Die Krux mit der ultralockeren Geldpolitik

Schuldenberge und kränkelnde Altersvorsorge: Unser Geldberater zeigt auf, inwieweit die Politik des spottbilligen Geldes falsche Anreize setzt.

Das Dilemma der SNB: Die Verhinderung der Erstarkung des Frankens hat zahlreiche Negativeffekte. Foto: Keystone

Die SNB macht seit Jahren eine falsche Politik. Die Schweiz muss endlich lernen, Entscheide unabhängig von der EU und den USA zu fällen. Sonst können wir gleich in die EU eintreten. Die AHV, Pensionskassen und Sparer müssen sich mit dieser Situation begnügen. Niemand unternimmt etwas. Was meinen Sie? A.S.

Die ultralockere Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank mit den Negativzinsen von minus 0,75 Prozent stösst nicht nur bei Ihnen, sondern auch bei vielen anderen auf Kritik. Politiker sind mit öffentlicher Kritik an der Nationalbank zurückhaltend, weil sie die Unabhängigkeit der Notenbank nicht antasten möchten.

Die SNB ist in einem Dilemma: Auf der einen Seite möchte sie eine weitere Erstarkung unserer Währung verhindern, weil die wichtige Schweizer Exportbranche und unser Tourismus im internationalen Wettbewerb rein währungsbedingt erhebliche Nachteile haben, wenn der Franken zu stark ist. Seit der Aufhebung des Euromindestkurses vor fünf Jahren versucht die SNB den Zufluss von Geldern in den Franken mittels der umstrittenen Negativzinsen abzubremsen.

Auf der anderen Seite ist sie sich durchaus bewusst, dass die Negativzinsen zahlreiche Negativeffekte haben – insbesondere für die Sparer und die Versicherten und generell für die Altersvorsorge. Den Pensionskassen und dem AHV-Fonds fällt es immer schwerer, angesichts der rekordtiefen Zinsen mit bescheidenen Risiken eine ansprechende Rendite zu erwirtschaften. Höhere Renditen gibt es nur mit mehr Risiko. Zu viel liquide Mittel werden gar mit Negativzinsen belastet.

Persönlich bin ich der Meinung, dass die Entwicklung von Währungen möglichst frei den Märkten überlassen werden sollte. Temporär machen Eingriffe in die Währungsmärkte in Ausnahmesituationen durchaus Sinn. Auf lange Sicht stufe ich Währungseingriffe allerdings als problematisch ein, weil sie zu problematischen Marktverzerrungen führen.

Wir sehen bei der aktuellen Geldpolitik der Tiefst- und Negativzinsen, wie schwierig es ist, den Ausgang wiederzufinden. Noch müssen die grossen Notenbanken der Welt den Beweis erbringen, dass ein Ausstieg aus der jahrelangen Politik des spotbilligen Geldes ohne massive negative Folgen möglich sein wird. Schon jetzt stellen wir fest, dass das viele, zu billige Geld falsche Anreize setzt – etwa zum Schuldenmachen, aber auch für die Immobilien- und Aktienmärkte.

Sorgen bereiten mir vor allem die weltweit steigenden Schuldenberge. Wie genau sollen diese dereinst abgebaut werden? Falls die Zinsen irgendwann doch wieder mal anziehen, befürchte ich eine neue Finanzkrise.

Sie sehen das komplexe Netz, in dem sich auch unsere Nationalbank bewegt. Würde sie, wie Sie vorschlagen, vollständig unabhängig von der Europäischen Zentralbank agieren, käme es wohl tatsächlich zu einem Kurssprung beim Franken. Die Frage stellt sich dann, welche Folgen eine zu erwartende Parität von Euro und Franken für den Export und den Tourismus hätten.

In der Vergangenheit haben sich die Schweizer Unternehmen erstaunlich schnell an neue Rahmenbedingungen angepasst. Ohne Schäden wäre das allerdings nicht möglich. Darum würde ich es nicht für sinnvoll erachten, wenn die SNB gleich in einem Schritt von der jahrelangen Marktverzerrung Abschied nehmen würde.

Vielmehr sollte sie das ganz langsam Schritt um Schritt tun. Wenn der Franken nur langsam an Stärke gewinnt, haben die Firmen eher die Chance, sich an neue Währungsbedingungen anzupassen, und die Folgekosten sind geringer.

