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Warum ist die christliche Ethik nicht erfolgreicher?

Hugo Stamm am Samstag den 22. Februar 2014

Der nachfolgende Impulstext wurde von Ruedi Schmid (Optimus) verfasst:

HEIMERZIEHUNG, WAISENHAUS, WAISE,

Wie sieht es mit der christlichen Nächstenliebe aus? Bild: Kinder in einem christlichen Waisenheim in Haiti. (Keystone/Nalio Chery)

Die christliche Ethik basiert auf dem edlen Grundsatz: «Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.» Weiter wird die Feindesliebe so stark forciert – wir sollen schliesslich auch die andere Wange hinhalten –, dass letztlich keine Feinde mehr existieren. Auch stellte Jesus bei den Zehn Geboten gemäss der Thora im ersten Gebot die bedingungslose Liebe zu den Menschen der Gottesliebe. Nächstenliebe hat also höchste Priorität. Vor allem aber war Jesus ein vortreffliches Vorbild, und seine Nächstenliebe versiegte nicht einmal gegenüber seinen Mördern.

Nähmen Christen Jesus als Vorbild, müssten sie ethische Fragen sehr hoch einstufen. Doch davon ist in der Alltagsrealität wenig zu erkennen. Die Wirklichkeit hinkt den Ansprüchen also weit hinterher.

Die goldene Regel «Liebe deinen Nächsten wie dich selbst» wird zwar oft kritisiert, aber wo kein Wille ist, den Sinn zu verstehen, ist auch kein Weg. Diese Regel ist so goldig, weil sie mit Hilfe der Liebe anregt, unsere Mitmenschen zu verstehen und sich in ihre Lage zu versetzen. Dadurch entsteht eine auf das Individuum abgestimmte Ethik. Auch motiviert dieses Gebot zum Handeln. So bringt Nächstenliebe viele Vorteile: Es entstehen Beziehungen und Freundschaften, die beglücken uns und begünstigen das Zusammenleben. Wenn dabei die Nächstenliebe bis zum Feind reicht, führt dies zum friedlichen Zusammenleben und fördert den Frieden. Nächstenliebe wäre der Schlüssel für ein glückliches und erfolgreiches Leben in der Gemeinschaft. Deshalb ist Nächstenliebe ein kluger Egoismus, bei dem es nur Gewinner gibt.

Nächstenliebe kann man nicht haben, man kann sie nur geben. Wenn man das tut, kommt sie zurück. Doch in einer materialistisch geprägten Welt hat die Nächstenliebe einen schweren Stand. Das Glücklichsein ist ein Gemütszustand, der selten mit materiellen Aspekten zu tun hat. Die Bindung an die Welt der Dinge führt oft zu Abneigung, Hass, Verachtung, Abscheu, Habgier oder Missgunst.

Was Nächstenliebe bewirkt, zeigte Nelson Mandela. Möglicherweise verdankt Jesus seinen Durchbruch zur Weltreligion seinem Gebot der Nächstenliebe. Wie auch immer: Sie ist der Kitt der Menschheit und ein zentraler Glücksfaktor.

Dabei spielt es keine grosse Rolle, ob sie auf die Botschaft Gottes zurück geht oder aus klugem Egoismus gepflegt wird.

Doch was ist aus der wunderbaren Botschaft zur Nächstenliebe von Jesus geworden?

Die Christen sind angehalten, Gott als einzige Wahrheit anzuerkennen, ihn zu lieben und durch Gebete und Rituale zu verehren. Dafür erwarten sie eine Belohnung. Das geht auch aus dem Hauptgebet, dem «Vaterunser», hervor.

Es gibt zwar Freikirchen, bei denen Nächstenliebe zuoberst auf der Wunschliste Gottes steht. Der Bibelgelehrte Marc Arthur sagte aber dazu in einem Vortrag über die wahre Gotteskenntnis: «Ich glaube, dass sie den wahren Gott hassen. Sie verbergen den wahren Gott vor den Augen ihrer Anhänger, und an seiner Stelle machen sie einen Götzen nach ihrem eigenen Gutdünken.»

Aber was hat Gott davon, wenn wir seine Wahrheit kennen? Was nützt es ihm, wenn wir ihn loben, verehren und an ihn glauben? Um solche Schmeicheleinheiten überhaupt zu schätzen, ist ein Geltungsbedürfnis Gottes erforderlich, was nur denkbar ist, wenn Gott an seiner Allmacht zweifeln würde. Aber der Kirche dient dieses Prinzip dazu, Menschen gefügig zu machen, vor allem mit dem Konzept von Himmel und Hölle. Es scheint also, dass Gott die Nächstenliebe mit der Höllendrohung erzwingen will. Da wirkt es widersprüchlich oder täuschend, wenn in der Bibel steht: «Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.»

Es hätte in der Vergangenheit viel Unheil verhindert werden können, wenn es den Christen gelungen wäre, die Nächstenliebe umzusetzen. Die Vorbildwirkung hätte ausgestrahlt auf andere Gesellschaften und Kulturen. Doch dann hätten die Kirchenhierarchien ihre Macht abgeben müssen.

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838 Kommentare zu “Warum ist die christliche Ethik nicht erfolgreicher?”

