mit einer Diskussion über die Reform der Vermögenssteuer koppeln) oder in Bezug auf die Stromversorgung (Atomausstiegsinitiative der Grünen).
    Was ich auch gerne beeinflussen würde ist die Agenda, also insbes. den Zeitpunkt, in dem jeweils über dieses oder jenes abgestimmt wird.

  31. Häfliger sagt:

    Eine Impfung kann wirken und den Organismus gesund erhalten – doch sie kann auch schaden !
    Ein starkes Immunsystem ist der beste Schutz – die körpereigenen Abwehrkräfte stärken mit Bewegung und natürlicher Ernährung ( = ohne E und industriell verarbeiteter Fette – die der Körper nicht verwerten kann ) DAS ist die Pflicht für jeden Schweizer , egal ob SVP oder eine andere Partei!
    Dr. Vogel ‘ s Echinaforce Tropfen helfen durch den Winter !
    Schade , dass die Grünen bei den Wahlen Sitze verloren haben , doch sie bleiben der grüne Farbtupfer im Parlament und sie werden umso lauter – quackend ! als Knallfrösche den andern Parteien auf den Schädel hüpfen !

  32. hm sagt:

    @Pizpot Gargravarr
    Was für den einen “Trash” ist wird für den anderen schon zum Neo-Dada. Vielleicht haben Sie ja etwas zur Kunst des Reimens generell etwas zu sagen – anstatt einfach Daumen hoch oder Daumen runter. Der Reim verhilft dem Text primär mal zu Struktur. Deshalb soll man ihn sich (angeblich) auch besser merken können. Dann – als Liedtext – lässt sich ein Text aus Reimen musikallisch auch besser untermalen. Zudem arbeitet der gereimte Text auch mit Spanungsauf- und Spannungabbau, bspw. der Schnitzelbank.
    Also hinter Wilhem Busch gleich die Keule “Trash” ansetzen? Weiss nicht so genau. Trash trifft auch, Beispiel (aus wiki):
    „Ich reiß’ mir eine Wimper aus und stech dich damit tot.
    Dann nehm ich meinen Lippenstift und mach dich damit rot.
    Und wenn du dann noch böse bist, weiß ich nur einen Rat:
    Ich bestelle mir ein Spiegelei und bespritz dich mit Spinat.“
    Da steckt doch schon ganz schön viel Sinn dahinter.

  33. hm sagt:

    Besser gesagt Aussage (ist nicht dasselbe).

  34. Pizpot Gargravarr sagt:

    @hm

    Sorry, von vom B-Trash, dem Sie sich nun offensichtlich anheimig fuehlen, lese ich hoechstens zwei, drei Worte – und kann demzufolge auch nicht darauf reagieren. So viel Ehre gebuehre ich mir 😉

  35. hm sagt:

    @Pizpot Gargravarr
    Ehre, dem sich die Ehre nimmt, kein Problem. Und dazu gibts Leute, die neben dem Bloggen auch noch Arbeiten.
    Geht mir auch so.

  36. Solange sagt:

    @Steinlaus

    Alles gut überstanden?

  37. Cheshire Cat sagt:

    Zum Glück habe ich diese Revue alleine gelesen. Das Gelächter hätte mich verdächtig gemacht…

    @Rodolfo 22. Oktober 2015 um 08:10
    Das ist bloss eine Verwechslung. Es heisst Mutbürger.

  38. Cheshire Cat sagt:

    Kein Mandat, dafür die Konsequenzen tragen? Ja. Wortspiele, Spieltheorie, Theoriekonvergenz. Fokus? Alles eine Frage der Variablen. Ich habe heute Wörter kennen gelernt, es ist eine Freude. Die Zeilen sind von dieser Woche, wenn dass noch nicht zu kalt ist. Die Worte heute Mittag waren doch ein bisschen Techno.

    Und es hat sich gelohnt bis zum Ende zu lesen. Mein Applaus.

    In the end, the more developed the “E” in EMU, the better we can do our job on the “M” side!

  39. Pasionaria sagt:

    Wie fuehlt man/frau sich vor einem angekuendigten Hurricane der Kat. 4/5?
    Klein wie ein Sandkorn, hilflos wie ein Verirrter in der Wueste, zerbrechlich wie ein Zuendholz……
    Einzig die deutsche (!) und die schweiz. (?) Eiche wuerden diesem angekuendigten Hoellensturm trotzen.
    Wer hat wohl – nach der Bibel – Wind gesaet, um in diesen Regionen Hurricane ernten zu muessen?
    Morgen kommt’s aus, welche Campesinos wo dafuer verantwortlich sind!

    Vielleicht gibt’s etwas Ruhe von P., wenn hier nichts mehr (Elektrisch…. etc.) laeuft, oder sie sonst verschluckt wird….. Waere ein Segen fuer so manche hier.
    Daumen druecken, dass sich der stuermische Flegell irgendwie abwendet und sich bloss zwischen menschenleeren Taelern und der Sierra Madre durchschlaengelt und wuetet.
    A ver.

