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Der Islam braucht Aufklärung

Hugo Stamm am Montag den 1. Februar 2010

Für radikale Christen mit dogmatischer Haltung sind Aufklärung und Humanismus Werkzeuge des Satans. In ihren Augen begann die Krise des Christentums und des Abendlandes mit der geistigen Emanzipation der Massen. Was für fortschrittliche Personen ein grosser Schritt zur Würde der Menschen ist, betrachten Fundamentalisten als Beginn der Dekadenz, begleitet vom Zerfall der Werte und der Moral.

Wie wichtig aber Aufklärung ist, um die Gesellschaft in die geistige Freiheit zu führen, zeigt sich bei den Fundamentalisten in islamischen Ländern. Der amerikanische Autor Theo Padnos hat drei Jahre undercover in jemenitischen Koranschulen verbracht und ein Buch über seine Erfahrungen mit fanatischen Islamisten geschrieben. Es soll in diesem Frühjahr in den USA erscheinen.

In einem Interview mit dem Tages-Anzeiger zeigt Padnos auf, was für ein verschrobenes Weltbild die Islamisten pflegen. Aus ideologischer oder religiöser Verblendung heraus biegen sie die Realität so lang zurecht, bis sie ihren Wünschen und Sehnsüchten entspricht. Oder ihren Ressentiments und Vorurteilen. Fragen oder Gegenargumente werden schon gar nicht zugelassen. Was nach Ignoranz und Dummheit aussieht, entpuppt sich aber als Realitätsverlust und Wahrnehmungsverschiebung. Letztlich ist es die Folge einer Indoktirnation, die Verstand und Vernunft ausschaltet.

Ein paar Beispiele: Padnos erzählt, viele Islamschulen würden die Ummah vermitteln, also die Idee der globalen Familie von Gläubigen: „Die Schüler sollen die islamische Gegenwart erforschen und die Vergangenheit entdecken. Diese islamische Vergangenheit wird als etwas immer Grossartiges vermittelt, während die Gegenwart für den Islam als demütigend empfunden wird. Das wichtigste Ziel ist es, die Schüler dazu zu bringen, sich zu fragen, was sie persönlich tun können, um das Goldene Zeitalter der drei Kalifen im Mittelalter wiederzubringen, als der Islam stark war.“

Laut Padnos hat der Islam radikale Aspekte: Das Frauenbild, die Vorstellung vom Heiligen Krieg, die Einstellung zur Gewalt. „Aber er hat auch eine mystische und fast empfindsame Seite. Ein grosses Problem ist das Weltbild, das in den Schulen vermittelt wird, nämlich dass der Islam vom Westen betrogen werde. Schon nach kurzer Zeit fühlen sich die Schüler persönlich bedroht und angegriffen, und sie wollen zurückschlagen und dabei viele Feinde und am besten Juden töten.“

Padnos erlebte, dass die meisten Schüler in den Koranschulen das Gefühl empfanden, in einer Art Krieg mit dem Westen zu sein, der Gewalt rechtfertigt. „Der Mord an den beiden deutschen Krankenschwestern vor einiger Zeit etwa wurde im Unterricht gutgeheissen“, sagte Padnos. Und die meisten Schüler seien grössenwahnsinnig und glaubten, irgendwann den Islam allein retten zu können.
Es herrsche zwischen dem Lehrer und den Schülern Einigkeit, dass die Krankenschwestern nicht jemenitischen Frauen bei der Geburt zu helfen wollten, sondern das Ziel verfolgten, dass sie in Zukunft keine Kinder mehr bekommen könnten, sagte Padnos weiter. Die Begründung: Der Westen wolle alles kontrollieren und nun dafür sorgen, dass jemenitische Frau nicht mehr so viele Gläubige zur Welt bringen würden. Am Ende sagte der Lehrer: «Die Vereinten Nationen und die Christen wollen nicht, dass ihr Kinder bekommt. Jeder von euch muss rausgehen und zehn Kinder bekommen.» In einem Raum mit sexuell frustrierten Männern – in den Koranschulen sind natürlich keine Frauen erlaubt – kam die Idee sehr gut an, sagte Padnos.

