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Fauler Zauber

Hugo Stamm am Dienstag den 22. Januar 2008

Aberglaube führt zur Volksverdummung. Die wenigsten erkennen die Gefahren eines verschobenen Weltbildes. Lass doch die Leute, wird mir zwar oft gesagt. Sollen sie doch an die Sterne, an Ausserirdische, an offensichtlich unsinnige übersinnliche Phänomene glauben. Das tut doch niemandem weh.

Ich verstehe diese Haltung nicht. Aberglauben prägt das Bewusstsein. Wer in ausgeprägtem Mass abergläubig ist, muss die Vernunft unterdrücken. Wer es in übersinnlichen Fragen tut, macht es teilweise auch in sozialen und politischen Belangen. Er muss das Weltbild so zurecht (d)rücken, dass der Aberglaube nicht im Widerspruch zur Realität erscheint.

Aberglaube dient oft dazu, die nicht immer leicht verständliche und leicht zu ertragende Wirklichkeit besser verdauen zu können. Die Flucht in eine geheimnisvolle Welt ist verständlich, doch die Abergläubigen tun sich keinen Gefallen. Nur wer die Welt mit klarem Blick bestaunt, ist gegen die Unwägsamkeiten gewappnet. Abergläubige laufen Gefahr, mit falschen Mitteln Schicksalsschlägen zu begegnen. Und sie behindern eine harmonische Persönlichkeitsentwicklung.

Ausdruck des modernen Aberglaubens ist das Casting „The next Uri Geller“ auf ProSieben (jeweils am Diestagabend). Zehn Kandidaten demonstrieren ihre angeblichen übersinnlichen Kräfte. Die erste Sendung verfolgten rund 4 Millionen, die zweite 5 Millionen.

ProSieben täuscht das Millionenpublikum vorsätzlich und fahrlässig. Die angeblich übersinnlichen Kunststücke der Kandidaten sind lediglich plumpe Täuschungen. Solche Zaubertricks beherrschen Hunderte Hobbyzauberer landauf und landab. Der Trickkünstler James Randi ist einer der bekanntesten Zauberer und hat schon vor Jahren die Täuschungsmanöver von Uri Geller aufgedeckt.

Paranormale Phänomene sind für leichtgläubige Menschen der Beweis für eine übersinnliche Zwischenwelt. Sie glauben, medial begabte oder hellsichtige Personen, Magier und Mentalisten könnten die übersinnlichen Kräfte bannen, eine Verbindung zur anderen Realität herstellen und die Tür zum Jenseits einen Spalt weit aufstossen.
Die Castingshow erzeugt bei vielen Zuschauern eine Art metaphysisches Gruseln und weckt Sehnsüchte nach übersinnlichen Wundern. Wenn Hunderttausende von Zuschauern glauben, der Rabe des Berner Geisterjägers Vincent Raven könne mit Verstorbenen kommunizieren, wird ein Weltbild vermittelt, das aus dem Mittelalter stammt. Bei seinen Tricks verwendet er nach Aussagen von Insidern einen Knopf im Ohr, um das Publikum zu täuschen.

Dabei wird gern vergessen, dass magisches Denken Ängste wecken und Abhängigkeiten erzeugen kann. Labile Personen laufen sogar Gefahr, psychische Auffälligkeiten wie Depressionen oder Schizophrenie zu entwickeln, wenn sie sich von den magischen Kräften verfolgt fühlen.

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732 Kommentare zu “Fauler Zauber”

  1. M-Fraktion sagt:

    Phebo
    auch Menschen sind Menschen sind Menschen.

  2. mira sagt:

    phebo
    was soll denn dieser satz an aysha bedeuten?
    hat aysha je den israeli oder den juden das mensch-sein abgesprochen?

    auch wenn vermeintlich subtil, es ist absolut deplaziert sowas an aysha zu schreiben, weil es impliziert nicht nur, dass aysha das mensch-sein irgendwem aberkennt, sondern sie sei noch rassistisch und anti-semitisch.( israeli und juden!)

  3. Robert R sagt:

    Geld für Palästina=Geld für Israel
    Nachdem die USA jährlich einige Milliarden $ an Israel überweisen, damit diese höchst wirkungsvoll das Leben und die Wirtschaft im palästinensichen Progrom vernichten können, soll Europa nun so tun, als könnten wir mit ein paar Millionen das arabische Ghetto durchfüttern, bis es den Israelis genehm ist, mit diesen Enteigneten und Vertriebenen ein wenig Frieden zu schliessen? Ist alles in den Sand gesetzt und hilft nur die Vogel-Strauss-Politik gegenüber dem terroristischen Treiben Israels zu verlängern. Ohne waffenfreie Zone gibt es auch hier keinen Frieden und schon gar keine florierende Wirtschaft.

