Logo

Wer Gott spielt, macht sich schuldig

Hugo Stamm am Donnerstag den 16. Januar 2014
ai

Die Schöpfung ist vom Schöpfer abhängig: Roboterkind aus dem Film «Artificial Intelligence» von Steven Spielberg.

Dieser Impulstext wurde von Albert Baer verfasst.

«Nicht Gott spielen», sagen manche von uns, wenn Menschen über Leben und Tod bestimmen, wenn sie mittels Gentechnik Geschöpfe verändern etc. Diese Mahnung, dass wir nicht Gott spielen sollen, weisst schon darauf hin, dass dieses «Gottesspiel» nicht unbedenklich, nicht harmlos ist. Vor einem harmlosen Spiel, bei dem niemand zu Schaden kommen kann, muss man nicht warnen.

Doch was bedeutet dieses Gottes-Spiel, und wo findet die Beschädigung oder Verletzung in diesem Spiel statt?

Stellen wir uns Gott als Wissenschaftler vor, der einen Roboter mit künstlicher Intelligenz gebaut hat. In einer Nacht kommt der Roboter plötzlich zu Bewusstsein. Sein Sein ist ihm aber so unerträglich, dass er sogleich Suizid begeht, indem er sich aus dem Fenster stürzt.

Die Frage ist nun, wer hat sich hier schuldig gemacht, wer hat sich «versündigt»? Hat sich der Roboter gegenüber seinem Schöpfer, dem Wissenschaftler, versündigt oder hat sich der Wissenschaftler gegenüber seinem Geschöpf versündigt?

Ich denke, die Sünde hat der Wissenschaftler, also der Schöpfer – oder eben Gott – begangen. Warum?

Schöpfung ist eine eigenmächtige Handlung. Das Geschöpf wird nicht gefragt und kann auch nicht gefragt werden, ob es geschaffen oder eben «geschöpft» werden will, da es ja noch nicht existierte und sich folglich nicht äussern konnte. Schöpfung ist nach menschlichen Massstäben also immer eine gewalttätige Handlung. Jeder Schöpfer lädt sich also Schuld gegenüber seinem Geschöpf auf. Das ändert sich auch nicht, wenn man dem Schöpfer die edelsten Motive unterstellt.

Was immer auch die Gründe sein mögen, wieso ein Schöpfer etwas erschaffen hat, es bleibt eine Verletzung der Souveränität des Geschöpfs und somit eine Vergewaltigung. Aus dieser Vergewaltigung muss nicht zwingend ein Leiden resultieren: Manche Geschöpfe mögen sich über ihre «Schöpfung» freuen, andere nicht. Aber ganz unabhängig davon, wie das Geschöpf reagiert, der Schöpfer steht immer in der Schuld seiner Schöpfung. Da der Schöpfer sein Geschöpf ins Sein gezwungen hat, steht er in der Verantwortung gegenüber diesem.

Die Erbsünde hat also nicht der Mensch gegenüber Gott begangen. Sie erste Sünde hat Gott gegenüber seinen Geschöpfen begangen, und deshalb ist er ihnen etwas schuldig.

« Zur Übersicht

709 Kommentare zu “Wer Gott spielt, macht sich schuldig”

  1. hm sagt:

    Komm’ nicht durch (wahrscheinlich ist eine Plagiatsentdeckungssuchmaschine am Werk, die das Aufschalten von Kommentaren mit Zitaten z.B. aus Wiki verhindert)
    😉

  2. hm sagt:

    @ Dal pund
    Auch schon mal daran gedacht?
    @ Lobo
    Nirwana ist das Erreichen eines Zustandes spiritueller Leere. Disputieren ist da nur ablenkend.

  3. hm sagt:

    Meinen schönen Beitrag zur Definition Gottes (ein Beispiel für Äquivalenzdefinition) kann ich aber leider nicht bringen.
    (offenbar gibts technische Probleme)
    Sorry

  4. Carl Dal Pund sagt:

    ““Der “Swisslam” wäre deshalb nicht ein offizieller Staatsislam, sondern lediglich EIN ANGEBOT unter andere für interessierte Muslime.”
    Wenn Sie gerne Ihr Steuergeld zum Fenster hinauswerfen lassen, bitte – aber bitte nicht mit meinen Steuern.”