Auf die Frage, warum sich der Islam immer weiter radikalisieren würde, antwortete der Autor: „Viele islamische Länder haben etwas von einer bröckelnden Burg. Und nirgendwo brechen die Steine im Augenblick schneller aus der Mauer als im Jemen. Natürlich würden die Bewohner der Burg gerne sehen, dass Zinnen und Türme stolz in den Himmel ragen, und sie hassen den schleichenden Verfall. Viele Jemeniten haben das Gefühl, dass die Mächtigen in ihrem Land alles verkaufen. Die Felder, das Land, die Bodenschätze. Für viele Muslime ist das Land aber für die Familie der Gläubigen da, nicht für westliche Firmen, Soldaten oder Touristen.“
Padnos schätzt den Jemen als unfähigen Staat ein. Der wachsende Einfluss radikaler islamischer Gruppen werde das Land ins Chaos treiben. Ein Chaos, das es für Al-Qaida-Terroristen interessant mache.

Falsche Vorstellungen vom „Feind“ und religiös-ideologische Fixierungen sind der Nährboden für erfolgreiche Indoktrination. Diese führt zu einem verschrobenen Weltbild und falschen historischen und politischen Bildern. Der aktuell bedrohlichste geopolitische Konflikt beruht also auf religiösem Fanatismus. Das einzige Gegengift wären vernünftige Erziehung, Bildung und Aufklärung. Um das zu erreichen, müssten die Frauen endlich mehr Rechte bekommen. Doch diese haben keinen Zutritt zu den Koranschulen und sind in den Moscheen ohne Einfluss. Die grösste Gefahr für die Menschheit ist eine einseitige Männergesellschaft.

Deshalb in islamischen Ländern: Frauen an die Macht.

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1.132 Kommentare zu “Der Islam braucht Aufklärung”

  1. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Österreich – Bischof will Homosexuellen Kommunion verweigern – Wer sich als homosexuell outet, soll keine Kommunion erhalten – Das legte ein 79-jähriger Bischof Priestern ans Herz (5.2.10)

    http://diestandard.at/1263706860763/Italien-Bischof-will-Homosexuellen-Kommunion-verweigern

  2. frauenandiemacht sagt:

    @Theo. “Gehören Sie tatsächlich noch zur verschwindenden Minderheit, die annimmt Thatcher sei eine FRAU???” Ja.

  3. Theo sagt:

    @frauenandiemacht

    Ok, das war sehr dumm von mir. Mrs. Thatcher regierte in einer Zeit, als die Männer im internationalen Frühschoppen live aus Bonn noch rauchen durften, dass die Kameras beschlugen. Vielleicht war in dieser Sendung darum nie eine Frau anwesend. Damals war das Patriarchat jedefalls noch in Ordnung und “die Bundesräte” hatten noch “Eier” (Toni Brunner). Heutzutage haben Sie glücklicherweise Eierstöcke (zum Teil) und wahrscheinlich verdanken die heutigen Politikerinnnen (ob links oder rechts) der Iron Lady viel.

    In diesem Sinn: You want to drink a cup of tea with me, Margaret Hilda?

  4. Felix sagt:

    Prawda

    Ich weiss, worauf Sie anspielen.

  5. Theo sagt:

    Übrigens: Margaret Thatcher studierte am Somerville College in Oxford Chemie und arbeitete drei Jahre lang als Chemikerin, wobei sie unter anderem an der Erfindung des Softeises mitwirkte. (Wiki)

    Ich meine, die Frau hat wirklich etwas geleistet.

  6. Moria sagt:

    Hey THEO

    Werde mit um ‘Gottes’ Willen jetzt nicht noch Thatcher-Fan….. Waere ja nicht zum Aushalten! Diese im wahrsten Sinne des Wortes ‘iron lady’, die fuer uns Frauen keine gute ‘Reklame’ machte!

  7. Theo sagt:

    Hey Moria

    Darf ich Dich an die Zeit erinnern, als diese Lady amtete? Da waren in der Schweiz die meisten Frauen noch Herdpantoffel. Bitte dies miteinzubeziehen in Deine Betrachtungen. Ihrer Politik stehe ich so fern wie Pluto dem Planet 51. Aber trotzdem: Diese frau bewies Eierstöcke in einer Zeit, wo nur Pingpong-Bälle gefragt waren. Können wir uns auf einen “schlechten Anfang” der weiblichen Politik einigen. Scheisse, hätte sie einen “guten” Anfang gewagt, die Kugeln für Kennedy wären glatt rezycliriert worden. Hey Moria, ich bin ein Feminist seit ich über meinen Piephahn hinausdenken kann. 😉

    Im Ernst: Eine Frau wie Calmy Rey ist für mich eine Politikerin, die JFK locker in den Schatten stellt. Auch Madame Dreyfuss toppt für mich alle (weiblichen) Heiligen die ich kenne. Sogar Pascale Bruderer schätze ich, auch wenn sie noch viiiiiiiiiiiiiiiiiel zu lernen hat von den grossen Damen in der Politik. Ein komplett weiblicher Bundesrat würde die Schweiz ins Goldene Zeitalter führen.

