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Der Mythos von der Wiederkehr des Religiösen

Hugo Stamm am Samstag den 5. Juli 2014
MINARETT, MINARETTE, VERBOT, PLAKAT, VOLKSINITIATIVE, INITIATIVE MINARETTVERBOT,

War der Abstimmungskampf um das Minarettverbot wirklich ein Beweis für die Rückkehr des Religiösen, wie manche behaupten? Foto: Urs Flüeler/Keystone

Manche Religionswissenschaftler werden nicht müde, die Wiederkehr des Religiösen zu propagieren. Die amerikanische Expertin Monica Toft gab ihrem neuen Buch sogar den Titel «Gottes Jahrhundert». Wunschtraum einer Gläubigen oder Realität? Die Autorin verweist auf die öffentliche Diskussion über religiöse Themen in den Medien. Dabei erwähnt sie das Burkaverbot in Frankreich. Auch der Schweiz gibt sie die Ehre und zieht das Minarettverbot als Beweis heran.

Tatsächlich tauchen religiöse Themen täglich in den Schlagzeilen auf. Doch Wiederkehr des Religiösen? Man reibt sich verwundert die Augen. Denn die Schlagzeilen demonstrieren uns vor allem die hässliche Seite der Religiosität: Intoleranz, Verfolgung, Hass, Gewalt.

Zuständig für die öffentliche Aufmerksamkeit sind in erster Linie der Islam und die Islamisten. Al-Quaida, Isis, Boko Haram zetteln Bürgerkriege an und sorgen auch im Westen für Angst und Schrecken. Sie kämpfen gegen Aufklärung und Demokratie – und für den Gottesstaat. Wenn die Religionswissenschaftler diese Form der Wiederkunft des Religiösen meinen, dann Gnade Gott.

Das tun die meisten vermutlich nicht. Sie sehnen sich nach einer konstruktiven Religiosität. Doch kehrt diese bei uns zurück? Die Schlagzeilen sind zumindest bei der katholischen Kirche selten schmeichelhaft: sexuelle Übergriffe katholischer Geistlicher, Vatileak, die Verschwendungssucht, Bankskandale im Vatikan usw. Einen Propagandaeffekt erzielt die Kirche nur, wenn ein Papst stirbt oder sich der Pontifex auf einer Weltreise effektvoll in Szene setzt.

Eine klare Antwort auf die angebliche Wiederkehr des Religiösen geben die Zahlen. Zwar gehören immer noch 39 Prozent der Schweizer Bevölkerung der katholischen und 20 Prozent der reformierten Kirche an, doch die meisten sind Karteileichen. Eine Untersuchung des schweizerischen Nationalfonds ergab, dass sich nur noch 23 Prozent der Katholiken und 15 Prozent der Protestanten als echte Anhänger ihres Glaubens bezeichnen. Vor vierzig Jahren besuchte noch rund ein Drittel der Schweizer regelmässig einen Gottesdienst, heute sind es keine 10 Prozent mehr. Ein konkretes Beispiel: In Basel sank die Zahl der Protestanten in den letzten 30 Jahren von 130’000 auf 30’000. Die Folge: Kirchen müssen verkauft oder kommerziell genutzt werden.

Sieht so die Wiederkehr des Religiösen aus? Betrachtet man den Aufschwung der Esoterik als Ersatzreligion, muss eher von einer Wiederkehr des magischen Denkens und des Aberglaubens gesprochen werden.

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279 Kommentare zu “Der Mythos von der Wiederkehr des Religiösen”

  1. Nada sagt:

    @Olive: Was den forschen groben Ton der Genannten anbelangt, das stehen uns aber die Deutschen kein Bisschen nach.Dort stört es offenbar nicht.Wir sind also Bittgänger und sollen immer schön leise sein.

    Jöh, wir Armen. Bei mir kam auch der grobe Ton vom Peer Steinbrück nicht gut an. Es geht nicht um einen Bittgang, sondern darum, dass wir einen Revisionswunsch haben und die Gegenseite überzeugen müssen, darauf einzugehen. Wir müssen nicht leise sein, sondern sachlich. Aber offensichtlich kannst du mich nicht verstehen. Ich jedenfalls werde mir die braune Brühe nicht reinziehen, die mir Köppelix und Co. als Zaubertrank im Kampf gegen das böse Imperium Europäum anzudrehen versuchen. Das Zeugs macht nicht stark, sondern nur grössenwahnsinnig und verursacht mit Garantie einen starken Kater.