  4. Moria, die nachts nicht durchkommt..... sagt:

    M-Fraktion war wirklich von der Fraktion (sehr ok!), hier von der M-Individualfraktion:

    Liebe Aysha
    Deine Worte an Solochrist haben soviel auf sich….ich staune.
    Ata’s Worte verstehe ich einfach NIE, ob er Sie neutral, an Dich, an jemand anders gerichtet oder predigend vor sich hinfaselt? Einfach ‘Bahnhof’?
    Du als Religionslehrerin – ich haette meinen Kindern, diese Stunde bei Dir irgendwie schmackhaft gemacht….damit sie unbedingt daran teilhaben wollten/sollten.
    Ich bin ueberzeugt, Du haettest ihnen die vielerlei Arten des Glaubens und der Kulturen vermittelt….und nichts von einer, der ‘wahren’ Religion gequaselt.
    Stimmt’s oder habe ich sogar recht?
    Und Deine Geschichten, die haetten sie fuer mich niederschreiben und zitieren muessen.

    Atalaia
    …Sie als Religionslehrer, waere mir lieber – dann wuesste ich wenigstens, warum Sie so manchen Unsinn schreiben…..Ihre Geistergeschichte mit dem einfahrenden Erlebnis vor x Jahren macht noch viel weniger Sinn, aber erklaert einiges…..!

    Phebo
    ich dachte, Sie haetten sich mit Aysha geeinigt, endlich voneinander Abstand zu nehmen. AYSHA HAELT SICH WENIGSTENS DARAN.
    Ich selbst behalte mir die ‘Luecken’ vor!

    Zaro
    -!)
    Sintflut – Arche-Noah-Hysterie
    bloss noch – Hydrohistory

  5. eh sagt:

    Robert R.

    Und wie genau willst du eine waffenfreie Zône schaffen?

    MFG eh

  6. aysha sagt:

    @ thomas jefferson

    ist unser gespräch beendet?

    @ solochrischt

    seisch au nüd meh?

    @ moriamor

    danke

    @ mira

    danke

    @ atalaia

    ich habe nicht den islam unterrichtet, sondern das christentum.

    daneben legte ich das schwergewicht auf das thema : wie gehen wir menschen miteinander um?

    und eben die oben erwähnten filme…+ religionsgeschichte, mythen,… die mayas, inkas, sumerer, ….

    das, zu ihrer information, damit sie in saudi-arabien das gleiche fordern können.

    en schöne sunntig

    aysha

  7. mira sagt:

    ein schallendes gelächter, befreiend und zugleich bleibt es fast im halse stecken. danke @ aysha für die aufklärung!
    und

    @atalaia könnten sie sich vorstellen in saudi arabien den islam zu unterrichten mit unterichts-schwergewicht des zusammenlebens als mensch?

  8. Atalaia sagt:

    @ Aysha

    So so, Sie haben also das Christentum gelehrt. Dann gehe ich morgen also nach Mekka, um den Islam zu lehren. Das chumt dänn scho guet !! 😉

  9. solochrist sagt:

    @ aysha, 2008-02-09 19:21:56

    “@ solochrischt

    seisch au nüd meh?”

    nüd nüt meh, sprochlos!

    mäitli, äs schüttläd mi im momänt rächt durä.

    dörf ich dir mol no ä churzzämäfassig vo “schindlärs lischt” schriibä?

    dä solo

  10. Atalaia sagt:

    @ Mira

    Unter Christen leben viel mehr Andersgläubige, als in islamischen Staaten. Wir haben mit dem Zusammenleben sicher keine Probleme. Radikale Muslime aber schon. Ach sorry….ich habe vergessen, dass Sie zur Gruppe gehören, welche nur schwarz und weiss kennt. Denken Sie also, was Sie wollen……

  11. aysha sagt:

    @ solo

    ja, natürli

  12. Moria sagt:

    Atalaia
    was ist der Unterschied zwischen ‘fundamental’ und ‘radikal’ religioes? Zu welchen zaehlen Sie sich, zu befuerchten ist – zu beiden, also ins Doppel_pack?

