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Wenn das Universum einen Porsche liefert

Hugo Stamm am Samstag den 24. Januar 2015
Porsche 300

Danke für die prompte Erledigung, liebes Universum! Foto: porsche-mania.com

Esoterik und kritischer Verstand gehen schlecht zusammen. Sie liegen auf den gegenüberliegenden Polen im Universum. Dies zeigt sich auch beim Ritual «Bestellung beim Universum». Diese Spielart der spirituellen Suggestion entpuppt sich nicht nur als erstaunlich zähes Phänomen, sondern hat sich im Lauf der Jahre in den täglichen Sprachgebrauch vieler Menschen geschmuggelt – auch ausserhalb der Esoterikszene.

Das Ritual geht so: Wenn den Menschen irgendetwas fehlt, schicken sie wie selbstverständlich einen Wunsch ans Universum und sind sich sicher, dass er bald erfüllt wird. Unabhängig davon, wie gross oder unrealistisch er ist. Die Palette der Bestellungen ist so weit wie das Universum selbst und erinnert an die Wünschelrute in Kindermärchen. Wer zum Beispiel in der Stadt krampfhaft einen Parkplatz sucht, schickt einen Wunsch ans Universum. Wer ein gefülltes Bankkonto braucht, einen Liebespartner, ein Auto usw. tut es ebenfalls.

Doch wer ist der Pöstler, wer der Adressat der Bestellungen? Das Universum ist schliesslich beträchtlich in seiner Ausweitung, die Zahl der Sterne ohne Ende. Empfänger der Wünsche ist aber – man ahnt es – die göttliche Instanz, verraten uns die Esoteriker. Diese ist in ihren Augen zwar fähig, alle erdenklichen Wunder zu bewirken, geistig scheint sie aber ziemlich beschränkt zu sein.

So schreibt ein Anbieter von Wunscherfüllungskarten: «Der Wunsch muss positiv formuliert sein, da Negierungen von der höchsten göttlichen Ebene nicht wahrgenommen werden können, denn diese göttliche Schöpferebene sagt einfach immer nur ja zu allem.» Man dürfe den göttlichen Engeln also nicht sagen, ich habe leider keinen roten Porsche, weil «die Schöpferebene mit Bildern arbeitet, die ja letztlich aus lauter Symbolen zusammengesetzt sind». Deshalb lautet die Bestellung richtig: «Ich will einen roten Porsche.»

Fragen scheinen sich die Personen nicht zu stellen, die Wünsche wie Stossgebete ins Universum schicken. Unterhalten die göttlichen Mächte eine Porschefabrik? Fällt das ersehnte Fahrzeug eines Tages vom Himmel? Liefern sie den Fahrzeugausweis gleich mit? Wäre es nicht einfacher von den Engeln, den göttlichen Boten, Geld regnen zu lassen, damit sich der Kandidat einen Porsche kaufen kann und auch der Garagenbesitzer belohnt wird?

Schöpferin des Wunschrituals ist die deutsche Esoterikerin Bärbel Mohr. Sie hat mehrere Bücher zum Thema geschrieben, die in 17 Sprachen übersetzt und zwei Millionen Mal verkauft wurden. Es ist nicht überliefert, wie viele Wünsche die Autorin selbst ans Universum geschickt hat. Offensichtlich hat sie aber einen Wunsch übersehen, nämlich den Wunsch nach einer guten Gesundheit. Denn Bärbel Mohr ist vor vier Jahren im Alter von 46 Jahren gestorben. Ihr Ritual scheint aber unsterblich zu sein. Wie der Aberglaube.

Bärbel Mohr über ihr Buch «Bestellungen beim Universum – Ein Handbuch zur Wunscherfüllung» (Quelle: Youtube)

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207 Kommentare zu “Wenn das Universum einen Porsche liefert”

  1. Bernhard Schlegel sagt:

    In Schweizer Gefängnissen sitzen bis zu 50 Prozent Muslime.

