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  • Und noch einmal: Beyoncé im kleinen Bikini.

  • Unfair: Auf drei kaum bedeckte Frauen kommt ein halbnackter Mann.

  • Dieser Herr hat sich für ein Zicklein entschieden.

  • Doppelt gemoppelt: Dieser Mann hat je Bizeps einen Welpen.

  • Beyoncé, so weit das Auge blickt: Ästhetisch sensible Herren haben es derzeit gut in Bern.

  • So geht das: «Hot Guys and Baby Animals» zeigt männliche Nackte – und verdient trotzdem Geld.

Nackte Frauen allenthalben

In der Hauptstadt kündigt sich der Sommer an – und das Volk kriegt viel nackte Frauenhaut präsentiert. Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Zeit für etwas ausgleichenden Sexismus.

Der Sommer kündigt sich an, der Mensch steht im Saft. Da ist es nicht verwunderlich, dass die schönen Seiten des Lebens ins Zentrum rücken. Doch wie das derzeit vonstatten geht, ist doch mehr als einseitig.

Etwa am Bahnhof Bern: Beyoncé allenthalben. In winzigen Bikinis blickt das H&M-Model auf Zeit über die Pendlerströme hinweg, als ob es kein Maiwetter gäbe. Oder bei der kürzlich erfolgten Miss-Bern-Wahl. Da lässt sich ein Dutzend Damen im Badetenue und im munzigen Schwarzen ablichten, um sich dann dem Verdikt von allerlei Experten des Alltags auszusetzen. «Hmmm, . . . . hab’ gar nicht gewusst, dass pummelig jetzt wieder in ist», darf da ein Leser im Kommentarforum der «BZ» angesichts der feingliedrigen Kandidatinnen urteilen. Ja, es sind gute Zeiten für den ästhetisch sensiblen Mann von heute, ungelogen.

Nein, sagen Sie nichts – den #aufschrei verkneifen wir uns. Das Ungleichgewicht in Sachen nackte Menschen im öffentlichen Raum fusst nun mal auf mitleidlosen Absatzüberlegungen, die sich nicht so leicht in ihr Gegenteil verkehren lassen. Schöne Frauen schenken werbetechnisch mehr ein als schöne Männer. Und Miss-Wahlen sind erwiesenermassen viel öffentlichkeitswirksamer als Mister-Wahlen. Man erinnert sich: Nach 2009 setzte die Mister-Bern-Wahl während dreier Jahre aus. Letztes Jahr fand sie dann erstmals wieder statt, und zwar im Liquid Club, und als Sponsoren fungierten unter anderem das Bräunungsstudio St. Helena GmbH oder der Reptilvertrieb giftschlangen.ch. Das sind die harten Realitäten im Mister-Business.

In nächster Zeit ist also nicht damit zu rechnen, dass die Veranstalter, die Marketingexperten und Modehausmagnaten den Anteil nackter Damen merklich runterfahren werden. Damit die Frauen trotzdem nicht weiter in die Röhre blicken müssen, ist es deshalb an der Zeit, das Missverhältnis anderweitig auszugleichen. Mehr nackte Männer müssen her, in Werbung, Film und Fernsehen. Es ist Zeit für einen gleichmässigen Sexismus, fair verteilt auf beide Geschlechter.

An guten Gelegenheiten mangelt es nicht. Das Eidgenössische Schwingfest steht an – Unterwäsche-Shooting im Sägemehl bietet sich an. Die YB-Spieler können auf dem Rasen nicht punkten – vielleicht können sie als Oben-ohne-Kellner im Liquid Club. Es gibt ja durchaus Beispiele für Marketingkonzepte, die auf männlicher Nacktheit beruhen und dabei höchst erfolgreich sind. Besonders rühmlich und immer wieder gern erwähnt: die Kalenderreihe «Hot Guys and Baby Animals». Sie hat ihre kalifornischen Schöpferinnen reich gemacht. Das Konzept beruht auf der einfachen Tatsache, dass ein männlicher Torso dann besonders imposant aussieht, wenn ein wenige Wochen altes Tier der fluffigen Sorte darauf drapiert ist.

