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Ebola als Strafe Gottes?

Hugo Stamm am Samstag den 22. November 2014
(Flickr/alles-schlumpf)

Die apokalyptischen Glocken läuten Sturm: Weihnachten und die Endzeit sind bald da! (Flickr/alles-schlumpf)

Die Seuche Ebola vereint alle Attribute auf sich, die bei ängstlichen Menschen Horrorvisionen hervorrufen. Vor allem die Bilder aus den betroffenen Gebieten prägen sich ihnen unheilvoll ein. Entstellte Menschen, Helfer im Astronautenlook, entleerte Dörfer, geächtete Kranke, die als Monster gelten. Das ist die Matrix für einen Blockbuster über die Apokalypse. Helfer in den Krisengebieten sind geschockt und bekommen den Eindruck: So fühlt sich die Endzeit an.

Ebola ruft denn auch zwei Interessengruppen auf den Plan, denen die Seuche wie gerufen kommt. Die Apokalyptiker unter den christlichen Fundamentalisten erinnern sich an die Johannes-Offenbarung und das Buch Daniel und sehen in der Seuche die Strafe Gottes. Verschwörungstheoretiker beschwören ihre längst prophezeite globale Krise herauf.

Ken Isaacs von der christlichen Hilfsorganisation Samaritan’s Purse warnte bei einer Anhörung vor den Gesundheitsbehörden: «Liest man die täglichen Lagemeldungen des Gesundheitsministeriums über Liberia, so herrscht darin – ich möchte nicht zu dramatisch wirken – eine Atmosphäre von ‹Apocalypse Now›».

In einer Newsgroup (Narkive) versucht ein Christ, die ängstlichen Teilnehmer zu beruhigen und schreibt: «Angst vor Ebola? Glaube an Jesus, und die Angst ist fort. Gehe zur Kirche, man wird dir dort eine Bibel schenken!» Der Kommentar eines anderen Gläubigen, den das Endzeitfieber offenbar schon gepackt hat: «Das nützt auch nichts mehr! Das Ende ist nah! Niemand kann jetzt mehr helfen!»

Ein weiteres Beispiel für die Ebola-Hysterie: Der Autor Bernd Neumann nennt sein neues Buch «Ebola und andere Killerkeime». Darin behauptet er, die Bedrohung für den Menschen sei grösser denn je. Deshalb erwartet er demnächst einen «Apokalypse-Keim», der eine Mehrheit der Menschen dahinraffen werde.

In der nächsten Eskalationsstufe wird bereits von der Zombie-Apokalypse gesprochen, weil weitere Killerkeime die Opfer so entstellen würden, dass sie zu Zombies mutierten. Im Blog Zombie-apokalypse.info heisst es: «Die Bedrohung ist also ernst zu nehmen und Notfallpläne müssen geschmiedet werden … Die Zombie-Apokalypse naht!»

Was treibt christliche Fundamentalisten und Verschwörungstheoretiker an, die Apokalypse herbeizusehnen? Fromme Christen hoffen, in der Gnadenzeit zu leben, in der sich die biblischen Prophezeiungen erfüllen. In ihren Augen läuten die apokalyptischen Glocken Sturm. Sie sehen alle Anzeichen erfüllt, die die Bibel für die Endzeit vorhersagt. Sie erhoffen sich die Wiederkunft von Jesus und die Erlösung.

Bei den Verschwörungstheoretikern sind die Motivationen komplexer und individueller. Manche entwickeln eine Lust am Morbiden und Destruktiven. Andere wollen sich unbewusst an der tumben Gesellschaft rächen, die sie wegen ihrer kruden Weltbilder belächelt. Die Vorstellung, die Ignoranten würden einer brutalen Seuche zum Opfer fallen oder in einer Katastrophe umkommen, scheint ihre Fantasie zu beflügeln.

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266 Kommentare zu “Ebola als Strafe Gottes?”

  1. Ueli sagt:

    @Michael Bamberger
    Ich habe nichts von “Leibfeindlichkeit” gefaselt – und auch nicht davon einfach “sein Schicksal zu ertragen”, sondern es zu erkennen.

  2. nater sagt:

    USA sind schlimmer als Ebola, sagt Gorbatschow

  3. Ueli sagt:

    @nater
    Naja – irgendein “Oberarschloch* brauchts halt immer. Die Russen wären wahrscheinlich keinen Deut besser (siehe Ukraine) – wenn sie es sich denn noch erlauben könnten den “Weltimperialisten” zu spielen.

  4. olive sagt:

    @ Klara Brunner
    25. November 2014 um 13:05

    “@ edi brugger”

    “Hygiene – also Sauberkeit! – ist Grundlage der Krankenpflege. Eigentlich auch verbindlich für Homöopathie, wobei es bislang noch keine Spitäler gibt die ausschliesslich mit Homöopathie funktionieren. ”

    Das erstaunt mich jetzt aber sehr, dass Sie es für möglich halten, dass es so etwas jemals geben wird.
    Hygiene ist auch ganz ohne Homöopathie wirkungsvoll, aber natürlich oft nicht ausreichend.

    “Allerdings gibt es so ein paar altbekannte Hausmittelchen die auch in Spitälern wieder Einzug gehalten haben, Preiselbeersaft gegen Blasenentzündungen z.B.
    oder Quarkumschläge zum Abschwellen und dergl. mehr.”

    Diese “Hausmittelchen”, haben physikalisch nachgewiesen Wirkung, wobei der Quark wohl einfach Kühlung bewirkt.

    Beim Preiselbeersaft ist gut belegt, dass er die Bakterien daran hindert, sich an der Blasenwand fest zu setzen.

    Wohingegen die Homöopathie in hohen Verdünnungen ein Hirngespinst ist , und so wird sie meist angewendet.
    Wenn ich aber z.B. Arnika brauche, nehme ich es in vernünftiger Dosierung und dann ist es Phytotherapie.