  13. solochrist sagt:

    @ aysha

    schindlers “list”

    menschen, für die das höchste das überleben war.

    wie hätte ich mich verhalten?
    (z.b. als die “gespielin” von göth…)

    dä solo

  14. aysha sagt:

    @ solochrist

    ja, tatsächlich! das überleben.
    wir wissen nicht, wie wir uns verhalten hätten. schrecklich, das einzugestehen!

    was mich an dem film am meisten beschäftigt hat, war, wie menschen als individuum verschwinden und zu einer masse werden. gleichzeitig wäre doch so viel macht und kraft in der masse gewesen. als einzelner war man ja ausgeliefert. aber als kollektiv?

    wie konnten, so viele menschen die schrecklichen befehle ausführen? wenn die als masse NEIN! gesagt hätten? warum haben sie es nicht getan?

    auch heute ist es nicht anders. soviele schauen zu und handeln nicht.

    ich und zwei meiner kinder sind vor drei wochen, nach einem kinobesuch auf offener strasse, unter vielen menschen, angegriffen worden. von drei jungen männern.

    unser glück war: die drei rechneten nicht damit, dass meine tochter und ich uns wehrten und den sohn/bruder nicht allein liessen. kein mensch ist zu hilfe geeilt, von den mindestens 30 leuten in unmittelbarer nähe.

    die situation hätte katastrophal enden können, wenn nicht durch zufall die polizei gekommen wäre…

    warum schreibe ich das? natürlich nicht vergleichbar mit dem film. aber, der mechanismus!

    was machen wir menschen mit uns und anderen?
    das beschäftigt mich!!!

    braucht gutes tun mehr mut als schlechtes tun?

  15. solochrist sagt:

    aysha

    wie kann ich lernen mutig zu sein,
    nicht wegzuschauen?

    die masse aufhalten, umlenken?
    nicht mitlaufen!

    dä solochrischt

  16. aysha sagt:

    @ solochrischt

    das sind wichtigi frage. die stell ich mir au.

    wenn du magsch, will ich mit dir da, fernab vom aktuelle blog, nach antworte suechä.

    hüt han i kei ziit. villicht morn und susch am fritig. isch das guet?

    ich grüess di ganz härzlich.

    aysha

  17. solochrist sagt:

    jo, das isch guät.

    wäisch, grad dä adoptivsohn, dä mit dä springärstifäl, dä isch mol im zug vor än kundi gstandä, will än betrunknä uf dä kundi igschlagä hät. vollär stolz hät dä sohn mir s’dankässchriibä vo dä bahn zäigät. ich wäiss nüd, ob ich au sitzä blibä wär, wie di andärä lüüt im säbä zug.

    hüt isch mär no än gedankä dur dä chopf. wäisch ä schlangä mit dominostäi. mä cha jo vo zweh siitä an schupf gäh. und wänn äin oder zweh stei fehläd i dä schlangä?

    dä solochrischt

  18. aysha sagt:

    @ solochrischt

    ich bi stolz uf din sohn.

    ja das mit de fehlende dominostei…hm. sicher isch, dass mängisch grad die fehlende dominostei öppis chönd verhindere.

    wiä cha mär wüsse, wänn was richtig isch?

    vo mir sälber weiss ich, dass ich dezue neige mich i gfahr z bringe.

    ich ha mal als nachtwach i mene asylbewerberheim gschaffed. am ene abig, so um di zäni ume, sind föif manne vo uswärts i de ufenthaltsruum ine cho (i dem ruum sind öppe 8 lüüt us de ganze wält zämeghocked gsi und händ gspilt und gschwätzt mitenand). ich di einzigi frau.

    und ebe die 5 manne, wo nid zum heim ghört händ sind cho und händ diä wo am billardtisch gspilt händ verdrängt und händ sälber afah spile. d heimbewohner händ si e rundi lah spile und händ wieder wäle sälber an billardtisch.

    di uswärtigi händ überhaupt kei astalte gmacht, de tisch frei zgeh.
    stimmig isch extrem aggressiv worde und plötzli sind sich öppe 10 mannä gägäübergstande und händ sich afah schupfä.

    innert sekunde bin i zmitzt dine gsi. alli mannä sind mindischtens anderthalb chöpf grösser gsi als ich.

    ich ha mit so ere luute stimm und bestimmtheit gseit, dass ich da de boss sägi und si uf de stell müessed ufhöre und sofort vo da verschwindä. di sind alli so paff gsi, dass en moment absoluti stilli gherrscht hät….

    und tatsächlich sind di uswärtigi dänn weggange. erscht hinedri han i zittered und realisiert, was passiert isch.

    so jetzt schriib ich wieder schriftdütsch.