Es ist zwar nicht ganz auszuschliessen, dass der kommerzielle Erfolg von «Hot Guys and Baby Animals» allein den Tieren zu verdanken ist. Dass vor allem die Hündchen und Kätzchen den Frauen das Geld aus der Tasche ziehen. In diesem Fall hiesse es, den Ansatz des gleichmässigen Sexismus zu adaptieren. Der Siegermuni im Schwingkalender 2014 wäre dann halt ein Kälbchen. Und den YB-Spielern würde zwischen Match und Kabine eine Zusatzschlaufe über die BEA verordnet. Dort hats junge Sennenhunde, Ferkel oder wahlweise kleine Küken, die nur darauf warten, von den kraftstrotzenden Mannen medientauglich geknuddelt zu werden.

Hanna Jordi

Hanna Jordi lebt in Bern seit 1985. Etwas anderes hat sich bislang nicht aufgedrängt.


Publiziert am 6. Mai 2013

21 Kommentare

  1. Philipp Rittermann says:

    ein komischer artikel. die frauen, die auf plakaten und werbekampagnen nackte haut zeigen, wollen ja angeglotzt werden, oder nicht? ein schönes beispiel war ja die live “schild-aktion”, wo sich schon frauen aus dem volk für einen gutschein über chf 500.00 in der öffentlichkeit entblössen. ich bin mir ziemlich sicher, für chf 500.00 finden sie relativ wenige männer, die das auch machen. ich finde also, das ganze hat relativ wenig mit sexismus, als mit marketing und kommerz zu tun…; und da müssen wir uns männer (falls möglich) ja nicht auch noch entblöden. oder?

    • Stefan says:

      Auf gefühlten 98% der Plakate mit leicht bekleideten Frauen werden Produkte beworben, die auch vorwiegend von Frauen gekauft werden. Auch Miss-Wahlen scheinen eher beim weiblichen Geschlecht auf Interesse zu stossen. Für einmal scheint die Männerwelt also unschuldig zu sein. Die Ursache des Schönheits- und Schlankheitswahns ist wohl eher in einem innergeschlechtlichen Aufrüstungskampf (thigh gap!) zu suchen.

      Meine Feldstudien (Pubfeste Biglen, Kiesen, Lyss, …) haben ergeben, dass die optischen Ansprüche von Männern an Frauen generell tief sind. Besonders dann, wenn sich die Nacht langsam dem Ende zuneigt und die Wahrscheinlichkeit, alleine ins Bett zu gehen, steigt. Je nach Alkoholkonsum hat auch eine Frau aus den untersten 10% der Schönheitsverteilung gute Chancen, einen Typen aus der oberen 25% Schönheitsverteilung abzuschleppen.

    • Philipp Rittermann says:

      stimmt stefan. mit zunehmendem alkoholpegel werden wir definitiv genügsamer. nobody is perfect! call me nobody! .)

    • Jolanda Egger says:

      Sex sells – ist so alt wie das Patriarchat.
      Und jetzt darf frau gerne fragen, wer sich hier entblödet, wenn Autoreifen mit Frauenkörpern besser verkauft werden. Aber “der Mann” ist ja soooo rational, sachlich und immer hat er alles komplett im Griff… (ausser seinen 200 g Spezialfleisch….)
      Im Uebrigen, Hr.Rittermann, Frauen ticken in Bezug auf Erotik u.Sex anders als Männer…

  2. Thibault Schiemann says:

    Wenn Sie, Frau Jordi, meinen, die Zeit sei reif geworden für ausgleichenden Sexismus, dann fordern Sie gleichzeitig den ausgleichenden Rassismus. Schließlich sollte auch in diesem Fall Ihre eigentümliche Logik funktionieren…
    Mir leuchtet nicht im Geringsten ein, was Sie mit diesem Artikel bezwecken. Stören Sie diese Plakate? Sind Sie auch der Meinung, dass sich in der neusten H&M-Werbung wieder einmal das Konzept der ‘male gaze’ niederschlägt (und dass dies von weiten Teilen der Bevölkerung immer noch nicht verstanden wird)? Oder plädieren Sie dafür, dass Thema Sexismus auf die humrovolle Art anzugehen, weil die Chose nur halb so schlimm ist?
    Bei allem Respekt (den ich für diesen Artikel nicht habe): Die Werbevorteile nackter Frauen lapidar als eine unveränderbare (und akzeptierbare) Tatsache hinzustellen und daraus eine völlig haltlose Umkehrung zu fordern, ist sowohl einfalltslos als auch gedankenlos. Schlagworte wie “Sexismus” und “Gender” dafür zu benutzen nachgerade zynisch. Werfen Sie einmal auf folgenden Link einen Blick, der sich wirklich Gedanken zu diesem Thema gemacht hat: http://feministcurrent.com/7375/the-peta-complex-on-post-feminist-activism-gender-and-veganism/