    20 min

    Und das bei 5%-6% muslimischer Bevölkerung in der Schweiz. Warum ist das so?

    Warum ist das so? Mir kommen kaum Antworten in den Sinn. Ist es der unerbittliche Schatten des Propheten, der auch die Gefängniswärter ermahnt, den Koran in den Gefängnissen nicht zu berühren, da sie Ungläubige sind? Oder sperren wir Muslime eher weg? Oder ist unser Recht nichts wert im tiefsten Inneren aller Muslime? Oder ist die ganze Welt korrupt bis ins Mark und solche Anzeichen Zeichen einer globalen Gewalt, der wir alle Menschen nicht mehr Herr werden?

    Herr werden?

    Ich denke wirklich, dass Frauen gefragt sind. Als Kind und als Jugendlicher fragte ich mich oft: Warum wurde alles von Männern verfasst? Ich trank förmlich die Poesie von Anais Nin oder von Eschbach. Als wäre es die Milch echter Menschlichkeit. Sorry, wahrscheinlich schreibe ich die Namen dieser Frauen falsch. Aber ich will sie nicht googeln. Meine Deutung dieser Schriften ist mir zu heilig in dem Sinn, dass die Zukunft, so es eine gibt, durch Frauen in Worte gefasst wird oder durch Männer, die begriffen haben, dass auch der Tod letztendlich tiefste… tiefste Geborgenheit im Sein ist. Nichts vergeht. Und ja: Im wunderschönen Leib der Frau entsteht, was auch Mann sein darf.

    Jede böse Rakete, jede Granate, alles was den Tod sucht ist männliche Masturbation. Jede Rakete, die auf den Mond fliegt, auf den Mars, ins Universum ist ein Zeichen, dass gesunde Männer und gesunde Frauen zusammenarbeiten.

    Mohammed will mit einem Pferd nach Jerusalem geflogen sein? Wer solches glaubt, darf sich nicht über den Staub wundern, in dem er lebt. Das gleiche gilt für China! Peking erstickt am Glauben! Am Glauben des Wachstums. Und am Irrglauben des Patriarchen.

  2. Bernhard Schlegel sagt:

    Ich weiss
    Dass ich
    Nichts
    Weiss

    Verdammte Scheisse

  3. Sebastian Johann sagt:

    @ Christian Duerig

    In welchen Farben kamen Ihre Porsches daher, die Sie während all den Jahren pilotiert haben? Etwa in einem Rot, wie die transzendente Blume bei “Jorinde und Joringel”..? Oder darf ich mir diesbezüglich eher die rote Farbe einer Lotosblume vorstellen?

  4. Sebastian Johann sagt:

    @ Duerig Chrigu

    Die Berner Tramgeschichte begann 1890 mit neun Drucklufttrams. Das Drucklufttram (Baujahr 1890, Maschinenfabrik Bern) wurde auf der Linie zwischen Bärengraben (altes Dramdepot…) und Bremgartenfriedhof (Güterbahnhof) eingesetzt (vgl. Linienplan aus dem Jahr 1901).

    Ferner ist in Bern ein funktionsfähiges Dampftram erhalten geblieben, aber auch das wissen Sie, lieber Christian Duerig, sicherlich sehr genau. Stimmt’s, oder hab ich recht?

  5. Optimus sagt:

    @Dieter Porsche
    Dass Einstein zu den grössten Mathematikern gehört ist mir fremd. Er brauchte stets einen Mathematiker, was zum Beispiel bei Stephen Hawking nicht der Fall ist. Mathematik war für ihn nur eine Täuschung der Wirklichkeit:
    „Mathematische Theorien über die Wirklichkeit sind immer ungesichert – wenn sie gesichert sind, handelt es sich nicht um die Wirklichkeit.“
    „Seit die Mathematiker über die Relativitätstheorie hergefallen sind, verstehe ich sie selbst nicht mehr.“
    „Die Mathematik handelt ausschließlich von den Beziehungen der Begriffe zueinander ohne Rücksicht auf deren Bezug zur Erfahrung.“
    „Was wirklich zählt, ist Intuition.“

  6. Dieter Porsche sagt:

    @ Optimus: 28. Januar 2015 um 01:38

    Genau, Optimus, das wollte ich auch sagen. Ersetzen Sie mein “Mathematiker” einfach durch “Wissenschaftler”.

