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  • Das Wasserfällchen im Elfenaupark.

  • Die Idee ist alt, das macht sie aber nicht besser.

  • Die Trümmelbachfälle in Lauterbrunnen.

  • Der Staubbachfall in Lauterbrunnen.

  • Sieben Brünnen – die Quellen der Simme.

  • Der Reichenbachfall bei Meiringen.

  • Der Mürrenbachfall bei Lauterbrunnen.

  • Der Iffigfall bei Lenk.

  • Die Giessbachfälle in Brienz.

Im Oberland fliessts besser

Es gibt Dinge, die man nicht diskutieren muss. Wer die besseren Wasserfälle hat, zum Beispiel.

Wir wollen den ewigen Stadt-Land-Graben für einmal nicht zu stark bemühen. Es gibt einige Dinge im Verhältnis der mittelländischen Stadt Bern zum Oberland, über die sich eine Diskussion kaum lohnt, weil man unter vernünftigen Menschen schnell zu einem einmütigen Ende kommen wird.

Dass in der Stadt schon ein bisschen mehr los ist an einem Abend als zum Beispiel in Gadmen. Dass dafür das Oberhasli für Kuh-Spotter (nicht -Spötter) einfach attraktiver ist. Überhaupt die Natur: Ein paar Stadtbäume kommen nicht gegen die Wälder im Oberland an, darum wollen wir auch Matto Kämpf widersprechen, der sagt: «Das Berner Oberland ist ein mit Tannen bewachsener Unsinn.»

Da hilft es auch nicht, wenn sich Bern bemüht, wilder zu werden. Wie das herauskommt, kann man aktuell einerseits an der BEA sehen, andererseits im Elfenaupark. Dort sprudelt jetzt endlich ein Wasserfall, per Knopfdruck in Betrieb genommen von Herrn Gemeinderat Alexandre Schmidt persönlich. Es mag auch am noch mangelnden Grün rund um den Rinnsal liegen, doch der Elfenau-Wasserfall macht trotz drei Metern Höhe und 1200 Liter Wasser pro Minute leider den Eindruck eines gar jämmerlichen Wasserfällchens.

Noch ein bisschen mehr Erbarmen mit dem stürzenden Wässerchen hat man, sobald man richtige Wasserfälle sieht, Oberländer Wasserfälle eben. Einige davon haben wir in der Bildstrecke zusammengestellt. Leider bietet sich das Wetter in den nächsten Tagen nicht an, um einen Ausflung zu den Giganten zu wagen. Doch nach all dem Regen sind sie am nächsten schönen Tag nur noch beeindruckender – keine Diskussion.

Christian Zellweger

Christian Zellweger geht seit 2010 unter den Lauben Berns und schaut, wer auch schaut.


Publiziert am 28. April 2014

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