  2. hm sagt:

    Genau, Nada.
    Das Problem ist beim Köppel ist halt auch, dass er ein Bild der Schweiz und des Schweizers vermittelt, dass genau auf die Klichees im Ausland passt. Man mag sich über diesen “Botschafter” aufregen, ich find ihn häufig besser als Olaf Schubert.
    🙂

  3. Alienus sagt:

    Man möchte nicht die Superpatrioten verwirren, aber folgt man dem Sinnspruch „nomen est omen“ und untersucht die mögliche/wahrscheinliche Namensherkunft von Herrn Köppel, so kommt man unweigerlich zu „kippen, koppen, köppeln für das Rülpsen, das Aufstoßen, der Übelkeit“, also dem Magenblähen besonders nach schwerer und/oder unverdaulicher Kost.

    Wenn das nicht nach der Lektüre der WW auch zu solch einem Köppeln führt? Hofnarren hatten oft passende Namen. Wenn das nicht die Ironie des wahren Lebens ist!

  4. Karl Martell junior sagt:

    Ob Herr Doktor Strehle, der Obmann dieses Forums, merkt, dass seit Tagen in diesem Forum für eine bestimmte Publikation Werbung gemacht wird, ganz nach dem Motte: Viel Feind, viel Ehr?
    Bitte nehmt Euch doch mal der ebenso strammen, konservativen Wochenzeitung an! Sie bedarf mehr der Werbung, siehe Leserschaft.
    Seit über einem Jahr frage ich mir Bekannte und Unbekannte ( etwa 90 MenschInnen), wen sie als bekannte Schweizer JournalistInnen denn so kennen.
    Es werden Roger Schawinsky, Roger Weck, FrankA Meyer genannt. Wie häufig der dritte Roger genannt wird, bleibt innerhalb meines Berufsgeheimnisses.

  5. hm sagt:

    Also wenn einer dem Bundesrat rät, auf den Kauf von Steuersünder-CDs durch deutsche Amtsstellen, die deutsche Regierung wegen Anstiftung zur Industriespionage zu verklagen und deutsche Minister, welche in die Schweiz fahren, zu verhaften, so ist so einer nicht ganz ernst zu nehmen.
    Und er hat ehrlich gesagt häufig Mühe, sein Grinsen zu verbergen, guckstu in sein linkes Auge:
    h ttp://feldwaldwiesenblog.blueblog.ch/files/images/2013/12/mob2086_1388233380.jpg
    😉

  6. hm sagt:

    Der glaubt ja selbst nicht, was er erzählt.

  7. Michael Bamberger sagt:

    @ Klara Brunner

    “Ich sehe in der Schweiz den relativen Wohlstand schwinden und den Mittelstand aber keine Wirtschaft die dauernd wächst.”

    Was Sie nicht sagen, Sie sehen das wirklich nicht? Alle halbwegs Gebildeten und Interessierten sehen das aber schon, denn:

    BIP 2010: + 3.03%
    BIP 2011: + 1.93%
    BIP 2012: + 0.85%
    BIP 2013: + 1.35%
    BIP 2014: + 2.00% (Prognose Seco)

  8. Schönreden sagt:

    Junge, grüne, linke, “demokratische” Europa-Abgeordnete
    h ttp://www.youtube.com/watch?v=XRNkVSuvNC4

    und alte rote genderverseuchte (steuerhinterzogene) Moralmedienmeinung
    h ttp://www.aliceschwarzer.de/artikel/alice-schwarzer-ueber-conchitas-geheimnis-317089

    das kommt an! :- ) Applaus-Applaus

  9. Hahaha sagt:

    Frag nach bei der inhalts-und werteschweren Alice.
    War ewig nicht bei Emma online.
    Alice Schwarzer um Rat fragen.
    Frage: Wie schaffe ich mindestens ü 200.000Euro am deutschen Fiskus vorbei in die Schweiz?