  3. irene feldmann says:

    AU WEJA frau jordi, das ging aber bös daneben…………………

  4. Baumann Jakob says:

    Das beste an diesem Artikel sind die Kommentare. Bekommen Sie für sowas Geld, Frau Jordi? Vielleicht sollten Sie mal bei H&M nachfragen……

  5. Baraka says:

    Geht mir offenbar ähnlich wie den anderen Lesern: verstehe die Absicht des Artikels von A bis Z nicht. Und was der Inhalt mit dem Untertitel mit Worten wie Gerechtigkeit und Sexismus zu tun hat, ist mir schleierhaft. Wie Stefan schon schreibt, ist das Publikum dieser Werbung mit halbnackten Frauen fast ausschliesslich weiblich. Die Männer schauen sich diese Werbung nicht an, sie möchten ja auch nicht ein Damenparfum oder Damenkleider von H&M kaufen. Ich kenne auch keinen Mann, der mir spontan sagen könnte, was für Werbeplakate mit spärlich bekleideten Frauen gerade hängen.
    Ist etwas enttäuschend nach dem Titel und Untertitel diesen Artikel zu lesen.

  6. Anna says:

    Und bald werden dann auch wir im Bikini am Quai liegenden Frauen als Sexistinnen von der weiblichen Sittenpolizei verzeigt oder was?

    • lia says:

      komplett unpassender Kommentar. Denn immerhin liegen genauso viele halbnackte Männer daneben, welche wieder ausgleichen.

    • Frank Baum says:

      Der Kommentar ist nicht unpassend, weil gleich viele halbnackte Männer daneben liegen (das trifft nämlich nicht zu), sondern weil die Frauen am Quai von den dämlichen Feministinnen als Opfer des Sexismus verkauft werden können.

  7. lia says:

    wieso sind nackte Frauen werbetechnisch interessanter?
    Frauen sehen die Werbung, wissen, dass sie in dem Fummel eh nicht so aussehen, sind eifersüchtig und kaufen nix. Männer sehen sich die Frau an, geniessen es, realisieren, dass ihre Frau nicht so aussieht, und kaufen auch nix. Nackte Männer wären da doch viel wirkungsvoller, da Männer viel mehr dazu tendieren, zu übersehen, dass sie kein Sixpack haben..

    • Stefan says:

      Du begehst ein paar Denkfehler, Lia:

      1. Wenn die Marketingheinis von H&M eine Plakatkampagne für ein Bikini starten, dann geht dies eher schlecht mit einer dicken Frau im Wollkragenpullover.

      2. Die durchschnittliche Frau der H&M-Zielgruppe gibt pro Saison wohl mehr für Bademode aus als ein durchschnittlicher Mann in einem Jahrzehnt. Entsprechend ist es für H&M attraktiver, Bademode für Frauen zu produzieren und anzupreisen.

      3. H&M ist keine feministische NGO oder ein Gender-Studies-Seminar. H&M ist eine gewinnmaximierende Aktiengesellschaft mit einem Umsatz von knapp 15 Mrd. Euro. Die Marketingheinis von H&M wollen nicht die Welt verbessern, sondern Kleider verkaufen. Du kannst davon ausgehen, dass sie darin sehr gut sind und keine Ratschläge benötigen.

      Abschliessend möchte ich noch meine enorme Empörung darob ausdrücken, dass in 95% aller Werbungen für Bier, Märklin-Eisenbahnen und Waffen Männer dargestellt werden. Sollen alle Männer als Alkoholiker und potenzielle Amokläufer diffamiert werden, die auch im hohen Erwachsenenalter noch mit Modelleisenbahnen spielen?!

