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Zorniger Brief an Gott

Hugo Stamm am Montag den 21. Mai 2012
Dicke Post: Paulus schreibt einen seiner Briefe.

Dicke Post: Paulus schreibt einen seiner Briefe.

Olga Ohlsson, Schülerin des Gymnasiums Eppendorf in Hamburg, hat einen Text verfasst, der im «Hamburger Abendblatt» veröffentlicht wurde und im Internet hohe Wellen geschlagen hat.

Ich gebe ihn hier gekürzt und mit Zwischenbemerkungen versehen wider:

Lieber Herr Gott,

immer soll man Toleranz zeigen, als Atheist. Immer soll man sich anpassen, als Atheist. Immer soll man dir zustimmen, als Atheist. Aber nie werden wir gefragt, was wir wollen, wir Atheisten.

Es brauche Mut, den Satz «Ich glaube nicht an Gott» auszusprechen, schreibt die Schülerin weiter, denn nirgendwo stosse man damit auf Verständnis. Sofort bekomme man von allen Seiten Spott und müsse sich anhören, was für eine Sünde es sei, nicht an Sie, Herr Gott, den Erschaffer der Welt, zu glauben. Das sei ähnlich, als würde man sagen, «ich bin schwul». Man oute sich in den meisten Gesellschaften einfach mit so etwas nicht.

Die zweite Frage ist dann sofort: «Warum glaubst du denn nicht an Gott, den Allmächtigen?» Blöde Frage. Einfache Antwort: Ich glaube nicht an Sie, Herr Gott, weil ich mir mein Leben nicht von jemandem vorschreiben lassen möchte, von dem nicht mal bewiesen ist, dass er überhaupt mal gelebt hat. Ich will der Herr über mein eigenes Leben sein.

Ich möchte nicht fünf Kinder oder Aids bekommen, weil ich mein Leben lang strikt nach den zehn Geboten und dem Papst gelebt habe und deswegen kein Kondom benutzt habe. Ich möchte im Leben Spaß haben und auch mal Unüberlegtes tun. Ich will Sex vor der Ehe, und das nicht nur mit einem Mann. Vielleicht auch mal mit einer Frau? Na und?

Was die Toleranz betreffe, habe sie schliesslich auch kein Problem mit Gläubigen, schreibt Olga Ohlsson weiter. Auch nicht damit, dass gläubige Menschen so verbohrt seien und meinten, dass das, was sie sagten, richtig sei und nichts anderes. Dass sie die einzig Richtigen seien und das einzig Richtige tun würden.

Aber Sie tun nicht das Richtige, Herr Gott. Immer sollen wir als Ungläubige, als Atheisten die Gläubigen um uns herum akzeptieren und tolerieren und ja den Mund halten. Wir akzeptieren die Gläubigen ja auch, aber sie akzeptieren uns nicht.

Sie sollen doch mal darüber nachdenken, wie wir sind und wie wir uns bei ihren Angriffen fühlen, aber das ist ihnen egal. Sie sind egoistisch geworden. Durch Sie, Herr Gott! Sie mögen keine Atheisten. Und deswegen mögen uns Ihre Anhänger auch nicht.

Das Wort Gottes stünde schon in der Bibel, schreibt die Schülerin weiter.

Alle, die mir folgen, werden gesegnet und kommen in den Himmel und haben Glück bis an ihr Lebensende und blablabla. Doch wenn wir die Seite umblättern, dann ist all der Zorn zu finden, den Sie uns entgegenbringen. Uns, die Ihnen nicht Folge leisten.

In der Bibel stünden Dinge wie: Wer mir nicht folgt, der kann sich auf etwas gefasst machen, der wird sein Leben lang nicht mehr glücklich und kommt in die Hölle.

Nicht nett, Herr Gott. Wenn Sie uns nicht mögen, ist das nicht so schlimm. Aber ich habe keine Lust mehr, die Gläubigen zu tolerieren und mich vor ihnen zu rechtfertigen, denn eigentlich müssten sich die Gläubigen vor mir rechtfertigen.

Solange sie jemand beschimpfe, weil sie Atheistin sei, werde sie zurückschimpfen.

Viele Grüsse von einer Atheistin, die es leid ist, von allen unverstanden zu sein, und nur akzeptiert und toleriert werden will.

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295 Kommentare zu “Zorniger Brief an Gott”

  1. hugostamm sagt:

    Bei mir wird die Seite korrekt angezeigt.

    Schöne Pfingsten allerseits und liebe Grüsse

    Hugo Stamm

  2. Alois Krieger sagt:

    @Gelegentlicher Beobachter / @Urs Incheichen

    Tatsächlich habe ich das auch geglaubt, aber Kommentare wie die von Urs Ineichen irriteren doch. Die überhebliche Art, wie er die Ansichten von irgendwelchen anderen Leuten, die ihm solche Sprüche eindoktriniert haben, weitergibt, gibt schon zu denken. “Jesus ist auch für Sie am Kreuz gestorben” bla bla bla… Denken Sie, sie würden damit jemanden überzeugen? Das klingt nach idiotischem Nachbeten wie beim fundamentalistischen Islam und dient wohl nur dazu, das Selbstwertgefühl von ein paar Frömmlern zu erheben. Sie fühlen sich etwas Besseres, wenn sie ungefragt unsinnige Dinge nachplappern. So funktioniert der bedeuernswerte Teil organisierter Religion. Mit solchen psychologischen Tricks nehmen Sektenführer (und offenbar auch noch ein kleiner Teil der offiziellen Religionen) Leute für sich ein, die sonst überall Loser sind. Hitler’s NSDAP machte dasselbe, indem sie den verarmten deutschen Arbeitern sagte, sie seien da ausgewählte Volk.

    Von all dem Missbrauch abgesehen, gibt es doch einiges Wertvolles, das die Religion für unsere westliche Gesellschaft gebracht hat. Gerade das neue Testament im Christentum hatte ein Wegkommen vom Clan- und “ausgewähltes Volk”-Denken bewirkt. Die Menschen werden heute im Allgemeinen als gleichwertig angesehen.

    Um das Wertvolle in der Religion sehen zu können, sollte man allerdings begreifen, dass die Geschichten in der Bibel und sonstwo von meist weisen Leuten geschrieben wurden, die meist das Beste für ihre Gesellschaft wollten. Erst war wohl der Frieden innerhalb der Gemeinschaft wichtig, später der Frieden zwischen den Völkern und Stämmen. Deshalb ist es auch so gefährlich, wenn man alte Schriften, aus dem Kontext ihrer Zeit zieht und stur für das heutige Leben anwenden will.

    Leute, die Bilbelsprüche zitieren und andere damit belehren wollen, ohne eine intelligente Begründung, sollten denn auch immer darauf hingewiesen werden.

  3. Rabbi Jussuf sagt:

    Hugo Stamm
    Die Seite läuft schon seit Wochen nicht mehr korrekt unter Internet Explorer 9

  4. ralph kocher sagt:

    @Hypatia: ES nennt sich “Respekt” – allenfalls “Ehrfurcht” bzw. “Hochachtung”. Nicht von “irgendetwas” wo nicht ist. Einfach nur – vom Ganzen, vom Gewachsenen (also auch nicht der schnöde Mammon sei gemeint). Fehlt diese Einsicht gänzlich, dann wird auch nicht gelebt. Man “verlebt” dann – wohl meist für andere, was diese vorgeschrieben…! Immerhin wagen Atheisten den Schritt in ein neues, unbekannteres Gefilde. Weil, die Losung steht nirgends geschrieben. Man darf sie erforschen. Let the sunshine in!