    Und die “Intuition” dürfen Sie hier nicht erwähnen, das gilt bei Materialisten als Aberglaube.

  7. olive sagt:

    @Bernhard Schlegel

    wäre für Sie evt. interessant

    Talk aus der “Wintimäss”

    Köppel im talk

    http://www.youtube.com/watch?v=dqfYU0ZooMg

  8. Berrnhard Schlegel sagt:

    @Olive

    Danke für den Link!

  9. Christian Duerig sagt:

    @ Optimismus
    Für Sie persönlich einen Hinweis:
    Gehen Sie auf You mit Prof. Ramamurti Shankar at Yale University die erste Vorlesungreihe “Course Introduction and Newtonian Mechanics” durch. Mit den Vorlesungen 12 bis 16 entdecken Sie den Pädagogen. So leicht, so klar, so mitreissend und motivieren, dass Sie nur zu neuem Lernen aufbrechen wollen. Glauben wird ersetzt durch Wissen.
    Sein Buch “Basic Tranining in Mathematics” (A Fitness Program for Science Students) finden Sie als PDF im Internet kostenlose. Ich kann Ihnen dieses Buch nur empfehlen. So klar, so mitreissend und motivierend, dass Sie sein Wissen zu übernehmen versuchen. Prof. Shankar ist ein hervorragender Professor und wurde vielfach ausgezeichnet. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit Prof. Ramamurti Shankar.
    Hoffentlich haben Sie die “Schiefe Ebene” im Griff.

  10. Christian Duerig sagt:

    @ Optimismus
    Höhere Mathematik teilt sich in Reine Mathematik und Angewandte Mathematik auf.
    Ihre Darstellung der Mathe ist ….
    Hoffentlich können Sie den Platzhalter selber ausfüllen.
    Weshalb sprechen Sie von Intuition wo Wörter wie: Ahnung, Vermutung, Erraten, … ausreichen.
    Der Mathematiker zeichnet sich dadurch aus, dass er eine sehr einfache Sprache besitzt. Wörter sind of nur Blasen !
    Die bekannteste Blase ist “offensichtlich”, bei den Philosophen ein sehr bekanntes Wort.

  11. Christian Duerig sagt:

    @ Marcel Mertz 27. Jan.2015 um 23:14
    Herr Mertz, was Sie präferieren interessiert mich nicht. Was andere Menschen glaube, überlass ich ihnen selber.
    Sie schreiben: “So schwer war es offensichtlich doch nicht, zu verstehen, um was es ging, oder ?”

    Zu diesem Satz kann ich folgendes sagen:
    – Der Satz verwendet die Blase “offensichtlich”.
    – Er behaupet etwas verstanden zu haben.
    – Die Formulierung “um was” heisst “worum”.
    – Das “es” spricht etwas an, das ich nicht kenne; aber der Schreiber offensichtlich kennt.
    – Das Anhängsel “oder” drescht Leeres Stroh.

    Es ist nicht an mir, für andere Bloger eine Meinung zu bilden. Ich kann jeden Bloger nur auffordern, sein eigenes Denken zu schulen, zu verbessern, zu kontrollieren, zu … und nie das Steuer aus der Hand zu geben. Die Denkschule beginnt mit Aussagenlogik.

  12. Christian Duerig sagt:

    @ Ferdinand Ferrari
    … und das glauben Sie alles ?

  13. Ferdinand Ferrari sagt:

    @ Christian Duerig

    Also gut, Operative Psychologie tönt viel besser und benötigt(e) ja auch keine Schwimmweste.