    • Frank Baum says:

      Lia, tun Sie, was Sie wollen, aber meiden Sie die Werbebranche. Sie haben das Prinzip nicht verstanden. Es geht ums hinkucken.

  8. Frédéric says:

    Warum auch solche Werbeplakate anstarren, wenn man(n) sich eine Frau mit dänischem Bier schön trinken kann. Das nennt man “win-win” – Situation oder “bonne affaire” …
    Heya – Danoises!

  9. Marx says:

    Ein ziemlich nichtssagender, etwas heuchlerischer Artikel Frau Jordi. Die aktuelle Situation haben sich die Frauen wohl grösstenteils selbst zuzuschreiben. Erstens sind den meisten Frauen Dinge wie Mode, Parfüms etc. viel wichtiger als den Männern (ergo all die Plakate mit Frauen+Frauenprodukten) und zweitens lästern viele Frauen ja ständig, wie “primitiv” und “sexbesessen” es doch sei, solche Plakate anzustarren, während die Männer bei solchen Argumenten halt einfach mit den Schultern zucken und den Anblick trotzdem geniessen. Solange so viele Frauen betonen, wie daneben es sei, halbnackte Leute auf Plakaten sehen zu müssen, wirds ganz bestimmt auch nicht mehr halbnackte Männer auf Plakaten geben. Da sagen sich die Werber einfach “warum auch? Den Frauen passts ja eh nicht”.

  10. Manuel Braun says:

    Zwar kann ich (als Mann) das Unbehagen der Autorin schon verstehen. Aber, wie schon viele erwähnten, die meiste Werbung mit halbnackten Frauen richtet sich – an Frauen. Schliesslich werde ich mir keinen Bikini kaufen, egal wie verführerisch die Damen auf den Plakaten aussehen.

    Vieles kann man auch umdrehen und in einem anderen Licht sehen. Beispiel Schild-Aktion: Angenommen, dass wäre mit Männern statt mit Frauen gewesen, dann hätte es kaum Entrüstung gegeben. Es hätte vielleicht geheisen, dass sei lustig oder “selber schuld, wenn man da mitmacht” oder vielleicht wäre den Teilnehmern Exhibitionismus vorgeworfen worden, aber ihnen wären kaum von anderen Männern vorgehalten worden, dass sie nur unreflektierte “Opfer” seien, sich nur aus Gier nach dem Gutschein ausnutzen lassen würden usw. Sprich, in diesem Fall haben die Frauen, GERADE WEGEN jenen, die eigentlich FÜR Gleichberechtigung sind, weniger Freiheiten als die Männer. Wenn man sich immer prinzipiell nur in einer Opferrolle sieht, dann verhindert man gleich selber, dass man wirklich gleichberechtigt ist.

    Die Forderung nach mehr halbnackten Männern auf Plakatwänden ist nachvollziehbarer und wäre ein gerechter Ausgleich. Der Grund, dass es das nicht gibt, liegt wohl daran, dass wahrscheinlich die wenigsten Männern eine bestimmte Badehose kaufen, nur weil die statt mit entsprechenden Plakaten vollgekleistert ist.

  11. Hugo says:

    Zum Glück gibt’s diese Beyoncé-Plakate. Stellen sie sich vor, die würden plötzlich irgend einen Beckham in der Unterhose rumrennen lassen!

  12. Frank Baum says:

    Alle Jahre wieder gibt es die Werbeplakate, die nackte Frauen zeigen und das ist gut so. Alle Jahre wieder gibt es die dämlichen Feministinnen, die sich darüber aufregen. Die wereden jedes Jahr nur dämlicher. Vor allem wie im Artikel hier, wo ja eingräumt wird, dass es nun einmal nackte Frauen sind, die sich verkaufen und nicht nackte Männer.

  13. michael klein says:

    es wirddoch von der werbung immer das klientel mit der grössten kaufkraft umworben, und das sind nun mal die männer. und wie bekommt man die männer am einfachsten ? mit nackter frauenhaut. weil darauf sind die männer von 8 – 80 scharf. aber warum lässt frau jordi denn dabei ihre geschlechtsgenossinen vollkommen raus ? würden sich die frauen für solche fotos nicht mehr zur verfügung stellen, hätte die werbebranche ein echtes problem

    • Frank Baum says:

      Den Bikini werden die Männer nicht kaufen – Kaufkraft hin oder her. Die Nackte Haut auf den Posternb richtet sich gar nicht nur an die Männer. Sie haben aber recht: bei all den Miss-Wahlen und Model-Agenturen stehen die jungen Mädchen Schlange. Die Frauen ticken halt nicht so, wie es die verbissenen Feministinnen gerne hätten.