  5. Alienus sagt:

    @Rabbi Jussuf vom 25.11.2014 um 13.43

    Gerne hätte man von Ihnen weitergehende Erläuterungen dargelegt bekommen, warum ausgerechnet die Entscheidung, (vegetabilen u.ä.m.) Abfälle aus den Restaurants, die nicht an die Schweine verfüttert werden dürfen, ein Unsinn sein solle.

    Für die Beantwortung dieser Frage möchte ich mich im Voraus bedanken, obwohl noch etliche Fragen meinerseits an Sie gerichtet noch immer nicht beantwortet wurden.

  6. Rabbi Jussuf sagt:

    Alienus
    Bis vor noch nicht allzu langer Zeit hat die Verfütterung von Restaurantabfällen an Schweine bestens funktioniert.
    Warum sollte das heute anders sein?
    Dadurch werden tausende von Tonnen hochwertige Nahrungsmittel einfach vernichtet, naja, kompostiert oder in die Verbrennung gegeben. Dafür muss dann wieder extra mehr Schweinefutter produziert werden, was zusätzliche Anbauflächen benötigt.
    Es mag gewisse Restrisiken geben, die mir aber nicht bekannt sind.

    Welche Fragen sind denn noch offen?

  7. Reli-Schamane sagt:

    @ Georgi
    Genaueres über die Linsermethode können Sie googeln.

  8. Alienus sagt:

    @Rabbi Jussuf 26.11.2014 um 10.06

    Bei dieser Frage geht es doch nicht um „bestens funktioniert“, sondern um die Hygieneproblematik aus einer Verfütterung von Speiseresten an Tiere.

    Nun, da Sie offensichtlich auf dieser Ebene keine gute Aufgestellung haben, sei Ihnen Ihre sich recht „populistisch“ gebende Meinung verziehen. Ein komplettes Verfütterungsverbot solch einer Art und Weise kann und hat schon zu einer effektiven und höher wirkenden Unterdrückung der Verbreitung von z. B. der Schweinepest beitragen. Wird solches Material nicht in die Verfütterungschiene bei Zuchttieren eingeschleust, kann man davon ausgehen, dass dadurch unbewust falsche oder gar vorsätzlich unbehandelte Speiseabfälle recht sicher den Tieren vorenthalten werden.
    Die Stabilisierung / der Rückgang der Schweinepest in Mitteleuropa kann und muss man also auf solch eine (richtige) Entscheidung zurückführen. Derzeitig rast die afrikanische Schweinepest in Osteuropa durch die Stallungen. Bei uns in Mitteleuropa noch (!) nicht. Warum dies so ist können Sie nun doch selbst an Ihren Klauen, äh Fingerchen abzählen.

    Das Problem von Salmonella im Tierfutter aus falscher / nichtbehandelter Verarbeitung muss man wohl auch nicht näher beschreiben. Dies gilt auch für die Schimmelbildung in überlagerten Speiseresten. Auch sei noch der Hinweis angebracht, dass das Schwein, welches von den Speiseresten alleinig gefüttert werden würde, ganz sicher eine arme Sau ist, denn in der Volumina von ca. 2,5 bis 3 ltr Schweinefutter würde der Nährwert durch seinen recht niedrigen Wert der Trockensubstanz wohl tödlich sein.

    Sie sehen also, Sie würden Ihr Schwein mit Ihrer unrichtigen Behauptung zu einer armen Sau machen. Da sollten Sie doch ein Beispiel an dem „Schweinchen Schlau von Entenhausen“ nehmen: Dieses is(s)t recht human. Das sollte natürlich nur ein Beispiel sein, denn wegen Ihres jüdisch-muselmanischen Blognamens dürfte bei Ihnen ein Schwein wohl eher ein seltener Gast sein.

    Zur Frage: Da ich mein Blog-Archiv eliminiert habe, kann ich deshalb keine konkrete Angabe zu einzelnen Punkten mehr geben, aber dem gefühlten Erinnern nach sind das mindestens 3 Frage, die Sie bis dato in konkreto nicht beantwortet haben. Sicherlich ist das Ihrer zeitlich vollgefüllten Lebensstrukturierung geschuldet und sicherlich nicht der von mir zunächst fälschlicherweise unterstellten Feigheit vor dem Blog.

    PS: Bin immer noch nach der Such zur religiös-historischen Quelle des Schweineverbotes im jüdischen Lebenskreis.

  9. olive sagt:

    @Alienus

    meine Erlebnisse auf dem Dorf unterstützen Ihre Ansicht.

    Der Schweinebauer fuhr mit seinem Töffli einmal in der Woche durchs Dorf und sammelte die Abfälle ein. Da er eine Zeit lang mein Nachbar war , konnte ich die Ausbeute sehen: sauer, verfault, schimmlig.

    Im Winter war es oft gefroren, aber im Sommer ging der Verderb schnell voran.
    Er behauptete immer, durch das Kochen werde das Futter geniessbar.
    Ich hätte jedenfalls keinen Bissen von einem solchen Schwein essen wollen, wenn die Aflatoxine fressen, kann das für uns nicht gut sein.

  10. Alienus sagt:

    @olive

    Richtig!!!

  11. Rabbi Jussuf sagt:

    Alienus, Olive
    Die Schweinepest dürfte andere Ursachen haben. Wenn sie mal ausgebrochen ist, dann herrschen sowieso Ausnahmezustände. Dann würde ich eventuell auch ein Verbot von Restenverwertung befürworten. Das wäre dann Sache der Veterinäre.

    Selbstredend dürften nicht vergammelte Resten verfüttert werden. Auch bei Tierfutter müssen gewisse Hygieneregeln eingehalten werden. Ein generelles Verbot halte ich für masslos übertrieben.

    Olive
    ich habe da gegenteilige Erfahrungen gemacht.