  10. hm sagt:

    Hats halt faustdick hinter den Ohren:
    http://www.deutschlandfunk.de/aufregung-um-ein-titelblatt.761.de.html?dram:article_id=114595
    So faustdicke, dass er sich manchmal wohl selbst nicht mehr hören kann:
    h ttp://img.youtube.com/vi/3XoGn4HAumk/0.jpg
    🙂

  11. andersen sagt:

    Eben, viel Lärm um nichts.

    Die, die am meisten Gegen der Personenfreizügigkeit kämpft, hat selber eine Ehefrau/oder Ehemann, der Ausländer ist.

    Und wenn jemand sich nur als Unruhestifter sich stark fühlt, ist ein wahrlich selber ein Armutszeugnis.

    Brugger, wie kommen Sie darauf, dass ich die Schweiz hassen?
    Nur, weil ich der Freidenkersekte und der Scientologysekte kritisiert hat?

    Apropos Botschafter/Diplomaten, auf sie sollte man mehr hören und nicht auf die jene, die nur politische Parolen schwingen.
    Schliesslich geht es nach wie zuvor um der Frieden in Europa.

  12. Hahaha sagt:

    cc Emma
    Backlash?
    schreibt sie darüber? Die Gender-Oma? (hat sie wohl nicht mal gecheckt?)

    h ttp://www.freiewelt.net/grandios-gescheitert-10036326/

  13. hm sagt:

    Zu ernsterem: Frage: Wie schaffe ich mindestens ü 200.000Euro am deutschen Fiskus vorbei in die Schweiz?
    Gewinne verlagern: Vertriebsgesellschaft in Deutschland, Mutterhaus in der Schweiz, z.B. Kanton Zug.
    “In der Schweiz existieren weder spezifische Bestimmungen zu konzerninternen Verrechnungspreisen noch Hinweise darauf im Steuerrecht.” Quelle und mehr Infos: http://www.grant-thornton.ch/files/101108_newsletter_steuer_verrechnungspreise.pdf
    Alles was es braucht, um reich zu werden.

  14. hm sagt:

    Pikant: „Explizite Dokumentationsvorschriften im Hinblick auf eine allfällige Überprüfung der Verrechnungspreise sind weder im Bundesrecht noch in den kantonalen Gesetzen festgehalten. Grundsätzlich liegt die Beweislast im Transfer Pricing bei den Schweizer Steuerverwaltungen, d.h. diese müssen beweisen, dass die Verrechnungspreise nicht dem Drittvergleich standhalten.“ (Q: Grant-Thornton, s.o.)
    Man erinnere sich:
    h ttp://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Weshalb-sich-die-AmmannGruppe-aus-dem-Steuerparadies-zurueckzog-/story/24962637
    Lösungen nicht ganz so einfach:
    http://www.derbund.ch/bern/kanton/Bund-interessieren-Berner-OffshoreDeals-nicht/story/14843460
    Wir arbeiten daran, sehr geehrte B!

  15. Ueli sagt:

    @Klara Brunner
    Wenn “links” besser sein will als “rechts” – muss es meiner Ansicht nach gerade mehr tun als nur “sozialdemokratisch” wählen. Genau das war nämlich der Super-Gau der Linken. – Sie hat sich im letzten Jahrhundert so sehr “verbürgerlicht”, “integriert”, “angepasst” – dass man sie heute in den meisten Ländern kaum noch von Konservativen oder Liberalen unterscheiden kann.

  16. hm sagt:

    I.Ü. alles ganz legal, auch in Deutschland: “Die Schweizer Holding wird, zum Beispiel um die Steuervorteile zu realisieren, als aktive Konzernleitungsgesellschaft gegründet und betrieben. Dies wird in Deutschland als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr gesehen und somit dürfen die Gewinne aus der deutschen Sicht in der Schweiz versteuert werden.” (Q: wiki Steuerrecht Schweiz, Schweizer Holding)

  17. S. Teuerzahler sagt:

    @ hm
    am 11. Juli 2014 um 15:32
    Und mit den 200’000.- Euro können Sie sich in der Schweiz dann einen tollen Porsche oder Mercedes kaufen.
    🙂

  18. hm sagt:

    @ S. Teuerzahler
    Klar, und jetzt wo im Kanton Bern der Souverän auch noch die Autosteuern gesenkt hat, sowieso.
    Ich geb mal Vollgas. Viel SPass noch.

