Wie Dividenden hohe Buchverluste versüssen

Unser Geldberater sagt, womit sich Aktionäre der ABB, LafargeHolcim und Rieter trösten können – und was es zu beachten gilt.

Neuer Chef, neue Hoffnung: Der in den letzten Jahren geschwächelte Industriekonzern ABB will wachsen. Foto: Keystone

Wir sind Mitte Siebzig und besitzen immer noch Aktien der Firmen ABB, Rieter, LafargeHolcim, die wir im Jahr 2008 gekauft haben. Leider kam damals der Börsencrash. Nun möchte ich Sie anfragen, ob wir diese Aktien verkaufen sollen oder noch zuwarten. N.B.

Bei all den drei Aktien sitzen Sie auf erheblichen Buchverlusten. Trotz Traumhausse nach dem Ende der Finanzkrise haben sich Ihre drei Titel in den zwölf Jahren seit Ihrem Kauf nie mehr vollständig erholt. Teilweise wurden die Verluste annähernd aufgeholt, mehrheitlich sieht Ihre Bilanz aber tiefrot aus.

Bei den einzelnen Gesellschaften sind die unternehmerischen Entwicklungen allerdings sehr unterschiedlich. Die ABB-Aktien dürften Sie im Jahr 2008 um die 27 Franken erworben haben – heute bewegen sie sich um etwas mehr als 24 Franken. Die Buchverluste sind somit nicht mehr ganz so schlimm.

Nach einer langen Durststrecke sind die Aussichten bei der ABB wieder etwas hoffnungsvoller. Im letzten Jahr nahm der Gewinn des Automationskonzerns zwar um 34 Prozent auf 1,44 Milliarden Dollar ab. Der Grund für den Gewinnrückgang sind Kosten für den laufenden Konzernumbau und für Bereichsverkäufe. Die Jahreszahlen wurden von den Investoren trotzdem wohlwollend aufgenommen, denn es wurde ein noch stärkerer Gewinnrückgang erwartet.

Auch in diesem Jahr dürfte es für die ABB nicht einfach werden, zumal das globale Wirtschaftswachstum, die Flaute in der Automobilindustrie und im Maschinenbau und die Lungenkrankheit in China mit dem Coronavirus die Entwicklung bei der ABB belasten dürften. Immerhin stieg der Auftragseingang gemäss letzten Zahlen noch um ein Prozent auf 28,59 Milliarden Dollar.

Hoffnung bei den Anlegern weckt vor allem der neue Konzernchef Björn Rosengren, der Anfang März bei der ABB startet. Er will den Riesenkonzern dezentralisieren und mehr Wachstum erzielen. Zwar ist schon einiges dieser Hoffnungen im Kurs enthalten, dennoch würde ich die ABB-Aktien behalten, zumal Sie auch von einer ansprechenden Dividendenrendite von 3,4 Prozent profitieren.

Eine Dividendenstory ist auch die LafargeHolcim. Ihre Aktien dürften Sie 2008 für rund 80 Franken gekauft haben. Heute notieren sie bei rund 50 Franken. Diese massiven Buchverluste werden Sie kaum so schnell mehr aufholen, obwohl der Konzern unter der Führung von CEO Jan Jenisch und VR-Präsident Beat Hess operativ grosse Fortschritte macht.

Immerhin bringen die LafargeHolcim-Aktien eine schöne Dividendenrendite von 4 Prozent. Angesichts der Tatsache, dass Sie auf dem Sparkonto keinen Zins mehr erhalten, finde ich die Dividende verlockend.

Ein Trauerspiel sind für Sie die Papiere von Rieter. Diese dürften Sie damals vor zwölf Jahren für deutlich über 300 Franken erworben haben. Heute kosten die Papiere noch weniger als die Hälfte. Auch da dürfen Sie leider nicht auf eine rasche Besserung hoffen. Denn der Spinnereimaschinen-Hersteller aus Winterthur hat im letzten Jahr unter einem schwachen Marktumfeld gelitten und deutlich weniger Umsatz erwirtschaftet.