  14. Ferdinand Ferrari sagt:

    @Christian Duerig

    “Operative Psychologie” (Zersetzung) war ein Forschungs- und Lehrfach an der Juristischen Hochschule (JHS) des Ministeriums fur Staatssicherheit (MfS) der DDR.

  15. Christian Duerig sagt:

    @ Ferdinand Ferrari
    Die Mathebücher aus dem Osten waren vor dem Mauerfall erschwinglich. Mit der Einheit Deutschlands schnellten die Preise in die Höhe. Dank dem Internet und Amazon kehren die alten Preise zurück, und die Buchhändler jammern. Mit dem Global Internet-Archiv werden die Buchhändler ganz verschwinden. Die Digitalisierung verändert unser Leseverhalten. Bereits heute kaufe ich nur noch E-Bücher. (Das müssen Sie mir glauben !)
    Jedes Mal wenn ich beim Universum einkaufte, kam die Ware wunschgerecht an.
    Die Richtigkeit dieser Aussage können Sie überprüfen. Benutzen Sie Ihr geschultes Denken.

  16. Christian Duerig sagt:

    @ Ferdinand Ferrari
    Ich habe noch nie ein Experten Sach- oder Fachbuch über Sekten gekauft. Wissen Sie weshalb oder glauben Sie’s zu wissen.

  17. Christian Duerig sagt:

    Nachträglich sende ich noch das Fragezeichen. Hier ist es. ?

  18. Optimus sagt:

    @Christian Duerig, Dieter Porsche
    Das waren nur die wörtlichen Aussagen von Einstein.

    Sorry, Ich konnte nicht wissen, dass ihr mathematisch besser seid als Einstein. Es bestätigt aber meine Aussage, dass Einstein nicht gut in der Mathematik war, vielen Dank.

    Nochmals Einsteins angeblich falschen Aussagen?
    Mathematische Theorien über die Wirklichkeit sind immer ungesichert – wenn sie gesichert sind, handelt es sich nicht um die Wirklichkeit.“
    „Seit die Mathematiker über die Relativitätstheorie hergefallen sind, verstehe ich sie selbst nicht mehr.“
    „Die Mathematik handelt ausschließlich von den Beziehungen der Begriffe zueinander ohne Rücksicht auf deren Bezug zur Erfahrung.“

  19. Christian Duerig sagt:

    @ Optimus
    Sie benutzen Popper. Lassen Sie Popper auf dem Regal. Er hilft Ihnen nicht bei der Suche nach Erkenntnis.

  20. Dieter Porsche sagt:

    @ Optimus: 28. Januar 2015 um 21:05

    Ich weiss nicht, wie ichs Ihnen rüberbringen soll: ich habe Ihnen zugestimmt.
    Und nennen Sie mich nicht in einem Atemzug mit Christian Duerig, der ist Allwissend, was ich von mir nie behaupten würde.

  21. Christian Duerig sagt:

    @ Optimus
    Ayumi Hamasakie ist die Kaiserin des JPop. Das ist mehr als Pop. Sie ist zugleich die schönste Frau Japans. Sie singt für Sie “Butterfly”.

  22. Christian Duerig sagt:

    Unsinn am Laufenden Band
    Jesus Christus ist für uns auferstanden, und mit der verstorbenen Catarine Valente tanzen wir in den siebenten Himmel hinein.
    Das Erdenparadies ist zur Hölle geworden. Sogar Alan Turing suchte Hilfe bei der Wahrsagering.
    Meine Mutter hat nur einmal Buchstabensuppe gekocht. Ich ass nichts, schrieb jedoch auf den Tellerrand; Das ist Blödsinn.