  5. Hitz sagt:

    Ich weiss nicht genau, in welchem Land diese Schülerin lebt, aber in dem Land, in dem ich lebe, macht man sich heute eher lächerlich, wenn man offen zu seinem Glauben an Gott steht.
    Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn eine Jugendliche an Gott schreibt was immer sie möchte, aber mich verwundert es ein wenig, wenn ein derartiger Brief auf diesem Blog veröffentlicht wird. Dieser Brief ist einfach Ausdruck jugendlichen Aufbegehrens. Zufälligerweise hat dieses jugendliche Aufbegehren nun gerade Gott getroffen. Der nächste Brief wird, im selben trotzigen Tonfall, an ihre Eltern gerichtet sein. Dann an den Staat, die Gesellschaft, das Patriarchat etc. etc.
    Wenn Atheismus nichts weiter ist als eine Übung in pubertärem Aufbegehren, in sich im Widerstand gegen echte oder empfundene Autoritäten Üben, dann muss sich niemand wundern, wenn solcher Atheismus nicht ernst genommen wird, ist er doch nichts weiter als eine Stufe in der Identitätsfindung bei der Persönlichkeitsentwicklung.

  6. lora sagt:

    Wieso wendet sich Ohlsson an einen “Lieber Herr Gott” den sie gleichzeitig als inexistent bezeichnet?
    Warum kritisiert sie eine Stelle, die somit gar nicht dafür zuständig ist?
    Dass sie ihre Klagen dem lieben Herrn unterbreitet setzt voraus, dass sie sich da überhaupt jemanden vorstellen kann.
    Sie setzt voraus, dass es diesen Übeltäter – mindestens als Adressat ihrer Kritik – geben muss.
    Alleine dadurch dass sie Gott kritisiert, “glaubt” sie, dass es ihn gibt.

    Will Olga Ohlsson aber nicht angreiffen, sie ist jung.
    Eher finde ich, dass Hugo Stamm auch schon bessere Zeiten (Wortmeldungen) gehabt hat.
    (P.S. Persönlich habe ich grundsätzliche Probleme mit jeder Art von “Glauben” und “glauben”)

  7. AnnaElisa sagt:

    Wie kann man an jemanden einen Brief schreiben, der anscheinend nicht existiert. Oder regt sich da im Innersten doch eine Ahnung, dass Gott existiert?
    Allen Atheisten möchte ich sagen:
    Auch wenn Sie nicht an Gott glauben, so glaubt Gott doch an Sie!

  8. Lisa sagt:

    @ ralph kocher

    Klar ginge es um gegenseitigen Respekt im Alltag. Dass darüber viel geschwafelt wird und so manches Mal dagegen verstossen ist auch klar. Was mich hier irritiert ist, warum nicht der Text sondern die Person – die keiner von uns kennen kann – unter die Lupe genommen wird. Thema wäre aus meiner Sicht, wie wir uns in dieser Hinisicht verhalten und warum wir das so und nicht anders tun. Um über Geisteshaltungen zu Glaubensinhalten und Relgiionen Stellung nehmen zu können, müsste man sie aus eigener Kenntnis hinterfragen können. Solange sie nicht Diskriminierungen einschliessen müsste in unserer Zeit grade dieses grosse Thema diskutierbar sein. Zu überlegen wäre da, warum formuliert eine Gymnasiastin so einen Text und warum publizieren ihn die Medien. Die erste Frage, die ich mir gestellt habe ist die nach dem Verständnis von Glauben an eine höhere Macht und wie wir “höhere Macht” einordnen oder so.
    Dass so ein Rabatt-Marken-Gott nicht anbetungswürdig wäre – wenigstens für mich ist das so – scheint mir völlig klar. Er wäre ja sozusagen korrumpierbar und wer oder was der Menschheit überlegen ist sollte das eigentlich nicht siein.

    In dem Zusammenhang möchte ich einmal mehr auf “Bibel + Orient” in Fribourg hinweisen, wo Religionsforschung betrieben wird, sehr interessante Ausstellungen zu sehen sind und etliche – immer aus meiner Sicht – sehr lesenswerte Publikationen herausgegeben wurden und werden. Nur, je mehr man weiss um so zahlreicher stellen sich Fragen, das geht wohl auch noch anderen so.

  9. Petra Bart sagt:

    Muss ich mich Atheist nennen lassen, wenn ich an keine der drei grossen “Bücher-Religionen” der Erde glaube? Ich weiss, dass in jedem “Gläubigen” ein anderer Gott steckt. Gegenseitiger Respekt ist das wichtigste für unser Zusammenleben und kein “Schriftgelehrter” (Pfarrer, Rabbi, Iman und wie sie alle heissen darf Menschen belügen und in die Irre führen.
    Ich glaube an Gott, er lebt in meinem Nächsten und keine Tora, Bibel oder Koran ist von Gott gegeben!

  10. Hypatia sagt:

    Petra Bart sagt:27.05.2012 um 16:46

    Wikipedia meint:
    1. “Atheismus (von altgr. ἄθεος (átheos) „ohne Gott“ bzw. „gottlos“) bezeichnet im engeren Sinne die Überzeugung, dass es keinen Gott bzw. keine Götter gibt. Zum Atheismus im weiteren Sinn werden auch andere Abgrenzungen vom Glauben an Gott gezählt, beispielsweise Ansichten, nach denen man über die Existenz von Gott oder Göttern nichts wissen kann (Agnostizismus).”

    2. “Seit dem 19. Jahrhundert wird der Begriff ‚Atheismus’ in einem naturalistischen Sinne teilweise so eng geführt, dass er gegen alle supernaturalistischen Auffassungen gerichtet wird, die mit einem Glauben an übernatürliche Wesen, Kräfte oder Mächte göttlicher wie nichtgöttlicher Art verbunden sind (Animismus, Spiritismus, mono- und polytheistische Religionen). Dies wird zu Beginn des 21. Jahrhunderts oft als „Neuer Atheismus“ bezeichnet, wenn die Argumentation als naturwissenschaftlich ausgewiesen ist.”

    Denken Sie einmal darüber nach, wie Sie sich nennen lassen wollen. Die Entscheidung liegt an Ihnen.

  11. andersen sagt:

    Ein ungläubiger Jude betet in der Synagoge und weint.

    “Was heult ihr, da ihr nicht an Gott glaubt”?fragt ihn einer.

    Es gibt zwei Möglichkeiten, entgegnet der weinende Atheist, entweder bin ich im Unrecht und es gibt Gott dennoch-dann hat man schon alle Grund zu weinen oder aber ich habe recht und es gibt ihn nicht-dann hat man erst recht Grund, darüber zu weinen.