Die Verkäufe brachen um hohe 29 Prozent auf 760 Millionen Franken ein. Wenigstens legte der Bestellungseingang um 7 Prozent auf 926,1 Millionen Franken zu. Das Unternehmen warnte aber gleichzeitig vor einem niedrigen Bestellungseingang – entsprechend werden die Kosten gesenkt und 180 Jobs gestrichen. Trotzdem erwarte ich keinen baldigen Turnaround bei Rieter. Aus meiner Sicht brauchen Sie da einen besonders langen Schnauf. Sie müssen sich überlegen, ob Sie den haben.

Letztlich stellt sich bei all diesen Buchverlusten für Sie die Frage, ob Sie das Geld benötigen und was Sie bei einem Verkauf mit dem Geld machen würden. Falls Sie das Geld ohnehin nicht brauchen, könnten Sie auch die Rieter-Papiere behalten. Zwar werden Sie Ihre Buchverluste nicht aufholen, aber auch Rieter bringt eine attraktive Dividendenrendite von rund 4 Prozent.

Allerdings sind Dividenden nie garantiert. Zudem haben Sie nie eine Garantie, dass die Papiere nicht noch stärker sinken, wenn sich etwa das allgemeine Börsenumfeld verschlechtert.

Falls Sie verkaufen, realisieren Sie die Verluste. Wenn Sie die Titel behalten, besteht immerhin eine gewisse Chance, dass Sie wenigstens einen Teil der Buchverluste über viele Jahre hinweg aufholen.

Versüsst wird diese wohl lange Wartezeit durch die ansprechende Dividendenrendite, die Sie nicht hätten, wenn Sie die Papiere abstossen und das Geld einfach aufs Konto legen.

36 Kommentare zu «Wie Dividenden hohe Buchverluste versüssen»

  • Peter Rohner sagt:

    Generell gilt: Einzelaktien soll nur kaufen, wer sich auskennt und auch bereit ist, sich laufend um sein Portfolio zu kümmern. Alle andern sollten bekanntlich ETFs kaufen.

    Studien zeigen, dass sich nur 4% der Aktien überdurchschnittlich entwickeln. Somit entwickeln sich 96% durchschnittlich oder unterdurchschnittlich. Siehe hierzu den Blogeintrag von Kommer (Punkt 4):
    https://www.gerd-kommer-invest.de/warum-aktives-investieren-schlecht-funktioniert/

  • Daniel Keller sagt:

    Wenn sich 96% der Aktien durchschnittlich/unterdurchschnittlich entwickeln, dann liegt der ETF auch ganz nahe am Durchschnitt, den die 4% Überperformer-Aktien falls da nicht gross ins Gewicht. Man hat mit ETFs eine Spur mehr Absicherung als mit einem gut zusammengestellten Einzelaktien-Portfolio. Aber kaum Aussichten auf Ausschläge nach oben.

    • Michael sagt:

      Sehr gut erkannt, Herr Keller! Der ETF-Bubble ist der nächste Knall, der kommt. Denn viele ETF-Käufer verstehen eben gar nichts, auch nicht, dass (fast) alle ETF eine selbstverstärkende Wirkung in steigenden Märkten haben. Da ETFs nach Marktkapitalisierung investieren, treiben sie die grössten Titel an, welche wiederum den Markt antreiben. Sobald ein Sell-Off kommt, passiert heute das Gegenteil. Zuerst kollabieren die grosskapitalisierten (und nicht mehr die kleinen) Werte. Bsp. gestern Donnerstag: S&P500 verliert -4.4%, Apple -6.5%, Microsoft -7%.

      • Anh Toàn sagt:

        Bei der Eröffnung heute morgen hat Nestele deutlich mehr verloren als der SMI, inzwischen steht der SMi etwa wieder wie nach der Eröffnung, Nestle wurde von einer der schlechtesten zu einer der (relativ) besten Aktien im SMI innert 30 Minuten!

        Warum? ETF scheinen mir ziemlich plausibel als Ursache, Stockpicker als Ursache der Erholung.

    • Peter Rohner sagt:

      Wenn ich im Jahr 2008 einen SPI-ETF gekauft hätte (max. 6902.84 Punkte), dann hätte ich heute ohne Anstrengung gewonnen (heute steht der SPI bei ca. 13360 Punkten).