  40. Pasionaria sagt:

    um 06.41h eigentlich im falschen Blog – war fuer die Lichtarbeit mit goettlichen…… Stuermen bestimmt.
    Sorry

  41. gelesen sagt:

    Pasionaria

    Good Luck!!!

  42. Rodolfo sagt:

    @ hm
    Ja klar wird es weiterhin wichtig sein “das Volk” (ohne die AusländerInnen, Stimm- und WahlabstinenzlerInnen, Kinder, Tiere, Pflanzen) zu befragen und um so die Stimmungslage aufzuspühren…
    Ich ziehe den Hut vor “den Linken”, die unermüdlich anrennen gegen die Betonköpfe und die immer wieder aufs Neue an die Vernunft und an die “Menschlichkeit” apellieren!
    Und dann brauchen sie auch einiges an Nerven im Umgang mit “der Mitte”, die immer auf die Meinungsumfragen schielen und sich immer in die Richtung drehen von der der Wind bläst.
    Und jetzt haben wir eine steife Bise au Nordost, aus Sibirien, mit kontinentaler, trockener Kälte.
    Also ziehen wir uns warm an und schicken die warmen Kleider, welche wir nicht mehr brauchen an die Flüchtlinge, die auf der Balkanroute zwischen auf- und zugehenden Grenzen umher irren, während in ihrer Heimat die Militärs unterschiedlicher Lager und verbunden mit unterschiedlichen Grossmächten alles zu Schutt und Asche zusammen bomben…
    Was dieses “Kaputt schlagen” alles kostet!
    Der Krieg als Vernichtung von Leben, von Werten und von Geld…
    Am Ende haben wir von allem weniger, aber Arbeit in Hülle und Fülle!
    Endlich keine Arbeitslosen mehr!
    Sie sind alle gestorben, oder weggezogen…
    Aber sehr viel zu tun in den Ruinen und Trümmerfeldern!
    Wer will aufräumen und wieder aufbauen?
    Ich sicher nicht! Keine Lust dazu.

  43. andersen sagt:

    @Rodolfo

    Die Schweiz kann nicht alles in der Ausland exportieren.
    Die Offenheit hat die Schweiz und der Norden Reich gemacht, wegen der Austausch mit Erfahrungen, neue Impulse und neue Herausforderungen.
    Die Flüchtlinge wollen nach Norden……….in einer Zukunft, wo die Spekulanten nicht das Sagen hat.
    (So Kalt ist es dort auch nicht).

  44. Pizpot Gargravarr sagt:

    @Solange

    3 Worte – ok, hier eine kleine Info: Steinlaus verbleibt, soweit ich informiert bin, bis Samstag vormittag in einem Internet-freien Spital.

  45. Rodolfo sagt:

    @ andersen
    Gestern haben sie in einer Sendung auf srf1 über das Thema Migration geforscht.
    In Göschenen hausten ca. 2000 Gastarbeiter aus Italien, alles junge, heissblütige Männer, was gewisse Probleme gab mit der Integration mit dem 100 Seelen-Dorf. Gewohnt haben die “Tschinggen” in zusammengezimmerten Baracken. Geschlafen wurde im Schichtbetrieb. Drei Männer teilten sich ein Bett.
    Die Einheimischen machten mit der Vermietung von Zimmern und mit Gewerbe und Spelunken ihr Geschäft.
    Die Arbeit im Gotthard-Tunnel war lebensgefählich, hart und ruinierte die Gesundheit von vielen.
    Hunderte sind dabei ums Leben gekommen.
    Auf das Jahrhundert-Bauwerk, eine direkte Verbindung zwischen Nord und Süd, den längsten Tunnel sind wir SchweizerInnen zurecht stolz. Wer ermöglichte diesen historischen Durchbruch, indem sie die “Drecksarbeit” übernahmen?
    Die Ausländer (in diesem Fall Norditaliener)!
    Und heute ist es doch immer noch das selbe.
    Nur rackern in den Baugruben heute mehr Portugiesen und Leute aus Ostdeutschland und aus dem Balkan.
    Die Zeiten ändern sich.
    Das Grundschema bleibt das Gleiche.
    Wahrscheinlich muss es einfach so sein, wie es ist.

  46. andersen sagt:

    @Rodolfo

    Nein, Inspektoren hat viele Missständen erhoben, aber es hat zu wenige.
    Die Schweizer wollen ein zweite Gotthardrohr bauen und der Systemwechslung zwingt die Bauunternehmer die Schweizer zu nehmen.
    Ja, die Zeiten ändern sich damals, der Schwarzenbach wurde abgelehnt.
    Das ermögliche die Menschen ein zivilisierte Leben, wo sie auch die Kinder nicht zuhause lassen müssen und sie konnte in ein Wohnung leben.

    In der Gastronomie war es damals ganz schlecht, die Menschen arbeitete bis 16 Stunden am Tag für ein miesen Lohn und somit ging ich sogar für die GAV-Verträge auf die Strasse(demo).