  23. Optimus sagt:

    @Christian Duerig
    Ich selbst bin nur ein Laie, denn mein Mathematikwissen aus dem Ingenieurstudium hört bei den Differentialgleichungen auf, aber ich glaube Einstein hatte doch recht, dass Mathematik nur ein Realität vortäuschendes Hilfsmittel ist um Begriffe in Bezug zueinander zu bringen und dass in der Forschung nur die Innovation zählt.
    Ihre Buchempfehlung hat mich das gelehrt, denn Prof. Ramamurti Shankar erhielt den Julius-Edgar-Lilienfeld-Preis für seine — INNOVATIVEN — Anwendungen feldtheoretischer Methoden (wiki)

  24. Optimus sagt:

    @Dieter Porsche
    Sorry, meine Gedanken übereilen oft das Lesen

  25. Christian Duerig sagt:

    @ Optimus
    Vergessen Sie den Laien. Entweder denken Sie mathematisch oder aber; Sie philosophieren. Sogar Philosophen sind ab und zu mathematisch denkende Wesen. Sie müssen die Steuererklärung ausfüllen wie wir alle.
    Nun zur Sache:
    Professor Ramamurti Shankar geht noch weiter. In seiner Videovorlesung “Course Introduction and Newtonian Mechanics” sagt er ganz klar und deutlich, dass wir nichts wissen über das WARUM. Wir erkennen nur in einem kleinen Umfeld, innerhalb eine Zeitspanne, wie die Beobachtungen mit Hilfe der Sprache Mathematik formuliert werden können. Die Verallgemeinerungen aufs Ganze werden hinfällig. Wir müssen sogar sagen, dass alles falsch ist. Trotzdem wissen wir mit Hilfe der Mathematik und den Naturwissenschaften mehr, als irgend eine anderere Geisteswissenschaft. Wir können wenigstens kurzfristige, präzise Voraussagen machen. (Die erwähnte Vorlesungsreihe finden Sie auf You Tube)
    Damit Sie Ihre Differentialgleichungen viel eleganter angehen können, empfehle ich Ihnen bei Professor Gilbert Strang at MIT reinzuschauen. Seine “Lineare Algebra” beginnt mit “Weshalb lineare Algebra ?”. Ich habe mit Strang eine ganz neue Sichtweise bekommen, die … alles Andere übertrifft. Sie werden staunen wie plötzlich die Post abgeht. Halten Sie durch bis Sie zu diesem tollen Moment kommen. Vieles fällt Ihnen ohne grosse Anstrengungen in den Schoss.
    Ich kann nicht begreifen, weshalb unsere Universitäten nicht online sind ?
    Gucken Sie bei Leonard Susskind vorbei und ….
    Sehr eindrücklich ist Steven Strogatz von der Cornell Universität mit “Nonlinear Dynamics and complex Systems”. Mit Strogatz entdecken Sie wie das Phänomen Chaos mit seinen Strukturen entsteht.
    Professor Silvester James Gates Jr. führt Sie in die String Theorie ein. Hier muss ich immer schwitzen und viele Pausen einlegen.
    Die Digitalisierung und die Erkenntnisse der Quantellung, der QM führt dazu, dass die neuen Erkenntnisse mit Computern gewonnen werden. Diese Universalmaschine kann uns sogar … nach Alan Turing überholen. (Hier beginnt mein Glauben mit: Nein. Beweisen kann ich es nicht. Wir müssen schlicht warten und sehen, was passieren wird. Sie, Herr Optimus, sind jünger als ich und haben die Chance, mehr davon mitzubekommen.)
    Beginnen Sie mit Strang oder Shankar. Ich wünsche Ihnen viel Freude.

  26. Optimus sagt:

    @Christian Duerig
    Vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen. Für mich zwar nichts neues, aber über ihren Charakter sehr aufschlussreich. Aber da sie noch älter sind als ich ist das nicht verwunderlich.

  27. praktizierender Zyniker sagt:

    @Christian Duerig
    Ein Kind braucht kein “mathematisches Denken”, sondern die Freiheit nicht von “wohlwollendenen” Erwachsenen permanent in irgendein “Programm” eingesperrt zu werden, sodass sie noch jegliche Individualität (falls sie diese überhaupt jemals besassen) verlieren und später nur noch das machen was die Gesellschaft von ihnen erwartet.