  12. Klara Brunner sagt:

    @ rabbi jussuf
    @ olive

    M.E. sollte genau wie unser Essen Tierfutter artgerecht sein. Fauliges Zeug erachte ich aber nicht dafür und hätt’s wie olive damit. Ich finde es nicht in Ordnung Tiere so zu halten.

  13. Alienus sagt:

    @Rabbi Jussuf 26.11.2014 um 12.53

    Bezüglich der Schweinepest ne kleine Anmerkung: Die Schweinepest kann auch durch kontaminierte Fahrzeuge, Transport Behälter, Gerätschaften, nicht oder nicht vorschriftsmäßig behandelte Speisereste verbreitet werden.

    Hier im Text wird nicht die virologisch-biologische Ursache der Schweinepest betrachtet, sondern die falsche Handhabung, also die der Verwendung von Speiseresten, die möglicherweise mit Schweinepest verseucht sind. Man kann und darf faktisch, realistisch, kochtechnisch und abfallentsorungstechnisch NICHT zwischen vegetabilen und fleischlichen Speiseresten unterscheiden und sortieren. Sind die Sachen einmal im Verarbeitungsprozess in der Küche gelandet und später ins gleiche Loch gerührt, so muss die gesamte Abfallfraktion als kontaminiert angesehen werden.

    Deshalb ist Ihre Aussage gesamtheitlich gesehen nicht richtig, nicht rechtskonform und bei einigen Zeitgenossen sogar gefährlich. Bioorganische Abfälle / Reststoffe aus der Lebensmittelindutrie müssen gesondert betrachtet werden. Drum gilt: Vorbeugung ist immer besser als Heilung

    Auch wenn die Schweinepest den Menschen nicht mittelbar betrifft, so möchte man als Schwein nicht die arme Sau sein, die die humanen Abfälle (!) mit potentiell hohem Schweinepestbefall fressen muss.

    Rabbi, Sie haben wohl noch nicht in die Untiefen der Abfallentsorgung oder Abfallverwertung, hier im speziellen Bereich der Speisereste, hineingesehen? Na dann: E Gueten und ein feines Prösterchen!

  14. olive sagt:

    @ Rabbi Jussuf
    26. November 2014 um 12:53

    “ich habe da gegenteilige Erfahrungen gemacht.”

    Die gibt es auch. Als Kind bei Emmentaler Bauern wurden Abfälle ( vor allem Rüstabfälle ) am gleichen Tag und nur auf dem eigenen Hof den Schweinen verfüttert.

    Weil Schweine Allesfresser sind, denken viele, denen könne man jeden Dreck zu fressen geben. Aber zu ihrer natürlichen Nahrung gehören bestimmt keine salzigen, zuckrigen Erzeugnisse der modernen Nahrungsmittelindustrie.
    Draussen fressen sie geklauten Mais, weil er grad da ist, graben alles mögliche aus dem Boden aus, essen Eicheln, Schnecken, Würmer , Trüffel ! Gras, alles recht frisch.

  15. Alienus sagt:

    @olive

    Auch dies ist richtig!!!

  16. Rabbi Jussuf sagt:

    Alienus
    Genau das meine ich:
    Absolut übertriebene Sorgfalt. Das ist schon symptomatisch für unsere Hygienehysterie.
    Was soll das denn, wenn es 1 bis kein mal pro Jahrzehnt zu einer Schweinepest kommt, diese Regel zu befolgen und Tonnen von hochwertigem Abfall/Resten einfach zu entsorgen?
    Klar, man kann auch kompostieren. Das bringt aber wesentlich weniger, als das den Tieren zu verfüttern.

    Ich habe mal etwas gelesen über den Ursprung des Schweinefleischverbotes. Das waren aber, so weit ich mich erinnern kann, auch nur Vermutungen, wenn auch plausibel. Leider finde ich das Buch nicht mehr.
    Es war vermutlich hier:
    http://www.amazon.de/Keine-Posaunen-vor-Jericho-arch%C3%A4ologische/dp/3423341513/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1417009381&sr=8-3&keywords=finkelstein
    Wenn die Zwei es nicht wissen, wer dann?

  17. Edi Brugger sagt:

    @Rabbi

    “Keine Posaunen vor Jericho” ist auch sonst interessant zur Beurteilung der (Nicht-)Historizität des Alten Testaments. Auch diese Lektüre dürfte, wenn gelesen, einigen Bibelfans die Augen öffnen.

    Das AT wird von Historikern zerzaust, Jesus ist auch nicht mehr, was er einmal war; es ist nicht mehr einfach Religion zu sein.

  18. Alienus sagt:

    @Rabbi Jussuf 26.11.2014 um 14.44

    Aber Rabbi, das Ding hier ist doch beim besten Willen keine Hygienehysterie. Es ist tatsächlich eine hoch- bist höchstpathogene Tierseuche.

    Da gibt’s auch keine sonstigen „natürlichen“ oder gar homöopathischen Abwehrmittelchen für die armen Säuleins. Wenn das Ding eine freien Lauf erhalten würde müsste man z. B. in D mit hunderttausenden toten Schweinen in höchsten Millionen- sogar Milliardenbeträgen von Schäden rechnen einschließlich von langjährigen Exportverboten ins Ausland innert der gesamten Lebensmittelbranche.

    Es sollte auch nochmals geschrieben werden, dass Reste aus Speiseherstellung, die frei von Produkten tierischer Herkunft frei sind, nun auch zu Tierfutter verarbeitet werden. Und diese sind dann nicht der oft seiender Schmarotz aus der Speiserestentsorgung aus Restaurants, Kantinen u.a.m., sondern wie@olive schrieb, dass salzig und süße Zeugs aus der Wohlstandsproduktion.