    @Rabbi Jussuf (23. Januar 2014 um 11:53)

    Ein wirklich saekularer Rechtsstaat wirft fuer keine Religion das Staatssteuergeld seiner Buerger zum Fenster hinaus….

  5. Katharina sagt:

    @hm 23. Januar 2014 um 16:36: Sie müssen nur den h tt p teil aus dem link entfernen, also alles linkls von www usw. Dann geht es.

  6. Lobo sagt:

    hm
    23. Januar 2014 um 16:38
    @ Dal pund
    Auch schon mal daran gedacht?
    @ Lobo
    “Nirwana ist das Erreichen eines Zustandes spiritueller Leere. Disputieren ist da nur ablenkend.”

    Na ja, Sie disputieren ja auch darüber und sogar ziemlich verständlich… 😉

  7. Lobo sagt:

    Carl dal Pund: “@Rabbi Jussuf (23. Januar 2014 um 11:53)

    “Ein wirklich saekularer Rechtsstaat wirft fuer keine Religion das Staatssteuergeld seiner Buerger zum Fenster hinaus….”

    Wir leben nunmal in einem pluralistischen Staat. Die Schweiz, das ist nicht Dal Pund – Land. Finden Sie sich damit ab…

  8. Lobo sagt:

    Empfehle allen Umberto Ecos Roman “Das Foucaultsche Pendel”. Wunderbar, wie er aufzeigt, wie im Grunde alles (Religion, Ideologie, Verschwörungstheorien) Schall und Rauch ist, ausser der gegenwärtige Augenblick und die Babys (Kinder)…

    Genial wie er durch ein Höchstmass an Differenzierung zum Einfachen, Bewussten, zur Weisheit des Einzelnen findet.

    6 von fünf Sternen für dieses Buch…

  9. Lobo sagt:

    Die Schweiz ist auch nicht Moser-Land…
    Zum guten Glück!!!

  10. Der Prophet und Messias Roland K. Moser verkündet sagt:

    @ Lobo
    23. Januar 2014 um 19:55
    Wird sie aber! Um 2060 komme ich ins nächste Leben. Bis dann ist die Übernahme der Schweiz vorbereitet und teilweise schon vonstatten gegangen.
    Zum guten Glück!!!

  11. Der Prophet und Messias Roland K. Moser verkündet sagt:

    @ Klara Brunner
    Die Ursachen liegen in der Wiederausbreitung der Religionen.

  12. Doro Martin sagt:

    @ Lobo
    23. Januar 2014 um 18:20
    Es ist richtig härzig, wie Sie um Hilfe nach spiritueller Erkenntnis winseln.

  13. Eleni sagt:

    @Hypatia: Immer mehr junge Frauen konvertieren zum Islam, – nicht nur in Belgien, auch in England und weiteren europaeischen Laendern – und nicht ausschliesslich aber doch vornehmlich aufgrund der Partnerwahll. Die weibliche Lust an der Unterwerfung – und die maennliche Sucht nach Herrschaft…
    @Rabbi Jussuf: Es dürfte ziemlich genau hinkommen, was Hypatia sagte. Wenn da etwas pauschal ist, dann die Wirklichkeit.

    Im mehr atheistische Männer heiraten christliche Frauen von den Philipinnen, aus Afrika, Mittel- und Südamerika. Ich habe das in meinen Bekanntenkreis x-fach erlebt, plötzlich gilt für diese Männer Religion (oder zumindest die christliche) nicht mehr als das Schlimmste auf der Welt, einige besuchen gelegentlich wieder Gottesdienste, ein paar konvertierten gar. Bei den Paaren, die Kinder haben, werden diese ausnahmslos christlich erzogen. Habt ihr für dieses Phänomen auch so eine einfache Erklärung?