    das ist natürlich keine lösung. niemand sollte sich so in gefahr bringen. wichtig ist, dass man sich auf andere verlassen können muss. wenn ich in einem zug oder in einem bus, jemanden auf sein störendes benehmen aufmerksam machen möchte, müsste ich mich auf die anderen passagiere verlassen können.

    ich bin nicht mehr sicher, dass jemand oder mehrere mir helfen würden, wenn ich angepöbelt oder angegriffen werden sollte.

    bestimmt geht es nicht nur mir so.

    um noch einmal auf den film zurückzukommen:

    ganz naiv und kindisch habe ich mich immer wieder gefragt: warum haben sich die menschen ( gefangene juden UND die wächter) nicht gewehrt? warum hat nicht einer seine pistole gegen göth gerichtet? wäre das dann nicht der erste dominostein gewesen?

    was in uns macht, dass wir wie ‘schafe’ werden?

    eine kleine antwort: wenn keine beziehung hergestellt wird!???

    eine andere kleine antwort: wenn wir nicht im augenblick präsent sind und statt dessen irgendwo in unseren eigenen ‘geschichten’, schwächen, schmerzen, enttäuschungen, im selbstgespräch… sind.

    wenn ich das gefühl habe, die welt sei nicht gerecht mit mir selber? stellvertretende rache?

    ich weiss es nicht. was denkst du?

    aysha

  19. solochrist sagt:

    aysha,
    du grosse, mutige, kleine frau.
    😉

    wie schafe werden:

    – wenn dieses leben alles ist?
    – wenn ich noch aufgaben habe?
    (als mutter/vater)

    wie werde ich wie aysha im asylbewerberheim?
    diese “mentale stärke” entscheidet doch im sport oft über sieg oder niederlage.
    wo liegt der unterschied zwischen selbstbewussten und unsicheren menschen?
    kann ich selbstbewusst sein und mir meiner fehler, meines stellenwertes als mensch (als kleiner mensch im grossen universum) bewusst sein?

    dä solochrischt

    mir händ öis än luschtigä baum usgsuächt, undärdäm mir, vernab vom chriegärischä blogläbä, chli filosofiäräd…
    “Fauler Zauber” – mir gfallt das plätzli.

  20. aysha sagt:

    @solochrischt

    ja, genau…fuule zauber…oder full suuber:-)

    hoffentli hät de herr stamm nüd dagäge, dass mir da echli plaudered.

    übrigens, ich bi nid so chli, die andere sind mega gross gsi 🙂

    du fragst, wie mann so wie im asylheim cha werde?

    hmmm….

    vielleicht hat es damit zu tun, dass ich die älteste von drei kindern bin. ich musste sehr früh verantwortung für meine geschwister übernehmen.

    meine eltern arbeiteten hier in der schweiz und wir kinder waren bei verwandten untergebracht. nach etwa drei jahren durften wir auch in die schweiz nachkommen.

    ich erinnere mich noch gut an den ersten tag in der schweiz: 12 jährig, kein wort deutschkenntnisse, noch nie einen fernseher, ein telefon gesehen, nie weiter als ums huus umecho…war ich plötzlich in winterthur.

    und meine eltern hatten so einen kasten im zimmer. da sah ich eine lokomotive ( ein dokfilm über die bahn ), die bewegte sich, ohne aus dem rahmen des kastens rauszufallen 🙂

    kaum war ich 5 minuten in unserem neuen heim in der schweiz, gab mir mein vater einen fünfliber und sagte, ich solle in die migros über die strasse gehen und bananen kaufen…puhhhhh

    ich schaute meine beiden geschwister an und sah in deren augen die erwartung und die absolute gewissheit, dass ich da kann.

    naja, zitternd, als ginge ich dem tod entgegen, machte ich mich auf den weg und brachte die bananen. das ich damals nicht gestorben bin, hat mich mutig gemacht. ich durfte gar nicht versagen.

    die umstände und die zustände formen den menschen ( unter anderem ).

    das leben hat mich so gemacht.

    du fragst: >>”kann ich selbstbewusst sein und mir meiner fehler, meines stellenwertes als mensch (als kleiner mensch im grossen universum) bewusst sein?”<<

    ja! unbedingt sogar. selbstbewusst sein, heisst ja: ich bin einzigartig, ich bin ok so, ich bin nur ein kleines teilchen, mich wird es mal nicht mehr geben, ich mache das beste aus dem wie ich und was ich bin.