    Da wir in einem religiösen Blog sind, sollte man bedenken, dass nach dem „Letzten Abendmahl“ dann die Tierverfütterung problemlos gewesen sein würde. Das kann man wiederum bei der „Wundersamen Brotvermehrung“ nicht sagen, da dort eben auch Fischabfälle gewesen sind. Nun, nichts steht von diesen Problemen in der Bibel. Also hat es somit auch keine Schweine als Allerletztverwerter gegeben.

    Da muss man sich fragen, wozu der Herr Gott überhaupt diese armen Sauen erschaffen hat. Höchstens als Eichelvertilger, diese fein gebratenen Schweinchen.

  19. Rabbi Jussuf sagt:

    Alienus
    “Aber Rabbi, das Ding hier ist doch beim besten Willen keine Hygienehysterie. Es ist tatsächlich eine hoch- bist höchstpathogene Tierseuche. “
    Natürlich ist das eine Hysterie. Die Schweinepest kommt alle paar Jahre mal irgendwo vor. Da reicht es vollauf, wenn man in den jeweiligen Krisengebieten die Fütterung stoppen würde. Zudem ist die Fütterung nur einer der Wege, wie sich Schweine auch noch infizieren könnten, und das auch nur, wenn die Fleischreste nicht richtig verarbeitet wurden.
    Klar ess ich auch lieber Schweine, die ihren Bauch mit Eicheln gefüllt haben (z.B. alsJamón Ibérico)

    Die Trüffel müssen sie mir nicht unbedingt wegfuttern. Ich mag die auch gerne über den Spaghetti.

    Edi Brugger
    Auch das andere Buch von beiden ist lesenswert.

  20. Amara sagt:

    @Rabbi Jussuf: Natürlich ist das eine Hysterie. Die Schweinepest kommt alle paar Jahre mal irgendwo vor. Da reicht es vollauf, wenn man in den jeweiligen Krisengebieten die Fütterung stoppen würde. Klar ess ich auch lieber Schweine, die ihren Bauch mit Eicheln gefüllt haben (z.B. alsJamón Ibérico)

    Geht es wirklich nur um die Schweinepest? Angesichts all der Lebensmittelskandale (erst diese Woche stand wieder ein Grosslieferant in den Schlagzeilen) kann man doch froh sein, wenn die Gammelfleischresten nicht an Schweine verfüttert werden, die dann dank krankmachender Kost mit Antibiotika vollgestopft werden müssen. Da ich prinzipiell kein Schweinefleisch esse, machen mir Antibiotikaresistenzen mehr Sorgen als die Fleischqualität von Müllschweinen. Angesichts der heutigen Möglichkeiten Energie aus Biomasse zugewinnen, braucht es die Schweine als Abfallverwerter gar nicht mehr. Da Schweinefleisch eh nicht gesund ist, könnte man die Zucht dieser Tiere ganz abschaffen.

  21. Ueli sagt:

    @Amara
    Ich bin zwar weder Muslim, noch Jude – aber Schweinefleisch: igitt. Wie kann Mensch, nachdem er weiss wie diese armen Kreaturen gehalten und gefüttert werden, überhaupt Lust auf so was haben? Nicht die Schweine, welche nichts dafür können, sondern der Mensch, welcher so was mit Genuss frisst – ekelt mich einfach nur an. Wer so gleichgültig gegenüber dem Schicksal von Tieren und insbesondere in seinem Konsumverhalten ist – verdient schon fast, dass man ihm irgendein ekliges Gammelfleisch vorsetzt, welches noch dazu mit Tonnen von Antibiotika und giftigen Resten vollgepumpt wurde.

  22. Amara sagt:

    @Ueli: Wer so gleichgültig gegenüber dem Schicksal von Tieren und insbesondere in seinem Konsumverhalten ist – verdient schon fast, dass man ihm irgendein ekliges Gammelfleisch vorsetzt, welches noch dazu mit Tonnen von Antibiotika und giftigen Resten vollgepumpt wurde.

    Das seh ich anders, auch Menschen, die wenig Einkommen haben (und somit kein Geld für Bioprodukte u.ä.), “verdienen” die Machenschaften dieser Lebensmittelmafia nicht. Unter manchen Folgen dieser gewissenlosen Produktion wie z.B. Antibiotikaresistenzen werden auch Veganer und andere bewusste Konsumenten zu leiden haben.

  23. Ueli sagt:

    @Amara
    Also gut: Falls sich ein Mensch in Europa tatsächlich nichts anderes leisten kann – akzeptiert. Aber der grösste Teil der Bevölkerung vor allem in Deutschland und der Schweiz – selbst als “Workingpoor”, könnte ihr Konsumverhalten in eine andere Richtung lenken. Oder sind seid neustem die Muslime und Juden in Europa die reicheren Bürger, die auf Gammelfleisch von Schweinen verzichten “können”, da sie es sich leisten können? Alles eine Frage des Bewusstseins – wie so vieles…

  24. Rabbi Jussuf sagt:

    Amara
    “Geht es wirklich nur um die Schweinepest?”
    Ich weiss es nicht. Es war bloss das einzige Argument, das von Alienus gekommen ist.

    Übrigens: Der Ausdruck “Gammelfleisch” bezieht sich hauptsächlich auf den Dönerskandal und Döner sind meist aus Rindfleisch.

    Der Widerwille gegen Schweinefleisch scheint mir wieder mal ein Unsinnsimport aus den USA zu sein. Wir übernehmen ja mit Vorliebe jeden Schwachsinn aus Übersee… mit ein paar Jahren Verspätung. Was war grad kürzlich? Ah ja die Vitaminpillen, oder dass man 4 Liter am Tag trinken müsse. Etc.

    Wenn’s um die Haltung geht, darf man kein Fleisch mehr essen und beim Gemüse und bei Früchten ist auch Vorsicht geboten! Allem voran Hühnerfleisch.

    Ist doch klar, dass man auf die Qualität achten sollte. Das schliesst die Haltung mit ein.