    gelesen hat m.E. Recht, das ganze ist komplexer. Ich glaube nicht, dass einfach Lust auf Unterwerfung dahintersteckt. Bei den Konvertitinnen, die ich kenne, war oft der Mann zu Beginn der Ehe gar nicht sehr religiös. Es waren i.d.R. die Frauen, die die ganze Familie dazubrachten, sich stärker der Religion zuzuwenden. Einmal war ich bei einem Ehepaar zu Besuch und die Frau erwähnte, dass ihr Ehemann als sie sich kennenlernten, rauchte und selten betete, dass er sich mittlerweile aufgrund ihrer intensiven Beschäftigung mit dem Islam wieder auf seine Wurzeln besonnen habe. Sie war durchaus stolz auf diese Leistung. Dass Frauen, die eine traditionelle Rollenverteilung bevorzugen, vermehrt Männer aus Kulturen heiraten, in denen dieses Modell noch geschätzt wird, hat m.E. nicht mit einem Bedürfnis nach Unterwerfung zu tun, sondern mit dem Wunsch die Zeit lieber mit den eigenen kleinen Kindern zu verbringen, als mit einem öden Teilzeitjob. Das Patriarchat hat den Frauen eben nicht nur Unterdrückung gebracht, sondern mit der Verpflichtung des Mannes auf die Versorgerrolle auch einige Annehmlichkeiten.

  14. hahaha sagt:

    moser prophantasiert: Um 2060 komme ich ins nächste Leben. Bis dann ist die Übernahme der Schweiz vorbereitet und teilweise schon vonstatten gegangen.

    jetzt ist beim moser der messiaswahn schon so weit fortgeschritten, dass er seine wiederkunft voraussagt. immerhin soll dabei nur die Schweiz und nicht die ganze welt untergehen.

    sorry the wish do mess up Switzerland doesn’t qualify a person to be a Messiah.

  15. Lobo sagt:

    Der Prophet und Messias Roland K. Moser verkündet
    23. Januar 2014 um 20:01
    @ Lobo
    23. Januar 2014 um 19:55
    “Wird sie aber! Um 2060 komme ich ins nächste Leben. Bis dann ist die Übernahme der Schweiz vorbereitet und teilweise schon vonstatten gegangen.
    Zum guten Glück!!!”

    Wahrscheinlich kommen Sie dann als fundamentalistischer Moslem auf die Welt. Also: Warum die ganze Aufregung? Eins kann ich Dir klar sagen: In DEINER Welt will ich nicht leben. Weil Deine Welt faschistisch ist.

  16. Lobo sagt:

    Doro Martin
    23. Januar 2014 um 20:10

    Was bist Du wieder für einer? Oder eine? Keine Ahnung wer Du bist und was Du verzapfst. Und dabei darf es gerne bleiben.

  17. Albert Baer sagt:

    @Eleni

    “Immehr atheistische Männer heiraten christliche Frauen von den Philipinnen, aus Afrika, Mittel- und Südamerika.”

    Ich denke als selbstbestimmter, freier Single ist es leicht Atheist zu sein. Man hat nicht viel mehr zu verlieren als sich selber.
    Hat man aber eine enge Beziehung und dann noch Kinder so steigt der mögliche Verlust rapide an. Die Kinder/Beziehung kann einem verloren gehen oder man kann dem Partner, den Kindern verloren gehen. Wenn man Kinder hat kommt dazu, dass man quasi zu Sinn und zur Hoffnung verdammt/genötigt ist, denn niemand setzt gerne Kinder in eine sinnlose und damit letztendlich hoffnungslose Welt (“Schöpferverantwortung”).

  18. Rabbi Jussuf sagt:

    Eleni
    “Ich glaube nicht, dass einfach Lust auf Unterwerfung dahintersteckt. Bei den Konvertitinnen, die ich kenne, war oft der Mann zu Beginn der Ehe gar nicht sehr religiös. Es waren i.d.R. die Frauen, die die ganze Familie dazubrachten, sich stärker der Religion zuzuwenden. “
    Aber das bestätigt doch genau das, was Hypatia sagte! Dein Beispiel ist eigentlich noch krasser: Die Frau bringt den Mann dazu, sich mit einer patriarchalen Religion zu identifizieren und damit das Mann-oben-Frau-unten-Schema erst richtig Wirklich werden zu lassen. Ob die Frau das bewusst macht, sei dahingestellt – wohl eher nicht.