  28. Christian Duerig sagt:

    @ Optimus
    Professor Martyn Poliakoff (Einstein der Chemie)
    Brady John Haran (Australian independent film-maker)
    Numberphile (mathematische Besonderheiten)
    Prince Rupert’s Drop (Chemie, Physik & Mathematik vereint)
    Versuchen Sie mehr via You Tube über diese Hinweise zu erfahren. Sie sind so wertvoll, dass ich diese Hinweise gerne vermittle.
    Besonders für Frauen ist Maryn Poliakoff eine Einladung wert. Er such Interessierte junge Leute für die Nanoforschung. Chemie tritt in eine ganz neue Phase. Hier ist also ein Sprungbrett ins … Ungewisse. Molekularbiologie, Biochemie, … Computerscience sind … so viel versprechend.
    Meinem Göttikind, das eine Ballerina werden will und am Gymi ist, erstellete ich 7 Lehrvideos zu den Elektrokonfigurationen. Die Medaille wurde geholt. Trotzdem bleibt Chemie auf Platz 2. Das Ballett hat den Vorrang. Sie können diese lustigen Videos auf You Tube unter “Lernen mit Freude” ansehen und dabei schmunzeln.
    Wenn Sie ein Power Memory besitzen, ist das bloss “Kalter Kaffee”. Ich helfe Ihnen gerne weiter, falls Sie einen Kommentar hinterlassen.

  29. praktizierender Zyniker sagt:

    @Christian Duerig
    “Individualität”, die nur in der Privatsphäre anscheinend “gelebt” wird = Pseudoindividualität.
    Klar “muss” ich in der Gesellschaft überleben – die Frage ist nur ob mir der Satz von Pythagoras tatsächlich dabei geholfen hat – ich mag es bezweifeln. Unsere Schulen bereiten uns auf so ziemlich alles vor – ausser auf das Leben in unserer Gesellschaft, welches tatsächlich nicht nur “Gewinner” kennt, sondern vor allem den permanenten Terror sich anpassen zu müssen – bei Strafe von “Untergang”.

  30. praktizierender Zyniker sagt:

    @Christian Duerig
    Ich “rechtfertige” mein Dasein – mit meinem Dasein. –

  31. Christian Duerig sagt:

    @ praktizierender Zyniker
    Die UN-Menschenrechte garantieren kein Recht auf Leben. Sie haben nur ein Recht auf Primärbildung, Freiheit und Streben nach Glück.
    Wie kommen Sie zu Ihrem täglich Brot ?

  32. praktizierender Zyniker sagt:

    @Christian Duerig
    Entschuldigen Sie meinen Zynismus – aber irgendwie hat mich Ihre Frage nach der “Rechtfertigung meines Daseins” an einen alten Naziwitz erinnert: “Wer hungert und friert – gehört ins KZ!”

  33. Christian Duerig sagt:

    @ praktizierender Zyniker
    Als Fünftklässler half ich meinem Götti einen Stall für seine Schafe bauen. Da ich den Satz von Pythagoras schon kannte, befolgte mein Götti meine Anweisungen beim Ausmessen. Er hat mich später überschüttet mit Geschenken und Einladungen. Seine Schafe wurden meine Schafe. Ich schmiedete für jedes ein individuelles Glöcklein. Meine Mutter nähte die dazugehörigen Lederriemen. Mein Götti war der einzige Schäfer, der sehr individuelle Schafe hatte. (Mein Vater war Huf- und Wagenschmied, Landmaschinenmechaniker, Konstrukteur und Kunstschlosser)
    Im Tessin sind viele Villen mit seinen Werken verziert.
    Die schönsten Hufeisen zieren unsere Wohnung. Ich bin abergläubisch. Das müssen Sie mir glauben, da ich es Ihnen nicht beweisen kann.