      Mit 4% der SPI-Aktien wäre ich deutlich besser gefahren, mit 96% schlechter. Die Perlen (= 4%) zu finden ist die Kunst, kaum jemand beherrscht sie.

      • Anh Toàn sagt:

        „Mit 4% der SPI-Aktien wäre ich deutlich besser gefahren, mit 96% schlechter.“

        welche 4% waren das? Nur damit ich einfacher ein paar finden kann, die auch besser waren. Dass alle anderen 96% schlechter waren auf 10 Jahre als der Index, und dann noch schlecher als der durchschnittliche passive Indexfonds nach Gebühren, unter Berücksichtigung von Dividenden und Spin Offs, glaube ich nicht, ich halte dies ehrlich gesagt, für eine sehr steile These.

        Das mit den 4% der Aktien stimmt, so vermute ich, auf sehr lange Frist, weil die wenigsten Unternehmen 100 Jahre alt werden: Sie wachsen und steigen im Wert und irgendwann sind sie tot. Wie alles.

      • Anh Toàn sagt:

        Etwas habe ich übersehen: Im SPI sind 270 Titel, Nestle hat eine Gewichtung von 19%, Novartis etwa 15 und Roche 13: Sind die besser als der Index, muss fast alles andere schlechter sein.

        Ich meine, vor allem Roche, aber auch Nestle waren besser als der Index, Novartis eher schlechter, seit 2008.

      • Oil of Olaf sagt:

        Nur weil Sie die Perlen nicht finden, heisst noch lange nicht das aufmerksame Beobachter und Händler diese nicht finden, Kloner.
        Perlen fallen auf, weil die überdurchschnittlich gekauft werden und daher steigen. Mann muss schon sehr doof sein, um Perlen zu verpassen, ist meine hier salopp formulierte Antwort.

      • Anh Toàn sagt:

        @Oil of Olaz: Wie ein Reicher zu mir sagte, nicht auf Aktien bezogen, ganz generell: Kauf nie etwas billiges (Bei Aktien, hohe Dividende, Marktwert unter Substanz, es ist billig, weil es schlecht ist. Kauf das teuerste, es ist das Beste. Lieber etwas Gutes teuer kaufen als etwas Schlechtes billig.

      • Oil of Olaf sagt:

        @Anh Toàn
        Also bei Aktienkauf sind besondere lernbare Gesetze und Regeln zu beachten.
        Bei Konsumgüterkauf hat der Reiche im Prinzip recht.

  • Stephan Fehlmann sagt:

    Und heute beim Veröffentlichen des Berichtes sind wir bereits wieder im nächsten Crash, was natürlich auch wieder die drei erwähnten Firmen stark betrifft. Auch ich bin in der“ glücklichen Lage“ mit LH und ABB und darf hinzu fügen….ausser Spesen nichts gewesen. Und was ich auch noch festgestellt habe ist…..am Ende sind wir alle tot. Die erfolgreiche Börse ist hauptsächlich für die Glücklichen….und nicht für jene, die langfristig denken.

  • Anh Toàn sagt:

    Verluste realisieren ist viel wichtiger, als Gewinne mitnehmen:

    Auch wer nicht täglich Kurse ansieht, sich einige um sine Investment kümmert, sieht gelegentlich an seinem Depotauszug, welche Aktien sich besser und welche sich schlechter entwickeln: Was sich über längere Zeit eindeutig als schlecht zeigt (ABB, Rieter, Adecco, UBS und CS) rausschmeissen, vielleicht ist es bei einem falsch und man verpasst eine Turnaround Story, (wie hier für ABB beschworen), aber die Mehrheit davon wird pleite gehen oder für n’Appel und n’Ei übernommen werden:

    Wenn Herr Rohner zitiert, dass nur 4% der Aktien für Outperformance verantwortlich sind, behaupte ich, sind auch nur 4% der Aktien für Underperformance verantwortlich: Die Wahrscheinlichkeit, die unter seinen miesen Aktien zu haben, ist gross.