    Sicher ist die ganze Angelegenheit sehr viel komplexer, das ist schon klar. Wenn man aber ein wenig dahinter schaut, dann wird oben erwähntes Schema überdurchschnittlich häufig zu finden sein.

    Ein weiterer Grund bei einer Heirat mit einem Muslim liegt auch in der überpersonalen Religion, die die Rollenverteilung einfach vorschreibt, angefangen mit der Bestimmung, dass ein Mann eine Nicht-Muslimin heiraten darf, nicht aber ein Ungläubiger eine Muslimin. Alleine schon mit dieser Regelung (und dass die Kinder muslimisch aufgezogen werden müssen) lässt sich die extreme Machokultur in islamischen Ländern erklären.
    Machismo gibt es natürlich auch unter anderen Religionen, das zeigt aber nichts weiter, als dass das Prinzip das Hypatia erwähnt, allgemein menschlich zu sein scheint – nur dass es in islamisch beeinflussten Ländern ganz besonders von der Religion unterstützt wird. Das ist deutlich an den sehr ausgeprägten patriarchalen Traditionen in allen islamischen Ländern zu sehen.

    an “gelesen”
    Nichts da von pauschalisieren. Der Vorwurf ist etwa so viel wert wie die viel gehörte Aussage, es gäbe nicht DEN Islam.

  19. gelesen sagt:

    RJ
    “Nichts da von pauschalisieren. Der Vorwurf ist etwa so viel wert wie die viel gehörte Aussage, es gäbe nicht DEN Islam.”
    Wenn Sie das aus meinem Vorwurf lesen, dann ist das Ihre Sache und nicht meine…

  20. gabi sagt:

    Erstaunlich – wo ich hier mal wieder rein schaue – wie lange ein derart sinneerer Begriff (jedenfalls in der intendierten Bedeutung) wie “Swisslam” hier untotengleich rum geistert.

    … Mit dem immer noch selben sinnleeren Hinweis, dass es ja nur ein Angebot sein könne.

    Ja. Wie Zeitschriften am Bahnhof. Oder eine offerierte Zigarette mal schnell. Kann man, kann man auch nicht. Wie´s grad beliebt – und egal wofür man sich entscheidet… da guckt einem niemand schräg an. Weil´s ja eigentlcih egal ist.
    Aber zur Wahrung der Gesellschaft und ihrer Wert ein zu setzen…

    Absurd.

    Da ist jemandem immer noch nicht aufgefallen, dass der Ausschluss ebendieser Freiwilligkeit ja gerade das Wesen dessen ausmacht, dass zu berechtigen Sorgen führt.

  21. andersen sagt:

    @Eleni
    Nein, Frauen, die “Männer” positiv beeinflussen wollen, ändern und “Retten” wollen, ist ein Art von Manipulation und es soll ein Mensch bewusst sein, dass man sich an Menschen nicht ausliefern soll, die das Wohlergehen gleichgültig ist.
    Solche Frauen hat kein Selbstwert und kein Selbstachtung, weil man soll kein Mensch ändern wollen, somit das sie die Bedürfnisse entsprechen.
    Sondern eine Frau soll erst sich selbst Fragen:
    Ist diese Beziehung gut für mich?
    Ermöglicht sie es mir, weiterzuwachsen und meine Persönlichkeit voll zu entfalten?
    Somit schützt sie selbst, die Gesundheit und ihr Wohlbefinden.

  22. andersen sagt:

    @Baer

    Stehen Sie mit überzogenen Erwartungen auf?

  23. Hypatia sagt:

    gelesen am 23. Januar 2014 um 11:12

    Ausser der letzten Bemerkung habe ich diese Schlagzeilen aus der Tagespresse.