  12. Dario Brenner sagt:

    @ Hitz 14.09:
    Hamburg liegt bekanntlich im Norden Deutschlands, also kommt diese Schülerin (aha!) aus Deutschland. Wissen Sie, ich habe Ihren Kommentar durchgelesen und ehrlich gesagt scheint es eher Ihr Problem zu sein, dass Sie sich partout weigern, Atheisten ernst zu nehmen. Es ist dekadent, zu glauben, bloss weil jemand noch jung ist, könne er/sie bei solchen Themen nicht mitreden. Sind mögen zwar älter sein und haben damit vielleicht mehr Lebenserfahrung (vielleicht auch nicht), doch weder Sie noch jemand sonst hier hat magische Fähigkeiten. Ergo weiss diese Schülerin genau gleich viel über die Existenz Gottes, wie Sie und ich (nämlich nichts). Wie einfach ist es doch, allen Menschen, die eine andere Meinung haben als Sie, jugendlicher Trotz zu unterstellen. Bloss nicht zu lange über kritische Gedanken nachdenken – man könnte ja noch etwas dazu lernen! Ich sage Ihen etwas: Ich bin kein Jugendlicher mehr und trotzdem Atheist. Atheismus hat auch nichts mit dem Alter zu tun. Ich habe Grosseltern, die jetzt weit über 80ig und überzeugte Atheisten sind. Atheismus hat etwas mit einem rationalen Verständnis unserer Existenz zu tun. Genau wie diese Schülerin bin auch ich es leid, mich für meinen Nichtglauben rechtfertigen zu müssen. Denn eigentlich sollte es gerade umgekehrt sein: Wer eine Behauptung aufstellt, muss diese auch beweisen können. Und wer eine ungeheuer unwahrscheinliche Behauptung aufstellt, wie die Existenz eines Gottes, muss diese mit ungeheuer viel und guten Beweisen untermauern können. Bis jetzt passierte in den letzten Jahrtausenden jedoch genau das Gegenteil. Bisher konnte uns Atheisten noch kein Gläubiger irgendeiner Religion auch nur den kleinsten Fetzen eines Beweises liefern. Stattdessen werden Dogmen aus einem alten Buch und persönliche Erlebnisse, die in keinster Weise experimentell verifiziert, ja nicht einmal wiederkehrend nacherlebt werden können, als “Beweise” angegeben (was auch zeigt, dass Gläubige offenbar nicht verstehen, was das Wort “Beweis” bedeutet).
    Nun fragen Sie mich bestimmt, weshalb ich mich überhaupt darum kümmere. Weshalb können wir Atheisten uns nicht einfach unseren Teil denken und die Klappe halten? Ich sage Ihnen, weshalb: Weil Glaube und Religion die destruktivste Kraft in der gesamten Menschheitsgeschichte sind. Eine überragende Mehrheit sämtlicher Kriege und Konflikte wurde seit jeher aus religiösen Gründen geführt. Menschen werden unter dem Decknamen von etwas heiligen versklavt und gefoltert. Unschuldigen Mädchen werden auf grausamste Art und Weise die Genitalien verstümmelt, Kinder werden von Priestern sexuell missbraucht, Frauen und Mädchen werden von Jüdischen Fanatikern in Israel diskriminiert, ausgegrenzt und gar bedroht. Menschen sprengen sich selbst in die Luft und töten unzählige Unschuldige. Christen sprengen Abtreibungskliniken in die Luft. In Afrika werden jedes Jahr (!!!) hunderte Albinos von Christen gehetzt und abgeschlachtet. Hindus zünden im Norden Indiens mitten in der Nacht die Häuser von muslimischen Nachbarn an – aus dem einzigen Grund, dass diese einer anderer Religion angehören. In Saudi Arabien, im Iran und umgrenzenden Staaten werden drakonische Strafen für triviale, ja geradezu lächerliche Vergehen eingesetzt. Männer und Frauen werden auch hier im Westen (!!) nach wie vor diskriminiert, bloss weil sie schwul oder lesbisch sind. Obwohl schon tausende Male wissenschaftlich bewiesen, dass Homosexualität etwas natürliches ist, behaupten viele Christen, ja selbst die katholische Kirche nach wie vor, Homosexuelle seien bloss so, weil sie Freude an der Sünde hätten. Christen hier in der Schweiz machen Initiativen, um die Aufklärung unserer Kinder zu untergraben. Sexualität wird als sündig und gefährlich für Kinder darstellt, obschon wissenschaftlich bewiesen ist, dass schon Kleinkinder eine eigene Sexualität ausbilden. Religiöse Fundis überall auf der Welt kämpfen dafür, dass in den Schulen verzapft wird, die Welt sei in 6 Tagen erschaffen worden und sei jetzt 6000 Jahre alt. Ein Dogma, dass genauso absurd ist wie zahlreiche Verschwörungstheorien.
    Religion gibt vor, gut und moralisch zu sein. Uns Atheisten wird vorgeworfen, unmoralische Wesen zu sein. Tatsächlich gibt es jedoch nichts anderes auf dieser Welt, dass mehr Intoleranz und Hass verursacht als Religion. Und sei es “bloss”, dass ein Lehrer im Wallis entlassen wird, weil er ein Kruzifix aus dem Klassenzimmer entfernt. Ein Kruzifix, dass genauso wenig in eine Gebäude des Wissens gehört, wie Kopftücher, Kipas und sonstige Propaganda-Symbole der Religionen.
    Wenn Sie es sich nun tatsächlich anmassen, uns Atheisten vorzuwerfen, dass es kindisch oder pubertär sei, gegen all diese schrecklichen und abscheulichen Dinge aufzubegehren, dann sollten Sie sich mal ernsthaft hinsetzen und sich über IHRE moralischen und ethischen Vorstellungen Gedanken machen.

  13. Eldorado sagt:

    “Solange sie jemand beschimpfe, weil sie Atheistin sei, werde sie zurück schimpfen.”

    Hugo Stamm

    Schimpfen. Was für ein erbärmlicher Zustand. Schimpfen. Wie tief das Wort sinken muss um diesen Laut zu generieren.

    Schimpfen.

    Schimpfer. Schimpferin. Sorry. Aber Leute wie Dich soll man auslachen. Du Vehemente. Du Untadelige.

    Du Lachnummer.

    Mörgeli schimpft auch sehr, sehr gerne. Die gesamte SVP-Obrigkeit ist ein einziges Schimpfspektakel.

    Wir Sterblichen hören Euch und teilen Euch Euere Rollen zu.

    Schimpfende Mitmenschen verachten das Gute im Werden. Schimpfende Menschen wollen jemand sein, nach dem sich alle auszurichten haben. Sie glauben, das Recht für sich gepachtet zu haben.

    Schimpfende Menschen erinnern uns alle daran, dass jeder von uns ein Arschloch hat.

    Darum gibt es schimpfende Menschen. Das ist Ihre Aufgabe. Darum Danke Olga und Herr Mörgeli. Ohne Euch würden auch wir glatt vergessen, dass wir immer mal wieder nichts als Scheisse absondern.

  14. Eldorado sagt:

    Schimpf und Schande

    Über die Christenbande!

    Ich bin reiner Atheist

    und nicht verantwortlich für den ganzen Mist,

    den die Gläubigen mir zumuten

    auf den zufälligen Routen

    meines hohlen Daseins.

  15. Eldorado sagt:

    Atheist bin ich
    und auch Du sollst es sein

    sonst schimpfe ich Dich

    nicht tolerant!

  16. Eldorado sagt:

    Ein steinreicher Erbe
    eines steinreichen Bankers
    verstieg sich in philosophisches Bemühen.

    Er bemühte sich derart
    das sein Bemühen Niederschlag fand
    in den toten Gemütern der Banker.

    Er galt fortan als Philosoph
    und entführte die Mädchen
    aus dem Schoss
    der Natur
    seinen Whiskey trinkt er pur

    Macht Euch keinen Reim darauf
    nur Euere Gedanken

  17. Eldorado sagt:

    Ein steinreicher Erbe
    eines steinreichen Bankers
    verstieg sich in philosophisches Bemühen.