    • Stephan Fehlmann sagt:

      Im SMI sind langfristig betrachtet etwa 5 Aktien, mit denen man innert 20 Jahren eine Outperformance erwirtschaftet hat. Die meisten anderen sind auch nach 20 Jahren heute tiefer als damals. Im SPI etwa dasselbe Spiel. Der grösste Teil immer noch tief im Minus! Schlussendlich braucht es einfach Glück, im richtigen Moment zuzuschlagen und dann wieder im richtigen Moment auszusteigen. Dieses Glück hat man leider nur in der Theorie. Mit dem Virus sind auch wieder die meisten Anleger auf dem falschen Fuss erwischt worden, wobei ich alles als reine Panikmache der Medien bezeichne. Mit einer normalen Grippe sterben jedes Jahr 100 mal mehr, und die Börsen sind desswegen noch nie eingebrochen.

      • Anh Toàn sagt:

        Der Einbruch wurde ausgelöst, indem man die Sache zuerst zu wenig wichtig nahm: (Ein Beitrag auf Never Mind the Markets sagte dies damals): Es werden Lieferketten unterbrochen, Geschäfte nicht abgeschlossen weil man nicht reisen kann: Das wird zu Gewinnwarnungen führen, die sehen wir jetzt, Jahresziele werden angepasst, P/E steigen trotz sinkenden Kursen.

        Dazu kommt, wer seine Gewinne laufen liess in der langen Hausse und sich sagte, ich verkaufe, wenn die guten Zeiten vorbei sind, hat jetzt verkauft, und mehr Gewinn erzielt, als wenn er in die steigenden Kurse verkauft hätte: Anders aber bei einem richtigen Crash, 20% an einem Tag, da funktioniert die Strategie des Reitens der Welle, der Hausse, bis zum Ende und dann aussteigen, halt nicht.

  • fredy burger sagt:

    Jetzt wo an der Börse die Kanonen donnern ist bald der richtige Zeitpunkt für den Einstieg gekommen. Jetzt braucht es Mut und Ausdauer – wenn sich die Coronapanik legt werden diejenigen welche ihre Aktien verscherbeln, wieder zu höhren Preisen einsteigen.

    • Oil of Olaf sagt:

      Der richtigen Zeitpunkt können Sie glatt vergessen. Sie werden es kaum schaffen den untersten Pik zu erwischen. Sie sollten sich jetzt schon bereit halten und sich die Aktie(n) welche Sie interessieren weil die Unternehmen grossartige Produkte und nachhaltiges Wachstum haben, die Charts studieren und sich den für Sie fairen Kaufpreis suchen und ordern. Danach sofort Stop Loss setzen als Sicherheit, um nicht von MS im Geldblog getadelt zu werden. An der Börse wird mit Cash und Wertpapieren gearbeitet, also Verhalten und Verwalten Sie sich auch so. Nur Deppen handeln blind. Deppen gibt es viele…

  • Stephan Fehlmann sagt:

    @ Fredy Burger….Wem sagt man das Herr Burger? Natürlich sind immer noch viele Aktien attraktiv bewertet, aber die wenigsten schaffen es in der Angst zu kaufen. Man kauft, wenn die Geigen spielen. Wenn die Kanonen donnern, macht man höchstens die Faust im Sack und ärgert sich über vergangene Gewinne. Man macht immer das Falsche an der Börse…auch wenn man denkt, mir kann so etwas nicht passieren oder wenn man nichts macht . Trotz hohen Dividenden-Ausschüttungen in einigen Wochen, verlässt man das sinkende Schiff. Wer hätte das gedacht….in dieser Anlage-alternativlosen Welt! Leider hechelt man auch diesmal dem amerikanischen Leitindex hinterher….wie immer.

  • Anh Toàn sagt:

    Herr Lucas Wyrsch, wie war die Woche mit REITs?