  8. Theo sagt:

    @Moria

    Können wir so verbleiben?

    Die Politik für die Frauen.

    Den Glauben (Philosopie und Wissenschaft inkl.) für die Männer.

    🙂

  9. Pufendorf sagt:

    @ Moria

    Ist Ihre Verteidigung der Betreuung von Auskandkunden durch die Schweizer Banken ernst gemeint? Glauben Sie mir, es gibt nicht viele private ausländische Kunden in Schweizer Banken, die keine Steuern hinterziehen,. Fragen Sie doch einmal Ihren ehrlichen Banker, wieviele seiner amerikanischen Kunden das vorgeschriebene Offenlegungsformular für den IRS unzterzeichnet hatten und wie viele einfach keine amerikanischen Wertpapiere mehr hielten.

    @ Rabbi

    Steuerbetrug ist ein Wort, man kann selbstverständlich das ganze einfach weiter Steuerhinterziehung nennen und kann selbstverständlich, den kleinen, der ein Konto vergessen hat, weiterhin mit einem Büsschen bestrafen. Es geht nicht um die Strafandrohung sondern um die strafprozessualen Mittel zur Abklärung der tat. Hier wederhole ich, diese trafprozessualen Mittel stehen in den meisten Kantonen für die kleinsten Übertretungen zur Verfügung, nur bei Steuerdelikten nicht.

    Es geht mir nicht um Strafen, es geht um ein anständiges Verfahren.

  10. Theo sagt:

    Berichtigung (grummel): Philosophie

  11. Theo sagt:

    @Moria

    Ich bin voll auf Deiner Linie. Der Rest ist Rotwein, Zum Wohl! 😉

  12. Rabbi Jussuf sagt:

    Pufendorf

    Ich weiss nicht. Nach meinem, zugegebenermassen nur partiellen Blick in die Strafverfolgung, steht es in der Schweiz nicht nur bei den Steuern schiiter. Ich meine, da kommt es nicht mehr darauf an, ob es um Betrug (nicht nur Steuern) oder Steuerhinterziehung geht. Ich sehe da keinen grossen Unterschied.
    Ist es nicht so, dass bei Verdacht auf Wirtschaftsverbrechen herzlich wenig gemacht wird, ob es dabei jetzt um Steuerhinterziehung, oder -betrug geht, oder um andere fiskale Vergehen?

  13. Pufendorf sagt:

    @ Rabbi

    Das sind zwei verschiedene paar Schuhe. Einerseits die tatsächlich existierenden Mängel bei der Strafverfolgung von Wirtschaftsdelikten und andererseits die rechtlich nicht existierenden Strafverfolgungsmittel bei Steuerhinterziehung. Mein Punkt ist, dass es höchst problematisch ist für dieses eine Delikt eigene strafprozessuale Regeln zu haben, bei denen dem Persönlichkeitschutz (Privatsphäre) viel mehr Raum eingeräumt wird als bei allen anderen Delikten, dies eben nur, damit wir rechtsstaatlich (wie auch heute in der Arena immer betont wurde), Geld aus den anderen Ländern absaugen konnten.

    Ich will nichts anderes, als die Steuerhinterziehung dem normalen Strafprozessrecht unterstellen, dass dann in der real existierenden Strafverfolgung immer noch Mängel verbleiben, ist mir durchaus klar. Man sollte sich aber von der Schweizer Dialektik hüten, bei der jedes Mal, wenn man auf einen wunden Punkt weist, auf irgendeinen anderen wunden Punkt gewiesen wird.

    Und noch einmal, dass auch in Zukunft Steuerhinterziehung mit Falschurkunden (Falschbuchungen) schärfer bestraft werden wird, als das Sparheftchen, dass der arme einfache Mann “vergisst” anzugeben, ist selbstverständlich. Man könnte die Norm ja so formulieren:

    “Wer vorsätzlich oder fahrlässig bewirkt, dass eine Veranlagung unterbleibt oder zu niedrig ausfällt, wird mit Geldbusse bestraft. Der Höchstbetrag der Busse entspricht dem Dreifachen der hinterzogenen Steuer..

    Verwendet der Täter bei seine Tat falsche Urkunden oder baut er ein Lügengebäude auf, so wird er mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Die Strafe ist mit einer Geldbusse im Höchstbetrag des Dreifachen der hinterzigenen Steuer zu verbinden.