  1. Klara Brunner sagt:

    @ ueli

    Und mit muslimischen Fanatikern hat das im übrigen gar nichts zu tun. Es ist ganz gewöhnlicher ziemlich grober normaler Rassismus resp. Diskriminierung andersdenkender Menschen in jenen Gegenden. Im übrigen gab es auch Auswanderer aus anderen europäischen Ländern ebenfalls weltweit. Manche haben ein Auskommen gefunden anderswo, manche sind verarmt, die meisten nie zurückgekehrt weil ihnen das nötige Kleingeld fehlte. Das war eben Armenfürsorge bevor AHV/ALV/IV.
    Dokumentation darüber ist im Buchhandel erhältlich und m.W. hat der Beobachter darüber geschrieben.

  2. Ueli sagt:

    @Klara Brunner
    Mir ist durchaus bewusst, dass im 19. Jahrhundert / Anfang 20. Jahrhundert eine grosse Auswanderungswelle auch aus der Schweiz Richtung Amerika und anderswo stattgefunden hat und dies geschah sicherlich auch unter einem gewissen Armutsdruck (die Geschichte vom General Sutter, der sich für kurze Zeit als “König von Kalifornien” fühlen durfte ist ja weltbekannt). Was das aber nun alles mit heutigen Auslandschweizern zu tun haben soll – ist mir dann doch wenig “schleierhaft”…

  3. Karl Martell junior sagt:

    @Klara Brunner,£
    im Unterschied zu den hier tippenden Schreibtischmeinern haben Sie Erfahrung in Gebieten, wo die Christen erfolglos sind. So auch ich, Auslandschweizer in Aegypten. Ich höre noch immer das Schreien/Wimmern der frisch genital verstümmelten Mohammedanermädchen, unserer Angestellten. Eben, es gibt Kulturen und Unkulturen.

  4. Carl Dal Pund sagt:

    http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Zu-fruehe-Ferien-kosten-Familie-6-600-Franken-/story/19262571

    Eltern, die ihre Kinder eine Woche vom obligatorischen Schuldbesuch “dispensieren”, werden massiv gebuesst. Bibeltheokratische Religionsschulen, welche fuer saekular wichtige Faecher ungenuegend zertifizierte Lehrkraefte einsetzen, werden von der Zuercher Verziehungsdirektorin monatelang wenn nicht gar jahrelang geduldet, statt gebuesst und geschlossen….

  5. Ueli sagt:

    @Karl Martell Junior
    “Ich höre immer noch das Schreien / Wimmern frisch genital verstümmelter Mohammedanermädchen, unserer Angestellten.” – What the fuck did I just read? Meanwhile, in Egypt…

  6. Spiritual Guide sagt:

    Heute hat die christliche Ethik einer Lockerung der Vorschriften für die Waffenexporte zugestimmt. Muss sie ja: Mit Waffengewalt hat sich die Seuche ausgebreitet.

  7. Ueli sagt:

    @Karl Martell Junior
    Aber Ihnen ist schon klar, dass auch in Ägypten Polizeistationen und ein Strafgesetz, welches Genitalverstümmelungen verbietet, vorhanden sind – oder hat man das euch bei der Einwanderung nicht mitgeteilt? Unglaublich was man hier so alles lesen “darf”…

  8. Wundertüte sagt:

    @ Ueli
    6. März 2014 um 18:27
    In Ägypten gilt der Islam und seine zugehörigen Riten, welche natürlich auch jeweilen ein wenig Lokalkolorit enthalten.

    Meinen Sie ernsthaft, es interessiere die ägyptische Polizei, ob die islamischen Riten gegen die Menschenrechte und das Völkerrecht verstossen.

  9. Ueli sagt:

    @Wundertüte
    In wie vielen islamischen Ländern werden Genitalverstümmelungen nicht vom Strafgesetz geahndet. Die kann man sich wohl an einer Hand abzählen und ich bin mir 100 Pro sicher, dass Ägypten nicht dazugehört.

  10. Ueli sagt:

    @Wundertüte
    Selbst mit dem Alkohol nimmt man`s nicht mehr so streng in der islamischen Welt. Ich war zig mal in Marrakesch und wir lebten direkt neben einer alten Plastikfabrik – im Arbeiterviertel. Neben unserer “Studentenbude” gabs einen riesigen Alkshop mit allem was das Herz begehrt. Wir waren nicht die einzigen, welche sich dort am Abend eingedeckt haben – die Hälfte der Fabrik stand nach der Schicht brav in der Schlange vor dem Shop. Die Besitzer der Fabrik sind übrigens zwei jüdische Frauen -Freundinnen meiner Mutter. Und der Besitzer des Liquor-Stores ist ein “geschäftstüchtiger Deutscher”. Also – alles halb so wild…

  11. olive sagt:

    @Wundertüte

    Weibliche Beschneidung ist eine kulturelle Sache, nicht islamisch.
    Zu Ägypten:

    Hauptverbreitungsgebiete sind 28 Staaten im westlichen und nordöstlichen Afrika. In sieben Ländern – in Dschibuti, Ägypten, Guinea, Mali, Sierra Leone, Somalia und im Norden des Sudan – ist die Praxis fast flächendeckend verbreitet: Über 90 % der Frauen zwischen 15 und 49 Jahren sind dort beschnitten.[69] Die Infibulation (Typ III) ist insbesondere in Dschibuti, Eritrea, Äthiopien, Somalia und Nordsudan verbreitet, in Dschibuti und Nordsudan ist mehr als die Hälfte der Frauen, in Somalia sind etwa 80 % der Frauen von diesem Eingriff betroffen.[

    Wiki

  12. Ueli sagt:

    @Olive
    Danke für die Info. Wie Sie richtig bemerken ist dies eine kulturelle Sache und nicht zwingend islamisch. Trotzdem erstaunt mich, dass in Ägypten anscheinend diese Praxis auch weit verbreitet ist (Somalia, Sudan, Sierra Leone, Mali und co. sind nicht wirklich “überraschend”). Fuck – so kann man sich täuschen…my bet. Habe wohl zu sehr von anderen nordafrikanischen Staaten “extrapoliert” und meine falschen Schlüsse gezogen.