    • Oil of Olaf sagt:

      Schönä Ball, Anh Toàn. 😉

    • Lucas Wyrsch sagt:

      Mein lieber Anh Toàn, Ihre Frage ist hoch amüsant, aber ich beantworte sie gern!
      .
      Washington Prime Group Inc. (WPG) schloss vor einer Woche, am Freitag, den 21. Februar 2020 mit einem Schlusskurs von US$2.72 und eine Woche später, am Freitag, den 28. Februar 2020 mit einem einem Schlusskurs von US$2.75 nur sehr marginal mit einem Gewinn von 3¢ oder 1.10%!
      .
      Zuerst dachte ich mir, dass REITs halt wirklich resistenter als nicht durch Immobilien abgesicherte Aktien seien, denn wenn ich den S&P500 für die gleiche Periode ansehe, sieht es nicht mehr positiv mit einem Gewinn von 1.10%, sondern negativ mit einem Verlust von -11.5%! (S&P500, 21.02.2020: 3’337.75: 28.02.2020: 2’954.22 = -383.53 oder -11.5%)
      .
      Vielleicht werden gewisse Leute ja durch Schaden klug?

  • Oil of Olaf sagt:

    Anlegen ist eben nicht bloss einfach auf Spielers Aktiens Tipps zu warten und diese dann zu kaufen, sondern immer ein Investment in die Zukunft, welches von vielen Faktoren abhängig ist.

    Wenn Sie schon Grosskonzerne kaufen, die effektiv nur marginal, wenn überhaupt noch wachsen können, sollten Sie realistischerweise nicht von sagenhaften Kurssteigerungsgewinnen ausgehen. Dividendenstrategie o.k., aber auch eher schwach bei Grosskonzernen für den stolzen nicht in Stein gemeisselten Aktienkurs.

    Auch sehr wichtig, eigene Aktienanlage Strategie. Ein Stopp Loss Limite definieren und knallhart setzen. Genauso mache ich mir auch Gedanken, ab welchem Kurs ich die Papiere verkaufe bei Gewinn. Plus 25% z.B.

    Aktien sollten Sie aktiv bewirtschaften und kontrollieren, wie Profis.

    • Lucas Wyrsch sagt:

      Man sollte nie in nicht durch Immobilien abgesicherte Grosskonzerne investieren, Oil of Olaf, denn Sie erklären den Grund ja gleich selbst, wenn „die effektiv nur marginal, wenn überhaupt noch wachsen können“!
      .
      Seit 2017 durchlaufen wir zwei globale Risiken, welche es jedem normal-denken Menschen verbieten sollte, in Grosskonzerne zu investieren:
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      1. das Handelskriegsrisiko von Donald und
      2. das Supply Chain Disruption Risiko von Covid-19
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      Warren Buffett sitzt auf einem immensen Cash-Berg und investiert seit 2017 nicht mehr in Grosskonzerne!
      .
      Warren Buffett hat sich 2017 an einer ersten REIT beteiligt, STORE Capital (STOR), welche ausgeschrieben Single Tenant Operational Real Estate Capital heisst!
      .
      Und verkaufen sie nie, wie Larry Fink von BlackRock!

  • Oil of Olaf sagt:

    @Fehlmann
    Auch Sie wirken völlig hilflos und ausgeliefert.
    So werden Sie nie auch nur eine Schraube Gewinn heim bringen.
    Lernen Sie zu verstehen wie die Börse funktioniert.
    Als Klein- und Kleinstanleger müssen Sie sich bewusst sein, dass Sie sich an der Börse auf dem Parkett befinden wo Firmenanteile gehandelt werden, lediglich um mehr Cash zu machen.
    Brätzelibuäbä und-meitschi werden eher nie in die Kategorie den schwergewichtigen Anteilseigner kommen und somit auch keine Steuerungsaufgaben haben. Kaufen und verkaufen Sie Ihre Aktien, sobald es sich gelohnt hat oder allenfalls brenzlig wird mit zu grossem Verlust. Börselen ist ein und kein Spiel mit der Zukunft und allen anderen Anlegern. Beim Geld hört der Spass auf. Also sei schlauer als der Mainstream.

    • Lucas Wyrsch sagt:

      Oil of Olaf schlägt das Nullsummenspiel der Verlierer vor, wenn er schreibt: „Kaufen und verkaufen Sie Ihre Aktien“ und begreift nicht, dass genau diese Form des Handelns, er hätte dank Daniel Gloor reifer werden können, niemals ein Vermögen ausweiten kann!
      .
      Nur wer wie Warren Buffett mit Berkshire Hathaway und Larry Fink mit BlackRock kauft und hält, vermehrt auch sein Vermögen!
      .
      In der Schweiz wussten dies in den 1990er Jahre zwei Investoren, Martin Ebner und Christoph Blocher!
      .
      Beide investierten und hielten und wurden reich!
      ,
      Alle Händler, die Daniel Gloors „kaufen und verkaufen“ Strategie kopierten, haben alles verloren, auch Daniel Gloor, trotz Kickbacks und Retrokommissionen!
      .
      Kaufen Sie REITs, lernen Sie, verkaufen Sie nie, halten Sie!