    Die Strafverfolgung erfolgt in beiden Fällen durch die für die Untersuchung und Ahndung von Vergehen zuständigen Behörden.”

    Dann haben wir einen Grundtatbestan als Übertretung und einen qualifizierten Tatbestand als Vergehen und die beiden Tatbestände fallen unter das gewöhnliche Strafprozessrecht, womit auch die Rechtshilfe kein Problem mehr ist.

  14. Pufendorf sagt:

    @ Rabbi

    Noch ein letztes: Wenn die deutsche Regierung die Daten ankauft, begeht sie natürlich keine Hehlerei, verhehlen kann man nach deutschem und Schweizer Recht nur Sachen. Un unbefugte Datenbeschaffung liegt eben auch nicht vor, weil dort eine unrechtmässige Bereicherungsabsicht nötig ist. Die deutsche Regierung macht sich also kaum strafbar.

    Ob es aber tunlich ist, Kriminellen Geld in den Rachen zu werfen, diese Frage bleibt weiterhin offen.

  15. Moria sagt:

    PUFENDORF
    Mit Ihrer Stellungnahme auf meine Replik zeigen Sie mir, dass Sie nicht sehr viel von meinen Ausfuehrungen verstanden haben oder wollen…..

    THEO
    …… Deine Euphorie ist gefaehrlich, guter Theo! Lass Dich davon nicht allzu sehr hinreissen. Dies gilt genauso fuer Deinen Glauben wie fuer die Frauen…..alles ein wenig hinterfragen, amigo!
    Es kommt naemlich niemals auf das Geschlecht an, sondern was die Person – ob maennlich oder weiblich – zu leisten imstande ist, und vorallem ob sie auch ein Herz fuer andere, schwaechere hat. Dazu war die ‚iron lady’ ein ganz trauriges Beispiel.
    Und mit Deinem Vorschlag > Politik fuer….. etc. etc. oh nein, mein Guter – sooo verbleiben wir sicherlich nicht! Auf einen neuen Vorschlag!
    Trotzdem, da stimme ich mit Dir ein: ein guter Tropfen Wein fuer die ladies – Suser fuer die Herren!

    N.B. Es missfaellt mir – ev. anderen auch – dass hier oft von „ der hat Eier……“ oder so etwas, und jetzt noch Du mit ‚Eierstoecken’ die Rede ist – das toent fuer mich sehr primitv, da gibt es doch angebrachtere und vorallem aussagekraeftigere Ausdruecke wie z.B.: Zivilcourage > Mut > Rueckgrat u.v.m.
    A propos, kennst Du eigentlich den Unterschied zwischen Rueckgrad und Wirbelsaeule?
    …..?
    …… eine Wirbelsaeule hat ein/e jede/r!

  16. […] Der Islam braucht Aufklärung | Hugo Stamm […]

  17. Prawda sagt:

    @ Pufendorf

    Wie Du als gestandener Jurist sicher weisst, gibt es nicht nur eine grammatikalische Gesetzesinterpretation,
    sondern auch eine systematische und teleologische.
    Und ein prominenter Staatsrechtler aus Deutschland ( zitiert in “Hart aber fair” ) ist der Ansicht, dass es unklar ist,
    ob es sich bei Daten nicht um eine Sache handelt.
    Die juristische Auslegung müsse erst noch GENAU abgeklärt werden.
    Es ist natürlich klar, dass die Deutsche Regierung die einfältige Auslegung “Daten sind keine Sache, hahaha” unterstützt.
    Normalerweise ist doch in Deutschland das VERFASSUNGSGERICHT zuständig für heikle Abwägungen und Auslegungen,
    nicht die Regierung.

  18. T-U-B-E-L sagt:

    Als das Deutsche Gesetz verabschiedet wurde, gab es gar noch keine elektronischen Daten.

  19. T-U-B-E-L sagt:

    @ skamess

    Ich befürchte, dass ich nicht verstehe, was genau – ausser skamess- Sie mit Ihren Beiträgen ausdrücken wollen.

  20. skamess sagt:

    @T-U-B-E-L. Ich glaube, ich bin nicht der Einzige, der diese Beiträge versteht, aber ihre Art der Kommunikation kann ich sehr gut verstehen: es ist die Art und Weise, wie Leute sprechen, die von überhaupt nichts irgend eine Ahnung haben (wollen).

  21. T-U-B-E-L sagt:

    @ skamess

    Dann seien Sie doch so gnädig und erkären Sie es mir.