  13. olive sagt:

    @Ueli

    es ist tragisch. Aber offenbar so stark verankert, dass diese “Sitte” halt auch importiert wird.

  14. Eleni sagt:

    @Olive

    Das ist eine pauschale Aussage,der “normale” Bürger kann dafür im Hier und Heute wohl nicht allzu viel. Und sind Fluchtgelder immer noch willkommen?

    Wieso ein pauschale Aussage? Ich habe noch nie gehört, dass es hier zu Protesten gegen den Import von ostafrikanischem Kaffee, westafrikanischem Kakao und den daraushergestellten Produkten, nordafrikanischem Oel, südafrikanischen Früchten, Handys, die afrikanische Rohstoffe enthalten, usw. gekommen ist. Und was die Geldabflüsse betrifft, hier ein Auszug aus einem NZZ:

    Die Staaten Afrikas haben in den letzten dreissig Jahren durch illegale Geldabflüsse in andere Kontinente nach konservativen Schätzungen mindestens 1200 Milliarden Dollar verloren. Dies zeigt eine kürzlich erschienene Studie der Afrikanischen Entwicklungsbank und des Forschungsinstituts Global Financial Integrity. Der Betrag entspricht einem Mehrfachen der in dieser Zeit nach Afrika geflossenen Entwicklungsgelder und Direktinvestitionen. Selbst bei Berücksichtigung der offiziellen Kapitaltransfers ist Afrika damit ein Nettogeldgeber der Welt. Die Resultate der Studie stimmen mit den Annahmen der Uno überein, nach denen Afrika durch illegale Geldabflüsse – also etwa durch Preismanipulation bei Handelsgeschäften, Steuerhinterziehung oder Korruption – jährlich bis zu 50 Milliarden Dollar verliert.

    Negativbeispiel Nigeria

    Laut der Studie sind die verlorenen Milliarden auch ein Grund, weshalb sich die sozioökonomischen Lebensbedingungen für viele Afrikaner in den vergangenen Jahren kaum verbesserten. Allerdings sind die über fünfzig Staaten des Kontinents in sehr unterschiedlichem Masse vom Phänomen betroffen. Die deutlichsten Abflüsse registrierten mit Algerien, Libyen, Nigeria, Botswana und Ägypten wenig überraschend fünf Staaten mit erheblichen Rohstoffvorkommen. Alleine Nigeria verlor durch illegale Geldtransfers in den letzten dreissig Jahren mindestens 250 Milliarden Dollar – viel Geld für ein Land, in dem noch immer 60 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben.

    … Gleichzeitig gehören laut der Studie einige westliche Staaten zu den Profiteuren solcher Geldtransfers. Zwar lägen zu den Finanzbewegungen keine genauen Daten vor, doch Steueroasen – explizit wird hier auch die Schweiz genannt – gehörten zu den präferierten Destinationen von Schwarzgeldern, halten die Autoren fest. http://www.nzz.ch/aktuell/international/uebersicht/milliarden-aus-afrika-1.18099274

    Natürlich hat der einzelne Bürger hier wenig Einfluss auf diese Zustände, aber er könnte sich wenigstens Sprüche von der Art “die sollen bei sich bleiben und ihr eigenes Land aufbauen” sparen. In vielen Ländern fehlen nämlich Möglichkeiten überhaupt an einem Aufbau teilzunehmen zu können. Den Emigranten ist ihre Heimat auch nicht zwingend egal. Ein Schulkollege eines Bekannten von mir, der in den USA studieren und eine medizinische Karriere aufbauen konnte, kehrt regelmässig in seine Heimat zurück, um komplizierte Operationen durchzuführen. Die dafür notwendigen Kenntnisse hätte er in seiner Heimat nicht erwerben können. Das gute Einkommen in den USA ermöglicht ihm zudem, während diesen Einsätzen auf einen Lohn zu verzichten. Wir können in Europa nicht alle Verzweifelten aufnehmen, aber besser die eigene Hilflosigkeit eingestehen, als dumme Sprüche klopfen.

    Handel ist bilateral.

    Nur i.d.R. diktiert aber der Stärkere die Konditionen. Ist ja hier auf dem Arbeitsmarkt nicht anders.

    Sie kritisieren zum Teil die herrschenden Handelsbedingungen, aber es sind Leute, die vor allem darauf dringen, dass die Afrikaner aus ihrer Opferrolle heraus kommen.

    Interessant, welche(s) Buch/Bücher von afrikanischen Ökonomen, die der Entwicklungshilfe kritisch gegenüber stehen, hast du denn gelesen?

  15. Wundertüte sagt:

    @ Ueli
    Sie träumen aber! Fehlt nur noch, dass sie schreiben, der Islam sei die Religion des Friedens.

  16. Wundertüte sagt:

    @ Eleni
    6. März 2014 um 19:50

    Genau! die sollen dort bleiben. Es sind deren Probleme, nicht unsere.