  25. Klara Brunner sagt:

    @ wen’s interessiert

    An dieser Stelle möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass diverse Bauern Direktverkauf von Fleisch anbieten und Gemüse-Abonnemente. Unter den Fleischanbietern sind seriöse Leute deren Höfe man besichtigen kann, die ihre Nutztiere wirklich ganz gut halten und also in ihrer Produktion auf solidem Fundament stehen. Auch Hühner und Eier kann man ruhig geniessen weil die Hühner Auslauf gehabt haben und ihre Eier das sind, was wir uns wünschen und deshalb gesund.
    Lieber weniger oft Fleisch auf dem Tisch, dafür gute Qualität von der man weiss, dass das mit der Qualität zutrifft.

    Ich bin kein Freak aber ich sehe es schon so, dass gutes Fleisch ohne Zwischenhandel erschwinglich ist und uns Menschen wirklich auch gut tut.

  26. Ueli sagt:

    @Rabbi Jussuf
    Ja freilich – es geht hier nicht um Schweinefleisch – aber dies war wohl das diskutierte Thema.

  27. Amara sagt:

    @Ueli: Oder sind seid neustem die Muslime und Juden in Europa die reicheren Bürger, die auf Gammelfleisch von Schweinen verzichten “können”, da sie es sich leisten können? Alles eine Frage des Bewusstseins .

    Unter den Muslimen in meinem Bekanntenkreis hat es gerade mal eine Familie, die sich vegetarisch ernährt. Leute mit kleinerem Einkommen essen vor allem Huhn, welches wahrscheinlich noch stärker belastet und ethisch genauso fragwürdig ist. Das Bewusstsein hängt von den Lebensumständen ab, wer mit wenig Geld eine Familie ernähren muss, hat andere Sorgen als eine besonders gesunde Ernährung und Tierschutz steht wohl auch nicht zuoberst auf der Prioritätenliste (die Arbeitsbedingungen mancher Menschen kann man gut und gerne als Käfighaltung bezeichen, inkl. Transport in einer Bus genannten Sardinenbüchse).

  28. Alienus sagt:

    @Ueli 26.11.2014 um 20.13

    Möglicherweise hat sich bei Ihnen eine kleine Verwirrung bezüglich des Gammelfleisches eingeschlichen.

    Denn historisch und faktisch darf und kann man den Begriff „Gammelfleisch“ nicht explizit am Schweinefleisch festmachen. Dieser Begriff „gammel“ ist in der ober- und niederdeutschen Sprache schon im 16. bis 19. Jahrhundert gebräuchlich und meinte offensichtlich zunächst damit alte Frauen, deren Gewebe und Haut bedingt durch ihr Alter schlaff am Gerippe hing. Andere lieblich Begriff waren auch noch „Alte, Fettel, Gammel, Gammelige, Gammeliche und so weiter und so fort. Tja, das allzeit und ewig beliebte zarte Frischfleisch…….. schon damals.

    Sicherlich kann unsere dänische Küchenfee @anderson bestätigen, dass „gammel“ in ihrer dänischen Sprache auch „alt“ bedeutet. Also meint Gammelfleisch tatsächlich alles an altem Fleisch. Solch einen Vorgang kann man verdeckt auch als einen sozio-historischen Begriff „Beize, Beiz“ in der Schweiz und in Süddeutschland feststellen. Der Geruch der stark riechenden Essig-Beizen gab also den Übernamen. Diese Sache spielte sich vor 150 bis 100 Jahre vor unserer Zeit ab. Also ist das Gammelfleisch für den Menschen ein wahrlich treuer und beständiger Begleiter.

    Diese Bezeichnung „Beize“ stammt vom Vorgang des Beizens ab, bei welchem ein altes, unbrauchbares und eigentlich nicht mehr genießbares Fleisch nach dem Reinigen, dem Waschen und dem Beizen durch Essig / Essigessenzen / Essigwürzungen dennoch verwendet wurde. Ob es sich im Schweine-, Rind-, Pferde- oder Katzen- und Hundefleisch gehandelt hatte, konnte beim besten Geschmacksempfinden der arme, einfache Mensch, der dort das Zeugs essen musste / wollte wirklich nicht wissen. Aber er konnte offensichtlich als „Genießer“ sagen: „Hauptsach mei Ranze spannt“.

    Also auf in die Beize …….. und lasst uns ein Bier trinken …….. aber nur dieses!

  29. olive sagt:

    Wie auch immer, wie Thilo Bode, Autor des Buches
    “Abgespeist”
    Wie wir beim Essen betrogen werden und was wir dagegen tun können

    und Mitglied von “Foodwatch.de” sagt
    “Lebensmittelskandale sind keine Skandale, sondern die Normalität.”

  30. Edi Brugger sagt:

    @Olive

    Kennst du:
    “Klüger werden und Demenz vermeiden” von Peter Mersch
    und/oder
    “Dumm wie Brot” von David Perlmutter

    und, wenn ja, was hältst du davon?

  31. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    USA – “Authorities have charged a Catholic school official with child sex abuse, officials said Wednesday. Joseph Peter Sturza, 47, of Macomb Township was arrested on several charges Wednesday, Macomb County Sheriff Anthony Wickersham said in a statement. Sturza has been charged with child sexual abuse activity, using a computer to communicate with another to commit a crime and accosting a child for immoral purposes. The sexual abuse activity charge is a 20-year felony. The computer charge carries a 15-year prison sentence.” (26.11.14)

    http://www.detroitnews.com/story/news/local/macomb-county/2014/11/26/catholic-school-official-faces-child-sex-abuse-charge/19531691/