    Er bemühte sich derart
    dass sein Bemühen Niederschlag fand
    in den toten Gemütern der Banker.

    Er galt fortan als Philosoph
    und entführte die Mädchen
    aus dem Schoss
    der Natur
    seinen Whiskey trinkt er pur

    Macht Euch keinen Reim darauf
    nur Euere Gedanken

  18. Eldorado sagt:

    Olgas Wehmut, Olgas Schrei
    hört man dank Hugo über die Grenze gellen

    Lasst läuten die Schellen

    Da ist Hugo mit Olgas Geschrei

  19. Eldorado sagt:

    Wenn die Olga nicht wär’
    wüsst’ kaum einer wie schwer
    die Olga es hat.

  20. Eldorado sagt:

    Alain de Botton
    ist der Jerry Cotton

    wenn es darum geht

    herauszufinden

    wie man aus 200 Millionen

    die statisch und fest sind wie Granit

    durch einen gewissen Federzug

    dieselben betoniert

    und im besten Fall

    durch ein paar hunderttausend Euro

    vermehrt

    Der Tribut der Doofen

    Bau Dir Deinen eigenen Zuckerberg

  21. Eldorado sagt:

    Unlogisch ist der Wahlspruch
    der Dekadenz.

    Suche Vernunft nicht

    Erjage das Kapital.

  22. Eldorado sagt:

    Ein Turm

    wird erstehen

    darin kann man

    die DNA als Konstrukt dann sehen

    46 Meter hoch

    es gibt auch einen Koch

    Einfach bezahlen musst Du teuer dafür

    das ist der Weisheit letzter Lechzer

  23. Eldorado sagt:

    Verdammte Sauerei!

    Ueli, bald geht es Euch
    bitter an den Kragen

    Bereits Fussballer sind daran
    sich bei bei der Elite zu beklagen.

    Drum: Ueli wach auf!
    Die Revolte hat ihre Hand bereits auf dem Türknauf.

    Verdammte Sauerei!

    Das ganze Land hat diesen Duft!

    Irgendwann werden wir alle Bauern und machen uns tüchtig Luft!

  24. Roman Berger sagt:

    Ich mag nicht so recht glauben, dass Olga Ohlsson, die Verfasserin dieses Briefes, eine echte Atheistin ist. Wäre sie eine, würde sie keinen Brief an “Gott” addressieren, weil Atheisten die Existenz Gottes verneinen.
    Hier zeigt sich die Widersprüchlichkeit des Atheismus, weil dieser eigentlich auch eine Religion ist, quasi die “Anti-Religion”. Das Gegenteil von Religion ist jedoch nicht Anti-Religion, sondern Indifferenz. Der wahre Gegner des Religiösen ist nicht der Anti-Religiöse, sondern der Agnostiker, der offen eingesteht, dass er nicht weiss, ob es einen Gott gibt, der aber eine Existenz Gottes auch nicht ausschliessen mag.
    Wenn ich einem Atheisten begegne, biete ich ihm jeweils eine Alternative zum Glauben an einen Gott an: Ich empfehle ihm, stattdessen an die EWIGKEIT und an die UNENDLICHKEIT zu glauben. Das ist gar nicht so einfach, wenn man einmal ernsthaft über dieses rätselhafte Begriffspaar nachdenkt.

  25. Olive sagt:

    @Ronnie

    Schlafen wäre gesünder gewesen.
    Was mich immer wieder irritiert:
    Wenn man sich auf der ” richtigen” Seite wähnt, darf man über alle und alles schimpfen
    Das macht dann nichts.

  26. b sagt:

    der Schatten

    (dito @ Dario Brenner
    ganz in Ihrem Sinne: dann bin ich Atheist)

    —–

    eine Gesellschaft im Gehäuse der “Hörigkeit”

    auch wir hier in Deutschland haben ein besonderes Klima , eine sich wandelnde Gesellschaft und konkurrierende BILDER VON GOTT. Der ALTE GOtt “hält” sich. Mein besonderer Piek gilt dem evangelikalen Gott. Auch der ist kaum einheitlich und überschaubar sondern ein misoenhaftes, widersprüchliches, Wohlstand verteilendes (Christliche Geschäftsleute und die des VOLLEN Evangeliums) bis rachsüchtiges Wesen.

    Hier in D. begegnen sich Oskar La… und Röttgens Nor….Die erinnerten 70er Jahre befinden sich gerade in Auflösung. (Zusammenbruch des “Freitag”, Jacob Augstein…) Leute wie N.R. dürften mE gar nicht in die Politk. Ein Gesichtsausdruck wie “immer arrogant, immer mimosenhaft sauertöpfisch Siebentageregenwetter, immer süffisant lächeld-über anderen stehend”.

    | > > GENERATION BETATSCHT aber BEGREIFT nicht.< < ("Generation Eipett und Eipott") |
    ________________________________________________________________________

    Immer hinein in den Abfalleimer.
    "Schattenseiten einer Gesellschaft, der trotz aller Freiheitsversprechen und Konsumangebote eine gemeinsame, verbindliche Sinnstiftung abhanden gekommen ist." (über Wellershoff-Romanfiguren auf nachdenkseiten)

    "Wellershoff entlehnt die Stoffe seines Schreibens dem Leben selbst. Seine Romane, Novellen und Erzählungen handeln von den existentiellen Problemen der Menschen, die sich in einer komplexen, zunehmend undurchschaubaren Wirklichkeit zurechtfinden müssen. Einer Wirklichkeit, der die verbindlichen Weltbilder abhanden gekommen sind, und in der es keine gemeinsamen Werte mehr gibt. Dieser Realität sind sie ausgeliefert – mehr oder weniger gut ausgestattet mit materiellen und intellektuellen Ressourcen. In dieser Welt müssen sie ihren Lebensweg finden; ihre Wahlen treffen; sich entscheiden; sich anpassen oder widersetzen.

    Wellershoff schildert in seinen Romanen fast ausnahmslos Figuren, die sich in extremen Lebenslagen befinden: Verlierer, Gescheiterte, Verzweifelte, Außenstehende und sogar Verbrecher. Er zeigt am Beispiel ihrer Lebenswege ein ganzes Spektrum an Facetten und Lebensmöglichkeiten auf; vor allem aber: wie prekär die gesellschaftlichen Verhältnisse sind, die wir als Normalität bezeichnen. Gesellschaftliche und individuelle Krisen sind für ihn kein Extremfall, sondern der Normalfall. Denn in der sog. Normalität sind all die Gefährdungen und letztendlichen Katastrophen, die unser Dasein bedrohen, bereits angelegt. Ob sie zum Ausbruch kommen, ist dann eine Frage mehr oder weniger zufälliger Ereignisse und Konstellationen. Kontingenz wäre der Begriff, mit dem sich diese Grundsituation des Menschen in der modernen Gesellschaft bezeichnen lässt: Es kann so, aber auch ganz anders kommen. Der Kontingenzbegriff meint im Wellershoffschen Verständnis alles andere als postmoderne Beliebigkeit oder Wahlfreiheit (anything goes). Für ihn spielt der Zufall eine herausragende Rolle: Ob wir diesen oder jenen Weg einschlagen, ist von Umständen abhängig, die wir wenig beeinflussen können. In welche Zeit wir hineingeborgen werden; in welchen persönlichen Lebensumständen wir aufwachsen; auf welche Lebenswege wir geraten – all das ist von Zufällen abhängig, auf die wir keinen Einfluss haben. Kurzum: Wir sind nicht so handlungsmächtig, wie wir meinen. Schon kleinste Veränderungen im gesellschaftlichen oder persönlichen Umfeld können unsere Alltagsroutinen infrage stellen; sie können Gewissheiten erschüttern, von denen wir angenommen haben, sie seien selbstverständlich.