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  1. Philipp Rittermann says:

    ein komischer artikel. die frauen, die auf plakaten und werbekampagnen nackte haut zeigen, wollen ja angeglotzt werden, oder nicht? ein schönes beispiel war ja die live “schild-aktion”, wo sich schon frauen aus dem volk für einen gutschein über chf 500.00 in der öffentlichkeit entblössen. ich bin mir ziemlich sicher, für chf 500.00 finden sie relativ wenige männer, die das auch machen. ich finde also, das ganze hat relativ wenig mit sexismus, als mit marketing und kommerz zu tun…; und da müssen wir uns männer (falls möglich) ja nicht auch noch entblöden. oder?

    • Stefan says:

      Auf gefühlten 98% der Plakate mit leicht bekleideten Frauen werden Produkte beworben, die auch vorwiegend von Frauen gekauft werden. Auch Miss-Wahlen scheinen eher beim weiblichen Geschlecht auf Interesse zu stossen. Für einmal scheint die Männerwelt also unschuldig zu sein. Die Ursache des Schönheits- und Schlankheitswahns ist wohl eher in einem innergeschlechtlichen Aufrüstungskampf (thigh gap!) zu suchen.

      Meine Feldstudien (Pubfeste Biglen, Kiesen, Lyss, …) haben ergeben, dass die optischen Ansprüche von Männern an Frauen generell tief sind. Besonders dann, wenn sich die Nacht langsam dem Ende zuneigt und die Wahrscheinlichkeit, alleine ins Bett zu gehen, steigt. Je nach Alkoholkonsum hat auch eine Frau aus den untersten 10% der Schönheitsverteilung gute Chancen, einen Typen aus der oberen 25% Schönheitsverteilung abzuschleppen.

    • Philipp Rittermann says:

      stimmt stefan. mit zunehmendem alkoholpegel werden wir definitiv genügsamer. nobody is perfect! call me nobody! .)

    • Jolanda Egger says:

      Sex sells – ist so alt wie das Patriarchat.
      Und jetzt darf frau gerne fragen, wer sich hier entblödet, wenn Autoreifen mit Frauenkörpern besser verkauft werden. Aber “der Mann” ist ja soooo rational, sachlich und immer hat er alles komplett im Griff… (ausser seinen 200 g Spezialfleisch….)
      Im Uebrigen, Hr.Rittermann, Frauen ticken in Bezug auf Erotik u.Sex anders als Männer…

  2. Thibault Schiemann says:

    Wenn Sie, Frau Jordi, meinen, die Zeit sei reif geworden für ausgleichenden Sexismus, dann fordern Sie gleichzeitig den ausgleichenden Rassismus. Schließlich sollte auch in diesem Fall Ihre eigentümliche Logik funktionieren…
    Mir leuchtet nicht im Geringsten ein, was Sie mit diesem Artikel bezwecken. Stören Sie diese Plakate? Sind Sie auch der Meinung, dass sich in der neusten H&M-Werbung wieder einmal das Konzept der ‘male gaze’ niederschlägt (und dass dies von weiten Teilen der Bevölkerung immer noch nicht verstanden wird)? Oder plädieren Sie dafür, dass Thema Sexismus auf die humrovolle Art anzugehen, weil die Chose nur halb so schlimm ist?
    Bei allem Respekt (den ich für diesen Artikel nicht habe): Die Werbevorteile nackter Frauen lapidar als eine unveränderbare (und akzeptierbare) Tatsache hinzustellen und daraus eine völlig haltlose Umkehrung zu fordern, ist sowohl einfalltslos als auch gedankenlos. Schlagworte wie “Sexismus” und “Gender” dafür zu benutzen nachgerade zynisch. Werfen Sie einmal auf folgenden Link einen Blick, der sich wirklich Gedanken zu diesem Thema gemacht hat: http://feministcurrent.com/7375/the-peta-complex-on-post-feminist-activism-gender-and-veganism/