    selbstbewusst sein heisst ja nicht arrogant sein, grössenwahnsinnig sein.

    der schöpfer hat mich so geschaffen. mit gutem und schlechtem, mit liebe und hass. so wie liebe in mir sein darf, darf auch der hass sein. ich muss zu meinen negativen teilen auch ja sagen. erst wenn ich mein schlecht sein akzeptiere, kann ich damit umgehen. vielleicht. zumindest versuche ich das immer und immer wieder.

    fehler machen wir meistens nicht absichtlich. die passieren. fehler sind meine besten ratgeber. das ist brennstoff für bewegung. ich liebe meine fehler.

    gläubigsein heisst für mich: vertrauen! ich mache mir nichts vor, gott kann ich sowieso nichts vormachen.

    viele gläubige haben angst vor gott. ich habe überhaupt keine angst vor gott. auch nicht vor irgendwelchen strafen.

    wenn ich daran glaube, dass alles von ihm kommt, dann kommt wirklich alles von ihm. punkt.
    darum mache ich mir keine gedanken mehr, was er/es will und was nicht. ich weiss nur, dass ich mein leben, so gut wie möglich meistern will. mit den fähigkeiten und unmöglichkeiten, die mein leben ausmachen. mit den fehlern die ich immer wieder mache. ich lerne!

    du sagst es immer so schön: de solochrischt wott lärne.

    jetzt han ich so viel gschribe. du bisch dra, ich lose:

    aysha

  21. solochrist sagt:

    aysha,
    “das leben hat mich so gemacht” sind es nicht wir, dir wir einander formen (mitformen)?. dein vater gab dir einen fünfliber, deine geschwister trauten dir dies zu…

    mich macht das wissen darüber wer ich bin, welch kleiner floh, unsicher.

    gestern haben wir nochmals den film “angst essen seele auf” angesehen. der solo kann nicht einfach den film schauen und sich an den beiden freuen. nein, er liest die infos zu rainer werner fassbinder (drogentod?), wieso kommt dem solo der name rainer maria fassbinder in den sinn. er sucht sich die infos zusammen und staunt, dass ein homosexueller einen solchen film drehen kann…und was dieser mann noch so alles geleistet hat in seinem kurzen leben.

    “der schöpfer hat mich so geschaffen. mit gutem und schlechtem, mit liebe und hass.”

    ‘wir solochristen’ würden dies anders formulieren: gott hat uns mit den fähigkeiten geschaffen zu lieben und zu hassen, gutes und böses zu tun…
    was ich tue, dies liegt an mir. ich bekomme den fünfliber, die geschwister trauen mit zu, dass ich es kann – ob ich es tue liegt an mir.
    ich (amon göth) sitze auf der veranda und sehe den gefangenen zu. mir ist die macht gegeben über die menschen. ich habe ein gewehr in der hand – was ich damit mache liegt alleine in meiner verantwortung.
    diese entscheidung, zur liebe oder zum hass, zum guten oder zum bösen, dieser ‘schalter’ ist extrem fein eingestellt.
    wäre dieser ‘schalter’ nicht so fein eingestellt, wo bliebe unser freier wille?
    deshalb macht sich der solo viele gedanken über die konsequenzen seiner entscheidungen. und, er wäre froh, noch viele menschen würden über die konsequenzen ihrer entscheidungen nachdenken…

    etz hani aber für än solochrischt mega viel gschriebä.

    dä solochrischt

  22. solochrist sagt:

    aysha,

    die entscheidungen der anderen menschen beeinflussen ja auch meine entscheidungen.

    wie viel ist freier wille und wie viel ist beeinflussung?

    es ist einfacher das leben laufen zu lassen, als aktiv sein leben zu beeinflussen:
    “ich issä was mich gluschdät – was mich gluschdät? odär das, uf das wo mich d’werbig gluschtig machd?”

    und zum selbstbewusstsein:
    wie entscheidend ist das getragen sein durch die eltern?

    dä solochrischt

  23. solochrist sagt:

    mäitli,

    du häsch jo gar kä ziit zum pläudärä. die verzuusläd dir jo di schön frisur, ä paar bloggs wiitär.

    du bisch also gar nüd so chli. do chumpmär nomol öpis zum freie willä in sinn.
    ich luäg im momänt chli uf min ‘bmi’. ich bi jo eher än chlinä härzigä. und do hanich dänkt, anstatt abneh, chönt ich äifach nochli wachsä, bis dä ‘bmi’ wiedär stimmt.
    und, mäinsch das heg öppis gnützt? ich ha chönä ässä soviel und was ich au immär ha wölä…
    🙂

    und dänn, wie isch das mit dä sucht und am freiä willä?