    Wellershoff sieht in der Literatur ein Medium der Erweiterung und Vertiefung der Wahrnehmung unseres Lebens. In immer neuen Konstellationen spielt er die fragilen Entwicklungsmöglichkeiten der Menschen in einer überkomplexen Umwelt durch und liefert die Gründe für ihr häufiges Scheitern. Die Handlungssituationen enthalten immer mehr Optionen als einlösbar sind. Gerade die moderne Gesellschaft mit ihren Freiheitsversprechen und Konsumangeboten weckt ein Übermaß an Ansprüchen und Wünschen, vor denen viele in Phantasie- und Traumwelten flüchten, weil ihnen die Mittel fehlen, ihre Sehnsüchte nach einem gelungenen oder geglückten Leben zu verwirklichen.

    Um aber zu entscheiden, was für das eigene Leben und Wohlbefinden taugt und was eher schädlich ist, bedarf es Kriterien, Orientierungen, Wissen und Mittel, an denen es oft gebricht: Die Menschen treffen die falschen Entscheidungen, resignieren und geraten auf Abwege. Deshalb sind die Randständigen keine Ausnahmen, sondern entwachsen allesamt der Normalität, an der sie scheitern oder zugrunde gehen. Wellershoffs Figuren sind daher Prototypen der gegenwärtigen Gesellschaft, keine Exoten.

    Der Zerrissenheit der gesellschaftlichen Verhältnisse entsprechen auf der subjektiven Seite Individuen, die mit ihrer Situation vielfach überfordert sind. Viele leiden, verzweifeln und gehen zugrunde, weil sie die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht durchschauen; weil das Tempo der gesellschaftlichen Veränderungen die Balance zwischen äußerer Realität und der Identitätsstruktur der Menschen erschüttert. Das Resultat ist die Erfahrung von Sinn- und Wirklichkeitsverlust. Das Ergebnis sind Lebenskrisen, Zusammenbrüche, Depression: Zuweilen kommt es zu Lernprozessen mit tödlichem Ausgang (A. Kluge)."
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=13353#more-13353
    —-

    Ich selber war leider nie zur rechten Zeit am rechten Ort. Habe *falsche Wahlen*??, Entscheidungen, Leute getroffen und ab einem gewissen Alter und Zustand keinen wohl(stands)gesonnenen liebenden gütigen Gottvater, der die Geschicke geleitet hätte, die Zufälle gestreut, die Korrespondenz aufgegriffen, auch mal ein Lob und nicht nur Tadel, und den Fluss des Lebens bewacht….

    Nein, heute wird der (zu spät) frisch operierte Alleinlebende ausgekübelt in Gedeih und Verderb (und -siehe Zeitmagazin über die SINNLOSE Wettbewerbsmedizin in BRD ) schlussendlich verrecken gelassen. Nach dem dri ttt klassigen Modell (so wie es drei Dialysemodelle gibt: das S C H I K A N E-Modell, das K o m f o r t-Modell und das L u x u s-Modell) Am Ende: TTT = T od oder t eurer.
    (T ja: am Ende beißt sich das Patriarchat immer selber in den Schwanz)

    WER sagt, wir würden in einer 2-Klassengesellschaft leben?

    "Witzigerweise" tragen die Breitensportzahler hier auch die subventionierten (elitären) TÄGLICHEN Londonflüge für 30 (!!!) Euro, während sie selbst, darauf angewiesen z.B. von Kiel nach Stuttgart zu kommen, nur eine Bahnfahrt für 180Euro(einfache Fahrt) vorfinden. DAS IST die Deutschland-AG!
    Und ihre Christen sind "GUT AUFGESTELLT"!

    Die griechische Mutter eines Mitschülers wollte sich scheiden lassen. Und schon kam die halbe Verwandtschaft zwecks Trost und Auffangen angereist. …Morgenlandsippen halten ebenfalls zusammen, auch im Exil, bis in die Kindeskindgeneration und über drei Ecken. Juden veranstalten ihre Großfamilientreffen bis in alle Erdwinkel, sind Vielflieger :- )

    Aber (evangelikale) Christen?

    ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ?

    Der Eimer, in den der Geist ausgegossen war, hatte mehrere Lecks…

    Da fragt man sich als Atheist, ob Endzeit ist!?

  27. olive sagt:

    @Hitz sagt:
    27.05.2012 um 14:09

    Wenn Atheismus nichts weiter ist als eine Übung in pubertärem Aufbegehren, in sich im Widerstand gegen echte oder empfundene Autoritäten Üben, dann muss sich niemand wundern, wenn solcher Atheismus nicht ernst genommen wird, ist er doch nichts weiter als eine Stufe in der Identitätsfindung bei der Persönlichkeitsentwicklung.

    Ich finde es grundsätzlich gut, wenn junge Menschen sich Gedanken machen über Gott und die Welt.

    Ist Gott in Ihren Augen eine echte oder eine empfundene Autorität?

    “eine Stufe in der Identitätsfindung bei der Persönlichkeitsentwicklung”
    was ist daran negativ?

    Dario Brenner hat in seinen Ausführungen fast alles gesagt, noch dies dazu:

    Die Vorwürfe, die er den Religionen macht, werden von vielen Gläubigen zurückgewiesen:

    Daran ist nicht die Religion schuld, sondern die Kultur, die Tradition etc.

    Diese spielen wohl eine grosse Rolle. Würde es sich bei diesen Auswüchsen aber nur um Traditionen handeln, könnte man verlangen, dass sich die Betreffenden ernsthaft damit auseinander setzen und sich fragen, ob das so in unserer Zeit noch weiterzuführen ist.
    So aber wird die Religion, Gott wie ein Schutzschild vor sich hergetragen, sie ist die stärkste Rechtfertigung, die es gibt.

    Zum Beispiel “will Gott”, dass die Ungeborenen um jeden Preis geschützt werden, auch wenn dabei ein paar Krankenschwestern und ein Arzt drauf gehen.

