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Abstimmungs-Check: Haben Sie den Durchblick?

Am Sonntag wird in der Stadt Bern über vier Vorlagen entschieden. Wissen Sie überhaupt, was Sache ist? Testen Sie sich!

Was war da nochmals los? Schule im Wankdorf, Bauarbeiten im Breitsch, Kulturquatsch und irgendetwas mit Ausländern – darum geht es, so grob umrissen, am kommenden Abstimmungssonntag. Aber das wissen Sie bestimmt schon lange. Als aufrechte Stütze der Gesellschafft sind Sie über das politische Geschehen in Bern bestens informiert. Aber reicht ihr Wissen denn auch für den Hauptstädter-Abstimmungstest? Die Auflösung finden Sie zuunterst.

1. Frage
Als Schmelztiegel der Kulturen will die Stadt Bern Ausländern die Möglichkeit geben, sich per Motion in den Parlamentsbetrieb einzuschalten. Ab 200 Unterschriften geht es los. Doch was sind die Voraussetzungen, damit Herr und Frau Ausländer mitmachen dürfen?

A: Mindestens zehn Tore für YB schiessen
B: Hundemarke besitzen
C: Mindestens drei Monate Wohnsitz in der Stadt, volljährig sein und Ausländerausweis B, C oder F besitzen

2. Frage
Die Volksschule Wankdorf soll gesamtsaniert werden. Komischerweise gab es im sonst so konsenskaputten Stadtrat keine einzige Gegenstimme zum Projekt. Das überrascht, schliesslich kostet der Umbau satte 18’413’000 Franken. Was nützt denn aber eine renovierte Schule, wenn die Schüler wie Zombies darin herumschlurfen, weil sie wegen Frühstunden zu wenig Schlaf abkriegen. Wie könnte man die Sanierungssumme stattdessen investieren?

A: 102’8659 Schachteln schlafförderndes Mittel auf Baldrianbasis
B: 2’707’794’117 Milliliter Red Bull
C: 1’421’853 Exemplare von «Sandmännchens Geschichtenbuch: 60 Gutenachtgeschichten»

3. Frage
Sie wollen dennoch die blöde Schule für die müde Jugend bauen? Wenn Sie diese so toll finden, dann wissen Sie sicher auch, wofür auf den Bauplänen am meisten Platz reserviert wurde.

A: Aula
B: Foyer
C: «Waldspielplatz»

4. Frage
Das Breitenrainquartier soll laut Wahlunterlagen «attraktiver» gemacht werden. Was heisst das?

A: Das Quartier soll mehr wie Scarlett Johansson aussehen
B: Das Quartier soll durch Sanierungen aufgewertet werden
C: Im Quartier wird der Steuersatz gesenkt

5. Frage
Wenn die Vorlage angenommen wird, soll der Breitenrainplatz mehr Gemeinschaftsfläche erhalten. Aber was wollen Sie die ganze Zeit im Breitsch herumstehen, wenn Sie auch hinter dem YB-Tor stehen können. Wie viele Saisons könnten Sie für den Sanierungsbetrag YB schauen gehen?

A: Keine, weil die neue Cashless-Funktion nicht funktioniert
B: 2’435’217 Saisons
C: Zu wenige, um einen Meistertitel feiern zu können

6. Frage
Eine Vorlage will Gelder für Kultur zur Verfügung stellen. Welche Kultur ist beispielsweise gemeint?

A: Felsenauer Bierkultur
B: Volksparteiische Streitkultur
C: Städtische Theaterkultur

7. Frage
Auch Politprofis fehlt bei manchen Vorlagen etwas der Durchblick. Wen kontaktieren Sie?

A: Berner Bär
B: Ricardo Lumengo
C: Nummer in Abstimmungsunterlagen

Auflösung
1. Frage: Zugegeben, das war ein kniffliger Einstieg. Schlussendlich macht jedoch Antwort C das Rennen.
2. Frage: Jede Antwort ein Treffer! Zugleich dienen die Antworten als Anregung zur Bildungsreform.
3. Frage: Das war einfach. Weil es sich um eine Bildungsstätte handelt, bekommt natürlich der «Waldspielplatz» die grösste Fläche zugeschrieben.
4. Frage: Schönheit liegt zwar im Auge des Betrachters. Hier ist aber einfach nur Antwort B richtig.
5. Frage: Irgendwie sind wohl alle Antworten richtig.
6. Frage: Indirekt werden wohl alle erwähnte Kulturen gefördert, doch am meisten die Antwort C.
7. Frage: Die richtige, wenn auch langweiligste Antwort ist C.

Martin Erdmann

Martin Erdmann


Publiziert am 12. Juni 2015

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