  32. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    USA – “Former Palma students sue Catholic order Crosiers over alleged sex abuse – A former Palma High School teacher is facing two separate lawsuits filed Thursday in Minnesota, alleging he sexually abused students there decades ago. Steven Cantrell was a 13-year-old student at Palma High School in 1984 when Father Gerald Funcheon was assigned there. When he was 14, Cantrell joined Funcheon on a camping trip, where he was sexually abused, according to the lawsuit.” (26.11.14)

    http://www.montereycountyweekly.com/blogs/news_blog/former-palma-students-sue-catholic-order-crosiers-over-alleged-sex/article_9021bef8-71ad-11e4-9905-0b07a7b49a56.html

  33. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    USA – “A former high-ranking member of a Roman Catholic religious order has been sentenced to up to 10 years in prison for raping a boy at a Massachusetts summer camp in the 1980s. The Rev. Richard McCormick, of New York, was also sentenced Wednesday in Lawrence Superior Court to 10 years of probation. The 73-year-old former member Salesian Society of North America was convicted Nov. 12 of five counts of child rape that prosecutors said occurred between 1981 and 1982 at a youth camp in Ipswich run by the order.” (26.11.14)

    http://www.therepublic.com/view/story/ba08f43b128d433fa45750509f81f484/MA–Church-Abuse

  34. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    India – “Suspended Bangor priest indicted for sexually abusing minor, possession of child pornography – The former priest at St. George Greek Orthodox Church was indicted Tuesday by the Penobscot County grand jury on four counts of sexual abuse of a minor, one count each of possession of sexually explicit materials and violation of privacy. Adam Metropoulos, 52, of Bangor was arrested Sept. 15 after allegedly possessing child pornography and for surreptitiously photographing a woman taking a shower in his bathroom. A subsequent investigation led the Penobscot County district attorney’s office to seek charges alleging the sexual abuse of a minor.” (27.11.14)

    http://www.bangordailynews.com/2014/11/25/news/bangor/suspended-bangor-greek-orthodox-priest-indicted-for-sexually-abusing-minors-possession-of-child-pornography/

  35. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    USA – “Former Church Youth Leader Charged With Sexual Abuse of Boy, 14 – A former church youth leader was charged with sexual abuse this week after prosecutors said he spent several months sexting and sexually assaulting a 14-year-old boy. Police arrested Anthawn Ingram, 35, on Tuesday at American Kidz Academy, a Hyde Park day care center where he’s currently employed. According to prosecutors, the abuse started in March 2013 when a then-14-year-old boy told Ingram he’d been questioning his sexuality. The teen was a member of Praise Temple of Restoration Church, 5443 W. Huron St., where Ingram had spent two years as a youth leader, prosecutors said.” (26.11.14)

    http://www.dnainfo.com/chicago/20141126/hyde-park/church-youth-leader-charged-with-sexual-abuse-of-boy-14

  36. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Dominica – “A longtime parish priest on Dominica who was accused of sexually abusing a girl in 1994 has been removed from the priesthood under a decree issued by the bishop for the eastern Caribbean island. Msgr. Reginald LaFleur, a popular priest known as “Father Reggie” by parishioners in Grand Bay, was defrocked at the direction of the Congregation of the Faith in Rome, Bishop of Roseau Gabriel Malzaire said late Thursday.” (21.11.14)

    http://www.mainichi.jp/english/english/newsselect/news/20141122p2g00m0in042000c.html

  37. Hypatia sagt:

    Amara am 26. November 2014 um 19:21@Rabbi Jussuf

    “Da Schweinefleisch eh nicht gesund ist, könnte man die Zucht dieser Tiere ganz abschaffen.”

    Könnten Sie uns erklären, weshalb der Konsum von Schweinefleisch nicht gesund ist? –

  38. Klara Brunner sagt:

    @ rabbi jussuf

    Ganz recht! Aber der Konsument kann das schon ein wenig steuern, indem er darauf achtet, was er kauft. In der Schweiz müssen Produktbeschreibungen auf der Verpackung sein. Das ist die eine Möglichkeit und die andere ist die, beim Bauern direkt kaufen. Ich esse nicht täglich Fleisch und ich denke das tun andere Leute auch nicht. Und dann ist das eine gute Option.Es gibt eine ganze Anzahl Bauernbetriebe die Fleisch und / oder Gemüse direkt verkauft, wo man hingehen kann und auch gleich sieht was man später isst. Zudem gibt es Bio-Anbau-Betriebe die (fast) ohne Kunstdünger und dergl. arbeiten, also Arten anbauen die sich gegenseitig ergänzen. Man kennt diese Anbauweise schon lange und sie funktioniert eigentlich gut.
    Ein Problem ist nämlich, dass vielerorts der Boden überstrapaziert wird. Früher hatte man immer auch mal ein Jahr lang brach liegendes Land, damit sich der Boden regenerieren konnte. Heute gibt es das wohl kaum mehr und die Tendenz zu Monokulturen ist auf die Länge alt auslaugend.

    Aber item, @ wens interessiert. Schweinefleisch ist nicht ungesund. Aber die Aussage kommt aus Kulturen die z.T. Nomaden waren und Kühlschränke noch in weiter Ferne lagen. Man kannte sowas ganz einfach nicht, Kühlhalte-Methoden. Und da spielt es wohl eine Rolle wessen Fleisch man isst. Zudem waren da wohls Schweineherden nicht optimal wenn man seine Zelte abbrach und mit Pferden, Kamelen und Schafen zu neuen Weidegründen gezogen ist.
    Ich finde, dass man sich ein wenig vor das geistige Auge führen sollte ehe man Aussagen wie “Schweinefleisch ist ungesund” übernimmt. Es kommt doch auch da sehr darauf an wie das Schwein gelebt hat, wie es gefüttert wurde und dergl. mehr. Wenn Antibiotika, Hormone und Co. wegfallen ist schon vieles an Fleisch so oder so viel gesünder.