  28. ff sagt:

    Fortsetzung, falls mein Text vom non grata filternden heutigen Ersattz-Webmaster noch freigelassen wird

    die Schattenseiten eines ÜBERfordernen und ver-urteildenden “Besser”-Christentums = Gräzismus (dys und SCHLECHT) Ursachen hierfür:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Dysmorphophobie

    http://www.psychic.de/soziale-phobie-ursachen.php

    [http://www.palverlag.de/selbstablehnung-selbstkritik.html]

  29. Hitz sagt:

    @brenner und olive:
    1. Von wegen Beweisen: Es heisst ja genau darum “Glaube” und nicht “Wissen”. Dass sich dessen viele Gläubige nicht bewusst sind, ist mir schon klar, aber das ändert nichts daran, dass es, wenn man sich selbst als Gipfel der menschlichen Rationalität ansieht, etwas schräg ist, wenn man von Gläubigen Beweise verlangt. Ein Mathematiker kann, aufgrund seines Wissens, seine Theorien beweisen, ein Gläubiger kann nur glauben. Natürlich haben Sie Recht damit, dass genau dieser Umstand von den Gläubigen einiges mehr an Demut abverlangen würde, als sie jemals zu geben bereit waren.
    2. Die Aufzählung der Greueltaten und Kriege, die durch Religionen ausgelöst oder gerechtfertigt wurden, sind zwar ein beliebtes rhetorisches Mittel in jeder Diskussion zwischen Atheisten und Gläubigen, da ich aber beides nicht bin, lässt es mich relativ kalt. Ich finde es höchstens insofern langweilig, als dass es jede Diskussion schrecklich fruchtlos und vorhersehbar macht. Als nächstes werden dann nämlich die Gläubigen kommen, die dem Atheismus sämtliche Greuel von den Jakobinern über die Nazis bis zu den Kommunisten vorwerfen werden. Und sie haben damit ebenso Recht und Unrecht wie Sie mit Ihren Vorwürfen.
    3. All das ändert noch immer nichts daran, dass dieser Brief klar als derjenige einer Jugendlichen in einer bestimmten Entwicklungsphase identifizierbar ist. Finde ich Jugendliche in dieser Phase schlecht? Nein. Finde ich ihren Trotz und ihr prinzipielles Aufbegehren schlecht? Ebenfalls nein. Muss es unwahr sein, was eine Jugendliche in dieser Phase schreibt oder weniger authentisch als das, was ein Erwachsener schreiben würde? Absolut nicht
    Ist es aber, nur weil es authentisch, berechtigt oder möglicherweise wahr ist, auch originell und nur im entferntesten sowas wie eine Diskussionsgrundlage für einen Themenkomplex, über den sich Menschen schon seit Jahtausenden streiten? Eher nicht.
    Ist die Form des Briefes, in der sich die Jugendliche an eine Kreatur wendet, deren Existenz sie per Definition verneint (sie nennt sich ja Atheistin) unlogisch und widersprüchlich? Absolut.
    4. Sie erwähnen auch, dass Sie es satt haben, sich für Ihren Unglauben zu rechtfertigen. Ich frage mich ernstlich, in was für einem Milieu Sie verkehren, dass Sie dazu genötigt sind. Ich für meinen Teil war als Jugendlicher Atheist sowas von Mainstream und als Erwachsener Agnostiker ernte ich höchstens skeptische Blicke dafür, dass ich die Existenz eines Gottes für NICHT UNMÖGLICH halte und niemals dafür, dass ich auch die Nichtexistenz in Erwägung ziehe.
    Letztlich sind mir erklärte und glühende Atheisten genauso unheimlich wie glühende Gläubige, da auch sie glauben, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben und da auch sie den Anspruch auf die absolute Wahrheit erheben, was mich wünschen lässt, dass auch sie niemals die Meinungsherrschaft auf der Ebene realer Macht erringen mögen (siehe hier wieder Sovjetunion etc.).

  30. Ariane sagt:

    Malus sieversii
    Almaty

    Wildapfelbaumwälder aus dem Garten Eden

    http://de.wikipedia.org/wiki/Asiatischer_Wildapfel

    wie zum Beweis (Generation alles betatschen – aber nichts begreifen) kam heute die passende Sendung auf arte…

    “Heiliger Geist” und Weisheit (der NAtur) lange vor dem christlichen Gott

  31. Andreas sagt:

    Ich finde die meisten Negativ-Definitionen komisch bis unpassend. Ich fühle mich zum Beispiel nicht als Nichtraucher sondern als einen Menschen, der gesund lebt. So wie ich auch keine Nicht-Frau bin sondern ein Mann. Weshalb soll ich ein Atheist sein, nur weil ich nicht an einen Gott glaube? Für mich gibt es einfach normale Menschen, die an ein höheres Wesen glauben und andere normale Menschen wie mich beispielsweise – Punkt. Dann erübrigt sich die ganze Diskussion.

  32. aqua sagt:

    Roman Berger: “Das Gegenteil von Religion ist jedoch nicht Anti-Religion, sondern Indifferenz

    Das denke ich auch. Wobei es sicher viele Indifferente gibt, die schlicht keine besseres Wort für ihre Indifferenz kennen als eben “Atheist”. Jedenfalls wird sich ein solcher Indifferente kaum hier im Stammblog tummeln.

  33. Lisa sagt:

    @ olive

    Grade habe ich die Lektüre einer Einführung ins Ostjudentum beendet und bin mir nicht im Klaren wie ich zum Teil wenig sachliche Äusserungen des Autors zuordnen soll. Es ist wichtig, dass Menschen sich irgendwo verwurzeln können.Wenn aber Religionen und Brauchtum zu Verhärtung aller Fronten führen und daraus fast nur Leid entsteht, fragt man sich: wozu das alles?
    Solange es Menschen gibt, wird es Kriege geben. Den einen dienen sie dazu sich eine goldene Nase zu “verdienen”, denn Zerstören und Wiederaufbau konstet eine schöne Stange Geld. Zielscheibe sind immer andere, nach Möglichkeit jene die unter sich uneiinig sind – bereit sich gegenseitig zu denunzieren – und / oder sog. Minderheiten ohne Lobby.
    Letztlich müsste es ein Segen sein, könnte man alle grossen Religionsgemeinschaften einfach “abschaffen”, weil sie in sich per se das Potential bergen das “Falsche” zu definieren. Aber auch da ist es wie anderswo. In der dunkelsten Finsternis wirken Lichtgestalten hell. Man müsste wohl zwischen Brauchtum, althergebrachten Rechtssprechungen und dem was tatsächlich mit Religion bezeichnet werden könnte unterscheiden. Denn die braucht all das Primborium eigentlich nicht.

    Allerdins habe ich es andersrum erlebt, die Frage in einem Kursraum “katholt es etwa hier”. Und ich habe das laut bestätigt, weil ich die Frage mindestens so diskriminierend fand wie die Äusserung einer Bekannten über “unseren blöden Wanderprediger” oder “die muslimischen Nicht-Menschen”. Denn da ging es um die Wahrung der Würde der Kursteilnehmer.Wer sein Wissen aus Klischees schöpft und keine Schritte auf andere zugehen kann der hat m.E. ohnehin versagt. Denn sogar in Glaubensfragen finde ich Wissen wollen elementar. Wie soll ich andere verstehen, wenn die verbarrikadieren? Dann würde ich persönlich ganz einfach derart reagieren, dass ich mir sage, na ja, die wollen keinen Dialog, ist hre Sache. Es würde und wird dann inakzeptabel wenn man im Namen irgendeines “Glaubens” geknüpft an eine organisierte Religion (Kirche oder so) diskriminiert wird, was ebenfalls in unsere Breitengrade Einzug gehalten hat und am Zunehmen ist. Es sind immer “Dumme” die so agieren aber es sind eben auch die, die die Stimmung sinnlos anheizen. Sie sind von links nach rechts durch alle Schichten und Frömmigkeiten zu finden.

    Wenn ich mirs genau überlege, ist für mich die Freiwilligkeit in solchen Belangen das Wichtigste. In so persönlicher Angelegenheit möchte ich mich keiner Gruppendynamik unterziehen, weil da fast unweigerlich Kontrolle und Wettbewerb einsetzen, wer der bessere Mensch sei.