    Tatsaechlich kann man ueber meine letzte Bemerkung diskutieren. Aber beobachten Sie doch einmal unsere naechsten Verwandten, die Primaten. – Das Animalische laesst sich nicht einfach wegdiskutieren. Wie etwa heute abend. Da bekam unser Hund, ein liebes Tier, einen grossen Knochen. Nachbarn gaben ihn uns fuer unsere Milou. Als ich sie mit meiner Hand streicheln wollte, so wie immer, begann sie zu knurren und zeigte die Zaehne. Das hat sie vorher noch nie getan. Ich packte sie an den Haaren und sie liess den Knochen los. Ich nahm den Knochen und warf ihn in den Muelleimer. Das war das erste Mal, dass sie uns die Zaehne zeigte. Es sollte das letzte Mal sein. Sie wird keinen Knochen mehr bekommen.

    Was ich damit sagen will? – Genau! Das will ich damit sagen. – Das Tier in uns. Es lebt. –

    Gute Nacht

  24. Carl Dal Pund sagt:

    “Was ich damit sagen will? – Genau! Das will ich damit sagen. – Das Tier in uns. Es lebt. –”

    @Hypatia (23. Januar 2014 um 23:31):

    Wir sind den Gorillas und den Bonobos viel naeher als es den Buchtheokraten lieb ist.

    Die Bonobos geniessen das Leben und teilen friedlich was da ist. Die Gorillas vergaellen anderen und sich selber das Leben, indem sie anderen (und offiziell gar auch sich selber) nix goennen; wie die Buchtheokraten….

  25. Carl Dal Pund sagt:

    …..anderen nix goennen; die die Buchtheokraten (offiziell gar auch sich selber)…..

  26. Eleni sagt:

    @Rabbi Jussuf

    Aber das bestätigt doch genau das, was Hypatia sagte!

    Nein, zumindest innerhalb dieser Beziehung lief es nicht so, wie Hypatia schrieb. Die Frauen waren aktiv, bestimmten die Ausrichtung und verwirklichten ihre Ziele bezüglich Familienplanung. Die hatten alle wie gewünscht 2 bis 3 Kinder bevor sie dreissig waren und konnten zumindest die ersten Jahre bei den Kinder zuhause bleiben (ähnlich lief es in meinem Bekanntenkreis auch bei Paaren, wo die Frau nicht konvertierte, allerdings gab es dort später häufiger Scheidungen). Im Gegensatz dazu finde ich Frauen, die sich mit ihrem Kinderwunsch von den Partnern ewig hinhalten lassen, um einiges unterwürfiger. Viele warten bis es zu spät ist und stehen irgendwann alleine da, weil der Mann sie trotz Verzicht auf Kinder für eine jüngere verlässt. Ironischerweise werden viele diese Männer dann mit 45+ doch noch Vater.

    Machismo gibt es natürlich auch unter anderen Religionen

    Nur unter den Religionen? Aggressiver Maskulinismus trifft man dafür vorwiegend unter Nichtgläubigen an, verglichen damit finde ich den südländischen Machismo schon fast wieder charmant.

  27. Edi Brugger sagt:

    @Hypatia

    Gegen mein Versprechen IHNEN nicht mehr zu antworten, im Auftrag IHRES Hundes.

    Damit, dass SIE dem Hund den Knochen weggenommen haben , bestätigen SIE genau dessen animalischen Instinkt: “Der will mir den Knochen wegnehmen”. Richtiger wäre gewesen, daraus ein Spiel mit einer Belohnung zu kreieren. Zugegeben, es hängt auch etwas von Alter ab, speziell dem des Hundes.

  28. olive sagt:

    @ Rabbi Jussuf
    23. Januar 2014 um 22:15

    Aber das bestätigt doch genau das, was Hypatia sagte! Dein Beispiel ist eigentlich noch krasser: Die Frau bringt den Mann dazu, sich mit einer patriarchalen Religion zu identifizieren und damit das Mann-oben-Frau-unten-Schema erst richtig Wirklich werden zu lassen. Ob die Frau das bewusst macht, sei dahingestellt – wohl eher nicht.

    Die Sache ist wirklich komplex. In rein sexueller Hinsicht ,sagen die Forscher, sei es von Vorteil, wenn der Mann eine gewisse Aggression ( nichts Schlechtes ) an den Tag legt, die Frau hingegen eine gewisse Hingabe/Unterordnung zeige.