  22. T-U-B-E-L sagt:

    @ skamess
    Sie haben erklärt, dass ich spreche wie einer, der von überhaupt nichts irgend eine Ahnung hat.
    Nach dieser Erklärung sehe ich mich ausserstande, mir noch irgendetwas selber zu erklären.
    Ich muss jetzt los. Sie haben Zeit bis Sonntagabend mit Ihrer Antwort.

  23. frauenandiemacht sagt:

    @Theo. Ich schätze Ihre Art der Diskussion. Allerdings dünkt mich diese Aussage ein bisschen sexistisch: “Heutzutage haben Sie glücklicherweise Eierstöcke.” Das Votum müsste dann sein: Frauen mit Eierstöcken an die Macht? Ich weiss nicht, ob man auf dieser Grundlage weiter diskutieren kann.

  24. hugostamm sagt:

    @skamess

    dieser Blog ist kein facebook und kein twitter. Ich möchte Sie bitten, die belanglosen Kurzgespräche einzustellen. Sie belasten das Forum. Auch die Musikclips aus youtube gehören nicht in diesen Blog. Über ernsthafte Kommentare zum Thema von Ihnen freue ich mich aber weiterhin.

  25. Pufendorf sagt:

    @ Prawda

    Wenn im Strafrecht von Sachen die Rede ist, dann sind eben körperliche Gegenstände gemeint, das ist im Schweizer StgB und im deutschen StGB so. Da gib es kaum eine andere Auslegungsmöglichkeit. Man kann alles auslegen, aber beim Strafgesetz gibt es in Bezug auf die Aneignungsdelikte eine hundertjährige Auslegungstradition. Deshalb muss man, dies als Hinweis, bei der Veruntreuung, die ein Aneignungsdelikt ist, den Begriff “Vermögenswerte” einführen, weil man sonst eben nur Sachen und keine Konti oder Daten veruntreuen könnte. Bei der Hehlerei fehlt dieser Einschub. Wenn Sie mit mir, der ich Strafrecht unterrichte, über Strafrecht diskutieren wollen, ist das ok, dann müssen Sie sich aber minimal mit der Materie vertaut machen.

    Auf dem Forum von SF-DRS hat überigens einer, der behauptet “Advokat” zu sein, auch behauptet, es liege klare Hehlerei vor, nein es liegt klar kein strafbares Verhalten der deutschen Behörden vor. Die einzige Frage, die sich steltl, ist die nach der Verwertbarkeit der FDaten-

    Die CD ist eine Sache, der Datendieb wird aber kaum so dumm sein, auch noch die CD bei der Bank zu klauen, sondern seine eigene CD mitbringen.

    @ Moria

    Haben Sie eine multiple Persönlichkeit? Ihr Stil ist so anders, vielleicht habe ich deshalb etwas Mühe zu verstehen. Falls ich irgendwelche Ironie übersehe, tut es mir leid, Ihre Beiträge waren aber die letzten drei Jahre so bierernst, dass es schwierig ist, sie nun neu zu interpetieren

  26. Olive sagt:

    @Moria

    “Es kommt naemlich niemals auf das Geschlecht an, sondern was die Person”

    Das glaube ich nun nicht. Einerseits macht es einen Unterschied, wenn ein Geschlecht über Jahrhunderte anders “behandelt” wurde in der Gesellschaft
    andererseits scheint es Tatsache zu sein, dass Männer und Frauen teilweise Dinge anders sehen, behandeln und bewerten.

    Dass es dann innerhalb der Geschlechter Unterschiede gibt bezüglich Leistung, Herz für andere, Zivilcourage usw.usf. , das ist klar.

  27. skamess sagt:

    @hugostamm. Ich sehe das nicht so wie Sie: ein Blog ist keine persönliche Website, sondern ein Diskussionsforum. Und die Musik hat auch einiges zu bieten zum Thema Religion in der heutigen Zeit: jedenfalls wird sie von der Jugend heute viel mehr wahr- und angenommen als die Kirche. Wenn Bamberger hier reihenweise Presseartikel postet – warum auch nicht, wenn ihm das Freude macht? – dann werden wohl auch Youtube-Videos erlaubt sein. Sie gehören zum Internet. Ich verstehe Ihre Haltung absolut nicht.

  28. skamess sagt:

    @hugostamm. Ausserdem werden Sie einem wohl nicht vorschreiben wollen, ob man kurze oder lange Beiträge macht. Geit’s eigetlech no?