    Und es ist so wie Alienius das schreibt: Es gab Zeiten und wird sie immer geben in denen der Mensch einfach zufrieden ist, wenn er täglich was auf dem Teller hat. Man frage ein wenig jene ältere Feneration die während der beiden Kriege (? vom ersten leben wohl kaum mehr welche oder in Alters- und Pflegeheimen) während Aktiv-Dienst und Rationierung. Täglich eine Ration Fleisch war da mit Sicherheit nicht und der eine oder andere hat gegen den Hunger ohne viel zu fragen auch mal “Dachhase” serviert bekomen.

  39. olive sagt:

    Die Gewaltexzesse mordender Muslime hätten nichts mit dem Koran zu tun.

    Die heilige Schrift sei friedlich und voller Güte. Das ist falsch. Der Koran ist ein einziger Aufruf zur Gewalt, eine Anleitung für Krieg und Unterdrückung. Als ich das Buch las, war ich schockiert.

    Eine Streitschrift von Andreas Thiel
    Dies ist keine Kritik an Muslimen. Es geht auch nicht darum, religiöse Gefühle zu verletzen. Es ist eine Demaskierung Mohammeds.

    Ich habe den Koran in einer deutschen Übersetzung von Adel Theodor Khoury und Muhammad Salim Abdullah gelesen (Gütersloher Verlagshaus, 1987, 4. Auflage 2007), mit einem Geleitwort des Dr. Inamullah Khan, während über vierzig Jahren Generalsekretär des Islamischen Weltkongresses. In seinem Geleitwort schreibt Khan: «Unter allen offenbarten Büchern der Welt ist es der Koran, der ein vollständiges Modell des menschlichen Lebens enthält. [. . .] Der Heilige Koran ist zugleich ­eine Abhandlung über hohe Moral, ein Buch, das zu edlen Werten führt, und ein vollständiges System bzw. Modell des praktischen Gesetzes [Scharia]. [. . .] Der Heilige Koran enthält zugleich eine Auseinandersetzung mit Theorien über Raum, Zeit, Sinn der Wahrnehmung und anbrechende Evolution. Was die modernen Wissenschaftler stolz macht auf ihre empirische Haltung, ist schon längst erwähnt worden im Heiligen Koran, welcher eine Hauptquelle der Erkenntnis ist. [. . .]»

    In Mohammeds Buch wird Gott als willkürlicher Peiniger und Schänder verherrlicht. Er ist je nach Koranstelle Irreführender oder Ränkeschmied und scheint nur einen Daseinszweck zu haben: Mohammeds Macht zu mehren. Mohammeds Reden geben nicht zeitlose Weisheiten wieder, wie man es von einer ­Offenbarung erwarten sollte, sondern bloss militärische und zivile Weisungen und Erklärungen, die nur gerade im Kontext der Zeit opportun sind.

    Wer sich für die Grundlagen seiner Religion interessiert, hat es schwer als Muslim. Entweder er lässt sich von der Schrift Mohammeds radikalisieren, oder er wendet sich von ihr ab. Es ist eine Wahl zwischen Hass und Liebe. Wer die Liebe wählt, legt den Koran beiseite. Aber woran soll er sich festhalten, wenn er an Gott glaubt?

    Den Muslimen Asiens steht mit dem Buddhismus eine grossartige Philosophie offen, die ­ihrer eigenen Kultur weit mehr entspricht als der importierte Islam.

    Aber worin besteht die Alternative für Muslime des Vorderen Orients und Europas? Der ­Koran verteufelt Juden und Christen in einem Ausmass, dass ein Übertritt undenkbar ist. Aber das ist auch nicht nötig. Die Rückbesinnung auf die Zeit vor Mohammed legt die Sicht frei auf den wahren Propheten Persiens, einen der grössten Propheten, den die Welt je gesehen hat: Zarathustra.

    Ganzer Artikel in der aktuellen WW.

  40. Hypatia sagt:

    olive am 27. November 2014 um 11:46

    h ttp://www.zentralrat.de/3035.php

  41. Klara Brunner sagt:

    @ olive

    Wobei das Christentum von Zarathustra einiges übernommen hat, der Islam nicht. Als Sachgebiet ist Religionsgeschichte – für mich – sehr interessant. Es ist auch interessant welche Rituale wir immer weiter praktizieren ohne wirklich noch zu wissen, worum es da geht. Und doch rühren sie an unserer Seele. Ohne noch irgendwann einer religiösen Gemeinschaft wieder betreten zu wollen, ist nicht für mich, finde ich die Osternachtsfeier als Zeremonie sehr schön. Ais dem Dunkel der Kirche verbretet sich das Licht durch das Osterfeuer im Hof. Und der Gesang des Priesters in immer höherer Stimmlage Lumen Christi, Anima Dominae….und z.B. ist Zarathustra nicht weit…..man weiss es meistens einfach nicht.

  42. Klara Brunner sagt:

    @ rabbi jussuf

    So ein paar Hühner konne man in den Satteltaschen der Esel und Kamele mit transportieren aber Schweine…..?

    Ich vermute neben den klimatischen Verhältnissen muss man auch die Lebensumstände der damals lebenden Menschen in seine Überlegungen einbeziehen, sie sich inzwischen verändert haben.
    So manch ein eher orthodox Gläubiger würde mir wohl jetzt an den Kragen gehen aber mir scheint, wir sollten mit der Zeit leben und die Zeit “hat vieles verändert”.

  43. Klara Brunner sagt:

    @ rabbi jussuf

    Ich bin z.B. u.A. Mitglied bei KAGfreiland, der schweizerischen Nutzierschutz-Organisation. Von da kommen interessante Informationen und auch schon mal das Angebot eines Huhn-Pakets. Da weiss man, was man isst!! Da findet man auch Infos über zuverlässige Fleisch- usw. Lieferanten und so.
    Ich finde, das mache Sinn.