    Im Alltagsleben spielte wohl die jahrhundertelange Sozialisierung der Frau die grösste Rolle: unter dem Mann und Gott, nur dann wird es ihr ( je nachdem einigermassen) gut gehen.
    Wie das Leben deutlich zeigt, funktioniert das auch nicht immer )

    Dass die Frau die Familie zur Gottesfürchtigkeit anhält, ist schön bei Gotthelf nachzulesen, manchmal ist es dort aber auch der Mann, der sein ganzes Geld “den Brüdern” in den rachen schmeisst.

    Wenn die Frau einfach so “Lust” an der Unterwerfung hätte, müssten keine Europäer nach Thailand reisen, um dort eine zu holen, “die noch eine richtige Frau ist”.

    Interessant wird es dann , wenn sie in die Ukraine gehen, wo die vielen gebildeten Frauen so gar keine Lust zur Unterwerfung unter den Mann zeigen
    🙂

    Die hiesigen Frauen haben oft Lust an allem Möglichen, aber nicht an Unterwerfung, besonders, wennn sie eigenes Geld verdienen.

    Und last but not least: Die Frauen als solche sind doch nicht alle gleich! Ebensowenig wie die Männer.
    Männer, die sanft und fürsorglich sind zu Kind und Tier, Männer , die in der Öffentlichkeit den Boss raushängen lassen und zu Dominas gehen..

    Nein, meine Lieben, so einfach ist es nicht.

  29. olive sagt:

    “Da bekam unser Hund, ein liebes Tier, einen grossen Knochen. Nachbarn gaben ihn uns fuer unsere Milou. Als ich sie mit meiner Hand streicheln wollte”

    Wenn Milou bis jetzt nichts dergleichen tat, war es Zufall. Es zeigt, dass der Hund dominant gegenüber seinen Leuten ist.
    Ein Hund , der den Menschen als Alpha anerkennt, lässt sich den Knochen wegnehmen, allerdings macht es Sinn, ihn in ruhe fressen zu lassen, ausser man übe mit ihm.

  30. andersen sagt:

    Hypatia sagt: Der Tier lebt in uns.

    Falsch, der Mensch lebt in uns.

    Da die Menschen überhaupt auf der Hund gekommen ist und das Animalische , ist ja erstaunlich.
    Ein Spiel zu kreieren ums eine ästhetische Bewunderer zu haben, der Hund wäre schon selber gekommen, wenn der Hund das Bedürfnis nach Zärtlichkeit hat.
    Und eben ein Mensch denkt, wie ein Mensch UND nicht wie eine Affe.

    Der Naturwissenschaft hat das Denken von Menschen radikal verändert, manchmal Frage ich mich, wie hätte die Welt ausgeschaut, wenn die Menschen nicht dieser “wissen” von, eben Verwandtschaft von “möchte “freiwillig” gern”Primaten zu sein gehabt hat.

    Denn hat es nicht dieser Mr.Jekyll und Mr. Hyde Effekt damals für viele Menschen gegeben.

    Mit die heutige Arten : Mensch, Fisch und Vogel kann der Wissenschaft beim keinem Arten Zwischenformen erkennen, sie sind nicht ineinander involviert.

  31. gabi sagt:

    “So einfach” ist es tatsächlich nicht.

    Beispiele von Sextourismus zu nehmen, um diese oder jene Sichtweise auf Männer, bzw. ihre Beziehung zu Frauen, zu belegen, wage ich spätestens nicht mehr, seit ich mit Mitte Zwanzig in der Karibik Ferien verbrachte… Und seither nur noch darüber lachen kann, wenn jemand Sextourismus zur Männerdomäne erklärt haben möchte. (was ich Ihnen damit aber nicht unterstellen will, olive!)

    Es würde den Männern und den Frauen, und damit der Gesellschaft als Ganzes, gut tun, wenn da – gerade die Frauen – etwas ehrlicher damit umgingen.