  19. Ueli sagt:

    @hm
    Ja für irgendwas wurde Deutschland ja auch die letzten 3 Jahrzehnte von Kohl, Schröder und Merkel regiert. Das inoffizielle Mantra von “Links bis Rechts”: Runter mit den Sozialleistungen, hoch mit den Steuerschlupflöchern und Geschenken an die vermögende Schicht / Konzerne (die FDP beging nur den Fehler zu “offensichtlich” einen Sozialismus für die Vermögenden zu betreiben). Alles ganz legal – Hauptsache “sozial” total “egal”. Die schweizer Vermögensverwalter und ihre Entourage freuts – des einen Leid ist des anderen Freud sagt man sich zu Recht.

  20. S. Teuerzahler sagt:

    @hm
    Im Kanton Bern könnten jetzt an exponierten Stellen (Alpenpässe) Winterreifen hilfreich sein. Aber Steuersünder fahren ja evtl. über die Axenstrasse und via Kanton Uri (Hitlergruss-Kanton..?) durch die Gotthard-Röhren gen Süden (Italien).

  21. Hypatia sagt:

    Michael Bamberger am11. Juli 2014 um 15:01@ Klara Brunner

    “Alle halbwegs Gebildeten und Interessierten sehen das aber schon, denn:

    BIP 2010: + 3.03%
    BIP 2011: + 1.93%
    BIP 2012: + 0.85%
    BIP 2013: + 1.35%
    BIP 2014: + 2.00% (Prognose Seco)”

    Ein halbwegs Interessierter hätte gerne auch die entsprechenden Inflationsraten gesehen.

  22. Hahaha sagt:

    Am A. vorbei…(eigentlich der ultimative NIck)
    das Politgeplenkel.

    H i e r ist man ja da doch schon Meinung gewesen, die Systeme CH und D seien relativ deckungsgleich, die Sozialsysteme austauschbar. Dem widerspreche ich (wo allein das Rentensystem reformiert gehörte. Selbständige und Beamte bedienen sich lediglich aus dem Drohnensäckel…aber hinterlassen nichts)

    Zudem ist Deutschland der Dackel der USA. Kurze krumme Beine, tief am Boden bleibend, winselnd. Treppen steigen gefährlich! h ttp://www.nachdenkseiten.de/?p=22336 momentan läuft also eine der widerwärtigen Inszenierungen. Lesen Sie also kontinuierlich Albrecht Müller :- ) , (denn auch Sie werden nicht ungeschoren davon kommen ? ….) Aktuell auch über das AT …h ttp://www.nachdenkseiten.de/?p=22354

    Es war ferner klar, dass unser Herr Gauck (meiner nicht) die neuen Diäten genehmigt.

  23. ff sagt:

    oder das “Gesundheitswesen”
    noch mehr Ärzte in die Schweiz
    ZDFzoom

    Patienten im Abseits

    Wenn in der Klinik nur die Rendite zählt

    Dokumentation, Deutschland 2014

    Eine Klinik im Schwarzwald, spezialisiert auf Sucht- und Burnout-Patienten: Erstaunlich viele der Patienten hier sind Ärzte, die selbst bis vor kurzem in Krankenhäusern gearbeitet haben. Sie fühlen sich ausgebrannt, … [mehr]

    Freitag, 11.07.2014
    19:45 – 20:15 Uhr

  24. Michael Bamberger sagt:

    @ Hypatia

    Wenn Du wirklich interessiert wärest, und nicht wie so oft einfach Polemik betreiben würdest, dann hättest Du Dir die Inflationsraten selber angeschaut, und so selber festgestellt, dass innerhalb der aufgeführten Jahre, die Schweiz ein deutliches, inflationsbereinigtes Wirtschaftswachstum aufweist.

    Hier die Inflationsraten der Schweiz für die erwähnten Jahre:

    2010: 0.52%
    2011: 0.71%
    2012: 0.43%
    2013: 0.07%

  25. Michael Bamberger sagt:

    @ Hypatia

    Addendum:

    Prognose der Inflationsrate für die Schweiz (Quelle; Bundesamt für Statistik):

    2014: 0.1%
    2015: 0.4%

  26. Ringelblume sagt:

    Herr Bamberger, bei der Angabe der relativen BIP-Änderungen fügen halbwegs gebildete Leute (ad hominem!) immer hinzu, ob diese real oder nominal sind.