  17. olive sagt:

    @Eleni

    Afrikanische Menschen sind unerwünscht, aber Rohstoffe und Fluchtgelder sind selbstverständlich willkommen. Es ist billig sich auf afrikanische Kritiker von Entwicklungshilfe zu berufen, aber gleichzeitig zu verschweigen, wenn diese die herrschenden Handelsbedingungen kritisieren.

    ich sagte, ja, pauschal darum , weil der Bürger in der CH diese Dinge weder direkt verschuldet noch davon profitiert. Auch im Land, in dem Milch und Honig fliessen, muss man etwas tun, um leben zu können.( immer als Normalbürger.)

    Als ich sagte, die Frage bleibe für mich offen, hiess das genau: ich bin hilflos.

    Mein Mutter spendete relativ viel an alle möglichen Institutionen, vor allem auch für Afrika, das war fest im Budget, und so taten und tun viele, die ich kenne, in völliger Unkenntnis davon, dass das Geld evt. an den falschen Ort ging, aber im Gedanken der christlichen Nächstenliebe, wissend, dass es uns vergleichsweise gut geht.

    Der Geschichtsunterricht von “Klara Brunner” wäre für manch einen interessant, der glaubt, die CH war immer reich und das auch nur deshalb, weil sie unaufhörlich andere über den Tisch zog.

    Auch das ist ein betrüblicher Teil der Wahrheit , die aber für andere Länder ebenso gilt. Profiteure und lieblose Charaktere gibt es einfach überall.

    Was ist denn dein Vorschlag, um etwas zu ändern?

    Schöne intelligente Worte in einem Blog absondern ( damit meine ich natürlich nicht etwa dich !! ) ist einfach, hilft aber auch niemandem .

  18. Eleni sagt:

    @Olive

    Für Vorschläge ist es mir nun wirklich zu spät, ich möchte noch etwas lesen heute Abend. Vielleicht habe ich morgen mehr Zeit.

    Gute Nacht!

  19. olive sagt:

    @Eleni

    ich hab jetzt den Artikel in der NZZ gelesen. Die Ausmasse der Probleme sind so gross, da kann ja nur die Politik ein bisschen was tun

    Während die EU und die USA bereits entsprechende Transparenzrichtlinien eingeführt hätten, seien die diesbezüglichen Bemühungen der Schweiz sehr zaghaft. Verbesserung verspricht allenfalls ein vom Nationalrat am Dienstag verabschiedetes Postulat, das vom Bundesrat die Prüfung von Transparenzvorschriften für den gesamten Rohstoffsektor fordert.

    Es tut sich etwas, aber viel zu wenig. Das sind Geflechte von Interessen, die überblicken wir wohl nur zu einem geringen Teil, warum sind die “diesbezüglichen Bemühungen der Schweiz sehr zaghaft”, was ist aus diesem Postulat geworden, hast du das verfolgt?

    “Den Emigranten ist ihre Heimat auch nicht zwingend egal. Ein Schulkollege eines Bekannten von mir, der in den USA studieren und eine medizinische Karriere aufbauen konnte, kehrt regelmässig in seine Heimat zurück, um komplizierte Operationen durchzuführen”

    Solche Karrieren sind erfreulich und gehen ja in die richtige Richtung, sind aber wohl eher die Ausnahme.

    Andere Geschichte: Ein Bekannter meiner Freundin, der bei Medecins sans Frontières mitmacht, war dabei, als sie in einem afrikanischen Ort einen Brunnen graben wollten für die Wasserversorgung. Der Chef des Dorfes kam und verbot, ihnen , dort etwas zu tun.

    Erst verstanden sie nicht, warum, bis sich heraus stellte, dass sie ihm eine schöne Summe bezahlen sollten, damit er sie gewähren liesse.
    Das sei kein Einzelfall gewesen, berichtete er.

  20. Ueli sagt:

    @Carl Dal Pund
    “In den 60er Jahren konnte…” – das lag aber vor allem daran, dass man sich in einer ganz anderen “kapitalistischen Phase” befand, der Osten Europas, China, Afrika, Südamerika u.s.w. auf der Landkarte des Kapitals überhaupt nicht vorhanden waren und der 2. Weltkrieg gerade mal 20 Jahre her war.

  21. Carl Dal Pund sagt:

    @Ueli (6. März 2014 um 22:19):

    “irrtum” sprach der Igel, und stieg vom Kaktus:

    Die Lage der Lohnsklaven war vor 1918 mit der alten PFZ genau gleich jaemmerlich, wie sie jetzt mit der neuen PFZ wieder je schneller je katastrofaler wird. Ein paar Brosamen mehr trickelten nur down, indem weniger Lohnsklaven mit kuerzeren Arbeitszeiten den Arbeitsmarkt bereinigten. Es mochte auch noch ein paar Kontingentierte fuer Anbau, Bau, Betreuung und Reinigung leiden. Aber das restliche Lohndoemping ging auf Kosten sowohl der Bruttoloehne als auch des Bruchteils, das dem Lohnsklaven nach der Umverteilungsabzocke uebrig bleibt…..

