Nach der ganz okayen Stadionkonzerte-Saison 2013 geht das Stade de Suisse neue Wege: Keine Rockdinosaurier, keine bewährten Stadionbands, und aber auch keinen Schlager, wie dies die Stadieninhaber in Basel und Thun mit der Rasenvernichterin Helene Fischer oder Heino vorgemacht haben. Nein, das Stade de Suisse bucht das Phänomen One Direction – und man könnte da durchaus von einem Hochrisikospiel sprechen, da die Buben hierzulande nicht so bekannt scheinen.

Damit der Abend aber ein unvergleichlicher wird, schenken wir dem Stade de Suisse auch gleich Piero Esteriore als Support-Act. Bern ist für den alternden Casting-Star zwar «jetzt finito», «leider». Aber, so liess er dem «Bund» ebenfalls ausrichten: Vielleicht verschlage es ihn ja doch wieder mal hierhin. Denn: «Wir Künstler leben von Luft und Liebe. Und wir fallen dort herunter, wo uns der Wind hinträgt.» Und im Vorprogramm von One Direction scheint Herr Esteriore bestens aufgehoben.

Benedikt Sartorius

Benedikt Sartorius lebt seit dem Transfer aus dem Oberland in Bern und hat seit einiger Zeit Frieden mit der Stadt geschlossen. Eine gewisse Neigung zum Sandstein- und Laubenallergiker ist aber immer noch spürbar.


Publiziert am 7. Dezember 2013

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