    • Lucas Wyrsch sagt:

      „Verkaufen Sie nie, halten Sie“
      .
      1979 kaufte ich Gold, verkaufte es nach ein paar Tagen mit Gewinn, kaufte nach ein paar Tagen wieder, zu einem höheren Kurs, verkaufte nach ein paar Tagen wieder mit einem Gewinn, usw.
      .
      Am 15. Januar 1980, der Goldpreis der Feinunze hatte damals US$850.00 erreicht, verkaufte ich alles und kaufte nie wieder!
      .
      Hätte ich nur gekauft und dann nie wieder verkauft, der Preis der Feinunze Gold ist im Moment bei US$1’607.20
      .
      Mein hätte also heute US$757.20 oder 89.09% mehr Wert als am 15. Januar 1980!
      .
      Gold generiert jedoch weder Zinsen noch Dividenden!
      .
      Wozu?
      Aufbau eines passiven Einkommens
      .
      Für die Erben?
      Neben Erben gibt es auch Stiftungen
      .
      Verkauften lohnt sich nie, wedere bei Gold und Silber, noch bei REITs

      • Anh Toàn sagt:

        Am 15. Januar 1980, der Goldpreis der Feinunze hatte damals US$850.00 erreicht, verkaufte ich alles und kaufte nie wieder!
        .
        Hätte ich nur gekauft und dann nie wieder verkauft, der Preis der Feinunze Gold ist im Moment bei US$1’607.20
        .
        Mal zwei in USD, und wie viel ist das in CHF:

        Über den Daumen ziemlich genau Null: 40 Jahre ohne Gewinn und ohne Ertrag!

        US Treasuries, Bundesoblis, wahrscheinlich sogar das Sparkonto hätten mehr abgeworfen.

      • Lucas Wyrsch sagt:

        Am 15. Januar 1980 kostete ein USD 1.5942 und somit kostete eine Unze Gold zu US$850 insgesamt CHF 1’355.07, Anh Toàn.
        .
        Im Moment kostet eine Unze Gold US$1,601.04 und zu einem USD gegen CHF 0.9566 wäre die Unze Gold heute CHF 1’531.55
        .
        Man hätte somit in 40 Jahren einem Monat und 17 Tagen einen Gewinn von CHF 176.48
        oder absolut 13.02% erreicht!
        .
        Die jährliche Steigerung (CAGR) wäre bei 0.42% allerdings extrem schlecht gewesen!
        .
        Die Dividendenrendite jeder beliebigen REIT wäre ein Vielfaches der jährlichen Steigerung der Feinunze Gold zwischen 1980 und 2020 gewesen!
        .
        Die Unze Silber kostete am 15. Januar 1980 genau US$44.- und heute kostet eine Unze Silber US$16.79, Verlust: -US27.21 oder absolut -61.84%, in CHF natürlich noch mehr!

      • Anh Toàn sagt:

        0.42% ist ziemlich genau Null.

        Sie haben gesagt, es war ein Fehler zu verkaufen. Ja, Sie haben 0,42% Rendite pro Jahr (ohne Zinseszins) verpasst. Dumm gelaufen!

      • Lucas Wyrsch sagt:

        Nein Anh Toàn, ich habe nicht gesagt, es wäre ein Fehler gewesen, Gold am 15. Januar 1980 verkauft zu haben, sondern vorher Positionen gekauft und verkauft zu haben, denn hätte ich nur Positionen in Gold aufgebaut und dann am 15. Januar 1980 alles verkauft, hätte ich mehr Gewinn erzielt!
        .
        Nachdem am 15. Januar 1980 Paul Volcker, Vorsitzender des Federal Reserve System der Vereinigten Staaten von Amerika, entschieden hatte, den Prime Rate massiv zu erhöhen, war mir klar, dass es keine neuen Gold und Silberkäufe auf Kredit mehr geben kann!
        .
        Die Silberspekulationen der Brüder Hunt gingen in die Hosen!