  22. Ueli sagt:

    @Carl Dal Pund
    Es ist mir echt ein Rätsel wie Sie die Lage der Arbeiterschaft von 1918 mit der von 2014 vergleichen können. Erstens muss selbst ich als überzeugter “Kommunist” gestehen – es hat sich gewaltig was zum Besseren für die meisten geändert: Die Löhne sind kräftig angewachsen, der 8 Stunden Tag wurde flächendeckend durchgesetzt, AHV / IV / ALV / weitreichende Arbeitsschutzmassnahmen und vieles mehr wurden verwirklicht. Trotzdem ist natürlich bei weitem nicht die Freiheit des Kommunismus nach Marx verwirklicht – und das wird auch nie mit dem Kapitalismus möglich sein. Trotzdem muss gesagt werden – wäre der Kapitalismus weltweit so “gnädig” zur Arbeitnehmerschaft wie hier in der Schweiz – wäre der tatsächliche Kommunismus (nicht zu verwechseln mit einer staatskapitalistischen Diktatur der Vergangenheit) tatsächlich schon fast eine “Luxusutopie”. Nun, das ist aber nicht der Fall…

  23. Klara Brunner sagt:

    @ ueli

    Eben, gell, lesen sollte man können oder wollen und manchmal vielleicht rückfragen wenn man was nicht so ganz verstanden zu haben glaubt. Na ja…..

  24. Ueli sagt:

    @Klara Brunner
    Naja Frau Brunner – nur deswegen weil mir nicht bewusst war, dass in Ägypten so eine barbarische Praxis anscheinend weit verbreitet ist – sind Sie noch lange nicht mit allem im Recht was Sie so den lieben langen Tag über den Islam denken und äussern. Wie oben festgestellt ist diese Praxis auch eher ein kulturelles Phänomen und nicht direkt auf den Islam als solchem zurückzuführen. Also sachte, ganz sachte mit ihrem kleinen Anfall von Überlegenheit – es könnte nur eine “Fata Morgana” sein.

  25. Carl Dal Pund sagt:

    “Die Löhne sind kräftig angewachsen, der 8 Stunden Tag wurde flächendeckend durchgesetzt, AHV / IV / ALV / weitreichende Arbeitsschutzmassnahmen und vieles mehr wurden verwirklicht. Trotzdem ist natürlich bei weitem nicht die Freiheit des Kommunismus nach Marx verwirklicht – und das wird auch nie mit dem Kapitalismus möglich sein.”

    @Ueli (6. März 2014 um 22:48):

    Alles zwischen 1918 und 1971 verwirklicht. Dabei “vergessen” Sie jedoch, dass 1918 die Steuerbelastung auf dem Durchschnittslohn noch im tiefen einstelligen Bereich lag, Von den erkaempften Lohnerhoehungen wurde schon waehrend des zweiten Weltkrieges massiv mehr weggestohlen, derweil die Kapitalschmarotzer mit einer einmaligen Vermoegensabgabe von 3 Prozentli davonkamen. Nach 1971 explodierte die Abzocke auf den Arbeiterloehnen, nebst massiven Einkommenssteuererhoehungen bis weit in den zweistelligen Prozentbereich, wurden auch die staatlichen Sozialabgaben und die privat”rechtliche” Umverteilung nicht nur fuer unverschuldet Erwerbslose, sondern ueber die (Ex)familienhaftung nicht mehr nur auf dem vorhandenen Vermoegen, sondern auch auf dem kuenftigen Einkommen auch fuer Erwerbsfaule von der Wiege bis zur Bahre ausgeufert. Der Durchschnittloehner von 1918 verdiente zwar viel weniger. Aber es wurde ihm noch fast nix davon abgestohlen. Heure wird dem Durchschnittsloehner bis zu weit mehr als Zweidrittel der Wertschoepfung fuer die Umverteilung aller Unart abgestohlen. Es geht ihm also absolut kaum besser, wenn nicht gar ruinoes schlechter als 1918, derweil er relativ von der Mittelschicht bis viel weiter unten gedrueckt wurde und weiter wird….

    Inzwischen haben – wie bereits einmal erwaehnt – sogar ihre chinesischen Gesinnungsgenossen gemerkt, dass der Geiz und ie Gewinnsucht der Eigentuemer von Produktionsmitteln das Kostennutzenverhaeltnis maximieren. Anstatt denen kommunistische Mitschmarotzer beizustellen, welche die Arbeiter und ihre Pansionskassen mitauspluendern, braucht es einen staatlichen Rahmen, der Missbraucher privater struktureller Lohnsklavereigewalt strafrechtlich wirklich kandariert statt beguenstigt und fiskalisch die Milliardenhaufen auf ein sozial vertraegliches Nivo abrahmt….

  26. Ueli sagt:

    @Carly Dal Pund
    O.K. Charly – Ich habe ihr zweites “Lieblingsdatum” namens 1971 vergessen. Als für Sie anscheinend die gute alte kapitalistische Welt in der Schweiz unterging. Nun, ich habe Neuigkeiten für Sie – die Zeiten ändern sich und auch der gute alte Kapitalismus kann nicht immer derselbe bleiben – da dummerweise seine Profitrate sich über die Jahrzehnte und Jahrhunderte anscheinend verändert (hier hatte ihr Namensvetter – der gute alte Charly Marx also Recht). Der Anstieg der Steuern wiederspiegelt, dass der Staat in den letzten vierzig Jahren (selbst in unserer “erzliberalen” Eidgenossenschaft) immer mehr Einspringen musste – sodass die Kapital-Show weitergehen konnte. Übrigens ist der Staat (welcher sich durch Steuern speist) durchaus nicht der “Feind” des Kapitals – sondern sein grösster Organisator, Lückenbüsser und Arschkriecher (das nennt man heute “Standortwettbewerb”). Also auch hier – keine wirkliche “Konkurrenz”…

  27. Carl Dal Pund sagt:

    @Ueli (7. März 2014 um 00:24):

    Die Zeiten aendern sich nicht; sie werden geaendert. Weder die Kontinentalisierung noch die Moechtegernglobalisierung sind vom Himmel gefallen, sondern von Politgaengstern und deren Marionettenfaedenzieher gebastelt. Man kann Zollmauern schleifen und wieder aufbauen. Man kann von der Vermoegensbesteuerung auf die Einkommensbesteuerung wechseln und bei der Einkommensbesteuerung die Schonung des Arbeitserwerbes zu Steuergeschenken fuer Kapitalschmarotzer umbasteln. Man kann die Armenfonds von den Reichlingen speisen lassen oder in selektivem Minikommunismus von den in Ausbildung und Beruf (zu) Fleissigen abzocken, usw. pp…. und zurueck…..