    Sind Menschen überhaupt “gut”? M.E. sind sie einfach wie sie sind und dann eben mir am nächsten, wenn sie ihr Leben leben können und dabei meistens zufrieden sein.

  34. Emeli sagt:

    Edison war fast taub und hat das Grammaphon erfunden! Bells Mutter Eliza Symonds Bell war stark schwerhörig.
    Hinter grossen Visionen und Erfindungen standen und stehen oft körperliche gebrechen.

    Darum frage ich mich warum die Religionsstifter auf ihre Visionen und Ideen kamen.

    Warum bemalten die Urmenschen Höhlenwände und Felsen?
    Warum wurde das Rad erfunden etc.?

  35. Lisa sagt:

    Sind es nicht ziemlich oft Projektionen auf Anderes und Andere, die eben auch oder grade innerhalb von Religionsgemeinschaften aber auch diversen Gruppierungen jeglicher Couleur fast durchgehend Hochkultur haben? Man stellt zwar hohe Ansprüche an sich selbst aber die sind so hoch, dass man gar nicht mehr bemerken darf, dass ihnen kein menschliches Wesen überhaupt gerecht werden kann. Vermutlich geht das in diversen Spielarten, auch unter Atheisten, weil sich da bereits wieder so etwas wie eine Glaubensgemeinschaft gebildet hat.
    Weder noch ist für mich “alltagstauglich”. Und einmal mehr frage ich mich “Aufklärung des Geistes, in welches schwarze Loch hast Du Dich verirrt. Zumindest die Schweiz wartet schon soooooo langa darauf, dass Du in die Schulstuben, Universitäten und vor allem in die Köpfe der Menschen Einzug hältst.”
    Was liebe ich Leute, die nicht immer so genau Bescheid wissen, mit denen man interessante Gespräche führen kann deswegen. Leider scheinen sie eine aussterbende Spezies zu sein. Schwarz-weiss ist wieder auf Vormarsch in Uniformen zu Marschmusik und in mannigfachen Sprachen.

  36. Lisa sagt:

    Ich stelle mir die Welt ein wenig besser vor, wenn ALLE wenigstens die allerältesten Zöpfe abschneiden und selber zu denken beginnen würden.

    Hat jemand ausser mir Max Frisch’s Roman gelesen? Andorra? Ein Drama, weil Menschen irgendetwas Queres gemeint haben? Wird sich dieser “Zirkus” um die “richtige” Religion, den “richtigen” Glauben jemals ändern? Richtig ist doch, was uns im Leben hilft, da spielt es keine Rolle wie wir die Hände falten oder die Hüften verrenken. Wir können alle Lesen und Schreiben, wir brauchen aktuell keine psalmodierenden Vorleser mehr. Nun müssten wir noch denken lernen, damit wir uns gegenseitig respektieren können täten. Eben Aufklärung wo bist du? Wir driften mal wieder ab hier. Im Gegensatz zu @ Hitz” verstehe ich die Fragestellung der jungen Frau ganz gut und hoffe sehr für sie, dass sie sich dies zur Gewohnheit macht, dass sie nie aufhört zu fragen und nachzudenken.

  37. Lisa sagt:

    @ emeli

    Wenns heute Nachmittag einen Knall gibt, die Erde explodiert und die Menschheit resp. alles Leben des Planeten für immer erlischt wirds keiner auch nur merken. Es wird nie wichtig sein ob und warum. Tatsache ist lediglich, jemand hat das Rad erfunden aber es gab durchaus auch Leute die es in ihrem Land verboten haben oder tendientell abschaffen wollten. Da man das Gramophon nicht hören muss um es konstruieren zu können wäre denn wohl auch die Frage geklärt. Beethoven hat schliesslich die fünfte Synphonie auch als fast tauber Mensch geschrieben, was für eine Musik! Zuerst war da immer der Gedanke und die Fähigkeit den Gedanken umzusetzen und dazu hätte der Erfinder neben taub auch blind sein können so er sich entsprechende Leute mobilisieren zu können, wenn er ja schreiben konnte, konnte er sich verständigen.

  38. Lisa sagt:

    @ emeli

    Heute würde man sagen, dass der Typ eben gut in Physik sei. Er hatte sich offenbar das nötige Wissen angeeignete und hat damit getan, was man immer sollte. Er hat es erweitert und er hat Fragen gestellt die er offenbar zumindest in gewissen Bereichen in der Lage war eines Tages selbst zu beantworten. Ich persönlich bin ihm dankbar.
    Dass das keine göttlichen Eingebungen waren dürfte klar sein. Hirnforscher befassen sich intensiv damit herauszufinden, wie sowas funktioniert.

    Mir ist beim Schreiben ein Beispiel aus der Bibel eingefallen, nämlich das, als Moses die 10 Gebote auf dem Berg Sinai von Gott entgegengenommen hat. Ich glaube, man muss sich da nicht vorstellen, dass ein älterer Mann da hinaufgeklettert ist weil Gott eben oben im Himmel wohne und danach mit unsäglich schweren Steintafeln wieder mühsam zu seinem Volk herunterstieg. Wahrscheinlicher ist doch, dass der Führer eines Volkes durch Wüsten in der Einsamkeit über Grundregeln des Zusammenlebens nachgedacht hat und die dann als allgemeinverbindlich bekannt gab. Diese Gesetze waren einzuhalten, weil sie “in Stein gemeisselt”waren, verbindlich, unter Androhung von Strafe beim Zuwiderhandeln. Er muss ein kluger weitsichtiger Mensch gewesen sein, keine Frage, das andere aber, meine ich, muss man eher als Metapher verstehen.
    Nur so als Anstoss zum weiterdenken…….ich will nicht etwa belehren. Ich habs einfach nicht so mit göttlichen Eingebungen und Engeln. Ich habe mir das alles schon immer ein bisschen anders gedacht weshalb ich bei manchen Leuten angeeckt bin.

  39. andersen sagt:

    “Ich weiss, dass ich nichts weiss”, hat Sokrates gesagt.

    Wie man dieser Universum sieht, hängt immer alles davon ab, wie man es betrachtet, das hat sogar unser Raumfahrer feststellen müssen.

    Aber die wirkliche Frage lautet doch:

    Ein einziger heiliger Moment/Milliarden von Jahren-wo ist da der Unterschied?
    Könnt ihr nicht einfach dem beipflichten, dass manche Fragen des Lebens ein zu grosses Rätsel sind, das nicht einmal ich oder ihr lösen könnt?

    Warum dieses Rätsel nicht als heilig betrachten?Warum das Heilige nicht heilig sein und es dabei bewenden lassen und das Leben einfach geniessen?
    Ich weiss, dass ich eines Tages sterben muss, darum bin ich auf einer Reise nach nirgendwohin.

    Der Himmel-wie ihr ihn nennt-ist nirgendwo.
    Er ist jetzt, und er ist hier.

    🙂
    .

  40. Ernst Stampf sagt:

    Die Unfähigkeit mancher Leser dieses Blogs, die ironische Brechung in diesem Brief zu sehen, sollte zwar nicht erstaunen, aber ich weiss trotzdem immer wieder nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

    Falls jemand nicht versteht, worauf ich hinauswill: ich beziehe mich auf Sätze wie “Dass sie ihre Klagen dem lieben Herrn unterbreitet setzt voraus, dass sie sich da überhaupt jemanden vorstellen kann.”