  34. praktizierender Zyniker sagt:

    @Christian Duerig
    Übrigens: Adolf Eichmann ist ein gutes Beispeil für einen Menschen, der ausschliesslich “mathematischem Denken” verhaftet war. –

  35. praktizierender Zyniker sagt:

    @Christian Duerig
    “Individuelle Schafe…” – Sie schiessen den Bock ab! Aua…mein Zwerchfell…
    Apropos Aberglauben äusserte Heisenberg etwas sehr Intelligentes: “Man hat mir versichert, dass es wirkt – auch wenn man nicht dran glaubt.”

  36. Christian Duerig sagt:

    @ praktizierender Zyniker
    Adolf Eichmann hatte nicht einmal einen Realschulabschluss.

  37. praktizierender Zyniker sagt:

    @Christian Duerig
    Ich misstraue Menschen, die nur in Stakkato-Sätzchen Ihre Meinung kundtun können, da diese u.a. glauben, dass es äusserst “elegant” sei, komplizierte Sachverhalte in hübsche mathematische Förmelchen zu packen.

  38. praktizierender Zyniker sagt:

    @Christian Duerig
    Das Monster konnte trotzdem rechnen und war äusserst stolz auf diese Tatsache – genau so wie Sie vor lauter Bildungsdünkel triefen (übrigens: Auch Doktoren wie Mengele oder ein Wernher von Braun waren von der Partie). Hitler wollte ja bekanntlich auch seine Generale übertreffen – da er nur ein einfacher Soldat war und sich insgeheim dafür schämte.

  39. Optimus sagt:

    @Christian Duerig
    Schon mal was von Ironie gehört? Bitte lesen sie nochmals:

    ” Vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen. Für mich zwar nichts neues, aber über ihren Charakter sehr aufschlussreich. Aber da sie noch älter sind als ich ist das nicht verwunderlich.”

    Übrigens bin ich um einiges älter als sie und fühle mich geehrt, wenn man mir das nicht anmerkt.

  40. praktizierender Zyniker sagt:

    @Christian Duerig
    Ihr naiver Glaube, dass ein überholter Positivismus des Rätsels Lösung für die Menschheit sei, in Kombination mit ihrem überheblichen Bildungsdünkel – gehört auf den Schrottplatz der Geschichte. Die letzten 300 Jahre Menschheitsgeschichte strafen Sie Lügen, da das “Experiment” von Ihresgleichen mehr als in die Hose gegangen ist. Zurück auf Start heisst die Devise – aber Sie sind wahrscheinlich schon zu alt und “stolz” um sich eine geistige Radikalkur zu verpassen. Ich wünsche noch viel Spass mit kindischen youtube Videos über “Multiversen” und die “18. Dimension” – währenddessen müssen die “Erdlinge” erst mal einen neuen Atomkrieg zwischen durchgeknallten Grossmächten verhindern. Good luck mit der Wurzel aus Pi…-

  41. Christian Duerig sagt:

    @ praktizierender Zyniker
    Sie werden vermutlich noch vor mir sterben.
    Nur weiter so mit Unterstellungen und … Verzweiflung. Irgendwie müssen Sie ja Ihr Brot holen können.

  42. Christian Duerig sagt:

    @ praktizierende Zyniker
    Die Natur will es so, dass der Mensch mit seiner trickreichen Intelligenz überlebt. Leider erkrankte Bärbel Mohr an Krebs. Sie verstarb mit 46 Jahren. Meine Frau (Sportlehrerin) verstarb mit 40 Jahren. Ich kenne das Leid der Hinterbliebenen.

  43. praktizierender Zyniker sagt:

    @Christian Duerig
    1. Im Gegensatz zu Ihnen schreckt mich der Gedanke an den Tod keine Sekunde – vielleicht liegt das auch daran, dass ich im Gegensatz zu Ihnen nicht jede Sekunde “zählen” muss. –
    2. Zur Verzweiflung: “…denn nichts als Verzweiflung kann uns noch retten” (Grabbe)
    3. Unsere Gesellschaft ist ein Zusammenhang, “in dem das Brot, dass einer isst – den anderen nicht satt macht”. Dies ist aber kein Naturgesetz – und daher nicht in Stein gemeisselt. Es spricht Bände, dass Sie sich wahrscheinlich Multiversen vorstellen können – aber eine andere Gesellschaftsordnung als der status quo bietet ist “unmöglich” für Ihresgleichen.