  28. Ueli sagt:

    @Carl Dal Pund
    “Weder die Kontinentalisierung noch die Möchtegernglobalisierung sind vom Himmel gefallen…sondern gebastelt.”
    Glauben Sie im Ernst, dass irgendjemand (und wenn es die “Wallstreet” persönlich wäre) einfach mal mir nichts dir nichts den “Kapitalismus” als solchen nach seinem Gusto in die eine wie die andere Richtung lenken kann? Politiker sollen die “Masters of the Universe” sein und die globalen Kapitalströme “lenken”? Haben Sie beobachtet wie die Politik auf den beinahe Zusammenbruch der Weltwirtschaft im Jahre 2008 reagiert hat? Sah das für so “souverän” aus – oder nicht eher armselig…?
    Nein, hier geht es um eine Entwicklung, welche einen fundamentalen Widerspruch der kapitalistischen Produktionsweise offenbart. Auch wenn die bürgerliche “Wirtschaftswissenschaft” sich immer noch weigert, dies zu begreifen: Die Lohnarbeit bildet nun mal die Substanz des Kapitals – doch zugleich ist das Kapital bemüht, durch Rationalisierungsmassnahmen die Lohnarbeit aus dem Produktionsprozess zu verdrängen. Marx hat für diesen autodestruktiven Prozess die geniale Bezeichnung des “prozessierenden Widerspruchs” eingeführt. Dieser Widerspruch kapitalistischer Warenproduktion, bei dem das Kapital mit der Lohnarbeit seine eigene Substanz durch Rationalisierung minimiert, ist nur im “Prozessieren”, in fortlaufender Expansion und Weiterentwicklung neuer Verwertungsfelder der Warenproduktion aufrechtzuerhalten (hier kommt auch die “Globalisierung” ins Spiel Herr Pund). Derselbe wissenschaftlich-technische Fortschritt, der zum Abschmelzen der Masse verausgabter Lohnarbeit in etablierten Industriezweigen führt, liess auch neue Industriezweige oder Fertigungsmethoden entstehen. Doch genau dies funktioniert nicht mehr, nachdem sich die Lohnarbeit aufgrund der Rationalisierungsschübe der mikroelektronischen Revolution innerhalb der Warenprodukiton verflüchtigt. Letztendlich ist der Kapitalismus schlicht zu produktiv für sich selbst geworden.

  29. Klara Brunner sagt:

    @ ueli

    Sie müssen nicht, aber Sie dürfen, sich schlau machen.

  30. Karl Martell junior sagt:

    Zum Thema. Ein schönes Beispiel der christlichen Erfolglosigkeit zeigt sich in Deutschland, in der Anzahl neu gebauter christlicher Kirchen im Vergleich zur Anzahl neu gebauter Moscheen. In den letzten 40 wurde fast keine Kirchen gebaute, viele geschlossen, dagegen wurden rund 2700 Moscheen gebaut. Oder in Strassburg: 11 christliche Kirchen gegenüber 35 Moscheen. Oder Anzahl Austritte aus christlichen Kirchen (ungefährlich) gegenüber Austritten aus der Umma (gefährlich).
    @Ueli
    Frau Brunner und ich sind Ihnen für Ihr Expertenwissen in Sachen mohammedanisch geprägter Unkulturen dankbar.
    Sie haben offenbar länger mit Mohammedanern zusammengelebt/ zusammengearbeitet wie wir (nur einige Jahrzehnte).

    Ihr Name leitet sich von Huldreich ab. Wir huldigen Ihnen für Ihre sehr häufigen und äusserst kompetenten/sachlichen Beiträge in diesem Forum.

  31. Ueli sagt:

    @Klara Brunner
    Und Sie dürfen langsam wieder von Ihrem “hohen Ross” heruntersteigen. Es muss Sie ja schon wahnsinnig freuen, dass ich mich betreffend “Ägypten und Genitalgeschichten aus Tausendundeiner Nacht” ein wenig geirrt habe. Na gut – damit wäre auch “bewiesen” – das Christentum ist DIE Religion der Liebe, während der Islam einfach nur barbarisch ist. Wir sollten unbedingt mal wieder Jerusalem von diesem muselmanischen Pöbel befreien…und im Blute der Ungläubigen waten (äh ich meinte natürlich Liebe und Friede auf Erden verbreiten – wie seit 2000 Jahren – Pace!).