22 Kommentare zu «Die Krux mit der ultralockeren Geldpolitik»

  • Anh Toàn sagt:

    „Die Politik des spottbilligen Geldes“

    Woran misst man den Preis von Geld? Am Zins, dann ist der CHF billig und die türkische Lira teuer, oder am Wechselkurs, dann ist es umgekehrt;

    Auf alle Fälle sagen ausländische Touristen nicht vom CHF, er sei spottbillig!

    „Persönlich bin ich der Meinung, dass die Entwicklung von Währungen möglichst frei den Märkten überlassen werden sollte.“

    Ja, damit die sich in einer freier Wildbahn artgerecht entfalten können: Und die Notenbanker manipulieren nichts mehr, die machen dann nur noch Dokumentarfilme über Wechselkurse und Zinssätze in freier Wildbahn. Wie früher auch, als das Geld noch frei auf der Prärie herumlief.

    • Rolf Rothacher sagt:

      Der Preis des Geldes, der Zins, regelt die Kreditnachfrage. Hat nichts mit dem Wert einer Währung zu tun, sondern ist der Inflation in einem Wirtschaftsgebiet geschuldet. Die Schweiz hatte immer 0,5 – 1 % niedrigere Zinsen wie das benachbarte Ausland. Deshalb ist es völlig normal, wenn die SNB -0,75% einführt, wenn die EZB 0% Zins vorsieht.
      Die Euro/USD-Käufe der SNB spiegeln bloss den Unterschied wider zwischen der lockeren Geldpolitik im Euro-Raum und dem tatsächlichen Kreditbedarf im Euro-Raum. Da die EZB sinnfrei Geld in die Märkte pumpt, muss das auch die SNB tun, um diese künstliche Schwächung des Euros durch die EZB auszugleichen. Ist bedauerlich. Lässt sich nicht ändern. Oder wir opfern die Export-Industrie und damit bis zu 30% der Arbeitsplätze.

      • Anh Toàn sagt:

        Der Preis des Geldes ist der REALE Zins:

        Der war schon immer ( gab halt Schwankungen, aber über 10 Jahre betrachtet) negativ auf risikolose Anlagen:

        https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Die-Nullzinsen-sind-keine-Nullzinsen/story/20919552

        enthält eine Graphik mit den historischen Realzinsen:

        Noch ein Link zum Thema, (aber geht nur bis in die 90 zurück und „suggeriert“ eine falsche Normalität):

        https://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20161024_tjn/source/ref_20161024_tjn.de.pdf

        In den 90ern verdienten sich die Sparer dumm und dämlich, aber wenn risikolose Anlagen realen Ertrag bringen, wachsen die Schulden immer weiter.

        Nominalzinsen sind irrelevant, wirtschaftliche Entscheidungen hängen von den (erwarteten) realen Zinsen ab.

      • Anh Toàn sagt:

        Der Preis des Geldes ist der REALE Zins:
        Der war schon immer ( gab halt Schwankungen, aber über 10 Jahre betrachtet) negativ auf risikolose Anlagen:

        „Die-Nullzinsen-sind-keine-Nullzinsen“ (Tagi)
        enthält eine Graphik mit den historischen Realzinsen:

        Noch ein Link zum Thema, (aber geht nur bis in die 90 zurück und „suggeriert“ eine falsche Normalität):

        SNB: „Geldpolitik mit negativen Zinsen: Eine Bestandesaufnahme “

        In den 90ern verdienten sich die Sparer dumm und dämlich, aber wenn risikolose Anlagen realen Ertrag bringen, wachsen die Schulden immer weiter.
        Nominalzinsen sind irrelevant, wirtschaftliche Entscheidungen hängen von den (erwarteten) realen Zinsen ab.

        P.S: Mt den Links blieb es hängen, halt selber suchen.

      • Anh Toàn sagt:

        Und wenn der Zins auf dem Sparheft 6% betrug, und musste die versteuern, bzw. es wurden 35 VST abgezogen, auch wenn man es nicht deklarierte, war das auch bei 4% Inflation nach Steuern noch immer Nullzins:

        Das Argument, warum Sparer überhaupt einen realen Zins bekommen sollten, nämlich für Konsumverzicht, ist Unsinn: Die verzichten nicht, die wollen ihren Konsum aufschieben, im Lager gibt’s lagerkosten und Schwund, mit Geld wollen die noch daran verdienen:

        Wenn wir schon von natürlichen Zinsen reden: Solange sich niemand heftig verschulden will, fehlt die Nachfrage nach Kredit: Der Hauptnachfrager ist der Staat, die gleichen die jammern über zu tiefe Zinsen, sagend er Staat soll sparen, Schulden abbauen: Wer soll euch Reichen denn die risikolosen Zinsen zahlen?