  44. Christian Duerig sagt:

    @ praktizierende Zyniker
    Hoffentlich können Sie sich Nutella als Brotaufstrich leisten. Ich gönne es Ihnen. Sie sind sehr tapfer.

  45. praktizierender Zyniker sagt:

    @Christian Duerig
    Die Natur “will” gar nichts – nichteinmal selbstgerechte Menschen in die Schranken weisen. Dieser “Charakterzug” macht sie äusserst “sympathisch” – aber auch ein bisschen “erschreckend” für Sterbliche.

  46. praktizierender Zyniker sagt:

    @Christian Duerig
    Ich bin zwar Teil der Natur – beabsichtige aber nicht “das Rätsel der Natur” heute zu lösen. “Die Natur” – genau so wie “das Leben” ist sowieso ein Abstraktum, welches per definitionem nichts “wollen kann”.
    Viel wesentlicher scheint mir der Fokus auf den scheinbaren Widerspruch der Neuzeit, dass je mehr der Mensch versucht sich “die Natur” untertan zu machen – er sich um so mehr in seiner “zweiten Natur” naturverhaftet verhält / verhalten muss (sprich: seine Erfindungen / Gesetze / Normen mit Naturgesetzen verwechselt und ihnen wie ein Sklave, der keine andere Wahl besitzt, dient).

  47. praktizierender Zyniker sagt:

    @Christian Duerig
    Dieser Widerspruch zwischen menschlicher Allmachtsphantasie und resultierender Ausgeliefertheit an seine “zweite Natur” besteht tatsächlich und kann nicht im Geringsten mit irgendwelchen Phantasieanstrengungen aus der Welt geschafft werden.
    Den guten alten Cervantes sollten sie in Frieden ruhen lassen – er würde wohl auch dafür plädieren, falls man ihn denn noch fragen könnte.

  48. Christian Duerig sagt:

    @ praktizierende Zyniker
    Trinken Sie viel Wasser. Herr Hürlimann gab seiner Frau auch klaren Wein. In Zug scheint ihm der Zug noch nicht abgefahren zu sein. Er will sein Denken nicht ändern, und mit Heinrich Kleist versuchen, die Widersprüche aus der Welt zu schaffen, bis es nicht mehr kachelt !

  49. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Spanien – “Zehn spanische Priester sind in der südspanischen Stadt Granada wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt worden. Sie sollen sich vor zehn Jahren mehrfach an einem minderjährigen Messdiener vergangen haben…Die Übergriffe sollen sich vor etwa zehn Jahren in der Kirchengemeinde Juan María de Vianneimeno in Granada ereignet haben. Laut der spanischen Tageszeitung “El País” habe alles damit begonnen, dass ein Pfarrer den damals 14-Jährigen und einen Freund zu sich nach Hause eingeladen habe. Darüber habe sich das Opfer nicht gewundert, da es seit der Kindheit als Messdiener in der katholischen Kirche mitgewirkt hatte und den Geistlichen vertraute. Der Pfarrer habe dem jungen Mann, der offenbar häufig über Nacht blieb, dann zunächst angeboten, in seinem Bett zu übernachten. Später habe sich der Angeklagte “El País” zufolge nackt ausgezogen und Massagen gefordert. In den darauffolgenden Jahren sollen in dem Haus regelrechte Orgien stattgefunden haben, bei denen noch drei weitere junge Messdiener missbraucht worden sein sollen. Die Pfarrer hätten dabei auch untereinander – vor den Augen der Opfer – sexuelle Praktiken vollzogen.” (27.1.15)

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/spanien-zehn-priester-wegen-sexuellen-missbrauchs-angeklagt-a-1015351.html