    Solange die Schweiz die Verträge mit der EU hat, bleibt sie ein zivilisiertes Land.
    (Familiennachzug).
    Man kann nicht Güter, Kapital und Dienstleistungen höher stellen, als Menschen.
    Das geht nicht.
    Was wäre das für ein Europa?
    Heute in der Arena wird über der Verhältnis Schweiz und der EU diskutiert.

  47. zoe sagt:

    pasionaria

    sturm…. ich drücke euch die Daumen!

  48. andersen sagt:

    hm…….Sturm.

    Der Tunnel, die jetzt entdeckt wurde(Mexico-Amerika) wurde ja nicht gebaut um die Natur-Hurricanes zu entfliehen.

  49. Klara Brunner sagt:

    @ andersen

    Auch wenns weit weg ist vom aktuellen Thema möchte ich auf Ihre Stellungnahme reagieren. Ich finde sie ein wenig undifferenzierend obwohl ich weiss, das das genau so in aller Leute Munde ist. Leider, weil differenzierenderes Hinterfragen der Situation wäre zuträglicher. Und zwar allen. Was nützt es zu wissen wer schuld ist? Sinnvoller wäre lösungsorientiertes Denken. Und das ist irgendwie so richtig gar nicht mehr möglich.

    Wenn Sie reklamieren, dass die Schweiz Gastarbeiter – auch aus dem Süden – Italiens und noch anderer Länder beschäftigt hat und später den Familiennachzug ermöglicht verstehe ich das so nicht. Es ist doch klar, dass die einheimische Bevölkerung lernen musste damit umzugehen. Zumal ja vorher wegen des Krieges wirklich schon Leute verschiedener Kulturen in die Schweiz gekommen sind, die man z.T. in Schulhäusern logiert hat und den Schulbetrieb eingestellt. Dies, weil man auf solche Flüchtlingsflut nicht eingestellt war und Unterbringungen einfach nicht vorhanden. Die einheimische Bevölkerung war ja damals z.T. eher arm und sorgte sich nicht über Impfungen sondern eher was man am nächsten Tag auf dem Teller habe.

    Ich erachte Kritik durchaus legiitim. Vor allem wenns um Missstände geht. Aber andererseits waren die Leute die da im Strassenbau usw. tätig waren für jeweils eine Saison arbeitslos zuhause. Und mit der Zeit dürfte es sich dort herumgesprochen haben, unter welchen Umständen die Arbeiter leben mussten.
    Ich kritisiere nämlich auch. Ich kritisiere, dass es offenbar auch heute immer noch nicht möglich ist ein wenig zufrieden zu sein, hier aufgenommen zu werden oder genommen worden sein. Das geht ziemlich zu weit aus meiner Sicht. Als junge Frau hat mich mal eine Vorgesetzte absichtlich schikaniert und das auch so gesagt. Sie hätte viel mehr aushalten müssen und wir sollen nur auch darunter leiden, dass jene Zeit so schwer gewesen sei und auch in der Schweiz Nazi’s oder halt Leute die die Gründe für die Flüchtlingsflut nicht nachvollziehen konnten weil sie selber ziemlich hart “unten durch” mussten.
    Mich würde interessieren in welches Land wir flüchten könnten und unter welchen Umständen wir im Falle einer grösseren Arbeitslosigkeit angestellt würden. Nach Italien vermutlich nicht und Anstellungen sind z.T. auch für dort Lebende nicht gerade das Gelbe vom Ei, besonders nicht für Leute die ohnehin nicht privilegiert sind. Und noch weiter zurück gedacht möchte ich Sie auf die Auswanderer aus der Schweiz aus Armutsgründen die z.T. wie die Sklaven gehalten waren.

    Es geht doch gar nicht darum wer schuld ist. Wenn schon müsste man an der Quelle suchen bei den Verursachern von Krieg usw. Wie wohl man da vermutlich vergeblich suchen täte. Ich bin wie Sie für Menschlichkeit, keine Frage. Wer aber Menschlichkeit einfordert solle selbst wenigstens versuchen es auch zu sein. Und irgendwann in der dritten oder vierten Generation die Schweiz nicht mehr verurteilen dafür, dass sie Flüchtlinge aufgenommen hat und aufnimmt resp. Arbeitslose Migranten beschäftigt hat.

    Man kann Arbeitsbedingungen kritisieren weil sie veränderungsbedürftig sind. Dann sollte man aber auch dazu stehen und da genau hinschauen wo Not entsteht. Denn dann müsste man zum einen eine konkrete Haltung nicht nur einnehmen sondern auch leben, was momentan nicht wirklich modern ist.

  50. Klara Brunner sagt:

    @ andersen

    Im übrigen würden Abstimmungsresultate anders ausfallen, würden all diejenigen die mit dem Resultat unzufrieden sind sich jeweils bemühen an den entsprechenden Tagen mit ausgefüllten Unterlagen zu einem der Wahllokale zu gehen oder sie vorher rechtzeitig zur Post zu tragen. Das gerade aber, scheint nicht der Fall zu sein.