      • Anh Toàn sagt:

        In der Schweiz wurde im Wirtschaftswunder reich, wer sich verschuldete und Wohneigentum kaufte: Er konnte die hohen nominellen Zinsen von der Steuer absetzen, und musste die Abwertung seiner Schuld (zu inflationiertem Einkommen und Wert seines Haues und anderen die Miete zahlten) nicht versteuern:

        Die realen Zinsen waren negativ für Hyposchuldner, die Sparer bekamen sicher nicht mehr, sonst wären die Banken pleite gegangen, aber die wurden reich dabei. Arm wurden die erst nach der realen Hochzinsphase in den 90ern.

      • Anton sagt:

        Nicht das Geld oder Schulden bzw. deren Verzinsung sind das eigentliche Problem. Dies lässt sich alles praktisch unbeschränkt regeln und wird es auch.

        Die Krux ist viel mehr die Sache mit “ Eurem“ ängstlichen und auf maximale Sicherheit fixiertes Denken, dass momentan soweit geht, lieber die Weltwirtschaft also Import/Export abzuwürgen (nahezu Suizid), als dem konstanten Wandel (ständig neu erfinden) der Natur gelassener zu begegnen.

        Ein Hoch auf diejenigen, welche den Ball flach halten und sich lediglich staunen ab so viel kollektiver „Dummheiten“, die letzlich in der Konsequenz mich (uns alle) selbst auch bedrohen und effektiv zerstören und töten könnten. Der Virus dagegen ist ein harmloser Drachenfurz.

    • Josef Marti sagt:

      Richtig, es gab ja früher auch Zeiten ohne Notenbanken, das nannte man damals wilder Westen in der freien Prärie mit Überfällen auf Postkutschen- und Eisenbahn Goldtransporte. Das war noch wahre Freiheit. Alles was nachher kam ist nur noch Sozialismus.
      https://www.youtube.com/watch?v=zRQKAFc5T9c

  • Dominic Schelling sagt:

    Die EZB wird, nicht nur, aber hauptsächlich von Italien in „Geiselhaft“ genommen. Italien wollte unbedingt auch den Euro als Währung und kann nun nicht mehr abwerten, wie es das über Jahrzehnte erfolgreich tat. Auch blieben wirtschaftliche Reformen in Iralien aus und somit hat Italien heute ein Wettbewerbsproblem und horrende Staatsschulden. Diese kann Italien nur bedienen und refinanzieren, weil die EZB die Zinsen ultratief hält. Sobald die Zinsen im Euroraum steigen würden, gäbe es sofort Zweifel an den Kapitalmärkten, ob Italien überhaupt noch in der Lage ist, seine Staatsschulden zu bedienen. Italien ist für ein Hilfspaket a la Griechenland zu gross. Somit hat die EZB keine andere Wahl und die SNB somit auch nicht, sonst wertet der Franken massiv auf und die Exporte brechen ein.

    • Rolf Rothacher sagt:

      Italien ist nicht das wirkliche Problem des Euro. Es ist die falsche Konstruktion, die den einzelnen Staaten keine Handlungsoptionen mehr lässt. Während Deutschlands Wirtschaft über Jahre wegen den zu tiefen Zinsen zu stark geboomt hat, verschuldeten sich die wirtschaftlich schlechter aufgestellten Länder (aufgrund ihrer restriktiven Arbeitsmarktgesetzen) zusätzlich.
      Dasselbe würde auch in der Schweiz geschehen, hätten wir hier nicht den sinnvollen FINANZAUSGLEICH. Der fehlt nämlich im Euro-Raum. So kann Deutschland einseitig seine Wirtschaft auch zu Lasten der Nachbarn strategisch puschen, weil es weiss, dass es das verdiente Geld nicht teilen muss. So funktioniert aber kein Währungsraum.