  27. Religiöser Geistheiler sagt:

    Wir brauchen eine praxisorientierte Religion. Das Beten ist sinnlos. Wir brauchen Geistheilung (z. B. Traumdeutung) gemäß C. G. Jung. Dieses ist seriös. Es gibt an vielen Unis Vorlesungen darüber.

  28. Klara Brunner sagt:

    @ m. bamberger

    Weil nicht sein darf was nicht sein kann?

  29. Gian Battista Raschèr sagt:

    @ Michael Bamberger (10. Juli 2014 um 17:35)

    Danke für den Hinweis! Es sollte tatsächlich Joh 19,37 zitiert sein:

    “Und ein anderes Schriftwort sagt: Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.”

  30. olive sagt:

    @Nada

    cc Alienus

    ” Ich jedenfalls werde mir die braune Brühe nicht reinziehen, die mir Köppelix und Co. als Zaubertrank im Kampf gegen das böse Imperium Europäum anzudrehen versuchen. ”

    Auch wurde die WW von keinem Bloger in Richtung des Nationalsozialismus definiert, sondern es wurde z. B. nur vom ….. protonationalistische Gedankengut …. geschrieben. Das wird man doch noch schreiben dürfen, oder

    Das auch nicht, Alienus?

  31. Alienus sagt:

    @olive 13.07.2014 um 20.03

    Nun, die Weltwoche hat einen Stil an sich, der die Enthemmung vieler seiner Blogschreiber auslöst.
    Dabei kann man deren äußerst niedrigen Instinkte, deren Überheblichkeitswahn, primitiven Vorurteile und auch kruden Gedankengänge erkennen.

    Es ist dabei erstaunlich, wie immer wieder dieses Schmierenblatt Verteidiger findet, die sich für ihre Freiheit (die der WW) einsetzen. Es geht doch nicht um deren (der WW) Unterdrückung oder gar Verbietung, nein, sondern um dieses Aufpeitschen zwischen den europäischen Nachbarn. Wir in Deutschland haben es hinter uns.

    Gut sieht man es dies auch an der Debatte über die sog. „fremden Richtern“ des europ. Gerichtshofes. Dabei ist die Schweiz auch ein vollberechtigtes Mitglied, es ist kein EU-Organ und deren Richter urteilen auch mit bei den Fällen, welche z. B. aus Frankreich, Luxemburg oder Deutschland kommen. Und eben auch aus der Schweiz.

    Das ist das Üble dieses Machwerkes uns Un- und Halbwahrheiten sowie Verwirrungstiften. Jedoch ich fürchte, dass hinter der binzlig-biederen und patriotisch-rechthaberischen Maske dieser Menschen das potenziell Böse dieser Leute sitz. In irgend einer rechten Ecke müssen sich ja die Rechten in der Schweiz sich austoben können.

    Eventuell hat man als deutscher Bürger dazu eine etwas wahrnehmungsfeinere Sensorik. Bei unserer Vergangenheit kein Wunder ………………..

    PS: Was eventuell die Zuordnung dieses braunen Kampfblattes so schwierig macht ist dieses, dass die WW immer wieder scheinbar „intellektuell“ schreibende Menschen findet, die das böse Spiel dieser Postille nicht durchschauen. Bei dem Herrn Thiel z. B. muss man eindeutig vom Vorsatz ausgehen. Und über den Herrn Broder möchte man nicht schreiben, welche Enttäuschung man erlebte, als er, der sich soooooo aufgeklärt gab, nun auf der rechten Szene tummelt!

    Fazit: Hoffentlich droht dies der Schweiz nicht, wenn der Köppel seine Drohung gegenüber dem Schweizervolk war macht und eines Tages in seinen Memoiren seht …….. und dann beschloss ich Politiker zu werden …..!

  32. olive sagt:

    @Alienus

    ja, Sie haben Recht.