  29. Theo sagt:

    @Moria/frauenandiemacht

    Ja stimmt, Rückgrat war das Wort, dass ich hätte verwenden müssen. Da hat mich Toni Brunner mit seiner Äusserung gestern: “Der Bundesrat hat keine Eier!” wohl ins Schleudern gebracht. Der Satz erschien mir im Zusammenhang mit unserem Bundesrat bedenklich und verwirrte mich. Und da dachte ich mir eben, wenn er schon keine Eier hat, dann doch immerhin… Aber lassen wir das. Ich trinke wieder Tee und Kaffee, wenn ich hier schreibe.

    Ich grüsse die wahre Weiblichkeit und bitte aufrichtig um Verzeihung, wenn ich jemanden gekränkt haben sollte.

  30. skamess sagt:

    Was man hier alles ertragen muss, ist gewaltig, zum Glück mag ich einiges ertragen.

  31. frauenandiemacht sagt:

    @Theo. “Der Bundesrat hat keine Eier!” Kein Problem: man kann solche im Migros kaufen und sie dem Bundesrat zuwerfen (oder in der sanfteren Variante ganz einfach nur in die Hand drücken). Schuld an der heutigen Misere im Islam ist aber – wenn Sie wissen, was ich meine – nicht der aktuelle Bundesrat, sondern ich würde sagen etwa derjenige in den 1980-er Jahren (Namen? Aubert, Chevallaz, Cotti, Delamuraz, Egli, Felber, Friedrich, Furgler, Koller, Kopp, Ritschard, Schlumpf, Stich, Villiger – das sind alle Namen der Bundesräte in den 1980-er Jahren, da kann sich jeder die Hauptschuldigen selber daraus aussuchen).

  32. Theo sagt:

    @frauenandiemacht

    Ich tippe instinktiv auf diesen da: Villiger!

    @Olive

    Ich bin überzeugt davon, dass Frauen sich für die Politik viel besser eignen, als Männer. Männer sind für diesen Job zu machtfixiert. Für sie ist die Politik ein Mittel zur Macht. Für Frauen ist die politische Macht ein Mittel zum Zweck. Ich gehe mal davon aus, dass sich dies durch die Biologie begründet. Je mehr Frauen politisch aktiv werden und entsprechende Ämter annehmen, desto schneller werden Abrüstung und ökologische Massnahmen zum Thema und umgesetzt. Wir werden es erleben. Spätestens, wenn die USA einige Präsidentinnen erlebt haben wird. Die erste Präsidentin der Vereinigten Staaten wird einen sehr schweren Stand haben. Dennoch wird sie eine neue, menschlichere Ära einläuten, da bin ich sicher.

  33. Theo sagt:

    @Alle

    Die Gleichberechtigung hierzulande wirklich einführen und umsetzen KANN man(n) erst, wenn wir ein paar Jahrzehnte lang, mindestens aber vier Jahre einen komplett weiblichen Bundesrat haben. Das Erbe der Patriarschen muss eine feminine Umwälzung erfahren, sonst sehe ich schwarz für die Zukunft der Menschheit!

  34. tothepoint sagt:

    Herr Ex-Bundesrat Furgler erklärt das Problem des heutigen Islams – es geht alles zurück auf die Jurafrage: http://archives.tsr.ch/player/jura-furgler

  35. tothepoint sagt:

    P.S. Wird man da nicht geradezu zum Nostalgiker, wenn man solche historischen Zeitdokumente aus alten Zeiten sieht? Damals war es auch offenbar noch so, dass die Journalisten einen Bundesrat noch ausreden liessen. Das ist heute natürlich nicht mehr so – wegen der Krise (natürlich – wegen der Krise des Islams, meine ich).

  36. frauenandiemacht sagt:

    @Theo. “Ich tippe instinktiv auf diesen da: Villiger!” Könnte es sein, dass sie eine parteipolitische Brille anhaben? Rein nach der Logik ist es doch ganz klar Herr Stich. Er hat zuviel Geld ausgegeben, dieses fehlt jetzt der Schweiz zum Bau der Minarette. Logik, Mann!

  37. frauenandiemacht sagt:

    Die Schweizer Logik basiert zuerst immer auf dem Materialistischen, das dürfen wir nicht vergessen.