  41. Lisa sagt:

    @ andersen

    Es ist das nicht Stehenbleiben wollen. Es ist die Neugier die uns umtreibt. Und, ich finde, es lohne sich diesem Bedürfnis nachzugehen soweit das möglich ist. Wie sollen wir uns verstehen, wenn wir etwas einfach starr zuordnen und das wärs dann gewesen? Die Wiege der Menschheit liege in Afrika hat man erkannt. Dass es da noch ganz viel zu erforschen resp. zu lesen gibt ist doch klar. Vermutlich werden wir dann, wenn wir verstehen warum wir wann wie handeln dieses, unser Handeln, überhaupt erst ändern können.
    Menschen, die es wagen alles immer mal wieder zu hinterfragen zeigen grade damit immer mal wieder neue Wege auf. Was wollen wir denn mehr als eine Jugend der der Rest der Welt nicht gleichgültig ist, die es auf sich nimmt über unser Kommen und Gehen aufzuhalten.

  42. matthias sagt:

    What a load of bull…….

  43. Pendel sagt:

    @Hugo Stamm: Was haben Sie nur gegen die Religionen und deren Anhänger, dass Sie unablässig diesbezügliche Themen anpreisen und ausschlachten? Und warum wünschen Sie denvon Ihnen dauert geplagten ‘Irrläufern’ denn ‘Schöne Pfingsten’?

  44. andersen sagt:

    @lisa

    Ja, der Erleuchtung verlangt von euch, etwas zu wissen, was ihr nicht erfahren habt, und somit zu erfahren.
    Wissen öffnet die Tür zur Erfahrung-und ihr stellt euch vor, dass es andersrum ist.
    Tätsächlich wisst ihr sehr viel mehr,als ihr erfahren habt.
    Ich wisst einfach nicht ,das ihr wisst.
    Ihr wiss,was zum Beispiel, dass ein Gott existiert.Aber unter Umständen wisst ihr nicht, dass ihr dies wisst.
    Also wartet ihr weiterhin auf die Erfahrung.Doch die ganze Zeit über habt ihr sie schon.
    Ihr habt sie , ohne es zu wissen-was gleichbedeutend ist, sie gar nicht zu haben.
    Es gibt es jene, die sagen, dass ihr alle irdischen Leidenschaften überwinden müsst, um Gott zu erkennen.
    Nur, dem was der Mensch sich wiedersetzt, dass bleibt bestehen.
    Oft sieht es aus, als hätte ein Person, die sich auf dem sogenannten spirituellen Weg befindet, aller irdischen Leidenschaft entsagt, allem menschlichen Begehren.Doch sie verstand zwar, erkannte die Illusion und legte die ihr nicht dientlichen Leidenschaft ab, liebt aber weiterhin die Illusion für das sie ihr gab: die Chance, völlig frei zu sein.
    Leidenschaft treibt die Maschine der Schöpfung an. sie verwandlet Vorstellungen in Erfahrung.
    Leidenschaft ist das Feuer, das uns beflügelt, dem Ausdruck zu geben, wer wir wirklich sind.
    Entsagung verwehrt sich nie der Leidenschaft-Entsagung verweigert sich einfach dem Anhaften an Resultaten.
    Leidenschaft ist eine Liebe zu tun. Tun ist erfahrenes Sein.
    Doch was wird oft als Bestandteil des Tuns erschaffen?
    Erwartung.
    Ein Leben ohne Erwartung zu Leben-ohne Bedürfnis nach bestimmten Resultaten-das ist für mich Freiheit.
    Ich bin nicht an irgendwelchen Resultaten verhaftet.
    Meine Freude liegt im Erschaffen, nicht in den Nachwirkungen.Entsagung ist nicht die Entscheidung, sich dem Handeln zu verweigern.Entsagung ist eine Entscheidung, sich dem Bedürfnis nach einem bestimmten Resultat zu verweigern.
    Hier ist es ein riesengrosser Unterschied.

    Vielleicht ist es irgend ein “Gott” in mir, was auch immer,die einfach “hallo” sagen möchte, ich weiss es nicht, kein Ahnung.
    Und so kann eine schöpferische Gedanke entstehen.
    Im Klartext: Im Leben geht es daher darum zu erschaffen, wer und was man seid, und dies dann zu erfahren.
    Das ist sehr spannend.
    Aber natürlich auch, ob es mich dienlich ist.
    Hier schaue ich es an.
    Denn Leiden ist ein unnötiger Aspekt menschlicher Erfahrung.
    Es ist nicht nur überflüssig, sondern auch unklug, unangenehm und für mein Gesundheit gefährlich.
    Ich habe ihm ein Ende gemacht.

    Liebe Lisa, ich bin Heute an ein Gartenparty eingeladen, wünsche ein schönen Tag!

  45. pierre bourdon sagt:

    Bei gewissen Leuten macht die Negativ-Definition (oder Definition) ein essentieller Teil ihrer Persönlichkeit aus, darum unterstreichen sie das auch immer gerne. Allerdings müssen nicht alle an die grosse Glocke hängen, woran sie glauben oder nicht glauben und wie überzeugt sie von ihrem Weltbild sind.

    Und für manche ist es attraktiv, die jeweils ideologischen Gegner vom Gegenteil überzeugen zu wollen. Da sich diese Leute irgendwie immer das passende Gegenüber, das passende Milieu aussuchen, bekräftigt sie dies in ihrem Weltbild – überall lassen sich Mitstreiter und Gegner ausmachen.

    Die meisten Argumente, welche dann in pro/kontra-‘Diskussionen’ geführt werden, sind lediglich Feigenblättchen um die GEFUEHLTE RICHTIGKEIT der eigenen Ueberzeugung intellektuell zu untermauern. Darum stehen am Ende alle immer noch am selben Punkt – alles was sich ändert ist, dass sie nun wissen, wo sie für die nächste Diskussion noch argumentativ aufrüsten müssen.

  46. Lisa sagt:

    @ andersen

    Haben Sie einen sitzen oder sind Sie ganz kurzfristig verblödet?

    @ perre bourdon

    Na ja, und was tun Sie ausser hier ein bisschen motzen?

  47. olive sagt:

    @Pierre Bourdon

    dass Sie noch Zeit finden, in diesem blog zu schreiben, einige Ihrer Düfte gefallen mir sehr gut.

    Ansonsten stimme ich Ihrer Analyse weitgehend zu.

  48. Haenk sagt:

    ”Schöne Pfingsten”?

  49. Haenk sagt:

    Pendel sagt:
    28.05.2012 um 14:49
    @Hugo Stamm: Was haben Sie nur gegen die Religionen und deren Anhänger, dass Sie unablässig diesbezügliche Themen anpreisen und ausschlachten? Und warum wünschen Sie denvon Ihnen dauert geplagten ‘Irrläufern’ denn ‘Schöne Pfingsten’?

    Ich weiss was Hugo gegen Religionen und Anhänger hat.
    Religionen sind sein tägliches Brot, und anhänger damit fahren die Holländer immer herum auf schweizer Strassen.

    Gott existiert aber nicht so wie in Märchen wie wir sie vorgehalten kriegen. Die quantenmechanika hätte Antworten. Warum die nicht von seite der Wissenschaft kommen ist schleierhaft.

  50. Haenk sagt:

    ”gegen religionen sein” ist tägliches Brot…

    Hugo du hast noch nie dein standpunkt klar gemacht. Was glaubst du denn? Ist es so kompliziert das du es uns nicht zumuten kannst?