        Mitte Januar 1980 schlug das amerikanische Finanz-Establishment zurück, die Regeln an der COMEX erlaubten keine Long-Positionen mehr, das Spiel war aus!

      • Anh Toàn sagt:

        „Verkauften lohnt sich nie, weder bei Gold und Silber, “

        Haben Sie geschrieben.

      • Anh Toàn sagt:

        „…denn hätte ich nur Positionen in Gold aufgebaut und dann am 15. Januar 1980 alles verkauft, hätte ich mehr Gewinn erzielt!“

        Was hätte Sie denn dazu gebracht, am 15 Januar 1980 alles zu verkaufen, wenn Sie doch nie verkaufen wollen, als Strategie?

  • Oil of Olaf sagt:

    Den Mainstream braucht und ist man zum Nutzen. Das funzt wunderbar, wie Sie an dem Virus leicht erkennen. Völlig lächerlich im Prinzip, weil das Leben nie anders war. Aber höchst sensibel reagieren Medien und kurzfristige Anleger. Die zweiten haben letzte Woche mehr als 2500 Milliarden USD Buchwert weltweit zerstört. Es wird noch nicht vorbei sein. Könnte sich noch ca. 2 – 3 Wochen hinziehen, das muntere übertriebene Verkaufen und das geringere selektive Kaufen bis der Trend dann wieder in Normalzustand steigen dreht.

    • Lucas Wyrsch sagt:

      Ja Oil of Olaf, die Welt ist von Donald enttäuscht, nachdem sie gelernt hat, dass Donald US Militärs als biologische Waffen an den „2019 Military World Games“ in Wuhan missbraucht hat um Militärangehörige der ganzen Welt mit Covid-19 zu infizieren, weil er sich so im Handelskrieg einen Vorteil erhoffte!
      Quelle: Japanese TV report sparks speculations in China that COVID-19 may have originated in US, 23. Februar 2020, Global Times
      .
      Seit die Chinesen Covid-19 nun unter Kontrolle haben, wächst das Vertrauen in China an allen Aktienmärkte von Asien heute morgen massiv!
      .
      Nikkei 225: 21’501.15 +358.19 (1.69%)
      Hang Seng: 26’371.21 +241.28 (0.92%)
      Shenzhen: 11’353.05 +372.28 (3.39%)
      Shanghai: 2’965.11 +84.81 (2.94%)
      .
      REITs kaufen, halten und Dividenen einkassieren!

  • Oil of Olaf sagt:

    @Wyrsch

    Aberglaube ist ein miserabler Ratgeber.
    Alle fahren quasi ihre Strategie.
    Die Einen wissen was sie tun und andere weniger. Ein bisschen Glück brauchen alle.
    Wenn Blackrock verkauft steige ich ein. Ein klareres Kaufsignal für Aktien bzw. Kurzfristige Put Optionen auf Blackrock Titel kann sich kein Profi wünschen.

    Reit’s verstärken den Spielrahmen in Depots.

  • Lucas Wyrsch sagt:

    Oil of Olaf, wer sich glaubensbasiert an den Börsen betätigt, geht bankrott, nur faktenbasiert kommen sie an den Börsen durch.
    .
    Ihre Idee, wenn BlackRock verkauft, einzusteigen, ist, als würden Sie versuchen, ein fallendes Messer mit Ihren Händen aufzuhalten, Sie werden sich dabei verletzen!
    .
    REITs sind durch hohe Dividenden und tiefe Volatilität, abgesichert durch Immobilien, die sicherste aller Anlageformen der Welt!
    .
    Wenn Sie wissen wollen, wer REITs wie American Tower besitzt, schauen Sie sich bei Nasdaq den „institutional holding“ Tag an und werden viele US Pensionskassen, Banken, Versicherungsgesellschaften und Hedge Funds finden, aber auch die SNB, UBS, CS, DB, ZKB, AXA und Allianz, neben BlackRock und Vanguard!
    .
    Aber Sie natürlich nicht!

Kommentar

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