  32. Klara Brunner sagt:

    @ ueli

    Was ist denn das für ein Schwachsinn? Lesen Sie wenigstens WAS ich geschrieben habe ehe Sie derart absurde postings an mich richten. Im übrigen heisst es PEACE, es sei denn, Sie hätten mir mitteilen wollen, dass Sie einen Schrittmacher implantiert haben, was natürlich möglich ist. Wenn die Linke nicht weiss was die Rechte tut ist nun mal wirklich sehr sehr schwierig. Und wenn Sie glauben michj mundtot machen zu können, hätten Sie sich wirklich ungeheuerlich getäuscht.

  33. Ueli sagt:

    @Klara Brunner
    Schon mal was von Italienisch gehört (Peace auf italienisch = Pace)? Wussten Sie, dass die Katholiken (also diejenigen, welche mal Kreuzzüge gen Jerusalem geführt haben) in Italien und nicht in Amerika ihren “Hauptsitz” gebaut haben? Und “mundtot” machen will ich hier überhaupt niemanden – aber ein wenig “Sticheln” macht mir schon Spass Frau Brunner…

  34. andersen sagt:

    @Klara Brunner

    Der eigene Freiheit einzuschränken, dass hat der Berufskollege sich selber angetan.
    Aber ein gute Aussenpolitik machen, dass leistet die 430.000 Schweizer täglich, die in die EU-Länder lebt, diesem Menschen leidet zum Glück nicht von Blocher-Phobien und Berührungsängste.

  35. Freikirchenforschung sagt:

    PAUSE

    ich mach jetzt auch Pause. Tatsächlich!
    Es war insofern enttäuschend für mich, hier in den ganzen Jahen niemand getroffen zu haben (nicht EINEN?) , mit dem ein Austausch in dieser Hichsicht stattgefunden hätte…der gleiche Erfahrungen teilen konnte (der folgende Katalog bezieht sich eben nicht nur auf Charis…sondern eine Tendenz in vielen FreiKIRCHENformen)
    h ttp://www.sekten-sachsen.de/charismati.htm

    bis dahin

  36. sehr richtig sagt:

    h ttp://www.die-entdeckung-des-eigenen.de/2014/03/05/was-will-akif-pirincci/

    In wenigen Wochen erscheint Akif Pirinçcis erstes Sachbuch Deutschland von Sinnen. Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer. … Besonders berühmt wurde im vergangenen Jahr sein auf der Achse des Guten erschienener Text »Das Schlachten hat begonnen«, der auch in seinem Deutschland-Buch enthalten sein wird. In Kirchweyhe war der junge Deutsche Daniel S. von mehreren türkischen Jugendlichen zu Tode geprügelt worden, und Pirinçci reagierte fassungslos auf die Tatsache, daß sich die Deutschen in einer zunehmend angespannten Konfliktsituation, die Todesopfer unter deutschen Jugendlichen fordert, erstens nicht zu wehren wissen und daß sie sich zweitens von ihren Politikern und Medienleuten des Rechtsradikalismus verdächtigen lassen müssen, was den offenkundigen Zweck hat, ihre Widerstandskraft auf einem lebensgefährlichen Minimum einzufrieren.

    … Was bringt einen 1959 in Istanbul geborenen Mann, der mit neun Jahren nach Deutschland kam und hier ein erfolgreicher Schriftsteller wurde, dazu, den Deutschen vorzuwerfen, daß sie sich auf dekadente Weise von ihren ausländischen Gästen, seinen eigenen Landsleuten, tyrannisieren und terrorisieren ließen? Warum weist er sie mit aller Drastik darauf hin, daß sie, wenn sie so weitermachten, früher oder später einem unerbittlichen evolutionären Programm zum Opfer fallen würden, wonach die vielen jungen Männer aus dem zugezogenen Volk hinsichtlich ihrer Fortpflanzungschancen zu Konkurrenten, Gegnern und Feinden der autochthonen jungen deutschen Männer werden? Einem Programm, das junge, gut organisierte Türken dazu bringe, eben diese Deutschen, sobald sie irgendeine Schwäche erkennen lassen, zu bedrohen, zu verprügeln und zu ermorden. Was treibt ihn dazu, davor zu warnen, daß seine Landsleute früher oder später auch deutsche Frauen vergewaltigen, kurz, daß sie alles Mögliche tun werden, um die autochthone Bevölkerung eines Tages zu dominieren und zu beherrschen, jedenfalls dann, wenn sie niemand aufhält?

    … Der Autor Pirinçci ist ein Phänomen, das die Multikulti-Romantiker nicht auf der Rechnung hatten, denn Pirinçci ist Türke. …

    O-Ton Pirinçci, aus seinem Anfang April erscheinenden Buch:

    … Meine Eltern waren keinen einzigen Tag ihres deutschen Berufslebens arbeitslos; daß der Staat Sozialhilfe an Leute auszahlt, die einfach gar nichts tun, erfuhren sie erst Mitte der achtziger Jahre, als sie längst wieder in die Türkei zurückgekehrt waren und dort ihren Lebensabend genossen.

    Soweit das aufschlußreiche Zitat aus dem zweiten Kapitel, das die Überschrift trägt: »Der Islam gehört zu Deutschland wie die Reeperbahn nach Mekka«. In diesen Tagen teilt die BZ übrigens mit, daß laut Berliner Senat 35.735 EU-Bürger allein in Berlin von Sozialhilfe leben. …

    … Oder erzähl doch mal dem Ordnungsamt, daß es etwas gegen die auf dem Schulweg deiner Tochter und im Stadtpark Spalier stehenden schwarzen Drogendealer unternehmen soll. Vielleicht hast du Glück. Dann bekommst du nur eine Geldstrafe wegen Rassismus, und die Psychopathen von der Antifa sehen davon ab, dein Auto abzufackeln.