  32. Edi Brugger sagt:

    “Der Naturwissenschaft hat das Denken von Menschen radikal verändert, manchmal Frage ich mich, wie hätte die Welt ausgeschaut, wenn die Menschen nicht dieser “wissen” von, eben Verwandtschaft von “möchte “freiwillig” gern”Primaten zu sein gehabt hat.

    Denn hat es nicht dieser Mr.Jekyll und Mr. Hyde Effekt damals für viele Menschen gegeben.

    Mit die heutige Arten : Mensch, Fisch und Vogel kann der Wissenschaft beim keinem Arten Zwischenformen erkennen, sie sind nicht ineinander involviert.”

    Eigentlich amüsant. Andersen hat sich wieder einmal in die Evolution verirrt. Schade dass sie diesbezüglich so völlig lernunfähig ist.

  33. olive sagt:

    @gabi

    ich hab zwar nicht vom Sextourismus gesprochen, sondern von den Männern, die sich Frauen importieren, die noch “richtige Frauen” sind.

    Dass es auch weiblichen Sextourismus gibt, weiss ich, spätestens seit dem Film
    Paradies: Liebe
    der gestern auf ORF1 lief.

    Dass allerdings die Zahlen ganz andere sind, als bei den Männern, werden sie wohl nicht in Abrede stellen wollen?

    “Es würde den Männern und den Frauen, und damit der Gesellschaft als Ganzes, gut tun, wenn da – gerade die Frauen – etwas ehrlicher damit umgingen.”

    Das gefällt mir insofern, als es zeigt, dass Männer und Frauen soo unterschiedlich nicht sind, wie gewisse Herrschaften es glauben machen möchten.

  34. Edi Brugger sagt:

    @Olive

    “wie gewisse Herrschaften es glauben machen möchten.”

    Im Zeichen der Gleichberechtigung, auch Frauschaften.

  35. olive sagt:

    @richtig Edi

  36. Hypatia sagt:

    Edi Brugger am 24. Januar 2014 um 08:15@Hypatia

    Mich knurrt niemand ungestraft an, das sollten doch gerade Sie wissen.

  37. Hypatia sagt:

    olive am 24. Januar 2014 um 08:58

    Sie haben meine Aussage wieder einmal gruendlich missverstanden. Bevor Sie Ihre Unterstellungen plazieren, denken Sie doch bitte 1 Mal nach. Das waere erfreulich aber offensichtlich unwahrscheinlich.

  38. andersen sagt:

    Edi Brugger sagt: Andersen hat sich wieder in der Evolution verirrt.

    Richtig, um weitere Schizophoniefälle zu vermeiden und spiele mit Hunden, melden die christliche Ethik sich zu Wort.

  39. Edi Brugger sagt:

    @Andersen

    “um weitere Schizophoniefälle zu vermeiden”.

    Ihr Humor, wenn auch meist unfreiwillig, ist unverkennbar.

  40. olive sagt:

    @ Hypatia
    24. Januar 2014 um 11:08

    Viel missverstehen kann man nicht daran. Sie haben Ihren Hund Milou, der en einem Knochen war, streicheln wollen, worauf dieser knurrte, was er vorher noch nie gemacht hat.

  41. olive sagt:

    Als Reaktion haben Sie ihm den Knochen weg genommen und werden ihm keinen mehr geben.
    Die Frage ist: warum hat er sie angeknurrt?

    Antwort: Dominanz.

  42. Klara Brunner sagt:

    @ olive

  43. Albert Baer sagt:

    @Gedanke

    ———–
    22. Januar 2014 um 12:38
    @ Albert Bear

    “Legitim ist, dass jene über uns richten, welche von unseren guten/Schlechten Taten betroffen sind.”

    Ist das in der Praxis der Fall ? Jeder der von einer schlechten Tat betroffen ist darf richten ? Wenn nicht, warum haben wir schlauen Menschen dies nicht schon lange so eingerichtet ? Und wenn wir es einmal so eingerichtet haben, denken Sie, wir bringen absolute Gerechtigkeit in die ganze Gelegenheit?
    ———-

    Da wo es eine formalisierte richterliche Gewalt gibt ist das nicht der Fall. In einem solchen System wird auch keine Gerechtigkeit sondern lediglich Recht gesprochen, dass dann hoffentlich einigermassen gerecht ist.