      • Dominic Schelling sagt:

        Sie wiedersprechen meinem Kommentar ja gar nicht, sondern ergänzen ihn sinnvoll. Eine Einheitswährung, ohne eine einheitliche Wirtschaftspolitik, ist tatsächlich ein Unsinn. Der fehlende Finanzausgleich im Euroraum, schadet den Südländern vordergründig und somit ist Italien ein Wackelkandidat, der sofort fällt, wenn die Zinsen steigen. Wenn es jetzt einen Finanzausgleich gäbe, wie in die Schweiz kennt, wäre Italien nicht so bedroht, wenn die Zinsen steigen würden. Bei steigenden Zinsen stürzt Italien in eine tiefe Krise und Europa hätte als ganzes ein Riesenproblem. Das Schlingern von Italien wäre Lehmann Brothers 2008 hoch zehn. Das gäbe eine fürchterliche Erschütterung an den internationalen Börsen, verbunden mit einer schweren weltweiten Rezession, schlimmer als 2008/2009.

      • Fred Ruegg sagt:

        Warum kann Europa nicht ein Geldsystem haben indem Italien ihre eigene Währung und Zentralbank haben kann, und so jedes andere EU Land wenn es das wünscht? Wie z.B.

        Aber diese Währung wäre nur in Italien selbst brauchbar und ihre Zentralbank würde den Wechselkurs zum Euro selbst bestimmen nach den Bedürfnissen der Export/Import Zahlungen. Die Italienische Währung kann nur über den Euro für andere Nationen, auch EU Nationen, gebraucht werden. Keine andere Währung auch Euro können für Kauf von Land oder Naturressourcen gebraucht werden. Das Ziel ist Italien zu ermöglichen ihre eigenen Ressourcen, Ingenuity und Kreativität optimal zu nutzen.

  • Dominic Schelling sagt:

    Sie wiedersprechen meinem Kommentar ja gar nicht, sondern ergänzen ihn sinnvoll. Eine Einheitswährung, ohne eine einheitliche Wirtschaftspolitik, ist tatsächlich ein Unsinn. Der fehlende Finanzausgleich im Euroraum, schadet den Südländern vordergründig und somit ist Italien ein Wackelkandidat, der sofort fällt, wenn die Zinsen steigen. Wenn es jetzt einen Finanzausgleich gäbe, wie in die Schweiz kennt, wäre Italien nicht so bedroht, wenn die Zinsen steigen würden. Bei steigenden Zinsen stürzt Italien in eine tiefe Krise und Europa hätte als ganzes ein Riesenproblem. Das Schlingern von Italien wäre Lehmann Brothers 2008 hoch zehn. Das gäbe eine fürchterliche Erschütterung an den internationalen Börsen, verbunden mit einer schweren weltweiten Rezession, schlimmer als 2008/2009.

  • Josef Marti sagt:

    Der EU betreten nützt gar nichts, wenn schon dem Euro beitreten. Die nicht Euro EU Länder wie DK, S, etc. müssen sich auch brav der EZB anbinden.

  • Oil of Olaf sagt:

    Märkte (Börsen) insbesondere auch die Devisenmärkte verhalten sich naturgemäss eher irrational als rational. Bewegungen also Entwicklungen finden in aller Regel nicht langsam statt sondern gehen flott vor sich. Eine gerechte Regulierung durch den Markt selbst ist genauso teilweise unbrauchbar wie die herrschenden Einflussnahmen der Notenbanken. Die SNB hat mit dem CHF ein speziell hartes Los zu managen im Umfeld der Ton angebenden internationalen Währungsriesen im globalen Markt. Das robuste Fränkli entpuppt sich mehr den je selbst als schwierigst zu handhabende Hypothek bei all den zu berücksichtigenden Interessen. Abschied nehmen vom Export liegt näher. Abschied von der Schuldenbremse nehmen wirkt heilend. Abschied vom CHF nehmen wäre zu radikal. Die Musik spielt auch für Taube.

  • andy sagt:

    Das eingeschlagene und herrschende Schuldgeldsystem gibt die Richtung vor. Eine Umkehr zu ruhigeren Gewässern ist kaum (nicht mehr) möglich. Zwischen „Vorwärts Marsch ins dekadente Nirvana bis zum globalen Schuldenschnitt“ erstreckt sich der Rahmen des Handlungsspielraumes, denke ich, lieber Herr Spieler.

  • Peter Waldner sagt:

    Das Problem ist, dass dieses „spottbillige Geld“ nicht der Förderung der Wirtschaft dient, sondern nur als „sicherer Hafen“ für ausländische Anleger, denen ihre Euro und Dollar-Schwemmen unheimlich ist. Früher oder später werden diese Währungen ihren Wert verlieren – ganz einfach nach dem Prinzip von „Angebot und Nachfrage“.
    Die momentane Politik der Nationalbank ist notgedrungen, aber dennoch nur ein „halber Schritt“. Sie müsste auch mehr CHF in den Markt „pumpen“, aber nicht in Form von Krediten, sondern z.B. als „Ausschüttung“ von Gewinn/Reserven an den Bund zwecks Schuldenrückzahlung, Investitionen in Bildung, Gesundheitswesen, Sicherheit (für den Kauf von Kampfflugzeugen könnte die Gewinnausschütung gleich in USD oder EUR erfolgen), Pflege und Altersvorsorge etc.