    Die politisch unkorrekten Positionen dieses Autors wird man über kurz oder lang, soweit es nicht schon geschieht, als »rechtsradikal« oder, um ein von einem bekannten Journalisten kürzlich verwendetes Wort zu zitieren, als »eklig« abtun wollen. …

    … Es geht um die Enttäuschung eines Türken darüber, daß die Deutschen nicht mehr sie selbst sein wollen und daß sie ihm (sie ihm!), dem Zugereisten, seine Heimat wegnehmen, daß sie ihn aus dem Land seiner Kindheit vertreiben. Ein Türke, deutscher als die Deutschen, will nicht zum Heimatvertriebenen werden.

    … Unsere Politiker, unsere Tugendwächter und unsere Medienideologen werden sich daran gewöhnen müssen, daß die bundesdeutsche »Vielfalt« die eine oder andere Überraschung für sie bereithält, daß es Leute gibt, die nach Deutschland kommen und in Deutschland bleiben wollen, weil es sich um Deutschland handelt und nicht um Anatolien, Syrien oder um irgendein postmodern-namenlos-selbstvergessenes Territorium in Europa oder irgendwo sonst in der großen weiten Welt. Pirinçci ist der lebende Beweis dafür, daß es ein unverwechselbares türkisches Temperament gibt. Es könnte deutscher sein als das deutsche.

    Thomas Hoof: h ttp://ef-magazin.de/2014/02/24/4998-anlaesslich-akif-pirincis-deutschland-von-sinnen-der-war-on-sanity:

    Worte des Verlegers vor dem erwartbaren Tumult

    Wer den Zustand Deutschlands ungetrübten Auges am Inhalt seiner Journale und Fernsehsendungen ablesen wollte, könnte nur zu einem Urteil gelangen: Voll das Tollhaus.

    Es sind drei Gruppen, die seit Jahren zum Objekt bizarrer ritueller Feiern gemacht werden: Frauen (50 Prozent der Bevölkerung), Homosexuelle (ein bis zwei Prozent) und Zuwanderer (19 Prozent). Das Frausein, das Homosexuellsein und das Zugewandertsein scheinen zu mystischen Qualitäten in der Morgenröte einer besseren Welt geworden zu sein.

    … Unzählig die Schlagzeilen, die mit „Frauen sind die besseren …“ beginnen und mit „Geldanleger, Firmenchefs, Fußballspieler, Mathematiker, Autofahrer und so weiter“ enden, was aber natürlich alles nur Kürzel sind für die eigentliche, nach Empirie und Logik wahnwitzige Conclusio: Frauen sind die besseren Männer. …

    Und das Ende vom Lied? Seit 1972 (!) zeigen die großen amerikanischen und europäischen Panels eine ständige Minderung der subjektiven Lebensqualität der Frauen. Sie werden von Jahr zu Jahr unglücklicher und therapiebedürftiger. Das ist der von Feministen gellend beschwiegene „paradox female happiness decline“. Zwar kann man Köpfe eine Zeitlang irremachen, aber dann werden Kräfte wirksam, die sich vom medialen Tumult genauso wenig irritieren lassen wie die Schwerkraft.

    … Die schmale Schar der „Schwulen und Lesben“ wird derzeit aufgestockt um herbeihalluzinierte Heerscharen von Quer-, Transgender- und Pansexuellen, und damit ist der eigentliche „Zukunftsmensch“ skizziert: durch nichts bestimmt, keine Herkunft, keinen Ort, kein Geschlecht, nur ein kosmopolitisch-hermaphroditisches Potential, das jede Sekunde seines Lebens sinnt, in welche Richtung es als nächstes zucken könnte. Das alles drängt und treibt in eine wuchernde, aber ziellose Erotomanie, aus der keine Wege ins geschlechterversöhnte Arkadien, dafür viele in die Wartezimmer therapeutischer Gemeinschaftspraxen führen werden.

    Und von 16 Millionen Zuwanderern – begrüßt als Rettung vor drohendem Fachkräftemangel – hat ein Drittel keine Berufsausbildung. Der Nachwuchs der Gruppe ist auch wenig erpicht darauf, eine zu kriegen, wie die nicht zu-, sondern abnehmende Ausbildungsquote zeigt. Sie bereichert uns aber trotzdem, und zwar mit der Illustration des infamsten aller linken Multi-Kulti-Sprüche, der da lautet: „Jeder ist Ausländer – fast überall.“ Das ist ja sogar richtig, und zwar dann, wenn die beiläufige Einschränkung ins Zentrum rückt: Allerorten ist man Fremdling oder Gast, nur in einem kleinen Weltwinkel eben nicht: zuhause nämlich. Das aber soll in der Einen-Welt-Phantasie überall und demnach nirgends sein.

    … in dieses ganze Umerziehungsdelirium schlägt jetzt Akif Pirinçci mit dem Hammer … und es ist zu erwarten, dass die Betschwestern, nachdem sie sich aus den ersten Ohnmachtsschauern mit Mühe hochgerappelt haben, in ein steinerweichendes Gezeter ausbrechen werden. Es wird von „Verachtung“ die Rede sein und von „fehlendem Respekt“, was ja die neueste Nullität im Werkzeugkoffer der politisch-korrekten Nothelfer ist. …

  37. Reflexe sagt:

    h ttp://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-sarrazin-und-die-propagandisten-des-politisch-korrekten-mainstream/9531300.html