  33. Edi Brugger sagt:

    Lieber Alienus

    Ich muss ihnen schon fast ein Kompliment machen, wie geschickt sie die Leser der WW zu diffamieren im Stande sind. Kritik an Politikern und deren oft selbstherrlichen Entscheidungen wird zur „Unterstellung von braunem Gedankengut“ oder zum „Aufpeitschen zwischen europäischen Nachbarn“ und da die WW auch die linke Politik kritisiert muss sie ja zwangsläufig rechtsextrem sein, eine Alternative ist in Deutschland offenbar nicht denkbar. Sie bestätigen damit auch die diesseits des Rheins unterschwellig noch immer vorhandene Meinung, dass die Deutschen wenig Demokratieverständnis hatten und offenbar noch immer haben. Damit ist das Machtgebilde EU, dem ich notabene auch positive Seiten attestiere, die logische Fortsetzung der deutschen Tugend mit ihrem Glauben an Gott, den Kaiser, in der Folge an Hitler und an die übermässig deutsch-französisch dominierte EU als das neue Vaterland. Dass die widerborstige Schweiz, mit ihrem „nationalen“ Stolz auf die noch immer vorhandenen Volksrechte und ihrem Wunsch nach einer adäquaten Autonomie, nicht ganz in dieses Konzept passt, ist zu verstehen.

    Ich kann ihnen mit innerster Überzeugung versichern, dass niemand in der Schweiz, vermutlich auch nicht die so verhassten Feindbilder Köppel oder Blocher, jemals daran denkt, andere Länder zu überfallen, wie das vor nicht allzu langer Zeit ein Staat mit einem wesentlich geringeren Demokratieverständnis praktizierte. Und nach wie vor sind Ausländer, für mich explizit auch Deutsche, sei es als Mitarbeiter oder als Gäste, herzlich willkommen.

    Und noch etwas, die wenigen Nazis nach deutschem Vorbild haben wir noch immer im Griff.

  34. hm sagt:

    Nicht, dass ich mich einmischen will, aber Alienens WW-Bashing wirkt fast wie das Spiegelbild zu Bruggers Lobhudelei: Dass sich dort teilweise ganz interssante Artikel (auch zum Thema hier) finden:
    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2006-03/artikel-2006-03-alle-lieben-albe.html

  35. Alienus sagt:

    @Olive

    Ups. Bin etwas verwirrt. Kein Widerspruch?

  36. hm sagt:

    @ S. Teuerzahler , Ihr 11. Juli 2014 um 18:33
    M.E. gehören sie weniger in die Kategorie der Steuerzahler, aber wohl eher in diejenige der Telefonbuchleser.
    Auch ihr Neologismus (“Kanton Uri (Hitlergruss-Kanton..?)”) spricht mehr als die 1000 Bände eines ALibabas.
    Wo sie für mich hingehören brauch’ ich ihnen also nicht noch weiter zu exemplifizieren, oder?

  37. andersen sagt:

    Alienus

    Dar Herrn Broder nicht ein Mann ist , der fleissig seinen Rechnungen zahlen kann, ist Ihm ja Recht, dass er als “EU-Gegner” auf die Seite schlägt, die das “Feindschaft zur die 28 Länder, die durch Versöhnung noch zusammen wachsen wollen” feiern, wenn sie zwischen sie Hetzen können.
    Denn ich mag keine Kriegsrhetorik.

    Somit bleibt er in seinen Heimat Arm, weil seine Hetzbücher nicht in den EU-Mitgliedstaaten verkauft wird.

    Aber, es gibt noch gute Pragmatiker in der Schweiz, wie zum Beispiel der Diplomat Yves Rossler.
    Denn er weiss, dass der Personenfreizügigkeit nicht verhandelbar ist.
    Das ist grad null.

  38. hm sagt:

    @ änderson
    Wissen Sie was? Im WW II gabs einen Frachter, der hiess “Die Schweiz” und war neben anderen auch unter Fahne der Neutralen an der Versorgung des Landes beteiligt. Sein Heimathafen war Genua, nach dem Kriegseintritt Italiens dann Marseille. Unterwasserarchäologen haben jetzt die genaue Position des Wracks orten können.
    Eine Expedition ist geplant, Geldgeber werden gesucht.