    Gerechtigkeit ist tatsächlich ein schwieriges Thema und so ist es nicht verwunderlich, dass man diese Aufgabe gerne an einen allweisen Gott delegieren möchte.

    Ist aber Gerechtigkeit überhaupt ein sinnvolles Ziel?
    Zahn um Zahn, Auge um Auge ist ja auch Gerechtigkeit, Blutrache auch.
    So weit ich weiss wird auch Gott im jüngsten Gericht auf das Mittel der Strafe zurückgreifen. Auch Gott will also Gerechtigkeit erreichen, in dem er Leid durch noch mehr Leid aufwiegen will. Ziemlich bescheuert finde ich. Was passiert ist, ist passiert und das kann man nicht rückgängig machen.
    Statt sich auf die Gerechtigkeit und die Bestrafung zu fixieren sollte man sich lieber auf das Wohl des Opfers fokussieren, dass es trotz des erlebten Leids gut leben kann und dem Täter ev. sogar vergeben kann. Und ebenfalls sollte man dafür sorgen, dass sich ein Leid nicht wiederholen kann.

  44. Nemesis sagt:

    @ Albert Baer: “Statt sich auf die Gerechtigkeit und die Bestrafung zu fixieren sollte man sich lieber auf das Wohl des Opfers fokussieren, dass es trotz des erlebten Leids gut leben kann und dem Täter ev. sogar vergeben kann.”

    Sie verstehen die Lehre Jesu ja besser als die Bibelleser. Aber vergeben zu können ist wohl das Schwierigste, was man von uns verlangen kann. Eine ziemlich hohe Erwartung an jemanden, dem das Kind ermordet wurde. Aber es ist möglich. Siehe das Buch von Dianne B. Collard – Briefe an einen Mörder.

  45. Albert Baer sagt:

    @Nemesis

    “Sie verstehen die Lehre Jesu ja besser als die Bibelleser. Aber vergeben zu können ist wohl das Schwierigste, was man von uns verlangen kann. Eine ziemlich hohe Erwartung an jemanden, dem das Kind ermordet wurde. Aber es ist möglich. Siehe das Buch von Dianne B. Collard – Briefe an einen Mörder.”

    Vergebung kann man nicht erwarten. Vergeben ist keine Pflicht. Wenn man vergeben kann ist das ein Geschenk, eine Gnade. Man sollte die Opfer also dahingehend unterstützen, dass sie vergeben können.

    Und den Täter sollte man dahingehend unterstützen, dass er bereuen kann.

  46. Blogfresser sagt:

    @ Lobo bez. Doro Martin
    Ich seh‘ auch nicht mehr als eine doofe, säuregeschwängerte Kuh und mittlerweile längstens auf dem yoga-Tripp, mit Anleihen bei Scientalegy o0der was auch immer.
    Dann der Bauerfänger mit dem Hund, wie härzigt, wuffwuff. Sabbert Pavlov `schon in den Startlöchern? Oder braucht‘s noch einen Stromschlag dazu?
    Nein Lobo, wieso sollte gerade dieser Blog von solchen Leuten gefeit sein?
    Mal nachdenken.
    Was ist ein Blog, das eigentlich ethische Fragen im Zusammenhang mit Gentechnik zu thematisieren vorgibt, aber ellenlang nur ostentativ über Erziehungsfragen Dialoge führt?
    Mal gut nachdenken.

  47. Blogfresser sagt:

    Lobo: Schon die Wahl Ihres Nicks verrät eine ziemliche Naivität in Sektenfragen.

  48. Blogfresser sagt:

    @ nemesis und Baer
    Schon gelesen? h ttp://www.tagesanzeiger.ch/kultur/kino/Alle-Moerder-gaben–mit-ihren-Taten-an/story/20930492
    So was passiert in sühne-freien Gesellschaften passieren.

  49. Nemesis sagt:

    Bei Psychopathen gibt es keine Hilfe, die blenden Schuld einfach aus. Keine Schuld = keine Reue.