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Forsche Berner Wissenschaftler

Die Amerikaner können es schon lange, die Uni Bern zieht nach: Mit skurrilen Studien für Medienaufmerksamkeit sorgen. Wir hätten da noch einige Forschungsfragen an unsere Wissenschaftler.

Hätten Sie’s gewusst? Wer höher wohnt, lebt länger. Offenbar hat das Stockwerk einen Einfluss auf die Lebenserwartung. Wenn dann aber in der Nähe des Hochhauses zu viele Bars stehen, könnte der Effekt des High Life wieder verpuffen. Wer nämlich in einem Vergnügungsquartier lebt, hat ein «erhöhtes Risiko, an alkoholbedingten Krankheiten zu sterben».

Überraschende Forschungsergebnisse waren bislang die Spezialität von Forschern aus Übersee. Da gibt es jene, die herausfanden, dass die Selbstmordrate in amerikanischen Bundesstaaten umso höher ist, je mehr Country-Musik im Radio gespielt wird. Oder dass Schafe sich stärker vor einem Forscher fürchten, wenn er vor ihnen auf den Boden blickt, als wenn er sie anstarrt. Und natürlich die ominöse Studie, laut der Paare umso weniger Sex haben, desto mehr der Mann im Haushalt mithilft.

Die Uni Bern war ja bislang in dieser Beziehung unauffällig. Sie leistet sich zwar einen Bienenprofessor und ihre technologischen Errungeschaften fliegen in Satelliten mit ins All. Mit der Forschung zu Hochhäusern und Alkoholverkaufsstellen hat Sie sich aber in die internationale Liga der medienprominenten Hochschulen gewagt.

Natürlich ist das weite Feld der Forschung damit noch lange nicht abgegrast. Gerade in der Stadt Bern gibt es noch einige Phänomene, die eine genauere Betrachtung verdient hätten. Gerne hätten wir gewusst, ob es stimmt, ob wirklich immer dann am wenigsten los ist in der Stadt, wenn man einem Gast das Nachtleben zeigen will. Ob die Chance für eine Band, am Gurtenfestival zu spielen, umso höher ist, je länger ihre letzte Veröffentlichung her ist. Oder ob sich YB-Fans wirklich stärker mit dem Verein identifizieren, wenn er ab und zu mal verliert.

Christian Zellweger

Christian Zellweger geht seit 2010 unter den Lauben Berns und schaut, wer auch schaut.


Publiziert am 20. Mai 2013

3 Kommentare

  1. Anita Hanjaab says:

    Also die Uni Bern hat sehr wohl noch eine oder andere skurile Forschungsfelder anzubieten. So haben sich Berner Forensiker mit der Frage beschäftigt, ob eine volle oder leere Bierflasche ausreicht, um einen Schädel zu zertrümmern. Und mit welcher es besser geht:
    Das Paper: “Are full or empty beer bottles sturdier and does their fracture-threshold suffice to break the human skull?”
    -> Die Antwort lautet: Eine halbliter Feldschlösschenbierflasche reicht aus!

  2. Philipp Rittermann says:

    also wenn alle in vergnügunsvierteln leben würden hätten wir global gesehen die folgenden vorteile:
    1) jeder hätte fun
    2) die sterberate würde auf vergnügliche art und weise und äusserst effizient gesteigert
    -> schonung der krankenkassen, der ahv und andern sozialen (vorsorge-) institutionen
    3) die beschriebenen “forscher” müssten für ihre lustigen studien keine seriösen vorwände mehr suchen und könnten sich voll und ganz auf den (übermässigen) alkoholkonsum berufen.
    4) die “randgruppe” der nüchternen finanziert das ganze.
    -> lasst uns die welt in ein riesiges vergnügungsviertel verwandeln!

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  1. Anita Hanjaab says:

    Also die Uni Bern hat sehr wohl noch eine oder andere skurile Forschungsfelder anzubieten. So haben sich Berner Forensiker mit der Frage beschäftigt, ob eine volle oder leere Bierflasche ausreicht, um einen Schädel zu zertrümmern. Und mit welcher es besser geht:
    Das Paper: “Are full or empty beer bottles sturdier and does their fracture-threshold suffice to break the human skull?”
    -> Die Antwort lautet: Eine halbliter Feldschlösschenbierflasche reicht aus!

  2. Philipp Rittermann says:

    also wenn alle in vergnügunsvierteln leben würden hätten wir global gesehen die folgenden vorteile:
    1) jeder hätte fun
    2) die sterberate würde auf vergnügliche art und weise und äusserst effizient gesteigert
    -> schonung der krankenkassen, der ahv und andern sozialen (vorsorge-) institutionen
    3) die beschriebenen “forscher” müssten für ihre lustigen studien keine seriösen vorwände mehr suchen und könnten sich voll und ganz auf den (übermässigen) alkoholkonsum berufen.
    4) die “randgruppe” der nüchternen finanziert das ganze.
    -> lasst uns die welt in ein riesiges vergnügungsviertel verwandeln!

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