  39. hm sagt:

    @Aleinus, für den Fall, dass Sie mitlesen
    Wer andere für dumm hält, um sie für dumm zu verkaufen, verdummt natürlich.
    Wie dieses transitiv zu verstehende “verdummen” straf- oder allenfalls zivilrechtlich zu beurteilen ist, entzieht sich indessen meiner Kenntnis.

  40. hm sagt:

    Natürlich ist dieses “Verdummen” auch intransitiv zu verstehen, ich denke aber, sie kapieren schon.
    🙂

  41. hm sagt:

    immer noch @ Alienus
    Und falls nicht sind, dann sind Sie wohl besser bei L. Ron Hoover and the First Church of Appliantology aufgehoben.
    Einen Rossler halt ich jedenfalls für unkorrigierbar.
    🙁

  42. hm sagt:

    @ Ueli
    “des einen Leid ist des anderen Freud sagt man sich zu Recht.” M.E. in Bezug auf den Steuerwettbewerb vielleicht schon, nicht aber generell. Win-Win gibts. Schauen Sie in wiki nach.

  43. Alienus sagt:

    @hm vom 15.07.2014 um 12.03

    Hm, @hm, da ist aber eine Frage an Sie erlaubt: Haben Sie Hornhaut auf Ihren Pupillen?

    Habe doch nicht geschrieben, dass diese nationalistischen und rechten Brüder dumm seien. Würden sie dumm sein, brächte man nicht gegen sie schreiben. Diese Leute, auch wenn sie Schweizer sind (und auch noch mit vielen deutschen Migrationshintergünden bekleckert sind wie Blocher, Köppel, Fehr und Konsorten), sind eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Nicht unbedingt für Europa, eher für die Schweiz selbst!

    Hier taucht auch noch die Frage auf, ob Sie unter einer akuten Vulnerabilität leiden.

    @hm, bin am Überlegen, ob ich gegen Sie eine Klage wegen Körperverletzung einreichen werde, denn Ihr Witz mit „L. Ron Hoover and the First Church of Appliantology“ hat bei mir einen nicht endend wollenden und etwas schmerzhaften Zwerchfellkollaps ausgelöst!

    Ihr Alienus Roessler

  44. olive sagt:

    @Alienus

    ” Diese Leute, auch wenn sie Schweizer sind (und auch noch mit vielen deutschen Migrationshintergünden bekleckert sind wie Blocher, Köppel, Fehr und Konsorten), sind eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Nicht unbedingt für Europa, eher für die Schweiz selbst!”

    Sie haben ja so Recht. Eine grosse Gefahr, vor allem für die Schweiz.

  45. Alienus sagt:

    @olive 15.07.2014 um 16.32

    Möchte Ihnen mit vollem Herzen zu diesen intellektuell schwierigen Sprung bei dieser politischen Erkenntnis des Nationalismus gratulieren.

    Jetzt können Sie sicherlich die Diskussion zwischen Jesus und den Pharisäern besser nachvollziehen. Nun, wenn’s das auch zu schierig sein sollte, dann geht’s eventuell mit dem Gefühl einer Olive in der Olivenpresse.

  46. Nada sagt:

    @Edi Brugger: Kritik an Politikern und deren oft selbstherrlichen Entscheidungen wird zur „Unterstellung von braunem Gedankengut“ oder zum „Aufpeitschen zwischen europäischen Nachbarn“ und da die WW auch die linke Politik kritisiert muss sie ja zwangsläufig rechtsextrem sein, eine Alternative ist in Deutschland offenbar nicht denkbar.

    Würde die WW nur Kritik betreiben, würde sie kaum auf solche Ablehnung stossen. Die WW kritisiert aber nicht nur, sondern baut Feindbilder auf und schürt Hass auf diese. Sowohl die penetrante Selbstbeweihräucherung/Selbstüberhöhung wie auch die permanente Mobilmachung gegen äussere (bei Köppel die EU) und innere (bei Köppel z.B. Sozialschmarotzer, Steuern verschleudernde Rätoromanen, faule Romands) Feinde sind typisch für einen üblen ideologischen Journalismus.