  3. irene feldmann says:

    AU WEJA frau jordi, das ging aber bös daneben…………………

  4. Baumann Jakob says:

    Das beste an diesem Artikel sind die Kommentare. Bekommen Sie für sowas Geld, Frau Jordi? Vielleicht sollten Sie mal bei H&M nachfragen……

  5. Baraka says:

    Geht mir offenbar ähnlich wie den anderen Lesern: verstehe die Absicht des Artikels von A bis Z nicht. Und was der Inhalt mit dem Untertitel mit Worten wie Gerechtigkeit und Sexismus zu tun hat, ist mir schleierhaft. Wie Stefan schon schreibt, ist das Publikum dieser Werbung mit halbnackten Frauen fast ausschliesslich weiblich. Die Männer schauen sich diese Werbung nicht an, sie möchten ja auch nicht ein Damenparfum oder Damenkleider von H&M kaufen. Ich kenne auch keinen Mann, der mir spontan sagen könnte, was für Werbeplakate mit spärlich bekleideten Frauen gerade hängen.
    Ist etwas enttäuschend nach dem Titel und Untertitel diesen Artikel zu lesen.

  6. Anna says:

    Und bald werden dann auch wir im Bikini am Quai liegenden Frauen als Sexistinnen von der weiblichen Sittenpolizei verzeigt oder was?

    • lia says:

      komplett unpassender Kommentar. Denn immerhin liegen genauso viele halbnackte Männer daneben, welche wieder ausgleichen.

    • Frank Baum says:

      Der Kommentar ist nicht unpassend, weil gleich viele halbnackte Männer daneben liegen (das trifft nämlich nicht zu), sondern weil die Frauen am Quai von den dämlichen Feministinnen als Opfer des Sexismus verkauft werden können.

  7. lia says:

    wieso sind nackte Frauen werbetechnisch interessanter?
    Frauen sehen die Werbung, wissen, dass sie in dem Fummel eh nicht so aussehen, sind eifersüchtig und kaufen nix. Männer sehen sich die Frau an, geniessen es, realisieren, dass ihre Frau nicht so aussieht, und kaufen auch nix. Nackte Männer wären da doch viel wirkungsvoller, da Männer viel mehr dazu tendieren, zu übersehen, dass sie kein Sixpack haben..

    • Stefan says:

      Du begehst ein paar Denkfehler, Lia:

      1. Wenn die Marketingheinis von H&M eine Plakatkampagne für ein Bikini starten, dann geht dies eher schlecht mit einer dicken Frau im Wollkragenpullover.

      2. Die durchschnittliche Frau der H&M-Zielgruppe gibt pro Saison wohl mehr für Bademode aus als ein durchschnittlicher Mann in einem Jahrzehnt. Entsprechend ist es für H&M attraktiver, Bademode für Frauen zu produzieren und anzupreisen.

      3. H&M ist keine feministische NGO oder ein Gender-Studies-Seminar. H&M ist eine gewinnmaximierende Aktiengesellschaft mit einem Umsatz von knapp 15 Mrd. Euro. Die Marketingheinis von H&M wollen nicht die Welt verbessern, sondern Kleider verkaufen. Du kannst davon ausgehen, dass sie darin sehr gut sind und keine Ratschläge benötigen.

      Abschliessend möchte ich noch meine enorme Empörung darob ausdrücken, dass in 95% aller Werbungen für Bier, Märklin-Eisenbahnen und Waffen Männer dargestellt werden. Sollen alle Männer als Alkoholiker und potenzielle Amokläufer diffamiert werden, die auch im hohen Erwachsenenalter noch mit Modelleisenbahnen spielen?!

    • Frank Baum says:

      Lia, tun Sie, was Sie wollen, aber meiden Sie die Werbebranche. Sie haben das Prinzip nicht verstanden. Es geht ums hinkucken.

  8. Frédéric says:

    Warum auch solche Werbeplakate anstarren, wenn man(n) sich eine Frau mit dänischem Bier schön trinken kann. Das nennt man “win-win” – Situation oder “bonne affaire” …
    Heya – Danoises!