  38. vietcong sagt:

    @ Nada:

    “Haben sie denn eine bessere Entschuldigung, wenn jemand behauptet, er hätte ein Konto mit Millionen drauf einfach vergessen. Dass man ein altes Konto mit ein paar Tausend Franken vergisst, kann in gewissen Kreisen (meinen leider nicht!) sicher vorkommen.”
    nochmal: unwissenheit schützt vor strafe nicht. also darf auch das vergessen der rechtsordnung nicht zu straffreiheit führen. sonst kann ich ja auch vergessen, dass man auf der autobahn nicht mit 200km/h fahren darf. zweitens gehts nicht um ein paar tausender, sondern um millionen die vergessen werden.

    @ Der inverse Goliath:

    “Einer, der sein Geld ins Ausland verschiebt und dann 30 Jahre lang brach liegen lässt, könnte es effektiv “vergessen” haben. Einer, der aber auf dem Auslandsgeld aktiv arbeitet, resp. Anweisungen gibt, was der Anlageberater damit anstellen soll, weiss um sein Geld. Das zu unterscheiden, scheint mir schon ok zu sein…”
    ein paar millionen vergisst man nicht. das geld wurde ja auch irgendwo verdient und irgendwo sitzt ein buchhalter, der all dies geld kennt, weiss wo und wieviel vorhanden ist und also auch versteuern muss. man schiebt ja nicht geld ins ausland und vergisst es dann. die unterscheidung zwischen betrug und vergessen ist rechtlich einfach nicht aufrecht zu erhalten. es ist ein deckmantel für verbrechen. wenn ich das gesetz vergesse, dann schützt mich das vor strafe nicht. da gibt es gar nichts mehr zu diskutieren. wo man diskutieren kann ist die höhe des strafmasses. einer der 5000 franken ‘vergisst’ ist sicher weniger hart zu bestrafen als einer der millionen ‘vergisst’.

  39. vietcong sagt:

    @ prolet:

    “Sie haben eine Frage gestellt, was sie offenbar nicht tun können, ohne vorher eine Beleidigung anzubringen”
    ich habe sie nicht beleidigt, da haben sie was falsch interpretiert.

    “Wenn ich etwas sage, heisst das noch lange nicht, dass ich glaube, alles zu wissen. Ich sage einfach meine Meinung – o.k.?”
    das habe ich ihnen auch nicht unterstellt und es geht mir tatsächlich nur darum, ihre meinung zu hören.

    “Der Naturschutz ist darum kein positives allgemeines Ziel, weil die Natur nur dann geschützt werden muss, wenn sie zuvor verdreckt wurde. Wenn man dies als allgemeines positives Ziel für die Menschheit darstellt, oder sogar als einziges, dann muss man ja zum Schluss kommen, dass die Natur besser ist als der Mensch. Die Schlussfolgerung wäre also sehr negativ für den Menschen; tatsächlich sagen einige Leute heute, dass es der Natur egal sei, ob es den Menschen gibt. Das können sie doch nicht wirklich für ein positives allgemeines Ziel für die Menschheit ausgeben. Die Ökologie beinhaltet an sich keine religiösen, soziologischen und/oder psychologischen Komponenten.”
    erstens setze ich den menschen der natur gleich. mensch = natur, natur = mensch, tiere, pflanzen, mineralien usw.
    zweitens gehts nicht nur um die verdreckung der natur, sondern zb. auch um den schonenden umgang mit ressourcen. beide aspekte wirken direkt auf den menschen und die gesellschaft ein. also ist der umgang damit natürlich ein weg und ein ziel dass alle menschen betrifft. und dies kann in positiver oder negativer art geschehen.

    ökologie beinhaltet sehr wohl gesellschaftliche komponenten. zb. landschaftsschutz und der umgang mit ressourcen. ökologie beinhaltet vielleicht keine religiösen und psychologischen komponenten, aber religiöse und psychologische überlegungen können ökologische komponenten beinhalten.

  40. Theo sagt:

    Hier mein Vorschlag für den neuen Bundesrat der Schweiz. Ich habe mich um echte Fairness bemüht. Man sollte nun schnellstmöglich eine Sitzung einberufen und die folgenden Positionen umbesetzen. Sie werden sehen, die Schweiz wird dann ein wundervoller Ort werden. Vertrauen Sie mir…

    Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement (EVD) Doris Fiala (FDP)

    Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) Jasmin Katz (Junge Grüne)

    Eidgenössisches Departement des Innern (EDI) Lukas Reimann (SVP)

    Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) Pascale Bruderer Wyss (SP)

    Eidgenössisches Departement für internationalen Katastrophenschutz und Sport (IKS) Cédric Wermuth (JuSo)

    Eidgenössisches Finanzdepartement (EFD) Micheline Calmy-Rey (SP)

    Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) Natalie Rickli (SVP)

    Schweizerische Bundeskanzlei (BK) Altbundesrätin Ruth Dreyfuss (SP)

  41. Theo sagt:

    Berichtigung: Jasmin Katz (SP)

  42. Olive sagt:

    @Theo

    Birgit Schmid beschäftigt sich schon seit Längerem mit der Rolle der Frau in der Wirtschaft.
    Editorial “Das Magazin”

    Sie liest das Buch “Half the Sky” von Nicolas Kristof und Sheryl WuDunn. Dort drin heisst es :” Frauen sind die am wenigsten genutzte Ressource der Welt”

    Birgit Schmid hat über “jene isländischen Managerinnen , die versuchen, ihr bankrottes Land aus der Misere zu führen” geschrieben, aber auch über Edna Anan in Somaliland.
    http://dasmagazin.ch/index.php/der-madchen-effekt/

    Aber solange noch so viele Männer Frauen nicht als Ressource , sondern als Konkurrenz betrachten..

  43. Tantegotte Amalie Alighieri sagt:

    Was ist denn das für ein Theater hier? Diese Deutschschweizer machen doch immer das grösste Theater. Ich komme aus dem Tessin: Tessiner an die Macht!

  44. prolet sagt:

    @vietcong. “mensch = natur”. Nein, nein und nochmals nein. Sie können doch nicht die ganze Kulturgeschichte des Menschen negieren. Das ist absurd und lächerlich.

  45. Theo sagt:

    @Tantegotte

    Tja allen kann man es scheinbar nie recht machen. Aber Fiala tönt immerhin schon mal italienisch…

  46. Theo sagt:

    @Olive

    Danke für den Link. Beindruckendes Porträt einer grossen Persönlichkeit.

  47. heidi reiff sagt:

    Die Haensel und Gretchenfrage ist doch nach wie vor wie gehen wir um in schwierigen Situationen. Ich habe die Weisheit nicht mit dem Löffel gefressen. Wir sind alle angewiesen auf Arbeiter und Arbeiterinnen, einfache Menschen, die Putzfrau, der Mistkübelmann etc. Ich schone mich selbst, die Arena ist ein Corredo , in Spanien Stierkämpfe, Hahnenkämpfe nein Danke, Zickenkämpfe Nein Danke. Ich bin da echt allergisch auf Aufplusterei sei es Mann oder Frau. Kinder brauchen Begleitung und keine Prügel, geht das noch ins normale Hirn rein, ist Mensch einfach nicht fähig loszulassen, das Abnabeln beginnt bei der Geburt, die velogenen Theorien Rebirthing habe ich entsorgt, da lassen wir uns nach wie vor manipulieren und gurnigeln von destruktiven Mustern . Eine Reise nach Griechenland harmlos und naiv, da landen wir in einem Sektendreck, Hauptsache ist, dazugehören, Guru Bhagwan hatte mit dieser Masche Riesenerfolg, 99 Rollsroyce wau, wer blufft hat mehr vom Leben, so bin ich auch sozialiert aus allen Ecken, ich gehe einfach etwas kritischer um damit und erlaube mir endlich kritisch zu sein, dazu brauche ich keine Arena, einfach meinen gesunden Menschenverstand und meinen gut funktionierenden inneren FOTOAPPARAT.

  48. Tantegotte A. sagt:

    Wir Tessiner wissen noch, was gut und recht ist. Avanti o popolo, alla riscossa. Bandiera rossa, bandiera rossa. Avanti o popolo, alla riscossa. Bandiera rossa trionferà. Bandiera rossa la trionferà. Bandiera rossa la trionferà. Bandiera rossa la trionferà. Evviva il socialismo e la libertà!

  49. Theo sagt:

    @Heidi

    Sie schreiben Kauderwelsch. Versuchen Sie einmal zu meditieren und Ihre Gedanken zu bündeln. Das ist ja ein heilloses Wirrwarr, was Sie da von sich geben. Vielleicht lassen Sie sich einmal richtig untersuchen? Hier ein Link, der Ihnen hoffentlich weiterhilft: http://www.unispital-basel.ch/medizin.php?sel=35&lang=0

    Bitte diesen Beitrag nicht löschen, Herr Stamm. Ich denke Frau Reiff hat wirklich ein Problem.

  50. Tantegotte A. sagt:

    Apropos Eier: ein paar gibt es auch für den Bundesrat der 1940-er Jahre: http://www.kommunisten.ch/index.php?article_id=92