  47. olive sagt:

    @ Alienus
    15. Juli 2014 um 20:32

    “Möchte Ihnen mit vollem Herzen zu diesen intellektuell schwierigen Sprung bei dieser politischen Erkenntnis des Nationalismus gratulieren. ”

    Danke für diesen wundervollen und wahren Satz.

  48. hm sagt:

    @ Alienus
    Ach, die WW-Leute sind nicht dumm? Darum legen Sie sich hier so ins Zeugs? Na dann. Mein Zwerchfell hälts aus.
    🙂

  49. Alienus sagt:

    @Edi Brugger

    Lieber Edi! (Ernst gemeint)

    Hier eine kleine Flaschenpost in stürmischer See.

    Von einer Diffamierung der WW-Leser möchte man nicht sprechen. Da haben Sie sich gründlich getäuscht. Würden Sie aber vom empfinbaren Eckel schreiben, da würde Ihnen ein gigantisches „Bingo“ entgegenschallen. Was da durch die Führungsriege der WW an Vorlagen den Blogern hingeworfen wird ist schon haarsträubend. Diese WW-Führung mokiert sich beispielsweise über die unfähigen Nachbarn bezüglich der Staatsverschuldung und löst eine unheimliche Lawine bei einigen schweizerischen Blogern aus, die jeglicher Logik und verbalen Anstandes entbehren.

    Dann sitzt Klein-Alienus vor diesen in schmieriger Sauce getunkten Texten und wundert sich, dass diese hetzerischen Schreiber sich an der Nase herum führen lassen und an die weltweitunerrreichte sowie supersonderextrahochundhöchstqualifizierte Nichtverschuldung im eigenen Lande glauben.

    Arme Hascherl, denn 1.) das die das überhaupt glauben. 2.) das sie diesen Verführungskünsten dieser Schmierenkomödianten so willfährig anheim fallen und jedes Vor- und Vorab-Urteil übernehmen sowie 3.) das sie nicht wahrhaben können, oder nicht wahrhaben wollen (!), dass z. B. die öffentliche Verschuldung in ihrem Lande pro Persona bei ca. 75 (bis 80) % im Vergleich zu der der deutschen Bürger liegt. Und das ohne Wiedervereinigung und all den Kriegsfolgekosten gestern, heute und morgen!

    Und von subtiler und offener Verächtlichmachung, Beschimpfung und Beleidigung von Nachbarn, EU-Staaten und sog. EU-Turbos möchte man nicht schreiben. So viel Platz würde dieser Blog nicht hergeben. Und ist auch nicht unbedingt der richtige Ort, um diese Verbalverdrehungen dieser Nationalisten zu zerpflücken.

    Untersucht man die speziellen Texte der WW, so kann man einen schon ein Muster im Duktus der Schreiberei erkennen, der mehr als nur zufällige Ähnlichkeit mit den nationalistischen und national-sozialistischen an sich hat. Ob Sie, lieber Edi das erkennen können/(wollen)?

    Nicht für Ungut, aber schließen wir dieses Thema, denn wir wollen doch hier nicht noch den letzten Kreuzzug auslösen. Das hat die Schweiz nicht verdient, sich von so einer dumpfen Minderheit ver- und vorführen zu lassen!

  50. Alienus sagt:

    @hm 16.07.2014 um 10.01

    Wenn Sie die Redakteure meinen: Nein.

    Das Problem muss man jedoch in den Lesern und Inhalierern dieser Nationalistendroge sehen. Zwar ist der Köppel der Pudel seines Herrn Christoph, aber er ist nicht dumm.

    Dumm ist sinninhaltlich abstammend von „stumm, sprachlos, unverständlich, stumpf, stumpfsinnig, beschränkt, schwach im Verstand, unwissend, verstockt, verwirrt, unbesonnen, widerwärtig, einfältig uam., usw. usf.“

    Köppel und Konsorten bedienen aber Leser mit diesen Eigenschaften. Aus juristischen Gründen werde ich den Köppel und dessen Institution nicht als dumm definieren, na ja aus Selbstschutzgründen Aus juridischen Gründen kann man diesen Herrschaften und dieser Schmonzette jedoch nicht den Vorwurf ersparen, für ihre Leserschaft eine sehr große Verantwortung bezüglich der nationalistischen Aufwiegelei zu tragen!