  9. Marx says:

    Ein ziemlich nichtssagender, etwas heuchlerischer Artikel Frau Jordi. Die aktuelle Situation haben sich die Frauen wohl grösstenteils selbst zuzuschreiben. Erstens sind den meisten Frauen Dinge wie Mode, Parfüms etc. viel wichtiger als den Männern (ergo all die Plakate mit Frauen+Frauenprodukten) und zweitens lästern viele Frauen ja ständig, wie “primitiv” und “sexbesessen” es doch sei, solche Plakate anzustarren, während die Männer bei solchen Argumenten halt einfach mit den Schultern zucken und den Anblick trotzdem geniessen. Solange so viele Frauen betonen, wie daneben es sei, halbnackte Leute auf Plakaten sehen zu müssen, wirds ganz bestimmt auch nicht mehr halbnackte Männer auf Plakaten geben. Da sagen sich die Werber einfach “warum auch? Den Frauen passts ja eh nicht”.

  10. Manuel Braun says:

    Zwar kann ich (als Mann) das Unbehagen der Autorin schon verstehen. Aber, wie schon viele erwähnten, die meiste Werbung mit halbnackten Frauen richtet sich – an Frauen. Schliesslich werde ich mir keinen Bikini kaufen, egal wie verführerisch die Damen auf den Plakaten aussehen.

    Vieles kann man auch umdrehen und in einem anderen Licht sehen. Beispiel Schild-Aktion: Angenommen, dass wäre mit Männern statt mit Frauen gewesen, dann hätte es kaum Entrüstung gegeben. Es hätte vielleicht geheisen, dass sei lustig oder “selber schuld, wenn man da mitmacht” oder vielleicht wäre den Teilnehmern Exhibitionismus vorgeworfen worden, aber ihnen wären kaum von anderen Männern vorgehalten worden, dass sie nur unreflektierte “Opfer” seien, sich nur aus Gier nach dem Gutschein ausnutzen lassen würden usw. Sprich, in diesem Fall haben die Frauen, GERADE WEGEN jenen, die eigentlich FÜR Gleichberechtigung sind, weniger Freiheiten als die Männer. Wenn man sich immer prinzipiell nur in einer Opferrolle sieht, dann verhindert man gleich selber, dass man wirklich gleichberechtigt ist.

    Die Forderung nach mehr halbnackten Männern auf Plakatwänden ist nachvollziehbarer und wäre ein gerechter Ausgleich. Der Grund, dass es das nicht gibt, liegt wohl daran, dass wahrscheinlich die wenigsten Männern eine bestimmte Badehose kaufen, nur weil die statt mit entsprechenden Plakaten vollgekleistert ist.

  11. Hugo says:

    Zum Glück gibt’s diese Beyoncé-Plakate. Stellen sie sich vor, die würden plötzlich irgend einen Beckham in der Unterhose rumrennen lassen!

  12. Frank Baum says:

    Alle Jahre wieder gibt es die Werbeplakate, die nackte Frauen zeigen und das ist gut so. Alle Jahre wieder gibt es die dämlichen Feministinnen, die sich darüber aufregen. Die wereden jedes Jahr nur dämlicher. Vor allem wie im Artikel hier, wo ja eingräumt wird, dass es nun einmal nackte Frauen sind, die sich verkaufen und nicht nackte Männer.

  13. michael klein says:

    es wirddoch von der werbung immer das klientel mit der grössten kaufkraft umworben, und das sind nun mal die männer. und wie bekommt man die männer am einfachsten ? mit nackter frauenhaut. weil darauf sind die männer von 8 – 80 scharf. aber warum lässt frau jordi denn dabei ihre geschlechtsgenossinen vollkommen raus ? würden sich die frauen für solche fotos nicht mehr zur verfügung stellen, hätte die werbebranche ein echtes problem

    • Frank Baum says:

      Den Bikini werden die Männer nicht kaufen – Kaufkraft hin oder her. Die Nackte Haut auf den Posternb richtet sich gar nicht nur an die Männer. Sie haben aber recht: bei all den Miss-Wahlen und Model-Agenturen stehen die jungen Mädchen Schlange. Die Frauen ticken halt nicht so, wie es die verbissenen Feministinnen gerne hätten.

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