  • L. Mathys sagt:

    Den PKs und AHV geht es schlecht wegen den tiefen Zinsen? Die PKs und ZAS (AHV) vermeldete die letzen Jahre Renditen von >10%. Aktienmarkt boomt. PKs mit Unterdeckung sind verpflichtet mit weniger Risiko zu investieren (u.a. keine Aktien), aber das liegt nicht an negativen Zins, sondern zu hohen Pensionszahlungen (Ausgaben!).
    Das grosse Problem sind und bleiben Zombieunternehmen: Banken geben immer noch Kredite an Unternehmen, die eigentlich längst bankrott sein müssen, da sie die Abschreibungen der Kredite selbst nicht mehr verkraften (Italien an Banqua Siena mit 900Mio €). Rate der Nicht bedienten Kredite in IT? 1/3. CH: <<5%. Das führt mittelfristig zur weiteren Stärkung des CHF und Zinssenkungen.

    • Claire sagt:

      Mathy: Nun 2019 war auch ein ausgezeichnetes Börsenjahr, da machte jeder auch nur halbwegs begabte PK-Portfolio Manager noch ein Plus.
      Mal schauen wie sich das 2020 noch weiterentwickelt. Die Corona-Epidemie könnte schon der erste Sargnagel für die erlahmende und überschuldete Weltwirtschaft bedeuten und gegen unten haben die Börsen noch einiges an Abwärtspotential. Und was wird mit den Zombieunternehmen passieren, wenn die Umsätze wegbrechen und nicht wenige jener Kredit sind oft noch zu Ueberbewertungen in den Bankbilanzen. Könnte noch eine Finanzsystemkrise geben wie 2008/09, aber unter noch wesentlich ungünstigeren Umständen wie hohen Staatsverschuldungen, schon aufgeblähten Zentralbanken usw…
      Wird wohl ein sehr volatiles Jahr geben heuer…

  • Thomas Hartl sagt:

    Beim zu starken Schweizer Franken handelt es sich um ein ziemlich dekadentes Luxusproblem. Der starke Franken bedeutet ja lediglich, dass unser Land ein so grenzenloses Vertrauen in finanzstarken Kreisen geniesst, dass damit unsere Exportindustrie ruiniert werden kann. Statt dass die SNB Trillionen an Fremdwährung kauft und die Zinsen in den Keller jagt, sollten wir diese Situation nützen um eine frechere Sozialpolitik zu betreiben und Konzernen etwas mehr Verantwortung aufbürden. Solche Massnahmen würden das Vertrauen des Grosskapitals in unser Land leicht senken und die Flucht in den Franken bremsen. Profitieren würde der kleine Mann, hier und im Ausland.

  • Claire sagt:

    Hartl: Man hats ja neulich wieder gesehen wie die Bürgerlichen und Rechtsbürgerglichen vor dem chinesischen Kapital höselen!
    NR Wasserfallen hat schon leicht hysterisch angemerkt, dass die ausländ. Direktinvestitionen gefallen sind. Das stimmt zwar sogar auf Jahresfrist gesehen sind sie von 1790 Mrd auf 1752 Mrd gefallen, aber was Wasserfallen natürlich geflissentlich wegschweigt, dass die sich seit Anfang 2011 mehr als verdoppelt haben von 860 Mrd auf die 1752 Mrd per Q3 19!
    Und diese Kapitalzuflüsse (neben anderen der über 4.3 Mrd Liabilities vs. Ausländern) haben auch dazu beigetragen, dass der Franken so hoch ist und die Zinsen so unterirdisch tief hierzulande!
    Aber eben was soll man von kapitaldevoten Bürgerlichen auch anderes erwarten, gut hat Mittelinks das gedreht!

  • andy sagt:

    Die Krux ist, um Trump das Genick zur Wiederwahl zu brechen, müssen wir uns bis im November gedulden. Der Preis ist enorm ein A-loch mit zu wenig Format wieder los zu werden.

Kommentar

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