  44. olive sagt:

    @Hypatia

    aus dem gleichen zitireten Artikel:

    “Die wenigsten Menschen haben die Schriften ihrer eigenen Religion gelesen. Darin unterscheiden sich die Muslime nicht von anderen Religionsgemeinschaften. Dieser Umstand führt dazu, dass die meisten Muslime ungefähr das Gleiche glauben wie fast alle Menschen, die irgendwie religiös erzogen wurden, nämlich dass es einen lieben Gott gibt, dass dieser alle Menschen liebt und dass man deshalb seinen Nächsten auch lieben soll.

    In Gefahr sind jene Muslime, die in der Schrift Orientierung suchen und sich im ­Koran vertiefen.”

    “Wenn sich ein Muslim auf den Kern des Islam besinnt, stösst er bloss auf die Hasstiraden Mohammeds. Den Islam reformieren hiesse den Koran verwerfen.
    Die Muslime

    Die wenigsten Menschen haben die Schriften ihrer eigenen Religion gelesen. Darin unterscheiden sich die Muslime nicht von anderen Religionsgemeinschaften. Dieser Umstand führt dazu, dass die meisten Muslime ungefähr das Gleiche glauben wie fast alle Menschen, die irgendwie religiös erzogen wurden, nämlich dass es einen lieben Gott gibt, dass dieser alle Menschen liebt und dass man deshalb seinen Nächsten auch lieben soll.

    “In Gefahr sind jene Muslime, die in der Schrift Orientierung suchen und sich im ­Koran vertiefen.”

    Wenn Sie wollen, schicke ich Ihnen den gazen, hab ja Ihre mail noch

  45. olive sagt:

    @Hypatia

    das tönt ja alles wunderschön, hat aber offenbar nichts mit dem Koran zu tun.
    Auch bei Seidensticker liest man davon nicht viel.

  46. olive sagt:

    Für andersen
    heute Abend in “Einstein” 21:00 SRF1

    “Affenforschung: Woher kommt die Selbstlosigkeit?

    Menschen und Krallenaffen tun es oft, Schimpansen so gut wie nie: geben, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Lange Zeit hat man angenommen, dass selbstloses Verhalten mit der Intelligenz zusammenhänge. Eine Studie von Anthropologen der Universität Zürich beweist nun, dass diesem Altruismus ein anderer Faktor zugrunde liegt.”

  47. Ueli sagt:

    @olive
    Angesichts des kompletten Wahnsinns, den ich jeden Tag gezwungen bin mitzumachen, ist es mir absolut unverständlich wie überhaupt irgendjemand an einen “guten Gott” glauben kann. Ich halte die ganze religiöse Geschichte schlicht für verzweifeltes Wunschdenken von Menschen, die noch nicht einmal gelernt haben zu akzeptieren, dass wir in den meisten Situationen verdammt alleine mit unseren Problemen sind. Aber erst diese traurige Erkenntnis des Status Quo kann uns überhaupt “befreien” und uns zu maximaler Solidarität mit allen Kreaturen führen.

  48. olive sagt:

    @ Ueli
    27. November 2014 um 18:21

    “Aber erst diese traurige Erkenntnis des Status Quo kann uns überhaupt “befreien” und uns zu maximaler Solidarität mit allen Kreaturen führen.”

    Ich denke auch, wenn wir merken, dass wir auf uns zurückgeworfen sind und somit auch Verantwortung übernehmen müssen, ist es uns möglich, fair zu sein.

  49. Ueli sagt:

    @olive
    Es tut gut, dass man doch noch verstanden wird – dies zeigt mir immer wieder, dass die Menschheit immer noch sinnvoll “kommunizieren kann” – Bloganonymität hin oder her…

  50. Amara sagt:

    @Olive

    Eine Streitschrift von Andreas Thiel

    So, so Andreas Thiel, gelernter Hochbauzeichner und mittelmässiger Komiker fühlt sich auch noch bemüssigt sein Senf zum Islam abzugeben. Er geht sogar noch weiter, verteilt auch noch ungefragt Ratschläge an Muslime an was sie in Zukunft glauben sollen.

    Den Muslimen Asiens steht mit dem Buddhismus eine grossartige Philosophie offen, die ­ihrer eigenen Kultur weit mehr entspricht als der importierte Islam.

    Weshalb sollte einem Bengalen oder einem Usbeken der Buddhismus näher stehen? Wenn es darum geht, dass der Islam importiert ist, dann müsste Herrn Thiel den Europäern eine Rückkehr zu heidnischen Religionen anraten. Hätte sich Herr Thiel etwas intensiver mit dem Islam auseinandergesetzt und würde er zentrale Grundsätze kennen, dann ginge ihm vielleicht ein Licht auf, weshalb sich Muslime kaum für den Buddhismus begeistern dürften. Dass Muslime in einem buddhistischen Land wie Burma verfolgt werden, scheint Andreas Thiel ebenfalls entgangen zu sein.

    Die Rückbesinnung auf die Zeit vor Mohammed legt die Sicht frei auf den wahren Propheten Persiens, einen der grössten Propheten, den die Welt je gesehen hat: Zarathustra.

    Perser, Araber who cares, in den Augen von Thiel offenbar alles dasselbe und locker austauschbar.

    Fazit: Es gibt kritische Schriften zum Islam, die man gelesen haben sollte. Irgendwelche populistischen Artikel von Typen, die weder vom Islam im Speziellen noch von Religionswissenschaften im Allgemeinen eine Ahnung haben und über die Kulturräume, in denen der ;Islam gelebt wird, offensichtlich auch kaum etwas wissen, kann man sich sparen. Ein solches Niveau genügt für die Weltwoche, dort werden auch hetzerisch/erpresserische Sätze wie dieser

    Entweder er lässt sich von der Schrift Mohammeds radikalisieren, oder er wendet sich von ihr ab. Es ist eine Wahl zwischen Hass und Liebe. Wer die Liebe wählt, legt den Koran beiseite.

    gerne verbreitet.