    du häsch doch gschribä: “das sind wichtigi frage … nach antworte suechä.”

    und was findät dä solo?
    frogä, immär no meh frogä.

    ich galaub das plätzli undär dem baum isch verhäxt.
    😉

    än ufmuntärndä gruäss

    dä solochrischt

  24. aysha sagt:

    liäbe solochrischt

    das isch u mega liäb vo dir. aber im moment chan ich dir gar nöd grächt werde.

    bis morn isch das dänn sicher dure und dänn chan i wieder normal dänke.

    danke für dini fründschaft

    aysha

  25. solochrischt sagt:

    du häsch jo gschribä: “aysha, 2008-02-16 16:41:43

    jetzt han ich so viel gschribe. du bisch dra, ich lose:

    also, dänn muäs ich doch au chli verzelä…

    dankä dass du zuälosisch

    dä solochrischt

  26. aysha sagt:

    @ solochrischt

    lieber solochrist, wie du siehst bin ich wiä verruckt beschäftiget i drü blogs.

    sälber schuld, wieso chan ich au nöd mini klappe halte?
    das isch doch es guets biispil, wiä ma sich gägesiitig beiflusse tuet.

    häsch du die biiträg gläse? was seisch du dezue? cha ma mit mir würkli nid diskutiere?

    jetzt muen ich use a dsunne

    aysha

  27. solochrist sagt:

    guäti frau,

    wämä übär gsundi ernährig und duswürkigä vom brot diskutiert, isch äs doch mol wichtig z’wüssä, dass s’äinti vo volchornbrot und s’andär vo buttärgipfel red…

    die ‘biiträg’ han ich übärflogä. ich has nüd gern, wämä nüd cha mitänand ‘redä’.

    wänn mir zwäi würdäd über paleschtinänser redä, so chöntämär änand au i d’hoor grotä. hetsch luscht däzuä?
    😉
    abär au nu dänn, wänn beidi mäinäd ihri sichtwies seig richtig und dä anderi möcht übärzügü. wämär uf änand zuägoht, zuälosäd, lernt und am andärä versuächt sini sicht erklärä, losä wie die sicht uf dä andär würkt, dänn würs mir gfallä. abär, für die äintä wär das z’langwilig, schintZ.

    sälbär hirnich und red mit lüüt nochli drübär wie mir gschaffä sind.
    sind mir mit äm guätä, dä liäbi und äm bösä, am hass i öis inä gschaffä?
    sind mir so gschaffä, dass mir fähig sind guäts odär bösäs z’tuä, z’liäbä odär z’hassä?

    und dänn, wänn ich bösäs tuä und das bösä hassä, dänn isch doch das guät?
    😉

    mir sind zu dem wordä womär etz sind dur richtigi und falschi entscheid von öisnä vorfahrä… isch ä verzwickti sach.

    dä solo, wo d’sunnä au chli gnossä hät

  28. solochrischt sagt:

    @ aysha

    söl ich dich nochli beiflussä odär möchtsch au wiedär mol öppis sägä?
    würmi scho sehr intressierä, was du zu minä gedankä dänksch…

    abär s’pressieärt nüd.
    vielicht chunt mir jo au no öppis in sinn abär ich ha chli wenig ziit, zur ziit.

    dä solochrischt

  29. aysha@gmx.ch sagt:

    @ solochrischt

    min liäbe chrischtfründ

    ich muen echli abstand neh vom blog.

    wänn du magsch schriib mir doch per mail.
    mini stell isch ufgstockt wordä, so dass i no weniger ziit ha.

    über palästinenser müend mer nöd diskutiere. ich cha mir vorstellä, dass mer eus chönted weh tue. muess ja nid si. oder’

    dankä für alles. grüess dini familiä

    aysha

  30. Biest sagt:

    Ich selbst bin ein sehr realistisch, rational denkender Mensch.
    Wenn Sie jedoch Vincent Raven persönlich erlebt haben – und mit Dingen konfrontiert wurden, was kein Schwein, ausser Sie selbst wissen,…dann kann man wahrlich davon ausgehen, das Vincent in keinster Art und Weise ein Scharlatan ist.
    Ich bin davon zu 100% Überzeugt, dass mehr dahinter steckt, als nur Show…da ich an meinem eigenen Leib erfahren habe!
    Und nein, ich bin nicht Schizophren veranlagt ;op

  31. hollister uk sagt:

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